srr. 235 Zweites Blatt. DsNns^stag 6. Oktobers N04 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen E3 daS der eine Fremde heimkehrte, väterlichen Erbteil, ein Vermögen er- Eingabe von 40 Gärtnern aus Steinfurth eingegangen sei, welche dringend bitten, die Handelskammer möge die Gemeindevertretung Friedbergs darauf aufmerksam machen, daß die Interessen Steinfurths und die Interessen der meisten Wettertalbewohner nach Bad-Nauheim gehen. Ferner liegt eine Eingabe der Bürgermeisterei und des Gemeinderats von Rockenberg vor, die bittet, Großh. Handelskammer wolle im Interesse aller Landwirte und Gewerbetreibenden des Wetlertals dahin wirken, daß das erste Projekt mit der Einmündung in Friedberg als das natürlichste, billigste rmd rentabelste verwirklicht werde. Außerdem hat sich der Beigeordnete und der Gemeinderat von Schwalheim mit der Bitte an die Handelskammer gewandt, die Handelskammer möge für den Ausbau der Wettertalbahn mit der Einmündung in Friedberg eintreten. Schließlich hat die Bürgermeisterei Bad-Nauheim gebeten, der Eingabe Rockenberg keine Folge geben und die vorgesehene Bahnverbindung Bad- Nauheim—Griedel gütigst fördern zu wollen. Sämtliche Eingaben werden verlesen und e§ wird von dem Vorsitzenden mitgeteilt, daß die Frage vorläufig zu einem gewissen Abschluß gelangt sei, indem die Firma Lenz u. Co. in Berlin sich für das Projekt Bad-Nauheim vorbehaltlich weiterer Feststellungen und Verhandlungen entschieden habe. Auf Antrag eines Handelskammer- Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Untversitätsdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.V. Tel. Nr. 6L Tetegr^Adr.r Anzeiger Gießen, Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener FamillenblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Hejfllche Laudwirt" erscheint monatlich einmal. zur an* Kriminal-Roman von O. El st e r. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) saß Ferdinand fest und gesichert auf dem Wähnend Franz durch kaufmännisch Geschäfte worben schien. (Fortsetzung folgt.) kommen und niemand habe das Recht, diiesejnr Gesetz seine materiellen Konsequenzen zu be- str eiten. Der Kaiser habe fein Recht, sich in die Lippesche Landesgesetzgebung einzumischen,, seine Kundgebung hätte für den Staat Lippe keine verbindliche Kraft. Die Staatsregierung erwarte vom! Bundesrat, daß er gegen eine Werg e walti gunH Lipp es sein werde und daß er sehr bald einen unparteiischen Schiedsgerichtshof schaffen werde, der die Thronfolgefrage in gerechtem Sinne zur Entscheidung bringt. — 2Iuf Antrag eines Abgeordneten wurden die Vorlagen an eine Kommission verwiesen. Am Freitag findet eine neue Sitzung des Landtages statt und zwar nicht in Detmold, sondern in Lage. Dott werden die Vorlagen zur Verabschiedung kommen. Der lippesche Landtag trat am Mittwoch zusammen, um drei .Vorlagen zu beraten, die aus Anlaß des Regentschafts-Wechsels notwendig geworden sind. In einer Vorlage protestiert die Lippesche Regierung gegen die kaiserliche Kundgebung vom 26. v. M., spricht ihr jede Berechtigung und verbindliche Kraft ab und macht ihr zum Vorwurf, daß sie die Grundlagen der Reichsverfassung verletze. Die Regierung bittet den Landtag, sich dem Protest an den Bundesrat anschließen zu wollen und des weiteren in Gemeinschaft mit ihr dahin zu wirken, daß im Wege der Reichsgesetzgebung ein neuer unparteiischer Gerichtshof geschaffen werde, um die Thronfolgefrage auf eine alle beteiligten bindende Weise zur Entscheidung zu bringen. — Eine zweite Vorlage enthält eine Abänderung des § 3 des Gesetzes betreffend die Einsetzung einer Re gen tsch aft. Absatz 4 dieses Gesetzes erhält folgende Fassung: Im Falle des Ablebens des Fürsten Alexander wird die Regentschaft von dem Grafen Leopold zur Lippe -Biesterfeld bis zur endgilfigen Entscheidung der neuen Thronstreitigkeiten fortgesetzt. — In seiner Begründung hob der Staatsminister Gevekot hervor, daß die Staatsregierung mit Bedauern von dem Telegramm des Kaisers Kenntnis genommen habe. Bei aller Untertänigkeit habe er dennoch namens der Regierung zu erklären, daß die Regierung fest und unverbrüchlich an dem Lande sgesetz, das die Agentschaft des jetzigen Regenten Grafen Leopold festlegt, fest halten müsse. Dieses Gesetz sei auf durchaus verfassungsmäßige Weise zu stände ge- starnmend, herzensgut, aber allzu lebensfreudig, war ebenfalls nicht geeignet, sparsam zu wirtschaften, und so war es gekommen, daß Ferdinand das elterli-^e Gut stark verschuldet übernommen, während Franz, sein jüngerer Bruder, ein abenteuerliches Leben in Amerika führte, nachdenr er im alten Vaterlaude als junger Offizier Schiffbruch gelitten hatte. solange stattftnden, als im Bezirke des Hochbauarntes Führung des Meistertitels berechtigte Handwerker nicht lässig sein sollten. — Die Friedberger Handelskammer und Wettertalbahnprojekt. In der letzten Sitzung Handelskammer in Friedberg wurde mitgeteilt, daß