3018 h lasche S Pfg. Herz ime Provi sions- :.plechnnng6n- rf**, lilben Geschmackes, b [lern Hopfen und M Rechnungen. jd Waren unter igen. ndenscheinen und von >» 5?Skhaus, äft Neueobäue 23 |Ä Marburger J stratze 7. 144. -hlossenen Depots. enM*”'"1 -en. ille grösseren P'ä® des. A' ^asc'O' General-VerW «r Westdeutschland C. KOCH Berleburg. — xr • | 032« ilin IP Unb ^ÄNkÜ v--ng»pret»r otettel- Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten Volitische Tagesschau. Zur hessischen Wahlreform. Von unserem Darmstädter Redaktions-Bureau erhalten wir folgende Meldung vom 7. d. M.: Der Sonderausschuß für die Wahlrechtsoorlage war heute von 10 Uhr vormittags mit einer Mittagspause bis -um Abend beisammen, um den vom Abg. v. B r e n t a n o angefertigten Schlußbericht zu genehmigen. Es mußten aber dabei gleichzeitig noch verschiedene übrig gebliebene Differenzpunkte mit erledigt werden, und deshalb wurde noch eine längere Nachmittagssihung notig. In dieser drehte es sich bauptsächlich wieder um die o b e r- hessischeWahlkreiseinteilung. In diesem, vornehmlich zwischen Abg. Dr. G u t s l e i s ch und Köhler-Hirschel ge- 'ährten Kampf kam schließlich eine Verständigung dahin zum Abschluß, daß sich der Erstere mit der Zuteilung der Gemeinde Wieseck zum Wahlkreis Gießen einver' standen erklärte rmd die beiden Letztgenannten darauf der Wahlkreiseinteilung fürOberhessen zustimmten- Alsdann erfolgte die entgiltige Genehmigung des A u s s ch u ß b e r i ch t s. Der Ausschuß hätte übrigens seine müh- same Aufgabe unbedingt heute erledigt, auch wenn die Beratung über die Vorlage den Wünschen der 23 ländlichen Abgeordneten gemäß bis Herbst vertagt worden wäre. des Grafen Götzen, General v. Siebert, das fast als Kränkung empfinden mußte. Wurde es doch beinahe so dargestellt, als habe Herr v. Siebert mit auffallend geringem Erfolge amtiert. Jetzt verlautet nun auf das bestimmteste, Graf Götzen trage sich mit Rücktrittsgedanken, und es sei nicht unwahrscheinlich, daß er an Stelle Dr. Stübels zum Leiter der Kolonialabteilung bemfen werde Letzteres wird abzuwarten sein. Was aber "die Gouverneurschaft des Grafen Götzen anlcmgt, so bedeutet sie keine neue Aera in der Entwicklung Ostafrikas, wenn sie auch andererseits zu Bemängelungen keinen Anlaß bietet Graf Götzen mag mit der Zeit empfunden haben, daß es angenehmer ist, als Forschungsreisender den dunklen Erdteil zu durchqueren als in der Eigenschaft eines leitenden Verwaltungsbeamten gegen immer neue Schwierigkeiten und vielfach ohne Erfolg anzukämpfen. Im Interesse der Kolonie liegt der häufige Gouverneurwechsel natürlich nicht. Eine durchgreifende Aen- derung in der Organisation der gesamten kolonialen Verwaltung erscheint geboten. Aus bem Reichstage. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt imterm 7. Juni: Im hohen Hause am Königsplatz, in dem die Gesetzgebungsarbeit von neuem begonnen hat, gab es zwei Ueberraschungen. Zunächst in der Wandelhalle. Dort prangte ein in gewaltigen Dimensionen gehaltenes Gemälde: „Graf Bülow spricht im Reichstag." Zum Entwurf hat der Künstler eine Episode aus der ersten Zeit der Kanzlerschaft des Grafen Bülow benutzt. Unter den Hörern im Parkett gewahrt man u. a. die verstorbenen Abgg. Rickert, Dw. Sieber und v. Sevetzow. Auch der ehemalige erste Vizepräsident des Reichstags, Dr. v. Frege, ist, allerdings verzeichnet, zu schauen. Künstlerisch ist das Gemälde überhaupt nicht einwandsfrei, historisch interessant bleibt es jedenfalls, nicht zuletzt für den Grafen Bülow, wenn dereinst auch er zu den „Gewesenen" zählen wird. Die Frage, ob das Gemälde im Kcmzlerpalais seinen Platz finden soll, wurde im Kreise der betrachtenden Abgeordneten zwar gestellt, fand aber keine verläßliche Beantwortung. Das Gemälde ist ein Werk des in weitesten Kreisen unbekannten Malers Walkenberger. Die zweite Ueberraschung gab es im Sitzungssaal, als Graf Ballestr em des Todes des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz gedachte. Entgegen ihrer Gepflogenheit, bei Litten, die ein gekröntes Haupt betreffen, durch Verlassen des Saales zu demonstrieren, blieben die Sozialdemokraten in ihren Bänken und hörten die Worte des Präsidenten, gleich den bürgerlichen Abgeordneten, stehend an. Wie ist dieses Rätsel zu lösen? Davon, daß den Sozialdemokraten in Mecklen- burg-Strelitz eine besonders rnilde Behandlung zuteil wird, chat niemals etwas verlautet. Der verstorbene Großherzog war im Gegenteil auf das patriarchalische Prinzip eingeschworen. Was die Sitzung selbst anlangt, so erfüllte sie die Erwartung nicht, das Gesetz zur Bekämpfung der Reblaus werde kurzer Hand verabschiedet werben. Vertreter der Weinbaubezirke Südwestdeutschlands versuchten, den Entwurf noch über die Kommissionsbeschlüsse hinaus im Interesse der Winzer auszugestalten. Insbesondere gab sich Abg. Gröber (Ztr.) erdenkliche Mühe, eine Erweiterung der Entschädigungspflicht der Sandesregierungen durchzusetzen. Ein anderer Württemberger, Abg. Vogt-Hall (wirt- schaftl. Vor.) wollte die Entschadigungspflicht auf das Reich übertragen wissen, kam aber mit diesem Verlangen beim Staatssekretär Grafen Posadowsky schlecht an. Letzterer erklärte, daß ein Zustandekommen des Gesetzes bedingt sei durch Maßhalten auf feiten des Reichstages. Wohin käme man sonst? Herr Gröber könne z. B. ourch seine politischen Freunde im preußischen Landtage eine Entschädigung fordern auch für die ostelbischen Waldbesitzer, denen der Kiefernfpinner gewaltigen Schaden zufüge. Mit gutem Humor und gelungenem Wortspiel meinte Gröber, man dürfe doch von ihm, dem Zentrumsmann, nicht verlangen, daß er ein Gesetz gegen „Nonnen" in Anregung bringe. Das Ergebnis des mehrstündigen Wortgefechts war die Aufrechterhaltung des Kommissionsbeschlusses. Damit ist dem Scheitern des einen nicht zu unterschätzenden Fortschritt in der Bekämpfung der Reblaus verheißenden Gesetzentwurfs vorgebeugt. Bei der folgenden zweiten Lesung der Münzgesetznovelle gab Staatssekretär Frhr. v. Stengel eine Erklärung ab, aus der zu entnehmen war. daß die Regierung nicht geneigt ist, in die von der Kommission beschlossene Einführung von Dreimarkstücken — an Stelle der Taler — zu willigen. Eher werde sie ein Scheitern der Münzgesetznovelle hinnehmen. Nene Gonvernenrkrise? Man schreibt uns aus Berlin, 7. Juni: Der Gouverneur Deutsch-Ostafrikas, Graf Götzen, befindet sich seit annähernd drei Jahren auf diesem Posten. An seine Berufung wurden von einigen Seiten so weitgehende Erwartungen geknüpft, daß der Amtsvorgänger Seeschlacht im Golf von Pelschili. - Tschifu, 7. Juni. Man glaubt hier, daß eine See-, ' schlacht gestern abend im Golf von Petschili stattgefunden! ! hat. Dampfer berichten, daß sie heftiges Feuer hörten. ; Aehnliche Berichte kommen auch aus anderen Quellen.' 1 Die Bewohner an dem Hügel um Tschifu hörten eine Kanonade und sahen von der See her heftiges Aufflammen. In Talienwan erhält sich das unbestätigte Gerücht/ daß das (japanische) Schlachtschiff „Yaschima"' auf eine Mine aufgelaufen und gesunken sei. Paris. 7. Juni. Ans Petersburg wird gemeldet, Einzel-. Hecken über das Seegefecht bei Port Arthur seien noch nicht eingettoffen. doch hoffe man bestimmt, daß die russische Flotte' Wladiwostok erreichen werde. Wie gerüchtweise verlautet, fei das" japanische Kriegsschiff „Syikishima" nicht auf eine Mine ausgelaufen, sondern von dem Port Arthurgeschwader in denGrundgebohrt worden, ebensozweijapa» ni, che Torpedoboote. . ,, Offenbar handelt es sich hier um dasselbe japanische Schiffe dessen Name verschieden angegeben wird. Gefechte. Tokio, 7. Juni. Eine Abteilung der j ap an ischeck: Stteitrnacht, welche in Takuschan gelandet war, überraschte^ und schlug am Sonntag eine Ko s a ken a b t c i bin g' bei Kauchitun auf der Straße nach Kintschau, etwa’ sechs Meilen nordwestlich von Takuschan. Petersburg, 7. Juni. Ein Telegramm des Generals Sacharow an den Generalstab vom 6. Juni besagt: In der Umgebung von Foenghwangtschoeng ist die Sage unverändert. Eine japanische Abteilung, die südlich von der Station Wafangou beim Dorfe Judsiatun Stellung eingenommen, räumte diese im Sause des 4. Juni und Zog sich zur Station Wafangou zurück und hierauf weiter nach Süden, wobei sie von der russischen Reiterei verfolgt wurde. Am 3. Juni griff japanische Infanterie eine russische Stteifwache in der Umgebung von Saimadsa an. Das Gefecht dauerte gegen anderthalb Stunden. Die Nüssen hatten zwei Tote und sechs Verwundete. Weiteres vom Kriegsschauplätze. T o k i o, 7. Juni. Admiral Togo meldet: Trotz rauher See nimmt die Säuberung der Talienwan bucht von Minen in befriedigender Weise ihren Fortgang.. Vom 3. bis 6. Juni wurden 41 Minen entdeckt und zur Explosion gebracht. Ein Chinese, der früher Lotse war, leistet uns jetzt nützliche Dienste, für flache Schiffe ist eine sichere Fahrstraße aufgefunden worden. Söul, 7. Juni. Nach einem Telegramm des japani-, scheu Konsuls in Gensan sotten sich die Russen vom H a m - bueng in der Richtung auf Ping Yang zurückziehen. Der Konsul meldet weiter, daß Kosaken beit Ortsvorsteher von Koenwin durch Lanzenstiche getötet' haben, weil er es abgelehnt hätte, sie mit Verpfl^ung! zu versorgen. Paris, 7. Juni. Mehrere Morgenblätter veröffentlichen Depeschen aus Petersburg, worin behauptet wird, Knropatkick habe nicht eine, sondern zwei Armeen. Die zweite komme von Wladiwostok und stehe längs der Küste. Sie solle i m R ü ck e n1 der Armee Kurokis Posten fassen. Die Japaner würden so zwischen zwei Feuer kommen. Die im Norden Koreas erschienenen Kosaken unter Rennenkamp seien nur die Vorhut, dieser Armee, die von General Lennewitz befehligt werde. Ein Kriegskorrespondent erschossen. Niutschwang, 7. Juni. 2lls der Kriegskorre-^ Pond ent des Londoner „Daily Telegraph" Etzel unb: der Korrespondent der „Daily Mail" Brindle, die in der letzten Zeit mit der Beobachtung der Bewegungen der Rau-i berbanden beschäftigt und in einer Dschunke von hier, weggefahren waren, sich auf der Höhe von Schwantaitze: bei Jnkou befanden, wurde nach ihnen von chinesichen Truppen geschossen. Etzel wurde getötet,. Brindle kam, wie man glaubt, unversehrt davon. Deutsches Reich. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser unternahm heute einen Spazierritt und hätte später im fönigl. Schloß den Vortrag, des Stellvettreters des Chefs des Militärkabinets Oberstes v. Oertzen. — Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin: Alexandra von Rußland, welche heute ihr 3 2. Leb enS* fahr vollendet, sand in der Kapelle der russischen Botschaft' ein großer Gottesdienst statt, an welchem der Botschafter, die! Herren der Botschaft, eine Abordnung des Offizierkorps des 2. Garde-Dragoner-Regiments Kaisettn Alexandra von Rußland und andere hochgestellte Personen teilnahmen. — Den jetzigen Kaiserin an övern, die sich zum Teik in Mecklenburg an der Küste der Ostsee absvielen werden, mißt man insofern große Bedeutung bei, als das Zusammenwirken zwischen Heer und Marine eine eingehende praktische Erweiterung erfahren kann. Zu diesem Zwecke wird eine ehr stattliche Anzahl Offiziere, darunter auch bekannte Oene» ralstabs affigiere, an Bord der Linienschiffe, Kreuzer und Torpedoboote kommandiett werden. Der russisch-japanische Krieg dürfte wohl auch Anregungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung geben. Nv. 132 Orfftetnt tSgliH außer SonnlagL. Dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» Hüllet viermal in der Woche be,gelegt. Rotationsdruck u. Vev» lag der Brühl 'schen Univeft^Buch-u.Stetn- brudetei. ÖL Lange. tUbaflUm, Grvedutoa und Druckerei: Schnlstratze 7. Adreffe für Deveicheu: Anzeiger Gießen. FerniprrchanichlußNr 61 Schnellbahn-Projekte. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 7. Juni: Seit längerer Zeit hatte man nichts mehr über die elek- ttischen Schnellbahnen gehört, deren Versuchsfahrten Berlin- Zossen von so staunenerregl'ndem Erfolge begleitet waren. Der jetzt erschienene Bericht der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen bringt aufs neue in Anregung, diese Bahnen in den Verkehr ein zu führen. Es scheint in der Tat, daß die Elekttizität gegen den Dampf Sieger geblieben ist. Die neuen besonders konstruierten Dampflokomotiven haben zwar ebenfalls bettächtliche Leistungen erzielt, die aber doch nicht annähernd an diejenigen des elektrischen Betriebs heranreichten und auch die Hoffnungen einer erheblichen Ersparnis im Vergleich zum letzteren nur mäßig erfüllten. In Bettacht kommt ferner die größere technische Zuverlässigkeit und Sicherheit der elektrischen Schnellbahn. Von den vorgeschlagenen Linien für die Einführung einer solchen in den Verkehr wird, wie wir hören, wahrscheinlich zuerst die Strecke Berlin-Potsdam in Angriff genommen werden. Die auf der „Stammbahn" gegenwärtig ungefähr 30 Minuten betragende Fahrzeit würde alsdann auf die Hälfte und noch weniger ermäßigt. Die Sttecke Berlin- Potsdam ist besonders geeignet durch die vorzügliche Beschaffenheit des Bahnkörpers und die geringe Anzahl von Kurven. _____________________________________________ Aer Krieg zwischen Japan und Außtand. Port Arthur. Ts ch i f u, 7. Juni. In vergangener Nacht machten die Japaner augenscheinlich einen entschlossenen Versuch, gegen Port Arthur von der Landseite her vorzu gehen. Eine Dschunke, welche an einem Punkt drei Meilen südlich davon lag und ihre Stette gestern morgen verließ, hörte eine Kanonade nordwärts von Port Arthur von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags, nach welcher Zeit das Schiff außer Hörweite kam. Es scheint, daß die Japaner gestern einen Angriff zu Land und zu Wasser auf Port Arthur geplant haben. Als die Russen dies bemerkt hatten, schickten sie ein Geschwader aus, um eine Schlacht zu liefern und zu verhindern, daß die japanischen Schiffe mit den Landstteitkrästen zusammenwirkten. Tokio, 7. Juni. Neuere Meldungen von dem Pott Atthur blockierenden Geschwader besagen, das kürzlich durch einen japanischen Torpedo zerstörte Kanonenboot war vom Typ des „Gremschaschtschi", nicht vom Typ des „Giljak", wie zuerst gemeldet wurde. — Admiral Katocka unternahm Rekognoszierungen nach Sanschantaio und Ta- kutao. London, 7. Juni. Der Sonderberichterstatter der „Times" an Bord des Dampfers „ömnun" drahtet unterm 6. Juni via Wei-hai-wei: Die Japaner haben ermittelt, daß die Küsten- Einfahrt vor Port Arthur von allen Hindernissen gesäubert ist. Doch istnichthinreiche ndKohle im Hafen vorhanden, um die Kriegsschiffe von großem Tiefgang in den Stand zu setzen, in See zu geben. Der Berichterstatter des „Daily Expreß" in Wei-hai-wei meldet, ein chinesischer Kaufmann, der aus Pott Arthur entkommen sei, sagte, daß Proviant und Munition dott überaus knapp wären. Paris, 7. Juni. „Es ist geschehen!" Diese Motte telegraphiette nach Berichten aus Petersburg Kuropatkin gestern an den Zaren. Man glaubt, daß es sich dabei um die Erfüllung eines von Kuropatkin gegebenen wichttgen Ver- prechens handelt. Die Stimmung der Petersburger Militärkreise ist durchaus zuversichtlich, weil alle Bettchte aus Kuropatkins Hauptguattier darin übcreinstimmen, daß die wichtige Positton Siuven russischetteits mit größter Hartnäckigkeit verteidigt werden soll. Ein russischer Erfolg an biefent irategisch wichttgen Punkte wäre die Vorbedingung des Entsatzes von Pott Atthur. In Gras Keller und Baron Stnckelberg sehe Kuropatkin die Männer seines Vettrauens. Diese haben Mittel gefunden, sich mit General Stössel in Pott Atthur regelmäßig zu verständigen. Stössel sendtt befriedigende Meldungen, desgleichen General Lennewitz. Petersburg, 7. Juni. Wie aus zuverlässiger Quelle ver- ichett wird, hat die Zögerung Kuropatkins mit dem Vormarsch auf Port Arthur hier ernste Besorgnis erweckt. Nach der letzten Sitzung des Kronrates befahl der Zar, Kuropatkin sofort zu benachrichtigen, daß er eine Abteilung zum Entsatz von Pott Arthur entsenden solle. Daraufhin erst mar- chiette Baron Stackelberg mit drei Divisionen ab. PortArthur oll mit Vorräten ausreichend verseh en sein. Ein großer Teil der Munition und Lebensmittel wurde aus Wladiwostok bezogen, welches trotzdem verproviantiett ist und jeder Belagerung Stand halten kann. London, 7. Juni. Ein Teil des 2. japanischen Armeekorps hält die Landzugänge zu Port Arthur bei Talienwan für Landungen verfügbar. Gleichzeitig ist ein Regiment berittener Truppen über Kaiping hinausgegcurgen, um bahinter die Eisenbahn schleunigst wieder herzustellen. — Das Abgeordnetenhaus hat in seiner heutigen Sitzung einen Antrag Oeser angenommen, die Erhöhung des Wohnungsgeld-Zuschusses an Beamte an die Budget-Kommission zu verweisen. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben sprach sich zu Gunsten einer Erhöhung des Wohnungsgeld-Zuschusses der unteren Staatsbeamten aus. Ein Antrag Faltin auf Vorlegung eines Gesetzes, durch welche die Rang- und Gehaltsverhältnisse der Land- und Amis- gerichts-Sekretäre mit denen der glcichattigen Verwaltungs- beamten gleichgestellt werden, wurde an die 15er-Kommissio«, @rftc9 Blatt. 154* Jahrgang Mittwoch 8. Juni 1904 Gießener rinzcigcr General-Ameiaer ” ** •sss'sfs."- ** Verantwortlich fQt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW i ihui irii, u mm.______________ zeigenteil: Pans Beck. überwiesen. AlSdcmn wurde noch eine Reihe von Petitionen erledigt. — Die „Natlib. Rorr." schreibt: ^Nachdem der Reichstag einstimmig die möglichst baldige Vorlegung der Abänderung des Militärpensionsgesetzes begehrt hat, besteht mindestens bei einem Teil des Bundesrates die Neigung, die Einbringung der Reform im Reichstage noch vor der Vertagung zu ermöglichen. Es würde dann vor der letzteren noch die erste Lesung und die Kommissionsverweisung stattfinden können. Mit Rücksicht auf die Finanzlage des Reiches gilt es nicht für wahrscheinlich, daß die Reform der Militärpensionsgesetzgebung schon im nächsten Etatsjahre in Kraft treten könne." — Der „Südd. Reichst." zufolge sind die deutsche und russische Regierung mit dem Austausch von Erklärungen beschäftigt, durch die zur Wiederaufnahme der mündlichen Handelsvertragsoerhandlungen der Grund gelegt werden kann. Daß die Verhandlungen zum Abschluß eines Handelsvertrags führen, stehe außer Zweifel. Einem Petersburger Blatte zufolge heißt es, Deutschland habe wesentliche Zugeständnisse gemacht, die Rußland die wirkliche, nicht nur angebliche Oeffnung der Grenzen für die Produkte der russischen Viehzucht verbürgen. Neustrelitz, 7. Juni. Der Kaiser sandte folgendes Telegramm an die Großherzogin-Witwe: „Ich stehe noch ganz unter dein Eindruck der wundervollen, /Vornehmen Feier, die der aufrichtigen Trauer um einen edlen Fürsten und Landesoater so warmherzigen Ausdruck gab. Dir aber, gnädigsten Tante, habe ich aufrichtigst zu danken, das; Du in Deinem Schmerz die alte Herzensgüte und Herzensfreundlich- keit Mir zu erkennen gabst, für die