Donnerstag 11* Februar 1804 154. Jahrgang Erstes Blatt. E Tie Abendblätter bringen ein nach dem zwei Transport- Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fcrnsprechanschluß Nr. 51. Aus Marinekreisen wird uns aus Kiel geschrieben : Man nennt Japan das ostasiatffch England und will damit wohl nicht nur auf die Oleichförmigkert der insularen Lage, sondern' amt) darauf hiudeuten, daß das Schwergewicht der Wehrkraft beider Länder auf die Motte entfällt. Seit dem chinesischjapanischn Kriege ist die Entwicklung der Marine Japans mit Riesenschritten vorwärts gegangen. Die meisten neuen Kriegsschiffe wurden ans dem Auslande bezogen, in den letzten Jahren vorwiegend aus England. Deutschland lieferte speziell Nr. 85 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die «Siegener Zamilien- dtätler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen In Besprechung des amerikanischen Vorschlags bell, die Neutralisierung Chinas führt die „Köln. Ztg." aus«: Die yllullalisierung Chinas liegt so sehr im allgemeinen Interesse, daß eine sehr wohlwollende Beurteilung durch die Mächte durchaus wahrschmlich ist. Deutschland dürste Sich jedem Plane anschließen, der darauf hrnaus- läuft, ein weiteres Umsichgrersen des Krieges zu verhindern. In das deutsche Programm, nach dem Deutschland keinen Sondervorteil anstrebt und vor vor allem auf keinen Landerwerb ausgeht, würde die Neutralisierung Chinas durchaus hinempassen. Ter amerikanische Plan kann daher bei Deutschland eurer sehr wohlwollenden Prüfung sicher fern. Em diesbezügliches Abkommen wäre nur zwischen den neutralen Mächten ab» zuschließen. Es wäre aber auch nützlich und nötig, srch vorher mit den kriegführenden Staaten in Verbindung zu setzen. Es scheint dies umso eher angängig, als der ante* rikauische Vorschlag die Spitze w^er gegen M- land noch gegen Japan richtet, sondern lediglich frredlrchen kulturellen Zwecken dienen will. Ter französische Minister des Aeußern Delcasso sott erklärt haben, daß der Bündnisvertrag zwischen Rußland und Frankreich anfänglich nur die Eventualität eines Krieges seitens der Dreibundstaaten vorgesehen habe. Später sei jedoch das Vertragsbundnts mll Ostasien ergänzt worden. Es handle srch aber nur um eine moralische Unterstützung. — Die französische Regierung beabsichtigt, nock zwei wettere Kreuzer und wer Torpedojäger nach Ostasien zu entsenden. Wu-aus Brest berichtet wird, soll der neue Panzerkreuzer Marseillaise demnächst nach Ostasien abgehen. Frankreichs Haltung. Daß eine Folge der Ereignisse in Ostasien die Lockerung des russisch-französischen Bündnisses sein tarnt, diese Moglrchkell tst serther wenig beachtet worden. Man munkelt davon, daß die Stimmung in Petersburg sich mehr und mehr gegen Franlretch wendet. Tie Annäherung Frankreichs an Englatw, die mit Billigung Rußlands geschah, sei in ungefchtckter Werse über den Rahmen des Erforderlichen hinausgegangen. Delcasso ui Gietzener Anzeiger General-Anzeiger ö Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Tokio, 10. Febr. Eine kaiserliche Verordnung vom 9. Februar über die Wegnahmerussischer Handelsschiffe befreit davon diejenigen, die bis zum 16. Februar Japan verlassen, sowie solche, , die bis zum 16. Februar aus nichtjapanischen Häfen in direkter Fahrt nach Japan auslausen, Japan nach Ladungslöschung verlassen und die ihnen angewiesene Rückfahrt einhallen. Vormrs- setzuna ist, daß die Schiffe nicht verbotene Einfuhrgüter oder Kriegskontrebande führen. Dir Haltung der Machte. pen der Statthalterschaft, des Küsten- und des Kwantung- gebietes und der Insel Sachalin erlassen habe. Die erste Mobilisierung erfolgte am 10. Februar. Alexejew telegraphierte am 8. Februar dem Kriegsminister aus Port Arthur, daß er in Ausführung des kaiserlichen Befehls über die Festungen Port Arthur und Wladiwostok und das längs der ostchinesischen Bahn enteignete Land vom 10. Februar an den Kriegszustand erllärt und bei vier Regimentern und 20 Bataillonen Transbaikaltrup- pen Versuck)smobilisierung angeordnet habe. Blagoweschtschensk, 10. Febr. Die gestern etn- getroffene Mobilisierungsordre wurde sofort bekanntgegeben und gleichzeitig der Ausschank von Branntwein verboten. Die Lebensmittelpreise steigen rapid. Die Mehrzahl der anwesenden Japaner ist in der Stadt geblieben. Der Militärgouverneur forderte durch eine Bekanntmachung auf, jede Unordnung zu vermeiden, falschen Gerüchten entgegenzutreten und gegen Japaner, Chinesen und Koreaner keine Gewalttätigkeiten zuzulasscn. In der Stadt herrscht ruhige Stimmung und Zuversicht auf Erfolg der russischen Massen. Eine