iSlA««! ’Sk 8L 154» Jahrgang Zweites Blatt Gießener Anzeiger tr'^ehti ISgNch mti Ausnahme deS Sonntags. -17. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. 3«le flartige Kummer umfaßt 10 Seiten sind, bie Unter; agung wir: D>" 0 e Les ' am 1 bin ! 2lus / von 1X4$ N- „Eietzener §amilienbl8t1er- werden dem .tnqeiger viermal wöchentlich beigelegt Der ^e|p|d)t Landwirt- ericheinl monatlich einmat It. 3287 seid. gebraucht werden, aber trotzdem geeignet gebenen zu beleidigen, verschwinden." »iutr, 30Ö4 ldem nog- ■ Per Cü. r per 01782 beten. ier 01859 ter 3251 Ml färbe mit -A *. 82 8221 Freitag 8. April 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schm UnwersnätSdruckeret. R. Lange, Dietzen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: SchukfK.^ Teb Nr. 5L Telegr.»Adr. r Anzeiger Dtetzea, reiner .18276 reiner, Spione verhaftet, die im Besitz von Plänen der natep; Befestigungen waren. gesucht, tliabnt mit ».sr. i3286 der 3234 afltr uN* 5. 1L )Oi« unP üve io- 01874) >r.tu such! Äik U?L cht [Ul!»5 it zum «ß ^Hen 'eien, unter •*L Der zweite Teil bes Erlasses wendet sich gegen .fortgesetzte Quälereien Untergebener unb planmäßige Roheiten". Diese Ausschreitungen sollen nicht mehr bekämpft, sonbern auch ausgerottet werben unb bas fei auch möglich bis auf; seltene und kurzlebige Ausnahmen. Die bloße Androhung' strengster Ahndung sei da allerdings nicht genügend, vorbeugend Helse nur unermüdliche Aufsicht, die Errichtung einer, häufigen, unvermuteten und gründlichen Kontrolle. Was das Beschwerderecht betrifft, fo fei es Pflicht der Vorgesetzten, „nut allen Mitteln zu verhüten, daß ein Beschwerdeführer, selbst wenn eine Beschwerde sich nicht als voll begründet erweisen sollte, wegen Einlegung derselben im Verhältnis zu feinen Kameraden zurückgesetzt oder irgendwie geschädigt werde. Hierauf sind ganz besonders seine Vorgesetzten aufmerksam zu machen, gegen welche eine Beschwerde gerichtet war." Endlich wird den Vorgesetzten Geduld in der Behandlung der wegen öfterer unb längerer Krankheit im Dienst zurücÜ gebliebenen Mannschaften zur besonberen Pflicht gemacht. „Drohung von Nachhetzen in ber AuLbilbung ober ein Heruntersetzen bes Mannes in ben Augen ber Kameraden barf niemals erfolgen." Der Autor bieses Erlasses ist ber General Heinrich von Lylanber. Leiber ist er, wie wir auch schon müteillen, wenige Tage nach ber Ausgabe bes Erlasses wegen anbaueruber Krankheit in Pension gegangen. Die preußisch - hessische Eisenbahugemeiuschaft hat, wie uns geschrieben wirb, für Hessen fo segensreiche Wirkungen gezeitigt, baß neuerdings auch in ber Pfalz, m Württemberg unb Sachfen immer mehr Stimmen laut werben, bie eine Nachahmung bes hessischen Beispiels empfehlen. Wie letzte Woche bei ber Eröffnung bes neuen Wormser Bahnhofsgebäudes ber Lanbtagsabg, Reinhart in einer Tischrede ans führte, sind heute in ber preußisch-hessischen Betriebsgemeinschaft 8 Milliarben angelegt, bie nut 7 Prozent gegenüber 4 Prozent im Jahre 1879 rentieren. Baden/ Württemberg, Bayern unb Sachsen können mit ihren Staatsbahnen solch glänzenbe Resultate nicht aufweisen. Die beständig steigenden Einnahmen aus der Eisenbahngemeinschaft, die in wenigen Jahren von 190 OOO Mark auf mehr als 2 000 000 Mark anwuchsen, bilden heute einen wesentlichen Faktor im hessischen Staatshaushalt, unb auch bie Lage ber in bem Riesenbetrieb beschäftigten Eisenbahner, deren Zahl an 400 000 heranreicht, ist gegen früher eine wesentlich bessere geworben. So waren z. B. in ber Zett von 1897— 1902 bie Einnahmen um 17 Prozent gestiegen, bie Ausgaben für bas Personal bagegen um 24 Prozent. Trotz ber be» bcutenben Herabsetzung der Tarife belief sich im letzten Jahre Kin Wealer-'NülMick. hl Gießen, 8. April 1904. Jn unserem Rückblick auf die verflossene Spielzeit wurden -:i Tell", „Minna von Barnhelm", Shakespeares JDtE'mü* 'und Calberons „Richter vou Zalamea", ferner Hebbels „LRo.t-Magdalena", Anzengrubers „Pfarrer von Küchseld" und .ä-.Mgs „Erbförster". Unter ben Heroen ber bramatischen Dich:E'!)!i vermißt man also nur Grillparzer, der hoffentlich nächsten Spielzeit zu seinem Rechte kommen wirb. Voütische Tagesschau. Ein Erlaß gegen Soldateumißhaudlauge» ist, wie wir schon kurz müteiüen, kürzlich vom Generalkommando bes brüten bayrischen Armeekorps an bie Truppenteile bieses Korps hinausgegeben worden. Der Erlaß verlangt zunächst, daß den Ueberschreitungen der Dienstgewalt entgegengearbeitet werde, zu denen bie Untergebenen burch Ungeschicklichkeit, Unordentlichkeit, schlechte Gewohnheit, unb bösen Willen ben Anlaß geben. „Sämtliche Vorgesetzten, inSbejonbere aber bie Kompagnie- rc. Chefs müffen bahin wirken, baß rohe Ausbrücke, bie sehr häufig ohne weitere Ueberlegung und schlimme Absicht, mehr gewohnheitsmäßig geluchi. $Wi)i 01878 Unter den neueren unb neuesten Dramattkern aber fehlte mancher unb manches. Eine reisende Theatergesellschaft bot uns im Rahmen unseres Stadttheaters zweimal Gorki's genial nachdenkliches „Nachtasyl", eine andere Gesellschaft des unglücklichen englischen Poeten Wilde glutvolle, farbensprühende „Salome". Björnson, besten vortreffliches Lustspiel „Geographie unb Liebe" viel zu wenig gegeben wirb, war nur mit bem alten, verblichenen „Fallissement" vertreten, besten Thema soeben Georg Hirschfeld in seinem neuesten Lustspiel „Nebeneinanber" für ben mobernen Geschmack behandelt unb mit feinem psychologischen Spürsinn vertieft hat. Es wäre erfreulich, wenn man uns bieses Drama im nächsten Winter böte. Ibsen kam überhaupt nur im Theaterverein mit seiner „Hedba" zu Wort, seine angekündigten „Gespenster" blieben unsichtbar, ebenso Hauptmann, besten „Versunkene Glocke", unb Halbe, besten „Strom" nur ben Theatervereinsabonnenten geboten würbe, während bie Abonnenten des Stabttheaters zu kurz kamen. Halbe's „Ju g en b" ftanb wohl auf bem Programm, kam aber nicht beraub. Ueberhaupt lernten eigentlich nur die Mitglieder deS Theaterverems bie bemerkenswerten Novitäten ber Saison kennen. So blieb auch Suberrnanns unglückseliger „Sturm- geselle" den Abonnenten des Stadttheaters vorenthalten. Bcyerlein's effektvoller „Zapfenstreich" und Heyse's „Maria von Magdala" waren die einzigen Stücke, die beiden Kategorien von Theaterbesuchern zu teil wurden. Da scheint uns ein Fehler im System zu liegen. ES ist nicht angängig, daß das Stadttheater als solches überhaupt auf die Novitäten der Saison vollen Verzicht leistet und so ein seltsamer Vorzug dem Theaterverein eingeräumt wirb. Dadurch schädigt die Direktion sich selbst, denn ist es anzunehmen, daß das Abonnement zu den Stabttheatervorstellungen im nächsten Winter besonders groß sein wird, wenn die Theaterfreunde zu der Einsicht gelangen, baß ihnen wenig Falles Schärpe! in bie Debatte, vermißte aber Führungen Schippels bie Klarheit, bie eine Aus- Hilft *41 ielW hier zwei» 1 heirat. g, gä. ül®i^>- mTunDarfefcung mit ihm schwer ermögliche. Der Rebner teilt ju.ttknn, auf den Fall Göhre übergehend, mit, daß er in BeäÄin iöen Vertretern des 20. Kreises den Rat gegeben häM, C öhre wieder aufzustellen. Wir Sozialdemokraten >e Innleiten jeden Verbreckfer nach seinen sozialen Verhält- ni'iü'n, । aut dem umgebenden Milieu heraus: da sind wir mirllk, .unb in Parteiangelegenheiten sind wir nach meinen iTij^nrngen in den letzten Jahren grausam und in- to? c-nL Tas SMimme fei, baß man so erbittert uiiaiiiini-4ber diskutiere. ibsfl. ©i übermann meinte, der Fall Göhre stehe in r x: Geschichte ber Sozialdemokratie einzig da. Tas schMmnsiste sei die von ben Revisionisteir geforderte unbe- ,_k) Mnlttr Autonomie der Wahlkreise, die uns zu französifchen 3i.. indem führen würbe. Wohin käme man, wenn man bie' ?on Fischer geforderte Demokratie in bie Wahlkreise :ry7lür>zte und jeden Kreis machen ließe, was er wollte? iiütan will man ja auch noch den Personenkultns auf- ---------- h ZK V 6, rurtu MM per soson obei 1[:, ®|t («kl -tflmeitfyiiiijiü;, q. Mehre« W»' glüc MH. m der Ei KM tot euien _1> oeiucht Cfjic" Ö18841 Hufr Fran^ 01868] «w! ’ sich m San11-1' leichttM^, 1 engte ■ Cff ober nichts von aliebem im Theater geboten wirb, wovon bie Welt spricht unb alle Zeitschriften ausführlich reben ?- «Der blinbe Passagier", „Geschwister Lemke", „Der Hoch-' tourift" unb ähnliche Schnurren von wenig Witz unb viel Behagen sprechen doch wahrlich nicht mit. Unb wenn unS* nur Premieren vom Range der totgeborenen Firma „Fellner u. Co." bescheiben werden, bann banken wir ergebend dafür. Das also muß anders werben, unb wir zweifeln nicht, baß es anbers werben wirb. Wir finb ber Uederzeugung, daß uns bie Direktion im nächsten Winter mit einem anderen Programm kommen unb dieses Programm auch pflicht- getreu zur Ausführung bringen wirb. Wir geben zu, baß ber erste Winter noch nicht bas bringen konnte, was mart hat bringen wollen, baß bas rechte, unabhängige Verhältnis zum Theaterverein erst gefunden werben muß, baß bie eigene Initiative von ber Direktion erst nach genauer, übersichtlicher Kenntnis aller einschlägiger Verhältmste ergriffen werben' kann. Unter diesen Umständen mußten wir z. B. im Stabt- theater biesmal ganz auf Hau p tmann verzichten, ben wir doch alle heute als unseren ersten deutschen Dramatiker anerkennen, und von dem man hier lveder seine „Rose- Bernd", eine sehr ergreifende moderne Gretchentragödre^ noch fernen „Firmen §etnrich", eine Dichtung reich an schönen lyrischen Einzelheiten, kennt, ganz abgesehen von' einigen feiner älteren Sacken, dem „3toten Hahn", ,^Michael Kramer" unb „Schluck und Iau". Auch Schnitzler fehlte ganz auf dem Mpertoire, dessen feiner und geijtreicher „Einsamer Weg^' trotz ferner geringen dramatischen Effekte hier vielleicht mit mehr Verständnis als vom Berliner Lildungspöbel aufgenommen worden wäre, ferner Dreyer, ber junge, erfolgreiche Sramati&r Graf KeYser 1 ingk, 2iJ i I b e n b r u d); dessen „u n ft e r kicher Felix" ein sehr liebenSwürrnges und wirkungsvolles Lustspiel ist, der formschöne Hofmaunsthal, der Auf dem sozialdemokratischen Karteitag für das Königreich Sachsen rtaue ber Fall ©Obre erörtert. Reichstagsabg. Grenz- knüpfte an ben Dresdener Parteitag an: öi ^oar tiii Glück für verschiedene Parteigenossen, wie Heine, 4 äaun iLa., führte er aus, bau nicht alles auf dem Parteitage i itirtiben erörtert wurde, sondern baß noch etwas nachkam. Qäi l,ältte fo gemacht werben sollen, wie einst in Erfurt, xiiiiain mit den Revisionisten von links ein ernstes Wort f ein solches Wort hätte man auch mit ben Revisio- vnistr von reckM reden sollen. Der Redner erinnert bann, mi Verhalten Göhres übergehend, an Mehring, der gefühlt i, »ät, !