Nr. 286 ••Utint täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mil dem Kefstfchen Landwirt die Gießener Familien. Hättet viermal in der Woche beigelegL KotattonSdruck u. Verlag der Brüh i'ichen Unwerf.-Buch-u. Stein» druckeret. 8t Lang«. Redaktton, <8rv*bUtoe und T'mrfrxtt: Lchvlfteahe ?. Eid re sie für Deoeichenr Anzeiger Gieße«. Ferner,chanIckUw Nr 51 Erstes Blatt. 154. Jahrgang Montag 5. Dezember 1904 M W W i ?/jk M V W Oeinfl»brtiet monatlich 75 oterteU jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Pof! M. 2.-Viertel- jährl. auöschl. Bestellg. Annahme von Anzeige, für dre TageSnummer bis vormUtagS 10 Uhr. ZeUenvreiS: lokal 12 Pf* auSwärtS 20 Pfg. Verantwortlich füi den poftt und allgem. Teil, P. Wittko: für »Stadt und Land^ und »Gerichtösaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Genera!-Anzeiger *jr Amis- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen anderes. Es war immer und überall lediglich der Schnaps (Wodka). Wo es gelang, die zu den Fahnen Einberufenen von diesem Anstifter allen Unfugs und aller Gewalttätigkeiten fern® zubalten, da gab es auch keinerlei Unordnung. ; Are heutige Anmmer umfaßt 12 Seiten. Der Krieg. Port Arthur Tokio, 4. Dez. Die Russen fahren fort, die Minen im Halen Port Arthurs zu entfernen, in der Absicht, den Weg für das Geschwader frei zu machen für den Augenblick, wo die Situation im Hafen für die Schiffe unhaltbar wird. Petersburg, 4. Dez. Wie in militärischen Kreisen versichert wird hat der Zar an General Stössel ein Telegramm grichtet, worin er ihn ersucht, Alles auszubieten, um Port Arthur bis zum Eintreffen der Baltischen Flotte, welche noch in diesem Monat dort erwartet wird, zu halten. Aus der Mandschurei Petersburg, 4. Dez. S s a ch a r o w meldet dem General- äab unterm 4. Dezember: In der Nacht zum 4. Dezember versuchte eine Abteilung der Japaner unsere Drahtverhaue vor dem Dorfe Linschinpu zu zerstören, wurde aber durch unser Gewehrfeuer vertrieben. Petersburg, 4. Dez. K u r o p a t k i n Meldet dem Kaiser unterm 3.Dez.: In der Nacht zum 3. Dezember überfielen japanische Kompagnien das Torf Utiasi am Hunho. Der Feind, wurde durch Gewehrfeuer zurückgeworfen. Auf unserer Seite wurden zwei Mann getötet und vier verwundet. Vor unserer Stellung sind viele tote und verwundete Japaner zurückgeblieben. Die Japaner lassen uns aber nicht diese Hinwegschaffen, sondern feuern auf die sich Nähernden. Aus dem Lagerleben. Petersburg, 4. Dez. Der Korrespondent eines russischen Blattes berichtet über einen Kampf zwischen japanischen Soldaten und chinesischen Bewohnern in der Ortschast Sakhotai in der Nähe von Liaujang. Die Japaner wollten junge Mädchen mit in ihr Lager schleppen, wobei ihnen die Einwohner Widerstand entgegensetzten. Acht Japaner wurden getötet, fünf Chinesen schwer verletzt. Ruffische Verstärkungen. Kopenhagen, 4. Dez. Ein russischer Hilfskreuzer passierte, nordwärts gehend, heute vormitag die Südspitze von Langeland. B r e st, 4. Dez. Der russische Torpedobootszerstörer „Pronzi- /elny" ist nach Vollendung seiner Ausbesserung heute nachmittag trotz der schweren See abgefahren; er wird die Fahrt beschleunigen, um das vorausgefahrene Ergänzungsgeschwader wieder em= zuholen. Tanger, 4. Dez. Die russischen Kreuzer „Drei" und „Jzum- rud" sind mit dem Hilfskreuzer „Ozean" hier eingelaufen. Petersburg, 4. Dez. Die Ausrüstung der Linienschiffe /tikolaus I., Alexander II., General Atraschin, Admiral Wsehacow, Admiral Suchaw ist soweit fortgeschritten, daß die Ausfahrt aus Libau erfolgen kann. Demnächst wird auch ein Teil der Schwarzen Meer-Flotte nach Ostasien abgehen, nachdem die Verhandlungen wegen der Durchfahrt durch die Dardanellen zwischen Rußland und der Pforte geregelt sind. Das japanische Budget. Tokio, 3. Dez. (Reuter.) Das Budget für 1905 wurde heute dem Parlament vorgelegt. Die Ausgaben werden darin mit 1000 Millionen Pen angegeben, von denen 7 8 0 Millionen auf das Kapitel der Ausgaben für den Krieg entfallen. Der Finanzminister erklärte, es seien nur 450 Mill, im kommenden Jahre durch Anleihen zu decken. Die Reservisten-Krawalle zit Rußland werden von der „Nowoje Wremja" nach den Erhebungen eines Herrn W. S. Kribelko wie folgt erklärt: Sie kamen mir in einer kleinen Minderzahl der Aushebungsbezirke vor. Leute, welche vorher die friedfertigsten Staatsbürger gewesen waren, zeigten plötzlich auf einige Stunden die Krallen und verwandelten sich gleich nach ihrer Einstellung in Mustersoldaten, welche als Helden sich schlagen und als Helden sterben werden. Sie hatten gewiß nicht mehr und nicht weniger Grund, sich über harte Be' Handlung, über wirkliche oder scheinbare Ungerechtigkeiten zu beklagen als die Mannschaften anderer Bezirke, in denen es ruhig zuging. Das auslösende Moment tumultuanscher Vorgänge in der Uebergangsperiode vom Bauer zum Soldaten war ein ganz Ausland. Rom, 4. Dez. Heute mittag fand int großen Festsaal des Quirinals die Taufe des Prinzen von Piemont, des italienischen Thronfolgers, statt. Patin waren Königin Margeritha, Ehr en Paten bezw. TaüfAeugen der Fürst von Montenegro, der deutsche Kaiser, vertreten durch den Prinzen Albrecht von Preußen und der König von England, vertreten durch den Prinzen von Eon- naught. Der Taufe wohnten ferner u. a. bei: Der König und die Königin, der Graf von Turin, der Herzog von Genua, Prinz Udine, die Fürstin und die Prinzessinnen Militza und Henia von Montenegro, der Herzog von Montenegro, der Herzog von Oporto, Prinz Viktor Napoleon, sämtliche,Minister, das diplomatische Korps und mehrere Parlamentsmitglieder. — Im Senat verlas heute der Präsident ein Schreiben des Reichskanzlers Grafen Bülow, in welchem derselbe namens des Kaisers Wilhelm dem Senat für seine bei der Enthüllung des Goethedenkmals in Rom kund gegebenen Gesinnungen seinen D an? ausspricht. Petersburg, 3. Dez. Der Minister des Innern empfing heute die von dem früheren Minister des Innern v. Plehwe aus dem Amte entfernten Twer scheu Semst- Wo-Abgeordneten und gab ihnen' die Erlaubnis zur Ein- berusimg einer Semstwo-Versammlung in Twer im Januar oder Februar. Binnen kürzester Zeit wird der Ansässigkeitsrayon für Juden erweitert und ihnen der Aufenthalt in weiteren 