Ich Dir ganz besonders dankbar und erkenntlich bleibe. Möge Gottes Gnade Dir weiterer Trost und Stütze sein, auch aus dem letzten Schmerzenswege. Schone Dich nur, und nicht nur für Dich, sondern auch für diejenigen, die Dich von Herzen lieb haben und verehren, und rechne zu diesen immerdar Deinen treu ergebenen Neffen Wilhelm." An den Großherzog sandte der Kaiser folgendes Telegramm: „Unter dem Eindruck der weihevollen Trauerfeier für den edlen und ältesten Bundesfürsten, die so viel aufrichtige Liebe und Verehrung seiner Landeskinder zeitigte, gedenke Ich Deiner in herzlicher Freundschaft und bitte Gott, er möge Deine Negierung segnen zum Glück und zur Wohlfahrt Deines treuen mecklenburgischen Volkes. Wilhelm." Diez, 6. Juni. Mit dem S ch u l k o m p r o m i ß beschäftigte sich die Allgemeine Landesversammlung der natio- nalliberalen Partei in Hessen-Nassau, die gestern in Diez abgehalten wurde. Nach cingehenbem Referate des Abg. Patzig wurde folgende Resolution angenommen: Im Einverständnis ~ mit dem Landesausschuß der nationalliberalen Partei für den Regierungsbezirk Wiesbaden spricht die Versammlung die Erwartung aus, daß die nationalliberale Fraktion nur einem solchen Schulunterhaltungsgesetzent- rvurf zustimmen wird, welcher die betreffende Gesetzgebung bezüglich der Simult an s ch u le, insbesondere in der Provinz Hessen-Nassau, und ganz besonders die einschlagende Gesetzgebung Nassaus unverändert aufrecht erhält und die Neuerrichtung von Simultanschulen in anderen Landes- teilen ermöglicht.____________________________________________ Ausland. Paris, 7. Jmri. Kammer. In fortgesetzter Beratung der Vorlage über die zwe fahrige Dien st zeit wird der von dem Bonapartisten Cnneo d'Ornano eingebrachte Gesetzentwurf auf Einführung der einjährigen Dienstzeit und Anwerbung von Freiwilligen, die fünf Jahre dienen, mit 483 gegen 135 Stimmen abgelehnt. Artikel 1 des Gesetzes betreffend die zweijährige Dienstzeit, wonach jeder Franzose zum persönlichen Militärdienst vervflichtct ist, wird angenommen. Sei Beratung des Artikels 2, welcher alle Befreiungen vomMilitärdienst aufhebt, beantragen mehrere Redner, für solche Militärpflichtige, welche Ernährer ihrer Familie sind, Befreiung vom Dienst eintreten zu lassen. Jedoch wird Artikel 2 mit 437 gegen 133 Stimmen angenommen. Gmunden, 7. Juni. Für die heute stattfindende Hochzeit des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin mit der Prinzessin Alexandra von Cumberland ist die Trauer , um den Tod des Großherzogs von M.-Strelitz und der Prinzessin Marie von Hannover aufgehoben. Alle Häuser tragen reichen Schmuck an Blumen und Fahnen in den mecklenburgischen und hannoverschen Farben. Heute vormittag fand im Schlosse die Unterzeichnung des Ehevcrtrages und sodann die Ziviltrauung statt, welche der mecklenburgische Staatsminister Graf Bassewitz vornahm. Nach der Unterzeichnung der Urkunde erfolgte die Fahrt nach der Kirche. An der Feier nahm außer dem Herzogspaar von Cumberland und der Großherzoginwitwe u. a. teil der König von Dänemark mit einer Anzahl seiner Familienmitglieder. Sofia, 7. Juni. In einem Landstädtchen hatte eine Konferenz der Lehrer die Abschaffung des Religionsunterrichts in den Schulen beschlossen. Hierdurch wurden Protestkundgebungen der Bevölkerung des ganzen Fürstentums gegen die Lehrer hervorgerufen. Man verlangt Maßregelung der Lehrer, Von denen viele der s o z i a l i st i s ch e n Partei angchören. Konstantinopel, 7. Juni. Der Sultan beabsichtigt b~m Kaiser von Oe st erreich den vor einigen Jahren gestifteten osmanischen Hausorden „Chanedani ali osman", den bisher nur kaiserliche Prinzen sowie der deutsche Kaiser und der König von England besitzen, Zu verleihen. In der zweiten Hälfte des Juni begibt sich eine besondere Mission nach Wien, um dem Kaiser den Orden zu überbringen. Washington, 7. Juni. Präsident Roosevelt hieß die ihm heute durch den deutschen Botschafter Speck v. Sternburg vorgestellten deutschen Marineoffiziere herzlich willkommen und zwar in deutscher Sprache: er sagte, er denke .stets in größter Freude an den so willkommenen Besuch ihres hohen Vorgesetzten, des Prinzen Heinrich von Preußen, zurück. Kommodore Schröder brachte in seiner Erwiderung zum Ausdruck, wie sehr er die amerikanische Nation und ihr Oberhaupt bewundere: er hob hervor, daß die deutschen Schiffe in den amerikanischen Häfen die angenehmste Gastfreundschaft gesunden hätten. Die deutschen Marineoffiziere nähmen die angenehmsten Eindrücke mit und gedächten der amerikanischen Offiziere mit kameradschaft- lichen Gefühlen. Aus Stadt und Lund. Gießen, den 8. Juni 1904. Personalien. S. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem Geh. Kabinettsrat Gustav Römheld die Goldene Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. — S. Königl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrer Ludwig Reinhardt zu Wörrstadt die evangelische Pfarrstelle zu Bingen, Dekanat Mainz, übertragen. ** Stadttheater Gießen. Gestern abend sah unser alter Theatersaal wieder einmal seine alten Freunde wieder. Das Opereltenpersonal der Direktion Steingötter brachte uns seine erste Darbietung. Das Publikum, das recht zahlreich sich eingefunden Hatte, bewies dadurch, daß es den alten Bekannten vom Winter her noch dasselbe Interesse entgegenbringt und gespannt darauf war, die neuen Operettenmitglieder kennen zu lernen. Für die erste Vorstellung war Millöckers „Be t te l stu d en t" ausersehen. In diesem Werke vereinigt sich alles, was man von einer guten Operette ver- langt: geschmeidige und doch charaktervolle Musik und eine ansprechende Handlung, deren Text sich vom allzu Possenhaften freihält, wenn er in Einzelheiten auch kleine Schwächer: zeigt. Das Volksempfinden macht, wie es auch bei unseren guten Volksliedern sich zeigt, den Adel der einheitlichen Stimmung, der in allen echten, ob heiteren oder tragischen Kunstwerken ruht, sich zu eigen und bewahrt solchen Werken seine dauernde Wertschätzung. Daher kommt es, daß des Heimgegangenen Komponisten „Bettelstudent" zu unseren populärsten und besten Operetten gehört. Unsere Nauheimer Gäste brachten uns das Werk in einer recht guten Darstellung, die einen vollen Erfolg hatte. Das in dieser ersten Vorstellung noch etwas zu einfach ausgestattete äußere Ansehen der Bühne wurde ausgeglichen durch das vornehme Gesamtspiel und durch die prächtigen Leistungen einzelner Kräfte. Der Bettelstudent in der Person des Herrn Rode gefiel darstellerisch sehr gut und erwies gesanglich einen recht guten, für eine Operette vielleicht etwas zu langsamen und schweren Tenor. In der schönen, weichen Partie „Von allen Reizen hat die Polin die exauisitesten vereint" gab er sich besonders Mühe, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Herr Arndt vertrat seine Rolle mich gut und nahm am Beifall, der dem späteren Duett mit Bronislawa zuteil wurde, gerechten Anteil. Besonders aber die Damen leisteten vorzügliches. Frl. Herms als Laura ist ebenso anmutig in ihrem darstellerischen Können wie erfolgreich im Gesang. „Tie Eh' macht dann erst Spaß der Frau, gehorcht der Mann genau" u. s. f., das wurde mit großem Beifall ausgezeichnet. Auch Frl. Pelerp, die zierliche und temperamentvolle erste Soubrette, hat sich aufs beste bei uns eingeführt. Ihre schönsten und gelungensten Partien waren wohl das Duett „Dieses Eine bitt' ich Dich: liebe mich" und „Alle Liebe raubt mir nicht den gesunden Appetit. Tie Gräfin Nowalska erfuhr durch Frau Wingert ebenfalls eine gute Verkörperung. Darstellerisch trat besonders der Oberst Ollendorf des Herrn Do dl vorteilhaft hervor. Daneben erschienen die alten Bekannten vom letzten Winter: die Herren Achterberg, Tamke, Conradi, deren Auftreten als sächsische Offiziere bezw. Soldat im stillen freundlich begrüßt wurde. Ter Musik unter Kapellmeister Hüsing gebührt ebenfalls ein Anteil am Erfolg. Die Vorstellung bedeutete im ganzen einer: guten Anfang. Hoffentlich waltet über der nächsten ein gleich günstiger Stern. ** Abonnements-Konzerte der Militärkapelle. Das erste Abonnement-Konzert, welches von unserer Regimentsmusik morgen, Donnerstag abend, im Neuen Saalbau gegeben wird, enthält folgendes Programm. 