• i joit LLlage 7 bn * * A t selpfad. n burger ■ Seefisch- ilung «e :h Nacht r*plwnf «2. Gerung. n1.7, ^temoe; Uhr füllen c ^tevsroesn “^tn oon Sch, "'■W.toei» mehrere 3*5 Sofas, __ ^andmeisier lHfl; Nv. 211 •rl^tiet tilgltch außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Lettischen Landwirt ine Slevener ZamUten» Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ver- lag der Brühl'schen Nnwers.-Buch-u. Stein* brudereL 8L Lang«, üebafttxm, Lrpedttis« und Druckerei: Schnlft-ab- t Vdreffe für Depeschen: Anzeiger Gtehe». FernsprechanschlußNr 61 WMMMMM Erstes Blatt. Donnerstag 8. September 1904 154. Jahrgang O ve-«g»p»ei-: v jSv7 'M monatlich 7bM^ viertel- Gietzener Anzeiger w General-Anzeiger LLZM Amts- und Anzeigeblatt fiir den Ureis Gietzen WK —. ——— __ zeigenteil: Hans Beck. nischer Seite dem Landkriege beizirwvhnen, soll telegraphisch Befehl erhalten haben, zurückzuLhren, und zwar mit Rücksicht darauf, daß auch Prinz Friedrich Leopold aus russischer Seite nicht cm dem Feldzug teilnehmen wird. Verwundete. Paris, 7. 'Sept. „Petit Parifien" berichtet aus Petersburg, daß in den Hospitälern des Roten Kreuzes z. Z. 28 000 Verwundete verpflegt werden. Niutschwang 7. Sept. Em russisches Hvspitalschiff ist hier eingetroffen. Die heutige Mummer umfaßt 8 Seiten. Aer Krieg zwischen Japan uud Mußland. Zur Lagt. Richt nur drei oder vier Tage üst bei L i a uj an g gefochten worden, sondern — zehn Tage hindurch, aber ohne Entscheidung. Kuropatkin hat die Stellungen geräumt, da es nicht in seiner Absicht lag, hier mit ungenügenden Kräften eine große entscheidende Schlacht durchzufechten. Diese stark und mehrfach betonte Ansichst hat volle Bestätigung durch einen vom 9. August datierten Bericht des Obersten Gädke gefunden, den das „Berl. Tgbl." auf den Kriegsschauplatz entsandt hat, und dessen Meldungen zwar später als die bekannten Sensationsenten eintreffen, dafür aber zuverlässig sind und die Verhältnisse richtig auffassen und schildern. Gädke schreibt, wie schon vorher auch, ganz klar und deutlich daß es nicht in der Absicht Kuropatkins liege, eine große Schlacht schon bei Liaujang zu schlagen, und zwar schreibt er das am 9. August, drei Wochen vor dem Zusammenstoß, und Kuropatkin hat genau nach seinem Plan gehandelt, konnte ihn auch durchführen. Zeitungsstrategen sagen jetzt: „Jentai ist das neue Liau- jang", also das zweite oder vielmehr das dritte Sedan; aber Kuroki mußte dort wider Erwarten, vier Tage mit den Russen kämpfen, und diese konnten schließlich gemächlich gen Mulden oder Tieling ziehen. Von Liaujang bis Chardin sind rund 300 Kilometer. Es wird sonach noch hübsch Zeit vergehen, bis man von einer Schlacht bei Charbin hört. , Japanischevseits wird behauptet, daß die Japaner bei Liaujang altes in allem nur 160 000 Mann stark gewesen seien. Die Russen mögen einige 10 000 schwächer gewesen sein. Es ist doch ein Unding, zu glauben, daß Kuropatkin zu Liaujang alle die Trrrppen, die für ihn nach Ostasien abgegangen sind, versammelt hätte, und solche Rech? nun gen entbehren der Richtigkeit. Wenn Deutschland auch vier oder fünf Millionen Soldaten auf die Beine bringen kann, so folgt doch daraus nicht, daß es damit auf einer Straße marschiert und sie auf einen Punkt dirigiert. Für Sie Japaner handelt es sich nun darum, die drei oder vier Armeen, die zu Liaujang vereint sind, wieder auseinander ü bringen, denn vereinigt sind Groß ' Massen zu schwer- ällig und zu schwer zu ernähren, und wenn sie vereint auch noch nachdrängen, so müssen sie für weitere Operationen doch wieder auseinander und bei ihrer immer weiter gehenden Entfernung von ihrer Basis — der Heimat oder auch der See wird ihre Versorgung von Tag zu Tag schwieriger, während die Russen sich ihren Magazinen wie ihrer Basis — Charbin — vorläufig nähern. — 'Mulden wird geräumt. Sehr bemerkenswert sind folgende Meldungen: , Tokio, 7. Sept. (Reuter.) Der Kaiser richtete an die Armee eine Boischaft, in der er sie zu dem glänzenden Siege b-eglückwünscht, der angesichts der stuchtbaren Schwierigkeiten errungen wurde. Tas Ende des Krieges liege in weiter Ferne; die Truppen sollten fortfcchren, gchulbig die Mühen zu ertragen. Tokio, 6. Sept. (Reuter.) General Kuroki stieß bei Jentai auf so hartnäckigen Widerstand, daß er ihn erst nach viertäggigem Kampfe brechen konnte. Ties erklärt die Tatsache, daß der Rückzug der Russen nach Mukden Möglich war. London, 7. Sept. „Tailff Mail" berichtet aus Riutschwang am 6. Sept, daß die Russen sich unter Vermeidung von Wufbcn hauptsächlich au t Tieling zurü ckzu zi e h en beabsichtigten. — Am 6. d. M. trafen hier acht Truppentrans- sarte ein, die sofort mit der Bahn nach Liaujang weitergingen. Paris 7. Sept. Racy einer Depesche aus Petersburg läßt ^er Statthalter Alexejew bei Tieling, 70 Werst nördlich ?on Mukden, das natürliche Vorteile bietet, Terrain be- ! e st i ge n , um an der Spiye der Mukdener Garnison und etwaiger Verstärkungen aus Wladiwostok gemeinsam mit der erwarteten Armee Kuropatkins den Marsch der Japaner nach Eharbin aufzuhalten. Petersburg 7. Sept. Ern Telegramm des Generals kuropatkin an den Zaren vom 5. d. M. besagt: Wir lingen mit unserer Armee nach Norden. Wir sind der Ge- "ahr entgangen , welche uns die Japaner durch eine Um* Ziehung bereiten wollten. Ten ganzen Tag über unterhielten die ^npaner eine Kanonade, aber ohne Erfolg. Wir haben etwa '00 Mann v erlo re n. .