M Erstes Blatt 154. Jahrgang Samstag 5. Marz t 804 ^ebauna lül cheigenniz. fre eiinigen stellte, die jedoch zu Besorqniflen keinen Anlaß wohlgelungen bezeichnen. Pr. fl-t zuzulassen oder auch, wie im Reichstag, die Auswahl Reihenfolge der Redner dem Präsidenten zu überlassen nicht mehr wie bisher durch das LoS zu bestimmen, der Linken und auch bei den Nationalliberalen scheint und und Auf diese einbot. Sea Bahnhofstii ste Bezugsquelle ungseiurichlungei, — Ter d eutsche Künstlerbund nahm die Einladung der Münchener Sezession an, die erste Ausstellung in M ü n ch e n zu veranstalten. Nr« 55 ®rleS Kaisers zum Reiterfeste in Hanover am 10. März mit Sicherheit zu erwarten ist. In der Festhalle ist man d»amit beschäftigt, eine Hostoge herzurichten. — lieber eine Erkrankung deS Grafen Walder- schäftSordnung zu erwägen. Man denkt daran, von jeder Fraktion zu jedem Thema nur einen Redner liauii ich nicht, ßrfter am Stammtisch,^.. 9 doch heillosen Respekii fc ima* bei dieser Jahrein.; > n heimtückisch, man ben!i,rv itarr^, der alleine wieda v? llirf) doch sesl beim flraga . Üpoiheker der Katarrh! ra achtel und dann lassen fi l chen. Aber ich weiß cji. jt mehr und mehr ans i, um Katarrhe und die ays achte Sodener $... i/entfail verlangt uni:.-. 1 frage: Me find fie te t genug Lchach/eln anschrr $nen aufrid/ng, Cberfc iten Rat noch dankbar [ein- in allen Ayochelen, Dra? itzen tu haben. Ä unserem allerdings anerkennenswerten Ensemble in einem fulminanten Artikel der H. Landpost zuteil wird. Die L.-P. schreibt: Am Dienstag hat uns — nach einem ümaligen erfolgreichen Gastspiel in Hungen — unsere Theatcrgesellschaft Gittermann verlassen, welche hier seit anfang Dezember mit einem ganz ungewöhnlichen pekuniären und künstlerischen Erfolge eine Reihe von Gastspielen absolvierte. Es war noch nie vordem eine Theatergesellschaft hier, die sich solcher Be> liebtheit zu erfreuen hatte. In allererster Linie ist daS natürlich dem stets geschäftsfreudigen und kunstbegeisterten Leiter des Unternehmend, Direktor Rud. Gittermann, zu verdanken, der mit nicht ruhendem Eifer und damit verbundenen schönstem Erfolge unS Theaterabende verschafft hat, die immer in unserem Gedächtnis fortleben werden. Wir wünschen Direktor Gittermann und auch seinen Mitgliedern in der Ferne besten Erfolg und hoffen, daß er in nicht zu langer Zeit zu unS zurückkchrt. Er soll uns willkommen sein. Ein Beweis, welch' großer Beliebtheit sich besonders Direktor Gittermann hier erfreut, beweist der folgende poetische Erguß, der - Direktor zum Abschied gewidmet wurde: Gar oft hast mit der Muse heitrem Spiel Die qallenbitl're Miene mir erheitert — Und oft, wenn mit die Schwermut um daS Haupt Gestaltert, hast Du sie zerstreut. Dir schuld' ich Dank, — wir Alle schulden ihn — Nimm ihn in Worten, weil uns Taten fehlen. — Komm wieder! Kehre bald zurück I Sei unser Gast, wenn'S niraend gastlich ist, Und kehrst Du heim, zu unserm Heim zurück Sei wieder unter — wie Du unser warst Und bleibe, waS Du uns geworden bist. Sei unser Freund! Darmstädt, 4. März. Irr Sachen der Dürgser- meisterwahl bringen die „R. H. Vbl." einen Bericht, der in mancher Beziehung Neues bringt. Es beißt darin: Die Bürgermeister-Neuwahl von Darmstadt hielt einen arosien Teil der Einwohnerschaft in großer Spannung. Hatte man doch gebört, daß hierüber durchaus keine Einigkeit unter den Stadtverordneten herrsche, sondern daß qine Mehrheit sich für die Wahl eines viel bekannten, allgemein geschätzten hochtalentierten Mannes, deS Ministerialrats Braun, geeinigt habe, dem daS hohe Amt nach stattgehabter Wahl angetragen werden solle, obgleich er sich darum in keiner Weise beworben habe. Die Wahl-Verhandlung, die von 31/2—4y2 Uhr vorgesehen war, dauerte jedoch mehr als vier Stunden und scheint sehr erregt gewesen zu sein, denn man glaubte aus dem Markte vor dem Rathause öfters Stimmen aus dem im zweiten Stocke liegenden Sitzungssaale zu hören. Kurz vor 8 Uhr begann erst die öffentliche Sitzung, in der die Wahl laut gesetzlicher Vorschrist stattzufinden hatte und es zeigte sich nun hier, daß die schon vor 8 Tagen vom Sonderausschüsse für diese Wahl mit 8 gegen 2 Stimmen vorgeschlagene Wiederwahl des seitherigen Oberbürgermeisters Morneweg trotz der obigen Gerüchte doch nicht zu bezweifeln war, indem er mit 26 gegen 16 Stimmen wiedergewählt wurde. Die 16 Stimmen der Minderheit bestanden au5 15 weißen Zetteln und 1 Zettel mit dem Namen „Braun", der, wie schon oben gesagt, gar nicht kandidiert haben soll. Als ein sehr bedenkliches Zeichen erscheint es jedoch, daß hiernach von den anwesenoen 38 Stadtverordneten (von den 4 Beigeordneten die mitgestimmt haben, sei einmal abgesehen) nur 22 sich für eine Medei> wähl ausgesprochen, aber 16 andere durch ihre Abstimmung hiergegen sozusagen Protest erhoben haben. Tie- Faktum laßt daraus schließen, daß unter den Vertretern! der Bürgerschaft große Meinungsverschiedenheiten zu herrschen scheinen, was im Interesse der Stadt jedenfalls zu beklagen ist, und worüber wir hoffentlich noch Näherehören werden. Tas aber konnte man in den letzten Wochen und namentlich heute vielfach hören: Tie Bürgermeisterwahl sollte wie saft überall so auch hier von allen Bürgern, und nicht von den Stadtverordneten allein, ausgeübt werden; nur dann kommt der allgemeine Wille zur Erscheinung, und hoffentlich werden die Herren Landtagsabgeordneten für die größeren Städte des Großherzogtums bald Veranlassung nehmen, daß durch geeigneten Antrag den städtischen Bürgern das Recht der Wahl ihrer Bürgermeister zurückgegeben wird. sehr decent begleitete, nennen wir „Herzliebfter Jesu, was hast Tu verbrochen", „Was mein Gott Urin, das g'scheh' allzeit" und „Befiel du deine Wege." Tie von den beiden Gesangvereinen vorgetragenen Chöre waren gleichfalls von Herrn Musikdirektor Trautmann mit Geschick ausgesucht und zeigten seinen guten Geschmack im besten Lichte. Tie Solopartien lagen sämtlich in bewährten Händen. Fräulein Anna Münch aus Gera verfügt über einen schönen, abgerundeten und wohlklingenden Sopran, der in allen Lagen ausgeglichen ist und durch eine deutliche Textaussprache unterstützt wird. Ter Vorzug von Fräulein Agnes Leydhecker'aus Berlin ist eine kräftige, vollklingende Altstimme, die mit den übrigen Talenten mit Fräulein Anna Münch aus gleicher Stufe steht. Die anstrengendste Partie siel Herrn Kammersäuger Hans Buff- Gießen aus Dresden zu. Als Vertreter des Evangelisten hatte er in beiden Ttzilen des großen Werkes viel Reci- tative zu singen, und hatten wir am Schluß die Auffassung, daß der Künstler mit seinem schönen lyrischen Tenor eine sehr große Ausdauer besitzt. Das zweigestrichene h sang er mit Leichtigkeit. Tie Partie des Jesus hatte der Bari- tonist Herr Professor Otto Besser-Freytag übernommen und hatte den Beweis erbracht, daß er mit seinem Waltyäus-Uasfion. Gießen, S. März. Eine ungemein zahlreiche Gemeinde aus Nah und F'ern hatte sich gestern nachmittag in der Stadtkircheein- gaesunden, um in stiller Andacht an den ernsten Weisen, imit denen Johann Sebastian Dach nach Worten des Evcm- galisten Matthäus sein herrliches Chorwerk geschossen hat, fiif-j zu erbauen. Nach einem kurzen Vorspiel folgte der echte Chor, in dem die beiden vereinigten Vereine mit bcm Knabenchor eine schöne Leistung boten. Auch der mutiterc Verlauf der Ausführung verlief sehr gut und na- mtentlick, die Chorleistungen standen, dank dem gewissen- hchten Einstudieren durch Herrn Musikdirektor Traut- mtait n, auf hoher Stufe der Vollendung. Taß an einigen Mellen mehrere Chorsätze, Arien und Rezitative gestrichen mürben, lag wohl nur in dem Bestreben des Dirigenten, dirs sehr umfangreiche Werk nicht zu weit auszudehnen, ^ebenfalls hat er bei der Auswahl der einzelnen Nummern nur die schönsten ausgewäült, sodaß die Gemeinde mit nlllem, was ihr geboten wurde, wohl zufrieden sein konnte. <80m den Chorälen, die wir zu hören bekamen und die Mr Organist Gör lach mit bekannter Meisterschaft und betS)Qhk ™ , $er- «tn r.,/ • „Müt di,: j *n Hefa d . ‘ fomnAvt,tfei n- ** fn Q1|ii»its ',,a6 »4. 1 ,bct Arbeiter . '^e '91 «Ma* 6 'hl- " 9-*n i kuiäartto . I * ”"b!t Volitische Tagesschau. Minister Schenkel und die Sozialdemokratie. Tie von uns bereits kurz erwähnte Rede, die der badische Minister Schenkel in der letzten Woche in der badischen zweiten Kammer über die Sozialdemokratie hielt, ist ans heftigen Widerstand gestoßen, vor allem deshalb, weil der Minister die Sozialdemokratie als „eine berechtigte, auS gesunden Motiven hervorgegangene Bewegung bezeichnete, deren Vertreter er in der Kammer nicht missen möchte. In der in Karlsruhe abgehaltenen Sitzung des nationalliberalen Parteiausschusses gab der frühere Reichslagsabg Nassermann ironisch der Meinung Ausdruck, daß die Sozialdemokratie allen Gründ habe, die R-de Schenkels in ihrer Presse zu verbreiten; wenn er Wassermann) sozialdemokratischer Parteileiter wäre, würoe er diese Mi- nisterrede durch Maueranschlag in ganz Teutschland bekannt machen. Aehnliche Töne schlug die nichtsozialistische Presse in Vaden und zum Teil auch im übrigen Deutschland an, «nd in der Kammersitzung erklärte dieser Tage der nativ- mal liberale Abg. W i t t u m-Pforzheim sogar, daß