Nr. ÄG4 Zweites 154. JahrgEg Mittwoch November 1904 scheint lSglkch mit Ausnahme de- Sonntags. Die „©iefiener Kamtttenblütter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hrrsilche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Gieheim Nystzre Rotationsdruck und Verlag der BcÜ hl'scheu Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gießen» General-Anzeiger, Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Kriminal-Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Und „Ich fliehen — Aus «plM und Lmch. Gießen, den 9. November 1904. •* Die gestriqe Volksvorstellung der „Journalisten^ im Stadttheater war nicht nur bis auf den letzten Sitzplatz, sondern auch bis auf die äußerst zulässige Zahl von Stehplätzen besucht. In der Auswahl der Stücke für die Volksvorstellungen war die Direktion bisher glücklich: das erste Mal „Talisman" und gestern „Die Journalisten", Werke, die es so recht verdienen, vom Volke gesehen zu lverden. Denn ausnahmslos Dichtungen unserer Klassiker zu bieten, geht nicht an. Es wäre nur zu wünschen, daß die Darsteller cs als eine sehr lohnende Aufgabe ansehen, für eine so große Menge dankbarer und gewiß zum größten Teil auch verständnisvoller Zuschauer ihr bestes Können und den ganzen Ernst ihrer Künstlerschast cinzusetzen. _ Das Publikum bewies gestern großes Interesse für das hübsche Lustspiel. ** Die Generalversammlung de§ Freisinnigen Vereins am gestrigen Abend war überaus stark besucht. rüdf — ich floh weiter und weiter. Ter Gedanke an dieses Grab verfolgte mich, ich wanderte Tag und Nacht, um hier zu sterben Sie schlug die Hände vor das Gesicht und blieb regungslos fl6Cn,',,ich glaube Ihnen! Und die an- deren sollen und werden Ihnen auch glauben, haben Sie nur den Mut, bie Wahrheit zu sagen!" . "ES ist niemals' zu 'spät, anher wir stehen schon vor GotteS Richterthrou." ... . ., , . „Binnen kurzer Zeit werde ich, vor seinem Throne stehen, und ' er wird nur barmherzig sein." „Sie sind erschöpft, ermattet von der langen Wanderung, m unserem Hause werden Sie sich erholen." Nein nein. . ich danke Ihnen ... cs ist vorüber". . ich ' sterbe .. . ich ,'habe Gift . ..." Sie vollendete die Rede Nickt, sondern sank zurück, wahrend eine fahle Totenblässe ihr Gesicht überzog und ein krampfhafter Schauder durch ihre Glieder rieselte. „Bertha . . . um' des Himmelswillen! — Nein, nein, Sie dürfen nicht sterben." ... m L . Urt,.r,tAi- Sie schlang die Arme um Berthas Körper und versuchte sie aufzurichten. Bertha schlug noch einmal die Augen auf. „Tank — tausend Tank", flüsterten ihre Lippen, dann sch oßJie die Augen und sank schwer und leblos ui die Arme Küthe,> Ratlos sah sie sich um. Da gewahrte sie den Kirchendiener Berufe. Es ist ein einfach notwendiges Resultat der neu- < zeitlichen Gestaltung unseres öffentlichen sozialen Lebens, das J immer feiner, aber damit auch komplizirter ausgestaltet wird. ! Neuerdings regt sich unter den rheinischen Bürger- , uieistern eine Bewegung unter der Devise: Wissen- < schaftliche und fachliche Fortbildung. Zuuial der ‘ Trierer Bezirksverein hat in seinen Versammlungen sich ernst- < lich daruit befaßt, während Negierungsrat Schmidt (Trier) i publizistisch dafür eintrat und brauchbare Verträge lieferte. , Kürzlich hat sich die Hauptversammlung des Vereins der Landgemeinden, Bürgermeistereien und Bürgermeister der Rhein- : Provinz damit beschäftigt. Der Bürgermeisterverein macht Vorschläge in einer Denkschrift, die von der Versaiumlung gutgeheißen wurde und betitelt ist: „Die wissenschaftliche und sachliche Fortbildung des rheinischen Landbürgermeisters, eine , politische und soziale Notwendigkeit." Genauer sagt man 1 wohl „Ausbildung" oder „Heranbildung"; um den Nach- i w u ch s handelt es sich, nicht um „Fortbildung" des im Dienst befindlichen Bürgermeisters. Im Verfolg einer allseitig gründlichen Darstellung der Pflichten des Landbürgermeisters kommt die Versammlung zu folgenden Forderungen: 1. Primazeugnis, 2. drei Jahre Kommun al dienst, 3. Ablegung einer mündlichen und schriftlichen P r ü f u n g. Diese Forderungen, hervorgcgangen aus den Kreisen der Bürgermeister selbst, dürften wohl im allgemeinen den Kern der Sache treffen. Sie stellen nämlich der Reihe nach bei den Kandidaten sicher die nötige Allgemeinbildung, die fachliche praktische Uebung und seinen Fleiß, sowie feine Befähigung zur Bürgermeisterstelle. Das Primanerzeugnis halten die Einen für zu weitgehend, die Anderen für zweckentsprechend. Die drei Jahre