srv« 185 RotattonSdruck unb Verlag der Brüh liehe» UntoerfitätSbruderet 9L Lange. Greben. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr^-Adr.: Anzeiger Gtehe» Zweites Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 9. August 1904 Erscheint täglich mit Ausnahme de» Sonntags. €te Lietzener Samilienblatter" werden dem film | MA HB ÜS H Wg Alt /fW .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der MW fil & L. U| W M M W M H 0 Ä M M -hejstlche Landwirt" erscheint monatlich einmal. WW g W B V W- W W P H U MH General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. 26. Deutscher Kaus- «ud Krundöesthertag. S. n. H. B r e s l a u, 6. August. In feiner heutigen dritten und letzten Hauptvecsamm- Lung befaßte sich der deutsche Hansbesitzertag zunächst mit bem Kreditwesen für den städtischen Grundbesitz. Der Referent Beiß enh er z-Breslau betonte in seinen Ausführungen die Notwendigkeit der Schaffung von Hypotheken-Jnstituten für den städtischen Grundbesitz, wie sie die Provinz Schlesien bereits besitzt. Wünschenswert sei ein Pfandbriefinstktut, das auch zweite Hypotheken ausleiht, denn damit hätte man die idealste Kreditform für den Hausbesitz geschaffen. Die größte Schwierigkeit biete der Absatz der Pfandbriefe; hier gelte es, den Kampf mit dem Großkapital, das sich der Unterbringung der Pfandbriefe in den Weg stelle. Mer wir Hausbesitzer fürchten uns nicht und werden selbst auf die Börse gehen und Pfarrdbriefe kaufen und verkaufen, wenn es nötig ist. Es ist aber Aussicht vorhanden, in Verbindung mit großen Bankinstituten den Absatz der Pfandbriefe zu ermöglichen. Der Redner schildert die Erfolge der deutschen Hvpotheken-Vanken. Die 40 deutschen Hypothekenbanken haben im vorigen Jahr 70V2 Millionen Mark an Dividenden gezahlt und das alles auf Kvsten der Hausbesitzer. Baumeister Hartwig -Dresden tritt ebenfalls für die Errichtung eigener Pfandbriefinstitute ein, empfiehlt aber, wie es in Dresden bereits geschehen ist, den Staats- oder Stadtkredit in Anspruch zu nehmen. Fürchten Sie nichts, wenn die Stadt mit ihrem Kredit hinter einem solchen Institut steht. Das wird der Stadt sowohl wie den Hausbesitzern Nutzen bringen. Eine Lebensfrage für Pfandbrief- Institute ist aber, wie hoch dürfen sie schätzen und beleihen? Ich kann den Hausbesitzern nur zurufen: Habt Ihr Geld übrig, dann wendet es Pfandbriefinstituten zu. Justizrat Baumert- Spandau führt aus, was wir 6et den Baugenossenschaften nicht wollen, daß sie durch Staatskredit vorwärts gebracht werden, das dürfen wir für unsere Pfandbrief-Institute auch nicht fordern. Wir dürfen also keinen Staats- oder Stadtkredit für diese an* streben und wünschen. In Dresden ist man da auf die schiefe Ebene geraten. Wir wollen uns selbst helfen und erstreben daher Pfandbrief-Institute unter Selbstverwaltung der Hausbesitzer. Leider sind die Hausbesitzer in vielen Punkten nicht einig. Wir haben hier in Breslau zwei Hausbesitzer-Vereine, nur einer davon ist hier vertreten. Das dürfte nicht Vorkommen, bei eitrigem guten Willen hätte jeder der beiden Vereine ein paar Löcher zurückstecken können. Auch in der Provinz Brandenburg sind die Hausbesitzer nicht einig; das liegt aber in der Hauptsache daran, daß uns die Hauptstadt fehlt. Berlin ist selbstständig und unsere Großstädte Gharlottenburg, Schöneberg, Rixdorf, helfen uns nur teilweise. Wenn die Hausbesitzer nicht einig sind, dann gehen sie trüben Zeiten entgegen. Rechtsanwalt Dr. Hettersdo rff -München legt dar, es sei doch ein Unterschied zwischen der Unterstützung der Baugenosienschasten durch abnorm billigen Staatskredit und der Beteiligung der Stadt Dwsden an dem dortigen Pfandbriefinstitut. Die Stadt beteiligt sich mir formell an der Verwaltung, sie steht selbst im Hintergrund und hat obendrein finanzielle Vorteile davon. Wir in Bayern haben auch Hypothekenbanken, aber wir leben mit ihnen in Frieden. Wir haben allerdings auch keinen Mirbach. (Große Heiterkeit.) Im Schlußwort betont Beißende rz -Breslau nochmals bezüglich der Frage, wie hoch die Pfandbriefinstitute beleihen dürsten, daß im allgemeinen die Mündelsicherheit zu fordern fei, daneben feien aberi noch andere Pfandbrief- Institute für zweite Hypotheken notwendig. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Baumeister Hartwig- Dresden regte danach eine Beschickung des „Ersten DeutschenWohnungs-Kon- gresses" in Frankfurt a. M. an, Mit dem Bemerken, daß in dem von über 100 Anhängern der verschiedensten sozialen und sozialistischen Richtungen besetzten Ausschuß dieses Kongresses sich kein einziger Hausbesitzer befinde. Im Mittelpunkte des Wohnungskongresses stehe der preußische Wohnungsgesetzentwurf, der sicher das Vorbild für ein allgemeines Reich-swohnungsgesetz bilden werde. Da sei es notwendig, bei Zeiten die Forderungen und Interessen der Hausbesitzer zum Ausdruck zu bringen, um zu verhindern, daß man über sie einfach zur Tagesordnung übergehe. Die Versammlung nahm hierzu folgenden Antrag an: . ~ „Der Verbandstag wolle beschließen, die einzelnen Verbandsvereine zu ersuchen, zu dem bevorstehenden Wohnungs-Kongreß in Frankfurt a. M. auf ihre Kosten Delegierte zu entsenden, wobei erwünscht ist, daß möglichst die Vereinsanwälte und Herren entsendet werden, die für bie Interessen der Hausbesitzer auf das Nachdrücklichste eintreten." Die Wahl des Vorstandes ergab u.