154L Jahrgang Erstes Blatt. Montag 11. Januar 1904 ve»a«»pre»» Nr. 8 • rfoctat täglich außer Sonntag-. Dein Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener FamUien« blätter orermal w bei Woche betgelegt Rotattonöbrud tu Verlag der Brüh l'schen Untvers.-Buch- »n Stein- drucke ret (Pietsch Lrderch Rebaftton. Ervcditto» und Druckerei.' Echulpratze 1. Hbtefle für Depeschen: Etnzetgrr Gießen Kernlpr,chanlchiutzAr 51. ____________ O monatlicb75VUotertel* DÄ ▼ sädritch Mk. 2.20; durch GietzenerMzeigerW w General-Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis ^aublungSjehÜfenftanbe beigetragen hatte. Die Besugnis der Kaufmannsgerichte, an.bie Behörben Anträge über das kaufmännische Dienstverhältnis betreffende Fragen zu richten, und die Pflicht, entsprechende Auskunft zu erteilen, können für die Praxis recht nützlich werden. Volltische Tagesschau. Kaufmannsgerichte. Kekaimtmachlmg. Betr.: Ausführung des Gesetzes betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. Stach § 10 des rubrizierten Gesetzes — abgedruckt im Gießener Anzeiger Nr. 150 vom 23. Dezember 1903 — haben die Arbeitgeber, die Kinder (§ 2) in gewerblichen Betrieben regelmäßig, wenn auch nur in Zwischenräumen wieder- kehrend, beschäftigen, vor Beginn der Beschäftigung diesbezügliche schriftliche Anzeige bei uns zu erstatten. Diese Verpflichtung liegt sowohl den Arbeitgebern ob, die fremde Kinder beschäftigen, als auch solchen, die eigene Kinder für Dritte beschäftigen (cf. § 3). Die Anzeige muß enthalten die Angabe über: L Bor- und Zunamen des Kindes; 2. Tag und Jahr der Geburt des Kindes; 3. letzten dauernden Aufenthaltsort des Kindes; 4. Name, Stand und letzten Wohnort des gesetzlichen Vertreters (Vaters, Vorniundes rc.); 5. Art des Betriebes des Arbeitgebers; 6. Beschäftigungsart des Kindes.« Unterlassungen werden in jedem Falle nach § 26 des Gesetzes mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. geahndet. Gießen, ben 8. Januar 1904. Großherzogiia-eo örtizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In der Zett vom 2. Jaimar bis 9. Januär 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Damengürtel, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 3 Bücher und 1 Peitsche; L rr_ e verloren: 1 silberne Uhr mit goldener Kette, 1 hesstsche- Lotterielos, 1 goldene Brache, 1 Fächer, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 goldene Damenuhr, 1 kleiner Trauring mit rotem Stein, 1 silbernes Kettenarmband und 29 Mk. in barem Geld. Zuge flog en ist: 1 Kanarienvogel. Entlaufen ist: 1 gelber Pinscherhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 9. Januar 1904. Großherzoglicyes Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Betr.: Die Sterblichkeitsstatistik. An die GroßherzogL'rchen Bürgermeistereien des Kreises Gießen. Wir erinnern an die Einsendung der Todeszeugnisse und Zählkarten aus den Monaten November und Dezember 1903, insoweit sie noch nicht geschehen ist, und machen darauf aufmerksam, daß die Todeszeugnisse und Zählkarten auch für diejenigen Fälle beigelegt, bezw. nachgeliefert werden mugen, welche m de» letzte» Tage» des Dezember vcrtzorbcn, aber erst im Januar 1904 in das Sterberegtzter eingetragen worden sind. Gießen, den 9. Januar 1904. Großherzogliches Kreisgesundheitsamt Gießen. Haberkorn. Deutsches Keich. Berlin, 10. ^>au. Ter Kaiser tras heute abend hier ein. Er wohnte der Vorstellung im Schauspielh aus e bei. Morgen früh gedenkt der Kaiser sich nach Landes- hut und Breslau zu begeben. — Die Eröffnung des preutz. Landtages wird am 16. ds. im Weihen Saale des königlichen Schlosses durch den Kaiser erfolgen. . — Das R e i ch s t a g » P r a s i d i a l g e b a u d e ist nunmehr auch im Innern fertig gestellt. Dr. Knack ist heute dahiu übergesiedelt, Graf Ballestrem durfte am Montag Ausland. Paris 10. Jan. Wie die Blätter melden, hat der Minister des Innern in der Ausweisung des elsass-i- schen Reichstagsabg. Delsor nicht direkt interveniert, sondern dem Präfekten freie Maßregeln zu trtffen I überlassen, um eine Störung der Ordnung zu verhüten. Rom, 10. Jan. Tie seit kurzem in Florenz erscheinende demokratische Zeitung „La Giornatti" meldet, daß der König bei der nächsten Beratung der Zrvi Niste die tzeraosetzung selbst beantragen »erbe. Er soll darüber unlängst mit ©tolita gesprochen haben Schon jetzt hat der König Befehl, gegeben, daß alle VEen und Landhäuser des königlichen Hauses, die nicht benutzt werden, in Pacht gegeben werden sollen. Ter König hut eine Zivil - liste non laOöOOOO Lire. Er führt ein .schlichtes Leben und hat eine große Abneigung gegen Festlichkeiten^ _ qn valilamschen Kreisen verlautet, der Papst werde, um das Vetorecht abzuschaffen, anordnen, daß feder Kardinal bei seiner Ernennung schworen solle er werde niemals in einem Konklave im Namen seiner Regierung von dem Vetorecht Gebrauch machen. Auch die gegenwärtigen Mitglieder des Kardinalvollegiums wurden einen solchen Eid leisten. Be larad, 9. Jan. Turch Auslosung wurden vor- aestern die Adjutanten des Königs, Oberstleutnant | Dozanowitsch, Major Gjurttsch, die Ordonn^zofsiziere Hauptmann Kostiz, Hauptmann Ristir'^ und Oberleutnants Anttt'ck mm Austritt aus dem Hof dien st bestimmt 'Zu Nachfolgern der ausscheidenden Adjutanten ernannte £er König die Majors gowanowittch und Pariak- tarewittcb w Nachfolgern der ausscyeidenden Ordonnanz- chftLe di? Hauptleute MrnawitfÄWellmiaowllsch und Miletitsch. Von den ausscheidenden Offizieren gehören alle außer Gjurttsch dem Kreise oer Verschworenen neuernannten Hofbeamten waren mchi unter den ^i.r;chwo- rem, sollen aber mit ihnen sympathisieren. ZLahMreisversammlung des Kundes der Landwirte für den ZSaMreis ^reßen-Hrüuberg. (Originalbericht des „Gietz. Anz.") Grünberg, 10. Januar. Die heutige Versammlung im Gasthaus zum Hirsche welche hauptsächlich von Landwirten der Umgegend besucht war wurde durch den Wcchlkreisvorsitzenden Emmel- Warthof mit einer Begrüßung der Teilnehmer eröffnet, dessen Worte mit einem £>od) aus Se. Majestät den Kaiser und den GroßherAvg Ernst Ludwig auskla^en Darauf ergriff der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Gutsbesitzer Lucke-Patershausen, bas Wort zu seinem Vortrage: „Was i st Mittelstand und M ittelstandspolitik?" und verlas eine von den früheren Führern des Bundes der Landwirte verfaßte Erttärung über die Grund anschguungeu des Bundes. Nach Ter Bundesrat hat sich dahin entschieden, dem Reichs- taae