Nr. 213 Zweites Blatt, 154. Jahrgang Samstag 10. September 1904 MWer Anzeiger Erscheint Kgllch mti Ausnahme des Sonntags. Redaktion» Expedition u. Druckerei: Schukstr.-. Tel Nr. 6L Tel eg r.-Adr.; Anzeiger Gießen. Rotationsdruck und Verlag der BrÜhlfchen Untversitätsdruckerell R. Lange, Gießen. Dis ^Gießener KcnnMenblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -hessische Landwirt- erscheint monatlich einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sieben. MMWMMMgmMMaMMBMBMmnMMWaMmMnCTMMiMMMWMmMMMMMMMMWiaMWMmBaiiriB-llllll’BMlll! ............... ■ I 11 III HIIW Kolttische Tagesschau. Arm in Arm mit der Regierung. Es ist werfwürdig, wie viele Leute seit einiger Zeit in sich den Beruf entdecken, „die U msturzbewegung zu bekämpfen!" Ein ungestümer Eifer regt sich in allen Ständen. Früher hielten die Berufspolitiker die Zauber- mittel bereit, der Sozialdemokratie den Garaus zu machen, und jegliche Unzufriedenheit und mißvergnügte Nörgelei aus deutschen Gauen zu bannen. Jetzt müssen die eigentlichen Männer von Fach, zurücktreten hinter der Schar politischer Dilettanten^ die in dep Muße, die ihnen ihr Beruf läßt, gewissermaßen im Nebenamt, kühn die Lösung der Zeid- fragen unternehmen. Es ist die alte Erfahrung: je weniger einer von einer Sache versteht, um so herzhafter, mit souveräner Mchtbeachtung oder vielmehr Nichtkenntnis der Schwierigkeiten, geht er an sie heran. Ein Aufruf ist bald verfaßt und gedruckt, ein Komitee in gleicher Richtung Strebender — oftmals sind es Neugierige, die sehen wollen, ^worauf der Scherz hinausläuft", — zusammengetrommelt, und es bleibt dem ehrgeizigen Anführer übrig, den Segen der Reichsregierung zu dem großen Merk zu erbittere. Das heißt, nicht etwa nur die Billigung der Reichsregierung; mit dem platonischen Wohlwollen begnügt sich kaum einer der Weltverbesserer. Die Regierung soll durch Taten das Ziel erreichen Helfer:. Mr solche Zwecke muß Geld vorhanden sein, muß der behördliche Apparat zur Verfügung stehen, denn es handelt sich doch um das allgemeine Wohl. Wenn die Regierung in diesem Fall — jeder Fall ist von unvergleichlicher Bedeutung, noch nicht dagewesener Wichtigkeit — ihre Mitwirkung versagt, dann hat sie es sich selbst zuzuschreiben, daß der llmsturz immer ftecher sein Haupt erhebt Mit solchen kategorischen Worten wird jeoer Zweifel zirrückgewiesen und die Eingabe abgesand-t Selbstverständlich unmittelbar au die Adresse der maßgebenden Instanz: an einen Minister, an das Gesamtministerium, an einen Staatssekretär des Reiches, oder, um ganz sicher zu gehen, direkt an den Reichskanzler. Wochen entschwinden, die Antwort bleibt aus, die Mitglieder des Komitees und Aufruf-Unterzeichner machen, je nach Temperament, enttäuschte oder ironische Gesichter. Der Führer der Bekämpfungs- Bewegung gerät in gelinde Verzweiflung. Wie, soll er als „blamierter Europäer" vor seinen Mitstreitern dastehen? Soll er mit seinen Ideen zur Aufrüttelung und Rettung des deutschen Volkes eine fsillschweigende und doppelt unrühmliche Ablehnung erfahren? Das darf nicht fein, das könnte auf sehr unangenehme Weise den Fluch der Lächerlichkeit herausbeschwören. Du muß das Glück ein wenig korrigiert werden. Zunächst werden die Forderungen, die der Anführer an die „tätige" Mitwirkung der Regierung stellte, im stillen herab gestimmt. Es genügt ja schließlich, daß der Feldzugsplan wider den Umsturz nicht ausdrücklich abgelehut ist Mithin: die Regierung billigt die Sache. Von dieser Folgerung bis zu der Behauptung, die Negierung „stehe auf dem Boden des Werkes", ist kein allzu großer Schritt. Ech'h schüchtern, dann kühner, endlich mit kraftvoller Bestimmtheit wird in „streng vertraulichen" Rundschreiben an Gönner und solche, die es werden sollen, die „nachdrückliche Förderung" ins Feld geführt, die hoch- ersreulicherweise dem ernsten Unternehmen durch die Regierung verheißen ist. Bleibt auch jetzt eine offiziöse Richtigstellung aus, dann geht man wohl noch einen Schritt weiter. Man macht Andeutungen über Konferenzen mit sehr maßgebenden Persönlichkeiten, über Besprechungen, die voraussichtlich binnen kurzem zu einem „greifbaren Ergebnis" führen werden. Jetzt wird die Presse mobil, Anfragen erfolgen, welche Bewandtnis es mit dem neuesten Projekt habe? Die Regierung steht der Angelegenheit vollständig fern, lautet die trockene offiziöse Auskunft und die Seifenblasen -«Platzen. Eine ganze Reihe von Projekten hat die Oeffentlichkeit in dieser Weise kommen und verschwinden sehen. Fast in allen Fällen wollte die Regierung mit den Bestrebungen nicht das Mindeste zu tun haben. Daß trotz so