Nr. 287 Dienstag 6. Dezember 1904 Zweites Blatt Eichener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Der Kaiser banfte, indem er aus Kultivierung der Mark die Fürstenhauses um haltischen 154. Jahrgang Erscheint ISgNch mit Ausnahme des Sonntags. Die ^Siebener Kamlliendlatter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «yelstsch» Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotanonsdruck und Verlag der Brühl Ich« Univerfttätsdruckerei. R. Lange, Gieße«. RedakNon,Expedition ».Druckerei: Schulst*. A» Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. i Anzeiger Greß«, Kaiser tras heute Mittag hier ein. Vor dem Nathause hieß Oberbürgernieister Dr. Ebeling den Kaiser willkommen, die Verdienste des An- Tcntjchcs Reich. Berlin, 5. Dez. Man meldet aus Dessau: Der Brandenburg und um die preußische Armee Bezug nahm, ^sowie indem er erwähnte, daß er vor genau 15 Jahren Dessau gesamte lebende Inventar, Pferde, Ochsen und Esel. Dafür werden 265 000 Mark gefordert zur Bewältigung aller der damü zusammenhängenden Arbeiten muß das Personal der Finanz- und der Bauverwaltung sehr verstärkt werden; für das erstere sind allein 37 250 Mark erforderlich. Besondere Aufmerksamkeit wird den Wege- und Wasservorlagen im Schutzgebiete gewidmet werden, dadurch entsteht eine Ausgabe von 215 000 Mk. Durch den Aufstand sind vier Bohrmaschinen zerstört worden, diese müssen nebst acht Tiamantkronen neu beschafft werden; ebenso vier bespannte Wasserkarren. Tie Preise für Zugochsen sind aber bedeutend gestiegen, lieben den Kosten für Bohrkolonnen ist die Anlage von kleinen Staudämmen vorgesehen, mit einer Summe von 85 000 Mark. Ta manche Gebiete durch ihren geologischen Aufbau sich für Bohrungen wenig eignen, so wllen diese in den nächsten Jahren sich hauptsäMich auf den Norden und Süden des Schutzgebiets besä-ranken. Im mittleren Gebiete sollen Staudämme errichtet werden. Neuer Truppentransport. Hamburg, 5. Dez. Ein neuer -ci. ppentransPort in Stärke von 48 Offizieren und höheren Militürbeamten, 501 Unteroffizieren und Mannschaften und 996 Pferden geht heute nachmittag mit dem Dampfer „Palaria" nach dem Kriegsschauplatz ab: Transportführer ist Hauptmann Graf Zech. Ter letzte diesjährige Transport folgt am 17. Dez. mit dem Lloyddampfer „Wittekind', außer Truppen und Pferden auch die zweite Feldtetegrapherr- sowie Z-unkentelegraphen-Abteilungen umfassend. Volttische Tagesschau. Der Poker-Prozeß geht weiter. Der okdenburqiscöe Minister Ruhstrat wird nicht so bald tntt seinen Prozessen zur Ruhe kommen. Tie Rechtsanwälte Tr. Sprenger-Bremen und Dr. Herz-Altona, die Verteidiger des wegen Beleidigung des Ministers am letzten Freitag^zu einem Jahr Gefängnis verurteilten Residenzboten-Redakteurs S ch w eL - n e r t, haben lvieder Vollmacht vom Angeklagten erhalten. Sie find von ihm mit der Einreichung der Revision beauftragt worden. Tie Revision wird sich auf eine ganze Reihe von Punkten rechtlicher wie prozessualer Art stützen. Rechtsanwalt Tr. Herz-Altona hat außerdem die Verteidig- üng des wegen Meineidsverdachts in Haft genommenen Kellners Meyer übernommen. Wie man in Oldenburger eingeweihten Kreisen erzählt, wird möglicherweise gegen den Kellner Meyer nicht Anklage wegen Meineids, sondern wegen fahrlässigen Falsch eids erhoben werden, sodaß er dann vor eine Oldenburger Strafkammer, statt vor die Geschworenen, zur Aburteilung käme. Heber den gegen sämtliche Mitglieder des Oldenburger Landend Oberlandesgerichts gerichteten Ablehnungsantrag der Verteidigung in Sachen des in Untersuchungshaft besindlichien Verlegers des Residenzboten Biermann wird, da der Antrag rechtzeitig schriftlich eiiigercidjit worden ist, das Reichsgericht eine Entscheidung herbeizuführen haben. Ter eine der beiden Verteidiger Schweynerts, Tr. Herz, sendet verschiedenen Blättern eine Erklärung, in der es heißt: „In den wiederholten Besprechungen, die ich mit Herrn Tr. Sprenger über die Führung der Verteidigung gehabt habe, habe ich die Wahrnehmung gemacht, daß Herr Tr. Sprenger die Artikel des „Residenzboten", insbesondere die