1 Nr. 264 Vr?Oetut tLgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit den. hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, -lütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der BrÜhl'ichen Unweri.-Buch-u. Stein- drucke«!. R. Langem Redaktion. Urptbitton und Druckerei: Schnlstratze 7. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 8. November 1»»4 Bez«g4Pret-r mona tlid)75 Pf^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 6o Vf.; durch diePost M.2.—«ierLel- jährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür dre TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pl* auswärts 20 Pfg. Verantwortlich füi den poltt und öugem. Teil: P. Wittko: für „Stadt und Land^ und „GerichtLsaal*: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. A*t A<& A> MS -*♦ * AO (DWnvllvl ZUIJCI ” General-Anzeiger 'Wtitis- jttiÄ HüiAtAAhldtt toi» hon AMr 10. Sitzung der Grotzh. Handelskammer Gießen, für die Kreise Gießen, Alsfeld nnd Lauterbach. Proto ko ll-Aus zug. Gießen, den 4. November 1904. Anweselid die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Hoos, Jhring, Katz, Moll, Nowack, Röhr, Zurbuch, sowie der Syndikus Tr. Knippen 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteiten: a) Tie Cisenbahndirektioir St. Johann-Saarbrücken hatte der Handelskammer mitgeteilt, daß die Verbesserung der Schnellzugs-Verbindung Berlin — Kassel — Gießen — Koblenz — Metz nur durch Einlegung zwei neuer Schnellzüge Berlin—Frankfurt a. M. mit Anschlüssen in Gießen nach und von Koblenz zu erreichen sei. Ter neue Schnellzug Berlin — Frankfurt a. M. sollte 9.35 Uhr abends von Berlin abfahren, in Gießen 5.46 Uhr morgens eintreffen und direkten Anschluß an einen Schnellzug nach Metz haben. Ter Gegenschnellzug sollte Frankfurt am Main um 10.24 Uhr abends verlassen, 11.37 Uhr in Gießen, 7.50 Uhr morgens in Berlin em treffen und in Gießen einen allerdings wenig günstigen Anschluß von Koblenz her erhalten. Tie Handelskammer hat hierzu bei der Eisenbahndirektion beantragt, den geplanten neuen Schnellzug schon 4.30 Uhr nachmittags von Berlin abfahren zu lassen, da um diese Zeit eine passende Verbindung von Berlin nach Gießen fehlt, ihm ferner bei etwaiger Leitung über Gießen die Anschlüsse der Züge von Halle an der Saale zu sichern und in Gießen einen passenden Anschluß nach Koblenz nnd Trier zur Erreichung des Schnellzuges nach Luxemburg (Trier ab 11.41 Uhr) und Paris (an 6.28 Uhr abends) herzustellen. Ten Gegenschnellzug empfehle die Kammer etwas später als vorgeschlagen zu legen, und in Gießen einer: besseren Anschluß vor: Koblenz her zu vermitteln. b) Im Interesse des Arbeiterverkehrs hat die Kammer befürwortet, den F r ü h z u g 1320 Niederwalgern — Gießen auch während der Wintermonate beizubehalten, um den Arbeitern der Lollarer Eisenwerke aus Niederwalgern, Fronhausen und Umgegend die Möglichkeit zu geben, rechtzeitig mit den: Schichtenwechsel in Lollar einzutreffen. Tie Eifenbahndirektion wird den Zug von Niederwalgern bis Lollar versuchsweise bis auf weiteres auch ioährend der Winterfahrplanperiode verkehren lasse::. c) In Uebereinftimmung mit der Handelskainmer zu Wetzlar hat die Kammer bei dem preußischen Minister der öffentliche:: Arbeiten beantragt, die von dem Bezirkseisenbahnrat zu Köln, bezw. von seinem Ausschüsse eingeleitete Untersuchung über die Lage des Eisenerz-Bergbäues und der Eisenindustrie des Siegerlandes, deren Ergebnis ev. die Gewährung ermäßigter Tarife