die An gli ed erun g der Kausm anus g errchte E die G e w e r b e g e r i ch t e vorzu,chlagen Cnn Tett der in Verbänden organisierten Hanolungsge^lftn würde der Angliederung an die Amtsgerichte den Vorzug gege^n haben Abrt die Bedenken, welche die Regierungen bei einer solclM Anglioderung wegen der Frage der Umgesttrl^ ung des galten cuntsgerichtlichen Verfahrens hegen, sind Ne Zweifel begründet. Andererseits werden die Befürworter einer Angliederung an die Amtsgerichte es nut Genugtuung begrüßen, daß von einer einfache Ausdehn- una der Kompetenz der Gewetbegeriäsite auf die Stteittg- ketten ber Kaufleute Abstand genommen ist. Lne Zuscun- meusetzung der K'aumfannsgerichte - zu.gleichen Letten Prinzfirale und Handlungsgehilfen unter emem zum R^ terantte befähigten Vorsitzenden — entspricht den Wünschen die in der Handlungsgehilfen,chaft uberwwgend zum Ausdruck gelangt sind. Dagegen wird es manchen Wider- svruck erregen, daß die Kaufmannsgerichte erst in Städten mit* mehr als 50000 Einwohnern obllgatortsch sein ollen. Das Bedürfnis nach KaufmannAgerichten ist sicherlich auch in^ kleineren Städten vorhanden, und da der Gesetzentwurf die ^stttnmung enthält, daß mehrere Gemeinden sich durch ülwrtin stttnmertt)e Ortsstatuten zur Errichtung eines gerne inj am en Kaufmannsgerichtes vereinigen tonnen, so dürften hieran die Wünsche nach einer Erweiterung des Kreises der obligatorischen Kauftnannsgeria)te anknupsen. Daü die Kaufmannsgerichte nur für solche Hanolun^-- aebttfen nicht ^ständig sein sollen, die euren Jcchres- verdienst von mehr als 5000 Mark haben, entspricht den Wünschen die aus der Mitte der Handlungsgehttsen.laut geworden^ sind. Würden auchHanülungsgehilsen mlfernem Eresverdienst über JüOO Mark von demK.msmamngmiust tL? ausaenommen sein, so würde das Gesetz aus den Handluna-gelftlfenfrand iiisojern nachteilige soziale. eüi|kt,;L als es zu schädlicher Kla^ubttoung im Kriegsschiffen eine ausgezeichnete Akquisition gemacht hat, ist ihr von keinem Geringeren als Kaiser Wilhelm bezeugt worden. Ter Genueser Secolo XIX. veröffentlicht eine Tepesche aus Buenos Aires,, worin zu dem Verkauf der argentinischen Kriegsschiffe „R-ivadavia' und „Moreno" an Japan mitgeteilt wird, daß deren Zeichnungen vom deutschen Kaiser smdiert wurden. In der Zett, als die Krankheit ihn zur Untätigkett zwang, ermchte der Monarch die Genueser Schiffswerft Ansatto um die Zeich-^ nintgen und Beschreibungen der beiden Schiffe. Er erhiell' sie und studierte sie eingehend, worauf er an den deutschen- Konsul in Genua folgendes Telegramm sandte: „Generalkonsul Tr. Jrmer, Genua. Trief erhalten, danke, freue mich, aus, den Beilagen zu ersehen, daß mein Urteil, obgleich auf Studien un» vollkommener Vorlagen gegründet, richtig ist, daß nämlich die beiden argentinischen Kreuzer den besten Typus gepanzerter Kreuzer darstellen, die gegenwärtig bei sämtlichen Marinen im Gebrauch sind, und daß An- saldo mit diesen Konstruktioneii ein großartiges Werk verrichtet hat. Tie Volltommenheit seiner Konsttukttonen ist für mich unbestritten! Sprechen Sie allen den Herren für ihre ausgesuchte Freundlichkeit meinen wärmsten Tank aus. Ich gratuliere der argentinischen Marine zu die sein ausgezeichnetstem Schifsstypus. Wilhelm, Kaiser und Königs - - Amerika und Japan bestehen aus der sofortigen Ratifi- ein der Ge- der Verträge mit China. Das chinesische Ministerium in Berlin ms be§ Aeußern befindet sich im Hinblick aus die Wahrscheinlich- ein ziehen. , $. 1 — Zwei Protest Versammlungen gegen die drohende Erhöhung der Hundesteuer werden von den vereinigten Tierschutzveremeii und den kynologischen Klubs von Berlin in kommender Woche ab gehalten. Es wird dazu eine Erklärung vorbereitet, in der die städtischen Behörden gebeten werden, von jeder Erhöhung der Hundesteuer Wstand zu nehmen. , . ... — Eine neue Mittel st andsvereiNigung ist unter dem Namen „Allgemeiner Verein der Gewerbetreibenden Deutschlands" ,------ , , ..... . . ^eben getreten. Die neue Organisation hat sich aus dem feit, daß Rußland nicht einwilligen wird, die Hafen der Verein der Gewerbetreibenden gebildet, der hauptsächlich Mandschurei zu öffnen, in einer schwierigen —age. Ter mit Rücksicht auf die Nabattsparvereine, so z. B. von wd^^i^e^ii^^e Staatsratschef Prinz Tsching teilte dem fapani- sckäftsleuteii im Norden, gegründet wurde. Der neue jd)ßn ^sandten Uchida mit, China bleibe im Falle emes Verein bezweckt den Z u s a m m e n s chfi u ß aller G e - Krieges zwischen Rußland und Japan neutral. Nach Mtt- werbetreibenden, um den Mittelstand zu erfHriten. teihingen aus diplomatischer Quelle ist die, Antwort Er beiämvft neben den KAmsum- und Sparvereinen auch Rußlands auf die japanische Note in ver f ohn lich em die Warenhäuser. Es sollen durch eine umfassende Agi- Tone, aber i nhaltlich unb.esriedigend gehalten, tatton im ganzen Lande ^gveigoer^uie üis Leben gerufen I q,qpan wünsche einen weiteren Ausschub, um! merden. Der Berliner Verein war im letzten Jahr ungemein Vorbereitungen zu vervollständigen una rübrig. Er hat nicht weniger als 43 öffentliche Versamm- werde deshalb die Verhandlungen sortsetzen. Die lunaen in den verschiedensten Stadtteilen abgehalten. Mtt Aussichten auf einen Ausbruch des Krieges vor dem» den Rabattsparvereinen sind verschiedene Prozesse bereits fthjahr seien immer noch sehr stark. . ausaefochten lvorden, andere schweben noch Ter Wiener japanbjche Älilttarattachee Mafor Shor^ Sie General - .Vers ammlung des Bundes d e r I telegraphisch nach Tokio berufen und ist bereits Landwi rte findet am lö. Februar im Zirkus Busch statt, ^^iu abgereift. — Eine theologische Enquete über das kirch- Ein rusfischer Tiplomat in London, der das Vertrauen licke Frauenstimmrecht hat ber Deutsche Verein für ber dortigen russischen Botschaft genießt, mißert sich, baß, Frauenstimmrecht eingeleitet. Tie Urteile ber Professoren ein Krieg zwischen Rußland und Japan nnvermeid- lauten im ganzen sehr günstig. Mit Ausnahme eines Katho- ti sei, wenn Japan auf seinen uriprunglichen y-order-. liken haben sich sowohl Katholiken wie Protestanten dafür L^gen beharre. Die russische Regierung fei entschlossen/ ausgesprochen, ftettich mit dieser und jener Beschränkung, nidj± nachzugeben. Tie Kriegsrüstungen Rußlands ,eien ost aber auch ganz unumwunden. Nach dem Urteil ber netter gediehen, als allgemein angenommen werde. . Wissenschaft liegt also kein Verstoß gegen die Grund,atze