Durch eisernen Fleiß und Tatkraft arbeitete sich Ferdinand empor, und als Franz eines Tages aus der Gießen, 6. Oktober. ** Hessische Handwerkskammer. Alljährlich kommen eine größere Zahl Eingaben, das Verdingungswesen betr., an die Kammer, welche meist auf direktem Wege mit den vergebenden Behörden zur Erledigung gelangen. Daß immer noch Wünsche aus dem Handwerkerstände zur 9kb- stellung des einen oder anderen Mißstandes oder auf Abänderung bestehender Vorschriften vorgebracht werden, ist natürlich. Eine häufig wiederkehrende Beschwerde ist diejenige über das Generalunternehmertum. Nun sind heute an fast jedem, selbst kleineren Platze tüchtige, leistungsfähige Handwerksmeister und guteingerichtete Werstätten vorhanden, so daß es auch für Kreise, Gemeinden usw. dringend wünschenswert erscheint, die Arbeitsvergebungen nach Maßgabe der für staatliche Behörden geltenden Vorschriften über das Verdingungswesen vorzunehmen. Die Kammer hat sich daher an die Kreisausschüsse mit dem Ersuchen gewandt, Arbeitsvergebungen an Generalunternehmer möglichst vermeiden zu wollen. Einem wiederholt ausgesprochenen Wunsche nachkommend, ist dieser Tage m einer Eingabe an das Groß- herzogl. Ministerium die Kammer dafür eingetreten, daß in den durch die Großh. Hochbauämter aufgestellten Listen der Unternehmer, welche bei Unterhaltungsarbeiten an den Staatsgebäuden in Betracht kommen, nur diejenigen Handwerker Aufnahme finden, welche die Meisterprüfung bestanden haben bezw. berechtigt sind, den Meistertitek zu führen. Eine Ausnahme in der Heranziehung anderer Unternehmer soll nur bringen, sie wollte wenigstens nicht freiwillig die Hand dazu bieten. Wenn er aber unschuldig war, dann würde seine Unschuld auch ohne ihr Zutun klar gelegt werden. Ihr S^idankengang war vielleicht nicht ganz logisch. Mer sie war so weltfremd, in Unschuld und .Harmlosigkeit ausgewachsen, sie glaubte so fest an den gerechten, allgütigen, allweisen Gott, das; sie einerseits jeder Gedanke an Schuld und Sünde, jede Berührung mit den Nachtseiten des Lebens erschreckte rind verwirrte, und daß sie andererseits der festen Neberzeugung war, Gott werde helfen und alles zum Besten wenden. Terrnoch erzählte sie, daß sie Bertha Wullbrandt am Grabe Franz Grollers getroffen und daß diese Wirre und unverständliche Worte gesprochen. . Ter Pfarrer runzelte die Stirn. „Mir schien bereits öfter", sagte er enrst, „daß das Mädchen unglücklich ober nicht recht bei Sinnen war. Ich habe mit ihr zuweilen gesprochen, ick habe versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen, sie hat mich schroff, fast höhnisch zurückgewiesen. Sie Will kein Vertrauen geben und nehmen, lassen wir die Unglückliche ihren Weg gehen und Gott möge ihr helfen." Er schnitt jede weitere Erörterung ab, in dein er sich erhob und in sein AÄeitszimmer ging. Käthe besaß nicht den Mut, ihm zu folgen, wie Raber: umflatterten die schwarzen Gedanken ihre Seele, von der die fteudige Gelvitzheit, die hoffnungsfrohe Tatkraft, welche sie heute morgen bewegt, gewichen waren. Ter Zweifel schloß ilyr die Lippen und machte fic mutlos. — Inzwischen führte der eilende Schnellzug Ferdinand Groller durch Nacht uno Nebel nach Berlin. Während der Fahrt erwog er, welche Maßregeln er ergreifen wollte. Mit einem bestimmten Ziel vor Augen war die alte Tatkraft seines Charakters wieder erwacht, welche Uym geholfen hatte, in harter Arbeit das stark heruntergekommene elterliche Gut wieder in blühenden Zustand zu versetzen. Sein Vater war kein Sanbwrrt gewesen: als pensionierter Rittmeister batte er das Gut übernommen. Er liebte ein behagliches, bequemes Leben, seine Gattin, aus Vvnrehmer Familie Frankfurt, 4. Okt. Die „Freie literarische Gesellschaft" eröffnete ihre britte Saison mit einer Veranstaltung, auf der eine Anzahl h eim ischer Di chter und Dickte r i nn en zu Wort kam. Es wurde manches Hübsche, auch manches wirklich Gediegene geboten, allein auch Dilettantisches lief mit unter, offenbar, weil keine die Spreu vom Weizen sondernde Präventiv-Zensnr ihres Amtes gewaltet hatte, vor aklem aber war der Speisezettel — pardon: das Programm —. viel zu lang, so daß auch in diesem Falle etwas weniger entschieden mehr gewesen wäre. So nahezu drei Stunden Lyrik, Epik und Taamatik in buntem Durcheinander über sich ergehen zu taffen, ist wahrhaftig keine Kleinigkeit, und man mußte das Publikem bew-unbern, das sich so bereitwillig von einer Stnnmimg in die andere versetzen ließ und mit gleicher Andackt die versckiedan- artsaften Gaben entgegennahm, ohne vom Fleck zu weichen. Wieder konnte man die Beobachtung machen, ba& nickt allzu häufig Dichter und Dichterinnen die besten Interpreten ihrer Werke sind, und es würde sich entschieden empfehlen, daß bei zukünfturen Veranstaltungen dieser s?lrt. bic wobt nickt ausbteiben Werben, nur solche Schriftsteller ihre Arbeiten selbst vortragen dürfen, die vom V verstehen (einige der ,s\ machten