vieler abschreckenden Spüren immer wieder, man kann sagen: in jeder Woche, ein neuer Versuch gemacht wird, Arm in Arm mit den leitenden Männern vor der erstaunten Mitwelt zu erscheinen, beweist einen wahrhaft rührenden Eifer um die Volkswohlfahrt. Nur spottsüchtige oder argwöhnische Menschen könnten auf die Vermutung kommen, daß etliche dieser emsigen politischen Dilettanten — „an Kreuz schmerzen laborieren", wie der alte Kaiser Wilhelm den bald zu behebenden Zustand nannte. „Friedeusverhandlungert" zwischen Berlin und Gmunden sollen nach Behauptung des „Hanrrov. Anz." vor einiger Zeit im Gange gewesen sein. Eine Verständigung zwischen Preußen und dem ehemaligen hannoverschen Königshause könnte — so wird dem Blatte von einer „in der hannoversch-braunschweigischen Frage besonders versierten Seitea versichert — immer nur auf der Grundlage eines „Friedensschlusses" sich vollziehen, der seit dem 1866er Kriege zwischen beiden Parteien noch ausstehe. In einem Friedensschluß würde es sich aber niemals um einen Totalverzicht, sondern lediglich um einen Partialverzicht handeln können, also um einen Verzicht des Unterlegenen auf begrenzte Gebietsteile, gleich- giltig, wie klein oder groß. Es heißt dann weiter in dem Artikel: Mit dem ihm eigenen feinen Verständnis für diese Situation hat der K a i s e r den Kern des preußisch-welfischen Konflikts auch herausgefunden und dem Rechnung zu tragen versucht, als er bei den vor Monaten tatsächlich im Gange gewesenen Verhandlungen zwischen Berlin und Gmunden eine Verständigung pro» panierte auf der Basis eines allerdings den gegenwärtigen Verhältnissen im vollen Maße gerecht werdenden Partialverzichtes unter Rückgabe, dezw. Belassung hannoverscher Stammlande in Verbindung mit Braunschweig beim welfischen Fürstenhause. Diese Proposition scheiterte damals an gewissen hier nicht zu erörternden Gründen und Formalitäten. Die Verlobung des Kronprinzen scheint darnach, so meint die „Voss. Ztg.", die Segel der welsijchen Hoffnungen mächtig geschwellt zu haben. Einen tatsächlichen Hintergrund haben die „Friedensverhandlungen" hoffentlich nicht. Em Kommentar. R. Berlin, 9. September. Der Abg. v. Epnern läßt heute abend den Berliner Zeitungen einen Kommentar zu seinen kürzlich erfolgten Ausführungen über die „Hibernia"-Verstaatlichung zugehen. Herr v. Eynern hatte geschrieben: „Es dürste der Staatsregierung nicht unwillkommen sein, wenn ehrliche Makler ihre Dienste anböten.1 Dies hatte nicht nur die Börse als ein Wort zur Verständigung — vielleicht aus Grundlage einer höheren Offerte des Staates an die „Hibernia"-Aktionäre — aufgefaßt. Herr v. Eynern jedoch erklärt nunmehr, er habe im allgemeinen Staatsintereffe nur gewünscht, daß ehrliche Makler dem Handelsminister den Weg zeigten, sich aus den Fesseln zu lösen, mit denen er sich durch seine Abmachungen habe binden laffen. Herr Möller wird von diesem gütigen Wunsche seines ehemaligen Parteigenossen kaum erbaut sein. Es ist ganz und gar nicht schmeichelhaft ausgedrückt, daß der Minister allein nicht im Stande sei, aus der schwierigen Situation herauszukommen, sondern erst der „Wegweiser" hierzu bedürfe. Das klingt fast wie »Spott zum Schaden". 8. Sitzung der Grotzh. Handelskammer Gießen, für die Kreife Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. Gießen, 8. 6ept Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Türbeck, Grünewald, Jhring, Nowach Rinn ,Röhr, Steinecke, sowie der Syndikus Tr. Knipper. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: a. Tie von der Handelskammer gestellten Anträge zum Winterfahrplau der Staatsbahueu konnten vorerst nur zum Teil zur Ausführung gelangen. .Insbesondere wird im Wärter dem Wunsche der Handelskammer entsprechend der Schnellzug 81 Franffurt a. M.—Gießen— Köln bezw. Hagen (Gießen ab 8.22 vorm.) die in diesem Sommer eingeführte Fahrzeit beibehalten, sodaß in Gießen der Anschluß an den Zug 522 von Fulda (Gießen an 7.53 vorm.) bestchen bleibt, ferner wird den Interessen des Arbeiter- und Schülerverkehrs auf der Strecke Büdingen— Gießen dadurch Rechnung getragen werden, daß Zug 501 (Gießen an 6.36 vorm.