Montag 9, Mai 1904 134. Jahrgang Erstes Blatt. 36 Oberv Schwaß beglaubigen. Der Krieg zwischen Japan uvd Außlaud. Die Besetzung von F3ughwaugtsch8vg durch die Japaner. worden. , — U^ber die Mer des Geburtstages des Kronprinzen am Freitag wird berichtet: Früh um i/,8 Uhr begaben sich die Sänger der 2. Kompagnie des 1. Garde- RÄrwnts nach dem Hofe des Kabinettshauses zu Potsdam, wo der Kronprinz zurzeit Wohnung genommen hat. Unter Leitung des Stav'Hhoboisten Händel brachten sie ein Ständchen dar. Der Kronprinz ging auf den Hof hinunter, wo er die vier Liedervorträge anhörte. Im Laufe des Vormittags erschienen fast sämtliche höheren Offiziere der Potsdamer Garnison, um ihm ihre Glückwünsche zu übermitteln. Kurz vor i/23 Uhr begab der Kronprinz sich nach Zimmerer, Maurer, Gelbgießer, Schreiner, Spengler und Installateure, Buchbinder, Metzger, Steinhauer. ** Ein großes Arbeiterfest begingen am SamStag die Eisenwerke in Lollar. 10 Arbeitern, die alle 40 Jahre lang ununterbrochen dem Werk angehört haben, ist damit bewiesen worden, daß man so langer Jahre treuer Arbeit bewundernd und anerkennend gedenkt. Die Hände aller Mitarbeiter in dem riesigen Betrieb deS Werkes ruhten, als um 4 Uhr nachmittags der große Raum der neuen Gießhalle seine Pforte öffnete, um zahlreiche Gäste aus Lollar und von auswärts, die Beamten des Werkes und seine gesamte Arbeiterschaft zu Ehren der Arbeiterjubilare aufzunehmen. Die Regimentskapelle auS Gießen unter Musikdirektor Krause eröffnete daS Fest mit einem Musikvortrag, worauf Direttor Stein ecke von den Eisenwerken die Erschienenen, unter ihnen besonders Provinzialdirektor Dr. Brei dert und den Präsidenten der Großh. Handelskammer Gießen, Kommerzien- rat Koch, begüßte. Mit Musikstücken und hübschen Gesangs- votträgen eines Arbeiterchors wechselten zahlreiche Ansprachen, die alle mit Hochachtnng der Verdienste der 10 treuen Arbeiter gedachten. Provinzialdirektor Dr. B r e i d e rt als RegierungS- vertreter richtete herzliche Worte an diese und eröffnete ihnen, daß Se. Königl. Hoh. der Großherzog ihnen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit« verliehen habe. Es sei das die größte Ehre eines Arbeiters, wenn er sagen könne, ich habe 40 Jahre treu gedient. Er beglückwünsche die Jubilare und wünsche ihnen noch lange Jahre rüstiger Arbeit. Darauf überreichte Provinzialdirektor Dr. Breidert die Auszeichnungen an die folgenden Arbeiter: Magazinaufseher Georg Knörr aus Lollar, Obermeister Ehr. Schmitt aus Ruttershausen, Heizer Joh. Schwalb aus Daubringen, die Maschinisten Heinr. Kaiser, Ehr. Ullmann und Heinr. Frank aus Lollar. Former Friede. Schermuly Gießen, 9. Mai 1904. •• Pferdemu sterung. Pferdebesitzer werden darauf aufmerksam gemacht, daß morgen, Dienstag, vormittags 81/, Uhr, der Rest der Pferde aus der Stadt Gießen zur Musterung vorzuführen ist. Es kommen besonders in Betracht die Pferde van den Besitzern, deren Zunamen mit ß—3 beginnen. Wer es unterläßt, seine Pferde vorzuführen, hat Geldstrafe bis zu 150 Mk. zu erwarten. •• Die feierliche Ueberreichung der Gesellenbriefe an diejenigen Lehrlinge, welche innerhalb des Bezirks Gießen in diesem Jahre die Gesellenprüfung bestanden haben, fand gestern vormittag, verbunden mit einer großen, vielseitigen Ausstellung von Gesellenstücken statt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber, eröffnete die Feier mit einer Begrüßung der Gäste und Vertreter des Handwerks, insbesondere dankte er den Herren Regierungsrat Dr. Wagner, Kommerzienrat Koch und Handwerkskammersekretär Engelbach für ihre Anwesenheit. Hierauf wies derselbe auf die Bedeutung der Gesellenprüfung hin und betonte, daß diejenigen, die diese Prüfung nicht abgelegt hätten, später weder Lehrlinge anlernen, noch die Meisterprüfung ablegen könnten. Die Prüflinge ermahnte er eindringlich, nicht zu erlahmen, sondern immerfort an ihrer Vervollkommnung zu arbeiten, und sprach sie alsdann zu gesetzlich geprüften Gesellen in ihrem Handwerk aus. Alsdann brachte Handwerkskammersekretär Engelbach die besten Wünsche der Handwerkskammer d.n Prüflingen entgegen und dankte der Vorsitzenden und Beisitzern des Prüfungsausschuffes für ihre umfangreiche Arbeit mit der Bemerkung, daß Gießen, was die Anzahl der Prüflinge anlange, in Heffen an zweiter Stelle stehe. Regierungsrat Dr. W a g n e r und Kommerzienrat Koch beglückwünschten'in warmen Worten die Prüflinge zu ihrem Erfolge und wünschten weiter dem aufblühenden Handwerk guten Fortschritt. Nunmehr wurden die Gesellenbriefe durch Architekt Schramm unter Handschlag an Schlosser- meister Dörr und Schreinermeister W. Müller an die Prüflinge verteilt. Anschließend ermahnte noch Schlaffer- meister Dörr die Junggesellen, fortzufahren in ihrer handwerklichen Ausbildung um künftig als gute Kollegen sich zeigen zu können. Zum Schluß sprach der Junggeselle Ju g- hardt namens seiner Mit-Junggesellen den Lehrmeistern und dem PrüfungSausschuffe Dank aus für die gehabten Mühen. — Zur diesjährigen Prüfung hatten sich 83 Lehrlinge aus 19 verschiedenen Gewerben gemeldet; von diesen haben zwei die Note „Sehr gut bestanden«, 48 die Note „Gut bestanden«, und 31 die Note „Bestanden« erhalten. Die vertretenen Handwerke waren folgende: Schlaffer, Eisendreher, Maschinen- schloffer, Bandagist, Elektromechaniker, Schmiede, Wagner, Lackierer, Maler, Weißbinder, Feinmechaniker, Sattler, M "■SÄ’? %oi «ahiDuibt hchen Kunst, ui) ft ''le FüA 1°lonltischen 'HdteBenetL Ne der ChaA S ost von einer "ch geistreich ■ am 11 Äuges hin zu- ^schwindel. Siui wn hier nut die Mrs, des Papste t; die Frauen, die >3 leidenschaftlichen Glichen Retz. Lehr Tänzerin Saharei Töchterchens Ma- rtzt Hal, halte Len- mit einer jüngeren impfe lokaler Art. cen Grund hatten, ii enrpianden und üt seine Schwächen, ui jüngere Talern: Beisetzung Senbatte > um l Uhr statt hren Lenbachs ein: ne grobe Grabstätte ete dem Verewigten mbachs Tod sei fii Münchens ein ur> in Frau v. &iN en, in dem es u 5 n Krankenlager er- überaus