— Kuropatkin berichtet weiter, daß der ' ' c “ y? $c * ^Eischen Armee in bester Ordnung und ohne rede fahr vor sich geht. Admiral Lianwnen meldet, daß wer wpamsche Schrffe in den Gewässern in der Nähe der Insel Sachalin gesehen worden sind. 7- Sept. Heute ist ein ausführliches Bericht Les arschatls Oyama eingegangen, der heute abend weröffentlicht wurde und einen Ueberblick über die zehu- itäqigen Kümpfe vom 24. August bis 4. September ergibt. Es beißt in dem Bericht: Di e Russen h akten im m er noch bie Steinkohle wgrub'en bei Je-n'tai be- petzt. Es wird dort höchstwahrscheinlich zur Schlacht kommen. Die Gruben von Jentai sind die einzigen Steinkohlen- rrufon in der Mandschurei, ihr Besitz ist deshalb eine Frage on vitaler Bedeutung fiw die Russen mit Rücksicht auf den Eisenbahnbetrieb. Ein Teil der russischen Truppen? Pält Jungschuism'u im Süden von Jentai immer m och besetzt. Kurokis Streitkrcffte stehen in enger Fühl- u ng mit dem Feinde. Der linke Flügel und das Zentrum d;er Japaner haben auf dem linken Itfer des Taitseflnfses' alt gemacht. Oyama beabsichtigt, einen Teil dieser Trup- p.en ,ur Besetzung der nördlich von Muchang gelegenen'^ Then ',u entsenden und längs der Eiscmbähn vorMrücken. ilropatki'u hat alle Brücken, auch die Eisenbahubrücken, :6er bet Taitse Der!) rannt. Ueber die Verlu ste der o p a u e r seit dem 25. August heißt es in dem Bericht -eiter■ Es können keine genauen Zahlenangab'eil gemacht vrbeit, da sie noch nicht festgestellt wurden; sie dürften .lht s chwer smn. Auch vou Ke-n^oMme u-vn russischen Geschützen wird von Ovama nichts berichtet. Es ist jedoch bekannt, daß 16 T0 Ctm-Canet-Geschütze bei Anpmg und Anschantschmr erbeutet wurden. Die Truppen, sagt Oyama weiter, sind in vortrefflicher Stimmung, trotzdem sie 10 Tage hindurch beständige, mit vielen Opfern verbundene Angriffe gegen den Feind zu machen hatten, der die Befestigungswerke besetzt hielt, die fast permanent waren. Kuropatkin erhielt bis zum 30. August fort- während Verstärkungen und verfügte schließlich Mindestens über 12 volle Divisionen ; seine Verluste sind nicht bekannt. Kuroki stieß auf den Höhen westlich von Heijingtai auf verzweifelten Widerstand und erst nach viertägigem anhaltendem wilden Kampfe gelang es ihm, die Russen aus ihren Stellungen zu vertreiben. Es ist klar, daß die Hartnäckigkeit des Widerstandes' der Russen an dieser Stelle die russische Rückzugslinie offen hielt und so eine vernichtende Niederlage abwendete. Petersburg 7. Sept. Ter Vormarsch der Japaner auf Mu kden gestaltet sich äußerst schwierig. Sämtliche Flüsse sind infolge der anhaltenden Regengüsse aus ihren Ufern getreten, .wodurch das Ueberschreiten mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Zwischen den Truppen Kurokis und den Russen hat gestern ein Artilleriekampf stattgefunden. Die Avantgarde Kurokis befindet sich 7 Werst von Mukden; sie hatte ein schweres Gefecht mit drei Divisionen Kuropatkins. Mau glaubt, daß Kurokiv Streitmacht zurückgewiesen wurde. Trotz alledem aber jubelt man und feiert man in Tokio. Tokio, 7. Sept. (Reuter.) Die Bevölkerung feiert immer noch den Sieg vou Liaujang. Man beschäftigt sich aber sehr mit den Bewegungen Kurokis seit Sonntag. Es heißt, daß die Japaner trotz des verheerenden Feuers in Liaujang außerordentlich grofce Massen Vorräte itnb Munition erbeuteten. Bedenklich für die Russen klingen folgende Meldungen: Mukden, .6. Sept. (Reuter.) Ein Teil der russischen Armee, die si dem gelben Meer und denr Pctschili-Golf abgedampft, um dort Rachforschtlngen nach' dem deutschen Militär-Attache in Port Arthur, dem Kapitcmleutnant v. Gilgenheimb anzustellen. Korea. London, 7. Sept. Der hiesige koreanische Geschäftsträger erklärte gegenüber dem' Vertreter des Reuterschen Bureaus die Annahme, daß das Mkommen zwischen Korea und Japan ein ^apani'sches Protektorat über Korea bedeute, durchmts fftr u n^er'L chft fer ttzHt. Korea habe einen fremdländischen flnanziellen Berater habeft mimen, aber darin habe nichts neues gelegen und die Erneumm^, eines diplonratischen Beraters sei nicht anders anz-nsehen. KriegS-oll. R e w y o r k, 7. Sept. Aus Takvtna (Mlsiingtml) wird gemeldet, daß die dortigen Exporteure die Mitteilung erhielten, von Riehl, das nach japcmrischen Häsen gobruchtz werde, werde ein Kriegszoll von 10 Cents für den Sack erhoben. dttcht nach Asten. Brüssel, 7. Sept. Hier verlautet, Prinz Karl von Hohenzo llevn, dec vor einiger Zeit aus Detttsch^ Imtb, ab gereist ist, uvm im Auftrage des Kaisers ans japar Deutsches Reich. Berlin, 7. Sept. Man meldet aus Helgoland: Bei der Ankunft des Kaisers fand eine Flottenparade statt. Alsdann ging der Kaiser mit dem ^Kaiser Wilbelm" und der hier verankert gewesenen Flotte dem als Feind markierten, aus der Elbe kommenden zweiten Geschwader entgegen. Nach zweistündigem Gefechtsmanöver, in welchem das vom Kaiser geführte erste Geschwader anscheinend das zweite Geschwader westwärts drängte, ist jetzt die gesamte Flotte südwestlich Helgolands in Sichtweite. — Hiesige Blätter bringen die Nachricht, daß der Staatssekretär des Reichspostamts dem Prediger D. Wallfisch für seine Agitation zur Bekämpfung der Sozial-^ demokratie Portofreiheit zugestanden habe. Nach.' Informationen der ^Nordd. Allg. 3tg/ ist diese Angabe/ unrichtig. — Die Konferenz, zu der Minister v. Budde die Vertreter der Studiengesellschaft für elektrische Schnell- fahrten und andere Eisenbahntechniker eingeladen hat, wird dem Vernehmen nach im Oktober stattfinden. Wilhelmshaven, 7. Sept. Zu dem heutigen 25jährigen Jubiläum des Vermessungsfahrzeuges „Hyäne" sandte der Kaiser folgende Depesche: An dem heutigen Tage, an welchem vor 25 Jahren durch mein Spezialfchiff „Hyäne" zum ersten Male Flagge imb Komin an doz eichen gesetzt worden sind, entbiete ich den Offtziererr und Mannschaften dieses Schiffes meinen