Nr. TA4 Zweites Blatt Erscheint SÄgllch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener 5amilienv!3tter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^Hessische rcmdwirf erscheint monatlich einmal. 154. Jahrgang Mittwoch 5. Oktober 1904 jBKW Rotatt-msdruck und Verlag der Brühl'schen pH Ai A Unt-ersitLCdruck-ret, R. Lange. Meße«. OBi 41113% lyci »«sä« General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Eichen. WSW zweite Lesung der GesetzenttmrrfeS betreffend Freihaltung res ÜeberschslvemlmungStzebieteS bet Wasserläufe. ^arlamevtarisches. Wslitische Tagesschau. Zur Psychologie deS Gefangene«. ■im ----- . ——-— ---------- 1 ■ --------. Gießener StaAtyealer. „Der Talisman". Dramatisches Märchen von Ludwig Fulda. Aus Stadt und Land. Gießen, den 5. Oktober 1904. *• Ordensauszeichnung. Se. Hoh. der Herzog van Anhalt haben dem Postdirektor Jäger m Bad Nauheim das Ritterkreuz 1. Klasse des Herzog!. Anhaltstchen- Hausordens Albrechts des Bären verliehen. - Personatveränderungen der O der.Post- direktion Darmstadt. Versetzt sind: Die Ober-Post- praktikanten Staedler von Bad Nauheim nach Dortmund, Bient von Hamburg nach Bad Nauheim, Schilly von Bad Nauheim nach Berlin, der Postverwalter Gu ihrer von Ehringshausen nach Wieseck und der Postassistent Lapp von Mainz nach Ehringshausen unter Ernennung zum Post- vermalter. Bestanden hat die Postsekretärprüsung der Ober-Postasststent Drescher in Gießen. Verliehen wurde der Charakter als Postsekretär dem Postverwalter Weiß in Altenstadt. Freiwillig auSgeschieden sind die Postagenten Dorfeld in Wieseck und Querengasser in Offstein. ** Stadttheater. Wie wir hören, hat sich nach dem schönen Erfolge der Eröffnungsvorstellung noch eine weitere, lebhafte Nachfrage nach Abonnements eingestellt. Sehr zu Berlin, 4. Oft Die Kanal-KoMmission des Abgeordnetenhauses wird mit1 19. OA. önsanunen- treten Auf der Tagesordnung steht zunächst die Woi> Legung des Berichtes über den Gesetzentwurf betreffend Weicht Wirkm^ hattt die Hast auf Ihre geistigen und seeli- auf tab religiöse Leben, auf dre beruf- lül-en Fähigkeiten, auf gesellschaftliche Neigungen, Märsche Anschauungen, auf Arbeitsamkeit, Sparfamkeitstrreb, Familienstnn, Liebesleben, auf Logik, schriftlichen Stil (Jnturtwn?), aus von ^bnen zugegebene verbrecherische Anlagen, auch solche, dre vrel- leicht mit dem vorliegenden Straffall nicht rn Berbrndung g 1 it°IFug1 hatte dre Hast in körperlicher Hinsicht: auf die Verdonungsorgane (Anstaltslost?), aus bas ^hvernrögen, auf die Atmungsorgane (Tuveriulose), aus Blutzm anmrensehmrg (Anämie), auf das Geschlechtsleben? Wre ertrugen «re Gnt- wöbnuna von geistigen Getränken, von Kaffee usw. und Taoat? ^Wre wirkte nach Ihrer Ansicht die Cinzelh^, wre dre Gem^w schaftshaft, beide miteirurrcher veralrchen, auf Sie? Welchen Em- L-.a bet Anftaltsgeistlübe, die Anstaltsbeamten, der Lehrer, d^AÄ aut Sie welchendie Behandlung durch das niedere Personal? Wclck>e Förderung oder diachterle bra^e Äuen dre Anital warb eit? Mft welchen Büchern und ^-chrrften beichästrgten hVn qhVWhmben? Was können Sie nntterlen über R^ie ^-luchttoaiig, Langemeile, über Kunstfertigkeiten, bi- sich ta L ShGu bei Ihnen entwickelten? Ueb» ,d-- und llmgLhung des Schweigegebots (Klopftelegvaphre) ? Ueoer zichlinar^trafen? , . . ki.wrv.ua ninss^nscbaftlicben und Keer und Motte. — ^n Lindau ist der bekannte Militär- und Romanschrift- üeller Hauptnrann a. D. T a n e r a, in München der frühere Hauptmann und Mslitärfckriftsteller Hugo Arnold, der auch eine Zeit lang Redakteur der „Allg. Ztg. war, gestorben. handene Kleid und rühmen den schönen Schstrttt, die leucht Ur^^der König? Er sieht es nichjt! doll er cm «ifteft. Betrug Omars glauben? Dann wären alle Großen seines Hofes Dummköpfe oder. Bösewichter und er selbst der größte Tropf, denn er hat sie berufen und stets geglaubt, sein Königsauge finde die rechten Leute. Und dumm darf er, der, seiner maßgeblichen Meinung nach, für sein llln^es Volk zu denken hat, doch nicht sein. Nein, Omar kann Lern Mtrüger sein, das Meid muh vorhanden seim und wenn Ec, d-.er Uebermenschlichte, es nicht steht, so tft Er eben 'chlecht. Lieber schlecht als dumm! Und schlecht doch nur aus Größe, schlecht nur aus der Machtfülle des Herrschers. “ÄM« »l»Ml ,.b fM*. strahlt, schließt mit dem artgedeuteten Selbstgespräch des Königs. Der zweite Akt bringt scypn dre tiefere J^oeiit- ung %er Dichtung. Zu größerer Wirkung aber erhebt sich der dritte 'M. Auch dasiVolk soll das ^auberklero sehen, auf daß sich entscheide, wer schlecht oder dumm. Am Schlüsse dieses Aktes erscheint der Konrg. m werßem Ne- alias vor dem versammelten «Volke, und lväHrend seine Höflinge und die Bürger, die sich in zwier. Parteren scheiden, und von denen die eine behauptet es fei rot, wahrend die andere es blau nennt 1— eine Kartellpartei hat sich bereits! für grün entschieden — heuchlerisch das Zauberkleid Meisen, das der König trage, versichert ein Proletamermadch<.n, Rita, des Korbflechters Habakuk Tochter, freimütig, raß der Könia aar Itichts anhabe. 'Als der erzürnte Selbst- herrscher Nita darüber scharf zur Nede stellt und befiehlt, man solle das Kleid sehen, spricht diese ruhig. Du brauchst Dich drob nicht zu erbosen. Du bleibst ein König auch m Unterhosen^ Der König will sie nun zum Tode führen lassen, da springt Omar vor und ruft dem König zu, es sei wirllich kein Kleid da. Nur Knechtssmn, UeberhebunA und falsche Scham hätten die mystischien Maschen des Kleides gewoben. Aus dem edelsten Erze deö uMlten Erbes Bon Erde und Rost das reine Notgold cm leuchtender Schönheit lauter zu scheMen, Mit dem Zeichen der Zeit es zu prägen, ; Tas ist Dienst des Dichters, des GedankeNwardemes „ÄS Haupt leuchten zu sehen Vvrgab. Da nun ftrn rauester Feldherr nicht Lust hatte zur Luge — fein3iuu- andere Menschen, alles zerschnetterre, auch die.aufrich ttgsten Freunde, wenn sie zum «ddMMch den Mut hattest — und er beschloß, den Kvmg und seist Land W «ten. W erzüMe dem Könige, « besche einen „Dales- man" m:d könne ein Kleid weben, da- ^beschaffen s , ß 'StiSker. -“ÄS'»«*.