[bei Abends 81/, W. )aalbau SBBhr. Kl >. St 'OralS. Ni gelegenen geräumigen 4896 Der Vorstand. iÄ chil-W n. »chmittags 3 Uhr tnedesl »sficht. 47ti -Verteilung. ) Feuerwerk re. Weder frei ergebens! ein Tn Vvchand. hmhh itge ^■(Karlsruhe) Jntl Tanz" n. ^che Aufführung i getreues Bild Von ? K8?S *u6» sondern mit jt 1211 ^en im Neuen • -__47% e Bergöre-Paris. Tänzer. aeher-Wien. ^last-Leipzig* c-Tänzerin. Lord. Ipollo-Theater. Laa ft»*“? ^London^_____—_— "x Giessen-. Bien 0Pere* yi-jal** 'S*»* emeot) --■ss eikaol de H jjU pfg. !%>■** ««* ,‘i-. 9." 1 1.5° 'M- !**'**■ 154. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 129 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Gießener Zamilienblätter" werden dem ,9Inaeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^elstjche Lavdwttf erscheint monaUich einmal. Gießener Anzeiger Samstag 4. Juni 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitätsdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion,Expedition u.Druckerei^ Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. t Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Die heutige Kummer umfaßt 14 Seiten. Irauenbewegung. Gießen, 4. Juni. E i n internationaler Frauenkongreß wird in Berlin, in den Tagen vom 13. bis 18. Juni, abgehalten. Eine ganz außerordentlich stattliche Anzahl von Teilnehmerinnen aus dem Inland und dem Ausland haben sich gemeldet. In dem Verzeichnis der Rednerinnen, das ungefähr 200 Namen bringt, finden sich die bekanntesten Führerinnen und Vertreterinnen der internationalen Frauenbewegung. Alle Interessensphären kommen zur Geltung. Persönlichkeiten von ausgesprochenster Eigenart und charakteristischer, bahnbrechender Bedeutung erscheinen auf dem Plan. Neben den Pionierinnen und Pfadsucherinncn die jüngste Generation, die schon im Beginn der Erntezeit dessen steht, was jene gesäet haben. Das umfangreiche, möglichst o.ic Ziele und Bestrebungen der Frauenfrage in ihrer Entwicklung und dem heutigen Stand umfassende Programm weist vier Hauptabteilungen auf, von denen jede wieder in mehrere Gruppen zerfällt. Die vier Sektionen sind nach folgenden Hauptpunkten gebildet: 1. Frauenbildung, 2. Frauenerwcrb und -Berufe, 3. Soziale Einrichtungen und Bestrebungen, 4. Die rechtliche Stellung der Frau. Den jeweiligen Einleitungsberichten, die mehr zur Einführung und allgemeinen Orientierung dienen, folgen mehrere Berichte über Spezialorganisationen, Entwicklung, augenblicklichen Stand und Konsequenzen. Deutsche und ausländische Rednerinnen wechseln hier ab, während die Leitung der Einzelgruppen ganz in den Händen der Deutschen liegt, ein Umstand, der zum wesentlichen Vorteil der Veranstaltung dienen wird. Die politischen Frauen Deutschlands, wie man kurzweg den Verband fortschrittlicher Frauenvereine beziehungsweise die Mitglieder des Deutschen Vereins für Frauenstimmrecht nennt, deren System sich nicht mit den Voraussetzungen und Forderungen des gemäßigteren Organisationskomitees des Internationalen Fremdentaaes deckt, obgleich von allen Seiten auf das gleiche Endziel hingewiesen wird, haben beschlossen, noch vor dem Kongreß eine Jnter- nationale Frauen st immrechts konseren z abtzu- halten. Frau Cauer und Fräulein Dr. Anita Ausgpurg haben hierzu den 3. und 4. Juni ausersehen. Diese zweite internationale Frauenstimmrechts-Konferenz zur Gründung eines Weltbundes für Frauenstimmrecht wurde gestern vormittag mit der ersten Arbeitssitzung eröffnet. Präsidentin ist die 84jährige Amerikanerin Susan Anthony. Fräulein Dr. Anita Augspurg begrüßte die Frauendelegierten aus beinahe allen Kulturstaaten und die anderen Anwesenden. Weitere Ansprachen hielten Mrs. Anthony, Mrs. Catt und Fräulein Dr. Käthe Schirmacher. Darauf folgte die Vorlesung des Programms des Weltbundes und eine Debatte über die einzelnen Paragraphen. In der Nachmittagssitzung wurde die Abstimmung über das Programm auf den nächsten Dag verschoben. Es wurde eine Kommission eingesetzt, aus je einem deutschen, englischen und französischen Delegierten bestehend, die sich mit der Redaktion des Wortlauts des Programms beschäftigen soll. Darauf wurde der Entwurf der Satzungen beraten. Die Abstimmung darüber soll ebenfalls Samstags erfolgen. KarlamentarisEes aus Kessen. Die zweite Kammer wird bei ihrer demnächstigen Tagung reiche Arbeit haben. Es liegen folgende Drucksachen vor: Vorstellung des Lehrers Mühlhäuser betr. seine Dienstverhältnisse ; folgende Berichte des 4. Ausschusses: Antrag Schönberger und Gen. betr. Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh; Antrag Dr. Dayid betr. die Vorschulen an den mittleren Lehranstalten; Antrag Noack, betr. Beseitigung der Typhusgefahr in Mombach bei Mainz; Vorstellung des Fußgendarmen i. P. Hoffmann in Großgerau betr. Pensionserhöhung; Vorstellung des Gendarmerie-Wachtmeisters i. P. Krebs in Osthofen, betr. Dienst- entschädiguugszulage; Vorstellungen betr. die Beseitigung des Hochwasserschlauches zwischen Bürgel und Offenbach; Antrag Horn und Gen. betr. Einstellung eines Morgen- und Abendzuges für Arbeiter auf der Strecke Eberbach-Frankfurt; Antrag Reinhart und Gen. betr. Einführung von Verkehrsabgaben auf schiffbaren Flüssen; Vorstellung des Ferd. Frank zu Darmstadt betr. Einführung von Fäkalien aus der Irrenanstalt Hofheim in den Schwarzbach: Vorstellung des Gastwirts Hart zu Nieder-Saulheim betr. Besteuerung der in öffentlichen Wirtschaftslokalen aufgestellten Klaviere; und endlich Antrag des Abg. Schönberger und Gen. betr. gesetzliche Regelung des Milchverkaufs. Keer und Illotte. Das Denkmal des Prinzadmirals Adalbert von Preußen geht in der Werkstätte des Bildhauer? Fritz Kraus seiner Vollendung entgegen und soll während der „Kieler Woche" in Gegenwart des Kaisers in der Marineakademie zu Kiel enthüllt werden. Gibt Alkokol Kraft? Man schreibt uns von geschätzter Seite: Wie oft sagt man nicht, Bier sei flüssiges Brot. Ist das auch wirklich wahr? Unter hundert Teilen Bier sind 86 bis 90 Teile Wasser, 2 bis 5 Teile Alkohol, etwa 5 bis 7 Teile sonstige Kohlehydrate, 0.3 bis 0.7 Teile Eiweiß und noch etwa 0.5 Teile Nährsalze. Ein mittelstark arbeitender Mensch bedarf täglich 120 Gramm Eiweiß, 500 Gramm Kohlehydrate und 90 Gramm Fett. Wer sich also von Bier allein nähren wollte, müßte täglich trinken, zur Befriedigung seines Eiweißbedarfs 10 Liter, seines Kohlehyrate- bedarfes 24 Liter. Eine ordentliche Portion, die auch dem stärksten Trinker auf die Dauer zu viel werden dürfte. Dann hat er aber noch nichts zur Befriedigung des Fettbedarfs getan. Tas Bier begünstigt nur den aus anderen Nährmitteln bezogenen Fettansatz, selbst enthält es solchen Fettgehalt nicht. Nun der Preis? 8 Semmeln (Wecke) enthalten ebensoviel wirkliche Nährstoffe als 4 Liter gutes Münchener Bier, 8 Semmeln kosten ca. 20 Psg., 4 Liter Münchener Bier 1.20 Mk. bis 1.60 Mk. Das Bier ist als Nährmittel betrachtet sechs bis achtmal teurer als Semmeln und zehnmal teuerer als Schwarzbrot Wer täglich für Bier und Branntwein nur 10 Psg. ausgibt, kann für dasselbe Geld in Form von Mehl das zehnfache kaufen. Der übermäßige Biergenuß führt Fettleibigkeit herbei, Entartungen des Herzens, der Lunge, der Leber und Nieren sind seine Folgen. In München stirbt die Hälfte der Bierbrauer vor dem 40. Lebensjahre. — Der Schnaps enthält außer Wasser und Alkohol in der Regel nichts. Der dllkoholgehalt schwankt zwischen 40 und 60 Prozent. Als Volksgetränk ist der Schnaps geradezu verderblich, und ein Jammer ist es, daß er den Armen leider nur zu oft die regelrechte Nahrung ersetzen soll. Der Betrug des gewohnheitsmäßigen Schnapsgenusses ist der vollendetste und heilloseste. Weder anhaltende Erwärmung verleiht er, noch wirtliche Kraft, wohl aber übt er auf den gesamten Organismus den schädlichsten Einfluß aus. — Bezüglich seines Alkoholgehaltes ist der Wiein viel unschuldiger als der Branntwein. Unsere einheitlichen Weine enthalten durchschnittlich etwa 10 Proz. Weingeist, die südländischen bis 24 Proz. Säuren, Eiweißstoffe (0.1 Proz.), Traubenzucker und äterifche Oele (0.003 Prozent) tragen zusammen noch das ihre zur Güte des Weins bei. Der Nährwert all dieser Stoffe ist verschwindend. Ein Gläschen reinen Weins kann |ba5 Herz des mäßigen Trinkers erfreuen und für den geschwächten Organismus des Kranken mag er durch seine bei geringen Gaben mild anregende Wirkung als Svrungbrett dienen, um über einen kritischen Schwächezustano hinüber zu helfen. Aber selbst in solchen Fällen ist der Wem nicht immer notwendig und heilsam. Es gibt Leute, die jähre- und jahrzehntelang Tag für Tag 2, 3 Schoppen Wein trinken und doch körperlich rüstig und geistig frisch zu bleiben scheinen. Daß sie im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kraft sind, ist dennoch sehr zu bezweifeln. Sie haben keine Ahnung davon, daß sie ihre