SOU zweites BMtt 154. Jahrgang Fveuag 4. movemder row Gießener Anzeiger Erscheint tS-Nch mit Ausnahme des Sonntags. Rotationsdruck und Verlag der Brüh loschen Univerfttätsdruckeret. ÖL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.T, Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen, Die „Slotzener LamMenblötter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Ier Aufstand in Aeutfch-SüdwestafriKa. Major Lengerke meldet aus Warmbad über Kapstadt vom 20. Oktober: Keetmanshoop mit 130 Mann undl 2 Geschützen ist ausreichend verproviant und wird sich monatelang halten können, wenn auch die Wegnahme der dort reichlich vorhandenen Tiere zu befürchten ist. Moren g a befindet sich mit mehreren Hundert gut bewaffneten und berittenen Hottentotten in und bei Karas berg. Tie Verbindung mit Keetmanshoop ist dadurch unterbrochen. Die Hererokapitäne. An die Meldung General Trothas, daß die Hererokapitäne nach Br itisch-Betschuanaland entkommen sind, werden sich nunmehr diplomatische V e r h a n d- >l ungen mit England knüpfen müssen, welche die Aus- lieferung oder Unschädlichmachung der Flüchtlinge zumi Gegenstände haben. So lange weder das eine noch das andere erreicht ist, darf eine Wiederherstellung gesicherter! Verhältnisse im Schutzgebiet nicht erhofft werden. "Ta die Kapitäne anscheinend nur ihr nacktes Leben gerettet haben, werden sie die Verbindung mit ihren im Schutzgebiet zurückgebliebenen Leuten schon deshalb aufrecht erhalten müssen, um letztere zu ununterbrochenen Bie hdlebst äh len zu veranlassen und sich dadurch die nötigen Sub- sistenzmitte-l zu verschaffen. Tas geraubte Vieh wird den Kapitänen zugetrieben werden und an den englischen Händlern willige Abnehmer finden. Marr kann sogar mit Sicherheit annehmen, daß die Händler dieses lukrative Geschäft in jeder Weise ermutigen und fördern werden. Dadurch bleibt aber das Leben und Eigentum unserer Ansiedler dauernd gefährdet. Man sollte eigentlich nicht glauben, daß England die Auslieferung der Kapitäne verweigern könnte. Es handelt sich um gemeine Verbrecher, die ein grausames Blutbad angestiftet haben, dem Hunderte von wehrlosen und unschuldigen Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Es ist für gesittete RechtÄ- begriffe undenkbar, daß ein Kulturstaar einer solchen Möv- derbande ein Asylrecht zugestehen sollte. Aber daraus folgt freilich noch nicht, daß die Engländer sich um diese Rechts- begriffe viel kümmern. Wir machen uns darauf gefaßt, daß sie sich aus den Standpunkt stellen, die Hereros seien als kriegführende Partei zu betrachten. Aber in diesem Falle wäre England als neutraler ©taot doch verpflichtet, die Kapitäne samt ihrer Gefolgschaft nach stattgefundener Ueberschreitung der englischen Grenze zu entwaffnen und! während der Dauer des Krieges zu internieren. Da England eine von seinem Gebiete ausgehende Beunruhigung der deutschen Nachbarkolonie nicht dulden darf, so wäre es, — falls diese Mörderbande des englischen Asylrechts für würdig erachtet werden sollte — den Umständen nach das richtigste, wenn England den flüchtigen Kapitänen eine seiner augerafrikanischen Besitzungen als' Asyl anweisen würde. Hier hat unsere Regierung einmal Gelegenheit, sich für ihre wohlwollende Neutralität im Burenkriege von England einen Gegendienst auszuwirken. Hendrik Witboi. Einen Lobgesang au, Hendrick Witboi hat dar ihm jetzt als Feind gegenüberstehende O.berst Leutwein im Februar 1898 in der militärischen Gesellschaft zu Berlin in einem Vortrag cmgestilmnt. Leuhwein rühmte Witboi als einen ach tun gs werten und anständigen Gegner, dessen Freundschast zu gewinnen, lohnend erscheine. Auf eine Frage nach Witboi hat Leutwein dem Kaiser geantwortet : „Er ist jetzt Ew. Majestät getreue st le rUnterta n." In schwierigen Lagen habe Witboi stets treu zu den Deutschen gehalten. Ein großes Verdienst an dieser Vertragstreue Witbois falle dem Distriktschef von Gibeon Oberleutnant v. Burgsdorff zu, der es ausgezeichnet verstanden, habe, sich das Vertrauen Witbois zu erwerben. Jetzt ist Burgsdorfs diesem Vertrauen zum Opfer gefallen. Leutwein schloß damals seinen Vortrag mit den Worten: „Daher meine Herren, ist einen Krieg zu beginnen, statt ihn an uns herantreten zu lassen^ in Afrika ein besonderes Wagnis. Tenn nur die offenbare Gerechtigkeit unserer Sache vermag uns zu sichern, was wir zur Ueber- windung der geschilderten Schwierigkeiten in der dortigen Kriegführung in erster Linie bedürfen, nämlich die Mitwirkung der Eingeborenen selbst. Daher sei uns gerade dort jede Frivolität fern! Halten wir den Ginge- Per Aing. Kriminal-Roman von O. E l st e r. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ter Amtsgerichtsrat hatte eine Belohnung auf das Auffinden der Entflohenen ausgesetzt. Tann kehrte er traurig und niedergeschlagen mit Ferdinant) nach dem Gasthaus zurück. „Wenn sie doch nur mehr Vertrauen zu mir gehabt hätteJ murmelte er. „Toch nein", fetzte er dann rasch hinzu, „ich muß mich selbst anklagen. Ich habe kein reckstes Vertrauen mehr zu ihr, nachdem Sie, Herr Groller, bei mir gewesen waren. Wenn ich geblieben wäre, wenn ich sie erwartet hätte, mit ihr gesproä)en hätte, sie würde mir altes gesagt haben, und ich hätte ihr raten und helfen tonnen. Aber in einem Augenblicke des Mißtrauens habe ich sie verlassen, und sie dadurch der Verzweiflung Preisgegeben. Sie sah, daß ich an ihr zweifelte und das hat sie zu dem unseligen Schritt bewogen. Ich trüge die SckMld — ich allein!" So klagte sich der brave Mann selbst an und war auch nicht durch die Zusprache Ferdinands zu beruhigen. „Turch Mißtrauen", fuhr er fort, den Trost Ferdinands mrückwciftnd, „geschieht, das meiste Unheil auf der Welt. Mißtrauen und mangelnde-Offenheit sind die Grundübel — sie leiten gleich hämischen Teufeln bte Menschen auf fuuax Wege und wenn (vir in Sumpf und Moder, Sünde und Verbrechen stecken, dann lassen sie uns höhnisch lachend im Stich Oh ich Tor, ich großer Tor !" Er setzte sich an eines der Fenster in der Gaststube nieder, stützte ben Kopf in die Hand um) schaute traurig vor sich hin. Ter Wirt überreiche tfeioiiiaiib einige heute morgen einge- noffem Briefe. Meck-anisch öffnete Ferdinand sie und überflog ihren gleichgilligen Inhalt. Nur ein Brief erregte seine Aufmerksamkeit. Tcrselbe lautete: borenen gegenüber in der einen Hand das scharsgeschliffene Schwert, in der anderen dagegen das Zuckerbrot. . . Nicht dem Sieger gebührt dort der Lorbeer, sondern dem! Wiederhersdeller des Friedens." Es ist interessant diese Reminiszenz auszusrischen. Zuverlässigen Privatnachrichten aus Südasrim zufolge ist der W i t b o i a u f st a n d erst ausgebrochen, nachdem man deutscherseits mit der Entwaffnung der Witbois begonnen hatte. •— Die deutschen Verluste an Offizieren, Beamten und Mannschaften betragen feit Beginn des Aufstandes 671 Tote. Der Typhus. