Montan 7. März t 904 154. Jahrgang Erstes Blatt Aus während Politische Tagesschau. Der zehn- und neunstündige Arbeitstag. Nr. 5« «rlftelnt täglich quI3ei Sonntags. 56 em Gießener Anzeiger n?erben im Wechsel mit dem keffischen Landwirt die Giehener Zamtllen- hlätler uiermal in bet Woche beigelegt. AtotationSbruck il Verlag bet Brüh l'lchen 11 nweri.-Buch-u. Steindrucke ret. 9L Lange. Vtebaltion. 6^pebttu>n und Druckerei: SchulsiraKe 7. Qlbrefie für Devefchen: Unzctger Gießen. I-krniprechanicklußNr 51 cilmg. mit Süddeutschla^ in und Frankfurt«.^ früher al? bisher in ,diePersonenzugverbinv: Der morgens vom nbe Personenzug wirb \t später absahren, aber sm 1 x. beibehalten. Wie « Schnellzüge zwiW vermehrt. _ gutinformierten Kreisen wird mitgeteilt, baß die _____ der Tagung des Reichstages aus der Mitte des Laufes gestellten Anträge, für männliche Arbeiter in Fabriken den zehnstündigen und für Flauen den neunstündigen Arbeitstag gesetzlich festzulegen, vorerst keine Aussicht haben, von der Regierung befürwortet zu werden. Tie Vielseitigkeit der Anforderungen in den verschiedenen Industriezweigen, in denen unter Umständen länger wie zehn Stunden täglich gearbeitet werden muß, lassen eine generelle Bestimmung hierfür als den Lebensinteressen gewisser industrieller Branchen zuwiderlaufend erscheinen. Besonders beschleunigte Aufträge können in vielen Füllen nur unter Zuhilfenahme von Ueberstunden erledigt werden. Kann man daher im Prinzip nicht eine Einführung des Zehnstundentages für alle Fabriken verlangen, so erscheint es jedoch nicht ausgeschlossen, daß später nach Abschluß der statistischen Erhebungen und eingehenden Erwägungen für einige Industriezweige ein zehnstündiger Arbeitstag gesetzlich festgelegt wird. Ehe hierüber aber im Plenum verhandelt werden kann, kann noch viel Zeit verstreichen. Sympathisch steht man im allgemeinen der Einführung einer täglich neunstündigen Arbeitszeit für Frauen gegenüber. Hauswirtschaftliche Pflichten, die diese zu erfüllen haben, lassen es oftmals geboten erscheinen, daß sie die Arbeit eher verlassen als ihre Männer. Außerdem kann einer Schonung des weiblichen Geschlechts im allgemeinen aus verschiedenen Rücksichten das Wort geredet werden. Im Gegensatz hierzu tft aber die Arbeitsteilung in vielen Betrieben derartig eingerichtet, daß weibliche und männliche Arbeit sich gegenseitig ergänzt und ineinandergreift. Würde ein Teil die Arbeit früher verlassen als der andere, so müßten vielfach in der Herstellung der Fabrikate Stockungen eintreten, die sich zum Nachteil des Ganzen unangenehm fühlbar machten. Man muß also auch hierbei erst die Sichtung der einzufordernden Berichte und der aufzustellenden Statistik ab- warten, ehe sich bestimmte Gesichtspunkte für einen derartigen Antrag aufstellen lassen. Der Arrest zwischen Japan und Rußland Ein Bombardement von Wladiwostok. Aus W l a d i w o st o k vom 6. März meldet die offiziöse .-Ruff. Tel.-Ag.: Heute nachmittag bombardierten fünf japanische Schiffe 65 Minuten lang die Stadt. Nachmittags 1 Uhr 25 Min. näherten sich feindliche Panzerschiffe und zwei Kreuzer von der Askoldinsel her der Küste dss Ussurigolfes gegenüber der Patroklos- und Sobolbucht. 2ie Schiffe nahmen Gefechtsstellung ein und eröffneten aus allen weittragenden Geschützen ein gut unterhaltenes Feuer aus einer Entfernung von acht Werst von der Küste ainf Küstenfords, Batterien und Stadt. Tie Geschosse rich- ti ten k e i n e n S ch a d e n an. Tie meisten der feindlichen Geschosse, ungefähr 200, krepierten nicht, obgleich sie mit Lyddit geladen waren. Unsere Batterien, bei denen sich Kommandant General Woronetz, Brigadekommandeur General Artamanow und die übrigen Befehlshaber be- samdcn, antworteten nicht und warteten ab, ob der Feind sich nähere. Nachdem das Feuer 55 Minuten gedauert Iptte, zog sich der Feind um 2 Uhr 20 Min. in der Richtung nach der Askoldinsel zurück. Dort erschienen gleichzeitig zwei feindliche Torpeooboote und zwei weitere beim Kap Maidel. Tie feindlichen Schiffe waren mit Eis bedeckt. "3er für uns verlustlose Angriff kostete dem Feinde über 2OOOOO Rubel. Tie meisten Geschosse üaren solche aus 6- und 12zölligen Geschützen. Tie Bevölkerung, die von einem wahrscheinlichen Bombardement benachrichtigt worden war, nachdem das japanische Geschwader am Horizont gesichtet war, bewahrte Ruhe. Statthalter Alexejew richtete aus Mukden folgendes Telegramm an den Zaren: Ich melde Eurer Majestät, daß der Kommandant der Heftung Wladiwostok mitteilt, daß heute, 6. März, früh 8 Uhr 50 Min. südlich von der Askoldinsel sieben Schiffe gesichtet wurden, daß diese Schiffe um 9 Uhr 45 Min. als Kriegsschiffe erkannt wurden, die Kurs aus die Askoldinsel hi eiten. Gegen Mittag befand sich das feindliche Geschwader im der Mitte zwischen der Küste und der Askoldinsel auf die Ussuribucht zufahrend außer dem Bereiche des Feuers b?