Erttes Blatt Montag 8. Augnft 1904 ittton Schrrlstratze 7, Adresse für Depeschen: «uzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. 81. 154. Jahrgang Nr. 184 »»Ichernt «»glich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vessischen Landwirt die Gießener Familien. Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen ® wgT ve-ng-peei», y pr ÄSä&gek w monatlich 75 viertel- GietzenerAnjeiger M eramMnjtijer ” * SSS AmK- md AnzeMblatt für d« Kreis «ich« W8 an»— ■■Jin ■■■■■■■ ,i_ 111 zeigenteil: HanS Beck. Me Bärtige Kummer umfaßt 8 Seilen. Ktkamttmachnng, den Gewerbebetrieb der Barbiere und Friseure betreffend. Die Polizeiverordnung vom 14. Juni 1904, den Gewerbebetrieb der Barbiere und Friseure betreffend, abgedruckt im Kreisblatt Nr. 80 vom 22. Jrmi 1904, tritt am 15. August 1904 in Kraft. Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien Grünberg, Heuchelheim, Lich und Wieseck werden beauftragt, insoweit die8 nicht bereits geschehen, dafür zu sorgen, daß bis zum 15. I. Mts. ein Abdruck der Polizeiverordnung in jeder Barbier- und Friseurstube an leicht sichtbarer Stelle angeschlagen wird. Gießen, den 8. August 1904. Großherzogliches Kreis amt Gießen. Dr. Breidert. Z>er Krieg zwischen Japan und Außlaud. Die Japaner wurden überrascht. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 6. August besagt: Am 5. August wurde auf der Südfront eine Nekognoszierung unternommen. Unsere Geschütze beschossen und zerstörten das Dorf Gantchiu antsi, 18 Werst nordöstlich von Niutschwang, von wo der Feind in Stärke von zwei bis drei Schwadronen und einigen Kompanien eilig unter Zurücklassung von Lasttieren, und eines Teils des Gepäcks, der Munition und der Kessel mit kochendem Essen floh. Die Geschütze beschossen den abrückenden Feind. Gleichzeitig vertrieben Kosaken die japanische Kavallerie aus dem Dorfe Denzsigkou. Auf der linken Seite verdrängte unsere Kavallerie die japanischen Feldwachen aus Toluntschjaia, fünf Werst südöstlich von Gentschjuantsi. Auf der Ostfront sind keine Veränderungen eingetreten. Was wird Kuropatkin machen? Aus Petersburg wird telegraphiert: General Kuropatkin habe Befehl erhalten, stinc Nückzugsbcwegung ein- zustellen und zum Angriff vorzugehen. Cs heißt, General Kuropatkin habe beschlossen, die Offensive nach Süden zu ergreifen und selbst das Kommando der Südtruppen zu übernehmen, die gegen die Armeen Nodzus und Okus vorgehen sollen. Gleichzeitig habe er den Generalen Kutschewsky und Bilderling befohlen, mit dem zehnten und siebzehnten Armeekorps Kuroki in Schach zu halten. Bei Port Arthur. Endlich wird über die Lage Port Arthurs eine sichere Meldung verbreitet, nach welcher die Japaner bei ihren Angriffen einen großen Mißerfolg zu verzeichnen haben. Ein Telegranml des Generals Stössel an den Kaiser besagt: Die Truppen schlugen in einer dreitägigen Schlacht am 26., 27. ,.un b 28. Juli alle Angriffe der Japaner mit ungeheuren Verlusten für dieselben zurück .Die Stimmung der Garnison ist eine sehr gehobene. Tas Geschwader griff helfend ein, indem es den Feind in die Flanke beschoß. Unsere Verluste für alle drei Kampftage