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am Typhus gestorben: Reiter Wenzel, Reiter Lange, Reiter Winterstein, Reiter Przyborowski; Reiter Nivergall an Darm- zerreißung durch Huffchlag verstorben. Hilfeleistung für Südweftafrika. Die Sammlmtgen der Deutschen Kolonialgeseltschast für die Hilfeleistung in Südwestafrika haben 272 000 Mark überstiegen. Votitische Tagesschau. Grünewald- Mißvergv n gen. -V Berlin, 2. November. Seitdem der Kaiser den Entschluß gefaßt hat, den bei Berlin gelegenen Grünewald zum Volks park umzugestalten, wird der Grünewald mit Argusaugen beobachtet. Jedes Projekt, das Irgendwer auf geduldiges Papier drucken läßt, — sei es nun, daß es sich um die Anlage einer Riesen- Arena von hundettausend Personen Fassungskraft handelt, oder um die Errichtung von Theater- und Vergnügungsstätten oder um die Schaffung weltstädtischer Restaurants — erfährt alsbald die eifersüchtigste Mißbilligung. In seiner »Unberührtheit", in seinem »charakteristischen Ernst", »voll Stille und Heimlichkeit" soll der Grünewald erhalten bleiben. Verlautet nun gar, daß ein kleiner Teil des Grünewalds der Bebauung erschlossen, d. h. zur Anlage von Ein- und Zweifamilienhäusern, bestimmt werden soll, dann erhebt sich em Schrei der Entrüstung. Flugs ergeht ein Aufruf zur Sammlung von Unterschriften gegen die angebliche Waldverwüstung, wird über Vorschubleistung von Bodenspekulationen geklagt und natürlich auch eine Volksversammlung zu flammendem Protest einberufen. Kürzlich hätte eine solche Versammlung beinahe stattgesunden. Als nämlich der Ein- berufer, eine große Rede im Gewände, sein Publikum musterte, da zählte er ganze acht Personen und verzichtete weislich darauf, diesem kleinen, aber erlesenen Kreise seine Meinung zum Besten zu geben. Wir erfahren von wohlunterrichteter ©eite, daß die Be- fürchtungen, als solle der Reichs Hauptstadt die »Lunge" genommen werden, die der Grünewald darstellt, durchaus der Begründung entbehren. Tie in Vorbereitung befindlichen Pläne, von denen der Kaiser wiederholt Kenntnis genommen hat, wahren im wesentlichen den Eharatter des Waldes. Daß die Wege vermehrt und verbessert werden, daß durch Rasenanlagen und Anpflanzungen das etwas düstere und monotone Bild des fast nur aus Kiefern bestehenden Forstes freundlich aufgehellt wird, dagegen läßt sich nichts einwenden. Und wenn man den Grünewald zu einem Volkspark mn- gestalten will, dann inuß man schon dafür sorgen, daß der Geschmack des Volkes, der nun einmal nicht nur auf Natur- genuß, sondern auch auf Erholungen mehr materieller und derberer Art gerichtet ist, (eine Befriedigung findet. Die Besucher Berlins, die zur Sommerszeit oft enttäuscht sind, daß eine Stadt von dieser Größe und Bedeutung dem Fremden wenig mehr zu bieten hat, als den Ausstellungspark, werden das bunte Leben und Treiben, das dann der Grünewald verspricht, gewiß mit Vergnügen beobachten. Bei der riesigen Ausdehnung dieses Waldes finden die Freunde ländlicher Stille und Einsamkeit Gelegenheit genug, sich zurückzuziehen. * Die letzten Tage vor der Wahl. In den Vereinigten Staaten von Amerika sind alle Parteien geschäftig, die letzten Tage vor der „Geehrter Herr Groller ! Hierdurch ersuche ich Sie höflichst, sobald wie möglich nach Berlin zu kommen und bei mir vorzusprechen, da ich Ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen habe, welck-e ich dem Papier nicht anvertrauen mag, da ich nicht weiß, ob mein Brief Sie er- reiä-t. Tie Mitteilung betrifft den Tod Ihres Bruders. Ihr ergebenster Berner, Justizrat und Königlicher Notar." ,Lesen Sie das, Herr Amtsgerichtsrat", sagte Ferdinand, jenem ben Brief gebend. . „Ach, eine geschäftliche Angelegenheit." „Ich glaube kaum. Ich vermute fast, daß der Juftizrat über den rätselhaften Tod meines Bruders neue Entdeckungen gemacht hat. Gesickteri. Ter Amtögerichtsrat war ttosttos. „Ich glaube", sagte Ferdinand, „datz aus allen diesen Meldungen wenigstens die'Sicl>erhe.t hervorgeht, da ßsie keinen Selbstmord verübt und verüben iviU. Wozu brauchte sie sich sonst so weit zu entfernen?" Entscheidungsschlacht am nächsten Dienstag noch voll auszunützen. Mpublikaner wie Demokraten behaupten, daß der Sieg am 8. November ihnen sicher sei. Die Wahl- wett en nehmen einen großen Umfang an. In Wall Street wurden große Wetten gemacht zugunsten von Roofe- Veit im Verhältnis von 4, 5 und manchmal 6 zu 1. Das Gesetz erklärt Wahlwetten für strafbar, wenn die Wettenden; selbst an der Wahl beteiligt sind, aber darum kümmert; sich niemand. Ter Expräsident Grover Eleveland hat üt Newyork vor vielen Tausenden eine große Rede für die Wahl Parkers gehalten; er nannte Roosevelts äußere Politik eilte Förderung der „internationalen Im-, moralität". W. I. Bryan, der heftigste Gegner Parkers vor der Konvention in St. Louis', bereist den Staat In-- diana, um Stimmung für Parker zu machen. Richter Parker hielt in Newyork eine Rede vor einer großen deutschen Versammlung, in welcher eqj besonderes Gewicht auf die Notwendigkeit der Bekämpf-- uug des Militarismus legte, den die Anwesendew im alten Daterlande empfindlich gespürt hätten und unten denen auch der Vorsitzende dieser Versammlung Karl Schurz gelitten habe. Parkers energische KampagTie flößte den Temokraten neuen Mut ein, sodaß die hervorrazendeur demokratischen Blätter den Staat Newyork ünd damit ben; Präsidenten zu gewinnen glauben 500 der bekanntesten Deutschen in Newyork erliegen einen Ausruf, indem sie pie Wahl RooseveltÄ unter Bezugnahme auf die bekannte Bismarckrede vont Mai 1879 befürworten. In Groß-Newyork werden die Demokraten beschuldigt, 10 000 falsche Registrierungen von Wählern vorgenommen zu haben. Daß viele Betrügereien Vorkommen, ist bekannt; zum Beispiel sollen Eingewanderte, die noch nicht volle fünf Jahre im Lande waren, massenhaft ihre Bürgerpapiere erhallen haben gegen das Versprechen, für die Demokraten zu stimmen. Als ein kurioses Beispiel, wie für jeden amerikanischem Bürger gesorgt wird, damit er sein Stimmrecht ausübem kann, streng Heu Wahlvorschristen gemäße wird in her Newyorker „Sun", berichtet,' daß in einem wett entlegenem Distrikt von Newyork' (Stadt) nur ein einziger Wohler wohnt, der Wächter eines großen Holzhofes. Die Wohnhäuser wurden'm der UmMgend abgerissen, wett ein' Park dort angelegt werden sott, aber die Wahlbehörde trag dieselben Vorkehrungen wie für einen bevölkerten DistriL. Vier Wahlbeamte und ein Polizist wachen über die eine Wahlstimme, welche die Stadt 260 Dollar kostet, aber die! Kosten kommen nicht m Betracht; auf solche Zeugnisse ihres Bürgerrechts sind die Mmerttauer stolz. Neben den großen sind auch die Heinen Parteien m eifriger Tätigkeit Populisten und Prohibitionisten rechnen; auf eine starke Zunahme ihrer Stinwren, und die Sozialisten setzen unermüdlich ihre Agttatton fort und erwarten? natürlich auch mit Zuversicht ein gutes Resultat. Ueb« den spanische« KarnDer-Skandal liegen jetzt nähere vlachrichten vor, die beweisen, daß die