m. 81 I" üeiRt t*e Nichts Würdigkeit, eine ^8irg»ewaltigun g der Natnrrechte, einen Ser- ri'ot cn der katholischen Sache aus Gefälligkeit gegen den Staut -bezeichnet. Ferner hatte der „Gornoslazak" behauptet, ' unter dem Vorsitz des Kirrdinals Kopp eine zu rein k Äti en Zwecken einberufene Versammlung sämtlicher Erz- V nriefier Oberschlesiens im St. Vincenzhause in Breslau am j -1 uifib 15. Oktober die preußischen Landtagswahlen ein» S Wni erörtert habe. '-'f die Vorhaltung des Gerichtsvorsitzenden, daß es ; tw b-n: Artikel heiße „Tie Kanzeln verwandeln sich l I-|tar in politische Tribünen und widerhallen von un- nWürdigen und unchristlichen Ausfällen gegen b .ui? f ' uh le und Ueberzeugung der Ortsangehörigen, welche >i i' c c ritt und Tritt mit einer tvpischen und brutalen d_tii chen Grobheit behandelt und von dem eigenen ' Lftlcwbirten mit Fußen getreten werden", erklärte der An- er wolle den Beweis der Wahrheit rn vollem 1‘ Mnffinne , an treten. Ter Abg. Porsch werde bekunden, daß i 'n trimittelbaren Anschluß an die offizielle Priester- f tmffiTnj in einer -werten Konferenz die Landtagswahlen worden feien. knie große Ar^ahl von Zeugen wurde vernommen, d mt frdhmbeten, daß ihnen die Absolution verweigert n '«nder fei. weil sie den „Gornoslazak" lesen. Ern jugend- li l iaplan habe einem alten Mann, der zur Buchte f: hn ivüd sich in der Kirche auf einer Bank niedergelassen h "rklärt: Von Leuten, die den „Gornoslazak" lesen, kc 'm itfji keine Beichte hören. Ter alte Mann begab sich wi'f in den gegenüberliegenden Raum der Kirche. Der K tolait folgte ihm aber mit dem Bemerken: Er solle scl'-ism die Kirche verlassen, sonst werde er ihn aus d se.Airche hinausschmeißen lassen. Einer Anzahl S» reuirt ttntrbe die kirchliche Trauung und die Spendung be C t ?faframent£ verweigert, weil sie Leser des „Gor- V' wären. Zu diesen gehöre auch der polnisches rnolr: tische Abg .Korfanty. Mn Geistlicher habe den &■’ irwinnttz mit dem Scklächer Barabas verglichen. Ein irint - Geistlicher habe von der Kanzel herab Korfanty als RMisiMten und Antichristen bezeichnet. -erc Prozeß fand nach, mehrtägiger Verhandlung einen äl mt. i henben Abschluß durch ein Telegramm des Kari-Ml-.'Kopp, worin der Fürstbischof seinen Straf- 1 rt:ic g gegen v. Dolski zurückzoa. Nach einer kurzen i- ii ng des Staatsanwalts verkündete der Vorsitzende, ia'..- brr Gerichtshof nach erfolgter ZurüZiehung des : 7'7'trags die Einstellung des Verfahrens be- schÄIll'r. und Kardinal Kopp die Kosten des Ser* fc ichein s auferlegt habe. 'a; Telegramm des Fürstbischofs lautete: ,Lch ziehe in i - inem Namen und im Namen des mir unterstellten l lsr den Strafantrag gegen v. Wolski in allen seinen ic’fKin zurück und bitte um Einstellung des Verfahrens." Vc 'rrrb'.-ger teilte mit, der Strafantrag fei durch Ver- irdniliilnnig des GeneralvikariatS-Amtsrats Buchmann zurück- worden. An diesen habe sich im JUteresse des 'r ■" 1 - der Abg Korfanty gewandt, nachdem der „Gor- io>iL;d.f" sich bereit erklärt habe chie Erklärung zu ver- . Z'°>ilicchen, er habe eingefehen, daß die in dem inkrimi- i rr*n Artikel enthaltenen Behauptungen sich nicht in l ll!' Punkten, insbesondere nicht soweit sie auf die -e sr." des Kardinals-Fürstbischofs Kopp sich beziehen, auf- reoch schalten lassen. dadinal-Iürstbischof Kopp hat jetzt, am Mittwoch n ü i :ti C ft e r n , mit Rücksicht auf die inzwischen Vom „Gor- w i i.'" gebrachte Erklärung auch den zweiten Klage- 11 m liiL g gegen das Blatt, besonders gegen den Redakteur K c‘O't'. lcz h k und Genossen, bei dem Beuthener Land- geitt. zurückgezogen. Ter Kardinal empfiehlt den S "-en, auch ihrerseits die an diesen Klageantrag an- ges jÄ 1 men Klageanträge zurückzunehmen. Selbstverständ- 'icfiti «eben bie Geistlichen dieser „Gmpfehlim^ Folge i i “ Wie weiter ein Telegramm aus Breslau meldet, for'Ühc- einer Mitteilung der Zentrumspresse die Staats- ant2M!s:haft auf Grund der gegen die Zeugenaussagen im BeMmier Prozeß gerichteten Berichtigungen der ober- ' hl tat wen Geistlichen gegen eine Anzahl polnischer 3 c ii t n in diesem Prozch das Verfaßen wegen Mein- c t $ io: einleiten wollen. i? gestaltet sich dos Nachspiel zum Beuthener Prozeß wo H nach interessanter als der Prozeß selbst Sollte der größte Teil der Zeugen einen Meineid ge- fdirmm haben? Tie Erklärungen der kacholischen Geifix- Itci;.-» imt der oberschlesischen Zentrumspresse lassen eigent- li ta ' u keine andere Lkvslegung ihres Widerspruchs gegen b;? ich gemachten Zeugenaussagen zu. Ans den zahl- 1' Beispielen geben wir folgenden, mit Nr .7 mime* ii«: ?Zrief der „Schles. Bolksztg.": lünwahr ist die Aussage der Beramannsfrau Mär'. $':■ Phrkasz cmS Bogurschütz, daß ich mit dem Volke e- M äiüratei gebetet habe, damit „Korfanty nicht ge- tr : werde". Unwahr ist, daß ich von der Kanzel ver- kiLtt haben soll: „Wer den „Gornoslazak" lieft, wird n Ä • ruf den. katholischen Kirchhof bsgraben werden." $ ft' ist jedoch, daß ich wiederholt meine Pfarrkinder txai.'.-T schlechten Presse im allgemeinen und insbesondere d- ® hMn „Gornoslazak gewarnt habe. Wahr ist, daß ic^^Lcherholt auf die verderblichen Folgen einer solchen aufreizenden und jede Autorität untergrabenden Lektüre htngewiesen habe. Ich hielt und halte das für meine Hirtenpflicht. Hierbei kann ich mein lebhaftes Bedauern darüber nicht imterdrücken, daß 5korfanty vor Gericht wiederum zwei schwere Beleidigungen des oberschlesischen Klerus fertiggebracht hat. Er behauptete schlankweg, 1. daß der Klerus ihn zu einer wilden Ehe zwingen wollte; 2. daß ein Teil des .Klerus das oberschlesische Volk national und wirtschaftlich ruinieren wolle. Keinem der oberschlesischen Geistlichen farm ein so ungeheuerlicher Vorwurf gerechterweise gemacht werden! Korfanty macht ihn dennoch und will dabei noch guter Katholik sein! — Rechtsanwalt Tr. Seyda tat noch ein übriges, indem er mich und die „Mehrzahl der oberschlesischen Geistlichen" vor Gericht als „Germanisatoren" bezeichnete. Wenn ihn jemand um Beweise für seine Behauptung gefragt hätte, so hätte er solche sicher nicht erbringen können. Meine große Parochie mit alleiniger Ausnahme der verhetzten Elemente, welche gegen ihren Seelsorger keine Gerechtigkeit und keine Wahrhaftigkeit kennen, wird mir und meinen Hilfsgeistlichen gern das Zeugnis ausstellen, daß wir unseren PfarrkinderTn beiderlei Zunge jahrmis, jahrein gerecht zu werden ehrlich bestrebt sind. Auch sind bisher Klagen über Bevorzugung einer Sprache zu Un- gunsten der anderen uns nicht vorgetragen worden. Rechtsanwalt Tr. Seyda fteilich, obschon mein Pfarrkind, will das anders wissen. Bogutschütz, 1. April 1904. Ludwig Skowrvnek, Pfarrer." Hin Attentat auf den König von Spanien. Wir erhielten heute folgendes Telegramm, das wir sogleich durch AuShang bekannt gaben: Barcelona, 7. April, norm. 10.20. Amtlich. Als der König die ArbeitSanSstellnng verließ, platzte eine Bombe. Zwei Landreiter wurden verwundet, ein Verdächtiger verhaftet. Als der junge König von Spanien vorgestern seine Reise nach Barcelona, der europäischen Anarchisten- und Revo» lutionSstadt par excellence, antrat, da hegte man allenthalben m Spanien lebhafteste Besorgnisse. Nicht ihn, aber doch den Ministerpräsidenten Maura, dem man seinen Kleri- kalismus und die Nichtausführung der Reformen vorwirst, hatte man beschlossen, auSzupfeisen. Ein Aufruf der Kata- lanisten forderte völlige Autonomie und lehnte die Verantwortung für die Zukunft ab, wenn die Forderung nicht erfüllt wird. DaS Blatt der Carlisten veröffentlichte einen heftigen Artikel gegen die geltenden Staatseinrichtungen. Die Republikaner veranstalteten am Dienstag 55 Versammlungen. Am Mittwoch traf der König in Barcelona ein und wurde „fteundlich empfangen, besonders von den monarchisch gesinnten Studenten". So meldete der offiziöse Bericht sehr knapp und sehr vielsagend. Heute früh besuchte er eine Ausstellung. Da ist daß Attentat erfolgt, das ja glücklicherweise keine allzu bösen Folgen gehabt zu haben scheint. Zwei Gendarmen sind verwundet worden und der als Attentäter Verdächtige bereits verhaftet. Was aber werden dem jungen König die nächsten Stunden in der von aufrührerischem Gesindel und dunklen Existenzen so überaus reich bevölkerten Stadt bringen ? Alle Gefahr für da§ Leben des Königs ist noch keineswegs vorüber. Aas Aeichs-'AarlameuL nach Hstern. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 6. April: Tie dem Ende zuneigende parlameutarffche Osterpause war für den Grafen Bülow eine Zeit politischer Sorgen und Arbeiten. Tiesmal grüßte ihn nicht, wie sonst um Ostern, bas schöne Sorrent; seine Erholung bestand in Spaziergängen in dem regendunklen Tiergarten. Tart konnte man ihn täglich um dieselbe Stunde auf und ab- hxmbeln sehen. Tic Parlamentarier hatten es besser, sie durften sich der Muße hmgeben. Einige von ihnen (wie unser Reichstagsabgeordneter Kommerzienrat Heyligerr- stüdt) sind hier auch bereits wieder eingetroffen, die meisten rüsten erst zur Reise nach der Reichshauptstadt, um mit frifdjen Kräften zu kritisieren, wo fich in der Politik des Grafen Bülow Anfechtbares finden läßt. Tenn der Reichstag beginnt ferne Arbeiten mit dem Etat des Reichskanzlers, d. h. mit einer unter Umständen eine stanze Woche füllenden Generaldebatte über untere und äußere Politik. Es gibt kaum etwas, was bei dieser Gelegenheit nicht zur Sprache gebracht "werden konnte; ist doch der erste Beamte des Reiches zuständig und verantwortlich für alle Ressorts. Zunächst und am meisten interessiert bie zu erwartende ausführliche Erklärung des Grasen Bülow über bie auswärtige Politik, im Hinblick besonbers auf Ostasien. Tas Zentrum wirb emettt darüber berrchiot sein wollen, daß Deutschland nicht die Rvllc des „ManerbMrmchens^' zuMlc, auf welche Möglichkeit Abg. Dr. Schädler bei der ersten Lesung des Etats resigniert hingeivresen hatte. Und Gras Bulow wird sich natürlich nach wie vor bemühen, das Vertrauen des Zentrums auch für feine auswärtige Politik zu erlangen, iaie er dies in der inneren Politik durch fein Entgegenkbrnrnen in der $efuitenfrag-e erreicht hat. Ohne Zweifel wird der Kanzler in Sachen des Jesuiren- pavagraphen auch im Reichstag, von rnationalkibe- raler Seite interpelliert werden, und es ist «vhl mägkch, daß das Zentrum Tn er zuversichtlicher, siegessrohkr auftritt, als im preußi^-.: Mgeordnetenhause, gemäß ferner Machtstellung im Reicysparlament. Hitzige Rede und Gegenrede steht also in Aussicht. Aus solcher Scylla wird sich Graf Bulow dann in die Charybdis versetzt sehen, und zwar durch bie Konservativen, bie erneut „in letzter Stunde" und mit äußerster Energie die Mndigung der Handelsverträge fordern dürften, sowie die Vermeidung jeder Preisgabe landwirtschaftlicher Jn- terefjen bei den Vertragsverhandlungen. Graf Bülow hat es bitter nötig, auch' die Konservativen sich geneigt zu wissen; sie haben es in her Hand, dem Kanzler eine der' von ihm so gern vermiedenen inneren Krisen zu schaffen — in der Kan alfrage, bie bekanntlich balb nach ben< Osterferien im preußiscken Abgeorbnetenhause auf bie Tagesorbnung kommt. Taß bas Kanalkompromiß geschloffen ist, will nicht eben viel besagen. Tie Beratung kann und wirb voraussichtlich so umständlich geführt werden, daß sie in der laufenden Session ittcht zum Abschluß gelangt, sondern bis zum Herbst vertagt werden muß, bann kommen aber auch bie neuen Handelsverträge zum Vorschein, unb deren Aussehen wird wohl beftimmenb sein für das Schicksal der Kanalvorlage. Jedenfalls hat Gras Bülow, was letztere betrifft, keinen Anlaß zu besonderer Zuversicht. Nur diese hauptsächlichen Punkte seien aus dem auf den Amtsbereich des Kanzlers unb preußischen Ministerpräsidenten bezüglichen parlamentarischen Sommerprogramm herausgegriffen. Ter sich anschließende Etat des Auswärtigen Amtes dürfte, obwohl die Fragen der hohen Polittk hier ausscheiden, ziemlich umfangreiche Tebatten im Gefolge haben. Mancherlei fft wohl auch zu sagen zum Etat für Kiautschon und bie ost asiatische Besatzungstruppe, wahrend im Mittelpunkt her Beratungen befl Kolonialetats naturgemäß das südwestafrika- nische Schutzgebiet steht. Mehrere Sitzungen werden schließlich geffiTTt werden mit der Erörterung des Spezialetats des Reichsschatzamts, des Jnvalidenfonds unb ber Zölle unb Verbra nchsfteuern. Es gehört nach> aHebern ein gewisser Optimismus dazu, anzunehmen, daß ftd) bis zu ben Pfingstferien noch crnberes gesetzgeberisches Material eiuschieben lassen wird. An solchem fehlt es nicht, beim es finb noch in Angriff zu nehmen bie Börsengesetznovelle, die beiden Ko^ nialbahnvorlagen (Ostafrika- und Dogobahn), die Entwürfe über Aenderung des Münzgesetzes unü Unfallfürsorge für Seeleute. Im Stadinm der Kommiffionsberattmg befinden fich die „kleine Reicks« finanjreform", die Vorlagen über den Servis- tarif, bie Kaufmannsgerichte und die Entschädigung unschuldig Verhafteter. Außerdem gilt es noch die zum Etat des Reichsamts des Fnnem gestellten 34 sozialpolitt scheu Resolutionen zu erledigen. Soll auch nur das unbedingt Notwendige fertig» gestellt werden, dann wird der Reichstag bis in den Sommer hinein zu tun haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden aber mehrere Vorlagen in bie nächste Session hinüb er genommen werden müffen. Nirlilische Tagesschau. Zur Verhütung der Soldatemmtzhandluugeu. R Berlin, 6. April. Von einem „hohen Offizier" wird heute abend tn der „Kreuzztg." ein Aufsatz veröffentlicht über die Verhütung von Soldatenmißhanblungen. Der Berfaffer wendet sich gegen bie Ausdehnung des Beschwerderechts trrtbi gegen Aufsichtsbestimmungen, die den polizeilichen Gs- bräuchen im Gefängnis entnommen, als unwürdig gu verwerfen unb auch praktisch gar nicht zu verwerten seien. Tie Vorgesetzten müßten sich das Vertrauen aller! ihrer Untergebenen zu erwerben verstehen und sie müßten in ber Sage fein, durch Vermehrung der Untere offizierstellen eine zweckmäßigere Auswahl des Aus- bildungspersonals zu treffen. Die letztere Notwendigkeit wird ja allseitig anerkannt, sie ist auch im Reichstag, toeun schon nicht in zureichendem Maße, gewürdigt worden. Doch gerade die Ausdehnung des Beschwerderechts und die Ber-'. schärfung ber Aufsicht erscheinen als bie einzig zweckmäßig?» und Erfolg versprechenden Mittel. Togo-Auleihe. r DL Gesetzentwurf betreffend die Aufnahme einer An- leibe für das Schutzgebiet Togo ist im Reichstage ausge- geben worden. Durch besondere Liebenswürdigkeit sind auch SSL-,?? Einsicht in den Entwurf gelangt. Dieser will benj Reichskanzler ermächtigen, zum Zwecke des Baues einer. Eisenbahn von Lomv nach Palime eine mit 3i/2 Proz. toi verzinsende und binnen 30 Jahren zu pari zu tilgende Anleihe in Höhe von 8 MiMcmeu Mark aufetmebmen. Tie für Verzinsung und Tilgung e»forderHchen Beträge find von dem Schutzgebiet Togo au^uBringen, doch übernimmt das!, ^rch dre Qxrrantre dafür, da-ß die fälligen Zahlungen pünkt-j fich geleistet werden. Die Verwaltung ber Anleihe soll der- Reichsschuldenverwalttrna Wertragen und von dieser bettl; BsstmnmruVcn ber RsiWfckwlderrordmmg vorn 19. 1900 gemäß besovgt werden. Die Bahn sr^t Loure, ben E Goudsrnertts, mit ben 122 Kttometer eni*emten Pa-^ Hme verbinden. Der Bah^bcm wird bauttt begründet, daß ohne eute Berkehrsstrahe nach dem JUnern eine Dsttersrrtw-üvttrs unb Ausuntzuna ber BanmwoLfknltur itu .xrtnic-rloeb y>cu Togo nicht möglich fein würde. Die Bsgründrmg regnet bamit, baß das Sck«tzgebiet ben Anfordcmngen werde ae- «ögen förtten, bk Verzinsung unb Tilmrna ti&r Attteihe ue* 8 Millisnen Mark cm feine ^«ittel SaLlen wL> daß das Ergebnis einer Reihe von Zollerhöhungep vor Teckung der notwendigen Zins- und AmorttfatioeZsvuE von jährlich 435000 Mk. ansreichen wird. auS Furcht vor Strafe RetSauS genommen — In Wies. 204.75 Oest. Kredit . Deutsche Bank Darinstädter Bank Bochumer Guß . 216.60 137.12 190.50 197.70 empfangen wird London, G. April. Der russische Botschafter Graf ,Benkendorff erhielt vom Minister des Aeußern bie bündigste Versicheimng, daß eine Verletzung russischer Interessen in Tibet seitens England gänzlich an§ge* Herren, entfernten sofort die Nummer ihres Fahrzeuges und verschwanden, ohne daß sie mit Hilfe des Telephons und b»- Polizei hätten gestellt werden können. — Einem Landwin blick verspeisen ste mir ein paar meiner chinesischen Arbeiter, zuletzt waren es sechs. Die Eingeborenen sagen m ihrem „Pidgin-Englisch": „Chinese good good like Sagar* (Der Chinese ist gut, gut wie Zucker.) Dabei schnalzen fit mit der Zunge und streicheln sich den Bauch. Und em belgischer Großhändler (der offenbar vom Kongostaat fomnri) bemerkt dazu: „Wenn man Chinesen als Schlachtvieh dorthiu importieren könnte — das wäre ein Geschäft!" am SnVÄfata ®"*«« f« 'chl-cht, faljis und Har,. M - - - - - - c 7>schmecke der Chinese wunderbar... Jeden Augm- Kunst und Wissenschaft. — Auf dem ersten intern at tonalen Ronotei für Schul gefundheitSpflege m Nürnberg dielt btt Geh. Medi-inalrat Pros. Dr. Hermann Co hn-BreSIau einm Vortrag über das Thema: „Was haben die 91 u fl e n ä 111 e nr die Schulhygiene geleistet tmb was müssen ste noch lettm. Der Redner ging davon ans, daß der immer mehr wnehmenom Kurzsichtigkeit durch geeignete Schulhygiene vorqebeugt werden müsse: in erster Linie muß für gutes Licht in den nlatsemnnmem. fernerhin für geeignete Lesebücher gesorgt werden, deren Trva er hygienischen Änforderungen entspricht. In jeder odiußoinimh m solle nicht nur ein Arzt, sondern auch em Augenary ''Zen. regelmäßige Augenmesstmgen vornehme. Sehr nottvenvm m auch, den Farbensinn der Schüler zu wecken. Der Redner. iffll mit dem Wunsch, daß im Interesse der Gesundheit mrs dem Gebiet der Schulhygiene immer wettere Fortswrrne ar macht werden mögen, um em gesundes, starkes Gesmiewr ziehen. Nach diesem Vortrag, der mit großem Verfall ausawo wurde, schloß die achte Vollversammlung. Später sanden «nm der Industrieschule mehrere Abteilungsfitzungen statt. , - Wie die „Nationalztg." erfährt, ließ Prrnz ffrre°rrv Leopold von Preußen dem Reichskanzler eme ofnv - teihmg zugehen, worin die S ch e n kun g d er Grabflan Heinrichs v. Kleist nebst bem bazu gehangen llreal a deutsche Volk rrrkundlich verbrieft wird. — Kandel und Verkehr. Öulhüöirtfdjufi Berliner Börse vom 6. Writ 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Die heutige Börse eröffnete auf allen Gebieten Stimmung, wozu die stramme Haltung deS Rew-Aar . nicht zrnn Wenigsten beitrug. Die Ums^e vollzogen * 5 neuer besonderer Anregungen nur in den kl ernsten ct ----für vereinzelte Werte zeigte sich etwas regeres Cv- «4.