Kommu- naldienst finden keinen Bekrittler. Auch bei Bürgermeistereien gilt das alte Sprichwort: „Des Herrn Auge schafft mehr als seine beiden Hände." Der praktische Blick darf nicht fehlen. Eine schließliche Prüfung ist auch nicht unbillig. Man muß die Fähigkeiten der einzelnen unparteiisch abwägen können gegen einander. Zugleich ist es ein Ansporn zum Fleiß. Jedoch verlangt hier die Denkschrift etwas viel, wenn sie verlangt, die Anwärter sollten durch Privatstudien sich in all den Gebieten wissenschaftlich und praktisch ausbilden. Oder klafft hier eine Lücke in den Darlegungen, daß man doch an Mittel gedacht hat, den Herren diese Bildung durch Unterricht zu verschaffen, Will man die Bildung, niuß man auch die notwendigen Bildungsmittel wollen. Hier darf man den Kandidaten nicht aus pures Selbststudium verweisen. In irgend einer Weise müßten Unterrichtskurse oder Vorträge oder wenigstens Angabe eines bestimmten Pensums nebst dem Unterrichtsmaterial dazu oder von Zeit zu Zeit einzuforderude schriftliche Arbeiten anregend mithelfen, sonst ist zu fürchten, wird aus dem Selbststudium nicht viel. * Die neuen Bestimmungen über die Beförderung, -ou Vieh, die in die Eisenbahn-Verkehrsordnung ausgenommen sind, geben zu Erörterungen Anlaß, weil in Z 6 Z. 1 die Frist, innerhalb deren die Tiere bei weiten Reisen mindestens ein- mal getränkt werden sollen, von 24 auf 36 Stunden verlängert worden ist. Hierdurch sei eine im Interesse des Tierschutzes beklagenswerte Verschlechterung gegenüber dem früheren Zustand eingetreten. Deuigegnüber ist die Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen in der Lage, festzustellen, daß kein Grund zu Beschwerden vorliegt. Denn die bisherige Vorschrift, wonach bei allen Transporten in Viehzügen, die für die Fahrt zwischen dem Absende- mw Bestimmungsort eine Zeit von 24 Stunden und darüber erfordern, eine Tränkung der Tiere auf einer zwischenliegenden -rranknatlon stattfmbeir mußte, hat sich nicht bewährt. Es wurde achettlg da- rüber geklagt, daß die Tiere durch das zur Tränkung erforderliche Aus- und Wiedereinladen, sowie durch die danut verbundene Verlängerung des Transportes mehr litten, als durch den etwaigen Mangel an Wasser. Infolgedessen war schon vor dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften für bestimmte regelmäßige Sendungen eine 1 Ausnahme dahin zugelassen, daß bei Transporten bis zu 36 - Stunden Dauer von einer Tränkung aus einer -rrautNation aa- gesehen werden könne, wenn den Tieren unterwegs einmal Wasser im Wagen gereicht würde. Aber auch diese Maßregel erwies sich als unziveckmäßig, weil die Tiere (mit Ausnahme der Pferde) im Wagen nicht trinken. Vor Erlaß der neuen Bestimmungen sind umfassende Erhebungen über das Nahrungsbedurinis der Tiere angestellt und namentlich zahlreiche Gutachten von hervorragenden Sachverständigen — Tierärzten, Veterinärbeamten, Züchtern usw. eingeholt worden. Die Gutachten stimmten darin überein, daß im Interesse der Gesunderhaltung der Tiere in erster Linie auf eine schnelle Durchführung der Transporte Wert zu legen sei. Sie ergaben ferner, daß eine Tränkung ohne vorherige Fütterung namentlich bet Pferden, Rindern und Schweinen oft tätliche Darmentzündungen verursacht, und daß alle Tiere einen Transport bis zu 36 Stunden Dauer ohne Schädigung ihrer Gesundheit aushalten, wenn sie vor der Abfahrt gehörig gefuttert und getränkt worden sind. Auf Grund dieser Gutachten wurden die Beiörderungsvor- schristen nach mehrfachen kommissarischen Beratungen zwischen Vertretern des Reichseisenbahnamts, des Reichsamts des Innern, sowie der preußischen Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und der öffentlichen Arbeiten neu geregelt und dabei auch dem Umstande Rechnung getragen, daß die .Tiere nach der Fütterung und Tränkung einer mindestens sechsstündigen Ruhe bedürfen. Die neuen Bestimmungen bedeuten also keine Verschlechterung, sondern eine Verbesserung gegenüber dem früheren Zustand. * Vertragsbruch landwirtschaftlicher Arbeiter. Düs preußische Gesetz über die Bestrafung des Vertragsbruchs landwirtschaftlicher Arbeiter wird aller Voraussicht nach nicht zu stände kommen. In der Landdags- kommission wurde, wie wir bereits gestern mitteilten, der grundle gende § 1 d es Entwurfes ab gelehnt. Die Vorlage hat auch im Reichstag eine Rolle gespielt. Der Staats- sekretär des Reichsjustizamts Dr. Nieberding sah sich zu dem Urteil veranlaßt, der Entwurf sei schwer verständlich, er zähle zu den minder