1. Ungarischer Marsch von Bcrlioz, 2. Ouvertüre „Donna Diana" Reznicek, 3. Chor und Arie aus Elias, Mendelssohn, 4. Der Ball aus Struensee von Meyerbeer, 5. Ouvertüre „Tannhäuser" von Wagner, 6. Blumen-Walzer von Tschaikowsky, 7. Rosenlieder von Eulenburg, 8. Fantasie aus der Walküre von Wagner, 9. Armee-Märsche mit Heroldstrompeten, 10. Ouvertüre „Des Falkners Braut" von Marschner, 11. Hiawatha von Moret, 12. Wiener am Land, Humoristisches Potpourri, von Komzak. — Sicherlich werden diese Veranstaltungen der Militärkapelle wieder denselben ungeteilten Beifall finden wie im vergangenen Jahre. Da hat es sich, selbst wenn einmal die Witterung nicht ganz günstig war, immer gezeigt, daß Musikdirektor Krauße mit seinen Musikern bei den Gießenern ein gutes Ansehen genießt und daß man diese Darbietungen denen auswärtiger Militärkapellen vorzog. Wenn das Wetter morgen so schön bleibt wie heute, werden die Abonnements-Konzerte einen schönen Anfang nehmen. ** ZumBahnhofs timbauGießen. Heute wurde die Fahrkartenausgabe, die Gepäck- und Handgepäck-Abfertigung in die hierfür neu errichteten Räume des nördlichen Flügels verlegt und damit neben dem bisherigen Durchgang zu den Wartesälen und Main-Weser-Zügen ein zweiter geräumiger Zugang zu sämtlichen Bahnsteigen für das Publikum geschaffen. ** Verhaftung. Der Geschäftsführer Kronenberg von der Firma H. C. Werner wurde wegen Unregelmäßigkeiten, die sich beim Konkurs dieser Firma ergaben, verhaftet. ** Besitzwechsel. Frau S. Oppenheimer, Cigarrenhandlung, kaufte für 52 500 Mk. das Haus Bleichstraße 32, dem Kaufmann H. Völzel gehörig. i. Crumbach, 7. Juni. Die Firma Rinn u. Cloos in Heuchelheim hat in ihren neu erbauten Zigarrenfabriken den Betrieb ■ eröffnet. § Ulrich stein, 6. Juni. Die heute, gestern und vorgestern hier stattgehabte 4. L o k a l - G e s l u g e l a u s st e l l - u n g des Vogelsberger Geflügel- und Vogelzuchtvereins gestaltete sich gestern zu einem Volksfeste, so zahlreich waren die Gäste erschienen. Der Verein hatte aber auch sehr Tüchtiges in dieser Ausstellung geleistet. Verschiedentlich hörte man von den Rassenzüchtern, daß Liefe Ausstellung alle ihre Vorgänger übertroffen habe. Tie 200 ausgestellten Nummern von Geflügel waren in einer sehr schön dekorierten, geräumigen Halle untergebracht, die unmittelbar ihr Eingangstor zur Festhalle öffnete, wo die Kapelle des Thüringer Ulanenregiments Nr. 6 konzertierte. Begeistert stimmte man in das Hoch auf Se. König!. Hoheit den 'Großherzog ein, das der Ehrenvorsitzende, Geh. Regierungsrat Schönfeld aus Schotten am Schlüsse einer Ansprache ausbrachte. Die Prämiierung des Geflügels fand am Samstag nachmittag statt. Die vielen und wertvollen Ehrengeschenke ließen es zu, daß eine große Anzahl Aussteller mit Preisen bedacht werden konnte. Ten ersten Ehrenpreis für Gesamtleistung erhielt Herr Södler zu Nieder-Gemünden. R. B. Darmstadt, 7. Juni. Zu Ehren des Vereins Deutscher Ingenieure, der den zweiten Tag seiner Hauptversammlung in Darmstadt abhielt, hatte heute unsere Stadt zahlreichen Fahnenschmuck angelegt. Schon um 9 Uhr rüh brachten uns zwei Extrazüge die auf 700—800 Teilnehmer geschätzte Festversammlung, die schon am Bahnhof durch Musik bewillkommnet wurde. Während der männliche Teil der Versammlung alsbald mit den festlich geschmückten Wagen der elektrischen Straßenbahn sich zu ernster Beratung nach der Aula der Technischen Hochschule begab, machten die Damen in etwa 40 Wagen eine Spazierfahrt durch unsere Stadt und die herrlichen Waldungen über Oberwaldhaus, wo das Frühstück eingenommen wurde, nach der Ludwigshöhe. Die Festsitzung in der Hochschule wurde von dem Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. v. Linde-München mit einer kurzen Begrüßung eröffnet. Dann nahm der Rektor der Technischen Hochschule, Prof. Dr. Dingeldey, das Wort zu einer herzlichen Bewillkommnung der so stattlichen Schar von Fest- teilnehmcrn, und auch Herr Oberbürgermeister Morneweg begrüßte dieselben mit einer herzlichen Ansprache. Der Rektor magnificus teilte mit, daß die Hochschule aus Anlaß des Jngenieurtages an drei verdienstvolle Männer den Doktor- Jngenieurtitel ehrenhalber verliehen habe, nämlich Herrn Maschinenfabrikanten Ludwig Ehrhardt (Firma Ehrhardt u. Sommer) in Schleifmühle bei Saarbrücken, Oberbaurat Prof. Ernst in Stuttgart und Geh. Rat Prof. Riedler in Berlin. Nach dem Dank des Vorsitzenden für diese ehrenvolle Auszeichnung, die auch die deutschen Ingenieure ehre, rourbe der geschäftliche Teil der Tagung erledigt. U. a. berichtete Herr Geh. Rat Prof. v. Borries über den Stand der Vereinsarbeiten, wobei er erwähnte, daß das große Technolexikon, das der Verein mit einem Kostenaufwand von 350- bis 400 000 Mk. heraus- giebt, flott vorwärtsschreite. In der darauf im neuen Physikalischen Institut arrangierten Sitzung hielt Geh. Baurat Prof. Guterm ut h einen fachwissenschaftlichen Vortrag über Dampf, turbinen, der auch durch zahlreiche Lichtbilder-Darstellungen erläutert wurde. Von 1 Uhr ab waren alsdann sämtliche Teilnehmer wieder mit ihren Damen zum Mittagessen im städtischen Saalbau vereinigt. Be: dem Festessen brachte Staatsminister Dr. Rothe einen Trinkspruch aus, in dem er im Namen der Staatsregieruug die Festteilnehmer begrüßte und seine Genugtuung darüber aussprach, daß der Verein auch Darmstadt zu seinen Tagungen ausersehen habe. Die Errungenschaften der letzten Jahre verdanke das Gemeinwesen von Darmstadt neben fleißigem zielbewußtem Arbeiten nicht zum wenigsten den Errungenschaften der modernen Technik, die in den Räumen der Technischen Hochschule allezeit eine gute Heimstätte habe. Möge es Ihnen, so schloß der Redner, nach Beschluß Ihrer Tagungen möglich sein, mit Genugtuung und Befriedigung auf das Errungene zurückblicken zu können. Er trinke auf das Wohl des Vereins deutscher Ingenieure lind dessen weiteres Wirken. Geh. Rcgierungsrat Professor Dr. Borries-Berlin gab dem Danke des Vereins nnd seiner Gäste Ausdruck für die Worte, die Staatsminister Rothe an die Versammlung gerichtet habe. Mit besonderer Genugtuung habe der Verein empfunden, daß die Vertreter der Großh. Ltaatsregierung, die Herren Staats- und Finanzminister den Verhandlungan beiwohnten. Wo Finanz und Technik zu- sammen arbeiteten, könne der Erfolg unmöglich ausbleiben. — Am Nachmittag wurden Besichtigungen der Dampfkesselfabrik (Aktien-Gesellschaft, vormals Rodberg), des neuen Kraftwerks, des Maschinenbau-Laboratoriums der Technischen Hochschule und des elektro-technischen Instituts, sowie der E. Mcrck'schcn chemischen Fabrik und des städtischen Gas- werks vorgenommen, worauf gegen 7 Uhr abends die Rückfahrt der Festgesellschaft nach Frankfurt erfolgte. Darmstadt, 6. Juni. Ueber die Einnahmen deS Wohltätigkeitsfestes am ersten Tage machen Darmstädter Blätter folgende Mitteilungen: Außer den 5000 Mk. in bar gestifteten Beträgen wurden an einzelnen Ständen vereinnahmt: Russische Bude 2643,34 Mk., Büffets 2002,74 Mk., Tombola mit Verkaufsstand 1890,98 Mk., Postkartenstand 1511,62 Mk., Sektzelt 812,90 Mk., Blumenstand 659,80 Mk., Konditorei 317,11 Mk., Mandolinenklub, Tiroler und Italiener 103,34 Mk., Silhouettenschneiderbude 90 Mk., zusammen 10 040,84 Mk. Dazu kommen etwa 2000 Mk. Eintrittsgelder, so daß schon am ersten Tage eine Gesamteinnahme von rund 17 000 Mk. zu verzeichnen ist. — Das Gesamt- Bruttoergebnis beider Tage wird auf ca. 25 000 M. geschätzt. R. B. Lorch, 8. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Hier ist heute früh eine furchtbare Bluttat verübt worden. Im Ort waren seit längerer Zeit häufig Einbrüche und Diebstähle verübt worden, ohne daß es gelungen wäre, die Verbrecher zu verhaften. Es wurde deshalb eine ständige Nachtwache, die patrouillieren mußte, eingerichtet. Ns nun heute früh der Polizeidiener Schneller, ein langjähriger, treuer Beamter, patrouillierte, wurde er von mehreren Männern bei einem Spargelfeld in der Nähe des Dorfes überfallen und durch Revolverschüsse getötet. Ein in der Nähe des Tatortes wohnender Landwirt, der durch die Schüsse aufgeschreckt wurde, fand den Unglücklichen als Leiche vor. PL Wetzlar, 7. Juni. Der hiesige Geschichtsverein hat vor ganz kurzer Zeit ein Zimmer zur Aufbewahrung historisch interessanter Gegenstände erhalten: es ist das Zimmer, das einst Jerusalem, der unglückliche Freund Goethes, bewohnte. Hier wird jetzt auch der bei Stcindorf gemachte Fund Aufnahme finden. Die hier gefundenen Gegenstände bestehen aus drei anscheinend gegossenen größeren Stücken, zwanzig Ringen, drei Scheiben und zwei Blechen. Alle Stücke sind oxydiert. Leistungen großer Kunstfertigkeit stellen sie nicht dar. Die Fundstücke können etwa 2000 Jahre alt sein. Die Ringe mögen Arm-, Bein- oder Halsringe gewesen sein; die Scheiben waren jedenfalls Pferdeschmuck. Die Gußstücke lassen auf eine Werkstatt schließen, doch es fehlen Asche und Schlacken; Grabstücke könnten eS auch gewesen sein, doch es fehlen Knochenüberreste. Schon in den Jahren 1816 und 1817 wurden in einem im Auftrage des Prinzen Ferdinand von Solms-Braunfels geöffneten germanischen Grabhügel in den solmsischen Waldungen neben vielen Urnen auch eine Anzahl Schmuckgegenstände und Geräte aus Erz — einer Mischung von Kupfer und Galmei — gefunden, die jetzt auf Wunsch des Kaisers sich auf der Saalburg befinden. Damals fand man auch nicht weit von dem jetzigen Fundort mehrere Ringe, darunter ein schöner Bronzeguß, eine Art Krone, die wohl einst einer vornehmen Germania als Kopfschmuck diente. Es sei noch erwähnt, daß von dem Fundort, der Römerschanze heißt, noch heute in Steindorf erzählt wird, es sei dort eine ^goldene Kutsche" vergraben. Frankfurt a. M., 7. Juni. Der Magistrat hat den Antrag der Stadtverordnetenversammlung betreffs Erweiterung des städtischen Wahlrechts wiederum abgelehnt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Lützellinden ist jetzt auch em Turnverein entstanden, der m den ersten Tagen seme lttbunS jirr*1:112^ —' » Berlins - Rietet« * Karlsruhe der Oeschc 1 ' * Kopenhag.e Briefe aus Dmenk« * Wien, v. jua ta MH-, d°s »kl 26|ä6r'9‘n -"ch in bie SrB" M bm ®>tb Sonn nZ?,.wobei S?en des andern Y°n drei U bestz^ der Zij. lesi". Wiese ,Ä1 wit > 20 u eit > Arbeit"! ■Qm ficken -ai 3^M Qn' den t'Ls- re Trahtbericht.) $ uttat verübt häufig Einbrüche» es gelungen deshalb eine M eingerichtet. ®5 schneller,^' fierte, wurde er irgelfeld in der hRevolvers ortes wohnend»^ hreckt wurde, F siqeGeschicht^' m« - stände * dernnglüMK t auch der bu- ! bi« rf**- -d 9'9*’J* ** "IC** 'Simen et»' iebtN«1“ 1(i 6 it«tt i» “Ä*9,’b* i»iä* S 6«l"“ > «* ö»* ,««««< i ! fei l»1',6 , i ttne 'S äM L -d-- t ut lOt her N b’S üg^nilife I 1,ä>'n <% J“ ”1* I «&*«« I '""»ec d,» ?