Lebensenergie nicht steigern, sondern langsam aber sicher untergraben. Der Alkohol im Wein ist freilich kein starkes, allein gerade deshalb ein besonders einschmeichelndes, tückisches Gift und wegen dieses unheimlichen Charakters um so gefährlicher. Auch beim übermäßigen Meintrinken kann es zu allen möglichen Organveränderungen kommen. Gicht, Erkrankungen der Leber, der Nieren und des Herzens haben sehr oft darin ihre Ursache, während der starke Weinsuff sogar zum Säuferwahnsinn führt. Und wenn die Weine nur alle echt und rein wären! Aber was für elendes, geschmiertes, verschnupftes Zeng wird oft feilgeboten und getrunken. Weiupantscherei ist zur profitablen Wissenschaft geworden, und traurige Wahrheit liegt in dem Scherzwort: Wein wird aus allen möglichen Dingen bereitet, sogar aus Trauben. — Dem sogenannten Johannisund Stachelbeerenwein muß wegen des bedeutenden Säurengehalts dieser Früchte ziemlich Zucker zugesetzt werden, der zu Alkohol vergärt und diesem Wein eine oft unheimliche Stärke verleiht. Ein solcher .Haustrunk muß schlankweg als schädlich bezeichnet werden. — Wir sehen somit, daß alle bei uns gebräuchlichen alkoholischen Getränke sehr wenig Nährstoffe enthalten. Sie wirken durchweg mehr oder weniger anregend auf die bereits vorhandenen Körper- und Geisteskräfte. Eigentliche Kraft, nachhaltige Kraft verleihen sie nicht. Und der Vorteil der Anregung und Erregung wird nicht nur aufgehoben, sondern besonders bei zu häufigem und zu starkem Genüsse in gesundheitsschädigenden Nachteil verkehrt, durch die lähmende, vergiftende, organzerstörende Wirkung. Wer sich also des Alkohols stanz enthalten kann, fährt am besten, wer diesen Genuß nicht ganz entbehren zu können glaubt, der befolge die wohlgemeinte ernste Mahnung: Trinke nicht viel, trinke nicht alle Tage, trinke niemals zu starke geistige Getränke." Jahresversammlung der Südwessdeutschcn Konferenz für innere Wissson. Dsr. Straßburg, 3. Juni. Das 79. Jahresfest der ErziehungsanftaltNeu- hos, wozu die Konserenzmitglieder für gestern nachmittag eingeladen waren, konnte leider des regnerischen Wetters wegen nicht, wie gewöhnlich, im Freien, unter den schönen alten Platanen des Hofes gehalten werden. Dock hatte sich in dem großen Saale des Hauses eine stattliche Schar von Freunden des Hauses versammelt, und man hatte das wohltuende Gefühl, eine sehr treue zusammengehörende Gemeinde vereinigt zu sehen. Pfarrer Tr. Schlosser durfte dieser Gemeinde die Festpredigt halten. Nach dem Gottesdienst bot die Anstaltsmutter, umgeben von einem Stab v n jungen Damen den Festgästen auch eine leibliche Er- guicknng. Am Abend sammelte ein Volksabend die Konfercuz- glieder mit den Elsässer Freunden in dem mächtigen Saal der Orangerie. Dort gob's neben dem freundschaftlichen Austausch allerlei Schönes zu hören, zu sehen. Der Chor des Lehrerseminars erfreute die Versammlung durch seine schönen Lieder, und frische Ansprachen von Pfarrer Ernst aus Straßburg, Pfarrer Probft aus Basel, Pfarrer Dr. Hackenschmidt aus Straßburg führten in Geist, Wesen, auch Mißbrauch der inneren Mission hinein. Mitten heraus rief die von der Stadt Straßburg freundlich veranstaltete Beleuchtung des Parkes die Versammelten hinaus in's Freie. Ter große Teich und seine Umgebung erstrahlten im Glanze bunter elektrischer Lichter, aus den Felsen ergoß sich der Wasserfall in weißen, roten und grünen Fluten, auf dem Wasser schwammen leuchtende Pyramiden. Es war wirklich ein zauberhafter Anblick. Pfarrer Tr. Hackenschmidt hatte allerdings reckt, als er den Geist des jungen Goethe, wie er jetzt in Straßburg auf dem neuen Denkmal steht, beschwor, und meinte, er würde sich wohl wundem, wie anders Straßburg geworden sei, allerdings nicht bloß in der glanzvollen äußeren Entwicklung, auck nicht bloß darin, daß, wie es an diesem Abend ganz spontan geschah, das „Deutschland, Deutschland über alles" aus der Versammlung erklang, sondern auch in der Ausweitung der lebendigen und tätigen christlichen Kreise, deren Enge ihn damals abstieß, eine Ausweitung nicht bloß in betteff der Zahl, sondern vor allem auch des geistigen Horizonts, des Verständnisses für andere, und der ehrlichen Selbstkritik. Die heutige zweite Hauptversammlung war der großen Frage der „Fürsorge für die konfirmierte männliche Jugend" gewidmet. Ein dafür so berufener Redner, wie unser neuer Direktor des Predigerseminars in Friedberg, Dr. Wurster, erstattete