*r Uferbatterien. Um 1 Uhr 30 Min. nachmittags eröffnete der F-eind das Feuer. In dem feindlichen Geilt wader befinden sich wahrscheinlich die Kreuzer erster Masse „Jsurno" und „Jakurno", die Namen der anderen Schiffe sind unbekannt. Tem Reuterschen Bureau wird aus Tokio über Newyork ^meldet: Ein österreichischer Dampfer, der in Hakodate mikam, teilet m-it, daß das russische Wladiwostok- Gleschwader am 29. Februar Wladiwost o k verlassen habe. Man vermutet, daß es in den nördlichen Gewässern kreuzt mit der Absicht, japanische Dampfer ab- ziufangen. Deutsches Keich. Berlin, 6. März. Zur gestrigen Abendtafel Leim Kaiser waren geladen: Reichskanzler Graf Bülow und Generaldirektor Wiegand vom Norddeutschen Lloyd. — König Georg von Sachsen gedenkt auch in diesem Jahr wiederum einen mehrwöchigen Erholungs- Aufenthalt an der Riviera zu nehmen und zwar ist hierzu der April auserfehen, da der geplante Besuch Kaiser Franz Josefs am sächsischen Hofe nicht stattfindet. Me weiter gemeldet wird, sollen die Aerzte dem Könige eine Kur beim Geheimrat v. Reyher in Dresden empfohlen haben. — Ter deutsche Sparkassentag, der hier tagte, hat eine bestimmte Stellungnahme zu dem Scherl'schen Lotteriesparplan abgelehnt. Es wurde, nachdem sich Redner für und gegen den Plan erklärt hatten, beschlossen, die Sache den Unterverbänden zur Prüfung zu überweisen und etwa in Jahresfrist zu einer Neuberatung den Sparkassentag einzuberufen. Dieser Antrag wurde vom hessischen Verband gestellt, der seinerzeit ein Gegner des Seherischen Planes gewesen ist. Ter Minister des Innern hatte in einem Schreiben seine Nichtteilnahme an den Verhandlungen mit der bevorstehenden Erörterung der Frage im Abgeordnetenhause und ferner damit motiviert, daß die Verwirklichung des Scherlschen oder eines ähnlichen Sparsystems gegenwärtig nicht zu erwarten sei. Kiel, 5. März. Prinz Heinrich und der Großherzog von Hessen begaben sich gestern mittels Automobils nach Hemmelnrark zur Besichtigung des neuen Schloßbaues. Gotha, 6. März. Ter beabsichtigten Gründung einer Landwirtschaftskammer für das Herzogtum Gotha steht man in den beteiligten Kreisen größtenteils ablehnend gegenüber. So wurden von mehreren lanbwirt- schastlichen Vereinen Resolutionen gefaßt, die sich gegen die Errichtung auSsprachen. Man hält das Land für zu klein, um die Mittel zur Erhaltung der Kammer und zur wirksamen Arbeitscntfaltung derselben aufbringen zu können. Empfohlen wird, die Angliederung an die Landwirtschaftskammer in Halle, wie bisher. aal. .. «L- ÄTSSS "■e*Äs et6 ’ !ÄMrk gesetzt n*; -,ns 5?bieim AoBI lmtewebt M Prüfung v kla'lunaen em» ber(ali < beriid)tig,en ® PerhaM ngen zurua> Sopf tb' «r !b d°-t. 5 , n 6« uhl, ’** ielbö'l« 1 link »AS J*!. Ä* du 100ÄJM ’itft'ungen «. ““ä bin 'S KfafS? du« beä K*1*11» »«1 &fliug l9n Lhetleii- s ania”U91i*r »q °> 6256 j H fhe« ™ ngen, es &[Ln 9ora^- drei fahren m ° 0 ein MndiMd-kL AV Ware 16723 'qe N "°n 10467 Witwen ,*n wuchs in S bie Zahl her Witwe! n« ? ^'chlich {uni b rWen. Tas SÄ ihr^er?bie^kl: aJ3 bei den Witwen unerhalb bei den Witwen lnSen durch die Weuii^ Wn die Witwen M ü n- daß sie dem Zweifel, Mg das beschauliche M 9 Witwe verziehen. mer Witwenballe * gewissen Ruf; sie er sagt, und die Mtwei eren. Mso! Lima richtete ein Erd« 'n Schaden an. Seit i) eben statt. Aus Schwaz im tro respondent: Ter geseir e Ijörnson nimmt eit Aufenthalt in ur: } der Frundsberger... uer nun ist der Ditzv zum Teile wenigsten- - nmer/ch'chjMchen ent- unb in /einer Mstnunx einer Ansprache, von. chen Mudchw tegri: Weiteres zur Kriegslage. In russischen Privatbriefen heißt es, daß bei dem (jüngsten Zusammenstoß auf koreanischem Gebiete zwischen dem Jalu und Pingjang die Russen die Japaner mit überlegenen Streitkräftenge- schlagen haben, aber selbst schwere Verluste erlitten. Flüchtlinge ausPortArthur berichten, die Arbeiten am dem Dock, wo der „Zaesarewitsch" repariert werden iritte, wurden eingestellt; der fremde Ingenieur, der den „Retvisan" heben wollte, verlasse Port Arthur, nachdem dieser Versuch mißglückt sei. Es bestätigt sich, daß die Befestigungen von Port Arthur durch das Feuer der Japaner beträchtlichen Schaden erlitten haben. Im ükbrigen ist in Port Arthur nach Meldungen der Russischen Telegr.-Agentur alles ruhig. In der vergangenen Nacht wütete ein Schineesturm. , „Newyork-Herald" meldet aus Tientsin, am 29. v. M., 1. und 2. März sei Port Arthur mit Unterbrechungen non den Japanern bombardiert worden. Die japa- uöschen Kriegsschiffe befanden sich bei Beginn des Bombardements 15 Kilometer von der Küste entfernt, näherten sich aber zeitweise bis aruf sieben Kilometer. Nach einer De- pasche aus Tschifu versuchten die Japaner wahrend der Sturmnächte von Montag. Dienstag und Mittwoch die Forts von Port Arthur zur Munitionsverschwendung zu veran- lcnssen. Die Japaner ließen nämlich im Südwesten Port Arthurs mit Masten versehene Flöße heranschleppen, deren dichter bald erschienen, bald verschwanden, um die Aufmerksamkeit zu erregen. Gleichzeitig wurden von einigen rächt beleuchteten japanischen Kriegsschiffen aus anderer Dichtung Schüsse gegen Port Arthur abgegeben, zuerst aus einer Entfernung von 15, dann von 7 Kilometern. i Es bestätigt sich daß der Dampfer der freiwilligen russ. Grotte „Jekaterinoslaw , der am 4. Februar auslief, von b.en Japanern vor der Kriegserklärung beschlagnahmt worden ist. Allmählich kommen die wirklichen Verluste der Ja- p.cin er zutage. Der „Shanghai Mercur" bestätigt die Meldung, daß in der Schlacht bei Tschemulpa der japanische F reuzer„Takatschiho" vernichtet und der Kreuzer „Els am a" stark beschädigt wurden. Bei der ersten Beschießung von Port Arthur sei, wie versichert wird, ein j,spanisches Schiff langsam gesunken. Das Ad- rn iralschi ff mußte bugsiert werden. Me dem „Ost- assiatischen Llopd" aus Tokio aemeldet wirb, wurde dem mmanischen Schiff „Schikichimo^ bei der Beschießung von Port Arthur durch ein russisches Geschoß der Schornstein iveggerissen. Außerdem wurden die Maschinen des Schiffes zerstört. Reuter meldet aus Souel, daß zwanzig Mitglieder zeer thaufietergilbe sich eidlich verpflichtet haben, alle Be- ,unten zu töten die ein Bündnis mit Japan hgk günstigen soll'en. Ter japanische Gesandte teilte in koreanischen Regierung sofort mit daß, wenn die M w * Hä® Xlbt«. 