Erstes Blatt. 154. Jahrgang Schuistrabs T» Übrefle für Devefchenr Au-etger Gtctzea. FernsprrchanIchlußNr 61. Montag 10. Oktober 1904 Be-ug»pret-r monatlich 75 viertel* _ jährlich Mk. 2.20; durch /^X Aohole- u. Zweigstellen sm M monatlich 6b Pf.; durch irHr||ir| /|'II4IFN^ ': v 1 »»-« V/lvIlvllLl 4L<|Emv.äz ^***^ar ■ O M ’Wf Wr sä ^jr bis vormittags 10 Uhr. General-Anzeiger " MM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WDZ ___________________ ___ -eigentell: HanS Beck. Nr. 238 Grfcheivt tägltch außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Kamillen- hlätter viermal in der Woche beigelegt. MotationSdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Univerch-Buch-u. Stein« druckeret. Ot Langs, lUMfUon, ©rpebttU» Z)ie yevtige Plummer umfaßt 8 Selten. Z>,r ert. Tenn nach Artikel 6 der Militärkonvention mit Preußen müssen die Truppen auf den Landessürsten resp. Regenten vereidigt werden. Ter Bundestat dürste sich dieser Auffassung zweifellos auschließen und Lippe auch nach der Richtung hin eine absolute Genugtuung erreichen. Tas ist unser Recht, und das lippesche Volk ist entschlossen, auch nicht auf ein Jota desselben zu verzichten. Protestkundgebungen gegen den Kaiser fanden am Samstag und Sonntag in Lippe statt. Folgende inhaltlich und formell außerordentlich scharfe Resolution wurde in Sonneborn gefaßt: „Turch das Kaisertelegramm an den Grastegenien fühlt sich die Versammlung aus da:-tiefste beleidigt. Sie empfindet die K r ä n k u n g des Regenten und die Nichtachtung des auf dem Volkswillen beruhenden Landesgcseßes von 1898 schwer und schließt sich der feierlichen Verwahrung der Staatsregierung dagegen voll und ganz an. Sie erwartet vom Landtage, daß er das gleiche tun, die von ihm beschworene Verfassung hochhalten und die Ehre des Landes in energisch erWeisewahren wird. Ten glühendsten Protest gegen den Kaiser hält die Versammlung für notwendiger, als die Stellungnahme zum Regentschastsgesetz, dessen Annahme sie für gesichert hält." Die Versammlung in Lage war von über 2000 Lippem aus allen Ständen und Berufen besucht. Hunderte mußten wegen Ueöerfüllung umkehren. Die Stimmung war so erregt, wie sie im Lipperlande seit den Tagen d'er, bewegtesten Verfassungskämpfe nicht zu verzeichnen war. Ohrenbetäubende Beifallsstürme unterbrachen zu ungezählten Malen die Referenten, die zwar sehr becent, Denn ad) aber sehr scharf zu Felbe zogen. Widerspruch würbe nicht im geringsten bekundet. Wie erregt bie Stimm- mung war, bewies folgenber Zwischenfall. Der Reichstags- und Lanbtagsabg. Meier-Jobst, ber zu ben Vor> lagen ber Staatsregierung eine zweid eutige Stellung eingenommen hat, würbe zu einer Darlegung seines Standpunktes anfgefordert. Als er bem entsprach, erhob sich ein unbeschreiblicher Tumult. Tausendstimmig ertönten Hervor- nnb Pfuirufe. Assessor Tasche bemerkte, baß die Teilnehmer an der Versammlung allen Parteien angehörten. Die Thronfolge- berechtigung sowie bas Telegramm des Kaisers an ben Grasen Leopold sollten aus ber Debatte ausscheiben und nur die Negentschastsfrage besprochen werden. Nad)bem sämtliche Redner einmütig für die dem Landtage von ber Regierung unterbreiteten .Vorlagen eingetreten waren, wurde ein der Negierung und dem Landtage mit^uteilenber Beschlußantrag angenommen, welcher tm wesentlichen folgendes besagt: Tie Verammlung betrachte die Anfechtung des Negentschafts- gesetzes, wie sie sich in dem Protest der schaumburgischen Negierung kiindgebe, als einen unberechtigten, bedauerlichen Eingriff i rtj)i e S e l b st v e r w a l t ung und Souverän i- t ä t des lipp. Staates und spreche der Regierung für ihr mutiges, würdevolles Eintreten für diese Rechte ihre vollste Anerkennungen aus. Sie billige den, von der Negierung an den Bundesrat ge- ftellten Antrag und ersuche den Landtag, sich diesem Anträge vollständig anzuschließcn. Auch betrachte die Versammlung die auf Ergänzung des Regentschaftsgesetzes abzielende Regierungsvorlage als einen Akt weiser Fürsorge und ersuche den Landtag, die Vorlage durch seine Zustimmung zum Gesetz zu erheben. Au ben $rafregenten wurde ein Huldigungs- f eie gr amm abgefanbt, in welchem es heißt, bieVersammlung stehe unentwegt auf dem Voben des Regentschafts- gesetzes unb betrachte jebe Anfechtung desselben als einen bedauerlichen Eingriff in bie Selbstverwaltung unb Souveränität bes lippeschen Staates. Das Telegramm schließt, indem es ber unverbrüchlichen Treue unfb Anhänglichkeit an ben Regenten unb das angestammte Herrscherhaus Ausdruck gibt. Auch an ben Staatsminister Gevekot wurde ein Dcmklelegramm abgeschickt. Mit einem H o ch auf den Kaiser und den Grafen Leopolb wurde b. Versammlung geschlossen. Wie in Detmold bestimmt verlautet, sind in hervorragendem Maße Berliner Einflüsse geltend gemacht worben, um eine Kun b gebung gegen ben Kais er in Lanbtage zu verhindern. Trotzdem steht es fest, daß es nicht gelingt. Jedenfalls wird ber Landtag in schärfererForm protestieren, als es dieStaats- regierung bereits getan hat. Dieser Antrag ist in Vorbereitung, eine Mehrheit für ihn scheint gesichert. Die materielle Seite des lippischen Thronstreits ist, so schreiben bie „Münch. N. Nachr.", das große Hausvermögen. Es besteht aus dem ganzen Domanium, etwa 100 000 Morgen Wald und fruchtbarem Ackerland, Meiereien, Montangerechtsamen usw. und seine Einkünfte werden mit einer Million Mark jährlich nicht zu hoch gegriffen fein. Nur 60 000 Mk. davon sind nad) dem Vertrag von 1868 durch bie fürstliche Kammer kaffe als jährliche Gelbrente an die Landeskaffe hinaus zu bezahlen. Der nutzbare Grundbesitz des Hausvermögens beträgt ein ganzes Fünftel des lippeschen, zwischen ber Weser unb dem Teutoburger Walde gelegenen Landes, das 1215 Quadratkilometer unb 139 000 Einwohner umfaßt. Die politisch sehr regsame unb intelligente Bevölkerung hat früher lange unb heftig in ben .Verfassungskämpfen wegen der Domänenfrage mit ihren Fürsten gestritten, bis der Landtag von 1868 ben Kürzeren zog unb es zugab, baß das ganze umfangreiche Grundvermögen des Staates in aller Form in ein Fideikommiß des Hauses! Lippe umgewandelt wurde. Kolttische Tagesschau. Den Aufstand der Witbois in Groß-Namaland (vgl. bie heutige „Polit. Wochenschau) bezeichnet bie „Natio- nalztg." als einen „neuen furchtbarenSchla g". Das Blatt hofft aber, „daß es dem Sieger von 1894, Oberst Leutwein, unb bem Einflüsse des wahrscheinlich treu gebliebenen greifen Henbrik Witboi gelingt, bas Feuer im Groß-Namalande noch rechtzeitig zu ersticken." Die Witbois finb 1894 von Oberst Leutwein in mehr als einjährigem Kriege niebergeworfen worben und haben seitdem Frieden gehalten. Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt zu ber neuen Hiobsnachricht aus Deutsch-Südwestafrika: „Tie Witbois, ein Stamm der erst im 19. Jahrhundert aus der Kapkolonie nach Norden eingewanderten Orlam (Hottentotten) bewohnen bekanntlich den mittleren Teil des Südens des Schutzgebietes, dessen Mittelpunkt Gibeon, der 1862 von Kido Witboi begründete Stammsitz Hendrik Witbois, bildet. Ter Ort liegt am linken Ufer des Großen Fischflusses oberhalb seines Turch- bruchs durch die Nuanib-Berge. Ter Ort wurde 1894 nach Beendigung der Kämpfe mit Hendrik Witboi als Sitz angewiesen. Die Schutztruppe hat dort auf einer Anhöhe ein festes Stationsgebäude. Tie Poststation Kuis liegt nördlich von Mbeon halbwegs zroischen diesem Ort und Rehoboth, Hoachana nordöstlich davon im Gebiet der Roten Nation. Vielleicht hängt mit dieser aufständischen Bewegung der schon vor einigen Wochen gemeldete Versuch einiger mit Hendrik im Felde stehenden WitboiS zusammen, heimlich in ihre Heimat zuruckzukebren." Schon im August verlautete, baß von ben mit ben beut* Sen Truppen gegen bie Herero kämpfenben Witbois einige h eigenmächtig entfernt hatten. Damals richtete Hinb r i ck Witboi unternt 23. August aus Gibeon folgendes Schreiben an einen Unterkapitän: „Mein lieber Unterkapitän Taniel Vitter! Heute habe ich die traurige Botschaft gehört, ein Telegramm, daß 19 Witbois geflüchtet sind. Was ist das? Es ist für mich unbegreiflich und wird vielleicht nur eine Historie fein, aber ich bin sehr traurig Über diese Botschaft. Ferner will ich Tir sagen: Ich bleibe noch gut (treu) zur deutschen Negierung, so gut wie tm Beginn. Bleib treu bis in den Tod mit all den Temigen und gib Botschaft allen Nationen uttd allen Hottentotten, daß ich der deutschen Negierting helfen will in allen Punkten. Ich befehle Tir: also sage den Menschen von Berseba, Bethanien ünd Gokhas." Gerade jetzt liest man im „B. T.": In Windhuk soll, wenn erst die Hereros ntebergemorfen fein werden, ein Denkma l für Kaiser Wilhelm errichtet werden, das gleichzeitig dem Andenken der im Kampfe gegen bie Milben gefallenen Krieger bienen soll. Um bie zu biesem Zweck nottoenbigen Mittel zu beschaffen, hat sich unter bem Vorsitz der Frau Negierungsrat Anna Prausnitzer ein Komitee gebildet. Deutsches Reich. Berlin, 9. Okt. Nach Schluß der Tagung des Evangel. Bundes traf an den Zentralvorstand folgendes Telegramm aus dem Zivilkabinet des Kaisers in Potsdam ein: Seine Majestät der Kaiser und König haben mich zu beauftragen geruht, der 17. Generalversammlung des Evangelischen Bundes für den Huldigungsgruß allerhöchst Ihren Dank auszusprechen. von L u e a n u §, Geh. Cabinetsrat. — In den Deutsch-Sozialen Blättern des Herrn Liebermann v. Sonnenberg sucht der antisemitische Schriftsteller Max Bewer nachzuweisen, daß alle berühmten Leute Antisemiten gewesen seien. Der Artikel schließt mit den Worten: „Selbst Gott der Herr sagte zu Moses: „Ich sehe, daß es ein halsstarrigks Volk ist . . . sage zu den Kindern Israels, ich werde einmal plötzlid) über btd) kommen und dich vernichten!" . . . Im NeichstagswahlkreiS Schwerin-Wismar soll von den Sozialdemokraten ber frühere Abg. Antrick - Berlin ausgestellt werden, ber bekanntlich bei ben letzten Wahlen in Kottbus unterlag. — Dem polnischen „Sokol" -Verein in Moabit ist von bem Rektor ber Gemeinbeschule in ber Bremerstraße, wo ber Verein seit Jahren seine Turnübungen abhielt, mitgeteilt worben, baß er ihm fortan aus höhere Weistmg bie Benlitzung ber Schulräume nicht mehr gestatten könne. — Die Fraktion ber Freisinnigen Volkspartei des Land- iages hatte am Freitag Abend ihre in Berlin unb Umgegend wohnenden Mitglieder zu einer Sitzung berufen, in der einstimmig beschlossen wurde, bei Wiederaufnahme der Plenarsitzungen des Abgeordnetenhauses sofort eine Interpellation einzubringen wegen des Eingriffes b er staatlichen Be- hörben in bie komunale Selbstverwaltung bezüglich ber Benutzung ber Schulgebäude. — Wie verlautet, besteht die Absicht, die Stellung des Präsidenten ber Justizprüfungskommission, bie bisher nebenamtlich versehen wurde, in ein etatmäßiges Hauptamt mit einem seiner Bedeutung entsprechenden Gehalt zu verwandeln. Dem Vernehmen nach ist, wenn der jetzige Präsident Dr. Stölzel zurücktritt, als sein Nachfolger ber Senatspräsibent am Kammergericht Dr. Coing, derzeit Vor- sitzenber der Kommision für bie erste juristische Prüfung, m Aussicht genommen. Leipzig, 10. Oft. Meh ring erklärt in ber „Leipz. Volksztg.": Nachbern bie „Berl. Ztg." eine Berichtigung betreffs ber angeblichen Enthüllung de§ „Neuen Montagsblattes" abgelehnt habe, bleibe ihm nur übrig, ben ReichS- tagsabg, v. Verlach öffentlich als ehrlosen Verleum- ber zu kennzeichnen. Olbenburg, 9. Okt. Der ßanbtag nahm einen Antrag bes Abg. Ahlhorn an betreffenb bie Einführung bes bireften Lanbtagswahlrechtes. Der letzte Landtag nahm denselben Antrag mit 20 gegen 19 Stimmen an. In ber heutigen Sitzung stieg bie Zahl der Freunde der direkten Wahl auf 32 unb nur 7 waren bagegen. Homburg v. b. H., 9. Okt. Der Staatssekretär deS Auswärtigen, Frhr. v. Richthofen, ist heute morgen hier eingetroffen. Der gesalbte Peter. Zica, 9. Okt. Heute vormittag fand hier die Salbung des Königs Peter statt. Um 9 Uhr begab sich der König in feierlichem Zuge zur Kirche, in deren Westportal er von der Geistlichkeit erwartet wurde. Unter Vorantritt derselben begab sich der König zum Thronsessel. Nach dem Hochamt und dem Evangelium, ivährend deren der König die königlichen Insignien angelegt hatte, nahm der Metropolit das kostbare Gefäß mit dem heiligen Chrisam und salbte den König auf der Stirn, den Nasenflügeln, dem Mund, den Ohren, der Brust und den beiden Flächen der Hand, indem er jedesmal das Zeichen des Kreuzes machte, und die Worte sprach: „Tas Siegel der Gabe des heiligen Geistes!" Nach vollzogener Salbung führte der Metropolit den König znm Altar und reichte ihm die KomTNUnion nach königlicher Sitte, d. h. in beiderlei Gestalt. Danach kehrte der König zum Thronsessel zurück .und legte die Insignien der königlichen Würde an, worauf ein Tiakon ein Gebet sprach, in welchem er den Segen Gottes für den gesalbten König erftehte. Lllsdann setzte Chor- gesang ein, währenddessen der, Metropolit dem König das Kreuz zum Kusse darreichte. In feierlichem Zuge verließ darauf der König die Kircbe in vollem Krönrmgsornat. Krieg zwis<§en Japan und Hrußkand. Port Arthur. Mukden, 9. Okt. (Rufs. Tel.