< a. die Wiederwahl des bisherigen Verbandsdirektors, Stadttats Baumeister Hartwig-Dresden. Zum Tagungsort für den nächstjährigen Verbandstag wurde München, für 1906 Eisenach bestimmt. ♦ Die Verhandlungen des Haus- und Gmndbesitzertages waren zum Teil recht interessant. Vieles, was da gesprochen wurde, kann man allerdings nicht unterschreiben. Die Haus- und Grundbesitzer wollten ja auch lediglich ihre Interessen nachdrücklich Vertreten. Es gibt aber in bem eminent wichtigen (Gebiet der Wohnungsfrage auch andere ebenso wichtige Interessen, um die sich der Staat mi< der allergrößten Berechttgung bekümmert. Der preußische Gesetzentwurf zur Verbesserung der WohnnngSverhältnisse ist jetzt mit eingehender Begründung erschienen. Zu den hauptsächlichen Bestimmungen gehören diejenigen über die Be- nutzuug der Gebäude zum Wohnen n nd Schlafen. T)tc)e Vorschriften haben auch aus dem Grunde ein all- Interesse, weil sie sich auf Mietwohnungen beziehen, an deren Beschaffenheit in Zukunft von Staatswegen erhöhte Anforderungen gestellt werden. Mer damtt will sich die Regierung nicht begnügen; sie kündigt ein planmäßiges Einschreiten gegen die vorhandenen schlechten und überfüllten Wohnungen an. In dem Mschnitt 5 über örtliche Wohnungsaufsicht werden den mit der Aufsicht betrauten Personen weitgehende Befugnisse übertragen. Die Berechttgung zur Besichttgunjg, in der Zeit von 9 Uhr mar- gens bis 6 Uhr abends, erstreckt sich auf alle Räume, bie zum dauernden Aufenthalt von Menschen benutzt werden, sowie die dazu gehörigen Nebenräume und Zugänge. Läßt sich durch Rat, Belehrung oder Mahnung die im gesundheitlichen Interesse erforderliche Mhielfe nicht schaffen, so ist ein polizeiliches Einschreiten zu veranlassen. Auf den ersten Blick erscheinen diese Bestimmungen einen erheblichen Eingriff in die Rechte des Eigentümers darzustellen. Mer man muß bedenken, wieviel gerade auf dem Gebiet des Wohnwesens durch Eigennutz und Nachlässigkeit gesündigt wird, mtb welche Gefahren nicht nur für eine oder mehrere Familien, sondern für ganze Stadtteile durch Duldung derartiger Zustände entstehen können. Da darf man nicht warten, bis eine verherende Epidemie zur Beseittgung der Mißstände gebieterisch auffordert. Jtr dem freien England ist schon vor Jahren auf Anord- nung der Behörden in Loudon und anderen Städten kurzer Hand die Niederreißung von zahlreichen „unverbesserlichen" Häusern erfolgt. In anderen milderen Fällen wurden den Hauseigentümern kurz bemessene Fristen gesetzt zur Erfüllung der Vorschriften des Gesundheitsrats; bie nicht pünktliche Beachtung zog unweigerlich die polizeiliche Räumung des Hauses nach sich. Aus England scheinen in den preußischen Wohnungsgesetzentwurf Bestimmungen wie die folgenden übernommen zu fein: Mindestens zehn Kubikmeter Luftraum und 4 Quadratmeter Bodenfläche auf jede Person in jedem Wohn- und Schlaftaum; guter baulicher Zustand der Wohn- und Schlaftäume, sowie der Küchen; getrennte Schlaftäume für die über 14 Jahre alten Heranwachsenden männlichen und weiblichen Geschlechts; Schlaftäume für Dienstboten und Gewerbegehilfen — hier ist noch vieles im argen! — ebenfalls mindestens zehn Kubikmeter Luftraum auf jede Person. Nun entsprechen die großen und mittleren Wohnungen wohl in der Mehrzahl diesen Normen. Die Kleinwohnungen von 1—2 Zimmer bieten am meisten Anlaß zur Bemängelung in gesundheitlicher Hinsicht. Auf „tunlich ste Beschaffung gesunder, preiswerter Kleinwohnungen legt mit Recht die Begründung des Gesetzentwurfs wert. Die Regierung verspricht sich n, a. durch Vergünstigung bei den Straßenkostenbeiträgen auf die Bauunternehmer einen „nachhaltigen Anreiz auszuüben, mehr als bisher Häuser mit kleinen Wohnungen herzustellen." Mer durch solche Vergünstigungen werden nicht entfernt die hohen Bodenpreis e ausgeglichen, die bekanntermaßen in größeren Städten und Industriebezirken die Herstellimg von Wohngebäuden mit kleineren Wohnungen direkt verhindern, weil die Mieten, um eine nur bescheidene Rentabilität zu sichern, allzu hoch bemejjen werden müssen. Das verhehlt die Begründung selbst nicht; sie erblickt die Mittel, um einer ungesunden Bodenspekulation entgegenzuwirken, in Besteuerung, im Bebauungsplan, in der Fluchtlinienfestsetzung usw. Diese