inkriminierten, wegen der seiner Ansicht nach die zulässigen Grenzen überschreitenden Form und des ihm nicht zusagendere radikalen Inhalts stets abfällig beurteilt habe. Er fprach auch wiederholt von der Erwägung, deswegen von der Vertretung der Angeklagten Abstand zu nehmen. Als ich 'chn über feine rein juristische Ansicht befragte, gab er der Ansicht Ausdruck, daß auch gegen,die Angeklagten sehr stark gesündigt sei und daß erhebliche objektive R e ch t s wi dr i g k e it e n a u g e n sche i n- lich infolge der hohen Stellung der Verletzten und sonstiger lokaler Einflüsse vorgekommen seien. Ties veranlasse ihn als Juristen, der Sache fein Interesse nicht abzuwenden. Herr Tr. Sprenger erklärte demgegenüber: ... Er hoffe, durch die von ihm hervorgehobene scharfe Scheidung bie, störenden Einflüsse des Oldenburger Milieu zu beseitigen und eine rein juristische Behandlung des Straffalles zu ermöglichen. Tie Ereignisse haben gezeigt, daß die örtlichen Einflüsse übermächtig waren und eine objektive Beurteilung des Falles nicht zuließew Tas erst im vorbereitenden Verfahren abgegebene Zugeständnis des M i- nifters, er habe noch in den letzten Jahren Poker — ein Welt bekanntes englisch-amerikanisches Hasardspiel — gespielt, während doch gerade den Angeklagten vor- gQvorfen wurde, sie hätten zu Unrecht behauptet, der.Minister habe entgegen seinem Eide und entgegen seiner feierlichen Be- funbung im Landtag noch in den jüngsten Jahren hasardiert, fand von amtswegen keine Berücksichtigung. Tie Tatsache selbst wurde als harmloser, kaum erwähnenswerter Vorfall behandelt. Dagegen stützt man sich darauf, daß ein anderes, in früheren Prozessen erwähntes Glücksspiel („lustige Sieben") nicht gespielt sei, und verhaftete auf Gerichtsstelle den nicht vorbestraften, völlig unbeteiligten Kellner Meyer, der letzteres doch bekundete, sich möglicherweffe irrte und trotz offen drohender Verhaftung und trotz Vorhalt der abweichenden Aussage dritter Personen bet der Beteuerung der Wahrheit seiner Aussage blieb, wiewohl er darauf hingewiesen wurde, daß er sie noch ungestärkt widerrufen könne. Dadurch wurde, wenn auch unbeabsichtigt, auch seitens des Gerichts der falsche Anschein erweckt, als ob das gesamte Belastungsmaterial auf den Angaben unzuverlässiger Personen beruhe. . Tie Handhabung der schungspolizer, die Einrichtung des Verhandlungsplans, die ungewöhnliche Behandlung der Verteidigung illustrieren und ergänzen das Bild. , . .. Tie Verteidigung verzichtete daran!, em Amt zu bekleiden, dessen gesetzliche Funktionen tatsächlich obiektiv rechtswidrig au ßer Kraft gesetzt waren." ebenfalls schon besucht habe. Der Kaiser wünschte schließlich der Stadt Dessau ein weiteres Blühen. Im Herzoglichen Residenzschloß würbe bet Kaiser burch bie Herzogin begrüßt. Um 1 Uhr fanb Frühstückstafel im Schlosse statt. — Abends 10 Uhr traf der Kaiser in Wernigerode ein. — Das Ab georbnetenhaus hat heute eine Reihe von Petitionen erledigt. U. a. würbe eine Petition gegen Einführung einer Stasselsteuer ber Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. — Dle „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Russische Kommissare trafen hier zur Verhanblung über zwei Eisenbahnanschluß-Verträge zwischen bem Reiche und Rußland ein. Die Verhandlungen betreffen die Schaffung neuer deutsch-russischen Eisenbahnverbindungen zwischen Skal- mierzyue—Kalisch (Warschau - Kalifcher Eisenbahn), sowie zwischen der preußischen Staatsbahnstrecke Lublinitz—Herbp bei Herby und der Herby-Czenstochauer Eisenbahn. Ein günstiges Ergebnis steht in Aussicht. Wir bewillkommnen es als einen neuen Zuwachs von Verbindungsmitteln für den wirtschaftlichen Verkehr beider Reiche. — Eine außerordentliche deutsche Gesandtschaft begiebt sich Mitte Dezember nach Abessinien, um in der Hauptstadt Addie-Abasa mit dem Regus Menelik Handelsverträge abzuschließen und ihm Geschenke des Kaisers zu überbringen. Die Gesandtschaft wird eine Anzahl außerlesener Mannschaften des Regiments Garde du Corps teils zum Schutz, teils zur Repräsentation am Hofe des Regus begleiten. In