^ beibehalteu, dagegen Zug 501, der früher 5.40 vorm. in Gießen eintraf, zwei Stunden spater gelegt wird, sodaß er 7.40 in Gießen ankommt. b. Ter im Entwurf der Handelskammer vorgelegte Winter» fahr plan der Biebertalbahn enthüll gegenüber dem vorigen Winterfahrplane keine wesentlichen Aender- ungen, sodaß die Kammer keine Einwände zu erheben hatte. c. Aus Ersuchen der Eisenbahnverwallung hat die Handelskammer die Interessenten in den Zelluugen aufgefordert, zur Vermeidung von Verkehrs st ockungen im kommenden Herbst mit der Deckung ihres Kohleu- bedarjs möglichst zeitig zu beginnen, das Ladegewicht der Wagen tunlichst auszunutzen und auf eine schleunige Be- und Entladung der Wagen Bedacht zu nehmen. d. Ter königl Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M hat die Handelskammer ein Gutachten über die Beförderung, von Radiatoren erstattet und die Äufna^ne dieser Artikel in das Verzeichnis der bedeckt zu befördernden Güter befürworteten, da Radiatoren ohne Nachteile für die wellere Bearbeitung den Wrtterungseinftüssen nicht ausgesetzt werden können und bei den gesunkenen Preisen die Artikel den jetzigen Frachtzuschlag für Beförderung in gedeckt gebauten Wagen nicht ertragen können. e. Der Seehafen-Ausnahmetarif vom 1. Juni dieses Jahres für den Verkehr zwischen den Nordsee- und Ostseehäfen einerseits und Stationen der Eisenbahn-Direk- tionsbezirke Frankfurt a. M., Mainz, Kassel usw. anderer- sells benachtelligt die Station Gießen dadurch, daß diese trotz der um ca. ein Zehntel geringeren kilometrischen Entfernungen von jenen Seehäfen höhere Frachten zu zahlen hat, als die Stationen Frankfurt a. M.-Oftbahnhof und -Sachsenhausen, zum Teil auch höhere Sätze als Hanau und Offenbach a. M. Die Handelskammer hat daher beantragt, für die Station Gießen einen annehmbaren Ausgleich herzustellen. f. Bei der Kaiser!. Ober-Postdirektion in Darmstadt hat die Kammer beantragt, die mit dem Schnellzug 166 um 4,18 Uhr nachm. in Frankfurt a. M. erntreffeuden Briefsendungen'nach Gießen zu mit dem Schnellzug 77 (Frankfurt a. M. ab 4,30 Uhr nachm.) weiter zu befördern. Tie Kaiser! Oberpostdirektion wird dieser Anregung vom 10. d. M. Folge geben. g. Tem GroH. Ministerium des Innern, Abt. für Land» wirtschaft, Handel und Gewerbe, hat die Kammer ein Gutachten über die Tätigkeit des Kohlenkontors und seinen Einstuß auf Handel und Industrie des Kammerbezirks erstattet. der Ausstellung der Zarmstädter Künstler-Kolonie. Ein bekannter hessischer Architekt schreibt uns: Die gegenwärtiFe Ausstellung auf der TarmsLädLer Künstlerkolonie hat bei den zahlreichen Besuchiern eine sehr verschiedenartige Beurteilung gesundem. Währerrd sie von der einen Seite als ein entschiedener Fortschritt im Vergleich zu der viel bedeutenderem Ausfüllung vom Jahre 1901 gefeiert wird, ist die Kritik aus speziellen Kunst- kreisen wohl in per Mehrheit darin einverstandep, daß der rein künstlerische Mert per neuen Ausstellung nur ver- hältnisnwßig minimal ist, denn Formenschönheit und Charakteristik, jene beiderl 5^auptbedingungen wahrer Kunst, sind dort doch nur in bescheidenem Maße zu entdecken. Es wird nun die Leser Ihres geschätzten Blattes vielleicht interessieren, auch vom Standpunkt eines unbeteiligten Architekten ein Urteil darüber zu vernehmen, denn die Bau^ tunst der Dreihäusergruppe bildet ja das Hauptobjekt der 'Ausstellung. Und eine objektive Kritik in dieser Richtung ruuß umsomehr am Plätze erscheüren, als wir es hier nicht mit einer Ausstellung im gewöhrclichen Sinne des Wortes zu tun haben, jondern mit Atuster-Wohnhäusern, die auch im weiterest Kteise vorbildlich wirklen urrd Der modernen Wohnhausentwilllung neue Anregungen und Ideen geben, ja vielleicht durch machtvolle Künstler in Dividualitäteu eine neue Richtung in der Wohnungsarchitektur begründen soll. Unsere Erwartungeu, die wir in «dieser Hinsicht hegter^ haben sich aber leider nicht bestätigt. Als wir zum erstjen Male unsere Schritte uach> der Malhildknhöhe richteten, ließen wir im Geiste alle jene herrlichen Kulturepochen schnell an uns vorüberziehen, die wir die klassischen zu bezeichnen pflegen. Tann tauchten vor uns die wunoerbaren Werke der italienischert Renaissance auf, das Frankreich des 17. Jahrhunderts, und die nlalerischen Schöpfungezr unserer nnttelalberlichen Wohnungsarchitektur, jene prächtigen Bauten, deren ost ge- heiunlisvoll anziehezrde Außenseite uns so manches trauliche Erkerplätzchell oder Turmstübchien und herrliche, stinun- ungsvv'.l beleuchtete Jnnenräunw erwarten- läßt. Wie süul- wl't, beziehungsreich kuö teilweise mit lebendigem Humor lewürzt ist doch du ganze Architektur vergangener Jahr- sssa i Hunderte! Sie spricht zu uns vom harten Kumpf ums Dasein, erzählt uns anmutige Märchen oder Geschichitchen aus der Lokalchronik, ertveckt sympathische Stimmungen und malt uns oft in prächtigen Mgen das traute Bild behaglichen Familienlebens oder eines selbstvertrauenden Bürgertums, kurz- die Bauftont steht in unmittelbarer Beziehung zu dem Ramue, den sie hinter sich birgt und zu dem ganzen Zweck und der Denkart jener Zeit, in