Rede deS Zaren. Mittwoch nachm. besuchte der Kais er in Admiralitäts- urriform das Marinekadettenkorps Er wandte sich an die Kadetten mit folgender Rede: „Es ist Euch bekannt, daß uns vorgestern der Krieg erklärt wurde und baß ein tückischer Feind in dunkler Nacht unsere Feste und unsere Flotte ohne jegliche Herausforderung nnferersells überfiel. Jetzt braucht Rußland sowohl seine Flotte als auch seine Armee. Ich bm heute gekommen, um Euch zu sehen und zu sagen, daß ich Dich! zu Offizieren befördere. Indem ich Euch 3pr Monate vor dem Termin befördere, bin ich überzeugt, daß Ihr alles daran setzen werdet, Euer Wissen zu bereichern und daß Ihr dienen werdet, wie Eure Urgroßväter und Großväter gedient, die Admirale Tschitschagow, Lasarew, Nachimow, Kormilow und Istomin gedient haben zum Nutzen und Ruhm des teuren Vaterlandes. Ich bin überzeugt, daß Ihr alle Kräfte unserer Flotte widmet, über der die Flagge mit dem Andreaskreuz weht. Hurra!" Weitere Kalamitäten. Zer Krieg zwischen Japan und Außland. Die Seeschlacht bei Port Arth«. Paris, 10. Febr. Bei dem Angriff, welchen die Ja- .paner in der NacÜ vom 8. zum 9. d. M. und am folgenden Tage auf das russische Geschwader bei Port Arthur unternahmen, wurde das russische Schlachtschiff „Zäsur e Wit sch" von einem Torpedo im Heck getroffen. Die am Steuer liegenden Schotten wurden leck. Die Steuervorrichtungen konnten nicht mehr benutzt werden. Indessen konnte der „Lasarewitsch' seinen Kurs nach dem Hasen nehmen und entlaufen. Das Schlachtschiff „Retwisau" erhielt einen Torpedo- schuß in das Vorderschiff und begab sich in den Hafen. Ein Kessel des Kreuzers „Pal la da" flog rn die Luft, well der Torpedo im Feuerraume explodierte. Auch dieses Schiff konnte trotz der Beschädigungen den Hafen aus suche u. Man hofft, daß es in kurzer Zell wird in See gehen können. Bei Morgengrauen des 9. Februar versuchte die japanische Flotte die Stadt Port Arthur, den inneren Hafen und die Forts zu beschießen. Die russische Flotte blieb im Schutze der Forts, welche mit den Japanern einen Artilleriekampf begannen, der eine Stunde dauerte. Die Geschütze des „Zäsarewitsch" und des „Retwisau" betelligten sich au dem Kampf. Der Materialschaden des russischen Gesch-oaders und der Forts wird nicht als schwer angesehen. Tschifu, 10. Febr. Die Beschießung von Port Arthur dauerte eine Stunde. Die Japaner zielten gut, die Russen zu kurz. Da die Gefechtswelle nur drei Meilen betrug, wurden die Russen durch Raummangel in ihrer Bewegungsfreiheit gehindert. Sie versuchen die gesunkenen Schrffe auszupumpen. e Newyork, 10. Febr. lieber San Frcmnseo kommt die Meldung, daß der russische Kreuzer „Marjas von den Japanern nach Sasobo gebracht worden sei und daß die Japaner bei Port Arthur außer den schon gemeldeten Beschädigungen an Schiffen den Russen "och sieben Schiffe wegnahmen. (Eine Bestätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten, umsomehr, als fte wieder über Amerlla kommt, von wo schon durch die „Associated Preß in Newyork eine unwahre Nachricht über das Seegefecht bet Port Arthur verbreitet worden ist.) Port Arthur, 10. Febr. Einem Telegramm ans Wladiwostok zufolge wurde dort eine Rinne ivsEis geschnitten, um dem aus den Kreuzern „Rurik",„Grorn- boi", „Rossija Bogatyir" und dem Transportschiff ^Lena" besteyenoen v°>efchwader eine Vereinigung mit dem in Port Arthur liegenden Geschwader zu ermöglichen. Die Schiffe nehmen ausreichenden Proviant mit, um einen Umweg einschlagen zu können. Dir Stimmung in Rußland. Petersburg, 10. Febr. 0Die durch die umlaufenden Gerüchte über die Vorgänge im fernen Osten erregte Stimmung erhielt durch die heute veröffentlichten Depeschen des Admirals Alexejew und ourch das Manifest des Kaisers eine andere Richtung. Seit früher Morgenstimde drangt sich die Bevölkerung vor den an allen Straßenecken ange- schlagLnen Sonderausgaben des „Regierungsboten" mll den Depeschen Alexejews. Ueberall werden die Sonderausgaben beT Manifestes von Gruppen gelesen. Das große Publikum scheint allmählich den Ernst der Lage zu erkennen. Auch m vchllischen Kreisen herrscht eine ernste Stimmung. Die Blätter sind bemüht, den Patriotismus anzusacheu und das Vertrauen auf Gott und die eigene Kraft zu ftärten. ®ie Rowoje Wremja" weist darauf hin, daß der Kampf zu Lande entschieden werden wird. Mll ihrem numerischen Uebergewicht in Korea würden die Japaner wohl in der ersten Zell die Russen zwingen, ftch auf den Verteidigungskrieg zu beschränken, sobald aber die russischen Streitkräfte in Korea und im Süden der Mandschurei zusammengezogen seien, beginne