^aß er einst ein Verbrechen an ber Partei beging, das e n Hxtibcr gut zu machen versuchte. IN Dresden ist die i beule aufgestochen worden: aber bann kommt bas urigste: das Ausquetschen der Beule, und das Um iium noch nicht getan. Tas Techtel-Mechtel Göhres nmil berat Hardenklungel — ist noch nicht aufgeklärt. Schiv- p > rl habe sich feü einigen Jahren Extratouren erlaubt, tu bmen man ihn nicht gehindert habe. Schließlich wandte V u6 ber Redner gegen das Verhalten Göhres, bas unbedingt txwrumilt werden müsse. liiichstagsabg. K a d e n - Dresden verurteilte ebenfalls >i a rjjter Weise das Verhalten Göhres, worauf unter g jnjßir Spannung Reichstagsabg. Schipp el die Tribüne WtaL El rechtfertigte zunächst seine Haltung zu den Fragen u «5 c! u tz - bezw. Agrarzölle. Die Gegner haben gesagt, u >31 ^ourieitag werde ein zweites Dresden geben, aber man j liüst, >aß es auch falsche Propheten unter den Gegnern g M. eb. NM W W Wi E r. „'P ** V p Sie Bonifikation der Haftpflichtversicherung 464 wurde unter großem Beifall der Ludwig» und Alicestistung zur Unterstützung hessischer Lehrerstöchter überwiesen. Aus der Militardarlehnstasse wurden den jungen Lehrern, die Einjährig-freiwillig dienen, Darlehen in Höhe von 600 Mark geliehen. Der bekannte Antrag des Bezirks Vereins Hungen, ,betreffend Vereinfachung der Orthographie, w.rd abge- lehnt. Die Bezirksvereme Hungen und Offenbach ziehen ihre Anträge, die die Organistcngehalte betreffen, zurück, da s ie nach dem Beschluß der Landessynode als erledigt gelten. Ter Antrag Kaßlick, der Vorstand des Lculdes- lehrervereins möge dahin wirken, daß auch den katholischen Lehrern dieselbe Vergünstigung zuteil werde, wird mit lebhaftem Beifall angenommen. Ter Bezirksverein Ober- Cent stellt den Antrag, daß für alle hcs,iscl)en Volksschullehrer in Stadt und Land bei gleichem Dienstalter die gleichen Pensionen ausgezahlt werden sollen, nm einen Ausnahmezustand zu beseitigen. Ter Vorstand wird beauftragt, weitere Schritte zu tun. — Nachmittags 41/2 Uhr tagte der Feuerversicherungs-Verband hessisck)er Lehrer unter dem Vorsitz des Hauptlehrers Gnauß-Gießen. Auch hier sind Änderungen der Satzungen auf Vorschlag des Kaiserlichen Ausftchtsarnts erforderlich die angenommen werden. Dem Jahresbericht des Lehrers Dem- Neu- 2)senburg entnehtnen wir folgendes: der Mitgliederbestand ist auf rund 1400 angewachsen, das Versicherungskapital beträgt rund 5 Millionen Mark, der Reingewinn in 1903 beläuft sich auf 2595 Mark, und an Brandschäden wurden 192 Mart ausbezhalt Ein Antrag des Herrn Lenz, wonach auch Lehrer und Nichtlehrer, die nicht Mitglieder des Landeslehrervereins sind, in den Verband ausgenommen werden können, wurde abgelehnt. Vierzehn tag Heftes 40 Ps. ^utfch^s.Verlagshaus Bong und Co. Berlin W. 57) zum Abdruck gelangt und der manchen interessanten Einblick in die rheinisch. Reben- und Obst- 'zucht, gewährt. Tie beiden Romane .Mx Kretzers „Fa- -mllienstlaven" und Paul Blumenreiche „Der Vertrauensmann" dürfen bei ihrer an Spanrrung und packenden Situationen so reichen Handlung auch fernerhin ungeteilten Beifalles sicher sein, lieber seltsame Haartrachten hat 'Gertrud Triepel eine anregend geschriebene kulturhistorische iPlauderei beigesteuert. Von dem illustrativen Schmucke des sneuen Heftes seien die Kunstbeilaae „Akkorde" nach dem Gemälde von C. Cueuel, das Bild „Ballade" von Ehr. ^Skredsvig und die furchtbaren Szenen von dem Brande des Chicagoer Jroquots - Theaters hervorgehoben. Besonders reich ist dieses Mal der den neuesten Erfindungen — Der Gießener Universitätsprofessor Milhelm finden spricht über den Freiherrn Eduard 'von Lade und sein Landhaus am Rhein in einem reich «illustrierten, fesselnden Aussatz, der in dem 14. Hefte der .illustrierten Zeitschrift „Zur gnten Stunde" (Preis des iVierzehntagheftes 40 Ps. Deutsches.Verlagshaus Bong und und Entdeckungen gewidmete Teil, der Dr. G. Biedenkapps Rundschau über neues Wissen, Wollen und Können enthält, und die Beilage „Für unsere Frauen ausgefallen. — Auf dem Kongreß für Schulhygiene in Nürnberg sprach u. a. zur Ueberbürdungsfrage Professor Dr. Schwend-Stuttgart. Er erklärte, daß der gegenwärtige Betrieb des Unterrichts an den höheren Lehranstalten eine schädliche Ueberanstrengung der Schüler verursacht. Ter Redner wendet sich sodann gegen das heutige Prüfungssystem, dem übertriebenen Sprach- und mathematischen Unterricht und vor allem gegen die heutige Methode des historischen und des Religionsunterrichtes. Lückenloses Wissen fei angesichts der vorhandenen Fälle doch nicht mehr erreichbar, und was heute an vielen höheren Schulen in römischer Historie geleistet werde, sei für Gelehrte, aber nicht für deutsche Schüler. (Beifall.) Mit Recht verhaßt sei den Schülern die Territorialgeschichte. Wie entsetzlich kalt mute