Donnerstag 8. Dezember 1904 Nr. 289 154. Jahrgang Zweites BlE Giehener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Rnzeigeblatt für den Kreis Giehen NittergulSbesitzer v. Brauchitsch (font) 5940, (Sog.) 6703 Zwischen beiden ersteren Wohlfarth (Antis.) 2575 Stimmen. RotaNsnSdruck und Verlag der Brühl'schen UmversttätLdruckeret. R. Lang«, Gieße«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.V. Tel. Sh. 61. Telegr^Adr. » Anzeiger Giehen. Erscheint tSgltch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehener KamMenblütler" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Htjstjche Landwirt*' ericheMt monatlich einmal. Zeitung" weiterzu führen. — Der Bundesrat überwies beute den Entwurf einer ^Twnnerok, 7. Dez. Pfarrer Röschen hier feien nächsten Montag, den 12. d. M., das Jubiläum seiner 5 0jährigen Wirksamkeit in unserer Pfarrei, O'rennde und Verehrer des Jubilars, der schon vor vier Jahren das Jubiläum seiner 50 jährigen geistlichen Amtstätigkeit übererfahren wir, daß sich an seinen Augen Staaroilvüng infolge vorgeschrittener Dia bete s zeigt. Die tägliche Zuckerausscheidung hat bisweilen bereits 600 Gramm betragen. Unter diesen Umständen kann der alte Parlamentarier an eine Wiederaufnahme seiner Tätigkeit nicht mehr denken. In den Kreisen seiner Freunde ist man ernstlich besorgt. — Wie das „Kl. Js erfährt, wird der Selbstmord des Husarenleutnants Dietz in Mainz zu einer Interpellation im Reichstage führen. Der Kommandeur des Regiments, v. Blumenthal, ist ein Sohn des Feldmarschalls Grafen Blumenthal. — Der Preußisch e Städtetag beriet heute die Wohnungsfrage und nahm nach längerer Debatte fast einstimmig den Antrag Zweigert an, nach welchem das Eingreifen der Gesetzgebung zur Beseitigung der auf dem Gebiete des Wohnungswesens herrschenden Uebelstände notwendig erklärt und zugleich anerkannt wird, daß die in den Artikeln 4 und 5 des Gesetzentwurfs über den Erlas; von Wohnungsordnungen und über Einführung einer kommunalen Woh- nungsbeaussichtigung gegebenen Vorschriften eine geeignete Grundlage für gesetzliche Regelung gelten können. Den vor- geschtagenen Abänderungen der Fluchtlinien und des Kommunalabgabengesetzes könne dagegen nicht zugestimmt werden, da die Beschränkung der Selbstverwaltung die größten Be-! denken erwecke und eine gedeihlige Städteerweiterung gefährde Reichsarzneitaxe einem Ausschüsse. Lübeck, 7. Dez. Der S ta a t s - V er t ra g zwischen Preußen und Lübeck betreffend die L otteriegemein- schast wurde heute abgeschloffen. Burg, 7. Dez. (Amtlich.) Bei der Reichstags- Ersatzwahl im 3. Magdeburger Wahlkreise wurden im ganzen 34 831 Stimmen abgegeben. Davon erhielten: Lehrer Hierauf wurde der Städtetag geschloffen. Die „Rat. Ztg." meldet: Die heutige Eeneralver- sammluug der Akticngesellschast der „R a t i o n a l - Z e i t u n g" beschloß den Verkauf des Gesamtunternehmens an eine neue Gesellschaft, welche die Absicht hat, die »Natianal- städtischeS Krankenhaus, 2—3; Heppenheim a. d. B., Grotz- herzogl. Landesirrenanstalt bei Heppenheim, 4;. Goddelau, Großh.' Landesirrenanstalt „Philippshospital" bei Goddelau, 2; Mainz, städtisches Krankenhaus St. Rochus, 2; Stadt Mainz, Großh. Entbindungsanstalt Mainz, 1; Offenbach a. M., 2; Sandbach, Ernst-Ludwigheilstätte (für Lungenkranke), 1; Worms, Stadtkrankenhaus, 2; Alzey, KreiSkrankenhauS, 1. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es ist von vielen Selten der Direktion der Wunsch ausgesprochen worden, Blumenthals Schauspiel „Der tote Löwe" noch einmal zur Aufführung zu bringen. Ed findet nun am n ä ch st e n F r e i t a g als sechste FreitagSabonnementS- vorstellung eine letzte Aiifführung des Werkes statt. Jedermann sei auf diese letzte Gelegenheit hingewiesen, daS Stück, das so viel Staub aufgewirbelt hat, kennen zu lernen. Be- > merkt sei übrigens, daß die Premiere deS Stückes von einem i sehr zahlreichen Piiblikum mit Interesse ausgenommen wurde. '? Lich, 7. Dez. Zu dem vor dem hiesigen Schlosse geplanten Denkmal für den früheren Fürsten Ludwig von Solms-Hohensolms-Lich sind bereits rund 8000 Mk. gesammelt; es sind dies größtenteils Beitrage au§ dem Solmser Land. Daß Denkmal, ein Standbild, kommt auf den vor dem Schloßgarten gelegenen Schloßplatz. — Unter der Schuljugend treten gegenwärtig Masern, Keu ch- I husten und Scharlach auf. Die unterste ^chulltaffe \\t Frim Bi'rmann contra Ruhftr-t. Die „Oldenb. Nachrichten füc Stadt und Land' teilen Mit, das, der Kellner Meyer, als er weyen Meme.ds- Verdachts in Hast aenommen wurde, weinend den Sentmnncn folflie und Frau Biermann zurief: „DaS hat man davon, wenn man die volle Wahrheit sagt! Hrau Biermann hat seht in einer öffentlichen Erklärung aeaen Er,eilens Nuhstrat Stellung g-naminen. Der M,n, ter hatte bekanntlich als Erzablung der Frau ®:,rnmnn b°- houpfet, Rechtsanwalt Dr. Sprenger stehe selbst mit den in» kriminierten Artikeln in Zusammenhang. Frau Bicrmann Berlin, 7. Dez. Der Kaiser traf um 7.30 Uhr abends von