gelungenen Schöpftntgen der Gesetzgebung. Tie ungewöhnliche Kritik eines Reichsregiernngs- mitgliedes an einem Werk der preuß. Negierung — der Entwurf ist aus dem preuß. Land Wirtschafts Ministerium hervorgegangen — erregte nicht geringes Aufsehen. Nun haben sich die Parteien mit der Verbesserung befaßt. Dabei ist erst recht nichts herausgekommen. Nicht weit genug ging den Konservativen die Bestrafung desjenigen Arbeitgebers, der kontraktbrüchige Dienstboten oder landwirtschaftliche Arbeiter in Dienst nimmt. §icr beantragten die Konservativen der Androhung einer Geldstrafe bis zu 150 Mk. hinzuzusügen „oder mit Haft bis zu vier Wochen". Weitere Strafverschärfungen waren von agrarischer Seite den Vermittlern kontraktbrüchiger landwirtschaftlicher Arbeiter zugedacht. Daß dadurch das Gesetz an Klarheit gewonnen hätte, läßt sich kaum behaupten. Auch die Vertreter des Zentrums stimmten gegen die konservative Abänderung des § 1. Das Beste wäre schon, der „minder gelungene" Gesetzentwurf würde vom der Negierung zurückgezogen und einer Umarbeitung von Grund aus unterworfen. So dürfte die Korrekturarbeit des Landtags ein vergeblicher Aufwand an Mühe und Zeit sein. Aus Zweckmäßigkeitsgründen empfiehlt sich auch, die Verleitung zum Vertragsbruch und die Annahme Vertragsbrüchiger Arbeitnehmer durch die Reichsgesetzgebung zu behandeln. Die Nationalliberalen haben diesen Antrag gestellt, über den eine Abstimmung noch nicht erfolgt ist. ________________________ Stromabgaben in Sicht ? .....i IN der preuß. KanalkomMission herrscht setzt große Geschäftigkeit. Auf der Tagesordnung stand am Diens- tag die Beratung des Abschnittes Dortmund-Rhein , der Kanalvorlage. Vor Eintritt in die Tagesordnung hielt j Minister v. Budde einen längeren Vortrag über die Belastung der Eisenbahnen im Ruhrgebiete und über die Bedeut- 1 ung des geplanten Kanals zur Abhilfe dieser Ueberlastung. ' Einzelne Bahnhöfe des Ruhrgebietes seien an der Grenze ; ihrer Leistungsfähigkeit an gelangt. Eine neue Güterbahn , sei nur mit außerordentlich großen Kosten herzustellen. . Neue Sammelstationen seien schwierig, wenn überhaupt her- , zustellen. Der Kanal werde dezentralisieren. Dazu sei aber nicht nur ein Kanal von Dortmund nach dem' Rhein, sondern auch derjenige zur Lippe erforderlich. Man müsse den Kanal nicht blos vom Standpunkte der Tarife aus betrachten. Es komme im wesentlichen nichll darauf an, dem Ruhrgebiete billigere Frachten zu verschaffen, vielmehr käme wesentlich das allgemeine Interesse in Frage. Nach den Ausführungen des Ministers wird in die Tages- - ordnung ein getreten. Entgegen dem Antrag, die Abgabeerhebung auf den regulierten Strömen von der Tagesordnung abzusetzen, wird mit überwiegender Mehrheit beschlossen, auch diese mitzuverhandeln. Minister v. Budde erklärt, es sei der Wunsch des Reichskanzlers, daß die Verhandlungen hinsichtlich der Abgaben vertraulich behandelt würden, weil die Reichsinteressen mit in Frage ständen. Die Kommission beschloß demgemäß. Hierauf begann die Diskussion der Frage betreffend das Schleppmonopol, wozu der Antrag des Berichterstatters vorliegt, auf dem Kanal vom Rhein nach Hannover einen ähnlichen staatlichen Schleppbetrieb einzurichten. Minister v. Budde sprach sich im allgemeinen für das Schleppmonopol aus, da hierdurch Privatinteresjen nicht verletzt würden und der Kanalbetrieb im Interesse der regelmäßigen Benutzung möglichst dem Eisenbahnbetrieb angepaßt werden müsse. Gegenüber der ablehnenden Haltung eines Mitglieds der Kommission, das die Ausdehnung des Monopols, aus alle Wasserstraßen fürchtete, betonte der .Finanzminister, dies sei nicht beabsichtigt, ebensowenig wie . die staatliche Beschaffung der Schiffsgesäße, wohl aber die allgemeine ,Abgabe elektrischer Kraft. — In der weiteren Debatte verwarf ein Kommissionsmitglied das staatliche Schleppmonopol, weil es nicht geeignet sei, das Eisenbahntarifwesen aus seiner Verknöcherung herauszubringen und weil das SchlepMonopol als Verkehrshindernis die Rentabilität des Kanals gefährde. Gegenüber diesem Vorwurf der Verknöcherung des Tarifwesens wies der. Eisenbahnminister auf die Tarifermäßigungen seit 1879 hin, die dem Staate 2 Milliarden gekostet hätten. Nachdem ein anderes Kommissionsmitglied noch ein ergänzendes Befrachtungsmono- pol zur Erreichung der völligen Ausgleichung mit den Eisenbahntarifen empfohlen hatte, wurde der Antrag Am Zehn ho ff mit 17 Stimmen angenommen. Soweit der offizielle Bericht. Warum soviel Feierlichkeit