ihn die Prozession seiner langweiligen, nichtssagenden Brandenburger an: Friedrich L, Friedrich II, Albrecht Achilles, Johann Cicero, Joachim L, Joachim H. (Heiterkeit.) So marmorkalt wie ihre Bilder tn der Siegesallee. (Gr 0 ße Heiterkeit und lebhafter Bestfall.) Lassen wir dock) die alten Biedermänner in ihren Gräbern ruhen; uns Deutsche des deutschen Reiches gehen sie gottlob nick-ts mehr an. Ebenso sei es mit der Religio n s g e s chichte. Nirgends herrsche so viel Inkonsequenz wie in diesem Fach. Der moderne Staat sei religionslos, und doch stehe der Religionsunterricht nicht nur an erster Stelle, sondern werde in einer weit über die Bedürfnisse der Biloung hinaus geh enden Weise eifrig betrieben. Demgegenüber müsse die Schale mit aller Entschiedenheit betonen, daß dieser Religionsunterricht Aufgabe der Kirche, nickst aber der Schulen, vollends der höheren Lehranstalten jer Redner fordert daher, daß die histoL»^ Belcyrung über die Religion dem GeschnhtL- fabelhast paradoxe Wedekind, endlich Maeterlinck, um nur einen wenigstens vom Auslande zu nennen. Trotz alledem dürfen wir mit voller Ueberzeugung sagen, daß unser Gießener Stadttheater in der verflossenen .Saison einen erheblichen Schritt in die Höhe getan hat. Cs hat sich> zudem, so dürfen wir wenigstens vermuten, em ft» I)afte und hohe Ziele gesteckt. Frühling und Sommer bringen der Tirektion keine Erholung. Ein Tell der Künstler schar Aeigt zurzeit in Weilburg fein Können, in der zweiten Hälfte des Mai beginnt in Nauheim die Saison, und gleichzeitig werden die Herren Steingötter mit der Leitung des Sommer- ckheaters in Brandenburg a. H. beschäftigt fein. Tort werden !die neuen Pläne für den nächsten Winter reifen. Mögen sie, »den Wünschen und Hoffnungen der Gießener Theaterfreunde entsprechend, aufs beste in Erfüllung gehen. P. W. 33. Kongreß deutscher ßhirurgeu. Die Erörterungen des zurzeit in Berlin stattfindenden Kongresses bewegten sich u. a. auf einem Gebiet, welches für die operative Kunst nach mancher Richtung hin vielleicht ein neues Angriffsfeld darstellt. Bei Operationen an den Organendes Brust raumes besteht eine Hauptschwier igteit darin, daß nach Eröffnung des Brustfell- raumes die atmosphärische Luft in diesen eintritt, tie Lunge in sich zusammensinkt und die entstehenden At- mungs- und Kreislaufsstörungen gefährliche Zustände her- beiführen können. Prof. S a ue r b r u ch (Breslau) hat diese Schwierigkeit dadurch zu umgehen versucht, daß er durch eigenartige Einrichtungen die Luftdruckverhältnisse für das Operationsgebiet umgestaltete. Indem die Brusthöhle innerhalb einer luftverdünnten Kammer, die unter Umständen so geräumig gestaltet werden tann, daß der Operateur sich darin aufyalten kann, eröffnet wird, kann durch den entftanbenen Unterdrück der normale Spannungszustand der Lunge hergestellt werden. Die Luftdruckverhältnisse in einem solchen Raum gleichen ungefähr denen bei einem Aufenthalt in der Höhe von 300 Metern. Weitere Ausblicke auf dieses Operationsgebiet eröffnet Prof, von Mikulicz (Breslau), der auch schon am Menschen praktische Folgerungen ziehen konnte — die letzteren allerdings bisher nur in einem Falle und zwar mit ungünstigem Erfolg für den Operierten. Als das Hauptgebiet dieser Operationsmethode betrachtet er die Speiseröhre, die in einem bestimmten Abschnitt bisher für eingreifendere Operationen noch so gut wie unberührtes Land geblieben ist. Auf demselben Gebiet haben auch die Professoren Brauer und Pe ter fcn (Heidelberg) unter gleichen Gesichtspunkten teils im Tierversuch, teils ebenfalls am Menschen — auch hier vorläufig mit ungünstigem Ausgang — Erfahrungen sammeln können. Eine andere sich am Brustkorb ab,pie lende Krankheit, deren Erscheinungen dadurch zustande kommen, daß das nach Entzündungen des Herzbeutels an die Brust an gewachsene Herz bei jeder Zusammenziehung die Rippen mit sich zu schleppen hat, hat Dr. von Beck (Karlsruhe) durch Entfernung der Bmstwand heilen können. Ferner gab es Berichte über Behan dlungsergeb- nisse von Krebsgeschwülsten mittels Röntgenstrahlen. Prof. Perthes (Leipzig) hat 29 derartige Geschwülste behandelt, betont aber, daß, um über die Rückfälligkeit der Krankheit ein Urteil zu haben, die Zeit nod) zu kurz sei. Drei Fälle scheinen feit zehn Monaten gehellt. Diese Behandlungsweise wäre da zu empfehlen, wo der Sitz der Geschwulst eine sehr eingreifende und entstellende Operation bedinge. Das Verfahren versagt aber in einer Reihe von Fällen vollständig. Prof. L a f f a r (Berlin) zeigte verschiedene Patienten mit Hautentzündungen uno Hautkrebsen, die mittels Röntgenstrahlen behaudell worden sind und zurzell als geheilt gellen dürfen. Prof. Krause (Berlin) sprach über gewisse physiologische Verhältnisse in der Zentralregion des Großhirns und ihre Bedeutung für die operative Behandlung ber sogenannten Jacksonschen Epilepsie. A. Grünebauxn *“ Bahnhofstr. 