Nr. 183 Zweites Blatt Samstag 6. August 1904 Giehener Anzeiger 154. Fahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Untversttätsdruckeret. R. Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.?. Tei. Nr. 5L Telegr.-Adr. r An-eig« Btetzea» Erich eint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehener ZamilienblStter" werden dem ,?Innetget viermal wöchentlich beigelegt. Der JQcfflfd)t Landwirt' erscheint monaUtch einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Bekanntmachung. Nachstehend bringen wir den neuen Tarif für die Dienst- inärrner zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 5. August 1904 Großherzogliches Wofheiamt Gießen. Herberg. Tarif für die Dierrstmärrner. I. Bestimmte Gänge: a) in der inneren und äußeren Stadt (mit Ausnahme der unter b bezeichneten Punkte): 1. ohne Gepäck oder mit Gepäck bis zu 5 Khr. 30Pfg. 2. mit Gepäck von 10—15 Kgr. 40 3. mit Gepäck von 15—20 Kgr. 50 4. mit Gepäck von 25—50 Kgr. 80 " b) nach folgenden Punkten: Neue Kaserne, Provinzialsiechenanstalt, Germania, Schsttzenhaus, Liebigshöhe, Philosophenwald, Friedhof am Rodtberg, Textors Hardt und Hardthof: 1. ohne Gepäck oder mit Gepäck bis zu 5 Kgr. 50 $fg., 2. mit Gepäck von 5—25 Kgr. 80 „ Für Rückaufträge ist in allen Füllen die Hälfte der vorstehenden Säße zu zahlen. EL Zeitarbeit: a) ohne Gerätschaften: 1. für die erste Stunde 50 Pfg., 2. für jede weitere Stunde 40 „ 6) mit Gerätschaften: 1 . für die erste Stunde 60 Pfg., 2 für jede weitere Stunde 50 „ Die angefangene Stunde wird als voll gerechnet. HI. Führung von Geschäftsreisenden. a) mit Mustern: 1. für die erste Stunde 50 Pfg. 2. für jede weitere Stunde 40 „ b) mit Mustertoffern auf Handwagen: 1. für die erste Stunde 70 Pfg. 2. für jede weitere Stunde 60 „ Die an gefangene Stunde wird als voll gerechnet. Für die Tätigkeit außerhalb der Zeit im Sommer 6 Uhr vorm. bis 8 Uhr nachm., int Winter 7 Uhr vorm. bis 7 Uhr nachm. erhöhen sich die vorstehenden Sätze um 20 Prozent, mindestens aber um 10 Pfg. Tarifüberschreitungen seitens der Dienst- und Lohn- männer werden in Gemäßheit der § 148, Pos. 8 der deutschen Gewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. und im Falle des Unvermögens mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. Gießen, den 13. Juli 1904. Großherzogliches Nolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 30. Juli bis 6. August 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Goldduble- Brosche, 1 gold. Zwicker, 1 10 Markstück, 1 Kinderkleidchen; verloren: 5 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Packet mit 4 Einsätzen und 1 Taschentuch, 1 silbernes Zigarettenetui, 1 gelb. Armband, 1 silberne Rem.-Uhr Nr. 7120, 1 Mädchenstrohhut. Entlausen ist: 1 großer gesteckter Hühnerhund, 1 gelbe deutsche Dogge, 1 gestromte Bulldogge. Die Empfangsberechtigten der gesimdenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 6. August 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Der Krieg zwischen Japan und Rußland. Die Verluste bei den letzten Kämpfen. Aus Tokio wird amtlich gemeldet: Von der Armee, die Tomutscheng angriff, wird berichtet: Sie hatte in diesem Kampfe insgesamt 1 94 Tote und 660 Verwundete und begrub etwa 7 00 gefallene Russen mit den gebührenden militärischen Ehren. Sechs Feldgeschütze, viele Gewehre und Granaten, große Mengen Mehl, Gerste und Munition wurden erbeutet. — Kuroki berichtet, daß er in den Kämpfen bei Juschulintsu und Fngtsuling einen Verlust von 9 06 Mann und 40 Offizieren hatte. Die Russen verloren windestens 2000 Mann. 8 russische Offiziere und 149 M a nn wurden gefangen^ 2 Feldgeschütze, viele Gewehre und Granaten erbeutet. Nach Kurokis ausführlichiem Bericht erlitten die Russen während des Kampfes bei Juschulintsu am 31. Juli besonders schwere Verluste bei P.Yengling, fünf Meilen südöstlich von Juschulintsu. Die Japaner umgingen eine sich zurüchziehende mssischie Abteilung, die aus drei Regimentern Infanterie und vier 1' schütz i b st« nd, uwb richteten aus einer En < fer tin n g Von 200 bis 1000 Meter ein vernichtendes Feuer auf die ganze russische Linie. 9tacfy* mittags erschienen die Russen unter der Flagge des roten Kreuzes auf dem Kampfplatze, um ihre Verwundeten fortzuschaffen. Die Japaner ließet! dies zu und stellten währenddessen das Feuer ein. Die Preisgabe von tzaitschöna durch die Ruffen hat in Tokio sehr überrascht, da die Lage des Orten sehr günstige natürliche Verteidigungsstellen bietet und die russische Artillerie, wie amtliche japanische Berichte in Uebereinstimmung mit Zeitungsmeldungen aus dem Kuroki- schen Hauptquartier bestätigen, sich in den zuletzt vorher- gcgangenen Stümpfen sehr ausgezeichnet hatte. Sie bracküe den angreifenden Japanern so schwere Verluste bei, daß sie die der Ruffen weit überstiegen. Auch die russische Infanterie soll große Zähigkeit in der Verteidigung geschickt angelegter Schanzgräben entwickelt haben. Die Freude in