* lÄfti« rempel Ä, da be- Eben sie unter ihren Drummern lfer alten ^7 V Schah, ihre Sagen und Lieder. Doch emsige Forscherdurch sMrsten das Labyrchth der frühen SckÄen und ihnen nüch drangen mit der packel des Dichter sckEens die Poeten. Da strömte dch Erdenlich>tes belebender Strahl aufs neue in die Schatzkammer unser Ahnen und auch das alte Diärchssn kam wieder zum Wc (S Der Däne 'Andersen verleibte es seinem wnnder- hllldeu Ätärchenbnchje ein und Ludwig Fiuda hat cs daipn für uns Dcutschfi „preiswert geprägt mit- dein Zeichen der Es sind hier genug Anspielungens vorhanden auf unsere Zeit um dem Stücke als Ganzes einen besonderen ReiH M Verleihen, lind doch besteht das ^yetne in dem Werke hauptsächslich darin, daß niemand dem Dichter ein« Den- denz unterschieben kann. Er begnügt sich damit, die Ueber- treibung des monarchischen Gefühls zu dem Gefühl de-A Volkes in Gegensatz zu bringen. Er zeigt, wie bei äußerster Selbstüberhebung des Herrschers Thron und Reich in Gefahr kommen, aber er erspart seinem Helden einen tragisch^ Untergang. Nach schweren Demütigungen wird er wieder Mit seinem Volke, versöhnt und zwar durch ein Mädch,en, das er einst durch, seine Anträge beleidigt hqt und das' ihn trotzdem liebt und rettet. Der Mut zur Wührheich vas ist der wahre Dalisjinan. Der Dichter hat die Handlrmg seines Mürchendramas mit niedlichen humoristischen Zügen geschmückt. Neben der wagischen Figur des Königs, der eine gewisse Aehnlichs- keit mit Ludwig XIV. von Frankreich, Ludwig II. von Bayern und anderen stolznackigen Selbstherrschern hat, steht der prächtige alte .Habakuk im Vordergrurrde, eüi Mann, der in seiner armseligen Hütte dem Sommerpalast des Königs gegenüber wohnt. Er ist ein geborener „Nörgler", schinlpft über beit schlechten Verdienst und ist nicht einmal durch den Frohsmn seines Töchterchens mit der Welt zu versöhnen. Da erhält er Plötzlich durch die Gnade des Königs die Grafschaft des verbannten Diomed, der sich als Freund der diotleidenden grollend in irgend einen Sachsenwald zurückzieht, und nun stöhnt der neue Graf Habakuk erst recht über die Beschaulichkeit des tzofdienstes und die schrecklich vielen Trüsfelpasteten. 'An das Drama Fuldas knüpfte sich seinerzeit eine interessante Anekdote. Vor 10 oder 12 Jahren wurde dem deutschen Kaiser für den Schillerpreis, der in einer nam- haften Geldsumme besteht, der Dichter des „Talisman" in Vorschlag gebracht. Der Kaiser, so hieß es, habe sich das Stück vorlesen lassen und sehr darüber gelacht, aber er habe den Dichjter, der 1862 geboren wurde, für zu jung erachtet, um der Ehre des Preises würdig zu sein. Diese Anekdote hat wohl den Wert aller Anekdoten, sie war offenbar eine Mythe. War der Kaiser doch selbst noch nicht 30 Jahre alt, als er eirrs der schwierigsten Aemter der Welt übernahni! R. B. Dar mstadt, 4. Okt. IM Lause des heutigen Tages hielten der zweite und ' der vierte Ausschuß des Hauses der Abgeordneten längere Sitzungen ab. Der zweite (Gesetzgebungs-) schuß brachte unter Vorsitz des 'Abg. Reh in gemeinschaftlicher Sitzung Mit den Regierungsvertwiern Ministzerial- tst Braun und Oberregierungsrat Hölzinger zunächst eine .allgemeine Verständigung über deü Gesetz- errtwurs', betr. die staatliche Schlachtv ieh versich er- ung, zu stände. Es wurde vereinbart, daß in der staat- lichM Viehversicherung alles Rindvieh, sowohl gewerblicher wie Hausschlachtung, mit ausgenommen werden soll. Ausgenommen davon sollen nur Notschlachtungen bei erkranktem Vieh sein, während Notschlach^tungen infolge von Unglücksfüllen nrit in die Versicherung fallen. Auch in den weiteren' Punkten wurde zwischen Ausschuß und Regierung nach lebhaftem Meinungsaustausch im wesentlich>en eine Verständigung erzielt, sodaß nunmehr begründete Ansicht zu der Annahme vorhanden ist, daß der Gesetzentwurf auch im Plenunr der Kammer eine Mehrheit finden wird. IM Laufe der weiteren Beratung nahm der Ausschuß noch den Gesetzentrourf, betr. die Aufbewahrung letztwilliger Verfügungen an. Die morgige Sitzung wird srch mit der Regierungsvorlage betr. die Forstver- waltung, zu beschäftigen haben. Der vierte (Petitions-) Ausschuß tagte unter Vorsitz des Abg. Weidner. Es wurden hier in erster Linre die Berichte mehrerer Referenten über die früher gefaßten | Beschlüsse genehmigt, so über den Antrag des Frhrn. S> e I; Aix Herrnsheim in der Ershen Kammer, betr. die Korbslech^ terei in Hamm, und über den Antrag Stöpler, betr. die Wiedererstattung des von der Gemeinde Frrschborn auf- gewendcten Beitrages bezüglich der Errichtung einer Haltestelle dort. Zu längerer Besprechung ftchrten die beiden Anträge der Abgg. Reh und Hauck auf Umwandlung der Realschulen in Alsfeld und Groß-Umstadt m Ober-Realschulen. Die Regierung hat such berden Anträgen gegenüber ablehnend verhalten. Zur heutigen Sitzung war Abg. Reh als Arltragstjeller selber erschienen und legte ein sehr reiches neues Material in der Sache vor, aus welchem sich ergibt, daß der Staat im Falle der M- nahme seines Antrages in finanzwller Hmsrcht noch euren Vorteil haben würde; der Ausschuß beschloß, das neue Material zunächst der Regierung mitzuterlen und dann noch einmal dieselbe zur Verhandlung darüber ernzuladen. Bezüglich eines Gesuchs von 268 TannLNKapsenbrechern der Gemeinde Griesheim um freie fett in den Domanialwaldungejn, dem sich die Regrerung gegenüber ablehnend verhält, wurde W^Adelung mrt der näheren Informierung über diese Frage beauftragt. Tr fnr Fritz Auer in München, Tachauerstraße 9, schreibt in der' „Psychiatr.-Neurolog. Wochenschrift": Aufseben erreaende Buch von HansLeuß „Ausdem Zuchtbause", entMt zweifellos wertvolles Material für i>eit Kriimnalisten, wenn auch manches Naiv-Em.'^lse und aejsehene abgestrichelc werden mutz. _ßy.r Gewinnung Wissenschaft^ sicher Iiesultate auf diesem Gebiete ist leider noch sehr wema ^tofs porbanden. T-ostojewsky's „Aus einem toten Hause behandelt speziell russische Verhältnisse. Was sonü , in Betracht konlmen könnte, ist wohl nur belletristisw, doch wäre Bezerämung einschlägiger, vielleicht brauchbarer Arbeiten sehr erwünscht. Es leien nun alle Freunde der StraftMsteform dringend gebeten, solche Leute, welche die Wirkung der Untersuchu ngsyast sowohl wie der Strafhast am eigenen Lerbe, vor allem an der eigene:: Seele beobachtet haben und auch nur ermger- matzen über die Gabe der Darstellung verfugen, zu veranlagen, dm Einfluß dieser beiden Arten von Gefangenschaft auf ihr inneres geistiges und moralisches Leben zu schildern und diesen Bericht yn^re Adresse zu senden. Es wird jedem Erbender auf ^lwenwort die Diskretion zugesichert, die er rn lernem Interesse gewahrt wissen will; man möge deshalb eine diesbezüglra-e «lngabe mac^n mtb nicht anonym einsenden, letzteres schon um ^swülen^mcht, weil eventuell zur Klärung und Erläuterung der Berichte naf^re Llnfragen notwerrdig werden. Es handelt sich darum, Verträge zu liefern zur Beantwortung der Fragen, einmal, ob dre ünter- suchungshaft in ihrer heutiger!, ausgedehnten fertigt ist gegenüber den Opferrr an seetrjcher Kraft, dre der Ber haftete (und seine Angchörrgen) daher zu vrrngen ^aben, sodann, wie der heutige Vollzug der Frerhertslcrafeauf den Charakter, auf die beruflichen und geiell,äMttra-en Dahrgkerten pes Ve^ urteillen einwirkt. Tie folgenden Fragen wollen mcht erschöpfend ÄS ♦ Grschästsmoral. Zu dem Thema GesMfrsmoral ^bringt < das .