er seit 50 Jahren ans patriotischem Pflichtbewusstsein die Sozial- kmolratie bekämpft, nach der letzten Rede Schenkels aber briefen Kamps eingestellt habe und jetzt mit dem Minister nur wünschen wolle, daß die badisck)en Genossen noch recht l«ange und zahlreich in diesem Hause vertreten seien. Tnrch diese Angrisfe von allen Seiten veranlaßt, gab Minister Schenkel nunmehr die Erklärung ab, daß seine Nede ganz f a l s ch verstanden worden sei. Vor allem habe er nicht behauptet, daß die sozialdemokratische Partei titte aus gesunden Motiven entstandene Bewegung sei, sondern er habe noch einen Satz eingeschaltet, „zu einem 0 roßen Teil". Allerdings habe er gesagt, er möchte i le Sozialdemokratie in diesem Hause nicht missen, da er t-8 für besser halte, sie fei hier vertreten, als daß sie i rauften unkontrollierbare Reden halte. Tie fozialdemo- hrntlfdje Partei hier im Saale möchte er über gern missen, 11.11 b er könne deshalb auch die Kritik, die an feinen Worten geübt worden sei, nicht' anerkennen. Auch er halte die Sozialdemokratie für eine staatsgefährliche Partei, Don her er nur wünschen könne, daß sie wenig Anhänger und wenig Vertreter in diesem Hause habe. Tiefe Ausführungen klingen etwas anders als die ersten, und die ängstlichen Gemüter, die in dem Minister schon eiinen Freund der Sozialdemokratie erblicken zu sollen glaubten, werden sich fetzt hoffentlich wieder beruhigen. wohlklingenden Organ in der Darstellung des leidenden Heilands überall die richtige Auffassung zeigte. Ein würdiger Stimmkollege war der in Gießen längst vorteilhaft bekannte und beliebte Bassist Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. Ter mit einem kräftigen Baß aus- gestattete Sänger hatte verschiedenen Charakteren gerecht zu werden. Er sang den Pilatus, den Judas Jschoriot, ben Kuiphas. den Petrus und den Pilatus, jede Person in ihrer Auffassung entsprechend. Eine dankbare Aufgabe hatte Herr Konzertmeister Bassermann aus Frankfurt a. M. zu lösen, der die während der Aufführung vorkommenden Violinfoli schelte und sich damit als ein Künstler von gediegener Auffassung und vollständiger Beherrschung seines wohlklinaeirden Instruments einführte. Große Anerkennung verdient auch das^Orchefter, das unter der zielbewußten Leitung des Herrn Trautmann viel zum guten Gelingen des Ganzen beigetragen hat. Wir können die ganze Aufführung nicht anders als Ausland. London, 4. März. Im Befinden des Königs ist eine Besserung eingetreten, die einen sehr befriedigenden Fortgang nimmt, wenn sich auch die Symptome der Erkältung noch immer bemerklich machen. Im Lause des Nachmittags machte der russisckie Botschafter Benckendorfs im Buckinghampalast seine Aufwartung. Brüssel, 4. März. In den weiteren Sitzungen des internationalen Verbandes für Studium deö Mittelst a n d e S, die unter Vorsitz des W-irkl. Geh. Oberregierimas- rates Bödiker stattfanden, wurde beschlossen, zunächst die Fragen des professionellen, kommerziellen und techn'schon (auch landwirtschaftlichen) Unterrichts, der Werkzeugmaschinen, des Kredits, detz VersichernngS- und Genossen- schaftswefens in Bearbeitung zu nehmen und gelegentlich der 1905 in Lüttich abzuhaltenden Ausstellung einen Kongreß zur Erörterung, insbesondere der erstgenannten drei Fragen, einzuberufen. Der Kongreß soll den Namen führen: Kongreß des städtischen und ländlichen Mittel- st a n d e s. Ferner wurde die Gründung einer Bibliothek mit entsprechender Registratur beschlossen, solche daS Budget fest- gestellt und die Propaganda erörtert. Madrid, 4. März. Nachdem ein russischer Agent in Barcelona mit katatonischen Schlächtern einen Vertrag abgeschlossen hat, wonach diese täglich 2000 Hammel an Rußland liefern sollten, hat der Bürgermeister von Barcelona sich an die Regierung gewandt, um triefe Fleischausfuhr zu verhindern, da hierdurch ein Steigen der Fleischpreise zu erwarten fei. Braila, 4. Marz. Hier wurde der serb'sche Oberleutnant Natschewitsch, ein enragierter Anhänger der Dynastie Obrenowitsch der seinerzeit flüchten mußte, unter dem Verdacht verhaftet, daß er die in Rumänien lebenden Serben a n st i f t e n wolle, den Königs mord an seinen Urhebern zu r 5 ch e n. Konstantinopel, 4. März. Die Pforte beschwerte sich in einer Mitteilung an die Botschafter der lEntente- Mächte über die Vergewaltigungen von Mohame- danern in Bulgarien durch Kommt tadschis und führte einzelne Fälle von Brandstiftung, Raub, Mord, Erpressung rc. sowie die Profanierung der Moschee in iSli- ntir an. Athen, 4. März. Dem Blatte „Asty" zufolge wird KaiserWilhelm anläßlich seiner Mittelmcerreise Griechenland besuchen und seiner Schwester, der Kronprinzessin von Griechenland einen Besuch abstatten. Aden, 4. März. Ein neuer Mullah aus dem sS 0 - malistamm Cgaben erregte am Flusse Webbe-Schebeyli einen Aufstand. Newyork,4. März. Die Senatsuntersuchung über die Praktiken der Mormonen ergibt, daß Smith, der Präsident der Mormonenkirche sowie der Avostel Forthauer immer noch polygamisch leben. Letzterer hat fünf Frauen und 45 Kinder. Der Apostel Merrill hat acht, alle anderen je zwei Frauen. 