für Kohlen und Koks rechtfertigen soll, auch auf die Gebiete der Till und Lahn auszudehnen, da alle diese Gebiete als ein ein- hsilliches Wirtschaftsgebiet zu gelten haben und auch bisher stets angesehen worden sind und da die betreffende:: Werke cm der Till und Lahn sich in derselben ungünstigen Lage befinden, wie jene an der Sieg. Gleichzeitig hat die Kammer das Großh. Finanzministerium gebeten, darauf hinzuwirken, daß die Verbilligung der Brennmaterialfrachten nicht auf d-as Siegerland beschränkt, sondern auf Ober- Hessen ausgedehnt wird. d) Für den S o m m e r f a h r p l a n 1905 sind der Handelskammer mehrere Anträge aus den Kreisen der Interessenten zugegangen, die deurnächst der Eisenbahndireklion übermittelt werden sollen. Es ist dringend erforderlich, daß etwaige w e i t e r e A n t r ä g e d e r Hande l s k a n: m e r m ö g l i ch st bald mit geteilt wer - den,da sie beiderBearbeitungdesSommer- s a h r p l a n s s o n st nicht mehr berücksichtigt werden könne::. e) Anläßlich des Ablebens des Hern: Geb. Kommerzienrats Otto Hubbe in Magdeburg, des ersten Vorstehers der dortigen Handelskammer, hat die Kammer der .Handelskammer zu Magdeburg ihr Beileid ausgesprochen. 2. Ha n d e l s k a n: m e r w a h l e n. Gegen den Inhalt der Wählerliften, die zehn Tage lang offen gelegen haben, ist innerhalb der gesetzlichen Frist kein Einwand erhoben worden. Zur Vornahme der Handelskammerwahlen werden folgende Walltermine beschlossen: a) für Gießen-Stadt, Touuerstag den 10. November d. Js., nachmittags von 2—6 Uhr in: Bureau der Handelskammer, b) für Gießen-Land, Tonnerstag den 10. November, vormittag»- von 11—12 Uhr im Burean der Handelskammer, c) für Grimberg, Freitag den 11. November, von 2—3 Uhr nachmittags in: Bureau der Großh. Bürgermeisterei Grünberg, b) für Alsfeld, Freitag den 11. November, von 10—12 Uhr vormittags in: Bureau der Großh. Bürgermeisterei Alsfeld, e) für Lauterbach, Montag den 14. November, von 10 bis verdammte. ... . Man hätte sicher erwarten dürfen, daß ein Mann, dessen rechtliche Triebe so stark waren, daß er kaum Worte finden konnte, un: sie kräftig genug zum Ausdruck zu bringen, in Positionen offizieller Macht nie daran denken würde, jene gemeinen uno gefährlichen Geschöpfe zu begünstigen und daß er ferne ganze Macht aufbieten würde, ihre:: schädlicher: Einfluß zu bermMen, daß er wls Gouverneur von Newyork kein rechtmäßiges -Vcttrei unversucht lassen würde, dem Voß Quan von PennsNlvcnnen, der ein Slnubol war für alles, was verderblich, demoralisierend nno tyrannisch in der Politik war, seine Mißbilligung zu 5e:gn:, d<.N er danach beeghren würde, seinen Ekel an emer solchen Me wie Addlcks auszndrücken, der offen in einen Staat e.mgesauen war, um sich mit einem Korruptionsfonds einen Sitz m: zu kaufen, daß er weniaftens ans fernem Kabinett Leute von zweifelbasieu: politischen Eharalter serngehalten haben würd^ Mw so weiter. Als Gouverneur des Staates Newyork hat Herr Rooft- velt in der Tat ein gutes Zivildiettstgesetz befördert und vme gute Ernennungen gemacht, allein er hat den Boß Platt m ö\\ e: lieben .Angelegenheiten mit einer DiegclmumoFcit zu Rate gezogen, 12 Uhr vormittags im Burean der Großh. Bürgermeisterei *vUUlilUU uj • 3. Haftung der Telegraphen Verwaltung für rAelegramme m:t Berglerchun g". Tie Handels- und Gewerbekammer zu Sonneberg hat angeregt, die Haftung der Te- legraphenverwaltung auf Telegramme mit Vergleichung und verloren gegangener Telegramme auszudehnen. Tie Kammer war n:cht m der Sage, diese Anregung zu unterstützen, da bei den ietz:gen genüge:: ^elegrammgebühren die Telegraphenverwaltung auch be: den genannten Telegranmrei: unmöglich eine Haftung übernehmen kann und sie voraussichtlich auch nicht übernehmen w:rd Eine dem Risiko der Haftung entsprechende Erhöhung der Tele^rammgebühren liegt aber nicht in: allgemeinen Interesse. 