Wernigerode hier ein. — Ueber die Krankheit des Abg. Eugen Richter „All unser Gehorsam und unsere Geduld mit den Deutschen hilft uns nichts, denn sie schießen jeden Tag einen Mann für nichts tot, und lassen Sie, mein Bruder, nicht Ihr erstes Wort gelten, um von dem Aufstande abzustehen, sondern ganz Afrika gegen die D e u t s ch e n s e ch - ten und uns lieber zusammen sterben, aber nicht sterben durch Mißhandlung, Gefängnis und auf allerlei andere Weise. Ferner machen Sie es allen Kapitänen da unten bekannt, daß sie aus st eh en und arbeiten. Ich schließe meinen Brief mit herzlichsten und mit dem Vertrauen, daß der Kapitän meinen Wunsch erfüllen wird. Und schicken Sie mir noch vier von Ihren Männern, daß wir von Mund zu Mund sprechen, verhindern Sie den Krieg des Gouverneurs, daß er nicht vorbei kommt. Und machen Sie schnell, daß wir Windhuk stürmen, dann haben wir Munition." . ... Zu dem zweiten Briefe (vom 11. Januars schreibt er: „Ich mache Dir bekannt, daß die Weißen ihren Frie- Z) en mit mir gebrochen haben. Und halt es gut fest, so als wir hören. Und wir sollen für unseren Teil in unserer Schwachheit tun, was wir können. Und wenn es Gottes Wille ist, laß die Arbeit im Namaqualand nicht Mrückgehen. Es bleibt noch übrig, daß Tu kommst, um nach Swakopmund zu gehen, um zu sehen, was sie dort machen. Und ich bin ohne Munition. Wenn ihr Munition bekommen habt, helft mir und gebt mrr zwei englische und zwei deutsche Gewehre, denn ich bin ohne Gewehr. Das ist alles. Grüße. Ich bin der Kapitän der Hereros Samuel Maharero." Jin einem Briefe vom 2. Januar an den Bastardkapitan van Wyk schreibt er n. o.: , , . , . „Hier auf Okahandja haben wrr dreimal gefochten nnt Maschinen (gemeint ist mit Gewehren), und ich habe gewonnen. Weiter will ich Sie benachrichtigen, daß mein Wunsch ist, daß wir schwache N ati o n e n Vong a n z Afrika au ssteh en gegen die Dentschen, laß Sie uns lieber aufreiben. Weiter habe ich alle Händler ermordet außer Hälbig, Dannert, Redecker, d>es Waii festzustellen. Bukarest, 7. Dez. Tie Kammer genehmigte den Ge. setzentwurf, mit welchem eine Staatsgarantie bis zum Betrage von 20 Mill. Francs für die von der Nutional- bank an die Volksbankcn zu gewährenden Vorschüsse übernommen wird, die zum Ankäufe von Mais unb Futter zur Linderung der Notlage des Bauernstandes dienen f oHctt. „ t Petersburg, 7. Dez. Ter Mörder Plehweö ist von seinen bei der Bombenexplosion erlittenen V^letz- imgen an der Stirn und am Unterleib wieder her- g e stellt. (T-amit wird also die Meldung von seiner Flucht dementiert.) t Q Kaluga lRußl.), 7. Dez. Tie L an d ch a f t s v e r. sammlnng beschloß, eine Ergebenheitsadresse an den Kaiser abzusenden, in der daraus hingewiesen wird, daß nur einfreiesWort, Aufrichtigkeit der wirklich gleichberechtigten Personen und Un v er le tzli ck) keit d er u. - m , .Bürger produktiv seien. Fulls der Kaiser ermstt die Mertens (freis. Volksp ) 6251, Stadtverordneter Voia i Volksvertreter zur Mitarbeit beriefe, wurden diese G7O3, Rittergutsbesitzer v. Branchitsch (kons.) 5940, cine starke Macht um den M o n ar d) rn: bitben unb «, ... , |G”:rÄi‘£.« K«.Ä Köln. 7. Dc,. 5Bie die »Köln. Ztq.' onS Wnthmoton ch für die Beibehaltung der jetzig«« von heute meldet, überreichte der Kongreßabg. Wllson tm 3uft ä1) e aussprach, wurde von dem Publikum auS- ^lifftrage des ältesten Gesangvereins in Brooklyn dem deutschen gepfiffen. Botschafter Freiberrn Speck von Sternberg ein Pracht-1 ____, , - 1 , ust al bum mit einer Adresse an den Kaiser, sowie die irvs 1T Partitur zur Festkaniate Dr. Jägers, die der Wlllandburger §11101 !Ld) UuNU. Sängerbund zu seinem 50. StistlingSfest ausfübrt. (Sieben 8 Dezember 1904. schafter dankte und erklärte, die Gabe werde jedensaüs den Gießen, 8. Dez mver 1904 Kaiser sehr erfreuen. "> Personalien. S. K. H. der Großberzog haben Fameck, 7 Dez. Der Gemeinderat hat vorgestern in ben Amtsrichter bei dem Amtsaericht Lorsch, Stracks zum einer außerordentlichen Sitzung offiziell Kenntnis von der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg mit Wirkung Entscheidung erhalten, die der Bezirkspräsident in der Fried- 00m 15. Dezember 1904, den Gerichtsassefsor Dr. H a nsu lt Hofs-Angelegenheit getroffen hat. Dem „Lorrain" jn Ulrichstein zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Ulrtch- ,zufolge soll er geneigt sein, die Sache zur endgiltigen Ent-1 ftetn und den Gerichtsassessor Gros in Alsfeld zum AmtS- stpeidung vor den Kaiserlichen Rat zu bringen. Auch die Achter bei dem Amtsgericht Lorsch ernannt. Stimmung der Bevölkerung fei durchaus gegen die Ent- "Empfänge. S. K.H. der Großherzog mipfingen frhpibitna am 7. Dezember n. a. den Oberstleutnant Zahn, Komman- . tau des Großh. Gendarmerie-Distrikts Oberheffen, den Attsland. Rechnungsrat Petry von Gießen und den Bürgermeister Paris, 7. Dez. (Senat.) Die Beratung des idhe Sßvciftifctnten. Gemäß derPrüfungS- mter9 bei TeX "Vf 6 -Ert?D°s ordm.ng für A-rzt- LffentW der