2j^ohnnna^: Jleti, dab'tt. ,[1( sstirbÄ-’ ;nr'flarl bt txlot'-' flTSSP*' Kirche und schule. London, 6. März. Anläßlich der Hundertjahrfeier der Bibelgesellschaft fand in der St. PaulS- Kathedrale ein Gottesdienst statt, dem auch die Königin und Prinz und Prinzessin von Wales beiwohnten. Der Umstand, daß der König nicht zugegen war, ist kein Anzeichen für eine Verschlimmerung seines Befindens. Er wird wahrscheinlich zu Beginn nächster Woche daS Zimmer verlosten. (Vgl. den Artikel in den heutigen .Familien- blättern. *)• ALS Stadl and Land. Gießen, den 7. März 1904. — Hessisch -Thüringi sch e Sta atslotterie. Bei der heute begonnenen Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 3916, ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 70709, ein Gewinn ootf je 10 000 Mk. auf Nr. 25887 28164 6844U -rper Gewinn^/von je 5000 Mk. auf Nr. 15151 15706 29256 63545f ©eroinne von je 3000 Mk. auf Nr. 3773 6062 10046 10419 10420 13908 Regierung die Verschwörer nicht verhaften lasse, japanische Beamte dies tun würden. Hierauf wurden vier Rädelsführer verhaftet. Tie chinesische Regierung kaufte zwei Kruppsche Feldbatterien. — Ueber die telegraphisch eingeaangene Mitteilung, daß die Verschiffung von Waffen nach China unter britischer Flagge nicht gestattet sei, herrscht große Ueber- raschung. Nach einem chinesischen Blatte desertieren viele Mannschaften der an der Grenze stationierten Truppenteile. Eine neue Kriegskarte. Vielfachem Bedürfnis entspricht eine soeben zur Ausgabe gelangte Orientierungskarte von Japan, Krrea, Ost- China und der Mandschurei nebst Spezialdarstellungen des Gelben Meeres mit Golf von Tschili, des Russischen Gebiets auf der Halbinsel Lian-tung sowie Plänen von P^rt Ar hur, Tokio und Y kohama. bearbeitet v n P. Krauß, die im Verlage des Violiographisck>en Instituts in Leipzig erscheint. Tie Karte ist auf Grund der neuesten Unterlagen besonders entworfen, die Tarstellung klar und übersichtlich der Truck mustergiltig. Preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 5. März. Tie zweite Lesung des Eisenbahnetats wird fortgesetzt. Zunächst werden die drei Anträge Friedberg (Natl.), v. Zedlitz (ftrn, Strombeck (Ztr.) und Moltke (Frk.) weiter beraten. Sie wünschen eine erhöhte Förderung des Ausbaues des Kleineisenbahnnetzes und eine Herabsetzung der Gütertarife. Berichterstatter Schmie- ding (Natl.) teilt mit, der Minister habe in der Kommission die Erklänmg abgegeben, daß die preußisch- hessische Eisenbahngemeinschaft beiden B u n d e s st a a t e n den erwarteten Nutzen gebrackst habe. Abg. Dr. P o r s ch (Ztt.) erklärt, es hätten sich alle zum Etat gehörigen Anträge von diesem zu trennen und nach Fertigstellung des Etats zu erledigen. Zu diesem Zwecke sollen regelmäßige Schwerinstage eingerichtet werden, an denen die Anttäge der Reihenfolge nach zur Verhandlung kommen werden, in der sie im Etat erledigt woroen wären. Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte wird der Antrag Dr. Porsch angenommen. Abg. v. A r n i m (kons.) führt ans, seine politischen Freunde wünschten keine Ausdehnung ber Eisenbahngemeinschaft Preußens mit anderen Bundesstaaten. Im übrigen würden sie für die vorliegenden Anttäge zwecks Verbilligung der Gütertarife eintreten. Abg. Broemel (srs. Verg.) weist auf die Ueberschüsse hin, die jetzt so hoch seien, wie sie noch nie g-wesen sind. Aber gerade deshalb müsse man mit erhöhter Kraft an den Ausbau des Eisenbahnnetze? gehen. Eine Vermehrung des Verkehrs würde auch zur Herabsetzung der Selbstkosten führen und damit ermöglichen, ohne Einnahmeausfälle die Tarife herabzusetzen. Auch die Eisenbahnbeamten bedürften in den allerweitesten Kreisen dringend einer Gehaltsaufbesserung. Abg. M a c c o (Natl.) betont, daß die Be tr ieb.s g emein schaft reichen Segen gebracht habe, wie sie ihn auch weiterhin bringen werde. Ihre Ausbreitung sei die dringlich st eAufgabe unserer Eisenbahnpolitik. Weiter fordert Redner, mehr Hauptbahnen als Kleinbahnen zu bauen, um dem steigenden Verkehr zu genügen. Bei den Gütertarifen habe die Regierung schwere Fehler gemacht. Sie trage die Verantwortung für die sozial höchst bedenkliche Konzenttation der Jndusticke im rheinisch-westfälischen Kohlenrevier. Die Verwaltung habe ihre Aufgabe zur Hebung des Landes nicht erfüllt. Minister Budde erklärt, er habe schon gesagt, daß für die Industrie allzuhohe Auf- ttäge unangenehm wären, genau so tote im Fnrhjahr der Rückgang in den Aufträgen schmerzlich empfunden toordep toare. Die