4. Beitragspflicht zur Lagerei-Berufsgenos- senscyaft. Tie Lagereiberufsgenossenschaft, Sektion 2 zu Mamz, hat.die Handelskammer ersucht, sie bei der Ermittelung der noch nicht zur Berufsgenossenschaft angemeldeten beitragspflichtigen Handelsgeschäfte zu unterstützen. Tie Kammer beschloß, der Berufsgcnossenschaft die entsprechenden Angabe:: für ihren Bezirk zu liefern. 5. Entwurf eines Nahrungsmittelbuches. In der zweiten Hälfte des laufenden Monats finden auf Veranlassung des Bundes Deutscher Nahrungsmittel-Fabrikanten und -Händler in Frankfurt a. M. Verhandlungen über die Schaffung eines Nahrungsmittelbuches statt. Ta gegen die von dem Bund herausgegebene Sanunlung von Begriffsbestimmungen und Handelsgebräuche:: im Gebiete des Nahrungs- und Genußmittelgewerbes von den Likör- und Essigfabrikanteu des Kammerbezirks Einwände erhoben worden sind, so beschloß die Kammer zu den Verhand- lunge:: einen Telegiertei: zu entsenden, um die Wünsche der hiesigen Interessenten zu unterstützen. 6. Eingänge: a) Protokoll der Jahreshauptversammlung des Teutschen Tabak-Vereins ; b) Eingabe des Teutschen Tabakvereins an das Reichsschatzamt zu dem aufzustellenden Entwurf neuer Tara-Bestimmungen für Tabak; c) Protokoll der 27. Hauptversammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie Deutschlands; d) Produktionsstatistik der in: Verein deutscher Schiffswerften vereinigten Firmen in den Jahren 1899—1903; c) Tenkschrift des deutschen Versicherten-Verbandes zu dem Entwurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag; f) Eingabe der Vereinigung von Handelskammer:: des nieder- rheiuisch-westfälischen Jndustriebezirks an den preußischen Landtag zur Verstaatlichung des Bergbaues; g) von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilung?:: zugegangen über die Anwendung des Telegraphenschlüssels bei Lieferung von Maschinen und Pumpen ins Ausland, über den amerikanischen Tabaktrust, die in: Herbst vor. Jahres in Rio de Janeiro abgehaltene Internationale Ausstellung von Spiritusapparaten, fermer über eine zweifelhafte Firma in Jaffy. Tie Eingänge können während der üblichen Geschäftszeit in: Bureau der Handelskammer eingesehen werden. Führers Gorman von Maryland gegen vergeblich, ^oer Vertrag mit dem neuen irde ratifiziert. yt", das in Amerika bereits sprichwört- at am 8. d. M. wiederum geleuchtet —; ,llen, zum Besten aller Deutschen !n »esten aller deutsch-amerikanischen politi- Nov. Roosevelt gewann 'den Staat New- int seine Wahl gesichert. Der Republikaner Gouverneur des Staates Newhork ge- 3024 Wahlbezirke des Staates Newyork Newyork errangen die Republikaner einen Parker erhielt in den Landbezirken des rhältnismäßig weniger Stimmen als 1900. Nov. Zu dem Wahlergebnis schreibt die .Newyorker Staatsztg.", die persönliche Po- Habe den größten Anteil an seinem Siege, das Vertrauen des Volkes, welches sie durch cherzte, nicht wiedergewonnen. Tie größte rnmehr darin, daß die" radikalen Ele- ratie jetzt wieder Oberwasser gewinnen Nov. In Eripvlecreek (Colorado) verlies )ig. In Goldfields wurden zwei demo- ibmänn er durch den republikanischen aus dem Wahlraume wiesen, erschoffen. o) wurde em demokratischer Hilfs-She- mblikanischen tödlich verwundet. Nov. Ter Umsatz der letzttägigen Wahl- ?sigen Hotels abgeschlossen wurden, beträgt ll a r s. . Deutsches Reich. 