an Toten und Verwundeten betragen ungefähr 15 0 0 Untermilitärs und 40 Offiziere. Tie Japaner verloren nach Nachrichten von Chinesen und Ge- fangmcn gegen 10 000 Mann, diese Verluste machten sich bei ihnen so fühlbar, daß sie nicht einmal ihre Toten und Verwundeten wegschaffen konnten. Eine andere, kaum ernst zu nehmende Meldung sagt: Flüchtlinge aus Port Arthur haben nach Tschifu ausführlichere Kunde von den letzten blutigen Kämpfen um die Festung gebracht. .Danach richtete sich der japanische Sturmangriff gegen die drei noch nicht eroberten Außenforts Wolfshill, Greenhill und Chrilthill, von denen die beiden ersten genommen ivurbui, so do Christhill als einziges Außenforts noch im Besitze der Russen ist. Tie Japaner warfen über 100 000 ShrapnellS in den Festnngsbezirk, ihr mörderiMs Feuer wurde von 2000 russischen Geschützen erwidert. Von der auf 150 000 Mmm geschätzten Zernierungsarmee sielen 17 000 Mann. Die Beschlagnahmungen. Die Angelegenheit dcS von den Russen versenkten Dampfers „Thea" ist noch nicht geklärt. ES hat sich herauSgestellt, daß die „Thea" zweimal gechartert wurde. Außerdem scheint nach bisherigen Ermittelungen die Ladung weder amerikanischen noch englischen Ursprungs zu sein, sondern japanischer Besitz; sie bestand zudem nur in kleinem Umfange aus Fischen, zum größten Teil aus Schwellen für Eisenbahnen. Der „Nowoje Wremja" wird aus Wladiwostok gedrahtet: Das Prisengericht verhandelte am 5. August über die Versenkung des englischen Dampfers „Knight Commander". Dasselbe hat dahin erkannt, daß der Dampfer nebst Ladung eine rechtmäßige Prise und die Versenkung ein dem Völkerrecht entsprechender Akt gewesen sei. Bei der Verhandlung stellte sich heraus, daß die auS Eisenl>ahnmatcrial bestehende Ladung über japanische Häsen nach Tschemulpo bestimmt war, wahrscheinlich für die Balpr- linie von Söul nach der Jalumündung. Im Hafen von Port Arthur. Admiral Tv-go berichtet: Am 5. August abends näherten sich zwei japanische Torpedobootszerstörer dem Wrinnn nn von Port Arthur zu Melognoszierungszwecken. 14 r u s s i s ä) <- T o r p e d o b o o l s z e r st ö r e r liefen daraufhin aus bent Sinfcit au«5 und versuchten die japanischen Scküsse abzuschneiden. Als die Japaner durch eini n weiteren Torvedolwots-- zersti.rer Verstärkung erhielten, griffen sic die Russen scharf an. Diese zagen sich hierauf in deu fcafeu zurück. Die Javaner hatten keine Verluste. Ob die Russen unbeschädigt in den Hafen zurückkehrten, ist nicht bekannt. Der ftarrzöfische Kousularageitt in Niutschwang. Aus Tientsin wird gemeldet: Wie ein aus Niutschwang eingetrossener Bote dem hiesigen französischen Konsul berichtet, ist .der französische Konsularagent in Niutschwang am Mittwoch ßbenb von den Japanern gefangen gesetzt worden. .Der Agent hatte von den Japanern die Freigabe zweier..unter französischem Schutze stehenden Personen, Jbie die Japaner ungerechtfcrtigterweise festgcnommen hatten, verlangt. Als die Japaner die Freilassung verweigerten, war eine heftige Auseinandersetzung entstanden, infolge derer der Konsularagent gleichfalls festgenommen wurde. Derselbe benachrichtigte