kaiserlichen Gruß mit dem Wunsche, daß das bewährte Schiff weiterhin glücklich fahren und erfolgreich seinen Dienst versehen möge. Altona, an Bord meiner Pacht „Hohenzollem", L September 1904. Wilhelm, I. R. Bremen, 7. Sept. Dem Senat iß heute nachstehendes Schreiben des Kaisers zugegangen: Um den Begehungen, in welchen das 1. Hanseatische. Infanterie-Regiment Nr. 75 zu der Freien Hanfestadtz Bremen steht, deutlichen Ausdruck zu geben, habe ich anläßlich der. heute vor mir stattgehabten Parade des 9. Arn«ekorys bestimmt, daß das Negiment fortan den Namen Bremen in Benennung führen imd deshalb Infanterie-Regiment Bremen (1. Hanseatisches) Nr. 75 heißen soll. Indem ich dem Senat hiervon KennMis gebe, benutze ich gern diese Gelegenheit, nm der Freien Stadt die Fort-^ dauer meiner ihr gewidmeten wohlwollenden Gesinnungen zu versichern. Altona, an Boib meiner Pacht ^Hohenzollern". 5 Septbr. 1904. gez. Wilhelm E. An den Senat der Freien Hanseftadt Bremen. Dresden, 7. Sept. König Georg liegt zwar bet Jagd ob, doch besteht, nachdem die asthmatischen Be-i sch werden fast ganz beseitigt sind, das Hauptleiden, die schwere Arterienverkalkung, weiter. Eine Folgeerscheinung ist eine neuerdings aufgetretene Wadenschwellung, mit großer Schwäche in den Beinen verbunden. Der König muß auf der Jagd nach dem Stand getragen werden. Ausland. London, 7. Sept. Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, fand zwischen den regulären Truppen der Republik Urugay und den Rebellen eine dreitägige Schlacht statt, in der 2000 Insurgenten getötet und 4000 verwundet wurden. Paris, 7. Sept. Gestern drang in Charenton ein junger Mann in die Kirche ein, bestieg die Kanzel und hielt eine anarchistische Ansprache. Der Mann wurde von der herbeigerufenen Polizei fest genommen und nach dem Polizeibureau gebracht. Genf, 7. Sept. Der Rat der revolutionären armenischen Kontftees hat heute folgende Depesche an die Minister der Auswärtigen Angelegenheiten der Signatarmächtc des Berliner Vertrages gerichtet: Die türkische Re gierung bat die Mobilisierung des vierten Armeekorps iw Ersinghian angeordnet und sie wird unter dem Vorwande, den Ausstand zu unterdrücken, zu neuen Metzeleien' schreiten. Die revolutionären Armenier verlangen durchaus nicht, daß man sie schone, aber sie haben das Recht zu verlangen, daß die türkische Regienurg bei ihrem Kampfe gegen die armenische Bewegung nicht ihre -unmenschlichen 'Angriffe gegen unschuldige Wesen richtet, Männer, Frauen und Kinder. Andernfalls würde die revolutiö^are Partei genötigt sein, zu extremen Maßregeln zu greifen deren sie sich Oetzt enthält. Wrr hoffdn, daß die Diplom^e durch cfne wirksame Intervention endlich die Sichcrh^k der friedlichen Bevölkerung garantieren wird. Budcrpe-ft, 7. Sept. In der Sitzung des internationalen Genossen-schaf'dsk'Ugrefses hielt Graf Borquignp einen Vortrag über die Pfs^en des Staates gegenüber den si^iwistmchaften. Der Reffst rrfäfte den Beschllchantrag ein, daß die Gew sienjchaftcn 1 allen Ländern aus eine wohlwollende Haltung der äffen ' >che>Besibrdew cm Anrecht haben und daß, wo d^e SwalSrmtcrstü^Ü -nr Wicklung der Genossenschaften unerläßlich, diese nur in mäßigen Schranken zu boftvn ist und niemals die Sclbftucnvnltung der Genossenschaften beeinträchtigen darf. Dr. Alberti-Deutschland beantragte, die StaatShilse a limine abzulehnen, desgleichen Dr. Karl Wolff-Hermanstadt. Nachdem anberc für znehr oder minder beschränkte StaatShilfe cingetreten, beantragte Dr. Crueger-Dentschland die Streichung des auf Staatsdüfe bezüglichen PimkteS. Auf Ersuchen deS Grafen Karolyi, von deffen Anrendement im Interesse der Einigkeit abznstehen, meint Cmeger, man möge die Frage der Staatshilfe in der Cchlvebe lassen oder ohne Beschluß zur TageS- orbmutg übergehen. Bei der Abstimmung rmterlagen die Agrarier, da der Antrag ErncgerS nuf Uebergang zur Tagesordnung anc^normnen wurde. Kapstadt, 7. Sept. Alt der Meldung von englischer Seite, daß zu Spelonker im ZoutpanSberge ein Goldschatz von xj4 Million Pfund aufgefunden worden sei, bemerk die ^Zmd-Afnkaansbe Posf: .Vermutlich hat man cS ->ier mit Stabgold (ungeprägtem) zu tun, das zur Zeit der Befetzimg von Prcttoria noch in den Händen von Beamten war, die mit der Neberführimg deS Schatzes von Middelburg nach Machadadorp zur Regierung betraut waren. Diese Bc- amlen fürchteten wohl, er könnte den Engländern, welche die Straße von Pcätoria nach Middelburg besetzt hatten, in die Hände fallen, und find deshalb wohl nach Norden abgewichen. Von einer der Expeditionen, die zum Auffuchen deS Schatzes abgefandt worden war, wurde der Hinweis gegeben, daß ein gewisser van Riekerk deshalb durch Swaots ermordet worden sei. Der letztere wurde aufgchängt, obwohl er sich bis zuletzt für unschuldig erklärte. * Der AufLand in Amtsch-SüdweSafrrLa. Der ^SeiL LoL-Anz." mclbet aii5 Swakopnnmd: Hendrig *3itb ot forderte all e seine Kriegsleute auf, den Deutschen treu &u bleiben. WLe uns vour Kriegsscl>auplatze von Deutsckssüdwest- ufifRi von befreundeter Seite aus mitgeteilt wird, haben die borfljin in großer Anzahl mitgenommenen Kriegs- Hunde die Seefahrt glücklich überstanden und sich als Melde-, Schutz- und Wachhunde, sonne auch als Spürhunde zum Suchen verstockt liegender Verwundeter bisher sehr gut bewährt, desgl. auch deren auf höhere Benmndung .erfolgte Fütterung^auf hoher See und in Feindesland, wo -es unseren tncrnifcigeu Kriegskanreraden ebenfalls sehr häufig an Nattrrfutter fehlt Die Kriegshunde gewöhnen sich bald an afrikanssches Klima uub ertragen gleich unseren braunen Südwestafrikanern standhaft die bei ihrer Verwendung durch daS