^ank^ter s(-reie Wort" in seinem ersten Oktob^yefte zwer bemerkenswerte Beitvage: weitere Mitteilungen über die Unsitte bet SÄmiestgelder an Angestellte, forme ernen Aufsatz Won nher den immer weitere T-rmensronen annehmenden G^?en?eschüfts. Mft Recht erblickt der Ber- Wfct triefem j-M auch ron großen mck größten Werken ge- Kten Verfahren, &e ErteÄnng von ^Aufträgen «bhnngrg «n nirrrfiipn hnit bet Gegenabnahme von i^abrrkaten, einen Rückfall ÜI tot Tauschhandel, to für unsere Volkswirtschaft schlimme Folgen zertrgen mutz, schlechte Lreser una Mr den Besteller und allgemerne Verlangsamung ^ technischen Fortschritts, wenn der Käufer weniger nach Qualität der Ware als nach der Höhe des Gegenauftrags sich plchtet>Q icküeud'runa d"t so gezwungen übernommenen Fa^ckate, Lockerwerden de? ältesten Gesästiftsverbindungen, dadurch die Hrnem- trcmuna von Unsicherl)eit und Nervorfttat m das ganze sMstöleben^sm Ein „Handelsstvafgesetzbuch", das wohl nach dem Vorgang des Gesetzes gegen den unguteren Wettbewerb den Begriff der kaufmännischen ^^EodftMeren soll darauf aehe die Entwickelung, wenn nicht die führenden Manner 0er Industrie die Initiative zu einer Aenderung der Ein wenig erfreuliches Bild, das hier von ernem Industriellen seinen Berussgenossen vorgehalten wird'. äeltgnlba geftaltete das uralte Märchfin so aus, daß ferne Dichwug sich vielfach M packenden drankattschen Mo- nrculen erl ebt. Er vertiefte es zu einer Tragödie von dem Mächtigen, der einsam auf stolzer Höhe nicht niehr unter- frfiXu kann zwisch|en Schineiqelei und ehrlicher Treue, !eV lu den Wahn seiner GottähnlickM-it sich immer mehr verrennt, biö plötzlich ein Ereignis ihms „seines Nichts bniciiibof)11'iiocGefühl lü'ccft. , < 6 Kon allen den Großen des Hofes mitt nieMaich als dumm oder schlecht gelten. Alle sehen das nicht vor- diesem Zensurstücllein schlug ein witziger Kopf damals als Ersatz für die gestrick-cnen Unterhosen folgende Lesarten vor: „Wie •flamt, o Herr, Dnü das so sehr zerschmettern, . Tu bleibst ein Änig selbst in Fergenblatterii. „Wie kann, Herr, Tick das sehrbeleidgen, Tn bleibst ein König stlbit int Badeklerdchen. „Tu bleibst ein König, warum Tich erregen, Mein bekleidet mit dem blanken Tcgen. »Sprich nicht int Zorn zu Deinem Kneii.t. „verdamm se Du bleibst ein König auch tut Uutcrtvammft." *) Ich erinnere mich hier eines smnosen Zenstirstilckchens, das cm. mi ibip vnitauirühruna des' „Talisman int x eutietjen Vollst tat“ in ffi en nSte uL eine »roße Heiterkeit ettegte. T« Zensur schien osfeub« dieser Passus, der. bei den Aussuhr- unaen in Tcutschland stets unbeanstandet gesprochen wurde zu krWnd für da» Detormn eines Despoten und du „Unterlpseu" mürben unbarmherzig gestrichen. 'Sei der ersten Aufführung erschien das heikle Kleidungsstück in höchst gemilderter tform, und die Darstellerin der Rita feste: . „ Wie tonn, o Herr, Dich das so sehr erbosen? Tu bleibst ein König auch m — Unterklechcrn. . Der uugewoiMliche Reim „erbosen - Untttllechern rief im Publilum, in dem sich dreies Zeiisurgeschickstchen rach vei- beeiltet hatte, die größte Heiterkeit hervor, und um Men. uu- sreüvilligen Humor nicht «bermalS wirken zu lasten^ «NN. die lienlnr bei der nächheu Ausführung zu dem radtl'a steu '.Alltel und strich die Stelle gai'i und gar. Der König durfte sich m Lien also gar nicht erbosen, weder in Kleidern noch in Hosen. Zu wünschen wäre, daß sich daS Sonntagsabonnement noch bessern möge. ES scheint die Ansicht verbreitet zu sein, daß daS Repertoire dieses Abonnements vernachlässigt wurde. Dies ist durchaus nicht der Fall. Für die erste Sonntagsausführung im Abonnement (9. Oktober) ilt eine Wiederholung de8 Talisman angesetzt. ES sei übrigens darauf aufmerksam gemacht, daß die Direktion auö eigenem Antriebe den Preis für das II. Parquet herabgesetzt hat, sodaß sich der Besuch auch dieses Platzes heben dürfte. ** „Etwas v o ri nn s er em Nebenbähnchen^ erzählt jemand in der „Butzb. Zbg.": Zu Ehren des am 1. Oktober zum erstenmal fahrenden 1 Uhr-Zuges lösten wir uns eine Fahrkarte, um unsere Nachbarstabl zu besuchen. In Butzbach scheint nun schon unsere Lokomotive nicht die beste X(auiic gehabt zu haben. Ob die 4 bis ö Güterwagen, die man ihr anhängte, ohne daß es vielleicht ihr Gesundheitszustand vertrugen konnte, schuld daran waren, oder ob der Aerger es war,- daß sie von heute an ihre Lieb- lingsstrecke zweimal weuiger durchfahren durfte, kurz, sie ließ sich schon in Butzbach einige Minuten bitten, bis sie sich entschloß, uns nach Griedel zu bringen. -Uber hrer gellten sich die ersten Anzeichen eines herannahenden lln- wohlseins ein und es schien, daß der Aerger auf ihren Gesundheitszustand gewirrt hatte. Keuchend und pustend schleppte sie uiiS mit dem Aufgebot ihrer letzten strafte noch ein Stück nach Gamrbach zu, bis sie nickst mehr konnte. So viel Wllenstrast besaß sie noch, daß sie ims nach Griedel z u r ü ck b r a cki t e, zu in Aerger der Gam- bacher Passagiere, die gerne in der Nahe ihrer Station auogesnegen wären. Da standen wir nun wieder in Griedel, und hier wurde uns die freudige Mitteilung gemacht, daß es 2—3 Stunden dauern würde, bis sich unser Liebling wieder erholt, oder von verwandtschaftlicher Seite beigesprungen würde: diese Eröffnung wirkte nicht sehr ermutigend auf uns. Wer nahe zu Haus war, bequemte sich äst Fuß fori, wir anderen benutzten den schonen Herbsttag zu einem Spaziergang nach Butzoach und ließen uns das Fahrgeld wiedergri'en, was mir der größten Be- reitwiltigteit geschah. Uns wurde erzählt, in 14 Tagen käme so etwas nicht vor, denn es wären eben zwei funkelnagelneue Maschinen uniccwegs, die eben benützten hätten zwar auch, als sie zu uns mmen, ein neues Ueberkleid erhalten,'aber jugenvfrisch seien sie nickst gewesen. Darum wollen nur den uns am Samstag gefpichen Streich nicht Übelnehmen. 