gestern ihre Sache recht brav), alle übrigen sollten aber Aer ziehen dürfte „Im Interesse der Monarchie, des iU^tstsoeWußtsens,i des Friedens möchten wir dringend wünschen, dtig gehandelt/ Mit blassen Wangen, zagendem Herzen und angstvoll auf den Vnter gerieten 9üigeu saß Käthe da. Tiefe ftuchtahnlicye Abreist Ferdinarlds hatte ihr den Mut benommen, voii der Begegnung nm Grabe Franz Grollers zu sprechen. Tie Worte Bertlm Wullbrandts nagten an ihrer Seele: „nur deinetwillen mußte er sterben — weil er dich liebte — Schluß da nickt nah'', daß derjenige die Hand gegen ihn erhoben, der sie ebeusalls liebte? Und war dieser eine nicht Ferdmano, der Bruder des Erschlagenen? Hatte nickt schon oft die 1-ieo ju einem Mädchen in Brüdern tödlichen Haß erzeugt t Pub nun seine plötzlicke Flucht — sein gLheirnnisvolleS NtugliedS aus Bad-Nauheim sieht die Kammer bei der Verschiedenartigkeit der Interessen und der deregten Wünsche von einer Stellungnahme be* zügl. bet Einmündung der projektierten Wettertalbahn in Bad-Rauheim oder Friedberg ab, spricht jedoch die Hoffnung auL, daß baldigst die Bahn m der einen oder der anderen Linie zu Stande kommen möge. — Diese Entscheidung der Friedberger Handelskammer hat, so glauben mir, ihre zwei oeüen. Die Lime, für die man sich schließlich entscheiden muß — und cS kann doch mir eine gebaut werden — muß jedenfalls im Interesse des gesamten Bezirks die richtige sein, und eine dahm gehende sachliche Entscheidung muß eß doch wohl geben. Wie verschiedenartig hier auch die Jntereffen sein mögen, zu einem entscheidenden Beschluß mußte man in dieser wichtigen Sache doch zu kommen suchen, und die Mitgliederbesetzung der Kammer hätte dazu kein Bedenken erwecken sollen. Es sieht nun gerade so auö, als solle eine Suppe von selbst, ohne Köchin, weiter kochen, was gewöhnlich nicht den Beifall derer erlangt, die die Suppe verspeisen sollen. — Herr Rechtsanwalt Katz schreibt uns: Bei Besprechung des Schwurgerlchlssalletz Kehrein wird in Rr. 233 Ihres Blattes wörtlich gejagt: ,Ein schwerer Schlag ms Gesicht des Rechtes und der ,Gerechtigkeit war der Antrag des Verteidigers aus Ver- ,neinung der Schuldsragen.' Sie müssen mir eine Erwiderung hieraus gestatten. Ich war 6er Verteidiger des Angeklagten. Dieser hatte aus das Bestimmteste behauptet, er habe den tötlichen Schug aus seinen Gegner nur abgegeben, weil er der Meinung gewesen, eü stehe ihm em weiterer unmittelbarer Angriff bevor, den er nur durch den Gebrauch der Waffe habe abwehren können. Rach iiage der Sache war es durchaus nicht ausgeschlossen, bau der Angeklagte dieser Meinung war, in welchem Falle Freisprechung haue erfolgen müssen. Ter Verteidiger tat daher, als er den Alitrag auf Freisprechung stellte, nur das, wad er nach Gesetz und krast seines Amtes, wenn er seine Pflicht erfüllen wollte, unbedingt tun mußte. k-. Kinzenbach, 5. Oft. Der hiesige Kaninchenzuchtverein veranstaltet am 6. und 9. Oktober ferne erste Lokalausstellung, verbunden mit Prämiierung. Die Ausstellung, welche 75 Nummern mit über 100 Kaninchen aller Raffen umfaßt, verspricht interessant zu werden, da Tiere zur Ausstellung kommen, welche aus größeren Ausstellungen mit Ehren- und ersten Preisen prämiiert sind. Der Besuch der Ausstellung ist jedem Freund der Kaninchenzucht zu empfehlen, da sich auch Gelegenheit bietet, tadellose, reinrassige Tiere anzukaufen. -1-. Lardenbach, Kr. Schotten, 4. Oft. Heute feierte Lehrer Schneider fein bOjä hr igeö SienftJubiläum. Von 11—12 Uhr sand Gottesdienst statt. Hieran schloß sich die Uebcrgabe der Geschenke. Durch Geh. Rat Schönfeld wurde ihm die Krone zum Verdienstkreuz Philipps des Großmütigen überreicht. Em Sopha mit Vorlage erhielt er von der Gemeinde Lardenbach, kostbare Bilder vom Bezirksverein Laubach und dem Kirchenvorsland zu Lardenbach. Unter Vorantritt einer Musikkapelle bewegte sich nun ein stattlicher Festzug durch Klem-Eichen und Lardenbach ztim Saale des Gastwirtes Melchior, wo ein Festeffen von mindestens 100 Gedecken stattfand. Alle Feierlichkeiten haben gezeigt, in wie hohem Ansehen der Jubilar steht. Herr Schneider steht über 48 Jahre im Dienste der hiesigen Schulgemeinschaft. Die Schule wird von den Kindern in Lardenbach, Klein-Eichen, SolmS- JlSdorf und Stöckhäuser Hof besucht. Unter diesen den Schuldienst erschwerenden Verhältnissen hat Schneider es dennoch verstanden, seine Schule in immer gutem Zustande zu erhalten. Seme vielen Freunde wünschen ihm auch fernerhin gute Gesundheit und geistige Frische. 