R-. #3 Drittes Blatt 154» Jahrgang Eichener Anzeiger W^rint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. »Giehener Kamilienblätter" werden dem । ' iger viermal wöchentlich beigelegt. Der . i'üdje Laadwirf' erscheint monatlich einmal. Samstag 9. April 1904 Rotatronsdruck und Verlag der Brüh lachen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. bl. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. 8368 9Ur 1 ^fehlen. ’el hon 378. u Lehranstalten «wie Utensil! itig bei ilser,Mi ;ige Fahrräder l Spezialität: f bürg - Falimi nut beste äentäehe M ^ZibeMrteÜeMirL Bepsratur-Wertt^ reche», Zurl, »me», xilder- itifluv 31 rger General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen. § 141 Mmnil Versäume vorzüglicher 10 hg L W illir Flaschen mit eingeprägtem Namen ist Ur- Hommel’i Haematogen echt. ————— F)»i! Beratungen des internationalen Kongresses für Schulhygiene in Mrvöerg Warnung vor Fälschung *n Villen noch, Pulverform noch mit Kakao " VUV1 gemischt, sondern Brechdurchfall Diarrhoe Darmkatarrh Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw. e -uttdEterial, so müsse man zunächst die Mütter über . Wmöermrgxn der Hygiene «belehren, und gesunde, ri turic .x b lobende Mütter schaffen. Laß die Mütter Hy- Ö nijG ^3elehr-ung vielfach noch recht nötig hätten, be- LfezaiHe unhygienische Kleidung vieler Frauen, das ge- V iDh tk lidrige Korsett die Wneigung gegen das Mäd- A Seidenbaus Michels L (te, Berlin SW. I9 48 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen-Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei In Krefeld «Znrche uud Schule. — Dichter und Schulmeister. Von der Behang lung dichterischer Kunstwerke in der Schule. Bon Otto Anthes, Oberlehrer in Lübeck. R. Voigtländers Verlag in Leipzig. — Tiefes Vücbelchen sollte von der gesamten deutsck)en Lehrerschaft gelesen und beherzigt werden. Ter Verfasser ist ein Mann von feinem, reinem Kunstgefühl, von gutem Geschmack und lächelndem Humor in seiner Ausdrucksweise, ein Mann, der mit der Unbefangenheit eines hell blickenden, guten Menschen ohne schulmeisterliche Pedanterie unsere Dichter in der Schule behandelt wissen will, daß der Kinder Herzen aufgehen für dichterische Werte und Stimmungen, daß sie mit dem Dichter fühlen lernen und Freude empfinden an unserer deutschen Kunst. Man liest das kurzweilige Büchelchen dieses von warmer Liebe für die Kinderseele wie für die Kunst erfüllten, verständigen Pädagogen, der als belletristischer Schriftsteller wie als Mitarbeiter des verdienstvollen Avenariusschen „Kunstwort" und der neuen, von fel^r vernünftigen Anschauungen ausgehenden „Pädagogischen Reform" zu schätzen ist, mit Genuß und Profit. mit Maggi s «tippen mit der Schutzmarke einen Versuch zu meef^n. Diese ermöglichende^, in kürzester Zeit nur mit Wasser vorzügliche, kräftige Supyrnn herzustellen. L-ie zeichnen sich durch ihren reinen Geschmack vor allen ähnlichen Produkten hervorragend aus. Ein Würfel zu 10 Pfg. reicht für 2 gute Teller. In allen besseren Kolonialwaren-Geschäften zu haben. 