der sie geschaffen wurde. In diesem Sinne betrachtet, nmß die Außenarchitektur der Dreihäusergruppe enttäuschen. Sie erscheint mir als das Sinnbild von Nüchiennyeit. Wohl finden wir hier Anklänge cm eine Reihe alter Baustile, Motive aus den verschiedensten Perioden. Aber wie sürd sie zusammengestellt? Ein Harrs zeigt int Erdgeschoß blauglasierte Ziegel flächen, hapt darauf gesetzt eine weißgeputzte glatte Wand- fläche mit einem weißgestricheilen, weit ausladenden Holzgiebel, dessen Linienführung schwach barock ist. Daran stößt ein Haus mit braunem Holzwerk im Dach, die Putzflüche mit rohen Ziegelstreifen etwas aufgemuntert, der Giebel wieder schwach barock, aber diesmal ungestrichen. Das. dritte Haus zeigt Sandsteinarchstektur in Barockanklängen mit grauen Putzflächen. Wir glauben, kaum ein Architekt hätte sich hier die Gelegenheit ewig eben lassen, die drei Häuser M einer Gruppe zu vereinigeir und ein importierendes Gesamtbild zu erzielen, ohne die Individualität der einzelnen Häuser zu zerstören. Aber lvelches ist der zusarnnienhaltenbe Gedanke der drei Häuser? Vielleicht ist es das Leitmotiv unseres moderuert Äberrs, wie Baurat Unger sagt, das „des Schreiens!" Doch die eigentlichen Wunder fntb erst inwendig, so sagte nttur uns. Ja, wundern kamt man sich in der Tat! Aber nur über die hier ebenfalls herrschende Nüchterrcheit! Die Wirkung der ganzen Jmumdetoration ist gesucht, nicht durch den Reich turn nnb das Anheimelnde des künstlerischen Gedankens, soltdepn durch die Farbe der vorwiegend glatt polierten Hölzer. Mail glaubt auf den crfixni Eindruck es mit einem Schreiner zu tun zu haben, der luenigcr in den Motiven und Kmtstformen, als in den verschiedenen Holzarten Abwechsltmg sucht. Das viereckige, oben stumpf ab- geschnittene Prisma ist das Lcitnrotiv aller hier ausgestellt teil sogenannten Kastenmöbel, der Schränke, Mchtsischchien usw. Ueber die Sitzmöbel ist nicht viel zu sagen, die Betten I sind mehr oder weniger einfache Verbretterungen, bei denen man teilweise durch, verschiedenartige Holzfarben Effekte zu erzielen sucht. Am wenigsten Geschmack üötmen wir den >>lachelösen abgewinnen, die in zivei Häuserin genau dieselbe Form zeigen, eine plumpe, viereckige Form, die auch anspruchslosen Laien nicht behagen wird. Da muß man unwillkürlich an den trauten Karmin des Mittelalters denken! Die mangelnde Ausnutzurig dieses Jndustriezäveiges resp. die Schaffung von schönen Vorbildern für Wohnzimmereinrichtungen ist umsomehr zu beklagen, als wir gerade in Hessen mehrere höchst leistungsfähige keramische Fabriken besitzen, deren eine (Gail in Gießen) in der Herstellung mehrerer Reliefs nach Modellen Prof. Olbrichs geradezu Muster gilti g es filr die Ausstellung geliefert hat. Kann nach dem Vorher gesagten der Gesamteindruck, den' die Außen- und Innenarchitektur der Ausstellung gewährt, keine volle Befriedigung gewähren, so treten dafür viele" Einzellei stungen doppelt erfreulich hervor. Zrt diesen gehören vor allem die nach Zeichnurrgen von Prof. Olbrich, Eis sarz mid Haustein angefertigten Gegenstände der Dijouteriebranche und der graphischen Knust Diese, sowie die äußerst saubere Ausführrmg der einzelnen Möbelstücke, der kunstvollen Vietallbeschlüge rc. liefert den Beweis, daß unser hessisches Kunsthandwerk in' s ch ö n e r B l ü t e st e h t und sich den leistungsfähigsten Ver- tvetern desselben ebenbürtig zur Seite stellen kann. Liber auf dem Gebiet des Villenbaues und der modernen Wohn^ Hausarchitektur bleibt noch viel $u tun übrig. Es wird' gewiß noch mancher Tropfen Wasser durch den M>ein fließen, ehe man von einem durchgehenden Erfolg und einem festen, einheitlich ausgeprägten/ dem Prinzip des Prab tischen und Behaglicheni zugleich entsprecku'nden Darui städter Wohnhaus-Baustil wird sprechen rönnen. Wir halten es für angebracht, zu betonen, daß hier die fiibjcttiue Ansicht eines nauthasien l>essischen Architekten zu Worte gekommen ist, der der Darmstädter Künstler wwnre fern fielt. Jeder Besucher der Ausstellung Iwi ja Gelegenheit, ein eigenes Urteil sich zu bilden und die Bemängelungen bcS Verfassers dieses Lllükels nach Belieben cinzuschränken. 