-Ag.) Nach erfolg» losen Stürmen auf Port Arthur warfen die Iapanet nördlich von Asandsicm Befestigungen auf und ließen in Inkan sowie auf anderen Punkten Komntandos zurück. Die japanischen Soldaten, die an Verpfleg- ungsrnitteln und Bekleidungsstücken Mangel leiden, plündern vorzugsweise chinesische Ehristen unb Mohammedaner aus. Der Armeeintendant Genercck Huber ließ durch den Kommissar der stÄovinz Mukden bett Notleidenden 50 000 Bekleidungsstücke zugehen. Infolge deK Mangels an Verpflegungsmitteln ist den Japanern den Durchbruch zu den Quellen des Liauflusses mißlungen. Tokio, 9. Okt. Am 8. Oktober erschien eine Reihe amtlicher Berichte über die Operationen gegen Port ArthuL von der Schlacht von Nanschan an bis zur tatsächlichen Gufr schließung von Port Arthur, die am 30. Juli ihren Anfang nahm. Aus den Berichten geht hervor, daß die Russen, die Vollendung der Einschließung durch die Errichtung vons Befestigungen zwei Monate unmöglich machten, auch fr1 Juli angrrffsweise gegen die Japaner vorgingen. Eine Kundgebung Knropatkins über die Öffenfive. Petersburg, 9. Okt. Wie der „Regierungsbote^ aus Mukden vom 8. Oktober meldet, erließ General Kuro- p a t f i n am 2. Oktober einen Tagesbefehl, in welchem! er die Truppen auf die Sch wierigkeit hinwies, die Armee auf bie nötige Stärke zu bringen, und in welchem er die Notwendigkeit des bisherigen Zurück weichens betonte. Er habe den Rückzug auf Mukden kummervollen Herzens befohlen; er habe ihn aber befohlen in der unerschütterlichen Neberzeugmrg, daß der! Rückzugnötig sei, um sch Ne ßlich ein en entscheide ndenSiegzuer ringen. Der Kaiser sende jetzt ausreichende Streitkräfte und werde weitere Truppen- massen nach Ostasien kommandieren, werm auch diese nicht ausreichten. Es sei der unbeugsame Wille de^ Kaisers, den Feind zu besiegen-, und dieser Wille werde unbeugsam durchgesetzt werden. Jetzt breche die von; der Armee längst erwartete Zeit an, wo man dem Dorrücken der Feinde seinen Willen a u f z w i n g e n könne, denn die M an d s ch u re i arm c e sei nunmehr start genug, um zum Angriff überzugehen. Schließlich fordert der Befehl die Armee auf, sich von dem Bewußtsein der Wichtigkeit eines Sieges, besonders im Hinblick auf Jb’ie Entsetzung Port Arthurs, durckchringen zu lassen. Petersburg. 9. Ott. Die Rufs. Tel.-Aa. ntclbett Die Gerüchte von D< vänbcningen im Oberbefehl auf dem Kriegsschauplatz.- beruhen nicht auf Tatsachen, sondern sind nur als Ausdruck der allgemeinen Anerkennung der hervorragenden militärischen Fähigkeiten des Generals Kuropatkin K «Ulvis saak. gehen. Da? prachtvolle Kirchen- bedeutend. Prämienziehung ist Mittwoch früh 8 Uhr. •• Zusammenkunft. Am Samstag waren altem Brauche gemäß die richterlichen Beamten unserer Nachbarstadl Marburg mit ihren Gießener Kollegen in geselligem Verein in Gießen beieinander. ES waren etwa 60 Juristen, die am Spätnachmittag daS LafS Skalitzky füllten. - Der Vorstand des Gießener Konzert verein? bittet um Aufnahme des Nachstehenden: Wir weisen auf unsere heutige Anzeige besonders hin. Zur Richtigstellung von Mißverständnissen sei bemerkt, daß unser Verein nach wie vor der gleiche selbständige eingetragene Verein ist wie früher. Eine Verschmelzung hat weder mit dem akademischen, Gesangverein, noch mit dem Saalbauverein statt-! gefunden; es find lediglich Verttäge mit diesen Vereinen zum! Abschluß gelangt, um die Stetigkeit und Einhett unseres! Konzertwesens zu sichern. Die Satzungsänderungen betreffen! nur innere Angelegenhetten, haben aber insbesondere die alte, Bestimmung unberührt gelassen, welche besagt, daß der Austritt auS dem Verein schriftlich dem Vorstande anzuzeigen ist, daß aber die Beitragspflicht erst für daS dieser Anzeige folgende (am 1. September beginnende) Vereinsjahr erlischt (§ 9 alt, § 8 neu). Der reguläre Mitgliedsbeitrag ist dagegen von 10 aus 6 M. herabgesetzt worden und wird gegen Quittung, die zur MttgliedSlegitimation dienen soll, erhoben, abgeholt. Dieser Beitrag wird auf entnommene Abonnements voll angerechnet, so ost er bezahlt ist. Dies alles i|t durch eine ordnungsmäßig einberufene Generalversammlung festgelegt worden; Vorstand wie Mitglieder sind daran gebunden, und wir bitten dringend, uns bei unserer Aufgabe zu unterstützen. *• Der Kaufmännische Verein feierte am Samstag abend im Neuen Soalbau sein 31jahrige§ Stiftungsfest. Der Vorstand hatte alles aufgeboten, um seinen Mitgliedern einen genußreichen Abend zu bereiten. Die hiesige Regimentskapelle unter der Leitung des Musikdirektors Krauße spielte hübsche I Weisen, und daß die brillante Wunder-Soiree des Herrn Rud. Meunier-Selar mit besonderem Interesse ausgenommen wurde, bewies der große Beifall, den das Publikum spendete. I Herr Meunier-Selar verstand eS, seine Darbietungen in humorvoller und interessanter Weise vorzubringen, und seine Technik erregte allgemeine Bewunderung. Den zweiten Teil des Festes bildete der Ball, zu dessen Polonaise über hundert Paare antraten. Die Führung lag in bewährten Händen, und es war ein Vergnügen, die lange Kette der vielen Paare nach den Klängen der Musik in zahlreichen Windungen promenieren zu sehen. Bei vielen Tänzen verliefen schnell die Stunden, und e§ war schon früh am Morgen, als das letzte Paar den Saal verließ. — Ein Ausflug nach dem Windhof am Sonntag beschloß die Feier. — Für diesen Winter hat der Kaufmännische Verein außer einigen Vergnügungen eine Reihe von lehrreichen und interessanten Vorträgen vorgesehen. Die Darbietungen des Vereins werden seit Jahren allgemein geschätzt, und es ist zu wünschen, daß jeder Kaufmann die Bestrebungen des Vereins durch seinen Beitritt als Mitglied unterstützt. Die nächste Veranstaltung ist am 17. Oktober, und zwar findet ein Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Gg. Wegener-Berlin über den Panamakanal statt. Sport. Gießen, 9. Oft. D i e Wanderer G. R.