erst die Lösung schwer zu werden, die die Japaner für ihren verräterischen Uebersall, der völlig dem asiatischen Charakter entspräche, büßen müssen. Die Blätter zweifeln nicht, daß der russtsche Patriotismus nunmehr hell aufflcnnmen werde. Tatsächltch gelangt bereits in der Provinz der patriotische Aus- schwung zu voller Geltung. In Moskau hat der Adel der Landschaft, die städttsche und Kommunalverwaltung ihre Gefühle und Opferfreudigkeit zum Ausdruck gebracht. Aus allen russischen Ländern kommen Meldungen über patriotische Bewegung, die geeignet scheint, den radikalen Elementen, wenn sie etwa Miene mack)en sollten, dte Sllna- tion für ihre Zwecke auszunutzen, Enttäuschungen zu bereiten. Der wechselnde Gang der bevorstehenden Kriegsereignisse wird zweifellos die Petersburger ösfenlliche Meinung hier herrschen lassen. In der Provinz, wo Moskau voransteht, ist dagegen ein anhaltender Aufschwung zu erwarten. Die Bewohner von Moskau sandten ein Telegramm an den Zaren mll dem Ausdruck ihrer tiefsten .Ergebenheit. Sie boten sofort eine Million Rubel für Kriegszwecke an Die Sttmmung in der Restdenz ist die denkbar gehobenste. Der Zar wurde bei seinem Erscheinen in den Straßen der Stadt mit der größten Be- geist^ruug^begriffll erteilt dem Statthalter Alexejew das Recht, im Gebiete seiner Statthalterschaft dre dort lebenden Offiziere und llutermllllärs der Rest rve des Heeres und der Flotte,zum aktiven Drenst ein zuberufen und den Ankauf der zur Kompletterung der Truppen der Statthalterschaft nötigen Pferde von der Bevölkerung auzuordnen. Nähere Weisungen h-^en der Kriegsrninister und der Verweser des Marmemrncst^uums erhallen. Ein Telegramm Alexeiews an den Knegs- minister vom 9. Februar meldet, daß erGrund dieses Ukases eine Kundgebung über die Mobilisierung der Trup- Man schreibt uns aus Berlin, 10. Febnr Aus einer Unterredung mit einer maßgebenden Kreisen angehorenden Persönlichkell seren folgende Stellen wieder- gegeben. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß es sich zwar um beachtenswerte Aeußerungen handelt, denen wll ledoch nicht in allen Puntten beipflichten möchten. ^Zch habe", so sagte unser Gewährsmann, „mit einigem Staunen die Haltung beobachtet, die speziell in der Berliner Presse gegenüber dem ostasiatischen Konflikt eingenommen wird. Unverhohlen kommt in einer Anzahl von Zeitungen, nicht in allen, Sympathie für Japan zum Ausdruck und >er mehr oder minder pointiert ausgedrückte Wunsch einer gründlichen Niederlage Rußlands. Man pricht von der nun einmal dem Deutschen an Blute kielenden „Sympathie für den Schwächeren". Ist aber Japan )er ^wächere? Gerade auf Dem wichtigsten Gebiet, auf dem voraussichtlich die hauptsächlichsten Entscheidungen allen, steht die Ueberlegenheit Japans fest. Zur See hat Japan, was es selbst am besten weiß, den Vorsprung. Tüchtigkell, Kriegsglück und andere Umstände können anderersells Rußland zu Hilfe kommen. Aber es ist naiv, das Mllgefühl mit der Schwäche Japans zu begründen. Alles in allem sind die Chancen der Gegner die gleichen, wenn man bedenkt, wieviel näher Japan dem Schauplatz der Ereignisse ist, und — wieviel weniger es Ueberraschungen und Störungen von dritter Selle ausgesetzt ist, wie dies bei Rußland der Fall ist. Man braucht dabei noch garnicht einmal das Balkan- Problem ins Auge zu fassen. Verwicklunaen, SanfUfte können, mit dem gewollten Erfolg der Ablenkung Rußlands, der Zersplitterung seiner Strellkraft, aus ganz unscheinbaren Anlässen hervorgehen. Nichts auf der Welt ist leichter, als ©treit anzufangen. Doch das ftnd spätere Sorgen. Für jetzt ist die vernünftige Politik Deutschlands, nach beiden Seiten hin volle Neutralität zu wahren, und dazu gchört audk daß wll Kundgebungen und Handlungen unterlassen, die notwendig in Rußland, gleichmäßig von der Regierung wie von der Bevölkerung, als verletzend empfunden werden müssen; ja, ich gehe soweit, zu sagen, die die ganze mühsame arbeit von Jahren vernichten können, mit dem Resultat der Herstellung wirklich fteundschaftticher Beziehungen zwischen Teutschland und Rußland. Ob Rußland oder Japan Unrecht haben, das ist für unser wohlverstandenes Interesse absolut gleichgrlt^g. Wir sind ja doch nicht xm Spiele! Es ist verwunderlich, daß Blatter, die sonst ihre starke Abneigung gegen England nicht verhehlen, plötzlich für den Verbündeten Englands ihr Herz entdeckt haben". . . . Tie „Natllnalztg." führt an leitender Stelle aus: Es wäre außerordenttich bedauerlich, wenn auch bei dieser Gelegenhell wieder die Sympathien des Volkes und die Stimme der öffentlichen Meinung