1. Langd b. Hungen, 4. Okt. Die Einweihung des hiesigen neu errichteten Schulhauses findet nächsten Sonntag, den 9. Oktober, statt, an welchem Tage vor 40 Jahren auch unsere Kirche emgeweiht worden ist. — Die Aepfelp reise sind hier und in der Umgegend ganz bedeutend zurückgegangen. Während vor etwa 14 Tagen für Kelterobst noch Mk. 6.50—7.00 per Doppelzentner bezahlt wurden, werden heute nur noch Mk. 5.00 geboten. § Burkhards, 3. Okt. Gestern hielt Landwirtschaftslehrer Lmz aus Büdingen im „Genieindewittshause" einen Vortrag über: ,Anwendung von künstlichem Dünger, Hebung des Futterbaues und über Draiuaigeanlagen". Bei dem Punkte „künstliche Dünger" führte der Referent aus, daß es nicht gut sei, einfach Dünger (einerlei welcher Art) auf die Wiese zu streuen, sondern der Landwirt müsse erst prüfen, Versuche anstellen, welches Produkt dieser Art aus die betr. Wiesenfläche passe; erst dann könne man auf Erfolg rechnen. Ueber rSramageanlagen* sprach sich der Redner dahm aus, daß im Vogelsberg noch viele Wiesenflächen un* bewässert liegen blieben. Ueber die Anlagen von Be- wässeritngen, wie sie jedermann auSsühren könne, wurde näherer Aufschluß gegeben. Der Besuch des Vortrags war ziemlich gut. Aus Der Aöstbauausftelluug in Jrirdberg war neben prächtigem Obst auch ein Buch ausgestellt, das vielfach die Aufmerksamkeit der Besucher erregte. In diesem Buche hatte Bürgermeister Heller von L i ch das Erträgnis jedes einzelnen Obstbaumes eingetragen, der der Stadt gemeinde Lich gehört. Tie Bäume sind sämt- nich nummeriert, die laufenden Nummern sind in dem ■BQMMHaaaaHBBHmaBSBaaBuarMxaaianBBEBKaMHn Buch eingetragen und feit dem! Jahre 1896 ist hinter jeder Nuntmer der Gelderlös eingetragen, der sich bei der all- jührlichen Versteigerung des Obstes ergab. Beim Durchs blättern des Buches fielen mir einzelne Nummern von Bäumen auf, die sich einige Jahre als fogenannte Faulenzer erlviesen hatten; die Bäume hatten die Pflege sckstech^ gelohnt, sie hatten sich undankbar gezeigt unb feine Früchte getragen. Man Hal nun diese Bäume kurzer Hand um- gepfropft, wenn sie dazu nicht zit alt waren. Und siehe da, nachdem die Pfropfreiser 3 Jahre gebraucht hatten, um Aeste und Zweige zu bilden, brachte der frühere Faulenzer auf einmal Obstertrage, die mit 15—20—30 Mk. bei der «Versteigerung bezahlt mürben. Man sieht, wie sich die gute Buchführung des Bürgermeisters lohiite. Ohne diese würde man die Faulenzer zur Pfropfzett nicht herausgefunden haben; sie würden unnötigerweise weiter gepflegt lvorden sein, hatten Kosten verursacht und hatten dem Gemeindesäckel nur geschadet, statt ihm zu nützen. Weiter war in dem Buch für jedes Jahr niedergeschrieben, wie ba£ Obst in dem betreffenden Jahre geraten war, welchen Witterungseinflüssen man die bessere ober sckstechjtere Ödster rite ober gar die Mißernte zuzuschreiben hatte. Tas ist eine Statistik, die wie ein guter Wein, immer wertvoller wird, je nachhaltiger sie geführt, d. h. je älter sie dadurch wird. ES würde zu weit führen, auf alle Einzelheiten einzugehen. Von Interesse dürfte es sein, bei dem Obsh- (egen dieses Jahres die Obsternten der verflossenen sechS Jahre sich an Hand der Auszeichnungen des Bürgermeisters Heller ins Gedächtnis zurnckzurufen: 1896 gab es in Lich fast kein Obst, einige Achsel, feine Birnen und ZWetschen. 1897 wenig Aepfel, menig Birnen, keine Zwetfchxn. 1898 wenig Aepfel, fast keine Birnen, bagcgen Zwetschgen im llebermaß. 1899 Acpfelenhc gut, ZWetschen kosten pr. Ztr. 5—6 Mk., es gab also wenig. 1900 Aepfel em re gering, ziemlich viel Birnen, viel Zwetschssn. 1901 Aepfel wenig, nelterobft lostete pr. 1UU Kgr. 10 Mk. bis 14 Mk., gebrochene Aepfel 18 bis 2b Mk. pr. 1U0 M?gr. Auch Bim eil und Zive tschen gab eS wenig. 1902 Aepfel zienckich kirnen wenig, Zwetschen gar keine. Am 14. uni> 15. SDiai ivaren 1j Ernt. Schnee gefallen. 1903 Aepfel gering. Birnen gering. Zwetschen, kosteten 3 bis 5 Mk. pr. Ztr., also war auch die Zwetscheucrnte in der Gemartung Lich nicht groß. Andere Gemeinden luuwen gui tun, ähnliche Aufzeich^ mingeii zu machen. Schlecht tragende Bäume sollte man nach diesen Aufzeichnungen genau fenneu uni) ihnen durch geeignete Mittet zur Frucht vor fest verhelfen. Oder man I eilte sie befeittgen, damit fie jungen und dankbaren Bäumen Platz machen. — Werden daueoeu noch Aufzeichnungen über die Obsternten gemacht, über die Witter, ungsveryalt- nisse zur Blütezeit der Obstbaume besonders, ,o wurde manches letyrreü^e in der Zukunft diesen Auszerchnungen entnommen werden töiuien. Sur ©rganifatiou des jtmtoflclina.iites ist von der Zentrale s ü r p i r 11 u ß u e r u> e r t u n g der Ansang gemacht worden. Tie Müglieder des BerwettungS-Ber- bandes sind ausgefvrdert^ worben, ihren Karwffelbedarf bei der Zentrale anzmneidcn. Sie sammelt glcia^eitig Angebote von oabrikkattofieln aus den Streifen von Landrritten und Händlern und wird die geeigneten reauser und Bertaufer miteinander m Verbindung bringen. Die Benutzung dieser Einrichtung wird allen JnreresseMen aus das Tnngliasste empfohlen. Tie Zenttale besorgt die Vermittlung vollständig kostensrei für Lauser wie für Verkäufer. Ter Fragebogen lautet: 1. Lartoffelbedarf. a) Wieviel Kartoffeln müssen Sie belMfS Herstellung Ihres Kontingents ankausen? b) Wieviel Lartofieln wollen Sie außerdem zur Herstellung von Superkontingent ankaufen? c) Welche Lieserzcii schreiben Sie dafür vor? b; Welche höchsten Preise würden Sie frei Ihrer Anlieferungsstation bewilligen pro Rentner Kartoffeln oder pro Prozent Stärkegehalt? 2. Eigenes K artof f e lang ebot. a) Wieviel Larioffeln haben Sie abzugeben? b) Welche Zeit wäre Ihnen für die Mlieferung am genehmsten? c; Welchen billigsten Preis fordern Sie ab Ihrer Eisenbahnstation ? bj Welche näheren Angaben könnten wir dem Käufer in bezug auf ^orte, Stärkegehalt uftv. Ihrer Startoft'eln marfjen? 3. Anderweitiges Kartoffelangebot. Welche Landwirte sind Ihnen im dortigen Kreise als Abgeber von Kartoffeln bekannt? 