Nr. 110 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 11. Mai 1904 Erscheint täglich außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit ifcm besfischen Landwirt die Siebener Zamllien» hlütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untvers.-Buch-u. Stein- druckerei. St. Sange. Redaktion, Srpedition und Druckerei: Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr.Kl. GietzenerAnzeiger Seneral-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich7b Pf., viertel- säbrlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- sährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittag« 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal 12 Pß, auSwärt« 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. TeUr P. Wittko: für .Stadt und Land^ und „GerichtSsaalE: August Goetz; für den Anzeigenteil: Han« Deck. Deutsches Reich. Berlin, 10. Mai. Man meldet auK Strerßburg, 10. Mai: Der Kaiser und die Kaiserin werden während ihres hiesigen Aufenthaltes von der Prinzessin Viktoria Luise begleitet sein. In ihrem Gefolge befinden sich Oberhosdame Gräfin Keller, Hofdame Gräfin Ranyau, Oberhofmeister Frhr. v. Mirbach, Oberhofmarschall Graf zu Eulenburg, Hofmarschall Graf v. Zedlitz-Trützschler, Generalleutnant v. Pleßen, General ä la suite Graf Hohenau, Flügeladjutant v. Plüskow, Oberstallmeister Graf Wedel, Chef des Zivilkabinetts v. Lucanus, Chef des Militär- kabinetts Graf v. Hülsen-Häseler und der preußische Gesandte v. Tschirsky und Bögendorff. — In parlamentarischen Kreisen ist das Gerücht aufgetaucht, daß der Justizminister Schönstedt die Absicht habe, sein Amt niederzulegen. — Der geplante Reichsverband gegen die Sozialdemokratie hat sich gestern hier konstituiert. Aus dem Vorbericht der Begründer geht hervor, daß der Verein als regelmäßigen Beitrag etwa 18 000 Mk. zu erwarten hat, aber trotzdem durch eine große Spende in der Lage ist, jährlich 50 000 Mk. für seine Zwecke zu verwenden. Zu dem Ausschuß gehören unter anderem die Abgg. v. Zed- litz-Reukirch, Pauli-Potsdam, Paasche, Hilbck und Lehmann- Jena. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Regierung ihren Standpunkt üb^er den Parteien verlassen und die Bestrebungen des Verbandes anerkennen werde. Folgende Herren wurden zum Vorstande erwählt: Generalleutnant z. D. v. Liebert, Landgerichtsrat Hagewann , M. d. R., Rechtsanwalt Dr. Regula-Harburg, Reichstagsabg. Hirsch-Essen, Kommerzienrat Vorst er, M. H. A, Kais. Gesandter v. Dirksen, M. d. R. u. A., Kammerherr v. Arnim-Züsedom, M. d. A. Zum geschäftlichen Leiter des neuen Reichsverbändes wurde Dr. Be- venschen, der bisherige Geschäftsführer des deutschen Ostmarkenvereins, bestellt. — Eine der vielen Versammlungen, in denen der bekannte Graf Pückler in letzter Zeit seine antisemitischen Reden hielt, wurde gestern abend nach den ersten Worten polizeilich aufgelöst. — Ein Zentralbureau für jüdische Statistik soll als gemeinsame Schöpfung aller jüdischen Organisationen und großen Gemeinden hier ins Seb-en gerufen werden. Sein Zweck soll die genaue auf gründlichen statistischen Erhebungen beruhende Erforschungen der Lage, der Bevölkerungs- und Erwerbsverhältnisse der Juden in den verschiedenen Ländern sein. Abgesehen von rein wissenschaftlichen und kulturhistorischen Studien soll das Bureau auch den praktischen Zweck verfolgen, die jüdische Wohl- sahrtsaktion au s^ugestalten und das jüdische Auswander- ungs- und Ansiedlungswesen zu regeln. — Unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Kirschner trat heute im Herrenhause der Vorstand des preußischen Städtetages zu einer Sitzung zusammen. Man beschloß die Tagung des nächsten Städtetages in Berlin im November oder Dezember 1904 in Aussicht zu nehmen und auf die Tagesordnung zu setzen: 1. Fluchtliniengesetz und die damit verbundenen Bestimmungen des Enteignungsgesetzes: 2. das Recht der Städte an ihren Schulen; 3. die steigende finanzielle Belastung der Gemeinden und Beschaffung der zur Deckung erforderlichen Mittel. — Die Abgeordneten für die Mosel- und Saarkreise hatten zu gestern abend nach dem Abgeordneten- hause zu einer Probe von Mosel-, Saar- und Rheinweinen eingeladen. Die meisten Mitglieder des Staatsministeriums, mehrere Staatssekretäre, zahlreiche Mitglieder des Abgeordnetenhauses, des Reichstages und des Herrenhauses, höhere Beamte der Reichsämter und Staatsministerien, sowie Mitglieder der Presse waren erschienen. Der Abend nahm einen äußerst stimmungsvollen Verlauf und hielt die Teilnehmer an der .Veranstaltung bis lange nach Mitternacht versammelt. Hannover, 10. Mai. Generaladjutant v. Linde- ssuist, der neuernannte Generalinspekteur der britten Armeeinspektion, traf gestern abtznd mit Gemahlin von Frankfurt ft. M. hier ein. Oppeln, 10. Mai. Die Handelskammer nahm eine Resolution zur Kanalvorlage an, in der die schlesischen Abgeordneten gebeten werden, der Vorlage solange ihre Zustimmung zu versagen, bis in ausreichender Weise Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit Oberschlesiens in den Entwurf ausgenommen werden. Leipzig, 10. Mai. Die 13. Konferenz der Zentral stelle für Wohlfahrtseinrichtungen trat hier zusammen. Den Vorsitz führte Staatssekretär a. D. Admiral v. Hollmann. Anwesend waren u. a. Oberbürgermeister Adickes-Frankfurt a. M. Neber „Schlafstellenwesen und Ledigenheime" sprach Dr. Medfels-Essen et. Ruhr und führte au«, um die Erbauung von Ledigenheimen hätten sich bis jetzt vorwiegend die Industriellen verdient gemacht, in zweiter Linie Korporationen, auch sei ein solches auf städtische Kosten errichtet worden. Im allgemeinen hätten dieselben bei der Arbeiterschaft Anklang gesunden, zum Teil seien sie aber nur spärlich, zum Teil gar nicht besetzt worden, woran meistens die zu große Entfernung von den Arbeitsstätten und unpraktische Einrichtung schuld seien. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich eine größere Anzahl von Stadtverwaltungen an der Sache beteiligten, sie würden auf diese Weise viel zur Besserung des Schlafstellenwesens beitragen. Bedeutende Unkosten könnten nicht erwachsen, denn die Heime ließen sich vorkommendenfalls leicht auch für Schul- urX> andere öffentliche Zwecke einrichten; auch städtische Lesezimmer und Brausebäder könnten damit verbunden werden. Das Risiko einer Stadt sei schon deshalb geringer, weil sie nicht von der geschäftlichen Konjunktur abhängig sei. Ausland. Paris, 10. Mai In Valenciennes fand gestern anläßlich des Gemeinde - Wahlsieges der Progressionisten eine Kundgebung gegen die Sozialisten statt. Die Progressionisten veranstalteten einen Umzug, nach welchem ein im Zuge getragener Strohmann, welcher die nicht wieder- gewählten Sozialisten darstellen sollte, verbrannt werden sollte. Dies wollten die Sozialisten verhindern. Es kam zu einem Handgemenge, wobei Messerstiche und Stockhiebe ausgeteilt wurden: hierbei wurde ein sozialistischer Kandidat schwer verletzt, mehrere andere Personen erlitten leichtere Verwundungen. Eine große Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen, jedoch nicht aufrechterhalten. — Auch in Marseille fand zwischen Kollekti- visten und Antikollektivisten ein Zusammenstoß statt. Bei einem von den ersteren veranstalteten Straßenumzuge entstand auch hier ein Handgemenge, wobei zahlreiche Personen Verletzungen davontrugen. Frauen und Kinder gerieten unter die Füße der Demonstranten; die Polizei mußte einschreiten. Die Ladenbesitzer hatten ihre Geschäfte geschlossen. — In Rouen fanden gleichfalls Straßendemonstrationen statt, wobei gleichfalls mehrere Personen verletzt wurden. Bordeaux, 10. Mai. Die Offiziere der hiesigen Handelsmarine beschlossen in einer heute abend ab- gehaltenen Versammlung, sich mit ihren Kameraden in Marseille solidarisch zu erklären, und wenn binnen 14 Tagen den geäußerten Wünschen der Offiziere der Handelsmarine nicht Folge gegeben sei, den Dienst zu verlassen. Rom, 10. Mai. Hier ist das bisher noch unbestätigte Gerücht verbreitet, der Minister Nasi sei an bet Schweizer Grenze verhaftet worden. Wien, 10. Mai. In Marien bad verlautet, baß dort außer Kaiser Franz Josef und König Eduard im Laufe der Saison auch Präsident Loubet und Königin Helene von Italien eintreffen werden. Budapest, 10. Mai. Im Abgeordneten hause sagte Finanzminister Dr. v. Lukacs in seiner Budgetrede, der Voranschlag zeige eine bedeutende Erhöhung der Ausgaben, teils für öffentliche Arbeiten, teils zur Durchführung verschiedener Reformen bez. Hilfskassen der landwirtschaftlichen Arbeiter, auf dem Gebiete der Hygiene und des Kinderschuhes. Belgrad, 10. Mai. Die serbische Regierung beschloß die Niederreißung des alten Belgrader Konaks, in welchem Alexander und Draga ermordet wurden. Ker Krieg zwischen Japan uttdAußland Vom Kriegsschauplätze. Ein Telegramm des Generals Ssacharow an den russ. Generalstab vom 8. d. M. lautet: Die Japaner bleiben, nachdem sie Föngwangtschöng besetzt haben, dort. Sie haben Streifwachen auf dem Hauptwege nach Liaujang und auf beiden Seiten davon ausgeschickt. Kuandransian, das 70 Werst nordöstlich von Föngwangtschöng liegt, wurde von den Japanern am 5. Mai eingenommen. Aus Petersburg meldet der Pariser „Matin": Wie es heißt, ist Kuropatkin nach Liaujang zurückgekehrt, wo er den Angriff der Japaner unter Kuroki abwartet und sich auf einen hartnäckigen Widerstand vorbereitet. — General Kuropatkin wird die erste japanische Armee, 60—70 000 Mann stark, und die dritte Division, etwa 50 000 Mann stark, sich gegenüber haben. Die 6. japanische Division unter Kümamoto soll vor Port Arthur bleiben. Petersburg, 10. Mai. Der Korrespondent der Russ. Telegr.-Agentur in Mukden telegraphiert unterm 10. Mai: Die Nachricht, daß die Japaner Dalny genommen haben, ist falsch. Nach Meldungen aus Söul haben die japanischen Truppen auf ihnen bekannten Bergwegen den von den russischen Truppen ungenügend bewachten Motien-Paß passiert und seien bei Langt seschan erschienen. Es handelt sich zweifellos um Aufklärungstruppen, die dem japanischen Hauptquartier über Kuropatkins Msichten, Ver- teidiffungsmittel und Truppenstärke Nachricht bringen sollen. Nach Meldungen des russ. Generalstabes sind die Gerüchte, daß die Kosaken-Division Rennenkamp von den Japanern vernichtet worden sei, unrichtig. Die Division versehe nach wie vor ihren Rekognoszierungsdienst. Nach einer Meldung aus Tokio haben Koreaner in russischem Solde den japanischen Militärtelegraphen in der Provinz Hamheung (Nordost-Korea) durchschnitten. 300 russische Gefangene aus der Schlacht am Jalu trafen in Tokio ein. Russische Vorkehrungen. Infolge der allgemeinen russischen Mobilmachung haben sich im Auftrage des Kriegsministeriums zahlreiche Agenten nach dem Auslande begeben, um bedeutende Ankäufe für Rußland vorzunehmen. Nach einer Meldung aus Petersburg erklärt man im russischen Großen Generalstab, daß das 10., 13. und 17. Armeekorps und die finnländische Garde bis Mitte Juli vollständig den Kriegsschauplatz erreicht haben werden. Von zwei Reservekorps bleibt eines in Irkutsk, das andere zu Kuropatkins Verfügung. Schneller ist trotz Kuropatkins dringender Depesche die Mobilisierung nicht durchzuführen. Es verlautet, daß die russische Regierung Preise aus- zusehen beabsichtigt aus die Ergreifung der in Kronstadt und den anderen russischen Plätzen vermuteten japanischen Agenten. Der Zar hat die Ernennung des Admirals Tschuk- nin zum Befehlshaber der Schwarz-Meerflotte als Nachfolger Skrydlows unterzeichnet. — Der Admiral Biriloff, Befehlshaber in Kronstadt, erklärt zu bentj Attentat a uf das Arsen'al, daß in den Magazinen! 