der Gesandtschaft befinden sich u. a. Legations- fefretär Graf Viktor v. Eulenburg, ein Oberstabsarzt, Vize- konsiil Schueler von der handelspolitischen Abteilung des auswärtigen Amtes, Kommerzienrat Bosch als Handels-Sachverständiger, Professor Dr. Rosen aus Breslau als naturwissenschaftlicher Sachverständiger. — In der Hauptversammlung de§ deutschen Sparkassenverbandes wurde seitens des Vorstandes folgende Erklärung abgegeben: „Bezüglich der Scherlfrage habe die letzte Hauptversammlung den Vorstand beauftragt, die Frage des Scherlschen Prämlen- Sparjystems den Unterverbänden zu unterbreiten und nachdem diese sich geäußert, die Angelegenheit erneut auf die Tagesordnung zil bringen. Diese Beratungen hätten in sämtlichen preußischeii Unterverbänden bereits stattgesunden, und es könne schon heute als zweifellos feststehend betrachtet werden, daß die Mehrzahl der Sparkassen gegen die Ausführung des Scherlschen Prämien- jparsystems in der heutigen Form sind. Da aber eine Anzahl Unterverbände erst in den letzten Wochen ihre Beschlüsse gefaßt, die außerprenßischen bisher noch iiicht dazii Stellung genommen hätten, da außerdem der Minister des Jmiern im Landtage erklärt habe, daß die preußische Staatsregierung nicht daran benfe( jetzt die Angelegenheit weiter zu verfolgen, so glaube der Vorstand, daß die e n d g i l t i g e Erledigung d e r S ch e r l f r a g e für den Verband keine Eile habe und daß die Erledigung bis zum nächsten Verbandstage verschoben werden könne." Schwerin, 5. Dez. Im Wahlkreise Schwerin-Wismar wurden bei der Reichstagsstichwahl am 3. d. Mts., wie nun- mebr ermittelt ist, 24 528 gütige Stimmen abgegeben. Büsing (natlib.) erhielt 13 315, Antrick (Soz.) 11213 Stimmen. Ersterer ist mithin gewählt. Dresden, 5. Dez. Die Zweite Kammer nahm die Zivilliste mit 3 550 000 M. einstimmig an.. Von nationalliberaler Seite wurden angesichts des 840 000 Mk. betragenden Zuschusses der Zivilliste für das Hoftheater der Wunsch ausgesprochen, die Theaterleitung möge mehr kaufmännische Gesichtspunkte als früher berücksichtigen und namentlich durch Herabsetzung der Platzpreise den Besuch und die Einnahmen heben und damit den Betrag der Zivllliste verringern. Finanzminister Rüger betonte, der schlechte Besuch der Hoftheater sei weniger aus die Theaterleitung, als auf den schlechten Geschmack des Publikums zurückzuführen. Weiter sei zu berücksichtigen, daß der m oder ne Niens ch zu sehr von der Politik in Anspruch genommen werbe und heute im allgemeinen der Abschluß eines Handelsvertrags ober auch eine Stadtverordnetenwahl weit mehr interessieren als die beste Klassiker- a n s s ü h r u n g. Zer Aufstand in I-utfch-Süvw-stafrika. Gefallen bei Warmbad em 28. November: Leutnant Alfred Schmi dt, geb. 1874 zu Meppen, früher Jnsanterre-Regiment Nr ,8; Leutnant ffiunlb Zeiten V Heydebreck, geb. 1879 zu Guben, früher 2 Gerde-R g s S,; Unteroffizier Äerber, geb.1877 zu Büttstedt GefÄter Wilkey Reiter Mvicr; -Gcfteiter Huebner! Reiter Marckwardt; Reiter Backbaus; Reiter Ostkamp; Reiter Riefe — N er wund e t im Gefecht bei Warmbad am 28. Nov.: Unter« offiziös Michael Wannenmacher, geb. 1880 zu SckMhansen; Reiter iieinx' Reiter Ofiendorf; Reiter Äulle; Reiter ^eter Lang. B er mi ß t- Unteroffizier Ernst Bammel, geb 1880 zu Darnebeck. Sn fMf kenn der Angriff auf Warmbad, bell ber £>ottentotten» wbrI Dtolenga mü ZOV^ewehren am Abend des 28. November unternahm und der, wie wir gestern meldeten, von der Be- fatzung unter Hauptmann v. Kopvb grnckh -urückgeMagen “■.,. MÄ »WS ft» *”«««>•» »SB: ' Die Ursache des Herero-Ausstandes. c*n ker dem Reichstag zugegangenen Denkschrift werden be- 'nach Lage dL Ting- L 'ausgebrochen sein, wenn es nie einen weißen Händler im Hereroland gegeben hatte, -^rotz- dern^"gibt^ie Denkschrift zu, daß U e b e r g r t f f e derHandler Z^Ä3Äu*«ürsi ri-'iSML Kt (Slpfnlir austauchten, warum wurde auch da utc jnüer]tu tiia uu nicht ober nur vorübergehend erschüttert? Es )inb kolvntalsreund. Hebe Blätter, die solche Fragen au werfen. Welche unsäglichen Verwüstungen Knr ofiifftanb