Auftritte in der mehrtägigen Dauersitzung alles bisher Da^ gewesene — wenigstens soweit Spanien in Bettacht kommt — übersteigen. Aus Madrid wird u. a. der »Köln. Ztg." gemeldet: Unmittelbar schuld war der unglückliche Vizepräsident Marques Figueroa, ber, um der Regierung gefällig zu sein, ben Rednern ber Opposition ben klaren Bestimmungen der Geschäftsordnung zum Trotz, einfach das Wort abschnttt. Irr dem furchtbaren Tumult, ber dann die beleidigende Aeußerung eines ministeriellen Abgeordneten hervorrief und dem die Minister anfangs mit herausforderndem Lächeln Zusätzen, spielten sich Auftritte ab, bte jeder Beschreibung spotten. Als ber 80jährige Rtarques de la Vega de Armijo mit; jugendlicher Entrüstung auf die Ministerbank zulief, rief ihm Maura, der für ferne Weste fürchten mochte, zu: »Auf Ihren Platz, Marques!" worauf dieser erwiderte: »Und Sie nach Haufe, Alamarracho!" (lächerlicher einfältiger Kerl) — eine Aeußerung, die ihm eine große zustimmende Kundgebung ein* brachte. Am Präsidententisch war das Handgemenge am dichtesten. Plötzlich fiel das Kruzifix, worauf die Ab*^ georbneten ben Elb zu leisten haben, um unb zerbrach, ben „Sie tonnen Recht haben. Aber weshalb nahm sie das Gift mtt „Hat sie es wirklich mügenonimcn? Ist bas umviberleglich bewiesen, Herr Amtsgeriä-tsrot'?" fragte Ferdinand lächelnd. „Ah, Sie wollen mich mit meinen eigenen Waffen schlagen!, Doch ftt gebe Ihnen reckst — es ist noch nichts bewiesen, und- wir wollen das Verttouen nicht verlieren. Fahren Sie noch Berlin und geben Sie mir Nockwickst, was der Justizrat Ihnen mitzutellen hat. Ich oleibe hier, um mich des armen verlaufenen Äwes anzuuehmeu." „Sie gestatten mir wohl, daß auch ich für das Kind meines Bruders sorgen darf?" „Nein, nein, das bleibt meine Sache!" Der alte Herr schüttelte Ferbinand lebhaft die Hand und teäte dann fort nach dem Heinen Hause, das so lange ein Hort be£< Friedens UNO des füllen Glücks für ihn gewesen war. (Fortsetzung folgt.) — Am großen Stern in Berlin. Wir lesen in der „Berl. Ztg." des Herrn v. Gerlach: .... Zuerst ist da ein Brunnen mit einem Hirsch unb bem heiligen Hubertus im absoluten Operettenstil, U echt ritz hat in ber Hubertusfigur Eberlein an falscher Pose übertroffen. Ter Hirsch hat ein Schafsgesicht unb eS scheint, als ob die wundervollen Hiffche, die ^ao Rokoko modellierte, dem Bildhauer nie zu Gesicht kamen. Taß irgend wie ein bißchen Wasser läuft, — ein paar Tröpfchen — bo vechtigt nebenbei noch nicht, diese unorganische Verbindung von Stein und Bronze Brunnen zu nennen. Von beu übrigen Gruppen ist Hoverlamps Fuchsjaab doch wenigstens als Komposition, als Ausbau mit dem Begriff Plastik noch vereinbar, wenn es auch int ganzen wie ein Aussomitt aus einem cngüfdien Farben lupft r noch M orwnb wirkt und für den Jäger selbst eine sehr unglücklich' Unkfridjt bietet TaS ütrdcre - mit AuSnohme von Fciderhofss Bänien, an denen nicht viel zu DCTbcrbeu war — ist jeriseitS von Gute und Böse. Schipers Germane ist aus bem Berliner Opernhaus (siehe Siegfriebaufführung, ber Ur aber Präsidenten an der Hand verwundend. Daß gerade das Symbol des Glaubens unter dem Klerikalen Maura in Stricke gehen mußte! Gleichzeitig ergossen die Tintenfässer ihren Inhalt über den Präsidenten, der, seiner Sinne raum mehr mächtig, blutend und jetzt auch äußerlich schnurz, eine Glocke nach der arideren zerschlagend, nur noch die Worte hervorzuteiicheii vermochte: ,Die Tribüne räumen! Gcheiine Sitzung!" DaS ivar leichter gesagt, als getan; zudem war da gar nichts luehr zu verheimlichen. Die überfüllten Tribünen, die sich an dem Höllenlärm in der parlamentarischen Arena redlich beteiligt hatten, wollten dcui traurigen, nie dagcwcsenen Schauspiel weiter beiwohnen, und namentlich die Tribüne der ehemaligen Abgeordneten mußte von der Genödarmeric schließlich sasl nut Gewalt geräumt werden. Die Tiplo- matenloge hatte sich bereits kurz vorher geleert. Nift der ihnen eigenen Voraussicht hielten sich ~ die Vertreter der fremden Mächte auf der Straße für sicherer als in den heiligen Hallen, wo die Gesetze fabriziert werden. In der geheimen Sitzung trat dann dadurch, daß der ministerielle Abgeordnete, der die Opposition eine feige Bande genannt, Abbitte leistete, einige Ruhe ein, sodaß die öffentliche Sitzung wieder ausgenommen werden konnte. Diese dauerte nun die ganze Nacht und den Sonntag weiter, trotz der soeben von der Regierung dekretierten Sonntagsruhe, gewiß eine grausame Ironie des Schicksals! ♦ lieber die Viehpreise im verflossenen Geschäftsjahr äußert fiü) der Verwaltungs- Bericht über den städtischen Vieh- und S ch lacht - Hof in Berlin folgendermaßen: Tie Liehpreise, mu Ausnahme derjenigen für Schlvcine, fmb Oie höchsten gewesen, die seit Eröffnung des Viehhofes bezahlt wurden. Besonders fällt die unverhältnismäßige Steigerung der Kälber- und Hammelpreise auf, und man fonuitt zu der lieben zeugung, daß Kalb- und Hammelfleisch mehr und mehr die Eigenschaften eines Vocksnahrungsmitttnä verloren haben und zu einer Delikatesse für d i e reichere Bevölkerung werden müssen. Tie gleichen Erscheinungen haben sich an f a ü allen deutschen Märkten gezeigt. Tie beiden letzten Jahre haben gezeigt, in welcher Weise die Viehzucht und die Viehmaft Teutschlands von den Erriteverhältmssen abhängig ist, und wie ein einziges schlechtes Ernleiahr auf sie lange Zeit schädigend ein- zuwirken vermag. Angesichts solcher Verhälmisse ift die von gewisser landwirtschaftlicher ^-cite immer wieder aufgestellte Behauptung, Teurschland könne sein Schlachtvieh in hinreichender Menge selbst erzeugen, und es müßten zum Schutze der einheimischen Viehzucht die Grenzen gegen die Vieheinfuhr möglichst vollständig gesperrt und die Viehzölle weiter erhöht werden, schwer zu ver- ftehen. Wäre das der Fall, so wären solche bebeutenbcn Preissteigerungen, wie sie in den letzten zehn Jahren bei Hammeln und Kalbern eingetreten sirid, nicht zu verzeichnen, auch würden im Jahre 1902 und 1903 die Rindfleischpreise und im Jahre 1901 und 1902 die Schweinefleischpreise nicht so bedeutend in die Höhe gegangen sein. Jedenfalls wäre dann auch die Erwartung berechtigt, daß die Viehpreise in Teutschland nicht höher seien als iu den benachbarten Ländern. Tas ist aber keineswegs der Fall. Rechnet man die Handelspreise der fünf Städte Wien, Budapest, Paris, Iiotterdam und Kopenhagen zusammen, so ergibt sich ein Durchschnittspreis von 98,5 Mk. für 100 Kgr. Lchsenfleisch 2. Qual, und 92,5 Mk. für 100 Kgr. Schweinefleftch 2. Qual, gegenüber 117,3 Mk. und 104,5 Mk. in Berlin, d. h. wenn die Preisnotierungen der angeführten maßgebenden Handelsplätze für die einzelnen Lander als maßgebend angenommen werden, so bezahlte der Teutsche 100 Kgr. Qchsenfleisch 18,8 Mk. und 100 Kgr. Schweinefleisch 12 Mk. teurer als ixid ganze angrenzende hier in Betracht gezogene Ausland. Noch ungünstiger steht Terttsch- land da, wenn außer den vorgenannten Ländern auch Rußland berücksichtigt wird, well es bedeutend niedrigere Fleischpretse hat als jene.__ Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 3. November 1904. Anwesend: Oberbgm. Meeum, die Beigeordneten Cursch- mann und Heyligenstaedt und die Stadtverordneten Bruck, Emmelius, Euler, Faber, Gutfleisch, Haubach, Helfrich, Heichelheim, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Schaffstaedt, Schiele und Wallenfels. Lberbgm, Mecum teilt zunächst mit, daß der neue Leiter des Elektrizitätswerkes am 8. d. Mts. seinen Dienst hier antreten wird, ferner daß der Vorstand des hiesigen Zweigvereins des evangelischen Bundes eine Einladung an die Stadtvertreter hat ergehen lassen zur Teilnahme an einer Feier des Vereins aus Anlaß des 400. Geburtsta ges P hilipps des Großmütigen, die am Sonntag den 6. ds. Mts., abends um 8i/z Uhr im Neuen Saalbau stattfinden wird und ivobei Pfarrer D. Diehl aus Hirschhorn einen Vortrag halten wird über das Thema: ,Was hat Philipp der Großmütige für das Hessenland getan?" Eine weitere Mitteilung des Oberbürgermeisters betrifft die Einweihungsfeierlichkeit der hiesigen Universitäts-Bibliothek, die am 12. ds. Mts. stattsindet, wozu der Großherzog sein Kommen in Aussicht gestellt der Wisent ist als Luftballon stilisiert. Vaumbachs .Hasenhetze im Rokokokostüm fällt nach allen Seiten auseinander. Tas soll die Vorstellung des lockeren Rokoko geben; aber man vergißt ganz, wie itraff bei aller Bewegung das Rokoko seine Porzellan- plapiken schuf. Karl Begas' Eberjago steht, — wenn man hier überhaupt noch megen will, — innerhalb dieser Gruppen am niedrigsten. Als Gesamtcharalteristicum der Arbeiten ist anzugeben: Gefühllosigkeit gegen die Gesetze und das Wesen der Plastik und eine rohe Formengebung, oic doch wieder in ihrer dioheit leinen ^til hat. Die Aufgabeii für den Bildhauer waren hier glücklicher, als bei Der Denkmalsplaslik, und deshalb ist das niedrige Niveau bet* Leistungen um so erstaunlicher. Es ist doch Nicht mehr dabei herausgetommen, wie oi: paar lebenden Bilder für ein AusilattuugsstüD Sowohl die plcmüchc Gesäjichts- stunde., wie sie auf der Sicgesallee gegeben wird), sowohl der plastische Literatur- und Musikunterricht, wie ihn Eberlein in Goethe und Wagner versuchte, wie endlich hier der plastische Anschauungsunterricht, das plastische Ausstattungsstück in sieben Bildern — mit der Kunst haben sie alle nichts zu tun. — Frankfurter Stadtthe ater. Tie nächste, bereits in Vorlcr itun.z b:fdtb i f;e Novität wird ^Ludwig FuldaS neues Stück „Maskerade", ein modernes Schauspiel iu dvi Akten sein, o.sstn erste Aufführung in Jrautfurl uno Wien zu gleicher Zeit itahfinben soll. — Unter den vielen diesjährigen Kunstausstellungen nahm bic per Darmstädter Künstler kolonie einen be- sonoerm Platz cm, weil sie, wie ihre Vorgängerin vom Jahre 1901, Der Wohnungskun st und jenen Bestrebungen gewidmet war, di. ui'.s.re tagtiche Umgebung im Dienste einer höheren Lebens . ng veriw.rn ivOtlcti. Die erste ausführliche Publikation . . । ■ Ausst! l- . , utingt das b'cooemberheft der München r . ruft „D el 0 rative Kun st" mit 83 vorzüglichen Abb: g„'H von Arbeiten L. Habichs, Paul Hausteins uni) I. y)l. Olbrichs, hat. Se. Kgl. Hoheit wird wahrscheinlich um 10 Uhr morgens hier eintreffen und gleich nach Beendigung der Feier, die voraussichtlich bis etwa l/,2 Uhr dauern wird, wieder abreisen. Um die Stadtverordneten darüber zu unterrichten, wie seither der Gang der Verhandlungen in der Frage der Lahnkanalisation war, giebtOberbgm. Meeum einen längeren Rückblick. Am 7. Mai vor. Jahres hat die Stadtverordneten- Versammlnng die Herren Schiele und Heyligenstaedt abgeordnet zu der Versammlung, worin die Konstituierung des Vereins zur Hebung des Projektes der Lahnkanalisation er- folgte. Am 11. Juni berichteten danach die beiden Herren darüber, und die Stadt trat dem Verein als Mitglied bei. Im Dezember v. I. teilte der preußische Minister seine Bedenken mit über das zunächst vorgesehene 35 Millionen-Projekt, und am 13. Februar d. I. wurde das jetzige Projekt gefaßt, wonach die Kanalisation für Schiffe von 300 Tonnen Inhalt geplant werden soll, was die Kosten für die Anlage aus 10—12 Millionen Mk. herabsetzt. Es wurde berechnet, daß dadurch die Rentabilität gesichert sei, und daß es möglich sei, daß Schiffe von dieser Größe direkt vom Rhein nach den Ruhrhäsen verkehren könnten. Am 2. Mai richtete der Verein in diesem Sinne eine Eingabe an das preußische Abgeord- netenhaiis, dabei die Durchführung bis Gießen empfehlend, wodurch das Projekt rentabler werde. Oberbgm. Meeum, der selbst auch persönlich dem Verein als Mitglied beigetreten war, hat diese Eingabe unterzeichnet. Am 6. Mai sand in Gießen eine Versammlung statt, die für die Durch- ührung des Kanals bis Gießen eintrat. Am 26. Juni erfolgte dann eine ea. 200 Personen umsassende Versammlung in Limburg, wobei mitgeteilt wurde, daß das Wasserbauamt Diez mit der Untersuchung der geplanten Durchführung bi§ Gießen betraut worden sei. In Niederlahnstein tagte man am 17. Sept, wieder, wobei das Wasserbauaiut Diez berichtete, daß das Projekt mit 12 Millionen durchzuführen sei iuid die Herstellung des Kanals dringend empfahl. Man schloß sich damals zugleich der Coblenzer Resoliition an, die am 14. September gefaßt worden war und die Kundgebung enthielt, daß von bestimmter, mit maßgebender Seite nur dann für den Rhein-Hannover-Kanal eingetreten werden würde, wenn auch die Kanalisierung von Mosel, Saar und Lahn in Ansicht gestellt werde. Später ivurde dann die Denkschrift der Großh. HandelLkauimer Gießen publiziert, die sich bezüglich des Bergbaus unseres Lahnbezirks an Oberbergrat EheliuL in Darmstadt gewandt hatte. Am 29. Oktober erfolgte auf dem Kreisanit eine Besprechung dieser Denkschrift der Handelskammer, wobei u. a. Prof. Dr. Biermer, der anwesend war, die Bedenken gewiffer landwirtschaftlicher Kreise widerlegte und die Ueberzeugung aussprach, daß das Projekt bei der Landwirtschaft keinerlei Befürchtungen heraufzubeschwören habe. Ter Import landwirtschaftlicher Produkte durch das neue Einfalltor werde ganz unerheblich werden und nament- ich gegenüber den hohen Zöllen der heimischen Landwirt- chasl keine Gefahr bringen; im Gegenteil würde die Einführung billiger Düngemittel und die Erschließung neuer Absatzgebiete unseren Landwirten nur Nutzen bringen. Pros. Biermer will, so fuhr Oberbgm. Meeum fort, diesen Teil de§ zu schaffenden Gutachtens selbst bearbeiten. DaS letzte Geschehnis in der Lahnkanalsache ist der vorgestrige Beschluß der Handelskammer Wetzlar, den wir in unserem Blatte bereits veröffentlicht haben. Oberbgm. Mecum bemerkte zum Schluß dieser Ausführungen, daß er geglaubt habe, über die für die Stadt so wichtige Lahnkanalangelegenheit, an der die Stadt bisher nach Kräften mitgewirkt habe, einmal genauen Bericht erstatten zu sollen. 