17. Aeneral-Kersammlung des tzvaugelychm Kiundes. Dresden, 5. Oktober. Die heutige öffentliche Hauptversammlung sand unter überaus zahlreicher Beteiligung statt. Der Vorsitzende des Zenrraworstandes Gras Wintzingerode wurde zum Präsidenten gewählt. Hieraus überbrachte Professor Tr. Kirn- Leipzig oen Grug der theologischen oätuttat Leipzig und hielt oen Haupwortrag über „die Kraft des uvan* gelt um d und die evangelische Kirche". An den .Vortrag schloß sich die Beratung über die vor- geschlagenen Kundgebungen, deren erste, von dem Geh. Schulrat v. Bamberg begründete, jolgenden Wortlaut hatte: „Tie 17. Generalversammlung des ^vangelisa-en Bundes ge* benli mit dankbarer Freude oer Kundgebungen des Tischen, evang. KirchenauSia-uisev vom 10. Wovember vorigen Jahres und vom April dieses wahres als trasroolier Zeugnisse jur die Wahrheit des eoangclijcyen Ehrfftcnlums und dessen Bedeutung für unser deutsches noustum. ^ie vertraut, dafz oer Kirchenausscyuß auch in Zukunft das Interesse der enaugclifcyen Kirche tapfer vertreten und, getragen von dem Vertrauen des deutschen evangelischen Boltes, üui die entscheidenden Stellen im Teulschen Reiche den ihm gebührenden Einslutz gewinnen wird, ^ie gibt sich der Hoffnung hin, jüb seine itänbige Arbeit auch einem festeren Zn- sammenichluB der evangelifa-en Landeskirchen Teutschlands zur der eigenen geistigen sJlol, nicht dem eigenen de -ehorchende schlechte Scherze vor. die Rezitation ihrer Dichtungen berufenen Fachmännern überladen, wie das hie und da au«^ gestern geschah. Allerdings müßte das grobe Kmo Publikum auf das Vergnügen, diesen oder jenen Autor oder bieie ooer jene Autorin in Person anstaunen zu dürien, dann verzichten. Posen, ö. Skt. Heute wurde das neue Kaiser Fried* £ l zu u 1 e -u m c 1 b 11 n e t. Lberprasident v. Waldoiv verlas em Gluctwunichtelegramm des Kultusn.iNi,ters Tr. Studt. Landeshauptmann d. Tziembowsli ivies darauf hin, wie oas Streben der Lohenzollern stets daraus gerichtet gewesen jei, Kunst und choit zu jurdern, so verbaute auch oie Provinz Pofen der initiative bc^ dvaueis die Begründung oer Bivliothel, oer Akademie und fchlieglich des Museums. 'Aunmehr hielt oer Tirettor des Muieums xx. Kämmerer die Weiherede. — Ein „Pennälep' als Rezensent. Tem Ersurter „Allg. Anz. war, rote er bemerkt, „von vertrauensrourdi- ger oeite'_ geschrieben worden: „Zollte man es für möglich i-atten, daß in Weimar, der Staot Goethes, ein Pennäler (‘Z eure Kritik über die Lper fcl/reiot, und den ersten Kapellmeister über „Fidelio" belehrt? Xw ein Hoftheater stch oas bieten laßt? Wie man hon, ift in der Künstler, cl-ar eine Garung entstanden, die die Eingabe einer gemeiniamcn Prote,lerttarung des Schauspiels au die Generalintenoanz zur Folge haben durfte" Tie „Weim. Ztg.", gez. Pro,, ^r. Hermann schlag, antwortet daraus, man >uu-e das Blatt und seine Kritik im Wege oes arw* nyinen Pamphlets lächerlich zu inachen, und bediene sich dabei grober Entstellungen uno bewu,fter Unwahrheit. Tie „Weüii .W werde sich nicht deinen lajfcu, auch fernerhin „wohlmeinende, sachliche und ehrlich die Wahrheit such^iide" Kritik zu üben, inü> ,ie sei überzeugt, daß auch oie -el-eatcrLeiiung auf derartige Anieinoungcn teilte Rücksicht iiel)nicii werde. ^.ffs M in kann ir<- I S u i,i . erwehren, als ob oicfe Erklärung dem Angriff gegenüber recht halten fei. Ucbrigeiio kommen auch an mibe uni ichersten und txften Vorbereitung bienen werbe, unb sieht beS- >alb mit ZuversickZt der Zeit entgegen, wo überall die LanbeS- nyoden nach dem Vorgang der Preußifdxn Generalfynobalurb- imng (§ 19) bad Recht erhalten, sich „burch von ihnen gewählte Mbgeor-bneic an etwaigen Vertretungskörpern der beutfrijen evang. Kirche zu beteiligen", und zur Befriedigung anerkannter prak- tifcher Bedürsiiiffe von diefem Rechte Gebrauch zu machen ange* ruftit werden." Die z^veite Kundgebung, welche Lic. Everlmg-Krefeld vertrat, unb, wie die erste, nach dem formulierten Wortlaut angenommen wurde, lautete: „Tie pülitifche Ainclstenfaltung deS Ultramontanisnius, durch die in unseren Tagen die römisch-lathol. Kirche ihre friebenftßren* den Ansprüche durclizusetzen bestrebt ist, l>at im Riutterlandc der Reformation den unhaltbaren und gesahrdrohenben Zustaiid her- bcigeführt, daß die klerikale Akinberheit über die nichtklerilale Mehrheit herrfcht, und datz bie Vertreter einer Weltanschauung, die Tr. Luther unb die Reformation aufs heftigfte bekämpfen, über bie Gesclstcke deS beutfd>en Volkes entscheiben. Tie 17. Ge- ncralucrf. deS Evangelifchen Bunbes ricl>tet beöhalb an baS evan- gelifcbe Volk erneut bie brüigcnbc Mahnung, in geschlossener Kraft und willenöstark auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens für die Befeitigung der uUruuwntmicn Vorhcrrfd-aft in nuferem deutschen Volke einzutreten." Eino Einladutig des Hauplpastors Rohde, die nächste Generalversammlung ui Hamburg abzuhalten, wird aiigcnonunen. Mit Bedauern vernahm die Hauptversammlung, daß Gras Wintzingerode, der langjährige ,Vorsitzende und Mitbegrüiider des Bundes, zu rück treten wird. Alters- befchwcrden und vornehmlich ein Ohrenleiden fitib der Grund eines Entschlusses. Dem Jahresbe richte entnehmen wir folgende Mitteilungen: Die Zahl der Buiidesmitglieder belief sich auf 236853, sodaß der Evangelische Bund innerhalb'eines Jahres um 6b 353 Mitglieoer