Mittel könnte der Staat ergänzen, wenn er selbst praktisch mithift Dazu gehört z. B eine rpsche, häufige und billige EisenbahMefördernng in die Umgebung der Städte, wo die Bodenpreise erschwinglich ftnb; ferner, daß der Fiskus die zum Teil sehr beträchtlichen Laudsttecken in dieser Umgebung, die gar keinem Zweck dienen und nicht einen Pfennig Pacht einbringen, zu mäßigem Preise für Familienhäuser abgiebt, aber nicht etwa nur im ganzen an Groß-Unternehmer und Gesellschaften, die zu verdienen gedenken, sondern auch in kleineren Parzellen an Privatleute. Mlitische Tagesschau. Die englische Expedition nach Tibet, bie den Zweck hat, die tibetanische Regierung zur Unter- zeichnung eines Vertrages zu zwingen, der den britischen Kaufleuten gleiche Rechte wie den russischen sichett, — ober mehr Rechte, wenn dies möglich ist — steht jetzt vor den Toren der „Heiligen Stadt", wenn nicht gar schon das von den Tibetanern so sehr gefürchtete Ereignis eingetreten ist, baß die „Ungläubigen* trotz aller Proteste und Bitten ein- marschiett sind. Es ist kein Zweifel mehr darüber, daß der Dalai Lhama in den saueren Apfel beißen und mit den Eindringlingen in seiner Hauptstadt verhandeln muß. Man kann auch kaum annehmen, daß die Expedition nicht alles daS erreichen wird, wozu sie ausgesandt wurde, denn in seiner gegenwärtigen Lage wird dem Lhama wohl nichtst anderes übrig bleiben, als zu allem Ja unb Amen zu sagen, wenn er sich nicht den schlimmsten Gefahren aussetzen will. Es gibt aber doch noch eine Möglichkeit, dieser unangenehmen Eventualität vorzubeugen. ES ist schon den Führern der Expedition gedroht worden, daß der Lhama, wenn sie wirklich ihre Absicht, die »Heilige Stadt* zu betreten, ausführen werden, „vor Aufregung sterben* könne. Wenn es für gewöhnliche Menschen schon nicht so einfach ist, vor Schreck zu sterben, so gehört bei solchen „Göttern" noch viel mehr dazu, und daS Ganze deutet auf ein politisches Manöver hin, mit dem bie tibetanische Regierung ihre Feinde hintergehen will. Der Lhama kann einfach vefichwinden. Dann kann getrost verhandelt werden, so viel die »Friedliche Expedition" nur immer will, — eß können Verträge unterzeichnet werden, unter Bedingungen, wie man sie in London nicht besser wünschen Fann, — wenn nur die Expedition bann wieder abzieht. Ueberhaupt ist der Wert solcher erzwungeneil Verträge ein höchst zweifelhafter, wie man ja in China schon oft genug erfahren hat. Der Wert der deutschen Sprache. Die Londoner Morning Post hat kürzlich für den Wett der deutschen Sprache ein Zeugnis abgelegt, das von jedem Deutschen gehött zu werden verdient. Das Londoner Blatt empfahl in einem Leitaufsatze dringend neben dem Unterricht in der französischen Sprache den der deutschen als unentbehrlich für das geschäftliche wie das wissenschaftliche Leben. Der Verfaffer bezeichnete die deutsche Sprache als den Schlüssel zu der Hälfte alles geistigen Lebens im heutigen Europa. Wer die deutsche Sprache nicht verstehe, könne auch die großen Männer der Neuzeit nicht verstehen und ebensowenig ihre Wette, er könne nur eine ganz em» fettige Auffassung der modernen Geschichte unb des modernen Europa bekommen, der Welt also, in der er leben müsse. In der Nationalökonomie, der vergleichenden Sprachwissenschaft, der Chemie, den militärischen Wissenschaften, auch in der Erdkunde, gehe Deutschland voran; ohne einen deutschen Atlas komme kein englischer Geograph aus. Aus Stadt Md Land. Gießen, den 9. August 1904. Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Stationsaffistenten in der Hefl.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft, Christian Steinius in Mainz, aus Anlaß feiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Der Verband reisender Kaufleute Deutschlands wird durch seinen Vorsitzenden, auf Veranlassung der Sektion Gießen, anfangs September im Neuen Saalbau hier einen Vortrag: „Gießen als Handelsstadt im 2. Jahrtausend* halten lassen. ** Hessische Handwerkskammer. Von der Regierung aufgefordert, sich zu einer Note des Reichßschatz- amtß inbetreff des Entwurfes eines Gesetzes zur Aen- derung des Münzgesetzes vom 9. Juki 1873 zu äußern, hat die Handwerkskammer diesbeUigliche Erhebungen veranlaßt. In der Hnuptsache galt es der Prüfung der Frage des Bedürfnisses nach einem Dreimarkstück, welche voraussichtlich auch in der nächsten Tngung des Reichstags zur Erörterung fommen wird. Als Resultat der Erhebungen war zu verzeichnen, daß im Handwerker- und Gewerbestand eine Nach ft aae nach Talern wenig besteht. Die Gründe hierfür sind darin zu suchen, als fie, leicht die Ursache zu Verwechslungen geben und weiterhin, daß sie beim Vorhandensein von Zwei- und Fünfmarkstücken nicht unbedingt erforderlich, sind. Die gleiche Erfahrne welche die Reichsbank mit ihnen gemacht hat, haben auch private