und Heimlichkeit? IM Reichstag hat sich doch. Graf Bülow über die Stromabgaben-Frage und zwar in beruhigendem Sinne geäußert. Gelegentliche Erklärungen des Staatssekretärs Grafen Posadowsky waren allerdings weniger geeignet, die Besorgnisse wegen einer künftigen Abgabeerhebung zu zerstreuen. Jetzt scheint in der Tat etwas im Werk zu sein, um auch diesen lang gehegten agrarischen Herzenswunsch zu erfüllen, der Stromschiffahrt Lasten aufzuerlegen, um dadurch wieder ein Hindernis zu errichten gegen die Konkur'renlz des Auslandes in landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Es mußte schon auffallen, daß die Regierung eine nmndliche Auskunft zugesagt hatte, während die anderen Aufklarungs- fragen aus der Kommission zu den Kanalplänen fast, durchweg schriftlich beantwortet worden waren. Man wird gut tun, sich daraus gefaßt zu machen, daß die preußische Regierung im Bundesrat für die Erhebung von Schiffahrtsabgaben eintritt. Es kann eure ähnliche Ueberraschung werden, wie bei der Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes. Landülirgermeister. Erhöhte Vorbildungssordernng, vertiefte Ausbildung und Fortbildung, in dieser Richtung betätigt sich das Streben und den Totengräber, welche soeben den Friedhof betraten. Sie rief die Männer herbei, erklärte ihnen mit kurzen, raschen Worten, was geschehen, und bat sie, die Leblose in das Pfarrhaus Zu tragen. .. m Tie Männer gehorchten ihr gern, und so trugen sie die Ve-» wußtlose und nur zuweilen heftig und krampfhaft Erschauernde zu dem Pfarrhause, während Käthe zum Arzt eilte, um Hilfe herbeizuhvlen. 14. Kapitel. „Sie sehen schlecht aus, mein verehrter Herr Groller! haben Sie sich denn so lange umhergetrieben?" Mit diesen Worten reichte der Justizrat Berner Ferdinand die Hand und führte ihn in sein Privatkontor, um nicht durch andere Besuche gestört zu werden. Tas Kontor sah eigentlich gar nickt geschäftsmäßig aus. Justizrat Berner liebte e§, seine geistreichen und pl>antasievollen Verteidigungsreden in einer schönen, anregenden Umgebung auszuarbeiten: deshalb sah man hier an den Wänden prächtige Gemälde und auf den Tischen künstlerisch schöne Statiletten und Büsten. Ten dampfte eilt weicher Smvrna-Teppich, elektrisck^e Flammen, in künstlersichrn Blumenrauken verborgen, erhellten das Zimmer, dr'ffen Luft mit einem feinen Parfüm geschwängert war. Nur der grohe, aber elegante Schreibtisch erinnerte an den Beruf des berühmten Verteidigers, denn dort lagen ganze Stöße von Akten ausgelmust. (Fortsehung folgt.) — Sarah Bernhardt macht gmeit tvicbcr die deutschen Bühnen unsicher. In den letzten Tagen ist sie mit der „unsterblichen" Kanteliendame in F rankf u r t a. M. ausgetreten, -nc berühmte Künstlerin ist natürlich wieder nicht immer geworden, seit sie zuletzt dort gastierte und es ist traurig aber n>ahrj alle Kunst Künstelei, Routine, Mache und wie die Attribute earaM fimft iiml, i. i'icn siu> nicht mehr imstande, zu verbergen, daß auch Frau Beruharbl nunmehr der Zeit ihren Tribut zu zahlen hat Nichts ist trauriger, als sich selbst zu .überleben. Sie sahen niemanden. . .?" hörte einen eilenden Schritt durch den Wa b babon das war alles! Ich warf mick neben bem Erschosstn n nieder, ich suchte nach einem Lebenszeichen ^ vergebens, war tot. — Wie lange ich halb besinnungslos neben ihm geMi , ich weiß es nicht. Doch plötzlich schoß nur der ^danke durch den Köpft wenn man dick hier findet, wirst dil als Mörderin gelten. Tu hast ihn an diese Stelle in den Wald bestellt, dl hattest ein Liebesverhältnis mit ihm, du hast ihm Rache geschworen, weil er dich verlassen — die Briefe, welche er von dir besitzt, beweisen es! Tu wirst in den Augen aller Menschen seine Mörderm sein! Tu wirst vor aller Augen mit Schmach und Schande at. seine verbrecherische Geliebte dastehen. — Eine namenlose Angst ergriff mich. Ich wollte nicht die Schmach und das Verbrechen zugleich auf mich nehmen. . . Ich eilte in das Haus,Zurück aiij demselben Wege, den ich gekommen. Niemand hatte nun) bemenn Noch konnte ich auch meine Schmach vor den Augen der -weil verbergen. Ich entwarf meinen Plan. Ich wußte, wo er seine Briefe aufbewahrte, stch nahm die meinigen, nebst alle den tieinen Andenken verbrannte ich 'seine und meine Briefe m nmnem Pfeil Nur diesen kleinen Ring behielt ich, den er mir in der tfcti unserer ersten Liebe geschenkt. Und doch sollte dieser Ning zum Verräter werden! Ich hatte ganz vergessen, daß auch er den nIHctot Rinn befaß - er hatte die Rinne