9uiil) dem, was loir sonst bisher von Kunstkennern und Kunstfteund^'n über tue heurige Tarmitädb > Ausstellung gehört hüben, scheint der Verfasser nicht viele Gleichiesinnie zu loschen. D. Rod. deS „Gieß. .Luz." X <3emtfttfani mit Der Grvßh. Bürgrrmcisterri Greßeu hat bic ^üii^l^nMnmtT in ernor Eingabe an daS Großlx Mi- ntitenitm dcs Innern auf die odjkVxni hingx'iviesen, die Um oucticncr Vulwuirkrtn uni) dem Viehhondil durch hie Pa>lr tze, verordnng vom 5. Mürz 1903 über 3a*5 lUu&melfcn der Kühe vor dem Auftrieb auf den Bich markt cttkv hem Ärttrcchcu zu Hande ls- zivecken entließen jjnb die Aufheduug, l^czw. Aendemrrg drcher Beiordnung beantragt i. ‘i'an Lartzcrl. Patrnamt, 'Jlbt für Warenzeichen, nnircn in mehre reu Sollen Oküadjtcn zu erftatteu. JnSbcsotidrre unttix* von der Kammer in einem Gutachten auf die Nach- teile hmgewiezcu, bie sich für picle Iichustriezwrigc, na* menriich kür die Taixrlindustrie, aus der Eintragung von Sommelzeicheu ergeben und die teilweise Beseitigung des jevigru Zustmrdcs angeregt k? Tor Deutschen Hai^'lskammet in Brüssel wurde anläßlich be3 Ablelen wohn.n oen Verhandlungen bei höhere Regterungs- buixnic aus Berlin, München, Dresden, Darmstadt, Braum fW^S. ;c* ^iad) der Erfrattung oes Geschäftsberichts wurde die enr>7iltige Tagesordilunfesrgefetzt .Vom Handwerkskammer- gemäß die Gründe dafür, der andere gegen Einführung des Be- ^higungsnachevcsscs darlege. Diesem Anträge wurde lebhaft nnberfprod/en und beschlossen, zunächst eine Konrmisswn zu wählen, die noch beiii jeugen Handwerkskammertage Vovschlage wegen Einführung des Beiähigungsnast-'wäses machen soll. Ein Antrag des Ausschusses dahmgcheno, oafc künftig 9 uno nicht 7 Handwerkskammern c m Aussckmtz angehören sollen, findet die Zustimmung der Versammlung. Zur Frage der Mei.fter kurse lag bem Kammertage folgen x Resolution vor: „Der 5. Deutsche vantm-erks- und Gewerbekammertag er- runüaltung von Meisterkursen ein hervorrag.no'- 5 ttä zur prall j !/:n Forderung des Handwerls erbliüi un j ; da < r für bring« no wünschenswert erklärt, daß die hohen c» Sr gr rang n unter Fühlungnahme uno im Verein mit den / ' NN1N cn, wie mit den sonst wmn , nfiaui-j ■ gl^.xluol Da vu stuntlÄchen zurzeit in Deutjchlano eingerichteten oder vorlvreileten Mcistxnkurse, als Vcrsuckn' an- zuschen sind, ivclctyc allgemeine und sichere Grundsüßi' noch nickst yerausgebildet Haden, beauftragt der Kammerlag seinen Ausschuß, die venl^mdeuen prakti^'n Erfahrungen schnellstens zu iamiiieln und an deren Vanö die grundlegenden Leitsöhe für die Einrichtung von Meisterkursen anfzustellen nnd ixxra nächsten Kamm erdige zur^Beschlußfassung zu unterbreiten." In SackLN der Forderung des Äenosscnschafts- wesenS stimmte der iVaiunrertag folgender Resolution zu: 1. Die Ausbildung des Genvssenichastswescns ist keineswegs imTuuibi', eine gute I nn nngsorg auif a i tun zu eil eßen oder überflüssig zu madKii, im>hl aber kann sie die Wirksamkeit der Innungen nach der u>irtfd)aftlid)cn Seite hin mit Erfolg ergänzen nnd ist daher von den ^)andivcrls und Gewerbelammern nach ökraften zu fördern. 2. Bon den verschiedenen Arten der Ge- uo)Knid)aften, aber auch nur da nnd insoweit nicht dem stredubedürfnis der Handwerker durch andere EKiwssctlschäften, Banken oder Kassen genügt wird. 4. Daneben er)d>cincn die (rin* kanfsgenossenfchaiten geeignet, den Handwerkern den preiswürdigen Einkauf von Rohstoften und Werkzeugen in guter Beschafseiihcit zu erleichtern. .Bei der Verwaltung ist soweit tunlich auf Barzahlung zu hallen. Der Verlauf der Rohstoffe an die Genossen bat nickst zu den Einstandspreisen, sondern zu den üblichen Markt- tneisen zu erfolgen. 5. Die Genosse.lsck-asten l-aben auf die Be- fdmffung eines ausreichenden GesckviftskapitalS durch Einzahlung auf die Gesckiäfdsanteile, sonne auf die Ansammlung angemessener Reserven Bedachst zu nehmen, da vor allem hierdurch der Geschäftsbetrieb auf die Tauer sicher gestellt und gewinnbringend gestaltet nrirb. 6. Eine Beteiligung der kapitalkräftigen Hand- merfer an den Genossenschaften ist im Gcsamiinteresse des Hand- nvrld dringend geboten. .7. Von den verschiedenen ,formen der Genossensck^asten empfiehlt sich für das Handwerk als Regel die Gcnossensck)aft mit beschränkter Haftpflicht. 8. Aufgabe der .vanb* nxrls- und Gewcrbekammern kann nicht sein, selbst die Gründung von Genossensckmsten in die tzand zu nehmen, vielmehr paben dieselben sich die Aufklärung und Belehrung der Hand- ipcrfer über das Wesen und die Vorteile der (^nosscnsclwftcn und in geeigneten Fällen die Anregung zum Jnslebcnrufen foldxr angelegen sein lassen." Ter £)anbux'rf£* unb Gcwerbekammertag ist IkuIc geschlossen worden. Tie Tagung im Jahre 1905 findet in Wln, im Jahre 1906 in Nürnberg statt. vermischtes. • Ein ungebetener Gast im Zarcnschloß. Aus Petersburg wird geschrieben: Ein treuer Untertan öeß Selbstbeherrschers aller Reußen traf unlängst aus bem Kau- kafuS in Petersburg ein, um ben Zaren zu sehen. Angeblich hatte er em Mittel erfunden, ben Japanern in kürzester Zeit ben Garaus zu machen