1 ® 2200 ' Gießener Anzeiger ■ 0 General-Anzeiger " S» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen _____ neigen teil: Hans Beck. Me. i>« e ,„‘^1 « : dr 178. fc" ’, f'7 geübten Ö : = 31 fm, = 7 , - 0,20 , = 65 , _ 88 , (darunter chniltholz), en = 3U fm, } m Länge (ßatien^ljl. Il W im $N A igftroeibe un» „. unb .SIMS1"!’ । Ml ju - 4. ftetei Laubach. Absicht feinen Anklang zu finden, weil sie doch auf eine Beschränkung der Redefreiheit hinaiiSläuft. Kirche und schule. Rom, 4. März. Der ^Offervaiore Romano^ veröffentlicht eine Enzyklika deS Papstes, worin der Wunsch deS Papstes ausgedrückt wird, die Entwickelung des Studiums der heiligen Schrift zu fördern. Z,l diesem Zwecke werden Diplome für Lizentiaten und Doktoren der heiligen Schrift geschaffen, welche durch die Bibelkommission verliehen werden sollen. Frankfurt, 4. März. Professor v. DrygalSki aus Berlin sprach dieser Tage hier vor dem Verein für Geographie über seine Südpolar-Expedition. Ihm wurde vom Vorsitzenden deS Vereins eine Urkunde überreicht, die ihn zum Ehrenmitglied ernennt. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Demnächst werden voraussichtlich eine Anzahl holländische Diamantschleifer nach Hanau übersiedeln. Sogenannte „eigene Werkmachcr" aus Amsterdam, daS sind solche Schleifer, die auf Rechnung anderer, wie Juweliere u. s. w., schleifen, unterhandeln mit Hanauer Diamantschleifereibesitzern wegen Abmietung von leerstehenden Schleifstühlen. — DaS vierjährige einzige Söhnchen des Landwirts F. Zilch in Weiskirchen fiel in den Nodaubach und fand seinen Tod darin. — Der Monteur Veit Gallert in Mainz, der wegen Verdachts des Mordes an seiner Frau längere Zeit in Untersuchungshaft sich befand, roiirbe außer Verfolgung gesetzt. — Bei Worms fiel ein Mädchen im Alter von 12 biS 14 Jahren in den Rhein und wurde durch die rasche Hilfe des Hafenmeisters Schlebach, der mit eigener Lebensgefahr nachschwamm, vom Tode des Ertrinkens gerettet. — In Ludwigshafen wurde im Stadtteil Friesenheim die Familie des Maurers Ferdinand Mitzel, bestehend auS Vater, Mutter, erwachsenem Sohn und Ibjähriger Tochter, wegen sträflichen Verkehrs untereinander verhaftet. Vcrmifcbtes» • Kiel, 4. März. Der wegen des rätselhaften Todes 5er Frau Schünemann am 30. Januar verhaftete Obermaat Kaeding wurde aus der Haft entlassen und daS Verfahren eingestellt. • Hamburg, 4. März. Ein hiesiger Kaufmann, der sich in Monte Earlo mit einer großen geborgten Summe auS finanziellen Schwierigkeiten durch Spiel zu retten versuchte, verlor alles und erschoß sich. • Port Said, 4. März. Im Suezkanal kollidierte /in englisches Torpedoboot mit einem eg yp tisch en Zollkutter, wobei letzterer derart beschädigt wurde, daß er sank; die Paflage war während eines ganzen Tages gesperrt. Die Besatzung wurde von dem englischen Schiff gerettet und an Land gesetzt. * S che i n t o t. In dem Dorfe Dörnhagen bei Gunters- Hausen ist dieser Tage der 18 Jahre alte Sohn eines Schreinermeisters mit knapper Not dem schrecklichen Schicksal entgangen, lebendig begraben zu werden. Der junge Mann wurde an seiner Arbeitsstelle plötzlich von einem heftigen Unwohlsein befallen und begab sich auf den Weg nach Hause. Er erreichte aber die Wohnung seines 6?aters nicht mehr, sondern stürzte auf der Straße vor fremder Leute Tür bewußtlos nieder. Man nahm allgemein an, daß es sich um einen tätlichen Schlaganfall handle, umsomehr, als der Körper des Kranken sehr rasch erkaltete und Pulsschläge nicht mehr wahrnehmbar waren. So wurde der junge Bursche in das elterliche Haus geschafft, entkleidet und, da auch der später herbeigcholte Leichenbeschauer keine gegenteilige Ansicht äußerte, von allen Seiten als Toter behandelt und beweint. Man bettete ihn auf Stroh, Zog ihm das Sterbehemd an und stellte Lichter in 'das Zimmer. Die Vorkehrungen für die Beerdigung wurden getroffen, und man bestellte den Leichenschmaus. Nach zweitägigem Schlafe erwachte aber plötzlich der Kranke, und ohne sick- lange zu besinnen, und auch ohne wohl recht die Situation, in der er sich befand, begriffen zu haben, eilte er in das Wohnzimmer zu seinen