Reichskanzler ein Vor- kommen daß das Bündnis mit Rußland be- zeichnis derjenigen Krankenhäuser und medizmiich-wiffen- st ä^N g t und befestigt, führte der Minister aus, wird Frank- schaftlichen Institute im deutschen Reich, die biS auf weiteres reich gestatten, Vorteil ans seinem großen Kolonial- Annahme von Praktikanten ermächtigt smd. In Heffen reich zu ziehen. Nm mit den anderen Weltmächten zu fotnenbe mit der beigefügten Anzahl: Darmstadt, einem Einverständnis gelangen zu können, mußten er ft btc ftäbti^e6 Krankenhaus, 2—3; Heppenheim a. d. B., Groß- Streitfragen eine Regeliing erfahren, die zwischen England und Frankreich bestehen konnten. Als Entgelt für die von uns gemachten Zugeständnisse erhalten wir w i ch t t g e V o r- teile in Westasrik«. Der Minister legt dann dar, daß England und Frankreich nicht Nebenbuhler sein dürfen. Frankreich habe das einzige Bestreben, sein Kolonialreich nutzbrrngend zu gestalten. Das frattwriirfKug* liche Abkommen wird schließlich mit 215 gegen 37 Stimmen ^^^^daß das^vom Minister Ruhstrat angeblich ^hörte und vor A?tikA im^Ädenzb^ vo?Heirn" Dr^Sprenger vorher gelegen hat, eulstand." ------------- das T h e a t e r ein L ur u s einigen ohne daß man weiß, wo er jetzt ist. Wa« hat er zurück- qclassen? Hier ist sein Erbe: 3 Kinder, gestorben bei ihrer Geburt; 2 Kinder, gestorben mit l1/* Jahren. Unter den Lebenden: 1 Kind ist tuberkulös, 1 Kind hat epileptische Anfälle, 1 Kind ist skrophulöS im schlimmsten Grade, 1 Kind ist in seiner körperlichen Entwicklung zurückgeblieben. Was im Laufe von 8 bis 9 Jahren für diese Familie auS öffentlichen Mitteln bezahlt werden mußte, hat jetzt die Summe von 4800 Mk. erreicht. DaS jüngste Kind ist aber erst 7 Jahre alt. Welches Interesse haben doch alle Stadtverwaltungen, alle Armenbehörden, diejenigen Bestrebungen tatkräftig zu unterstützen, welche sich gegen den Mißbrauch geistiger Getränke mit all seinen unübersehbaren wirtschaft- .... ... _ it, während der Saalbau ein Nutzbau für die breiteste Bürgerschaft werden soll. Tiefe breiteste Bürgerschaft ist bei Herrn Fromme gleich: „in einzelnen .Kreisen" — während jene bevorzugten Kreise, denen der Lurus des Theaters näher liegt, nach Fromme die Majorität reichlichen Beifall rechnen. Tie von ihr Verklagten, unter denen sich der städtische Sanitätsbeamte, der Stadtbaumeister der Stadtschreiber und fast alle Gemeinderats-Mitgliedec be- sindne, sind schon jetzt entschlossen, mit Ehemännern nur dann noch Poker 311 spielen, wenn diese eine notariell beglaubigte Bescheinigung ihrer Ft:au mitbringcn, daß unter keinen Umständen aus Herausgabe etwaiger Gewinne geklagt werden wird. Wenn man bedenkt, wie schwierig es mancher Ehemann finden wird, von seiner Gjattm diese Bescheinigung zu Tentlichkeit hervor. Zu 4) Tie angeführten Krüge r'schen Worte konnten für den Unbefangenen, zumal bei 'den ihnen folgenden näheren Ausführungen doch nur besagen: „ebenso wie in jedem Saalbau natürlich ja auch Theater gespielt werden kann." Und hieran knüpft dann Herr Fromme die ganz sonderbare Behauptung: ,,denn zugegebcne Tatsache ist ja, daß felbst viel größere Städte, als Gießen, ihre Konzerte mit Vorliebe im Theater halten, s e l b st wenn ihnen ein größerer Saal zur Verfügung steht." lTie Sperrungen sind von uns.) Wo ist, wer hat das zugegeben ? Will Herr Fromme diese absolut falsche Behauptung ausrecht erhalten? Wer sind seine Gewährsmänner? — Dagegen beachte man: Unter ca. 325 Städten, wie wir an Hand des Breitkopf'schen Programmaustausches sestgestellt haben, waren nur 15, in denen überhaupt Konzerte im Theater stattfanden; von 669 Konzerten in einem Quartal fanden 614 im Kon- zertsaale, nur 55 in Theatern statt, darunter ein einziges Chorkonzert: unter diesen 55 wiederum sind 25 solche Konzerte, die von den bctr. Theater-Orchesterinstituten in ihren Theatern zu Gunsten ihres eigenen Witwen- und Waisenfonds gegeben werden, weil ifytcit dazu das Theater frei zur Verfügung steht. Es finden also von diesen abgesehen nur 4,1 Prozent im Theater statt, vermutlich, weil kein anderer Raum zur Verfügung ist: Chor-Konzerte im Theater sind aber geradezu ' Somit ist das gerade Gegenteil der muß man sagen: Wahrlich, wenn die Tenne von chule macht, dann ist die Blütezeit des PokcrS für orbei. 