« Qlrinoa f»nrnhnhn.9Iftil'H inirtfflC der glanz sch loffen sei. — „Dmlv Mail" will wissen, zur DeckuwA deS Fehl- rbeträges im neuen Staatshaushalt werde der Schatz- Kanzler u. a. einen Einfuhrzoll auf Petroleum und dessen Erzeugnisse Vorschlägen . Paris, 6. ?lpril. Prinz Max von Sachsen, bekanntlich Prvfessvr der Theologie in Freibitrg in der Schweiz, si'ft seit einigen Wochen hier und predigt vor aristokratischen Wn< so lange müssen sie nach Marci schweigen. Ist 'öluu'lo'A7f’;'n ^Gnluchamski LU- Ambrosius (4.) schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) sannnen trifft König Viktor Emanuel wird wahrscheinlich dann wilder sem. Ist der Ap^l fthr trocken,.gehl: dann der auch den General Brnsatft seinen Adjutanten, nach Abbazia Sommer nicht auf Socken. Wenn ine Grasmücken stech,g schicken. I singen, werhen sie zeitigen Lenz uns bangen. Bauen im Wien, 6. April. Gerüchtweise verlautet, Ä>atser April die Schwalben, giebts viel Futter, Korn und Kalben. Wilhelm' werde Abbazia anlaufen, um König Jetzt muß der Hollunder munter sprossen, sonst wird des Qskar zu besuchen.IBauern Mien' verdrossen. Kommt Aprilfturm schon bei -------' '"77'. . , . . "/^ Zeiten, ist das Ende wohl zu leiden. Je früher im Aprils Are Kcheukuvg der Sturze Arredrrch des Hroyeu bec Schlehdorn blüht, desto früher der Schnitter zur Ernte Jan die Bereinigt«! Staaten fördert Mene Situationen zieht. Des Aprils Lachen verdirbt des Landmanns ans Tageslicht. Schon fast seit Jahresfrist ist sie erfolgt Sachen. Besser Wassernot im April, als der Mäuse luftiges .und noch, immer hat bet Kongreß nicht sein Ja und Amen @ M der deutschen GaVe gesprochen. Nach den Berfassungen Kleine Mitteilungen aus Hessen und den -ssv crmerijantst^n RepüSlUen darf der Präsident keme diachbarstaaten. In Hersfeld wurde em 13 jähriger aue»Eti«er, $ Lunge aufgcgr.ffen, bet' feinen Eltern aus Bnb Orb durch. MfeWr1 »IMm II. Liebrannt ift. Der Durchbrenner gibt an, er hatte mit uer. iSchorr deshalb hat er das in Befter Wstcht gemachte Ischiedenen Kameraden einen Waldbrand verursacht imb habe . ------ , , . ~ p c 1 Gießen, den 7. April 1904. und Ar b ei tergemein den. Er wohnt im Kloster der Christen-1 lefirbrüber. Alle Botschafter und Gesandten haben ihn be- ^nregeln für Apr^l ^k»r1e. .Dittoni, reift >.qe Wocbe nach Abbaz l a jumJtai fei | ^^^sius (4.1 schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) | Anfangs- u. 9R 216'80 137.50 191.00 Harpener Bergbau . - Tendenz: Abgeschwackt. Posen, 6. Aprll. Ueber die Posener 'Eröffne'. Genossenschaftsbäckerei wurde K o n r u r „ d k n RcichVbank. Am 18. April Eden m y. (Sachseni «ne von der RerchsbanksteV^ in Lüb^ (Mecklenburg) eine von ^2 hängige NeichSl'anknebenstellen nut - ?>^rden ®ed* schränktem GiroverkSbr eröffnet 'verfemonqefauft- - Imf Hainichen (Sachsens von der Re cMcmr " ?Tierfn. selben sind an bie neue Nebenitsüe Mankenbttg ^ ■ T;C Getreu , 3nm hcneu deutschen Aetreider-ntratt.^. . epporteure von Rostow (9tu6(gnb) beftnl g (sjcfreibc(°,’fr,^rl-1n£ Herbst gefaßten Beschluß, ben neuen deutschen G zitlehnen unb aut Grunb bteses siontiakt - gch«U zu machen. - Es wirb n>ohl auch ohne bie Jtajw Tlöijflrlioc T? otrh 1 Geschenk ger^ angenounneu. Alle Amerikaner haben aber , yclU|UJR) TAtlUJ. nicht, wie Roosevelt, in Heidelberg oder einer anderen baden wurde von einem großen, eleganten, weißgestrichenen Berlin 4. April. Man meldet aus Palerm o : deutschen Universität studiert, und so empfinden sie die und blauumränderten Automobil ein Breack überrannt mih Tfcr Kaise/mit Gefolge unternahm heute eine Wagen- Verherrlichung eines „absoluten Herrschers" im Lande der demoliert. Die Insassen deS Automobils, 2 Damen und ? fahrt nach Monreale, wo der Kaiser den Dom besich- Freiheit, Gleichheit und BruderlMeft^die.rhpen damit ----- m------- :f ” - - ™ ■ tiqte. Alsdann wurde ein längerer Spaziergang durch, zugemutet werden soll, als unchmpathrsch Die in Betracht dm Park, den Tiergarten und die Anlagen d?s Grafen Tasca kommenden Regierungs'mstcchZen haben nach langem Hin unternommen. Daran schloß sich ein Besuch der berühmten und Her Zwar endlich ernen klugen vmtfnn noer . m"; m h §b cim wurde auf sonderbare Weise ornntr Capella Palatina in dem normanischen Pal-Mo reale. Der Frage gehabt, wo das Standbrld am ehesten aufgestellt m o i m v s p e iin wuroe aut lonoeroare ^Zeste groyer Schaden -S SXe nmfmHttaa mit den Darren der Um- werden könnte, ohne die Gefühle eines „freien Ameri- zugefugt. Im Spastahre hatte er mehrere Aecker mit Hom gebung d^i Dee bei dem Fürsten Trabia, wo die Damen kaners", die dem Deutschen als monarchische Gespenster- bestellt und dieser ^age bemerkte er, daß auf fernen Felder« irntö girren des palcrmitanischen 9ldels versammelt waren, furcht läckierlich vorkommt, zu verletzen. In der Waschng- kem Korn, sondern Unkraut aufgegangen mar. .Ein guter -Ter Kaiser verweilte mehrere Stunden und hörte unter toner Militärakademie konnte ein Standbild des Freund" hatte die Aecker umgcpflügt und mit Unkraut an. anderem Gesangsvorträge. Aus Befehl des Kaisers spielte großen Heerführers am wenigsten Anstoß erregen, rind hier gesäet. Der Landwirt muß nun mit dem Pflügen feiner 'abends die Kapelle der „Hohenzollem" in der Stadt auf konnten die Schüler der Militärakademie and)i leimt über yecfcr nrnder beginnen. — In Affolterbach ift der 26 dem Platze vor dem Municipo unter sehr großem Andrang die sonst in Amerika toeit unb breit unbekannte jät)rigc Barbier und Musikant Konrad Schwöbel üon dem unb stürmisch«. Beifall des Mblistlms. belehrt »erben, baß breser deutsche »Df-an» nur mn ^al)rc üIfen Maurer Reinharb von ber Tromm ersto»! SÄ’lÄ'Ä'.r. SÄt.äK if« «y-»-»-w- «*-wÄ buchen so daß es — möglichst bald wieder in Vergessenheit sich am 5. April zwischen 4 und 5 Uhr auf der Straße m » um Empfange Kaiser Wilhelms in Korfu geriet. Dennwer kümmert sich jenseits des großen Wassers Affolterbach ab, und Liebeshändel sollen die Veranlaffuno ,werden dort eifrig Vorbereitungen getroffen. Griechische 1 um Friedrich den Großen? Er ist^drüben eine noch viel gewesen sein. iKriegsschiffe werden dem Kaiser bis 30 Meilen vor Korfu nebelhaftere Figur als bei uns Alfted der Große oder ----------- i------ !entgegengefahren und während des Aufenthaltes des Kai- als General Grant, dessen Standbild uns die Amerikaner VerRNSscyter. fers auf der Insel verankert bleiben. Der König von jetzt als Revanche für den Hof der Kriegsakademie in . Vertin 7 Avril Wie das B 2« erfährt ft ■ Ewiechenland wird sich mit Familie dieser Tage von Athen Berlin zugedacht zu haben s^nen. Stellen wir, so denken ' n - - ' - o rt. tt'kh nach Korfu beaeben die gebildeten Patrioten unter ihnen, Euem Friedrich da8 Automodil des Prinzen Leopold von Preußen nacy^r^iu oeg™ aBatb§ n uhr nach Kosten- den Großen in Wäshington auf, so müßt Ihr unsere Ge- auf der Ruckfahr^ von Karlshors mtt einem Fuhrwerk Hagen abgereist nerale Washington und Grant in Berlin aufstellen. Mit zusammen. Der Prinz erhielt eme erhebliche Ver. Dr. Wilhelm Wyneken ist zum Direktor des Lite- diesem Vorschlag wenigstens zieht sich Daktenr de? linksnationallibe- Chicago, einer der wenigen warmen Verteidiger der Denk- . Hamburg, 6. April. In dem furchtbaren ralen ,Lann. Cour." und wurde dann als Hilfsarbeiter malsschenkung, aus der Angelegenheit. Vermutlich erscheint ordweststurme sank bei Lühe ein kleines Küstenfahruua in das Auswärtige Amt berufen. Sein Vorgänger, Dr. also bald eine Kiste mit deui StandbiN) des Gene^ls Grant Mannschaft suchte auf dem Maste Zufluß v. Falck, war vorher Redakteur der konservativen„Schles. in Berlin, mit dem Anspruch, im Hofe oder iw Konferenz- R^er waren alle Rettungsversuche erfolalos Ztg " - Ans dieser Wandlung sind kerne Schlüsse auf die aale der Berliner Kriegsakademie Aufstellung zu erhellten. syer waren *ue ' ? Haltung der preuß. Regierung zu ziehen. Denn in letzter Für die Geschichtskenntnis eines Amerikaners is der em Boot m die Rahe der Unglucksstatte gebracht werden Zeit ist die unter der Äegide Miguels zu den wichtigsten bei uns faftz völlig unbekannte General Grantselbstver- kann. . . Ktrndgebimgen benutzte „Berliner Korrespondenz", die Wh- standlich eine ungleich hervorragendere militärische Große * Gemütliche Menschenfresser. Varzmi, dec Reisenden zu redigieren hat, zu völliger Bedeutungslosigkeit als Friedrich der Große. Was der Amerikaner, mit Aus- redakteur des „(Sortiere della Sera" erzählt, von Bord der herabgesunken. In allen wichtigeren Fragen hängt üb- nähme ganz toeniejer Gelehrter und Guropakenner, von dem I Preußen", wie der Gouverneur von Deutsch-Neuguinea sich rigens Wyneken ab von dem Preßdezementen im Aus-1 großen Preußenkonig weiß, das bringt in ergötzliche Er-1 seine lieben und getreuen Untertanen äußert. Der toärtigen Amt, Geh. Legationsrat Dr. Hamann, einstmals innerung ein Vorgang, der sich jüngst erst im Senat, der Gouverneur — eine echt deutsche, martialische Gestalt. ,m Redakteur an der fteisinnigen „Nordhäuser Ztg." Die Kund- vornehmsten politischen Körperschaft der Ver^Staaten, ab- zahllosen Schmissen — versichert, „die aanabme evüvai •***w - Hkx s仫äk 'S'ä w.