Angehörigen, die natürlich zuerst vor Schreck wie gelähmt waren, dann aber wurde anstatt des Leichenschmauses ein Freudenfchmaus gehalten. • E i n Schüler streik. AuS Seesen (Harz) wird gemeldet: AIS kürzlich ein Vater seinen Cohn, der die Jakob- sonsche Schule in Seesen (Harz) besucht, bei den Ohren nehmen und ihn veranlassen wollte, seine Schularbeiten zu machen, warf sich der Sprößling in die Brust und erwiderte: „Vater, ich darf nicht, wir streiken!" Der Vater war sprachlos. Aber die Angaben seines Sohnes waren richtig. Die jungen Leute streikten in der Tat. Sie hatten ein Schriftstück ausgesetzt, es Mann für Mann unterschrieben und sich darin solidarisch verpflichtet, nicht früher wieder zu den „geliebten" Büchern zu greifen, als bis die Ueberlastung mit häuslichen Arbeiten abgestellt sei. Als die Streikenden ihre Forderung erfüllt glaubten, zerriflen sie das Schriftstück und kehrten zu ihren Schulbüchern zurück. Streikbrecher waren nicht zu verzeichnen gewesen. Zuzug von außen war auch nicht erfolgt. * Ein Vater, der sein Kind ins Wasserwirst. Der Taglöhner Josef Schmidinger in Oderberg, Bezirk Mauthausen, entfernte ficfy während seine Frau in der Kirche war, mit dem dreivierteljährigen Söhnchen, eilte zur Donau bei Albern und schleuderte das Kind in die Donau. Er begab sich dann in die Kirche. Von der Gattin nach dem Verbleiben des Kindes befragt, gab er an, es zu Verwandten gebracht zu haben, gestand aber, von der Frau gedrängt, die Wahrheit, worauf er auf Anzeige des Hausbesitzers, der durch das Jammern des Weibes aufmerksam geworden war, in Haft genommen wurde. Schmidinger gestand auch der Gendarmerie die Tat. Das Kind shabe ihm, gab er an, stets Widerwillen entgegengebracht und seine Frau am Verdienen gehindert, darum habe er es ins Wasser geworfen. l-erichlssaal. -t. Gießen, 4. März. Ein in mehrfacher Hinsicht interessanter V re ß beleidig ungs-Vrozeß wurde gestern vor unserem Schösse ngericht verhandelt. Oberst a. D. S p o h r- Gießen, vertreten durch seinen Sobn, Rechtsanwalt Dr. Spohr, Hal vor dem Schöffengericht Gießen eineVrivatklaae angestrengt gegen den Redakteur an der „Rheim-Wests. Ztg." Tr. Trabert in Essen ivegen verleumderischer Beleidigung. Eine Zeitung in dem westsäl. Städtchen Gummersbach batte berichtet, daß in einem märkischen Städtchen Oberst a. T. Spohr über die Natnrheilknnde und über die ans Wunderbare grenzenden Wirkungen dieses Heil verfahrens am eigenen Leibe einen Vortrag gehalten habe. Hierbei hatte der Druckfehlerteufel in GumnierSbach eine böse Entstellung gezeitigt, aus „Kehlkopfs war in dem Artikel „Kahlkopf" ge- wordeii. Diesen Druckfehler hatte natürlich der „Kladderadatsch" ausgegriffen und ein Witzchen dazu gemacht. Die „Rbein.-Wests. Zeitung" hatte diese Notiz des „Kladderadatsch" unter „Vermischtes" abgedruckt, und in dem Irrtum, es sei die Gummersbacher Korrespondenz die Reklame eines gewerbsmäßigen Kurpfuschers, dem Abdrlick eilte dahin gebende Stichmarke beigegeben und einige gegen das „gewerbsmäßige Kurpkuschertum" int allgemeinen sich richtende Bemerkungen hinzugesügt. — In der heutigen Verhandlung erklärte sich der Anwalt de? Verklagteit zu einem Vergleich bereit und bemerkte dabei, als Tr. Trabert erhir, daß er sich geirrt habe und daß er in dem Obersten a. D. Spohr keineswegs mit einem getverbsmäßigen Kurpfuscher es zu tun habe, habe er diesen brieflich um Verzeihung gebeten und eine von diesem gewünschte Berichtigung ausgenommen. Er sei bereit, falls der Gegner seine Klage zurücknehme, zu erklären, daß es nicht seine Absicht gewesen war, den Gegner Ut beleidigen, und daß er auch die Kosten tragen wolle. Rechtsanwalt Dr. Spohr lehnte indes jeden Vergleich ab. Zur Begründung der Klage wurde ausgeführt, daß der „Kladderadatsch" seine Briefkastennoti< mit Ausnahme des Namens Spohr in gewöhnlicher Druckschrift zum Albdruck gebracht habe. Man könne auch die Schlußworte der Notiz in dem Witzblatt, tute die meisten Witze in dieser Ecke des Blattes, harmlos nehmen. Anders läge es mit dem Abdruck in der Rhein. Westph. Zeitung, deren Redakletir den Setzer veranlaßt habe, durch teilweisen Sperrdruck und Gänsefüßchen den Artikel zu einer Beleidigung zu ntachen. Wetter kämen noch dazu die Stichmarke und die vom Beklagten zu deut Artikel verfaßte Einleitung, welche schwere Beleidigungen enthielten. Wenn and) falsche Voraussetzungen über die Person deS Privatklägers bei dem Verfasser der Notiz vorgelegen haben mochten, so könne dieser Umstand den Redakteur, der sich auch als Verfasser bekannt hat, nicht straffrei machen. Nach Lage des Fasies sei auf F r