dortige bergige und gcbüjchreiche Terrain sich ihnen bietenden großen, ungewöhnlichen Hindernisse. Ans Stadt und Lund. Gießen, den 8. September 1904. L. U. Promotionen. Im Monat August 19 04 wurden an der LandeS-Universität promoviert: Zum Dr. med : Wilhelm Bosseljoon, cwprobietter Arzt ouS Goch, Paul Schneider, approbierter Arzt auS Gerlingen, Adott Weyl, approbierter Arzt auS Battenberg, Karl Zang, approbierter Arzt au§ Friedberg, Arnold Wegener, approbierter Arzt ans Frankfurt a. M., Wilhelm Vossen, approbierter Arzt anS Düsseldorf, Georg Offensperqer, approbierter Arzt anS Vilsbiburg. Zum Dr. med. vet.: Rudolf Sanger, Tierarzt auS Schleswig. Zum Dr. phil.: Alben Klein, LehramLaffeffor auS Alsfeld, Julius Richter, Lehramtsakzeffist aus Darmstadt, Isidor Bleich rode, Prediger aus Stettin, Michael Frank, cand. ehern, aus Schwetzingen. Zum 50jährigen Doktorjubiläum wurde erneuert das Diplom als Doktor der Medizin dem Geh. Medizinalrat Dr. Adolf Weber in Darmstadt. — An den Herbstmanövern der 25. Division in Oberhessen werden, wie uns ein Drahtbericht auS Darmstadt meldet, Prinz Ludwig von Battenberg, sowiePrinz As-^d^e-s v-on Griechenland nebst Gemahlin teilnehmen und vom 15. ds. Mts. ab in Schloß Romrod Wohnung nehmen. — Oeffentliche Lesehalle. Im Arrguft wurden 1921 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Sitteratur 1085, Zeitschriften 316, Jugendschriften 246, Versdichtungen 28, Litteraturgeschichte 5, Länder- und Völkerkunde 23, Kulturgeschichte 8, Geschichte und Biographien 74, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Technologie 77, Seewesen 13, Landwirtschaft 4, Gesundheitslehre 5, Religion und Philosophie 5, Staatswiffenschaft 6, Sprachwissenschaft 4, Fremdsprachliches 11 Bände. Nach auswärts kamen 39 Bände. * * Silberne Hoch zeit feierte gestern Bureauvorsteher Louis Noll mit Frau im Kreise seiner Verwandten; zahlreiche Glückwünsche und Geschenke wurden dem Paare dargebracht • * Besitzwechsel. Jul. Ruckstuhl und Alfred Fr ö h- lich, welche s. Zt. das Hotel ^zum Rappen" kauften und daraus zwei Hofraiten machten, von denen sie die eine an den Wirt Mauser verkauften, veräußerten gestern auch das zweite Haus für 38 000 Mk. an den Spenglermeister Rudolf A ö d i g e r. * * Der Hessische Laubes g e h>erbe b er ein hat fm abgelaufenen Achre sich durch drei -ÜrjSgeivtrbebereüte und neue Handwerck^rschulen vermehrt: das'Bedürfnis nach gründlicher beruflicher Ausbildung wächst und mit feiner Befriedigung gewinnt der ernhenckssche Gew^vbestand von Jahr zu Jahr an fortschreitender Leistungsfähigkeit. Die dem Lande sgewerbevevein unterstehenden Schuten teilen sich in 16 Anstalten mit vollem Tagesuwterrirlst lBaugewerk-, und Gewerbeschulen, eine Schnitzerei- und eine Webschule) und in 112 Handwerkev-Sonntags-Zeichen- schuten, wovon 42 mit Fortbildungsschulen verbunden sind. — Kle n -Linden, 8. Sept. Bei der gestrigen Bürgerin e iß erwah l wurde bei ca. 310 Wahlberechtigten ber seitherige Bürgermeister Schaum mit 153 Stimmen wiedergewählt. L Daubri ngen, 8. Sept Bei der am Montag dem 5. k. Mts. stottgehabten Burgermeisterwahl wurde der sercherige Bürgsrmeister Walter einstimmig wiedergewählt. Bürgermeister Walter steht im 51. Lebensjahre und begleitet se m Amt schon 18 Jahre fang. c. Rut rershausen, 7. Sept. Unter sehr reger Be- reckigung fexnb heute hier Gemeinderatswahl statt. Wiedergewählt nuirben Gärtner Ludwig Becker IV., Land- roirt Heinrich MooS; neu gewählt Hüttenarbeiter Friedrich Krämer. (••) Snnggönß, 8. Sept. Bei der gestrigen Gemeinberat S w a h l wurden gewählt: Johannes Wagner IX. JohS. Heinr. Henrich unb Konrad JohS. Brückel. w. Nidda, 7. Sept. Für die am 25. d. M. hier statt Inticnbc Hauptverfammlun g des hessischen Lande s-- e N' e r b e v e r e i n s, verbunden mit einer Ausstellung von Schillerarbeiten der getverblichen Unterrichtsanstalten von Oberhessen hat sich ein Komitee gebildet, welches besondere Deranstalttmgen geplant hat und Dorbrreitet. Die Haupt Verhandlung wird tiorniittagS hall^ 11 Uhr beginnen: nach dem gerne infamen Festessen wird ein Spaziergang nach Bad Salzlmnseu gemacht werden. Die Ausstellung wird in allen Räumen des SchnlbmtseS gehalten werden. G. Bingenheim, 7. Sept. Die 2. Mteilung des 27. Feldartillene Regiments, von lvclchcr die 4. Batterie' am 26. Llngust in unfctvnt Ort in Quartter lag, hat an änrtliche Orte des Kreises Büdingen, in denen sie ein (ruartkrt war, besonders aber unserer Gemeinde und der (Stonciiibe Blofeld ihren Dank für die vortreffliche Ver- iflegnng von Mannschaft und Pferden aus prccl>en lassen. g. 93 ü Dingen, 7. Sept. Ein Mißg eschick, das der Komik nicht entbehrt, tvidcrsuhr am Montag vier Mitgliedern deS hiesigen Schützenvereins. Die Herren batten Sonntags und Montags dem Laubacher Sck)ützeri.sest beigetoobnt und eine stattliche Anzahl Preise und Ehrenweise, unter denen sich auch in kostbares Weinservice und tnberc zerbrechlickv Gegenstände befanden, erntngen. Ta ie den letzten in Lmibach abgehenden Zug verspäteten, nahmen sie sich einen Wagen, nm noch recht,zeittg in Hungen den Zug nad) Büdingen zu erreichen. Kurz vor Hungen scheuten die Pferde unb warfen den Wagen um. Scknltzen rmd Preise flogen auf die Straße: erstere zum CSIüd ohne Sckmden zu nehmen. Ehrenvreise und Preise aber waren total in Trümmer gegangen. Tiefbetrübt setzten die Herren ihren Weg zu Fuß fort. Dieburg, 6. Sept. Auf eigentümliche Weise rettete der 9 jährige Volksschüler P. Gandolf von hier vorgestern ein kleines Kind vom stcheren Tode. AuS dem zweiten Stock eines in der Eulergasse gelegenen Wohnhauses war ein 2 Jahre altes Mädchen auS dem Fenster gestürmt. Ter genannte Knabe, der gerade vorbeigehen wollte, bemerkte dies rechtzeitig und sprang sofott hinzu. Mit den auSgebreiteten Annen sing er das Kind auf. Obwohl er von der Wucht elbst zu Boden stürzte, blieben doch er und das Kind vor weiterem Schaden bewahtt. 