400 000 Pud Pyroxilin lagerten. Die Hamburger Dampfer „Augusta Viktoria unb „Kolumbia" sind an einen russischen Zwischenhändler verkauft worden. Der Petersburger Korrespondent des Pariser „Journal" meldet, die Subskription zu gunsten der Hinterbliebenen der in den letzten Kämpfen gefallenen Russen nimmt einen sehr befriedigenden Verlauf. — Weiter meldet das Blatt: Seit dem 10. März waren Fleischer und Könservenarbeiter damit beschäftigt, 8400 Ochsen zu zerlegen, die na:chs Port Arthur bestimmt waren. Bis jetzt ist noch keine Anweisung ergangen, wohin nunmehr die Sendung dirigiert werden soll. Pocken in Japan. Der Pariser „Rappel" meldet aus Shanghai, nach den letzten Nachrichten ist in Nagasaki und Moy eine Pockenepidemie ausgebrochen. Man hegt ernste Befürchtungen, daß die Epidemie auf die japanischen Truppen übergreift. Zwei hervorragende Professoren aus Tokio haben sich an Ort und Stelle begeben, um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Japans Wünsche. London, 11. Mai. Gn Vertreter des Reuterschen Bureaus hatte eine Unterredung mit dem hier weilenden japanischen Staatsmann Baron Suyematsu, in deren Verlauf letzterer bezüglich der verschiedentlich ausgesprochenen Befürchtungen über Japans künftige Politik äußerte: Japans hauptsächlichstes Ziel ist, Rußland sd weit als möglich zurückzudrängen. Es soll Rußland unter keinen erdenklichen Umständen gestattet werden, künftig den geringsten politischen und territorialen Halt in Korea zu fassen. Der Status Koreas wird der eines japanischen Egyptens sein. Was die Mandschurei angeht, so wünscht Japan dort keine anderen Rechte, als die, welche die Mächte gemeinsam genießen. Die Manj- schurei soll China zurückgegeben werden. Doch werden Maßregeln zu treffen sein, die für die Zukunst jede Rückkehr zu den vor dem Kriege vorhandenen Verhältnissen unmöglich machen. Melleicht wird eine Art Pufferstaat unter chinesischer SouveränetäL in der Mandschurei zu schaffen sein. Was China betrifft, so kann kein Zweifel über Japans angelegentliche Sorge bestehen, daß die Neutralität Chinas bewahrt werden soll. Die Hauptgefahr liegt bei Rußland selbst. Denn die Russen unternehmens Dinge, welche die Chinesen erregen und auf; diese Weise zu einem Bruche der Neutralität Chinas hinleiten können. Auf keinen Fall lege ich den auf dem Fest- lande geäußerten Befürchtungen Wert bei, daß irgend ent Wechsel in der Haltung Chinas eine kontinentale Großmacht in die Streitfragen des Krieges hineinziehen würde.'! Welches immer die Erfolge Japans sein mögen, seine Politik iftf die absolute Bewegungsfreiheit für. alle Machte in Ostasien zu sichern. Keine westläN- dische Macht braucht die geringste Besorgnis zu hegen, daß Japan möglicherweise infolge des gegenwärtigen Kampfes an Größenwahn leiden werde. Kas neue Kewächs-aus im Satanischen Karten. Gießen, 10. Mai. Der hn vorigen Jahren im botanischen Garten an der Stelle, wo sich ehedem ein lauschiges Plätzchen unter einer alten Ahorngruppe befand, entstandene Gewächshausneubau ist bestimmt zur Uebcrrointerung größerer Pflanzen der Mittelmeer- und halbtropischen Zonen. Wie gleich vorweg bemerkt sein soll, hat sich diese Anlage während des letzten Winters vortrefflich bewährt. — Die ersten Gewächshäuser, um 1780 erbaut, eng nnd dunkel im Innern, unansehnlich im Aeußern, wurden 1858 abgebrochen, nachdem im November desselben Jahres das große Gewächshaus an der Senckenbergstraße vollendet roar So solide und brauchbar für die damalige Zeit es auch bezeichnet werden Fann, (die Heizungsanlage funktioniert z. B. heute noch) hatte cs den Fehler, zu schmal zu fein. Aus Sparsamkeit hatten die Landstände nur etwas mehr als die Hälfte der geforderten Bausumme bewilligt. Die Baubehörde aber machte, um sich zu helfen, durch die Pläne der Länge nach einen Strich und baute die Vorderseite so dicht wie möglich an die Rückwand. Diese „Schmälerung" übertrug sich leider nur zu bald auf die darin untergebrachten Pflanzenschätze. Während sie im alten Gewächshause einseitig, gewachsen waren, weil kein Oberlicht vorhanden war, wuchsen sie hier, dicht und unübersichtlich zusammengedrängt, schmal in die Höhe, und in demselben Maße, wie sie sich über Sommer erhalten, gingen sie im Winter wieder zurück. Vieles wertvolle, oft unersetzliche Material mußte aus Mangel an Raum beseitigt werden. Auch bann, als 40 Jahre später, im Jahre 1898, die beiden zweckmäßigen Kulturhäuser gebaut* waren, trat eine nennenswerte Besserung dieser Verhältnisie nicht ein, denn mit dem Wechsel der Zeiten waren die Aufgaben des Gartens und die Zahl der absolut notwendigen Pflanzenarten erheblich gewachsen. Erst nachdem 1900 bie Landstände sich durch den Augenschein von der dringenden Notwendigkeit eines Neubaues überzeugt hatten, konnte im Frühjahr 1903 mit der Ausführung des Baues begonnen und dieser am 15. November bezogen werden. Was das Aeußere des nach einem Entwürfe des Herrn Pflanzen erfreuen zu können. Mai. 4% Grieoh. Monopol -Anl. 4xh% äussere Argentiner Reicheanleihe do. Konsole do. . . Heesen zeitgemäße Bestimmung hat die KreiZschulkommission bezüglich der Anschaffung und Ergänzung der Lehrmittel in den Volksschulen des Kreises getroffen. Danach müssen in den Voranschlag der Gemeinden pro Jahr für Lehrmittel vorgesehen werden: Bei einklassigen Schulen mindestens 30 Mk., j- und dreiklassigen je 20 Mk. für eine Klasse, bei ___ und mehrklassigen Schulen mindestens 15 Mk. pro! die Jungen. 