'ov. Zu der gestrigen Frühstückstafel fcd er Kaiserin im Neuen Palais waren ge- ■nn Georg von Sachsen mit Gefolge, der Äraf Hohenthal und Staatssekretär Frhr^ . der Tafel wechselten der Kaiser und -eorg kurze Trinksprüche. rigen Präsidenten der Eisenbahndirektion Rat Kran old, wurde beim Ausscheiden ift der erbliche Adel verliehen. ission des Abgeordnetenhauses zur Be- .hrungsgesctzes zum Rei.chsseuchen^ n § 25 insofern ab, als die Kosten aller Inkheiten vom Staate allein zu über- :7 wurde derartig abgeändert, daß bte isidiären Leistung an der Stelle leistungs- en völlig ausgeschlossen wurden. Fernep üon angenomme::, daß der Staat in den n Betrag bis 50 000 Mk. einzustellen Schiedsgericht für Arbeiterversicherung. Gießen, 5. Nov. Die Elisabethe K a l b f t e i s ch zu W e n g e s hakte sich am 4. Oktober 1903 eine Verletzung des linken Ringfingers AUgezogen. Als Entschädigung hierfür hatte die land- und forstwirtschaftliche Bernfsgenossenschaft zu Darmstadt eine Rente von 25 Proz. der Vollrente gewährt. Gegen die Herabsetzung dieser Rente auf 15 Proz. wandte sich Fran Kalbfleisch an das Schiedsgericht, das jedoch ans Grund des Ergebnisses der Inaugenscheinnahme des verletzte:« Fingers die Reduzierung der Rente für ungerechtfenigt nicht erachten konnte. Auf Grund des § 94 land- und forstw. Unfallvers.-Ges. hatte genannte Bernfsgenossenschaft beim Schiedsgerichte Antrag auf Herabsetzung dec den: Johannes Eis fetter zu Ermenrod aus Antaß eines ihm am 21. JUni 1896 zugestoßenen Unfalles gewährte Rente von 25 Proz. auf 15 Proz. gestellt. Der Antrag mußte als unbegründet verworfen werden, da das Gericht nicht zu der Ueberzengnng kommen konnte, daß sich die Erwerbsfähigkeit des Eissellec wesentlich erhöht hat. Mit Bescheid vom 24. Mai 1901 hatte die landw. Berufsgenossenschaft die dem Johann H er g et zu Kaul st gewährt gewesene Rente von 40 Proz. auf 25 Proz. herabgesetzt. Die hiergegen verfolgte Berufung wurde vom ngen ober Ergänzungen der deutschen g werden von verschiedenen großen Ver- : Verbände deutscher Uhrengrossisten, dem c die Gold- und Silberwaren-Jndustrie * der deutschen Textil-Industriellen an- „Leipz. Uhrmachec-Ztg.^ mitteilt, bewegen mentlich dahin, daß auch außergerichtliche etzlichen Schutz gestellt werden, analog den mmungen der belgischen und schweizerischen ter sollen bei Insolvenzen die Verbands-^ eien oder Zwanqsvergleiche zustimmen, der rozent unter Sicherstellung bietet. Aus- r unter Zustimmung einer besonderen on aus den Haupt-Waren-Gläubigern zu- Pol. Nachr.^ zufolge sei es mehr qI5; < auch im Neichshaushaltsetats- 905, der in naher Zeit dem Reichstage' vird, sich eine Zuschußanleihe von Betrage befinden wird. chsjustizkommission zur Vorprüfung, bändernng des StrafprogeffeS ift’ u einer vier- bis fünftägigen Beratung im Schiedsgericht verworsen. Dieselbe Bernfsgenossenschaft hatte mit Schriftsatz vom 8. Juli 1904 gemäß § 94 n. a. O. beim Schiedsgerncht Antrag a:T( Einstellung der dem Jakob Ei ß n e r-O c t eu- berg zugebilligten Rente von 20 Proz. gestellt. Der Antrag leugbar eine glückliche Hand. Es war das ersteinal, daß ein Präsident in einen Arbeitcrstrcrk eingriff, als Roosevelt damals den unheilvollen, gewaltigen