9!ach der Verlesung eines Schreibens des GerbenueisterS Plank empfahl Oberbgm. Mecum die Genehmigung eines Baugesuchs des Tr. Jung für die Bahnhofstraße, womit die Versammlung sich einverstanden erklärte. Dagegen wurde daS Baugesuch des Ioh. Georg Pfaff für den Riegelpsad abgelehnt. Pfaff hat am Hause Nicgel- pfad 25 gegeu das Nachbarhaus 26 ein Dachgesimse aus Holz gebaut, waS, wenn auch die Umfassungsmauer die erforderliche Entfernung von 3 Mtr. hat, nach § 75 der Ausführungen zur allgemeinen Vauordnimg nicht statthaft ist, da danach für diesen Fall das Tachgefimse aus brandsicherem Material hergestellt sein muß. Tas Bange such des H. Winn für den Riegelpfad wird genehmigt. Winn hat wegen eines über die Höhe von 11 Mtr. hinausragenden Giebels ein Tispensionsgesuch einreichen müssen, das befürwortet wurde, weil dadurch daS Aussehen des Hauses gewinnt und keine Ausnutzung beabsichtigt ist. Ferner werden zwei Baugesuche, für Neuenbäue 18 und für die Gail'sche Dampfziegelei genehmigt. Auch ein Gesuch Wagner für einen Balkon in der Stephanstraße statt eines Erkers, für den ihm bedingungsweise ein Dispens bereits früher genehmigt worden war, wurde bewilligt unter der Voraussetzung, daß der Balkon die Ausdehnung von ein Meter über die Fluchtlinie nicht überschreitet. Für den Ausbau der Seitenstraße neben dem Veterinärmedizinischen Institut, von der Frankfurter- straße über das Grundstück von Gails Erben nach der Eisenbahn, werden ohne Debatte 6300 Mk. in den Voranschlag eingestellt. Ein Gesuch des Hilfsvereins vom Roten Kreuz um Ueberlassung von transportablen Schulbaracken für ein im Kriegsfall zu errichtendes Vereinslazaret wurde von der Schuldeputation empfohlen, insoweit Baracken im Kriegsfall verfügbar seien. Die Versammlung schloß sich dem an. Für die Stadtmädchenschule ist die Beschaffung von drei neuen Schultaseln nötig geworden. Rektor Hahn empfiehlt die Wormatia-Schultaseln mit praktischer 23er- fchiebungseinrichtung, und die Versammlung beschließt bic Anschaffung dreier solcher Tafeln zum Preise von je 65 Mk. Für das Aufräumen der Flut grüben im Neustädte r f e l d werden auf den Antrag des Tiesbauamts bic Kosten von 240 Mk. gewährt; bic Ausführung soll so lange hinausgeschoben werden, bis genügend Vorflut vorhanden ist. Bei dieser Gelegenheit macht Stv. Heichelheim aus die penetranten Gerüche in den Sch0orgräben, besonders in der Ostanlage, aufmerksam, wo eine gründliche Durch - jpülung und Bewässerung am Platze sei. Man brauche also bei dem Aufräumen von Gräben nicht so sehr in die Ferne zu schweifen, und es möge zunächst einmal mit denen innerhalb der Stadt begonnen werden. Oberbgm. Ni ecu m antwortet darauf, daß der Schoorgraben gereinigt werde, sovlcll dies nur möglich sei. Die Anwohner möchten nur vermeiden, den Graben ‘ durch Hineinwerfen von Absattstoffen zu verunreinigen, wie dies vorgekommen sei. Der Besitzer der Obermühle habe sich schon darüber beklagt, daß Sonntags die Mühle stehen müsse, da von Samstags mittags bis Montags das Wasser zur Durchspülung des Grabens benutzt werde. Stv. Wallenfels beflogt die Lagerung von Geröll und Dreck hinter dem Lazarett und Stv. Petri den Zustand des SchoorgrabenS an der Westanlage. Das 1. Bataillon des hiesigen Regiments will zwischen der neuen Kaserne und dem Schützenhaus einen Ziel-Wall Herstellen und ersucht dazu um die Verpachtung stä btischen Geländes, lieber dieses Gelände führt jetzt ein Weg. Dem Gesuch wird gegen eine Pachtgebühr von 3 Mk. jährlich entsprochen unter der Bedingung, daß auf Kosten des Regiments ein eingefriebigter Weg entlang der Sterne her- gestellt wird. Ein Fuhrknecht hat das Geländer an der Lastwaage aus dem Seltersberg beschädigt, wodurch 12.06 Mk. Kosten entstanden sind, die, da von dem Fuhrknecht nichts zu holen ift, niedergeschlagen werden. Die Bezirkssparkasse Gießen beantragt, die Beitreibung ihrer Forderungen künftig dem Psarldmeister' der Stadt zu übertragen. Tie ftäb-t Finanzkommission hat dagegen nichts einzuwenden; da nur 40—80 Posten in! Betracht kommen, die miterledigt werden können. Die Gebühren fließen in die Stadtkasse. Tie Lieferungen für die Kläranlagen wurden danach ans die Tagesordnung der öfsentl. Sitzung gesetzt. Oberbgm. Mecum erteilte dem Stadtbaumeister Braubach daS Wort, welcher an den ausgehängten Plänen die Osserten für dieMnlage erklärte. Für die Lieferung der Rechen sind drei M^ebote einge- lausen, da aber keines den ^Anforderungen, die man stellen muß, entspricht, wird nochmals beschräntte Submission ausgeschrieben. Tie Lieferung von Schützen und Pumpen für das Werk wurde dagegen vergeben. Für die Schützen (Schleusen) sind drei Angebote ein- gegangen. Man entscheidet sich für gußeiserne Schleuseft irr die Klärecken, da sbie vor den Hohlschützen längere Haltbarkeit und verhältnismäßige größere Billigkeit voraushaben. Es treten 2 Firmen in Konkurrenz : Bopp u. Reuter in Mannheim und Geiger in Karlsruh. Die erstgenannte Firma will die Lieferung für 26 925 Mark übernehmen, die andere sirr 27 200 Mark. Ta aber die Schützen der Firma Geiger, wie Stadtbaumeister Braubach ausführlich erklärt, rvesentliche Vorzüge und Verbesserungen vor denen, der arideren Firma voraushat, entschließt man sich, das Gciger'sche Angebot anzunehmen. Die Firma hat schopr) andere derartige Anlagen ausgefi'ihrt und garantiert für bic Lieferung auf die Tauer von zlvei Jahren. Was die Lieferung der Pumpen cmgeht, so sind zu beschaffen: Hochwasser-, Schmutzloasser- und Schlamm-^ pumpen. Für die Hochwasser- und Schmutzwasserpumpe^ kommen nur Zentrisugalpumpen in Betracht. Was die Schlammpumpen an[angt, so mußte man sich für Lurg- sam laufende Kolbenpuntpeu entscheiden. Es kommen für bic Lieferung zlvei Firmen in Betracht: Königin Mariew- hütte in Kainsbors (Sachsen), die die Pumpen für Schlamm- maffer cinrichtet und für unsere Lieferung 33 500 Mark verlangt, und ferner die Firma Bopp u. Reuter in Mannheim, die für die Bewältigung von Schlamm jeder Art garantiert und 33 725 oder 33 400 Mark verlangt, je nachdem schnell oder langsam laufende Diotoren gewünscht werden. Auf den Vorschlag des Stadtbaumeisters Praubgch ist man damit einverstanden, die Lieferung an die Firma Bopp und Reuter z-u vergeben. Auf Anregung des Stadtv. Sch affstädt will Baumeister Braubach, rvenn er demnächst nach Mannheim kommt, versuchen, eine möglichst lange Garantiezeit von der Firma zu erlangen. Die Entschcidtmg darüber, ofi man schnell oder langsam lausertde Motoren nehmen will, überläßt die Bersanmllung auf Vorschlag des Oberbgm^ der Baudeputatimi. Bei der Klaranlage soll übrigens die alte Pumve, die an der Westanlage gebraucht wurde, und sich recht'gut gehalten hat, ebenfalls Verwendung finden, Obergbm. Mecum schlägt den Stadtverordneten, die damit einverstanden sind, vor, nächsten Dienstag nachmittag gemeinschaftlich die Kläranlage zu besichtigen. Zu den letzten Punkten der Tagesordnung referiert Beig. Eurschmann: Ein