einem Pariser Lelegrarmn wird ver,ichert, daß in. ber christlichen Ethik vor, und es soll nun das kirchliche I Rußland ber Eindruck von Japans kürzlich kuudgegeoenev Frauenstimmrecht energisch im ganzen Deutschen Reiche er- Gesinnung Der beste sei. S^nn toerbe, wenn es semett Ürebt werben. ' r. Krtegspartei Halt gebiete, Rußlcmb bereu s-inden, beSUAllch München, 10. Jan. Ter päpstliche Nuntius Monfig- Koreas zur Verständigung zu gelangen, ^n einer ,,Temps - nore M a e c', i ist heute nach Bologna abgereist. Zur Ber- Rote wirb hervorgeyoben, daß der Grogsurst Alexander abschiebung hatten sich u. a. Ministerialrat v. Gietl als Ber- Michailowitsch ben Staatsrat Les, ibrajoff vollständig^ T^u rteter des^Ministeriawräsidenten Frhrn. v. Podewils, ver-1 tieß, und damit die Kriegspartei ihre wichtigste Stütze, sckiedene Mitcrlieber des diplomatischen Korps, darunter verloren habe. — Wie die Blatcer melden, hat Argen^ der italienische Gesaiidte Graf Foresta und der preußische tinien vier weitere in Setriponente und Livorno gebaute Olesandte Gras Pourtales, ferner der Präsident der Kammer Kriegsschiffe an Japan abgetreten. — Dei der Lorpedo- der Abgeordneten Dr. v. Orterer auf dem Bahnhose einge= jabrif Adhisehead in Fiume hat die cq-ineft,che Regierung inndeitt wegen einer größeren Partie Torpedos angeftagt, iedoch PEEEtL----—------------------- ■ --- I eine negative Antwort erhalten, da die Fabrik nur auf. Bestellung arbeitet. Dagegen sind für Japan größere Posten Torpedos und Torpedowerfer zur Ablieferung gelangt. In Lotto hat am 8. d. M. eine große Revue über btt kaiserlichen Garden stattgefunden, au ber eine Infanterie- Division, brei Kavallerie-Regimenter unb 25 Batterien mit 95 Geschützen, im ganzen 10000 Manu, teilnahmen. —. Nach einer Meldung aus Tientsin kamen kürzlich 6000 Kosaken in ber Mandschurei an, die zwi,chen Mukden und Liao verteilt wurden. In Liao Zang werden Baracken erbaut, in denen eine starke Macht einquartiert werden ,oll. Ter Kaiser von Ctzina ratifizierte die Handelsverträge mtt Amerika und Japan. Nacv den Vertragsbestimmungen ist China verpflichtet, Mukden, Antung und rtttungkan un- mtttelbar nach der Ratifilalion dem frentben Handel zu AuMnd und Züpan. -?üii '■ :■ japanische Regierung mit den beiden in Genua angetaujten, lür argentinische Rechnung erbauten Eine Meldung aus Tokio, daß die in Wladiwostok befindlichen Kriegsschiffe in See gingen, ist uurichtlg^ m Wladiwostok uberwinteriiden KriegS,chiffe „Gromooboi „SLurik", „Togatyr" und „Rossija", sowie das Transportschiff „Sena" sind sämtlich aus der Wladiwo,toker Neede. Nur „Gromobvoi" ging zu einer Uebung m See, kehrte jedoch nach zwei Tagen zurück. Es sind keinerlei besondere Uriegsvoroerettungen bemerkbar. rührt auch die alte Sage, vom Heßler her höre man jn1 Zeiten einen unheimlichen Ton, worauf besorgte Eltern ihre Kinder ängstlich zu Hause hielten, denn dann hieß es »die Lahn hätte gerufen" imb wenn sie rufe, wolle sie alle Mal ihr Opfer haben. Damals badeten fast nur Studenten, die von anderen Orten her ans Baden gewöhnt waren. Wer aber baden wollte, der suchte kurzer Hand ein Plätzchen am Ufer, wohin er seine Kleider legen konnte und sprang dann ins Wasser. Nachgerade legte man hier und da Badehäuschcn an, und als man sich von den wohltätigen Einwirkungen des Lahnwasiers auf den menschlichen Körpers überzeugt hatte, vermehrten sich die Badehäuser in auffallender Weise. Der Neuzeit genügte aber auch das gewöhnliche Bad im stillen Wasser nicht mehr; man errichtete in der Nähe der Mühlen und Mühlräder sogenannte Wellenbäder. Kurz, die Lahn isi jetzt schon um der Bäder willen ein unentbehrliches Wasser Was würde der (Shronift nicht narti dem Willen her Minderheit ausgefallen sei; die Vermögenssteuer ergebe keine höhere Belastung: die landwirtschaftlichen Gebäude würden nach dem rechten Wert eingeschäht. Die Weinsteuer wäre gerechter gewesen als die, die Landwirtschaft so belastenden Stempelabgaben. ES solle aber nach möglichster Erleichterung gesucht werden. Tas neue A'örqeseh werde vielfach nickst recht ausgelegt: es sei den Gemeinden überlassen, ob diese den Bullen selbst halten oder in Verpflegung geben wollen. Bei größeren Gemeinden sei die Gemeindehaltung zu empfehlen. Die Aus Stadt und Auw. Gießen, den 11. Januar 1904. mit ein paar Worten gedenken. Sie führt zwar bis jetzt höbt. - Im Gasthaus znm wilden Mann fand am Samstag keine spracht, und Dampfschiffe, wie der Rhein und Main, abend eine .Besprechung der Sjttereffenfen statt, was bei dennoch ist ihr Dasein für die Bewohner oon Metzen oon der notwendigen Verbesserung.der offentlr^n Be euchwna unberechenbarem Nutzen und wird c5 bald noch mehr werden A^jedoch"^ tone''positiv"n Vorschläge bezüglich der je^ da ihre Lchlffbarmachung der Vollendung nahe ist.(^ies öligen Kosten für die Abnehmer gemacht werden konnten, ist allerdings damals wie heute noch Zukunftsmusik geblieben.) ^doch vorherrschend elektrisches Licht gewünscht wurde, so Vor 50 Jahren benutzte man ihr Waffer fast nur für bic her Stadtvorstand unter Beiziehung einiger weiterer Mühlen und 511m Waschen in der Haushaltung. Sonst hatte Bürger nähere Erkundigungen einziehen und einer späteren der Fluß für die Bewohner etwas Grausenhaftes, und daher! Versammlung diesbezüglick^ Vorschläge gemacht werden. Es Annahme: , t . „Die heutige Versammlung des Bundes der Landwirte zu Grünberg in Oberhessen bedauert, daß die Reichs- regierung angesichts des Ausfalles der Reichstagswahlen sich nicht auf den Standpunkt gestellt da t, daß ein lebenskräftiger Mittelstand das festeste Bollwerk gegen die revolutionäre Sozi aldemokratie bildet, und daß sie dementsprechend seither nichts getan hat, um das Kleingewerbe zu schützen und der Landwirtschaft die verloren gegangene Gleichberechtigung auf wirtschaftlichem und sonstigem Gebiete zu schaffen. Im Hinblick auf das immer bedrohlicher werdende Anwachsen der Sozialdemokratie. bitten wir die Lobe Reichsregierung dringend, nunmehr ö^eyen. die lausenden H andels vertrag e zu kündigen und solche - »«« ^/"u-y oer wcpnee I $lufitßteratitr jederzeit zu m abzuschließen, in denen die Interessen der deutschen Land- auf bas Jahr 1904 entnehmen wir, daß am 30. Ium p^uen. — Mr wünschen dem Pianola, daß es auf fernem wirtschaft und des mit ihr in seinen Daseinsbedingungen nach dem Stenographtesystem Gabelsberger 1949 Bereme Siegeszuge durch die Welt immer mehr Anhänger finden eng