Geldinstitute gemacht, indem die Taler immer wieder an diese zurüch- gelaufen sind. Dagegen sind stark begehrt Ein-, Zwei-, und Zehn-Markstücke, nächst diesen die Fünfmarkstücke. Hiernach wird für den Handwerker- und Gewerbestand auch das etwaige Vorhandensein eines Dreimarkstückes nicht als ein dringendes DerkehrSbeöürfnis anzusehen fein. Dagegen wird sich sehr empfehlen, die etwas großen Fünfmarkstucke handlicher herzustellen, die lediglich 'ihrer Größe wegen eine geringere Nachfrage besitzen als Ein- und Zweimarkstücke. + Butzbach, 8. Aug. Die WieberherftellungSarbeite« der St. MarkuSkirche sind jetzt nahezu vollendet unb daS Gotteshaus soll im Oktober feierlich eingeweiht werben. Heute traf daß vom Großherzog gestiftete prachtvolle Kirchenfenster ein. Die übrigen Fenster sind bereits angebracht; die Namen der Stifter sind: der frühere Realschulbirektor Jäger, Oberlehrer Storch, von Bouchenröber, H» Melchior, )lpotheker Dr. Vogt, Dr. K. Eikenmaier, Seippel und Reitz. Die Kirche ist nach den Plänen des Architekten Hofmann-Herborn wieder hergestellt worben; bie Arbeiten haben über ein Jahr gedauert und eine Summe von ca. 70 000 Mk. erfordert. DaS Grabmal beS hessischen Landgrafen wirb vom Staate ebenfalls renoviert. Die Kirche erhalt Zenttalheizung und elekttische Beleuchtung. § Friedberg, 7. Aug. A,n 1. August ist der hiesige bienftältefte Schutzmann unb frühere Polizeibiener Fourier in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Fourier stammt aus bem benachbarten Söbel; er machte den Feldzug 1866 mit und war bann einige Jahre Polizeibiener in Södel, bis er anfangs der 70er Jahre nach Friedberg verzog, um hier Wer 30 Jahre als Polizeibiener unb seit Einführung der Städteordnung als Schutzmann tätig zu fein. )( Oppersho fen, 8. Aug. Im Gasthaus zum „Schwanen" fand gestern eine große Versammlung statt, die sich mit dem We t te r t a l b ab n Proiekl besMf- ttgte. An der Versammlung, die von Bürgermeister Knnser- Bad-Nauheim geleitet wurde, nahmen die Vcittreter von -Oppershofen, Steinfurth, Wisielsheim, Rödgen und Bid- Nauheim teil. Man faßte einsttnlmig den Beschluß, daß die Wettertalbalm anstatt — wie zuei-ft projektiert — ht Friedberg, in Bad-Nauheim in die Mainwcserbahn ein- führen soll. Die Strecke soll nach dem jetzigen Projekt von Griedel an der Bahn Lieb Butzbach über Rockenberg, Oppershofen, Steinfurth, Wisselsheim, Riidgen nach Blanser-Bxrd- Nauheim, Bürgermeister Schmidt-Oppershofen, Beigeordnete Falk Steinftlrth, Pfarrer Löb-OpperShosen unb mehrere Gemeinderäte der beteiligten Orte. Rockenberg, der größte Ort an der Strecke, und Sck^valheim nahmen, an der Versammlung nicht teil, da sie für die C-insühr- img bei Friedberg sind. w. Nidda, 8. Aug. Gestern nachmittag feierte unsere Kleinkinderschule, welche nunmehr 25 Jahre befiehl, ihr JahreSfest. Wegen der ungünstigen Witterung wurde der erste Teil der Feier in die Kirche verlegt. Dann wurden die Kinder in dem chnllokal mit Milch und Bretzeln bewirtet und mit Bähnchen beschenkt. Als bie Sanne ewbrr Anfangs» u. Schlußkurfe. (mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifiohliti) in tadelloser * Ausführung’ von Mk 17.— in 110 cm Länge aulwMrta -m ÜÖ7Ü 201.10 207.7ö 218.2b bewährteste Nahrung . 219.25 . 188.Ü0 . 207.70 chöne weihe Hände sind eine fesselnde Zierde des Weibes; schöne weihe Hände sind auch ein mächtiger Empfehlungsbrief. Um diese interessanten Attribute weiblicher Schönheit zu erlangen, bedarf es ganz besonders der tagtäglichen Waschungen mit Doering's Eulen Seife. Ter zarte, fettreiche Schaum dieser Sette wirkt überaus günstig aus die oberen Hautlagen und gibt ihr jene samnu- weiche Zartheit und das anmutige Kolorit, welche eine schöne Hand erst zur vollendeten Zierde erhöhen. Preis per Stück 40 Pfg. hv", mager.- darmkranke DejchaftSentnnckelung. Privat-TiSkont 2*/, Prozent. Ceft. Kredit. Deutsche Bank . . Darmstädter Bailk . Bochumer Guß . • tag findet dann btt letzte nllgcmnne Sitzung, mit Xiorträg«» van Legre.Turin und W ir ti "«"'Mfi Aur- iidxiouim ber Sternroartc aus dem KönigSstuI-l statt. JJ(tt viu» Hünen in die Umgebung erreicht die Heidelberger ^agung, die sich ben Kongressen in Zürich (1897) und PariS (1J00) würdig atv- sdstießen wird, ihren Abschluß ____ Kunst und Zöistenschast. S. W. K. Heidelberg, 8. Aug. Ter dritte inter nationale Mathematikerkongreß nimmt heute abend mit einer Begrüßungsfeier in ber Stadthalle seinen Anfang. 