der Herero ungerichtet hat, das geht am deutucy- stcn hr o aus den Forderungen zum,^er-u^ d« zer- r l 7 * r,, ßi <> ß n u b c; dafür werden uuu wcari VAMSUsS berg, t üllL; 'Ul (^bubte die Gebäude auf säst Leipzig, 5. Dez. Die hiesige Handelskammer erklärte in einer Resolution bie beschleunigte Ausgestaltung der deutschen Flotte als eine dringende Notwendigkeit für bie Ausdehnung und Sicherheit der internationalen Handelsbeziehungen. Ausland. Paris, 5. Dez. Echo de Chine meldet, daß in der chinesischen Ortschaft Ktnteytschena ein Aufruhr ausgebrochen ift, welcher sich gegen die katholischen Atissionare richtet. Missionen, welche dorthin abgegangen sind, um den Aufstand zu unterdrücken, wurden angegriffen und mehrere Dttssionare schwer verletzt. Einer ist den Verletzungen bereits erlegen. Ebenso setzten die Ausständigen dem Militär Widerstand entgegen. Die Aufrührer steckten die Missionsgebäude tn Brand. In zwei Ülachbar-Ortschaften, wo von Notablen Schulen errichtet waren, ist ber Aufstand ebenfalls ausgebrochen. Die Schulen mürben niebergebrannt. Wien, 5. Dez. Angesichts der neuen Phase der handelspolitischen Verhandlungsn tritt den Blättern zufolge wahrscheinlich noch im Laufe ber Woche eine Zoll- und Hanbelskonferenz zusammen, um bie Frage zu erörtern, mit welchen Staaten zunächst eventuell Verhandlungen neu zu beginnen wären. Cs kämen erftlinig die Schweiz und Belgien in Betracht. — Wie die „Polit. Korr/ erfährt, hat anläßlich de- Todes des Botschafters Kap nist zwischen den Kaisern von Oesterreich und Rußland ein Depeschenaustausch itattgerunben, in welchem bie Herzlichkeit der Beziehungen ueuerbmgs bekundet wird. Salonik, 5. Dez. AuS Rache wegen der Ermordung griechischer Kaufleute bei Sorowitsch durch bulgarische Komitadschis überfiel eine griechische Bande das Dorf Aylos bei Monastir und tötete 28 Bulgaren, die verdächtig waren, den Angriff auf die Kaufleute gemacht zu haben. ___________ Allgemeine Wäylerv.rsammlnng in Hießen. Gießen, 6. Dez, Der Aufforderung des freisinnigen und natio- nallibet alen Vereins an die Wähler aller Parteiew zur Teilnahme an einer allgemeinen Berjamurlung kui Erörterung des Gesetzes bett, das W ah lr,'12 an «udols dtn.___- ; .oocheiulich, das Hahr durch, em d fest'»1 I v'* r 9h. M ® di- titijglaitif*! ri MW an(taü , . rifti M. - 671)5 an bie pnthek -uch i ’atlei^^nv 31A!*n$,JL Ä —'^HTame, , öernr- ^If.il« i»11 07314 jutin- v. 95 Pf. an 010/10 D — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. Hennebcr#;, Zürich. Es ist eine alte Geschichte, [ bah Katarrhe, die im Anfang vernachlässigt werden, ost f schwere Folgen haben. Darum ist die Regel: jeden Husten, < jeden Bronchialkatarrh, alle ^lsfcktioncn der ?ltnnmgs'vege i gleich im Anjana bekämpfen. Dabei sind „Jay'S ächte i Sobencv Mineral-Pastillen" altbewährt; ihre Anwendung | ist leicht, bequem und angenehm, sic ivivfen ausgezeichnet \ auf die Schleimhäute de« HalseS und beö Magens ein. unb [ die Schachtel kostet dabei nur 85 Pfg. Alle Apotheken, [ Drogerien und Akineralwasserhdl. haben Niederlagen, hv11/» Kunst und ^5tfTenfd)üft Pari s, 2. Dez. Der Arzt Dr. R o b i n unternimmt augenblicklich eine eifrige Propaganda zur Bekämpfung der Tuberkulose. Das voit Robin erfundene System besteht dann, Lungenkranke mittels Luftballons in Höhere Region e n zu führen, um auf diese Weise denselben das beschwerliche Bergsb igen zu ersparen. Robin soll große Erfolge mit diesem Verehren gemacht haben. „ t „ — Ter russische belehrte Petrowitsch Pawlo w, Professor der Phpsiologie an der Universität Petersburg, ilt für den 111rbiumicheu 91 o b e 1 y r e i norges'lä^gei'.. gleickgiltig. Für die Prop orti ana lwahl, die viel für sich habe, sei, so führte Dr. Gutfleisch anS, nichts zu tun gewesen. Die Wahl soll wie bisher auf 6 Jahre stattfinden. Der Referent sagte, er habe gewünscht, baß die Teilerneuc- erungen auf hören möchten und daß etwa alle fiinr Jahre der ganze Landtag gewählt werde. Die Negierung habe sich dagegen gewandt mit Gründen, deren Haltlosigkeit vom Ncichstagswahlgcsetz dargetan ivürde. Daraus