e i h e i t s st r a f e, mindestens aber auf 7 — 800 Mk. Geld st rase zu erkennen. Der Vertreter des Beklagten wies darauf hin, daß in der Berichtigung, welche Oberst Svohr an Dr. Trabert zum Zwecke der Aufnahme in die Rhein. Westph. Zeittmg übersendet habe, zwei Bcleidigtntgen für den Empfänger enthalten seien. Man wolle eine Wiederklage nicht erheben, aber zu werten sei diese Tatsache vom Richter, und zu berücksichtigen sei, daß der Kläger, indem er den Beklagten auch beleidigte, sich bereits selber Genugtttunq oerschafst habe. Seinem Klienten habe auch die Absicht, zu beleidigen, gefehlt. Seine eigenen Attssührttngen feien gegen das Kurpfuschertum int allgemeinen gerichtet; nur ein Irrtum habe die Aufnahme des Artikels veranlaßt, und das erforderliche Bewußtsein der Rechtswidrigkeit des Handelns sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, um den Beklagten verurteilen zu können. Darum bitte er, der Gerichtshof möge den Beklagten sreisprecben. Der Vorsitzende verkündete, daß da? Urteil in dieser Sache am Dienstag verkündet werden wird. Nkiiklle Meldnugen. Origiualdrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Berlin, 5. März. Prinz Prosper von Aren- 6 er g soll heute einer Irrenanstalt bezw. Heilanstalt, wahrscheinlich Herzberge, überwiesen werden. Hannover, 5. März. Ter Zustand des Grasen Wa l- dersec hat sich nicht gebessert. Ter Kranke nimmt nur flüssige Nahrung zu ft(h Tie Kräfte nehmen er- heblicb ab. Ter Kaiser forderte einen ausführlichen Krankheitsbericht ein. Ebenso liefen von mehreren Fürstlichkeiten und Staatsmännern telegraphische Anfragen ein. Ter Zustand des Patienten ist nach Aussage der Aerzte Be sorgnis erregend. London, 5. März. „Daily Chronicle" meldet aus Shanghai: Eine Mission aus Shantung berichtet, daß am 25. Februar 28 japanische Matrosen in Peghan eingetroffen seien und erklärten, daß ihr Schiff von einem russi- scheu Kreuzer in den Grund gebohrt worden sei zwischen Port Arthur und Phanthi. Das russische Kriegsschiff soll darauf ebenfalls von den Japanern in den Grund gebohrt worden sein. 200 Japaner hätten sich auf chinesische Dschunken geflüchtet, während sämtliche Russen ertrunken seien. London, 5. März, lieber die Audienz des russischen Botschafters beim König wird Stillschweigen beobachtet. Indes; glaubt man, daß derselbe in einer wichtigen geheimen Mission in Petersburg ist. Madrid, 4. März. In der Kammer wurde eint längere Debatte hervorgerusen durch die Beratung des Antrages, der für unzulässig erklärt, daß der Gouverneur der Bank von Spanien gleichzeitig ein Teputiertenmandat innehat. Villanueva brachte im Namen der Minderheit eine Tages"vdnung, welche ein Tadelsvotum gegen den Kammerpräsidenten enthält. Diese Tagesordnung wurde mit 175 gegen 76 Stimmen abgelehnt. Barcelona, 4. März. Tie industrielle Krisis verschlimmert sich Infolge der bevorstehenden Schließung einiger Fabriken würden 10 000 Arbeiter feiern. Wien, 5. März. Ter bulgarische Gesandte in Konstantinopel, Matschiewitsch, ist beauftragt, mit dem Sultan eine Verständigung bezüglich der Proklamierung der Unab- hängigkeitVulgariens einzuleiten. Hier ist man der Ansicht, daß das Gelingen dieses Planes die Kriegsgefahr völlig beseitigen könnte, doch zweifelt man an der Zu- siimmung des Sultans. Wien, 5. März. Tie in Leipzig erschienene Flugschrift: „Weckruf an alle Deutschen ohne Unterschied des Glaubens zur Errichtung einer deutschen von Rom unabhängigen N a t i o n a l k i r ch e" wurde für Oesterreich verboten. Petersburg, 4. März. Nach einem Telegramm des Generals Pillig ist in Port Arthur und Jnkou alles ruhig. Nach einem Berichte von Augenzeugen befindet sich bei Tschernulpo zw'scheu den Inseln das Wrack eines vor einiger Zeit gesunkenen jap anischen Kreuzers mit drei Schornsteinen. Newhork, 4 März. Aus Tokio wird gemeldet, wie sich heraussleil't, hätten mit Kohle, Nahrungsmitteln und anderer Kouteebande beladene Schiffe neuerdings die Tsugarustraße passiert und seien in Wladiwostok eingetrossen. Daraus gehe hervor, daß die Japaner ihre Bemühungen eingeschräult haben, Schiffe aufzuhalten. Unter diesen Schiffen Härten sich deutsche, britische und norwegische befunden. Telephonischer Kursbericht. 3*/tn/u Reichsanleihe . . 101 50 V'n do. . . 89.50 3*/,% Konsole . . . 101.30 3°/n do . . . 89.75 1‘/t% Hessen . . . 100.20 Oberhess-n . . . 00.00 4 % Oosterr. Gmdrente . 100 90 4* 6% Oesterr. Silborrenfe 100 50 X% Ungar, boldrente . . 98.90 4«' Haben. Rente , . . 101.00 4’ Portugies.r , . . 57.60 °i Portugiesen.....‘66.80 1 % C. Türken .... —.— l'ürkenlose ..... 