gelvachsen ist. Gegenwärtig beträgt die Mitgliedcrzahl schätzungsweise 250 U00, wo-n das eme Jahr oer Aushebung des Jejnitenpavagraphen lveit mehr als den vierteti Teil beigetragen hat. Ohne jede äußere Anregmig ljabeii sich in sehr vielen Fällen neue Zweigvereine gebildet, von deren Etitslehnng die Hauptvereine erst nachträglich KenriMiS erhieltetu Die Tätigkeit des Zentralvorstandes wurde durch die neugeschassene Lage wesentlich mit beftiuimt DaS große Wachstum des Wtiides bewirtte eine entsprechende Häufung der Geschäfte und machte die Anstellung einiger »veiterer Berufsarbeiter nötig. Zur Bewältigung oer täglich sich metzreuden Korrc- ponoenz, zur Bedienung des Auskwiitsbureaus, der Biblio- U)et, der Pretzaufgaben u. dgl. ul lourde u. a ein auf dem Gedieie des lacholiiAcn KtrchenwefeiiS besonders kundiger früherer kathol. Theologe angestellt, meinem Empfinden über den Beschluß des Bunoesrats yinv j 2 des Jesuitengejetzes gab der Zentralvvrstand durch eine kur^e b,rflärung Ausdruck, die ui vielen Tausenden im ganzen Deutschen Reiche verbreitet worden ift. Die vor vier Jahren ausgeschriebene Preisausgabe, Geschichte der katholischen Tagespresse in Deutschland seit lö-id, hat keine Bearbeitung gefunden. Das Preisausschreiben soll nunmehr unter Befchränkung auf die Zeit von 1870 an wiederholt werden. vermischte». • Köln, 5. Oft. Hier lockten zwei Kommis eine Dirne nach ihrer Wohnung mit der Absicht, daü Akädchen zu berauben und zu ermorden. AIS sie ihr Opfer seiner Barschaft unb feiner Schmucksachen beraubt hatten, versetzten sie dem Liädchen mehrere Schläge auf den Kops, knebelten eS und wollten eS an einer emjamen Stelle der Straße nieberlegen. AIS plötzlich bas Opfer die Augen ausfchlug, versetzten sie ihm einen Messerstich in den Kopf, wobei die Klinge am Knochen abbrach. Der Polizei gelang die Festnahme der llRordbuben, während bas Viädchen st e r b e n b nach einem Hojpital transportiert wurde. * Paris, 5. Oft. Dem SynbifuS deS Humbert- Kon kurfeö find weitere 400 000 Franks zugegangen. Infolgedessen wird eine neue Verteilung an bie Gläubiger fiait- finden. — Der Zustand des gestern m dem Irrenhause St. Anne von einem Irrsinnigen verwundeten Direflors V a 11 o n ift unverändert. Man befürchtet für fein Leben. Der Täter bereut feine Tat nicht. Er will dieselbe begangen haben, weil er den Direktor als denjenigen hielt, der ihn aus der Irrenanstalt nicht entlafjen wollte, in welcher er bereits em Jahr interniert gewesen war. • Prinzeff in Luise von Koburg sandte dem französischen Abg. Wifontai, der ihre Angelegenheit im Parlament zur Sprache bringen will, eine Dankbepefche. Die Prinzessin erklärte, baß ihr Rehabilitierungsprozeß dazu beitragen werbe, das Gesetz gegen bie Unzurechnungsfähigen ab» zuänbern. Sie würbe nicht als Klägerin gegen ihren Vater auftreten, falls die Kuratel aufgehoben werbe. Sie habe aus Belgien zahlreiche Briefe und Depefchen erhalten, worin sie ausgefordert werbe, wreber nach Belgien zuruckzufehren, aber sie würbe nur inkognito baö Grab ihrer Mutter befuchen unb bann Belgien fofort wieber verlassen. Daü Wiener Oberhof- ineisteramt hat als Kurafelbehörbe der Prinzessin bie f o - fortige neuerliche Untersuchung bes Geisteszustandes der Prinzessin bewilligt und zur Einvernahme über bie Mobalitäten der Untersuchung für den 8. d. MtS. eine Sitzung anberaumt. • Der ,Kaifer der Sahara", Jaques Lebaudy, ift in Berlin emgetroffen, um Angelegenheiten geschäftlicher Ätatur zu erledigen. In Antwerpen liegt Lebaubys Schiff im Hasen, das eine Besatzung von 1000 Mann nach Afrika führen soll. Es hanbett sich zunächst nicht um eine kriegerische Aktion. Lebauby will an bet Spitze feiner Leute erst sehen, m welcher Weife eine friedliche Annexion gewisser Teile der Sahara möglich ist. * Krankheiten. Stach amtlicher Feststellung wurden uom 25. September bis 1, Oktober im Herzogtum Braun- schweig 55 Eifraulungen an Scharlach, davon 25 in ber Stabt Braunschweig unb 12 Erkrankungen an Typhus, davon sieben im Kreise Ganbersheim angemelbet. — In Rio be Janeiro wurde neues Auftreten der Pest feft- gestellt. In ber letzten Woche starben 12 Personen an der Seuche. 60 Kranke befinden sich in ärztlicher Behandlung. • Ein alkoholfreies Erntefest. Zum dritten mate •uurbc am Sonntag m Niendorf a. Schalsee baö Erntefest utkoholsrei gefeiert unb damit gezeigt, baß eine derartige Verunstaltung möglich ift; der glückliche Verlauf beweist, daß der Alkohol nur unangenehme unb schädliche Nebenerscheinungen auf den nach alter Sitte begangenen Erntefesten hetvorbriiigt: Hier gab es (cm wüstes Schnupfen, feine Prügelei, kein un- ungeiueffeues Betragen, kein Zerstören der Gerätschaften unb öer Einrichtungen; am anbeten Morgen waren sämtliche Angestellten mit Hellen Augen unb klarem Kopfe aut rechten Zeit wieder auf dem Posten. DaS Erntefest an sich ben gebräuchlichen Verlauf: Einholen unb Uedergabe bei Erntekrone, Ansprache