-G. hielten in der vergangenen Woche ihre Generalversammlung ab, bei welcher eine Neuwahl des Vorstandes vorgenommen wurde, welche folgendes Resultat zeitigte: H. Krieb 1. Vorsitzender, W. Burow 2. Dor- sitzender, Ehr. Kron Rechner, W. Kaltwasser l.Fahrwart, Fr.Vogt 2. Fahrwart, H. Dietz und H. Wißner Schriftführer, Ad. Zeeb Zcugwart und R. Boller Beisitzer. Aus Stadt Md Fand. Gießen, 10. Oktober 1904. - Se. Kgl. Hoheit der Großherzog hat sich am SamStag abcnd mit bcm 8 Uhr-Zug zum Besuche dee hoben Verwandten nach Kiel begeben. Im Gefolge befindet sich Flügeladjutant Rittmeister Krnemer. ** Personalien. Mit Genehmigung Sr. Kgl. Hob. de« Großherzogs ist der Ministerialrat i. P. Geheimrat Ferdinand Emmerling bis auf weiteres mit derBerlehuna der Funktionen deS Präsidenten deS VerwaltungSgerichtShofS beauftragt worden. . - Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse wurden folgende Gewinne gezogen: 5000 Mk. auf Nr. 29829 77081, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 50151 30002 41571 42359 53509 55212 89031. Ohne Gewähr. — Schluß- und enster, daS der Kaiser der Stadtkirche zum Geschenk gemacht hat, ist verflossene Woche eingesetzt worden. ES stellt die Geschichte vom .Hauptmann zu Kapernaum^ dar und zeigt oben daS Bild,' darunter den Ritter St.-Georg unb1 unten die Wappen deS Kaisers, Preußens und Deutschlands. DaS Fenster befindet sich dem vom Großherzog gestifteten gegenüber. R. B. Darmstadt, 10. Oft. (Eigener Draht- bericht.) Der Kassierer der hiesigen Metzgerinnungs- und Krankenkasse, Kaufmann N e u r o h r, ist nach Unterschlagung von über 1000 Mk. und Urkundenfälschung geflüchtet. d. Wiesbaden, 10. Okt. (Eigener Drahtbericht.) In der vergangenen Nacht erschoß der Schneidergehilfe Mence mit einem Revolver seine Frau, seine drei Kinder im Alter von 2—5 Jahren und dann si ch selbst. Kleine Mitteilungen ans .Hessen und den Nachbarstaaten. Der Magistrat von Fra nkfurt a. M. beantragt den Ankauf der Frankfurter Ansichten deS kürzlich verstorbenen MalerS Peter Becker, 37 Blatt, zum Preise von 10 000 Mk., als Wandschmuck für das neue RathauS. — In Frankfurt wurde im Hauptbahnhof der Gerber Julius Steinbacher auS Dubeningken (Ostpreußen) verhaftet. Er hatte in der Nacht vom SamStag auf Sonntag einem jungen Burschen im Zuge em Billet abgeschwindelt und unsittliche Angriffe auf ihn gemacht. — AuS der Untersuchungshaft entlassen wurde in Mainz Baron v. Lengerke I gegen Stellung einer Kaution von 25 000 Mark. Baron v/Lengerke hat bekanntlich kürzlich seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Ebert in ErbcS-Büdesheim, erschossen. th. Gießen, 9. Okt. Tie Strafkammer verhandelte mn Freitag chic interessante Betrugt an klage, welche besonders die Landbevölkerung sich zur Warnung dienen lassen möge, gegen den Arbeiter E. B. aus Langenrode. Der Angeklagte mar front Schöffengericht zu einer Gefängnisstrafe fron 14 Tagen frenirteitt morden, weil er in OberlMen gestickte Haussegen zum Preise fron 6,50 Mk. vertrieben hatte und den Käufern entgegen der Waln'beit vorgespiegelt hatte, diese Haussegen würden von verkrüppelten Kindern h e r g e ft e l l t, wclck>e einen. Teil des Erlöses dafron bekämen. Käufer der Haussegen hatten fror dem Schöffengericht erklärt, sic hätten sich zu dem Ankauf nur bewogen acfüUl, weil sie glmtbten, dadurch ein gutes Werk zu tun, aus Mitleid für die armen, verkrüppelten Kinder. Ties vermiicvtes. • Siegburg, 8. Olt. Heute explodierte in einem Gebäude der Geschvßfabrik ein Kessel mit Explosivstoff.! Das Gebäude stand in kurzer Zeit in hellen Flammen. Tausende von Geschossen explodierten unter furchtbarem Knall, mächtige Rauchwolken emporsendend. An ein Löschen konnte I nicht gedacht werden wegen der Gefährlichkeit der Spreng- marerialien. Man nimmt an, daß die Explosion durch Kurzschluß in der elektrischen Leitung erfolgt ist. Die Detonationen dauerten bis 2 Uhr nachmittags. Wie verlautet, lagerten in dem Raum 60 000 Shrapnels, und 100 Arbeiter waren darin tätig. Von den in unmittelbarer Nähe sich aufhaltenden IArbeitern wurde einersofort getötet, drei wurden schwer, fünf leicht verletzt. Von den Vermißten sind heute nachmittag zwei mit zerschmetterten Gliedern tot aufgefunden worden. * Kleine Tagescbroni.k. In Dürkheim a. b. Hardt wurde die 17jährige Büglerin Elise Köhler erschossen mrfgefunden. Sie ist dar> Opfer eines Liebesdramas; der mit ihr bekannte 19jährige Bäckerg-eselle Karl Borduno wird vermißt. — Nach dem Genüsse von HacksleischerkrankteninBroich und Speldorf bei Essen über 30 Personen mehr oder minder schwer. Ein Todesfall kam bis jetzt nicht vor. — Inoden letzten Tagen wurden mehrfach Anschläge auf Berliner Schnell-! züge, meist oberhalb Elberfeld nahe der Station ^onn- born, verübt. Während am letzten Montag SMsse^ abgegeben wurden, wurde am Abend be* 8. d. M. gegen den Speisewagen des Berliner T>Zuaes Nr. 32 ein schwerer Stein geschleudert, durch den der im Küchenraum beschäftigte Küchenchef schwer am ! Hinterkopf verletzt wurde, sodaß er, notdürftig verbunden, alsbald beim Einlaufen des Zuges auf dem Kölner Hauptbahnhos in ärztliche Hilft gegeben werden mußte. Tie Attentäter sind italienische Arbeiter, beiten die Polizei auf der npur ist. — bem Boden see ift ein mit sechs Fabrikmädchen und einem jungen Mann besetztes Boot im Sturm auf der Falwt von Radolfzell nach Iznang umgekippt, wobei sämtliche Insassen er tranken. — Adolf Hubec fron der Brauerei Gebr. Huber in Konstanz ist nach Wechselsälschungen im Betrage von 80 000 Mark flüchtig gegangen. — Auf den schweizer Bergen ist viel Schnee gefallen; die Höhe der Neuichueeschicht I an der Säntighöhe erreichte 25—30 Zentimeter. — Unbekannte I Täter verübten einen Einbruch in die Frachtenkasse des Haupt- ^bahnhoss zu Agram und raubten einen bedeutenden Varbetrag. wissen Lippert ein Strafverfahren eingeleitet worden, welches aber damit endete, daß die Strafkammer auf Freisprechung erkannte. In der Beweisaufnahme wurde feftgeftellt, daß die Firma Kornelius Voßkamp u. Co., Cbarlottcnburg-Berlm, das Haussegengeschäft in der