4. K a r t o f f e 1 h a n d e l. Weläie kaufmännischen Firmen oder Ejesellschaften ober Genossenschaften beschäftigen sich in Ihren Kreisen mit Kartoffel- Handel? Bei keinem anderen landwirtschaftlichen Produkt ist die Verschiedenheit des Preises in den verschiedenen Gegenden so groß wie bei der Kartoffel. Tiefe Verschiedenlirit des Preises stellte aber im Jahre 1901 geradezu ein Rätsel dar. Wenn z. V. in Westfalen fnc einen Zentner Kartoffeln 1.20 Mk., bei uns in Hessen aber 3.50 b i s 4 Mark, geboten wurden, so liegt ein solcher Preisunterschied sicherlich weder im Interesse des Produzenten noch des üonfumenten. Tazu war in diesem Jahre noch ein großhändlerischer K a r t o f f e l w n ch e r in Sicht. Tas Treiben der Spekulanten ging so weit, daß zahlreiche .Kreis- verwaltnngen die Landwirte warnten, Kartosfeln an Großhändler und Agenten zu verkaufen; einmal würden sie durch die Kartell- Verläufe eines wichtigen Viehfutters beraubt, und andererseits werde durch weise Zurückhaltung allen Preistreibereien der Spekulanten dcis Lebensmark genommen. Möge die jetzt begonnene Organisation des Kartoffelmarktes Erzeugern wie $8erbraud>ern zum Vorteil bienen. ^erichts^aal. Thorn, 4. Okt. Tie Strafkammer des Landgerichts beschloß gestern auf Grund von § 130 des Strafgesetzbuches (öffentliche Anreizung verschiedener Bevölkerungsllassen zu Gewalttätigkeiten gegen einander- die Unbrauchbarmachung der Truck- Platten b.'s Liederbuches „Piesni Proletarjatu", dessen Inhalt polnisch-sozialdemokratische Tendenzen verfolgt, sowie die Einziehung aller im Gebiete des deutsck-en Reichs befindlichen Exemplare dieses Buches. Kottbus, 4. Oft. Heute oeriirtciltc das hiesige Schwurgericht den 23 jährigen Tienstknecht Friedrich Schneider-Naundorf, der nach eigenem Geständnis in der Nacht zum 24. Juli bei Burg (Kolonie im Spreewald) die 27 jährige Tienstmagd Marie W c r ch osch, die an ihn eine Mimentationsforderung hatte, durch Niesserstiche ermordete, zum Tode und bauens dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. WtROÄTSÄ 100 Um deutliche Angabe des Namens und Adresse wird höiL gebeten. ABTEILUNG: E. T. THE AMERICAN CEREAL COMPANY, -> Kaiser Wilhelmstrasse 82, Hamburg. Quaken Oats wind am besten und vorteilhaftesten in einem Quaket1 Oats Kocher zu bereitet. Wir senden Gratis einen Quaker«Oats Kocher an jede beliebige Adresse in Deutschland falls uns die unten angegebene Anzahl --- Schutzmarken, die aus der Vorderseite S der Packete zu schneiden sind und so aussehen, franco in einer Send- ung und vor dem 31. Dezember 1905 * zugehen, 60 Schutzmarken von 1 Pfd. Packeten oder 'M A V; ■ • v! Mit diesem sinnigen Üllärchenspiel eröffneten du Herren Gebr. Steingötter die neue Spielzeit des Gießener Stadttheaters. Voraus gingen der Fulda'schen Dichtung wie im Vorjahre ein musikalisches Vorspiel, das wohl den großen Namen Bach als Aushängeschild trug, aber unwert wäre, zu den Fußen des unsterblichen Johann Sebastian zu plätschern, und ein vom Direktor Herrn. Steingötter verfaßter Prolog. Dieser erwies sich als eine in fließenden Reimen sehr geschickt gestaltete szenische Luvctture der draina- tischen Wmtercampagne. Wir sahen beim Aufgehen des Vorhanges die Bühne verdunkelt. (rin Wanderer erscheint vor einem verschlossenen Tor. Nach des Tages Last und Arbeit sehnt er sich am Abend nach Erquickung und Erholung, nach Stärkung und Labung. Da öffnet sich das Tor und er erblickt hell umleuchtet den Genius der dramatischen Dichtkunst, der ihn leiten will zur Wahrheit und Schönheit, der ihn erfreuen und neu beleben, der ihn erbauen und erheben will. Der Genügsame ist entzückt von dem, was ihm der Genius verheißt, er hofft in einen Tempel von herrlichster Pracht zu treten. Der Genius aber dämpft diese hohen Erwartungen alsbald herab. ^Er hat seine Erfahrungen und ist nicht umsonst durch die schule der Realisten gegangen. Von einem .Tempel" hier in Gießen zu sprechen, wenn man den Leib- schen Theaterjaal meint, das, so weist er den Wanderer zurecht, sei doch arge Schönrederei. Sei man doch, mit guten Gründen, draus und dran gewesen, diesen .Tempel" fürs Theater ein- für allemal zu versagen, aber kluge Männer — bei diesem Worte ging em allgemeines verständnisinniges Schmunzeln durch den Zaal — hätten es verstanden, zu vermeiden, daß über Gießen die theaterlose, die schreckliche Zeit hereinbräche. Dies sprachen die beiden Darsteller Irl. Gartner und Herr Lütt) 0Hann, in denen wir ein so schmuckes wie talentvolles jugendliches Heldenpaar erhalten zu haben hoffen, nicht so trockenen Tones, wie das hier wiedererzählt ist, sondern in klangvollen Rennen und hochtönenden, prunkvollen Motten, sie mit einem volltönenden, bedeutenden, vielleicht gestern em wenig belegten Organ und großen, nicht ionderUch ebenmäßigen Beivegungen, er mit fein obgeftinunter Verhaltenheit. Des Verfassers Sehnsuchtsruf naeh einem wäroigen Theatergebänöe schmiegte sich ungczivungen m die gebundene Rede em, nicht als ein Wink mit dem Zauns- piahl, sondern mit den .morschen Tempelsäulen". Rian merkte die Absicht des Prologs und ivar aufs beste ge- timmt. Die Fuldasche Dichtung hat in den 12 Jahren, die seit ihrer Erstaufführung verflossen sind, von ihrem alten Glanze und ihrem innerlichen Zauber kaum etwas eingebüßt. Sie ist Ohrenschmaus und Herzensfreude und, wie es in alten Tagen hieß, „Vergnügen des Verstandes und Witzes" für die aufmerkenden Hörer geblieben. Unsere Zeit brachte uns kein zweites Stück, in dem der Versiich, den überkommenen Reiz des Märchens mit einem klar und sein herausgestalteten modernen Gedankengehalt zu vermählen, so gut geglückt wäre, wie in dieseni „Talisman" für .die Klugen und die Guten". Die Teilnahme des Publikunis war m jedem Betracht außerordentlich; das Haus besetzt bis auf den letzten Platz und voll Empfänglichkeit für die Buntheit der Szenen, für den natürlichen Fluß der humorvollen und geistreichen Verse, für jede hübsche Reimpointe und jede feine Wendung, in der Sinn und Handlung zusammeiigreifen. Ganz so gut wie dieses Publikum war bie1 Ausführung nicht; aber sie machte den Eindruck eines höchst ernsten und weit überwiegend erfolgreichen Bemühens, an dem weniger die Inszenierung — wenn irgend etwas, so haben gerade dieses Märchendrama und der Prolog bewiesen, daß wir eine andere, noch einmal so große Bühne nötig haben, um szenisches Geschick zur Geltung bruigen zu können — als ein außerordentlich gutes Herausarbeiten des Sinnes zu loben ist, daS nur sehr selten durch Fehlbetonungen ober kleine Stockungen unb lautes Eingreifen des eifrigen Kastengeistes gestört wurde. Am glücklichsten war der Vertreter der drastischen Komik, Herr Lippert, in dem wir einen hervorragend guten Eharakterkomiker zu besitzen scheinen. Zu besonderer Charakteristik gibt ja die Rolle des Habakuk keine Gelegenheit, aber Herr L. konnte doch hier schon beweisen, daß er ohne burleske Mätzchen vorzüglich zu wirken versteht. Er sprach die reizenden Verse Fuldas mit viel natürlicher Drolerie, einfach und schlicht im Ausdruck und doch so eindrucksvoll, daß Humor unb Komik zu vollster Geltung kamen. Wie weit seine Ge- sialtungskraft reicht, kann man nach dieser einen Probe nicht ermessen; sicher indessen scheint schon jetzt, daß unser Theater m ihm eine wirtlich komische Kra't gewonnen hat. Sein Habakuk war jedenfalls eine Leistung, die zu den besten Hoffnungen berechtigt. Recht