'raurig, aber wahr! In B—l verließ vor Jahren em Trinker seine Familie und verschwand, Dermifetytet» • Die Steuer der Berliner. Von den Einkommen-^ sieuerzahlern Berlins hatte nach einer soeben erschienenen Statistik für das Steucrjabr 1903/04 der Höchstbesteuerte sein Einkommen auf 2 970000 Mk. geschätzt, wofür er dem Staat und der Gemeinde je 118 600 Mk. Einkommensteuer zahlte. Gleich hinter ihm auf der Steuersnifenleiter standen zwei Steuerpflichtige mit Mk. 2 285.000 beziehungsweise 2 190 000 Mk. Einkommen. Es folgten dann nenn Steuerpflichtige mit weniger als 2 000 000 Mk., aber doch mehr als 1 000 000 Mk., 30 mit 500 000 bi§ 1 000 000 Mk., 615 mit 100 000 bis 500 000 Mk. usw. Ein Einkommen über 3000 Mk. hatten überhaupt 54 466 Personen zu versteuern, denen 414 839 Steuerpflichtige mit unter 3000 Mk. bis hinab zu 900 Mk. gegenüberstanden. Die ,nicht physischen Personen" (Gesellschaften usw.) versteuerten in 31 Fällen unter 3000 Mk., in 353 Fällen über 3000 Mk. DaS höchste ausmachen. Zu 2) Daß es Leute gibt, die Wohl für ein Theater allein, nicht aber für einen Saalbau allein zeichnen würden, ist nie bestritten worden. Soll nun hier gesagt werden, daß es wirklich 'Leute von so engherziger Anschauung gäbe, die da erklären: „WaS wir geben, geben wir nur fürs Theater und wir geben Nichts, wenn Theater und Saalbau zusammen gebaut werden sollen! ? Zu 3^ Wenn die Sammellisten die von Herrn Fromme angegebene Fassung haben — wer hat dieselben redigiert? — so zeugt das, wenn man allen Ernstes für das Gefamtprojekt eintreten wollte, wie es doch beschlossene Sache war, von einem bedenklichen Mangel an Tiplomatte, dagegen für eine große Begabung für Diplomatie, wenn diese Fassung die Freiheit geben follte, das Gefamtprojekt in den Hintergrund zu drängen. Denn sie ermöglicht, was öffentliches Geheimnis ist, nämlich, daß man zwar zunächst erklärt, es handele sich um daS Gesamt- Projekt, dann aber alsbald entgegen dem gefaßten Beschluß, der eS zur Pflicht machen müßte, Mit aller Energie für daS Ge samtprojekt einzutreten, seine Ansicht kund gibt: das ganze Projekt sei ja doch nicht zu Verwirkliehen, und man möge dann wenigstens für das nach Ansicht des Herrn Fromme not* wendigere Theater zeichnen. Daß in dieser Weise agitiert wird, gebt auch aus Herrn Fromme's letztem Eingesandt mit aller baupt begehen tonnte, sind zu bet Feier, die um 3 Uhr nachmittags mit einem Gottesdienst in der hiesigen Kirche beginnt, herzlich willkommen. [] Marburg, 7. Dez. Außer dem m Gießen verhafteten Korbmacher Johannes Arnold auS Allendorf ist nun auch dessen Bruder Daniel in der Berleburqer Gegend festgenommen worden. Beide hatten am 14. Juni d. I. in Birkenbringhausen den Blechschmied Lengefeld getötet. Ihre Aburteilung erfolgt vor dem hiesigen Gericht. Kleine Mitteilungen aus ffen und den Nachbarstaaten. Bei der 3. Z. in Friedberg befind- sichen Menagerie wurde ein Arbeiter von einem Bären erfaßt und verletzt. Man brachte ihn inS Hospital. — In Staden ist die alte hessische Ritterburg, welche die Gemeinde von der Freiherrlich v. Stein'schen Familie für 50 000 Mk. angekauft patte, zu einem zweiklassigen SchulhauS eingerichtet worden. Die Einweihung fand durch KreiSrat Fei) und KreiS-Schul- inspektor Süß statt. — Rach dem ..Rhein. Cour." hat Wiesbadens Einwohnerzahl die 100 000 überschritten. steuerpflichtige Einkommen war hier 11 785 000 Mk. * Ermordung eines deutschen PastorS und feiner Familie, lieber die kürzlich gemeldete grausige Mordtat in der Tauriscben Kolonie Prischib gibt der „Nevaler Beob. nach einem in Reval eingetroffenen Privatbriefe genauere Nacv- nichten. Tie £nfer deS Mordes sind der 72 jährige Pastor Baumann, feine 66 Fabre alt gewordene Göttin geb. Lamm, die Schwester des Estlandifchen Gcneralsuperintendenten und deren Tochter Lisbetb. 26 Jahre alt. Ter erwähnte Brief lautet: „Wenn Sie diese Zeilen erhalten, werden Sie vielleicht schon von der grausigen Tat gehört haben, die in der vergangenen Nacht, also I am 9. November hier in Prischib verübt worden ist. Unstr lieber Pastor Baumann, seine Frau und feine Tochter sind Cvfcr eines I grauenhaften Mordes geworden. Um 1 »2 Uhr nachts wurde heftig an mein Fenster geklopft — man weckte mich mit dem Rui, die ganze Familie des Pastors fei soeben ermordet worden. WUen dreien war der Schädel zerschmettert worden, die Paiwriu raub ich noch röchelnd vor, nach einer Stunde gab aber auch sie ihren | Geist auf. Ter Pastor lag in seinem Bette, Gesicht und Lber-1 körper mit seinem blutbefleckten Federpfuhl bedeckt. Nach Turch- tchreitung des Saales und Speisezimmers gelangten wir in das Schlafzimmer der Pastorin, wo sich ein grauenhafter Anblick darbot: mitten im Zimmer lag die Pastorin auf dem Rücken, noch stöhnend in einer großen Blutlache, mit bis zur Unkenntlichkeit entstelltem Gesicht und zwei großen klaffenden Wunden auf der Stim. und nicht weit von ihr am Öfen die Tochter, gleichfalls mit zerschmettertem Gesicht und in einer mächtigen Blutlache. Tie Mörder waren durch ein aufgebrochenes Femter des Vorhauses eingestiegen 'bie Krampe war ausgerisi'en), hatten die Tür in des Pastors Schreibzimmer aufgebrochen, fbie Krampe des Türschlosses war gleichfalls ausgerissen und lag auf der Tiefe', hatten im anliegenden Schlafzimmer den Pastor^ offenbar in feinem Bett erschlagen und begaben sich durch Saal und Speisezimmer in das Schlafzimmer der Pastorin, welche hier hinter einem Vorhang schlief, auf den Lärm hin aber wahrscheinlich den Mördern entgegengetreten war^ aus ihrem anstoßenden Schlafzimmer war offenbar auch die Teckner ins Schlafzimmer j der Pastorin geeilt, wo sie dann beide erschlagen wurden. Tie Betten beider