schmerM teuren BerbMM [lern Geiste erfüllten )t>r Prinzregent an nitbetltgtn. dgebungrn um das rm ganM Lande, muhaulr und üder- idonarchen den Aus ein Schreiben, wor . bringt Die Leere bergejührt und m ig nachmittag. n im Gasthaus ang mar von m -rbandlungen wtfe- wurde durch Stm-c 14. b. » gen pflegen * wegung emgeNetL-l chen Motors und Untersuchen im lrr Ausland. Paris, 7. Mai. Tas sozialistische Blatt „Actton" berichtet, daß auf Ansuchen der russischen Botschaft zwer Revolutionäre namens Burtsew und Worakow von der franzosvmen Regierung ausgewiesen wurden, well sie Anstifter zu einem A n - 'N"* &* Meldet wird _ statt. Nr. 108 Erscheint tSgltch außer Sonntag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem ffeMsche» Landwirt die Gießener Familien, liätler viermal in der Woche beigelegt StotationSdruck u. Verlag der Brüh l'schen llnivers^Buch-u. Steindruckerei. ÖL Lange. Redaktion, CxvtbUtoa und Druckerei: «chulsttkaß« V. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. xsrrnsprechanschluß Nr. bl. selbe. London, 7. Mai. „Daily Ehronicle" berichtet aus Anttmg: Die Verluste der Japaner beim Ueber- schrerten des Jalu und bei Antung betragen etwas über 100 0. In Antung haben die Japaner eine Garnison zurückgelassen. Die Verluste der Ruffeu und Japaner. Petersburg, 8. Mai. Ein Telegramm des Gene-! rals Kuropatkin von gestern besagt: Wie General Sassulitsch unter dem 7. Mai meldet, besetzten die Ka- vallerie und die Vorhut des Gegners am 6. Mai Föngwangtschöng. Zwei Schwadronen und zwer Kompagnien Japaner rückten nach Daliandrapuse -Sor. Die russischen Kavallerieabteilungen zogen sich auf Seliudjan zurück. Stteifwachen von Föngwangtschöng melden, daß zwei japanische Divisionen am 6. Mai sich aus dem großen Wege von Piamyn Föngwangtschöng näherten. Eine dritte Division, welche durch' das Tal des Aiho vorgerückt war, nahm bei Ky an- d i a p u s a Stellung und fuhr eine Batterie zur Beschießung von Föngwangtschöng auf, in der Erwartung, dort russische Truppen zu finden. Die Japaner rückten langsam und üußeust vorsichttg nach Föngwangtschöng vor. T o k i o, 8 Mai. Wie General Kuroki meldet, kommen fortwährend russische Flüchtlinge aus den Wüldern und Dörfern bei Föngwangtschöng und er g eben ftcg. Die Eingeborenen berichten, daß 80 0 russische Verwundete auf Tragbahren Wf^tetL Ges am tverlust der Russen dürfte 3000 Mann übers ch reiten. Die Ruffeu ziehen ab und die Japaner landen. China. Dem russischen Gesandten in Peking gelang es, mitderchinesischenRegierung einen Sondervertrag abzuschließen, in welchem RußlandChinabesonder e V o r- teile zusichert, wenn eS bis zum Ende des Krieges seitens Chinas strikte Neutralität eingehalten wird. In Petersburg traf ein Telegramm auS Mukden an das Rote Kren; ein, worin mitgeteilt wird, daß chinesisch e R a u - ber die russische Ambulanz angrtffen imb sämtliche Pfleger und begleitenden Soldaten und Verwundeten niedermachten. Die Meldung ist noch nicht beftättgt. Wenn sie sich bewahrheiten sollte, dürfte ein scharfer Notenwechsel, eventuell diplomatischer Bruch mit China unvermeidlich lein. Japanischer Jubel und russische Rüstungen. Tokio, 8. Mai. (Reuter.) Abends wurden zu Ehren der japanischen Siege hier große Kundgebungen veranstaltet, wie sie niemals zuvor in Japan gesehen wurden: Männer, ö-rauen und Kinder nahmen daran teil. Auch englische und amerikanische Fahnen wurden umhergetragen. L o n d o n , 8. Mai. Fünf englischeDampser wurden von der japanischen Regierung a n g e k a u f t. . Petersburg, 8. Mai. Infolge der Unzulänglichkeit der russischen Truppen sind nunmehr umfangreiche Verstärk- ungen des mandschurischen Heeres ins Auge gefaßt ! worden. Es sollen vor allem die bereits begonnene M o b i l- machung einer Orenb urger Kosakendivision sowie einer Ural-Kosaken-Division beschleunigt werden und am 15. Mai die Mobilmachung des 10. Armeekorps. (Charkow) und des 17. A r m e e k o r p s (Moskau) beginnen. Auch sollen sämtliche ostsibirischen Truppenteile Ersatzformattonen erhalten. Großen Unwillen rief bei der russischen Regierung ein Leit- arttkel des Blattes „Ruß" hervor, indem vor Deutschland gewarnt und ausgeführt wird, daß Deuttchland für seine Deckung des russischen Rückens während des Krieges mit großen Forderungen in Ostasien nach dem Kriege fiertior» treten wird. Der Artikel widerspricht durchaus der Ansicht der Petersburger Regierung. . Wien, 8. Mai. Von diplomatischer Seite wird berichtet, daß ttotz aller Dementis Rußland zur Verwendung der S chw ar- z e n M e e r f l o t t e jn Ostasien entschlossen sei und dieselbe bereits in Kriegszustand setzen lasse. Bezüglich der Durchfahrt durch die Dardanellen sei eine Verständigung mit der Türkei erfolg^rsburg, 8. Mai. Gerüchtweise verlautet, daß in I den letzten Tagen ein Attentat gegen das Pulverdepot verübt wurde. Eine kürzlich erlassene Verfügung, wonach nur militärische Personen das Depo? betreten dürfen, scheint die I Gerückte zu bestätigen. Deutsches Reich. Berlin, 8. Mai. Man meldet aus Donaueschingen: Der Kaiser und die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise sind auf dem hiesigen Bahnhofe eingetroffen unt> von dem Fürsten und der Fürsttn zu Fürstenberg, dem Erbprinzen und der PrinMin Leonttne empfangen nehmer verleitet oder zu verleiten unternimmt, widerrechtlich den Dienst nicht anzutteten oder zu verlassen. Im Falle der Ziffer. 1 tritt die Strafverfolgung nur auf Antrag des früheren Arbeit- gebers ein. Die Zurücknahme des Antrags ist^zulässig. § 2. 