verbundenen städtischen Mittelstandes besser geschützt mit 75 174 stenographiekundigen Mitgliedern bestanden, und M werden. Insbesondere bitten wir dringend, daß bei dem daß innerhalb des letzten Zähljahres 104460 Personen in Heuchelheim, 9. Jan. .Heute nachmittag ging Mschluß des russischen Handelsvertrages keinesfalls auf 9infang§rurfen unterrichtet wurden. Im deutschen Reiche einem Fuhrmann das Pferd mit dem Pfuhlwagen vom Felde dem Gebiete der Vieheinfuhr Zugeständnisse unter Preis wurden gezahlt 1661 Vereine mit 58 828 stenographiekundigen auS durch und wurde dann im Ort, nachdem eS sich seines gäbe des dringend notwendigen Seuchenschutzes gemacht und 60 255 Unterrichteten. Die gesamte deutsche sämtlichen Geschirrs entledigt hatte, wieder eingefangen. Der toerbetx. . Schule Babelsberger zählte 1847 Vereine mit 69 397 steno- Fuhrmann wurde überfahren und trug leichte Verletzungen tottetiÄÄ 89867 in «nfangSMen ” . aus dem betretenen Wae fortwfSrce“ Unterrichteten. Ans Norddentschland entfallen 1224 Vereine X Gründ er«, 4. Jan. In der heutigen Gemeinde^ ffln^e t^er Tu 6 - beba^erte baß bte Be- mit 35 670 stenographiekundigen tDiitgliebem und 3978k siatssitzung wurden die Vertrage Werbie Fasellneh- »toXÄtti W3 sich nW Unterrichteten. In Nordbeutschtanb wird die Gabelsbergersche HEung genehmigt. es »om GeEnbeto e- mit bem platten Lande einig gefühlt habe, obgleich, ber Bund Stenographie an 757 Lehranstalten gepflegt, m welchen schlossenen Ottvm- auf Bierunb S^aps, ,ow r der Landwirte gegen alle Mißstände, wie Warenhäuser nsw. 20 288 Schüler unterrichtet sind; in Süddeutschland sind an 86^63 ^1 toat t^ faen Satfern^em gekämpft habe. Durch bte Vermögenssteuer sei eine höhere 527 Lehranstalten 16 058 Schüler m der GabelSbergerschen Waaben toeteen beantragten Belastung wie bei der früheren Grundsteuer -i-^treben, Aenographie unterrichtet worden. In Vereins- und Prioat- ^"^^^ie EiMfü^n; eine^Sbq* für eingeführtes wie überhaupt durch eine Reche neuer ©cfe^e. turfen wurden 2617 Damen und Mädchen unterrichtet, °n tonisch nicht am Orte geschlachteten Viehes. Es entspann, der HengsthaltuM benterktb^cR^ner, baß ein lebend^ ^E^^^^olten 7291, zusammen 12 908. sich hierüber eine Längere Diskussion, wobei bar auf hin- Fohlen dem Staat sittva 140 Mk. ^ dem Landwirt 21.M - Beim Brand der Rübsamschen Badeanstalt gewiesen wurde daß Ser das Brot ja um 3 Pfg. teurer neueE^^eseß^bab^di^^stirnmungO da^ß^a^ 80'^^ mar, wie man uns mitteilt, an den Löscharbeiten neben der sei wie in den' sämtlichen Städten Oberhessens und daß ein Bulle gehalten t^ewo^rchterL^ng?v hmhwie Freiw. städt. Feuerwehr auch die Freiw. Gailsche Feuerwehr die Abgabe von 50 Pfg. pro Sack im Interesse des State, bas tob M ste^n k^ma Tas unK iätig, die zwei Schlauchlinien in Tätigkeit fetzte und btS 12 Mels tone ungerechte ju nennen et, en^ E-rmaßt^ riatsgesetz schreibe immense Stempelabgaben vor, sodaß oft Uhr nachts auf der Brandstätte verblieb. ^gabe für Bier werdevon den lrefe^nd n Dr g auf ein Objekt die Hälfte des Wertes an Kosten abginge: - Unsere Lahn und ihre Badeeinrichtungen tajflej eine ™ ^mJAn^ar fa tourTe da sei t. B ein Objekt von 30 Mk. Wert mit 80 Mk. Kosten ^r 50 Jahren dürften aus Anlaß des Brandes ber V,^1 li^na ^rleat - St belegt und ein anderes von 280 Mk. Wert mit 143 Mb seschen Badeanstalt gewiß allgemeines Interesse haben. L BeMebsleiterS unseres Mauerwerks Mngemer, wurde Kosten. Tie^„Selbsthilfe der Land ttnrftchfttftr^m Telll^feffor Dr. PH. Dieffenbach schreibt darüber im Jahre^^^^b Wen- ptnfaufen könne ° ' 18 53 in dem damals erschienenem Werkchen.Ansichten non ^ftigteit auf 1800 Mk. festgesetzt, womit das Höchstgehalt kaus^^uud b^g^^nkaufen Vnn bezüglich der Gießen und seiner Umgebung- das Folgende: Es wäre eme erreicht ist. - Ae bisher unzulängliche ^9^9 der vom Vorredner erwähnten Gesetze, daß die Steuerrefvrm Versündigun9 gc^cn unsere Lahn, wollten wir derselben mch Porttianslagen des,,^^rmeEer^wurde cms eventuell ihre Karten ohne Aufgeld umlauschen. — . benutzen doch selbst die größten Pianisten Aus Worms wrrd heute gemeldet, daß dem D f höx er» den 'Apparat, um sico mit Kompositionen, die sie ko r p s der Besuch der VorsteNung des Darmsttidter Hof- x^nen, rascher und bequemer vertraut zu machen.; theaterpersonals des Beyerlernfchen „Zapfenstreich unter- ^^gte sich, unwillkürlicy die Frage auf, ob wohl das sagt worden rsü Hrer m Greßen war bm der gestrrgen erfpiel-Erlemen unter der 5)errschäft des Pranolas Vorstellung das Ofpzlerkorps lehr zahlreich vertreten. ähnlicher Apparate Rot leiden würde. Darauf möchten •• Eisbahn. Nachdem bte Eisbahn des Etsoerems antwo^en: Im Gegenteil, es wird das Klavierspiel am Sonnabend und Sonntag wegen TauwetterS geschlossen Ordern, es wird das Verständnis für gute Musik in weitere bleiben mußte, konnte sie heute bereits wieder und zwar ÄteifC tragen und zum.Navierspiel-Studium anregen; baS spiegelglatt eröffnet werden. Pianola will ja auchf nicht das Spielen mit den Händen •* Für den Frühjahrspferdemarkt in Gießen verdrängen, nein, es soll mir diejenigen Werke zu Gehör sind bei der Verlosung 20 000 (nicht 30000) Lose vor- bringen, deren technische Schwierigkeiten der Spieler nrcht 1 mehr bewältigen kann; es soll zedem, der an der Mupk Dem Jahrbuch ber Schule GabelsbergersI .fi^ennüglt^ Veraleick der Anschauungen von Karl Marx und Bestimmung hätte lauten müssen: Ber Anschaffung emes <§nith betonte dmMftrertt, daß sich der Mittelstand Bullen durch die Gemeinde auch Gememdehaltun^ bet aus den Landwirten, Beamten, Kaufleuten, Handwerkern, Privatanichaffung auch Prrvathaltung. Detrey der Hertgst> • rt e bes Beamtentums gegen den Bund der Haltung sollte man den Genoftenschaften dre Kosten zur Lau toL?unWlich ”Ä9ebÄe^bung SerJüÄ^ stellen, bann würben aud). attbere Refultate er- dem besten Wege zur großkapitalistischen Entwicklung und Versammlung. „ ,, diese einseitige Entwicklung führe zum Verderben des Mittel- - - standes, besonders deL Bauernstandes. Tie Großtndustrte trage die Schuld an dem Wachsen der Sozialdemokratie und diese ziehe bann ihre Vorteile aus der Zahl der Unzu-. , . ® iriedenen- deshalb müsse die Mittelstandspolitik gefordert ** Smpsang ber Hofe. S. K. H. der ^ßh^)g stand Lum Heloten der durch Ber z mm Nanheimbden Geh. s^edizinalrat Professor Tr. von 1853 wohl heute sagen, wenn er unser stolzes Volksbad der Partetpoltttk^^e^r Mtttefltand Hinterarurch Gaffky von der