3272 Man verlange ausdrücklich Maggis Suppen mit der Schutzmarke Kreuzsteru. Tie Beschäftigung der Schüler der höheren Lehranstalten außerhalb der Schule, vom gesundheitlichen Standpunkte aus betrachtet, behandelte in einem interessanten Vortrage Oberlehrer Karl Roller-Darmstadt. Die 'Nebenbeschäftigungen unserer höheren Schüler und Schülerinnen, die zwar kaum verglichen werden können mit der systematisch betriebenen Ausbeutung unserer Volksschul- jugend auf industriellem, handwerksmäßigem und land- wirtschaftlicher Gebiete, find trotzdem sehr umfangreich. Redner hat der Vollständigkeit halber auch die häuslichen Schulausgaben in den Krers seiner Betrachtungen gezogen nd häll die in verschiedenen deutschen Staaten festgesetzten Zeitmaße dafür zu hoch Unter diesen Umständen sind die Schüler derjenigen Llnstalten, wo eine tägliche Arbeitstunde von der Schule eingerichtet ist, gut daran. Alsdann geht Redner über zu dem Religionsunterricht der orthodoxen israelitischen Schüler, die zum teil wöchenllich sechs Religio ns stunden haben, was eine Ueberbü^rung des Kindes bedeute. Für den Konfirmandenunterricht empfiehlt er eine Beschränkung des geoächtnismäßigen Auswendiglernens, mit dem die Kinder vielfach überlastet werden. Auch der übertriebene Privatunterrrch in wissenschaftlichen Fächern zum Zwecke des Fortkommens in der Schule, ferner der forcierte Musikunterricht mit deni unumgänglich notwendigen stundenlangen Ueben und den musikalischen Schaustellungen i ridrige Korsett, die Wneigung gegen das Mäd- tuen, die lächerlicherweise mit Schicklichkeits- gründ-üd rnotivieit werde, die ungeeignete Diät und die gesell Eriche Lebensweise im allgemeinen. 2 i: reelle Referentin zu diesem Thema war die Lehreri -.ine im per-München, die der Frage vom Stand- punll« ii .'irr Lehrerin aus gerecht wurde. Die wünschens- w le: dargetan. Geradezu erschreckend ist die Zahl »ju gendlichen Kurzsichtigen. Geh. Medizinalrat P !ob| Z:c. Cohn stellte mit Reckt die Forderung auf: Ke in e S i tttL ohne Augenarzt! Tie Erfüllung der Forder- uj wj liegt auck im Interesse der nationalen Wehrfähigkeit. T .rii nu llärärzllicken Untersuchungen stellen von Jahr zu Jc ch einen höheren Prozentsatz kurzsichtiger, zum Dienst m niöti Waffe nicht geeigneter Personen fest. Namentlich OKUtibei höheren Schulen kommen die Brillen- und Kneifer-, tr M.r Tr. Cohn wies darauf hin, daß die Lichtverhalt- u t hi!- n den Klassenzimmern noch vielfach unzulänglich sind, oa »ft.r Truck der Schulbücher nicht überall genügend groß url.Ä deutlich sei. Nach unseren Beobachtungen trägt aber m rjiüesdms ebensoviel, wenn nicht das meiste zu dem Uebel- üc .k) d.c Konstruktion der Bän ke uno Tische bei. o-. tt.Hifter könnten sie ost kaum gebaut sein, wenn eine ß thu: i auf die schlechteste, die Kurzsichtigkeit künstlich för- Rachart gefetzt worden wäre! Mau hat da ein * je!- L-rtb Tisch-Schema „von rauher Einfachheit" erfunden, Lischb sich der Schüler anbequemen, ob er nun groß od jä Hein ist. Infolgedessen muß die unglücklichste, den übr-ver i ermüdende, das Auge verderbende Haltung beim and Schreiben eingenommen werden, zumal oben- dci .... Rückenlehnen in mancher Schule als „überflüssiger !■ < ' •erpönt sind. Also, wer die Beleuchtung des Schul- ,u ;ratri prüft, der wende seine Ausmerkfamleit auch den Säiuftn .iinb Pulten zu. Nächftdem müßte für bessere Lüchtt g und für häufigere Reinignn g der Klasfen- ;>immer gesorgt werden; der Schulstaub bildet eine nicht zu. . u: r ichätzende Gefahr für die jugendlichen Lungen. L anderes Thema, das auch der Zustimmung weller KrerÄr tcher ist, wurde auf dem Kongreß von dem Nervcn- arzchi Zx Benda aus Berlin angeschlagen: Die Ab- s ch yissuing des Abitur ienten examens. Tiefes xo Jircii ; bildet den Schrecken für jede Familie, die einen ^ol-Ä der Oberprima hat. Am meisten natürlich für em Lumen len selbst. Lange Wochen vor der Abschluß- ru qjuig lbeginnt ein wildes, mechanisches Einlernen von alleÄri i^lllgen, nach denen man möglicherweise gefragt i -er iitn bbnnte, ein hastiges Einpauken nur für den einen kilr.'ifqcit Tag des „Mündlichen". Jede Rückficht auf die r qi.UÄCJt kommt in Fortfall, die Nächte werden zur Hilfe g iu30nnej:i auch von Schülern, die ganz wacker bis dahin - '• Willst erfüllt hoben. Abgearvellete, müde, nervös ' fcxiaiiftt junge Leute stehen vor der Prüfungskommission, labwti :uin es gerade dem sonst Tüchtigen passieren, daß die ; stgf. vor Dem Durchfall ihn herb^iführl, während . u : vt oeniger Befähigter ober Fleißiger, der gelassen eUax cd.'t Glück hat, das Examen glatt besteht. Als ob e die jeden einzelnen Schüler gründlich kennen, sein - üsscrn und feitt Nichtwissen, nicht ganz anders zu- ■ N tu i ber die Reife entscheioen könnten, als es so ein rarjllMrg mit seinem Heer von Zufälligkeiten vermag! Tast ..llOrientenexamen ist ein alter Zopf: er wird foliill., wie s o mancher vor ihm. ; ™ i-er Abtollung für Die Hygiene der Schuljugend außemilb Der Schule beschäftigte man sich mit dem Thema: i e - litautimg schulhygienischer Bestrebungen fuu i:. grauen und für die Familie. : SProf. Krutenberg-Kreuznach als erste Red- : neriuri s..ch hierzu vom Standpuntte der Mutter aus, in- be.it iDue Lehrerschiaft aufforderte, die Ellern, namentlich ?. -r i Hütter, von der Wiichjttgkeit der schulhygienischen i !tt:='.~t(jen zu überzeugen. Wolle man ein gesundes i Landwirlschast. Zuzenhausen, 7. April. Der im Jahre 1894 gegründete Zregenzuchtverein hat sich zur Aufgabe gemacht, nur Ae a a n e n i t e g e m reiner Rasse zu züchten. Zu diesem ZwKe wurde bereits dreimal eine größere Zahl solcher Tiere direkt aus der Schweiz bezogen, das erste mal im Jahre 1895, das zweite mal 1899, das dritte mal 1903, und zwar im Ganzen 103 Stüch Außerdem werden jedes Jahr Zuchtböcke aus bester Raffe mm dort emgeführt; infolge deffen ist der hiesige Zuchtverein in der erfreulichen Lage, für absolute Reinheit der Rasse bei den hier gezüchteten Tieren jede Garantie übernehmen zu können. Die seit Bestehen des Zuchtvereins von diesem nach allen Gegenden Deutschlands verlausten Ziegen haben die Zahl von 700 bereits erheblich überschritten; im letzten Jahr allein kamen über 60 Stück zum Versand. Daß die Empfänger mit ben gelieferten Tieren recht wohl zufrieden sind, beweisen lobend anerkennende Zuschriften. Der Vorstand des Zuchtverems hat auch dieses Jahr — und zwar auf 2. Aiai, vormittags 10 Uhr — am hiesigen Platze eine Prämiierung der hier gezüchteten Ziegen in Aussicht genommen. Hierbei ist den Besuchern wiederum die beste Gelegenheit geboten, ihren Bedarf an Zuchttieren (Ziegen und Böcke) von hier zu beziehen.________ Verlobte rojJ-vn£ Oomistüdter Möbelfabrik (grofeh. Hess. Hokmöbellabrik Da.rrfr staaf) Offerte u. Preisliste. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutsch» va* ^nensvürdlgkeit!. Ranges. Ea. 200 Zimmereinrichtungen elnschl. Köche stets wohnungsfertig aufgestellt u. lieferfertig. Spezialität: compl. Emriaitungen von M. 1000—50000. Preise fest u. offen ausgezeichnet. rranco«uieferunfl, lOfähr. Garantie. Sonntags geöffnet von 11—1 Uhr. König). Hreuss. Staats-Madame___ l Seidenstoffe *&&&?