Weise en gros betreibt, in dem sie sogenannte Oberreisende anftellt, denen die Aufgabe obliegt, beit Vertrieb der übrigens mit der Stickmaschine hergeftellten Haussegen mittels Jlnterrcifenben" im Lande zu organisieren. Tiefe Unterreisende gehen die Firma Voßkamp nichts an; sie erhalten für ihre Tätigkeit von jedem Haussegen, den sie verkaufen, 1 Mark, und erheben dil-sm Betrag vom Käufer als Anzahlung, worauf das Kauf- ftück von Berlin unter Postnachnahme an den Käufer geliefert wird. Um das M i t l e i d d e r M e n s ch e n z u e r w e ck e n und diese zum Kauf milde zu stimmen, wird diesen, ehe der Verkäufer seinen Besuch macht, ein gedruckter Prospekt ins Hat^ gesendet, auf welchem eine ganze Serie elend verkrüppelter Kinder ab- aebild't sind, welche angeblich durch das Haussegengeschäft von Voßkamp u. Co. bereits unterstützt worden sind und weiter noch unterstützt werden sollen. Tatsächlich hat denn auch, wie uachgewiesen ist, die Firma in Berlin verkrüppelte .Kinder, die in Privatpslege sich befinden, hie und da mit Geldbeiträgen unterstützt, wieviel und mit welchen Beträgen, unb ob diese Unterstützung int Verhältnis zu dem hohen Verdienst an den HauSsegen steht, entzieht sich jeder Kontrolle. Es wurde in der BewetS- aufnahme nachgewiesen, daß das Märchen, verkrüppelte Kinder fertigten die zum Verkauf angebotenen Haussegen an, nachweisbar nickt von der Firma Voßkamp den Reisenden erzählt worden tst, sondern daß dieser Köder, mit dem man die Käufer angelte, traditionell von einem Reisenden dem anderen mitgeteilt worden ist. Wer eigentlich der Erfinder dieses Geschäftskniffs gewesen ist, war nicht ftstzustellen. Tie Strafkammer erkannte an, daß der Angeklagte zwar objektiv den Käufern eine falsche Tatsache vorgespiegelt habe, nahm aber an, daß der Wngellagte im guten Glauben das Märchen über die Herstellung der Haussegen werter erzählt hat, und erkannte deshalb auf Freisprechung des Angeklagten. ________— '* Neue Friedhof-Omnibusfahrten. Bei Eintritt der ungünstigeren Witterung macht uns der Vorstand der Omnibusgesellschaft auf die von ihm getroffenen Einrichtungen, betreffend den Verkehr zwischen dem neuen Friedhof und dem Marktplätze, aufmerksam, mit dem Ersuchen, unsere Leser nochmals hiervon zu unterrichten. Es bedarf nämlich ohne Verbindlichkeit seitens des Bestellers nur des Ausdrucks des Bedürfnisses, und der Vorstand ist bereit, Omnibusse nach der Beerdigung am Friedhose aufzustetlen. Der Fahrpreis bis zur Stadt (Marktplatz) beträgt 20 Pfg. " Silberne Hochzeit feierten am Samstag der Konigl. Lokomotivführer Konrad Würmer und seine Ehefrau Emma geb. Roth im engsten Familienkreis. C. Spitzbubensrechheit. Vor einiger Zeit wurde einem hiesigen Einwohner ein Fahrrad gestohlen. Heute erhielt der Bestohlene von Berlin eine Ansichtskarte, woraus sich der Dieb für das schöne Rad bedankt und versichert, daß ihm das Rad bis dahin gute Dienste getan habe. ** Der Kinematograph, der zurzeit auf Oswalds- flarten zu seinen Vorstellungen emlabet, ist eineä Besuches recht würdig. Er hatte, wcs besonders bemerkenswert ist, 12 verschiedene Programme aufzuweisen. Die Vorstellung gestern Sonntag abend, war reichhaltig und interessant. Baten' bi- Bilo 'r vom japanisch-russischen Krieg für Groß unb Klein von Aktuellem Interesse, jo gab es besonders Kandel und SerKeyr. Zlokkswirlschaft. Fabrik feuer- unb f ä u r e f e ft e r Produkte in Vallendar. Tie Liquidatoren dieser Gesellschaft haben nach der „Duisb. Itg." gegen die Berliner Handelsgesellschaft die Klage aus Schadenersatz angestrengt, weil dieselbe bei Emission der fünften und sechsten Million Aktien dieser Gesellschaft als Zeichenstelle fungiert hat, obwohl ihr bekannt war, daß die Bilanzen biefer Gesellschaft nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Orig.-Telegr. des „Gießen Am."s Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprels e. mjeuen Mk. 18.00—00.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata OPf. 18.50—19.50, KansaS Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.75—14.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Franken- felderMk 18 00—18,75, HaferMk. 14.50—15.50,MaitzMk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. 26.75-27.25, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roagenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 19.25—20.00, Weizenkleie Mk. 9.75 bis Mk. 10.00, Roggeukleie Mk. 11.00—00.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Ä ™ ... . fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Telegr. Orrg.-Bericht des ,Gieß. Anz."s. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 577 Ochsen, 232 auS bestreich, 55 Nullen, 10 aus Oestreich, 782 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 autz Oestreich, 329 Kälber, 465 Schafe und Hammel, 1744 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qual tät 71—73 Mk., 2. Qual. 65-67 Mk., 3. Qual. 51-58ML; Bullen 1-Qual Y1 brS 64 Mk., 2. Qual. 58-60 Mk.; Kühe 1. Qual. 67-69 Mk., Qual. 64-66 Mk., 3. Qual. 54-56 Mk, 4. Qual 48-51 00-00Mk. Kälber: 1. Qual. 81-85Pfa., Lebendgewicht 48-51 w, 2. Qual. 73—77 Pfg., Lebendgewicht Fft' ?* 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 57-61 Pß^Schafe. l^Qual. 68-70 2. Qual. 60-62 Pfg., 3. Qual. 00-00 Mg-.Ichweme. 1.^Qual. 60—00 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58- 59 Vfg.^, Lebendgew,cht 46-00 Pfg., 3. Qual. 52-55 Pfg., . Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh schleppend, bei Klemmeh gut Ueberstand betragt™ Die allgemeine Stimmung ist für die Go- voller Freiheit für Kurvpatkin in der Durchführe Eta seine- KriegsplaneS Hiermit hängt das Geviicht von Jetner Ernennung zum OberbefehlShnber zusammen. An? der Mandschurei. DeterSbnrg, 9. Oft. Tic Lage bei Mukdcn ist nnver- ünt>crt. Man ist aber allgemein der Ansicht, daß ernste (hcig- E^Par?sOkt. Tns „Petit Jounral" berichtet, daß bei Mukden Mimmblicklnch ein bartnäckiaer Kampf stattftndet. Europatkin soll den Angriff begonnen haben. Geldnot Huben und drüben x London, 9. Oft. „Morning Post" meldet, ans W.iflnng- tmt, Japan versuche eine große An leibe in Amcrita mrtmiibrnwnt. Man glaubt, die Anleihe werde gunsttg, auf mmomnren. Auch R11 M a n b soll versuchen, Amerikas ^manz- teufe Ju gewinnen, um eine große Anleihe in Amerika unter* Kubringen. Dom Hohenzollernprlnzen. Tokio, 9. Oft. Ter Kaiser von Japan verlieh dem Prinzen Karl Anton von Hol^mzollern ben Ehrpfautbeinumorden. auch für solche, die gern lachen, allerlei höchst komische und lustige Vorkonnnnisse zu gucken. Mau sah B., wie in einer Wirtschaft ein Gast bedient wurde, wie er mit uube- schreiblichen Austrengungeu daS Messer an das leberharte Fleisch ansetzte, indessen der Kellner im Nebeustübcheu, vor Lachen sich biegend, zusah. Wenn einem das so durch die lebendigen Bilder aitschaulich gemacht Wirb, wird matt unwillkürlich zur größten Heiterkeit mit fortgerissen. Dergleichen luftige Stücke gab es mehrere. Der Kinematograph vermag aber auch für die Ju genbunter Haltung in nicht unwesentlicher Weise etwas flii tun. Schlichte Vorgänge durch solche lebendige Bilder dem Kindesauge vor- rnfetzen ersetzt das Cmäblen von Anekdoten und bildet nicht, tu.., --------- . , ,, _ |8 “ Ä- W' te ÄS SFÄSfi r$ «AS sind Kinder- und F-annlie.uvorstellungen, wie fte öerr^;1itCs’hefa)fcn hatte. Wegen derselben Tat war auch gegen einen ge- matograph von heute an nachmittags um 4 Uhr veranstalten n---—1 1-*«— --— will,' zu begrüßen. Der Unternehmer verfügt dazil über die geeigneten Bilder (auch Märchenvorgänge), und wenn er sieht, daß man gerade für solche Darbietungen ein Interesse hat, wird er jich vielleicht veranlaßt sehen, diesem angedeuteten Zweck des Kinematographen ein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Das Unternehmen bleibt noch bis einschließlich Wittmodi auf Oswaldsgorien. ** Der evangelische Arbeiterverein hatte zu gestern nachmittag eine Besichtigung der Sannnlungen des I zoologischen Instüu-ts der hiesigen Universität veranstaltet. Es hatten sich zahlreiche Teilnehmer eingeftlnden, welchen sich Präparator Stadelmann und Jnstitutsdiener Müller als F-übrer und Erklärer zur Verfügung stellten. Alt und Jung war über diesen interessanten Rnndgang mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten sehr erfreut. c. Oppenrod, 9. Okt. Seit zwei Monaten ist hier eine rege Agitation im Gange, die den Bau einer eigenen Wasserleitung erstrebt. Da indessen die Wasserverhält- nisse des OrteS allen Anforderungen genügen und der Ban einer Leitung die Gemeinde, die durch den Schulhaus-Neubau,! die bevorstehende Feldbereinigung rc. schon viel Kosten gehabt, noch mehr als seither belasten würde, ist der OrtSvorstand bi§ auf eine Stimme nicht dafür zu haben. Die Ortsbürger find in ihrer Mehrheit ganz der gleichen Meinung wie der Gemeinderat. Merkwürdigerweise sind e8 gerade die weniger begüterten OrtSemwohner, die die Kosten für eine neue Wasser- (citnng nicht scheuen wollen. Am SamStag fand eine etwa 20 Personen starke Versammlung statt, die drei Männer wählte, welche für die Durchführung deS Projektes an höherer Stelle eintreten sollen. Wahrscheinlich wird aber diese bei ihrer Entschließung die Mehrheit deS OrteS nicht ganz über* Wicfteiter landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche rvitterung in Hessen für Dienstag den 11 Oktober 1904 1 Zunächst noch trocken und zettwelfe heiter, bann Trübung und Regen, stärkerer im Süden, geringerer im Norden, bei etwas milderer Nacht tagsüber etwaß kühler, windrg. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. lleneste Meldungen. Oriainaldrahtmeldnnaen des Gießener Anzeigers. Stuttgart, 10. Okt. Im württembergischen Algäu ist gestern über Berg und Tal der erste Schnee gefallen. Den ganzen Tag über fielen Flocken. München, 10. Okt. Die bayerischen Mitglieder der ZentrumS-Partei haben beschlossen, an den Vorstand der Zentrumdpartei die Einbringung einer Interpellation im Reichstage wegen des Kaiser-Telgrammes in der ,Lippeschen Angelegenheit zu beantragen. Die Interpellanten sollen darüber Auskunft begehren, ob Gras Bülow als Vorsitzender de§ Bundesrats die Nichtanerkennung des Lippeschen Landesgesetzes betreffend die Thronfolge als mit der Reichs-Verfassung inEinktang zu bringen erachte. Paris, 10. Okt. Die neuerliche Verhaftung der vier in die Spionageaffäre d'Autriche verwickelten Offiziere hat große Ueberraschnng hervorgerufen. Der Untersuchungsrichter, Hauptmann Cassel, hat die Einstellung des Verfahrens beantragt, weil die Offiziere trotz der starken Verdachtsgründe, daß sie daS Verbrechen der Veruntreuung und der Fälschung begangen haben, durch das unter dem verstorbenen Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau erlassene Amnestiegesetz gedeckt seien. Wie oedautet, richteten jedoch I die Offiziere an den Militärgouverneur von Paris, General Dessirier, ein Schreiben, in dein sie gegen eine derartige Be^ gründung der Einstellung de§ Verfahrens scharf protestieren und verlangen, vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden, wo ihre Unschuld unzweideutig zutage kommen würde. Die Gründe ihrer neuerlichen Verhaftung werden bisher geheim gehalten. Man hält es für möglich, daß General Dessirier beschloßen habe, das Gesuch der Offiziere betreffs ihrer Stellung vor ein Kriegsgericht zu bewilligen. Von anderer Seite wird gemeldet, daß der Kriegsminister General Andree durch eine eingehende Prüfung der Prozeßakten zu der Ueberzeugung gelangt sei, daß gewisse Fälschungen nicht mehr zu den mit der Dreyfus-Äffäre zusammenhängenden und durch das Amnestiegesetz geschützten Tatsachen zu rechnen seien. Der Kriegsminister habe deshalb die Verhaftung der Offiziere unter der Beschuldigung der Fälschung angeordnet. Rouen, 10. DFL In Oiselle ist gestern eine Theaterbude ein gestürzt, wodurch 60 Personen mehr oder minder schwer verletzt wurden. Vom Kriege. London, 10. Okt. In Tokio wächst die Unzufriedenheit wegen der Verzögerung der Einnahme von Port Arthur und der Unterdrückung der Kriegsnachrichten. — Aus Tschifu werden täglich Operationen der Japaner gemeldet, jedoch die scharfe Zensur der Japaner und das Ausbleiben der Nachrichten von russischer ©eite lassen Natur und Resultat derselben nicht erkennen. — Aus Wladiwostok wird das Erscheinen von Kamimuras Flotte nahe der Küste gemeldet. Einige russische Kauffahrer wurden abgefangen, Roßja und Gromo- bot sind völlig repariert, Bogatyr noch kampfunfähig. —- Meldungen auS Mulden besagen, daß er f o l g*r