neuer H 0 lzpreist ar if für die stüdt. Waldunigen, der für das Rechnungsjahr 1905 Geltung bekommeil soll, wird genehmigt. Gleichk- zcitig werden 1711,50 Mk. bewilligt für die Folgen eines Wald brand es, der sich auf 2,8 Hektar erstreckte und wahrscheinlich 'durch die Funken einer Lokomotive verursacht wurde. Die städtischen Forst warte haben um Gewährung einer Vergütung für das Beiwohnen ber den Holzversteigerungen und das Ausstellen der Abzählungsprotokolle ersucht. Es wird ihnen von der Versammlung dieselbe Vergütung wie den Domänialforstwarten zugebilligt, nümj- lich für das Beiwohnen bei den Versteigerungen pro 1/2 Tag 1.50 Mk., pro Tag 3 Mk. und für das Abzählen 2 Pfennig pro Festmeter. Es erfolgte darauf die Genehmigung einiger Handabgaben. Einige Holzbestände, die durch Käferfraß im Walde gefällt werden mußten, murbeit zum tarifmäßigen Preis an Wilh. Pitz abgegeben. Ferner wurde die Genehmigung zur Verpachtung e i n e s G r a b e n 's erteilt, der von der Feldbercinigung, an die Stadt abgegeben worden war. Was den Erlaß einer P 0 lizeiv er ordnun g dezgl. des Wirtschastsbetriebs mit Kellnerinnen an- langt, so wird man von einem derartigen Erlaß ab seh en, nachdem sich ergeben hat, daß die Rechtsprechung schon in solchen Fallen Unzucht fördernde Zustände erblickt und bestraft, wenn Kellnerinnen nur auf Die Trinkgelder aw- gewiesen sind und sonst Keinen Lohn bekommen. Schließlich werden noch z w e i W i r t s ch a s t s g e s u ch e genehmigt: das des Karl Adams für Grünbergerstraße 32 und des Friedr. Nik. Peil für das Eisenbahn- übernachtungsgebäude. Damit wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. In der darauf folgenden geheimen Sitzung wurden die Beisitzer zu den Siadtverordnetenwahlen bestimmt, Im übrigen wurde noch die Genehmigung zu Gelände - Arp- und Verkäufen erteilt Aufgesprungene Hände Ä. Va: Obcrmeyer's Herba ^ctic in meiner eigenen Familie gegen ans- gesprungene Hände verwendet und bm mit der prompten Mck- iamkeit sehr zusneden. Herba-Seife zu haben iu allen Apotheken, i Drog. und Pars, per Stück 50 Psg. u. 1 Mk. Wj» iS drei ßiabf und btWii vemdei Ties vMnier jk 1 Setii t Die wir, dah bember 4 Uhr 11 en,infinb ra. ®leid ®'tBcn i unb bn (nt9(3ni btl Turnhau 'innen'i i^nctei ■ lö W Ä o •• 2 03 „ <*> -p £ _ .Ü X) E LSQ S E e x> «Q ö) S o e le: E C «X2. C) .2* ‘o — K ZS u c t$= I C*E 9° CT..O (K e L ,g§ CD ÖD §- ® Htp c ZK« ojQ — ® EüflE'S'p >Qx> E vN 0 ?$. t- -E rr V p 'cd'E' P-Q O *■— E C Ol" E Sff e 22 E L« S?u E E oU w © Q §Ä >P E £.g-yQ P o «5 E-p e p U2. X) E " °» n1« § E 'S W‘ö «n w >q E E Q CE CQM = P? E -03^ -.2 2E P Ni2) rs K E tfQ d' P 2 2 S?:5 pN ■0 ee p 5Z?? fe O C2, e^s; 2 22-m's £=ll yo «•§ £ rU e^ o V "= P -E2 E 5-» ? p o o ^0*53) p g3 ä 0 i® §ä£ CQS^« -R^ * J? 5 3* SS ort ;2 P N g w »LO L> V E g 2 >O ö » en p £ 3 E Z E - Qp.2 t— *C\ O f K ar> E 0 ö o *Q o P- 0» cn B JQ S = Q- = an Xv -5 *£ c r- 0 ■ E vQ P Pr L Z • "cd 00 cu g H o an . . » « E E £ £ «v O S c 2: p_ .TS S 3= 5" ^.s2 E ?E -^R S 5 p CS *> ® 1—e 1 ß •*- E e 's) 04 ~ — • O) o an e> gMtgässs .2 a 2 -p o Ä S § S £» "E = r* 2> J4 3 E cn JJ 2 -*p — CD— s= 5 «.g5 E j_» p - -ESS - - 5 'ft- 5 « LN- g»5 •<» . c E CT. X Ä' G E ®* ÖD7-1 «1 M "b- r .§ - «5 . o 2 w e E ro ~ 0 CD C @e> P ♦• S 7,3"E o ** *• - , /C\ P ö .5 ÖD |2- «» cd E CD CD P E T ä o g E o an . CD E o g CD x> p E p -- ro CD E P öD an '5,-2 6-ggt <_> .P E L 2 0 jXd an ö , tu - » S 2. 0 "bE E Ä 1 2 ÖD « 70 o O- S= E E P -- E vQ JS E ö 8 2'5 E .= C 'S 5 o ,,. £ o . -g®S *t7 — E E c ♦ *tr ♦ C4 °®f E H an E <- o yQ ÖD Q g-2 E 2 a ■"= S £ 'S »Ä<»a = « «R E P 'S ? L c »o ‘2 CQ L «?!>♦ - XD/ c£Kp E o c CD — c ,ÖP p V tm — H O O ks ua p e -ö 5 g p JS. *E -2 C 5 H E S E S P»b^ •g gSs Bekanntmachung. Aus der Minna Keil^Vogt-Stiftung sind für das Jahr 1904 drei Gaben von je 70 Mk. an drei in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerksmeister oder deren Witwen, evangelischer Konfession, zu vergeben. Bewerbungen sind bis längstens 30. No- vember d. I. beim Armenamt, Neuen Baue 25, einzureichen. Nur selbständige Handwerker oder deren Witwen können berücksichtigt werden. Gießen, den 2. November 1904. B / Großherzoaliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________I. V.: Curschmann._____ Bekanntmachung. Die zur Drainage einer Wiese, Flur XXI. Nr. 41—45 in der Gemarkung Wieseck, erforderlichen Arbeiten sind zu vergeben. Bedingungen können aus dem Armenamt, Neuen Baue 25, Zimmer Nr. 2, eingesehen werden. Angebote siiid emziireichen bis spätestens 1. Dezember d. Js. Gießen, den 2. November 1904. B / Die Armen-Deputalion der Stadt Gießen. ____________Curschmann._____________ ZmiMM 8ikßk« »1 Mil 8r»j. Die Mitglieder der Sauitätskolonne benachrichtigen wir, daß der in Aussicht genommene Kursus unter Leitung des Herrn Stabsarztes Dr. Ehrlich Sonntag den 6. November beginnt und laden dieselben ein, sich nachmittags 4 Uhr in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Westanlage, einzustnden. Gleichzeitig richten wir an die Einwohner der Stadt Gießen die Bitte, an den: beginnenden Kursus teilzunehmen und der Sanitätskolonne beizutreten. Anmeldungen nehmen entgegen der Vorsitzende, Herr Alntsgerichtsrat Wiener, sowie der Kolonnenführer, Herr Brauereibesitzer Förtsch. Anmeldungen können auch noch bei Beginn des Kursus in der Turnhalle der Stadtmädchenschule erfolgen. DV11 Der Vorstand. KMhttgtt Pskrhe-VersllhemyB-Äettlk. Die noch rückständigen Prämien vom 2. Halbjahr l. I. können bis zum 20. d. Dtts. noch ohne Kosten an den Unterzeichneten bezahlt werden. D*/11 Grünberg, den 3. November 1904. H einri ch Z i nt m e r II. herein für AlHigel. «Wn?^ Sonntag den «. November, nachmittags 21/, Uhr: B l °r« kreuz-Ve r f a nr jcs 111 u g. Abends d/. Uhr: Vortrag. Thema: Was ist innere Mission. Jedermann wird zu diesen Versammlungen freundlichst ein- geladen. Eintritt frei. /'*^>34 GkleskOkitsvils für Schreiner! Infolge Trennung des Geschäfts verkaufen wir unsere Holzbestände, bestehend aus: tt 2000 qm Hqdelbrktttt« 1.1.2. Sorte (schöne trockene Ware) sowie verschiedene Sorten 8194 Bohlen und Bretter zum Einkaufspreis, evtl, auch billiger gegen Barzahlung. Das Lager besteht aus nur gangbaren Hölzern. fctafcilM & LudM Marburgerstraße 22. I AewhIti-BemSgeMH Gieße». Ordentliche Kauptversammlüng Samstag den 19. November 1904, abends 81/, Uhr, im Schipkapatz, bei Wirt Arnold. Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung. — 2. Rechnungsablage. — 3. Wahl der Rechnungsprüfungskommissiom — 4. Ersatzwahl des Vorstandes. — 5. Verschiedenes. Gießen, den 4. November 1904. Der Borstand. Die Rechnung liegt bei dem Vorsitzenden, Herrn A. Dickors, Schanzenstraße 8, vom 11. bis 18. Schvember zur gefl. Einsicbt der Mitglieder offen. ____________________________________D/ J Jahressest dks LSerhtß. für innere MiW. Dienstag den 8. November, vorm. 10% Uhr im GemeindchauS (Kirchstr. 