'LsiS heute srüh nxiren schon mehr als 20d Teilnehmer — beten Zahl sich im Laufe des Tages verdoppelt haben dürfte — aus aller Herren Länder enigctrojfcn. Falt alle europäifdjcn Staaten, selbst Amerika und Asien, finb vertreten. Tie feierliche Eröffnung des Kongresses erfolgt Dienstag vormittags 10 Uhr im Museums- iaale, nrj nach den Begrügungsanspraä-en Geh. Rat K ouigs- berget- Heidetverg eine GedadMuörede auf E. G. I. Jacobi leiten wirb. AbendS ist ein Bankett in der Stadthalle. Am .Rittwoch finden vormittags Sektionssitzungen statt, und für den Aachm.ttag sieht baö Programm einen Ausslug nach Schwetzingen vor, wo bte Leilnehmcr im Grohh. Schlosse empfangen iuerben. .ch b:r zweiten al.gemeinen Sitzung, die Donnerstag vormittag n ber Universität aula ftnttfinbet, iverdcn Painlev e - Paris und Greenhill-London Bortrüge halten. Donnerstag N2ch mittag luiro oie mathematisch Ausstellung eröffnet und abcuoS »eranftaltet die Stadt Dem nongreg zu El/ren eine (Sd)lobbeleud)* tttng Der Freitag ist wieder Sektionssitzungen, Borträgen und .cmonflrationen in den Ausstellungen gnoidmet, uad am SamS- ?lniversttäts-Yachrichten. br. Berlin, 8. Aug. Zum 9ttid)solger Franz Königs an ber Berliner Universität, o Professors uiid Direktors ber djarur- gischen Minik im El-arüL-ttranlenhaufe ist der otdentlid>e Pro- sessor und Vorsteher ber chirurgisclicn 51111111 und Volillmik an der Universität Vzisel Tr. med. Otto Hildebrand (em früherer Assistent KönigS) berufen worben. Heidelberg, 8. Aug. Ter a. o. Professor Dr. med. cr-ranz 9M&1 wurde zum ordentlichen Professor der Pshchiatrie uirb Titeltet der Irrenklintt an der Universität D"delberg ernannt. Rißl tritt an Stelle von Professor Tr. Hart Bonhoesfcr^ der Wernickes Professur in Berlin übernimmt. Hum 5vjährigen Jubiläum des Keh. Jutlijruls Aaift. Nachträglich sind wir in die Lage versetzt, den Dort» laut der Adresse zu veröffentlichen, welche der Vorstand der Anwaltskaimner an Geh. Justiziar 2kift gelegentlich seines Jubiläums gesandt hat. Er lautet: Hochgeehrter Herr Geheimer Justiz rat! Wengeschätzter Herr College! Ihren heutigen tihrentag, an dem Sie auf eine 50jährige Berufstätigkeit als Anwatt zurückblicken, wollen Ihre Kollegen unb unter Ihnen die Mitglieder des Vorstandes Der Anwaltskammer n.cht vorüber gehen lassen, ohne Iynen ihre Hochachtung und Anerkennung für Ihr erfolgreiches Wirken im Dienste der Rechtspflege auszudrücken. Tantbar blicken wir mit Ihnen auf Sen langen Zeitraum zurück, in dem es Ihnen vergönnt war, in körperlicher und geistiger Irische Ihren Beruf audjuüben und durch treueste Pflichterfüllung und ideale Auffassung ber anwaltlichen Tätigkeit allen Berufsmitgliedern ein Vorbich zu sein. Lange Iahrc gehörten Sie b:m Vor stände der Anwaltskammer an, ber es lebhaft bedauert, Last Ihr hohes Alter Sie zum AuS- schieiden^veranlastte. Möge Ihr Lebensabend ber freundlichste sein, damit Sie Die Früchte eines arbeitsamen und tüchtigen Lebens noch recht lange Jahre geniesten, iarmftabt, 7. August 1904. Ter Vorstand der Anwaltskammer: Metz L, Geh. Iustt-rat, Vorsitzender. Massot, Iustizrat, stellvertret. Schriftführer. Zu der Feier iw Mub ist noch folaendes nach-u tragen. Als die Ernennung Batst's zum Zunftmeister erfolgt war und die Gesellschaft vergnüglich zusammen saß, erschien im! Klub ein Bauer mit Zipfelmütze, blauem ÄiKel und kurzer Pfeife. Er suchte „en Avakat, er halt' gehört, es sei en Avakat Batst do." Es wurde ihm erwidert, das sei richtig, und Batst forderte ihn aus, zu sagen, was er aus dem Herzen habe. Der Dauer sagte: Eich hab's schriftlich bei nur, der Parrer hat mer's ufsgeschriwwe, do eich net schretwwe kann." Auf die Aufforderung, das Schriftstück herzugeben, antwortete der Bauer: „Eich kann's selbst lese; denn lese how eich gelernt, jchreiwc kann eich net", woraus der Bauer ltzausVerwalter Todt) dann folgendes von ihm verfaßte charakteristische Gedicht in oberhesjtscher Mundart unter großem Beifall und großer Hetterkett aller Anwesenden, vortrug: „Ach vo' Molläste hart bedrucht, Hot mich mei' „Fraa" baut fort aeschucht; (tn Nautnotz un en Tagdäib noch dezou Saht „Säi", — das letzt met Tog un NaH kah' Rouh; Te Hob schtieht offem SchptU, etz frey im Rat, Hau' mutzte reire schwinn, noch in die Schtaadt! jum Avekat Hai wohlbekannt Aach weit un' brett un Hesjeland; Besonnerich doch en „Lberhrsse" Wo he geführt Hot Diel Prozesse. Un weit, — was hä, gar wichtig ist, Ja aad) vo ,cho" gebürtig iß; bekannt iß he en jerem Cart7 W- he gerührt hat deck das Woart Un s ka.nen oör bahl ieten Tag, Tav he ges^rn-aßt en unser Schprach Tann so oerschrann en lerer Hiann: Cb Sumotten, -bürzer awer Dauer Bon den untersucht e Gegcnständen gingen ein au« den jh-eii n AlS.eld 1.2, Büdingen 120, Iriedbcrg 2 G, Gi.