° 1$ I ">» l)«b? *,u I s Itbe ber ? e °v- *te öetr9eftftlii: I**m2** ?*»*?’** J- ^>rat Pr»i «ÄS'* »«Atz bin<Ä"* * M °"s, in dem . 2°^ rach, baß der Ve^ «usersehen habe. $; an.e ba§ ©emeinnjejf» ^tem Arbeiten M der modernen Technik Hochschule allezeit ei. ' ’° schloß dec Mut- 1 'e,n' wit ©enugtuun- Elicken zu könm S deutscher Jngeniecc teg'erungSrat Profess« des Vereins nnd seine taatsminisier Rothe c: besonderer Genugtuuic Vecketer der (Stojii lnb Finanzminister k nanz und Technik unmöglich ausbleibe lngen der Dampskessc Rodberg), des neu: mtoriums der Teil' nischen Instituts, sec i nb des städtischen Gfe Uhr abends die W- i erfolgte. )ie Einnahmen dkl i Tage machen Jona« \ Außer den 5000 11 an einzelnen Stände !k., Büffets 2002,74 B 3 2Jlt., Mkartenslae imenstand 659,80 M! ), Tiroler und Italier^ 90 M., zusamme i 2000 Mk. Eintritt-J . eine Gefainteinnah' t ist. - Das ©eforci d auf ca. 25 000 5- Kerichtssaat. th. Gießen, 8. Ium. Die Fo r tbi l d u n g s sch ü l e r in Burkhardsfelden hatten ihr Riechorgan mittels Schnupftabak derartig gereizt, daß, als der Lehrer den Unterricht beginnen wollte und zu dem Zweck die Klasse betrat, ihm die 15—16jährigen Burschen in allen nur denkbaren Tönen entgegen niesten. Dieser sonderbare Niesunfug wäre nun für die Nieser nicht schlimm gewesen, um der Ungezogenheit aber die Krone aufzufetzen, schnupften fünf der Buben nach beendetem Unterricht aufs neue und begleiteten niesend den Lehrer auf dem Nachhausewege. Von amtswegen erfolgte die Anzeige wegen Beleidigung des Lehrers Buß. Das Schöffengericht sah wohl die Sache als dummen Bubenstreich an und erkannte auf Freisprechung. Anders aber dachte gestern die Strafkammer, vor welche die Angelegenheit in der Berufung zur Verhandlung kam. Es erfolgte Verurteilung, und zwar wurden drei Angeklagte zu zwei Tagen Gefängnis verurteilt, obschon der Staatsanwalt nur Geldstrafen beantragt hatte. Die Autorität der Lehrer muß geschützt werden. — Wegen Gotteslästerung hatte sich ein 50 Jahre alter Landwirt von Langenhain vor der Strafkammer zu verantworten. Der Angeklagte soll im Jahre 1902/1903 in zwei Fällen Gott gelästert haben: er erklärt jedoch, daß dem nicht so sei und daß, wenn er wirklich ähnliches geäußert habe, wie ihm nachgesagt werde, er dies nur in trunkenem Zustande getan haben könne. Die Beweisaufnahme ergab, daß in einem Falle, während draußen auf dem Felde die Ernte reif war und es fortgesetzt regnete, eines Sonntags in der Wirtschaft der Angeklagte seine Unzufriedenheit mit dem Lenken der Dinge in lästernder Weise ausgesprochen hat. Als ein älterer Mann ihm diese Rede verwies, soll der Angeklagte in bezug auf die Gottheit nach der Bekundung von zwei jungen Leuten, die in der Verhandlung dies unter Eid erklärten, eine unflätige Aeußerung getan haben, der er noch weitere schlechtere Redensarten anfügte, sodaß zwar ein Teil der Zuhörer lachte, ein Teil aber doch Aergernis daran nahmen. Im zweiten Falle war es bei den Kriegerfestspielen, wo draußen ein böses Gewitter wütete, als der Angeklagte nochmals eine derartige Aeußerung tat Festgestellt wnrde, daß der Angeklagte im ersten Falle stark Branntwein getrunken hatte, aber doch seiner Sinne mächtig gewesen ist. Der Pfarrer der Gemeinde, als Zeuge gehört, erklärte, daß er von einem Kirchen- .atsmitgliede über eine der Gotteslästerungen gehört habe; er habe den Mann zu sich kommen lassen und ihm Vorhalt über seinen Frevel gemacht. Dieser hat damals erklärt, er wisse von dem, was er gesagt haben soll, nichts, er hat dann betont, daß er doch kirchlich gesinnt sei und solche Sünde nicht begehen werde. Der Pfarrer will dann dem Angeklagten zugeredet haben, die Wahrheit sagen, er würde ihn. wenn er die Lästerung begangen und dies -ugebe, nickt zur Anzeige bringen; vom Abendmahl müsse er ihn dann ausschließen und ebenso könne er auf ein christliches Begräbnis dann keinen Anspruch machen. Der Angeklagte habe aber damals beteuert, daß er Wert darauf lege, zur christlichen Gemeinschaft zu gehören, daß er nicht wisse, gefehlt zu haben; wenn es aber geschehen sei, sei es in angetrunkenem Zustande «kassiert, und er bitte, man möge ihm die Sünde verzeihen, dies 'jlet dann auch geschehen. Der Pfarrer fügte hinzu, der Angeklagte 5abe seine Kinder kirchlich erzogen, sei, wenn er nicht getrunken Labe, ein recht vernünftiger und braver Mann. Der Gerichtshof Sonnte nicht umhin, den Angeklagten nach der Beweisaufnahme sfür einen Fall der Gotteslästerung mit sechs Wochen Gefängnis M verurteilen, wobei man mildernd in Bettacht zog, daß der Mann nicht nüchtern gewesen sei, als er die Aeußerung tat Wegen des anderen Falles erfolgte Freisprechung m Ueberem- stimmung mit dem Anttag des Staatsanwalts, der aber em Straf- Maß von drei Monaten beantragt hatte. d. Mainz, 6. Juni. Heute hatte sich vor dem Schwurgericht der 21jährige Maurer Jakob Guthy aus Heppen- Leim a. d Wiese (bei Worms) wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung zu verantworten. Der Angeklagte hatte am Albend des 20. Dezember v. I. in einer dorttgen Wirtschaft mit einem Arbeiter einen kleinen Streit, bei welcher Gelegenheit er einen Schlag auf die Nase erhielt. Erst eine Stunde spater fSrtm über den Angeklagten wegen des Schlages eine derarttge Erlegung, daß er nach Hause eilte, das doppelläufige Jagdgewehr sseines Vaters holte uni> es unterwegs zur Wirtschaft mit Schrot- rtatronen lud An b'r Wirtschaftstür angekommen, öffnete er biiefe und legte das Gewehr auf den gänzlich unbeteiligten Maurer Johann Deis an, den er mit dem abgefeuerten Schuß auf der rtirnergaben Hebungen beginnt Der Verein beabsichtigt, dem Turngau Hessen belüfteten. Vermischtes. * Berlin, 6. Juni. Der frühere Rechtsanwalt Dr. Fritz Friedmann hat gegen den verantwortlichen Redakteur der „Staafsb.-Ztg." einen Beleidigungsprozeß angestrengt, wett ihm in einem Artikel der Vorwurf über ein schnödes Verla «sen seiner drei bisherigen Ehefrauen re. gemacht worden war. Der Verteidiger soll interessante Enthüllungen zu diesem Thema vorbereiten. Zum Beweise der Wahrheit wird die V e r n e b m u n q drei Ehefrauen des Klägers stattfinden. , 7- Die Unterschlagungen bei der Borbecker Spar- und Kreditkasse betragen nach genauer Revision nahezu 9 O O O O O M k. Ter frühere Aussichtsrat soll zur Schadloshaltting der Aktionäre heran- gezogen werden. Der flüchtige Direktor Holdmann ist un- auffindbar. . * Aerleberg, 7. Juni. Der hiesige Kassenrendant Kramer, der wegen Defraudation von 60OOO Mark flüchtete, ist in Altenhunden verhaftet worden. . * K ar^r nhe, 7. Juni. Nach hierher gelangten Nachrichten ist der Geschäftsleiter der deutschen Waffen- und Munitionsfabrik in Karlsruhe, Tirekwr Platz, der sich auf einer 4 m erifareife befand, während derselben an einem Hitz- schlage gestorben. .* Kopenhagen, 7. Juni. Eine große Anzahl Geld- btiefe aus Amerika ist auf dem Wege nach Europa geöffnet Mw der Inhalt geraubt worden. Die Diebstähle scheinen in Amerika verübt zu sein. * Wien, 6. Juni. Gestern abend wurde am Fleischmarkt in der Nahe des Hotels zur Post ein junges Mädchen von der 26iährigen Elisabeth (strafferer durch einen Stich in die Brust mit einem .Küchenmesser ermordet. Man hielt den Mord anfangs für eine Tat aus religiösem Wahnsinn. Es stellte sich aber durch das Geständnis der Strafferer heraus, daß sie den Mord aus Eifersucht begangen hatte. Beide Frauenzimmer beichteten bei demselben Dominikanerpriester, um dessen Gunst sich die Sttasserer besonders bewarb, Sie glaubte aber, daß sie durch die Wokac verleumdet und aus der Gunst des Priesters verdrängt worden sei. Dafür rächte sie sich nun durch dem Mord. (!!) * Sebastopol, 7. Juni. Aus dem hier verankerten Hilfskreuzer „Smolensk" fand eine vermutlich von Anarchisten veranstaltete Explosion statt. Details fehlen noch. * Victor (Colorados, 6. Juni. In einer Versammlung der Bergwerksbesitzer, die den D y n a m i t a n s ch l a g auf dem Bahnhof Jndependence zum.Gegenstand hatte, kam es zu Streitigkeiten, wobei eine Person erschossen und sechs andere verletzt wurden. Die Miliz ging gegen die Versammluugshalle vor, von der aus der Union augehörende Arbeiter auf die Truppen feuerten. Sieben Bergarbeiter wurden erschossen. Die Gesamtzahl der bisher im Crippleereek- bezirk Umgekommenen wird auf 21 geschätzt. 1OO unionistische Bergarbeiter wurden abends verhaftet. Kunst und Wissenschaft. — Direktor Otto Neumann-Hofer in Berlin stellt selbst die Nachrichten über seine Frankfurter Theater- 0 l ä n e richtig. Er schreibt, daß er das Orpheum in Frankfurt a. M. nicht gepachtet habe, daß er aber das neue Theater l„Lc ssing-Theater") nach glücklich erledigter Prüfung der Baupläne zu bauen gedenke. Stelle tötete. Als dem Angeklagten von den erschreckten Gästen das Gewehr entwunden werden sollte, ging der zweite Schuß los und traf den Landwirt Peter Mäder in den Leib. M. starb auf dem Transpott nach dem Hospital in Worms. Der Oberarzt der Gießener Universitätsklinik, Dr. Daunemann, bezeichnete in seinem ausführlichen Gutachten auf Grund seines Beobachtens den Angeklagten als einen abnorm veranlagten, nervösen Menschen, der hart an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit stehe. Es beständen Zweifel, ob nicht die freie Willensbestimmung während der Tat bei dem Angeklagten ausgeschlossen gewesen sei. Die Geschworenen verneinten nach längerer Berattmg die Frage auf den Totschlag, bejahten dagegen die auf Körperverletzung mit tödlichem Erfolg unter Ausschluß mildernder Umstände, ebenso wurde im zweiten Fall die Frage auf fahrläfsige Tötung bejaht. Das Gericht erkamite auf eine Gesamtstrafe von 53/4 Jahren Zuchthaus. R. B. Darmstadt, 8. Juni. (Eigener Drahtbettcht.) Vor dem Schwurgericht begann heut: vormittag die Verhandlung über die sensationelle Mordaffäre in Harpertshausen, wo der Gastwitt Rotärmel angeklagt wird des vorsätzlichen Mordes an dem Einsitzer Josef Wältz. Es sind gerade 1OO Zeugen und eine Reihe von Sachverständigen geladen. Auf Anordnung des Gerichts wurde ein Teil des Fußbodens des Zimmers, in welchem der Mord stattfand und woran man noch die Blutspuren sieht, sowie das Gewehr, mit dem sich der Ermordete nach der Behauptung des R. selbst erschossen haben soll, herbeigebracht. Die Vernehmung des Angeklagten, der jede Schuld bestreitet, dauerte bis in die Mittagsstunde. Braunschweig, 7. Juni. Tas Kriegsgericht der 20. Division verurteilte den Reservisten Kohler vom 92. Jus.