das Referat, und besprach darin in sachkundigster und lichtvoller Weise den Stand, die Bedeutung, die Mängel des Jünglingsvereinswesens und die Versuche, die in neuerer Zeit auf dem Gebiet der Jugendfürlorge von verschiedenen Seiten gemacht werden. Er stellte dabei fest, daß die ca. 71 500 Mitglieder der Jünglingsvereine in Deutschland zwar nur 2 Prozent der gesamten männlichen Jugend darstellen, daß sie aber doch im Grund einen viel größeren darstellen, wenn man nur die Zahl der jungen Leute ins Auge faßt, die überhaupt dafür in Bettacht kommt, also nicht die, die im eigenen Familienleben bewahrt sind, nicht die in geschlossen bäuerlichen Gegenden. Im Ostdeutschen Jünglingsbund z. B. sind in Orten unter 1000 Einwohnern ca. 49 Prozent der Jünglinge vereinigt, und das also in Gegenden, in denen kein Pietismus herrscht. Also sind die Jünglingsvereine nicht bloß eine Sache der großen Städte, auch sammeln sie nicht bloß, wie gesagt wurde, nur die „religiös angeregten und intellektuell rückständigen" Elemente, sondern vielfach sehr strebsame und geistig lebendige Leute. Redner besprach dann die Bestrebungen des aus Amerika einaeführten Jug.ndbunds für entschiedenes Christentum einerseits, sodann die von breiterem Boden unternommenen Versuche der Feierabende, Lehrlingshcimc und besonders den Jugendklub des Pastors Schulz in Hamburg. Von jenen könne man u. a. die Erziehung zur wirklichen Mitarbeit in der Kirche, von den Jugendklubs die Erziehung zur Selbständigkeit und Selbst- regiernng lernen. Eine Organisation der einzelnen Jahrgänge der Jugend, wie sie in Siebenbürgen altherkömmlich sei, habe für unsere ländlichen Gemeinden zwar zunächst etwas Bestechendes, garantiere aber, selbst wenn sie erreicht werden könne, bei uns nicht den rechten Geist. Der Gedanke zwangsweiser Organisation sei nur aus der Verzweiflung geboren und in Wahrheit undurchführbar. Zu erwägen seien die Vorschläge der Einrichtung von Jugendpflegämtern in den Gemeinden, aber dabei komme es auch auf die Personen an, und die innere Mission könne auf solche Zukunftsgedanken nicht warten. Sie sei dankbar für alles, was andere auf diesem Gebiet tun, müßte sich aber für sich auf die eigentlich geistlich christliche Erziehung konzentrieren, und wird sich dabei mit einer Minderheit religiös Empfänglicher begnügen müssen, aus denen dann bewußte Mitarbeit gewonnen werde. Aus dem allen ergeben sich noch einige Forderungen an die Jünglingsvereine. Sie müssen 1) noch viel volkstümlicher, männlicher werden: 21 im Mittelpunkt muß die Erziehung durch die Wahrheit des Evangeliums stehen, aber von da aus allerlei Bildung und Erholung weitherzig gepflegt werden: 3) mehr Selbstverwaltung in den Vereinen; 4) nicht zu junge Leute, nicht die Neukonsirmierten; 5) eine bessere Literatur, nicht nur direkt religiöse: 6) nicht zu vergessen, daß junge Leute nicht alte Männer sind; 7) mehr Werben für die Vereine, das nie vergeblich ist. Die Diskussion wurde von Pfarrer Schereraus Mühlhausen i. E eröffnet, der eine Trenmmg der eigentlichen religiösen Arbeit an der Jugend und der weiteren, die sozial und zu edler Erholung erzieht. Jene Arbeit habe die Kirche, der Pfarrer an seinen Konfirmanden, diese die innere Mission zu tun, die dazu das rechte Herz und den seelsorgerlichen Geist mitbringe und es nicht für zu gering erachten dürfe, diese Außenarbeit zu tun. Solche Arbeit an die konfirmierte Jugend müsse den Pfarrern zur amtlichen Pflicht gemacht werden. Diese Ausführungen weckten viel Widerspruch, fanden aber auch viele Anerkennung ihrer anregenden Kraft. Konsistorialrat Kayser erkennt den hohen erzieherischen Wert von Spiel und Sport an, ebenso die Notwendigkeit kräftiger Unterstützung seitens der Kirchenregierungen und der Synoden, auch mit Geldmitteln, und kann sehr Erfreuliches aus Frankfurt berichten. Stadtpfarxer Mühlhäußer aus Karlsruhe weift darauf hin, daß die Kritik an der Arbeit der Jünglingsvereine, und die neuen Vorschläge ein erfreuliches Zeichen davon seien, daß das Gefühl der Verantwortung für die Jugend in weiteren Kreisen lebendig werde. Besonders richtig daran sei, daß die Jünglingsvereinssachlk mehr dem Ganzen des Volks, der Gemeinde, der Kirche und der Familie dienen müsse, darum sich auch nicht zu sehr als besondere Fachsache abschließen solle. Tas können sie aber nur, wenn sie grundsätzlich lebendigen religiösen Geist bewußt