nach anderen Richtungen hindrängten, als den Interessen unserer auswättigen Po- litll und unserer Wellstellung entspricht. — Nach der „Voss. Ztg." wird von wohlinformierter fachmännischer Selle sttzt eine Blockade Port Arthurs und Wladiwostoks durchJapan für möglich gehalten. — Aus der japanischen Gesandtschift in Berlin, die beiläufig bereitwillig den Vertretern der Presse Rede steht, hÄt die zuversichtluhe Stimmung an. Man hofft dort auf das baldige Eintreffen weiterer für Japan günstiger Meldungen. Die fchanischc Gesandtschaft nimmt das Verdienst für Japan rn Anspruch, Chinas yieutralität herbeigeführt zu haben, obwohl die Hilfeleistung Chinas erreichbar gewesen Ware. seiner Englandliebe habe sich festlegen taffen, anstatt daß er im Interesse Rußlands die brllisch Diplomatte em wenig ins Garn zog. Ms ebenso ungeschickt, ja beleidigend wird in Petersburg die Eile bettachtet, mit der die französische Regierung öffentlich ihre Nichteinmischung erklärte. Statt solcher Hast des Abrückens habe man von dem Verbündeten gerade in diesen schweren Tagen Freundschaftsbeweise, Sympathiebeweise erwartet. Indessen es herrsch offenkundig das Bestteben vor, es um keinen Prms mit England zu verderben, auf die Gefahr hin, Rußland zujbrüskieren. — Nach den heutigen Pariser Privatdepeschn finden dll Enttäuschung und der Groll Rußlands bereits schroffen Ausdruck in denfenigen Pariser Zeitungen, wie im „Figaro", die von der russischen Botschaft inspiriert werden. Taffächttch weise die französisch Bevölkerung den Gedanken einer militärischen Unterstützung Rußlands weit von sich ab. Rußland hat die Revanchhoffnungen im Keime erstickt, Rußland hat in der Faschda-Afsare, woran der ehemalige Minister de Lanessan erinnert, keinen Finger gerührt; also, Warum für Rußland Opfer bringen? Wütend sind jedenfalls auch die vielen französischen Kleinkapita- 1 ist en, die in wenigen Tagen bei dem Kurssturz der russischen Werte Geld verloren haben. Deutsch land kann bei dieser Zuspitzung des russisch-ftanzoftschn Verhältnisses der erfreute Dritte sein. Rußland hat erfahrungsgemäß für solch Kränkungen feines Selbstgefühls ein gutes Gedächnis. Die deutsche Freund- chaft wird dadurch doppelt im Werte steigen. London, 10. Febr. Telegramm aus Tokio, n—*'«*• o ----- ------ 7 T. -* * schiffe der russsichn freiwilligen Flotte mit 2000 Soldatenvondeu Japanern genommen wurden. Paris, 10. Febr. Nach einer Meldung aus Petersburg herrscht dort gegen die Kommandantur des englischen Hafens Weihaiwei der Verdacht erner praktischen Parteinahme für Japan, doch fehlen noch Beweise dafür. _ , , Shanghai, 10. Febr. Russisch Truppen passierten den Aalufluß. Tie Kaiserin-Witwe von China soll sich zur Flucht anschicken. — In Söul wurde der kaLser- lich P a 1 a st b e f e st i g t. VezugSPrei»: monatuch7bPs.,viettel» jährlich Mk. 2JO; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viettel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 18 Pf^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko- für ,Stadt und Land* ynb .Gerichtssaal-: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Torpebofahrzenge, mit denen die Feindseligkeiten erfolgreich für Japan eröffnet worden find. Die 8er- mc liruiig des Schiffsparks ist ebenso beschleunigt worden, bofj die Heranbilouna der entsprechenden ©emann* ung, lvclligsienö soweit die leitenden Posten in Betracht kommen, nicht durthgehends Scl-ritt gehalten hat. Tie Leistungsfähigkeit der altiben japanischen Schlachislotte ist gleulstvohl erwiesen, erst vor kurzen, noch dur,h große Manöver, denen ein deutscher Marineoffizier beiwohnte. Von Belang ist auch die Mäßigkeit der Japaner im c Frage richten, wie er nut diesem Beitrag Geräte anschaffen und Meliorationen vornehmen null. Im übrigen aber bietet der geringe Betrag gewiß keinen Grund ziir Erschwerung der Anschaffniig der genannten Geräte. Darin stimmt der Herr Einsender vollständig mit uns überein, daß der Begriff der Invalidität bei dem Handwerksmeister ein anderer sei alß beim Arbeiter; aber der Herr Einsender hätte auch miß den Ausführungen der Interpellanten ersehen müssen, daß es sich bei der geplanten Versicherung nicht nur um die Invalidenrente handelt, sondern vor allen Dingen and) um die übrigen Vorteile (Uebernahme deß Heilverfahrens, Kranfenrente ic.) in der Herr Einsender offenbar ganz übersieht, die aber schon heute bei der Invalidenversicherung der Arbeiter eine so hervorragende Rolle spielen. Daß der Handwerker die crforberlidjeii Beiträge selbst anfbringon muß, ist selbstvcrständlidi, aber wir sind doch der Auffassung, daß