nun den amerikanischen Konsul, der, da er selbst nicht intervenieren konnte, einen Boten an den französischen Konsul in Tientsin schickte. Der Fortgang des Krieges. Der Chef des Generalstabes C y a m a hat einen ausführlichen Bericht über die Lage der Mandschurei erstattet. Er behauptet darin, daß Kuropatkin zwei Monate nach dem Fall Port Arthurs aus der Mandschurei verdrängt sein werde. Attentat gegen den Arästdente» von Uruguay. Als der Präsident Battle y Ordounez gestern durch Montevideo fuhr, explodierte unter fein em Wagen eine Mine. Der Präsident blieb u n v e r l e tz t. Eine andere Meldung sagt: Als der W Der Vater wurde schwer verletzt. P o m Telephonischer Kursbericht Hierbei wurde in teils allem aber in 7| (Irirch Mnnnpo’-Knl 4 er 0) in v) der alS gerechnet. voN 6 Nußkohlen, 800 e mit Okpdcf von 10—15 Ktzr. mit OSepäcf von 15—20 Kgr. mit Gepäck von 25—50 Kgr. 3 4 4 4 für die erste Stunde für jede weitere Stunde angefangene Stunde wird ernster, seiner auch 1848, und . 161.- 103 40 . 100.55 . 104.20 . 62.00 . 61.30 87«% M/,0/ 70 Psg. 60 „ 1. o 3. 4. nach 50 Psg.. 40 „ Führung von Geschäfts Mustern: für die erste Stunde für jede weitere Stunde Musterkoffern auf .^anbtvagen: für die erste Stunde für jede weitere Stunde ‘Wi 7.-4 1. 2 Tie ö) mit 1 2. b) mit 1. 2 Tic Wir ö) ohne Gerätschaften: 1. für die erste Stunde 2. für jede weitere Stunde b) mit (Aerätschasten: Reich-auleihe do. Konnola . Hcmct) Obcrhcteqn 80 „ Süden die Hälfte alarmierte Feuerwehr unternahm zunächst die Rettung de etwa 500 bis 60 0 Waisenkinder, b i e teil io cif mir in sondern Iadrc Freiheit 8% Mexikaner . . 4*/>’’/'■ Chineeen . . Electric, flohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandlt. Darmstädter Bank , Dresdener Bank . . Berliner Handeltet. Oeeterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Ootthardbahn . . . Laurahütte • . • • Booham . . • . • Harpen er .... Tendenz: fest . 102.25 . 89 90 . 102.00 . 89.80 . 100.30 Niederrhein, 6. Aug. Ein Klein-Byzanz 50 Psg. 40 w 2. mit Gepäck von 5—25 Kgr. Für RÜckaufträge ist in aden vorstehenden Sätze zu zahlen. n. Zeitarbeit: Tarif für die DieristuiLriuer. I. Bestimmte Gänge: der inneren und äußeren Stadt (mit Ausnahme ädrigen Tochter in Brand. Letztere sprang brennend nS Wasser, starb aber an den erlittenen Brandwunden. und Hardthof: 1. ohne Gepäck oder mit Gepäck bis zu 5 Kgr. 50 Psg., % OeRterr. Go’drei te 1 \ H Oenterr. flilborrente -4 Untrer. Aoblrnnta . */ bei on Rente . . V, % PortacieMr , . aus den Betten geholt wurden. Das Feuer lief mit größter Geschwindigkeit den etwa 60 Meter langen Dachstuhl entlang und griff aus die dicht angebaute, auS dem 15. Jahrhundert ftammenbe M a g da l e n e n k i rch e über. Es wurde 'türm geläutet. Tic Feuerwehr mußte sich aus den Schutz dec umliegenden alten Baulichkeiten beschränken. TaS Waisenhaus und die Magdalenenkirche brannte» voll- Ylnicfir Z.NeldimlMi. Original draht Meldungen des ttließener Anzeigers. Frankfurt a. O., 8. Aug. In KoSwegk stürzten am Samstag die Arbeiter Kolweit und Heidler, die dem Besitzer Netzker beim Räumen des Brunnenkessels Hilfe leisteten, durch auffteigenbe Gase betäubt, in den Kessel. Beide konnten nur als Leichen herausbesvrdert werben. Netzker gelang es, sich zu retten. Straßburg. 