35 Gri6SS6H Bahnhofotr.36 Vorteilhafteste Bezugsquelle für Möbel und Wohnungseinrichtungen. Vermischte» ♦ Köln, 7. April. Als heute morgen gegen ad* auf dem Güterbahnhof in Nippes zwei Gut erwähn der eine mit geschlachtetem Vieh, der andere mit lebend Kälbern und Schweinen beloben, nach dem Lchlacktkwn überführt werden sollten, sprang, wie die „Röhr 9, meldet, an einer Weiche ans bisher unbekannter UrSf» der vordere Wagen aus den Schienen, schlug um u? legte fid) quer über das Gleise. 2er nachfolgende mit lebenden Tieren prallte auf und schlug gleichfalls um Von den zwei Viehbegleitern vermochte sich der ei» glücklich durch einen Sprung zu retten, während der anber von den Puffern des aufprallenden Wagens ersaßt un derartig verletzt wurde, daß der Tod bald eintrat Teil des Viehs erstickte oder erlitt Verletzungen. 1 * Berlin, 7. April. Tie Abendblätter melden- Geschäftsmann, dem vorgesiern an einem Schalter de R e i ch s b a n t eine Brieftasche mit zlvei Wechjeln un sechs Hundernnartscheinen gestohlen wurde, wurde aeftern die Tasche und Inhalt durch den unbekannten 2ieb wieder zugestellt. * Posen, 7. April. Ter Fuhrwerksbesitzer Steimels in Gronenberg bei Obersitzko erschoß seine Ehefrau und dann sich s e l b st Steinfeld war sofort tot, seine Sm- ist tödlich verletzt. * Melun, 6. April. Zwei als Reservisten eingezogen- früher einem afrifanifdjen Straftegimint angehörige Sol. baten ermordeten gestern in beiruntenun Jukantr einen Stallknecht Tie beiden Mörder wurden Derbahr * Washington, 7. April. 9iach amtlicher Volks, zählung betrug 1903 die Bevölkerung der Unionftaater ausgenommen Alaskas und die Inseln, 79900000 Seele- das bedeutet eine Zunahme von 3 906000 seit 1900. De Einwohnerzahl belief sich in Newyork auf 3 716 00u* in Chicago auf 1 874 000, in Philadelphia mi 1 368 000 und in Saint Louis auf 600000. 4 * Sturmnachrichten liegen heute von der Oh. und Nordseeküft» vor. Wie die Konigsb. .Hart. Qn meldet, ist bei dem Sturm in der vergangenen Nach i« Ro s si 11 en auf der Kurischen Nehrung ein Fischerboot mit fünf Insassen gekentert, die sämtlich er tru nke^ sind. Am Nachmittag wurde oas Boot mit den Leichen zweier Fischer, oie sich angebunden hallen, an den Slra.. getrieben. — Der heftige Nordweststurm kostete in bc Wesermündung drei Fischern das Leben. — £& mit dem Garneelensang beschäfllgte Fahrzeug des Fische Langhorst aus Lehe wurde auf den Eoerfand geworfen n kenterte. Tie drei Mann starke Besatzung ist e r t r un k e n. - Aus der Stadt und allen Tellen des Kreises Haders leben rorib von großen Verheerungen beruhtet $ Froerup stürzte der Stall eines Landmannes ein. 13 Vieh wurden verschüllet — In Husum wurde beide Sturmflut das Tor der Schutzschleuse von den Wassermai^ eingedrückt Das Wasser stieg in der Stadt so hoch das die Keller der Hafenstraße voll Wasser liefen und du Feuerwehr alarmiert werden mußte. Auch ein große: Petroleumtank wurde zerstört — Bei Ratze bürg wch der Sturm eine starke Buche auf einen Kleinbahnzug. Ter Baum traf die letzten beiden Wagen und durchschlug sie. Einige Fahrgäste wurden verlebt — In Kiel wurde das Dach des prrnzlicheu Schlosses erheblich beschädigt Die Jürgenskirche ist vom Sturm zum Tell abgedeck morgen. Tmnmbruche sind mehrfach vorgekommen. Stock Utba> schwemmungen haben stattgefunden. * Bei ein er Feldbienstüvung der arHUerie in Spandau hat sich ein schwerer Unfall ereignet Eine Abteilung des Äegiments exerzierte au; der Feldmark von Staaken. Als Ziel für die Gefchosst dmM ein markierter Feind, den ein Unteroffizier mit mchrcnn Mann in der Weise darstellte, daß sie Lanoueuschläge en> zündeten. Hierbei flog einem Kanonier explodierende Pulver mässe ins Gefickt Mll einem lauten Aufschrei brach der Gelloffene zusammen. Er hat sehr schwere Verletzungen davougellagen. Sein Augenlicht ist gefährdet * Ehescheidungen in Japan Ein japurqcher Statistiker erzahll, daß ein Japaner sich von seiner fjrmi scheiden lassen kann, wenn sie zuviel spricht Die Ltauft. des letzten Jahres weist bei weniger als 300000 Herr am in Japan 66 000 Ehescheidungen auf. ^er Reinüberschuß der Eisenbahngemeinschaft aus 600 Millionen iMark, und wenn heute noch nach den Tarifsätzen des Jahres 11879, das den preußischen Staatsbahnen einen Gewinn von 61 Millionen brachte, gefahren würde, so betrüge der lieber» rschuß schon ccu 1 Milliarde. Kurzum, Preußen und Hessen jkömien mit dem Vertrag, den sie 1896 eingegangen sind, wohl zufrieden sein, und die anderen Bundesstaaten werden jauf die Dauer kaum umhin können, sich dieser Gemeinschaft ouzuschließen. Auch Finanzminister Tr. Gnauth hat die Feier in iMorms zur Gelegenheit genommen, um sich über die Eisen- Wohngemeinschaft zu äußern. Er führte u. a. aus: ,r . . . Wenn aber all das in so vollkommener Weise zur Durchführung gelangen konnte, so war es nur möglich unter der segensreichen Mitwirkung der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft. War auch der Anfang des heute vollendeten Wertes noch zu Zeiten der hesjisa-en Ludwigs- bahn gesichert worden und seine Verwirllichung nur in den 1896er Staatsvertrag mit übernommen, so hat doch die damit begründete neue Gemeinschaft alsbald es als ihre Pflicht erkannt, well über den Rahmen der ursprüng- llchen Pläne hinaus den vorliegenden, inzwischen noch gewachsenen Bedürfnissen Rechnung zu tragen und danach allein für den