unb so ben Krieg auf bie schnellste unb leichteste Weise zu beenden. In seiner malerischen Tracht eri'chien er vor bem großen Portal deS WinterpalaiS an den Ufern der Newa unb trug bem eleganten Portier fern Llnliegen vor. Die Wirktlng war nicberfchluetternb. Em paar handfeste Tatarenhände beförderten ihn nut einem Ruck an bie freie Luft. Was nun machen? Lange staub er unb betrachtete bie kunstvolle Mauer mit bem kostbaren Eisengitter, bem vergoldeten Monogramm unb ben imponierenden Adlern. Wie wäre eS, wenn du dir von hier aus ben Weg zum Zaren bahnst? Die Stauer ist glatt, doch wagen muß man. Bewacht schien sie auch nicht sonderlich. Ra also! DaS Wagnis gelang, der Kaukasier befand sich jenseits der Stauer. Wie aber inS Schloß gelangen? Die große Schloßtur war hier fest verrammelt. Zunächst kampierte er drei Tage in bem kleinen Garten, biß ihn der Hunger zu peinigen begann. Er schlug nun einfach eine Fensterscheibe entzwei unb stieg :nß erste beste Gemach ein. Es waren bie Räume der Oberhofmeisterin Fürstin Galitzin. Dort auf bem Schreibtisch stauben bie Porträts beS Zaren unb seiner Gemahlin. Der Kaukasier steckte sie zu sich. Dort ein Schrank, wahrscheinlich die Garberobe des ,StattcrchenS Zarin^. Seide, Kleiber, breit unb reich. Zwei baoon zum Anbeuten mitzunehinen, ist nicht mehr als billig. Schnell würbe ein kleines Bündel zu recht gemacht mit den .Andenken", bann eine RekognoSzietungS- lour durch das ganze Palais unternommen, wobei er in bie Haupt- und Galasäle geriet. Alles wurde genau betrachtet: die herrlichen Möbel, die kostbaren Vasen, die schönen Bilder unb bie prachtvollen Kronleuchter. Ta tut er noch einen langen Blick auf ben schönen, stolzen Strom, der sich majestätisch bahinwälzte. Warum auch nicht! Siemanb störte ihn in fernen Betrachtungen, niemand hielt ihn an, weil eben niemand da war. Tas Heer der Diener, die alle hervorragend gut bezahlt sind für eigentliches Nichtstun, schien sich inS Privatlebeii zurückgezogen zu haben, Oberaufsicht war vielleicht auf Reisen. Als sich der gemütliche Kaukasier alles angeschaut hatte, begann bei Magen gewaltig zu knurren. Zudem schien auch gar feine Aussicht zu fein, ben Zaren zu erblicken. Er war unterdeß gerade an die große Freitreppe gelangt, stieg sie gemütlich herab, um die denlwürdigen Räume zu verlassen. Im Anii hielt er feine „Andenken". Am Ausgang stieß er endlich auf eine lebendige Seele, die nicht wemg überrascht war über den seltsamen Besuch. Jene Seele rief noch ein paar gleichgesinnte herbei, ebenso den in der Nähe postierten Gorodowoi, bie insgesamt nun den „Besuch" zur Polizei beförderten. *Aus berJagb nach BrautundGattin. lieber eine merkwürdige Heiralsgcschichte berichtet die Wiener „Reichswehr": Affären des Herrn Julius v. Takacs haben bas Wiener Haiidelsgericyl beschäftigt. Wie aus früheren Prozessen erinnerlich, hatte der junge ungarische Kavalier Julius v. Takacs sich mit Hilfe eines ganzen Konsortiums von Geldgebern, die ihn finanzierten, um die Tochter Earlotta des amerikanischen Stillionürs Hart bemüht. Der Vater der jungen Dame wollte jedoch von dieser Ehe nichts wissen, und erst nachdem Takacs förmliche Odysseusfahrten hinter der Familie Hart gemacht hatte, gelang es ihm, die Zustimmung des Millionärs zur Ehe -u erlangen. Die Bekanntschaft war in Karlsbad gemacht worden. Als es sich darum handelt, die erfolgreichen S-Öctocrbuiigcn des Tal'acs zu vereiteln, führte Papa Hart feine Familie bei Nacht und Nebel von dorr weg unb blieb verschwunden, bis Takacs ausfindig machte, daß die Familie fich in Mosläu befinde. Flugs reifte er, von den (Geldgebern mit eiitsprecheiideii Mitteln ausgestattet, nach Moskau, wo sich die Bekanntschaft der jungen Leute fortspann. Als 9Jlr. Hart dies bemerkte, brachte er seine Familie wieder heimlich nach Ainerika. Auch dorthiil folgte Takacs, unb Dort erlangte er endlich die Zustimmung zur Hochzeit, die dann in rIien gefeiert wurde. Noch am Hochzeitstage erschienen mehrere Äewgeber bet dem jungen Paare, um bcifr „Vorschuß" einzukassieren. Takacs aav Wechsel, die feine junge Frau girierte. Bei der Tätigkeit des WechselunterjchreibeiiS Jibcrrafdjte sie Papa Hart, der dadurch luicbcr anderen Sinnes wurde unb mit seiner Tochter schleunigst wieder — unbekannt wohin — ab reifte. In Begleitung eines Geldgebers trat der junge Ehemanm. dem die Gattin entführt worden war, die Suche nach, seiner Frau an, die er schließlich irgendwo in Amerika aus- jpilrtc, von wo er ihr bou Ort zu Ort nachreifte, während ihr Vater int entsck)cidenden Momente immer mit der Tochter davonfuhr. Atigenblicklich sollen