48 Orten gestaltet. Warschau, 4. Dez. Die Stadt soll in Belagerungszustand versetzt werden, um weiteren Exzessen und blutigen Ereignissen vorzubengen. Bei den letzten Ausschreibungen sind 10 Personen getötet und 38 verletzt worden. Von den Verletzten trugen die meisten schwere Schädigungen ihrer Gesundheit davon; einem Arbeiter wurde ein Ärm abgehauen. Moskau, 4. Dez. Die landwirtschaftliche Gesellschaft faßte einstimmig den Beschluß, um die Aushebung des im August 1881 erlassenen Gesetzes über Maßnahmen zur Wahrung der staatlichen Ordnung und öffentlichen Ruhe zu petitionieren, weil dasselbe den Boden für administrative Willkür schaffe und ein Haupthindernis für eine fruchtbringende Tätigkeit der Vereine sei. Anlaß zu diesem Beschluß bot die auf Anordnung des Ministers für Volksaufklärung erfolgte Entlassung des Laboranten der landwirtschaftlichen Chemie an der Moskauer Universität, Lewitzki, weil er als Mitglied der Revisionskommission der Landwirtschaftlichen Gesellschaft sich den Bestrebungen des Vorsitzenden, Fürsten Tschtscherbatow, widersetzt habe. Außerdem war der Sekretär der Gesellschaft, Schlikow aus Moskau, ausgewiesen worden, wohin er eben wieder zurückgekehrt ist. Die Versammlung beauftragte den Vizepräsidenten, bei dem Minister für Volksaufkläruyg um Wiederherstellung der verletzten Rechte Lewitzkis nachzusuchen. — Aus Anlaß des 40. Jahrestages der Justizreform versammelten sich gestern gegen 200 Rechtsanwälte, die in zahlreichen Reden die Notlvendigkeit von Staatsreformen betonten, welche erforderlich seien, damit das Gericht exakt ftmktioniere. Sie nahmen folgende Resolution an: Nur die Durchführung allgem ein staatlich er radikaler Reformen und die Schaffung einer Volksvertretung können eine normale Rechtspflege sichern. Poschewalski erbot sich, die Resolution zur Kenntnis des ^usttzmtnisters und des Ministers des Innern zu bringen^ — Die Ruhestörungen von Matrosen in Sell ast opol standen ohne Beziehung zum Kriege. Der Grund zu den Ausschreitungen war folgender: Rings um die Kasernen hatte sich eine kleine Niederlassung gebildet, wo, sich außer den von den Familien der Matrosen bewohnten! Häuschen fragwürdige Schenken und Stätten des Lasters befanden. Admiral Tschuchnin, der Kommandant der Schwarzmeerflotte, gab daher Befehl, diese Häuser zu zerstören und die Schenken §it schließen. Als die Polizei den Befehl des Admirals ausführen wollte, rotteten sich die Matrosen zusammen, lärmten und warfen, als ein Handgemenge entstand, einen Offizier, der gerade in eineimj Wagen vrobeikam, auf das Pflaster. Ms die bewaffnete! Macht eintraf, zog sich die Menge zurück. Washingtons. Dez. Der Jahresbericht des Murine- sekretärs empfiehlt die Bildung einer solchen! Flotte, daß keine Macht die Lust versp-üre^ sich mit ihr einzulassen. Er befürwortet ferner die Schaffung von zw ei Vize ad mir al stell en und weift dabei darauf hin, daß das Fehlen eines Vizeadmirals auf der ostasiatischen Station die Vereinigten Staaten zwingst^ die Führerschaft bei einem gemeinsamen Vorgehen im Falle einer eintretenden Krisis an eine solche Nation zu überlassen, die einen Vizeadmiral auf der Station habe. ------ ~ Aus §tßdt und Kand. Gießen, 5. Dezember 1904. ** Persona lien. S. K. H. der Großherzog haben dem Großh. Badischen Kommerzienrat und Vorsitzenden des Aufsichtsrats des Vereins chemischer Fabriken, Dr. Adolf Giernm zu Mannheim, das Ritterkreuz 1. Klasse deß Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Wagnermeister Ziegler, dem Maschinenmeister Seitz, dem Hofarbeiter Gayer, sämtlich zu Lampertheim und in Diensten der chemischen Fabrik Neuschloß, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. ** Die siebente ordentl. evangeliche Lande3- synode des Großherzogtums Hessen. S. K. H. der Großherzog haben den ordentlichen Profesior der Theologie l). Dr. Paul Drews zu Gießen, Seine Erl. den Herrn Grafen Ernst zu SolmS-Laubach zu Darmstadt, den Landgerichtsrat August Schmeckenbecher zu Gießen, den Geheimen Kommerzienrat Wilhelm Cornelius Frei Herrn von Heyl zu Herrnsheim zu Worms, den Pfarrer Ernst Widmann zu Darmstadt, den Pfarrer Ang. Hildebrand zu Echzell und den Kirchenrat Dekan Christian Grosch zu Kastel zu Mitgliedern der siebenten ordentlichen evangelischen Landessynode der Großherzogtums Hessen ernannt. ** Das Kronenbauersche Quartett beging am Samstag sein 28. Stiftungsfest im großen Saale des Neuen Saalbaues durch ein Konzert und darauf folgendes Essen. Wie stets hatte sich eine zahlreiche Zuhörerschaft eingefunden, die den Darbietungen des Quartetts, welches, unter Leopold Geller's zielbewußter Leitung nach dem Höchsten strebt, mit größtem Interesse lauschten. Ganz besonders ausgezeichnet wurde die mitwirkende Sängerin Frl. E. v. Munsterhjelm aus Helsingfors, deren ebenso nobler als temperamentvoller Vortrag, unterstützt durch glänzende Stimmittel, reichste Anerkennung fand. Herr Julius Hahn, ein junger, hiesiger Pianist, zeigte sich auch diesmal Die neue Aarmirädter Kunstausstellung. R, B. Darmstadt, 4. Dezember. Der unter Protektorat unseres Großherzogs stehende .Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" hat heute vormittag im Ernst Ludwigs-Haus aus der Mathildeii- höhe seine erste Wanderausstellung in feierlicher Weise eröffnet. Neben den Vorstandsmitgliedern und den Angehörigen der Kunstkommissionen von Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und Straßburg waren der Großherzog und eine größere Anzahl geladener Gäste erschienen, darunter der kommandierende General der 25. (hessischen) Division, Exzellenz v. Gall, der Stadtkommandant, Generalmajor v. Lynker, Obersthofmarschatl v. Westerweller, der Oberstkammerherr und der Oberststallmeister, Freiherr v. Riedesel zu Eisenbach, Geh. Kabinetsrat Röm Held, Staatsminister Rothe, Justizminister Dr. Dittmar, Finanzminister Gn auth, die Geheimräte B ra un und Dr. Breidert - Gießen, Ministerialrat Freiherr v. Bieg^leben, Provinzialdirektor Frhr. v. Gran cy, Oberbürgermeister Morne weg n, v. a. Nachdem die Festteilnehmer, so weit es der Raum gestattete, in dem reich mit Lorbeerbäumen und Palmen geschmückten Mittelsaal, in welchem auch die prächtige neue Aroneebüste des Großherzogs von