Kogleugraberausstaud durch sein tatkräftiges Einschreiten beilegte. Er warmer erste republikanische Präsident, der kühn die allmächtigen Trusts augrifs und besiegte. Er dämpfte den lodernden Aufstand auf den Philippinen, indem er den richtigen Mann, der nun sein Kriegsminister ist, als Gouverneur hmschuckte. Auch im Benezuelastreik bewies er Vorsicht und Entschiedenheit gegen die kriegswütigen Jingos. Der größte und tvichtigste Abschnitt in seiner bisherigen Negierung bedeutet aber die Panama-Affäre. Mm: hat allerdings wohl nicht mit Unrecht davon gemunkelt, daß Roosevelt selber seine Hand bei der Revolution im Spiele gehabt hat. Daß er die Erhebung kommen sah und sich darauf vorbereitete, den Nutzen daraus zn ziehen, könnte Man ihm indes nicht verübeln Im LSashingtonec Senat aber war die Opposition amnnngetreten. Ausland. 0. (Kammer.) Telafosse wünfcht den ?lb» nnbe3 Frankreich, England,Ruß- s beste Mittel wäre, den Weltfrieden zu anzösischen Kolonien im fernen Osten dem Leroy berichtet im Namen der heute er- : über den Antrag des Staatsanwalts auf Immunität Syvetons. Tie Minder- Habe eine juristische Debatte über die Auö- wo ^ltu|Uvfcücß herb ei geführt. Tie Mehrheit fex ber Meinung gewesen, daß diese Auslegung zur Kompetenz der Gerichte, nicht aber des Parlaments gehöre. Die Kommiffton befürwortet mit neun gegen zwei Stimmen die Aushebung der Immunität und verlangt die Dringlichkeit. tz'aMhier erwähnt, daß der Sozialist Cadenat jüngst den Radikalen Chapuis tätlich insultiert hätte, oh::e daß der Zivischeufall eure ?volgc hatte; Cadenat antivortet, indem er unter Anspielung auf die große robuste Gestalt Chapuis' bemerkt, dieser fei felbit Manns genug, sich zu verteidigen. Gxuthier will dann b:c Sozialisten reisen, mbem er sie daran erinnert, daß sie die Gewalttat Nicht immer mißbilligen und aus einen Artikel bei- von Laurös heraus- gebenen Hnmanitä über die Ermordung des russischen ..nnisters Plehwe benueift. Janrös ruft: ,'Tas war berechtigte Notwehr". Tie Rechte lärmt. Brisson ruft IauroS. zur O r d - nung nnd fani er könne keinerlei.Verherrlichung emes Mordes zulasseu "or M. rtranz L°nd°n mtter Ernennung aum a. o. Proleßor bernseii wordcm London studierte in Biarburg, Gießen Leipzig, Zurich und Breslau. Eröffnung von laufende: Vorschüsse an! Wertpapiere > günstigen Beding. Einlösung von Zins- und Divid verlosten Stück Annahme von Geldeinlagen berechnong. Verwaltung von offenen und ge> An« und Verkauf von Wertpapie ausländischen Bö Ausstellung von Kreditbriefen auf des In- und Ausln Eröffnung von provisionsfreicn Sehet Giessener Konzert-Verein. Sonntag den 13. November 1904, abends 51/, Uhr mit einer Hauptprobe vormittags 11 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins Zweites Konzert Erster Orchester-Abend Klassiker-Abend (Haydn, Mozart, Beethoven) THritrAnt; GroRRWzorl. Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann ~ Krleskaflen der Redaktinn. (Anonhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) I. C. Wenn Sie alle fd)on vorhandenen und noch kolnnxen- den Drittel der Welt anwenden würden, so könnten diese ml ein Ihr Leiden nicht heilen. Tie Medikamente werden wohl vorubex» gehend Ihre Beschwerden lindern, aber einen nachhaltigen Ex otg können ^ie nur erzielen, wenn Die Ihre Zlost nach den 1-oxschxiUen richten, welche Ihnen die Aerzte gegeben haben. Sie durseil a io nicht ausschließlich Fleisch essen, nmflen fette.und sube^pexsen meiden, die Weine mit Mineralwasser (Iachmgex, ApoUmaxi., Selterser verdünnen und durch stark gemischte Kost und geschmor tes Obst die Anregung des Magens und Darms zu fordern sxi eh en. Tann aber möchten wir Ihnen, um die uvers ch u s g e Dt a a e n s ä u r c a it entfernen, noch folgendes anxate . Nehmen Sie MorgeriS nüchtern V,Theeloffel ki'mstlxches ^arlsba er Salz aus Weinglas heißes Waffcr, m,sehen es gut, ehen dann dasselbe Qüantmn kühles Selterswasser zu, lassen es abbrausen und trinken dieses ganz angenehm schmeckendes Gennsch langsam au. Zwischen diesem Getränk und dem ex-sten Frühstück muß en ■Wbe stunde vergehen. Tie Dtenge des Salzes nxuß so gendwe den daß eine ein- bis zweimalige brcnge Stuhlentleerunq.A erfolgt. Dieses Wasser wollen Sie eure Woche, vielleicht auch zwei, jeden Morgen nehmen, dann 8-14 Tage jeden zweiten Tag uno schließlich nur zwei oder auch nur einmal die Wxwhe, dann! \\a.) der Magen nicht daran gewöhnt oder ein Relzzustand des -8er dauungskanals eintritt. Bergesien Sie aber mcht, daß stets eine richtig gewählte Diät die Hauptsache bleibt. berget, 51 Z^reuzungen und 3 Schwyzer. Bon 411 Ziegenböcken gehören 264 dem Saanenschlage an, 65 sind Kreuzungen und 82 Landrasse. Von 320 Ebern sind 231 Yorkshire- (Edelschwein- cber), 81 veredelte Landschweine und 8 Tiere gehören verschiedenen Rassen an. Bei allen drei Viehgattungen ist also in der Verfolgung eines klaren Znchtzicles in der Provinz Oberhessen ein erfreulicher Fortschritt nicht au verkennen. In der Rindvieh- zucht tritt in den Kreisen Alsfeld, Lauterbach, Friedberg und Büdingen die Simmenthaler Zucht immer mehr ausschließlich auf, während in den Kreisen Gießen und Schotten die Vogelsberger Zucht noch einen gewissen Platz hat und auch Wohl behalten wird. In der Ziegenzucht scheint sich die Saaner Ziege immer weiter auszudehnen und wird wohl schließlich die Landziege ganz verdrängen. Aehnlich verhält es sich bei der Schweinezucht, bet welcher das Yorkshireschwein das Blut des Landsd)weines immer mehr auf die Seite schieben wird. ______ Die Viehzuchtbe st re düngen in der Provinz Oberhessen. Nachdem im Laufe des September und Oktober die Kreiskörkommissionen die Besichtigungen der Faseltiere in den einzelnen Streifen beendet haben, dürfte es nicht ohne Interesse ein, die Ergebnisse für die ganze Provinz zusammenzustellen, um ein Bild über die Zuchtziele bei den einzelnen Tiergattungen zu bekommen. Tas Ergebnis ist folgendes: Bon 876 Bullen sind 678 Oriainal- oder reinblütige Simmenthaler Tiere, 101 Vogelsberger, 91 Kreuzuw mußte jedoch iio4) Anhörung des Kreisarztes Dr. Köntger 1 als unbegründet zurückgewiesen werden. Ter Elisabethe Friedel Wtlve. zu Stockhausen Ivar aus Anlaß des ihr im August 1900 zugestoßenen Unfalles durch Schiedsgerichtsentscheidung vour 28. April 1903 für die Zeit vom 8. November 1900 bis 8. Mai 1901 die Bollreute, von: 9. Mai 1901 bis 9. Mai 1902 eine Rente von 60 Proz. und vom 10. Mai 1902 ab bis auf weiteres eine solche von 30 Proz. zugesprochen worden. Später stellte die Frau Friedel bei der Berussgenossenschast Antrag auf Erhöhung der Rente, da in ihrem Zustande eine wesentliche Ber- schlimmerung eingetreten sei. Dieser Antrag wurde von der Berussgenossenschast abgelehnt. Der hiergegen verfolgten Berufung an das Schiedsgericht mußte der Erfolg versagt werden, da nach den ärztlichen Gutachten der chirurg. Uni- Iwrsitntsklinik zu Gießen, Großh. ^eisgesuudheitsamts Lauterbach und der medizinischen Klinik zu Gießen die etwaige Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit der Frau nicht auf die Folgen des Unfalles, sondern auf andere mit dein Unfall in keinem Zusammenhang stehende Leidenn znrück- zusühren ist. Die Rente der Magdalene Eißner gu Ortenberg hatte die Berussgenossenschast von 35 Proz. auf 25 Proz. herabgesetzt. Das Schiedsgericht erachtete auf Berufung der Verletzten und nach Anhörung des Med.