Landesuniversität Gießen, den Pro- erlebt hätte, dem schon seit 1870 die nun überholten Euler- Mr Liceop, den Oberkonsistorialrat Petersen vonUn Wannenbäder vorausgingenl desgleichen solle jeder konfessionelle Kampf aus der Politik Großen. bei- Gi-o^bemoa haben ** Piano la-Vor trag. Was ist Pianola? Ein von iw ei den und alle Schulter an Schulter gegen die zersttzrende Person alten. C. K. H- der 9 Amerika zu uns herübergekommener Apparat, welcher mit Sozialdemokratie vorgehen Dieses vermöge aber nur eine dem P^datdozenten f^r Chemie er Technischen H ch- ^^m Pianinv oder Flügel in Verbindung gebracht werden gesuii de ^^Mittelstand spolttik. Me induMelle Entwicklung Hle Tr Bernhard Neumann den Charakter als Pro- k , ein Harmonium pneumatisch in Tätigkeit gesetzt madiie audi nickt in den Himmel, aber jetzt müßten Maß- verliehen. WpT wird und jedes Musikstück ganz nach dem Willen und der Ä mmift n wmden Z e Verdung des Land- I Vom ©r0 ß fi-e m1«■ «jajt mm «uffaifm be8 Spielms auf dät Klavier zu Gehör bringt, volles wirtschaftliche ^Jwteresse gebiete, daß der Kauf- dote: Bor ^r “ «« Einladung des öerrn Rudolph zu dem am gestrigen manns- und Handwerkerstand Hand in Hand gehe mit bem ement Tteuer beglettet, den We3 ^vn M0rfelden Sonntag im Klubsaale veranstalteten Pianola Vortrag war „SteS ...... tute- WSW mülle,’ ei., tn (einem i'i'.me, mit rnürni ^.ch^eln.7'7Aü|^bt^''d7^mm •reuten, bes Lcmbtagsabg. Sorelt-Seufel fe nremte, e« ( jwrbe Platz zu nehmen. Tte fchon bejahrte Frau nahm uuA^ekckSkt bL ÄItamtS r WnolS tue not, baß ttrieber ber Funke ber Begersteruug erglühe Anerbieten bes ihr unbekannten Herrn an unb würbe WM«, ^"Ä“r ?s fienb™ Sri’t bem ^narat bS es tut not, baß sich ber Mittelstark M neuer Kraft und Großhe^og bis zum Wege nach Mönchbruch, w° er $td)ftein^M Sunben morbS a Äps ntr--“ bä s £a^ nrnffe 6 f ^rn (5^umQ(j)cr Direktor des römisch-germamschen Zentral- offensickMch das bewundernde Staunen aller Zuhörer; ö ;n^ ^r marfeX Ttffi ^ufeum§ m Mainz, halten wird, findet ausnahmsweise wohl viel^ ffagten sich unwiMürlich: Wie ist es möglich, in der großen Aula der Universität statt, da er mit der mit einem doch immerhtn mechanischen Apparat so lchbn Wahlen füllten dte ^uowtrre )ewuanotF 0^9^ - korfü&runa böckst mtereffantec Projekttonsbilder ver- wie ein Künstler zu spielen? Tas Progrmnm brachte Oekonomierat Schlenke betonte, d°ß er schon -lls ^orsuhrund hbchst m-emiamer pro enumsoi b ferner. Walthers Preislieb aus b. Meistersingern von früheres Mitglreb ber nattonaNiberalen.Partei hem Bunb bunben fetn_ sg, Geschichtsl Wagner-Benbel, Aufschwung von Schumann, Walzer Dmoll ber Lanbwirte angehSrt habe, unb biesem ser es zu ver. sammeransflügen bes Vereins ihr Interesse für Gelchichts. ^bere hervorragende Tonwerke. Jede bauten, baß Reichskanzler Graf Bulow b,e Nvtttege ber sorschung betätigen bürfen, werben die diesmal gebotene Ge- ^^^'/^rbe von bem Publikum mit großem Beifall Landwirtschaft wenigstens anerkannt habe. Tieselben Zw- legenheit gewiß eifng wahrnehmen. Auch im übrigen hofft bebfld)t $ie schwierigsten Passagen, Akkorde, Triller, stände wie in England, wo ganze Saru)e§teile mir Weide g3ere{n# zahlreiche Gäste zu begrüßen und durch einen Getier ent) en Töne, kamen äußerst gleichmäßig und Jagdgebiet bildeten, könnten auch m Oderyesten ein- ec(e|cnen G^nuß in Wort und Bild zu erfreuen. und mit weichem Anschlag der einem wirklich glauben zu. treten. Wenn die galMschen und rusftsEn Marter etw- w Die Gemälde-Ausstellung am Brand bleibt machen schien, daß doch mit den Händen Klavier gespielt mal ausblreben.wurdentote ®uter MI [to)em Oepen vorzunehmenden Wechsels der Gemälde am DonnerS-würde. Ihn zeigen zu können, daß das Pimmla auch Urr ^l°"ds ch-nArbiter,^ngeu.VE Sürnbeitn_bw B Freitag dieser Woche geschloffen. Die Ausstellung Bogleitmig geeignet sei, hatte Herr Kurz sich berat erfiart, wodurch aber allmählich die AckAwirtschast zu Snmbe gehe' erfreute sich geftem roieber eines au6ergen>8Wi$ «gen Be- enttge_ Steber^unt^rtrag toj; "Ter Redner schilderte brefe Zustände aus rrgener An. suchs. Außer ber Kollektion Baluschek bleiben alle übrigen -urüch' ^twn Brahms unb „Es muß was Wunder- schauung im Vogelsberg-, hier gehe man einer Vmödung Gemälde nur noch bis zum Mittwoch ausgestellt. bares sein" tron Ries- die Klavierbegleitung des Pianola des platten Landes entgegen, was die Regierung aber erst « Stadttheater Beherlnns »Z streich' L J jebcI tadellos, sie war durchaus dezent zu spät einsehen werde. Wenn der Mittelstand zuruckgehe, wurde gestern (©onntagl von sehr gut besetztem Hmise I schmiegte sich dem Borttage des Sängers in der ftinsten wachse die Sozialdemokratie, aber gegen alle diese Argn- wiederum mit außerordentlichem Dersall ausgenommen. Ta a^e niusikalisches Verständnis haben mente sei die Regierung blind und der Druck ter Jnvu- zahlreiche Besucher konvenierende Plätze nicht mehr er» c^e hören, ist deshalb der Pianola-Apparat striellen zu groß. Ob Aenderungen in der Wirtschaftspolitll halten konnten, so findet morgen, Dienstag, als 10. Diens- langersehnte Hilfsmittel, der Retter in der Rot, ter eintreten würden, sei dahingestellt. tagsabonnementsvorstellung eine wertere Aunuhrrlng des ,u einen musikalischen Genuß bereitet. Hierauf fand nachstehende Resolution einstimmige interessanten Werkes statt. Theaterverernsmttglteder^dürfen das Studium der Werke unserer großen Meister über- °'S>° w 'hre llk 7? e§ .die t gL®1 ®«t >,» >-> «*§* ’*■ ■ SB.s ®er 5 Sä l'°!-sü!°l!