pflegen. Recht wertvolle Ergänzungen boten noch verschiedene Leiter von Jünglingsvereinen, unser hessischer Vereinsgeistlicher, Pfarrer Bräß aus Darmstadt, Pfarrer Degen aus Karlsruhe, der die Pfarrer sehr energisch zur Arbeit aufrief, der Leiter des Vereins christlicher junger Männer, Mayer aus Straßburg, der für die bleibende Vereinigung der religiösen und der sozialen Arbeit trotz aller Schwierigkeiten einttitt. Professor Dr. Smend aus Straßburg betont, daß die Fürsorge für die konfirmierte Ju- yend eine Grundbedingung für den Fortbestand der Konfirmation lei. Dabei sei die persönliche Bemühung um den Einzelnen, die auch die Ueberweisung der in andere Gemeinden Ueber- ziehenden nötig mache, die Hauptsache, die Pflege edler Geselligkeit, auch unter den Geschlechtern, sehr wichtig. Pfarrer Köpfer- mann aus Breckenheim bespricht die Schwierigkeiten, die der Gründung von Jünglingsvereinen auf dem Lande entgegenftehen: der unlösliche Zusammenhang der Jahrgänge, der Mangel an Helfern, an Lokalen. Im Schlußwort erkennt der Referent an, daß Jünglingsvereine, wie alle Anstalten der inneren Mission in gewissem Sinne Notbehelfe seien, die aber durck unsere gegenwärtige Lage unentbehrlich gemacht seien. Ebenso steht es um die Notwendigkeit, in diesen Vereinen außer der religiösen auch soziale Arbeit zu treiben. Es sei eben nickt die Zeit dazu, viel neue Experimente zu machen, sondern grade im Interesse der Volkskirche die Arbeit in den bewährten Bahnen zu treiben. Die Versammlung erklärt auf Anfrage des Vorsitzendem daß sie den Ausführungen des Referenten im allgemeinen zustimmt. Professor Dr. Spitta spricht zum Schluß den Dank der theologischen Fakultät, ihrer Dozenten und Studenten, für das in dieser Tagung geboten? aus. AlU> Zinbi und Klind. Gießen, den 4. Juni 1904. " Personalien. Ernannt wurden am 28.^ai d. I. die Gefangenmärter am Landeszuchthause Marienschloß, Adam Kunz und August Edelmann, zu Gefangenaufseheru an dieser Anstalt mit Wirkung vom 8. Juni 1904 und der Finanzakzeffist Emil Zimmer zu Darmstadt zum Regierungs- asscssor. ** Medizinische Gesellschaft in Gießen. Tie nächste Sitzung findet statt: Dienstag, den 7. Juni, abends 7*/2 Uhr pünktlich im Hörsaal der chirurgischen Klinik. Klinischer Abend. Tagesordnung: 1. Herr Best: Angeborener Mikrophthalmus. 2. Herr Bötticher: Ueber angeborenen Tibiadefekt. 3. Herr von Tabora: Ueber Ascites c.hylosus. 4. Herr Vagedes: Ein Fall oon Struma ovarii. 5. Herr Vossius: Vorstellung zweier Patienten. ** Das Boettge-Konzert, das am Freitag, den 10. d. M. stattfindet, wird ein höchst interessantes Programm, 59 770 Bäder wurden bis zum Die Stadtverordnetenoer Spez tt es [Brechdurchfall Diarrhoe Darmkatarrh] | Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw. | 5 K S d £8 @9 d d 2 2 CD co «3 ^5 er ro cB c 3 SS • rs L 2 WS « Ö33 @S ÖS- P T"L' £ 2.« » Ute CG 5 135 2 © Z.»' " D ~ o ^3 ul" o S© 2= iZt ■ Ute ö ? = Ui «OSs-2 ä 2 w<5 = S'S> WMWMMW I ” >***JL-—.mmh mehl Gle S LV 63 o OB $3 0* L- s S c 69 ä5 O G) Ute — o A ° ts ©’ » v. Bad-Nauheim, 3. Ium. Bts zum 2. Ium sind 6442 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch »ju 5 4694 anwesend waren. 2. Juni abgegeben. Worms, 3. Juni. sam mlung beschloß die Lieferung der gesamten maschinellen Einrichtung für das neue Wasserwerk der Stadt Worms der Firma Gebrüder Körting-Hannover zum Preise von Mk. 125 750.— unter der Bedingung zu übertragen, daß für die Hauptpumpen das Fabrikat von Ehrhardt u. Sehner in Schleifmühle, für die Zentrifugalpumpen das Fabrikat der Firma Gebrüder Sulzer in Winterthur zur Verwendung kommt. fc. Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Bahnhof Sachsenhausen geriet in vergangener Nacht ein junger Rangierer Namens Lenz zwischen die Puffer zweier Wagen. Beide Beine wurden ihm abgeqiietscht. Heute früh ist er im Kranken- hause nach qualvollem Leiden gestorben. wird mit WeUrumit besprengt, das eine Staubentwicklung ge»; radezu unmöglich macht. Das Westrumit kam auch bei den jüngst stattgehabten Äusscheidungsrennen für Frankreich zur Anwendung. Nur dadurch wurden, nach dem einstimmigen Urteil der Rennfahrer, Unglücksfälle, die dem Automobilsport nur schaden können, verhütet. @8 P uv KeL ' ” & SL ? 