3Jht Geldstrafe von 2 bis 600 Mark oder mit Haft wird bestraft, wer, nachdem er auf Grund des § 1 Ziffott 2 oder 3 rechtskräftig verurteilt ist, innerhalb der nächsten drei Jahre abermals eine nach solchen Vorschriften strafbare Handlung begeht. Eim nicht beizutteibende Geldstrafe ist in Haft umzuwandeln § 3. Mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft wird bestraft, wer die ihm obliegende Verpflichtung zur Ausfüllung eines schriftlichen Zeugnisses bet Beendigung des Dienstverhältnisses eines Dienstboten oder landwirtschaftlichen Arbeiters in rechtswidriger Absicht nicht erfüllt § 4 Die Ortspolizeibehörde hat das einem landwirtschaftlichen Arbeiter gemäß § 630 des Bürgerlichen Geietz- buches ausgestellte Zeugnis auf Antrag kosten- und stempelsrei zu schlage gegen das Leben des Kaisers ^lolauß waren. Vor einigen Wochen waren sie wegen Veröffentlichung zahlreicher Schriften, die gegen den Zaren gerichtet waren, aus der Schweiz ausgewiesen worden. . , Bern, 7. Mai. Wegen Abhaltung einer internationalen Arbeiterschubkonferenz in Bern hat das iMer- nationale Arbeiterschubbureau in Basel, das Millerand und Berlepsch u. a. zu seinen Mitgliedern zählt, die ausländischen Staaten im Einverständnis mit dem Bundesrat sondiert. Im Bundesratshaus hat man nur Kenntnis von den Antworten Frankreichs und Deutschlands, die z u ft i m m e n d lauten. Eine zustimmende Antwort erwartet man auch von Italien. Die Konferenz soll sich auf zwei Fragen, die Nachtarbeit der Frauen und die Fabnkatton von Phosphorzündhölzchen beschränken. Petersburg, 8. Mai. Nach einem Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser betrugen die Gesamtverluste am Jalu am 30. April und 1. Mai an Toten 6 Stabsoffiziere, 20 Oberoffiftiere und 574 Mann; an Verwundeten 2 Stabs Offiziere, Seeoffiziere, ein Geistlicher, ein Kapellmeister und 1081 Mann. Aus dem Schlachtselde sind geblieben, unbekannt ob tot oder verwundet, 1 Stabsoffizier, 5 Oberoffiziere, 1 Arzt und 679 Mann. Der Gesamtverlust betrug demnach 70 Stabsoffiziere und Oberoffiziere und 2324 Mann. Die ArttNerie verlor 221 Pferde. Bei den großen Verlusten an Menschen und Pserden war es der ArttNerie nicht mögliche die Geschütze und das Maschinengewehr fortzuschaffen. Den größten Verlust hatten das 11., 12. und 22. Schützenregiment. Einige Kompagnien verloren mehr als die Hälfte ihres Bestandes. Am 30. April wurde Generalmaj or Kas ch- talinski durch einen Stein am Kopfe verletzt. Gefallen ist m. a. Oberst Lein in g, die Oberstleutnants Maller, Pachomow, Domatt, Jablonsttn, Urjadow, W rawski. Oberstleutnant Rajewski blieb auf dem Schlacht- Schanhaikwan, 8. Mai. Die Russen räumen den westlichen Teil der Halbinsel Liautung und ziehen sich nach Haitscheng zurück. Mm Donnerst^ und am Samstag landeten die Japaner in KiNtschau 10 000 Mann, in Futschau 10 00 0 M"nd in Pitzewo 7000 Mann. Sre besetzten Wasangtien und Port Adams und zerstörten die Eisenbahn meilenweit. Bei Kvitschau w° ««AÄ Äung IÄÄ um dieH'i s e rl n -tzuh-r-n. Dies« machte hatte, wurde heftiges Feuer Wort. Die Avscy tzung > Spazierfahrt durch Potsdam. Gegen Vs4 Uhr äs ‘ ... SäSsJ.®“ “ W “ ’Ä’IÖÄä'ÄS"‘' Einwohner tteffen DorberettungM F cy ' _ Ein Gesitzentwurf über die Erschwerung des Niutschwang, 8. SOtaL ^er, sbruchS landwirtschaftlicher Arbei- nw Mort einrüta, RLuber ter und bes G«stnd-z ist dem Muß. Mgeorimeten. bei Ju kau über lL"NuS s-tz- Zchdi- ^angen.^Er landet lverden. Die Fremdan srnd Mw E>e^tan^ der . r mer Dienstboten, Gesinde- ober landwirtschaftliche britische Konsul erbat die ^ntsendimg eines Arbeiter, von denen er weiß, ober bei Anwenbung ber erforbet- Die Russen werden wahrscheinlich die wer Eisen v a y n Sorgfalt wissen muß, baß sie entern anderen Arbeitgeber brücken zwischen Niutschwang und Port Arthur »er- landwirtschaftlichen Arbeit ober zum Gesinbebienst noch verstören Nach chinesischen Meldungen soll Statchalter Ale- p^et finb/ in Dienst lummt; 2) wer in gewmnsüchttger reiern in Bort Arthur verwundet und für bie unter 1 bezeichneten Arbeitnehmer em neues mühevoll aus der Stadt entkommen sein. Die Dienstverhältnis vermittelt obwohl er weiß ober bei Anwendung TÄ SÄTSSS >»-«»-- »• ». C f) ?ut\ch^w*1. 'Mai. (Reuter-Meldung.) Allem! Anschein nach beabsichtigen die Russen, Niutschwang zu räumen. Die Forts sind ^schleift. Drek Truppen sind bereits ab marschiert. Der rusiische Generalstab verließ Liaujang, um sich n^rch M u k d e n zu begeben. Die russische Zivilbevölkerung v er l ä ß t N i u t s ch w a n g. Die dort ansässigen Hemden sind in S chr ecken versetzt. Mukden 7. Mai. (Reuter-Meldung.) Die Stimmung ber russischen Truppen litt nicht unter der Schlacht am Jalu und der Nachricht von der Schließung Port Arthurs Die Soldaten erwarten ungeduldig die Gelegenheit, den Angreifern entgegenzuttetem Verwunde vom Jalu tarnen hier mit der Eisenbahn durch auf der Fahrt nach^Charbm. Der letzte Zug, der vor der Abschneidung der Lmw von Bort Arthur abging, kam heute hier an. Die Hohteile der Wagen waren von Kugeln der Japaner durchlöchert. London, 8. Mai. Aus Shanghai wird telegraphiert, es verlautet dort, daß die Javaner am 6. d. M. Ta- lienwan erobert haben. (?) ve»«g»pret-, monatlich 76 Pf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZellenpreiS: lokal 12Pf^ «uSwärtS 20 Pfg. Deranlwortlich für den polit und augem. Tell: P. Wtttko: für „Stadt und ficmb4 und .Gerichtöfaatt: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Gietzener Anzeiger M General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen auS Niedershausen, Former Chr. Erbe aus Lollar, Hochofenarbeiter Ehr. Vogel auS Ruttershausen und Nachtportier Chr. Rain auS Lollar. — Auf den Antrag des Direktors St ei necke wurde darauf von den nahezu 1000 versammelten Arbeitern ein Danktelegramm an S. K. H. den Großherzog gerichtet, worauf Sonntags folgendes Antwort- telegramm einlief: .Hütten-Dircktor H. Steinecke, Lollar. Se. Konigl. Loh. der Großherzog lassen den gestern festlich versammelt gewesenen Angestellten der Eisenwerke Lollar für die Versicherung treuer Ergebenheit bestens danken. R ö m h e l d, Gebeimer Kabinetsrat/ Aber auch die Leitung der Eisenwerke hat die Jubilare reich beschenkt. Direktor Steinecke, der namens des Vorstandes eine herzliche Ansprache an sie richtete, in der ihnen Anerkennung und Dankbarkeit für ihre treuen Dienste zollte, teilte mit, das; der Vorstand den 10 Arbeitern als äußeres Zeichen deS Dankes ein Festgeschenk