Prof. Habich stand, Aufstellung genommen Hutten, bat der Präsident des Verbandes, Oberst ä, la suite Frhr. v. Heyl, Se. Königliche Hoheit, die Ausstellung eröffnen zu wollen. Der Groß Herzog hielt darauf folgende Ansprache: „Ter V e r b a u d der Kunstsreunde in den Ländern nm Rhein ()nt i m L a u i e d i e s e 8 I a hr e s fernen Ausba u voll en de t. (s-r hilbct jetzt eine Organisation, die fähig und gewillt ist, ihre Tätigkeit zur Förderung von Kun ft undK ünstlern in ben weiten Ländern nm Rhei n zu entfalten. Ter Verbany hat eS für angezeigt gehalten, nun mit feiner / r ft c n K unstausstell u n g hervorzutreten. Diese besteht aus einer kleinen, sorgiältig gewählten Sammlung von Kunstwerken, die dem ganzen V e r b a n d s g e b i e t entnommen s i n d. Sie solleil die Nheinlande durchziehen, um von dem Streben des Verbandes Zeugnis abzulegen und ihm neue Freunde zu werben. Möge dieser erste Schritt in die Oeffentlichkeit dem Verbände Glück bringen und der westdeutschen Kunst zur Ehre gereichen! Ich erkläre die er st e R h e i n i s ch e K u n ft* ausstellung für eröffnet!" Darauf nahm Regierungspräsident Dr. zur Nedden das Wort zu folgender Ansprache: Ew. König!. Hoheit wollen allergnädigst gestatten, daß ich namens des Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein ehrfurchtsvollsten Dank abstatte für die gnädigen Worte z it r Eröffnung unserer ersten Wanderausstellung, welche einer Anregung Ew' König!. Hoheit ihre Entstehung verdankt. Im Ernst Ludwigs-Hause die erste Ausstellung von Künstlern unseres VerbandsgebieteS 1 Auf der Matlüldenhöhe zu Darmstadt, die eine so bedeutungsvolle Erinnerungsstätte darftellt für Entnückelung und Geschichte der modernen deutschen Kunst! War es doch hier, wo wor drei Jahren ein „Dokument d e u t s ch e r K u n st" gezeigt wurde, aus dessen reich geschriebenen inhaltsvollen Blättern noch lange Meister und Jünger der bildenden und angewandten Künste Anregung und Belehrung schöpfen werden! War es doch hier, wo noch jüngst Ew. Königl. Hoheit aussprachen, wie „in dem Drange freien und neuen Gestaltens sich die der Gegenwart eigene Kultur schaffende Kraft offenbart l" Als Sammler und Wecker dieser Kraft will sich ja auch unser Verband in den Dienst höchster Kunst stellen und er ist stolz, glücklich, in feinem erhabenen Protektor einen so berufenen und begeisterten Führer auf feinem Wege verehren zu dürfen. — Gewiß tsts richtig, wenn Michel Angelo schreibt: „Die Kunst gehört keinem Lande an, sie stammt vom Himmel!" Aber wenn im harmonischen Aiosaik des schönheitsvollen Kunstbildes aller Völker und Zeiten denlsche Kunst, rheinische Kunst,besonders leuchtende Farben zeigt, so ist es unseres Verbandes gutes Recht und ernste Psiicht, in unseren rheinischen Landen Kunst von edelster Eigenart zu fördern und zu verliefen! Ew, König!. Hoheit wollen weiter allergnädigst genehmigen, daß an dieser Stelle als Widmung des Verbandes das von Sohn- Rethel gemalte Bild überreicht werde, dessen Annahme Ew. Kömgl. Hoheit bei unserer ersten hiesigen Tagung für Darmstadt in AuS- cht stellten. Und nun bitte ich die hier erschienene^ Mitglieder und Freunde unseres Verbandes, den Gefühlen treuester Verehrung und Hingabe, die uns für unseren hohen Protektor in tiefster Seele bewegen und erheben, mit mir begeisterten Ausdruck zu verleihen in dem Rufe: Se Königl.Hoheit Großherzog Ernst Ludwig. Er lebe hoch, hoch, hoch! Mit Begeisterung stimmten alle Festteilnehmer in diesen Ruf ein. Dann unternahm der Groß Herzog begleitet von Frhrn. v. Heyl und Dr. zur Nedden einen Rundgang durch die einzelnen Llusstellungsräume, in denen er besonders die hervorragenden Kunstwerke sehr eingehend besichtigte. Mit großem Wohlgefallen betrachtete er das ihm vom Verband gewidmete kleine Brustbild der Italienerin von Sohn- Rethel und die übrigen, im Hauptraum ausgestellten Gemälde von Prof. v. B ochm ann und De uß er-Düsseldorf, Prof. Schönleber, Thoma und Trübner in Karlsruhe, und Prof. Graf Kalkreuth in Stuttgart, Besonderes Interesse zeigte der Großherzog auch für ein großes Werk des jungen Düsseldorfer Malers Wilhelm Schmurr, das den Präsidenten Dr. zur Nedden im bequemen Lehnstuhl sitzend darstellt. Die Besichtigung der Ausstellung nahm eine volle Stunde in Anspruch. Der G^oßherzog ließ sich die einzelnen K ü n st l e r auch persönlich v o r st e l l e n und unterhielt sich mit vielen derselben in leutseligster Weise. Das Gesamtbild der neuen Kunstausstellung ist ein in jeder Hinsicht sehr gediegenes und interessantes, sie umfaßt 92 Oelgemälde und ca. 40 Aquarelle und Pastelle, Zeichnungen, Werke der Plastik, L u x u S g e g e n - stänhe 2C., die sämtlich von Künstlern aus den Verbandsländern stammen. Sehr geschmackvoll und künstlerich vollendet ist auch der von der Wittich'scheu Hosduchdruckerei ange* fertigte Katalog, mit reichem Ornamentschmuck von I. V. Cissarz und mit 12 nach Oviginalzeichnungen bekannter Künstlern hergestellten Illustrationen versehen. eine sollten. Eine Anzahl von Männern, betten es ernftiim darum zu tun ist, ban bas ganjc Projekt, vor allem auch der ^aalvau, zur Durchführung komme, wirb schon in den nächsten Tagen mit genauen, auch die Neutabilitätsfrage erörternden Darleg- ungrn an bie Ceffentlicbfeit treten. Wir bitten alle die, die geben wollen, diese Darlegungen abzuwarten und uir Geld nicht für ein Teilprojekt zu zeichnen. Wir luettben uns habet in erster Linie an die Bürger Gießens als die am meisten Beteilig- tat Wir wollen sie aufriifen, sich endlich bewußt zu werden, daß sie ein selw wichtiges Wort mitzusprechen haben. Merdmgs sollen si' sich dabei auch 'klar werden, daß es ihre Pflickst ist, sofern der Geldbeutel es irgend erlaubt, ihn bei dieser Gelegen- hcit zu öffnen und für ein der Allgemeinheit in so hohem Grude nützliches Werk auch 'wirklich Opfer zu bringen. Ohne solche fVirr geht es nicht ab und, mit Verlaub, soll es nicht abgehen. Sollen denn immer nur einige wenige Dochbegüterte der zahlende Teil fein9 Ist es für die Gießener Biirgerschast, bie doch auch in ihren sogen, mittleren Schickten wohlhabende Leute genug besitzt, besonders würdig, bei Seite zu stehen, und abzuwarten, ob das „Tischlein, deck' dick" nickt