befanden sich in Ordnung und wiesen keine Kampfes- 1 tmren auf. Geraubt worben ist nichts An den^Betten lagen unberührt goldene Uhren mit Ketten, und in den Schübläden der Kommode in des Pastors Schlafzimmer, in welcher der Schlüssel steckte, fanden sich in bester Ordnung bares Geld und Wertpapiere im Betrage von etwa 12 000 Rubel (Privatvermögen, Kirchenkasse, Armenkasse, Kasse der Taubstummenanstalt). Tas erklärt sich jedoch d adurch, daß die Männer offenbar die Flucht ergreifen mußten, denn dem vierten Opfer, der Magd, war es gelungen, zu entkommen. Sie war besinnungslos geschlagen und für tot gehalten worden, entfloh jedoch, zur Besinnung erwacht, von einem der Mörder bis auf die Straße verfolgt, und entkam über die Straße zu dem Nachbarhofe, wo ihr Mann als Knecht dient. Sie behauvtet, es seien vier Mann ins Paswrat eingedrungen gewesen. Tie Erregung, die in Prischib und Hingegenb herrscht, ist groß. Seit dem etwa hundertjährigen Bestehen der Kolonie iiVXl ’Ä&ta I £= I ten £ HeUff« itrömten Menschen herbei. Viele denken daran, den Ort zu ver- Rekurs aufrecht, der in der heutigen Sitzung zur Verhandlung und erner spättr emzuberiisendenc 'er weiterüerarbeiten- lmsm, nachdem sich in le&ter Z-it M-rkmal- dcr Wiihl-r-i g°- kam. Ta bem «tmeinberat zu Kaichen ei/V-rglE»°rMag so , >m° -wer wnteren zeigt haben, van bet diese ruchloie Tat vielleicht eine Frucht ift. grma(6t werben soll, beschloß der Provinzialausschuß, bie Ent- d-» Jnbustrren m einem engeren äuinmnu.niU)iui|c oorzu • Eine Schattenseite des Poker-Sprels.^WaS^chezdun!, auszusetzcn. I ^Mannheim, 7. Tez. In b-r heutigen außervrbentlichen Generalversammlung der Süddeutschen Bank tourbe bie Erhöhung bes Grundkapitals der Gci-ll,chast um 4 Millionen Mark, welche unter Ausschluß des Bezuqsrcchts der Aktionäre der Deutschen Bank in Berlin und der Oberrheinischen Bank in Mannheim, überlassen werden sollen, beschlosien. Z u m tz i b e r n i a st r e i t. Dirch ba8 bereits von uns tritt, geteilte Urteil des Kammergcrichts l,egt cs nun fest, daß bas Ver. mögen der Aktienncscllschaft 5)ibernia 60 Millionen Mark betrügt. Ti- Gegner brr Verstaatlichung besitzen nun bi- Mehrheit, sie haben das Seft in Sünden. Aus der anderen ^eite wird baS preußische Abgeordnetenhaus die Rcgieningsvorlagc annehmen und bann ist es wahrscheinlich, daß das Hibemia-Kousortium oder auch die Regierung den Verständigungsweg betritt. Jedenfalls ist die Position des „Trotztrnst" wesentlich gestärkt — aber ui Ende ist die Geschichte immer noch nicht. 5 D e u ts ck) - O st a fri k a n i f ch e Bank. Wie gemeldet wird, ist die Errichtung einer Teutschostafrikanifchen Bank in der Form einer Kolonialgesellschaft beschlossene Sache. Die Bank wird ihren Sitz in Berlin, mit Zweigniederlassungen in Deutsch-Ostafnka haben. Das Aktienkapital soll vorderhand 2 Mill, betragen. Die Noten werden auf Rupien lauten und die Bank dem Auswärtigen Amt unterstehen. Die Gründung soll schon in 8 Tagen erfolgen und die Tätigkeit des Instituts mit Anfang n. I. beginnen. Mie Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen, Gold-, Silbersowie versilberten Waren empfiehlt Juwelier Brück Kreuzplatz 8 Akron im Staate Ohio gab. Nachdem ein Mann in diesem Verantwortung.) Spiel im Laufe der Zeit bedeutende Verluste erlitten hatte, Offene Antwort. griff plötzlich seine bessere Hälfte ein, und deckte dadurch eine Selten dürfte eine Meinungsäußerung über die Theater- Schattenseite ded Spiels auf, von der bisher selbst der ge- Saalbaufrage so mißdeutet worden sein, wie die Krüger- cfLt.il \ hebe von Herrn Fromme, abgesehen von dem btclcn, wav wandteue Pokempieter keine Ahnung gehabt hatte. Kurz ge- er ^^rgangen hat. sagt, sie verklagte eine große Anzahl von Herren auf Heraus- Zu 1) Wenn ' die bisherigen Umfragen ergeben haben gäbe der Summen, die ihr Mann im Poker verlor. Die sollten, daß das Theater die größeren Syrnpathieen habe, so Sache ist sehr peinlich. So qern man qeleqentlsch auch Pater wäre bas boch^wirklich Bcrreunbtrfi*; benn c3 finb mit r < wenigen Ausnahmen bis letzt säst nur Leute angegangen worden, spielen mag, w wtH man es doch nicht an die große 03(0^1 ^ercn persönliches Interesse am Theater ein größeres ist, gehängt haben. Roch peinlicher soll es aber sein, wenn man als am Saalbau. Man übersieht, daß" ' " gerichtlich zur Wiederherausgabe eines SpielgewinnS gezivungen für bie wenigen Besserbemittelten ist wird. Tie Dame von Akron kann unmöglich auf allzii w Akro imm Tui» TTnntnfl ao-a gibt es nur ein wirklich rationelles Mir ndllLpnege Mittel, das unübertroffene, nicht ITw Ä Myrrholinglycerin. bei den Deutschen der Skat, das ift bei den Amerikanern Poker:---------------— ■ --------. ---- ■ • — das nationale Kartenspiel. Poker besitzt einen ungeheueren Sprechsaak. Reiz, der inbeß wohl balb schwinbcn müßte, wenn ba§ Bei- (5fir bcn ber lnlter dieser Rubrik stehcnbcn Artikel spiel Nachahmung fände, das eine Ehefrau in der Stadt übernimmt die Redaktion dem Dublikum