der Handwerksmeister, der seither gezwungen ivar, die Hälfte der Beiträge für seine Gesellen zu bezahlen, ohne daß er je einen Ruhen davon haben wird, gewiß bereit ist, die doppelten Beträge zu zahlen, wenn eß sich um die Sicherstellung seiner eigenen Zukunft handelt und ihm damit die Sorge teilweise abnimmt. Der Einsender hat sich die Rede des Staatssekretärs sehr genau angesehen und einen Auszug daraus veröffentlicht, ohne in eine Prüfung der Antwort näher einzugehen, denn sonst könnte er nicht die Ausführungen madjen, die er über StaatS- zuschuß-und AuLdehmmg der Versicherung auf die übrigen Berufsstände gemacht hat. Es mürbe den Rahmen dieser Erklärung zu sehr überschreiten, wenn wir darauf des näheren eingehen wollten, mir folgendes sei dazu bemerkt: Der StaatSzuschuß, der von den Interpellanten verlangt wird, sott ebenfalls 50 Mark pro Rente betragen und warum will der Herr Einsender denn auf einen Zuschuß verzichten, den man dem Arbeiter ohne weiteres zubittigt? Daß dazu aber neue Verbrauchssteuern nicht nötig sind, hätte sich der Artikelsdireiber selbst aüöredjnen können, wenn er die Begründung der Interpellanten nadjgelejcn haben würde, die dod) nach- iveift, daß eß sich um ganz geringe Beträge handelt. Was nun die Ausdehnung der Versicherung auf andere Berufsstände des Mittelstandes an langt, so stehen die Interpellanten allerdings auf dem Boden, daß man dem Mlltel- stand nicht vorenthalten sott, maß man dem Arbeiter längst bewilligt hat und daß die fojialpolilifdjc VersichernngSgesetz- gebung and) aus die wirtschaftlich Sd)wachen des 9)1 i 11 c l ft a n b e ß ausgedehnt werden muß, da dieser Forder- nng entgegen der Auffassung deS Staatssekretärs bereits in der kaiserlichen Botschaft von 1881 ausgesprochen worden ist, da eS dort nicht heißt, die unselbständigen müßten ge* schützt werden, sondern die wirtschaftlich Schwachen, was ja aud) im Sinne der sozialen Gesetzgebung liegen muß. Wir sind aber auch entgegen der Auffassung de8 Staatssekretärs und des Einsenders der Auffassung, daß wir mit der Bewilligung unserer Forderung nicht in den sozialdemokratischen Zilkunftsstaat hineinsegeln werden, andern daß im Gegenteil unsere Forderungen die wirtschaftliche Lage des HandwerlerS verbessern roeroen und die Erhaltung des Handwerkerstandes wie des gesamten Mittel- standes das beste Bollwerk gegen die Sozialdemokratie darstellt. Wir werden nnS erlauben, den ganzen ©egenftano im „©emerbcblatt* einer eingehenden Besprechung zu unterziehen, um eine Klärung der Ansichten innerhalb der beteiligten Kreise herbeizuführen. B. - ------_____ ■' ------ VarLuMiManjches Berlin, 10. Febr. Zum Etat des NeichSjustiz» am ts brad)tcn die Fr eisinnigen einen Antrag ein, den Reichskanzler zu ersuchen, behufs einheitlicher Regelung für daS gesamte Reichsgebiet einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch meldjen den wegen politischer Vergehen und Preßvergehen in Uutersuchimg und Strafhaft besind- lidjeii Personen gestattet wird, sich während der Dauer der Haft selbst zu beköstigen und eine Tageszeitung zu halten; ferner sotten solche Personen nur nut Arbeiten beschäftigt werden dürfen, ivcldje ihrem bisherigen Berufe und ihrem Bildiingsltande angeniessen sind. Berlin, IO. Febr. Im preuß. Ab geordneten ha uS teilte Minister von Podbielski mit, daß in dieser Session ein Gesetzentwurf in der Frage deS Kont raktb ruchs la nd- ivirtschaftlicher Arbeiter und Arbeitgeber vorgelegt werden solle. — Im preuß. Abgeordnetenhause wurde heute die zweite Beratung des Etats der landivirtschaftlichcn Verwaltung fortgesetzt und der Rest des Ordinariums erledigt. — Die 11. Kommission des Abgeordnetenhauses nahm den Gesetzentwurf beir. die ländlichen Fortbildungsschulen für Hessen-Nassau an und lehnte den von Eahensly dazu gestellten Antrag auf Einführung des RellgionS- unterridjtß alö obligatorischer Gegenstand ab. Volilischc Tagesschau. Die Duelle und die Armee. Viel bcmcrlt wird ein „Die Duelle und die Armee'* überschriebener, von dein ministeriellen „DreLd. Journal*' übernommener Artikel des konservativen „Vaterland", der, die jüngsten Aufsehen erregenden Offiziersduelle mit rückhaltloser Offenheit behandelnd, u.a. schreibt: „Die obersten Stellen der Heeresverwaltung werden sich nicht damit begnügen, nur in den vorliegenden Fällen in vollster Strenge und unnachsichtlich ihres Amtes zu walten; sie werden aud) Mittel und Wege z.u finden wissen, um dem behaupteten „Verfall der Sitten in der Armee mit allem Nachdruck entgegenzutreten." DeS weiteren versid;ert die zweifellos ofsiziöse Auslassung, wenn