eicheVorposten-Gefechte der Russen bei Fantung, südwestlich von Mulden und bei Sialokhedzi stattsinden. Die Zivilisten iedeln nach Tteling über. Am Hun-Flusse finden Treffen tatt Eine Schlacht bei Mukden steht bevor. General Kuroki bemüht sich, möglichst zahlreiche Truppen um und mrch das Gebirge zu führen, um die Russen nach Tieling xurückzudrängen. — „Daily Mail" meldet aus Eharbin: Die russischen Truppen bemächtigten sich Ien - tai Wenn sich die Meldung bestätigt, so wäre dies der erste russische Erfolg seit Beginn des Krieges. — Die heutigen Blätter kommentieren einen Artikel des „Review Spectator". In diesem Artikel heißt es: Wenn der Krieg bis ans Ende geführt wird, so steht es außer Zweifel, daß die Russen die Oberhand gewinnen werden. Werde England in diesem Falle der Erdrückung der Japaner zusehen, ohne einzuschreiten? Der englisch-japanische Vertrag zwinge England wenigstens moralisch dazu, soweit wie möglich das Verschwinden der japanischen Nation, deren Interessen mit den seinigen verbunden' sind, zu verhindern. Es sei dies eine Eventualität, welche die öffentliche Meinung in England noch nicht genügend beachtet habe. Die „Morning Post" bemerkt dazu, es sei ganz selbstverständlich, daß das englische Volk nicht dulden dürfe, daß Japan von Rußland vollständig erdrückt werde. Das Blatt, das Organ der englischen Heeres- und Marine- Verwaltung, schließt mit der Erklärung, England müsse sich zu einem großen Kriege vorbereiten. — Ein aus Niutschwang hier eingegangener Trahtbericht meldet, daß der Still st and in denjapanischenUnter- nehmungen nur scheinbar ist. Keinesfalls bestehe auf japanischer Seite die Absicht, schon jetzt das vorbereitete Vorrücken einzustellen. Im Osten von Mukden an der Stadt Sinminting ist das Hauptquartier für die Verbindung bewaffneter Ehungnfen-i banden, welche, als Vortruppen des linken japanischen Flügels die russischen Verbindungslinien bedrohen, während im Osten General) Kuroki innerhalb des Gebirges in weitem Umkreise feste Stell-« ungen .einnimmt, die ihm als Unterstützungspunkt für einen Aw griff dienen sollen. Die Bewegung der japanischen Truppen und die Zufuhr von Munition und Lebensmitteln wird ununter- brochen fortgesetzt. TeBephonischea* Kursbericht. F «nkfnri a. 10. Oktober. 3Vr"/o Reichsanleihe . . 101.75 5% do. . . . 89.65 31/,% Konsole .... 101.70 3% do......89.70 SVg’Vn Hessen .... 100.06 3V2 % Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 101.95 4‘/8% Oesterr. Silberrente 100.60 4% Ungar. Goldrente . . —.— 4«/0 Italien. Rente , . . 103.80 41/2 % Portugieser , . . 63.30 80/ Portugiesen.....62.60 1% C. Türken .... —.— Tiirkenloßo......130.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 49.90 41/, % äussere Ar^ntiri0, 43.70 3°/ij Mexikaner . . . 29.40 4,/»,V) Chinesen .... 90.50 Electric. Scbuckert . . . 120.10 Nordd. Lloyd . . . . 105 00 Kreditaktien . . . . 211.6Y Diskonto-Komm andit, . . 192.70 Darmstädter Bank . . . 142.15 Dresdener Bank .... 155.40 Berliner Handelsges. . . 161.70 Oesterr. Staatsbahn . . . 140.10 Lombarden.....17.90 Gotthardbahn .... 189.50 Laurahütte...... 252.00 Bochum ....... 212.60 Harponer......217.50 Tendenz: ruhig. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht an Verdauungs-/£ Störung. Hervorragend bewähr'r bei BrechriurchFali, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. c W M M Ml HM ■a M Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. Oktober, nachmittags 8V3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Gießen (Nordanlage 7), den 10. Oktober 1904. 7855 Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser innigst geliebter Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Onkel und Neffe Herr Karl Fehl im 28. Jahre. Die trauernde« Hinterbliebenen. Danksagung- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen innigsten Dank Familie Bachmann. Familie Etzelmüller. Gießen, den 10. Oktober 1904. 7847 Strickwolle (Marke M. & H.) in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preise« Sr Rockwolle. HZ J, H. Tmenstraste 23. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt — Auch stehen Musterröcke zum Abstricken zur Verfügung. 7851 Prim ZMckilut empfiehlt 7356 J. Banckel, Hausschuhe in großer Auswahl, von 70 Pfg. an, einqetroffen. 7838 Franz Neumeier, Sonnenstr. 20/22. llfvl’.iittlc. 05962s Gut erhalt. Krystatt- Kronleuchter (Kerzen) zu ver- kauien Plockstraße 11, IN. 05959s Mehrere Etr. Honig- birue« (auch einzeln) abzugeben Westanlage 60, part. Me pkima Slheibenbüchse mit Patronenkasteu bitt. z. verk, Nah, in der Exped. d. Bl. >05951 Ä KandpritscheMligeil zu verkaufen. Wirt Siegfried, Gr.-Buseck, Am Bahnhof. (05808 Große gut erhaltene Teppiche zu verkaufen. Offerten unt. 05830 an die Exped. d. Bl.____________ fmnf §anNanficr gegen gliten Lohn und dauernde Beschäftigung sofort gesucht. )7,729 Lirkellstovk LZodveiSer. Gießener Omnibus-Gesellschaft E- G. ni- b- H. C10-10 Stallbursche Ml. Tücht., kraft., zuverl. Arbeiter für ein Häute- und Fellgeschäft per sofort gesucht. 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SifMIfliwiitt. für Küche und Hallsarbeit zum svfortigell Eintritt gesucht [7863 ________Mest-Anlage 35, HL Jllilgrs, silübrrrs MäSkheii gesucht per 15. Oktober. [78541 Lustspiel in3AktenvonCurtKraatz Bismarckstraße 14, II. I und Freiherr v. Schlichll Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung von Viehmärkten. Vom 11. Oktober l. IS. ab bis auf weiteres beginnt ber Auftrieb von Vieh auf den Viehmarktplatz am jeweiligen ersten Viehmarkttage um 7 Nhr vormittags, am jeweiligen ^werten Viehmarkttage um 8 Uhr vormittags. Gießen, den 10. Oktober 1904. Grvßherzoglicku- Polizeiamt Gießen. ? _______________Herberg. _______________ Bekanntmachung, daS Oktroi von Obstwein betreffend. Wir bringen hiermit in Erinnerung, bafe nach den bestehciiden Vorschriften alle Obstweinproduzenten vor Beginn der Kelterung von Obst bei der unterzeichneten Stelle von ihrem Vorhaben Anzeige zu machen und einen Erlaubnisschein einzuyolen haben, welcher Beginn und Dauer des Kelterns festsetzt. Die Aichtbefolgung dieser Vorschrift wird bestraft. Gießen, den 7. Oktober 1904. B’/10 Großherzoglicye Bürgermeisterei Gießen. ;___________________________Dieeum._______________________________ Bekanntmachung. Die mit Beendigung der diesjährigen Ernte leihfällig werdenden 117 Triebviertel sollen Montag den 17. Oktober auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Vormittags kommen bie rechts der Grünbergerstraße nach dem Friedhof zu, nachmutags die links der Grünbergerstraße nach dem Philosophenwald zu gelegenen Triebviertel zum Äusgebot. Die Zusaminenkunft tft vormittags 9 Uhr auf der Licherstraße, Ecke der Wolfftraße und nachmittags \>3 Uhr auf der Grüuberger- itraße, Ecke der Wolfslraße. Ließen, den 7. Oktober 1904. B8/10 Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3)iecum. Bekanntmachung. Wir bringen zur Kennuiis der Beteiligten^ daß die am 29. v. Mts. erfolgte Nenverpachtimg der Güter ^des städtischen Hospitals und der Plockischen Stiftung in unserer Sitzung vom 4. ds. Alts, genehmigt worden ist. Gießen, den 5. Oktober 1904. B8/l0 Tie Armen-Teputatlon der Stadt Gießen. Eurschmann. 8rchtz. Wku- uni) Icniiw. Winttrsßulc Friedberg. DaS Winter-Semester der landw. Abteilung beginnt Mittwoch den 2. November. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Statuten, sowie Wohnungsausweise und Schülersahrscheme zu erhalten sind. Schulgeld Mk. 25.—. — Aeltere Schüler können als Hospitanten eintrcien und desgleichen wie Schüler mit Einjährigenberechtigung die obere Klasse besuchen. Großh. Direktion der Obstbau- und landw. Winterschule. Dr. von Peter. D26/9 Achmer Konzcrtverem. Wir bitten hiermit unsere Mitglieder, die des Akademischen Gesangvereins und des Saalbauvereins dringend, nunmehr alsbald die gewünschten Abonnements bei Herrn Ernst Ehaliicr, Oteuemoeg dahier, auizugebeu, widrigenfalls Berücksichtigung bei der demnächst vorzunehmenden Plätzeverlojung nicht möglich ist. Daselbst bitten wir auch Ncuaumelduugcu anzubrNigen. Es werden 10 Konzerte veranstaltet und folgende Abonnements, jedoch nur für Mitglieder, ausgegeben: für alle 10 Abende: numerierter Platz 27 Mk., nnumerierter Platz 18 Mk. für nur 6 Abende: numerierter Platz 18 Mk., unnumerierter Platz 12 Mk. für nur 4 Abende: numerierter Platz 12 Mk., unnumerierter Platz 8 Mk. Sonder-Abonnements für aktive Mitglieder des Akademischen Geiangsvereins auf 8 Abende. Einzelne Konzerte können von Mitgliedern wie Nichtmit gliedern nur gegen das vom Vorstand von Fall zu Fall festgesetzte Eintrittsgeld besucht werden. Tie Preisermäßigung im Abomie- ment ist eine sehr erhebliche, (f. a. heutigen Artikel im lokalen Teil.) v10/^ Ter Vorstand. I Gewinn Mk. 50öß 2000 2000 2000 2000 2000 19000 M-MZck Ziehung garantiert bereits am 28.-31. Oktobter. Bar ohne Abzug! Geringe Losezahl! Lose a L Mk. 11 Lose . 20 Mk.) bei Richard ; Buch acker, Neuen käue 11. 7b42i I Hauptgewinn Mark 20000 Bargeld-Gewinne insges. 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Gießen, am 7. Oktbr. 1904. Großh. Amtsgericht. B"/.» Submission. Für die Gr. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung nachbenanntcr Nerzehrungsgegenstände aus dem öffentlichen Submissionsivege vergeben werden: 600 Ctr. gute Speisekartoffcln 15 „ gelbe Ätäuschcnkar- toffeln 10 „ unterirdische Kohlrabi 2 „ oberirdische Kohlrabi 10 „ Zwiebel 2 „ Meerrettig 10 „ Gelberüben 35 „ Weißkraut 150 Stück Rotkraut 400 „ Wirsing 200 „ Lauch 350 u Sellerie. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 6 Uhr eingesehen werden. Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungs- termin Donnerstag, 20. Ott. 1904, mittags 12 Uhr, auf dem obenerwähnten Bureau einzureichen. Zujchlagsfrist bis zum 24. Oktober 1904. B17/, Gießen, den 25. Sept. 1904. Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. §iibnti[[iun. Für unsere Kliniken soll die Lieferung von 25 Ztr. Aepfeln 550 „ Kartoffeln 10 „ Zwiebeln 6 „ roten Rüben 2 „ weißen „ 4 „ gelben , 2 „ unterirdische Kohlraben 2 , Ateerrettig 35 , Weißkraut 100 Stck. Rotkraut 500 „ Sellerie 100 „ Lauch auf dem öffentlichen Sub- mijsionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungs- bureau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift: „Angebot auf Gemüsclieferung" versehen, sind mit den Mustern bis zum 18. Oktober d. I., mittags 12 Uhr, zii welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Angebote slaltsinden wird, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Ter Zuschlag erfolgt bis zum 22. Oktober d. I. Gießen, den 6. Okt. 1904. Großh. Verwaltungs-Direktion der chirurgischen und Auzeu-Klinik. _______Vosslus. B’/lo Versteigerung. Dienstag den 11. d. Mts., vormittags 10 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: ca. 12000 Verbandbinden, 11 Leder-Treibriemen, 11 Wasser- u.Hochdruckschläuche Tie Versteigerung findet bestimmt statt. 7826] Born, Gerichtsvollzieher _______________in Gießen.______ Beim 2. Bataillon Jns.-Negts. Kaiser Wilhelm Nr. HO soll die Lieferung der int Küchenbetriebe erforderlichen Viktualien für die Zeit vom 1. November 1904 bis 31. Oktober 1905 vergeben werden. Vertragsbedingungen pp. liegen auf dem diesseitigen Geschäftszimmer zur Einsicht auf. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen der Küchenverwaltimg zum 17. Oktober 1904 einznreichen. [D,0/l0 II. Bataillon Jns.-Ngts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. in 100 000 Familien getrunken. hv"/. ff M. Iagdverpachtung. Freitag den 14. Oktober d. I., nachmittags 2 Uhr, soll die den Waldinteressenten zu Haffenhausen ztistehende Jagdgerechtsame, bestehend aus 160 ha Wald, auf weitere 6 Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen in der Wohniing des Waldvorstandes öffentlich meistbietend verpachtet werden, Benierkt wird, daß das Jagdgebiet von der Bahnstation Fronhatisen innerhalb 45 Minuten zu erreichen ist. Hassenhausen, 8. Okt. 1904. Kaletsch, 7848 Waldvorstand. Versteigerung. Dienstag den 11. d. MtS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 21 Mille Zigarren, 1 Pferd, 1 Faß Bleiweiß, 1 Faß Fuß- l'oden-Ocker, 1 Steppiliaschuie, 15 Tafeln Glas, 6 Handelswaagen und 'Dibbel aller Art. 7859] Vorn, Gerichtsvollzieher. Reisszeuge Reissbretter Schienen Winkel in bester Qualität bei 7792 Ernst Ealser Mäusburg 11. Königl. Bayer. Hofschaumwein- Fabrik Würzburg. Alleinverkauf bei Phil. Ecbharii Weinhandlung Gießen. 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