gegenüber keinerlei lichen Schädigungen wenden! * Kleine TageSchronik. In Berlin ivnrbe eine unbekleidete Franenleiche auS dem Landwelwkanal gezogen: der Sckmdel war z?rttümmert, der Körper wies verschiedene Wunden auf. Ter linke Unter ar in fehlt. — In Krefeld fhlytc infolge deS Sturmes die Giebelmauer dited Neubaues ein. Tie Steiumafsen fielen in eine benachbarte Wirtschaft. Eme Putzfrau wurde getötet, melyrere Personen wurden leicht verletzt. - Die im Ku risch en Haff eingefrorenen F ischerboot e murben durch den Regierungsdampfer „Nickwrd" ausgesimden und mit Lebensmitteln versehen. Tie Boote konnten, da sie frei von Eis geworden sind, sich ohne Hilfe nach der Heimat begeben. — Ter Handlungsgehilfe Michael Quarz von Landstuhl, der im Oktober seinen Bruder Joseph erstochen hat, wurde vom Pfälzischen Schwurgericht unter Annahme mdbrrnber Umstünde zu sechs. Monaten Gefän.Tnis verurteilt. — Bet den Nestau- ricrunqöarbeiten an der NeiNtödterkirche in Herford wurden i Monstrum' aus der Tiefe des Kirchenplatzes eilt Sarg auS rohen hoher- ^..,n°nesichen Behauptung richtig." Brettern und ein b.er Zn 5l Wenn hier einem Privatunternehmer die worden war, ans Tageslicht befördert. Beide enthalten noch Saalbau frage überlassen bleibt, so heißt das menschliche Skelette. Die Geb eine gehören Bürgerschaft, darfst zwar auf der einen Seite die mehr l e b e n d e n M e n i ch en 11) V u 3 an. — In der mth ll(§baIb stefqendcn Z u s ch ü ff c für ein Theater bezahlen, aber tärsich-mediztnischen Sc^tle ju e t c r 3 b u r g Wjbte bcn y $ ö n c n Gewinn an einem Saalbau-Unternehmen die Offiziere, welche eme Versammlung unterlagen wollten, f^nen Privatunternehmer überlassen. Damit ist aber bvraigenr ii nett. stillschweigend anerkannt, daß ein Saalbau- Unternehmen gute — > .. . ~ RentabilitätS ausfichten hat — oder glaubt Herr Fromme, Sitzung des Frovinjialausjaju^ts. t'aß er einen Privatunternehmer für einen Saalbau sindet, brt ßu «6 P n 6 Dezember kein Geschäft damit machen will? Und da soll man glauben, < m namentlich ein Saalbau" könne sich hur rentieren, L pnMbcr 0-strig-n S'Vung W. ?"Mn,iaiauSf«uiser kam »ur Mc Baügclbcr gesenkt seien? Der schenkt biese benn Verhandlung das Gemch deS Wilhelm Watz zu großen- Privatunternehmer? Somit ist Linden um öcnelyinigung einer D a m p f ke s 1 e l a n l a g e. * einea Har- NurderSaalbauhat überhaupt Aus- Schon # im März ? i wT äae Hd&t auf Rentabilität, niemals das Theater! Für die ung cme5 TampfkesielS nachgemcht, mit hx.ir^m r"1! 11 a e m e i n b c i t kann ein Theater allein nur höhere betrieben werden solle. Msbald langte auch eine Stenern bringen, während sür sie das Saalbauunternehmen der Nachbarn ein, bie sich durch den Betrieb gestört glaubten. Stadt dal le von überragender Bedeutung wäre! Es Wäbrenb bcr Offenlegung bcr^ dlane würben sobann b"l° Em. > nur baTauf au(ommm, l>as Theater unb ben Saalbau in Wendungen wiederlwlt. Um den Beschwerdeführern entgegenzn- .. Größe zu errichten. kommen, reichte Watz neue Dläne, cm. m denen bie Anlage um «>eun Öerr Fromme nun gar ben Vorwurf bes „Jcsuitis. 1'0 Meter zuruckgeruckt wurde, .luch hiergegen wurden die er «„ ver G^lixnseite" zurückgeben zu können glaubt, so möchten hoben en Beschwerden aufrecht 1c^altc”' cfyte >vjr doch fragen: Wenn es Herrn Fromme wirklich vor allem um teilte m lemer eitjung vorn 16. Januar d. I. die uchte Gesamtprojekt, dem Komiteebeschluß gemäß, zu tun «on^iicn unter »var, roanim bat er nicht seinerseits alsbolb bie irrigen Stuf- Cnsicheidung legten die Anwälte der Brick werdsiuhrer Rekur. I T-a1-rulIqen ^3 Arttkcls' ,Tie Lösung der Saalbaufrage" demen- cin. Ter Provsiizialauchchuß beschloß, nach zuvor eingenommenem Svohr Walther. Augenschein, der am 14. November d. I. stattfand, bie nackigepichte .... '< "J1™ Genehmigung zu erteilen unb die eingelegten Rekurse kostenfälltg Kunst UNd Wissenschaft. lieber ^das Gesuch dcS Heinrich Luft IN. zu Hart- — I r e n e T ri e f ch charakterisiert Al f r e d Ke r rin einem manns Hain um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Drannt- soeben in Berlin W. 62 bei Bard, Marauardt u. Co. erschienenen, I itrein, mußte die Verlwndlung vertagt werden, da der C^csuch-1 s^n auSgestatteten Büchelchen über „Schauspielkunst sol- steiler erkrankt ist und im gestrigen Termin nicht erscheinen gendermaßen: „Eine merkwürdige Person mit Schattenseiten und konnte. . getvalhgen Vorzügen. Andere wirken gewinnender und mit Ter letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Wieder- höherem Reiz. Wohingegen die Triesch —, welche nicht eine I Herstellung deS ehemals bu r g fr ie db e r g i s ck en ^üdin ist, sondern ein verkleideter Jude, eine dunkle, wehe Amts Hauses laltes SchulhauS) zu Kaichen Durch Erbau- Gestalt mit schmutzigen Schmerzenszügen — losbricht, unb nag* ung des neuen SchulhauseS zu Kaichen sind die beiden alten schreit, wie das Alte Testament, erschütternd und ohne Rücksicht, I Schulhäuser, daS eine an der