3*/e°/o 80/q SV.o/o 3°/o 81/«' % . 26.30 . 85.00 . 103.70 . 103 20 . 200.10 . 183.56 . 137.00 . 152.10 . 153.10 . 137.20 . 13.60 . 191.- . 239.50 . 190.40 . 195.50 30/d Mexikaner 4V9% Chineeen - . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . Diekonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oeeterr. Staatebahn . Lombarden . . . Gottbardbahn . . . Laurahütte .... Bochnm..... Harponer Tendenz: schwach. 3*/,% Oberheseen . . 4% Oeeterr. Goldrente . 4‘/s?o Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . 40/" Italien. Rente . . 4i/l% Portugieser . . BO/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... Jahre zurück. * Christiania, 10. Mai. Von den im ganzen emge- laufenen IV2 Millionen Kronen des Ales under. hilfss 0 nd.s werden 200 000 Kronen sofort verteilt, 300 000 später. Die übrige Million soll von einem Komitee unter Staatskontrolle ver- verinisehte». "Berlin, 10. Mai. Bon einer g ew a ltig en Feu e rs- brunst wurde in der vergangenen Nacht die chemische Fabrik von C. A. Friedr. Kahlbaum in Adlerhof bei Grünau heimgesucht. Der Brand, besten Entstehungsursache bisher nicht aufgeklärt ist, wurde erst nach mehrstündiger Arbeit gelöscht. Menschen waren nicht in Gefahr, der Materialschaden ist sehr erheblich. * Göttingen, 10. Mai. Der Assistent des Botanischen Jn- stitutes Dr. Götz verübte in Geschäften zahlreiche Betrügereien in Höhe von 15 000 Mark. Götz wurde feiner Stellung enthoben: über sein Vermögen wurde Konkurs erklärt. * Sonneberg, 10. Mai. Durch einen Stubenbrand sind im nahen Oberlind zwei Kinder einer Arbeiterfamilie ums Leben gekommen, während ein drittes auf den ^od . 102.00 . 89.80 . 101.75 . 89.95 . 100.00 . f.— . 101.40 100.10 . 99.30 . 102.60 . . 59.65 . 58.55 ' 127.60 . 45.90 43.00 Aus Stadt und Kaud. Gießen, 11. Mai 1904. - Personalien. Se. K. H. der Großherzog haben den Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Büdingen, Schulrat Christian Buß, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Mai 1904 in den Ruhestand versetzt und! ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klasse des Ver-! dienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. - Besuch und Besichtigungen. Gestern waren Se. Exz. Staats Minister Rothe und Ministerialrat Dr. Weber aus Darmstadt anwesend zur Besichtigung des neuen Gewächshauses im botanischen Garten, der neuen Universitätsbibliothek und der neuerbauten Veterinärkliniken. - Ordensverleihung. Der „Reichsanz." veröffentlicht die Verleihung des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Eichenlaub an den Generalmajor z. D. v. Dewitz zu Wiesbaden, bisher Kommandeur der 52. Jnfanteriebrigade, vordem Regimentskommandeur in Gießen. - Lehrmitteln in den Volksschulen. Eine sehr darniederliegt. , * Elbing , 10. Mai. In Lamenstem wurde durch den B l 1 tz ein Wohnhaus in Brand gesetzt. Ein Kind wurde getötet, ein anderes wurde schwer verletzt. * Weinhei m (Baden), 10. Mai. Der Lithograph Sommer, der Führer der hiesigen Sozialdemo, traten, wurde wegen Unterschlagungen verhaftet. Sommer hat als Geschäftsführer der sogen. Kohlcnkasse eines Kohleneinkaufsvereins für Arbeiter mehrere tausend Mark unterschlagen. Die Veruntreuungen datieren mehrere Bom Kriege. Paris, 11. Mai. Das „Echo de Paris" meldet, die Be- satzung von Port Arthur habe einen glänzenden Ausfall gemacht und die I a p a n e r ins Meer gew 0 r f e n. London, 11. Mai. Wie aus Tokio gemeldet wird, konzen- triert fick der Rest der russischen Jalu-Armee am Motien-Paß, 30 englische Meilen südöstlich von Liaujang. Kuropatkm sendet dorthin große Verstärkungen. . Anscheinend wird dieser Paß der Schauplatz des nächsten Zusammenstoßes sein. . Petersburg, 11. Mai. Im Kriegsministerium ist ent dringendes Telegramm aus Mukden angelangt, worin um sofortige Entsendung v 0 n 100 A e r z t e n zur Bekämpfung von S e u - ch en, die unter den r u ssisch en Tr up pe n sch w er e O p f er ordern, gebeten wird. Es sind drei verschiedene Seuchen, die einen epidemischen Charakter annehmen und trotz der vom Roten Kreuz reichlich ausgeteilten Medikamente die SterblichkeitA- zisfer auf einen beunruhigend hohen Stand getrieben haben. Typhus, Dyssenterie und Blattern sind dte hauptsächlichsten Krankheiten, die gegenwärtig unter den russischen Soldaten wüten. — Aus Liaujang wird depeschiert: Hier und in anderen Städten sind Proklamationen in chinesischer Sprache angeklebt, augenscheinlich japanischen Ursprungs, worin die Chinesen aufgesordert werden, sich gegen das russische ^och zu erheben und sich den japanischen Truppen anzuschließen, denen die Ausgabe gestellt sei, die Mandschurei vom russischen Einfluß zu befreien. — Wie in einem die Ursachen und Folgen des jetzigen Krieges besprechenden Artikel der „Nowo^ Wremja" plaidiert das Blatt dafür, daß Rußland nach einem Siege sich mit Japan verbinden solle. Deutschland werde dann gegen Rußland auftreten, da aber die Freunndschaft Deutschlands bisher Rußland nicht viel genützt habe, so könne man leicht aus dieselbe verzichten. — Die Regierung hat bei den Signatarmächten der Haager Konvention gegen die Angriffe der Japaner aus einen Ambulanzzug bei Port Arthur energisch Protest erhoben. In dem Zuge befanden sich 233 Kranke, von denen 2 durch Manische Geschosse verwundet worden sind. — Ueber die Wieder- Herstellung der Verbindung