Regierung habe für eine gewisse Gleichmäßigkeit gesorgt. Die Ausgaben für Neubauten seien ständig etwa bis auf 160 Millionen gestiegen. Für die Erfüllung aller Wünsche sei kein Geld da. Es müsse doch auch einmal an das Schuldentilgen gedacht werden. Er sei für eine Personentarifreform im Sinne einer Vereinfachung, inbezug auf die Gütertarife sei er für Ermäßigung, wo sie au8 wirtschaftlichen Gründen notwendig sei. Bei der preußisch- hessischen Eiseubahngemeinschaft könne er einen politischen Mißerfolg nicht zugeben. Umleitungen seien notwendig. Die Güter werden auf dem wirtschaftlichsten Mg gefahren, der nicht immer der kürzeste sei. Andererseits müsse eine gewisse Einigung mit den anderen Verwaltungen erfolgen. Er habe den lebhaften Wunsch, die Eisenbahnverwaltung im Sinne nationaler Politik zu leiten. Hierauf wird die Diskussion geschlossen. Tie Anttäge Zedlitz-Friedberg, Sttornbeck und Graf Moltke werden der Budaetkornrnission überwiesen. Abg. Graf Praschrna (Ztr.) begründet folgenden Antrag: Die Regierung zu ersuchen, der jetzigen Notlage der heimischen Zuckerindnstrie durch eine anderweitige Gestaltung der Eisenbahngütev- tarife für Rübenzucker mit tunlichster Beschleunigung Rechnung zu tragen. Abg. Stupp (Ztt.) begründet den Antrag, die Negierung zu ersuchen, in Rücksicht auf die andauernde Notlage der deutschen Zuckerindusttie und Landwirtschaft die Eisenbahntarife für Zuckerrüben, Schnitzel 2C. noch weiter herabzusetzen. Keer und Alotte. — Für das 18. Armeekorps ist zu einem Teil seiner diesjährigen Herbstmannöver (Regiments- und Brigade - Exerzieren, gefechtsmäßiges Schießen) das Gelände in den Kreisen Gelnhausen, Schlüchtern, Gersfeld (Rhön) und Fulda als Operationsbasis bestimmt worden. © mo^at?,ch75P"v"ttel- GietzeilerAilzeigers General-Anzeiger v v w den poltL unb adflem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen MMZ S? >’ f f e n und den Versammlung in Halle Darmstadt als Ort für den ersten tn bedeutend Das Kapital müsse mit einem den Räumen des Kaisersaales. Begrüßungskommers in Winn: 56 861 Mk., Georg Becker: 59 946 Mk., Martin' höheren Lehrcrstandcs Bing e n Darmstadt Friedberg Gießen Offenbach Mainz Worms feit ausheckt, ebenfalls sehen kann, feit ist/ 18,9, nach 198,4, „ 14,0, „ 62,1, „ 82,0, „ 175,7, „ 50,9, „ anlassen. Kleine 5Ü? i: t r-1 der Versicherungssumme und die Ausgabe 4 609.98 Mk. — Heute wurde hier mit sofortigem Beitritt von 23 Mitgliedern ein Nadfahreroerein gegründet. — Die Vorarbeiten für das Sängerbundesfest sind in vollem Gange; als Festmusik wurde die Hananer Ulanenkapelle engagiert mit) die Wirtschaft auf dem Festplatze (Käswiese) den hiesigen Wirten K. Böß und H. Hamel übertragen, wozu die Bierlieferanten, Gießener Brauhaus und I. H. Jhring-Lich, je eine Halle erbauen. Darmstadt, 5. März. Zum Fall Schade schreiben die N. H. Vbl.: Die sehnlichst erwartete Nachricht, daß der Betrüger verhaftet sei, ist leider noch nicht eingetroffen. Daß es Schade gelungen sei, in einem deutschen Hafen ein Schiff zu besteigen, erscheint bei der scharfen Kontrolle, die in den Hafenstädten, nach denen die Flucht natürlich zuerst telegraphiert wurde, ausgeübt wird, zweifelhaft. Die Zahl der Betrügereien uud Gaunereien, die dem Schade zur Last-geleg werden, nimmt täglich in erschreckendem Maße zu, und die jetzt erst bekannte Art und Weise, wie er sich seine Opfer holte, charakterisiert ihn als einen Mann von einer geradezu zynischen Raffiniertheit und Skrupellosigkeit. Am Montag abend saß er noch vergnügt in einem Restaurant und amüsierte sich beim Kartenspiel und am Dienstag, kurz bevor er sich nach dem Bahnhof begab, konnte er in einem hiesigen Weinrestaurant noch mit der Kellnerin schäkern. b. Darmstadt, 7. März. Am 6. Oktober 1903 hatten sich auf Anregung und Einladung von Profeffor Block zu (Sieben bie Vertreter sämtlicher Landes-und Provinzialvereine akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands in Halle versammelt und einmütig die Gründung eines Wahl des Tages und die Feststellung des Programms, mit dem Wunsche, für den Anfang nur einen Tag für die Beratungen vorzusehen. Mit Rücksicht auf die am 8. April 1904 in Darmstadt stattsindende Hauptversammlung des Hessischen Lauteschläger (Darmstadt): „lieber Anschauung und An- schauungsmittel im Unterricht". Mit der Versammlung ist eine Ausstellung solcher Lehrmittel verbunden, die von hessi. schen Oberlehrern hergestellt sind. Für Sonntag, den 10. April, ist bei günstigem Wetter ein Ausflug in die Bergstraße vor- gesehern — Der Besuch der Versammlung verspricht recht gut zu werden, von den verschiedensten Seiten wird ihr das lebhafteste Interesse entgegengebracht, andere Vereine haben eigens mit Rücksicht auf den deutschen Verbandsiag ihre Tagungen auf Freitag, den 8. April, nach Darmstadt verlegt, so z. B. der Deutsche Realschulmänncrverein und der Verein der evangelischen Religionslehrer an den höheren Lehranstalten des Großherzogtums Hessen. In Zukunft wird der deutsche Obcrlehrertag wohl noch manchen Verein zu gleichzeitiger Tagung im Anschluß an den Gesamtvercin ver- für Frl. Hohl in Betracht kommen soll, Gelegenheit, sich als Sentimentale zu zeigen. Abgesehen davon, daß ihr Organ voller sein