Japan. Auf die Nachrichten von dem allgemeinen Rückgang der Nuffen und der Besetzung Haitschöngs und Niutschwangs durch die Japaner fanden hier patriotische Kundgebungen statt. In Tokio werden bereits für den Fall Port Arthurs große Vorbereitungen getroffen. Uetzer den Sturm auf Port Arthur. liegen ferne amtlichen Nachrichten vor. .Es verlautet, der Platz sei aufs Engste eingeschnürt, .eine große Anzahl Hügel am 28. Juli nach verlustreichem zweitägigem Kampfe in die Hände der Japaner gefallen. Fachleute, welche von der Halbinsel zurückkehren, erklärten, die japanischen Angriffe werden die Welt in @rftaunen setzen, wenn der Vorhang gelichtet werde. Ueber Tientsin kommen Meldungen von Eifersüchtelei en zwischen den japanischen Unterkommandanten vor Port Arthur. . Die den Norden der Festung belagernden Truppen stehen nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe, selbst die Mannes-,ucht lasse zu wünschen übrig. Tie Abwesenheit aller drei im Norden beschäftigten Obergenerale Kuroki, Oku und Nedzu mache sich empfindlich fühlbar. Der „Times" wird aus Tschifu gedrahtet, die japanische Stellung vor Port Arthur ist dem Feuer der russischen Forts ausgesetzt. Die Japaner müssen Vordringen oder ihre gegenwärtige Stellung räumen. Kuropatkius Stellung. Man ist vielfach fast ''allgemein der Ansicht, daß Knropatkin einer Schlacht bei Liaojang gar nicht ausweichen kann, da er die dort aufgehäusten Truppenmassen und Vorräte nicht so schnell nach Norden schaffen kann und von Kuroki festgehalten wird. Nach neueren Berechnungen hat Knropatkin bestenfalls 180000 Mann. Tie drei japanischen Armeen dürften zusammen 210000 bis 240000 Mann zählen. Die chinesische Grenze. Die chinesische Regierung . trifft alle Vorbereitungen gegen Verwickelungen, im Falle die Russen über den Liauho auf chinesisches Gebiet bringen sollten. Ter Vizekönig Buanschikai ließ allen Generalen mitteilen, daß sie nur zu . freundlichen Mitteln greifen und alle Feindseligkeiten vermeiden sollen. Tie Pforte dagegen soll sich mit der D u r ch f a h r t d e r Schiffe der russischen Freiwilligen Flotte einverstanden „erftärt haben, besteht aber auf einer schriftlichen Garantie-Erklärung, da sie eine mündliche Erklärung in Betreff der späteren Aufgabe dieser Schiffe nach der Durchfahrt durch die Dardanellen für ungenügend hält. Schutz russischer Häfen. Die russische Gesetzsammlung veröffentlicht für die Dauer des Krieges gültige Bestimmungen über den Schutz der Häfen Sweaborg, Wyborg, Kronstadt, Libau, Sewastopol, Offchakow und Datum, bevor sie in den Kriegszustand erklärt werdet:. Der Minister des Auswarttgen wurde beauftragt, diese Bestimmungen zur Kentttnis der fremden Regierungen zu bringen und diese davon zu verständigen, daß über ihre nach diesen ruffischen Häfen auslaufenden Kriegsschiffe die kaiserliche Regierung rechtzeitig zu benachrichtigen ist. Beschlagnahmungen. Der russische Hilfskreuzer „Don-Ural", der vor einigen Tagen die Ostsee verließ, kaperte drei Transportschiffe, wie .verlautet zwei schwedische und ein englisches. Diese .Schiffe sollen angeblich 5 Unterseeboote und sieben zerlegbare Torpedoboote an Bord haben. Der Korrespondent des „Journal de St. Petersbourg" in Wladiwostok teilt mit, daß der Führer und die Mannschaften des „Knigth Commander" Dienstag hier eingetroffen seien. Kapitän Jeffen erklärte, er habe das Schiff nicht fteigelaffen, um den Japanern die 4000 Tonnen Schienen, die der „Knigth Commander" an Bord hatte, nicht zukommen zu lasten. Er nehme die volle Verantwortung für diesen Konflikt auf sich. Zur Hinrichtung der Tochter eines Arztes, über die wir kurz berichteten, teilt der Petersburger Korrespondent des „Daily Telegraph" mit, daß sich unter den Büchern und religiösen Schriften, die unter der Aufsicht der Kaiserin im Winterpalast verpackt wurden, um den verwundeten Soldaten im fernen Osten als Lektüre zugesandt zu werden, revolutionäre Flugblätter befunden hätten, in denen die Soldaten zum Ungehorsam und zmu Widerstand gegen die Regierung ausgefordert wurden. Eine Tochter des Professors der Medizin, Mershejewski, wurde nach einer Haussuchung im Hause des Professors verhaftet und nach Schlüsselburg übergeführt. Der Verdacht, daß die Dame die revolutionären Flugblätter mit verpackt habe, soll sich als begründet erwiesen haben und die Dame ist, wie jetzt der Korrespondent deS genannten Blattes behauptet, zum Tode verurteilt und gehängt worden. Eine Bestätigung dieser Mitteilung bleibt noch'abzuwarten. Eine Wonarchcnvegegnung. Der König von Sachsen ist am 5. d. MtS. um 81/} Uhr morgens von Gastein ab gereist. Bei der Verabschiedung von den dortigen Honoratioren sagte der König zum Bürgermeister: Gastein hat mir sehr gefallen, mich auch gekräftigt, trotzdem war ich fortgesetzt von Asthma geplagt. Die Begegnung in Lend mit dem Kaiser von Oester- reich war äußerst herzlich. Kaiser Franz Josef war um 8 Uhr 55 Min. in Salzburg eingetroffen uub