8. Bingen, 7. Sept. Am Samstag tagte im Sveise- aal deS Bahnhofs Bingen eine Versammlung der Eisen- radnwerkmeister. Mitglieder aus Köln, Nippes, Düsseldorf, Oppum, Gießen, Frankfurt, Mainz, Darmstadt, Stollberg, Wanne, Hersfeld, Metz, Cablau, T't'ontignr), Straßburg usw. hatten sich eingefunden. Nach dem Mittagessen wurde ein gemeinschaftlicher Ausflug nach RüdeSheim und dem Niederwalddenkmal unternommen. Um 2 Uhr war die Versammlung beendet. WormS, 7. Sept. In nichtöffentlicher Sitzung der Stadtverordneten wurde einstimmig beschlossen, den Oberlehrer Schmeel-Darmstadt zur Uebertragung der Stelle des Schulinspektors der hiesigen Volksschulen (an Stelle des nach Büdingen versetzten früheren Schulinspektors Scherer) dem Ministerium in Vorschlag zu bringen. WormS, 7. Sept. Wie sich die »AugSb. Postzeitung^ auS Oberstdorf im Allgäu schreiben läßt, hat Freih. v. Heyl in den letzten drei Jahren tatsächlich das ganze früher elf Hausnummern zahlende, 1150 Meter über dem Meer gelegene Dörfchen Ger'truben nebst Teilen der Gemarkung Spielmannsau angekauft. Der Käufer beabstchtigt, aus diesem reichlich 3000 Hektar umfassenden Grundbesitz ein Freiherrlich Heyl zu HerrnSheimfches Familiensidei- kommiß ^Gerstruben^ zu errich'en und hat den diesbezüglichen Antrag bereits beim Kgl. OberlandeSgericht Augsburg gestellt. Damit hat, wie das Augsburger Blatt beifügt, der Freiherr die beste Gemse njagd im Allgäuer Gebirge erworben. Kleine M i t 1" i I ”: n p •• r a u s .Hessen n n d d c n Nachbarstaaten. Der deutsche Feuerwehrtag in Mainz schließt mit einem Defizit ab, das nach oberflächlicher Schätzung ca. 12 000 Mk. beträgt und wohl von der Stadt getragen werden muß. — In GaualgeSheim begann der Frühburgunderherbst bereits heute (Donnerstag). Die Schulen sind wahrend der Dauer deS Herbstes geschlossen. )( ftri ebnerer, 7. Sevr. Da es jeftt in der Automobil-' brancye an tbeorctifcb cusgebildeten Ingenieuren fehlt, welcher Mangel bekanntlich nid'f durch die sogenannten Ioh^erschiflen, loeiche jetzt in Berlin, sowie auch an einigen technischen Schulen eingerichtet find, gehoben werden kann, so ist ietzt an der (He* wettbe-Akadem«ie ^ri-pdberg nach dem Beispiel der tech- nisckxm Hochschulen ein Kolleg über den m-o dern en Auto- mobilbau eingerichtet worden. Desgleichen werden dort, den Bedürfnissen der Neuzeit entsprechend, neue Vorträge über Be- retfymmg und Konstruttion der Dampfturbinen gelallten. Zur Lage der Landwirtschaft. schreibt Dr. Jastrvw in seiner „Arbeitsmarkt-Korr.": Wenn auch bei steigenden Getreidepreiisen durch den Verkauf des Getreides größere Ernnabmen erzielt werden, so ist doch auch bestimmt mit erhöhten Ausgaben während der nächsten Betriebsperiode &u rechnen. Mit einer ausgssvrl.>chenen Futternot ist allerdings nur in relativ eng begrenzten Gebieten zu rechnen, aber von der starken Steigerung der Futtermittelpreise wird die gesamte Latrdwittstdast betroffen. Fast in allen größeren Wirtschaften müssen bei dem schwachen Ertrag von Nauhfutterstofsen, von Wurzeln, Knollen, Grün- und Sauer- futter, ferner bei den höheren Mais preisen andere Futtermittel in viel stärkeren Mengen binzugekaust werden als im Vorjahr. Der Begehr narb den Rückständen der Oelfabrikation. der Müllerei, Spiritt'sbre-nnerei, der Brauerei und Stärkefabrikatton ■ ist schon jetzt so lürtig der Schm- unterricht in einem alten Kuh-stall abgehatten, da eüi 0^ Sport. Telephonischer Kursbericht, F- miktwrt a *>.. 8. September. 3Vfi% Reiohsanleihe 103.10 8% Mexikaner 30/n do. S Tendene: ruhig. 2(1) 1 (1) 1 (1) 1 2(1) 1 KD 1(D Kl) 1 80.80 102.15 8SUS5 100.00 Es starben an: Tuberkulose der Lungen Tuberkulose des Darmes 209.70 21840 4^1/n Chinesen . . Electric. Sctbuckort . Nordd. Lloyd . . Kreditaktion . . . Diskonfo-Komniandü. Darm 8t&d ter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Haudeissfea. Oesterr. Staatsbahn . Lembtirder. , , , Gotthard bahn . . , Kirchliche MchrWen. Israelitische ReligionSgemeinde. . 90.30 . UG.70 . 104 20 . 204.40 . TOI.00 . 143.00 . 155.00 . 101.10 . 187.20 . 18.00 Kottesdienll in der Synagoge (Südankage). S a m s t a g den 10. und Sonntag den 11. September 1904: -teujahvsfest. 1. Tag: Vorabend: 6.30 Uhr. Morgens 7.30 lkhr. Predigt nm 9 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 7.30 Uhr. Morgens 7.30 Uhr. Predigt um 9 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Festesausgang: 7.30 Uhr. Kandel und Verkehr. Dolksunrischast. Deutsche Anleihen. .Es muß wieder einmal auf die "Lfthwersällrgkeit in den Kursen der deutschen Staatspapiere hin- gewiesen wenden. Seit sieben Wochen steht der .Kurs der drei- ^ozentigen Anleihe auf 89.80, er hat noch nicht über 1/4 Prozent geschwankt, und wahrend die üb-rigen Staatspapiene mit wenigen Ausnahmen Wieden den Kursstand erreicht haben, den sie bei Ausbruch des russisch-japanischen Krieges erreicht hatten, haben die dveipro^entigen deutschen Anleihen und preußischen Konsols kaum um 1 Proz. erholt und 'sind noch über 2i/2 Prozent unter dem Stand vorn Januar. Diese Lethargie ist wirklich recht bedauerlich und kaum faßbar, umsomehr, da auch seitens der Regierung alles geschah, um einen Druck auf die Kurse zu vermeiden. ,Es kam keine neue Anleihe heraus und das Reick hat sich mit Schaßscheinen beholfen. Daß für den .Herbst und Winter eine Kurssteigerung- zu erwarten ist, kann