bes Gutsherrn, Rittergutsbesitzers Smith (Stienborf), Kaffeetafel, ländliche PreiSfpiele unb Tanz. Die Stimmung war vorzüglich unb die Heiterkeit herzlich unb aus dem Innern kommend, wie sie durch den Alkohol wohl vernichtet, aber nicht erzeugt werben kann. Würden alle Ernte- und eine Menge andere Feste ohne Alkohol gefeiert — es würden weniger Ntenfchen mit dem Gefängnis m Berührung kommen 1 * Selbstmorde, Attentate Veruntreuungen» Unfälle icho. Aus dem Teltow-Kanal in bet SLähe von Berlin würben bie burch einen strick znsammengebnn- benen Leichen des 19 jährigen Maurers Otto Walter unb bet 16 Jahre alten Martha Maller ans Ablerhol gelänort. Beide waren nad) einem ^wist mit ben Eltern des PcädchenS am 25. September verscAvunben unb halten in brieflichen Mitteilungen bie Absicht ausgesprochen, gemeinsam in den 'Tod zn gehen. — Zn ber Angelegenyeft bes ui Kiel verhasteten Werst- veamten Barkemeyer ist bie UntcLluchung abgeschlossen. Die Akten sinb dem Reid^gencht übergeben woroen. ES verlautet, datz Bartcmeyet and) Zeichnungen bes neuen Linien- schisseS Braunsd>iveig an England verkauft habe. — AlS Urheber bes Einbruchbiebstahlü in Engen l.Bub.), bei welchem aus ber Postkasse 4000, nicht wie trüber gemelbet wurde, 25 000 Mark entwciwet wurden, ist der HauStneuü Her- bener ans Ranbegg verhastet wo-vden. Ter Verbleib der ge- swylenen Summe ist noch nicht ermittelt — VLach einer auS Liverpool eingegangenen Mclbwig ist der Liverpvolex Tauipter „Auguftine" in Leixo es (Portugal) mit 8 Ueber- lebenben deS 23 Meilen iwrbwesilich von O,uos,ant gescheiterten griechischen DampserS „Kelmentint" angewmmen. 17 Mann von bet Besatzung find ertrunken, barunter ber Kapitän, bie Offiziere unb die wcaschinisten. Ter Tarnpser nxn vom <^d-warzen Meere nach Antwerpen unterwegs. — In Lnxem- vurg tzat bet Kassenschranisabrikant Bobeiving burch einen Sprung von einer 2b Meter l-vhen Brücke Selbstmord verübt Et war sosott tot. Ueber ba» Motiv ist bisher Sid)eres nicht be- taimt. — Zn >sofia wurde bas Ty na mit-Magazin des Pwniet-Baraillons ourch Unvetännte mbieLuft zutprengen versucht. Ter Aiischlag ivurbe icdoch durch bie V>achsamteit bes Wachtpostens vereitelt. Zn letzter Zeit sind ahaUiche Aiijchlage leine Selleicheit ^errtytsjaal. (th. )Gi e ßen, 4. ein । u>iu c r cr Vertrauensbruch, loeldxn iui Jahre 1903 ein Lanbivirt an feinem Arbeitgeber begangen, hat ivenn auch mit einer Verzögerung, nun ood) feine gerichtliche ^ühne gesunben. Ter Oewnom H. Seitz m Ober-Wouftabt l-atte einen jungen Österreicher in Dienst genommen, iveicher sich gar balb burch ganz besondere Intelligenz jo nützlich sür jemen Arbeiigeber ernnes, batz er igm bolles Verttaueii schenkte. Im Oktober b. I. ioar bet Mami plöBlich vbii ber Bildfläche vevschwunden, nachdein er eine Kassette er* brodln unb einen Bei rag bon ca. 10U0 Mark daraus entoenbet hatte. Alle Bemühungen, den stecyen Tieb einzusongen, waren ohne Ersblg. xa tam bie ntaatsanwaUjchast aus ben Gedanten, bei ben bendjatbenen Arbeitgebern deS Turcygängers zu sorsdjen, ob biqet nicht hier uno ba mU einer Schönen ein Liebesverhältnis ungebanbvit unb einem uer wladctxn icui Bild verehrt hatte. Es gluckte aus diesem Wege, bas Pornat des Gesuchteii zu be- tonnnen, ivelches man mit Erfolg neben dem Steckbrief abbruette. 4.er Tieb würbe aut Grund der .Abbildung feiner PersönlichkeU in Bubweis in Böhmen verhattet, und da er sich auch dort in ber regend einer Strastat sdAtlbig gemacht hatte, — er hatte sich eine Liebste angeschafft, unb viejc um 40 Gulden erleichtert —i so wurde er uor bas öbrtige ^chumrgericht geftelU unb gleich wegen bes in Ober-Wöllstadt begangenen schweren Diebstahls mü angeklagt Vkach eurer ber Staatsamvaltschaft Gießen gemachten Mfttetlnng erhielt der Angeklagte wegen seiner Verfehlungen sechs Jahre schweren Kerker tuertannt, welche 'strafe noch burch etliche Fasttage in der Woche verschärft wurde. Zu Tentfchlanb würde der Mann -weifellos billiger weggekommen fern. Flensburg, 5. Ott. DaS hiesige Landgericht sprach heute die Vorstandsmitglieder unb bie GeschaitSsührer der in Konkurs geratenen GeseUscyast Pasior Jacobsen-Scherrebet unb Hofbesitzer Lassen- FlenSvurg, sowie bie gleichfalls ange- tlagten Muglieber des Ausfichtsratv von ber Anklage bes Konkurs- uciyetjeno |tei. Ziniversttäts-Nachrrchten. D anzig, ö. Ott. Die Feierlichkeiten zur Erössnung ber Danziger Technischen Hochschule begannen heute mit einem BcgiUBnngsabenb, ben bie Stadl Danzig den zur Feier geladenen Gasten un ArtiiShofe unb im Ratskeller gab. Oberbürgermeister Ehlers gedachte derer, die den Gedanken einer technischen Hochschule zuerst gefordert hatten: 'Miquel, Bosfe und Goßler, fowie des anwesenden Atinlstetialdirektors Alihoff. Rektor Geheimrat Tr. v. Rlangoldt eriuiberte dankend. An der Ehrentafel saßen: Die wti- nisler Stndt, von Rheinbaben, Freiherr von Hammerslem und 'JJioeUcr, ferner Oberpräsident v. Delbrück, der tonimandterende General v. Braunfchweig und bie Spitzen der Behörden. An den langen Tafeln hauen Platz genommen: Die Maalflrals, der Siadtverordnetenversammlung, L>Mäiere, yoye Regleiungsbeamle, Gelehrte unb Vertreter ber en un0 der Kaufmannschaft Danzigs. Zwei Kapellen konzernerien. - toeecimw Viöl. v.uwii toueu^en», !