-Rats Dr. Haberkorn die Verkürzung der Rente nicht für gerechtfertigt und verurteilte die Beklagte zur Weiterzahlung der Rente von 35 Proz. Ter Landwirt Jost Hantel zu Zell bezog als Entschädigung für die Folgen eines am 5. November 1897 erlittenen landwirtschaftlichen Betriebsunfalles zuletzt eine Rente von 20 Proz., deren Herabsetzung von der Bentssgenossen- schast beim Schiedsgerieht beantragt wurde. Nach Anhörung Großh. Kreisgesundheitsamts Alsfeld entsprach da§ Gericht dem Antrag mit Wirkung vom 1. Oktober 1904. Die Berufung des Philipp Holl VII. zu Rodheim v. b. H. gegen den seinem Mündel Wilhelm Bär die Rente von 80 Proz. auf 33 7, Proz. herabsetzenden Bescheid der Berussgenossenschast tnußte nach Anhörung deS Medizinalrats Dr. Haberkorn zu Gießen als unbegründet zurückgewiesen werden. Ebenso erging es der Berusung des Lorenz Rohd zu AlSfeld, besten Anspruch auf Rente die Berussgenosten- schaft abgelehnt hatte. _ Landwirtschaft. Badische Getreidelaaerhäuser. Tas Getreide- mgerhaus Buchen hat im ersten Geschäftsjahr bis 31. Mai 1904 einen Kasscnumsatz von 376 000 Mk., Gctrexdeumsatz von 17 400 Ztr. und einen Futter- und Tüngemittelumsatz von 7000 Zentner. Ter Ueberschuß beträgt ca. 1000 Mk. Genossenschaftsmitglieder waren 401. Tas Lagerhaus besteht bezüglich des Kassenumsatzes an erster, bezüglich des Getreide-, Futter- und Tünge- mittelumsatzes, des Reingewinns und der Mitgliederzahl an zweiter Stelle unter den acht Getreidelagerhäusern Badens. Tas Lagerhaus Borberg zählt 442 Mitglieder. Tie-Deutsche Gersten- und Hopfenausstellung in Berlin 190 4. Tiefe Ausstellung war in diesem Jahre außerordentlich reich beschickt. Während z. B. im letzten Jahre nur 192 Braugersten proben zum Wettbewerb angemeldet waren, betrug die Zahl der Braugerstenproben in diesein Jahre 322. Auf diese 322 Proben wurden 126 Auszeichnungen vergeben, hierbei entfielen auf das Großherzogtum Hessen: 2 erste, 2 zweite, 5 dritte Preise und 1 Anerkennung, sowie der zweite Siegerpreis für eine von I. Storck IV.-Lengfeld ausgestellte Goldenkorngerste. Erste Preise erhielten Jak. Storck IV.-Lengfeld (Starkenburg, und H. Fleischhauer-Melbach (Oberhessen); zweite Preise: Georg Hensel II.-Schwalheim (Oberhessen) und Bürgermeister Schüler- Trais (Rheinhessen); dritte Preise: I. Walter XVI.-Lengfeld (Starkenburg), Karl Breidenbach-Torheim (Oberhessen), Friedrich Stein-Beieny-eim (Oberhessen), Oekonomierat Lichtenstein Wind- häuserhof (Rheinhessen) und Erwin Roemer-Erbesbüdesheim (Rhcin- hessen). Eine Anerkennung wurde der von Frhr. v. Wangenheim-Hof Hayna bei Tarmstadt ausgestellten Gerstenprobe zuerkannt. lieber die Fleischproduktion der einheimischen Viehzucht veranstaltet der Teutsche Landwirtschastsrat zurzeit eine Erhebung. Für das Grobherzogtum Hessen werden diese Erhebungen vom Hessischen Landwirtschaftsrat in Gemeinschaft mit den drei landwirtschaftlichen Provinzialvereinen vorgenommen. Tas durch diese Erhebungen gesammelte Material wird wertvolle Anhaltspunkte dafür geben, inwieweit die heimische Landwirtschaft im stände