von zusammen 1000 Mk. gespendet habe. Zugleich wurden dazu lO Spar- kasienbücher ausgeteilt. Namens der Jubilare stattete Magazinaufseher Knörr für die ehrenden Worte und Auszeichnungen den Dank ab. Er blickte dabei auch zurück auf Elternund Schule und gedachte des Landesfürsten, auf den er zum Schluß ein Hoch ausbrachte. Darauf rief der aus Gießen erschienene Vorsitzende des Aufsichtsrats der Werke, Ingenieur Schiele, mit einem Rückblick auf die 40 Jahre der Vergangenheit, den Veteranen der Arbeit ein freundliches Glückauf zu, denselben Gruß, mit dem die Arbeiter vor 40 Jahren auf dem Eisenwerk empfangen worden seien. NamenS der Arbeiterschaft deS Werkes sprach der Arbeiter Schupp, der die 10 Kameraden ebenfalls beglückwünschte und dabei die Hoffnung aussprach, daS Werk möge ferner einer guten Zeit entgegen gehen und sich immer mehr vergrößern zum Wohl der Arbeiter, die bei ihm ihr Brod verdienten. Darauf verließ Provinzialdirektor Dr. Breidert mit freundlichen Abschiedsworten, besonders an die versammelte Arbeiterschaft, das Fest, in desien Verlauf noch Pfarrer Gußmann aus Lollar auf die Familien der Jubilare redete und Kommerzienrat Koch namenS der Handelskammer den 10 Arbeitern Glückwünsche aussprach und den Geist der Zusammengehörigkeit auf dein Werk lobte. Sämtliche Anwesenden wurden reichlich mit Speise und Trank bewirtet, und immer gehobener wurde die Stimmung, als die Arbeiter ihr Bergmannslied und dergl. sangen. Dies große Arbeiterfest aus so schönem Anlaß zeugte von einem guten Geiste, der auf den Eisenwerken in Lollar herrscht. ** Chirurgische und Augenklinik Gießen. Bet der Submission über Maurerarbeiten für die Klinikbauten am 27. v. M., deren Resultate wir veröffentlicht haben, war als Bedingung eine vierFehnwöchige Bauzeit vorgesehen. Die Sübmittenten erhielten damals ihre Offerten zurück mit der Llüfforderung, ein neues Angebot einzureichen und dabei eine 20wöchige Bauzeit Mt gründe zulegen. Die Offerteneröffnung, welche am 7. d. M. erfolgte, zeitigte folgendes überraschende Resultat: Mrken- stock und Schneider, Abermann und Kling Los 1: 166 001,90 Mark (181 722,85 Mk.) Los 2: 109 694,25 Mk. (111127,10), Scheppelmann und Becker Los 1: 166 915,20 Mk. (früher - nicht offeriert), Los 2: 109 666,75 Mk. (118 905,85), Heinrich Minn Los 1: 168 724,74 Mk. (194 567,90), Los 2 keine Offerte (früher 126 424,50); Jäger und Rumpf-Hanau Los 1: 156 652 (169 394,85), Los 2: 101204,40 (112 645,75), Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbau Frankfurt a. M. Mgebot 3 ,Proz. auf die frühere 317 514,71 Mk. betragende Offerte für beide Lose. Die in Klammer gestellten höheren Preise sind die Forderung bei der ersten Submission. •* ®te Sängerfahrt nach Weilburg, die am gestrigen Sonntag pünktlich um 1 Uhr 50 Min. unter zahlreicher Beteiligung und in der besten Stimmung ihren Anfang nahm, hat allen Teilnehmern ungetrübte Freude gemacht. Als man um i/,3 Uhr in Weilburg anlangte und von einer tatkräftigen, von auswärtigen Künstlern noch verstärkten dortigen Musikkapelle an der Bahn empfangen wurde, strahlten Männlein und Weiblein vor guter Laune. Der Mai ist ja auch nicht umsonst der Wonne- und Liebesmonat. Selbst ein kräftiger Gewitterregen vermochte nicht Laune und Lust zu trüben. Zunächst marschierte man durch die Stadt zum Schloß, welches man eingehend besichtigte. Darauf gings weiter zum Webers-Berg, wo Kaffee genug für die Sänger und Sängerinnen gekocht worden war. Die Kaffeegesellschaften hatten dann wieder das Bedürfnis, „in Sonntagsröcklein durch Wald und Flur", zu spazieren und, wieder versammelt, Lob- und andere Gesänge anzustimmen, bis gegen 8 Uhr das gemeinsame Abendessen durchgemacht wurde, wobei sämtiiche Platten und Schüsseln leergepuht wurden. Damit war des Tages Höhepunkt erreicht, d. h. die Erlebnisse wurden in heiterster Sammlung noch einmal richtig durchgekostet. Um 9.15 Uhr wurde zur Abfahrt „nach der Heimat" geblasen (und gesungen) und die waschechten Sängerkranzmitglieder kamen trocken und von dem bischen Regen unversehrt wieder in Gießen an. ** Nationaler GesangS-Wettstreit. Tie erste Gesamtprobe der Gesangvereine fand am Samstag abend im Neuen Saalbau statt. Groß war die Beteiligung und groß die Begeisterung. Ein solcher Massenchor übt doch eine ganz besondere Wirkung auS, namentlich, wenn er, wie hier, aus Sängern besteht, die dem deutschen Liede ihre ganze Hingebung widmen. Die nächsten Proben sind: Montag den 9. Mai: Tenor I und II, Dienstag den 10. Mai: Baß I und II. ** Der Flottenverein hält, wie ein Inserat heute bekannt macht, nächsten Mittwoch, abends 7 Uhr, in der kleinen Aula der Universität seine diesjährige Hauptversammlung ab. ** Zum Dienst bei der Schutztruppe in Deutschsüdwestafrika hat sich, wie wir hören, eine stattliche Anzahl von Mannschaften vom hiesigen Regiment freiwillig zur Verfügung gestellt. K. Lich, 8. Mai. Der Geflügel- und Vogelzuchtvcrein Lich und Umgegend hielt unter dem Protektorat Sr. Durchlaucht des Fürsten eine Lokal- Geflügel- und Vogel- Ausstellung im Heller'schen Felsenkeller ab. Gestern, Sonntag, nachmittags 2 Uhr, wurde die Ausstellung eröffnet durch Bürgermeister Heller, welcher 1. Vorsitzender des Vereins ist. Der Fürst, der durch den Todesfall seiner Tante, der Gräfin K oll al do in Italien, verhindert war zu erscheinen, lies; sich durch Assessor Löhlein vertreten, erschien jedoch später selbst in der Ausstellung, die er eingehend besichtigte. Die Ausstellung war sehr stark beschickt. Das Programm umfaßte 200 Nummern, darunter ca, 90 Nr. Hühner, 60 Nr. Tauben und ca. 30 Nr. Enten. Die gestrige Prämiierung ergab folgende Preise: I. für Gänse: 2. Preis Zimmer-Bingmühle bei Grünberg; II. für Truten: 1. Preis Zimmer-Bingmühle; III. für Enten: 1. Preise: Christ-Neumühle bei Grünberg, Presser-Ober-RoSbach, Bürgermeister Heller-Lich; 2. Preise: Engel-Birklar, Södler-Nieder-Gemünden, Pitz-Laubach,Presser- Ober-Roßbach; III. für Hühner: erste und Ehrenpreise: Wick-Marburg, Södler - Rieder-Gemünden, Lehrer Seipp- Beltershain, Adam-Gießen, Presser-Ober-Rosbach, Heßler- Hungen; zweite Preise: Södler-Nieder-Gemünden, Kömpf- Elbenrod; dritte Preise: Wick-Marburg, Stein-Grünberg, Seipp-Beltershain, Stoll-Lich, Adam-Gießen, Hofmann-Hof- Güll; IV. für Italiener, Hamburger und Zwerghühner: erste und Ehrenpreise: Zimmer-Lich, Müller- Bettenhausen, Burg-Ruppertenrod, Jöckel-Grünberg; zweite, bezw. dritte Preise: Pletsch-Hungen, Presser-Ober-Rosbach, Maus-Ruppertenrod, Körber-Lehnheim, Müller-Bettenhausen, Engel-Birklar, Weisel-Muschenheim, Vogt-Lich, Zimmer-Lich, Christ-Neumühle, Seipp-Beltershain, Hecker-Gießen, Zimmer- Bingmühle bei Grünberg; V. fürTauben: erste und Ehrenpreise : Albach-Lich, Fürstliche Gutsverwaltung-Lich, Zimmer- Lich; zweite, bezw. dritte Preise: Jöckel-Grünberg, Schäser- Lich, Högy-Klein-Eichen, Zimmer-Lich, Fürstl. Gutsverwaltung- Lich; VI. Farbentauben: erste und Ehrenpreise: Gutsverwaltung-Lich, Södler-Nieder-Gemünden, Decher-Grünberg, zweite, bezw. dritte Preise: Södler-Nieder-Gemünden, Albach- Lich, Wagner-Birklar, Schwenk-Lich, Fürstl. Gutsverwaltung- Lich, Bürgermeister Heller-Lich, Decher und Jöckel-Grünberg; VII. Brieftauben: 1. Preise: Zimmer-Lich, Schäfer- Lich, 2. Preise: Zimmer-Lich, Schäfer-Lich, 3. Preise: Engel- Birklar, Jöckel-Grünberg, Schäfer-Lich; VIII. für eine Amsel: 1. Preis: Albach-Lich; IX. Sammelklasse: Erster und Ehrenpreis: Bürgermeister Heller-Lich, 2. Presse: Lehrer Noth-Lich, Stein-Grünberg, Jöckel-Grünberg, Born- mersheim-Bettenhausen, 3. Preise: Müller-Henriettenhof bei Villingen, Engel-Birklar, Schenk-Grünberg, Schneider-Birklar. — Ehrenpreise wurden gestiftet: zwei vom Fürsten, zwei von der Stadt Lich, zwei vom Vogelsberger Geflügelzuchtverein, ein vom Wetterauer Geflügelzuchtverein, zwei vom Geflügelzuchtverein Hungen, drei vom Geflügelzuchtverein Lich, ein vom Rentner Kretschmann-Lich und ein von Holzinger-Hungen. — Heute nachmittag war Konzert in der Ausstellung, welches sehr zahlreich besucht war. — Morgen findet eine Verlosung statt. sf. Friedberg, 8. Mai. In der heute im Hotel Trapp stattgehabten Wahlmänner-Versammlung wurde für den zweiten Oberhessischen Landtagswahlkreis Rechtsanwalt Windecker offiziell als Kandidat proklamiert. Von landwirtschaftlicher Seite kandidiert bekanntlich Oekonomierat Sch lenke, den die Landleute der Wetterau schon wegen seiner rednerischen Gewandtheit als geeigneten Vertreter ihrer Interessen ansehen. )( Grünberg, 8. Mai. In voriger Woche hatte hier ein Dienstmädchen mit Vitriollösung einen Kessel gereinigt und den Rest in einem Gefäß stehen lassen. Das zweijährige Söhnchen des Arbeiters sah das Gefäß, trank daraus und erlitt infolgedessen schwere Verbrennungen im Hals und Mund. Im Befinden des Kindes ist indessen jetzt eine Besserung eingetreten. c. Laubach, 8. Mai. Heute nachmittag machte der 32 Jahre alte Maurer Heinrich Högel in seiner Wohnung durch Erhängen seinem Leben ein Ende. Er war verheiratet und hinterläßt eine Witwe mit 2 Mädchen im Alter von 4 und 2 Jahren. Das Motiv der Tat ist unbekannt. )( Groß-Eichen, 6. Mai. Demnächst beabsichtigt unser Gemeinderat, an die Großh. Regierung eine Eingabe zu richten, in welcher diese gebeten wird, falls die projektierte Bahnlinie Mücke-Ulrich st ein-Rixfeld zur Ausführung gelangt, auch unserer Gemeinde eine Haltestelle zu gewähren. Zur Begründung dieser Eingabe wird folgendes ansgeführt: Innerhalb unserer Gemarkung befinden sich schon jetzt fünf Dampfbetriebe — zwei Holz? fchneidereien, zwei Molkereien und das Eisensteinbergwerk „Grube Luise". Viele Grubenfelder, die sich rentieren würden, könnten alsdann noch abgebaut werden, wenn die Bahn unsere Gemarkung durchzieht. Das bisher geplante Projekt ist Mucke-Kirschgarteu-Wettsaasen u.w : statt dessen wird vorgeschlagen, die Linie von Müc^-Jlsdorf-Waden- häusermiihle und sodann zwischen Ruppertenrod und Ober- Ohmen in das Ohmtal übergehen zu lassen. Hierdurch würden die beiden Seitentäler des Gilgbachs und des Stteitbachs mit den Ortschaften Höckersdorf, Kölzenhain, Sellnrod, Schmitten und Wiohnfeld dem Verkehr erschlossen, welches Projekt auch weniger Schwierigkeiten aufzuweisen habe, als dasjenige Kttschgarttn-Wtttsaasen. Die Guneiude Groß-Eichen ist bereit, das zum Bahnbau erforderliche Gelände kostenfrei zur Verfügung zu stellen. d. Alsfeld, 8. Mai. Heute nachmittag fand hier im Hotel „Mainzer Host" der erste diesjährige Bezirkstag des Hassiabezirkes Alsfeld statt. Sämtliche Vereine, 33 an der Zahl, waren vertteteu. Die Anttäge des Hassiapräsidiums wurden beraten und durchweg befürwortet resp. angenommen. M? Ort für das Bezirksfest wurde Groß-Felda einstimmig gewählt und als Festtage der 10. und 11. Juli in Aussicht genommen. Zu Vertretern des Bezirkes auf dem Delegiertentag der Hassia in Groß- Umstadt am 12. Juni wurden die Kameraden Rudolf und Weitz-Alsfeld gewählt. sd. D a r m st a d t, 7. Mai. Die Vorstände der P o l i z e i- verwaltungen der Städte des Großherzogtums Hessen waren gestern in unseren Mauern versammelt, um in einer umfangreichen Tagesordnung in einer Reihe teils dienstlicher, teils allgemeiner Fragen einheitliches Vorgehen anzustteben. Die Verhandlungen leitete Regier- ungs- und Polizeirat Dr. Kratz-Darmstadt. Außerdem waren Vertreter der Polizeiverwaltungen Mainz, Kastel, Worms, Offenbach, Gießen, Friedberg, Bad Nauheim, sowie die Bürgermeister von Mzetz, Bensheim und Neu-Psenburg anwesend. Der erste Punkt betraf die Exekutivpolizei, insbesondere militärische Organisation. Anstelluugsbeding- ungm. Ausbildung (Schutzmanusschulen), allgemeine Tienst- vorschristen, Uniformierung der Schutzmannschaft usw. Tie Debatte hierüber nahm den größten Teil der vorgesehenen Zeit in Anspruch. Im Prinziv wurde eine Einigung erzielt; es soll eine gewählte Kommission bezüglich der eiuheitlickeu Uniformierung nach weiteren Beratungen demnächst entsprechende Vorschläge machen. Tann soll bei Erteilung von Leumundszeugnissen demnächst