«*»«« Ektor des arcyaologi,ct)en Muscmns ber Unwerfttat B e n a, rn ui BlanktNiburg im Harz im Alter von ^^Eahren^gestvrben. Äp0lt. Newyork, 5. Ott. Tas Automobil-Rennen um ben B a n d e r b i l t - P o k a l, das am Samstag m Amerika zur Enlscheibung gelangt, hat, bevor eS noch ausgetragen mürbe, einen tö Hieb ch Uni all ae/citint. Emer der Fahrer eines amerikanischen Toledo-Wagens im Panderbilt-Pokal-Rem^n, Rigby ist gestern bei emer VerfuchSfahn durch plötzliches Umschlagen feines Wagens^geiölet ivo^en. ArvcUervewegung. Hersorb, 5. <41. In . uer mengen Zuckerwaren^ Fabriken stellten heute bie Arbeitet ihre Tätigkeit ein. Ter Betrieb in ben oabriten ruht. Tie Zahl ber Ausständigen be- irügt ctiua ‘^>0. Tie Arbeiter fordern Lohnerhöhung. E l> a r l e r o i, 5. Oft. Tie GlaShüttenvefttzer haben bie Absperrung ihrer Arbeiter aufgehoben. Durch Mauer-An- idüäge werden bie Arbeiter ausgefuroert, fich sofort zur Wieber- auinähme der Arbeit zu nieiben. Die Unternehmer bestehen je* oua> aus ihren Bedingungen vom 4. Mai o. I., nämlich 25 Prozent Loyn-Veruunderung, Aufhebung ber Boytvtt-Erklärung usw. usw. — Lauitueil-Aachrlllflcii. Gestorben. Hermann Biensdorf m Vad-9tauheim. — Sieg» sried Guimann in Wtainz. — Frau Dlargarcte Suppes, geb. Groh, m Ilbeshausen Bei Isur eoiit ui Uv6/W mittel vou mehr als 1UUUU Aerzteu ständig verordnet. hlaucu Kartons ä l 31k.. niemals lose. Magen-Leiden Varm-Leiden Vurchsall Blutarmut bieichfuast als hervuuogcnd wohltuendes Wird Hausens Kasseler uiiier-iiakao und leicht verdauliches Kräftigung»- Ureisblatt ter ixn Kreis Gietzen © © u Q Q KS Ä £ **“ X «ft "=> X «CI S -E“a . O Ön C , «» Ä' » a>C7 JQ 1/0 c 05 p G . w *g- •ti X K ft v.g' .. T.N ? S" tXT- O .O tXi H p L ' ü ,— -P £• E - £ ä« E ,g.s 5 V « A L C S- g o «ft c> Lo >5 o* c X c 3 -®> X w ,c-> g) v, tx: ö) o O «X Q ®* S> CD f L§ öo I » *2T" CD <3 C -g ~ o .. L^N !-» T-' £ x § .Bi — 03 "r*3 E X> ,S 50 o CD P N CÄ9O* ^2 X CX £ ►S'vo x C X 2- E = 0.5 2^ 5® « § O •— "x CO o _J_ .— «ft £ CD -SD o ° A N « G?b c X j- SK^Z g E y @ w ti o y-, uO t» --> C'^S' — S -5 iE-^O O N S g 3 e- _L X S> § . cd£ <35 S C xS z* >p ?? S Jrt S - § iC «=> . ,-e EZ. 05 W X CD O » «ft . SE *b -2 -g < O "cy c O cy co o 5 D r> = S ® « -- 0> C U 3 C 2 ~ -Z ® S 3 o ■ g CD 3 < r ’S c ® u ® Z D 2.s •* -c Q « dE s m L L *#< O sr c c ^x •-* Lo .c äo >§- s s- w*i ,n, X o> EC -O o> vO 2 Lo 9. cd E ‘^5$ = XSS ex :*c cu «ft rzc ■*— - E .S^-P S E {fe'S fO ^o -o -L (0 JO 9 9 T-1 «ft CD «5 P ix -o X X ~ O -, _ P cD*ti u—!P — S --x -S JO X X — X E _ <5 CDu2- X C-. ZK fc-'H -P -o OD-S § e X ‘o 5. 2 3) g- = O o X ß = x ■*±s x 2 c .2 ►ö' g CD X E E X 5* X> E 2 S 2 EL P «V V _z e w 8 J.Ä o *2 e £ — c ß J-* ’S&S ~ •Z o E x 2 L x o «ft . °= X c CD X >- EL tfO . e^ Nicht übersehen! zum Aussuchen. Nicht übersehen! „ " » » 100 Mk. „ Hl » „ 1-50 „ o ZT S3 CF CD CD CD CD 3 ■^Friedrich T eipel MI für die nächsten Tage, den Verkauf ausrangierter Artikel betreffend, wie Hauben,Tücher, Blusen, Schurzen etc. Besuch sehr lohnend! Plüsch-Häubchen 76J6 Serie I per Stück 50 Pfg. | C CD JZ CD CO CD -Q := o ■*r ,-w WM- . KM -'j' 'X-MM t. Seianntmachung. In das Handels - Register Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma , Gustav Mund, Hotel Viktoria" zu Gießen ist erloschen, und neu unter 9lr. 224 die Firma „Hotel Viktoria, Besitzer Heinrich Berndt" daselbst; Inhaber Heinrich Berndt, Gastwirt das. BG/10 Gießen, am 5. Oktbr. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Versteigerung. Donnerstag den 20. Okt. 1904, nachm. 3 Uhr wird ans hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen des Gmil Bender u. Ehefrau, geb. Jungblut stehende Parzelle der (Semarkung ©icfjcii 1/995 -----126 qm Hoiraithe in der Neustadt öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, 8. Sept. 1904. Großh. Ortsgericht Gießen B%______Gros.________ LmMttMFnMrgtt Pserde-Loje ä Ntk. 1.—, 11 Stuck Mk. 10.—, Ziehung 26. Oktober, empfiehlt Richard Buchacker, Neuen Bäue 11. t7718 Donnerstag den 10. November 1904, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht die vor dem 9lamen des Liidwig Wagner und Ehefrau, geb. Heim, stehende Parzelle der Gemarkung Gießen Flur 2/138 — 415 qm Hofraite links der Chaussee öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 6. Oktober 1904. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros._______ Wr Aevfelmoft täglich zu haben in 7461______Lonys Bierkcller. Prima lüftet Traubenmost eingetroffen. 05816 Weinstube Leibet. Schwedische Freiem Nach-Ernte heute eingetroffen 7777 l. 18. Schulhof. 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(Ohne Gewähr.) 