für uns anfcrtme f ifffti Tiefer Rinn fiel seinem Bruder in die Hand -- pieieii N nn sandte er mir vor einin-n Tagen in mein Asyl des Friedens »»in Zeichen, das, er alles wisse . . .. »ud ich erkannte, dass ich verloren, und cittsloh, um in der Emsamkett - «u sterben.. ... als id) schon das Gist zum Munde führte, schauderte ich zu Herren Ci ,V. 10 Uhr, der ersten fertig ge- „zur vor- wichtigen statt, neu zu ivüI flüjslgc der & moch, den 16. November, vormittags ein berufen werde. Alls die Tagesordnung langjährigen Tätigkeit int Kollegium außerordentliche Verdienste erworben hat. Durch das Bündnis der vier Parteirn ist ein Erfolg des Zentrums von vornherein ausgeschlossen. R. B. Darmstadt, 6. Nov. Der Präsident der zweiten Kantuter hat den Mitgliedern des heute hier zusammengetretenen Finanzausschusses die Mitteilung gemacht, daß er die Kammer zu einer kurzen Tagung zum Mitt- 3* stadt j A Cd bildet der Gesetzentwurf betreffs der Forderungen für Bad- 91 a n 1) c i m. — Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hatte heute noch eine längere Beratung, in welcher derAus- jchußbericht über die Reorganisation deL Geometerinstituts und über die Anträge betreffs Aushebung der Brückengelder definitiv fertiggcstcllt wurde. Wir haben über die Beschlüsse des Ausschusses bezüglich der beiden Fragen schon ausführlich berichtet. Bei Besprechung deS Geometcrwescns, bei welchem vor weiteren definitiven Entscheidungen noch die Erfahrungen des nächsten Jahres abgeivarlet werden sollen, machte Abg. Häusel u. a. die interessante 9)httcilnng, daß Hessen wohl den 91 estör der deutschen Geometer I. Klasse aufzu- weisen hat, der seine alten Tage in Gießen verl-bt und bereits in sein hundertstes Lebensjahr cingelretcn ist. Die Stadt Gießen hat dem greisen Beamten bereits einen Ehrensold bewilligt; auch der Ausschuß ist damit einverstanden, daß die zweite Kammer und die Regierung ihm aus diesem seltenen Anlaß eine besondere Auf- merksamkcit zu teil werden lassen. — Der Ausschuß hat mit der heutigen Beratung seine spruchreifen Aufgaben erledigt und wird deshalb vor Beginn der Kammertagung nicht mehr zusammenkommen. — Der vierte Ausschuß tagte heute unter dem Vorsitz des Abg. Weidner bis zur siebenten Abendstunde. Ten Beratungsgcgcnstand bildeten in Anwesen- heit des Ministerialrats Eisenhuth und mehrerer anderer Regierungsvertreter hauptsächlich die beiden Anträge auf Umwandlung der Realschulen m Alsfeld und Groß-Umstadt in Oberrealjchulen. Die Beratungen des Ausjchuffes werden morgen vormittag 9 Uhr fortgesetzt — Der zweite (Gesetzgebungs-) Ausschuß soll gutem Vernehmen nach Anfangs nächster Woche gleichfalls zusammen- treteu, um mehrere noch nicht erledigte Gesetzcnttvürfe für die Beratung im Plenum fertig zu stellen. Ter Vorsitzende, Justiztat Metz, begrüßte die Erschienenen und sprach die Hoffnung aus, daß das politische Leben im Verein sich künftig ebenso rege gestalten möge. Er gedachte weiter m anerkennenden Worten dcö dahin geschiedenen Stadtverordneten Ed. Hanau, in welchem der Verein und Vorstand ein treues Mitglied verloren habe. — Der von dem Schriftführer erstattete Geschäftsbericht, und der Kaffenbericht des Kassiert gaben zu keinerlei Erörterungen Veranlassung. Auf fPunkt 2 der Tagesordnung stand der Vorschlag des Vorstandes, auch bei den demnächst stattfindenden Stadt- verordnetenwahlcn, gleichwie in früheren Jahren, mit der Nationalliberalen Partei gemeinsam der Bürgerschaft eine Kandidatenliste vorzuschlagen. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig diesen Vorschlag, und stimmte ebenso einstimmig dem ferneren Antrag des VorstaiideS zu, die aus scheidenden 10 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung der Wählerschaft in erster Linie zur Wiederwahl zu empfehlen. Die Abstimmung über drei von dem Verein weiter vorzuschsagendc neue Kandidaten erbrachte für die gleichfalls von dem Vorstand cnipsohlenen Herren Hermann Eichenauer, Max Friedberger, Friedrich Habe nicht (Westanlage) die erhebliche Stimmenmehrheit. Justizrat Dr. Gutflcisch richtete noch an die Versanimlung in warmen Worten den Appell, nun auch für diese Vorschlagsliste der vereinigten bürgerlichen Parteien allseitig elnzutreten, und zahlreich an der Wahlurne zu erscheinen. <1. Mainz, 8. Nov. Der Kotitpromiß der liberalen Parteien (Nationalliberale, Deutsch-freisinnige, Demokraten und Sozialdemokraten) ist für die am 1. Dezember stattfindenden Ergänzungswahlen zum Stadtrat perfekt geworden; heute