9): Verband der Oberh. Erziehungsvereine. Nachm. 4 Uhr ebendaselbst: Versammlung des Vorstandes und der Synodalvertreter mit den Atitgliedern (Fragen und Sorgen der Krankenpflege, bes. der ländlichen. Pfr. Schwabe.). Abends 8 Uhr in der Stadtkirche: Liturgisch-musikalische Feier. AbeudS 974 Uhr: Gesellige Vereinrgung in Stein'S Garten. Photographische Apparate und. Bedarfsartikel Dunkelkammer Photographische Arbeiten Adolf Bieler Marktstrasse 5 8155 Mittwoch den 9. November, vorm. 10 Uhr: Jahresversammlung in dem Konsirmandensaal der Johanneskirche: Morgenandacht (Pfr. Atüller-Lauterbach). Christentum und moderne Literatur (Pfr. Werner-Frankfurt a. At.). v7u Hiiiipp Hof, Ssoisejtt Neustadt 12 (früher Kaplansgaffe) empfiehlt sich zum 06591 Setzen von Uorzeüän- u. eisernen Kefen und Kerben Mitipps-Ieier des Evnnaelrfchen Bandes Somttng den 6. Siovember 1904, abends Sy4 Uhr im Reue» Saalba« (Steins Sorten) unter gütiger Mitwirkung des gemischten Chors des Evangelischen Arbeitervereins. Festredner: Pfarrer Lic. Dr. Diehl-Hirschhorn: Was verdankt Heffen dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen Alle Evangelischen sind mit ihren Familien freundlichst eingeladen. Eintritt frei. v’/n sowie zur Ausführung von allen in dieses Fach einschlagenden Reparaturen unter billigster Berechnung. iW Uebernahme von Neubauten. "NE Beneidet sind alle, die eine zarte, weiße Haut, rosiges, jugendsrisches Aussehen u. ein Gesicht ohne Sommersprossen und Hautunreimakeilen haben, daher gebrauchen Sie IladeSenker Ac!sk!!pitti>Lil!kii!ill!liiLclse 7240 echt ä 50 Pfg. bei Adolf Bieler Viktorm-Drogerrc, Markstrabe b. Bildschön! ist ein zartes, reines Gcficht, rosiges, jugendfrijches Aussehen, weiße, sammetwelche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt: D*/, LttckcopsttdLilikilOlillhLtisc v.BergmannAEo.Radeb. Dresden allein cchtk^chuhmarke: Steckenpferd, a St. dO Pfg. bet: P. Z. MövS, August Roll, Drog. z. r. Sank sm handel und Industrie Depositeniasse Gießen. 100.50 100 Ser. 311-830 unk.b.1918 L 1000/2000 M. Preußische LonsolS abgest. do. do. n i. Audoks . . y/, Hyp. V. Zs. 4% gar. v. d. G. b. 1904 71.60 v. 31/, do. 500 do. S do. M. 41/, Bukarest Hamburger St.-Anl. do» do. d^ do. Hessische Mannheim unk. b. 1902 . Rhnn. Hyp. unk. b. 1907 do. 4 Kopcnhag. 1859 >. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 92.50 Ser. 2 . 102.20 1000 r 92.85 100.50 1908 92.70 M. provinzial-garant. Staatl. oder Lstr. 101.30 Kr. (Schutz-Ber.-Cert.) do. do. Portg. E. B. v. 86 Baira Barza . . 41/, do. do. Gotthardbahn 189— Lire Lest.Sudb.i.Lomb > 63.50 jtQl. Miltelmecr L G. £)cft. Rordwcst . 106 ;>• B . । 1U7.2U ö. fl. ^landesherrliche Anleihen. ! 103— M. Rhcinprovinz AuSg. 20 u. 21 unk. b. 1902 do. do. 4 öfl.G. 99.25 98.10 s- fl- 37, Frankfurt 99.50 r. 101 n do. do. 98.20 M. Z Ventinaliehe Lose. M. 152.85 . . M. 1ÜUO/3000 Reichsbank 87, 199.— 101 50 4 Babenhausen (Hessen) 87. 51/, 125— L-r. 72.50 98.30 Reute tk 1898 Ruff. Consolid.-Aul. o. 1880 Bingen v. 1899 92. 91.25 98.40 u. 1894 37, 74.50 v. 1896 fteuersr. do. 11 v. 1891 Cit. H . . M. 600 BeremSbank . amorl. ab 1907 Fr. 27,Stuhiwcißenb.-Raab-Graj DiLkonto-Gesellschaft M. 600,1200 M. 600/1200 ÜB. Pes. Eisenbahn-Renlen-Bk. . Unverzinsliche Lose. 71.- Fulda v. 1901 Ser. I 86.90 10 M. 300/1200 M. 99. n. 100.80 mu. (M.-ÄnL v. 1887 P-s- abgest. do. 1890 do. Karlsruhe v. 1900 unk. b. 1905 M. 600/1200 Rhein. Hyp.-Bank 128. M. 1000 Schaffhaus. Bantver. . Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 Lstc. Fr. Industrie-Aktien. privil. 98.50 cons. äußere o. 1899 fteuersr conj. innere . . - - Pes. Pfandbriefe. do. do. ,, Hyp.-Bk. Ser. 14 . . 4 Frk, v. 1900 4 Mannheim Kommunal Ser. 1 unk. 1910 98.10 unk. b. 1903 37, Metz v. 1908 unk. b. 1912 do. S. 44 4 37, v. 1903 unk. b. 1903 . oo. 4 Nürnberg v. 1899-1901 4 do. S. 45 v. 1902 unk. b. 1913 . . 47a Offenbach 400 do. Fr. 37 do. r. v. 71 t. G. 1904 1905 1906 1905 1906 100.70 101.10 Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein 16 18 3 3 do. do. do. do. do. do. do. v. 1889 1. Rg. v. 1889 n. Rg. 1901 1888 1893 1898 unk. unk. 500 500 500 500 110.60 109.20 101.35 98.30 99.30 4 4 4 bo do. do. do. do. do. do. do. 57, 5 5 0 9 102.50 99.20 f- 4 4 4 6 5 4 5 6 ä do. do. 1888 1897 500 500 3 3 4 4 4 8 4 Erlangen 4 Freiburg 4 4 37, 3 unk. unk. unk. b. b. 500 200 98.50 100.70 98.30 98.30 98.30 Ser. Ser. Ser. Ser. Ser. Ni. 1000 M. 1000 M. 1000 98.70 101.60 108.80 139.50 116.50 141.60 99.70 93.20 100.80 102.60 101.20 97.30 4 5 4 4 4 4 do. do. do. do. unk. unk. unk. mit. uul. b. v. b. 49.50 138.50 155.40 128— 360.50 34.90 4 4 4 4 5 5 5 *7. ö.fl. Kr. Lstr. Pes. Lstr. 87— 91.70 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 D 5 5 5 3 unk. b, unk. b. b. 1901 b. 1902 b. 1908 104.90 77.20 73.20 73.20 100.30 101.20 110— 102.50 98— 47, 47, 47, 4 37, 31 40 43 46 s 4 Lstr. M. 87— 101.35 104.10 99.90 87.20 87.% 100.10 88.10 88.80 100.40 101.25 98.50 98.50 u. 34 unk. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 unk. b. 1913 . . unk. b. 1908 . . unk. b. 1913 . . u. 17 unk. 1910 unk. b. 1905 102. 96. 100.40 100.40 101— 102.20 96.50 96.50 96.50 100.30 M. ö. ft. Nürnberg. BereinSbk. Oberrhem. Bank . Oest.-Ung. Bank Oest.-Landcrbank . Oest.-Kredit-Anstalt. Lstr. M. Kr. 87— 103.20 do. cons. v. 1890 fteuersr. conv. ums. v. 1903 . . . . Ungarische Gold-R.nre 2025 r do. do. 91.50 44.70 47.80 98.- • 99.20 102.50 99.55 Reute Reute do. Rente öfl.G, Kr. 100.25 lOU 35 101.75 99.85 100.10 83.75 100.05 98.05 89.10 82.90 do. do. 00. b. ft. 200 ö. st. 200 M. 1000 o. ft. 200 . Ni. 600 . s. fl, 350 101.50 101.60 98.90 b. 1909 b. 1911 b. 1913 b. 1905 b. 1907 .4 4 4 4 1902 . . 1908 . . 1906 . . Fr.! M.I do. do. bo. do. converr. v. 1897 v. 1902 unk. b. unk. b. unk. b. 400 400 400 50.20 79.20 97.80 59.30 Ser. 7 unt. b. 1906 . Ser. 8 unk. b. 1911. do. do. Lstr. M. Lstr. M. 103.50 99.25 89.85 u. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 . 1000 . 500 . 1000 gar. . Meininger Präm. Psaudbr. Oesterr. o. 1860 . . . Oldenburger Russische v. 1864 . . . Russische v. 1866 . . . b. 1912 . b. 1905 . b. 1908 . b. 1912 . do. einheul. Rente (conv.) . . do. StaarS-Rente .... Oest. E.-B. St. Sch.-Aersch. (conv Elisab. Obi.) L G. fteuersr. . v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1898 do. Anrechtscheine 169.80 140.40 124.80 110.60 135 20 103.25 186,10 107— 94.10 65.60 v. 1890 v. 1896 v. 1897 v. 1903 b. 1911 . . . unk. b. 1905 . . u. 1884 abgest. . Fr- Fr. Prag-Dux . . Raab-Oed -Ebenf. 97.90 98.70 98.70 98.70 98.70 98.70 M. 1000 Kr. 1400 ö. st. 200 ö. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 ö. fl. M. 37, 37, ö.fl. Kr. M. M. Fr- mitßcteilt von der do. v. 1902 unk. b. 1910. do. v. 1896 4 3*. »7, 37, 4 37, v. 1903 unk. b. 1908 v. 1897 alt. K. Rbl. 100 alt. K. Rbl 100 . . ö. fl. 150 . . ö. fl. 150 do. do. do. do. 4 4 37- 37. 37, 37, 4 4 4 4 4 4 4 o. 1903 unk. a. b. 1908 . . v. 1879 ........ v. 1900 unt. b. 1906 . . . v. 1891/92 (abgest v. 1898 v. 1902 uni. b. 1908 . . . 12, 13 . . . 15 unk. b. 1906 19 .... 95— 95.80 96.50 104— 98.80 98.60 98.80 98.80 103.90 104.20 98.20 88.30 102— 140.50 148.40 150— 74.60 102— 101.70 102.70 71.15 116.80 103.50 100— 100.10 100— 104— 88.40 101.30 79— 102.50 101— 97.80 100— 100.50 99.- 45.25 Ser. 69-82 unk. b. 1904 . Kommunal 5.47 37» ü 2 IX.UL 37, 77. 0 0 4 6 101— 97.50 47.50 102.50 29.90 101.60 101.90 101.40 99 50 6 87. 4 7 47, 671 9 6 8 9 67, 4 7 7 7 99.80 99.80 102— 99.70 99.70 101.80 37, 37. 37. 99.70 95— 101.30 101.40 102.40 100— 94.80 95.30 96.50 100.60 101.50 96.70 96.70 97.70 100.80 101.20 101.70 102— 102.60 95.80 97— 87.10 96 BO 92— 91— 84.20 103.10 102— 3 8% r* 4 StaatSb. ö. 83 N I—VIII Em. , IX Em. , v. 1885 N (ErgänzgS.-N.) , v. 1895 sts. i. &. St.-Snl. v. Anl. abgest. do. . . do. . . 3»/, do. 37, do. do. Landw. Kreditbank v. 1887/89 . . . . v. 1896 unt. b. 1901 . v. 1903 unk. b. 1914 . Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 Neue Boden r. 102 268.50 213.25 139— 123,10 107.70 v. 1896 r. 1903 unt. b. 1908 . v. 1899 unk. b. 1904 . . . do. J Raab-Odenb. . 8°/. do. 37. d°. Hyp.-Krcd.-Ber. abgest. r. ä 10 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 3 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 190 a. M. Lit. N u. Q abgest. „ R abgest. . . . (Straßenbahn- v. 1899 . . v. 1901 Abt. I v 1901 Abt. 1L u. III. . 6 87, 6 5 7* 77, 4 57, 5 47, 10 0 4 5 874 4 7 0 7. 5 8 87, 67, 0 7 7 7 4 37, 3 v- fl. Lire 65.10 19.80 36.40 45— 453— 412— 4 37, 37, 37 Aktien ausländischer Transport- Anstalten. 227.30 107.90 130.25 191— 153.80 104— 112.50 206.50 152.90 90.90 118.70 128.50 107.25 220 40 98— 116.50 115.90 210.50 103.90 148— 118.70 139.50 197.80 142.50 186.50 194— 4 37, n i.P. i. G. 4 n n 3 3 a r- 4 Pfälzische .... 37, do 37, Südo. Eisenbahn-Ges. 2 12.96 8 0 0 57, 6 4 87, 4 4 4 33/t 37, 87, 37, 4 4 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 37, 37. SLÄstsche Rente ... Württrmbg. v. 1875—80 abgost 101.25 101.35 89.05 101.25 101.25 89.35 104— 100— 99.85 179— , i58.7u: 256— 170— 174.- 136.20 288— 128— 238— 105— 113.90 476.75 130.75 276.50 250.8c 65.80 228.50 115.6t 120— 160.20 150— v. 1901 unk. b. 1906 . . . abgest v. 1887 v. 1891 abgest v. 1896 V. 1898 v. 1902 Ser. II unk. b. 1907 1. 1901 unt. b. 1907 . . . . 27» 37, Kassel abgest 372 Kissingen v. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900 31/, Kreuznach v. 1898 37, Lahr v. 1889 do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 37. 37. 4 4 4 4 37. 37, Letalei Dir. | 6.18 24/10@übital. (Merid.) @r A.-H. 4 Toscanische Central . . 5 Weftsicilwn v. 1879 37, Gonharddabn .... Provinzial- und Conimunal- Obligationen. Frankfurter Bank . . Ri. 1000 Badische Bank . . . Tlr. 100 Bayr. Bank (Münch.) abg. M. 1000 do. Hyp.- u. Wechselvk. s. st. 500 Berliner Bank ... M. 1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Ratlb. f. Dtschl. S. 1-V M.300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 E. 18 E. 19 E. 22 E. 23 E. 17 E. 18 E. 24 1908 . 1909 . 1912. do. 98 unk. 1909 flfr. gar. do. 1501 imcö.b. 1915 fif.fl. Südweft ftfr. gar. 408/2040 am ort. do. do. amort. amort. 4 4 37, 37, 4 4 37, 37, 87, 37, 37, 1881/88 . . t G. 0. 1893 l G. v. 1891 v. 1894 . . 101.60 101.85 101.75 102.20 100— 102.— 100— 101— 10L90 100— 100.80 95 JO 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 3*/a do. v. 1903 untilgb. b. 1908 . 3J/a Nauheim 0. 1902 unk. b. 1912 . . 3l/a Neustadt a. d. H. u. 1889 . . . , 97.50 99— 3‘/, Jina-Bern-Luzeru gar. 31/, Iura-Simplon v. 1894 . Schweiz. Central v. 1880 . Russische Südost 97 fteuersr. 47, do. r. 102 41/, Eisend. Rentenbank v. 1900 unk. 37, Hess.Landcs-Hyp.Bk. 0 - Ser. 301-310 unk. b. 1908 Salonique-Constant. Jvnction . . do. Monastir . . 2020/4040 Gold-Anl. v. 1889 .... , Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. III v. 189u . „ Staats-Rente 0. 1894 . alt. Kr.Rdl. do. v. 1902 steuersr. M. Gold-Aul. v. 1894 steuersr. . „ 5 Bulgar. Tad. Anl. v. 1902 u G. PL, Griech. E.-B. 0. 1890 fteuersr. do. Minopot-Anl. 0. 1687 . 4 Italiemsche Ren« garantierte .... Mexrk. amort. innere Ser. I—IV do. v 91 do. v. 97 37, do. 37. Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A u.V 0. 1888 u. 1894 . . . . 37, do. 4 Preuß. 37, 37, 37, 87, 4 37, 37, 37, 37, 37, 4 4 Heidelberg v. 1901 37, do. v. 1894 4 Homburg v. d. H v. 1899 unt b. 1904 v. 1884 conv v. 1888 conv v. 1895 . . . 4059 r v. 1898 |. o. 1901 unt 1011 2043 r v. 1886 v. 1895 do. do. Psdbr. Bk. HandelSg. . M. 500/1000 Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. Lit. B M. 1000 oo. do. Lit. F. G. H. L. u. L. do. do. n M. N. P. . . . Sachs.-Melning. Landkred.-Anst. unk. 1906 37, Fürsil. SolmS-Lich . . . . 37, Grast. SolmS-Röoelhcim . . ' Wittgenstein-Hohenstein Eisenbahn-Prioritäten Inländische. Braunschweig. Landes-E.-B. II E y/, Schwedische v. 1880 abgest. . . . 37, do. v. 1890 37, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 Serd. amort. . 1895 (405) . . . 4 Span. ausl. Rente v. 1882 abgest. 4 do. 0. 1882 mcht abgest. 37, Türk^Bgypt. Tribut 4 do. prw. v. 1890 steuersr. 20/10 m do. I E abgest. . do. HIE unk. b. 1905 4 38/. do. , 22 u. 23 . . . . 37, do. „ 10, 12-16 u. 24-26 37, Hess. Provinz Oberheffen 37, do. do. Starkenburg 37, Zürich v. 1889 .... 6 Stadt Buenos-Aires v. 1892 47, do. do. v. 1888 37, do. v. 1902 37, Limburg abgest Ludwigshafen v. 1890 n. 92 . . v. 1900 unt b. 1906 vo. do. v. 1889 do. do. v. 1891 Oest. Sud (Lornd.) sts. 37, do. v. 1899 4 Wiesbaden v. 1900 unt b. 1905 4 37. 87, 37, 87» 37, 37, 4 Bayr. S.-B -Anl unt b. 1906 . . . do. C>v. u. Allg. Anl do. Landeskultur-Reute . . . . . do E.-V.-Anl. Bremer St.-Anll 0. 1888 do. do. v. 1892 do. do. v. 1902 unt b. 1912 37, 37, Alzey v. 1899 unt b. 1902 . . 87, Aschaffenburg v. 1888 . . . . 4 Augsburg v. 1901 unt. d. 1908 . StaatS-Rente . . . . do. v. 1897 steuersr. (Eisern Thor) Goldstsr. . Außereuropäische. . 1 lu/.zu Anatol. Elscub. . | 31.8b Prlnce Henri . 4 Badisch« Prämien 4 Bayerische Prämien .... 5 Donau-Regulierung .... 37,Gvthaer Präm. Pfandbr. I . . 37, do. do. II 3 Hamburger v. 1866 .... 3 Holländische Komm. 0.1871 . • b. AttAtändifche. L Europäische. 41/, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 äuß. €.•©. i. G. v. innere v. 1888 . . äußere Gold-Anl. v. do. do. v. 37, do. do. ----- 47, Mecllb. Hyp. u. Wbk. Ser. I Verl. 4125 do. do. Ser. 3 abgest. . . . . . do. do. Ser. 2 u. 3 unk. b. 1905 . dv. do. 1887 sts. gar. . . Franz-Joses . . S. 200/1000 iraschau-^drb. v. 1889 Kursblatt des Gießener Anzeigers voirr 3. November {904* 5 do. do. v. 1896. 47, do. do. v. 1898. 4 Egyptische umfiacru . . . . & 5 5 4 3 8 3 8 8 3 8 8 3 4 4 5 4 Vorarlberg . . 27io Jtal.stl.gar. E.B.Ser. A-E i.G. 4 Ital. Mittelmeer steuersr. \. G. 27ie LlvorneS. Lit. C. D. u. D/2 4 Sard. Sec. stsr. gar. I u. II 4 ' ’ ' 1 4 i. G. 4 do. do. 4 do. do. 4 do. do. 37. do. do.