äu^.ts -ta, prLß Abg-orbnetenhaus« ist heute ein uub Sck>icks°l- U großen Königs. Ten Reben nrerkt man bester.- memt ber Jonrnnlstt, ,b°ß sie mcht wu anb.rtoc, Gesetzentwurf betreffend die schärfere Beftrafung des es deutlich an, daß sie am Abend vorher an der Hand mit .... Menschenkopfen bezahlen — ^wo l erroibra Spieles in außerpreußischen Lotterien und des irgend einer Encyklopädie am Schreibtisch rasch em- der Gouverneur, „sie fressen auch noch tue Köpfe aus." 1!^- Vertriebes von Losen außerpreußischer Lotterien zuge- studiert waren. Emer dieser Herren äußerte sich besonders er fuhr fort: „Ja wohl, meine Untertanen fressen sich aus. .gangen. „sachverständig". Er wußte sogar allerhand interesstmte ,56 Portugieser , . . 60.20 3°/ Portugiesen.....59.35 1% C. Türken .... — Türkenlose .....127.20 4% Grieoh. Monopol.-Anl 43.90 41/. % äussere Argentiner 42 80 Kreditaktien . ... 205.20 Diskonto-Kommandit. . . 184.40 Darmstädter Bank . , . 135.50 Dresdener Bank .... 147.90 Berliner Handelsges. . . 153.00 Oesterr. Staatabahn . . . 136.20 Lombarden ..... 14.10 Gotthardbahn .... 192.50 Laurahütte...... 237.50 Bochnm ....... 191.30 Harpener . . ... 198.40 Tendenz: ruhig. Viele Mütter glauben ihre Säuglinge gut zu ernähren, wenn sie ihnen schon in den ersten Monaten unverdünnte Kuhmilch geben, welche die meisten Kinder, wegen ihres zu groß-n Etweiß» gehaltes, nicht verdauen können. Will man den Nährwert der verdünnten Kuhmilch erhöhen, so empfiehlt sich am meisten der Zusatz von Kufeke'S Kindcrmehl, welches auch die Kuhmilch leichter verdaulich macht, weil es im Magen eine feinflockigere Gerinnung des Eiweißes verursacht. 2369 tlAIZIYA Bekanntmachung. "ln Stelle des zurückgetretenen Wiegers an der Lastwage am ädtertor, Christian Weidig, wurde heute Philipp Mickel bSteger verpflichtet. Gießen, den 6. April 1904. 3226 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Irüöjahrs-Kontroüverlammlung. haben aus der Stadt Gießen auf dem Hofe der alte» taserrne am Brand zu erscheinen: I.iOffiziere, Sanitäts-Offiziere und Beamte der Reserve und ider Landwehr I. Aufgebots (kleiner Tienstanzug), 2.ibie Mannschaften der Reserve und Landwehr L Aufgebots taCer Waffen, einschließlich Halbinvaliden und nur Garnison- dienstfähigen. 8. Übte zur Disposition der Truppenteile ober Ersatzbehörden .atlassenen Mannschaften aller Waffen, 4 tdie Ersatzreservisten, geübte und nicht geübte, tnb „war: »Routrtfl den 18. April, vormittags 8 Uhr, die Jahrgänge der Waffen aus 1891, 1892, 1893, außer Ersatzreservisten. Die ^neunter Nr. 1 Aufgeführten aller Jahrgänge (Offiziere ?c.) Montag den 18. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahr- jSngr aller Waffen aus 1894, 1895, außer Ersatzreservisten. r ienStag den 19. April, vormittags 8 Uhr, die Jahr- Mge: aller Waffen aus 1896, 1897, außer Erfatzreservisten. 2 ieuStag den 19. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahr- jiuji' aller Waffen aus 1898, 1899, außer Ersatzreservisten, Mittwoch den 20. April, vormittags 8 Uhr, die Jahr-- -pigf aller Waffen aus 1900, 1901, 1902, außer Ersatzreservisten. Mittwoch de« 20. April, nachmittags 2 Uhr, die Jahr- • aller Waffen von 1891 bis 1896, nur Erfatzreservisten. Mittwoch den 20. April, nachmittags 4 Uhr, die Jahr- llingt* aller Waffen von 1897 bis 1903, nur Erfatzreservisten. C § wird folgendes erinnert: 1. Zesieiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell wrch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichfigung kann nur m den dringendsten Fällen stattfinden. ,3eber Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklaffe, zu der er ikhört, auf dem Deckel seines Militärpaffes. 3. Die Militärpäffe mit eingeklebter roter Kriegsbeorberung unb Führungszeugnis sind mitzubringen. i Bei sämtlichen Kontrollpflichtigen werben dieses Mal Fuß- neffungen vorgenommen, mit Ausnahme der Erfatzreservisten; 'ementsprechend sind saubere Strümpfe anzuziehen. Stöcke, Schirme, Pfeifen und Eigarren sind vorher weqzulegen. 3. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontroll- ages bis. einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der kontrollversammlung bestraft. (Stießen, am 5. April 1904. 3257 Großherzogin e ■ Ürnermeisterei Gießen. __**• D.: Curschmann._____________________ Bekanntmachung. Inmelbimgen zur Aufnahme in das Gymnasium “:)m Montag den 11. April, morgens von 8 bis 9 Uhr; 1 fri>::e Vorschule von 9 bis 10 Uhr in dem Lehrerzimmer • NymnasiumS entgegengenommen. (Namenfolge tunlichst 1 mti Dem Alphabet!) Die Vorlage des Impf- und Geburts- s |op98, für das Gymnasium auch des Abgangszeugnisses, ist a mjud^rlich. Der Unterricht beginnt Dienstag den 12. April, morgens r^lllhr, mit einem Schulaktus; von da an bis Pfingsten 1 ne 3 Uhr. Großherzogliche Direktion des Gymnasiums. Dr. Schädel. 3261 e. Dinvwstag d. 14. April 1904, nachmittags 3 Uhr, t aotim. airf hiesigem Ortsgericht t -mir Konkursmasse derWilh. 5 3t:m -her Eheleute gehörigen S iÄ Ni rchasten sm 12/140 — 527 qm Hofraite links der Chaussee c fji-ili.ch meistbietend versteigert r Wiirr. i:tB im, 9. März 1904. t K^Mrzogl. Ortsgericht Gießen. Gros. 2363 FÄritMo! Die allerirühsten Frühkartoffeln, weißfleischig, dickknollig und sehr einträglich, sind eingetroffen, per Zentner Mk. 6.— 3001 J= Wessel Teleph. 235. Souueoftr. 6. Contentla.**^* Samstag den 9. April, abends 9 Uhr beginnend: Kommers 3ur Feiev des 7. Stiftungsfestes ans der Schönen Aussicht. NB. Der Ausflug nach Rodheim findet am Sonntag den 17. April, nachmittags 3 Uhr, (bei jeder Witterung) statt. Die Anmeldung hierzu (event. der Kartenempfang) findet bei den Herren Amend, Bahnhofstraße, Kuder & Sonneborn, Marktstraße , und Wagner, Ebelstraße 32, bis längstens Freitag den 15. April statt. 3255 Der Vorstand. « Feine Herren $ lassen ihre Schuhe aus Chevreaux und Boxcall-Leder jetzt nur noch mit Galopcrßme Pilo glänzend bürsten, weil es den feinsten 7363 Glanz giebt. M Bauern-HaiMse, auch Mainzer, versendet ab hier gegen Nachnahme 500 St. Bauernhandkäse zu JC 25.— 500 „ Mainzer „ , 17.50 Bei Abnahme von 1000 Stuck frco. Postkolli Mk. 3.50. [2129 Käserei A. Schmidt in Ortenberg 3 (Hessen). a Gebrauchte > Fahrräder aut erhalten und tadellos in den Stand gesetzt, verkauft billig [2096 Fr. Leo NachiL C. Herber. Fußboden- Anstrich!: Bernsteinlackfarbe 2265 lose gewogen, über Nacht trocken, per Pfd. 90 Pfg. Spiritnslackfarbe lose gewogen, sofort trocken, per Pfd. 75 Pfg. sowie Oelfarben, Pinsel ic. re. Gustav Walter Mäusburq 13. Telephon 386. Schützer Warst- unb Fleischwaren-Fabrik gegr. 1878 Bahnhosstr. 13 Paul Hoffmann, ächlih i. ©ktrljtf. empfiehlt ihre unvergleichlich feinen Fabrikatr. Versand täglich. Preisliste siei. 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April 1904. 11. April. 01841] 1 Zimmer mit Mab., Küche u. Zrib. zu v. Grünbergerstr. 34. 01784] Kl. Wohn. p. 1. Mai zu verm. Näh. Wetzsteinstr. 38, Pt. _ 2 Zimmer 185] Wohnung züverm. Goethe- straße 23, pt. Ätäh. 1 Treppe hoch. 8085] 2 Zimmer, 2 Kabinette, Küche m. Zubeh^ zusammen, auch getrennt, zu vermieten, sofort beziehbar. (Mansarde.) Jacob Rouftadt, Germania. Schöne Mansarden-Wohnung sofort zu vermieten. [01747 Carl Stückrath, Ederstraße 8. 01846] 2 schöne Wohnungen, Dorplatz, Bleiche, für 18 u. 19 Al. zu vermieten. Walltorstraße 67. Gesucht zwei unmöblierte Zimmer per 1. Mai. Gest. Offert, unt. 01782 an die Expedition d. Bl. erbeten. Sauber möbliertes Zimmer (event. 2 klemere) in ruhiger Lage mit guter Bedienung bei besseren Leuten von einem Herrn per sofort gesucht. Offerte unter 01780 an die Expedition d. Bl. 936] Schöne Lagerräume, auch f. Werkstätten sehr geeignet, sofort zu verm. Bär u. Wettcrhahu. 8128] PferdesiaU samt Zubehör zu vermieten, Frankfurierstr. 11. 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Nach eir Lümäcschen ( und Sunchon Meldung zufo sodaß ganz Japanern । Wre aus rücht, daß zw rie nn Nord em Zufamm gezwungep Jazaner z u rü Aus Tim wsffcher Zrupp. intitnumg von am botyang, . schchj« montia w rs sich au tUtnutn lei Mr un Äanzei uven Twisioner Äuroli ift jeit d M ßnt untem auf dem Fried, Dch'fionen. AchDq, tschau aus t betrieben. Dsä vchaßen den s Wel.FioMe. bei drohen! In Gegen Japanifd abgehalten, an Hrngs und des öe? Heeres uni 7°nncr iei[nQk. rnaritnr ^evchie des A! '^.l-ntscheidu soffen wurde „ Szene» Losung 1 1 Seitiuij ,rnbl9c Lchst] by Ä toan (’S’AW Falle fÄS al- Zar n • H iuQl (rin btN sucht Stelle s j ** Hei» Dg. m unge, ^015 tjteit )ahtt [3201 tgee. ,ueß.«ä»tzL V hall w--- - L JJloi Äisc2;" (ßhe-aar ote:^ wouwgl. rante etb. unjj^> eS Se- oi aus [3SS WtF ;*3» ludji £_ in 11822 h. >1825 23. kann i bei e 16. litt |324ä 11 iflW iJU 'S icn m lo« ^n. Ar Näh- ,01826 1—-— unge« g jui )duM 42. L tiuie in iti iio.; SttBnxtwB.pl:. brauche er. 