abend wurde in den Versammlungen der vier Parteien das Bündnis gutgeheißen. Von den 9kati on al- liberalen scheiden 5 Herren aus und zivar: Anton Bernhart, Schreinermeister, Justizrat Friedrich Görz, Chemiker Dr. Nautert, Rentner Frz. Jos. Ustnger und Kaufmann Gg. Reinhardt. Sie erhalten 4 Sitze, also einen weniger. — Von den Deutsch-freisinnigen scheiden ebenfalls 5 Herren aus und zwar Dr. BaaS, Arzt, Rentner Thomas Falk, Eisenhändler Joh. Hirsch, Justizrat Karl Wolf und gestorben ist Bankier Leopold Oppenheim. Sie erhalten 3 Sitze, mithin 2 weniger. — Von den Demokraten scheiden aus 3 Herren und zwar: Kaufmann Frz. Xaver Heerdt, Wilhelm U sing er, Rentner und gestorben ist Spediteur Kommerzienrat Gg. Hirsch. Sie erhalten die 3 Sitze wirder. — Von den Sozialdemokraten scheiden 2 Herren aus und zwar: Geschäftsführer Val. Liebmann, und gestorben ist Redakteur Philipp Haas. Sie erhallen 6 Sitze, demnach 4 Sitze mehr. Ihre Fraktion wird dann die Zahl 10 im Stadtverordneten-Kollegmm zählen. Der keiner Fraktion an- gehörende und ausscheidende Rentner Ring wird von den liberalen Parteien ausgestellt. Damit sind die 17 erledigten Eitze vergeben. Vom Zentrum scheidet 1 Herr aus und zwar: Sanitätsrat Dr. Müller, der sich während seiner * Kleine Tageschronik. InWolfftein (Pfalz) wurden die Verbrecher Karres und Hellriegcl, die von der Staatsanwaltschaft in Trier wegen des Ak o r d c s an dem Ackerer Trincs steckbrieflich verfolgt werden, verhaftet. Tie Mörder hatten während längerer Zeit die Pfalz, Hessen und das Saar- gediet mit ihren Schandtaten hcimgesucht. Tic beiden werden auch von anderen Behörden verfolgt. — Tas 21jährige Dienst- Sitzung sind die inzwischen von den Ausschüssen stellten Vorlagen, sowie eine Anzahl Neueingänge läufigen Beratung" gesetzt werden. Den ersten Beratungsgegenstand der wieder .beginnenden Kammertagung mädcheu Michalina Urbanik in Königsberg, welches gemeinsam mit ihrem Bräutigam Adrcschewsli die Tochter ihres Tienst- herrn, des Tistriktskommissars in Kreuz bei Schneidemühl, ernt o r d e t e und beraubte und die Leiche in einen Sack steckte und ins Wasser warf, wurde in £) amburg verhaftet. — Groß- feuer brach in Wippershain bei Hersfeld aus. Vier Gehöfte wurden fast vollständig eingcäschert. Tie ganze Ernte, Rindvieh, Schweine und viel Federvieh sind verbrannt, auch viel Mobiliar ist vernichtet worden. Ter Schaden ist durch Versicherung gedeckt. — In Duisburg stürzte die Giebelwand eines Neubaues ein und fiel auf ein neben dem Neubau stehendes Wohnhaus, das stark beschädigt wurde. Bei dem Einstürze wurden drei Kinder verschüttet. — Nach Verübung großer L o t t e r i e s chwin - delcicn sind die bisherigen Leiter des Lotterievereins „Germania", der Tischler Heinrich Sonnenrein und der Kaufmann Friedrich Mecklenburg von Berlin geflüchtet, jedoch auf Veranlassung der Berliner Kriminalpolizei in Haag verhaftet worden. Auslieferungsverhandlungen sind im Gange. — In Amsterdam geriet die katholische Herz-Jes ukirche beim Vondelpark dadurch in Brand, daß der Schmelztiegel eines auf dem Tache arbeitenden Bleiarbeiters umgestoßen wurde. Tas Feuer breitete sich rasch aus. und ergriff das ganze Gebäude. Ter Turm stürzte ein; nur ein Teil der Mauern ist stehen geblieben. Personen sind nicht verunglückt; der ganze Kirchenschatz ist gerettet. ymtytsjaal. Berlin, 8. Nov. In dem Privatbeleidigungsprozesse des Grafen P ü ct l er-Klcintschirne gegen den Redakteur Kurt Bürger und den Schriftsteller Emil Brand beschloß das Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin I auf Antrag der Verteidigung, die Verhandlung auszusetzen da der Gerichtshof die Ucbcrzeugung gewonnen habe, daß nach dem vorliegenden Material und den gerichtsnotorischen Reden des P r i v a t k l ü g e r s derselbe geistig nicht normal sei. Ter Gerichtshof beschloß daher, das gegen den Grafen Pückler feilens der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin I eingeleitete Strafverfahren abzuwarten, da anzunehmcn sei, daß in diesem die erforderlichen Schritte betr. die geistige Zurechnungsfähigkeit des Grafen Pückler unternommen werden. — Kiel, 8. Nov. Das Oberlandesgericht erkannte heute in dem von der Stadt Kiel gegen den Fiskus angestrengten Prozeß das Eigentumsrecht am K i e l e r Hafen d e in Fiskus z u. Tie Klage der Stadt wurde kosteniällig abgemiesen. Das Gericht erachtete den Beweis nicht für erbracht, daß der Stadt Kiel das Eigentumsrecht am Hasen in Kiel zugestanden worden sei. Leipzig, 