in der Presse noch weitere Gerüd)te von Verfehlungen ähnlicher Art Erwähnungen gesunden hätten, auf Grund sicherer Informationen mitteilen zu können, daß auch diesen Gerüd)ten nach, gegangen werde, nur solle man sie nicht in der Oeffentlich- feit kolportieren, ohne daß eine gerade und chrlid)e Persön- lid)keit ihnen auf den Grund ginge und, im Vertrauen auf die Energie der oberen Armceinstanzen, sie an zuständiger Stelle zur Sprad)c bringen, wo man nicht die Absicht habe, zu verschleiern, zu vertuschen und zu befdjönigcn. Ucbrigenä sei in den beiden Fällen v. Hupseld-v. Ompteda und v. Schr oeter-Schubert (letzterer fiel bekanntlich irn Duell bei Chemnitz) von einem Ehebrüche nichts bekannt geworden, es habe nur die Absicht bestanden, eine Ehescheidung zwecks Eingehens einer neuen Ehe herbeizuführen. (Schon die Beerdigung des jugendlichen Leutnants Schubert im Beisein des gesamten OfsizierkorpS und Mitwirkung eines Geistlichen ließ darauf schließen, daß der Gefallene fid) nicht einer ehrenrührigen Handlung schuldig gemacht habe). Kirche und schule. — Nack) der „Germania" loirb demnächst in Rom die Mündung einer neuen deutschen Zeitschrift erfolgen, die den Namen „Die unbefleckte Emsängnis" fuhren soll. Das Blatt soll als „offizielles Organ der Auof.ihrungs- l'ommission für die JnbilänmSseierlichkciten zu Ehren der unbefleckten Empfängnis" dienen. Die Leiter des Blattes werden ein vatikamscher Domherr und Prälat und ein jesuitischer Pater sein. Hergestellt wird es in der deutschen Buchdruckerei der Gesellsck-aft des göttlichen Heilandes in Rom Die Zeitschrift wird in zweimonatlichen Heften von 24 Seilen erscheinen und illustriert sein. Ihr Inhalt w.rd sein: Offizielle Mitteilungen, Berichte au.> Rom und ben auswärts, welche auf das Jubiläum bezug haben, maria- nische Erzählungen, über marianifdjie Heiligtümer, Stiftungen zu Ehren der unbefleckten iLnip,' u .ilö uns uhnlich s. Die Zeltschrist wird nur während des Judiläumsfahree. er- scheinell, unb die betreffend.n sechs Numme.n sol.en ip.iier eine Art von Andenken an das Jubiläumschhr bilden. Frisch elug'etroßen: la. Metzer Poularden, Preislagen. Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung. Telephon 266. 324 Seltersweg 23. Zwischen Schule und Kans _ lauern aus die Kleinen tausend Gefahren. Die schlimmsten Gefahren aber bietet der Schulweg am frühen Morgen, well K die Kinder sich da am ehesten erkalten und Keime zu ernsten “ Krankheiten legen. Wollen sie als kluge »md vorsorgcnde ti> Mutter Ihre Kleinen davor beivahren, dann geben Sce ihnen O regelmäßig ein paar Lodcncr Miucratpastillc» von „Fay" mit auf den Weg. Die beugen Erkälttingstrankheiten wirksam *591 vor und leisten brillante Dienste, wenn Erkältungen bereits • emgctvcteit sind. In allen Apotheken, Drogen- und Mincra' ivafser-HandMngen zu 85 Pfg. per Schachtel zu haben. 6*2 L2 ar» c e >o e lE- co ■ ar» ' cs c ar» 1 o c ar» cs c rr e L? e ■ vo CS c << N- c = E cqcq er? o c o c jä!ES -c N - c o eS 5 0 03 O >-— LS E - e rO o ÖS U # E C Q G *£ " E e Z5 c E 01A oa cs o J 7C <-* L -o Q § o >S o M ß c -E JO C 3 >L> 70 g>g ZZ -c G?* N .. w § ■- ~ to C -E- Ja ‘E £r> esc* §x> £ § E § «§> 51 Ä s o S io - c 1-1 -c A>~ . E x6 O ar, E cs '-! 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Februar 1904, nachmittags Durchm. 25—62 m lang, cm 8 Eichen - Stämme, 4—8 Durchm. 35—52 m lang, cm 17 Durchm. 28—29 m lang, cm 4 27 Eichen-Prügelholz, 35 n 4 u Elsbeer-Prügelholz, aus Durchforstungen, 64 , Buchen-Stockholz, 135 „ Eichen-Reisig, 254 rin Fichten-Schichtreistg, zu Bohnen- und Baum- 1440 14 38 45 b) Brennholz. 50 rm rm 1434 150 150 rm Buchen-Scheitholz, „ Buchen-Prügelholz, 165 107 20 140 20 4000 400 1200 36 322 279 10 30 530 550 50 500 500 500 Kbm. 1350 Nadel-Knüppelholz, darunter 21 rm in Schichthaufen zu 3rn Länge, Buchen-Stücke, Nadel-Stöcke. Lose L VIII. IX. rm Eichen-Stockholz, , Buchen-Astreisig, „ Buchen-Schichtreisih — 6,60 fm, Buchen-Stamme, 4—11 = 18,30 trn, Linden-Stämme, 4—8 zur Versteigerung. Albach, den 10. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. Erdkauterweg. Verl. Liebigstraße. Verlängerung des Mittelwegs, b) Pflastersteine (BasaU): Wiesenstraße. 0) Utes aus der Lahn. Am Schlachthaus. Weserstraße. Am Frredhos. Realschulgrundstuck (Stephaisttraße). Pumpstation. Städtisches Grundstück m der Llmik- slraße. Tesgl. am Mittelweg. d) Bafaltgrus. Länge — 10,20 trn, Nadel-Derbstangen von 8—12 cm Durchm., 8—17 m Länge — 6,42 fm. xm-.NchuMrnchlj-VttiiMW der Fürstlich Solms-Braunsels'schcu Obersörsterei Hungen in dem Distrik Thiergarten bei Hungen. IL III. IV. V. VI. VII. stangeu sehr geeignet. Zusammenkunft ist beim Häuschen. Hungen, den 10. Februar 1904. Fürstliche Oberförsterei. Holz-Verkauf. Montag den 15. Februar, von vormittags H Uhr an, soll im hiesigen Jnteressentenwald nachveczeichnetes 3tutz- holz an Ort und Stelle verkauft verden: 1. 