ßm 3i Lauterbach 189, Schotten 6141. Aus Lrten ufw. außerhalb ber Veraiilasiung, nämlich Butter wegen zu geringen Fett- und zu hoben Wassergehalte«, Törvobst, amerikanisches, weil mehr als 0,123 Proz. iil4veil.gc Säure enthaltend, Essig rvigeit zu geringen Oxchattcs an lissigsaure, Fruchtsäfte, weil mit Tecrfardc gefärbt oder lälicoliaurvlxtltm Hefe, gar. rein, weil stärkemchlhalttg, Küchen- goichirt wegen bleiabgcbenbcr Glasur, Marmelade, weil stärke- wruphaltig und mit Teerfarbe gejärdt, Milch, weil gewäsiert, Mineralwasser, künitttcheS weil mit Getrtidcspelzen verunreinigt, Mör.el weil er nidx der angcg denen Zusammensetzung entsprach, Wa.jer, weil ungeeignet jür Genuß- und Hausgcbraud-szwecke, Wa.scr, u*d ungeeignet tut technische Zivecke, Wem, -veil ver- Oorbcu, Txiu, iLHjjn zu bei) n G-dallcS an - sauren, Wurstwarcn, wed i.ärlemcb.b Uig, stärkemehl- und borsaurehattig, stärkemehthalttg o-dcr verdorben. Tie Einnahme auS den ungefubtien Untersuchungen ergab 5211,24 Mk., Legen 6o20,87 Mk. im Bonahr. Ju den Einnahmen aus den Untersuchungen sind noch hinzu- zured,neu bieiemgen Betrage von Geldstrafen, welche burd) ge- ndMlitix En. a^'id.ing auf 0-rund Der vom Unt.rsuchungsamt ausgesprochenen eam'tanbungen verfügt ivurden. Ferner ist hm zuzurechnen die HLfte der ttntersuchungsgcbuhren sür im amtlichen Auftrage untersuduc beanstandete Proben, im Falle eine Ber- urieilung aus die Beanstandung hm stattsand. Sett dem Bestehen der Aniiall im Jahre 1891 wurden o3 5Jo ! Untersuchungen auSgcfuhrt und dafür 46 861,62 Mk. verein- nahmt. Tie regelmäßige Kontrolle von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen fimd in der mit ben verst!,n ebenen Behörden oervinbarten Weise gleich wie in früheren Jahren statt. Gerichtliche Verurteilung von Metzgern wegen Zuiatzes von • mehl uxr non Stärkemehl und Borsäure zu Wur>hvarcn bezw. wegen Feilhattens und Verkaufes perdorbener Wurst find m 10 Fällen bekannt geworden. Wie in früheren Jahren, so fand auch im letztverslossenen eine chemische und balteriologifdie Unteriud)ung des Wasserö sowohl auc* Der neueren, wie auch auS der älteren Wasserver- iargungdanlage t:r Stadt Gießen, ersteres aus den Quellen zu Cucdbom, letzteres au 5 ben Quellen bei Großen-Dnseck und im sicher Walde starnmeno, statt. Ein Vergleich der im Jahre 1902 enthaltenen Zahlen und qualitatioen Prufungsergcbiiisle mit btn- icnigcn von 1903 ergab, daß die chemische und phnsikalifcbe Be- fdtafienhcit deS von dcn Qucdvorner Quellen gelieferten WasscrS I in beiden Jahren im wesentlid>en die gleiche gewesen ist. -Lab Wasser war daher aud) auf Grund der letzijährigen Untersuchung wiederum als von großer Reinheit im hhgienischen ^nne und infolgedessen als sehr geeignet zur Speisung einer öffentlichen DasserleitungSanlage zu bezeichnen. Auch für tcdniifd)e Zlvede konnte es wegen ferner Reinheit und geringen Gesamthärte bestens empfohlen werden. , Ter uns vorliegende Jahresbericht des Untersuchungöamtes beweist, haß das Institut auch im letzten Jahre hervorragend von Privaten benutzt worden ist; eS sei daher allen, die Be- I Deuten hnjid tlid) d.r Verwendung von AahrungS-, Genußmitteln unD Gebraua-Sgegenständ:n haben, empfohlen, foldx durch das I Untcrfud/ungdamt auf die Unschädlichkeit prüfen zu lassen. iln* sÄi>aßt he fid) emal en Zoarn, Ter n»ar ja nLit vo' langer Tauer. UK'r M)flt,n aarfdx gern aad) freie? Dai m r fett Geald l>lt oahnzelege, 'S folgt dem Woart nach fdupuin die That Höi woust'r immer gaure Rat; Tie Aktie wem am beste fchtiehn, En Hod>heim bei dem „Burgess grihn Un wann b’r ebb es michn wollt loage, Könnt ibrjd) ins Höchster Fardlverk trage, An Chrn hat's uch io näit gefehlt, M'r hoi uch Hai un* bo gewehlt; AIS Beischtand uti de' Hesse!'rückcr-Hammer Un' aad) als Börschtand en die Iuristiscl>-Kaminer, Ihr seid für mich de rcrfxtc Mann? Ter aad) bi-rn vstoffil b.Smol haelfe karm. Als Avekat sdnlt foisig Ioahr, so iung en freia>, So setzt he, inner seine Leu, häi an ben ^isd) Un dreckt uch sduvcr die AerwetSlast, Aich gönne uu> bin Rouh un* Rast, Im Fcttschtöb'che bo könnt r roppe, Siet Humor gewürzt aure Llwetschoppe; Haut sei's nu grab schul sed)Szig Jahr, Herr Gehcimerat — hoch Jubilar!!! Schließlich bemerken wir nod), daß LandgcrichtS- direktor Bücking die Anspruch namenS deö Landgerichts hielt, was aus dem gestrigen Bericht nicht klar hervorging. Arvcitervcwegung. Offenbacha. M. .8. Aug. Tie hiesigen Schreiner haben heute, nadjibem sie 16 ^öochen lang im AuSftand verharrt hatten. Die Arbeit zu den irülKrcn Bedingungen lvieder auigenommen. Tavon lyattci! die Arbeitgeber ihr Eingehen auf weitere Verhandlungen über die schwebenden Lohnsragen abhängig gemacht. Newyork , 6. .