8. Nov. Tas Reichsgericyt erkannte die Forderung der Magdeburger Privatbank gegen die Terlinden- Ko n t u r s m a s s e in Höhe von 1403 695 Mk. als berechtigt an und wies die von der Konkursmasse gegen das Urteil des Ober- kandcsgerichts. Hamm eingelegte Revision zurück. Letzteres hatte entgegen dem Urteile des Landgerichts Tuisburg die Forderung ül.' gstiig u'lmtiit. Wer flickt gern Wäsche? Jede Haus- ________________-—M ------------------ trau oder Mädchen wünscht sie möglichst lange zu erhalten nnd trotzdem achten die Meisten nicht darauf, welche Waschmittel sie zum Waschen und Kochen ihrer Kleidungsstücke und Geräte verwenden, sondern lassen sich irgend ein Waschpulver u. s. w., welches vielleicht stark schädliche Stosse enthält, blos weil es einen Psennig billiger ist, als die bewährte Gioth's gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin, auidrängen Gioth's gemahlene Kernseife, für deren Unschädlichkeit der Fabrikant garantiert, und welche hohe Waschkrast besitzt, kostet per Paket 15 Psennig. Fabrikant: I. Giolh, Hanau a. M. hv19/. Cc So 6- oo OD o p 3 CD o er 3 &: 5 ■ § R. D S Qe *■> D. esr» ö 3 2. — Q 5 er D 2.2 -B. er—r- rt* 2 CD r? 2 o — D TT.' o- ■ '9*1 to 22. D-5" ■3* 3$ D*~ 3 - 5 D: V 5o 3 19 r. 2 3 D o er —r. 2« D ' ' -2' CD cd -CD 2 CD p *so 5 « c* S" 2. I D ,, D 5* Cf 3 & rl -■ äs’“ er S-° er B 2*. S*. 5. er ** ** i 3 »Ja toco cd 2 c r g D- "2^ “s. D p. D er^4. — o' 2 _cd 2 3 5 2. - S 0 - e 2 2 ' P d. e -tr r* c o -•k 2 e eP ~ ■" 2 o 3 CO (y S: s O J-p o 3 S 3 ry < *• _ = «* er C ~>S So B el s ~ ~ i SS^co - 3^ o-S § 5 3’ ;««^>@co S (5) o H S 2_ a-3'-^ -- 's ä TL “ D D D " P er Q- - 5 S so 2.1 sS-” - ■ ä-sS äjX c-rr er XT*- 2 er 0 3 g) o o 2. A A s <■£ 3 - U, 3 C = p- - er n 2 CD S" 2 C;7,g (5) , 2 2 Zl 8 er-? " D* 0 y s % L 3 ■ o* - -c; 3 D eD = Co " §2 _ " c: o • o ern e*. 2. cd" 1^-2, O c* » o "o g S^-C-7-2,; srl0 s-F- Z 2 D er er - - s 2- s L- D O -S 2 -exp' ^§=3 s (s x 2, - s 5* s — TP PC t , <0 —~a< s § S p 3 D cr-^y — ä-3 •oq 7 5". 2>23sä? 3.3 ' 2 2 er<2 « ~ S. S85!e*s§ D . _ D *7 r-r- r-. 'Jo • 2 er1 "5 — -- o D 2 D. er ts « 2 S" cä.? 2 t—r c gn & c a.- er o- o. p, g <>• -2. S b3 s? o<2. 5 § 1 rt Ztadtverordneien- wahl! 2Iut Tienstag, dem 15. November, von vormittags 11 bis 7 Uhr abends finden die Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenversammlung statt. Von 80 Mitgliedern des Stadtvorstandes sind 16, also über die Hälfte, neu zu wühlen. Mitbürger! Bevor Ihr zur Wahl geht, prüft und wägt die Euch so zahlreich vorgeschlagenen Kandidaten. Partei-, Koufejsions-, Bezirks- und Berufs- Jnteressen haben zurückzutreten, wenn es gilt, das Wohl unserer lieben Vaterstadt zu wahren und zu fördern. Fortgesetzt wachsen die Aufgaben der deutschen Städte, und ein heftiger Wettbewerb ist unter denselben entbrannt. Auch unsere Stadt hat in der nächsten Zeit große Aufgaben zu erfüllen, und gilt es, Männer zu wählen, die bei weitem Blick doch die nötige Sparsamkeit üben, alle überflüssigen Aufgaben vermeiden, nicht aber in der Verweigerung des Notwendigen der Entwicklung unserer aufstrebenden Stadt hindernd in den Weg treten. In unseren zahlreich besuchten Generalversammlungen wurden nachstehende Herren mit sehr großer Majorität als Kandidaten bezeichnet: Carl Aug. Faber, WtmMtr Will). Wallenfels, Mk»t Dr. Gulfleisch, Theodor Haubach, SemmerjifBrat Heichelheim, H. E. Jughardt, Jean Kirch, Ed. Krumm, Carl Loos, Louis Petri II., ff ff ff ff ff ff ff ff H Hermann Eichenauer, Fabrikant Max Friedberger, Kansmm Rcd.-Rat Dr. Haberkorn, Kreisarzt Friedrich Habenicht, Kanfaiam, Wchckze Fricdr. Helm, MiiWIw Dr. Wimmenauer, NninerKtättzrasessar. Wir empfehlen hiermit unseren Wählern in erster Linie die Wiederwahl der seitherigen Stadtverordneten, die ausnahmslos ihre Pflicht im weitesten Maße erfüllt haben, und denen man durch ihre Wiederwahl den Dank und die Anerkennung der Einivohnerschaft bekunden soll. Im Uebrigen schlagen wir Männer aus den verschredcnsten Berufszweigen und Bezirken der Stadt vor, von denen wir überzeugt sind, und die durch ihr seitheriges Wirken Gewähr dafür bieten, daß sie auf Grund ihrer Erfahrungen und ihres Wissens mit Eifer und Pflichttreue ihres Amtes walten werden. Wenn es uns auch nicht gelungen sein wird, alle Wünsche der einzelnen Bürgerkrcisc zu befriedigen, so bitten wir doch solche vielleicht wohlbercchtigtc Einzclivünjche zurücktreten zn lassen und mit aller Entschiedenheit für die Wahl der genannten Herren einzutreten, damit