zwischen Port Arthur und Mukden wird berichtet, daß die erste Lokomotive am 9. Mai abends und die zweite gestern gefahren ist. Auch der Generalstab erklärt, daß die Brücke in der Nähe von Port Arthur, welche in die Luft gesprengt ronrbe, wiederhergestellt und daß die Eisenbahnlinie völlig unbeschädigt ist. Dec telegraphiMe Betrieb ist dagegen noch unterbrochen. — Bisher ist keine Bestätigung darüber eingetroffen, daß General Stößel einen Ausfall aus Port Arthur gemacht hat. t _ . T London, 11. Mai. Wie ein Telegramm der „Central- News" aus Liaoyang meldet, hat in der Nähe von Port Arthur ein Eisenbahn-Unglück stattgefunden. Es sollen 30 Personen getötet und 50 verwundet sein. Geh Rat Hofmann in Darmstadt ausgeführten, 26 Meter Grad C. über den Gefrierpunkt gefallen, so zünde man den langen 9 Meter breiten und in der Mitte 18 Meter hohen Teer an und sorge durch Umrühren dafür, daß recht viel HauseS betrifft, so macht eS mit den massiven, auS hessischen Rauch entwickelt wird. Am besten ist eS, wenn sich mehrere Lunqsteinen aufgeführten Pfeilern, dem hübschen Türmchen Nachbarn zusammentun und gemeinsam räuchern. Die Haupt- und dem hohen Kuppeldach einen ebenso soliden, wie freund- fache ist, daß alle blühenden Obstbäume mit einer Rauch- lichen und ruhigen Eindruck. Das Innere, aus einem schicht bis etwa eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang be- einzigen Raume bestehend, der eine ungezwungene Auf- deckt sind; dann ist die Gefahr vorüber. Wenn man bedenkt, stellunq der Pflanzen ermöglicht, ist vollständig frei- daß durch diese geringfügige Arbeit, die nur wenige Groschen tragend gebaut und in jeder Hinsicht zweckmäßig und kostet, eine reiche Obsternte gerettet werden kann, so versteht modern eingerichtet. Die Erwärmung geschieht durch Warm- man nicht, daß sich in unfern obstbauenden Orten nicht Wafferheizung, einer Musteranlage, ausgeführt von der Firma schon längst Frostwehren gebildet haben, ^tatt E in Hch SchaUtedt hier. Die Verglasung ist einfach und ruht Pfannen kann man natürlich auch jeden anderen, viel Rauch auf einer Kombination von Pitsch Pine Holz und Eisenträgern, erzeugenden Brennstoff wählen, z. B. Reisig. Man muß dann durch die eine so starke Abkühlung, wie sie bei Häusern, die nur dafür sorgen, daß die Feuer nicht zu nahe an den Obst- nur aud Eisen bestehen, stattfindet, vermieden wird. An der bäumen entzündet werden, weil sonst die Bäume durch die Nordseite liegt vertieft im Boden eine Grotte mit künstlichem strahlende Hitze sehr leiden und unter Umständen ganz zu Wasserfall rc. zur Aufnahme besonders zarter und seltener Farn- Grunde gehen können. kräuter bestimmt, während auf der Südseite eine Terrassenanlage ** Ein neues Lehrerseminar. In unserem Groß- mit einem halbrunden Bassin 9x6 Meter groß sich an- Herzogtum bestehen zurzeit drei Seminarien zur Ausbildung schließt und den Uebergang zum Garten vermittelt. Das von Volksschullehrern, nämlich in Alzey, Bensheim und Bassin heizbar eingerichtet, soll der Kultur tropischer Waffer- Friedberg, ein Seminar (Darmstadt) zur Ausbildung von pflanzen und als Ersatz eines Victoria rexia-HauseS dienen. Volksschullehrerinnen, sowie zwei Sem,narien (Mainz und Die Bauleitung lag in den bewährten Händen des Bau- Darmstadt) zur Heranbildung von Lehrerinnen für das höhere ratS Neuling, des Erbauers unseres Universitätsgebäudes; Schulfach. Da diese Bildungsanftalten nicht ausreichen, plant die technische'Ausführung hatte Hochbauaufseher Rahn. Die man in maßgebenden Kreisen die Gründung emes^meiteren Eisenkonstruktion war der Firma Dönges in Darmstadt, alle Lehrerseminars. Es soll ein sogenanntes «Reform-Seminar übrigen Arbeiten hiesigen Geschäftsleuten übertragen. Die mit neuen Lehrplänen rc. werden. Zu begrüßen ist, daß man Bausumme beträgt inkl. der Ausgaben für Wegeanlagen mit dem Plane umgeht, es Nicht m einem entlegenen Orte, 46 000 Mk. sondern in der Residenz zu errichten. Bei den letzten Hur Besichtigung deS eben noch in vollem Blütenschmuck Kammerverhandlungen hat der Chef des Hess Schulwesens prangenden Gewächshauses waren außer Se. Exzellenz dem erklärt, daß die Pläne schon länger als em Jahr erwogen Staatsminister Rote und Ministerialrat Dr. Weber der Rektor und festgelegt sind. (N. Heff. Vbl.) der LandeS-Universität, der Direktor des botanischen Gartens, f. Lich, 11. Mai. Am 7. ds. Mts. ist m Graz die Prof. Dr. Hansen, Baurat Neuling, Hochbauaufseher Rahn Gräfin von Collaldo und San Salvatore gestorben. Die und der Inspektor des botanischen Gartens Rehnelt erschienen, verewigte Gräfin war die Schwester des verstorbenen Fürsten DaS imposante Haus und die damit verbundenen Anlagen Hermann zu Solms-Hohensolms-Lich. Wegen dieses Trauer- fanden, wie vorauszusehen, die volle Befriedigung der hohen falle? wurde die Hochzeit der Prinzessin Caroline Behörde. Und so ist denn die Universität wieder um eine mit Sr. Hoheit dem Prinzen Chlodwig von Heyen auf den wertvolle Einrichtung zu wiffenschaftlichen Zwecken bereichert, 2 6. Mai verschoben. , die übrigens durch ihre Architektur bet der von der Anlage kc. Lauterbach, 10. Mat. Der Kaiser verlieh auS sichtbaren Lage, der Stadt zur Zierde gereicht. Wie wir bei seiner Anwesenheit in Schlitz dem Kreisrat des Kreyes hören, wird das Ueberwinterungshaus zu Zeiten auch weiteren Lauterbach, Wallau, den Kronenorden 3. Klasse._________ Kreisen geöffnet sein, um sich an der Blütenpracht frembe.r Neueste Wel-niiiteu. Dessau, 11. Mai. Wie das „Volksblatt" von Anhalt mit- teilt, hat das sozialdemokratische Partei-Schiedsgericht gegen den Abg. Heine einstimmig entschieden, daß die An klage gegen die|en unbegründet war. Gegen Göhre ist nach derselben Quelle die Anklage zurückgezogen worden. Wien, 11. Mai. Aus Uesküb wird der „Poltt. Storr." gemeldet. In Gostivar (Kostowa) wurde ein junger Bulgare beim Legen kleiner Mengen Dynamit an drei Ecken der dortigen Militärkaserne betroffen und festgenommen. 