könnte, spielte sie die dankbare Rolle nicht ohne Wärme und Natürlichkeit. Sie scheint keine Anfängerin mehr in ihrem Fach zu fein. Der Gesamteindruck der Aufführung war gut, wenn auch einige Darsteller den Text nicht gut zu beherrschen schienen. Die musikalischen Einlagen wurden von unserer Regimentskapelle ausgeführt und beifällig ausgenommen. •* AuS dem Bureau des Stadttheaters. Am Dienstag, den 8. d. M. findet die 14. DienstagSabonnementS- vorstellung statt und zwar gelangt CalderonS „Richter von Zalamea" zur Wiederholung. Das hochinteressante Werk hatte sich bei der ersten Aufführung bekanntlich einer überaus beifälligen Aufnahme zu erfreuen. — Durch die länger andauernde Krankheit von Frl. Hellberg wird naturgemäß der Spielplan beeinflußt; es sei dies auf verschiedene Wünsche und Anfragen bemerkt, die in den letzten Tagen an das Theaterbureau gelangt sind. Freitag, den 11. Februar findet ein zweites und letztes Gastspiel der Nachtasyl-Tournee statt. Da das erste Gastspiel, das großes Interesse erregt hatte, in die ungünstige Theaterzeit kurz vor Weihnachten fiel, so dürfte diese Gelegenheit, das sensationelle Stück kennen zu lernen, Vielen willkommen sein. Nachbarstaaten. In Beuern hat sich ein neuer Ge- angvereiu gegründet, der den Namen „Liederkranz" führen wird. Er zählt cn. 40 Mitglieder. — In Burkhardsfelden wurde l.tzte Woche ein P'enuig pro Kopf der Bevölkerung für die Unglücklichen in Aalesund erhoben. - Ein Landwirtin Lindenstruth hat eine Ziege mit drei vollständig ausgebildeten Ohren, — Vermißt wird in H a n n u seit etwa acht Tagen ein 23jähr!ger Schneidergeselle Friedrich S. Nach Angabe von Verwandten zeigte der junge Mann in letzter Zeit Spuren von Trübsinn. — In Mainz wurde ein schwerer Anbrecher verhaftet. In seinen Taschen fand man eine Menge Schmucksachen, die von Diebstählen herzurühren scheinen. Oberlehrervereins ist der erste deutsche Oberlehrertag auf den 9. April nach Darmstadt einberufen worden. Zu den Verhandlungen haben Zutritt sämtliche deutsche Oberlehrer, die geladenen Gäste und die Vertreter der Presse. Beide Versammlungen finden unter dem Vorsitz von Prof. Block- Gießen statt. Um den deutschen Amtsgenossen Gelegenheit zu geben, als Gäste der hessischen Versammlung beizuwohnen, ist für diese der Nachmittag des 8. April vorgesehen. Demgemäß enthält auch die Tagesordnung dieser hessischen Versammlung statt der zwei größeren wiffenschaftlichen Vorträge, die seither stets üblich waren, neben den Verhandlungen, Besprechungen und Berichten, nur einen Vortrag. Es wird Realgymnasialdirektor Münch (Darmstadt) in einem physikalischen Experimentalvortrag „neuere Ansichten über die Beschaffenheit der Materie" entwickeln und dabei durch Vortrag und Versuch in der ihm eigenen Klarheit, lebendigen Frische und Exaktheit seinen Zuhörern ein Bild über den Stand der ! neuesten Arbeiten auf physikalisch-chemischem Grenzgebiet entwerfen. Auch die übrigen Veranstaltungen des 8. April sind gemeinsam für beide Versammlungen. Um 11 Uhr ist Besichtigung des mathematischen und um 12 Uhr des elektrotechnischen Instituts der Großh. Technischen Hochschule unter Führung deS Geheimrats Profeffor Dr. Kittler und des Prof. Dr. Wiener. Abends ist großer )( Grünberg, 6. März. Nach dem in der General- ...... ,.rj des Pferdeversicherungsvereins erstatteten Jahresbericht zählt der Verein 595 Mitglieder mit 710 versicherten Pferden und einem Versicherungskapital von 243 600 Mk. Die Prämie betrug pro Halbjahr 1 Prozent •• Die gestrige Eg mont-Aufführung desloersammlung StadttheaterS hatte'ein volles Haus und einen unbc- ftrittencn Erfolg. Als Klärchen hatte Frl. Wilma Dülfer vom Stadttheater in Kaiserslautern, die vielleicht als Ersatz Abermann: 60 670 Mk., H. Damm: 61 375 Mk. und Bernhardt 62 635 Mk. m. Lollar, 7. März. Auf Veranlassung des hiesigen OrtsgewerbevereinS hielt Schiedsgerichtssckretär Scherf aus Gießen in Dau bringen einen Vortrag über „Arbeiterschutz und Arbeiterversicherung". Der Redner berührte zunächst kurz die Lohnarbeiterfrage und ging dann zu den Gründen über, die eine Arbeiterschutzgesetzgebung notwendig erscheinen lassen. Als nächste Aufgabe auf dem Gebiete deS Arbeiterschutzes bezeichnete er die gesetzliche Festlegung deS Zehnstundenarbeitstages für die in Fabriken beschäftigten Frauen und Erhöhung des Schutzalters für jugendliche Arbeiter von 16 auf 18 Jahre. Die Arbeiter- schutzgcsetzgebung müffe insbesondere auch auf die Hausindustrie ausgedehnt werden. Vor allem aber bedürfe es einer reichsgesetzlichen Regelung des KoalitionS- und Pereinsrechts der Arbeiter. Nach einer Darlegung der Entwickelung der Arbeiteroersicherungsg^setze besvrach der Redner die für die Versicherten am meisten Interesse habenden Bestimmungen der NnfaNversicherungsgesctze. Aus der gut besuchten Versammlung heraus ergingen nach Schluß des Vortrages eine ganze Reihe von Anfragen. Demnächst sollen in einem weiteren Vortrag in Lollar das Jnvalidenversicherungs- und das Krankenversicherungsgesetz behandelt werden. s. Lich, 6. März. Der O r t s g e w e rb e v ere in Lich beabsichtigt Ende Ap il oder anfangs Mai d. I. einen V o r - b e r e i t u n g s k u r s u s für d i e M e i st e r p r ü f u n g ab < zuhalten. Es wird genau nach dem von dem Vorsitzenden der Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhesstu, .