eine das Gemeinwohl schädigende Stimmenzersplltterung vermieden wird. v°/u Der fr isnnigt Dmi». D:r litiinaiilwel? Dmiii. if in grosser Auswahl: Langschiff, Schwingschiff und Rundschiff in nur erstklassigen Fabrikaten: Seidel & Naumann, Dresden, Koch & Cie., Bielefeld Junker & Kuh, Karlsruhe u. s. w. empfehlen 7205 Jähmaschinen Seltersweg 83. Brüder Schmidt. Giessen. Stadtverordnetenwahl Mitbürger! Von dem lebhaften Wäsche beseelt, an die Wähler nur mit solchen Vorschlägen heranzutreten, welche die Billigung aller Unparteiischen finden können, hat der unterzeichnete Bezirk eine Versammlung einberufen, die überaus zahlreich besucht war. Nach eingehender, durchaus sachlicher Aussprache hat man alle Sonderwünsche zurück» gestellt und die folgenden Herren, welche den verschiedensten Berufszweigen angehören und deren Aufstellung allen Stadtteilen Rechnung trägt, einstimmig nominiert. Indem wir nunmehr diesen Vorschlag der Oeffentlichkcit unterbreiten, bitten-wir die verehrliche Wählerschaft, allseitig die Stimmen vereinigen zu wollen auf die Herren: Hermann Eichenauer August Gabriel Dr. Gutfleisch, AMmMeter MckzinM Dr. Haberkorn Th. Haubach, AMmMeter Georg Hebstreit § Fritz Helm KMmerziemi S. Heichelheim, AÄMlMeter Wilhelm Homberger Jean Kirch, AMmoMettt , Ed. Krumm, StMomMeter 8308 Carl Loos, AMvemimter Louis Petri II., AMmMeter Georg Simon Wilhelm Wallenfels, StflMucrorlincter Professor Dr. Wimmenauer. $er WaDezirk TelterSierg rniii Riegchfa-. SW Großes Lager Pelzwaaren Muffe, Goffiers, Kinder-charnituren etc. von den billigsten bis zu den feinsten empfiehlt zu enorm billigen Preisen 7948 J. Kaan jr., Kreuz 10. 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Ihr könnt keinen geeigneteren Männern Eure Stimme geben als den Herren: Eduard Krumm KommerzienratHeichelheim Wilhelm Hombcrger Jean Kirch Carl Loos August Gabriel Professor Wimmenaner August Faber Theodor Haubach Hermann Eichenauer. 8283 viele Wähler. o B E3 d5V Z L von M. 1000 an von M. 400 an 3 n FBäigeS Pianlnos Nacli Vollendung meines Neubaues habe ich mein grosses Instrumentenlagcr, ganz besonders aber das Lagea» in FEäigeBn noch bedeutend erweitert und empfehle nun in selten schöner Auswahl: Harmoniums m.»« Phonola zu m. sso Pianola zu m. 1200 ==200 Instrumente stets vorrätig. =—.....- Jede Zahlungserleichterung - Höchster Barrabatt. 10jährige Garantie. - Freie Lieferung. Gespielte Pianos. Pianos zu vermieten auch Harmoniums. Monatl. Mietpreise: 2—12 Mk. Jede Reparatur an Pianos und Harmoniums wird in cig. Werkstätte fachgemäss u. vollendet ausgeführt. Klavierstimmen. Aufpolieren von Pianos. WILH. RUDOLPH, C 22 Seltersweg 22 vis-ä-vis der Plockstrasse < > Neu aufgenommen: ) : Echte Broncen j < > von Oskar Gladenbeck & Co. / < t Königliche Hofbildgiesser. 8153 > Kezllks-VkMll ibibJL Mittwoch, den 9. November 1904, abends 81/, Uhr: Keneral-Wersammlung im Restaurant Bourgeois, Brandgasse. TageS-Ordnung: 1. Berichterstattung, 2. Rechnungsablage, 3. Vorstandswahl, 4. Die Stadtverordnetenwahl. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. MtvMlielkllWjl! Als besonders geeignete unabhängige Männer empfehlen wir zur Wahl: Juftizrat Dr. Gutfleisch KommerzienratHeichelheim August Gabriel Iran Kirch Wilhelm Wallenfels L. ■ Petri IL | Wilhelm Homberger Eduard Krumm Med.-Nat Dr. Haberkorn Friedrich Habcnicht Viele Wähler dem Dili Ziiteressk der Wt am Herseil liegt. Eäbi OeckBaett ( i , mit 7 Pfd. gut gereinigten Federn gefüllt < . Mk. 11.50, 14.70, 16.50, 22.— etc. J ' Kissen 1: i mit 2 Pfund Federn gefüllt j . ' Mk. 3.20, 3.60, 4.40, 6.20 etc. , ( Zusendung nach ausserhalb franko gegen i Nachnahme. a8/a ‘ ' Umtausch gegen andere Qualität gestattet. Cenlrifugen einfachster Konstruktion, schärfster Entrahmung, bequemster Handhabung und Reinigung, sowie leichtem geräuschlosen Gange, empfiehlt und giebt auf Probe M. Rosenthal Landw. Maschinen u. -Geräte 7959 Liebigstrasse 13. Fernsprecher 218 Gebr. Weil Neustadt 10. Giessen. Neustadt 10. Butterick’s Schnittmaster einzig und allein zuverlässig, ermöglichen spielend leicht Selbstanfertigung aller Kleider, Buitsrick’s Iflodenbla’t e«? verabfolgt monatlich unsere Allelnvertretuno Firma: A. Holterhofi Söhne, Giessen. » tri KU Wasch-Extrakt mit Bär (<•“/, ist das vollkommenste Waschmittel welches jede Hausfrau in ihrem eigenen Interesse für die Wäsche gebrauchen sollte. Man verlange Kl vira mit dem Bar. Kngros-Niederlage: Gebr. 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