* für Hie Ausnahme her schchßichtigen Naher Montc. den 11. April d. F., vormittags vou 10 bis 12 Uhr, pnoet in der hiesigen Volksschule und zwar in der Stadlknabenschule im Zimmer Nr. 3, in der Stadttnädchenschule im Zimmer Nr. 6, die Aufnahme der «Luder statt, welche bis 1. Mai d. I. das sechste Lebensjahr zurückgelegt haben. Auch können am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder .deren Stellvertreter solche leiblich und geistig ^ucht unreife Kinder mifgenommcn werden, welche bis zum 30. September d. I. das sechste Lebensjahr vollendet haben. Diejenigen dieser zur Anrncl- bung gebrachten Kinder aber, ivelche für den Schulbesuch nicht genug herangercist betrachtet werden tonnen, iverden für das näch^ Schuljahr zurückgestellt. Bei der Anmeldung ist der Impfschein vorzulegen und auswärts geborenen Kindern der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben diejenigen Eltern, welche von der Gervährung freier Lehrmrttel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Ge- chrauch machen wollen, unter Vorzeigung des diesjährigen Staats- iteuerzetlels bei dem betreffenden Harrptlehrer Antrag zu stellen. Gießen, den 29. März 1904. 3059 Für den Schulvorstand: ________Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor.________ Nutzholz-Verkauf. Donnerstag den 14. April 1904 kommen aus der Gemeindewaldung Fronhausen o. d. Lahn zur Versteigerung: Eichen: 72 Stämme mit 55 hn, 4—11 m lang und 20—63 cm stark; Fichten: 125 Stämme mit 45 tm, 8 bis 19 m lang und 12—29 cm stark; Birken: 13 Stück mit 1,01 fm, 4—9 m lang und 10—16 cm stark. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Fichtenberg. Fronhausen, am 7. April 1904. 3299 Der Bürgermeister: H. Gerhardt. denen Medaille. 2670 Telephon 40L Fr. Krogmann, Bahnhofstr. 30 zeichnen sich durch grösste Vollkommenheit aus. Ihre Vorzüge im Besonderen sind: Gediegene, einfache Konstruktion, längster Rahmenbau, stossfreier, ruhiger Lauf, günstiger Biemenzug und hervorragende Kraftleistung. Prämiiert bei der Qualitätsfahrt Mailand—Nizza mit der gol- Dr: med: Georg Liebe’» Heilanstalt für Lungenkranke Waldhof Elgershausen (Kreis Wetzlar). 3107 Aufnahme auch von Kindern. Bürgerlrche Prerse. Prospekte. Haarausfall! Haarfraß! Haarspalte: Immer and immer wieder greift man zu dem einfachsten, unschädlichsten alt- und viel erprobten Häirsners Brennerei-Spiritns per Flasche Mk. 0.7» und Mk. 1,50, echt mit dem Wenbelsteincr Kirchert. Kräftigt den Hacrrboden, reinigt von Schuppen, verhütet ben Haarausfall, befördert bei täglichem Gebrauche ungemein das Wachs- Haare. Alpina-Seife 50 Pfg. Zu haben in i, Droguerren und Parfümerien. 628 Viktoriadroq. Adolf Bieler, Gustav Walter. MMrdeitgschille«- AMmin Kießeu, Südaulage 7. Wiederbeginn des Unterrichts in allen weibliche« Harrd- ardeiterr, sowie Kuustarbeiten, Brandmalerei und Schnitzerei u. s. w. 3207 Montag den BL April 1904. Mice-Kochschule. Ter KHilchs beginnt am 11. April. Anmeldungen bei Fräulein kennet, Aliceschule. 3187 Zufchueide-Kursus in Gietzen. Unterzeichnete langjährige Inhaberin einer Zuschuetdeschute z« Frankfurt a. 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Die Listen aus dem ganzen Hesienlande werden später hübsch eingebunden auf dem Linienschiff „Hessen" aufgehoben werden, um allen Söhnen des Heimatlandes, die auf dem Schiffe dienen, Kunde von den Namen der Spender zu geben. 3137 Der Borstand. MEY’s Stoffwäsche der KgL Sache, u. Kgl Rumän. Hoffiet MEY & EDLICH, LEIPZIG-PLAGWITZ. Billig * praktisch, elegant, von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. Obige Handelsmarke trägt jedes Stück. Vorrätig in Giessen bei: Ernst Balser, Mäusburg 11; H Kühn, Seltersweg 36; C. Steinhäuser, Neuen Bäue; Wilh. Klee, Marktstrasse 2; Ph. Lüdeking, Seltersweg 5 und Max Müller. In Butzbach bei A. Weickhardt. 2647 Man hüte sich vor Nachahmungen, welche mit ähnlichen Etiketten, in ähnlichen Verpachte; -en und gr<1 sstentellw auch unter denselben Benennungen angeboten werden, und fordere beim Kauf ausdrücklich echte Wäsche von Mey L Edlich. 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