8. Aug. In der Nacht vom SamStag auf Sonntag brach gegen 11 Uhr, vermutlich durch einen schadhaften Kamin, in dem Dachstuhl deß hiesigen Waisenhauses Feuer aus. Die von einem Schutzmann sosor gefehlt wird — Ter „Servierkurs" begreift in fid*: lavieren aus bciitfiv und amerikanische Art Notwendig i't es für 20 Prozent, mindestens aber um 10 Psg. TarisÜberschreiLungen seitens der Dienst- und Lohnmänner werden in Gemäßheit der § 148, Pos. 8 der deutschen Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Ms. und im Falle des Unvermögens mit Hast bis zu 4 Wochen bestraft. Gießen, den 18. Juli 1904. Grvßherzog'.l^e^ -Wirtamt Gießen. Herberg, twörtlich: i jfagnft Goetz. . 27.30 . 89.80 . 106.00 . 101 10 . 201.20' . 189.40 . 138.30 . 153.10 . 166.60 . 135.80 . 18.60 190.« . 255.50 . 20830 . 218.75 2lniverstkäts-?lac8rtch1en. Dr. v. Sigwart, der im vorigen Fahre in ben Ruhe- Innb getretene Brofeffor in her philosophischen Fakultät der Tübinger Universität, ist in Tübingen gestorben. Sigwart hat vorben. Frauen und Fräuleins, alles auf das Servieren Bezügliche zu wissen, um auch die Untergebenen kontrollieren und denselben rm Fehlendbclfcn zu können. Eine Dame füll genaue5 Dissen haben von der Servierordnung, den verschiedene » Tiid>- beefanrn für Kaffee-, Tee- ober Sck»kolade-Kränza?eii, den Hoch- zeitötascln. Primizen und Diner-, sowie dem einfachen Mittags- tisckr Dabei und die gcichmeibigüen und zierlichsten Urnaangs- onnen zu zeigen, ohne auffallend zu erscheinen, und »ft besonders »hi Augenmerk aut die vorgefSiebenen CrbnungS- imb AnstandSregeln zu richten. .Fern r wird da- Breä>en von mehreren lyübfdien Serviettensormen g.’Dbrt." GHtkftidx Miesbacher! Könnte Frl. Dettv Röster nicht auch in Gießen einmal einen solchen rfurJ ' h : n gemütliche Nachfeier in den» sogenannten GesellschaitsveremS stattgesunden haben, der Jubilar von Profcsior Biermer reilS humoristischer Weise gefeiert, nicht 50 - jährigen Wirksamkeit als Anwalt kannten des Jubilars persönlich ihre Glückwünsche zu der Feier, bei der die beiden Töchter dcS Jubilars in liebens- wübtgfter Weise die HoneurS machten. Der Jubilar dankte allen, die ihn beglückwünschten, herzlich in bewegten Worten. Am Nachmittage soll dein Vernehmen nach noch eine sehr Fettstübchen deS Submission. Für die psychiatrische Klinik soll für daS Rechnungsjahr 1904 die Lieferung von ca. 7000 Gentner Koks, ferner beinahe 60jährigen Wirksamkeit als Mitglied der Stamm- gefellfchaft im Club, welche sich nach und nach zu emer Zunft entwickelt habe. Es wird deshalb im Namen der Gesellschaft der Jubilar zum Ehrenpräsidenten und Zunftmeister deS FettstübchenS ernannt und sein Bildnis an einem Ehrenplatz deS Saales aufgehängt. Für diese Ernennung dankte der Jubilar in launiger Weise. Wir können unserem Beruht schließlich nur den Wunsch anfügen, den die Kollegen deS Jubilars ausgesprochen haben, daß eS dem liebenswürdigen alten Herrn vergönnt fein werde, noch recht lange m feiner heutigen Rüstigkeit unter uns zu weilen. Scheint die niederrheinische Bürgermeisterei Haan zu ein, deren QrtSoberhaupt gegenwärtig eine militärische Hebung als Reserveoffizier durchmacht. Anläßlich einer Festlichkeit sandte, nach der „ft. Ztg.