Äug. Infolge Meinungsversdnedcnherten zwisdjcn Arbeitgebern und Arbeitern hat der Verband der Bauunternehmer die Aussperrung von 17 300 A r b e i - lern beschlossen. Tie Führer des Syndikats haben ihrerseits beschlosst, den Ausstand auf zehn weitere Branchen des Baugewerbes auszu dehnen. Dadurch tritt eine Untcrbred)* ung sanitlicher Bauarbeiten in Newyork ein. Tie Zahl der Aus- ländigen beträgt zurzeit 50 000, fic wird sich aber in einigen .ixigcn auf 100 OOP erhöhen. tzhiMtjches Zlntirjuchungsumt für die Arovinj Hbeihsssev. Im Jahre 1903,19 >1 wurden im UntersudTUngSamte im Auftrage von Behörden 891, von Privaten 7146, zusammen 803, llntcnudamgen auSgeführt. Untersucht wurden folgende Gegenstände in ber dabei angegeben n Zahl: 4lbwai,er o, A et her 3, Alenronat 1, Ardxwlogis^e Chielte 1, Bachnwller 1, Baumaterialien 5, Bienenhonig 2, Bier 13, Branittwem 7, Brot 1, Butter 62, Buttermild) 6, Törrobst 14, EiS ^rudsteis) 1, Erdboden 1, Erze 2, Essig 89, Farben 29, Fleisch Gack-, ^olbcr- fleifd) 10. struchtsäfte ^ruchtg-tteS, Marmcl?.ben, L.monadcn Id, Futtermittel 2, Geriduliche L dielte 2, Geivürze t)3, Glasuren 1, Sam 3, Hefen 7, Heringe 1, Käse 1, Kaffee und Katfeemioaate 3, Kartoffeln 3, LiidiengIchtrr 50. Lale (Pökclbruhe, 1, Maische 1, Margarine 18, Medikamente 5. Mehl 1, Milch (Marltmilch) 34, Milch v^tallmildMxrobcni 3, Milch Eür Produzenten! 10, Milch aür Molkereien 6931 Mild» (Magermilch für Molkerc,en) 1/, MUch ^Magermilch für sonstige Intercssentcn) 1, Minerale Mineraliväsier (künstliche- 1, Mineralwässer ^natürliche) 4, Rudeln und 0»raupen 2, £bft- und Fruchuveinc 2, Leie 8, Pavierdütcn 1, Petroleum 30, Rahm für Molkereien 52, Rahm (für jonitige stntercsscnten 1, Scllamm 1, Scbwetncschmalz 29, «eisen und ^ciseiipuloer 23, ©ciieiuinterüiuflcn 21, Speisefett 'Ptlan-entett) 1, Spiettvaren 8, Tapeten unb Buntpapiere 62, lierleidjcn 3, Tonerde 1, Wadiskerzen 2, Wasser für Genußznxcke 101. Wa,ser für icdmischc Zwecke 6, Dein 53, Wurstwaren 182, ^ttronen- brrporfanx, machten die Km der auf dein Kirchenplatz ihre) Spttle. __ -I r. Lauter, 8. Aug. In emer in vergangener Nacht m emer hiesigen Wirtschaft stattgehabten Rauferei erhielt ein verheirateter Mann solche Schlage mit Glasern auf ben Kopf, daß an feinem Auskommen gezweifelt wird. sd. Darmstadt, 8. Aug. Der heute durch die Polizei verhärtete .Professor de EastreS^, der im Mai d. IS. aus der Schweiz hier zugezogen ist, hat schon fett ewiger 3eU durch verschiedene verdächtige Manipulationen die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Der Form halber 'neidete er sich alS Hande IS- Spracht e hrer hier an, und seine Frau, eben- saUS rote er, auS Belgien, sollte ihn hierbei unterstützen. Et erließ großartige Annoncen über seine HandelSlebranitalt, aber unter Chiffre-Ädresien wurden Requisiteure, Depot-Verwalter, k Buchhalter, Haifierer re. mit Kaution gesucht. Mit einer I ganzen Reihe dieser Leute trat er m Verbindung, und eS m ihm anscheinend auch in einzelnen Fallen gegluckt, entsprechende Betrage zu erhalten, doch sind die mit den Leuten I adgeschlosienen Verträge so verdächtiger 9lrt, daß ein hiesiger Notar, der den jetzt Verhafteten beriet, die wettere Vertretung ablehnte. Er kaufte inzwischen in der Frankfurtersiraße füi 143 000 Mk. ein Anwesen, tn welchem daS sog. Canatoriuni unter dem Titel,6anator* errichtet werden sollte. -iaS HauS war kurz vorher für 125 000 Mk. feilgeboten worden:I ine Anzahlung bestand auS ca. 4000 Mk. bar und 6U00 Alk. -m Wechseln. — In auswärtigen und ausländischen Blättern erschienen nun Annoncen, in denen de Eastres seine Hülfe I •für a 11 e Krankheiten anbot. Nach Eingang ber Bnese wurden Den Heilung Suchenden Fragebogen übersandt, die ohne Rücksicht auf die Verschiedenheit der Krankheit alle nach einem Schema lauteten. Die ganze Korrespondenz wurde beschlagnahmt, die Medikamente sind bisher nicht aufgefunden, doch müssen solche vorhanden sein, da er ja mit einem zu engagierenden Materiatten-Depotverwalter mit Kaution in Unterhandlung stand. Einem zu engagierenden Kassierer hatte er versprochen, als Sicherheit die Kaution von 30 000 Mk., die dieser zu stellen hatte, aus das obenerwähnte HauS em- gutragen. Durch eine ganze Reibe ähnlicher dummdreister Manipulationen unb durch eine Menge von außerhalb eingehenden Anfragen wurde ber Verbacht verstärkt, daß man es mit einem Hesischwmbler zu tun habe, zudem be Caltret bisher nicht nachgewiesen hat, mit welchem Recht er ben Professortitel sühn. Frankfurt ,8. Aug. Tie hiesige Polizei beabsichtigt, wic | ie Waffe unb Die Digel Drang tmern zweijährigen Knaben in den Lopf. blutüberströmt sank das Kind zu Boden. .Tie Rettungswache stellte eme lcbensgnährlid^e 8.rL\ung in Der Schtäfengegend fest und brachte das KjiD nach dem veilig- geisthospttal. jtleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. In Haßloch würbe eine gemeinnützige Baugenoffenschaft gegründet. Sport. ** Bei dem 27. mittelrheinischen Kreisturu- e st in Koblenz errangen von der Gießener Tur ner- diaft unter 2200 Wetturnern folgende Turner Preise: den 3. Preis Marl Müller, T.-V., den 10. Preis Ludw. Beppler, T.-V., den 61. PreiS Jean Hof, T.-B. .. ----------- --------- Harpener Bergbau . . 