nach einheitlichen Grundsätzen verfahren werden. — Zu Tit. Nähr- ungsmittelköntrolle wurde die Darmstädter Milch. Verkaufs Ordnung und der Entwurf einer Instruktion hierzu vorgelegt und gutgeheißen, sodaß die allgemeine Einführung empfehlenswert erscheint. — Bezüglich des Kollek« tieren§ wurden eine Reihe einheitlicher Ersiehtspunkte gutgeheißen, nach denen in Zukunft eine Genehmigung oder ein Verbot stattzufinden hat. Eine ganze Anzahl weiterer Beratungsgegenstände wurde zur Besprechung auf eine der nächsten Versammlungen, welche nunmehr in regelmäßigem Turnus in den drei Provinzen stattfinden sollen, verschoben. Die nächste Versammlung findet am 11. Juni d. I. in Mainz statt. i Kunst und Wisse» sch ast. München, 7. Mai. Zu Lenback>s Tode sind Beileidstelegramme aus vielen Städten Deutschlands, aus Frankreich, Italien, Spanien und Oesterreich eingettoffen. Reichskanzler Graf Bülow und Gemahlin sandten ein längeres Telegramm. — In den letzten Tagen wurden auf Veranlassung von höchster Seite wiederholt Versuche gemacht, Lenbach, der aus der Kirche ausgeschieden war, zum Wiedereintritt, zu bewegen. Tie Versuche blieben jedoch fruchtlos. .— Die heutige Beisetzungsfeier Professor v. Lenbach's gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung. In der prächtigen Aussegnungshalle harrten alle Münchener Künstlervereinignngen, alle Staatsminister usw. Die offizielle Rede hielt im Namen der Münchener Künstlerschast nach dem Chorgesange des Künstlersängervercins Prof. v. S t i e l e r. Er führte aus, der Stolz, das Wahrzeichen der Münchener Künstlerschaft sei vom Tode gefällt worden, die hellste Leuchte sei erloschen. Jeder wahrhaft große Genius sei im gemeinsamen Besitze der ganzen Menschheit. Darum herrsche heute Trauer überall, wo ein Herz für Kunst schlägt. Professor Stieler schloß mit dem Gelöbnis, das Vermächtnis Lenbachs seine begeisterte Liebe zur Kunst, hochzuhalten. Unter Trauerklängen bewegte sich sodann der g.'walt'ge Zug durch die Reihen der Flambeaux haltenden Kunstakademiker zu Grabe. Hier wurden mit entsprechenden,Ansprachen zahllose Kränze niedergelegt, so u. a. vom preußischen Gesandten Grafen Pourtales namens des Kaisers, von allen Künstlervercinigungen Münchens, von Professor Metzerheim für die Berliner Kunstakademie, von Professor Beckmann-Berlin für die große Berliner Kunstausstellung und dem Verein Berliner Künstler usw. Im Auftrage des Reichskanzlers wurde am Sarge ein Kranz aus Lorbeer und Eichenblättern niedergelegt mit der Inschrift: „Dem großen Meister. Graf und Gräfin v. Bülow". Die Grablegung begann und endete mit Gesang und Trauermusik Sport. Gießen, 9. Mai. Am gestrigen Sonntag nachm. 3Vs Uhr fand aus dem Trieb das angesagte Wettspiel zwischen dem Gießener Fußballklub 1900 und dem Offenbacher Fußballklub „Melitta" statt, und endete mit dem Resultat: Gießen 6 Goals gegen Offenbach 2 Goals. Gießen machte im 1. Teil des Spiels, d. h. bis zur Pause, 5 Goals hintereinander und zum Schluß des 2. Teils, kurz twr Toresschluß, noch ein 6. Goal, während Offenbach seine beiden Goals gleich zu Beginn des 2. Teiles nacheinander machte. Das Spiel war im allgemeinen sehr erregt und lebhaft, und der „Unparteiische" hatte manchmal viel Mühe, die Gemüter zu besänftigen und die nötige Ruhe herzustellen. Wenn nun Gießen auch numerisch ein Plus von 4 Goals gemacht hat, so ist, vom Standpunkte eines unparteiischen Beobachters betrachtet, dieses Plus moralisch nicht anzurechnen: denn was das Spiel an sich anlangt, so hat Offenbach zum mindestens ebenso gut, manchmal und im ganzen sogar besser gespielt, als Gießen — wenn man folgende Punkte in Betracht ziebt: 1. kennt Gießen seinen Spielplatz ganz genau, während es für den Nichtgewohnten schwierig ist, auf Rasen, namentlich wenn er noch vom Regen angefeuchtet ist, die nötige Sicherheit im Balltteten zu entwickeln; 2. spielte Gießen bei seinen Hebungen meistenteils oder gar immer an dem schwierigen Goal, d. h. an dem nach der Kirschenalle zu, welches im ersten Teil des Wettspiels Gießen zu verteidigen hatte: daß dieser Punkt namentlich ins Gewicht füllt, ersieht man deutlich aus dem Resultat: Offenbach verliert 5 Goals nacheinander, d. h. kann trotz verschiedener günstiger Stellungen nie ein Goal an dieser Seite machen, da Gießen besonders aus die Verteidigung dieses Platzes eingeübt ist; 3. anderseits war es auch wegen des abschüssigen Bodens, sowie zum Teil infolge des Windes leichter, gegen das andere Goal zu spielen; hierbei kommt in Bettacht, daß die Gegenspieler infolge derselben Umstände leichter ermüdeten.. — Tas Spiel war, wie schon gesagt, sehr lebhaft und daher namentlich für die unbeteiligten Beobachter, deren sich eine große Anzahl eingefunden hatten, sehr interessant. Daß die Mitglieder beider Vereinigungen auch andern Sport zu treiben wissen, als nur Fußballspiel, bewies die nachher stattgehabte feucht-fröhliche Sitzung im Restaurant „Schützcnhaus". Die auswärtigen Spieler schieden in der Hoffnung, die Gießener Kollegen in Offenbach bald zum Revanche-Wettspiel Wiedersehen zu können und nahmen iedenfalls als Trost für ihr Mißgeschick die Hoffnung mit, in Offenbach Gelegenheit zur Rache zu haben und zu benutzen — natürlich nur im Fußballspiel? Märkte. fo. Frankfurt a. M., 9. Mai. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 561 Ochsen, 268 aus Oestreich, 42 Bullen, 6 aus Oestteich, 749 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 3 auS Oestteich, 300 Kälber, 78 Schafe und Hammel, 1399 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezalli wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht • Ochsen 1. Qualität 71—73 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 60—62Mk.; Bullen l.Qual. 63 die 65 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Kühe 1. Qual. 66-68 Mk., 2. Qual. 61—63 Mk., 3. Qual. 58-60 Mk, 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber: l.Qual. 87—88 Pfg., Lebendgewicht 51-53 V., 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pfg., 3. Qual 00— 00 Pfg., Schlachtgewicht 64—66 Pfg., Schafe: l.Qual. 68—'0 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 53—00 Pfg., Lebendgew. 