Bahnhof der Stadt Worms und für chre Eisenbahnbrücke ein Opfer zu übernehmen von über 11 Millionen Mark. So tote allenthalben im Großherzogtum, so ganz besonders auch in dieser Stadt und am heurigen Tage hat man darum allen Grund zur dankbaren Anerkennung der Leistungen der Eisenbahngemeinschaft: ohne kleinliches Abwägen, wer aus chr den größeren Vortell gezogen, wer in ihr das größere Opfer gebracht, sind beide Staaten einzig und allein bestrebt, die in den 1896er Vertrag übernommenen Verpflichtungen aufs loyalste zu erfüllen und in solcher Verllagslleue am besten zugleich den Krittlern LU beweisen, daß der neuen eigenartigen Gemeinschaft auch der politische Erfolg nicht versagt ist" Ielegierteuversammluag des sLundeslehrervereins § Bad-Nauheim, 7. April. Der hessischeLandeslehrerverein tagte heute nrit seinen verschiedenen Stiftungen und Vereinen in Bad- ^Nauheim. Um 10 Uhr begann in der Turnhalle eine außerordentliche General - Versammlung der Ludwig- und Alice st iftuug, die vom Vorsitzenden Kaßlick-Tarmstadt gelellet wurde. Diese Versammlung wurde auf lVeraw- kaffung des Kaiserlichen Aufsichtsrats in Berlin einberufen, dem laut Reichsgesetz alle Versicherungsvereine unterstellt sind. Die von dem Ausschuß und Vorstand der Stiftung aus gearbeiteten Aenderungen der Satzungen wurden der Versammlung vorgeleat und genehmigt. Zum Andenken an das Ableben des Vorstandsmllglieds Ruppel erhebt sich Pie Versammlung von den Sitzen und bestimmt ;Lehrer Hotz-Nidda zum Nachfolger. An der 'Versammlung nahmen aus 91 Agenturen 107 'Stimmberechtigte teil. Punkt 2 betraf die Gründung einer Milllcnwarlehnslasse. Es wurden hierzu 15000 Mark 'als Darlehensfonds bestimmt und der Vorstand zur Aufhellung eines Statuts ermächtigt Als Ersatzmann für Rheinhessen wurde anstelle des Lehrers Stunks neu gewählt Vorbach-Ingelheim. Von der Providentta wurde für das Jahr 1903 eine Bonifikation von 1156 Mark ausbezahlt. Tie Delegierten-Versammlung des Landeslehrervereins wurde um 11 Uhr im Hotel Langsdorf von Obmann Oberlehrer Backes-Darmstadt eröffnet und war außerordentlich -stark besucht Lehrer Bechtolsheimer begrüßte die Erschienenen namens des Bezllksvereins Bad-Nauheim. An der Versammlung nahmen ans 107 Bezllksvereinen 163 Vertreter und die Borstandsmllglieder teil. 'Dem Jahresbericht des Obmanns entnehmen wir, daß die Zulassung »zum Universitätsstudium ein erfreulicher Schritt vorwärts sei; das Vermögen des Vereins beträgt rund 5350 Mk. Im Jahre 1903 wurde zu Ehren des Obmanns Backes anläßlich seiner zwanzigjährigen Leitung des Vereins die Backesstiftung gegründet Ta der seitherige Redakteur des Schul- boten, Lehrer Ruppel, plötzlich starb, so fand unter lebhafter Beteiligung Neuwahl statt Im ersten Wahlgang erhielten: Mink-Bensheim 7b, Schmeel-Tarmstadt 70, Baumann-Worms 19 mll) Meister-Bingen zwei Stimmen. Bei der Stichwahl wurde Mink-Bensheim mit 92 Stimmen zum Redakteur gewählt — Der Unterstützunosverein provisorisch angestellter Lehrer in Krankheitsfällen zählt 435 ordentliche und 180 außerordentliche Mitglieder. Sein Vermögen ist auf 12 200 Mark angewachsen; an 11 Schul- . Verwalt er bezw. Verwalterinnen wurden 3200 Mark aus- sbezahlt Narh dem Voranschlag des Landeslehrervereins für 1905 betragen die Einnahmen und Ausgaben 8865 Mk. >v tfQ . C unterricht überwiesen werde und legt eine ■ * sätze vor. So: Eine Verminderung der Lehrpen, höheren Unterrichtsanstalten erscheint im -ol? ,crtjl Entlastung der Schüler dringend geboten. W ö 9 - Prüfungen ist möglichst zu beschrän^», aus allen Prüfungen diejenigen rZ-ächer gejtnayen die eine rein gedächtnismäßiae Vorberellnng 5 । In den historischen Fächern Mßt sich durch alles wissenschaftlich Unsicheren, alles für bte . verständlichen und Interesselosen eine ganz beocu ", einsachung des Lehrpensums erzielen. 3» iUeücn ‘ richt ist alles systematische Eingehen auf «p.p ' . der Grammatll zu vermeiden. Ter richt in Religion ift in bat aHganeinen GesaM elltzubeziehen." Innl£. än,- — v. Reinach-Preis für Palaontolog Preis von 500 Mk. soll der besten Arbeit Mrkaimt vei , die einen Teil der Paläontologie des Gebie t S »rCU(,. Asckaffenburg, Heppen Jeirn, « nach, Koblenz, Ems, Gießen und B bürfe«’ handell; nur wenn es der Zusammenhang cr| ' andere Landestelle in die arbeit etnbewge Arbeiten, deren Ergebnisse noch nicht andettvet jn licht sein dürfen, sind bis zum 1 hic uxtet' siegellem Umschläge, mit Motto versehen, ,a-eid i[n zeichnete Stelle einzureichen. Ter Name ^nschlaßk'- tn einem mit gleichem Motto beizufügen. Tie ^nckenbermsche Maturs rscy sck.aft in Frankfttrt l)at bie ^ochllgung, au der der Preis zuerkanut wird, otyti roett fccBt -uto. ihren Schriften äu ver-ffenllichen, taun aber daS freie Bersl^nngSreckt üb er Ufja. bu:: Arbeiten werden den Aerfas^rn Zuerteilung des Preises enrschetoer b r p01 *: ßebruar 1906 Die Tirekttou aus Ponch^ noch zu ernennenden PrüfungSkommtN E -o ti 6» L7- sä. o •V CB <3 E E -o o sB 3>' E o UD E 6» iE a- <9 E ti OB O © £ tXQ D E «sa © g Q. g rs .4' *c> o P «ft » C9 »; LZ jG o • - E E o ar» ti ®E E e ar» e SS C?c « ^.3 = s 61 CS LÄ _jS g 2 60 _ ti E L o -2 E ♦ P 6» jO — • p a oo - = ti . L öfi. sf s’ rl E> E E L — -o E »b c L 2 E - ££ CD rs §' « V 5 jO -E • 5> €53 o SS cd 5 - E S o p O P xO 'S «E» •— Q - " = ® Eo»'-’ —r? e w , o «*» a .