-Regt. zu vier Monaten Gefängnis wegen Beleidigung eines Offiziers in der Trunkenheit. Anfangs- u. Schlußknrje. Wir . 219.70 . 138.00 . 189.40 . 199.25 Ruhig. Bank sich getrennt hatten und die Pfälzische Bank in Ludwigshafen einer anderen Gruppe angehörte, als die Frankfurter Niederlassung des Instituts. Der Kurs der dreiprozentigen Hessen wurde am Samstag in Frankfurt a. M. noch mit 87,40 und in Berlin mit 87,50 notiert, gestern stellte sich der Frankfutter Kurs auf 87,90. Oest. Kredit . . . Deutsche Bank Darmstädter Bank . Bochumer Guß . Harpener Bergbau Tendenz: 201.12 219.40 138.25 189.12 199.60 Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 7. Juni 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prioat-Diskont 27/8 Prozent. Dreivrozentige hessische Staatsanleihe. haben bereits kurz mitgeteilt, zu welchem Preise und welchem Konsortium die neue hessische Staatsanleihe begeben wurde. Charakteristisch ist, daß sich trotz des für eine Staatsanleihe doch recht kleinen Bettags nickt weniger als fünf Gruppen mit insgesamt 31 Firmen um die Anleihe beworben haben. Weiter ist aufgefallen, daß der A. Schaaffhaufensche Bankverein und die Tresdener Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter Juni 1904. -'S' s UD ^0.5 l-> p VD <5 c 7. 7. 8. 216 9’5 726 746,0 25,2 746,4 16,5 745,9 14,4 10,6 9,6 9,0 Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ 45 W. 69 NE. 74 NNW. 1 2 Sonnenschein Heller Himmel i Sonnenschein I 6.-7. Juni = + 25,1 u C. 6.-7. - -4- 12,6 UC. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag den 9. Juni 1904: Zeitweise molkig, bei kühler Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert, andauernd trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Luft am 8. Juni 1904. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 18°, Luft 22°. Albert Nübsamen. Familien Nachrichten. Verlobte: Rost Hecht (Homberg a. d. O.) und Siegmund Wartenberg (Frankfutt a. M.l. Ncnclte Meldungen. Originaldrahtmelduugen des Gießener Anzeigers. Berlin, 8. Juni. Der Kaiser begab sich vom Schlöße Bellevue aus auf seinem neuen großen Automobil nach dem neuen Palais. Berlin, 8. Juni. Dem Reichstage wird vor der Vertagung oder vor dem Schluß noch eine größere Nachtrags-Forderung für den Feldzug in Südwestafrika zugehen. Paris, 8. Juni. Ein furchtbares Unwetter ist über Mamers niedergegangen. Die ganze Umgebung wurde in kurzer Zeit überschwemmt. Die Einwohner waren von der Außenwelt gänzlich abgeschnitten. Den letzten Meldungen zufolge sind 20 Personen umgekommen. Der Schaden ist ungeheuer. Zahlreiche Bewohner mußten aus den Häusern gerettet werden. Paris, 8. Juni. Das französische Burenkomitee unternahm zusammen mit Burenkomitees anderer Länder Schritte zur Lösung des Vertrags, der den Burengeneral Cron je verpflichtet, bei einer Burena uf f ü hru n g in St. Louis mitzuwirken. Die zur Zahlung der Kon- ventionalsttafe sowie zur Sicherstellung der Zukunft Cronjes erforderlichen Summen sollen durch einen Aufruf des Ex- präsidenten Krüger aufgebracht werden. Brüssel, 8. Juni. Unweit der Ortschaft Laetem erschossen Gendarmen, in der Meinung, Wilderer vor sich zu haben, einen Feldhüter, dessen Sohn und einen Schöffen. Mostar (Bosnien), 8. Juni. In Visica kam es wegen Besitzstreitigkeiten zwischen Begs und den Bauern zu blutigen Kämpfen. 2 Bauern blieben tot auf dem Platze, 4 Begs und 6 Bauern wurden schwer, 6 Bauern leicht verwundet. Pretoria, 7. Juni. Die umlaufenden Gerüchte von der Erm ordn kg Weißer durch Eingeborene in dem Bezirk Zoutpansberg werden amtlich für unbegründet erklärt. Zugleich sind, um die Ruhe unter der dortigen spärlichen weißen Bevölkerung wieder herzustellen, die sich zweifellos in großer Erregung befindet, beträchtliche Verstärkungen an Wachtmannschasten nach Zoutpansberg entsandt worden. Auch traf die Polizei die nötigen Maßnahmen zum Schutze der Farmer, die in den dem Angriff ausgesetzte» Gegenden wohnen. Bom Kriege. London, 8. Juni. „Daily Telegraph" meldet aus Tokio vom 7. Juni: Ter Kommandant der vierten Flotille;, welche von Rekognoszierungen vor Port Arthur an ihretc Standort zurückgekebrt war, b.-richtete über den am 4. Juri erfolgten Untergang eines seinem Namen nach unbekanr-- ten russischen Kanonenbootes vom Typ „Giljak". Zugleich meldete er, daß ein zweites russisches Kl.- nonenboot vom gleichen Typ ungefähr zu derselben Zeit eine Meile von der Küste in die Lust geflogen sei. Tokio, 8. Juni. Tie Russen ergriffen scharfe Maßregeln, um die Chinesen am Verlassen von Port Arthur ^11 verhindern, damit sie keine militärischen Geheimnisse verraten. Wie es heißt, werden viele Chinesen zur Arbeit gezwungen, erhalten aber kein Geld. Tie Japaner haben die Hügel in der Nähe des Jalu nach den Offizieren benannt, die sich in der Schlacht ausgezeichnet haben. Yokohama, 8. Juni Weitere russische Truppen sind auf dem Marsche nach dem Süden. Militärische Kreise in Tokio sind der Ansicht, daß der Versuch der Russen, Port Arthur zu erreichen, zu spät unternommen wird. Er hätte vor der Schlacht bei Kintschau unternommen werden müssen In der Umgebung von Niutschwang haben die Russen Minen gelegt und Forts errichtet. Es stehen dort 5000 Mann. Tie Marineoffiziere hoffen, den Kreuzer Joshino heben zu können. Es ist aber unmöglich, den Hatsuse zu heben, da er in 'zu tiefem Wasser liegt. Nur die Geschütze können geborgen werden. An der Söul-Fusan- Bahn brachen unter den Koreanern Unruhen aus. Die japanische Gendarmerie feuerte unter die Menge und tötete drei Personen. Die Bahn Söul-Widju ist auf 2 Meilen probeweise dem Verkehr übergeben worden. Paris, 8. Juni. Aus Petersb^irg wird dem „Herald" berichtet: Aus der mandschurischen Bahn entgleiste ein Militär- und Zivilzug. Der Zug führte einen Schlafwagen mit, dessen 3 0 In fassen, meist Fra nen und Kinder, getötet wurden. Die Lokomotive fiel in' einen Straßengraben. Leider war keine Hilfe für die zahlreichen Verunglückten am Unglücksorte möglich. Sie tourben in -bte Unversehrt gebliebenen Magen gehoben und mittelst einer Hilfsmaschine nach der nächsten Station gebracht Paris, 8. Juni. In K'awan, 8 Kilometer nördlich von Gensan, befindet sich gegenwärtig das Hauptquartier der Ost-Korea durchstreifenden Kosaken. Vorc Kawan gehen relativ gute Straßen nach Gensan, Söul nnd Pingyang. Auf letzterer Straße befinden sich mehrere Kosaken-Äbteilungen, die sich vorsichtig Pingyang nähern, wo vor wenigen Tagen eine starke japanische Besatzung eintraf. Telephonisches« Kursbericht fr'rane-itnrt a. 31., 8. Juni. 3V2o/o Reiohflanleihe . . 102 00 3-i/. do. ... 90.20 3V,% Konsole .... 101.90 3 °/n do. 90.20 Hessen .... 99.95 37,% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 100.90 41,'6% Oesterr. Silberrente 100.10 4% Ungar. Goldrente . . 99.30 40/n Italien. Rente , . . 103.20 4’ ,% Portugieser , . . 61.00 q0/ Portugiesen. .... 60.00 1% C. Türken .... —.— Türkenlose 128.00 4% Grieoh. Monopol.-An!. 47.00 4V,% äussere Argentiner 43.50 3% Mexikaner .... 26.40 4,/oi/n Chinesen .... 87.65 Electric. Sch ackert . . . 104.50 Nordd. Lloyd . . . .102 00 Kreditaktien .... 201.30 Diskonto-Kommandit. . . 186.30 Darmstädter Bank . . 137.60 Dresdener Bank .... 150.60 Berliner Handelsges. . . 152.40 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.30 Lombarden 16.70 Gotthardbahn 192.00 Laurahütte 242.00 Bochum ...... 189.30 Harpener 199.50 Tendenz : behauptet. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartensttaße 2 (BürgermeistereigebLirde) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbertnehmern (Arbeitern jeglicher 9Lrt, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 5035 1 jüngerer Schmied, 1 Installateur, 1 Wagner, 1 Mobel- schremer, 4 Ban- und Möbelschreiner, 1 Wäscherin, 1 Flickerin, 1 Schneider, 1 Friseur, mehrere Arbeiter, 2 Maler und Lackleerer, 2 Weißbinder, 2 Hausburschen, 10 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Kaufmann, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Gartenarbeiter, 1 Schlosser, 1 Heizer oder Maschinenschlosser, 2 Waschsrauen, 1 Schneider, 1 Fahrbursche, 1 Dienstmädchen, 1 Schreibgehilfe. Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Tapezier, 1 Schreiner. Kelranntmachnng. Die Schul st raße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gespertt. Gießen, den 7. Juni 1904. Großherzoglickes Volizeiamt Gießen. ’ ____________Herberg.