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Don unterrichteter Seite wird jetzt mitgeteilt, daß eine neue Anordnung ergangen ist, nach ivelchec die Schiffe des Geschwaders sich jetzt wieder mehr der Sphäre des Kriegsschauplatzes nähern können. Die erwähnten Kriegsschiffe sind deshalb von Hongkong nach Tsingtau ab- gedampft, welchen Ort sie gegenwärtig erreicht haben. Der große Kreuzer .Hansa* wird sich gleichfalls den Hauptschiffen anschließen und sich mit diesen dann nordwärts begeben. Diese Aenderung in den Dispositionen hat selbstverständlich mit einer Aenderung unserer Politik gegenüber den kriegführenden Mächten nichts zu schaffen, da die strikte Beobachtung unserer Neutralität außer Zweifel steht. Unser ostafiatisches Geschwader. te Zeit war der Befehl erteilt worden, daß alle oeu ähe.zn Kriegsschiffe aus den Gewässern des Kriegs- schau^krs zurückgezogen werden sollten. Es befand sich aus Ker Krieg zwischen Japan und Auhlaud. Vom Kriegsschauplätze. General Kuropatkin traf am 6. d. M. m Nint- flijn i ng em und besichtigte die Truppen, deren Zahl unge- ffhc <1000 Mann beträgt. Die Truppen setzen sich aus einer Äckern« Feldartillerie, einem Teil der vier hier stehenden . Sorrenter sibirischer Schützen und Abteilungen von Kosaken mb regulärer Kavallerie zusammen. — Folgendes Telegramm H» DeneralS Kuropatkin an den Kaiser wird amtlich oer- Nntächt: Generalmajor Kaschtalinski meldet unterm 4. April: . ,!li. . Jalu ist alles ruhig. Gegenüber von Turmüschen auf Fusel Matnzeo hatten Freiwillige em Geplänkel mit am Lorposten der Japaner bei Widschu. Unsererseits fein Äkllini. Die Jap aner hatten sechs Tote; die Zahl der Äli.-rmdeten ist unbekannt. Die Depots in der russi- jien Ansiedelung in Poenampho wurden geplün- i oin unb verbrannt. In Poenampho stand uns eine übe Abteilung von 300 Mann japanischer Infanterie ♦ gtgenubec.4 . Daily Chronikle^ meldet aus Shanghai: Eine Nachricht <.in-nesischer Quelle bestätige, daß die russischen Truppen > M-. . schast Tschenglsen verlassen haben und nach der M i. düng des Jalu-Fluffes zurückgekehrt sind. Die japanische S Kmickerre sei am Abend des 3. April in Widschu einge- ttwAcn Die Ruffen hätten die Stadt am Tage vorher £ nciumt. 9^ ach einer Meldung aus Söul gehen die Japaner in t ffiur.-ij id)en auf den Jalu vor. Gestern besetzten sie Cholsan • emo Sunchon, etwa 40 Km. von Widschu. Emer Herald- u tratlbui. 9 zufolge verließen die letzten Kosaken - Truppen Jyn, i poliB ganz Nordwest.Korea ungehindert von den ^Aepa-nern okkupiert werden könne. Wie aus Petersburg berichtet wird, geht dort das Ge- r 14$, aß zwischen Kosacken und japanischerKavalle- r üt ux Norden Koreas in der Nähe von Anfchudjoo .nnZr sammenstoß stattgefunden habe, wobei die Russen g ü.ivrngep worden seien, sich vor der Uebermacht der < ;wncr zurückzuziehen. AuS Tientsien wird telegraphiert, daß 1OOOO Mann Truppen mit 3 Kompagnien Artillerie in einiger G Memumg von Jinkau zusammengestoßen sind, wahrscheinlich ai te baoyang. Auf den Westforts vom Liaofiuß find Ge- cl W - iontirt worden. Li steht außer Zweifel, daß Japan bis jetzt nur den CliHinerten Teil seines Heeres mobil gemacht hat und ,iinorm' VKlnzen 6 Divisionen von den vorhandenen 13 ak- i® ’ toisionen. Die ganze erste Armee unter dem General iillwoli list seit dem 26. März in Korea, die 2. Armee ist zumZtil unterwegs nach der Liaotung-Küste. Es stehen noch auaiijbtnn Friedensfuß in ihren bisherigen Garnisonen sieben DiüisurEN. Sstich Depeschen aus Tokio würde namentlich von Kian- $ aus em lebhaftes Geschäft mit Port Arthur beterner.. Dschunken, die die Blockade Port Arthurs brechen, oe nten den Hafen von Tsingtau unter dem Anschein einer Ji «M-Flotille. Sie stehen unter einem gemeinsamen Führer, beiSki drohender Gefahr signalisirt. 3n Gegenwart des Mikado wurde am 6. dS. Mts. lopanischen Hauptquartiere eine K onfere nz ab n-ybdltlen, an der die Minister, die Generalsekretäre des • und des Marineministeriums, die höheren Befehlshaber teittveeaes und der Flotte, sowie verschiedene alte Staats- uiäMrm teilnahmen. Dem Vernehmen nach wurden die bis- eitel imaritimen Bewegungen besprochen und die einzelnen rn des Admirals Togo verlesen. Es ist unbekannt, ob n aoi Entscheidung in Bezug auf die künftigen Operationen getarnte wurde. Szenen an Bord eines russischen Kriegsschiffes. Zeitung „Nowikrai" in Port Arthur bringt folgende ' i-b< xsy.gK Schilderung der Szenen, die sich während einer oerr ,.;en Beschießungen von Port Arthur an Bord des vusA-ru ^breuzers „Bafan" abspielten. rc ci *j,i warfen einen Mann nach dem anderen nieder, o .■ Lecks von Blut schlüpfrig waren. Mitten in diesem ui te-.muü: stand der Kapitän vollständig unbewegt in mW:Dobachtungsturm und telephonierte in alter Ruhe m l.t fehle an die Geschütze. Diese merkwürdige Ruhe a t.en wunderbaren Einfluß auf alle Offiziere aus. lL.r«..Mslazarett war bald mit Verwundeten gesültt. Vor - " - Tig des Kampfes waren 39 Mann hinuntergebracht wor L Unter dem Donner der Geschütze, unter dem Zischen der: . Lust durchschneidenden Geschosse, unter dem Ge- tvfe-c;. X lches krepierende Granaten, zersplitterndes Holz- wer-HMd die schwer arbeitenden Maschinen hervorriefen, a u-t-ten die Aerzte ruhig an den auf dem Operationsteil sigelegten Verwundeten. Obgleich einige der Leute entsl^chc Schmerzen litten, und obgleich nur in einem ?, lut Dmerzbetaubende Mittel verwendet wurden, hörte m-r uu wenig Stöhnen. Als die Schlacht zu Ende war, nnd de szanfing, abzuziehen, brachen die Offiziere auf der DruH im Hurrarufe aus. Tiefes Hurra pflanzte i"id) fort Ul 0 Uliekbst von den Heizern im Maschinenraum und soga-M-M, den Verwundeten ausgenommen. Der Kapitän sign 'ti tee „mit Volldampf voraus hinter den zurück- gciieÄ..; Japanern her", aber das Schiff war noch nicht weck, llchren, als das Flaggschiff signalifierte: „Baian iurioinranen." Aus Stadt und Kaud. Gießen, 7. April 1904. •• Omnibusgesellschaft. Die Generalversammlung, die durch ein Versehen für gestern an dieser Stelle angekündigt ' war, findet heute abend 81/i Uhr im Restaurant ' Bavaria statt. Baugenossenschaft des evaug. Arbeitervereins. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der bildet einen überzeugenden Beleg dafür, was trotz auftretender Schwierigkeiten eifrige, von dem großen sozialpolitischen Werte dieser Tätigteit durchdrungene Manner im Rahmen einer solchen Genossenschaft zu leisten vermögen. Es wurden bisher erbaut 36 Häuser, wovon drei größere Mietshäuser sind, während es sich im übrigen tun kleine Häuser zum Verkauf handelt. Sechs der Häuser wurden im Jahre 1903 errichtet, im Bau begriffen sind gegenwärtig fünf Häuser. Der Gesamtherstellungswert der fertigen Häuser, einschl. Grund und Boden, beträgt 294 700 Mark, die erforderlichen Mittel wurden aufgebracht außer durch Einzahlungen der Mitglieder auf den Geschäftsanteil durch Darlehen, die u. a. von dem Verbände Der Erwerbsund Wirtschastsgenossenschaften der Provmz Oberhessen, von der Invalidenversicherungs-Anstalt Großh. Hessen, von bei Plock'schen Stiftung und von der Spar- unb ^eihtasse in Gießen entnommen wurden; außerdem hat die Genossenschaft 31/2 proz. Inhaber-Obligationen zum Betrage von 37 90) Mark aus gegeben. Die Stadtvertretung steht der Genossenschaft wohlwollend gegenüber; es wurde ihr von der Stadt Baugelände zu billigem Preise überlassen, ferner hat die Stadt sich zur Uebernahme der Bürgschaft für neue Darlehen bis zu öO 000 Mark bereit erklärt. Die von dem Baumeister der Genossenschaft, Architetten G. Hamann in Gießen, entworfenen Projekte weisen gute Grundrißaufteilungen auf; die äußere Ausstattung der Häuser ist sehr gut gelungen. Die Schrift enthält bildliche Darstellungen nebst Grundrißzeichnungen mehrerer Häusergruppen der Genossenschaft, und gerade durch Beifügung dieser Bilder und einiger Tabellen über die Höhe der Kauf- und Mietpreise pp. wird die praktische und den Bedürfnissen des kleinen Mannes entsprechende Tätigkeit der Genossenschaft ins rechte Licht gesetzt. ** Drei Kolossalgeschwister werden vom 7. d. M. ab, wie ein Inserat in der heutigen Nr. sagt, m Lonys Bierkeller zu sehen sein. Die .Hess. Landesztg.