erscheint? Wenn ich Gießener Bürger wäre, ick würde nicht ruhen, bis mit löblicher Unterstützung natürlich auch aller andern Kreise, die es können und wollen, aus der Bürgerschaft heraus wenigstens soviel zusammen käme, ban ein Projekt finanziell gesichert wäre, das Ml en dienen will. Das ist aber nicht der Theaterbau allein und nickt der Bau etn-'s Konzertsaales, sondern nur der Saal - und Theaterbau. Krüger. Landkl und Verkehr. Volkswirtschaft. Begebung von deutschen Schatzscheinen. Eine .Herabsetzung des Diskonts der Deutschen Reichsbank ist in diesem ^abr wohl kaum mehr zu erwarten. Hingegen ist es möglich, das; darin ein Ausgleich gesucht wird, das; die Bank zur Begebung von Schatzscheinen am offenen Markte schreitet, es wird sogar mit einiger Sicherheit darauf gerechnet. Märkte. Arnold, welcher gemeinsam mit seinem noch flüchtigen Bruder Daniel im verflossenen Sonnner einen Arbeiter erstach, war erkrankt und hatte die hiesige Klinik aufgesucht, von wo aus uach seiner Genesung die Festnahme erfolgte. ** Der Mörder des Pfarrers Thoebes ist nocl) nicht festgenommen worden. Eine Darmstädter Meldung, der verfolgte Hudde sei in Reichelsheim erkannt wordenI und in der Richtung nach Fränkisch-Erumbach entflohen, ist, wie wir von der hiesigen Staatsanwaltschaft erfahren, falsch, und ebenso eine andere Nachricht aus Kirn (i. d. Rhein- vrovinz), die bereits die Verhaftung des Hudde meldete. -* Allgemeiner Staatseisenbahnverein. Der Verein feierte am Samstag, den 3. d. M., Großherzogs Geburtstag in den Räumen der Turnhalle des hiesigen Turnvereins unter sehr zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder. Der Vorsitzende des Vereins, Eisenbahnbauinspek- tor Schmidt, hielt die Festrede und brachte das Hoch auf Se. Königs. Hoheit den Großherzog aus. Hieran reihten sich in reizvoll wechselnder Aufeinanderfolge Gesänge ernsten und heiteren Inhalts, musikalische Vorträge, Deklamationen und Theateraufführungen, welche von Mitgliedern und Freunden des Vereins ausgeführt wurden. Reicher Beifall lohnte die Mitwirkenden. Zwischen diesen Vorträgen erfreuten Mitglieder der hiesigen Regimentskapelle durch ihr vorzügliches Spiel. Zum Schluß der Feier wurde getanzt. ** Erzbergbau in Oberhessen. Die Eisenstein- grnben Hoffnung bei Stockhausen, Luse & Ilsdorf bei Großeichen und Ilsdorf Vulkan bei Laubach gehören, wie wir im Anschluß an unfern kürzlichen Bericht über den Vortrag des Oberbergrats Ehelius mitteilen wollen, der Gewerkschaft Luse & Ilsdorf in Gießen, die Eisensteingruben Sophie bei Flensungen, Mücke bei Ilsdorf, Ernestine und Hedwig bei Niederohmen der Gewerkschaft Luise zu Essen. Oberbergrat Ehelius sagt über das Eisensteinvorkommen int Vogelsberg: Die Eisensteinspalten durchsetzen den Vogelsberg strahlenförmig von Norden uach Süden, von Osten nach Westen. Eine Hauptspalte, worauf sich die oben genannten Gruben | befinden, erstreckt sich von Niedecohmcn über Mücke, Stockhausen, Freienseen, Laubach bis nach Staden in der Wetterau. R. B. Darmstadt, 4. Dez. Der hessische Gemein- nützige Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten hat deut Begründer des Luftkurorts Hochwalds Hausen bei Ilbeshausen im hohen Vogelsberg, Direktor Berlitt in Bad-Orb für die Förderung der Bestrebungen, den hohen Vogelsberg deut Fremdenverkehr zu er* schließen durch sein neuzeitliches, in der baulichen Anlage und (tticftcHcr landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 6. Tezeinber 1904: Meist wolkig, auf den Hohen stürmisch, Regenschauer, später Abkühlung. Wnhercg dnrcb die Gießener Wetterkarte fo. Frankfurt a. M., 5. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. 9(ru") Amtliche.Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.00—18.00, Kurhessischer Mk. 18.00-00.00, La Plata Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.25-00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Franken- selber Mk. 18,00-18,75, Hafer Mk. 14.50-15.50, Mais Mk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 23.75 bis ' Mk. 24.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Noggenmehl 0 Mk. 22.00—23.75,1. Qualität Mk. 19.25—20.75, Weizenkleie Mk. 9.50 bi« Mk. 10.00, Roggenkleie Mk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried 9)?L 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 5. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Anttliche Notierungen der heutigen Viehmarkk- preise. Zum Verkaufe standett: 408 Ochsen, 169 auS Ccft- "bie I reich, 45 Bullen, 0 aus Oestreich, 716 Kühe, Fersen, Stiere und nlmc n^iterT^au bie (5leUc ber anöeifn gesetzt werden Rinder, 0 ans Oestreich, 247 Kälber, 300 Schafe und Hämmel, kann \cber kundige Dirigent" weiß, daß insbesondere bei Auf 1693 Schweine. 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Sckwslämmer. gezahlt stellu'ng ttnes Orchesters in der Diese bti Bülwe die verschiedenen I wurde siw 100 Psimd Schlachtgewicht: Ochsen l.Qualttat73-74 Mk., von der vorteilbastesten Seite: vorgeschrittene Technik und l l geschmackvoller Vortrag in seinem Soli, diskretes Zurück- i treten bei den Begleitungen. Beide .Künstler dankten durch Zugaben für den nicht enden wollenden Beifall. •• Kunstverein. Wie im Inseratenteil ersichtlich ist, chtdet die Verlosung der im lausenden Jahre angetansten Oelqetnälde, Aquarelle re. unter die Vereinsmitglieder am Samstag dem 17. Dezember in der Kunsthalle zu Darmstadt statt. Die Mitglieder des Vereins sind berechtigt, der Verlositng beizuwohnen. *♦ Allgemeine Wä hlcrversanrmlun g. Ter freisinnige intb der nationallrberale Ve»rci'n haben zu einer Erörterung der ^Gesetzesvorlage, bch*. das Wahlrecht zum Lan d t a g , aus heute, Montag, abends Si 2 Uhr zu einer allgem. Wählerversammlung im Neuen Saalbau eingeladen. Da der Landtagsabg. Justizrat Dr. Gutfleisch daS Referat übernommeit bat und zweifellos höchst wichtige und interessante Aufklärungen aus dieser Versammlung sich ergeben werden, ist deren Besuch allen Wählern dringend zu empfehlen. . ** Der kupferne Sonntag, wie der drittletzte I Sonntag vor dem WeihnachtSfest mit Bezug auf den Qfe* schäftSverkebr genannt wird, hat gestern in der Hauptgeschäftsstraße unserer Stadt, im SelterSweg, das bekannte Bild regen Verkehrs