Hauptstraße und daS andere, das sich hingebend, sich ausblutend, stoßweiß überwältigend. Man ehemals knirgfriedbergifche AmtshauS, mitten im Ort, als solche I sghtt etwas Heißes anfsteigen und denkt: schafft sie fort! Tie frei geworden. Ter Gemeinderat zu Kaichen beabsichtigte ur- Lerche Nora glaubt ihr niemand. Sie ist wenig narb. Doch sprünglich auS dem Erlös deS an der Hauptstraße gelegenen in Schmerz und Scknnerzenswucht bei uns kaum vergleichbar. Ja I Schulhauses, das verkauft worden war daS andere SchulhauS I sie scheint geschaffen für den Schmerz. Sie zeigt es, ^Amtshaus, renovieren zu lassen. Wegen der Höl>e der Kosten wie sie als Hebbels Klara ben Jugendgeliebten umnahm er jedoch hiervon Abstand und setzte auch das zweite Schul- krampft. Das ist nicht zu vergessen. Leuchtende Anmut des haus einer Versteigerung aus. Ties sand jedoch nicht die Billig-1 Kindhasien und gedankenlos blühende. Freude: dafür schemt I ung des Großh. Kreisamts Friedberg und zwar, weil das in I sie nicht gemacht. Tie Triesch und die Sorma sind annähernd I Betracht kommende Gebäude geschichtlich unb baulich interessant 1 wie Rahel und Bettina." — Ueber drie Sorma stinnnt dann Kerr und deshalb unter Denkmalschutz gestellt sei. Tas Gebäude^ ist I ein Jubellied an, das sich wie ein $ebicf)t liest, (rine norbiw I ein hoher zweistöckiger Fachwerksbau au5 der zweiten Halste Ballade intoniert er über Albert Niemann. Duse des 18. Jahrhunderts, der in einem Giebel den in Eichenholz besingt er in Tithvramben - Tonart usw. usw. Jedenfalls ist I geschnitzten und bemalten burgsriedbergischen Adler trägt. seine „Schauspielkunst" ein sehr reizvolles und geistreiches, sprach- Tie Sachlage wurde dem KreisauSschuß des Kreises Friedberg I sich blendend schönes Schristchen, von dem viele Theaterfreunde unterbreitet, der in seiner Sitzung vom 24. Oktober 1903 be- sich gern werden berauschen lassen. schloß, den Verkauf des Amtshauses nicht zu genehmigen. Der ---■—--—• -■—UU. . f Gemeinderat von Kaichen rekurrierte gegen diesen Beschluß durch Kandel UNd Kerkeyr. KolkSwirislyast. seinen Vertreter, der in seiner Rekursschrift ausführte, daß es — " meldet, waren heutt sich hicr nicht um einen Bai, handle dessen Erhaltung in < 7- «»• „®-’e ™KxLnender weiterverarb etlicher ober lunstgeschiEcher Einsicht im allgemeinen üf,en - hrtt V-rtreter erner.Ne.ye von versammelt, lichen Untere,se geboten ericfieine. Mufierbm fei aier aud» tne tenben 3:nbuftri i« einer Gemeinde finanziell nicht in der Lage, sich den Luxus der 'N der !°laenderWNUU geraßt re o . u?-' ltnisse in der Erhaltung eines solchen Baudenkmals zu gestatten. m^fen! und "tablinduibrie sich zugunsten ^der Erzeuger der Roh- Ter Provinzialousschuß nahm durch eine Kommission eine L' * h ,i.m^ Nackittile der weiter- . Besichtigung an Ort und Stelle vor. Es ivurde eine gütliche ^r Haw^ugnM und zum ^«teue^o ‘ Einigung versucht und darauf der Staat um einen Zuschuß zur ?"°^A/denen ^Knipv-n “eitcrttttarfrHtenben Industrien Erhaltung des Gebäudes , ersucht, der auch unter besrrmmten^ Be- > ^^'°>iedenen s-IMll«n olterhoti Söhne. “T 13 1 ■„1 M Damen-Blusen, Herbst- und Wiuterware zu 3.—, 2.50 und 1.65 Ml. Weisse Damen-Hemden zu 2.—, 1.50 und 1.25 Mk. Samen-Zierschürzen weiß und bunt, zu JO, 55 und 40 Psg. Taschentücher, weiß Batist per Dutzend 3t— und 2 Mk. Kinder-Kleidchen in Flanell und Wollstoff zu 3-.—, 1.80 und 1.25 Mk. 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Der Voranschlag der Gemeinde Steinbach für 1905 liegt Jom 10. d. Mts. ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten aus dem Bürgermeisterei-Burean dahier offen. Steinbach, am 6. Dezember 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. K. 64/04. Donnerstag d.5.Jan.M, nachmittags 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dein Qlamen des August Hoimann in Gießen uub dessen Kinder stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/1254,7 — 371 qm Hosraite in der Wetzsteingasse, l/1255,i — 33 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 24. November 1904. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Gros. B24/u Offenbacher Kaiser Friedrich Quelle vollwertiger Ersatz für FachinSerWasser Vertreter: Jean Weisel, Sonnenstiässe G. Bekanntmachung. Der Voranschlag der isr. Neligionsgcmeinde Gießen für bas Rechnungsjahr 1905 liegt acht Tage zur Einsicht auf dem Bureau des Unterzeichneten offen. Gießen, den 7. Dezember 1904. Der Vorstand der israel. Religionsgemeinde Gießen. S. Heichelheim. B8/12 für 2 gute Teller Suppe. In den verschiedensten Sorten stets frisch erhältlich bei Georg Adami, Frankfurter Straße 9. sondern lediglich mit einem selten anzutrefsenden, vorzüglich ausgebildeten Nachahmungsvermvgeu zu tun, und wenn sich der Betreffende in dieser Wallenstein'jchen Wachtmeister- Pose gefällt, so ist weder über den Geschmack, noch über das Riesenfüllhorn seiner eigenen Ideen zu streiten. Gebrüder Berdux Wenn nun von Seiten eines hiesigen Lndeninhabers unsere Bezeichnung nicht nur übernommen, sondern auch einem billigeren Diehl beigelegt wird, wodurch naturgemäß das Publikum irre geführt werden muß, so hat es das Publikum selbstverständlich nicht mit unserer hervorragenden hiesigen Platze allein führen wie seit 5 Jahren zu nachstehenden Preisen verkaufen: Diamantmehl (hochfeinstes Konscktmehl) Pfd. 90 Psg. (ä 18 Pfg.) — 10 Psd. 1.75 Mk. 25 Pfd.