40 Stück Eichen-Stämme von 3—10 Mir. Länge und 33—71 Etm. Durchm., Schnittholz, 2. 70 Stück Fichten-Stangen 1.—3. Klasse, 3. 6 Rm. Eichen-Scheiter, Küferholz. Die Zusammenkunft ist am hiesigen Zimmerplatz. Hassenhausen, den 9. Februar 1904. 1392 Kaletsch, Waldvorstand. rm Buchen-Scheitholz, , Buchen-Knüppelholz „ Eichen-Knüppelholz, Buchen-Wellen, Eichenwellen, Nadelwellen, Es sollen versteigert werden Mittwoch den 17. Fe^ bruar, von vormittags 10 Uhr an: ZM-MWM * Km! TmKmr Maigasse Schreinermeister Maigasse empfiehlt sein Lager in 080 bärgen eichen poliert und tannen lackiert, hell und schwarz, m jeder Preislage. Kinder sarge. VergebW von WaßerleituUsarbeiteil. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung /iner Quellwasserleitung für die Gemeinde Wiefeck, bestehend m der Herstellung von 7300 Nieter Guß- oder Mannesmannrohrlestung, der Lieferung und dem Embauen von 120 Schiebern und Hydranten, der Herstellung von 500 Hausanschlüssen und der Herstellung eines Hochbehälters von 200 cbm Inhalt sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote, die sich sowohl auf sämtliche Arbetten und Lieferungen, als auch auf einzelne Titel des Voranschlags beziehen können, sind bis Douuerstag deu 25. Februar L Fs., vormittags 9 Uhr, bei der Großh. Bürgermeisterei Wieseck, wo alsdann die Eröffnung derselben stattfindet, abzugeben. Die Pläne und Bedingungen liegen im Bureau des Unterzeichneten — Brandplatz 9 Zimmer Nr. 23 — zur Ein- Echt osten und können Angebotsformulare dort gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Gießen, den 8. Februar 1904. Der Großh. Kreisbaumspektor des Kreises Gießen. Die hm, Baurat. 1380 LiesttNg m ArcheM-Mmalien. im S 'M S NNAatz?'- aus Vasall, des Kieses aus der Lahn und des Basaltgruses soll wie nachstehend beschrieben in 10 Losen am Dienstag den 23. d. Mts., vormittags 11 Uhr, Holzversteigerrmg in den Waldungen der Gemeinde Albach. Montag den 15. Februar l. I , von vormittags 9>A» Uhr anfangend, werden in den Distrikten Elsenhand, Buchwald und Stangenheege nachstehende Holzsortimente = 1,72 fm, Fichten-Derbslangen, zu Baumstangen geeignet, —1,00 tm ferner: Bekanntmachung. Die noch nicht ausgelosten Stücke des 4% tgcu '^l^ohens der Stadt Gießen vom Jahre 1899 werden hiermit mr Ruckzah uug uui bei: 15. Alai dieses Jahres gekündigt. Den Besitzern solcher Stücke wird jedoch srei gestellt, deren Ziiissuß aus 3H,V» herab eßen zu lastet- au deraN uingewandelle Stücke zahlt die Stadt G.epen eine emmalme Vergütu.ig von lu/0. Die umzuwa,ldelnden Stucke süid im Lau, des Atonals Atärz mll den nach dein 15. Mai salllg werdenden Zinsschelnen nebst Erneuerurigsschein unter Beimgung eiiies doppelten Rummeriwerzeichnisses bei einer der nachbenannlen l5-inlüiunasstellell vorzuleaeii. Das eine 3lummernverzeichnls wird mit Empfangsbescheinigung soiorl öurückgegeben. abgestempelten Slücke mit neuen Zlnsscheiiibogeu und der Herauszahllmg Mit 1 /» können m der Zell vom 1. bis 14. Alai bet der Hinterlegungsstelle gegen Rückgabe der Empsaugsbescheinigung entgegen geiiommen werden.^ Verzinsung der nicht umgewandellen Stücke hört mit dem ^Die Umwaiidlung und die Einlösung der nicht unigewandelten Stücke erfolgt: bei der Stadtkasse Gießen, bei dem Bankhauje Aron Heichecheim in Gießen, bei dem Banthauje Gebr. ^teustadt m Franksurt a. M. Gießen, den 8. Februar 1904. _ 1366 Gr. Büraermeisterei Gießen. y)t e c u m. öffentlich versteigert: a) Bau- und Nutzholz. Eichen-Stämme von 17—27 cm Durchm., 6—13 m Länge — 5,67 tm, Nadel-Stämme von 13—20 cm Durchm., 5—17 m sinnend, wird das Abfallholz aus deu städtifcheu Anlagen an der olordanlage, an der Marburgerstraße, im Bürgermeistereihos, am alten Friedhos, aus dem Lutherberg, im Lärchenwaldchen, aus dem Trieb und an der Grünbergerstraße meistbietend versteigert. Tie Zusammenkunft ist auf der Stordanlage am Heyerdenkmal. Gießen, den 10. Februar 1904. 1422 Iä,rvbyerzvg»iu,e uru^vieisterei Greßeu. Mecum. Zusammenkunft zur bestimnllen Stunde am Viehweg, beim alten Pflanzgarten, und kommt zuerst das Dau- und Stutzholz 8 Benn Angebot von Material aus unbekannten ober neu angelegten Steinbrüchen sind Proben mll den Angeboten emzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. „ Gießen, den 9. Februar 1904. 