auch dieses Jahr wieder hervorgerufen. Die Läden waren zum erstenmale Sonntags über geöffnet. ** Eröffnung des Kaufhauses Fritz N o w a ck. Hand in Hand mit den Bemühungen, den Aufschwung unserer Stadt mit der Errichtung neuer und schöner Bauten für öffentliche Zwecke zu unterstützen, geht auch daS Bestreben der Gießener Geschäftswelt, auf der Höhe der Zeil zu bleiben. Am Samstag lvurdc der Neubau von Fritz Nowack, nun unser größtes Kaufhaus in Gießen, unter außerordentlicher Teilnahme deS Publikums den Besuchertt eröffnet Dieses neue Ausstattungsgeschäft, im Zentrum der Stadt und ihres Verkehrs gelegen, war am Samstag um 5 Uhr, als die Eröffnung stattfand. Gegenstand des Interesses einer zahllosen Menschenmenge, die, der Einladung des Inhabers folgend, zur Besichtigung teils die weiten Jnnenräume durchflutete, teils auf der Straße den imposanten Bau und seine bis in die höchste Etage hell erleuchteten, in Eisenkonstruktion gefaßten gewaltigen Glas-- schaufenster betrachtete. Der Andrang war so groß, daß zeitweilig der Eingang verschlossen werden mußte, obwohl die grosten Räume in den vier Etagen für die Passage kveiten Platz enthielten. Die Ausstellung der Geschäfts- artikel der Ausstattungsbranche, vom kleinsten Tüchlein und Baby-Hemdchen bis zu vollständigen, reich au^gestatteten Schlafzimmereinrichtungen, war sehr geschmackvoll und übersichtlich angeordnet worden. Der im ganzen Hause reichlich verwandte Pftanzenschmuck, der besonders auf der geräumigen Treppe im Lichtstrahl der bunten elektrischen Lampen ein hübsches Bild bot, war auf das Innere wie auf die Schaufensterauslagen zweckentsprechend verteilt worden. .Hübsche Bronzesiguren, Wachsmodelle und zusammenschließ- ßende Anordnungen, wie vollständige Taselgedecke, vervollständigten den Schmuck. Der elektrische Personenauszug, der den Verkehr zwischen den vier Etagen vermittelte, konnte während des ganzen Abends für das fahrlustige Publikun: | nicht genug in Tätigkeit gefetzt werden. Am Eröffnungstag । konzertierte oben in der dritten Etage die hiesige Militärkapelle unter Musikdirektor Krauße. Sehr übersichtlich ist die Geschäftseinteilung: im Parterre Wäsche, Weißwaren usw., in der ersten Etage eiserne Bettstellen, Bettwaren, Teppiche, Gardinen usw., in der zweiten Etage komplette Schlafzimmereinrichtungen, die zum Teil durch Hochstellung auf der Straße sichtbar sind, und in der höchsten Etage einfache Betten, lackierte Möbel, Federn imb Polsterartikel. Im Parterre ist u. a. auch ein hübscher Ruhcraum sirr das Personal und. zur Sicherung vor Feuersgefahr, in jeder Etage eine alsbald in Tätigkeit zu setzende. Feuerspritze. Auch während des gestrigen Sonntags herrschte um das Kaufhaus, das abends von großen elekttischen Bogenlampen erleuchtet war, großer Mensck>en andrang. ** Verhaftung. Ter von der Köniql. Staatsamvalt- ^hast Marburg wegen Todschlags verfolgte Johannes Arnold aus Allendorf wurde gestern hier verhaftet. InnenauSstatttlng rnustergiltigeS Gasthaus zum Oberwald, l Gruppen der Instrumente in einer vom Konzertsaal so verschie- sob und Mm« »SsäL* B8Ä Ä“ttrÄÄ« IS fc. Frankfurt a. M., 4. Dez. Dcr 48 lahnqe Dienst, stnnbcn He vom Tonsctzcr beabsichtigte Wirkung gänzlich zerstör! mann Michael Schröder hier hat gestern abend ferne werden kann. Bei großen Ehoraufführungen wird die. ganze 16jährige Tochter und dann sich erschossen. Klangwirkung total zerrissen, ba ein T<ül des Ehores auf einem Kleine Mitte-Inno en aus Hessen uttb den Vorbau Platz nehmen muß, während großeTeste des Orchesters ™ Yf n \ GX rnLrL ‘ „J.;! er«„ i // fr »eit in den Hintergrrind geschoben werdest müssen, daß jeber Nachbarstaaten. Der Gesangverein „Teutonia I Anhang fehlen muß." Ter Raum verbietet es, die wei- in Heuchelheim beabsichtigt, auS Anlaß seines bOiahrigen lerenAeßerungen de« Sckreib'-rs abzudrucken. der mit den Worten Bestehens eine größere Festlichkeit ztl veranstalten. Als Zeit- schließt' ,-Weitsichtige Kunstfreunde Ihrer Stadt sollten also vunkt ist der 2. Juli n. I§. in Aussicht genonnnen. — In mit allen Mitteln dahin streben daß Theater ^;nd Konzettsaal, » r > \ r •n.n auch vielleicht unter einem Dache vereint, un ubngen ganz Butzbach wurde bei der KreistagSwahl am vergangenen ^trennt errichtet werden." Freitag Bürgermeister Küchel gewählt. — In Helden- Meines Erachtens ist das alles nnwiderleglick richtig. 915er [bergen wurde in einer der letzten Nächte wieder in zwei ick verhehle mir nicht, daß'es des Eindruckes auf weitere Kreise Roham'unnen in einem Baubureau und in einem Maschinen- entbehren muß, so lange auch nur der S ckei n eines V e r d a ch t e s Jciiaunmgen, m einem -oauvureauunon bleib t, als wolle man in den beschränkten Verhältnissen unserer Hau8, emgebrochen. Im erlten Fall hatten es die Embrccher Mi^elstadt den Bau eines eigenen Saales für unsere wenigen offenbar auf die früher gewöhnlich in dein Baubureau auf- großen Konzerte anstreben, mögen sie auch der Mgemeinheit bewahrten Wochenlohngelder abgesehen, doch war die Firma als solcher zu gute kommen. Es ist ein Verfahren, das sich ber0!i!n?folLmfn^60°mufilen ('>5:'hi3'™aiei"beinar.nlia6ttlKn^mtwe 65elb m dem Bureau zu belasten^ abgekommen. So mußten nur Dheater fechtenden Gegner diesen Schein zu er- die Diebe mit leeren Händen abziehen. — Zu dem Selbst- decken wpsen. Daß wir einen würdigen Raum für unsere Kon- morb deS Oberleutnants Dietz in Mainz, wozu ein- -crte haben wollen, ist ftestich selbstverständlich. Aber es mag 6ÄÄS: mstzutesten, daß der Bedauern^verte an Verfolgul.g^n.ahnstnn I nu(fj h^r gehen, wenn's auch gewiß kein idealer Zustand gelitten und die Tat jedenfalls in diesem Zustande auSgesührt Wir aber wollen mehr. Wir erinnern uns daran, daß, als bat. — In Mainz erschoß in der Nacht von Samstag auf die Frage aufgerollt wurde, immer der Saal bau im Vorder- Sonntag berSagc^ner Bimmer^iitt feine getrennt »on U),n ^unbe Soniertc^ten.Jonbent »eU toxt siebende Ehefrau an der Tur einer Wirtschaft in der Löhr-Qverschiedensten öffentlichen und privaten ltraße, wo sie als Kellnerin ip Stelliing ivar. Als Grund Zwecke völlig entbehren. Und hieran sind alle unsere wird Eisersiicht angegeben. Der Täter mürbe sofort verhaftet, bürgerlichen