119.40 4°/q Griech. Monopo1 -Anl. 41.30 4‘ - äu««nro Argr-ntmer 42 90 3i7,, Mexikaner . . 25 90 4,/y"' Chinesen . . 8510 Electric. So> uckort . . . 98.00 Nordd Lloyd . . .. 10270 Kreditaktien . ... ]9fl25 Diskonto-Kommandit. . 180.40 Darmstädter Bank . . 134.20 Dresdener Bank .... 144.80 Bor iner Handelse-es. . . 149 00 Oesterr. Staatobahn . . , 135 00 Lombarden.....13 75 Ootthar.ibahn .... 194.30 Laurahütte......217.70 Bochum ....... 184.20 Harpener ...... 186.50 Tendenz: «chwach. Schutzmarke sind und deshalb besonders billig. 1 Würfel zn 10 Pfg. für 2 gute Teller. und weise andere Marken zurück. verlange ausdrücklich ,.T!fng-gi*s Suppen“ mit Schutzmarke Bekanntmachung. In der Zeit vom 27. Februar bis 5. März 1904 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 silberner Ring, 1 Damenschirm und 1 Spitzentuch; verloren: 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt, 1 An- hängetäschchen mit 1 Portemonnaie, 1 Bierzipfel, 1 goldenes Kettchen mit blauem Herzchen und 1 Brille. Entlaufen sind 1 Jagdhund und 1 schwarzer Dackel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 5. März 1904. Großherzogliches Volizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Sämtliche Bullen, die am 17. März d. I. zum hiesigen Markte gebracht werden, müflen mit Rasenring versehen oder derart geseflelt sein, daß dieselben zu jeder Zeit von ihrem Führer leicht bewältigt werden können, andernfalls wird dem Führer der Bullen der Auftrieb dieser Tiere auf den Markt versagt. Butzbach, den 4. März 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei. Küchel. 2188 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen tvarteustraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und ArbeiMehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermittele An den Werktagen von 8 btfl 1 Uhr und von 8 buB 6 Uhr geöffnet. ES können eingestellt werden: 2127 1 landwirtschaftl. Magd, 1 landwirtschaftl. Knecht, 4 Schmiede, 1 Wagner, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 2 Friseure, 2 Schneider, 2 jüngere Hansbnrschen, 1 Fahrbnrfche, 8 Dienstmädchen hier und auswärts, 1 Köchin (Aushilfe), 1 Putzfrau, 1 Lausmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Mechaniker oder Installateur, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 3 Schreiner, 2 Drechsler, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder oder Lackierer. ES suchen Arbeit: 1 landwirtschaftl. Knecht, 3 Schreiner, 1 Küfer, 1 Buchhalter, 2 Dienstmädchen, 1 Laufsrau, 1 Putzfrau, 1 Wochenpflegerm auch nach auswärts. Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Elektrotechniker, 8 Mechaniker, 1 Kaufmann. Bekanntmachung. ~ Anmeldungen znm Bezüge von Zinsen au5 der Schottischen Stiftung (Ostergeld) haben in der Zeit vom 13. bis 87. März 1904 auf dem Armenamt, Neuen Baue 25, zu erfolgen. Gießen, den 3. März 1904. 2200 Grotzherzpi i' VMirafva- nrrtei Gießen. I. 93.: Curfchmann. MWer MhllnnMchmis Gießen. Gartenstratze 2, Zimmer Rr. 14. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.> ES sind zu vermieten: 38 Wohnungen von 1—9 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln oder Bibliotheksgegenständen, 2 möblierte Zimmer. Zu miete» gesucht: 28 Wohnungen von 1—5 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 M- einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.: außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. lb78 Bekanntmachung. SamStag, 19. März 1904, nachmittags 27, Uhr, solle« bei dem Turmhaus am Braud 1. die städtische« Marktlaubeu und die unter dem Turm- Haus befindlichen Keller für die Zeit vom 1. April 1904 bis Ende März 1905 2. die ObstverkanfSplätze am Reueuwegertor und au» OSwaldSgarten nächst der SpieS'schen Wirtschaft au» unbestimmte Zeil . 3. die Wirtschaft-Hatten auf dem «iehmarktplatz für die Zeit vorn 1. April 1904 bi- Ende März 1907 öffentlich meistbietend verpachtet werben. Gießen, den 4. März 1904. 8232 Großyerzogltch stirgermeisterei Gießen. Mecum. ily gt . ^eBt, PöKä Us »,*71^ OKEL ,'->, L's-..... i.ä„y‘h * 'M tag Atun8 hi hg ein $ctoi,rtU6e* ">'n »efe Ä™, * h etefmt 8 ti",un9 IN rde» 10 000 grÄc* Jä«Ä ft,*; L5G 9 feit wan an der § ^8 ersls^nene Unasckirik e Metfdjieh des ®[£ ^urbe jur Oesterreich fr, M einem Telcgror- ■* «nhur und Jnfo; don Auaenzeii» 'chen den Mn das L unkenen japanisckc^ einen. Jolio wird gemeldet, r" chle, Nahrungsmitteln ur: deneSchiffe neundin;! seien in Wladiivvsit! 'bor, daß die Japaner ik i, Lchisse aufzuhallen. lieche, britische und normtgr; Kursbericht TendenijebwiA gute Teller. Marken 1690 .810 . W Mexikaner Chinesen •tr-r. W ackert, Id Lloyd . . lihktien . mto-Wonmv\i\\l rMtUm . eig net Bank . , ir iner Handelte«, eitert Staatobahn . ,1O . , .Wf! , . .WK' . . . IS« . , . 