setzte dann eiire Reise nach Lend bei Gastein, wo die Begegnung mit dem König von Sachsen und der Prinzessin Mathilde von Sachsen erfolgte, fort. Beide Monarchen fuhren gemeinsam bis Salzburg fort, wo sie um 11 Uhr 30 Min. ankamen. Nachdem beide im EmpfangSsalon längere Zeit konferiert, reifte der König von Sachsen allein nach Dresden weiter, der Kaiser von Oesterreich nach Ischl. Bei der Verabschiedung küßten sich die Monarchen wiederhott. Die Abreise Kaiser Franz Josefs nach Ischl erfolgte nach 1 Uhr mittags. Der Kaiser verweilte mit dem König Georg von Sachsen bis zu dessen Abfahrt und besichtigte das Denk- mal der Kaiserin Elisabeth. Vor der Abreise des Kaisers Franz Josef nach Ischl kam es zu einem Zwischenfall, der anfangs Bestürzung erregte. Ein Mann durchbrach den Kordon, sank vor dem Kaiser auf die Knie und übergab ihm eine Bittschrift, die der Monarch auch annahm. Da der Bittsteller auf einem Fuße lahm ist, trug er einen starken Stock, weshalb man vorher andere Absichten vermutete. PMische Tagesschau. Der Vertrag mit Rußland. Neber den neuen deutsch-russischen Vertrag ist offiziös nur die Tatsache des Zustandekommens berichtet worden. Durch ein russisches Blatt, die „Nowoje Wremja", erhielt man erst Kenrtt- nis davon, daß der Vertrag auf die Dauer von zwölf Jahren abgeschlossen ist. .Nunmehr wird auch bei uns von amtlicher Stelle ein wenig .der Schleier des Geheimnisses gelüftet Von unterrichteter Seite verlautet das Folgende: „Es stehe fest, daß der Vertrag die Getreide-M'indestzölle enthalten wird. Ohne gewisse Opfer habe diese neue Grundlage natürlich nicht gewonnen werden können, und etwas ungünstiger at§ bisher roerbe die Industrie unter dem zukünftigen Regime immerhin gestellt sein. Aber man müsse im Auge behalten, daß auch ohne dje O^etreide-Mindeftzölle Rußland nicht geneigt gewesen wäre, unserer Industrie dieselben Zollsätze zu bewilligen, wie vor zehn Jahren. .Es sind seitdem energische Anstrengungen gemacht worden, auf russischem Boden eine eigene Industrie ins Leben zu rufen: diese bedürfe auf lange Zeit hinaus eines hohen Zoll- schutzes, und die russischen ■ Unterhändler seien zweifellos mit der festen Absicht in die Verhandlungen eingetreten, von dieser Schntzmauer nicht zuviel abtragen zu lassen. Vor allen Dingen habe die deutsche Industrie wieder die Sicherheit, auf eine Reihe von Jahren hinaus stabile Verhältnisse vor sich zu haben. Ein fester Vertrag, selbst mit einigen Opfern, fei immer noch hundertmal vorteilhafter als ein Zollkrieg." Tas Letztere ist gewiß richtig. Nur fragt sich, ob die Opfer, die zugestandenermaßen erforderlich waren, nicht zu milde charatterisiert sind durch die Aeußerung die deutsche Industrie werde immerhin etwas ungünstiger gestellt sein. Tie russische Industrie, die angeblich des hohen Schutzzolls bedarf, ist dabei nicht einmal nationaler Herkunft. Wir mitten, daß größtenteils französisches Geld und französische Arbeitskraft in dieser Industrie angelegt ist. In der Maien-Blüte des russisch-ftauzösischen Bündnisses wurden zahlreiche industrielle Betriebe in Rußland begründet und ihm alle mögliche Förderung von der Regierung versprochen. Trotzdem sind nur sehr wenige der Unternehmer auf den grünen Zweig gekommen. Auch ein erhöhter Schutzzoll ttntb daran wenig ändern. Deutsches Reich. Berlin, 5. Aug. Ter Kaiser nahm gestern mit einigen Herren des Gefolges das Frühstück beim deutschen Konsul Mohr in Bergen ein und erledigte nachmittags Regierungsgeschäf^. — Ter Ober Hofmeister der Kaiserin, Frhr. von Mirbach wird, wie der „Lok.-Auz." von einer ihm nahestehenden Persönlichkeit erfährt, ,zu der Affäre des Prinzen von Sayn Witgenstein sich öffentlich nicht äußern. Weiter teilt das genannte Blatt mit, daß die Standeserhöhung der Braut des Prinzen von ihrem Vater und dem Prinzen selbst beantragt worden sei, aber ohne jede n Z u s a m m c n h a n a mit dem Prozeß des Prinzen gegen seine Pfleger. .Tas Ansinnen sei an den Freiherrn v. Mirbach und den ehemaligen Reichskanzler, Fürsten von Hohenlohe, den Onkel des Prinzen, gestellt worden. Beide hatten aber nicht nur entschieden abgelehnt, die Standeserhöhung zu befürworten, ersterer habe sogar der Tarne dringend die Verbindung mit dem Prinzen widerraten. Kiel, 5. Aug. Der Aviso „B l i tz" schleppte daS durch eine Kollision mit dem „O din" schwerbeschädigte Tor pedoboot S 98 hier ein. Die Ueberfübrung, die von Lerwick aus, wo der Unfall geschah, .zehn Tage dauerte, war sehr schwierig. — Tie „Kieler Zeitung" meldet: Die hiesige Reederei Diedrichfen war bis heute mittag noch nicht unterrichtet. In welchem Hafen der Kapitän Ohlerich und die Besatzung des von dem Wladiwostok-Geschwader versenkten Dampfers „Tdea" gelandet worden ist. Man darf wohl amiehmen, daß die Leute sich in Wladiwostok befinden und daß die Depeschen Ohlerichs von der riiffiübcn Zensur zurückgehalten »verden. Dresden, 5. Aug. Aus Rücksicht auf den G e s u n d h e i t