*, die dortige Feuerwehr olgendeß Telegramm an ihren Bürgermeister ab: „Die ver- ammelte Feuerwehr sowie eine große Anzahl Ihrer treuen Untertanen entbieten Ihnen ehrerbietigsten Gruß unter dem Ausdrucke besten DankeS für das Zustandekommen des durch Ihre unermüdliche Mitarbeit so schön verlaufenen unvergeßlichen Festes. Wir wünschen Ihnen eine vergnügte, hoffentlich kühle UebnngSzeit. Ihre freiwillige Feuerwehr und viele treue Untertanen/ — Dieser glückliche Bürgermeister dürfte den Neid manches Kollegen erwecken! 60 Psg., 50 „ voll gerechnet, reisenden. angesangene Stunde wird als y die Tätigkeit außerhalb der Zeit im Sommer Uhr vorm biS 8 Uhr nacfym., im Winter 7 Uhr_ vorm. bis 7 Uhr nacknn. erhöhen sich die vorstehenden >^ätzc um Märkte. )( Mrüuderg, 6. Aug. Aul dem heutigen Wochenmarkt wurden r>ertaub : Wetten per Doppelzentner 16.75 Mk., fiorn per Topvel-Zentner 13.50 Mk., £>aler oer Doppel-Zentner 15.00 Mk., Samen per Doppel-Zentner 20.00 bis 00.00 Mk, Kartoffeln 0.00—0.00 Mk., Gurten foftelen per 100 Stück 1.60—1.«0 Mt. Butter per Plund 0.95 — 1.00 Mk., Eier 6—7 Big. da- Stück. fc. Frankfurt a. M., 8. Aug. (Crig.-Teleai-. des „(Mienen Anz.") ?lmtliche Notierungen der heutigen ftrud)tmarf t pre if e. Weizen Alk. 17.25-00.00, (Imheffikher Mk. 17.25—00.00, «a Plata Mk. 17.50—18.75, KankaS Mk. 17.50—18.75, Roggen (hiefigen 9),art 18.00—18.50, (Reifte OlVetteraiicr) Mk. 17.75—18.50, Uranien- fei der Mk. 60.00—00,00, Hafer Mk. 1 :0—14.50,WaitM. 11.50— ] 2.00, Dcnenmel'l 0 Pik. ^6.00—26.50, 2. Qliasität Mk. 24.0o A.'k. 24.50, 8. Elunlitct Mk. 22.00-22.50, Roigenmeh! 0 Mk. 22.00- 22.50,1. Qualität Mk. 19.50-20.00, Weizenkleie Mk. 9.26 bis A«k. 9.5o, Öi'oagenfleie Tlf. 9.50—9.75, PlaiSkeime 9)IL 10.50 biö Mk. 00.00, Franken, Plälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alle- per 100 Ka. ab hier. !«•. Frankfurt a. M., 8. Aug. iTelegr. Qrig.-Berichk deS »Gieft. Anz.^1. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. 3um Verkaufe standen: 460 Ochsen, 185 au- bestreich, 60 Bullen, 0 auS Ceffretch. 731 Stühe, Werfen, Stiere und Rinder, 3 auS Oestreich, 248 Kälber, 71 Schafe und Hämmel, 1605 Sck)weine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Cchaslämmer. Bezahlt wurde für 100 Vfund Schlachtgewicht Cchsen 1. Qualität 78—76 Mk., 2. Qual. 7o 71 8. Qual. 6b—66Mk.; Bullen l.^.nnl. 64 bil 66 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Stäbe 1. Qual. 68-70 Mk., 2. Qual. 67—67 Dtk., 3. Qual. 57—61 Mk, 4. Qual. 47-49 Mk., 5. dual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual- 83—87Pfg., Lebendgewicht 49—52 Pf., 2. Qual. 74—78 Pfg., Lebendgewicht 43—47 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 58—60 Pfg., Schafe: l.Qual. 70—72 2. Qual. 62—64 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psg.. Schweine 1. Qual. 60-00Pfg., Lebendaew. 