Samstag 4 Jnni1S04 154. Jahrgang Erstes Blatt. Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. bl. tzine Episode aus dem Jahr ^848. „Es ist das Unglück der Könige, daß sie die Wahrheit nicht hören wollen", — so lautete das Wort des unerschrockenen Königsberger Demokraten Joh. Jacoby an König Friedrich Wilhelm IV. am Schlüsse einer Lludienz im Berliner Schlosse. An dieses Wort erinnert eine Episode, die wir in der deutschen Revue lesen. In den „Aufzeichnungen aus dem Nachlasse des Mgeordneten Dr. Kolb": ein Abschnitt „Aus der Zeit des Frankfurter Parlamentes" wird folgender Vorfall aus den Berliner Mürztagen erzählt: „In Breslau war früher, als in Berlin eine Volksbewegung erfolgt, aber sogleich blutig durch das Militär nieder geschmettert worden. Es wurde die Absendung einer Deputation an den König beschlossen, die Deutsches Reich. Berlin, 3. Juni. Der Kaiser hat bestimmt, nun auch in der M a r i n e das Andenken des verewigten G r o ß h e r z o g s von Mecklenburg-Strclitz zu ehren., Das Linienschiff „Mecklenburg" hat bis nach der Beisetzung die Flagge Halbstock zu'setzen. Auch wird eine Abordnung des Schiffes, bestehend aus dem Kommandanten, einem Kapitän-Leutnant und einem Leutnant zur See an der Beisetzung teilnehmen. — Die Kanal-Kommission des Abgeordnetenhauses setzte heute ihre Beratungen fort und nahm die 88 8 bis 17 der Oder-Regulierungs-Vorlage mit einer Abänderung an. Die erste Lesung des Entwurfes ist damit beendet. — In Abgeordnetenkreisen nimmt man an, daß sowohl der Reichstag wie der Landtag vertagt werden. Die Vertagung des Landtages erscheint sogar völlig sicher und zwar rechnet man damit, daß sie Freitag den 1. Juli eintritt und bis zum Oktober dauern wird. — Von einer amtlichen russischen Stelle wird der „Bert Ztg." versichert, daß das Zustandekommen des deutsch-russischen Handelsvertrages gesichert ist. Der formelle Abschluß werde in kürzester Zeit erfolgen. Rußland habe den deutschen Wünschen gegenüber weitgehendes Entgegenkommen gezeigt. — Der Zentral-Verband der nationalliberalenPar» tei wird am 12. ds. vormittags 11 Uhr zu einer Sitzung zu- sammtreten, um zu dem preußischen Schul-Dotatians- antrage Stellung zu nehmen. — Der Reichskanzler sandte an Detlev v. Lilien- krön anläßlich dessen 60. Geburtstages ein Telegramm, in dem es heißt: Lassen Sie mich Ihnen danken für die vielen Gaben Ihrer schneidigen Muse, für manches tapfere Wort der Vaterlandsliebe, womit Sie deutschen Jünglingen, Mädchen und Männern ans Herz gegriffen haben. Gmunden, 3. Juni. Der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht zu Mecklenburg sind heute nachmittag hier eingetroffen. Zur Begrüßung auf dem Bahnhofe waren der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, der Herzog und die Herzogin von Cumberland mit den Prinzessinnen Alexandra mid Olga, dem Prinzen Ernst August, der Herzogin Max von Baden, sowie Statthaltereirat Graf Salburg erschienen. Heute abend findet Familientafel im herzoglichen Schlosse statt. Die Stadt ist zur Feier der bevorstehenden Vermählungsfestlichkeiten reich mit Guirlanden und Ehrenpforten geschmückt. Fast sämtliche Häuser und alle öffentlichen Gebäude haben Flaggenschmuck in den Reichs-, Landes-, hannoverschen und mecklenburgischen Farben angelegt. Homburg v. d. H., 3. Juni. Der Kaiser wird Donnerstag den 16. d. M. vormittags hier eintreffen und bis zum Abend des 18. bleiben. Am Nachmittag des 18. begibt sich der Monarch nach Cronberg, um