s- zustand des Königs unterbleiben an seinem Geburtstage a m 8. A u g u st die üblidfam militärischen Empfänge. Nur die beiden kommandierenden Generäle, ^onprinz Friedrich August und Graf Vitzlum von Eckstädt, werden empfangen. Liegnitz, 5. Aug. Rittergutsbesitzer Qnoos in Brockendorf, der 1873—75 und 1877—79 liberaler Landtags- und Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Liegnitz-Goldberg-Hav- non war, ist in der vergangenen Nacht gestorben. G l e i w i tz , 5. Ang. Ter Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Pleß-Rvbnik, .Sanitätsrat Tr. Moritz, ist in der ver gangenen Nacht in Pilck>owitz gestorben. M ü n chen , 5. Aug. Tie Kammer der Mgeordneteu nabiit bei der Beratung des Etats der direkten Steilem mit allen 98 der abgegebenen Stimmen in namentlicher Abstimmung den Antrag Pichler (Ztr.) an, daß alle pfälzischen Eisen' bahnen ihr bisheriges Stenerprivilegium ab 1. Januar 1905 verlieren sollen. W och ern , 5. Ang. Hier lyerrfdyt der Typh n s. Er ist irwhrsclieinlich von Lothringer Hüttenarbeitern eingeschleppt worden. Keer und Alotte. Chemnitz, 5. Aug. Zu den Kaisermanooern erfährt die ^Chemn. Allg. Ztg/, daß die Parade über das 9. Armeekorps am 5. September bei Luttop in der Nähe von Altona stattfindet. Die Kaiserin wird die Uniform der Pasewalker Kürassiere tragen und wird ihr Kürassierregiment Königin Nr. 2 dem Kaiser in dieser Uniform vorführen. Während der eigeütlichen Kaisermanöver vom 13. bis 15. September wird das Hauptquartier in Schiverin bezogen werden, wo auch der große Generalstab untergebracht wird. Zur Fahrt ins Manüvergelände wird der Kaiser die Eisimbahn sowie daL Automobil benutzen. Die m Lübeck ein* quartierten Gaste deL Kaisers und Anhang fahren per Sonderzug. An« diesen Anordnungen läßt sich ersehen, daß ich die Operationen im Küstenzuge der Neustädler Bucht zwffchcn den Endstatwneil Xiübecf und Wismar abspielen luertw* Verletzten Peulsch-SüdwcllafriKa. Minister deS Innern, sowie während dcS ganzen TageS von einer groben Menschenmenge besucht. — Ein schwerer Un neue Tarif Vereinbarungen. mm: tii. i- < . m u» .............. "AA •< 1 qqo X\:rt>tfr Masdinengi-n»ehrabteilung. geboren am 2b. yil . 213.10 . 200.75 . 219.00 . 138.10 . 207.70 als em Bedürfnis deS Verkehrs anzusehen sei, ferner mit» geteilt, daß eine handlichere Form deS FünfrnarkstückeS erwogen werde. Die Kammer hat sich gegen bjt Ausprägung von Dreimarkstücken, die als lästig anzusehen seien, erklärt. Von verschiedenen Seiten wird sogar der Wegfall deS Füns- IJlCl, Hin »lllllll VVVl'-* .’HUUI JlUllipi lll Ludwig Karl Heinrich Emil Meißinqer, Gisenbahn-StationSgebilie bahicr, mit Katharine Einig bicvfelbft. — 8. Hermann Philipp Ludwig HiSgen, Maler und Lackierer dahier, mit Karoline veil, Hierselbst. — 4. Adolf Karl Wilhelm Zimmermann, Lehrer dahier, m Aussicht gestellt hatte, wurden laut Beschluß der Gemeinde- Vertretung zu Steindorf diese Fundstücke für 250 Mk. an den Weglarer AeschichtSverein verkauft. Frankfurt a. M., 5. Aug. Heute Nacht starb plötz. sich infolge van Herzlähmung Geh. Medizinalrat Professor 7,r. Karl / eigert, Direktor deS hiesigen Dr. Senekenberg- schen pathologischen Institut». Allem Anscheine nach hat, so teilt die ,Frks. Ztg.^ noch mit, das Brandunglück in Ilsfeld noch einige Opfer ge- , holländischen und russischen . Es handelt sich um 200.62 218.75 138.12 208.00 312.62 mit Margarete Fasig in Sprendlingen. Eheschließungen. Am 30. Juli. Friedrich Pfcmnebecker, Postbote in WormS, mit Anna Petermann dahier. — 3. Aug. Karl Bnchem.^aintälS- tierarzt in Köln, mit Babette Hewel dahier. — 4 Jakob Ferdinand Wilhelm Cviegelberger, Kanfnmnn in Blitzbach, mit Hermine Philippine Käthchcn Atuina Balfer dahier. Geborene. Am 26. Juli. Dem Weißbinder imb Lackierer Friedrich Appel eine Tochter Erna Elifabethe. — Dom Laternenwärter Johann Konrad Will eie*. Sohn. — 30. Dem Gärtner Äuflult fordert. Ein älterer Mann namens Fritz Gemmrig wollte a»lS seiner brennenden Wohnting Wertsachen int Keller bergen. Bevor er das Freie erreichte, stürzte daS HauS zitsammcn imd begrub den Mann unter den Trümmern. Vermißt ivertan außerdem eine ältere Frau und die drei Kinder, die da« Feuer veriirsacht haben sollen. Die Zahl beträgt 20, bar unter eintge Die Unglückstätte würbe von tarn Dermifct>tee< * Trier, 5. Aug. Eine Familie in Altrich in der Eisel ist beim Feueranzüntan mit Petroleum verunglückt. Tte Frau starb, der Manu und ein Kind sind schlvcr verletzt. * Eisenach >5. Aug. Ein Eisenbahnunfall ereignete sich gefterti abend aus der Felda-Bahn zivisctan Kaltenordhe,m und Tennbach. ,Von dem um 6.40 Uhr von Kaltenordhetm abgehenden P e rso n e n z u g e e n t gl e i st e n kurz vor Zella die Maschine mit drei nachfolgenden Wagen. Von der Lokomotive sind drei Achsen gebrock>en. Tie im Zuge befindlick-en Passagiere wurden teils niehr ob?r weniger schwer verletzt Don Meinmgen ist ein Hilss ua nach der Unfallstelle abgegangen. Ter Verkehr Mtrifctan Kalteuordheim und Zella ist gestört. ♦ London, 5. Aug. Tie Hitze war hier gestern so groß, daß die Richter und Anwälte ihre Perrücken abnahmen «Achadet nichts!) und ohne diese das Urteil fällten, was seit Mensctangedmtcn nicht vorgekommen ist. Paris, 6. August. Gestern herrschte her wietanim große Hitze. Man zählte 33 Grad im Schatten. Es kamen 20 Fälle an Hitzschlag vor, von denen einige tödlich verliefen. Eltern, die sich von ihren Lieblingen nicht trennen wollten. 