Kreise beteiligt, ob sie nun musikalisch sind oder - »-------nicht. Wir erinnern mi5 auch 'daran, daß das Schüler iche Grund- <^nrodifrtrtf stück nicht für einen Thaeetrbau, sondern für einen Saalbau zur Verfügung gestellt worden ist. Es geschieht nicht im Interesse lFür den Inhalt der unter dieser Rubrik stehenden Artikel irgend einer Partei, wenn man im gegenwärtigen ^tadmm des übernimmt die Redaktion dem Pnbliknm gegenüber keinerlei Streites gerade aus diesen Punkt wieder nachdrücklich Die Aus- Verantwortung.) merksamkeit hinlenkt. Richtiastclluna und Warnung in Sachen dcü Saal- und Kein Mensch bestreitet, daß unsere Theaterverhaltnisie un- jitipttgncunng uno in haltbar sind. Mer es ist ein großes Unrecht und nur aus dem . m . .. .... ichon angeführten Grundsatz zu erklären, wenn eine kleine, aber Dre nächste Veranlassung zur Veroswntlichung der naMtel^n- , . rflÄgc Partei den Anfchein erweckt, als seien für das den perlen bietet mir der unter dem Projekt eines Theater- und Saalbaues die genügenden Mittel ber eaalbaufraae m der rvreitagni'mmer dieits Blattes ersck.enene anfznkwingen ja, geradezu die Behauptung aufstellt, es Drr Verfasser _bieie-3 üirtifrl >u»! ber crrreuM)« M Leüte d.- nur für ein Theater zu zahlen bereit seien, und - C1I) ün ' darum den Saalbau, um den es sick stets in erster Linie gehandelt hat und der auch allein für alle Kreise Bedeutung hat, gänzlich Man rechnet im Stillen damit, daß, wenn nur erst einmal das Theater gesichert Jet, es einem Privatunternehmer gelingen werde, auch dem Saalbau zum Leben zu verhelscn. Aber ein Privatunternehmer, und wäre er der beste und anständigste, ist immer ein Geschäftsmann, der seinen Vorteil allem anderen vorgehen lassen muß. Er wird uns nie das leisten können und wollen, was wir, was alle Bürger verlangen Arttkel. ‘ Tatsache, daß in deii Staatshaushalts für 1905 eine Summe für die Errichtung einer größeren Univerptät^nila em gestellt werden soll, abzuleiten, daß mit einem solchen Saal । , ~ laffcn will die Saalbciuftage überhaupt gelöst sei und wir demnach nur no^ Vk ^„ntVf vor der Lösung ber Tlreaterfraqe stünden. Diese Auffassung ist unrichtig. Allerdings liest man^in der Begründung der neuen Position im .Hai'ptvoranscklag der Staatseinnahmen und -Ausgaben u. a., daß „die neue Aula aus- reickwnden Raum bieten wird, um auch für eine Reihe vornehmer Veranstaltungen der Allgemeinheit dienstbar gemacht zu werden, wie für Vettammlungen gelehrter und gemeinnütziger Gesell- jchasten, allgemein bildende Vorttäge, ernste musikalische Veranstaltungen u. a. in. Die lsteraus erfüllende Miete würde wohl ausreichend sein, um die Kosten der Unterhaltung des Raumes sowohl nach der baulichen Seite, wie auch iiack bet* ieiiigcr. der inneren Einrichtung zu decken". Diesen Satz^ ab* zuschwäcken, habe ich um so weniger VeranlMsung, als ich selbst I an den Verhandlungen über die Errichtung der neuen Aula von Anfang bis zu Ende lebhaften Anteil genommen nnd auch die in dem zitierten Satze angeführte Begründung mit voller Ueberzeugung vertreten habe. Niemals ist aber bei diesen Verhandlungen daran gedacht worden, daß die neue Aula sich zum Ersatz des großen Saales, den wir aus £cn verschiedensten Gründen so nötig haben, eignen möchte. Schon ein Blick auf die Raumverhältnisse zeigt die Unmöglichkeit eines solchen Gedankens. Der neue Raum soll 24 Meter lang nnd 14 Meter breit werden. Er kann nach der höchsten Schätzung im Saale 490, auf der ganz be|Ci^eiben gedachten Galerie 146 Pettonen aufnehmen. ! Größere Konzerte können, wie man ohne weiteres sieht, hier । nicht abgehalten werden. Ich brauche nur daran zu erinnern, daß bei unseren Elwrkonzerten die Zahl der Mitwirkend^n zwmnen •200 und 250 beträgt. In den Orchesterkonzerten wird freilich ein viel geringerer Raum für die Mitwirkenden in Anspruch genommen. Dennoch aber würden, sich die Verhältnisse zwar gegenüber dem Klnbsaal etwas bessern, gegenüber ber 4mrm Halle aber erheblich zurückbleiben. Nun ftreben wir für innere großen Konzerte schon dcslxilb einen größeren Raum an, weil wir unseren Ehrgeiz darin setzen, diese Konzerte nicht nur | den obei'en Zehntausend, sondern auch den weniger Bemit- -£(inbwitfftfidfL feiten zugänglich zu machen. Dabei denke ick nicht an die . , A . Mestern fand im Restaurant Schulte &• fnen Vs eine m über 100 Landeten aus den Freuen M^bur^und Antrittsacld fetzt nicht abgeslnst werden kann, lpci( ber 9iamn ‘ *r D6crälDt'(yrc1i hielt einen Ä Ä neue ?ür^rch^^ L;^^-rLna, in dem er besonder, die Breitung noch für Chorkonzerte irgendwie ausreicknrnden Raum bieten 0^ wg. altolwNnnn imi cro r . ___ bieten würde. Daß sie für diese Zwecke gar nicht gedacht ist a (fi t i (fi t (? U, beweist endlich das gänzliche Fehlen von Rebenraumen. Selbst 11 CD 11 w 1 * die Garderoben müssen mi- Rücksicht auf den verfügbaren Raum C'vanaellsche Gemeinde. aufs Notwendigste beschränkt werden und werden gegenüber dcncn Montag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr: Bivetnunoe des Gesellschaftsvereines keinenfalls eine Verbesserung aufzeigen nu Konsirmandensaale ber I 0 hanneskir ch e können. Psarrassistent Schulz. Ist es ausgeschlossen, die größeren Konzerte ------ ( . . in der künftigen Aula abzuhalten so i)t es natürlich an sich n idyt Die Mitglied e r un s ere r G emeinv en litt en mir, unmöglich, sie im künstig en Theater ftattiinben su un§ aud) für bie foinmcnbeu1®'e 1b n acb lassen. In einer ganzen Reihe von Städten werben die Konzerte Armen und Kranken freunbhebe tatsächlich im Theater gehalten. Zumal in mittleren Städten ist Die Unterzeichneten unb alle anderen MttgUeder öei das aber notorisch nur ein Notbehelf. Oder glaubt man, daß Bü- Vorstände nehmen gern solche ®abe an , auct) ourci) ote uememöe low und Steinbach die Meiniu-ger Konzette mit Vorliebe im schwestern können sie übermittelt . Theater dirigiert haben? Man hat eben in Meinmgen keinen ülnnieldnngen zum Empfang emer ^yriitve^cheernng finv oa» anderen Raum, unb ber Herzog legt auch Wert darauf, ,,seine" gegen nicht erwünscht. Euler Schwabe Kapelle in „seinem" Theater spielen zu lassen. Es bedurfte zum Dr. Naumann. 