^anptlehrer Trabe in Gießen, vorgeschriebenen Lehrplan gelehrt. Bis zum 15. April d. I. können bei dem Vorsitzenden der Handwerkerschule in Lich, Glasermeister Schersf, Anmeldungen erfolgen. Dienstordnung anstelle des teilweise veralteten Reglements i von 1879 erlösten worden. Ganz neu ist u. a. die Vor- i schrift, daß der Gendarm, wenn eine verhaftete Person nicht i mehr in der Lage fein sollte, für die sichere Verwahrung L ihrer beweglichen Habe selbst zu sorgen oder durch Angehörige 1 sorgen lasten zu können, ein Verzeichnis der Habe aufstellen, eS der Ortspolizeibehörde übergeben und diese um die Fürsorge ersuchen soll. * I •• Bei einem Wettbewerb um den Bau einer höheren Mädchenschule in Pasewalk wurde unter 193 Bewerbern ein Landsmann, Architekt Ludwig Müller von Gießen, z. Zt. Assistent am städtischen Hochbauamt in Rheydt, preisgekrönt. > I ** Unter einer Ungezogenheit hatte tjeroe morgen! ein Passant des SelterSwegs zu leiden. Als er an einem Friseurladen vorbeikam, bespuckte ihm jemand, der in der Tür stand, Rock und Weste. Nur durch einen Zufall blieb fein Gesicht unbesudelt. Hoffentlich läßt sich die Person des Unverschämten feststellen. •• Zur Geschichte des altertümlichen Spiegels einem 3V8% 3n/ 3'/,°/o 3°/o 3*/»% 3'/. Mexikaner 41/«7 Chinesen Electric. Sei uckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber in er Handelspes. Oesterr Staat-,bahn . Lombarden . . . Gottbar1 bahn . . , Lanra lütte . . . Bochum . . , , Ilarpnner . . besitzern, sondern cnid) von den Kapitalbesitzern aufgebracht ^rden. £ , Dr. Kipper glaubt, daß die Tragweite des Antrages Mainz nicht fru übersehen sei, es wäre höchstens der Beschluß zu fassen, daß das Kapitalvermögen bis zu einer Erhöhung von 10 Proz. herauzuziehen sei. Ministerialrat Best bemerkte, daß die stärksten Verschiebungen die Kap'talsteuer bringe, allein für den Ausfall an Gewerbesteuer müßte doch den Gemeinden Ersatz geboten werden. Wenn die Kapitalsteuer herabgesetzt werde, dann müsse der Grund- und Gewerbebesitz stärker herangezogen werden. Die Regierung hat die Bedenken Wohl erwogen, daß der Nachbarstaat Preußen keine Kapitalsteuer erhebt und deshalb Vmtile im Entwürfe nach verschiedener Richtung vorgesehen. Den Gemeinden wird die weitgehendste Autonomie zur Heranziehung der Kapitalisten gewährt. Die auswärtigen P ns on 're c sind überhaupt von der Steuer frei. Beim Zustandekommen des Gesetzes haben nicht lediglich die Kapitalbesitzer ein Wort mi zureden, sondern hauptsächllich die landwirtschaftlichen Vertreter. In den Bestimmungen des Kapitalvermögens erblicke er manchen Vorzug gegen früher. Es treffe auch die kleineren Vermögen unter 3000 Mk. Das kleine Vermögen werde im Entwurf schonend behandelt, er enthalte aber eine gerechtere Be- steueruugsform als bisher. Wenn die bisher steuerfreien iuländschen Aktien getroffen se-cn. so pi dies kein Nachteil. In dem Antrag Mainz sehe er einen sehr beachtenswerten Wink, die Differenzierungen nicht den Gemeindevertretungen zu überlassen, sondern diese in das Gesetz hineinzubringen. Es sei ganz richtig, daß das Vermögen in seiner Art verschiedentlich fundiert sei. Er gebe die Zusage, daß der Vorschlag Mainz in Erwägung gezogen werde. Nach längerer Debatte, an der sich Geheimrat Michel, Schmahl, Schloß m ach er -Offenbach, M'nisterialrat Dr. Becker, Langenbach und P a r k u s - Darmstadt beteiligten, wurde gegen die Stimme der Handelskammer Darmstadt beschlossen: 1. Der H.an d els kam m er t a g spri cht sich grundsätzlich gegen jede höhere Belastung des Kapitalvermögens, als es unter der Herrschaft des bisherigen Gesches ist, zur Gemeindesteuer aus. 2. Die Anträge Mainz und Offenbach werden als erreichbares und wünschenswertes Ziel der Regierung nir Berücksichtigung empfohlen. (Schluß folgt.) Evangelische Gemeinde. Montag, den 7. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Iohanneskirche. Text: Jak. 5. 1 ff. Pfarrer Euler. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 7. März. Mrig.-Telegr. des „Gießen. Anz."s Amtliche Notienmaen der heutigen Fruchtmarktvreise: Weizen Mk. 18.00—18.25, Kurbessischer Mk. 18.00—18.25, La Plata Mk. 18.50—19.75, Kansas Mk. 18.50—19.75, Roggen thiesigers Mark 14.00—14.25, Gerste (Westerauer) Mk. 15.25—15.50, Franken- selber Mk. 00.00—00,00, HakerMk. 13.25—14.50, Mais Mk. 12.50—13.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggemnehl 0 Mk. 22.50—23.00,1. Qualität Mk. 20.00—20.50, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 10.00—10.50, Maiskeime Mk. 10.25 bis Pik. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk 00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. . fc. Frankfurt a. M., 7. März. lTelegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."s. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 386 Ochsen, 175 aus Oestreich, 43 Bullen, 8 aus Oestreich, 709 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 2 aus Oestreich, 318 Kälber, 200 Schate und Hämrnel, 1712 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Cchaflämmer. Bezahlt wurde inr 100 Pfund Schlachtgeivicht Ochsen l.Qualität72—74Mk., 2. Qual. 67—70 Mk., 3. Qual. 62—64Mk.; Bullen 1.Qual. 63 bis 65 Pik., 2. Qual. 60—61 Mk.; Kühe 1. Qual. 61—63 Mk., 2. Qual. 57—59 Mk., 3. Qual. 45—47 Mk, 4. Qual. 42—44 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 84—86Pkg., Lebendgewicht 50—52 Pf., 2. Qual. 72—75 Pfg., Lebendgewicht 43—45 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 60—62 Pfg., Schate: 1. Qual. 72—00 2. Qual. 72—75 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. 52-00 Pfg., Lebendgew. 41 Pfg., 2. Qual. 50-51 Pfg., Lebendgewicht 40—00 Pfg., 3. Qual. 42—44 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut; Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh aut, kein lleberstaud. 4, 0, .1, 0, 119.00 41.40 43 001 40/ haben Rente . . 4' 2% Portugieser » . 30/ Portugiesen. . . 1% C. Türken . . . Türkenlose .... 4°/q Griech. Monopo' - Anl 4*% änsuern Arynnfin« Reichwanleihe do. Konsole . do . . Hessen Oberhesson London, 7. März. Die hiesigen MorgenVMter gedenken des Grafen Waldersee in ausführlichen, seine Verdienste warm hervorhebcnden Artikeln. „Daily Telegraph* schreibt: Graf Waldersee war nicht allein ein bedeutender, wisienschaftlich hervorragender Offizier, sondern auch ein Mann von hohem diplomatischem Geschick. Wäre er nicht Soldat mit Leib und Seele gewesen, so würde er wohl als Diplomat geglänzt haben. Der Feldmarschall war mehr nur als Soldat, er war auch ein fesselnder Charakter und eine eigenartige Persönlichkeit. „Daily Chronicle" sagt: In dem Grafen Waldersee ist einer der ausgezeichnetsten Männer Deutschlands dahingegangen. Er war Soldat und Staatsmann zugleich, wie es, wenn in größerem Maßstabe, Fürst Bismarck war. London, 7. März. Die Meldung der Blätter über das Vorgehen der beiden Gegner auf Korea widersprechen sich. Während Central News aus Söul berichtet, die Russen hätten ihre gesamten Streitkräfte vom linken Ufer des Yalu zurückgezogen, meldet Daily Telegraph aus Tientsicn, die Russen legten am südlichen User eine große Tätigkeit an den Tag. Am Freitag soll es Kosacken gelungen sein, einen wichtigen Militärzug der Japaner anzuhalten und mit Beschlag zu belegen. — Daily Chroniele meldet aus Tokio: Japanische Marineoffiziere haben dem Mikado einen Adler zum Geschenk gemacht, den sie bei ihrer Kreuzfahrt vor Port Arthur ein gefangen hatten. Dies wird in Japan als ein gutes Zeichen angesehen. Washington, 6. März. In der gestrigen Sitzung des Senats prophezeite Senator Depew, der die Vermehrung der Flotte befürwortete, den Erfolg Chamberlains in der Tarifpolitik. Die anderen europäischen Stationen würden auch Schritte ergreifen, um sich gegen die Vereinigten Staaten zu schützen. Dann werde man einer größeren Flotte bedürfen. Welche der beiden kriegsführenden Mächte in Ostasien den Sieg erringen möge, die Vereinigten Staaten müßten um Rat gefragt werden. Sie würden daraus bestehen, ihre Interessen berücksichtigt zu sehen, bevor China aufgeteilt werden konnte. Für die Vereinigten Staaten sei eine große Flotte notwendig. Briefkasten der Uedaktian. E. A. 12. Die Ursachen dieses Uebels sind derart^ verschieden, daß sich ein unfehlbares Mittel nicht nennen läßt. Nur ein Arzt kann Ihnen Helsen._______ Verhandlung, zu deren Durchführung eine Enquete an- geordnet wird. Im Gegensatz zu dem von der Strafkammer im Jahre 1899 beobachteten Verfahren ist das Urteil des Kriegsgerichtes von Rennes noch nicht annulliert worden. Ueber die Dauer der beschlossenen neuen Untersuchung geben die Ansichten auseinander. Man glaubt jedoch in Gerichtskreisen, daß die Untersuchung bis Ostern beendet sein werde, da sie bedeutend erleichtert werde durch d e Arbeiten des Berichterstatters und des Generalprokurators. Ter Kassationshof hat nunmehr noch;u beschließen, ob Drey- fus vor ein neues Kriegs ger cht verwiesen oder die Angelegenheit durch den Kassationshof selbst erledigt wird. Ter Abg. Clsmenceauerklärt, Dreyfus müsse das Risiko übernehmen, nochmals Bbn einem Kriegsgericht abgeurteilt zu werden. Der dann entstehende Skandal werde den To d der Kriegsgerichte bedeute.__________ Herr San.-Bal Dr. med. B. Herba-Seife gegen Hautleiden, Hautunreirngkeiten und auf- qesprungene Hände' verordnet. Tie Erfolgr waren sehr zufriedenstellend.' z. h. i. all. Apoth., Trog, und Parim St. 50 Pfg und 1 Mk. 1332 Kerichtssaal. w. Gießen, 7. März. Am Samstagvormittag verhandelte das Kriegsgericht in drei Sachen. Es handelte sich um widerr echtlichen Waffengebrauch, um Körperverletzung und um einen unbedeutenden Diebstahl. Alle drei Fülle verfielen aber der Vertagung, weil wichtige Zeugen durch Erkrankung am Erscheinen vor dem Gericht verhindert waren. Magdeburg, 5. März. Vom Kriegsgericht der 7. Tivision wurde der Unteroffizier Heinrich Pesse l von der 6. Kompagnie.des 66. Infanterie-Regiments, der mit einem freiwillig eingetretenen 18jährigen Musketier widernatürliche Unzucht getrieben hatte, in zwei Fällen zu SMonaten Gefängnis und den üblichen Nebenstrafen verurteilt. Paris, 5. März. Nach Mskündiger Beratung fällte Sie Strafkammer des Kassationshofes ihr U r t e i l i n d e r Dreyfusaffäre. Dieses Urteil erklärt den R e v i s 1 0 n s- an trag für begründet. Die dem Revisionsantrag zu gründe liegenden Dokumente erfordern sedoch eine sachliche 1. Weil sie für Stoff und. Farbe ohne Nachteil ist. 2. Weil die Gegenstände viel länger in gutem gebrauchsfähigem Zustande bleiben. Z. Weil dadurch dem Ordnungssinn, dem Geschmack und dem persönlichen Wohlbehagen Rechnung getragen wird. Färberei Gebr. Rover ■-» ehern. Wasch-Anstalt । ■ Bedeutendstes Etablissement dieser Branche in Mitteldeutschland. Skl UllNk tag. -, Vieh. Anzch * 6. Märj ^«BSegrotig;,^ Decker und Nesl E Heimat Michels allteuer" erstattetes '^amz sprach sich enr cawermögcus aus' so fe gliche Versteuerung r würden durch hie hx trieben werden. Man : Irentenftcuer belassen.1 -vmmerzienrat Sirob-L Heichelheim-Giei rr Friedberg und SoD ?’