°kd 6mtt. ±Ia? En tQt- welcher mit 'ÄM werdet Sfi« W hin* P® “'Mraq tont * is'®f dkn IrilÄ8'jtaht pltat lorne, als H Klavin-Aub- <•$** ä»i5 ^hrt, berat tvii W der Pianola, dem Apparat, bet verbunden worden Hen staunen, baß einen Apparat zu ch, den von ihm i der eigenen Auf. ilstete bas Konzert 'eichte damit sofort men aller Zuhörer; Vie ist es möglich, 1 Apparat so schön ^grmran brachte Meistersingern von Mn, Walzer E-mll »e Tonwerke. Jede nit großm Beifall Mrde, Trillers zerst gleichmäßig wirklich glauben zu >en Klavier gespielt s Pirawla auch zur 3 sich bereit erklärt, n; Herr Kurz fang \ L viißt ich dach i muß was Wunder- üintg des PiMolas var durchaus Wnt ngers in der ftinstm Verständnis Haden »et Kmola-Apparai ter in der M, der hen Genuß bereitet, mißen Meister über- ne größten Pianisten iMpositionen, die sie e vertraut zu machen, ae auf, ob wohl das cschast des rbt Taraus möchten ird das Aavier.M M Musik in weüne ihibümt anregen,' to wt den »Jg gm Mrle,W«A M der SP-lnE ‘ her m allen Ä-Ä» oft N°chmiit°g K L ,(nVinen vom M W* ca seines nachdem ■"SB** > über die ’r . M *"Äie ei* id ,ine M dc°nti-St-» M teieck ■ ja u»y'y »«6 C6tl*& ?,ti£ n; auch ^Lfteien F fei atf® (j „xck •%"C* SrA.; SW ■'•ÄÄ C)t diese Anregung int Interesse unserer Stadt mit Freuden zu begrüßen, und wir wünschen, daß die Angelegenheit nun auch energisch, weiter verfolgt wird. R. B. Darmstadt, 11. Jan. (Drahtbericht.) Das Amtsblatt teilt heute früh mit, daß der Professor an der Landesuniversität Geh. Kirchenrat Prof. Dr. Katten- busch mit Wirkung vom 1. April 1904 auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen und ersprießlichen Dienste aus dem Staatsdienste entlassen worden ist. — Bei den Aufführungen des Hoftheaters ist an- ge-orbnet w-orden, daß in den Hauptpausen der eiserne Lar hang herabgelassen wird, um m Sicherheit darüber zu fern, daß bei Feuersgefcchr keine Schwierigkeiten entstehen. y. T arm stad t, 10. Jan. In hiesigen Kreisen wird der Abgang des Stadtpfarrers Eck sehr bedauert, da er als kraftvolle, aufgeklärte, liberal gesinnte Persönlichkeit sich großer Beliebtheit erfreut. Marburg, 9. Jan. Ter FeuersicherheiL im Stadttheater dürfte, so schreibt die „Oberh. Ztg.", im Hinblick am die durch den Ehikagoer Brand hervorgerusene Vermehrung der Sicherheitsmaßregeln bei allen deutschen Theatern ebenfalls eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt werden, umsomehr, als es bei der Aufführung von „Sa- flome" schon zu einem kleinen Zwischenfall kam, der Dank der Ruhe der Darfteller keine Panik im Zuschauerraum hervorrief, ofwohl einzelne bereits sinnlos davonzustürzen begonnen hatten. Bei den engen räumlichen Verhältnissen auf der Bühne, wo Leinwand an Leinwand hängt, dürste es sich einpfehlen, vor allem eine sichere Möglichkeit zum Löschen eines Kulissenbrandes zu geben und dafür genügen zwet Mann nicht. Ein eiserner Vorhang ist nicht vorhanden, das Herabfallen brennender Gegenstände in den Zuschauer- raum kann also höchstens durch das energische Eingreifen der Feuerwächter gehindert werden, die aber nicht gleichzeitig Schläuche anschrauben oder Handspritzen bedienen können. Hier Vorsorge zu treffen liegt im Interesse des stets zahlretch auf und hinter der Bühne beschäftigten Personals. Aber auch im Zuschauerraum ist nicht alles wie es sein sollte. In der letzten Zeit sind von den breiten Längs- türen zwei immer geschlossen, sodaß nur der eine Ausgang links neben der Bühne, sowie die Ausgange nach hinten bleiben. Ein großer Mißstand ist ferner, daß die Stuhlreihen nicht fest sind. Eine Verstärkung der Feuerwache, sowohl im Saal, als auch besonders auf der Bühne dürfte am Platze sein Vermischte». • Begnadigung. In Festungshaft hat der Kaiser km Gnadenwege die Gefängnisstrafe umgewandelt, welche das Kriegsgericht in Münster über den Einjährig-Freiwilligen der Artillerie Stille verhängt hat, weil er in der Klosterkirche grobe Ausschreitungen begangen hatte. Am 7. April v. I. drang er zusammen mit seinem Bruder, einem Studenten der Jurisprudenz, in schwer bezechtem Zustande in das Franziskanerkloster, wo sie die sich ihnen in den Weg stellenden Patres aufs gröblichste insultierten und alle Aufforderungen, sich zu entfernen, unbeachtet ließen. Der Bruder wurde vom Zivilgericht zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Schiffsunfälle. Der in Hüll aus Gent eingetroffene deutsche Dampfer „Alice" bohrte bei Yarmuth im dichten Nebel ein englisches Fischerboot in den Grund, 'wobei 3 Mann von der Besatzung de§ letzteren ertranken. ;Die „Alice" blieb unversehrt. — Beim Reinigen des monatelang nicht benutzten Ballastraums auf dem Dampfer „Morea", geriethen Heizer des Schiffes durch giftige Gase in Gefahr. Zwei, ihrer Rettung entsandte Arbeiter wurden benfallss betäubt. Erst den mit Rauchhelm versehenen Feuerwehrleuten gelang es, die drei Leute herauszuholen, von denen jedoch der Heizer nicht mehr zum Bewußtsein gebracht werden konnte. — Ueber den Untergang des Dampfers Clallam, welcher auf der Fahrt zwischen Victoria und Seattle erfolgte, wird berichtet, daß 31 Personen durch einen Schleppdampfer gerettet worden sind. Der gesunkene Dampfer war einige Stunden wegen der hohen See steuerunfähig. Frauen und Kinder wurden in drei Booten ausgesetzt, welche umkippten, wobei sämmtliche Insassen ertranken. Die Geretteten wurden nach Port Townjend gebracht. Kerichtssaal. ä. Mainz, II. Jan. Der 43 Jahre alte H a u p t m a n n a.D. Rudolf Al o ritz Josef Mayer aus Wülferdingen, wohnhaft in Rieder-Ingelheim, ist nach der Anklage beschuldigt, in der dortigen Gemarkung am 15. Mai 1903 dem verunglückten Ingenieur Paul Albert aus Biebrich-Wiesbaden einen Geldbetrag von mindestens 1500 Mark gestohlen zu haben. Rach der Anklage ist der Sachverhalt folgender: Am Morgen des 15. Mai 1903 uhr der Ingenieur und Sportsmann Paul Albert in Begleitung des Monteurs Saler mit feinem Automobil von Wiesbaden ab, nm ich zur Wettfahrt Paris—Madrid zu begeben. Tas Automobil fuhr mit rasender Geschwindigkeit über Kaftel—Mainz nach Rieder- Ingelheim zu. Die rasende Fahrt wurde auch bei der sogenannten „Steig" nach Ingelheim hinuiiler nicht gemindert, weil offenbar die Senkung öon den Fahrern übersehen wurde. Auf halber höhe be- indet sich eine Mulde, die das von dem landeinwärts gelegenen Berge herabfließende Wasser ableitet. Als das Automobil diese Mulde passierte, flog es hoch in die Höhe, schleuderte die beiden Jnsaffen heraus unb blieb in einer größeren Entfernung im Ehaussee- graben total zertrümmert liegen. Albert blieb, in der Fahrrichlung gedacht, links und Saler rechts auf der Straße liegen, beide schwer verletzt. Der zuerst Genannte war völlig bewußtlos. Zuiällig gingen die beiden Söhne des Angeklagten, Hans und Andrs, zur täglichen Zett, etwa 5 Uhr morgens, den Berg herab zur Schule und waren so Zeugen des schrecklichen Unglücks. Sie eilten soiort zurück, um Hilfe herbeizuholen. Ter eine alarmierte die wenige Schritte oberhalb der Uniallstelle wohnenden Eheleute Göretz, während der rnvbere Sohn seinen Vater aus der elterlichen Wohnung, die einige 100 Meter bergaufwärts lag, herbeihoue. Als der Angeklagte an die Unfallstelle kam, war nur noch Frau Görctz um die Schwerverletzten beschäftigt ihr Ehemann befand sich auf dein Wege nach Rieder-Jngelhewi, um einen Arzt zu holen. Alsbald nach seiner Ankunft an der Uniallstelle knöpfte der