^ in Marburg schreibt über diese Menschenwunder: Es ist fürwahr wunderlich, wie überaus reichlich mit Körperfülle die Natur dieses Geschwistertrio ausgestattet hat. Die Abbildungen, denen man so oft begegnet, sind tatsächlich ferne Uebertreibung und man kann es begreifen, wenn der verstorbene Professor von Virchow diese Menschenwunder zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Abhandlung vor zahlreichen Autoritäten machte. m. Grüningen, 6. April. Unter acht Bewerbern wurde dem Lehrer Jung hier eine Stelle an der otei> klaffigen Schule zu Erzhausen, im Kreise Darmstadt, übertragen. + Langsdorf, 6. April. Seit drei Wintern ist hier eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule unter Leitung des Lehrers Leidig eingerichtet. Am Schluß des Schuljahres fand dieser Tage eine Schlußprüfung des dritten Winterkursus statt, wobei anwesend waren: die Riinffterial- rate Dr. Eisenhuth und Braun, Prooinzialdirektor Dr. Breidert und Kreisschulinspektor Kleinschmidt-Gießen, Landtagsabg. Köhler, der Direttor der LandwirtschaftSschule zu Friedberg Dr. v. Peter und mehrere Lehrer. An unseren ländlichen Fortbildungsschulen stehen Reformen bevor, die der Landwirtschaft mehr Rechnung tragen werden. Es soll eine geeignete Vorbildung der Lehrer in den landwirtschaftlichen Fächern in die Wege geleitet werden. u. Bingenheim, 6. April. Dem hiesigen Krieger- oerein ist anläßlich seines 25jährigen Bestehens von S. M. dem Kaiser eine Fahnenschleife verliehen worden, die am 24. April durch Kreisrat Böckmann überreicht werden wird. Gleichzeitig wirb die Ueberreichung einer Fahnenschleife an den hiesigen Gesangverein stattffnden, die von den Frauen und Jungfrauen Bingenheims gestiftet worden ist. X Groß en--Eich en, 6. April. Ein hiesiger Landwirt bestieg die Leiter in seiner Scheuer, um Futter herabzuwerfen. Hierbei glitt er aus, stürzte herab und siel auf einen in ber Tenne stehenden Pftug. Bei dem Falle brach er eine Rippe, und diese drang ihm in die Lunge. § Friedberg, 6. April. Mehrere Lehrer-Zu- ammenkünfte fanden gestern und heute hier statt, um in der alten Seminarstadt mit den ehemaligen Seminar- und Klaffenbrüdern nach Jahren ein frohes Wiedersehen zu feiern: Es hatten sich eingefunden die Jahrgänge 1864, 1869, 1884' und 1894. Die Reihen der alten Herren haben sich bereits bedeutend gelichtet, während die jüngeren Lehrer in stattlicher Zahl erschienen. Trotz des ungünstigen Wetters fanden Be-- ichtigungen des Lehrerseminars, der Burg, der Siadtkirche und anderer Sehenswürdigkeiten statt. An die Seminarlehrer wurden Begrußungstelegramme abgesandt und der bereits entschlafenen Seminarlehrer in warmen Wortew gedacht. Uolltischc Tagesschau. Vom Schlachtvieh- und Fleifchbeschaugefeh. Im Hinblick auf vielfache Klagen und Beschwerden, die in agrarischen Kreisen gegen das Schlachtvieh- und Fleischbeschaugesetz erhoben werden, wiederholen die „Berl. Pol. Nachr." die Mahnung, daß es gegenwärtig noch nicht angebracht sei, über Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit des Gesetzes ein Urteil abzugeben, wozu doch wohl erst feine Wirkung während eines längeren Zeitraumes abgewartet werben müsse, unb schreiben weiter: »Es ist selbstverständlich, daß bei diesem Gesetze, das so außerordentlich umfangreiche Aussührungsoorschriiten notwendig gemacht hat, ebenso wie bei anderen ähnlichen Gesetzen in der Anfangszeit "ach dem Erlasse an einzelnen Stellen Zweisel, Alißverständnisse und Verschiedenheiten beim Vollzüge austreten. Sobald aber solche Faste zur Kenntnis der Reichsoerwaltung gelangen, wird für Abhilfe regelmäßig^ Sorge getragen. Dagegen werden Wünsche, wie sie in einigen süddeutschen Landbezirken aufgetreten sind, und die dahin gehen, entweder das Gesetz überhaupt aufzuheben oder es wenigstens für die Landgemeinden außer Kraft zu setzen, aus Berücksichtigung nicht rechnen können. Für einzelne Gebietsteile, d. h. in diesem Falle für Landgemeinden, das Gesetz außer Kraft zu setzen, erscheint schon deshalb nicht angängig, weil der Begrif „Landgemeinde" nicht für alle Teile des Reiches gleichmäßig ab- gegrenzt ist, übrigens auch Landgemeinden existieren, für die das Bedürfnis der Fleischbeschau ebenso aniuerkennen ist, wie für Stadtgemeinden. Die nächste Revision auf dem Gebiete der Fleischbeschau wird, wie schon gemeldet, den Gebührentarif betreffen. Ueber weitere Aenderungen wird man sich erst schlüssig machen können, wenn das Gesetz längere Zeit gehandhabt jein wird." Die lurhessischeu Koruhauser haben im abgtiaufeuen Geschäftsjahre ine klingenden Erfolge vermissen lassen. Wahrend im Vorjahre das Korn- haus in Hofgeismar einen Verlust zu verzeichnen hatte, wird dieses Jahr das Kornhaus Zierenberg unter den Hammer kommen, da die Genossen jetzt doch nicht mehr mitmachen wollen. Am 2. April abends in aller Stille ist das Kornhaus am Bahnhöfe in Zierenberg in Hessen von der Zentrale in Kassel geschlossen worden. Man wollte diese Schließung verhindern, allein die Zierenberger Kornhausgenossenschaft, welche während der fünf Betriebsjahre nicht einmal mit Gewinn gearbeitet hatte, war nicht in der Sage, mehr als 30000 Mt. für das Silo zu bieten. Für diesen Preis kann der Staat das Kvrnhaus, das ihm selbst weit mehr als 60 000 Mk. gekostet hat, nicht verkaufen; das teilte er der Kasseler Zentrale, die lange Zeit mit ihm wegen dieses Ankaufs ver- handell hatte, mit Von den Zierenberger Kornhausgenossen schaftsmitgliedern hat jeder Anteilbescher in den fünf Betriebsjahr en 450 bis 500 Mk. Einbuße erlitten, und trotz aller BemülMigen mußte außerdem noch die Zierenberger Tarlehnskasse über 1500 Mk. aus ihrem Fonds beisteuern. Diese Tatsache machte diejenigen Genossen der Darlehns- kasse, die mit dem Kornhaus nichts zu schaffen haben, wie die Mitglieder der Kornhausgenossenschast stutzig und erregte wenia Lust, für den Erwerb des Kornhauses mehr als 30000 ALk. anzulegen. Zudem sind auch aus diesen Gründen unb aus weiteren persönlichen Erwägungen fast alle größeren Gutspächter aus der Kornhausgenossenschaft ausgetreten. In den genossenschaftlichen Kreisen erzählt man sich daher, daß das Kornhaus bis zum 1. Juli meistbietend und öffentlich versteigert werden wird. Bis dahin wirb die noch etwa eurkvmmende Frucht sofort weitergeschickt und der Rest der noch vorhandenen Futter- und Düngemittel unter der Hand verkauft werden. Inzwischen läßt die Kornhausgenossenschaft Kirchhain i. H. ein großes neues Silo erbauen, wozu die Hessenbank die Gelder hergeben soll, während vom Staat eine namhafte Unterstützung aus Staatsmitteln erwartet wird. Offenbach, 6. April. Tie 37. Aevsammlung deA Oberrheinischen geologischen Vereins, welche vom 5. bis 9. April hier abgehalten wird, wurde gestern nachmittag 4 lLch durch eine Besichtigung der Sammlungen »es Offenbacher Verein: für Naturümde unter Führung des Vorsitzenden dieses «Vereins, Pros. Aketz, einV -geleitet. Am Wend folgte eine gesellige Vereinigung im llndinesaale des Stadtgartens, in der die fremden Gäste' mit hiesigen Freunden der geologischen Mssenschast einige Zweites Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 7. April 1904 hti)etnl täglich mit Ausnahme des Sonntags. . , . . tu „Siebener Lamllienblätter- werden dem M mN» ß ll< Jr |g KB A M kj feiger viermal wöchentlich beigelegt. Der M M W B wL B M wL . BL A JjE B 3 ttK . B S 1 Ufi _ HMsch« Lan-wtrta erscheint monatlich einmal. V L U V V’ lä W V" Ieutschsü-westafriLanisches. Oberst Leutwein telegraphiert aus Okahandja; 80 Wckbois unb eine Felbkompagnie sind am 2. April von Winbhuk nach Okahancha abgerückt. Nach Aussage von Gefangenen unb Uebedäufem steht die Hauptmacht der Herero noch bei Oganjira, Abteilungen bei Okatumba unb Katjapia. Ma)or v. Glasenapp ist am 1. April von Owikokorero nach Otjikuoko vorgerückt. Ein Trupp Otjimbinguer Herero ist in ber Nacht 00m 29. 5um 30. März bei Teufelsbach ostwärts über btc Bahn gegangen. Von Okahanbja ist emc Kompagnie mit der Eisenbahn vorgesandt. Bastards verfolgten von Großbarmen aus. Der Rest ber Otjimbinguer ist anscheinend in bas Komas-Hochlanb zurückgegangen. Der Kronprinz erschien am Mittwoch abenb bei ber Abfahrt bes für Sübweslafrika bestimmten Truppentransports auf bem Bahnhofe in Berlin. Frisch eingetroffen: Ananas und Geflügel. Carl Schwaab, HofdelikatessenhMjU* Telephon 2«6. 324 Selteren^ D. Plage» « di« Stut en«., mit allerlei Mittelchen flogen Husten und y ’ Lung^ Affekttonen der Schleimhäute des Hall«. ' Breckr-'l katarrh und Maqenbeschwerden, (>-00 q,mvendung und doch qiebt's nichts einfacheres' der Wirkung bei allen Elchen Zuständen, Freimd- Sodener MinoralpaMllen. Zwar M.en aibi bj® Pastillen schon nr vielen Hundetaouflnden, a auch immer noch viele, die fr» von b«^texn Vastttten noch nichr überzeug baben-D^en (die Schachtel ist zu 85 M. tn eßen zu A und Mlneralwaverliandümgen erhaülch) 6» vsehlen. M! Handel und Verkehr. VolkswirtschK Märtte. wird aus Warschau gemeldet, die russische Regierung beab- 00.00 Mk. Otto A. Vermischtes. sichtige nicht, den dort in Verwahrungshast gehaltenen pol- nischen Advokaten Ritter v. Orlowski, der auS Wien wegen Betrügereien geflüchtet ist, dem österreichischen Gericht auszuliefern. Orlowski habe in Wien jahrelang Spionage für Hornvieh und 50 000 Hammel sind umqekommen. "Ein russischer Spion. Lemberger Polenblättern hier entfernten Orte Krenzlin rannte gestern ein mit vier Personen besetztes Automobil, welches sich auf der Rückfahrt von Hamburg nach Berlin befand, infolge des schlüpfrigen Weges in einen teilweise mit Wasser gefüllten haben. • Rewyork, 6. April. Ein Orkan hat in der Gegend von Medowa großen Schaden angerichtet. 160 000 Stück । X..