ist, die Fleischproduktion, die in den letzten Jahren schon erheblich gesteigert wurde, noch weiter zu erhöhen. ZUSM em itn Stenirsemißniipna brr Sisbt Sießku. Aufgebote. Am 28. Okt. Heinrich Weil, Vizefeldwebel dahier, mit Gertrud iS Katharine Braun in Nieder-Mörlen. — August Wilhelm Gissel, Lokomotivheizer dahier, mit Emma WirtS in Lützingen. — 2. Nov. ftnxl Philipp Seipp, Schlosser dahier, mit Marie Christine Schüler in Rosenthal. — Christian Achexibach, Müller in Heuchelheim, mit Liiia Elila Wagner dahier. — 4. Wilhelm Becker, Lackierer in Alten-Bnseck, mit Katharine Lang dahier. Eheschließungen. 29. Okt. Karl Fan, Küfer dahier, mit Elisabethe Wagner hiexselbst. — Berthold Richard Walther, Schreiner dahier, mit Dorothea Werner Hierselbst.— Ludwig Pfeiffer, Taglöhner dahier, mit Margarete Tort hiexlelbst. — Franz Wilhelm Meyer, Monteur in Wiesbaden, mit Karolme Wittich dahier. Geborene. 25. Okt. Dem Kaufmann 9higitft Wallenfels zwei Töchter. — 27. Dem Schneider Roelof Meindert Winterwerp em Sohn. — Dein Bilchdruckereibesiher Richard Laixge eine Tochter Herta Pnnline (Snm Therese. — 28. Dein Jnstitutsdiener Adolf Muller em Sohn. — l.Rov. Tenx Buchhändler Andreas Brami ern Sohn. — 2. Tem Wirt Louis Karl Schnxitt eilte Tochter. Gestorbene. „ 31. Okt. Ottilie Berta Luise Liersch, 1 Jahr alt, pochier des Feilenhauers Fritz Otto Lllsred Lrnrfch dahier. - 2. Nov. Julie Lindenborn, geb. Medicus, 63 Jähre alt, Ehesrau des Ptarrexs a. D. ^idolf Lindenborn dabier. Verdingu Nachstehende für die Feldbereiu erforderlichen Drainagearbeiteit sollen a Angebots vergeben werden und zwar: 1. Arxfahren der Röhren veransch 8. Herstelluiig von Draingräben Verlegung....... 5. Maurerarbeit Die Verdingungsunterlagen liege, meisteret Daudringen offen, wosel entsprechender Austchrift versehen, vers Freitag den H. ds. Mts., vormit sind. Die Eröffnung der Angebote sind in Gegenwart der erschienenen Bieter st m Prozenten beS Voranschlags zu erfüll Gießen, den k November 1904. Großherzogl. Kulturiuspe __________________Wx ßmann. Freiwillige Ber Auf Amrag des Herrn I. Sand Mittwoch den 9. und Douuerötag l mittags von 2 Uhr ab im Laden Ec meistbietend gegen sofortige Barzahlung Eine größere Partie Roh xp lau en.-, Rindslederpatentjäcke, Hand- und :k.T.e Hutkoffer, Operngläser, Feldstecher, Pmid und FaUenkoffer, Anzugkoffer, Portemot Zigarettenlaschen, Schulranzen, Reiseuee Umhangetäschchen, Rcißzeuae usw.; fer regale, Schilder, Lüster, Aushangekast Stühle, 1 vollst. Belt, 1 Tisch usw. Die zur Versteigerung kommender Oualität und besonders zu WeihixachtSg Die Versteigerung sinder bestinrml Bad-Nauheim, den ö. November 8lenz, Gr. Gerichts» Stahlkem mit Schrankfächern unter Selbst- ZmeiPereiii 00m Rote« Kreiz. Die Mitglieder der Sanitätstolonne, welche am Sonn- /iag am Erscheinen verhindert waren, benachrichtigen wir, daß 'der Ausbildungskursus Mittwoch den 9. l. M., abends 9 Uhr beginnt. Das Uebungslokal ist wieder die Turnhalle der Stadtmädchenschule, Westanlage. Wir bitten um pünktliches 'und vollzähltcheS Ecscheineti. Neuanmeldungen zur SanitätSkotonne werden auch noch / bei der ersten Uebungsstunde in der Turnhalle entgegengenommen. v8/u Ter Vorstand des ZweigvercinS Gießen vom Roten Krcnz. PteL;rere sehr gut erhaltene Tanschwagen billigst. 1 leichtes 1- lt.2-spänn. Coupe, 1 GlaSlaudauer, 1 leichter 4-sitz. Kutschier- wageu, 1 4- und tt-sitz. Sandschneider, 1 10-sitz. 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