kam Dr. Gutfleisch auf die Zusam men sehn ng der I. Rammcr zu sprechen und unterzog da« Verhalten der Bauernbündler gegenüber dem Eintritt dreier S t ä d t e b ü rg e r tu e i ft e r einer Kritik. Diese wollten ben Städten keinen Vorrang geben. Ein weiteres Kapitel tvar der Kampf über Artikel 3 der Vorlage, die Wahlkreiseinteilung. Die Negierung wollte die Zahl der Abgeordneten von 50 aus 55 erhöhen imb wollte die 5 weiteren Vertreter auS den Städten nehmen. Dr. Gutfleisch schilderte die Vorgänge bei den Beratungen darüber, den Widerstand der Bündler gegen jede Vermehrung der städtischen Mandate, die doch nur einen Akt der Gerechtigkeit bedeute. Die Eimvohnerzahl der Städte habe ganz bedeutend zugenommen: im Jahr 1900 betrug die Gesamteinwohnerzahl der 5 Städte 256 000, im Jahre 1904 323 000. Aus 27 000 Einwohner in den Städten kommt nur ein Abgeordneter, während auf dem Land aus 21000 Einwohner ein Abgeordneter kommt. Die Agrarier haben gesagt, die Stadt habe weniger Wahlberechtigte als das Land: dies sei aber, meinte Dr. Gutfleisch, nicht erheblich, und bei Abgeorbnete vertrete doch die ganze Bevölkerung, nicht etwa nur die Wahlberechtigten. Tie Städte bringen •'n, daS Land nur 5/n der Steuern auf. Und dennoch die großen Privilegien de» Landes in Bezug auf die Zahl der ländlichen Mandate! Das Unrecht gegen die Städte erschiene noch größer, wenn mau bedenke, daß die Zahl der ländlichen Mandate im Lause der Jahre vermehrt worden sei, die der städtischen aber nicht. DaS Wahlgesetz vom 17. Dez. 1820 habe 50 Abgeorgeordnete vorgesehen, davon 34 für das Land, 10 für die Städte und 6 für den grund- besitzenden Adel. Tas Wahlgesetz vom 8. Nov. 1872 habe die 6 adeligen Sitze beseitigt, habe sie aber nur aus das Land ausgeteilt, obgleich 2 ländliche Wahlkreise wegfielen. In der ganzen Zeit seien aber die städtischen Mandate nicht um ein einziges vermehrt worden. Tr. Entfleisch besprach den Verlauf der Vertändlungen estütsmcistcr war. geborene I. Gustav Tiegel, trat 2 t iährig im Z'cihr 1852 alS Assistent befl bekannten Pfarrers und Volfsschriftstellers Oeser zu Lind- heim (Glrnibrccht^ in den Dienst der hessischen Landeskirche ein. Von 1855—58 war er dann HilsSprediger in rffrnbam. Kaum 30 Afifirc alt wurde er 1858 als Lehrer der Homiletik au bas Prebigcrsemiuar unb alS Pfarrer ber evangel. Gemeinde nach Friedberg beruseii. in welcher Stelle er, 1883 ^m Direktor bes ScininareS hcfördert. lsts zu sciucr im ^al>re 1896 erbetenen imb vollzogenen Pensionierung, 38V» Jahre, mit großem Segen ivlrTte. WaS er als Gelehrter zu hedcuteu hatte, — er war einer ber geiiaiicsten, vielleicht der genaueste, Kenner ber Geschichte der Predigt, daS kann hier nick't entwickelt werden. Auch sollen seine zahlreichen größeren und kleineren homl- letiichen Verössentlichiiugen. bie in den Denkschriften des Vrcbi- gerseminars. in theolog. Zeitschriften und als sclbständiae Bücher erschicneu sind, hier nicht einmal genannt werden, ^ohl aber muß von seiner tief eingreifenden Tätigkeit als Lehrer der Geistlichen unseres Landes, bereit größerer Teil burrf) seine Haub gegangen ist, geredet werden. Zwar, mit welcher bfu Meister verratenden Beherrschung des Stoffes er bie homiletische Behanb- lung der Prebigterte trieb, wie er in bie Geschichte der Predigt einführte, stets darauf bedacht, seine Schüler zu u'lbstandigcm Weiterstudium aiizuregeii, auch das unb ähnliches kann hier nur flüchtig berührt werden. So wcrtvoll sein hounletischer Unterri ch t tvar, — zu seinem wohl von feinem seiner Sanner geleugneten großen Einfluß ist Tiegel gekommen durch seine üb erlegene kraftvolle ckiristlichc Persönlichkeit. Man hatte bei ihm das Gefühl: der sicht durch und durch! und zugleich die Ueherzeugimg oder doch Ahniiug einer milden^ freund- l ich en und gebiildiacn Liebe. Adolf Hantock hat den Verltorbeucii b.i dem 50 jährigen Scminar-Juhiläum 1887 einen utobenten Kirchciivater genannt. Von dem O^rade des Jiiteresses, mit dem Tiegel seine Schüler begleitete, wobei ihm die hervorragende Gabe zum beobachten individueller Züge, die ihm eigen war/ fclrr zu statten kam, hahcn wohl wenige seiner ^chüler eine rickitigc Vorstellung gehabt. Er selbst sagt in der Feitredc bei dem Senn- narjubilänm im Jahre 1887: „Ich verlange von keinem, daß er den tiefen Schmerz teilt oder auch nur begreift, mit dem iutr unsere iunnen Freunde entlassen. Sie find unsere mit warmer Li.