47 Psg., 2. Qual. 59- 00 Psg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qual. 55—55 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bet Kleinvieh gut, kein Ueberftaub. Aus 5taM u::ii Lund. Gießen, den 8. August 1904. L. ü. Pr om otionen. Im Monat Juli 1904 wurden an der Londesunwerntät promoviert: Zum Dr. für.: Karl Callmann, GerichtSacceffist aus Darmstadt. Zum D r. m ed.: Johannes Frank, approbierter Arzt aus Andernach, August Groß, approbierter Arzt au§ Frankfurt a. M., Philipp Palzer, approbierter Arzt au5 Gabsheim, Franz Bier- schenk, approbierter Arzt auS Ockenheim. Zum Dr. phil.: Reinhold Zöckler, cand. ehern. auS Gießen, Walther V or- kampfs-Laue, Forstaffistent aus Halle, Eugen Köser, cand. phil. cl. au5 Gießen. Zum 50 jährigen Doktorjubiläum wurde dem Dr. Hermann Knapp, Professor an der Universität Newport, daS Diplom als Doktor der Medizin erneuert. sllegen zu er* rwrbrn und ;u bewahren Tai Ansehen und Vertrauen, dessen \ste hrt) feitrni jtxrvi Kollegen stets erfreut haben, bat namentlich mrd) tNmn seinen Aufdruck gefiinden, daß Sie, nnc etc durch ho# Vrrrr^mrn Ibr r Mitbürger mietH*rb?lt in den ^tadtvorstand xrxfcm< heben Gies^nS berufen innen, von Ihren oberhesiischen jMlegnt lange Indre an Ne Spitze unseres Vereins gestellt «nd von fämtiidrn hessischen Anwälten in den Vorstzmd der Amvalttckammer ^nxlMt morben waren, bis Sie zu inner aller Bedauern arnätigt waren beide Stellungen mit Rücksicht auf Ihr bodeS Lebensatter niederzulegen. Ersten Sie uns. bochaeebrter Herr Kollege, schließlich alle (Gefühle, Ne uns bei der heuttgen Feier beseelen, in den A?nnsch udammfirnriicn, daß es uns vergönnt sein möge. Sie, Nn vereinen Senior der deffischen Rechtsanw.ck)nen stets chsvadrrn werden." _, Schließlich gratulierte noch NamenS der - msttags stieß der Perspnenzug 2627 c bei der Haltestelle Bensdorf an der sdnnalsyurigen Linie Zittan-Qvbin mit einem cittgcgcnrcmntcnbcn Leerzüge zusammen und entgleiste. Hierbei n'urden zehn Reisende erheblich und mehrere leicht, vom Personal drei Personen verletzt. Der Verk hr zwischen BertSdors und Q bin ist biß zur Vcsritigung der Ausräumungsarbeiten unterbrochen. * Paris, 6. Aug Ein Herr Bareilher hatte dem Kaiser Wilhelm eine wertvolle Bilder- und Gobelinsamm- l u n g vermacht: der Kaiser le bitte das Vermächtnis ab, das nun dem Louvre und dem Gob.linmuseum zusällt, die der Erblasser als Erben bezeichnete, falls Kaiser Will-clm eS zurück- weisen wurde. * Anstand und Hygiene in Mieöbach. Im Miesbacher Anzeiger findet man nachstehTnde Ankündigung: 21 n - standS - u n d Servicrkurü. ftrl. Vettv Rötzer aus München beabsichtigt in nächster Zeit in unserem Markte sür unsere junge Tarnenw.lt einen AnstandS- und ServierktmuS ab- zuhalten. 