Angeklagte dem Albert Mantel und Rock aui, nahm aus der Lrustlasche die Papiere, aus der Westentasche die Uhr, holte ans der Hosentasche em dick gefülltes Portemonnaie und sammelte schließlich noch loses Geld, das teils noch in der Tasche steckte, teils auf der Erde zerstreut lag. Inzwischen war der Fuhrmann Michel eingetroffen. Rät dessen und der Frau Göretz Hilfe wurden die Schwerverletzten auf der Fahrstraße gebettet. Besonders soll sich der Atay er nach der Anklage noch dadurch verdächtig gemacht haben, daß er die Papiere des Albert, aus denen Namen und Adresse desselben klar- ersichtlich war, zum Erstamlen vieler Anwesenden aus der Tasche zog und auf seine Veranlassung ein Telegramm nach Cannsladt aufgegeben wurde, um angeblich den Besitzer des Automobils ausfindig zu macheii, trotzdem ihm die chemische Fabrik des Vaters Albert auf Amöneburg sehr wohl bekannt gewesen war. Albert starb, ohne zum Bewußtsein zu kommen, der Monteur Sales kam ins Rochushospital nach Mainz und wurde durch die Kunst der Aerzte gerettet. Der Bürgermeister von Ingelheim nahm über die von dem Angeklagten gelieferten Gegenstände ein Protokoll ans. Außer den Papieren gab dieser eine Uhr, ein Portemonnaie mit 40 Frks. in Geld, einigem Kleingeld und 11 Mk. 90 Pfg. in deutschem Geld ab. Das Gericht kam zum Schluß, daß dem verunglückten Albert ein erheblicher Geldbetrag, mindestens 1500 Alk., gestohlen worden. Es sei erwiesen, daß der Angeklagte der Täter sei, der ja selbst nicht bestretten könne, daß er dem Albert die Wertsachen abgenommen habe. Sein Versuch, den Verdacht aus die Eheleute Göretz zu lenken, da diese zuerst an der Unsallftelle eingetroffen, sei durch seine eigenen B-hauptimgcn widerlegt, zahlreiche Widersprüche, in die er sich verwickelt, habe er nicht befriedigend aufklären können. Die Anklagebehörde ist der Ansicht, daß bem Angeklagten eine solche Tat zuzutrauen ist; das ergebe die Tatsache, daß er total verschuldet sei. Es sind etwa 50 Zeugen zu vernehmen, und die Verhandlung wird den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Ter Angeklagte bestreitet erttschieden, das Geld gestohlen zu haben. Bei ihm vorgenommene mehrere Haussuchungen hatten keinerlei Erfolg. (Ueber ben Verlauf ber Verhand- luug werben wir in nächster Nummer berichten). — Wegen Beleibigung bes Offizier- unb Unteroffizierstanbes hatte sich, wie man aus Würzburg schreibt, vor bem bortigen Lanbgericht ber katholische Pfarrer Hauck zu verantworten. „Diese Lausbuben von Offizieren unb Unteroffizieren dulden, baß unsittliche Lieber in ben Kasernen gesungen werden!" So hatte der hoch- würdige Herr öffentlich ausgerufen, und sein Verteidiger, der Justizrat Thaler, meinte, so etwas sage ein Priester kraft seines Amtes unb er erwarte getrost seines Klienten F re i s p r e ch u n g. Der Staatsanwalt verlangte 1 Monat Haft, bas Gericht ließ es um ber Stellung bes Angeklagten willen bei 200 Mk. Geld» (träfe beroenben. Arbeiterbewegung. P aris, 10. Jan. Tie D ro s ch k en k u ts ch er drohen mit einem Generalausstand zwecks Verringerung ber Durchschnittsquote. welche sie an bie Fnhrherren abzulieiern haben. Ein enbgiltiger Beschluß soll in einer Versammlung in ber Ardetterbörse gefaßt werben. Markte. ko. Frankfurt a. 11. Jan. (Telegr. Orig^Bericht bes „Gieß. Anz."). Amtliche giatierungen ber heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe stauben: 458 Ochsen, 167 aus Oestreich, 38 Bullen, 0 aus Oestreich, 830 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 1 aus Oestreich, 301 Kälber, 283 Schafe und Hämmel, 1549 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1.Qualität 70—73 Alk., 2. Qual. 65—67 Mk., 3. Qual. 60—62 SDIL; Bullen 1. Qual. 65 bis 67 Mk^ 2. Qual. 62—64 Mk.; Kühe 1. Qual. 62—64 Mk^ 2. Qual. 57—59 Mk., 3. Qual. 46—48 Mk, 4. Qual. 43—45 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 86—88 Pfg., Lebendgewicht 52—54 Pf., 2. Qual. 80—82 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 60—63 Pfg., Schafe: 1. Qual. 66—68, Z. iü-unl. DZ—Dö vrg., 3. K_LUOL OV—W vrg.-, ’cnxjrocmt X. KJurax. 54—55 Pfq., Lebendgew. 43 Pfg., 2. Qual. 52—o3 Pfg., Lebendaewicht 42—00 Pfg., 3. Qual. 45—47 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberftanb unbebeutenb. Bei Kleinvieh gut, kein Ueberftanb. 1c. Frankfurt a. M., 11. Jan. (Orig.-Telegr. bes „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen ber heutigen Frucht Marktpreis e: Weizen Alk. 16.25—00.00, Kurhessischer Älk. 16.50—00.00, La Plata Alk. 17.00—18.00, Kansas Alk. 17.00—17.75, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.25—15.50, Franken- telber Alk. 00,00—00,00, Hafer Alk. 13.00—13.75, Mais Mk. 12.50—12.75, Weizenmehl 0 Alk. 25.75—26.25, 2. Qualität Mk. 23.75 bis Mk. 24.25, 3. Qualität Mk. 21.75—22.25, gloggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.25, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.75—10.25, Maiskeime Alk. 10.25 bis Mk. 0.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. Kricskaslen der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) M. I. Bei ber Preisverteilung zu ben Rätseln in ben „Familienblättern" entscheibet nicht ber Umstand, baß jemand die richtige Auflösung von allen zuerst einsendet. Wir lassen ge« wöhnlich unter ben richtigen Einsendungen bas Los entscheiden. Familien Nachrichten. Gestorben: Friedrich Eckhardt, Steuerrat i. P., Darmstadt. Neueste Melkungen. Berlin, 11. Jan. Der Kaiser, der heute den Feierlichkeiten anläßlich der Vermählung der Gräfin Armgard zu Stolberg -Wenigerode mit dem Grafen Platen zu Hallcrmünd in Landes Hut beiwohnt, begiebt sich, gleich nach der Trauung nach Breslau, wo er heute abend eintrifft. Er wird sich sofort nach dem fürstbischöflichen Palais begeben, um beim Kardinal Dr. Kopp das Souper einzunehmen. Die Rückreise des Kaiser erfolgt morgen nachmittag. Berlin, 11. Jan. Der Besuch des preußischen- Kultusministers am Hofe zu Weimar war, rote die „Welt am Montag" gegenüber dem Dementi der Nordd. Allg. Ztg. berichtet, für ben 18. Dezember geplant und sollte lediglich eine dem Großherzog geltende Höflichkeits - Aufwartung sein. Das Gerücht von der bevorstehenden Konsti- tuirung des deutschen Künstlerbundes soll den früheren Termin der Reise veranlaßt haben. Jedenfalls sei bei dem Besuch die Angelegenheit des Künstlerbundes zur Sprache gekommen und habe zu einem Gedankenaustausch zwischen den in Weimar maßgebenden Kreisen und dem Minister und dessen