3"f = ' Arbeiterbewegung. (r.) Mainz, 3. Juni. Während der Maurerausstand noch immer anhält, ist hier noch ein zweiter Ausstand und zwar in der B e l e u ch t u n g s b r a n ch e. In dieser Branche waren im verflossenen Jahre bereits Lohndisferenzen entstanden, die indes beigelegt wurden, ohne daß es zu einem Streik kam. Es scheint dies.indes nur ein vorübergehender Waffenstillstand gewesen zu sein, denn die Arbeiter sind jetzt wieder mit Ansprüchen auf Lohnerhöhungen hervorgetreten, die die groben Jnstallationsgeschüste nicht zahlen wollen, und die zu einem Streik führen werden. Sport. Zum Gordon Bennett-Rennen. Für die Sicherheit der R e n n f a h r e r, für die man gelegentlich des Gordon Bennett-Rennens alles Menschenmögliche getan hat, hat der deutsche Automobilklub noch ein weiteres Opfer gebracht, das viel Zeit uni) Geld kostet. Die ganze 137 Kilometer lange Strecke vermischte». * Ein widerwärtige Verballhornung hat das Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht in einer Serie von Bäcker-Boykott-Liedern erfahren, von denen der „Vor- SeBÄ äs g L CD m ■ O “ 7? 3 —» Ute a ® 2 - 3 ° Ute MCP Ute der ZpU ln hiesiger Stadt Pfunden: i 3 Floren: 1 a Bietet als Fliege-Kolonne sich bar; Meistersöhne sind da :— Hoppegarten, Hurra! Die Fr. D. Pr. bezeichnet diese Lieder mit Recht als bodenlos gemein und schreibt weiter: Ter Inhalt ist zum Teil derartig garstig, daß, wie immer der politische Standpunkt sein mag, ihr Inhalt Ekel und Abscheu erregen muß. Der Vorwärts aber rühmt diese Lieder, von denen er erwartet, daß sie ihren Zweck erfüllen werden in dem „Kulturkampf" gegen den Schmutz der Backstube, und druckt einzelne Strophen aus diesen Gesängen ab, ohne freilich solche Verse wiederzugeben, die derart schmutzig sind, daß es nicht möglich ist, ihren Inhalt auch nur anzu- deulen. Vor etwa zehn Jahren ist auf einem sozialdemokratischen Parteitag Beschwerde geführt worden über schmutzige Stellen in einem vom „Vorwärts" veröffentlichten Roman einer Mutter Bertha. Tie in jenem Roman gerade von sozialdemokratischer Seite beanstandeten Szenen erscheinen geradezu harmlos gegen- über diesen sogenannten „Liedern".____________________________ W Ue Alleinige Niederl Willi Moderne Schuht ~ 5 S 5 p-S Kunst und Wissenschaft. — Ein internationaler Freibenkerkongreß wird vom 20. bis 23. September d. I. in Rom tagen. Als Redner sind eingeschrieben: über „Dogma und Wissenschaft" Ardigo, Berthelot, Salmeron, Novicon, Mandsley, Denis, Lom- broso und — Haeckel; über „Kirche und Staat" Hubbard, Lorand, Sergi usw., über Missionswesen William Heaford._____________ nämlich Oesterreich-Ungarn in Lied und Tanz bringen. Böhmen bildet den Eingang mit einer symphonischen Dichtung „Ultava" von dem durchaus national-tschechischen Komponisten Smetana. Dalmatien glänzt mit feurigen slavischen Tänzen. Steiermark ist durch einen Oberländer „Im Austragstüberl" für zwei Solo-Violinen vertreten. Galizien bringt schwermütige Stücke für eintönige, kupferne Hörner. In Ungarns Rakoczyweisen kommen die seltsamen Klänge aus der Heimat der Zigeuner zum Ausdruck. Eine ergötzliche Jagdmusik, auf 20 Waldhörnern geblasen, gibt ein lustiges waidmännisches Bild aus Ober- und Niederösterreich u. s. f. Den Schluß bildet Wiener Volksmusik mit seiner herzgewinnenden Gemütlichkeit und heiteren Lebenslust. ** Stadttheater Gießen. Die erste Operettenoorstellung des Großh. Kurtheaters Bad-Nauheim ging am Tonnerstag als Gastvorstellung in Marburg mit Millöckers „B e t t e l st u d e n t" in Szene. Tie gut besuchte Aufführung bedeutete einen durchschlagenden, geradezu außerordentlichen Erfolg, wie er selten in Marburg erlebt worden ist. Jede Gesangsnummer wurde lebhaft applaudiert, verschiedenes da capo verlangt. In den großen echten Erfolg teilten sich die Damen Herms, Pelerh, Wingert, sowie die Herren Arndt, Rhode, Dodl und Kapellmeister Hüsing nebst dem gesamten Personal. Selten ist im Museum soviel Beifall gehört worden. Die durch die Operettenerfahrungen der letzten Jahre gezeigte anfängliche Zurückhaltung ist einer Stimmung der außerordentlichsten Anerkennung gewichen. — Dieselbe Bettelstudent-Aufführung gelangt nächsten Dienstag, den 7. Juni, hier in Gießen als erste Operettenvorstellung zur Aufführung. Diese Vorstellung findet außer Abonnement statt. Zugleich liegt eine Liste bei Herrn Ernst Ehallier auf für Einzeichnungen zu einem Abonnement auf 6 geplante Vorstellungen; die Abonnementsbedingungen sind aus den Inseraten ersichtlich. Da das Zustandekommen des Abonnements von einer zahlreichen Beteiligung abhängig ist, so darf