2 Stck. 00 -00 Pfg., Gänfeeier 00—OOM-, Enteneier 7—0 Psg., Käse In ihrer ganzen Größe aber zeigte sich die Not erst mit vr. Stck. 6-8 Pf., Kasematte 2Stck. 5-6 Psg. Erbsen pr. Liier 21 Pf^., Einbruch der Nacht. Man denke, 1200 Personen, wenn nicht gar noch mehr, obdachlos unter freiem Htmmel, ,^-2>0Mk., Gänse vr.Pfd.00-70Pfg., Ochsensieisch vr. Pfund Angst und Schrecken noch in den Gliedern. Wild durch- gO—80 Psg., Kuh-und Rindfleischpr.Pfund62—68Psg., Schweineeinander steht der HauSrat mitten in den Feldern, deren fleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund Stoppeln und Erträgnisse teilweise sogar verbrannt sind, N« Psg, Kalbfleisch vr. Psd.,68-76 Pt Wimb ,M, , . ri w . cn- i. v • < n x /a t 50—74 P a. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—8,00 Mk., Weißkraut per führerlos ist da» Vieh, von dem viel, namentlich Geflügel, w " Qenlner 0.00-0.00 SBlt, Zwiebeln pr. Zentner in den Flammen zu Grunde gegangen ist. Größer noch wird .00-10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 00 Markstücks für wünschenswert gehalten, da das Zweimarkstück als höchste Silbermünze vollkommen ausreiche. X Dutenhofen, 5. Aug. Heute nachmittag wurde..«. Vw......o**----.ö— ***«»•----, -----1 i,uv— lv,w -uu., ^...^/ *** **«.*•<« — hier durch Kreisschulinspektor Geibel in Gegenwart deS Schul-, I die Not erst werden, wenn am Tage sich der Htinger geltend bis 00 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00 — 00 Pfg. Kirchen- und GemeindevorstandeS und der Lehrer, der dritte.macht. Bäcker, Metzger und die Wirtschaften sind fast Kirschen per Pfd. 00 - 00 Pfg. Marktzeit 7—1 Uhr. Lhrer, Herr Wiegandt, au» der Provm, Hannover in sein sämtlich abgebrannt. Brot und Fleisch ist daher in btr ^^ng änbaU^ben TrÖckenh^it überall ^ttmnangei neoeö Amt eingeführt. Hauptsache nur auS den entfernten Nachbarorten erhältlich, eingetreten. Er war deshalb heute für Heu lebhafte Nachfrage. ^.Wetzlar, 5. Aug. Der im benachbarten Stein-. Auch an Kleidung wird sich bald Mangel einstellen, dazu Mau notierte: Heu: Mk., 2.70—3.20, Stroh: Mk. 1.V0—2.00 Alles dorfer Gemeindewald vor einiger Zeit bei der Anlage eines.kommen die Obdachsorgen, die Sorgen um das Gerettete und.per 50 Kilo. WeqeS gemachte historische Fund wird Eigentum deS.der Schmerz über daS Verlorene. Bis die Gluten deS Feuertz . Wetzlarer GeschichtSvereinS. Es handelt sich dabei um eine, sich abgekühlt haben, dauert c8 sicher einige Tage, erst dann, AvSsVg Böfl vkU ^itlUokSSMlSkttzlukl'U Itt WlfgfiL größere Anzahl metallener Ringe und Scheiben, teils kunstlos. wenn der abgebrannte Teil deS Orts wieder ohne Gefahr. Aufgebote. und etliche mit primitiver Verzierung gearbeitet, dann Bruch- betreten werden kann, wird sich die Größe deS Unglücks,! Amr»9. Juli. Friedrich Heinrich Schmoll^ Pfarrassistent da- stück« von kompakten Gußstücken, alle» nut starkem (Ebclroft bie Höhe brt Schaden«, ber jetzt schon zu mehr al« einer Id'", mit Anna Theobora Klara, Rump,, in Ockstadt. - I. Aus. überzogen. Nach dem Gutachten von mehreren Sach-.Million Mark geschäht wird, voll ermefien lasten. In- verständiqen handelt eS sich um Tchmuckgeqenstände aus der.zwischen aber tut schleunige Hilfe dringend not, möge sie sein älteren Bronzezeit, welche hier in einer .Maldschmiede* her- »on welcher Gestalt sie will, wenn sie nur gut ist und schnell gestellt wurden. Nachdem ein Freund des hiesigen Geschichts-. kommt. veremS die Mittel für den Ankauf detz Cteindorfer Fundes Kunst und Wissenschaft. Heidelberg, 5. Aug. Hier tagt vom 8. bis 13. August der dritte internationale Mathematiker» Kongreß, zu dem bis taute fckwn mehrere hund'rt Anmeldungen aus dem In- und Auslande eingelausen sind. In zwei gröberen allgemeinen Versammlungen >vertan von Mathematikern auS Paris, Londvn und Wien Verträge über mathTmatische fragen gehalten ivertan. , Außerdem werden in sechs Sektionen Probleme aller OVbtctc der mathematischen Wissenlclmft behandelt. Für den Kongreß, mit dem auch eine Ausstellung maltamatlscher Modelle und mathematischer Literatur verbuntan sein wird, sind ein Banken in der StadN? lle, eine Neelarsahrt nebst Schloßbeleuchtung <11. August- und Ausflüge m die Umgebung Heidelbergs in AuSsick-t genommen. An die allgemeine Schloßbeleuchtuna schließt sich am folgenden Abend (12. August- — u. W. zum erltenmale — eine Bel ud*tnng der Lstsejte des SchlosteS, d. h. der Rückseite deS Ctto Heinricl^tames und des Glockenturmes. Ernst