5ic g'bt d s Vregramm zu ersterem s'lbst in folgenden Grundsätzen: .Anständiges und doch legeres Pen .Innen, frei von Gezwungenheit: fort Hauptaugenmerk riefle ick auf elegante, dabei nfttürlidx Bewegung, auf feine UmgangSsorm für die Straße, ben Salon und die GZellsdxiitSkomvliment und Enl- ) angSZeremonien bei Besuchen und Vorstellungen, die Regeln für Bälle, Hochzeiten Primizcn. Kränzcf'en min., inSbrsondere aus die „Hygiene" (Geiundbcltslehre, gegen ivelrfr oit so sehr 127.80 47.30 43 20 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen von 3 biß 5 Uhr nachmittags in dent PerwaltungSbüreau offen. Offerten find versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum EröffnungStcrmin Pyiiilvoch beit 15. August 1904, vormittags 11 Uhr, In dem erwähnten Bürean abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 6. September 1904. Gießen, den 29. Juli 1904. Großh. Direktion der psl)ck)iatrijchen Klinik. Sommer- Pvrhurioeen. 1%' C. Tfirkon TfirkenloRO irrte« Schutz gegen Erkältungen empfehlen wir leichte poröse Unterzeuge in grosser Auswahl Äug. Montanus Nachf. Inh.: Robert & Max Imheuser Abteilung für Herren-Modewaren. D8' Eintritt 30 Pfg. Beginn 4 Uhr. Punscheffeuzeu 04430 Oberurseler qez. Schneider. lung. Sauggas-Motore 2 Granatarmbänder. 6779 Mk. 5 Mk. [6523 wert renoviert. in sowie ca. 100/2 Flasch, franz. Cognac gegen gleich bare Zah- i u — g p *1 für nur <-■ 0 O 16 r 0 15 5 C 1 1 0 J i 9 i Viel billiger als Dampf. Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ergebenst ein , Der Vorstand Gustav Belitz Maler- und Weißbindergeschäft, Slcinstraße 6b, pt. Konzert, chesangsvorträgen und dar°uff°ig°ndem Ball. Programm. Vormittags: Empfang der auswärtigen Brudervereine, sodann gemeinsamer Frühschoppen mit darauffolgendem Mittagslisch auf dem Felsenketler. Nachmittags 21/, Uhr: Aufstellung des Festzuges auf Oswalds Garten. 3 Uhr: Abmarsch des Festzuges (Westanlage, Scl)anzenstraße, Bahnhofstraste, Lrebigstraße, Alicestraße, Selters- wcg, Neuenweg nach dem Neuen Saalbau. Auf dem Festplatz: Begrüßungsansprache, Prolog, Weihe der Fahne, Ueberreichung einer Fahnen- schleife, sowie der Geschenke usw. Bei eiutreteudcr Dunkelheit: Brillant-Feuerwerk. Wilh. Rudolph Pianohandlg. u. Reparaturwerkstätte, Selters weg 91. Iieüötag Sett8.Mgußl.A nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meiner Amtsstube — Selterswegb8 — folaende Goldfachen: 3 Herrenmedaillons, 5 Paar Manschettenknopfe, vier Broschen, 1 Armband, 4 Paar Ohrringe, 4 Paar Bruftknöpse und Sehr grosse Anzahl im Betriebe mit glänzenden Zeugnissen. Motorenfabrik Oberursel a.-g. Oberursel bei Frankfurt a. M. Pläne und Kostenberechnungen kostenlos. unter gefälliger Mitwirkung des Maschinenbauer-Gesangvereins verbunden mit Ziehung schon am 14. und 15. 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In Giessen: R.Bnchacker,W Senun]er,Ph.Weiler, Gg-CarlVolk. D8 /, 115000 1W Eng ros-Debit: Die Bankfirmen I Kronenberger & Cie. in Mainz, I Ad. Müller & Cie. in Darmstadt. । 35000 spez. eine Prämie 15000 1 Gewinn 10000 Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Dienstag den 9. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1 Pianino, 1 Billard, 1 Faß Bleiweib, 20 Mille Zigarren, 25 'Meter Wachstuch, 2 Schweine, 1 Break, 1 Fahrrao, 1 Zimmerteppich, Vorhänge und Möbel aller Art. 6793 Roth, Gerichtsvollz. - Stellvertr. in Gießen. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung je eines Wirtschaftsgebäudes auf Haltestelle Gr.