2 bulgarische Leh - r e r sind unter dem Verdacht der Mitschuld verhaftet worden. Während man in türkischen Kreisen die Tat auf das bulgarische Komitee zurückführt, wird von den Bulgaren behauptet, der Bursche, der bei einem Türken in Dienst stand, sei von diesem zur Ausführung des Anschlages angeftistet worden, um dadurch Grund zu Gewalttätigkeiten gegen die bulgarische Bevölkerung zu haben. Windhuk, 11. Mai. Laut Meldung des Majors v. Estorfs stieß die 1. Feldkompagnie am 6. Mai bei Otjikucke auf eine vereinzelte Herero-Werft, deren Bewohner in so wilder Flucht davonliefen, daß sie trotz Verfolgung nicht mehr eingeholt werden konnten. Tie Verwendung von Berittenen war in dem von dichtem Dornbusch besetzten Gelände unmöglich. — Von dem bekannten Simon Dooper, einem Häuptling im Süden des Schutzgebietes, wurden 30 Mann für Kriegszwecke nach Windhuk gestellt. , t . L. St. Louis, 11. Mai. Dem hier weilenden Chefredakteur des „Berliner Lokalanzeigers" v. Kupfer wurden während seiner Abwesenheit aus seinem Zimmer im Yesfersonhotel 200 Doll, und 100 Mk. bar, 1 goldene llhr und ein Kreditbrief gestohlen. bei zwei- und dreiklassigen je 20 Mk. für eine Klasse, bei * Wie die Alten sungen, so zwitschern auch vier- und mehrklassigen Schulen mindestens 15 Mk. pro die Jungen. Einen tragischen Ausgang nahm vor mehreren »^(1- Tagen ein Dummerjungenstreich mehrerer Tertianer einer 11 ' k 9lss si"^ die höheren Lehranstalt in Elberfeld. Zwei davon hatten sich er- Theater- und Saalbau -"s Termin für diel unb beschlossen, ihren „Ehrenhandel" durch em Einlieferung der Pläne wurde nach Ueberemkunft mit Profepor $ u e au§iutragen. Zuerst erfolgte eine Forderung aus Dülfer in München der 15. Juli d. Js. festgesetzt. Säbel, die jedoch nicht zum Austrag kommen konnte weil einer "Ein Könne rt SD b er b a n r i f ch er Sänger und der Gegner infolge eines Armbruchs an der Handhabung einer TLnz°kfind°i wie schon ans dem Mcratenteit ?u M WU^hmd-r^w--.^Man Ar,am -men war, heute abend von 8 Uhr an im Cafe Ebel statt. Um ein in der Nähe der Stadt bestimmt. Ms beim Erscheinen 1/10 und 11 Uhr wird ein echt oberbayrischer Schuhplattler- des einen Duellanten mit seinem Sekundanten der Gegner noch $«ni äu bemnnbern fein, was ^-en eme Neuheit sein mag^ Konzert. Die Henkestckie Schwalmer Kapelle m ^er Aufregung hatte aber der Sekundant bei einer Originaltracht wird Freitag abends V29 W tm Neuen $atronc Kugel sitzen lassen, und ein unglücklicher Zufall wollte Saalbau ein Konzert geben, das sicher reichen Zufpruch daß die Kugel dem Freunde ein Auge völlig zerftö rte. haben wird. In Kassel hat, wie wir in dortigen Blättern Die S e h k r a s t desandernAugesift sehrgefährdet. lesen, das über 30 Mann starke Orchester in der kleid- Gleich nach dem Unglück erschien auch der Gegner mit seinem tarnen Tracht großen Erfolg gehabt. Die „K. A. Ztg." Sekundanten. Unter ben obiDaltenben Umftanben schreibt: Es gewährte besondere Freude, alte liebe Volks- zu emer Versöhnung, und man beschloß dami, zu erzahlen daß Reifen uns Hünen vefManbe fo gut. totflefcwnt »W ÄÄ zu hören. Ober-Schwalmer Henkel hatte nämlich außer m(nien Untersuchung heraus. Die Schüler, die an dem „Duell" einer Anzahl größerer Musikstücke (wie z. Jub"-Ouvttture | beteiiigt roarcttz sind sämtlich sofort von der Anstalt entfernt von Weber, Fantasie aus „Margarethe", Parademarsch der toDr{)en- Einer von ihnen hatte, als er vor den Direktor zittert hessischen Garde usw.) echt hessische Volksweisen auf sein wurde, noch die Dreistigkeit, zu sagen: „Was gehen Sie denn Programm gesetzt. Ferner wurden zum erstenmal drei echte unsere Ehrenhändel an?" ______________ Schwalmer Tänze, ausgezeichnet von Joh. Lewalter, für---- Blasorchester bearbeitet von F. Kloppe, gespielt, welche einen ÄÄW --NE fei^ Ä ** „Die gestrengen Herren sind heute bei uns ^h^eu Komponisten, stammt aus Wien. Oktober 1875 habill- ^inaekehrt. Es war anzunehmen, sie würden als wirkliche forte n sich an der Grazer Universität als Privatdozent für Eisbeilioe^ erscheinen, wie sie von den Landwirten und Strafrecht und 1879 folgte er einer Berufung als ordentlicher Gärtnern °°n -lter-her gefürchtet sind. T- der P-n-r-tiust auf den Himmelfahrtstag fällt, so war zu befurchten, daß ^ggg1 touri)C CT ^ch .halle versetzt Seit 1899 lehrt er in Berlin. aus den geplanten Ausflügen nicht viel werden würde. Heute ■ _ . früh aber hat man das Recht, seine Befürchtungen wesentlich Handel und Verkehr. Dslkswlttstyast. einzuschränken. Der Barometer Neigt, die Lonne leuchtet, die > D e u t s ch e R e i ch s b a n k. Laut neuestem Ausweis hat die Obstbäume prangen im Hellen Maienlichte. Immerhin muß Maiwoche der Bank stärkeren Rückfluß trotz der großen Geld- man sich vor den „gestrengen Herren" schützen. Der auf- Nachfrage gebracht. Von einer Tiskontermäßiaung hat das In- merksame Obstb-umbesitzer 'kann mit etwas Sargsalt dem xta^aber. tt^e^^esehem Wahr.