42 Pfg., 2. Qual. 51—52 Pfg., Lebendgewicht 41—00 Pfg., 3. Qual. 44—46 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. - Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; Geschäst bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. io. Frankfurt a. M., 9. Mai. (Orig.-Telegr. des „Gießer Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Alk. 17.00—00.00, Kurhcfsikcher Mk. 17.25—00.00, La Plaw Mk. 17.25—18.00, Kansas Ml. 17.50—18.50, Roggen (hiesiger, Mark 13.25—13.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.00—00.00, Franlei selber Mk. 00,00—00,00, Ha-er Mk. 12.77—14.00, Mais Mk. 12.00—00.-0, Weizenmehl 0 Mk. 26.00—26.50, 2. Qualität Mk. :.’4.00 bis Mk. 24.50, 3. Qualität Mk. 22.00—22.50, Roggcninehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 15.50—20.00, Weizenkleie Mk. 8 75 bis Mk. 9.00, Roggcnkleie Mk. 9.50—10.00, Maiskeime Mk. 900 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. ■ Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boanslchtlichc Witterung in Hessen für Dienstag, den 10. Mai 1904 Windig, zeitweise heiter, kühler, Regenschauer. 'Näbc'-es durch die Gießener Wetterkarte. Briefkasten der Redaktien. K. L. 'Muf der BerlinerRingbahn verkehren Personcw S züge: räglich 110 Züge ab Bahnhof Alexandcrplatz nach Bahn! o- . , Gesundbrunnen mit Anschluß nach Pankow und 133 vom Stettiner Bahnhof-Hauptabgang und am beguemsten über Gesundbrunuel . nach Pankow. An Sontagen werden nach Bedarf Züge eingcle-ii. Neueste Nlelduntzen. Berlin, 9. Mai. Wegen HeiratS sch wind els ist ein D russischer Ingenieur nainens Dostoia Sambcoski oer* haftet worden. ÄS s* ö Ä'"Ä- «K MH mit btm becherte Siebe m Qk sich ioblni i^beaux fjaÜenbnt entsviechenben »n< ö. 6om Dreuyiiiber !?srrs, von aliti Meyerheim föi selkmann-Berlin sin ™ Vnein BcrlM ts würbe am Sargi "Angelegt mit bc Gräfin ti. Bülow" “S'Ä «Sä; Ä8 B?£ 1L Juni b. la? nachrn. 3>/r H spiel zwischen btt m Lffenbachn Fuß m Resultat: Gießv 1 wchte im 1. Teil bti neinanber unb zur , noch ein 6. Goa! nch zu Beginn bti war im allgemein« ,che" batte manchmo! bie nötige Ruhe herrisch ein Plus vor e eines unparteiislh^ ch nicht MMechntm Offenback zum mm- t sogar besser gesM, e in Betracht jitit: NM, währenb ti ffit m, namentlich wrnr nötige Sicherhrit irr bei feinen Munger •igtn &oal, b. b ar rften Teil des Wett' jn Bmlt namenttu mWtot-. Oss» mn trotz verschiedene bieser Seite machte dieses Platzes eingM . abschüssigen «oben» ter, gegen das ander , daß bie Gegenspulc letem. - ^a§ % daher namentlich std ne grobe Anzahl «» bie Mitglieder beide iben wissen, als nj [c seucht-irohlrche auswärtigen M Kollegen rn «W u können unb naW? bie bosfnung mit ° i und zu benutzen itfft. Vriq.-Ierich! W Zsr; il.Cuahtatvl KW 5*^ d-eIeltirf ibi-W ZZW , Mölltal „„,ch « * S KE 00,ÄE b OÖ.OO'UW' * «** Berlin, 9. Mar. Die Schauspielerin Jenny Groß ist gestern mittag infolge einer Operation gestorben. Liegnitz, 9. Mai. Die Strafkammer verurteilte den 37jährigen verheiraten Lehrer Max Schäfer aus Lüben wegen Sittlichkeits-Verdrech en an Schulmädchen zu 2*4 Jahren Gefängnis. Schäfer war am 1. April zum Rektor in Gassen in der Lausitz gewählt worden. Wien, 9. Mai. Drei Brüder Liebel und die Frau eines Lithographen ans Agram wurden wegen Verausgabung falscher Hundertkronennoten verhaftet. Hiesigen Blättern zufolge wurden in dieser Angelegenheit 17 Verhaftungen vorgenommen. Vom Kriege. London, 9. Mai. Der „Standard" meldet aus Shanghai: Nachrichten aus Peking zufolge errichten die Russen au f beiden Seiten des Liauflusses bei, Hsinminking Forts. Sie beabsichtigen auaeuschcinlich sich der ch ine sichen Eisenbahn zu bemächtigen. London, 9. Mai. Aus Söul wird telegraphiert, daß die Javaner nach Besetzung von'Takuschan vorrücken, um die Verbindung mit den Truppen in Pitsewo zu bewerkstelligen. Laut Nachrichten aus Antung herrscht große Freude unter den Chinesen über die japanischen Erfolge. Die russenseindlichen Chinesen bereiten den Russen Schwierigkeiten. Beim Rückzug wurden russische Verwundete von chinesischen Lastträgern und Führern verlassen und die Bagage geplündert. Die russischen Verluste bei Kialientscheng betrugen das Dreifache der japanischen. Berlin, 9. Mai. Diesige Pariser diplomatische Kreise befürchten trotz Stbrebe und Neutralitätsversicherungen der chinesischen Gesandten, eine Beteiligung Chinas am Kriege. Informierte Japaner versichern, daß Iavan erst die Hälfte seiner Kriegsmacht auf das Festland gesetzt hat. Paris, 9. Mai. Während die Boulevardpresse fortfährt, neue russische Siege zu prophezeien, ist der Optimismus ernster Blätter deutlich in der Abnahme begriffen. So schreibt der militärische Mitarbeiter des „Temps": Ein Verhängnis zwingt die Russen andauernd, gegen eine dreifache Uebermacht zu kämpfen. Das ist nicht nur ein unglücklicher Zufall, sondern die natürliche Folge zu langer Sorglosigkeit, d''e auch die von Kuropatkin angeratene Geduld nicht wieder gut machen wirb. Man sicht mit Erstaunen diese Geduld der Truppen, die Vitsewo ohne den geringsten Widerstand geräumt haben. Welches auch der Grund ist. man gelangt zu einer ungünstigen Schlußfolgerung und diese passive Haltung ist geeignet, Bestürzung zu erregen. Petersburg, 9. Mai. Gerüchtweise verlautet, daß ein Kampf zwischen Russen und Japanern in der Nähe von Port Arthur stattgefund u habe. Die Japaner sollen hierbei große Verluste erlitten haben. B e u t he n , (Ober-Schl.), 9. Mai. Nach einer Meldung btf oberschlesischen Grenzzeitung, welche das genannte Blatt unter Vorbehalt wiedergibt, fuhr der russische K r i e g s m i n i st ei in Begleitung eines Ministerialsekreiärs Klein aus Oppeln, del Landrats von Kattowitz, im Ganzen sieben Herren, mit der Bahi von Kattowitz nach Glciwitz. Der Zweck der Reise ist der A n k a u von Eisenbahnschienen für Rußland. Die Reise wir! nach Oesterreich fortgesetzt. Telephonischer Kursbericht, fr* SVe'Vo Reiohfianleibe . . 