als ausgeschlossen betrachtet werden, das liegt schon m der Natur der Verhältnisse um diese Zeit. Kurz, die dreiprozentigen deutschen und preußischen Staatspapiere genießen in Kapitalistenkreisen eine recht unerfreuliche Unbeliebtheit. Die preußische Regierung als Aktionär. Eine Angelegenheit, die nach verschiedener Richtung von weittragender prinzipieller Bedeutung ist und bei der es sich auf alle Fälle um eine erkleckliche Anzahl von Millionen handelt, kann nicht so schnell von der Tagesordnung verschwinden, zumal wenn sie noch so ungelöst ist, wie die Hiberni a- Frage. Daß die preußische Regierung den von der Dresdener Bank zusammengekauften Aktienstock zu übernehmen gedenkt, ist fraglos. Und dabei handelt es fick durchaus nicht um einen Akt der Courtoisie gegenüber der Deutschen Bank. Es liegt in ihrem eigensten Interesse, fick diesen Aktienstock zu sichern. Nun, der preuß. Landtag wird zu entscheiden Hecken ob der Staat Großaktionär wird, mit all den Wechselfällen, denen ein Aktionär mit seinem Besitz ausgesetzt fein kann. Vom Kohlenkontor. Das Kohlenkontor, das in der 1 kurzen Zeit seines Bestehens es merkwürdig verstanden hat, sich recht unpopulär zu machen, scheint auf diesem Gebiet eifrig fortfahren zu wollen. Einer Meldung der „K. V.-Z." zufolge hat es die Preise für kleine Nußkohlen erhöht. Köln, 7. Sevt. In der heutigen Aufsichtsratssitzung des Bergwerksvereins ,F r'ie d r 1 ch W i l h e l m s h ü t t e in Mülheim Muhr) wurde der Abschluß für 1903/04 vorgelegt. Aus dem Mk. 593198 betragenden Nohgewinn werden Mk. 340 000 zu Abschreibungen verwendet. Ter am 24. November stattfindenden Generalversammlung soll vorgeschlagen werden, eine Dividende von 5 Prozent zu verteilen. Hamburg 7. Sept. Mit Bezug darauf, daß der Tarifkampf zwischen der Cunard-Gesellschäft und den verbündeten festländischen und englischen Schiffahrtslinien von gewisser Seite zur Beunruhigung der 9lUionäre der Hamburg- Amerika-Li nie ausgebeutet werde, sind hiesige Blätter von der Direktion dieser Gesellschaft zu der Erklärung ermächtigt, daß ich der ans dem laufenden Geschäfte, also ganz abgesehen von den Schiffsverkäufen, erzielte Rettigensinn, ungeachtet der durch den Konkurrenzkampf erforderten. Opfer, für das gegenwärtige Jahr, soweit eine Schätzung möglich sei, bereits hoher stelle, als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Märkte. Wocherrgottesdienst: Montag morgens 5.00 Uhr; an den übrigen Tagen 5J5 Uhr, abends 6.00 Uhr. Israelitische Rcligiousgesellschaft. Gottesdienst. Freitag: morgens 5.00. amstag den 10. und Sonntag den 11. September 1904 : Neujahrsfest. 1. Tag: Vorabend: 6.30 Predigt. SamStag vormittag 6.00 Predigt. Nachmittags 4.00. 2. Tag: Vorabend 7.40. Sonntag vormittag 6.00, nachmittags 4.00. Festeüanögang 7.35. Krebs des Magens Darmkatarrh Lebensschwäche Krämpfen Emphysem Gehirnerweichung Arterioselerose Selbstmord . 101.80 100 60 . 104.30 . «‘MM NniVerfitäts-Nachrichten. . Marbu 7 Sept. Ter Privatdozent in der philo- lophsscheni Fakultät der hiesigen Universität Dr. Glagau ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden. _ — 81t etatsmäßigen Professoren an der Technischen Hochschule zu Danzig sind ernannt worden: der ordentliche Professor für .Kunstgeschichte an der Kieler Universität, Dr. Phil. Adelbert Matthaei (früher Priv a tdo zen t in Gießen) für dassewe Fach, der D6crin Italien. Rente . , 4V4 % Portugieser , . Portugiesen. . . . 1 % 0. Titrkon . . . Tüfkenloso ..... 4% Grieoh. Monopol.- Xnl. äussere Argentiner Kunst und Wissenschaft. Prag, 7. Sept. Dem Professor Karl W. Zeuger von der hiesigen böhmischen Universität ist es gelungen, Körper zu photographieren, die weder das Fernrohr noch das Mikroskop auf die Platte zu bringen vermögen. Hofrat Zeuger verwendet Kollodiumplatten .die er einem besonderen Verfahren mittels' Uranpräparaten aussetzt, und. erzielt dadurch eine Empftndlichkeit der Platten, für das Unsichtbare, .die zu den verblüffendsten Resultaten fuhren soll. Radrum. Es ist für weite Kreise von Interesse, einen allgememen Ueberblick über Radioaktivität usw. zu erhalten. Ausführliches hierüber, begleitet von Abbildungen, enthält die pchmlär-wiffenschaftliche Halbmonatschrift „Der Stein der Weifen" die auch sonst eine Fülle von technischen, naturwissenschaftlichen und gemeinnützigen Neuheiten enthält. Wir ertoämten: Die men'ftmssche Bilderschrift (nach den neuesten Forschungen, .reich rllustriertl) .Neber Sprechmaschiuen (Phonograph, Grammophon usw., 13 Bilder), Der Drthodiagraph i3 Bilder), .Seebilder (4 Abbildungen), Das Wiedererscheinen des Bishopschen Ringes (eines interessanten atmosphärischen Phänomens), schließlich allerlei Neuheiten aus der Astronomie, Medizin, Naturkunde, einen Beitrag zur Flugfrage, physikalische Forschungen, Beiträge zur Geologie usw. Alles in allem zeigt „Der Stott der Weisen" (A. Hartlebews Verlag, Wien) mit diesem reichillustrierten Hefte, dem 12.'des laufenden (17. Jahrgaugsb mrt welchem der 33. Semesterband ‘ abfckließt, seine bewährten Bvrzüge, die seine Beliebtheit und große Verbreitung rechtfertigt, to- neuerdings beswns empfohlen. Probehefte sind in jeder Buchhandlung erhältlich. Bom Kriege. London, 8. Sept. .Hiesige (unzuverkäffige) Blätter veröffentlichen Drahtungen aus MuDen, .wonach KurvpatkinS Ruckzug unter den beklagensweriesten U mständen vor sich ging. Ein Gußregen hatte die Straßen in Moraste verwandelt. Es fehlte an Ambulanzen. Die Berwundedeu mußten preis gegeben werden. Biele von ihnen starben an Hunger und Durst. Man bestirchtet den Ausbruch von Seuchen. Es verlautet, Kirropatftn gedenke entweder in Mnkden oder