-C3VC.I, 6. April. In der Generalversamm/my -er Neuen I deutschen Goethebünde beschlossen die Bereit not Werlo, «L, Wiener Journal-, das über bas Vorleben der ® r ä f i n Paul Festetitz heute verschiedene Mitteilungen brachte, sVolks-SchillervreiseS. erschien die Gräfin abends in Begleitung ihres Sohnes aut A - |——v——t , ---A erster Ehe, Leutnants Fischer, und versetzte dem verantwortlichen Redakteur Willibald Riedl nach längerer erregter Auseinandersetzung Schläge mit der Hand. Die Szene, die großes Aufsehen erregt, wird ein gerichtliches Nachspiel «ietzen, 7. April. Marktbericht. 2lus heutigem kosteten: Butter pr. Md. 1.00—1.10 Mk.. Hühnereier 1 €l «-? W 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pf^ Enteneier 8-0 W W vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liler 21W Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-1,00 M.. Hühner 1^0—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80-1,70 Mk., Entm vr. 1,70-2,20 Mk., Gänse vr. Psd. 00-70 Pfg, Ochsensieisch m. 68—78 Pfg, Kuh- und Rindfleisch pr. Pstmd 62-68 M- Schwem^ fleisch pr. Pfund 60-72 Pfg, Schweinefleisch, gesalzen, pr. w 76 Pfg, Kalbfleisch vr. Pfd. 62-74 Pfg, Hammelfleisch vr. Wm. 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 M, Weibkrau^ Stück 0-12 Pfg, per Zentner 0.00—0.00 Mk, Zwiebeln pr. 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepsel p« 3ent™T' bis 25 Mk, in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. Gießen, 6. April. Viehmarkt. Bei dem an, 30. März stattgefundenen Markte waren aufaetneben 1 - Rindvieh, 322 Schweine. — Der nächste Markt findet am 20. April statt; am letzteren Tage auch Krämermartl. . § Grotz-Fclda, 6. April. Unser gestriger vsterma , war zwar nicht von günstigem Wetter begleitet, abe^ b der Viehmarkt starke Auffahrt an Iungschweinen. ~1 ; ' ging lebhaft bei gutem Angebote. Die Preise aber voriges Jahr einen durchschnittlichen billigeren Nnte b 20 Mk. für das Paar. Tie Ferkel erster Qualität ^ul,c‘0'-crt1( Paar 50— 54 Mk, zweiter Sorte 40—50 Mk. und L ~rfT. 35-40 Mk. Diese billigere Preisstufe wird hauvllc.cdnm ursacht durch die stark gesunkenen Preise für die fetten die man zur Zeit mtt 34 bis 36 M. das Pstmd Lebendge«' I auflauft. , , „, Du«-'1 Limburg a. b. L., 6. April, ssruchtmarkl. schnittspreise pro Malter. Roter Weizen -fx , 1 ---- Korn 10.50 Mk, Gerste 8.42 M, Hafer b./ • Kiel, 6. April. Die „Kieler N. Nachr." melden auS Laune auf dem Divan und sah lachend dem Ziegenbock zu, Husum- Infolge eines orkanartigen Nordwcststurmes der mit Läufen und Hörnern die Seide des Divans zerfetzte trat heute nachmittag das Wasser der See über die Quai- und auch sonst den Saal in recht üblen Zustand verwandelt mauer Die Schleusentore brachen. An der Schiffs- hatte. "Da hab i mi nimmer halten könna und hab zum brücke stieg i>a£ Wasser VL Meter hoch auf der Straße. Herrn Köni gsagt . . . Maleschdät, hab t gsagt, wia können Die benachbarten Häuser sind gefährdet. S' denn da so a Mistviech so umanandhausen lassen! Und • Brunsbütteler Hafen, 6. April. Hier wütet ein wissen S', was er gsagt hat, der Herr Köni? Dieses ^ierl, heftiger Sturm. Das Osteriff - Feuerschiff wurde gegen hat 'r gsagt, dieses Tier, das lügt nicht." Wie viel Un- Abend losgerissen und elbaufwärts getrieben. | Wahrheit muß König Ludwig in seinem Leben gehört haben, * Ein „Professor" als Mädchenhändler. Gegen den angeblichen Professor der Musik Dr. I. B. Cuvillier- aus Nizza haben die bayerischen Behörden einen Steckbttesi Chausseegraben. Sämtliche Insassen stürzten heraus.I erlassen. Der Professor soll versucht haben, Nürnberae" Der Besitzer und Leiter des Gefährtes, Ledermann, ein Kellnerinnen unter dem Vorgeben, ihnen glänzende Stellung - Kaufmann aus Hamburg, wurde m hoffnungslosem zu verschaffen, in öffentliche Häuser des Auslands zu bringen Zustande nach dem hiesigen Bethlehemstist gebracht. Seine Der Flüchtige ist 40—50 Jahre alt, von elegantem Äus.^ Frau erlitt leichte Abschürfungen im Gesicht, ein Herr Lach« treten, hat volles Gesicht, dunkle Gesichtsfarbe, dunkelblonden mann mehrere Rippenbrüche, der Chauffeur eine Schulter- Schnurrbart, schielt auf beiden Augen, spricht mehrere Sprachen quetschung. und ist entweder Ungar oder Italiener. • Breslau, 6. April. Ein schwerer Unglücksfall • Der Herr Professor für Straßenraub. Jule-: ereignete sich in Wildgrund im Kreise Neustadt. Der 80 Jahre Berdeaux in Paris, Sohn eines wohlhabenden Gewürz. Heilswegs verstümmeln, indem sie hauptsächlich die wesentlichsten Punkte der christlichen Lehre nicht genügend veranschaulichen könnte. — Folgender Beschluß wurde vorgeschlagen: „Wir protestieren um der Erhaltung unserer evangelischen Kirche willen gegen alle Versuche, die Bibel oder irgend einen Teil derselben anzutasten und aus ihrer zentralen Stellung als Quelle der religiösen Erkenntnis zu verdrängen." Dieser Beschluß wurde nach dem „Frkf. Generalanz." einstimmig von der Konferenz gutgeheißen. — Für das reisende Publikum ist eine nicht zu unterschätzende Neueinrichtung auf unserem Hauptbahnhofe getroffen worden. Nicht mrr haben die Eingänge M den Bahnsteigen Seilenschilder mit der betreffenden, v . - . - Nummer des Bahnsteiges erhalten, fonbern es sind auch Rußland betrieben und deshalb im Vertrauen auf Dankbar- Vorkehrungen getroffen worden, wodurch die Abgangszeit lkeit für die Rußland geleisteten Dienste sich nach Warschau eines j^en Zuges am Bahnsteige selbst an gezeigt wird, geflüchtet. Einige Bahnsteige sind bereits ausgerüstet; der Rest folgt ~ • Des Königs Ziegenbock. Ludwig Ganghofer, «N den nächsten Tagen. - Groß Herzog von EM leidenschaftlicher Jäger ist, veröffentlicht in den Süd- Sldenbnrg traf heute vornntt^ 9 llhr 15 Mim zmilchen M onatsheften ttzerausgeber Wilhelm Weigand, ImwÄ Ä M Äte” nL Ä Verlag. der Süddeutschen Monatshefte, ®. m. b H in Münch«, gart fort und Leipzig) fesselnde Schilderungen von urwüchsigen Berufs- () Kloster Haina, 6. April. Kürzlich weilten Ober- jägern, mit denen er im Laufe von dreißig Jahren in Be- präsident v. Windheim, Landeshauptmann Frhr. Riedesel zu rührung gekommen ist. Er erzählt unter anderem folgendes: ! Eisenbach, Geh. Rat v. Dehn-Rotfelser, Landesbaurat Stiehl Bachmayer war ein Jäger rote hundert andere Md. Ich iund Kammerherr v. Pappenheim hier. Es handelte sich da- habe auch nur ein einziges Mal mit ihm gejagt, vor etwa rum, den Standort für daS hier zu errichtende Denkmal 112 Jahren, droben im Wetterstemgebiet, beim Königshaus Philipps des Großmütigen von Hessen festzustellen.Iauf dem Schachen. Kaum roeiß ich mich noch zu ermncm, vuuv jvuiu Nach mehreren Versuchen mit dem von Professor Wiese-Hanau wie er aussah. Und doch ist er mir im Gedächtnis geblieben, Erbsen 0.00 Mk.. Kartoffeln 00.0 Mk. _ ' angefertigten Modell war man sich darüber einig, daß das um eines Wortes willen, das er mir sagte. Bachmayer 5 Meter hohe Denkmal auf der Nordseite des sog. Amts- diente als Jäger auf dem Schachen noch zu iener Zech m KrtesKafleN vtt tiOlUBll platzeS aufzustellen sei. Die Vorbereitungen zu der mit der welcher König Ludwig seine einsamen Nachte m dem steinernen (Anonyme Anfragen bleiben n«bernäü»Nit^ iDenkmals-Einweihung verbundenen festlichen Begehtmg deS Schweigen dort oben verträumte. Der Jäger war beim Otto A. .Deutscher Sport^, ,Sport im 2h:±- • 400 jährigen Geburtstages des hessischen Fürsten sind nun- König wohlgelitten, sah ihn häufig und konnte mir viel von weit", alle drei in Bersin. Probcnunnnern mehr kräftig im Gange. ihm erzählen, von feinen menschenfernen Spaziergängen, fernen Kleine Mitteilungen aus tz-ss-n und den nächtlichen Kahnfahrten aus dem Schachen,--, von d-S Kän.gs Nachbarstaaten. Aus d-m deutschen T° rnta g- teilte der merkwürdigem Zahnarzt, der mcht 'M Hau,- wahnen durfte Varsitzend- Dr. Gätz mit, daß di- Turn°-r-in- in Frank, und für d-n man -,g-nS -m Huttch-N b°u-n mußte van d-s ,surt°. M. di- deutsche Turnerschast gebeten haben, das Königs Leben m dem fich Tag >md Nacht v°rtauscht-n van nächste deutsche Turnsest m ihrer Stadt abzuhalten; s°m°m sr« a v vr. = ... I einem Ziegenbock, der des Königs Liebling war und allezeit! nächsten Turntag nach Warm, zu verlegen. | ^^SchLn d-s Königshauses hatte. Abends wurde Bachmayer zum König gerufen, und! als er den maurischen Saal betrat, saß der König in heiterer ©tauben in anregender Unterhaltung verbrachten. — Die Hauptfitzung wurde heute vormittag nach 9 Uhr im Konzertsaale deS Stadtgartens durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Privatdozent Dr. P a u l ck e - Freiburg, eröffnet Er sprach sein lebhaftes Bedauern mrs, daß der Präsident des' Vereins, Geh. Oberbergrat Professor Dr. Lep- jsins-Darmstadt, nicht antoefenb sein könne; er glaube a&er, im Namen aller Anwesenden zu sprechen, wenn er ider Freude Ausdruck gebe, daß sich die Anschuldigungen [^egen Prof. Lepsins als völlig unbegründet erwiesen haben nnb daß er gläitzend gerechtfertigt aus dem Prozeß her- ivorgegangen ist (Lebhafter Beifall.) — Wie weiter mit* * ;geteilt wurde, hat Prof. Lepsins infolge der Aufregungen cher letzten Wochnta eine Erholungsreise nach Italien an» 6 »iC6 LÄ-EluNg.