v. Wo l zogen als Opern di re ktor. Herr v. Wolzogen febreibt Berliner Blättern: „Die Zeitimgsnachrick>teu über daS neue Opernunternehmen deS Herrn Direktors Gregor aus Elberfeld, für welches das neue Theater am Schisfbauerbamm erbaut ivertau soll, veranlassen mich schon jetzt, mit einer Mitteilung an die Oessentlickkeit zu treten, die ich sonst gern noch einige Zeit hinanSaeschvtan hätte. Man weiß, daß ich mich seit etwa zivet Jabren mit dem Plane trage, den heiteren Gattungen der dr<7matischcn Musil in Berlin eine eigene Pstegestätte zu bereiten. ES hat sich nun eine Gruppe von Kapitalisten gebildet, welche mir die nötigen Mittel zur Ausführung memer Idee ge* wähn, sodaß ich nunmehr in der Lage bin, oiS September 19 05 spätestens meine „Komische Oper" — fr soll das Unternehmen heißen — in einem für meine Zwecke tasonders geeigneten Hause in bester Lage zu eröffnen. Meine Bühne soll fast anSschlies'lick neue, im Hinblick auf den erstrebten neuen ntrl eigens verfaßte Werke zur Ausführung bringen. Sieben solctar Arbeiten liegen bereits fertig vor, zahlreiche andere sind im Entstehen begriffen." Frankfurt a. M., 5. Aug. Im Hauptbahnhofe finden der - . - t heute und während der nächsten Tage Konferenzen Feuerwehrmänner, «mtlid» nitb eei od>. Di(dlfn bcutjchcn, ' ' 1 V* l,x‘“ 1 in ÄÄÄK'Ä ©ifenbabnbiftrift«beamten statt. Aniverfitäts-Kachrichlen. München 5. Aug Ta- g oldene Do ktori ubiläu m feiert am 8. August der Altmeister der Lehre vom Stoffwechsel und der Ernäl-rnng, Olcheimrat Professor Dr. Karl von Voit, Vorfland deS phvsiologischen Instituts und ber physiologischen Sammlung des Staates in Mlmci)en, ordentliches Mitglied ber bavcrisckcn Akotamie tar Wissenschaften unb Sekretär der matta» matisch-pbvstkolisck,en Klasse bmeftan. Ter Gelehrte wirkt feit 1857 als akademischer Lehrer auf dem Schiffenberg bei Konzert, Xan* usw. in sJtxnia- XXrn ein Wotörförihe ^t'sAdfenbera fm "Lnnemc^nen aui <^u^d"dic "gtobr t’,cr Schläuchen in arbritSrridif rsttgkeil trat Eine bc- nH«, r~^fi^THrnnfime^nnafim fonbcrc Beruhigung im unsäglichen Leib gewährte es btnl Ceft. Strebu . A verzweifelten ^wvhnern, al« nach B Uhr Militär aus Deutzche Bank . I"^L2"CTt “9en besuch "nd «clwnen Verlauf des $e’iIbtonn ,iEaf, bas eine fut^e Stunde später Ber- T-mnstäbter Bank •• m .. wwirh«»« im M (vhn-1 RärTunq erfjicH und nun drei Kompagnien (3., 11. und 12.1 Bochumer Guß . Beim Jugendfest wurden tm Wald ob Verio-1' cy ipox nnrv winrfrr an brr 9Vrn-il parpcner Bergbau . . liier Bier verzapft, ohne das nicht unerhebliche Ciuuthim M ° Tendenz: Ruhig, des Derbrau in der Leibscheo Wirtschaft. ung des Mob!liarsund derl. schcucheit ü © ttaftbur« L E., 5. Aug. Ter Direktor der Kaiser!. Darmstadt, 5. Aug. Ter .Dcrrmst. Ztg.' zufolge bat T 0 niHinTe nein 'tot im ®cicin Tabannnnuiartnr ^nbann b a m m e r schlag .ist imJitter Bon Staatsm,mster Rotb- heute -men rnehrwächigen Erholung«. bfT 2anitiiterolo^/ brr fCfrt und die Ilmgegend En"h^b- B-Me^ cr^Ä' urlaub angetreten den »indern absnchten, um sie vor dem Nachtlager ^adolvaue« grvv Mainz, 5. Aug. DaS Großh. Ministerium deS Innern unter freiem Himmel fru bewahren, in einem Sonderz,ug Sicken 6. Aua. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt Hal die hiesige Handwerkskammer um em Gutachten I nach Heilbronn zu bringen, oft gegen den Widerspruch der Asteten: Butler pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg. darüber ersucht, ob die Ausprägung von Treimark stücken"^ in KrmS cloSlin Pommern^ .früher Jägertanaillon Nr. ereignete sich heute nachmittag kurz nach 5 Uhr in dem ist am 3. AuguN in Ctiofonbu am Tvpw.s gestorben. Wa® ÜOn Obernzenner, Zeil 5. Ein junger Verkäufer, ^^"EdÄLftika'' am^D»N«'erfta^seln, M.s eim dic«: der un P-rsonalaufzug allein in den Keller fuhr, wurde dort flnhw N > Cbtriommanbo« ist bi- Trahtant'm>rt ausgcsuiidcn. Er hatte einen Ecmckbruch erlitten, vermutlich Iner hngefliinium. taß Stabsarzt Franz gesund sei. baburch. baß er zu früh den Fahrstuhl verlaßen wollte. Die —-l ------ — - - gerichtliche Untersuchung ist im Gange. AuShlllD. Kleine Mitteilungen hu» Hessen unb den t ' „ . h,r Mr„ Nachbarstaaten Auf der Ncubaustrecke Eichen — Kopenhagen 5. Aug Zu dem> Artistlder.