Hoftat geführt, wobei des Großherzogs Sympathie für die moderne Kunst in bestimmter Form zum Ausdruck kam. Es sei nicht das erste Mal gewesen, daß der Großherzog seinen von dem des Kaisers abweichenden Standpunktzur Sprache gebracht hätte. Wenige Tage nach dem Ministerbesuch sind die Künstler und' Künstlerfreunde, die sich in Weimar aufhielten, zu dem Bundes zusammengetreten, der sich des Großherzogs besonderer Gunst erfreute und dessen vorläufige Mitglieder zur Hoftafel einge» laden wurden. Das Protektorat über den Bund sei dem Großherzog indes vorläufig noch nicht angetragen worden, sin: Tie RussenbesetztenSingmintun, eine Eisen-, bahnstation 95 Meilen nördlich von Niutschwang. In der Nähe der Stadt sind Kosacken zur Bewachung der Eisenbahn, postiert. x Santo Domingo, 10. Jan. Der Präsident der ini Santiago errichteten provisorischen Regierung, Jimenez, hat' Santo Domingo beschossen. Eine Granate er*, plodiert e inderamer^ranischenGesandts cha ft. Telephonischer Kursbericht« Frankfurt u. Ä.. 11. Januar 1904. 3Va% Beioheanleihe . . 102.45 S°/o do. ... 91.50 31/,% Konsole .... 102.45 8°/o do......91.65 3Vb% Hessen .... 101.20 31 /,% Oberhessen . . . 99.50 4% Oesterr. Goldrente . . 102.60 4*/6% Oesterr. Silberrente 100.80 4% Ungar. Goldrente . . 100.15 4% Italien. Rente . . . 103.60 4l/t% Portugieser , ► . 63.05 8°/.. Portugiesen. .... 32.10 1% 0. Türken .... 37.10 Türkenlose ...... 138 80 4% Griech. Monopol.-Anl. 43.50 4V,§6 äussere Argentiner 43.— 3% Mexikaner .... 27.0b 4,/2°/o Chinesen .... 89.60 Electric. Schuckert . . . 105.60 Nordd. Lloyd . . , . 105 00 Kreditaktien.....214.30 Diskonto-Kommandii. . . 194.30 Darmstädter Bank . , . 144.70 Dresdener Bank .... 154.80 Berliner Handelsgea. . . 159.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.70 Lombarden . . . . 16.50 Gotthardbahn ..... 192.00 Laurahütte ...... 237.40 Bochum ....... 191.25 Harpener...... 203.80 Tendenz: fest. Holzversteigerrrng. Donnerstag, den 14. Januar 1904, vormittags i/210 Uhr werden in den Waldungen der Gemeinde Allen- dorf a. d. Lumda, Distrikten Zimmerplatz, Rundehag usw. 17 Eichen-Stämme m.9,01km 82 Nadel-Stämme mit 31,58 km, 392 Nadel-Derbstangen mit 44,28 km, 10 Nadel-Reisstangen, 12 rm Eichen-Nutzscheit, 3 , Eichen-Knüppel, 17 „ Nadel-Nutzknüppel, 7,5 rm Buchen-Scheit, 12 rm Eichen-Scheit, 1,5 rm Nadel-Scheit, 14 rm Buchen-Knüppel, 22,5 rm Eichen-Knüppel, 168 rm Nadel-Knüppel, 53 rm Buchen-Reiser, 127 , Eichen-Reiser, 195 , Nadel-Reiser, 6 „ Buchen-Stock, 29 „ Eichen-Stock. 56 ,, Nadel-Stock versteigert. Zusammenkunft in der Eisenschade. Das Holz aus den Distrikten Wallenfelsroüstung und Todenberg wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und kommt in der Mittagspause zum Ausgebot. Allendorf a. d. Lumda, am 8. Januar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 443 Essen Sie gerne Hansbacken Srot? Bitte verlangen Sie gratis und franko die Broschüre iJnser iirol mit Anleitung zum Backen, Preisen und Zeugnissen über Prprn's Patertt-Zunmer-Backöfen für den Hausbedarf, von welchen in kurzer Zeit in der Euskirchen-Dürener Gegend üder200 Stück verkamt ivurden. BequeineZahlungsbedillgllngensauch inTeilzahlungen). 13malpatent. (Vertreter gesucht.) Prym & Co., Büsbach (Rhld. Holz-Versteigerung in der fürstlichen Obersörsterei Ltch. a) Montag den 18. Januar findet die an anderer Stelle bereits bekannt gemachte Schnittbolzversteigerung statt. Nummer-Verzeichnis pp. wird auf Verlangen gratis und franko versandt. b) Dienstag den 19. Januar sollen im Distrckt Kuchsftrauch versteigert werden: 212 rm Buchen-Scheiter, dabei 12 rm Werkscheiter, 5 rm Hainbuchen (rund); 11 rm Eichen-Scheiter, dabei 7 rm Werk- fcheiter, 4 rm rund; Knüppelholz: 65 rm Buchen, 12 rm Eichen, 1 rm Maßholder, 3 rm Aspen; 132 rm Buchenstöcke, 33 rm Eichenstöcke; 1130 Buchen-Wellen, 230 Eichen-Wellen, 10 Nadelholz-Wellen. 1 Eichen-Abschnttt, 48 cm Durchnu, 9 m lang, 1 Eichen- Abschnitt, 48 cm Durchm., 6,8 m lang; 5 Eschen, 17 bis 27 cm Turchm., 8,8 bis 15,2 m lang, 2,52 fm. Die Zusammenkunft ist 9'/^ Uhr vorm. im Diflrikt Fuchsstrauch nahe dem Atengeshäuserteich, bezw. nördlichen Teil der Gräflich Solms-Laubach'schen Wiesen „Langer Zug". 488 (Kretzener Omnibus-tSeseöschaft E. G. m. b. H. Tie Lieferung von 300 Ctr. Hafer soll vergeben werden. Lieferbar zu je 1UU Etr. im Januar, Februar, Marz. Offerten werden bis zuitt Samstag den 16. d. Alts, erbeten. 498 Bekanntmachung. In das Handels -Regtster wurde heute bezüglich der Firma „A. Grünebaum" zu Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Max Grünebanm das. ist Prokura erteilt. 480 Gießen, am 8. Jan. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Statt. Schlachthaus. Freivask. Heute und morgen: 501 Kefch. Ochjenflchch WM Stzlkri-.chq,grkocht40M Tie §o[]Dtr|Wrnng vom 6. d. Mts. ist genehmigt. I Tie Abfuhrscheine können von Dienstag den 12. d. Mts. an bei Freiherrlicher Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. An diesem Tage findet auch die Ueberweisung des Holzes statt. Londorf, den 9. Januar 1904. Freiherrl. Oberförsterel Rabenau. Nicolaus. 486 Cognac seihst L» bereiten mit Reichel’s Coonac-Extract^J:lap^6N™™pörig*Fi^ Keine künstliche Essenz, keine Imitation, sondern ein echtes Naturprodukt aus edelsten französischen Trauben nach der in Frankreich üblichen Methode der Charente hergesteUt. Der daraus mit 1 Liter Weingeist (Spir. Vini 96°/o) nach Vorschrift bereitete, sofort trinkfertige Cognac ist von vollem naturreinem Geschmack und feinblumigem Bouquet, enthält dieselben Bestandteile wie franz. Cognac und ist von besseren Marken nicht zu unterscheiden. 1 Liter stellt sich billigst auf nur 90 Pf. Denkbar leichteste Zubereitung. Ian prüfe und urteile selbst Berühmte Original-Reichel-Essenzen Marke Lichtherz sind die Besten und Bewährtesten und im Gebrauch Billigsten zur schnellen und leichten Selbstbereitung von Rum, Arac. aller echten Liqueure, Punschextracte etc. Ueber 200 Sorten. Nur in Originalfl. mit Gebrauchsvorschrift für ca. 2*/g Liter 25, 40, 50, 60, 75 Pf, etc. etc. Je nach Sorte. Bei gleichzeitiger Entnahme von 6 Fl. eine 7 te gratis. Wiederholt prämiirt mit der „Goldenen Medaille“ und dem „Höchsten Preise“ ausgezeichnet. Man verlange kostenfrei: »Die Destillierung im Haushalte“. OHo Reichet, Berlin SO, Eisenbahnstr. 4. Grösste Deutsche Spezialfabrik, Niederlagen in ganz Deutschland. 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