0. cl. louei-. i.uin. cdin at_e-_. mindesten einer Umfrage bei den betreffenden Dirigenten, um fcstzustellen, wie sie mit den Ergebnissen ber Klangwirkung un ! Theater zufrieden sind. Statt dessen heute nur zwei AeuUr-! ungen hervorragender Sachverständiger. Ter Redakteur der Allg. Musikztg., Herr Otto Leßmann, schreibt unter dem 2. Dezember: „Ich stehe selbstverständlich durchaus auf dem Standpunkte, für Konzerte einen Saal, nicht das Theater das fast jedes Orchester in Kon zetten zur Verzweiflung bringt, zu empfehlen. Gleichviel ob ber Bühnenraum oben unb an den Seiten offen ober geschlossen ist, der Klang ist stets dumpf und stumpf". Herr Karl Kipke, Redakteur des Musikal. Wochenblattes, schreibt unter dem 29. November: „Soll ber bramatischen Kunst eine Stätte bereitet und doch das Konzertwesen nicht in's Hintertreffen gedrängt werden, so sollte man sich in den interessierten Kreisen Ihrer Stadt auch mit dem Gedanken vertraut machen, daß me beiden Arten ber Kunstvflege auch nur in ihren Sonberbebürfniffen angepassten Räumlichkeiten fick wirkliche gedeihlich entfalten können. Kirche, Kc^zertsaal und Theater lassen sick nicht ohne erhebliche Nachteile miteinander verquicken. Jebenfalls ist von einer grnno- I sätzlichen Verlegung der Konzerte ins Theater entschieden cibzu- raten. Gewiß, Konzette in Theatern sind feine Seltenheit. Bel I näherem Zusehen aber findet man fast in allen solchen Fällen, I baß rein äußerliche Gründe obwalten: entweder mau hat fernen I genügenden Konzertraum zur Verfügung, oder es gilt Raum und I künstlerische Kräfte an theaierfreien Tagen geschäftlich auszunützen (siehe Frankfurter Oper!!). Tie Klagen über die klanglichen I Ergebnisse solcher Aufführungen sind dagegen an der Tagesordnung. Jeder in atustisckeu Fragen einigermaßen bewanderte Baumeister weiß und jeder halbwegs erfahrene Musiker bestätigt, baß bi' Akustik einer Kirche, eines normalen Konzerttaales und Teie^omscheB* Kursbericht -Anl. 41/,% äussere Argentiner Tendenz: behauptet. Hess.- Thüring. Staats - Lotterie, 8652 zum Planpreis empfiehlt Philipp Weiler, Markt 1 Seltersweg 67. | Hoiographisihe Apparate und Inbshore 8080 VGGGGOGOOGOGOGGOGOGG Itoawad Bramm 18 Marktplatz 18 Marktplatz 18 18 8691 | 8 -■■ ■■ * . 101.90 100.30 . 100.00 . 104.60 . 64.20 . 63.25 130.20 48.50 der die Täglich geöffnet von 10V, dis 4 Uhr. 40/ Italien. Rente 4V2% Portugieser ‘<0/ Portugiesen. . 1% C. Türken Türkenlose . . . 4% Grieoh. Monopol 4% Oesterr. Goldrente 4V6% Oestorr. Silberrento 4% Ungar. 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Qual. 54—56 Pfg.,' 3. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. Qual. 58—59 Pfg., Lebendgew. 46 Pfg., 2. Qual. 57-00 Pfg., Lebendgewicht 45—00 Pfg., 3. Qual. 50—52 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Klein-- vieh mittelmäßig, kein Ueberstand. folgendes Antwort-Telegramm eingelaufen: Dem badischen Automobilklub besten Dank für Glückwunsch. Ernst Ludwig. Newyork, 5. Dez. Bei einem Brücken-Einsturz nahe bei Holden am Missouri fiel ein Personenzug der Missouri*Pacificbahn 20 Fuß tief in einen ausgetrockneten Bach. 150 Personen wurden größtenteils schwerverletzt. zu Original-Fabrikpreisen. Dunkelkammer zur freien Benutzung. — Katalog gratis. PapitthsMilNß Hembach Noll Telephon 292. MäuSburg 7. Kunstverem für das Grosslierzogtum Hessen. Drtsgewerkeverein Monats - Versammlung Mittwoch den 7. Dezember, abends sy2 Uhr, in der Restauration Fcidel. ,5/19 Der Vorstand. . . 101.60 . . 89.95 . . 101.40 . . 89.94 . . 99.90 Tie Russen feuern aus ihren nordwestlichen Batterien nmrntev-s brachen auf den 203 Meter-Hügel. — „Morning Postk^ melbetj Tie Russen machten Schanghai zu einenr' vollständigen Depot für ihren Armee- und Flottenbedarf. Gin deutscher Lieferant erhielt Auftrag auf mehrere Millionen Pfund" Fleisch. Große Kohlenlager sind für russische Rechnung angelegt worden. Ein englischer Blockadebrecher unterhält lebhaften Verkehr mit den hier internierten russischen Seeoffizieren. Tie Set-' letzung der Neutralität erregt großen Unwillen. Die japanische Regierung hat infolge der Trunkenheit und des unordentlichen Verhaltens der russischen Seeleute die chinesischen Behörden zu einer schärferen Bewachung derselben aufgefordert, da in Ächan»- hai 2000 Javaner leben. . 33.20 . 92.10 . 126.00 . 109 60 . 213 M . 193.70- . 144.70 . 159.50 . 165.40 . 140.30 . 18.00 . 194.50 . 261.00 . 234.80 . 216.70 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott gefallen hat, meine treue Gattin, unsere unvergeßliche, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fr« Marie Günther, geb. Nil» nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Grünbergerstraße 18), Frankfurt, Straßburg, Laubach, den 5. Dezember 1904. Bise Ves’losamg im laufenden Jahre angekauften Kunstgegenstände unter Vereinsmitglieder findet Samstag den 17. Dezember l. Js. Telephon 249. Gießen. Stets grösste Auswahl in den Modernsten Herren-Hüten Neidonhiite (Jhapeaux claqucN — - Mützen aller Art == Knaben- und Kindcrhiitc । »■--- -- . -) ""■■■ Neueste Meldungen. Bonn, 5. Dez. Mehrere Einbrecher scheinen es auf die Bahnhöfe der Nebenbahnen abgesehen zu haben. Nachdem Einbrüche in den Bahnhöfen zu Nheinbach, Meckenheim und Neuenahr ausgeführt wurden, statteten Diebe den Bahnhöfen in Walporzheim und Ahrweiler einen Besuch ab. In letzterem scheinen sie gestört worden zu sein; in Walporzheim drückten die Diebe mehrere Fenster ein und stiegen dann ein. Nachdem sie die Marmorbuffetplatte zertrümmert hatten, gelangten sie an die Geldschublade, die aber nur wenig Geld enthielt. Auch Zigarren und Getränke wurden entwendet. Die Stationskasse hatte der Stationsbeamte auf seinem Schlafzimmer; seine rote Dienstmütze wurde zerschnitten aus Aerger über die viele Arbeit mit wenig Erfolg. Karlsruhe, 3. Dez. Der Badische Automobilklub sandte an den Großherzog von Hessen anläßlich dessen Geburtstages ein Telegramm, in welchem dem Großherzog für seine tatkräftige Förderung der Interessen des Autosports der Dank ausgesprochen wurde. Daraufhin ist Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma „Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwcrke vormals Ferme" zu Ließen eingetragen: Gegenstand des Unternehmens ist a) die Ausbeutung der in den Gemarkungen