-be erfaßte HauptlebenSaufgabe, wir sind ihre nut Mißtrauen aufgcnoinmencn Reisebegleiter ouf kurzer Strecke. . . . Tas beste, waS wir getan hnbeit, eben das Beobachten des Einzelnni. das Eingehen aus feine Eigentümlichkeit, das Anregen des Glaubens und religiösen Lebens, das Hinwirken auf die persönliche ty'olognaw Tüchtigkeit, das entlieht sich vielfach der Wahrnehnumg, daS kommt d'm Einzelnen vielleicht gar nicln zuin Bcwiißtseiw" ^as vorstchcnde Geständnis hat in dem Munde Tiegels, eines McinucS, der lebenslang die Superlative, die Steigerungen beim Ausdruck von Gefühlen, gehaßt unb bekämpft hat, einen besonders starken Rachdruck. — So lebhaft sein Wunsch war, seinen Kandidaten ui sestgewack'i'encn chrifUicki'n Ueberzengungen zu helfen, und so kraftvoll segne eigenen christlichen Ueberzengnttgen waren, so besorgt war er, nicht mit ungeschickter Hand in die Entwicklnng seiner Schuler einziigreifen und ifyiteit etwas ihnen fremdes aiifzudrangen. Es war eine Vereinigung von Festigkeit imb Straft einerfeitS imb zartschonender Scheu und Rücksick.'t anderseits in ihm, und diese n-flärt einen Teil der Anziehungskraft, die T. ausübte, imb des • Kleine T a g e S ch r o n i k. In Düsseldorf erschoß sich Füsilier Jerschte ans unbekannten Beweggründen, als rr auf Posten stand. — In Oberhausen wurden umfangreiche Veruntreuungen von F r a ch t g ii t e r n entdeckt. Vier Balm- angestcllte lvurden verhaftet. — In Berlin stürzte infolge Durchgehens seines Pferdes der Major int Großen Generalstahe Robert v. Krüger. Schwer verletzt tvurde er in das Elisabeth- Krankeuhaus gebracht. — In Züri ch tvurde der Architekt Fitzner auS Schöneberg bei Berlin verhaftet, der nach'seiner Verurteilung zu drei Monaten Gcfäiiguis wegen Betrugs flüchtig geworden war, dann in Dresden Unterschlagungen von 77 000 Mark begangen nnd in Zürich neue Betrübe»• cicn vci sucht boftc. KeriHtssaak. R. B. T arinstadt, 5. Dez. Tie letzte diesjährige Schwurst e r i ch t S p e r i o d e bestaun heute mit der Vcrhandluust westen vorsätzlicher B r a n d st i f t u n st gegen den 19 jälnigen Wciß- biudergesclleu Adam Oberle atis Weiher, Kreis Heppenheim. Tas Urteil des Gerichts lautete darauf auf acht Monate Gefänguis. Von ber Majestätsbeleidigung frei g e - sprach en. Ein Malergehilfe aus Lutzelburg restaurierte den Pserdestall eines Saarburger Oberßleiitnaiits und fand hinter einer Haferkiste ein altes, bestaubtes unb völlig wertloses Kaiserbild ohne Rahmen, wie solche von Osfizicrsburschen wohl öfters im Stall oder ber Putzkammcr an der Wand aiigeklebt oder angenagelt werden. Er benutzte diesen Pappdeckel, um feinen Farhenpinsel zu probieren und üb er strich dabei das Bildnis des Kaifers mit Farbe. Ws der -stallbursche dabei zu ihm sagte, bas dürfe er nicht tun, das sei eine Maie- stätSbeleidiguiig, soll er geäußert haben: „Wir brauchen keinen Kaifer ntehr", unb dabei Pinselte er ruhig an bnnt Bilbe weiter. Ter Maler Görarb aus Oberstinzel denunzierte seinen Mitarbeiter, einen 18 jährigen jungen Menschen, aus guter Familie loegen Maiestätsbeleidigung durch einen anonv. men Vries. Tie Strafkanimer zu Zabern sprach ben Beschuldigten frei, weil ihm bas Bewußtsein einer Beleidigung gefehlt habe. Sein Verteibiger führte aus, baß falls biefcr Sael)- verhalt eine Majcstätsheleidiguug barsteile, man jebeu, her, cm altes Papicrhild in ben Vapierkorb befördere ober an einen Trödler meitergebe, weaen Majestätsbeleidignug verurteilen müsse, und baß ber junge Mensch in einem Pserbcstall wahrfchcmlich nidil ejue icimblifOHiiJn' R.'