•?■ N . §, L«-Z H r 1&B N o £ -Q E o L © LE- JJ W ^--3 u 53§c e.2^ Dö-ß- o o LEI vE- _*■ 3 o» E 3 ° G .5 SJg3 E ¥ <5 EsT'S ^2 »^5 e E ti Sm SS G Ig’S.gcö® :o •£* CD ESZ s. OD-S 3 °® E E SÄ ®S = CQ »§-£ L u— CDS ZsxKZ Sjö^sE <52 gcj e s^sf r.5e E o:ti E®s E § L O ti CD -ZEZ E . .y 5x ■g-SS: ti jo a °„s 21 = «■^Ss Z ti itQ** E ar» 61 -Q 61 ti ti ti ar» E ti CB ti & ;e ar» 'S o r» x s- • °s» • 16 «< 61 C ■ tzr- s t ^sP .51 ti Ä- ti — « s — jQ Z-U cs S «2. L IS'S^ 5d£ s^ ■** c -2 E E 6> 3*2 61 L >b« 5>J §£ <= w»2 L E EA- ^>Z 6>S4 E c ti L -O 3 xC-E ti -ti ti 'S» ässä Z w E öDuxO 3 E 2 ** ä €"5 E -ti o 3 jq S 2 'S '’$* -o -S S®^Efis »«gßä E ti o p .3 o •—• o Sd »£> e » N:s> •O ■fc» cr> J9 M-* O e L SS R t £ 2 -5 « « 16 N •* © © E 3 CD U «J JO sB 6» CB *8 -c E E 2 «St JO iE: -c S , CD CD ;ti V' CD E ' C <©» «r» *b E CD ,E 's ’S S E c 'S" JO E £ E 'S >b »c p Q “ O§ E E E >- § Q S ^5 N tiD 3 1» K E ä «SD. 61 K JO -E CD E "-ti ti E ?<£> £ =3 e j£ **"*2 "5 Lo cs Je. E^.j! P ea cd JL E -E L a .. S lO tti- L *c -C ^^3 C £ vC- E CB £ S o ts L ?* 0^5 a £; CD CD ß» g^ © E' JO s 2 3 CD , , E Ä E E. •: «r> ±2 « Z64 “s 3 g"s; . «S.E’Q ti -3 6» ‘o’ S ^2 -O 3 -3 CD>O o .3 ~o E _S» E U 31 ä-c^f D^FIZ DD O £ Z>L°- E «ft .-3 E -ED 3 GZ- _ 2© ti "S 'S CD» «Q . « Q-® 6» £^- uqCQ'S — ti c •g'-’ ® S1 = •£=!=• ~ 5 G*E b S -LLLZ.S'Lü) $5 o 1X0^ SN E-L 3 4D -» ®Ä 2. - Z «‘»ä *: •— o ti S o — Z& s «* oo L oj ■ Fr. Leo Nacht. (C. Herten 58 Seltersweg 58 Filiale Giessen Frische Eier! Frische Eier! 10 Stück 55 Pfg. 10 Stück 50 Pfg. 10 Stück 60 Pfg. Frische toucn=M=6icr io®t™ ti,j w. . L Pfund 80 Pfg. -7 Stück 20 Fahrräder und Montag den 11. ApriL 01875 Hochachtungsvoll Allerseiuste Süßrahmbutter . Feinste Lnxemb. Landbutter . Echter Emmenthaler Echter Edamer . . . Echte Harzkäse . . Prompter Versandt. Sorgfältige reelle Bedienung. ZMe Ingredienzien 2237 sum rrnd Möedsvrr dor vöden, M «Men sonstöse« AnftrLchen nnd CoröteuogcM m grötzler Auswahl billigst ।—laiiwMMiniMibirii iir tiiwi—wnnr Achtung! Nächste I GrosseW ohliät.igkeits-1 Geld-Lotterie [ der Krankenpflege-Anstalten vom 8; Roten Kreuz, Strassburg i. E g® ■ B ^WFlG.HOUßEN SOHN CRRL, AACHEN^ ' ^vbpects gmltL-7Verirsl-er flh fast allen Plätzen / ■Ovsseldorf1902 - GoId.Wsdailte v.sHberne Stfiaismectaillo ßachener Badeöfen UW vber 75000 Uv Göbrav^ Für jedes Ei leisten wir Garantie! Alle seriell Norddeutsche Wurst in nur bester Qualität. Schule für Füs^eres Bl2a^ieäespie8 von Schöne siitze Apfelsinen Stück 5 und 6 Pfg. 1694 Blutorangen, Stlllk 8 10 Psg. Zu dem am 20. Mai d. Js. im Gasthaus „Zur Germania" in Lollar stattstndenden Unstreitig feinstes deutsches Fahrrad dabei billig im Preise. Julius Hahn früher Schüler des Dr. Koch’sehen Konservatoriums in Frankfurt a. M. Anmeldungen Wiesenstrasse 1. Mte her Kö ^//Kaiser ^°"prinr ß Ration O-*lßts «uzeigerd ^rnIvrkchanW Ziehung garantiert 11. u. 13. April. Bargewione M 0vö2i ohne Abzug M. 70000 1 Baupig. !.^o ooo IHanpts.«. 1OOOO 1 Hinptg. ll. 5 000 311000 = 3000 6 a 500 =3000 308100=3000 60 850=3000 35O4HMB.1.5 OOO 5600^18 000 11 .... . li I 11 Lose 10 ML | LDS1 Üh/ Porto a. Liste 25 Pf. I versendet das General-Debit h. Ster, Stow. E. Christian Wallenfels 17 Marktplatz 17 Telephon No. 262 Gegründet 1826 empfiehlt sämtliche Koloniaiwaaren, Delikatessen Konserven, Südfrüchte Weine, Spirituosen, Cigarren. VerNsWe ier Lllxembvrger H. V. Molkerei Sonneusttatze 25. 39^T Als besonders preiswert empfehlen: *38$ Nr. S8 rag Bittet vtE Doch« W ä Psd. 1,20 Mk. L , 1,15 , Zle^iaurant Alte Uost. 24 Walltorsttatze 24. Souutag den 10. April, von uachm. 4 bis abends 11 Uhr. Humoristisches Konzert Auftreten nur erstklassiger Künstler. 1L A.: Auftreten von Alice Lührs, stärkste Athletin u. Ringkämpferin. Schöne Lokalttateu. Vorzügliche Speisen und Getränke. Es ladet freundlichst ein 01858 O. Licrsch, Direktion. J.V.: Wilhelm Schneider. Koyßmaildtll- Schime große Auswahl in a°m Preislagen, c7"0 Nur eigenes Fabrikat. Casseler Schinnfabrik (Diesen. Lelle's,«-g » Zuschneide-Knrsus in Gießen. Unterzeichnete langjährige Inhaberin einer Zuschneideschule zu Frankfurt a. M. hält gegenwärtig hier in den oberen Räiunen der Restauratiou Kaisergarteu im Seltersweg einen Kursus ab für sämtliche Damen- und Kiuderkleider nach den neuesten Schtlitten (deutscher, Pariser, Wiener, englischer und amerikanischer Schnitt) und nach neuester Mode. Nicht allein das Zuschneiden, sondern auch das Auf- und Zusammenreihen, das Anprobieren, Maschinennähen, Ausarbeiten, Verzieren u. Garnieren von Taillen, Blusen, Röcken usw. wird gründlich gelehrt. Eignet sich der Kursus doch für Damen, die es für ihren Selbstgebrauch erlernen; es muß sich jede Dame verschiedene Kleidungsstücke anfertigen, um sich von dem tadellosen eleganten Schnitt zu überzeugen. Damen, die sich die Schneiderei als Beruf wählen, Haden noch besondere Vorteile. Unterricht täglich v. 1—6 Uhr. Lehrgeld, in Allem 25 Mk., kann in Raten gezahlt werden. Dauer 6—8 Wochen. Anmeldungen werden von der Unterzeichneten Montag den 11. April, von 3 bis 5 Uhr im Kaifergarten entgegengenonunen. Um weitere Beteiligung bittet Frau II." Maus, Lehrerin der Zuschneidekunst aus Frank- surt a. M. Prima Zeugnisse zu Diensten. Gesamtausbildung unter- halb 10 Jahren über 1800 Schülerinnen. 