-»U"- lind ecken ber Bllbel-^Stockheimer Bahn wurden am Stil“ vom 2. August, in welchem gesagt Wttb, xane Arbeiter, die an einem Durchlaß ar- mark, Schweden undNorwc gen er ä rten ich 6 von Herabsturze,rdcn Erdmassen Der- für dauernd neutral inbem sirkich'M ,1’ul L04 ut'ct Tft cinc cin Italiener, blieb tot, der allere, durch einen ^rt^g aegenseitig verpftichteten in aHcn [ (n Heldenbergen, erlitt einen komplizierte,, Sein- Kriegen ihre Neutralität zu wahren, tmro mirgernir, vn» Dänemark einen Vertrag in der genannten Art - nickt abgeschlossen hat. Tic gesamten NeiitraMätS-1 AyoMcuct in 3 öfdb. Heftinnnungen, über welche sich die drei nordischen Reiche V> tz " k r s * im April 'geeinigt haben, hätten sich nur auf den Mr berichteten gestern schon, daß durch einen ftircht- russisch-iapa Nischen Krieg bezogen. baren Brand in Ilsfeld bei Heilbronn 18 ^3 oh n h h u f c r , Lausanne 5 Aug Ter „Lausanner Revue" zufolge d^ unb daS Rathaus abgebrannt feien. Alsfeld I ift die Antwort der russischen Regierung auf HeLqit 4918 Einwohner. Wir entnehmen über daS Unglück en standen garbenbeladene Ernteivagen, daS Vieh, sich dabei keine Schwierigkeiten ergeben. soweit e» gerettet war, stand ordnung-IoS in den Feldern. | — — ----- - --------- —Vieles aber war miwerbrannl, einzelne» aber auch so zu- 3 nc; -f nilh gerichtet snamentlich Schweine), daß man e» gleich abtun 9luul XuX> cullUe mußte. Weinend saßen die Kinder am Wege, manch junge Gießen, den 6. August 1904. Mutter, den nichtsahnenden schlummernden Säugling im - Pcrsonalicn. In ben 9hiheilanb vrrfttzt wurbc Arm, hüt-ts imd vvn ber Laßt dtzs UnMcks ge- ber ®af,nn>ärtrr m dcc ftcsi. Preuß E^nbakngsmewichoft, ^ann"mvftg im 'ftnnpfe mit bemm eerbecrenben Element " Von ber jweiten beffifdien Sammer ist > ^eit sieben Stunden schon wütete bet Branb! Zwei un« beute eine umf-ngtriche Drucksache zugegangen, w cinee Seifensieder« sollen ihn hin nach interefiante Ge gemi berste Nun g der RearerungSvorlage, hei-L uf)t nnd)ntittng8 verursacht haben unb dabei selbst in «esebenvours, die Landstande betreftend und t« »• bfnM jlammfn umg-kommcn sei, Nach anderer schlüsse der zweuen Sammer bteryt Der werden demnächst ^zort soll ein j u n g e S M ä d ch e n beim Sieben auf einem K ISpirituSkocher da» Feuer verschuldet haben: eine dritte » T ^romenabenronzert finbet morgen, -wrmtng ^^ Cnbli» fflbrt ibn auf zünbelnde Kinber in >§r m der Sichanlagc ^^°lgendemPr-gramm statt 3 ebener bes Hirschwirt« zurück Ans,er Wobn- L ^°vertvre .GagTtaftro" Wm' 2 Sa fe bleue ^argi«), cekonorniegebäuden sinb auch bir altebnvürbige Sieche, 3- am -rrwnnsee (^enerbcer^. ^^Eemawsch!u. ba8 <^arrfwu^ bn« RatbauS unb ein ältere« Schulbaus . " Th-a-er. unb -°albau. rtzvormittag vattberc9 nrufTe9 faft am Ausgang des Lrtes ftebl fanb eure «^urig bet engeren Tbeoter- unb ^aalbau Lorf)j (amt Schullelwerswobnung ein Raub ber THammen Sormnistton zur Dr-.ifung ber beiden emgegangenen Pro- „den Rechts und link» an ber van Stuttgart über "toertaa t ^Tie'^ita lieber 'Ter’*' $om^if ftw Karbach, Beilstein und Ilsfeld nach Heilbronn führenden > AröeitcrbewestUNg. besch 10 sftnTvorerst ^über den S der Sache nid)« zu $XVomeU r‘«n “fin riner^ite v7n "cnsattö nahezu r. M a i n., 5. August 75 Prozent der in der »et. uch - 000^10^ Bundesvereine be« Labn Meter kein Hau» mehr Besonders geisterhaft nahm ^Mer, ^cksm^'l und"rc'cn rommen^fn Tlontaq0 m Sl'u"- tn, V?' e„ ® V 6 ‘" ,C I ® U^nrL„”iJ U. fid) zu später Abendstunde die Kirche aus (tau b. Eme Pcrlamml.mq ber hiesige» Meiallarbei.er erhärte tal.^a»gerbunbe» ,£armonic , ,^<1^uerfdher Ok g8 bauerte immerbin geraume Zeit, ehe bie erfebnte ,lr(, fohbariftb mit ben Rollegen unb sagte finanzielle Untet- k W von auswärts kam, ehe hilfsbereite Nackidarn aus üntzung zu, geboten burcb Gesamtchöre und Eir.zelchäre. Ä ^L^che^u ^roe^rc u^r^mlftgen- handel uni) Pfikchr llulksiuirlfdjflft. •* Ter Kaufmännische Verein begeht morgen nä^fhm^turiben'^n Tie^Heil'- Berliner Vörfe vom 5. August 1904. auf tarn Schiffenberg bei Konzert, Tanz usw. in zwang- L biT fofott^nrit (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) irtttvr TOzucn • Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei ö btm jchweren Verlust unseres uiivergestlichen Töchterchens I iuib Schwesterchens, sowie für die reichen Blumeiifpenden ■ sagen herzlichen Dank Wilhelm (iiöpt in) grau. Gießen, den 6. August 190*. 04429 B Vermittelungsstelle für den 21n* und Berkaus von Zuchtvieh im Anschluß an die GeschLstSsteUe des landw. Vereins für die Provinz Oberheffen zu Alsfeld. Wir vermitteln den An- und Verkauf von Zuchttieren der uns angeschlossenen Zuchtvereine als: Simmentaler Herdbuchtiere (71 Vereine), Vogelsberger HerdbuchNere (22 Vereine), Kockshtre, bezw. Deutsche Edelschweine (7 Vereine), Saaner-Ziegen (9 Vereine). Listen über zum Verkauf gestellte Tiere werden auf Verlangen gratis zugesandt. Z. Zt. überwiegt die Nachfrage von Käufern die Angebote. D*/e 6768 Professor 3r. Walther Frauenarzt verreist ▼om 11. bif 28. August. vber 75,000 Im Gßbravch HOUBEN'S CJ GflSHEIZÖFEN , pvsseldorf1902 - GoId.Wedfliiie^YMyl v.silbeme StRfltsmedflillo { ßachener K i , Badeöfen M, J.G.HOVBEN SOHN CRRL, AACHENX rrospecte gratis- Vertreter an fast allen Plätzen A hjr*. ----— *■«£*" MagSeburger ’J-äjS.1«.£,'• Lebcns-Verficherungs-Gkjcüjitzast gewährt Jedermmm tebenLkLugltche (kiienSa-u-Ansallverttcheruva .ur emmal. Prämie v. 3 Mark für 1000 Mk.Bersicherunaslumme. Ausdehnung aur FLMPfschiffs-PnsakkverftcKcrung vOPf.sür je 1000 Äeneral-Agentur ließen- H. «rieb, (Äoethestrahe 46 hv”/. Automobil-Benzin billigst und stets zu haben bei [6797 Georg Wallenfels Markwla:. 