218.00 Tendenz: Fest. ^fc^Praktisch, bequem und angenehm anentbchrlicb für Geblrg, Jagd, Sport, Reise, sowie ■ für die See sind meine wasserdiebteu, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate- Wasserdichte Wetterkragen Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 9. August. In einem gestrigen Artikel ist der Wunsch ausgesprochen worden, daß die Schonzeit für Feldhühner mit dem 21. D. 'Di. zu Eiide gehe, da sdion ausgewachsene Hühner an- getroffen würden. Nun endet diese aber in vielen Bezirken PreußcnS nach den amtlichen Bekanntmachungen bereits mit dem 17. August. ?tilxdb hosst und erwartet man auch in den hessi- d>en Iagerkretsen, datz die diesseitige zuständige Behörde eben- alls diesen Tag als Endtermin der Schonzeit für Feldhühner ür dieses Jahr festsetzen möge. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 8. August 1904. (WhtgeteiU von ber Bank für Handel imb Industrie, Gießen.) Eine neue scharfe Haussebewegung auf dem Kohlen-Aktien- markte gab ber heutigen Börse ein festes Gepräge, ohne baß von irgendwie nennenswerten Geschäften aus anderen Gebieten alS auf dem Industriemarkte die Rede sein kann. Man glaubte zu beobachten, daß namentlich Harpener seiterrs einer hiesigen Bank in grobe» Posten auS dem Dlarkte genommen wurden, was man in Verbindung mit einer Zeitungsnotiz bringen wollte, wonach sich der bayerische Eisenbahnminister jungst geäußert habe, daß er gern em größeres Kohlenbergwerk erwerben wolle. Wenngleich von beteiligter Seite die Käuse al« nicht durch irgend eine Verstaatlichung-- IranSaftioii motiviert bezeichnet wurden, so ist doch damit zu rechnen, daß die Spekulation sich vorerst nicht in ihrer Unternehmungslust beirren läßt unb namentlich Roblenroerte weiter poussieren will. — Eine neue Avance erzielten „Hibernia'-Aktien auf Käufe der beiden Parteien. — Der Renten markt zeigte auf bessere- Pan« ein festes Aussehen und auf dem amerikanischen Markte sielen Kanada durch ihre bessere Haltung auf, da in ber heutigen Verwaltungsratssitzung die Dividende für daS verstossene valbjabr wieder auf 3 Prozent festgesetzt werden soll. — Aus dem iiafiainbuftricmarftc waren elektrische Werte neuerbmg« begehrt unb neben Edison waren Lahmeyer besonder« höher. Breslauer Tis- lonto-Bank-Aktien abermals 1 Prozent gebessert auf bte gute Bestellungen bei Krupp. Tie rumänische Regierung hat jür 28 Mill. Frcs. Kanonen bei der Firma bestellt. Tiefe ging aus der Ztonkurrenz mit dem berühmten 28crf ©twiber* Ereuzot siegreich l)ervor. Weiter hat Holland 100 Geschütze in Auftrag gegeben, und von Rußland ist ein großer Auftrag nach Seltenen und Schivellen cingclaufen. Verhandlungen wegen Lieferung von Rohrrücklaufgesclrötzen an Rußland fdyroeben noch. Köln, 8. Aug In einer gestrigen Venammlung kam der Verein deutscher © p i e g e l g l a i f ab n t aiit e n zustande. Tie Preise wurden um 5 Pro-, erhöht. Der Verem teüt mit, baß Bestellungeii auf Lagermarke polierter Spiegelgläfer wegen lleberl-aufung der Äufttöge nicht angenommen werden könnten. o s s N 10 o sqrsjL 2 ■«f o Ci 8 D '* O ss av A r» <>* A o A 3 jO g co S s 3 <3 cv <35 3 3 <35 S- 3- :C L CD <3 3 O rr V A g X S S g iö. o -3 CS 3 CS 3 N g O 1-1 CO . cd V, r-t A ,o 3 A CS iE- g- N ■-B C 3 • -E"a O 3 S ==to 2 o< = 0-2 e? . i tiötiötfDd’öfötfö . tiötfo s = » = = r- NN 3 aGÖ0ÖÖ o O tro — lO © a s st a a 3 N N N ___N N N N A)_____ © .5 «ft -*-> s§ cs ixq *8* C " £ c O « — ES COCO CO —' CD CD O . «ft ~ 22 cs*0* 25 . L'sr^«Ao- cs cD.y E c C3 p C5 ü b ” 3 §;AR .y ‘öS 2; §-. 2" 2 95 2 CI cn ». .,**• ^?ZAM | 3 @ "" A cm .3 usrjvtzrj io 'UUv^x Z .3 3 0 £ N NNK L> ’"""< -£? ö? O CS5 o "—• SC?JLK =‘•5? S'= .c? . L •Hi ■ 5- • S e ti 2-l-; o B-© Ä» eo *5 CO T« 3 CS *■* cy> *77»» = SU Ä 4* ^4 ’-g ö — J5 £ s «? 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SES o « L 3 to® 2 s « seQ e 6 S l 3» 3*3* fr? g 'S H* = r @3*6 L « o (5) «. oa S a * *• -j> c; w u OOtAXU*uj) s 2 ? 2 ep 8 s» fco *1 f! fr* HbTfflr tOi frrnh)’,t:‘ £‘<2 3 s 5'1 3 G)£ K 3* «*«Ct ? f * " • IU 5) li Ifiu1 • 5 5 5 o ■0X3-0 0 - h cfi^r Ci Q J?5 ® F-3L?L 2 7 7® se_ «$e?2 5? -FKhldÄ" «lü! > ffellinq R au'chdr Dri Qe in (! b(attrrn) anfleordr ö) r1 (ä g> m *■ F» w p g) g> *• .w J? g^ 2 ^eß«h 5 2 5k. - ;—TU—jg---3 3"3 3 et ® ® ® ®®®tt»cbccc5ate •> - -* * x*e -w* ¥* « * i > . " i “ i * 1 »S isw? x» ? - — §ti|K^e ~" tS tO •— cs to — * to *-•*-*- to a> y bc ao oo So a» kbi tcnltei: tbur: aus fto Daraus besonde Arthur, beurt schlaj haben den bk Vc begavr Angrif acht $ Ueberl gegmi auf I nächste in dcC zur 2t ?vemb braL iebenfal bfbtitfn 36 itü> btbtultn mg -er ist gut U mebintr gn'chsbe russtiche in voll? 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X» <51 <5' <5' <3» 'S G ® ® E S i B fi" 1 1 5 c* o o a J g ä 5 f j. | t t a 3. S- a ® s § r • • b • 2 s d . ..... • Z L Offiziere Z - 3 7. Mann- 5T” a ? fchasten H* ZZ Pferde »zuquar »venteil •»■ -