01872 2603] Vertreter gesucht. Katalog gratis. MMrdntsMe«itlliuwmm chießeu, Südantage 7. Wiederbeginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten, sichre Kuvstarbeiten, Brandmalerei und Schnitzerei u. s. w. 3207 Wlowtag den 3L ApriB 6SO4» Bekanntmachung. I Irühjahrs-Kontroüversammluug. ES haben ou8 der Stadt Gießen aus dem Hofe der alten Kaserne am Braud zu erscheinen: 1. Offiziere, Sanitats-Osfiziere und Beamte der Reserve und der Landwehr I. Aufgebots (kleiner Dienstanzug), L. die Mannschaften der Reserve und Landwehr L Aufgebots aller Waffen, einschließlich Halbinvaliden und nur Garnison- dienstfähigen. 8. die zur Disposition der Truppenteile oder Ersatzbehörden entlaßenen Mannschaften aller Waffen, 4. die Ersatzreservisten, geübte und nicht geübte, und zwar: c. , Montag den 18. April, vormittags 8 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen aus 1891, 1892, 1893, außer Ersatzreservisten. Die oben unter Nr. 1 Auigeführien aller Jahrgänge (Offiziere rc.) Montag den 18. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen aus 1894, 1895, außer Ersatzreservisten. Diensttrg den 19. April, vormittags 8 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen aus 1896, 1897, außer Ersatzreservisten. Dienstag den 19. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen aus 1898, 1899, außer Ersatzreservisten, Mittwoch de« 20. April, vormittags 8 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen aus 1900, 1901, 1902, außer Ersatzreservisten. Mittwoch den 20. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen von 1891 bis 1896, nur Ersatzreservisteu. Mittwoch den 20. April, nachmittags 4 Uhr, die Jahrgänge aller Waffen von 1897 bis 1903, nur Ersatzreservisteu. Es wird folgendes erinnert: L Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauvtmeldeamt einzureichen und muffen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt fein. Berücksichtigung kann nur tn den dringendsten Fällen ftattsinden. 2". Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklaffe, zu der er gehört, aus dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpässe mit eingeklebter roter Kriegsbeorderung und Führungszeugnis sind mitzubrmgen. 4. Bei sämtlichen Kontrollpflichtigen werden dieses Mal Fuß- mesfungen vorgenommen, mit Ausnahme der Erfahrefervisten; dementsprechend sind saubere Strümpse anzuziehen. Stöcke, Schirme, Pfeisen und Cigarren sind vorher wegzulegen. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Konttoll- tages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgenraß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der KoMrollversammlung bestraft. Gießen, am 5. Aprll 1904. 3257 E>roßyerzv.uui. XV und 573 Seiten. Geh. 9 Mk., geb. 11 Mk, (Der zweite (Schluß-)Band wird im Herbst erscheinen.) Minna Körner. Lehrfächer: Musikdiktat Primavista-Singen Theorie der Musik Eleinentar-Klavierspiel Höheres Klavierspiel (Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten). In die Elementar-Theorieklasse werden auch Schüler aufgenommen, welche sich für ein anderes Instrument ausbilden wollen. Anfang des Sommer-Semesters 1904: Montag den 11. April. Festsetzung des Stundenplanes: Montag den 11. April, vormittags 11 Uhr. 3182 IsmIWkn WnOs 01650 ladet ergebenst ein Das Aomitee. sw Anfang 4 Uhr nachmittags. "DV SS Montag, 25. April, abends 8> 4 Uhr, im Cafe LeH) ““ zu populären Preisen: Einziger Wagner-, Balladen- u. Lieder-Abend! des Tenoristen Kgl. Hofopernsängers Alfred Rättershaus j Gast der KgL Hofoper in Berlin, der KgL Oper in Budapest, ■ der Grand Op6ra in Nizza, des Teatro San Carlo in Neapel tu. B unter Mitwirkung der Klavier-Virtuos/« Erl. Marie Kleinhanns aus Hannover. H Gesangs-Vorträge: Hymne an die Venus aus „Tannb^u-r. ■ Scene aus „Lohengrin-1. Liebeslied aus „Die Walküre". Steuermannslied aus „Der fliegende Holländer“. „Am stillen H Herd“ aus „Die Meistersinger von Nürnberg“, sämtlich vun M K. Wagner. „Heimweh“, von Hugo Wolff. „Wie berührt ■ mich wundersam“ von Bendel. „Einsam will icüi sterben" ■ von Alfred Rittershaus. „Die beiden Grenadiere“, BaUode ■ von Schumann. „Todessehnen“ von Tosti. „Ach wie so ■ trügerisch“ aus „Rigoletto“ von Verdi. Klavier-Vorträge: Variationen (F-moll) v. Haydn, im- ■ promptu v. Schubert. „Gretchen am Spinnrade“ v. bchnbert- ■ Liszt. Lied ohne Worte v. Mendelssohn. Feuerzauber aae ■ „Die Walküre“ v. Wagner-Brassin. Spinnerlied aus „Ver ■ fliegende Holländer“ v. Wagner-Liszt. Ö-IÖH Karten: Num. Sitz I. Abt. 2 Mk., num. Sitz II A ■ 1.50 Mk., Saal-Entr6e 1.25 Mk., Studentenkarteo 1 MJ- ® ■ Vorverkauf in der Musikalienhandlung von Ernst Lnainer. g Alle Plätze sind nummeriert. , ,1 ™ An der Abendkasse, ab 71/, ühr, sind die Preise um je 50 NI eflwllt 88 sämtl. Zubehör- MM teile lies, billigst Hans Crome Einbeck 354. HOU B EN’S