21. Telephon 4tt. Empfehle mein reichhaltiges Loq,r alter Art Lurus« und Ge« schäfi4»«ge«, neue und ge- braucht«. Oeparaturea werden ichuell u. prompt auSgeiudrt. (6748 Etektrücher Betrieb! Butzbach. Gr. Grauer. Schirme werden schnell und dauerhaft repariert und überzöge« in dem^2chirmgefchäst von 6750 Heinrich Lack WUSe» SlArhftrab, 19 Darmstadt. Haushaltung«. und Kortbitvuugopeufiouat Zimmermann, hv”/ Zeitgemäpe Ausbildung. Beste Nef. Besteht seit 1878. Sudmissilm. Der Transport der Wasche von der chirurgischen und 91ugen-Klinik m bic Zentral- wajchanstalt für die Gr. Universitätskliniken und zurück soll auf dem öffentlichen Sub- missionöiveg vergeben werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verschlosien biß Freitag den 12. August er., mittags 12 Uhr, bet Gr. Verwaltung der neuen Kliniken emzusenden, wo auch die Bedingungen einzusehen sind. Gr. Verwaltungsdirektion der neuen Klmiken. b1,, Versteigerung. In gefl. Auftrage versteigere ich DicuStag dea 9. August, nachmittags 2'., Uhr, im .Saale des Herrn Bieker, Neustadt 55 dahter, wegen Aust lölung em« Lagers eine Partie Liköre, Obstweine, Uugarwciue, Jruchtsüfte, Puuschesienzen 04430 sowie ca. 100 2 Klasch. franz. Cognac gegen gleich bare Zahlung__________gez. Schneider. Verfteigernng. Mittwoch, 10. August d. 3., nachmittags 2 Nhr, versteigere ich Neustadt 55 dahter gegen Barzahlung: ca. 13000 Derbcmdbinden, 12 Rollen Leder-Treibriemen und 11 große Wasser- und Hochdruckschläuche. Die Versteigerung findet be stimmt statt. Roth, Äer.-Bollz.-Ltellvertreter, Niesten._________6773 Versteigerung. Moutag den 8. d. Mts., vormittags 11 Uhr, sollen da hier vier Ltämme Werkholz (Eichen uiid Bohlen geschnitten) versteigert werden. Zusammen- kunit der Steigliebhaber um ’/4ll Uhr auf meinem Büreau. 6778 Gießen, den 6. August 1904. Seipel, Gerichtsvollzieher. Jitnslaa öknll.ÄWjll.J., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meiner Arnts- ftube — Seltersweg 58 — folgende Goldsachcu: 3Herrenmedaillons, 5 Paar Dlanschetlenknöpfe, vier Broschen, 1 Armband, 4 Paar Ohrringe, 4 Paar Brustknöpfe und 2 Granatarmbänder. 6779 Versteigerung voraussichtlich bestimmt. (Vctfiler, Gerichtsvollzieher. Horcher — alkoholfreie Tnnlirn-Wriue edelste Marken Carl Jung, WeingutSbesiher, Loo'cäi i. Ülijtiiiflüu, älte|tp und grüßte HcUevei vergorener alkoholireier Trauben- Weine. the/e Versteigerung. Montag den 8. v. MtS., nachmittago 3 Nhr, sollen dahier Marktplatz 20, im Adler: 1. HanS- il Küchengeräte aller An, 2. eine größere Partie Schuhwaren, 3. eui Warenschrank, 6777 4. mehrere Nähmaschinen, 5. zwei HauSseaenbilder, 6. ein Pterd u. v. A. gegen bar versteigert werden. Giesten, den 6. August 1904. Seipel, Gerichtsvollzieher. Die Kauptgew. der Giessener Pferde-Lotterie sind 3 Einspänner Wert co. 2100 Mk^ 1200 Mk^ 1000 Mk. 7 Hauptgewinne je 1 Pferd oder Kohle», ferner 590 Gewinne, bestehend in landw. Maschinen und Geräten, pauShaltungSgegenständen. Ziehung S. September. Lose a 1 Mk Plakate kenntlichen Geschäften zu haben. (6766 Richard Buchacker General-Vertrieb Gießen. Reucnbäne 11. Taselbst 11 Lose für 10 Mk. Für Liste u. Porto 35 Pfg. mehr. Erntlstrilite genannt Garbeiibande, sowie Kokosfaserstricke empfiehlt 6601 Edgar Borrmann, Gisenhandlung. Grossümstädter Pferde-Lotterie soessssRNi. JUV Hauptgewinnen W Einspänner bestehend aus Wagen, Pferd und Geschirr 5MtaÄ»U5W 4«iito2"«.120ü ferner landw. Maschinen und Geräte usw. iisw. Gebende löeivinne iü erbe 11 auf Wunsch m.80% in barausbez. Loo nur 1 Mk., 11 Lose 10Mk.,Porlo u. Liste 20 Pfg. zu bezieheii von |hv% Wilhelm Ittmunu. HauptkoUekturderHest.» i hür. <5laatslolterie, und den Wledervertäufern. DiederverKLuser gesucht. Zlktziiz tetinnt ia 15.3rpl. 1904 Llerschiedoüco bemaniere w • Dalh inereeTziTeh fur wiiche u.Heuspuhl ■ \äurer&Wlrtz Stolberg. Rhld | •8®', 51artosselkörbe Pack „ Kutter „ 6705 Weife „ 6ri|tf Aosnehi. -lliigie Pitilt. L. Koblennann IV., B1-ichstrasse 12. 'M linpagttiiäpfl zu kaufen geiuchl. Nähere» m der (Z-xped. d. Zrg.% SO- 5*0000X4 ? hiM» fiik' * hl ' »■ •• M'M «rli TPlIsshhiuf An.- 2‘J, 30, 50 Mk. i J Mk. i - ■ xtilch. Enorm . , liste gnt. u. franko. < , _ Je Jent*roBch Ä Co. < > Berlin NWn sicmensstr.U'' ♦♦ _ -"tu.T üiad|jilit|iuiii)fH in allen gächern. 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Bew.u.,Veritas"Berlin ^'.89 erb. ^otrntwünschthäuSl.erz.junge 44t Darne,Verm.ca.l0o000 Mk. mit gebild. strebf. Herrn. Betv. auch ohne Berm. erf. 9laheres dltrch M. Brux, verlin 8.42. sl4, l Scnoritovogtl, hochgelb mit schwarzem Kopf, ist von (5afS Hettler entflogen. Dem Wiederbilnger eine Belohntuig. 04447] Einige Kanarienvögel entflogen. Wieoerbrmger Belohnung_______Sonnenstraste 18. Wtzknseß 1004. Lountag den 14. und Montag den 15. August Großes Preisschitsjen zionzert, Tanz u. VolkSbeluftigiinfi 3XT «iitrce 30 M. "W- Zum Ostend. Ä:6 Wroiic Lanzliiiiiik. Eintritt frei. 04449 Ludwig Abel, wrünbergerstr. 47.