102.10 3 n/ do. ... 90.00 3V,o/c> KotiroIh .... 101.80 3°/r. do .... 90.15 ^,z2°/n H^snen ... 100.00 37? % Oborhesfl^n . . . —.— 4 % Gestern GoMrento . 101.00 4' R % Gestern. Silberrente 100 50 4 Io Unerar. Goldrente . . 99.70 4n Italien Rente , . . 102.50 4’% Portugieser . . . 00.00 30/ i-'ortufriOROn.....58.10 1 % C. Türken .... —.— Turkenloflo .... 128.00 40/o (»riech. Monopol -Anl. 45.20 41 , % äussere A rgoxmttor —.— rankfnri a. 9. 30/„ Mexikaner . . ■tVg'V'i Chinesen . . Electric. Sobuckert , . Nordil Lloyd . . , Kreditaktien . . , Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Rank . Dresdener Bank . . < Beriner TTandelsges. Gestern Staatsbahn . , Lombarden .... Gotthardhahn .... Lanral-iltte..... Bochum ..... Harpener . . Tendenz: schwach. Mai. . 2630 . 85.15 . 104.40 . 103 50 . 201.10 184 00 . 187.30 . 153.30 . 15410 . 137 50 . 13.60 191.— - 239.50 . 191.— . 196.70 Die trauernden Hinterbliebenen. den 9. Mai 1904. Gießen (Crednerstraße 37), 4217 den 10. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Die Beerdigung findet Dienstag Portale des neuen Friedhofes aus statt. ■ Otto Rühl, Mtfntr, nach längerem, schwerem Leiden im Alter von 39 Jahren Samstag mittag 1 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott gefallen hat, unseren innigst geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffen i 1904. ICSSUDj . Freiin von Spesshardt. Beweise freundlicher Teilnahme danke i meinen Kindern von ganzem Herzen. 4228 bitten um zahlreiche Beteiligung. 4222 Wieseck, den 9. Mai 1904. Danksagung Gießen, den 9. Mai 1904. 02688 Für die vielen aufrichtigen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer getroffenen Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Der Borstand. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Wir Emng. Arbeiter-tain Wen. Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Mitgliedes Hkrri PMism Riähs geziemend in Kenntnis. Familie Conrad Hamel Todes-Anzeige. Gestern morgen 8 Uhr entschlief nach kurzem, aber schwerem Leiden unsere liebe Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau MsaW Himmel geb. Reuter im Aller von 61 Jahren, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten tiefbetrübt mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 10. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck vorn Sterbehause Kornblumenstraße aus statt. Kekmmtmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten werden für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr bis auf weiteres gesperrt: Die Schanz en st raße und die Wctzsteinstraße zwischen Wetzsteingasse und Nordanlage von heute ab; die Senkenbergstraße vom 11. L Mts. ab. Gießen, den 9. Mai 1904. Großherzoglime- P-ttzeiamt Gießen. "I. V.: Roth. LM- iiiiii Mschllsj-Vettin tarn I. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Montag den 16. d. Mts., nachmittags von 3 Uhr an, soll die diesjährige General Versammlung bei dem Wirt Karl Ludwig Ranft dahier stattfindcn. Tages-Ordnung: 1. Verkündigung des Nechnungsergebnisses. 2. Beschluß über Verteilung der Dividende. 3. Ersatzwahl eines Vorstandsmitgliedes. 4. Besprechung über Vereinsangelegenheitcn. Bilanz am 31. Dezember 1903. Aktiva. JL $ 1. Ausgeliehene Kapitalien und zwar: a) gegen Obligationen 469421.74 b) gegen Bürgschaft 109960.36 c) gegen Güterkaufgelder 31788.69 d) gegen Wertpapiere nach dem Kurs am 31. Dezember 1903 2. Kassenvorrat 3. Unersetzte Vorlagen 4. Ausstände 5. Mobilien 148.81 100/9 Abschreibung 14.88 Passiva. JL £ 1. Aufgenommene Kapitalien 630608.60 2. Stammgutbabcn der Mitglieder 15724.28 3. Reservefonds 11508.89 Zuweisung aus dem Reingewinn pro 1902 121,88 11630.77 4. Betriebsrücktage 1600.— 5. Reingewinn 3292.96 662856.61 58 3 61 3 58 4198 I. Der Kontrolleur: Wilh. Otto III. 662856.61 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1902 Während 1903 gingen zu . n Daher Stand Beuern, den 1903 „ ab . der Mitglieder Ende 1903 6. Mai 1904. Spar- und Mrlchuk- Mrein Imern Eingetr. Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: H. Otto IV. K. Walther. 6958.— 5438.63 154.86 39000.40 133.93 Zu der am 14. Mai beginnenden Ziehung 1. Klasse 4. ßess.Wr. Ttaatslotierie haben wir noch eine Anzahl Losabschnitte: Vi v2 aA Mk. 28.— 14.— 7.— 3.50 abzugeben. Wir weisen auf die auch in diesem Blatte öfters erscheinenden belehrenden Artikel über unsere Lotterie hin. 4028 Hochreiilher & Töpelmana, amtlich bestellte Hauptkollektöre. Geschäftsstellen: Sndanlage 5 und Steinstraße 92. Bekanntmachung. Ter nut Mittwoch den 11. Mai 1904 faltende Krämer- markt (Himmelsahrtsmarkt) muß mit Rückficht auf die Vorbereitungen für das Sängerfest auf dem Brandplatz und Kanzleiberg abgehalten werden. Gießen, den 6. Mai 1904. 4185 Groß he t ■ üraermeifterei Gießen. Mecum. Statt jeder besonderen Anzeige, W 4211 Giessen. Helene Flörsheim Samuel Rosenbaum Verlobte. Offenbach a. M. LÄIZWMNKM M 5510^^1 WM floltfi-Ptrtii. Kreiö-Ansschiisi für öie Provinz Lbcrhessen. Emlavung. Am Mittwoch den 11. Mai, abends 7 Uhr, findet in der kleinen Aula der hiesigen Universität die diesjährige Haupt-Versammlung des Kreis-Ausschusses des Deutschen Flotten-Vereins für die Provinz Oberheffen statt, wozu alle Mitglieder des Deutschen Flotten-Vereins ergebenst eingeladen werden. Tages-Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Entlastung des Rechners für die JahreSrechnung 1903. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Im Jntereffe des Vereins wird um recht zahlreiche Beteiligung gebeten. Der Kreis-2lusschutz: 4221 Dr. W. Oncken, Professor. Photographi8cli6 Apparate und Bedarfsartikel Preisliste gratis u. franko Adolf Bieler Marktstrasse 5 1035 j Bezirks-Generalagenten für AcrWn iinb den Rtg.-Rrz. Wicsbviicil sucht alte, deutsche Lebensversichemngs - ( esellschast gegen hohe, feste Bezüge. 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