733 (4 001 27 [1000 f 706 702 632 778 810 1400] 11 52 902 559 614 50 829 642 745 867 98 989 84115 79 432 [4*0] 648 85248 [2000J 592 600 896 86052 233 806 29 97 [ 2000] 406 60 62 824 86 912 31 87009 27 38 154 406 41 561 74 635 752 903 [1000] 88098 180 432 792 89013 17 191 220 32 [4001 71 [1000] 606 714 86 968 82 90050 97 276 473 [400] 564 738 811 35 91009 139 79 [4001 283 50 [400] 303 42b 628 622 73b 92288 434 657 749 802 50 14001 93001 130 430 74 [1000| 81 82 601 87 [400] 717 27 38 40 04023 160 349 [400] 51 433 516 729 824 982 [1000] 95103 280 33 60 84 399 [400] 522 [400] 606 51 953 96141 [400] 306 61 679 [4001 96 704 [1000] 6(1 90 808 50 77 89 980 65 97005 35 134 69 290 338 414 32 90 544 672 713 74 917 [10001 74 [400] 98131 376 468 609 [400] 54 56 899 [ 400] 980 99048 86 [400] 102 341 414 [400)657 98 811 60 910 Nächste Ziehung: 6. Oktober 1904. 877 [400] 955 [400] 76116 88 282 436 63 [400] 506 74$ 82 885 909 77104 315 29 483 602 17 92 716 11000] 901 56 7 8114 30 233 [1000] 39 345 413 616 57 62 [400] 702 10 86 932 79008 96 [400] 214 [400] 23 480 [1000] 657 [400] 801 928 32 35 44 00 80010 115 [1000] 200 446 11000] 553 698 916 81009 86 155 275 306 563 913 96 82268 331 38 442 685 740 83112 42 261 [480] 417 81 56 104 9 11 78 434 60 545 83 [400 ] 763 897 931 92 1070 129 298 394 514 727 31 2621 706 850 59 3165 85 1400] 413 81 590 608 45 760 88 802 [400] 4023 81 350 54 69 409 92 555 631 [400] 749 845 [1000| 5128 4001 48 81 84 344 528 624 72 6018 [1000 ] 249 82 313 [400 —----- 46 90 838 930 63 7057 71 81 91 310 [400] 462 73 [4001 712 42 806 55 64 8096 303 45 453 537 11000J 623 758 801 49 56 915 88 9033 203 314 21 423 25 617 37 76 944 94 10137 239 61 528 748 923(1000 ] 39 1 2000) 11022 236 329 58 516 84 660 727 |1000] 811 [10001 97 [400] 977 [400] 120-51 [400 ] 307 31 42a 76 (1000) 98 587 58 [400] 628 [4001 82 818 942 [ 400 ] 85 13104 [400] 18 253 447 57 812 30 93 14175 [1000 [ 203 356 458 59 678 949 15002 65 91 119 [400] 43 214 811 91 468 [1000] 604 23 710 74 92 023 31 47 48 1 6052 [10 000] 195 243 67 425 47 65 592 665 17226 42 386 785 825 [5000] 76 78 916 18268 398 906 23 19031 68 [400] 201 97 [400] 383 [ 400] 743 920 20286 390 497 782 [1000] 84 [400] 21019 198 [1000] 248 301 64 451 [400] 678 704 [400] 31 [1000] 22240 41 313 658 903 4 23111 238 842 [400 ] 62 406 524 698 826 [4001 86 916 88 [1000 ] 73 24001 187 802 [4001 25004 860 837 39 98 (1000) 998 26165 367 [1000 ] 98 428 545 618 54 75 2 7026 38 128 64 849 541 96 888 85 988 99 28090 816 23 976 20064 162 220 412 63 576 83 645 96 . 80005 43 128 818 [400] 600 60 63 [1000] 694 713 72 [400] 812 931 60 [400] 77 31038 170 [400] 249 387 432 693 32088 431 516 73 682 94 $9 794 857 943 33187 242 94 (10001 461 605 48 79 98 746 8^4 [1000] 92 [400] 917 84105 80 201 57 322 29 454 582 [400] 632 741 48 86 980 35192 220 81 [400] 83 426 [1000] 600 705 [1000] 829 93 964 3617b 90 219 570 719 64 846 941 82 37000 24 80 133 [1000] 465 640 716 19 30 43 840 60 969 96 38064 348 487 564 621 [400] 84 749 83 809 60 919 28 29 [1000] 89081 125 [ 2000 ] 281 802 476 666 [400] 98 766 850 74 4001 40012 287 99 436 [400] 577 93 703 8 12 [100C00] 8^932 [4001 46 96 41110 64 [4001 261 [400] 303 704 56 [400] 9to 420011 174J000] 36 131 222 [1000] 358 60 68 87 610 [1000] 902 43078 134 88 228 460 544 86 96 651 (400) 64 854 -16 44137 38 78 [1000] 84o 674 834 53 02 933 96 45099 129 [4001 58 284 305 [400i 32 [IWO] 71 4 29 88Hl MO] 610 85 832 65 920 27 11000) 69 4 6028 210 321 77 452 578 60 [400] 697 9^7 95 47018 43 [ 4001 78 270 87 482 541 56 68 [10001 724I (KM»)I8H 9to[400]' 48185 284 830 420 28 [*000] 504 [400 ] 24 648 72 789 843 972 4 9038 61 65 66 420 34 59 548 7Ö9 61 943 „ ß9 79ß Ä7 [1000*] Ä ^(lÄ^llÄÄ0 loÄTo 918 52Ä0 HmSlX’S « 76 53037 127 79 [2000] 27^ 330 1400] 70 88 476 [1000] 54b 811 1400] 54017 200 44 99 815 626 825 915 5079 99 163 [400] 91 439 601 763 [1000] 807 921 41 69 56152 225 12900 61 361 T4001 408 16 521 97 711 47 98 841 11000] 57017 56 191 $0 (400| ^ 471 [400] 89 504 [1000 ] 25 31 85 6öi [40Ö1 736 [1000] 806 7 26 33 61 82 924 [1000] 37 61 58121 [400] 230 81 486 558 829 45 [400] 71 87 5 9023 74 [400] 77 [400] 94 118 37b 424 689 610 805 120001 n5 959 60009 133 212 49 352 715 834 [400] 906 86 61043 199 334 524 110001 8 83 864 62018 76 80 89 188 227 36 320 430 644 51 [400] 9 20 4001 26 87 892 63023 68 188 238 303 400 72 589 765 877 [4001 924 64230 376 [400] 426 61 525 721 868 81 I 400] 921 65 88 65312 47 78 [ 2000 ] 432 540 631 41 |400] 46 701 [400] 65 800 66 916 43 66019 23 32 189 225 70 76 [400] 304 420 512 [400] 85 [2000 668 84 775 939 60 62 67032 140 300 [400] 641 [400 ] 752 838 57 65 [400] 948 78 68101 484 517 612 59 66 870 916 59 60228 70 86 686 774 70000 136 308 17 [4001 483 541 609 45 90 [400] 813 53 77 [400] 86 71052 232 361 421 537 716 906 7 2048 708 809 45 96 926 82 7 3213 72 301 438 65 668 751 80 74201 857 [1000] 75001 147 208 [1000] 29 614 48 655