13°7 Städtisches Tiefbau amt. Braubach. Am alten Viehmarki. r . Am Friedhof. Realschulqrundstuck (Stephanstrape). X. 150 Pumpstation. Atittelweg. Die Bedingungeil liegen während der Tienststunden bet uns aus Zimmer Str. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bafelbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten -tenttme verschlossen und mit entsprechenber Aufschrift versehen an uns öffentlich verhängen werben. a) Deckstelue (Basalt): Lagerplätze. Alte Marburgerstraße. Schottstraße. Alter Viehmarkt. Städtisches Gelände zwischen Schlachthaus und Kröckschen Hause. Roonstraße. Licherstraße. Schiffenbergerweg. Jagd-Verpachtung. Freitag den 26. Februar l. IS., vormitt. 11 Uhr, soll im Nathause dahier die Nuppertsburger Gemeindejagd, bestehend auß 565 ha Feld und 492 ha Wald, auf weitere 6 Jahre unter den im Termin bekannt zu niachenden Bedingungen, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet von den Stationen Villingen, Wetterfeld und Laubach innerhalb 5, 10 bezw. 20 Minuten zu erreichen ist. Ruppertsburg, den 10. Februar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 1438 Arennholz-Derti eigerungen im Fürstlich Stolberg-Weruigerö'dischen Forstrevier Gedern. DieuStag den 16. Februar im Usenborner Bezirk, Distrikt Hammerwald 2: Scheiter Rm.: 596 Buchen I. Klasse, 403 Buchen IL Klasse; Knüppel Rm.: 174 Buchen, 7 Hainbuchen; Astreijer Rm.: 1664 Buchen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Henkel, Louisenlust. Zusammenkunft 9*/* Uhr im „Stolberger Hof" in Hirzenhain. Freitag den 10. Februar im Gederner Bezirk, Distrikt Schwarzwald: Scheiter Rm.: 1322 Luchen L Klasse, 481 Buchen II. Klasse, 7 Eichen re.; Knüppel Rrn.: 369 Buchen, 23 Eichen u.; Astreiser Rrn.: 997 Buchen, 23 Eichen. Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete. , Zusammenkunft 9’/, Uhr im Bergwirtshaus in Gedern. Gedern, den 9. Februar 1904. 1437 Der Oberförster: Klingelhöifer. Holzversteigerurrg. Montag den 15. Februar? l. Fs., vormitt. 9 Uhr, werden an der Provinzialstraße Wetzlar—Gießen, beginnend bei Km. 3,0, versteigert: 90 Stück Kastanieustämme von 2,4—5 Mtr. Länge, 25—35 Ztru. Durchmesser, 39 Stück Ahornstämme von 2,4—4 Mtr. Länge, 25—35 Ztm. Durchmesser, 27 Rm. Kastanien- und Ahoruknüppel, 180 Rm. Kastanien- und Ahornreiser. Wetzlar, den 9. Februar 1904. 1430 ______________ Die Kreisstratzeubauverwaltnng. Beteiligung! Zur Erweiterung einer rentabelen Maschinenfabrik und eventuellen Verlegung nach Gießen oder Umgegend wird von durchaus tüchtigem und erfahrenem Fachmann ein tätiger Teilhaber (Kaufmann) nut Kapitaleinlage von 35—40 Mille gesucht. Gewinnbringende Artikel und bei Behörden gut eingeführtes Patent vorhanden. Gest. Offerten unter S. M. 1360 an die Exped. d. Bl. erbeten. Künftige und absolut sichere für Rentner, besonders für Kinderlose. Lebenslängliche in V«, oder jährlichen Raten fällige unabänderliche Leibrenten betragen bei jährlicher Zahlung — an Herren wie Danren in gleicher Höhe — für 40 jährige 6^1% 60 jährige 9,60% 50 jährige 7,42 *Ve 6b jährige 11,32 % bb jährige 8,85 */0 70 jährige 13,67% der eianualigeu Lapitat-Einzahluug. Wegen Erscheinens neuer niedrigerer Tarife gellen diese Sätze nur für bis spätestens 14. Februar sich meldende Reflektanten — unbeschadet späteren Abschlusses. Günstige Tarife auch für Lebens- und Kinder-, Unfall» und Haftpflicht-Versicherung. SSegT Vertreter gesucht. ffäwfpekte und Auskunft gratis durch 1859 Subdirektor H. Dietrich Telephon 2284. Frankfurt a. M. 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Salomon, Schulstratze, nur Damenkarten erhältlich. Gehetmkarteu für Mitglieder nur bei dem Vorsitzenden E. Noll, Löbershof. — Karten an der Kaffe: Herrenkarten 4 1.20 Mk., Damenkarten & 60 Pfg., Gallerte- karten ä 20 Pfg. 1289 Der Vorstand. Turnverein. Sonntag den 14. Februar 1904 von nachmittags 4 Uhr ab: karnevalistisches Ö in der Turnhalle. Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige ä Person 20 Psg. 1410 Der Vorstand. tztkllkk.Kchiklllkrklll für Gicheu u. Zimg. Berfammlung Sonntag den 14. Februar 1904, nachmittags 3 Uhr Galop - Creme giebl den * Schuhen Akottm-Herein Kietzen Donnerstag deu IL und Tfrrcltofl den 12. Februar, abends 8 Uhr: Kinematographische Vorführung Restaurant zum Andren. Donnerstag deu 11. Februar 1904, vou abends 8 Uhr ab: Konzert ta Lantt'sches Sajtllt . sogen. Ale-Ajurtichfeet. sparsam zu gebrauchen. 1127 Stadt-Theater Eichen. Direktio«: .Sieiugoetter. Kroitag den 12. Kcbr. 1904: 15. Freitag--Abonnem.° Vorstellg. Da Mer non Muien. 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