.iniseüein^n DeTnnU.ilteu wollte. , Orte uivi noch mehr in Die ber Staat Gießen cingreifen will. I er sich für eineii Bettler auS unb wanbte sich an den dortigen Ein2 richtige Diskussion fand nicht statt. Stadtv. Kirch russischeii Konsul um Uuterstützung, bie ihm auch in monat- sprach kurz, dabei bctonciib, daß er nicht mit allen Aus liehen Zahlungen ziiteil miirbc. Nach dem Tode Fiedlers führungeu i^itfleischv sic,) einverstanden erklären könne, bafj klnb ninn in seinem Nachlaß Wertpapiere für 2 Millionen cr bic Resolution jedoch zur Annahme empfehle. Aus dem ^ncS, die er testamentarisch dem Pariser Rothschild ver- foimlbcmo (rat heben -^or machte Hr. Vetters etninr I hat; er gehe, so schrieb cr am Schlüsse seines Testa- SÄ”«•*•»*»» *» .*>■ unb beiden S t a n d e ka m m e r n übermittelt wer- ^^dlm S gesetzmäßige Erben, unter ihnen der ^ric* den soll cinstimmig angenommen worden war, die denönchter EobrianSki, wollten natürlich die Giltigkeit beb Versammlung schließen konnte. TcstanientS nicht anerkennen und wandten sich an den be- । ■ ■ ■' ■ ■ ■■ ■■ I faunten Pariser Rechtsanwalt Labori mit dem Gesuch, einen war. weil daS hohe Recyt der Wahl durch einen ilM Mik- l gegebenen Zwang vcrnnschönt würde Die Motive dreseS Vorschlages tvaren eigentlich trauriger mtur. Dit Statistik hatte nämlich ergeben, baß z. B. m ben stabten nur biB höchstens r>8.7 Prozent ber Wähler ihr Wahlrecht auS I üben. Die Stabt Gießen blieb mit 5 Proz. hinter demI Durchschnitt der Wahlbeteiligung, der 40 Proz. beträgt,! zurück batte also nur 35 Proz. Tie Wahlbeteiligung in den drei Provinzen war folgende: Starkenburg 36.4 Proz., rbcrlieffeu 27.2 Proz unb Rheinhessen 23.6 Proz. TieS schleckte Resultat ber Statistik ist aber auch dem aegenwärtigen Wahlsystem zuznschreiben. Bei ber Einführung der direkten Wahl wird es damit sicher besser werden. Abg. Tr. Gutsleisch war zwar der Meinung, daß die ff ait t e l e n d e r V o r l a g e gegen gesträubt.. Abg. Tr. GuNleisch äußerte gestern seine Kritik dieser Kautelen, die teils ungerecht feien, teils ben Eindruck ber Ungerechtigkeit, besonders ben Sozialdemokraten gegenüber, machten. Beim direkten Wahlrecht ist absolute Mehrheit für die Wahl erforderlich. Wirb bic im ersten Wahlgang nicht erreicht, so bat Stichwahl zu erfolgen. Efegen- uber den Einwendungen, die aus Rheinhessen gemacht wurden, bic Stichwahl sei unsittlich usw., sei zu bedenken, daß sie im Gegenteil gesund fei: ob ruhige oder fachliche Erwägungen früher ober später gemacht würden, sei doch fandet und ^ctficljr. Volkswirtschaft. Vom englischen Geldmarkt. Londoner Meldungen zufolge rechnet bic Bank von England damit, daß der darscvatz lidj durch die von Indien nach Europa schwimmeudeu Go!dsend- unqcn heben und bie Situation bcs Instituts bessern werbe — Jedenfalls wird man aber am Mittwocl) doch wieder zu lejen bekommen, baß bi? Leitung ber Dank von En glaub biesmal den TisFont sicher biuaufsetzt. 3twns eite den Slanlfgomtorraifitru irr Stadt Kietze«. Aufgebote. November. 24. Georg Dowie, Stationsgelulfe bnhier, mn Katharina Rüffel in Glabonbach. 26. Wiltzclm Heinrich Ludwig ffolb, LcbramtSasscssor in Nidda, mit Marie Johanna Mathilde Norbmann ballier. 25. Heinrich Lubwiq Dickel, Statwnsasststent batzier, mit Elite Wöll in Alsselb. 28. Karl Heinrich Ktttclmann, Buchbinbcr bahier, mit Kunigunbe Bauer Hierselbst. 29. Heinrich Ernst Lnciiib, Oberlehrer ballier, mit Margarete Luise Meyer hler- seldst. 29. Karl Walblchmibt, Scll»ihmachermeister babter mit Margarete Rain in Lollar. 30. Albert Heinrich Bierau, Dachbecker ballier, mit Anna Janßen in Bab-Naulleüu. Dezember. 1. Heinrich Lilbmig Balser, Aufseher bahier, mit Lina Plaum m Günterob. Eheschließungen. Noveuiber. 26. Christian Achenbach, Müller m Heuchelbenn, mit Lina Elise Wagner bahier. 26. Georg Sauer, Kutscher bahier, mit Elifabetb Eichcnaiier, geb. Erb, bahier. 26. Liibwig Wcßbart, Lehramtsasscssor in Laubach, mit Käthchcn Bertha Lchonbals ballier. 26. Johanii Jakob Bergmann, (Wafer bahier, nut Therese Thcobore Heiiriette Karoliiie Boriicr in Offenbach a.M. Dezember. 11. Dr. Julius Georg Neiuharb Ebristiau Dietrich, Wrohb. Haus- I H'rtb Staats • Archivar in Darmstabt, mit Emilie Naumann baselbst. Geborene. Noveiiiber. 21. Dem Schreriier Ludwig Erb eine Tochter. 