___________________ Bekanntmachung. Die Sperre der Schanzenstraße, der Wetzstein- st raße und der Sonnenstraße, zwischen Kreuzplatz und Schulstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 7. Juni 1904. Großherzog! ickeä ^osii-iamt Gießen. ________________ Herberg._________________ Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebcl-Ltiftung für 1904 an arme Kinder zri verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 30. d. Mts. bei dein Armenamt, Neuenbäiie 25, Zimmer Nr. 2, vorzubttiigen. Gießen, den 3. Juni 1904. 5029 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Curschman n. Bekanntmachung. Betreffend: Die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Alk. jährlich an einen in Gießen geborenen, verwitweten Handwerker zu vergeben. Anmeldungen werden bis zum 20. Juni 1904 auf dem Armenamt, Ncuenbäue 25, Ziminer 2 cutgegengcnommen. Gießen, den 4. Jcini 1904. 5028 Großhcrzoglicke Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschmann. Verdingung. Die zur laufenden Unterhaltung der Gebäude auf dem alten Friedhof erforderliche Weißbinderarbeit soll Dienstag den 14.Juni d.J., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. [5046 Gießen, den 7. Juni 1904. Städtisches Hochbauamt. ________Gerbel.________ Versteigerung. Freitag den 17. Juni L I., uachm. 3 Uhr, sollen int städt. Pfandlokal Seltersweg 11 dahier L zwei Kassenschränke, mehrere Kleiderschräuke, Vertikows, Kommoden, Sofas, 2 Regulateure und 1 Theke, II. eine Leiter und 1 Rollseil, für Maurer oder Wetßbinder geeignet, versteigert werden. 5047 Versteigerung zu n findet bestimmt statt. Gernmecker, Psandmeister. Butter zum Einkochen, so lange Vorrat per Pid. 70 Big. 5038 L. Steinhäuser Neuenbäue 17. Selbstgekelterten, naturreinen Aepfelwein zapft 03081 Louis Schäfer Lony's Bierkcller. Ausgekämmtes 6025 W Haar kaust zu den höchsten Preisen ait Emil Koch, Ilriseur, 62 Bahnhofstraße 62. Bekanntmachung. Detr.: Die Vergebung der Ziufcu des Christian Gerhard Hast'fcheu Vermächtuiffes. Aus obigem Vermächtnis sind zehn Gaben zu 19 Mk. 71 Pfg. an zehn bedürftige Familien bezw. Witwer oder Witwen zu vergeben. Attmeldungen zum Bezug der Zinsen sind bis zunt 14. d. Mts. einschließlich bei dem Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, mündlich oder schriftlich oorzubringen. Gießen, den 3. Juni 1904. 5027 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________I. V.: Eurschmann. Bekanntmachnng. Montag den 13. d. Mts. soll das Gemeinde-Heugras versteigert werden und zivar: 1. vormittags 8 Uhr bei Wirt K. Sch epp HI. von ca. 6 ha Wiesen (die seitherigen Domanialwicsen) in 21 Abteilungen, 2. vormittags 9*/2 Uhr auf der Weide von ca. ll1/2 ha Wiesen daselbst in 90 Abteilungen. Steigliebhaber können die Lose vorher einsehen, wozu Wiesenwärter K. Menz II. nähere Auskunft erteilt. Lmdenstruth, den 7. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. ___________________________Scheld.______________________5022 GrüllbeM Pftrde-MljliherMgs-Rerkin. Die rückständigen Prämien vom ersten Halbjahr L I. können noch innerhalb 14 Tagen ohne Kosten an den Unterzeichneten bezahlt werden. Grünberg, den 7. Juni 1904. Der Rechner des Pferde-Verfichernngs-Vereius: 6037 Hch. Zinimer II. Bekanntmachung. Vom 8. Juni ab wird im BahnhofGießen dieprovisorifche Halle für Fahrkarlenvertaui und Gepäckannahme iu Betrieb genommen. Der Zugang zu den Warte- fälerr erfolgt wie seither am Hauptportal oder von der provi- sonschen Halle direkt über den "Bahnsteig. 5031 Gießen, den 7. Juni 1904. Großh. Betriebsinspektion 1. Abschrift eines Teiles des vor Großherzogll Bürgerntetsterei Göbelitrod errichteten Protokolls v. 2. d.Mls.: Nachts vom 8. auf den 9. Mai d. I. hatten wir uns den Scherz erlaubt, in der Hofreite des Her- mattn Velten von Göbelnrod unbefugter Weise das Hoftor und die Haustüre zu öffnen und in das Haus einzutreten. Wir erklären daher die aus diesem Anlaß oerbreitetenGerüchte Gegen die Tochter des Hermann Belten als untvahr und erfüllten. Saasen, den 2. Juni 1904. Heinrich Schmidt. Wilhelm Münch. Philipp Schmidt. Für die Richtigkeit der Abschrift: Gr. Bürgermeisterei Göbelnrod. Damm. 03263 ,4» i Q 4893 Fertige Särge habe stets auf Lager und halte mich bei etwaigem Bedarf bestens empfohlen. Auch übernehme das Verbringen von Leichen nach auswärts prompt und billigst. J&ssius EHäeelk Schreinermeister, Bestattuustskommiffar des Krematoriums in Mainz, Asterweg 46 Apsellöchkn alkoholfreier, kohlensäurehaltiger Apfelsaft in Flaschen v. ca. 600 Gr.Jnhall zu haben bei 5045 J. K. Spiess Mittelweg 7. Fernsprecher 370. Sbmpooiiig (Damenkops waschen) mit ten neuesten u. praktischsten Apparaten; verhindert den Haarausfall u. beseitigt die Schuppe«. Mit Frisur 1 Mk. Zu besterAusführung empfiehlt sich Iruu Emil Koch, Aris- in 62 Bahnhofstraße 62. wr Bitte auf Firma und Hausnummer zu adjicii! 5026 Arbeits-Vergebung. Die zum Ausbau des Treppenhauses im alten Schloß Hierselbst erforderlichen Stetumetzarbcitcn und zwar: a) Granitarbeilen (Stufen) veranschlagt zu rund 1080.— Mk. b) Sandsteinarbeiten veranschlagt zu 3900.— „ .sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots zur Vergebung kommen. — Pläne, Kostenanschlag, Bedingungen und Steinlisle ■liegen auf der Bürgermeisterei hierjelbst zur Einsicht aus, wo auch ^Kostenanschlags-Auszüge als Angebotsiormulare erhältlich sind. Die schriftlichen Angebote sind bis zum 20. Juni 1904, vormittags ill Uhr, hierher einzureichen. Gießen, ten 7. Juni 1904. 5034 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 3it verkaufen Ü? Mittelpunkt der Stadt, zu jedem Geschäft geeignet, mit Hof und Hintergebäude zu verkaufen. [5043 Näheres Ellgcl-Apothrkk. Bandsäge, für Motor- und Handbetrieb, noch gut erhalten, billig zu verkaufen. 5044________Schottstraße 19. HPnPrSS an der Roddenner- vUgjl UiJ strotze-.verkamen. 5032 Louis Troß. 032691 Gebr. Pianiuo billl zu verkaufen. Stepbanstr. 29, pari. Für Metzger! 1 Buffet, 3 eiserne Ladeu- gestelle billig zu verkaufen. [4390 Fr. Krüger, Gasthaus z. Deutschen Eiche, Klem-Linden. MmilleMjitell, kurz gepflückt, kauft die [5005 Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. UMWM | 7 Zimmer | 4813] Die seither von Herrn Tr. Jung bewohnte Beletage Bahnhofstraße 44 ist per 1. Ort. anderweitig zu vermieten. _______________- C. Röhr. | 6 Zimmer \ 5033] Ecke Alice- u. Ludwig- straße 56 Wohnung, 6 Zimmer nebst Zubehör, großem Gartenanteil mit Obstbäumen von Ot- tober zu verm. 9täh. parterre. Infolge Wegzuges der Frau Amtsgerichlsrat Zimmermann ist die mit allem Komfort ausgestattete mittlere Etage meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern, Badezimmer und allem Zubehör nebst großem Bleichplatz per 1. Juli oder später anderweit zu vermieten. I. Rothschild, 3955]______Nordanlage 21, pari. 4201] Eine sch. Wohnung im 1. Stock, 6 Zimmer m. Zubehör u. Gartenanl. per sofort ev. später zu vermieten Bahnhofstraße 60. I 5 Zimm er | Bleichstrasse 11 eine Parterrewohnung, 5 Zimmer, Gartenanteil, Bleichplatz, Trockenboden preiswert zu vermieten. Näh. das, eine Treppe hoch. 14762 2811] Schöne 5-Zimmerwoh- nung, 450 Alk., sos. zu vermieten. C. Petri, Marktplatz 18. 3142] Bahnhofstraße 39 ist der mittlere Stock 5 Zimmer mit allem Zubehör zu vermieten. Näheres parterre.____________ Stephanstrasse 29, parterre und Beletage, schöne 5-Zimmerwohnung mit Veranda per 1. Juli zu verm. F. Roth. 3222J Schöne ö-Zimmer-Man- sarde Ecke Landgrafenstrabe— Ostanlage per sofort oder später zu verm. Näheres Löberstraße 8. Ebelstrasse 3 I 2. Stock-Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern mit allem Zubehör, p. 1.Juli 1904 zu vermieten. Näh. bei A. Kröll Söhne, Seltersweg 12. Bahnhofstrasse 62 schöne 5-Zlmmer-Wohnung per sofort zu verm. G. Paul. j4274 4465] Moltkestr. 28, 3. Stock, schöne 5-Znnmerwohng. zu verm. _ Näh. Dioltkestraße 26, II. 4567] Der Mansarden-Stock meines Hauses, fünf Zimmer mit Zubehör, Kochgas, ist per 1. Sept, ev. früher zu verm. Vhr. Zimmer Wwc., Bahnhofftraße 12. West-Anlage 42 2. Stock-Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern, Badezimmer, 2 Mansarden u. Gartenanteil p. 1. Okll an ruhige Familie zu verm. 14698 Per 1. Oktober. In bester Lage ist eine elegante Wohnung von 5 Zimmern mit allem Zubehör, eletir. Licht, Gas in allen Räumen, zu vermieten. 4905] Näheres Blockstraße 8. 3077] Die 2. Etage in meinem Hause Bahuhofstr. 48, bestehend a»is 5 Zimmern nebst Zubehör, Gartenanteil mit großem Bleichplatz, ist per 1. Juli zu ver- nueicn.__Jacob Grünewald. 2342] Fünfzimm.-Wohnung zu vermieten. Gebr. Zutt, Steinstr. 84/86 | -4 Zimmer \ Steinsir. 59 Wohnung zu vermieten. (347 4-Ztmmer-Wohuuug per L Juli zu vermieten [3308 Hinter der West-Anlage 5. 3662] Freuiidl. 4-Zimmerwohn. zu vermieten Stemslraße 67. 4470] Zwei 4-Zimmer-Woh- nungen zu verm. Ebelslraße 34. 4556] Mansarden - Wohnung, 4 Zimmer, nut Gas- u. Wasserleitung, abgeschloss. Korridor zu vermieten Marburgerstraße 36. 03186] 4-Zimmerw., vollst, neu hergerichtet, zu verm. Steinstr. 66. 03171] Schone 4-Zimmerivoh° nung mit Zubehör per 1. Jnli zu verm. Grünbergerstraße 33. j 3 Zimmer | 03276] Per 1. Juli schöne 3-Z.° Wohn. Alüller, Wolkengasse 23. 5015] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Grünbergerstr. 48. 3302] Eine 3-Zimnterwohnung mit oder ohne Laden zu vermieten________Wolkengasse 24. 