13ü . . 191a ... 2ir , . .IBIS .M ottharibahn aarahüUe . j, iif «>*", ijpr.li’ i"' S"" . rÖl,'trtei®^IV rlsteM- WtzkiS Rst ständen., qciuchl' imern- , u tnÄr KZW S ti-etii-. Weil N'm? in dt IO Heusta&t IO KjjGe Allszeichmg „Silberne Mebnille" lanblnichch. Anstelinng Bietzen 1903 rm Eichcn-Knüppclholz, 34 10 75 2240 sowie . ■ / -- .3.' .... ' ■ 162 6 20 15 53 2210 680 61U 950 rm Nadel-Knüppelholz, Wellen Buchen-Reisig, Wellen Eichen-Reisig, Wellen Stadel-Reisig, WellenWeichholz-Rersig, 26 rm Buchcn-Stockholz, 2 rm Eichen-Stockholz, 10 rm Nadel-Stockholz. Eichen-Stämme mit 13,21 fm, 9ladel-Stämme mit 1,76 fm, Nadel-Derbstangen mit 3,72 fm, rm Buchen-Scheitholz, rm Eichen-Scheitholz, rm Nadel-Scheitholz, ■■ ■- •• Holz - Versteigerung in den Waivungen der H. münde Mescck Freitag, den 11. d. M., vormittags 10 Uhr beginnend, sollen aus den Distrikten Hegwald, Ejsigpfad und Dürrloch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: p |fJ Qan|/V neueste Säemaschinen Kl. IV säen alle mUU. vduK o Fruchtarten oh ne jede Radauswechselung, p |fl QonV’e ein- und mehrscharige Pflüge und neueste null. OdLK o leichte Wendepflüge, Pflüge mit Holzgrüttdel, Hack- und Häufelpflüge, Kartofselfurchenzieher, Grubber, Extirpatoren, Scharcggcn, Fcderzinkenknltivatoren, Düngcrstrcumaschincn Westfalia und Düugermühleu, Acker- und Wiefeneggen, Glatt-, Ringel- und Lambridgcwalzen, alle anderen landwirtschaftlichen Geräte hält stets in großer Auswahl auf Sager und empfiehlt billigst >v <k. 2205 Heschäfts-Gmpfchlung. Hiermit die ergebene Dtitteilung, daß ich meine Restauration nach wie vor weiterführe und bringe daher meine Lokalitäten in empfehlende Erinnerung. 2203 Louis Schultheis Witwe, Schützeuhaus. WMWÜiML^iL ’«ur 1 Säerad für alle Getreidearten Äormnl-Stahl-Pflüge. u. 3 ßcharlg, mit staubdichten Radnaben für OciBcnniuruiig -ila6 l'ii, itay.ariii t Co., Fiaukim1! a. ili txesanyvereäBi räeätes’^eit. Sonntag den 6. März Fmmlierr-Unter Haltung mit Konzert und Tanz im Saale des Lenz'schen Fels entellerS. Anfang 4 Uhr. 2189 Der Vorstand. Anthracit - 1533 Eierbriketts empfiehlt J. HappeS, Kohlen- n. Holzhandlung. ieldst eingem. Sauerkraut, Salz- u. Essig-Gurke» cmpfiebli 115uö| I. Marker, woetheslr. 54. . „ . taufm. u. jonst. Aiuck- 6 6g.. jacheo, Broschüren u. ■ BI fl» Werke liefert prompt g 11] und billig die best- llllV eingerichtete AuchvruLeret von ^oarad & jiuger 12ÖUI in jungen. D Aian verlange unsere Preise. G (Dement Kohlen Briketts empfiehlt 2161 Balth. Häuser, Garbenteich iß! Todes-Anzeige 2713 Herr Heiaii-ieli H© I .er nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im 24. Lebensjahre, Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Jakob Heller, Rentner. Lieh, den 5. März 1904. 2160 empfiehlt o ist erloschen. 2214 Gesangbücher 2183 in 31 täten. Gebrauch des 1706 morgens 8 Uhr. 2179 rc. empfiehlt 2168 Ludwigstr. 69III 1251 Tageszeit. G. E. garantiert irisch. 2097 -lprikosen Apfclrrnge Brünetten O Brünett Birnen O Kirschen Zwetschen bei 2236 Emil Fischbach, - ? Q» ’S A iw Aseptin-Cream -V-lL d. Vergmanu & 8o, KaLcbenl-Arks-rit. it.Tube5VPfg.bei äd. Bieler, Trog. . ;'V" ■■ ----- - .• • ■ - • . > y. > 1666 Seng, Ludwigstr. 6, I. gut gewirkt. Golssen, 12. 3. 02. 'M Dose 0.50, 1.— und 1.50 Alk. Zu haben in der Hirschapotheke und bei Otto Schaaf. Gießen, den 4. März 1904. Gr. OberfSrsterci Schiffenberg. Heyer. Die Beerdigung findet Montag den 7. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauer hause, Bahnhofstrasse in Lieh, aus statt Heute morgen 7 Uhr verschied sanft unser innigst geliebter Sohn, Bruder und Schwager Montag den 7. März, abends 8 Uhr: Wonais - Kcrjammlüng bei Kamerad Stiel, Stroh dorkt^ Weg. I2227 Das Kommando. grösster Auswahl bei Beschläge für Neubauten, Möbel, Sarge 1649 C. K. Farben Lacke, Leim, Pinsel u. Bürsten Bekanntmachung. In daS Handels - Register wurde hetite bezüglich der Firma „Adolf Zinßer" zu Gießen eingetragen: Geschäft ist nut Firnra auf Weinhändlcr Karl Küchel dahier mit Wirkung vom 15. Februar 1904 übergegangen und wird unter der Firma „Adolf Zinßer Nachfl." weiter betrieben. Aktiva sind .übergegangen, Passiva nicht. Prokura der Ehefrau Zintzer Balth. Häuser, Garbenteich, la. Auhvodenlacktaröcn Fahrräder beste, bewährte Marken, sowie alle Zubehörteile empfiehlt [2162 Balth. Häuser, Garbenteich. Kognak von ganz hervorragender Qualität. Flasche 3 Mark. 1219 Adler-Drogerie Seltersweg 39. 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