wohl mit Sicherheit darauf gerechnet werden, daß sich genügend Interesse für das Unternehmen zeigen und bereits die Bettelstudent-Aufführung ein gleich zahlreiches Publikum anziehen wird wie in Marburg. Der Vorverkauf befindet sich bei Herrn Ernst Ehallier. •• Warnung vor Kurpfuschern. Unter der Firma Dr. John P. Haig Company vertreibt eine in Cincinnati ansäsiige Handelsgesellschaft eine Medizin zur Heilung des Kropfleidens. In den Anpreisungen, die diese Firma vornehmlich in deutschen Zeitungen erläßt, wird ein Dr. Haig als wohlbekannter Arzt in Cincinnati mit der Gesellschaft in Verbindung stehend angeführt. Die an ausländische Kunden gerichteten Schreiben der Dr. John P. Haig Company sind mit der Unterschrift „Dr. John P. Haig" versehen. Stattgehabte Ermittelungen haben ergeben, daß ein Arzt dieses Namens in Cincinnati gänzlich unbekannt ist und daß es sich hier zweifellos um ein auf die Ausbeutung des kropfleidenden Publikums hinarbeitendes Unternehmen handelt. Es wird daher vor dem schwindelhaften Geschäftsgebahren der Dr. John E. Haig Company gewarnt. 3ÄZ. ($) wärts" mit Lobpreisungen einige Proben wiedergibt. Da beißt in dem Streikbrecherlieb vom Meistersobn; Stille Nacht, hilfreiche Nacht! Jnnungsmacht Rettung bracht'; Aus ber Provinz 'ne Streikbrecherschar Märkte. Gießen, 4.Juni. Marktbericht. Aus heutigem WocüenmarK kosteten: Butter pr. Psb. 0.80—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Pfg. 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse vr.Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Pfg,, Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 M.., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stuck 77,i— 2,20 Mk., Gänse pr. Psd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfb. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Ait., Milch per Liter 18 Pfg., Aepjel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00- 00 Pfg. Marktzeit 7—1 Uhr. - <=■ £> CD z _S /Wo «?2 sZ-K» für fat der veo Prof. 1 „fiel _ -5 5 p 2 2. S s zr.C? r* n Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. B e r L i 11,3. ^>uui. _ucr uuniu.uim tii deutschen 0 ank beschloß in seiner heutigen Sitzung, ber auf ben 26. b. M. ein» berufenen außerordentlichen Generalversammlung zur Verstärkung ber Betriebsmittel Die Erhöhung bes Grundkapitals um 20 MilÜ Mart auf 180 Mill. Mk. in Vorschlag zu bringen. Die neuen Aktien, bie mit Dividendenberechtigung ab 1 Januar 1905 aus- gestattet werben, sollen durch Vermittlung eines Konsortiums ber alten Aktionären zum Kurse von 186 Prozent angeboten werben. Tas Konsortium erhält: 2 Prozent Garantiekommission, sobaß nach Abzug ber Stempel- und sonstigen Kosten ber Deutschen Bank 180 Prozent verbleiben. Ferner wurde beschlossen, im Zusammenhang mit dieser Kapitalerhohung bie Tantieme für Aufsichtsrat und Direktion dadurch zu ermäßigen, daß sie ab 1. Januar 1905 erst nach Abzug von bchz Prozent anstatt wie bisher nach, 5 Prozent Dividende beginnt. Deutsche Genossenschaftsbank. Die General-Versammlung, die über bie Fusion mit ber Dresdener Bank Beschluß fassen sollte, war beschlußunfähig, boch fand eine provisorische Avslimmung statt, die eine imposante Mehrheit für die Fusion ergab. o Uö 5, 5 o ____ ef ’ s'8"s In! D 3 9 ®leBen, de Profil) ÄMe 2 1 1 s«u 1, We»«9< j hsR,£5 55)2 CD v 9 O «a Ute Ute C e u» u» F 00 CD CD ö «u Ute o s D —• _ _ -MM H' Darinkatarrh ien, Colonialw. N-rir 'M 8 ui heutigem WoLenmO chuereierlTt. 5-6 <1% L»tMier7-0Psg.,F J- «Lchen pr.Liter 21^ Hühner pr.Ä -0 M., Enten pr. (Btii -> Lchjenfleilch pr. M .062—68 Pjg., Schweb -'ich, gesalzen, pr. M Yammelsteiich pr. Pm-- -7,00 Alk., Weißkraut )lt., Zwiebeln pr. ZeiM Aepjel per Zentner i >ße 100 St. 00- 00 f 'JSSftwl ehender ■ ■s Spill 3ut benU26ÜJb Va.il|| u brmqen »■ b 1 Januar J? eines Non£ •Säire »Käs iiSl'Ä nc ^her nach 5 Pro^ i'VSf General-P». Bank | '?°ch Md eine pto- »>s°nte Mehrheit ' von ftraud), in der Stephansniark und im Rußland, Es köuncu eingestellt werden: 4937 4857 Täntnv«?) 'Dar, ist und ■ SBGOÄ.C0 titeibt das beste Adler-Drogcrie Se lersweg 39, Andr- Euler Otto Schaaf. Geschäfts-Empfehlmigen tieterl billigst vrühl'sche llnioersitäts-vrullerei, Gießen. Gießen, den 2. Juni 1904. Grvßlierzv^trche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Heugras - Versteigerung der Stadt Gießen. Donnerstag den 9. und Freitag den 10. Juni 1904, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen meistbieteird versteigert roetbeit und zwar: Haupt- und General-Agenten werden von alter, angesehener und besteingerichteter Vieh-Versicherungs-Gesellschaft unter günstigen Bedingungen gesucht. — Diskretion zugefichert. — Auch tüchtige Vertreter und Inspektoren finden daselbst Beschäftigung. Offerten unter G. G. 864 an Haafeustern & Bögler. A.