Hart und Tochter irgendwo in Oesterreich sein und sich in der Nähe von W.ieti üufljaÜen. Inzwischen ist einer der von Julius v. Takacs unb Earlotta v. Takacs unterschriebenen Wechsel fällig geworden, und der Inhaber hat gegen das Ehepaar den Zahlungsaiistrag ertoirtt. Die Verhandlungen darüber bilbeten den Gegenstaiid der oben erlvahiitcn Sitzung des Wiener Handelsgerichts. „Reine Herzensneigung! Vermögen Mbeusache!" ¥ Eine kinderreiche Gegend. In Franlreich wollen die Ülllgcti über die zutiehmeiide Entvölkerung des Lmtdes nicht DcrftuimnciL Aaß es aber auch dort Gegenden gibt, in welchen „die Zahl der Geburten fia> sehen lagen kann", beweist ein Bcricku des ,Malin" über einen besonders kinderreichen Landstrich: es handelt sich um den Bezirk Fan Ville in der Normandie, wo ein Mitarbeiter des erwähnten Blattes aefjt Mütter mit 86 Kindern entdeckt bat. Tie Mütter find arme Bäuerinnen — man nennt sic „aouteuses", weil fic im August bei den Erntc- ai-beiten auf den Feldern helfen —, die von einer Kinderschutz- Gesellschast in Rouen für das minder trügen Belohnungen erhielten; biie Summen iraren jedoch so klein — Höchstbetrag: 100 Francs —, daß die armen Frauen davon kaum die Schulden bezahlen konnten, die sie im Lause der Jahre bei Bäckern, Schlächtern, Aerzten usw. gemacht Ijabcu. Den „Mütterrekord" (ein Rekord mir lür Frankreich) hat eine Frau Bellet in Hatten- ville erreicht: sie hat 18 blinder geboren, von denen noch 14 am Leben find. • Ein seltsames Mor dmotiv. Aus Essen an der Ruhr wird geschrieben: In Boernig vergiftete cm Bahnwärter seine Frau mit Vitriol, weil fie gegen feinen Willen ihr bestes Kleid angelegt hatte. Auszug aus im Kirchenbüchern ber Stabt tzießeu. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Matthäusgemcinde. 4. Sept: bem Kaufmann Wilh. Rühl eine Tochter, Emmy, geb. den 8. Aug. — Markus- gemeinde. 4. Sept.: dem Fabrikarbeiter Jakob Müller ein Sohn. Wilhelm Georg Adam, geb. ben 15. Juli; dem Fuhrmann Marl Wolf ein Sohn, .Friedricv, geb. den 6. Aug.; dem Kaufmann Edgar Borrmann ein Sohn, Julius Reihold Hans Heinrich Ferdinand, .geb. den 31. Juli. .— Lutasgemeinde. 4. Sept.: dem Lolomotivhn-er Ludwig Heiiß ein Sohn, Ludwig Heinrich Wilhelm Friedrich Arthur, geb. den 14. Aug. — Io- hanneSgemeinde. 4. Sepll: dem Schneider Siarl Hofmann eine Tochter, Anna, geb. den 29. Mai. —.Militärgemci. nde. 31. Aug.: bem Musiker Arthur Riemann eine Tochter, Emma Enta, .geb. den 11. Juli. Getraute. Markusgemeinde. 3. Sept.: Heinrich Alwin Hermann Andreas, .Schlosser zu Gießen, und Therese Christine Sauer, Tockuer des oerftoebenen Pl-otographen Heinrich Sauer zu Gießen. — Johannesgemeinde. 3. Sept.: Andreas Heinrich Wilhelm Eidmann, Maufmaiui zu Gießen, und Lina Marie Ruhl, Tockster des perftorbenen llniversitütsdieners Johannes Ruhl zu Gießen. Veerdigte. Matthäusgemeinde. .4. Sept.: Karl Friedrich Aug. Ludwig Huber, .Bureaugehllse, Sohii bei verstorbenen Schlossers Joseph Huber, 25 Jahre alt, starb den 2. Sept. 6. Sept.: Christian stemmer, Großh. Pfandmeister i. P., verheiratet, 74 I. alt, starb den 4. Sept. Warnung; vor Fälschung ivixlftl* noch, Pulverform noch mit Kakao cllvL geurscht, sondern nnrin Flaschen mit cingeprägtem Namen ist Of Hoi.nnel m 1U Haematogen ecut. 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September, mitt 1 Uhr, soll daS Obst deS Gräflichen Pachtkonsortnnns, in der Gemarkung Arnsburg, öffentlich meistbietend versteigert werden. Anfang auf der Straße über Man verlange nur Globus- Meiner werten Kundschaft, sowie einem verehelichen hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich Allendors a.2ahn, S.Sept.1904. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. Lahn. Volk. Großen-Buseck, 7. Sept. 1904. Großherz ogl. Bürgermeisterei Großen-Bujeck Schwalb. Unter ßeuflgem habe Ich In TlöheN, Stelllffrafje 47, parterre, eine kithographitdie Kunft-Hnftalt errichtet. Empfehle mich Im Unfertigen aller in der Lithographie vorkommenden Arbeiten für Industrie, Handel und Gewerbe, WlHenFchaft, Behörden und Vereine. Indern ich Jedem Auftrag die peinlichste Aufmerksamkeit schenke und sauberste Ausarbeitung bei billigster Berechnung zusichere, haste ich mich beitens empfohlen. empfiehlt A«tterschueth»ascht»e» «übeuschueider Schrotmühle» Jauchepumpe» ferner sämtliche Wmßeigemg. Donnerstag, den 15. d. 3JL, DürmitiagS 10 Uhr anfangend, soll bad der Gemeinde BerSrod gehörige Obst, bestehend in vielen Aepfeln, Birnen und Zwetschen unter den alsbald oekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Zusammenkunft ist im Ort. Bersrod, den 9. Sept. 1904. ©r. Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. 7262 Mm verlange neueeten Pr&cbtkit&log mit 8500 Abbildungen nebst nAherer An^be ebenfalls crMl* und franko (ohne Kaufnwans). - Derselbe enthalt rrowc Auswahl in Rasiermessern, ReslenrteRetllen, Haarmaschlnen, Taschen-, Tatelmeis*rn u. Gabeln, Domen , Haar- u. Schneiderscheren, Reben- oder Gartenscheren, Sensen, Glrtnermoeserp, Brat Schlackt-, Gemüse, Hack und Wlege- masseru, Uhren, Uhr- u. Halsketten, Broschen, Rlncea, PortemennaHa, Pfelfan, Spaziarstticken, Fernrohren Feldshchern, Schuss- und Stichwaflen, Muslk- Insirumenlen, Schmuck- un-1 HauUsai urasartlkeln, lUndorspielwaree und Christ- baumschmjck etc. etc. Olrlchr. ltig offerieren w*t, damit eich Jeder tob der Gttte und Qualltlt uneerr? Waren obenseueen kann, franko Rasiermesser Ma. 50 aas rnurnetialertCDi SilberstahL, fein hohlgeschliffen, fertig mm Gebrauch, Bit feinem schwarzen Heft and Etuis für nur M. 1.75 30 Tafe inr Pre'Je hHt 5 Janren Garantie. Besteller verpflichtet steh, den Betrag e uzusendea ©der die ueener m retournieren. Mehr wie ein Stüok nur gegen Nachnahme. Gebrüder Bell, ßräfrath fillb. Sdingen, am Plata», gebrandet ld7d. Ganz umsonst und portofrei kann al oh Jeder von uns für entsprechenden Wert Ware* erwerben. Allein echt zu haben bei: Chr. Bieker, Calner ConHuroaiwUltGebr. Berdm, Eberh. Dort, Adolf Geisse, F. Malier jr., Äug. Noll, A. A, G. Wallenfele, L. Steinhlnser; D°/e Kairos: Wallenfels fr Hauer. mein Geschäft käuflich überlassen habe. siur daS mir seither in so reichem Maße geschenkte Vertrauen besten« dankend, bitte höflichst, dasselbe auch auf meinen 9tachsolger übertragen zu wollen. Hocl)achtungSvoll K. Ramstock. Aus vorstehende Mitteilung höflichst bezugnehmend, bleibe ich bestrebt, da« meinem Vorgänger geschenlte Vectraueu zu würdigen und mir die oerehrliche llundschast dauernd zu erhalten suchen. für 2 gute Teller Suppe, weil von nnerrctchter Feinheit im Geschmack. Stets frisch erhältlich bei Cl% Christian Wallen fei*, Marktplatz 17. ~ Horcher — alkoholfreie TlMdeil-Wkillk edelste Marten Carl Jung, WeiugutSbesitzer, Lorch i. 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September d. nach«. 2 Uhr versteigere ich m meinem Bureau, Bahnhofstr. 27, gemäß handelsgesetzlicher Bestimmung: 200 Tonnen Lollar U Gießerei Atoheisen gegen Barzahlung. 7281] Born, Gerichtsvollzieher. Wskchriskmz Wmttrö. Donnerstag den 15. d. M. soll das Obst von ca. 600 Apfelbaiemen sfetnsteß Tafel- uno Retterobft) meistbietend onenttutz versteigert werben. ‘JlRrang wem. 9l/s Uhr an der lßhaußee Retekirchen—Winne- -oo, ca. 1 km vom Bahnhof Reiskirchen. 7256 Guts Verwaltung Winnerod. Kartoffel. Alle Sorten Speise- u. Salat» 7208) kartoffel empfiehlt aston’s Panophcum Mit Hochglanz, rasch und hart trocknend, dauerhafter, eleganter Anstrich, lose gewogen und in Tosen, Karben Lalle Pinsel Staubbildung verhinderndes Fnßbodenöl empfiehlt 6597 Adolf Bieler, Marktstr. 5. Billigste Zagdpatrone 100 Sluck ftaL 16, Atk. 6.— Bet Abnahme von 500 Stück a 100 Mk. 5.75 ab Fabrik franko mkl. Kiste. Kal. 12 per 100 Stück 1 Mk. nuchr. A. Dickere, 6930 Gießen. Telephon 416. 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Gebühren mehrere Schranke, Romnwbcn, Soias, Venckov, 1 Ladenschrank, 2 Uhren, 2 Kasfenschränke wrd 1 Pferd versteigert werden. Gemmecker, 720o Pfandmetsler. Muschenheim, 8. Sept. 1904. Ter Vorstand: Eifer. Rßöerßeigervlig Donnerstag den 15. d. M., von morgens 10 Uhr an soll daS hiesige Gemeindeobst, bestehend m mehreren hundert Bäumen sehr voll hängender Zwetschen, Aepfeln u. Birnen (meistens Glockenbirnen), versteigert werden. Der Anfang ist nn Ort. Grümngen, den 8. Sept. 1904. Großh. Bürgermeisterei Grürnngen ^hstvtrßeigttiiiig. Den 16. September, von morgens 9 Uhr anfangend, soll daS Gemeinde - Obst, bestehend in einer großen Quan- ruät Aepfel, Birnen und Zwetschen, femsteS Tafel- und Kelterobst, an den Baumen meistbietend versteigert werden. Lich, den 9. September 1904. Gr. Bürgermeisterei. ________Heller. 7263 SamStag, den 17. Sep- t em der 1904, oorm. 9 Uhr, wird daS hiesige Gememdeobst versteigert. Dasselbe besteht hauptsächlich m schönem Tafel- Ferdinand Schott Welnhandlung Wck- illld Frühstülksstabtil 704fl| Bahnhofftraffe. feinste Cajtkllamare- Taftltrauben wieder eingetroffen al0/B per Pfund 80 Pfg. ca. 5 Mk. 1.30 ca. 9 Pfd.-ttistcheu Mk. 2.30 Gebrüder Berdnx. ZwttbelKuchcn Montag, Mittwoch u. Freitag von 9 Uhr ab. 6591 Fr. Noll, Wäusburg. Thüringer 1MT UM Bit Hro MH 4 EDLICH, LEIPZIG-PLAGWITZ. ▼an .Leinen wheche ksum buh« ♦ Rad«*« IwUifiL i Wettito 7. ^wenij GieblschönsteV/äsche