4791] Schöne 3-Zlinmerwoh- nung im Neubau Ebelstraße 30 zu verm. Ludw. Einhauser. FrauksurtttstrÄ 76 Mein-Lutden 4391 ist der 3. Stock, best. aus drei Zimmern, Küche, Speisekammer, Baderaum nebst Bleichplatz und Gartenant., evtl, auch Stallung, per sofort oder später zu verm. Näheres bei Fr. Krüger, Gast- haus z. Deutschen Eiche, Kl.-Lmden. 2 Zimmer | 5039] 2 Zimmer mit Küche an kinderl. Leute zu vermieten. _____________Erednerstraße 10. Qngig zwei Zimmer, Kabinett 'vVßiy/ und Zubehör an ruhige Leute zu verniieten. 4823 Georg Möhl, Bahnhofstr. 26. 4972] Schone 2-Zimmerwoh- mmg, große Küche, abgeschllKorr., neu hergerichtet, zu vermieten. __________________Rillergasse 11. Verschiedene | Nordaalage 29 1. Stock u. 2. Stock, bestehend aus je 5 Zimmern und allem Zubeh., per 1. Juli zu vermieten. Auf Wunsch kann Burschen- zimmer, Pferdestall, Heubodeii u. schöner Garten beigegeben werden. Daselbst schöne Werkstätte zu vermieten. 3127 Zu erfragen Bleichstraße 16,1. oder Löberstraße 10, I.__________ Ostanlage 40 Parierrewohnung zu vermieten. 3256] A. Keller, Ostanlage 39. 4732] Eine Vierzimmerwohn- ung, sowie eine Mansarde mit drei Zimmern zu vermieten. Näheres im Neubau ________Schiffenbergerweg 65. 4061] 3—4-Zimmerwohng. zu vermieten Diarburgerstraße 29. Alleuistehende Dame sucht 3W mehrere Zimmer ihrer schön gelegenen Wohnung, eventl. möbliert, an bessere, alleinstehende Dame oder kinderloses Ehepaar abzugeben. Während der etwa 4-monatlichen Anwesen- hell der Vermieterin wäre Aufwartung zu übernehmen. Offert. unter 4946 an die Exped. d. Bll 4684] Logis mit geräumiger Werkstätte au vermieten. I. Weisel, Sonnenstraße 6. 4329] Freundliche Wohnung zu vermieten Seltersweg 23. 03203] Kleines LoglS zu ver- mieten. Näheres Asterweg 23, H. 4633] Rodheimerftr. 88 ein kleines Mansardenlogis zu verm. 4361] 2 unmöblierte Zimmer mit Balkon aus L Juli zu oer- mieten. Näh. Aliccstraße 22. 03213] Kleines Logis zu oer- mieten Katharinengasse 10. 03265] Ein kl. Logis z. 15. Juni zu vermieten. Neuenbäue 7. Möhl. Zimmer | 03268] Zimmer mit Bett zu vermieten. Sonnenstraße 28. 2930j Schön möbl. Zimmer zu vermieten Neustadt 19. 4082] Schön möbll Zimmer zu vermieten Bleichstraße 12, H. 4536] Möbliertes Zimmer zu vermieten Marburgerstraße 29. 4901] Möbl.Zlin. m. Balkon an anst. Herrn z. v.Liebigstr. 64, l.St.l. 03182] Schön möbl. Zimmer sofort zu verm. Seltersweg 83. 08ilö| Em gut möbl. Ziinmsr zu vermieten Bleichstraße 31, I. | Lä,den etc. | LsSeli mit Wchnung Werkstätte und Lager in meinem Neubau zu vermieten. 5042 Näheres Engclapothekc. 4478] Souueustraße 30 ist der Laden mit Wohnung im 2. Stock auf 1. Juli oder früher anderweit zu vermieten. Näh. bei der Bürgermeisterei, Zim. Nr. 15. mll oder ohne Wohnung per 1. August eventuell auch früher zu vermieten [905 _____________Balmhofstraße 4. Schöner Laden mit großem Zimmer daran nebst einer Wohnung von 3 Zimmern, Küche und Zub., trocfcnein Lagerraum und großem Keller — auch ohne letzteren — billig zu verm. Näh. unt. 3522 an d. Erp. d. Bl. Mi eiste suche 4-ä= jimmerwoynuno zwischen der kathol. Kirche und Klinikstraße gesucht. Offerten unt. 4949 an die Exped. d. Bl.______ fLmzelne Per>on sucht z. 1. Cft. d. Js. 2-3-Zimmer-Woh- nuug nebst Zubehör, am liebsten in der Nähe der neuen Kaserne. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 03222 an die Exped. d. Bl. Junger Kaniniann sucht Zmmer mit Pcusiou in bürgerl. Hause per 15. Juni. Gest. Offerten unter 03252 an die Exped. d. Bl. erbeten. Offene Stellen K 9ji wif tägl.s-lebenverdienst v Ou «vlU f. alle Stände durch häusliche Tätigkeit, Schreibarb., Adressennachw., Vertret, rc. Näh. d. Erwerdszeurrale inWürzburg. _____________1621_____________ Eine hervorragende Unfall- u. Haftpflicht-Bersich.- Gefellsch. sucht iwch fleißige Vertreter Gest. Offerten unter 4996 an die Exped. d. Bl._______________ 032701 Redegewandte Herren und Damen finden bei hoh. Verd. dauernde Besch. Näh. „Pfälzer Hof^ 7—8 abds., 8—9 vorm. 2 tüchtige, erfahrene MltsGneiisGlifser gegen guten Lohn für dauernde Beschäftigung gesucht. Meldungen beim Pförtner der Sophienhütte. 5023 Buderus'sche Eisenwerke Wetzlar. Em zuverlässiger Schreinergeselle der auch an Maschinen arbeiten kann, au? dauernde Arbeit gesucht. Karl Schäfer Wwe., 4971______Walltorstraße 59. Xüdjt. LGvfserzcselle gcs. 49621 Wigandt, Löberstraße 5. Zigttteil- uni) WelmM finden dauernde und lohnende Beschäftigung. 4800 Joh. Dau. Haas, Heuchelheim und Kinzenbach. Ein tüchttztt SchreinttMe sofort gesucht Kaplaneigasse 5. Mäher sofort gesuchll 5040 Birkeustock & Schneider. Wmbcitkt gesucht. Zu melden auf der Baustelle der neuen Kliniken bei Unternehmer Schlörb._______________03271 Ein tüchtiger, nüchterner Fuhrmann per 18. Juni gesucht. 4950 ____________H. W. Rinn. Erdarbeiter können eintreten bei 4796 Birkeustock ch Schneider. Wärter gesucht. 4984 NlornuM-AecheuauSalt. 03259] Arbeiter gesucht. E. Rübsamen, Westanlage. Z tüchtige PMknechte gegen hohen Lohn und dauernde Beschäftigung sofort gesucht. [4963 __________Gebrüder Kahl. Hauöburschc gesucht 4871 Ludwigsvlatz 3. sauberes KauMrsWu vom Lande gesucht. Zu erfragen 5048______Leihgesternerweg 7. Ein orSeutiiches Mäöchcn Segen hoh. Lohn in kleinen Hausalt gesucht. Zu erfragen [5049 irchenplatz 9, im Blumenladen. 4824] Ein ordentliches, tüchtiges Mädchen sofort gesucht. Frau Johanna Hasse, Schanzenstraße 6._______ Dienstmädchen gesucht ev. auch zur Aushilfe._ Neuenbäue 5. 03275] Gewissenhaftes Mmiliiöcheii Marktplatz 7. WMilll Niarktstraße 22. ] Junges Sladchen zu einem Kinde von 3 Uhr nachmittags ab gesucht. 5050] Stephaustratze 11, n. Zum 1. Juli ev. früher tücht. zuverläsfigcs Mädchen f. Haus und Küche in feinen Haushalt gesucht. Näh. Ev. Schwestcr.i- tzaus, Johannesstraße. 5017 03242] Junges Mädchen von 16—17 Jahren findet b. fein. Fam. (2 Leute) Stelle cd 5, Hausmädch. Fr.Hütteuberger, -seltersweg 67. 03258] Ein älteres Mädchen, welch, kochen kann, zu zwei alt., feineren Leuten gejucht durch Fr.Hütteuberger, SelierHweg67, Verkäuferin per L Oktober eventl. früher sucht 4904_____________Jul. Bach. rüchlige Lcreiscriinieii für sofort gesucht. 4891 _____________Andr. Euler. fluche für Anfang Juli ein solides Mädchcu für Küche und Haus nut guten Zeugnissen. Frau Regierungsrat Hoffmann, 03231] Südanlage 19, I. UWMWWWs limiPHiltyriitl. Ätbeite» jeder Art, Vervielfältigungen rc. werden prompt und billig angefertigt 3804 G. E. Seng, Alicestraße 28. Berggärten Pension liiedenkopf. Herrliche Lage mitten im Wald unmittelbar bei der Stadt. Für Juni noch einige Zimmer frei. Ankauf-Verkauf von Alteisen, Lumpen, Knoche«, Kupfer, Mefftug, Blei, Zink, Ziuu rc., Möbeln, Betten, Weißzeug, Gold- und Silber« fachen, Münzen nud Antiquitäten. 31 LouisRotheiiberger ________Neuenweg 22. Im Waschen u.Bügclu empfiehlt sich Frau Otto, Liebigstr. 63, plh. Eine Waschfrau empfiehlt sich. 03264 Walllhorstraße 49». 03179] Büglerin nimmt noch Kunden außer dem Hause an. ______________Kaplansgahe 3. ca* ochl geräumige wMllcfl Zimmer,mit großem Garten, ruhig mid frei gelegen, zu mieten eventl. zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 4976 an die Expedition d. Bl._______ Bon pünktlichem Zinszahler an 2. Stelle aus prima Geschäftshaus Mk. 15000 gesuchll Offerten m. A. d. 3in§« süßes unll 4923 a. d. Exp. d. Bl. 1000 Mark von tüchtigem Geschäftsmann zu leihen gesucht. Offerten unter 03248 an die Exp. d. Bll erbeten. Keiche Keiratl Junge WaiseM.i0»M Verm. (Atein Kind ist als eigen anzuerkennen.) EdelgefinnteHerren- cuohne jed. Verm. — wolbsichunt. ^Reform^ Berlin314 bewerb.4' "MWeMÄMbck,- H. Adami gravierll verloren. Dem Wiederbringer eine gute w- lohnung. Süd-Anlage 19, ll- 03267] Coupon gefunden. Abzuholen Steuenbäue 10, II- Sonntag den 5. Juni auf dem Wege Nordanlage, Ostanlage, Moltkestraße, Schiffenberg ein kiMencki utrlottH (Schildpattschale, auf Goldeinlage die Buchstaben L. M.)- Gegen Belohnung abzugeben 5018 Nordanlage 13, ll □or*oooooo^j 4 $orläiiigr WW- Jirkis-Theafcr Walli* größter transportabler sziM- uni] üinialor-Zirkus wird nächster und einen Eyclus von Vorstellungen ö geben. 5030 acooooooocc 10.6.911.'M W* 5016 Die - Wntt & tanO V' Pgi'ltllN Kachdruä oh 92 2 Uhr- Das' Md) ber Ps-ngllpc ^“5 habe bemi faH. ^itglte her S*riog tfri 30. Mai gestorben. Mitnahme ZUiiaG Adolf Fr.edrtch.hat wie für bie Ubiichl, und herzlichst zu bi jifiicbcncn Fürsten, Acc!lciiburgi|che^ Neine henen, s'e nisjcs von Ihren P Sodann tmt Tie Ucberstcht nahmen für 190 aenoirmen. EZ wlgt bie zt lämpsung ber § 1 wirb ohn allgemeine Statuier der Reblausbekämpf In § 2 werde, drüänngsmatzregeln Arg. Peter M- Hessen erlassene Bei Bundesstaaten nicht Einheitlichkeit. Siaaissekretär seine Erledigung bi mächtigt, allgemein, Maßnahmen auszus heitlich zugehen. Zu § 3 beanh satz 3 folgende Fass [statt Rebenl ober 2 eines Weinbanbezir Ausnahmen für be zwischen benachbart son, welche in beide die höhere Verwalt! zugelassen werden. Sog. LchellHon nur bie s3lmbreben, sollen, [onbern auch | ber Reben im Frühjo wandelt und von t Grenzen der Weinbl zwei oder mehrerei solchen Fällen das 3 sondere Erlaubnis, hoben wir unseren dacht tritt ja eine c Abänderung des zn ffigung der Worte, uarheiten bezüglich Vom Regierun lagen gegen den Ar Ter Antrag ( Eine Reibe i nommen. U § 6 (be: . Abg. Gröber ( «rvernichteten, so' entwerteten Reben | nabw^s-kretär yme bieics Antra gestellt k SZ-L »Äöasrf lenne ft1".*"1 hielten ® *Sr‘ 11 oU gi «ta di- 5a ^Vrlinae-^lL sM iu dursen. ntU lld^Zchreibx^ tvl fte^n ^bt s '■ it,eiA