^nüL wll^es Schaden vorbeugen, wenn er abends gegen 7 U^r das Schatzbonds die Verhältnisse auf dem internationalen Thermometer beobachtet. Zeigt es dann nur noch 6 Grad C., Geldmarkt weiter entwickeln. so liegt die Gefahr nahe, daß kurz vor Sonnenaufgang Frost Rußlands und Japans Geldbedürfnisse. Wie emir£ Man U °si° * Pfannen, welche m,t Sm halb gefüllt sind, in Bereitschaft und stille sie so auf, daß loe^en ^ie Seibert Staaten das für sie so notwendige Geld er- oon ihnen der Wind über die mit Obstbäumen bestandene leiten. Tabei ist aus Gründen, die wohl an dieser Stelle nicht Fläche streicht. Ist das Thermometer in der Nacht auf 2 > weiter auseinandergesetzt zu werden brauchen, Rußland, obwohl Telephonischer Kursbericht. Frnnktnrt a. Sm H* "■ cs bis jetzt der verlierende Teil ist, wesentlich billiger weg- gekommen, als Japan. Rußland verzinst 800 Mill. Frcs. Schatzanweisungen mit 5 Prozent, Japan 10 Millionen Lstr. Schatzanweisungen mit 6 Prozent. Auch der Ausgabekurs stellt sich für Rußland niedriger, als für Japan: der erstgenannte Staat erlöst 951/2 Prozent, der letztere nur 93 Prozent, nach Angaben des Pariser Korrespondenten des ,.B. T." Von anderer Seite wird der Nebcrnahmekurs für die russischen Schatzanweisungen nut 98 Prozent angegeben: möglicherweise erklärt sich diese Differenz aus der Exttaprovifion, die dem Uebernahmekonsortium noch zufließen. Japan muß aleichsalls eine Extraprovision von 2 Prozent zahlen, sodaß es netto nur 91 Prozent erzielt. Der EmisswnÄ- kurs der Schatzbonds ist auf 99 Prozent festgesetzt: an der Börse wurden die Bonds mit 98 fünf Achtel Prozent umgesetzt, d. h. mit einem Disagio von drei Achtel Prozent. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 12. Mai 1904: Schwachwindig, zeitweise heiter, bei kälterer Nacht tagsüber wärmer. Auf den Höhen stellenweise auch Nachtfrost. ____________Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Kriefkallen der Nekiaktian. (9lnonvme Tlnfragen bleiben unberücksichtigt.) M. G. 100. Es flieht eine so flroße Anzahl von Handelsschulen, daß wir sie Ihnen unmöglich alle hier aufzählen können: in Preußen allein etwa 80. Eine der besten Anstalten ist die Amthor'sche höhere Handelsschule in Gera. Bon Bedeutung sind auch die in Leipzig und Dresden, sowie in München, Nürnberg und Marktbreit. Eiiizelne sind an Gewerbeschulen, Realschulen ober Realgymnasien als Fachklassen angegliedert, so in Zittau unb Frankfurt a. M. Alle die erwähnten gewähren die Berechtignng ztim einjährigen Militärdienst. Die Amthor'sche Anstalt in Gera hat, so viel uns bekannt, auch Abendkurse; andere vielleicht and). L. D. Leutnant v. Rosenberg, der die interessante Schilderung von dem Gefecht bei Kl.-Barmen gegeben hat, ist allerdings ein Sohn des früheren Gießener Regimentskommanderws, der z. Z. in Kassel lebt. Zu verkaufen L. Heyligenstaedt. 4302 Mlanz pro 1903 4 647.51 5. Reservefond-Konto 2 477.62 3 534.11 3 700.— 296 085.28 Haas. 4803 Doering. Iie Ziehuaj der l. Ds»e 4300 Eintritt frei. 4283 hatten. 1491.37 1783.44 JL £ 15.73 10575.80 859.70 Konto 3. Mobilien-Konto 4. Kassa-Konto 294 700.39 373.05 851.99 . 105 10575,80 22 300,— JL w Passiva. 1. Zinsen-Konto 2. Geschäftsanteils. Konto 3. Anlehen-Konto 4. Spareinlagen- Konto Geschäfts - Empfehlungen detetr. billigst vrühl'iche Universitäts-Druckerei. Sieben. mdbtt, die Be- n glinienben ItergtrooTjen. :ldet wird, konM' - am Motim-M Kuropatkin W id dieser Paß der Abgang in 1903 . . . . . Mitgliederstand Ende 1903 . . . . Das Miigliederguthabcn beträgt Ende 1908 Die Haftsumme beträgt Ende 1903 Gießen, am 11. Mai 1904. Mitgliederstand Ende 1902 Zugang in 1903 weilenden Ches« Kupfer wur- ?m Zimmer im 1 goldene Uhr Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins zu Kietzen Eingetr. Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Baygellosseilschilst des elmgel.Mclterliemils zu Gietzeu Siugett. Genossenschaft mtt beschräutter Haftpflicht. Einladung zu der Samstag, den 28. Mai l. I., Abends 81/, Uhr im Saale der Restauration Sauer (Oswaldsgarten) dahier stattfindenden Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Vorlage der Bilanz und Jahresrechnung pro 1908 und Beschlußfassung über Verteilung des Reingewinns; im Anschluß hieran: Erstattung des Rechenschaftsberichts. 8. Mitteilung des Ergebnisses der vorgenommenen gesetzlichen Revision. 4. Abgabe von Häuschen an Genossen. 5. Wahl in den Vorstand und Aufftchtsrat. Die Rechnung pro 1903 liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen, Johannesstraße Nr. 5, offen. Gießen, am 10. Mai 1904. Der Vorsitzende des AuffichtsratS der Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins zu Gießen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. sind in meiner Kollekte in Auswahl vorrätig und empfehle ich solche zur Beteiligung imtev Hinweis auf die in diesem Blatt be° reils bekannt gegebenen Belehrungen über die Vorteile unserer Lotterie. In meiner Kollektur sind folgende Nummern frei in V« Teilung: Nr. 3404 ; 8263; 18673; 23943; 37266; 74821; 88817 in V. Teilung: Nr. 7789; 30361; 81799; 92865 usw. wegr- Besonders mache ich auf die bei mir eingefuhrten Gewahrsamfcheine aufmerksam, hierdurch bleiben die öfteren Briesseiidungen erspart. Wiederholt wird zur regen Beteiligung an dieser unserer Landes-Lotterie höflichst eingeladen. Amtlich bestellte Hauptkollekttrr: Georg BCurtz je1., MsÄ. Stets prompter und spesenfreier Versandt nach auswärts. 6. Spezial-Reserve- fond-Konto : 7. Betriebs-Rücklage- Konto : 8. Straßenkosten- beitrag-Konto 9. Gewinn-Saldo rd' ' ußi • herzliche (inladatig. Am Himmelfahrttag, nachmittags 4 Uhr wird Fräulein C. Rhiem, Sekretärin des Deutschen Kraueumrsfiousbnudes im Saale der Stadtmission, PromenadcnhauS am Lahntor eine Lechininluntz für Stauen u.Snngfrauen Aktiva. Jfl £ 1. Kapitalien-Konto 159.85 2. Jmmobilien- 108.1 1O38Ö gOO.!