in Tielrng eine Schlacht anzubieten. — Aus Petersburg wird berichtet, es sei im russischen Generalstabe erklärt wmcken. haß keine Nachricht von Kuropatkm vorllege, wonach ein Teil der russischen Nachhut abgeschnitten sei. । . Paris, 8. Sept. Aus Petersburg wird telegraphiert, dast s jetzt eine Waffenruhe zwischen den beiden Armeen vorzugsweise durch die mangelhafte LebtenZm-ittel-Zufnhv während der jüngsten Gewaltmärsche ein getreten sei. KurvpcMN) sckieint ohne eigentliche formelle Abmachmg doch sicher zu fern, in den nächsten 48 Stunden nicht angegriffen zu werden. Die. eben angeordnete Mobilisierung von 100 0Q0 Mann in Kiew^ Wilna und Kasan ist Rußlands Antwort auf lKer und-hort aui- tauchende Dermittelungsvorfchläge. London, 8. Sept. Aus PeteiZburg wird telegraMertr Kuropaikin werde sein Hauptguartier in Chardin auffchlägen.,' In Mulden werde wahrscheinlich kein Widerstand geleistet werden. Die Rusfen haben in den letzten zwölf Ta^en 3200 Mann an Toten und Verwundeten verloren. Tie zweite Armee in. Wladiwostok unter Linjewitsck 'soll erst inr Mai ihre Operationen begürnen. Brenner bekam die Faust des Unteroffiziers etwa 50mal zu kosten und wurde „Mistbauer'^ gerufen, einem vierten Soldaten versetzte Ruby 20 Schläge unter das Kinn und in das Gesicht rc. Zu der Verhwcklung, die (in erfreulichem Gegensatz zu der Ge- heunniskrämerei mancher anderen Kriegsgerichte) bei voller Oefsentlickkeit stattfand, waren 24 Zeugen geladen. Dep Angeklagte will sich der einzelnen Mißhandlungen nicht mehr erinnern, sollten sie aber dennoch vorgekommen sein, so habe er w Behandlung Untergebener von alleren Untervffi>zieren gelernt, er beairtrage daher Vertagung der Verhandlung, um die betreffenden Kameraden zu vernehmen: der Antrag wurde natürlich abgelehnt. Der Vertreter der Anklage beantragte ein Jahr vier Morrate Gefängnis. Das Gericht erkannte auf ein Jahr Gefängnis, Degradation und Versetzung in die zweite Klasse des Svldateustandes. 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2(1) - - 1 (1) - - KD - - th. Gießen , 8. Sept. Ter gestrige G an g v i e h m a r kt hatte einen Vorrat von 80 Stück meist guten Mittelachsen. Käufer waren nur aus der Nähe am Marll, doch machte sich der Handel trotzdem einigernraßen, wenn auck hohe Presse fettens der Ver- vänfer nicht zu erzielen waren. Schwere Tiere, nack denen auch keine Nachssrage war, waren nicht aufgefcchren. Tas Paar Ochsen 2. Qualität wurde zwsscken 700 und 800 Mark verkauft. — Auf dem Schwcinemarkt waren 550 Tiere aufgetrieben: es fehlte aber an Krmdschaft und bei den erschieuenen Landleuten । an Kauflust, um -den Marll aufzunehmen. Da Heuer die Kar-! toffelu sehr hoch im Preise stehen und der Preis für fette Schweine ■ sehr mäßig ist, halten sich besonders die kleinen Landwirte von! der 9Nast zurück. Achweine waren gestern verchältnismäßig billig zu haben, imd trotzdem blieb der Markt zur Hälfte überständig. Bezahlt wurden pro Paar Ferkel, 3—4 Wochen all, 25—30 Mark, bis 10 Wochen alt, 40—50 'Mark, leichte Läufer 60—75 Mark, ' cbwerere Tiere 80—110 Mart. Nächste Markttage am 27. und 28. d. M. eigneteres Lokal während^ des Neubaues der Schuir nicht aufKutreiben ist. Die Tür> des eigenartigen Unterrichts- rcnrmes muß ständig anfbleiben, um Licht hineinzulassen, da die Fenster mit Stroh verstopft sind. Lehrer und Kinder frieren bei unfreundlichem^ Wetter, und oft erscheint jener im Ueberziehep, Halsttich, Hut im5r warmen Schuhen zum Unterricht, da er es sonst in dem Raume nicht aushalten könnte. Einige Hausväter, die ihre Kinder nicht ernster Gefahr aussetzen wollen, sollen sich geweigert haben, diese zur Schule z.u schicken. In den nächsten Tagen soll eine Besichtigung des Lokals' durch den Kreisarzt erfolgen. * Jrn Wasser erschossen. Aus OfteÄurg (Altmark) wird beschrieben: Ein Vorkommnis, welches^weite Kreise in Spannung hält, hat sich dieser Tage in der Elbe bei Neukirchen ereignet. Dort wurde die in der Elbe badende Lehrerin Fräulein Kapjatz aus Gelsenkirchen mit einer Schußwunde tot im Wasser' aufgeftmden. .Niemand, weder die Behörde noch die Angehörigen der Lehrerin, wußten zu sagen, ob hier ein Verbrechen, ein Unglücksfall, ein Selbstmord oder eine fahrlcsssige Tötung vorlag. Nunmehr erfolgt^ von bestunterrichteter Seite eine Mitteilung über den mysteriösen Vorgang, der den Sachverhalt vollständig aufzullären scheint. .Die Lehrerin badete xn der Elbe, während ihre Schwester mit einer ^Frau Holländer in der Nähe angelte. Beide Damen gingen spater nach Hause, fanden die Lehrerin dort aber nickt vor und kehrten um. Nun sahen sie dieselbe tot, mit gegen die Brust gepreßten Händen im Wasser liegen; sie hatte eine Schußwunde im Kopf. Die Dame war erschossen worden. Mer von wem? Es sst bekannt, .daß in der Elbeinlage stark gewildert wird, sodaß die Bewohner der umliegenden Orte ihren Kindern das Baden dort streng verboten haben. Erst vor etwa 14 Tagen bemerkte ein dort badender Primaner, später ein dort angelnder Postbote, daß Kugeln um sie herum einschlugen, in einem anderen Falle wurde eine ftischgeschossene Ente auf- geftrnden. ,9hm wurde Wetter festgestellt, daß um die Zeit des Vorfcckles ein Floß und ein Kahn stromabwärts gefahren sind. Tie junge Dame wollte im Wcssser nicht ^eseheir merken, hat wahrscheinlich eine liegende Stellirng eingenommen, sodaß nur der Kopf aus dem Wasser hervorsah, dieser ist von einem der Vorüberfahrenden, zumal er von entern Weidenbusch beschattet wurde, für einen Wasser Vogel gehalten und darauf geschossen worden. Auch die Richtung des Schusses spricht für diese Ver- mututrg. * N n t e r ru s sr s ch e n S o l d a