.e Herren Trier-Tami lebten es für richtig, r iogen wird; aber der i firS?r Lasten müsse geÄK tavstalrentensteuer sein e eben. : stellte die Auflage, Sohltätigkckszwck o i steuerfrei fielen. ■ erwiderte, daß r.-.-1,1 wer zu beantwortens -aufentiereme fielen. Till nur an bk JriK icl;e Vereine erinnern1 M mit Äserrn W.' m Wtti & W n „vßeMche" yiW eit, daß diese WW n bemerkte/ man fatte einnützige" ersetzen. EM wüning Vorbehalten, HU dem Begriff „gmE ren Tätigkeit auch mit & eu sie doch sehr gc« uSfrttfel 18 ®t2 er die «euerutig Sebirfnil. bidl"- dienstlich-«»^,5. । salle. Tie AgiMM nlhl einer gninb^^ n1l2% 4 % Oesterr. Godrente 41 6% Oesterr. Silberrente 100.70 4% linear. Goldrente . . 98.90 StyT-t - 6-lim. L b-' W ?°ch LW «6' ,.^n seinen TasL« ' lc von DiebW> “ft «“ÄS'- ■■’kÄÄ ''ÄST**? x& Ufiicllc Weldmrncn. Berlin,"?. März. Tie Vertrauensmänner der sozialdemokratischen Partei für Berlin und Umgegend haben beschlossen, von den üblichen Marz Versammlungen am Jahrestage der Berliner Revolu- tionskämpse in diesem Jahre Ab st and zu nehmen. A/ie Massenwallfahrt zu den Gräbern der Märzgefallenen sowie die Niederlegung von Kränzen bleibt ven dem Beschluß unberührt. Wollene und seidene Vorhänge, Portieren, Teppiche, Felle, ebenfalls Gardinen und Deeken etc. sind sehr aufnahmefähig für feine Staubteilchen und alle Arten von Mikroben und Bazillen. Wenn auch durch Ausklopfen und Bürsten die Unreinlichkeiten zum Teil wieder entfernt werden, so bleiben doch immer feine Schmutzteilchen in den angeführten Gegenständen haften, die, jemehr diese unsauberen Körper sich einnisten, zerstörend für Farbe und Stoff sowohl, als auch gesundheitsschädlich wirken. Zu entfernen sind derartige Schmutzteilchen nur gründlich durch ein Lösungs-Verfahren und zwar liegt es im Interesse der Sachen, ein solches zu benutzen, welches auf Farbe, Appretur und Stoff-baser neutral wirkt. n Ein solches Verfahren ist unsere chemische Reinigung. Dass bei dieser ßemlgnng eine Desinfektion vorgenommen wird und zwar derart. *ass sämtliche lebenden Krankheitskeime getötet werden, ist noch ein besonderer Vorzug. Unsere chemische Reinigung empfiehlt sich daher bei Zimmer-Ausstattungen aus folgenden ff & Hotel wird em 2262 Holzstangen — 0,60 fm. 2255 gesucht. 2197 Stangen mieten. Carl Nowack. Gießen, den 7. März 1904. 2263 ftattfiniien Neuenbäue 27 I. 2217 Elberseld. 2135 stein & Bögler, A.°G., Hamburg. 2144 SterbesäUen mit übernommen. 1916 Hochachtungsvoll Georg Schmitt, Glasermstr e- 3 C S 6 Für unser Frucht- und Mehl geschäft ein tüchtiger 2153 E Ein Kellnerleiiriing gesucht. (2251 M verkaufen Mietgefnche Uerschiedenea o ö 4. Die Gemeinde Salzböden: Distr. 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Fichten: 3 = £ o o ° C ü ° Eichen: 600 rm St. IV. 13 a (Faberstück), Derbholzstangen, 2258 Kinzenbach und Kirchenrat Kngels-Sliftung. Die Zinsen der Engels-Stiftung sollen am 24. d. Mts. an zehn arme und würdige Familien zu Gießen verteilt werden. Die Familien, die sich um diese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 14. d. Mts. bei dem Pfarrer, zu dessen Gemeinde sie gehören, anmelden. Und V. Kl. mit 1 fm, 400 Stangen I.—III. Kl., 500 Stangen IV. und V. Kl., 100 rm Reis. Distrikte 48 und 49 (bei Erfurtshausen), Buchen: 200 rm Scheit, Knüppel, 200 rm Reis. 2250 Die siir Montag öen 7. März 1904, abends 8% Uhr, angesetzte Versammluug ans Lony s Bierkeller kann Unislank halber nicht 2242s 2 kleine Zimmer nebst großer Küche mit Keller u. 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Kiefern: 48 Stämme 13,20 tm, 14 rm Schichtnutzholz, 2 m lang. 2257 ES Gut. Tüchtiger Landwirt sucht sofort ein mittelgroßes Gut zu kaufen oder zu pachten. Aussührl. Beschreibung erbitte unter Nr. 2253 an die Expedition d. Bl, I Kapitalist | gesucht von zwei tüchtigen, strebsamen, jiingen Kausleuten zur Uebernahme eines alten, gutgehenden Fabrik- und Engros-Geschäftes, worin beide seit langen Jahren tätig sind. Offert. H. F. 82 hauptpostl. Gießen, soll57 011621 Frau empfiehlt sich irn Waschen u. Putzen. Neuenweg 20. 185) Wohnung zu verm. Goethe- straffe 23, pt. Näh. 1 Treppe hoch. 11941 4—5 - Zimmerwohnung im 2. St., mit Balkon, p. 1. April zu verm. Grünbergerstraße 48. Braves, tüchtiges Mädchen für Haus- u. etwas leichte Gartenarbeit, bei gutem Lohn, per 1. April gesucht. Frau Dora Nassauer, Neuenweg 15. [2218 Stellen erhalt. Köchinnen und Hausmädch. t. Gießen, Frankfurt, Darmstadt, Friedberg, Nauheim, Weilburg durch Fr. Hütlenberger, Gießen, Seltersweg 67. 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