«N |-uj ,u ^uuij...... SSS” ^O^birgerme-Y er oste Auszügler Weber hantierte mit Sprengpulver in der krämers, hatte von Jugend auf große und abenteuerlich? von Offenbach 903 Ort der nächsten Versammlung rourbc ^e des Ofens. Dabei entzündete sich daS Pulver und daS Plane. „Ich werde m Afrika neue Kolonien gründen, ober Konstanz gewählt — Es folgten dann die erläuternden flanze Wohnhaus wurde durch die Explosion zerstört, m den brasilianischen Waldern neue Jagdgebiete entdecken.' Vorberichte über die geplanten Exkursionen drrrch die als Weber wurde getötet, zwei andere Personen schwer verletzt. — Dütendrehen, rote fern Vater es tat, schien ihm entsetzlich Führer ausersehenen ^rren. Die Versammlung weist etwa • Stuttgart, 6. April. Der Direktor des Allgemeinen Da Jules Eltern für diese Pläne de§ Sohnes femerie- 150 Teilnehmer auf. — Der erste Verbandstag d er deutschen Versicherungs-Vereins, Rechtsanwalt Georgii, Interesse zeigten, beschloß der junge Mann, seine Lust na» Portefeuiller und Ledergalanteriearbeiter Deutsche wurde gestern abend 11 Uhr in der Nähe des Schloßplatzes Abenteuern einstweilen anderweitig zu befriedigen, und lauerte -laudS wurde am Vormittag des zweiten -Oster feiertagesim Don cfnem entlassenen 28 Jahre alten Beamten des Ver- bei Nacht in den verödeten Straßen deS Nordens von Pari; Hiesigen Gewerkschaftshaus eröffnet Dem hiesigeni -zubrrk- sichexungs-Vereins auS Rache durch einen Schuß in die auf einsame Wanderer, die er auszuplündern gedachte. Tam- B-höE- M Ul f t, “0 etw u B b, t. D-r Att-ntät-r bracht- sich daraus hatt- -r ab-r k-in Glück. Di- ,,-msam-n Wand-r-r-, d- itoofoSt als Privatp-^on. drei Schüff- bei und mußt- schwer verletzt in das Saspital cr begrüßt-, waren stärker als -r und prügelten ihn gQni ' ' 6. 9ü)nl. Zum^Besuch des seit zwei Tagen gebracht werden. Die Verwundung deS Dtrektors Georgn ungeheuer durch. — „Da gtbts mchtS. Jedes Ding wil (Bier weilenden Prinzen Albrecht von Preußen trafen ift verhältnismäßig leicht. gelernt sein. Ich will einen Professor aufsuchen.", sagte sici Leute nachmittaq Prinz und Prinzessin Adolf von Schaum- ' Paris, 6. Apnl. Großes Aussehen erregt hier die der junge Jules und ging eines schonen Abends in ein, bürg Lippe aus Bonn und Prinz und Prinzessin Friedrich gestern abend erfolgte Verhaftung deS Präsidenten Kneipe am Faubourg du remple, die ihm als Stammknch/ Karl von Hessen auS Frankfurt a. M. hier ein. An dem und zweier Verwaltungsbeamten der Zentral Bank für der „Könige der Nacht" empfohlen worden war. Dort lernt Festmahle nahmen außerdem auf Einladung des Prinzen Immobilien» und Industrie-Kredit. Wie die er Herrn August Smthe, genannt die Kusche", nach da Regierungspräsident Hengstenberg, kommandierender General Blätter berichten, ist gegen die Bank eme Untersuchung em- Farbe seiner Nase, kennen, emeS der bedeutendsten Mitglied v. Lindeauist und der Gouverneur von Mainz, General- geleitet worden, die zu der Entdeckung führte, daß tue Bank der Gilde. Herr Smthe war geneigt, den Unterricht z- geutnant Schele test. Prinz und Prinzessin Adolf von ungeheure Summen — man spricht von 50 Millionen übernehmen, und schlug vor, sofort nut der ersten 2eftior Cchaumburg-Lippe begaben sich um 6 Uhr nach Bonn und Franks - verschleudert hat Die Gesellschaft war mit zu beginnen. Man verließ das Lokal und fand bald in bet Idas Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen nach Frank- einem Kapital von 4% Millionen Franks gegründet worden völlig menschenleeren Rue Bichai einen geeigneten Ort für sirrt a M zurück Prinz Albrecht von Preußen wird morgen und hatte angeblich ihren Hauptsitz m Brüssel, um das weitere Experimente. „Also höre mal Junge," erflärte ,b>: zu längerem Kuraufenthalt nach Baden-Baden abreisen. französische Gesetz von 1867 zu umgehen. Die Besitzütel Kirsche', „du bummelst jetzt den Bürgersteig entlang als em- Frankfurt a. M., 6. April. Die Hessische 32. Kon- wurden größtenteils in Frankreich abgesetzt und nur wenige somer Wanderer, ich werde dich dann aufzwmgen, und bi frryns des Deutschen Evangelischen Schul- im AuSlande verkauft. Die Untersuchung hat nun ergeben, passe nur gut auf, wie ich arbeite." — Jules steckt die Häick Vereins (gegr. 1866) fanjb gestern nachmittag in den daß der Hauptsitz der Bank sich tatsächlich in Paris befindet in die Hosentaschen, pfeift ein Liedchen, mackiert den Bummel- Räumen des Nrangelischen Kasinos statt, wo sich, ettou unb daß der Vorsitzende, wie auch die Verwalter Franzosen schritt, und richtig, der „Herr Professor" springt auf ihn loS, fünfzig Teilnehmer eingesimden hatten. Lehrer Karl si^d. Das Unternehmen fällt somit unter ftanzösische Juris- streckt den Schüler mit einem meisterlichen Faustschlag ji Kühnle-Carrnstatt sprach über das Thema,: „3ft es möglich, Diktion. Der verhaftete Präsident Baielez hatte vor drei Boden, leert dem Bewußtlosen mit aller Sorgfalt die Taschen. Religionsunterricht das Neue Testanwnt olme $.Q cein A^it niedergelegt. Die bisher eingeklagten For- nimmt ihm die goldene Uhr und die Geldbörse ab und geb: ^Ü^ichttgmrg^ ^Sä^^Selte^^etirt derungen belaufen sich auf ca. 200 000 Franks. Wie es seiner Wege. — Eine halbe Stunde später wird Jules von ^^en Ausführung^ ^I T^otegische und pädagogische, heißt, soll eine hochgestellte Persönlichkeit m die Angelegen- Schutzleuten gefunden; man brachte ihn zur Wache, unb boc antisemitische und antichristliche Kreise fordern den Aus- heft verwickelt fein. konnte er m etwas kleinlauter Stimmung dem Polizei- Muß des Alten Testamentes aus dem religiösen Unter- • Namur, 6. April. In der vergangenen Nacht wurde kommissar die Geschichte ferner „ersten Lektion m Straßen« richte der chrifllrchen Schulen. — 2. Eine Unterweisung,!vor der Wohnung des General-Prokurators Capell raub" erzählen. im Neuen Testament ohne Berücksichtigung des Alten ist eine Bombe gefunden, welche sich aber bei der Untersuchung ■ —-------- - ~~----- unmöglich, weil das Nene mit unzähligen Fäden an ba§ Iharmlos herausstellte. KUUst UtlD Zvlftevjlyafl. Me gekettet ist. — 3. Jnsdefondere erfordert eine Be° . BreScia, 6. April. Der Herausgeber der BreScia- Ber!in, 6. April. Die deutsche Gesellschaft si.-r Handlung des Levens und der Lehre Jesu auf Schrrtt und Q ■, mQrhtP aeftem mit ^rau und Kindern eine Waaen- Chirurgie trat heute im Lcmgenbeckhause zu ihrem 3$. Aon- Tritt eine tontniS des „Gesetzes und der Propheten" unb d7rW num- greß zusammen. Der Vorsitzende Braun^öttingen gebax. ma — 4. Dte jüdische Religionsgeschichte ist unentbehrlich weil ro^bet b . 9A . warmen Worten der im letzten Jahre verstorbenen Thiglitbtr, bt* Re die eigentliche Religionsgeschichte der Menschheit ist. geworfen wurde. Der Vater und der Sohn waren sofort sonders des unvergeßlichen Guffendmier-Wien. — 5. Ein/Au^cheidunq^des hlttestamentlichen Stoffes er- tot, Mutter und Tochter wurden schwer verletzt. I Dresden, 6. April. In der Generalversamm/my be Zäve für den neutestamenttichen Unterricht die Konseguenz,, ' Wien, 6. April. In der Redaktion des_ Laß große, vedeutangsvolle Wfchnttte weggelassen und sämtliche Erzählungen und Abhandlungen verkürzt und ent- stelll werden müßten. — 6. Die Schmie würde, wenn sie das Alte Testamertt ignorieren wollte, ihre Schüler in Bezug auf die gesamte Weltanschauung der christlichen Völker isolieren. — 7. Sie würde ferner die Kenntais des göttlichen Ludwigslust, 6. April. Bei dem zwei Meften von um Hefter und geduldig alle Unart eines Tieres ertragen " ' - - - ' ri : können, nur weil es nicht lügt! 2 2 £t cd c-> xr -O iQ 03 O -o c cd ixn cd w 2 5 § 9 -LL ’S« «i> - rr 5 « g> £7* ? V 0X0 = — — C Jj St 2=S- BaS tja O "T^ «O löiO c 2* o a. 'S.» c:o :O —■ JO CD X « ~- =§.g - 20 s FS- C 3 5 5 C »4 g® AZ »o Q <=.= „g =a£& !&= st - -F- 3 N o 5» E - 2 po es - L «iS e er« -S ° HsZZ Z 2£- E^jg-2 •O d. « jO o > cs «“ 53 —-u®5 c7 - j X *-* -2* w ggs i £?<«s cr°wi g§«gg.§ .-s-o O 2 = 9 ~ <=£ a£ ==2.0 &§SS‘8£-S#*»«!\g.2.g8 3•**§*§ "^s===« °x 2 -2° o-*c a öS öS p na i? -3 o 5 oo öS SS — Js/F = ~ = c = -° ° =S c = -.2 4)?€^ ’■- - 55 = i/<“ 03 = ■=’s‘=’o o s L-ZL 2Z « •5,0 Sc? T 2 ^ZZSN-SA a a- » o o c K c »b >b T i» » .2 "C c c «'S — .. N .» £ F=m 3 c « 9? 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ZZZ E uO F 5 •o 03 O CD . . :F «FL 'F. PC H.S 5 jtD i£.S.'. <5. — '93'57; ä-.S» — FS 03 F CD -E O 03 2p“— ’S ° = ■ F> CD fit» F — O = F ü d oZ C C *D a *— — 'S ? st — gr- MZ ’ - »-» E TZ^K : a JS.'c'iS a S ’2 ‘od< §grs Cd C =. a FDD O e — GZL 5.2^ DD P D- F ^(i) x j.® >p>'e a P a -s.U E-E§' C? F-2' ., , d .' Z-ZWZZ E F J± F O — a •-* «D a FuO 22.F-O«st 2'E § §5 S# » 21g=S®^ E 2 ’S« d f “-=2^: o-L LE g = - «L«F» 9t O3uD :C FL a — — ܱ-iSQ Kc*.xco p.^ —' CD O *- «S« X a T-l s 4i ap a*tz"oscd "t" TL S^E.5,«* L .a^E o o^.E’a StS LZ s - »a -5 DF F = Schulbücher sowie 3157 ^sämtliche SehraSrateiasilieia empfiehlt Wilhelm ZLlee, MarktstrasseS. llhor ^ERUGUANO T*10x2 4 ■ e Los 2 ML (11 Lose 20 Mk.) in Giessen bei Rich. Buchacker , Haupt - Kollektor, Wilh. Semmler. Phil. Weiler. 3 Yersachon Sie Ihr Glück! Nur 2 Mark kostet ein Los d. chancenvollen Eisenacher Beidlotterie Ziehung garant26.-29.AprU Bar ohne Abzug I Geringe Losezahl. 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