Gießen, Großenlinden, Leihgestern, Schiffenberg, Herrnwald, Klein-Linden, Heuchelheim, Allendorf a. Lahn und Lützellinden belegenen, der Gewerkschaft gehörigen Bergwerksberechtigungen nebst allen Immobilien, Mobilien und Anlagen; b) die Mutungen und der Erwerb, sowie der Betrieb und die Verwertung anderer Bergwerke, ferner die Beteiligung an anderen Montanunternehmungen, insbesondere durch Erwerb von Kuxen, Aktien und Obligationen; c) die Herstellung von Anlagen und der Betrieb von Unternehmungen, welche die Ausbeutung der zu a und b bezeichneten Bergwerks- oder sonstigen Montanunternehmungen und die Verwertung ihrer Erzeugnisse bezwecken, sowie die Beteiligung bei solchen Anlagen oder Unternehmungen; d) die Benutzung und Verlvertung der selbstgewonnenen Bergwerkserzeugnisse in rohem oder verfeinerten, oder sonst veränderten Zustande und der Handel mit derartigen Bergwerkserzeugnissen, sowie die Beteiligung an Unternehmungen, welche eine solche Benutzung oder Verwertung bezwecken; e) die Veranstaltung und der Betrieb von Wohlfahrtsunternehmungen zwecks Förderung des Wohls der Arbeiter oder sonstiger Angestellter der Gewerkschaft, sowie die Beteiligung an derartigen Wohlfahrtsunternehmungen. Der Vorstand besteht aus: a) Rechtsanwalt Grünewald m Gießen als Vorsitzenden, b) Heinrich Ref, Kaufmann in Frankfurt a. M., c) Anton Josef Eschb-mm, Fabrikbesttzer m Bonn, (1) Louis David, Bankier in Bonn, e) Gustav Hoffmann, Direktor in Eschweilerpumpe. An Stelle des früheren Statuts ist durch die Gewerkenversammlung vom 19. Marz 1904 ein neues beschlossen worden, das von der Großh. Oberen Bergbehörde in Darmstadt unterm 14. März 1904 genehmigt wurde, dessen Inhalt aus der beim Negütergericht eingereichten Urkunde ersichtlich ist. Zur Vertretung der Gewerkschaft ist der Griibenvorstand, zur Vertretung vor Gericht und anderen Behörden der Vorsitzende allein befugt. Zur Eingehung von Wechselverbindlichkeiten ist die Vertretung durch zwei Mitglieder des Grubenvorstandes erforderlich. In Fällen, m denen nach Gesetz oder der Satzung die Gewerkenversammlung zuständig ist, bedarf der Vorstand zur Vertretung der Gewerkschaft eines entsprechenden Beschlusses. Gießen, am 11. November 1904. 8697 (V>rofi6pr->.nH K-hpfi ’WtHfrtrirridit Erstes Gießener 5argmaga;in empfiehlt seine tauuen-lackierte, eichen-Polierte, Metall«, Transport- und Kindersärge zn billigsten Preisen. 8386 Georg Schmitt, .AKlisgllsse 27, Ecke Bahnhofstraße. Der $trm Kerndimn junger Mich» ladet Stützen, Luden- und Kinderfräulein zu einem Thee-Abend auf Sonntag den 11. Dezember freundlichst ein. Anfang V28 Uhr. Ende 10 Uhr. Vereinszimmer: Kaiferhof, Sonnenstraße, L St^ck. Eingang durch den Hot. 8699 Bom Kriege. London, 5. Dez. Tem „Standard" wird aus Peterskmrg gemeldet: Der amerikanische Schiffsmakler Charles Flint ist am letzten Dienstag in Moskau ?mgetroffen, von wo er am Mittwoch über Warschau und Sofia nach Konstantinopel weiterreiste. Es verlautet, daß er der Träger eines Checks in Höhe von 7 Mill. Pfd. Sterl. auf Rothschild sei. Diese Summe stelle den Wert der argentinischen und der chilenischen Kriegsschiffe dar, wegen deren Ankauf Rußland in Unterhandlung stehe. Der Besuch Flint's in Konstantinopel soll auch zum Zwecke haben, für diese Schiffe die Ermächtigung zu erlangen, daß sie die russische Flagge zeige« dürfen. — Der „Standard" meldet aus Odessa vom 4. d. M.: Amtliche Blätter in Südrußland verbreiten die Nachrichten, Admiral Togo beabsichtige die baltische Flotte anzugreifen, bevor diese das Gelbe Meer erreiche. Lldmiral Uriu hat Befehl erhalten, mit einem aus schnellen Kreuzern und Zerstörern zusammengesetzten fliegenden Geschwader die Kohlentransporte zu beunruhigen, abzuschneiden und zu versenken. Lo.ndon 5. Dez. „Daily Telearaph" meldet aus Tschifu vom 3. d. M.: Den Japanern ist es gelungen, schwere Geschütze auf den 203 Meter-Hü gel oder auf eine Anhöhe westlich von Jtsuschan in Stellung zu bringen. Die Russen halten den 203 Meter-Hügel ununterbrochen unter Feuer. — „Daily Telegraph" meldet aus Schanghai: Die Japaner besetzten einen Hügel 300 Meter südlich 'vom 203 Meter - H ügel. Der nächste öffentliche Vortraq Wen Ksn und die 8eschchchrsld«z von Herrn Prof. vr. Krüger, Gießen findet entgegen früherer Bekanntmachung Donnerstag, 8. Dezember 1904, abends pttnktl. 8'/rUhr im Cafe Leib (Festsaal) statt. Kaufmännischer Verein und Ortsqewerbeveretn (Äießen. in der Kunsthalle zu Darmstadt statt. Die zu den Gewinnen gehörigen Oelgemätde, Aquarelle :c. sind am Tage der Verlofrrng in der Knnsthatte zur Anstcht ausgestellt____________________________________1 Von heute ab fast täglich (frisch) stich qcrändjertc Ml. M in bekannter Güte. 7020 Schreiner GeltcrSwcg 65. 1 4 4 4 * Mähmaschinen Reparaturen äußerst billig unter Garantie. WAch MhmMiiikii 3 Jahre Garantie 8587 von »8 Mk. und höher. Reparaturwerkstätten II. Fllzler Gießen — Neuenweg 18. 1. W ander-Ansstelhmg des Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein unter Allerhöchstem Protektorate Sr. Kgl. Hoh. des Grossherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein im hv’/iS Ernst Ludwig-Haus. Darmstadt vom 4. Dezember 1904 bis 9. Januar 1905. Itcdjnifdjc Ami- unb Meß-Wnkate^ | Hnnimischlauche Mr alle Zwecke, Treibriemen ■ g sowie sämtliche technische Artikel für maschinelle Betriebe. | | Gebrüder Georg 05960 | Ein zrchr Mm g © in bester Geschäftslage mit mehreren großen Schau- ® G fenstern wird per Frühjahr zu mieten gesucht. V M Auch Hausbesitzern, die gewillt sind, ihr Haus tzW A durch modernen Umbau rentabel zu gestalten, bietet X sich günstige Gelegenheit. Offerten sind zu richten unter Chiffre 8. B. 8704 q an die Expedition dieses Blattes. Bei Bedarf von b22/0 Kleinmotoren für alle Betriebe wende man sich an ElecYo™. •’£ Lataeyer& eo” Frankfurt a. M. In köstlich origineller Weise bringt man zum Feste seine Glückwünsche dar durch Ueberreichung von Glückwunschtafeln aus Thon in Form eines Honigkuchens welche man vorher durch Besäen mit Grassamen nach unserer zum Patent angemeldeten Methode mit geheimen Wunschsprüchen oder sonstigen ernsten od. ulkigen Inschriften versehen hat. 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