9j Dem Bauunternehmer Johann Otto Schiieibcr eine ^"lter, y-(i(nbctf)a Miirin Ginilie. 23. Dem Hotelbesii,er Heinrich Berndl eine Tochter, Luise. 23. Dem Sergeanten Willy Sprmgwa o eine Tochler Ä. Dem Wirt Edn.nnd Wild ein Sohn, W,lk-lm. 25. Dein Schneider Karl Roth ein Solm, Korl Georo. 6°. -em Wirt Karl «oqt ein Sohn, Hermann Karl. 26. ff/»' Reilenden Heinrich Hartmann ei» Sohn, Friln 26. Dem Taftlöhn-r Hemr ch Lannlpach ein Sohn. 27. Dem Sattler LomS B-Nosf em Sohn. 27 Dem Schutzmann Wilhelm Naumann eine Tochter. *-<. ~em WerUueister Wilhelm Schmidt ein Sohn. 27 Dem Bahnarbmter Johannes Hofmann ein Sohn. 28. Dem Karümmm Wilhelm Eid- mniiii eine Tochter, Minna Frieda ^"ma Gertraud. ..9. Dem ^ade- meister Ludwig Adolph ein Sohn, Heinrich Willy. 30. Dem Loko- motivheizer 9(t>olf Braun eine Tochter, C V\a. Gestorbene. November. 26. Ludwig Kreiling, 43 Jahre alt, Straßen- I ..inrfpy hnhiev 27 Elisabetlie Badum, geb. Hlllgai.tiiei, 40 Jahre alt, Eheirall des Händlers Heinrich Babuin bahier. 30. Karl Hatz, 50 Jahre alt, Mechaniker bahier. Afßeimer jtirtOcnrnt D. theol.3 t-ustav pieqel 4-. Eibschaftsprozcß anzustrengen. Labor, fand jeboch, daß " Probier« ist am 21 No», b. I. '0'utuiig, n^lrbc Tiegel für nufer ganzes Kev Grbcu nur zum Teil: er zahlte ihnen nämlich 800 000 7'»',!" ShÄ nÄ 2-°nc, Ijernul, bic vor kur,..» ,n Odessa «Ingetroffen sind UN,, f in mit einigen Worten ju gebenfen. ' und nun gleichmäßig verteilt werden sollen. Bekanntmachung, Diejenigen hiesigen Einwohner, welche int Lause dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dles spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich bei der unterzeichneten Bürgermeisterei (Zimmer Nr. 15) anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen ift dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldiing miet) im folgender: Jahre und zwar so lange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt rvird. Gießen, den 1. Dezember 1904. B6/« Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Eurf chmann. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Commerzien- rats Georg Karl Gail sind für das Jahr 1904, an drei bedürftige, dahier wohnende Familien oder alleinstehende Perforier: Unler- stützungen vor: je 300 Alk. zu vergeben. Bewerbungen haben bis zrnr: 20. Dezemebr 1904 bei dem Armenamt, 9lei:en Baue 25, zu erfolgen. B5/« Gießen, 3. Dezember 1904. Großherzogliwe Bürgermeisterei Gießern I. 23.: Eurfchmann. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß wieder eine Prämiierung von Dienstboten des Sparkassenbezirks stattsinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sorvie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, ausgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassebuchs (die Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kaffe oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 15. Dezember l. I. zu melden. Gießen, den 29. November 1904. B30/n Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Gewerbebanl Die am 1. Januar 1905 fälligen Zinsen der bei unserer Bank angelegten Anlagen können bereits von heute an während der üblichen Geschäfts- n an unserer Kasse in Empfang genommen werden. Gewerbebank zu Gießen C8/1’ eingetragene Aug.Montanus&Co Giessen, Bahnhofstrasse 54 Kragen aller modernen Pabons Oberhemden in allenPreislagen uud 8688 ; ■ /•" -. WM Genoffenschlift mit unbeschr. Haftpflicht. Hess.-Thüring. Staats-Lotterie. W>M^ Original-Lose zum PlanPreiS empfiehlt 8652 Philipp Weiler, MM 1. Die so beliebten echten Back- Nürnberger Lebkuchen aus der ältesten Lebküchnerei von Georg Goetz, Nürnberg empfehlen zu den billigsten Preisen Gebrüder Adami Mäusburg 14. 8427 zutaten. Alle Ingredienzien zur seinen Bäckerei in bekannter bester Dualität zu billigsten Preisen bei M Fischbach. Photographische Apparate und Bedarfsartikel DV, Joseph Herz Bankgeschäft Neuenbaue 23 Giessen Neuenbaue 23 Eröffnung von laufenden Rechnungen. Vorschüsse auf Wertpapiere und Waren unter günstigen Bedingungen. 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