-Buseck und Hallepunkt Rodgett, sollen getremll für die einzelnen Gebäude oder für beide Gebäude zusammen vergeben werden. Die Verdmgungs - Unterlagen liegen bet der unterzeichneten Betriebs-Inspektion zur Einsicht aus; auch können dieselben gegen post- und bestellgeldfreie Zusendung von 2 Mark von dort bezogen werden. Angebote sind bis zum Er- ofsuungstermin am 20. August 1904, vormittags 11 Uhr, postfrei und versiegelt einzusenden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. B% Gießen, den 5. August 1904. Großherzoglich e Eiseubahn-Betriebs-Jnspektion 1. Versteigerung. In gefl. Austrage versteigere ich ^enstag den 9. August, nachmittags 2l/s Uhr, im Saale des Herrn Bieker, Neustadt 55 dahier, wegen Auflösung eines Lagers eine Partie Liköre, Obstweine, Ungarweine, Fruchtsäfte, MA Ortskrankenkaffe Gießen. Die durch den Tod des Herrn Dr. med. Hanau frei* gewordene 3. Äastenarztstelle für Gießen ist ab 1. Oktober 1904 neu zu besetzen. Bewerbungen bitten wir an den Vorstand bis spätestens 15. August 1904 zu richten. D8A Der Vorstand. Tafelgetränk Ihrer Maj. der Deutschen Kaiserin. Litersl. Orange 25 Pfg. u Kirsch 40 „ „ Johannisbeer 40 w Flaschenpfand 10 Pfg. Literfl. Apfel 30 Pfg. % „ Weichsel 45 , Va „ Erdbeer 45 , Lieferung frei Haus. Westlstraße 8. Wirten und Wiederverkäufern Rabatt. d8/8 882,9 •uaöajnSwq *bi& xg usstiF aquapyj gun o;io^ inj djjorjuojpntß *qn uadu.uufö n -astrslroK lllsbuvpZ m uspgsvuntzsi^ uschiinuv asg böjisa *q nPPa ganoua® — *.toa -az -jj oqt ''ti 000« Z‘U 0009 0002, IM .toHaipdiwQ' Diimcudß) Zusgohrsun Pau uabun -tzsiF uoaaipuj Znv uaiuiuoj ajo^ *32 '.tabanqidig ,ejj L idbänqgbn^ *q ussti^ uoq uI Vorstehende Schrift ist sowohl vor wie nach dem Kursus auf dem Polizeiamte geschrieben und dort beglaubigt worden. Heute, morgen und übermorgen beginnen die angetündigten Tag- und Abendkurse für Damen und Herren in Schöu- schnellfchreibcn, Buchführung, Eorrefpondeuz, Stenographie, Rechnen, Wechfellehre, Maschinenschreiben 2C. 6794 Die Kurse verfolgen den Zweck, Damen sowie Herren sed. Standes in ihren freien Stunden bei Tag od. Abend zu tücht. Büreau- beamten, Buchhalt., Rechnungsführ., Kassier., Maschinenschreib. zc. billigst heranzubilden. Auf Wunsch Stellenvermiuel. Tausende der von mir Ausgebildeten bestuden sich heute in bei). Stellungen, worüber zahlreiche Referenzen vorliegen. Anmeldungen nimmt entgegen Dir. Schreiber, Restaur. Schipkapaß, I. Etage, Gießen. Nur der Original' Soxhkt > Apparat gekennzeichnet durch den Namenszug des Erfinders, keine der zahlreichen mangelhaften oder gänzlich wertlosen Nachahmungen ermöglicht die eriolgreicheDurchtührungderSäuglingsernährung nach Soxhlet. ss20^ Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Hessen-Nassau und das Grossherzogtum Hessen: Gebrüder Weil in Frankfurt a. M. Konzessionäre der Aktiengesellschaft Metzeler & Co. Gummiwarenfabrik und Asbestwerke, München. Niederlagen in Giessen: C. A. Faber; W. Kiibinger; Adam Reinig; Brüder Schmidt; A. Bieler; Ludw. Roth; Emil Schmidt; In Wetzlar: Fritz Brenner; Anion Waldschmidt; Ewald Melchior; Chr. Wiersdörfer. In Alsfeld: 6. 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