t e n. Wassilissch: „Unser allergnädigster Zar hat die Priigel abgeschafft. — Bog- danoff: „Gut, aber besser für uns wär's, wenn der Mikado sie avschaffen würde." (Münchener Jugend.) Kinder Zusammen: Erwachsene: im vom Kerichtssaal. th. Gi.e ß e n, 7. Sept. Das Standgericht verurteilte unter dem Vorsitz desMasors v. Sckstemmer am Samstag den Musketter ./tt.21 Tagen, den Musketier L. zu 18 Tagen strengen Arrest, wetl ist einem Unteroffizier der Reserve gegenüber sich mohr- facher Achtungsverletzmrgeu vor versammelter Mannschaft schuldig gemacht hatten. . Tie Vergehen der Angeklagten wurden darin gefunden, daß H. beim Einsteigen des Vorgesetzten zur Rückfahrt von Mainz nach Gießen, wohin die 118 er zur Kaiser Parade sich, begeben hatten, diesent tauif seinen Befehl, den Platz an der ~UT des Wagens frei zu machen, erklärt hatte, er habe zuerst, da gefefien Nach der Transportordnung für das Militär muß Der Kupeealteste, und dies war in dem Fall der Unterofftzier, zu- letzt einste-gen und seinen Platz an der Tür einnehmeu. Der An- geklagte ^ welcher seine Kopfbedeckung nach Reservistenart ftlnef ans Dem Ohr sitzen hatte, gab dem Unteroffizier auf dessen Be- feIch die Mutze gerade zu setzen, die Antwort: „Die Mibtze sitzt gerade ; er ftlhrte aber doch dann den Befehl aus. Als der. Zug unterwegs auf einer Station hielt, fing L. an zu singen, ihm. den Truppen verboten ist. Der Unterofftzier ermahirte, wert nom andere Soldaten in den Gesang einstirnmten, die Leute, 1 Reise zu benehmen, da sie sonst noch sehr Arrest bestraft werden föimten. Nun, fingen die beiden Angeklagten an, Reden zu führen, mit denen Vorgesetzten enttväer reizen, oder ihn mindestens vor-- crftdterL° ten' hhJrau^ ^eser Veranlassung nahm, Anzeige zu gefährlichster Art hatte Offiziers Heinrich RuSv von der 8. Koinpagwe des 23. Infanterieregiments in Saar- Kriegsgericht Landau in der Pfalz zu ver- Ettvcir^n. Der Angellogte ließ Anfang Juni dieses Jalues Ittfwttterrsten Tabak kauen, andere Jn- .r rt^tt ^ttßtor, den Tabak dann wieder weiter kauen, bis schließlich Ruby einem Soldaten den Befehl gab den Tabak- saft einem se in er Kameraden in das Gesicht zu speien. Nnn batte such Rubv wegen fwtgesetzter Mißbandlnng von 18 Rekruten feiner Korporalschaft zu verantworten. Er reggl'^'tte die Lente beim Exerzieren nstd auf der Stube mit leigen und Fa nstswlägen auf die Brust, in das Ge- sicht und unter das Kinn, schlug sie mit her Klopfpeitsche, 'n eß he mit dem E ewehrkolben und versetzte ihnen Fnß- tritt? in tue Weichteile. Außerdem belegte er sie mit den ge meinß -n Schimpfnamen. Unter anderen erhielt her Infanterist Pahle einen Fußtritt, IG Ohrfeigen und etwa 15 Stöße unter urbe in gleicher Weise etwa 7 0 m a l v on sei n e m P e i n ig er m i ß ha n d e l t .der Soldat Hundess>por.t. Ueber die erste allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen zu Nü m^er-g am 14. Ang. d. I. lesen wir jetzt im „Himdesport und Jagd" im Rickterbericht des Herrn Dr. Meyer über Leonberger: Es war ein ganz vortrefflicher Leonberger da: „Hektor von Gießen",. Besitzer Fritzy-,u™n ™ ... y.,r^nr ‘Thießen. Knochen vorBslich, GaRg^rk «lleriekamft. Ti-' Stuffen toarfen tini* rewhllch, ohne allzu üppig zu fern. Lie Farbe, Teilungen zu rü ck. Auch ein jar^nistbes Torpedoboot Nahm" MM ^Preis in Offener W ZSSM D Wl5 ™ ^üerttaue. nackste große Angriff der Iraner auf Pr»rt Arthur von suLssn —»g^1-----J— «l-i -i "j.»—---1----»---! I den Russen nicht mehr abgeschlagen we^en könne -- Metzen er landwirtschaftlicher Wetterdienst. Die cktznesische Bevölkerung bellagt sich befttg darüber, diß die BoranSstchtliche Wittsvung in Hoffen für Freitag, den Japaner d»as Hvlz, welches sie für &n Brü ckemb'an 9. Sevtember: Boirvi egend heiter, doch stellemveise Morgennedel, lihnen abkanften, noch nicht bezahlt bei kälterer Nacht tagsüber roarmer. | hndon. e ^toawuweise verlautet, eine japanische Granate habe Näheres durch die Gießener Wetterkarte. I ^^^E-g e in Port Arthur brfmdliche Mühle in Brand ge- ' setzt. .Sie war cknnestsches Eigenttnn. Pete-vschurg 8. .Sept. Ti- getraue ZM her taffififiät' Sfriufre wB>n-nr> her ledtcn KLmpfc bri ’hfhnr funntc no* nicht sestgesteNt tnrrkn. Die mffifdvn «\rriitflr fSIcn 000 Tvte und Verwund-ete übersteigrn. —> Ter Offizier, welck^r die Zensur misübtz ^artc. ttn General-1 stabe wolle man nvck kein Telem'-rmm erhalttrn haben darüber,^ ob der Rückzug bei MnL>en fortgesetzt n-ird oder nickt. Ti ckifu, 8. Sept. Gestern winde hier Kanonendonner aus der Gegend von Port Arthur vernommen. Dagegen wollen Dampfer, welch? unweit Port Arthur vorbLkpaffierten, von einer Beschießung nichts gehört haben. — Nowi 'Krai bringt Einzel- Leiten über die Kämpfe am 29. und 30. Mgnst ttn QKen von Port Archur. Die Japaner eröffneten am 29. abends 'ein haftigeL Feuer gegen das Fort B. Ttm -9 Illft abends gstzkn die Rnssnr die von den Japanern errichteten Besestiglmgen an und zwangen die Japaner, nack chrer zwstten VerteidigungsüNie Mr-ß ck- zu gehen. Am Morgen des 30. August begann ein neuer Ar- 1 — 2(1) - 1 — 1(1) MöchkuMt WkrW dn TodksWe in der Stadt Gikßk«. 35. Woche. Vom 21. bis 27. Auaust 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (uifL 1600 Diann Militar> Sterblichkeitsziffer: 22,68 nach Abzug von 7 Ortsftemden: 9,45 KD KD 1 Summe 12 (7) 7 (5)" 4?!) ’ F(Ij Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. — UoGhnm W Harnone Springmann’s Schiiliwarenhaus LchihiWßc 58 MHHrÄ 58 7234 Sieben (6ant^a5e 41) und Nidda, den 8. September 1904. utu. F. E. 4808. 88 / 7231 Hießen (Walltorstraße 6), den 8. 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