-Säckchen 4.25 Mk. (ä 17 Pfg.) Balling-Wage. Ohne Federn! Ohne Gewichte! Absolut zuverlässig! Wiegefähigkeit von 5 g bis 10 kg Glänzende Anerkennungen! Preis Mk. 10.50. A. Hammer, Giessen Bismarckstrasse 40. 8686 v. Keusch-Kyurmglsche Ataatslotterie Ziehung I. Klasse. (2. Tag.) 7. Dejemder m Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 67 Mark gezsgen. lOhne Gewähr.) 147 94 234 52 88 94 316 477 506 778 857 980 1256 304 7 404 70 79 605 20 30 89 702 926 39 88 [400] 2012 95 205 11 362 445 615 29 775 83 835 53 920 8170 269 407 22 27 84 664 705 850 979 4092 99 380 413 21 26 615 42 59 83 700 42 861 983 ___ M , 5076 95 332 35 62 445 80 520 77 618 45 88 84 908 6081 90 144 237 49 72 74 355 419 559 693 874 911 42 43 7042 293 862 605 45 752 78 98 857 96 900 91 99 8003 21 67 258 376 540 [200] 674 749 54 [100] 925 9003 363 470 79 537 70 628 91 733 43 891 940 71 10009 [1001 110 22 62 212 49 343 423 88 [100] 505 27 28 87 98 023 26 39 73 734 52 75 76 883 11015 196 206 29 387 465 77 557 608 46 749 961 12189 96 224 40 54 64 97 468 532 659 99 717 852 97 928 13195 226 831 70 92 436 53 69 562 642 49 69 92 729 803 89 908 14013 44 74 114 31 64 74 254 306 16 82 438 89 516 28 31 53 601 9H 717 85 818 45 15093 102 [100] 18 62 220 34 409 600 34 736 821 937 16032 108 25 41 208 326 61 79 1100] 436 43 98 515 610 30 902 17045 120 37 63 67 74 234 51 [100] 85 90 421 56 539 59 626 68 845 900 18031 50 51 289 352 490 539 41 45 647 716 845 63 68 917 18 23 89 19011 13 87 140 204 28 330 86 422 58 60 73 80 518 82 654 81 82 785 825 ( 20001 84 183 248 96 308 445 52 580 677 784 62 70 76 802 906 2 1216 343 46 434 61 578 80 602 45 81 711 16 92 814 67 2 2033 161 210 46 1100] 427 [1001 36 53 667 916 46 23086 125 75 445 76 86 509 20 29 655 97 723 48 56 (1001 97 873 92 941 55 86 24105 81 314 19 424 76 522 86 95 729 72 836 930 25066 87 146 92 377 622 98 745 SS 74 951 83 26158 [100] 212 23 82 52 68 397 464 553 608 39 51 724 883 27090 101 99 291 363 536 60 686 776 909 28060 91 100 413 53 87 563 92 97 622 762 [100] 85 94 800 940 92 29002 151 64 81 202 9 20 45 88 346 74 501 81 604 48 708 41 876 900 14 81 30029 186 264 428 87 544 50 90 727 802 976 81031 45 117 23 [25 000] 48 353 431 89 635 58 77 88 793 968 83 88 32019 89 111 45 48 395 499 806 10 62 917 56 3 3069 106 65 296 836 43 532 61 71 [100] 604 747 842 987 34003 21 42 154 229 53 91 380 513 656 59 72 734 914 85054 111 31 82 63 220 812 36 51 55 415 30 545 856 919 48 36026 44 165 78 218 64 74 77 80 301 33 92 416 77 596 607 78 706 [1001 879 66 37059 75 222 44 305 89 406 9 39 61 69 588 609 77 88 773 826 76 905 69 91 38071 216 40 58 320 72 415 64 547 64 68 70 769 813 69 39006 86 92 257 76 318 21 32 71 574 78 620 93 716 802 15 911 49089 97 128 46 63 224 349 81 [100] 87 93 516 86 622 23 84 712 84 889 982 41139 381 45 542 72 658 70 81 769 806 97 956 42012 44 123 [100] 77 216 320 441 66 539 61 717 20 44 43004 81 200 19 20 60 '67 301 35 61 503 18 35 628 784 44036 51 210 [100] 20 30 450 [100] 70- 522 612 86 725 42 54 886 98 906 42 56 45002 15 86 255 [5000] 75 826 532 603 18 57 59 760 818 46009 111 202 41 99 312 22 66 435 544 45 64 751 848 47124 249 97 841 414 95 529 61 89 608 47 728 61 806 32 48268 671 707 16 26 851-53 84 87 [1001 916 62 4 9066 157 61 91 271 308 44 69 492 98 592 98 97 [100] 682 871 916 2150034 62°124 91 349 70 446 78 97 594 610 31 85 92 756 807 64 97 51052 71 146 70 281 97 360 456 584 626 35 706 26 45 54 68 71 83 809 902 20 26 [100 5 2022 194 268 372 408 508 39 606 35 89 58 89 732 60 58075 245 59 399 534 705 84 909 45 51 80 54058 139 70 251 320 54 480 81 [100] 617 33 962 93 55020 56 157 81 219 41 348 445 616 86 75 93 721 962 75 56062 140 333 468 80 96 610 35 899 909 51 59 92 5 7029 51 185 231 840 4361 524 753 58 884 [100] 901 37 44 63 5 8088 138 37 90 93 314 418 54 84 506 17 68 89 652 65 781 93 846 913 77 59016 57 186 81 473 564 66 631 65 778 96 834 942 63 60008 112 26 200 81 94 [1001 810 31 422 550 705 53 98 893 956 75 61075 161 226 327 48 455 602 56 719 38 58 76 85 94 823 42 903 6 2018 62 91 169 75 206 14 18 480 589 648 839 960 64 73 90 68014 55 163 416 547 65 685 703 823 921 52 64009 89 123 58 275 801 504 609 82 86 78 /04 650fo $85 ^97 119 387 464 509 89 696 768 71 82 813 952 54 62 66003 53 107 87 241 870 454 95 518 615 65 707 (200] 90 833 909 96 67017 23 147 336 413 98 529 93 608 84 707 818 918 68129 47 [100] 826 72 407 531 607 914 69017 113 209 12 70 72 384 659 717 868 79 70047 225 91 402 24 533 90 94 619 [100] 64 72 708 12 18 20 62 823 52 83 877 71037 115 62 69 92 97 231 74 373 505 22 26 33 61 608; 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