nett stand ihm im zweiten Akte Herr Ellen als Haushofmeister mit der glatten Miene und dem schwanken Selbstvertrauen zur Seite. Zu loben war vor allem seine korrekte Mäßigung. In der Szene beim Anblick des leeren Kleiderständers hätte er sogar eine etwas drastischere Kopflosigkeit zeigen können. Herr Sanborff, unser alter Bekannter, gab dem König viel Tyrannenpose. In der erregten Szene bei dem Parademarsch vor dem Volke brachte er den Wechsel der verschiedenen Seelenstimmungen in seinen Abstufungen vom Tyrannenstolz bis zur Vereinsamung des Betrogenen und Verlassenen mit voller Kraft heraus. Sein Spiel zeigte höchste Leidenschaftlichkeit, Wärme, echtes Gefühl, ja sogar Größe. Der Zorn, auch die erschütterte Unfehlbarkeit, Scham, Reue, der Auf- jchwimg zum echten Königtum im letzten Akte, all das gab Herr S. sehr eindrucksvoll wieder. Es steckt etwas urwüchsig Unbezähmbares in ihm, das sich mitunter von der Zattheit der Rlärchendichtung nicht ganz ohne Schroffheit abhob. Im ganzen bot er eine Gestalt von künstlerischer Eigenart. Herr Andreas gefiel als Omar durch die frische Ehrlichkeit des Tones, ohne ihr freilich die notwendige geistige Uederlegenheit zuzugesellen. Den redlich stolzen Diomed stellte Herr Linz en, unser vottrefflicher alter Freund vom vorigen Jahre, mit Würde und Gemessenheit bar, seine Gegenspieler fielen aber doch ein bißchen ins Operettenhafte, namentlich Herr Knabe. Als Maddalena zeigte Frl. Dülfer anfangs Befangenheit und konventionelle Mimik, auch nicht genügende Hoheit, spater aber Gewandtheit und Sicherheit, während Frl. Rita Neri als die Rita des Stückes ein hübsches, munteres Talent zu offenbaren schien; eine zierliche, graziöse Erscheinung, eine zarte, biegsame Stimme von sympathischer Klangfarbe, eine reizende, vielleicht um ein kleines einzu- schränkende Beweglichkeit scheinen recht verheißungsvoll. Der erste Theaterabend der neuen Spielzeit lehrte unS, baß bie Direktion es an Umsicht in der Erwerbung neuer tüchtiger Kräfte nicht hat fehlen lassen. Die gute Aufnahme beim Publikuiu wird denn wohl auch nicht ausbleiben. Gegen schwach besetzte Theaterhäuser ist freilich ein Talisman noch nicht gefunden worben. P. Wittk0. — Ein Fräulein Dh 0 rne in London teilt mit, daß sie ein neues Verfahren entdeckt habe zur Heilung der Schwindsucht und zwar durch bie Einatmung heißer Lust. ~ ■ FM MW Q-0 • MMDMW W7 Sg ialbinsel ZLLLL- Z/i fach ans. g«WSJ7öJ"i-tj WEM ^^LsMZ °Iyntou. p^^(AZ7i,ye ;; . ms *,"s8Sx tfrnZzfct. -yy^'1 cfaeJoTLc sHsuzu} ">^=Dl^chierLMa2^, ;. F.,^ «^22^X52atsimJtmu T. NUd^^K ÄÄ" wt >: ^GauJazz-tütcC 1 k B&auJat-i ■- *075,, oervoüstänSlgter »>- Ab, ,-d!>st- ^„rst-l-n „„ich «* »* Ak. Hffe[. N>dni6 l>tben in vr-ffe 'i diesem rkJ ?lcht '(trcU= °Mndlcr Kartell- ^Ws tr «veku- ie9°iuiene 'wuchern ' de^ ^en vn- M Reichs ’ ^Ävui- oer-Rinm- A Älili ■VDltmagb Forderung ih bauern; itien* a, loben beim Je etwas ^>schloß ^tlidy ^Mtn AU KömQ Parade- Siebenen mnerftoli cnen wit -dcnschaft- t£[ Horn, btt * a das vab utH)Üd)M art rnarl- iri* K ^ort Krtyur ^chs-lndern Glück gckän.pft und obwohl die Japaner ihm bis Neujahr Hilfe bringen könne. Wie er dazu in der Sage Ri-senseschübe seien ichon sehr stark nein will, ist schleierhaft. In Wahrheit wird denn auch die g±*± i111^ 5$^ um d>re rauchte rh-rer Verteidigung Stössels weniger von der Hoffnung getragen, in sanatoch.n ^turmanFnffe gebracht. Wie lange das so noch weiter absehbarer Zeit entfett werden zu können, als von dem Bewußl- ^ailn £2L )ICF auä ui^uandbeuitteilen. Kuropatkin sein, in Port Archur die ganze ostasiatische Politik zu verteidi- sou dem Kommandanten der Festung versprochen Haden, daß er gen und mit ihm zu retten oder zu begraben. Wie zu erwarten war, ist nach den Vorgängen bei Liau- jang wieder Port Arthur mehr ln den Vordergrund der Ereignisse getreten. Die Meldungen über den Stand der Dinge in der Festung stammen zwar fast ausschließlich aus Tschifu, das als ein gewaltiges Lügennest bekannt ist, und sie stnd deswegen mit Vorsicht zu genießen. Aber sie bleiben bemerkenswert in den Tatsachen, wo sie, den verschiedensten Quellen entstammend, auf den Aussagen der verschiedensten Persönlichkeiten beruhend, dennoch miteinander übereinstimmen. Einig sind sie nun vor allem in dem einen Punkte, daß der Kampf um die Festung für die Ja- paner von ungeheuren Verlusten begleitet mar, so daß die Forts um die Festung herum mit Leichen japanischer Soldaten förmlich besät sind. Diesen enormen Verlusten entsprechen die Erfolge der Japaner nicht. Allerdings soll die Altstadt von Port Arthur fast völlig in Trümmern liegen, allerdings scheint das fürchterliche Bombardement die russische Port Arthur-Flotte neuerdings zu einem Durchbruchsversuch zu zwingen, aber um die Forts wird Man fordere OriginabVerkaufslisten durch bessere Ofenhandlungen. Oscar Winter, Hannover. Gegr. 1796. ss8/ g-.^_ ? 4 t §N-7 __£_£_£_/iv&st X Jpftzt'qtxiQsUmi’. ~ 'fort ift >••• 87 78 64 cnr7 8&041 b2 148 67 83 251 327 481 547 61 648 [400] 847 86465 79 527 [4001 65 601 93 855 953 [400] 87237 62 74 81 421 22 552 71 [20001 618 939 [400] 71 91 88072 81 [2000] 92 138 371 424 110001 524 687 814 80117 65 266 536 604 75 813 97 979 00119 321 428 33 78 [1000] 505 47 927 56 99 91103 355 616 92468 94 500 75 696 806 98 93060 170 200 76 334 77 472 99 528 733 [2000] 907 5b 94153 98 412 27 609 73 [400] 867 931 [400] 58 9 5 258 8b 358 67 798 927 90122 32 39 65 94 206 357 [400] 478 572 623 46 78 719 59 824 65 908 88 [400] 97029 [400] 96 104 557 620 843 98033 172 75 92 213 348 692 [400] 98 725 831 99024 130 62 [1000] 320 400 30 76 872 76 915 Nächste Ziehung: 5. Oktober 1904. 327 496 520 [1000] 652 [400] 95898 1134 [400] 404[1000] 592 618 [400] 64 831 [400] 914 35 99 2367 427 96 503 94 744 3136 257 [1000] 359 464 512 662 [400] 94 98 747 933 [400] 43 4323 419 70 509 613 93 [2000] 890 [1000] 92 981 [400] 5137 227 83 378 468 518 64 [400] 67 623 [1000] 798 [1000] 830 965 6006 89 94 231 [400] 384 86 456 519 38 94 805 [400] 971 7207 [400] 33 409 80 506 982 8017 37 292 360 [400] 418 509 639 752 823 29 9017 42 232 330 34 [1000] 464 716 IV. Kesstsch-Würingische Staatslotterie Ziehung VL Klasse. (12. Tag.) 4. Oktober 1904. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) 10057 248 82 98 314 35 553 633 809 11079 140 45 [1000] 47 341 84 542 626 [400] 791 [400] 838 12005 321 41 62 426 [1000] 546 756 [10000] 882 [400] 945 78 13005 140 [400] 278 454 507 77 610 [400] 864 75 [1000] 14103 [400] 53 509 [10001 11 [400] 654 940 48 80 15185 [400] 200 80 66 326 430 517 67 75 612 48 758 80 809 72 [400] 16087 [460] 261 [400] 381 524 70 822 918 61 17006 8 37 123 [1000] 72 87 89 253 317 38 425 87 524 658 829 953 [1000] 18003 [10001 204 84 604 16 [400] 786 [2000] 816 42 [400] 903 19019 117 242 [400] 89 368 552 659 81 785 [1000] 839 972 99 20106 99 266 312 [400] 77 [1000] 404 6 38 70 [400] 514 46 639 55 788 80 976 21106 18 [400] 46 414 [400] 15 23 624 97 758 842 78 980 22082 110 15 [1000] 239 69 317 55 517 84 842 [2000] 23073 101 96 208 18 [ 4001 50 [1000] 380 94 428 512 70 760 84 891 922 39 [1000] 24140 78 88 389 451 76 [1000 , 641 785 979 25106 65 94 326 517 685 94 704 21 [400] 38 819 54 26092 111 316 405 570 79 628 855 928 2 7231 68 428 38 586 681 937 96 2 8036 [1000] 41 68 145 565 668 715 78 935 44 [400] 29009 55 124 46 86 92 324 40 629 60 81 714 76 800 10 80112 76 211 24 397 514 76 644 837 57 81023 59 [400] 80 88 88 209 [1000] 14 60 345 72 505 685 780 854 954 32121 200 60 [400] 76 410 690 826 [1000] 33243 313 556 638 836 937 52 3*016 54 76 347 560 795 802 52 [2000] 997 [1000] 98 35351 92 655 792 96 867 919 89 [400] 86088 233 46*97 338 [10000] 44 [1000] 420 588 616 28 38 94 882 968 78 87068 76 122 79 97 217 56 [400] 71 868 494 [400] 525 37 [400] 86 654 69 76 708 10 [1000] 831 70 976 38026 [400] 48 91 [1000] 255 303 87 534 78 744 64 8 9209 357 447 501 58 63 699 814 44 47 949 40143 227 351 [400] 479 97 632 [1000] 769 [2000] 86 889 *1063 136 [1000] 81 336 474 829 920 62 *2113 51 261 638 740 911 *3013 [400] 42 200 8 [1000] 30 73 439 94 639 741 834 47 957 99 *4050 99 [400] 201 821 457 517 75 784 [1000] 981 L J oo oo 45053 [400] 265 320 421 [1000] 33 537 [400] 81 714 70 *6070 216 22 83 86 [1000] 355 494 651 64 709 97 849 *7054 73 108 314 84 818 977 *8040 221 [400] 337 52 446 88 96 531 51 98 [400] 642 *9198 2>8 39 99 376 484 94 535 626 65 858 92 97 [400] 98 950 58 50047 [2000] 51 84 262 82 99 427 88 631 67 741 49 [400] 816 97 51008 137 277 325 82 404 25 [400] 31 42 43 57 702 812 940 52179 227 ^423 [400] 47 [1000] 51 626 884 900 55 53171 325 [400] 85 931 o*19o 344 426 33 oöl 55132 435 756 836 [400] 90 91 56140 [1000] 219 [400] 507 50 684 87 714 806 61 57212-40 41 44 338 [1000] 39 710 899 957 58042 200 707^ 50 298 319 485 575 633 843 [1000] 909 60 97 59171 [1000] __ ,00142 298 437 [400] 601 86 [400] 754 61028 [400] 177 203 16 26 30 430 67 511 630 64 [4001 768 62084 125 [400] 90 305 10 425 85 681 [4001 63044 78 [1000] 283 87 97 561 [400] 618 35 705 52 846 [400 StffcßS0] 59 184 [400 ’ 38 70 231 306 [1000] 442 [40)] 512 6^9 92 • u< oUo 65094 235 [1000] 77 321 431 47 526 77 647 55 77 [4001 77*> 879 66171 360 423 81 736 900 [1000] 67229 44 [2000] 333 54 [4001 481 574 671 [1000] 792 833 [20001 92 68006 [1000] 16 11000] 27 118 [10001 218 353 74 466 533 747 866 67 928 69112 312 47 56 503 [10001 21 ’ 70076 178 269 95 313 [2000] 78 98 464 893 71143 [400] 60 [1000] 43 UOÖ°] 59 697 701 63 91 [400 ] 856 85 72072 ßOOJ 148 [20001 90 270 87 363 611 [4001 85 [400] 971 1400] 73022 42 73 76 26/ 321 79 611 774 878 94 965 7*118 42 763 935 54 75293 383 415 [1000] 43 596 [400] 97 683 722 53 859 82 [400 I 983 91 76000 [5000] 209 40 93 474 88 622 779 829 942 43 77082 [400 WO 39 632.29r, t40°] 98 l40°l 378 417 52 89 807 [1000] 78106 [1000 ] [2000 ] 447 505 29 713 858 [400] 79220 87 305 6 656 997 On o. o.?,00? 82 5?8 635 767 988 81175 226 350 450 80 98 603 60 95 711 32 34 821 89 916 [400] 80 82108 59 [400] 295 417 31 94 678 762 72 814 83143 [1000] 310 509 791 813 40 87 935 8*066 72 485 613 24 40 762 [400] 934 Brüder Schmidt, Giessen. Seltersweg 83. in grosser Auswahl: Langschiff, Schwingschiff und Rundschiff in nur es*Stfci«QSSig©ll Fabrikaten: Seidel & Naumann, Dresden, Koch & Cie., Bielefeld Junker & Ruh, Karlsruhe u. s. w. empfehlen 7205 ro § 5 Sa « = - «• Bind Daum's Seifen erobern sich die ganze Weib. Halbe Arbeit halbe Kosten aber doppelte Reinigungskraft. Daum & Co. 8. m. b, H. Dampfseifenfabrik Kostheim bei Mainz. Daum’s Kern=Seifen 1 Töchste Reinigungskraft. Sic reinigen loioht und schnell. Sic sind billig im Gebrauch. Die besten Seifen Bekanntmachung. Die Rechnung der Wasser- genossenschast Inheiden pro 1908/04 liegt vom 6. d. M. an 8 Tage lang zur Einsicht in der Wohnung des unterzeichneten Vorstehers offen. Inheiden, 4. Oktober 1904. Der Vorsteher der Wassergenossenschast Inheiden. ____Reitz. 7735 Verdingung. Die Lungfteinlieserung (2,80 cbm) zur Erbauung eines Geräteschuppens für das Tiefbauamt mit Remise für die Leichenwagen soll Montag den 10. d. Mts., vorm. iiy2 Uhr, nochmals öffentlich verdungen werden. Pläne und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 3. Oktober 1904. Städtisches Hochbauamt. I. V.: Altvater. B710 Darmstädter Pferde - Lotterie. Ziehung am 26. Oktober. == 1 Los nur 1 Mark. = (Ziehungsliste u. Porto 20 Psg.) 1 eleg. Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden u. kompl. Geschirr i. W. v. ca. Mk. 6000. 1 Reitpferd mit Sattel it. Zaum i. W. v. ca. Mk. 2000. 1 Stuhlwagcu mit 1 Pferd u. Geschirr i. W. v. ca. Mk. 1700. 17 Pferde oder Fohlen im Gesamtwerte v. Mk. 10 300. 535 andere Gewinne im Gesamtwerte v. ca. Mk. 5000. Lose sind zu beziehen durch: L. F. Ohnacker Lotteriebank hv7e G. m. b. H., Darmstadt und alle ^oseverkaufsstellen. gfifier AqseliWsi täglich zu haben n 7461 LonhS Bierkeller. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garienstratze 2 (BürgermeistereigebSude) Zimmer Nr. 1*. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jealicher Art, Dienstboten und m . Lehrlingen) mientgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von S biS S Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: B6/,n 4 landwirtsch. Knechte, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Spengler, 2 Wagner, 3 Schreiner, 1 Müller, 2 Friseure, 3 Schneider, 1 Putzfrau sur Samstag nachmittag, 3 Hausburschen, mehrere Erdarbeiter, einige Postaushelfer für Sonntag vormittag, 10 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen, 1 Kindermädchen. ES suchen Arbeit: 2 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Wasch- oder Putzfrau, 1 Installateur, 1 Kaufmann, Lagerist oder Kassierer, 2 Fabrikarbeiter, 4 Ausläufer, 1 Kindermädchen. gratis-Methode für Bruchleidende, Stuhlverstopfuttg, Hämorrhoidenleidcnde von Dr. M. Reimanns in Maastricht, N. 150 Holland. Tausende Dankschreiben zur Verfügung voii deutschen Fürsten bis zilm Arbeiter. b24/0 Da Ausland, Doppelporto oder für Deutschland Conrad Carduck, -lachen. Warum ist Kopfs Monti mit der Traube als bester rheinischer Tafel-Senf bekannt? Weil der beste Scnfsanien den dreifachen