} 183#' 1521; E E 191" V * Montag den 16. Mai 1904, abends 8y3 Uhr: AhM. klillllgelWe Lolksoechmluilg im Neuen Saalbau (Steins Garten). Hauptredner: D. Bornemann-Frankfurt: Ultra montane Erfolge uiib evangelische Pflichten. Der Vorstand des Zweigvereius Gießen Eiuttttt frei. des Evangelischen Bundes. 4276 von Anhalt mit» El gegen bett ,u!l°ge gegen n nach derselben it. : Jolit Kon/' er Bulgare beim !en bet bärtigen ^gotische Leh« hastet worben, s bas bulgarische Net, bet Bursche, biesem zur Aus- labutd) Grund zu mg zu haben. g des Majors im 6. Mai bei Werst, deren .liefen, daß sie w konnten. Ae n dichtem Dorn« dem bekannten den des Schu^ le nach Windhuk w. ,2 Handels- Ä lo.nnen: Ul« ist die TuNiinb ' ^irnbttQ Und iealichulenT ,1n Bitlau uni, Mtolt in v'ellcichl mitt). °,e, 'nteressante gegeben hat, ist itUommanbeuti 296 085.28 101 6 107 2 Nationaler Gesangswettstreit. Zur Unterbringung der eintreffenden Sänger bedürfen wir noch eine Anzahl Quartiere, und ersuchen wir verehrliche Ein-- wohnerschaft sowie die Besitzer von Restaurationen uns Quartiere gegen Vergütung zur Verfügung stellen wollen. Offerten mtt Preisangabe sind bis spätestens Samstag, den 14. Mai d. IS., abends an 1. Vorsitzenden Herrn OchS, Marktplatz 14, einzureichen. 4305 Der WohnuugsauSfchutz. miltai« ift “ Botin um foW hnntunjw®“' finetiC’j" M-d-m * und tot « * t di- snE rieben haben. J sind die jiet und m SMche -ngclla tu Ue%„t“ isHä* .(i 4272 Stephansirasse 42 Ecke Bleichstraße große 6-Zim.- Wohnung mit allem Zubehör u. Garten zu vermieten. 3249 Christoph Arnold. | ö Zimmer |j Bahnhofstrasse 62 schöne 5-Zimmer-Wohnuug per 1. Juni zu verm. G. Paul. >4274 4271] SeUerSweg 81 5-Zim.° Wohng. s. a. Z. p. 1. Juli z. v. Ludw gspiatz 6 § 5 Zimmer mit Zubehör, Gas, elektr. Licht, Garten pp. zu verm. 02730) Schöne Akansardenw., 3.Sl. 5 Räume nebst Rüche, gr. Boden, Bleichpl. u. Gartenaiit. p. sos. od. sp. z. v. Ederstr. 2, Ecke Nordcml. 2811] Schöne b-Zimmerwoh- nung, 450 Akk., sof. zu vermieten. E. Petri, Marktplatz 18. 3142] Bahuhofstratze 39 ist der mittlere Stock 5 Zimmer mit allem Zubehör zu oermieten. 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Tüchtiger, vermögender Geschäftsmann in Oberhessen, 26 Jahre alt, eo., wünscht mit einem oerm. Mädchen zwecks Heirat baldigst bekannt zu iverden. Eltern, Vormünder rc. wolleii gefl. ihre Offerte unter 4313 an die Exped. d. Bl. niederlegcn._______ 02720) Eine silb. Damcnuhr verloren. Abzugeb. geg. Belohn. Marltplatz 5, Hinlerh. RedStarline Stern Jjßinie nach n t Auskunft erthellen Red Star Linie in Antwerpen, Carl Retter in Gießen, 1932 Bleichstraße 8, parterre, H. Klippstein in Langßdorf. und mir- dem reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, tiiessen, Johannesstr. 1 »"‘"5 Wze'gel v G. R. V. 1885. Himmelfahrt Nachmittag äiflütonr Nlh Herborn Abfahrt 1 Uhr vorn Restaurant Haubach, Rodbeimerstraße. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 4296 ___________Der Kahrwart. Concoröia. Himmelfahrttag: AvHlig ilch Brailllfels Abfahrt 12.10 Uhr. 4299 Sonntagskarte. Gesangverein Gemütlichkeit. Am Htmmelfabrttag bei günstiger Witterung Ausflug* iich ito Lilchißsdriilliieii. Abmarsch morgens 6 Uhr vom «Dchiffenbergertal. 4293 Der Vorstand. g|----7 Die auf Donnerstag, I D/ den 12. vorgeseher e 1Herrentour ■ findet des ungünstigen Wetter- wegen Sonntag, den 15. dS. Mts. statt. Mmarsch vorm. 7 Uhr von der Lahnbrücke. Besprechung am Abeiid vorher im Lokal. 4295_________Der Vorstand. Turnverein. Am Himmelfahrttag findet ein 4216 Turngang nach Weilburg statt. Abfahrt morgens 6 Uhr 47 Minut. nach Wetzlar, von da zu Fuß über Braunfels nach Weilburg. Der Vorstand. Tour V. SamStag, den 14. und Sonntag, den 15. Mai: Balduinstein-Schaumburg— Hohlenfels—Ratzenelnbogen(-votel Bremser)—Jammertal—Smg- hafen—Mühlbachtal—Nassau. Retourkarten Balduinstein. Ab- j fahrt 12.10 Uhr. Mitglieder, welche verhiiidcri sind, die Tour voii Anfang m v zumachen, können Samstag abend über Diez-Zollhuus nach Ratzen- einbogen fahren, wo sie bann 8.45 Uhr ankommen. 4258 Die Sektiousleituug. und X In der Zeit 27. Mai l. Js. li der allgemeine Mel Prüfungsprotokoll Gießen rechts der bis XXI der Ger teiligten offen. Tagfahtt zur gegen findet statt Sams dorn im Gemeindehaw teiligten unter dem i mit Einwendungen ünb schriftlich abzr Wengröße (mindes Friedberg, Der Großher^ _ Soli ['tat u ?t[m§n tveite ;tiSennb gell ^i ' tt>enu w die KK Feldbereini Lahn; hie, dem zugezo In d^. Zejt -»r. liegen auf Odetten des U. A! -chhren Gießen rc tzeuchelhei 7 4 Bonitieru “•1 Band Gt } 1 Band 3t .... 5 ) Band Be 1 ^slcht der Be zur ( g« finbtf statt: ö,°n9~10 Uht • U'e Beteiligt?^, 'Äsenden mit Ei 7L" lind |( ln AN hi'db-rg 2lm Himmelfahrttag un RchmiltLsiellS, ließen früher vier Jahreszeiten Frühschoppen verbunden mit Konzert. Nachm. 5 Uhr: Danzkränzchen. Eintritt frei. Ludwig Abel, Grünbergerstr. 47. — Für gute Speisen u.Getränken ist best.gesorgt aoooooooooD Himmelsahrltag! Tags Über Restauration au dem 02725 Ludwigsbrunnen. Bier im GlaS '/„ 10 Pfg. OOOC»OOOOOQO litbijsWliL Morgen Himmelfahrttag: Große Tanzbelilstigllll!) 02738] Eintritt frei. Pereine ArgergejellM. Morgen, Himmelfahrttag Ausflug- nach Löhnberg und Weilburg Abfahrt 12.10 Uhr. Bei ungünstiger Witterung nachmittags 4 Uhr: Vereinslokal. 4316 Der Vorstand. As Profil «ie Sr». Wir erinnert Rückstände sind, unseres AmtSbM ( 8dr.: Die Bestellt Jnnocenz Kr Wasenmeister i aM verpflichtet Gießen, der Großst Amtliche 9 In einem ö Mfeld) sind die ü Gehöfte ist die Sp- Unter dem Sci jsj die Rotlauffeuch geordnet und der । daselbst bis auf we < Betr.: Jeldbei der La