-G., Berlin W. 8. 4933 Bekanntmachung. In der Zeit vom 28. Mar bis 4. Juni 1904 wurden ln hiesiger Stadt gefunden: 1 Damen-Regenschirm und 1 Strohhut; verlor en: 1 gelbledernes Portemonnaie mit etwa 30 Mk. Inhalt, 1 braunledernes Portemonnaie mit etwa 3 Mk. Inhalt und 1 schwarzer Umhang. Zugelaufen ist: 1 Huhn. Zu geflogen ist: 1 Kanarienvogel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 4. Juni 1904. Großberzoglubes Volizeiamt Gießen. Herberg. Mtislher Wshmgsmchmis Gieße». Garteustratze 2, Zimmer Nr. 14. (Geschästsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 36 Wohnungen von 2—7 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung Möbeln oder Bibliotheksgegenständen, 2 möblierte Zimmer. Zu miete» gesucht: Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeisteretgebäube) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dieustboteu und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis I Uhr und von S bid 6 Uhr geöffnet. c. nachmittags 2 Uhr im Philosopbenwald von den Wiesen tm Fürstenbrunnen, im Wiesecktal rind von 2 Hospitalwiesen, sowie 2 Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, und um 5 Uhr von zirka 20 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Freitag den 10. Juni 1904: d. von den Ochsenwiejen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, e. nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, f. nachmittags l/23 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck, g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck. Tie Zusammenkunft ist am 9. Juni am Neilstädtertor, am 10. Juni in oen Ochsenwiesen. Tie Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. 1 Gartenarbeiter, 1 Installateur, 1 Wagner, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 1 jüngerer Friseur, mehrere Arbeiter, 2 Weißbinder, 12 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Steinhauer, 1 Schlosser, 1 Heizer oder Maschinenschlosser, 1 Schneider, 2 Wasch- oder Putzfrauen, 1 Fahrbursche, 1 Dienstmädchen, 1 Bureaugehilfe. Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Tapezier, 1 Schreiner. 42 Wohnungen von 2—11 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichteil und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Akk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und -von mehr als 500 Alk. 1 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelulig unentgeltlich. 4936 Bekanntmachung. Das Hebreglster über die Umlagen der Stavt Gießen für das Rechnungsjahr 1904 liegt vorn 4. bis 12. Juni d. Js. auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht eines jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen dasselbe nach Vorschrift des Art. 96 der Städteorduung binnen 4 Wochen bei Großherzogl. Kreisamt Gießen vorzubringen sind und daß später vorgebrachle Reklamationen keine Berücksichtigung finben können. Gleichzeitig wirb bemerkt, daß bie Bekanntmachung ber Umlagen burch Großherzogl. Kreisamt Gießen im Regierungsblatt unterm 28. Mai erfolgt ist, baß baher die Frist zur Porbringung von Reklamationen, welche gegen Erhebiiiig der Umlagen über- haupt gerichtet sind, von diesem Tage und für Reklamationen, welche gegen die Beitragspflicht oder das angenommene BeitragS- verhällnis gerichtet sind, vom Ende der Offenlegungsfrist ab läuft. Gießen, den 3. Juni 1904. 4887 Grvßherzvgli^e oucgermci|ieiei Gießen. Mecum. Donnerstag den 9. Juni 1904: a. an Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädter Feld, b. vormittags I02Z. Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wwe., Grünbergerstraße 6, von den Wiesen im Heeg- Bohnenstangen Ä« bei _ . 4491 < 4927 Bahnhofstrasse 29. Spezial-Offerten folgen mit nächster Nummer. mit aussergewöhnlich billigen Preisen. Modewarenhaus A. Fangmann Montag den 6. Juni beginnt der diesjährige grosse Saison-Räumungs-Verkauf Das Beste für leidende und empfindliche Füsse ist der von Prof. Dr. Lahmann empfohlene 4024 „Reformstiefel“ für Herren und Damen. 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