Preis des geringsten kostet, MoskopFs Trauben-Senf mit der Traube aber ausschließlich aus den besten und besseren Sorten Senfsamen mit den feinsten Zutaten hergestellt wird, die geringeren Qualitäten dagegen ohne diese geschützte Signatur in den Handel kommen. Daher bietet diese geschützte Marke unbedingt Gewähr für Erhalt erstrlassiiger Qualitäten. In allen marktgängigen Verpackungsarten zu beziehen durch die meisten einschlägigen besseren Engros- und Detail-Geschäfte. Lieferung seitens der Fabrik nur an Wiederverkäuker. Rheinische Senf- und Weinessig-Fabrik Th. Moskopt, Fahr (Rheinland). hv32/2 Neuester Plakat-Fahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Hiehen, Agllksurr a. M., Lasiel, Marburg, Zriedberg, Lollar, Londorf, Zronhausen, Wetzlar, Loblenz, Löln, Kulda, Alrseld, Grnnberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Laubach, Lich, Stockheim und Gedern ankomnienden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der BieberLhalbahn A zum Preise von 20 pfg. in der Expedition &CS ®*c6encr Anzeigers vorrätig. — Der jÄ|| Fahrpian kann auch durch die Aus- träger des Gießener Anzeigers bezogen werden. UUWMUKW^'S an maschinell ■ ___. : \ Für nachstehende W ^4.- Bett Ein vollständiges 97 Ein vollständiges 130.- s BM/16 Versandt nach Auswärts unter voller Garantie. «SWS Inhaber: Louis Weil Hoflieferant ■* D3/» • MegtllAchllbedk-AMe!s 7384 Wir haben noch einen kleinen Posten 7700 Gietzerr, «alltorstrade 43. Miß 05798 TT :L MA putzt besser ais jedes andere üetoll-PiilzniilteL 7780 1 igeaiiKgOei 1 Bei Bedarf von 1 9£ 7225 Lose za haben bei Philipp Weiler. Als vorteilhafteste Bezugsquelle für alle Baumaterialien i empfiehlt sich die Bauartikcl-Fabrik und -Handlung von Telephon 226. t .<■ v.v^jje |D ■ Ä Ein vollständiges Ein vollständiges Bett Bett 1 1 Bitte Schaufenster xu beachten. rw ithteft Kleinmotoren für alle Betriebe wende man sieh an Electricitäts - Actien - Gesellschaft vorm. W. Lahmeyer L Co., Frankfurt a. M. Neustadt 10. K Neustadt 10. ALkoholgegner ♦ wählt = GiESSEn BHHnH0FSTR22 = PiRHCS FIUEGEL HRRm0NiUmS RLlER RRT STHEnülGES LAGER VOt1SE 20Q iHSTRUmEnTEn GUEhSTIGSTE VERKRUf5BEDiHEUt1GEn vERmiETuncEnz-io mRRKP™monnT Röhrle’s Brauselimonade aOs Haustr*unk Emii Horst, Giessesi. FreiKgckrönt aal allen beschickten Ausheilungen. ^GLOBI PUTZ- Gustav Laichinger*, TchtthmachermeLster. i*» DriUmaschinenwMtoÄ Mor dn Säerad für alle Getreidearten, liormaä-Stahl-Pflüge 2-und. 8-eeharig, mit staubdichten Radnaben für OeUchmierxmg. D u/e Ph. Mayfarth & Co., frinklartil. Xnabea-Änziigt und -Dnirl b« wir unter Einkaufspreis abgeben. A. Schuster & 0©. bestehend aus: Bettstelle von Holz, Matratze und Keil, Decke und 2 Kissen....... bestehend aus: Bettstelle von Holz, Stahlzugfeder-Matratze, 3teil. Matratze mit Keil, Decke und 2 Kissen, mit 11 Pfund Federn gefüllt..... bestehend aus: Bettstelle von Holz, Stahlzugfeder-Matratze, 3teil. Wollmatratze mit Keil, Deckbett und 2 Kissen, gefüllt mit 11 Pfund la. Federn Zu bevorstehender Jahreszeit empfehle besonders Ofenschirme in jeder Grösse, Ausführung und Preislage. iehlenkMleL * Wmtehfo. * Verdamplsthalen. Fellteppiche in allen Grössen und Farben von 2 Mk. an. Abgepasste Vorlagen JuL Bach die billigste Bezugsquelle. (großer RiiMWS-Ausverkauf wegen chefchäftsverleguug. Alle Sorten Hänge-, Steh- und «üchrnlampen, Ttalllaterac«, Haus» und Küchengeritte, Gaskochherde, GaScyliudcr, GlühkSrper, GaSfewstzünder, Gas- und Wafierlcitungs. Armaturen, Aquarien, Terrarien, Laubfroschhänser, Tuff- «ud «rotte«steine in nur bester Qualität zu staunend billigen Preisen. Rudolf Rüdiger. errichtet habe, und empfehle ich meine Dienste zur Vermittlung bei An- nnd Verkäufen von Immobilien, sowie zur Beschaffung von Hypothekengeldern unter den koulantesten Bedingungen. 05738 Hochachtungsvoll Friedrich Gäus« Gieße«, Bahnhofstraße 48 11, im September 1904. An Hand habe ich einige Wohn« und Geschäftshäuser für verschiedene Branchen passend, mehrere Wirtschafte«, Baugelände und flüssige Gelder ans Hypothek zu vergeben. I! I Liebigstr. 51-Riegelpfad. D“/t Darmstädt. Pädagoginm Darmstadt, Herdweg 53. Die Anstalt bereitet auf das Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen, sowie auf den Eintritt in mittlere und obere Klassen höherer Lehranstalten vor. . S KIaitia Abteilungen, individuelle Behandlung, daher sicherer Erfolg. Vorzügliche Verpflegung. M. Ellas. bestehend ans: 1 Bettstelle von Holz in eleganter Aua- BCU filhrung, 1 Sprungleder-Matratze mit Gegendruckfedern, 1 Steil. Kapok-Matratze mit Keil, 1 Deckbett und 2 Kissen mit laa. Gansfedern gefüllt.....M^- sowie bessere Belten nach Wahi. b*tr21. ZK . Uehdtey^^ ' billigst zu verkaufen. A. Kilbinger. Schon Sonnabend Ziehung Los nur 1 Mark! Vorzügliche Gewinnaussicht! Ziehung schon am 8. n. 10. Okt. Meininger Lotterie 1389 Gewinne Gesamtwert neuer eleganter Landauer neues, leichtes Coup^-Landaulett sehr geeignet für Lanotouren neues Halbverdeck neuer 4sihiqer Korb-Pürschwagen leichter, sehr gut erhaltener 4sitziger 7512 Ziutschierwageu WshMMSikMienillg«. 8k|Mmp!eil«ig Meiner roteten Kundsihasi ,ur Nachricht, datz sich mein ®e- schäft und Wohnung von heute ah 11 BrrrchftraHe 11 befindet. Gleichzeitig emptchle ich mich m-in-r werten Nachbar- schast sowie einem verehelichen Publikum, tyreuuben und Bettmuteu im ««fertigen von Schuhwareu jeder Art. — Reparaturen prompt und billigst. Hochachtungsvoll Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß gestern abend x/,10 Uhr unser mnigst geliebtes, unvergeßliches Söhnchen, Brüderchen und Aufeld) eu Heinrich sanft dem Herrn entschlafen ist. Die tieftraucrndcn Eltern: Inocenz Krack und Frau, 7737 9tb. Lipp. Eichen (Schloßgasie 11), den 4. Oktober 1904. < Plockstrasse 8 ' Spezialität: Selbstan gefertigte Betten uud Polstermöbel. Spezial - Artikel sind, wir unbestritten Ferdinand Nennstiel piockstrasse s ; Möbel-Handlung und Dekoration Vorhänge 782« Möbel jeden* Art, poliert nnd lackiert. Dekorations-Artikel ; ■ Uebernahme kompletter Wohnungs- und Botel-Einrichtungen. @ $$ v3r «B/Mark 1 Gewinn 2000 M. 1 Gewinn 1000 M. 2 Gew. ä 500 M. 1000 M. 3 Gew. ä 200 M. 600 M. 5 Gew. ä 100 M. 500 M. g 1377 Gew. zus. 2400 M.8 Lose ä 1 Mk., 11 Stück für 10 Mk. | Porto und Liefe 80 Pf. extra, B versendet auch geg. Nachnahme B das Generaldebit Friedr.Ghrisi, Meiningen i sowie alle durch Plakate kenntl. g gemachten Lotterie - Geschäfte, f. ■oas™™»oiwumä Süßer Xraubenmoi't Schott s Weinstube Bahnhoistrahe. füglich frischen 2lpfelmoft. sZ 056531 Solmser Hof ■