der Enthüllung der Gedenktafel für die Kaiserin Friedrich beizuwohnen. Am Abend fährt der Kaiser nach Hamburg. Karlsruhe, 3. Juni. Der Anteil Badens am Reinertrag der Main-Neckarbahn im letzten Betriebssahre beläuft sich, nach Abzug von 61600 Mark Ausgaben, auf 858 400 Mark, d. i. 33 050 Mark mehr als bisher. Dresden, 3. Juni. Der König hatte heute nacht einen leichten Anfall von Koliffchmerzen, wie bereits früher mehreremal; deshalb wurde die Reise nach Ems heute nicht angetreten. händigen Namenszug versehen. Weiterhin ist ein größeres Verkaufszeit in echt russischem Stil errichtet, wo Aquarelle usw. von der Fürstin Kudascheff und andern hochgestellten Damen zu sehr soliden Preisen zu haben sind. Daneben hat sich ein Silhouettenschneider etabliert. Am Vormittag konnte man noch den Witz hören, daß der gräfliche „Schneider" ob des schlechten Wetters wohl nur schiefe Gesichter schneiden würde — wenig Stunden darauf schon war er von Liebhabern ihres Konterfaits en profil dicht umringt und in der angenehmen Lage, auch dem Großherzog durch eine wohlgelungene Silhouette seine Liebhaberkunst zu beweisen. Wir wandern weiter an einem Schnell- photographiestand zu einer umfangreichen Anlage, in russischen Farben, in welchem wirklich alles echt russisch ist, sogar das elektrffche Lickt am Abend zeigt diese Farben. Hier ist eine reiche Fülle der russischen Bijouterieerzcugnisse ausgestellt, darunter auch eine Reihe von Handarbeiten der Zarin und der Großfürstin Elisabeth. Sehr angenehm im Grünen sitzend kann man auch sein Schälchen russischen Tee, Chokolade und Kuchen in der gegenüberliegenden Anlage einnehmen, imb wer seinen Durst mit gröberem Geschütz zu löschen gewohnt ist, der findet wenig Schritte davon die beste Gelegenheit an einem großen Bierausschank, der vom 24. Leib-Dragoner-Regiment, dessen Chef der Zar ist, dort erricktet wurde. .Erwähnenswert ist ferner noch eine sehr reich besetzte Tombola, zu welcher die Lose I ä 30 Psg. von jungen Damen präsentiert, reißenden Absatz Toulon, 3. Juni. Während der gestrigen Einsegnungsfeier der ersten Kommunikanten kam es in einer Vorstadtkirche zu ernsten Kundgebungen. Der Geistliche der Gemeinde hatte sich geweigert, 10 Kinder wegen nicht geniigender Vorbereitung mit zur ersten Kommunion zu nehmen. Die Eltern dieser Kinder sowie mehrere Fremde drangen gestern während der Zeremonie in die Kirche ein, rissen die Heiligenbilder herunter und verbrannten sie und zerschlugen alles, was ihnen in die Hände fiel. Gendarmerie und Polizei mußte requiriert werden, um die gänzliche Demolierung der Kirche zu verhindern. Die Hairpträdelsführer wurden verhaftet. Nr. 139 •rfftelnl ««glich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem kesfischen Landwirt die Siebener Familien« Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Un werf.-Buch-u. Steindrucke rei. flt Lang«. Feuilleton. R. B D a r m st a d t, 3. Juni. Das große Wohltätigkeitsfest, Las zum Besten des russischen Roten Kreuzes heut nachmittag 4 Uhr im Garten des Alten Palais eröffnet worden ist, verspricht einen äußerst glänzenden Erfolg zu erzielen. Nach den jüngsten unschöner! Regentagen hatte sich heut mittag der Himmel prächtig ausaeklärt, und so konnte sich bei mildein Sonnenschein in dem Alten herrlichen Park ein fesselndes gesellschaftliches Bild entfalten Die griinen Rasenflächen bildeten den Tummelplatz der jüngeren Welt in den Hellen Sommertoiletten, und rings unchxr an Bäumen oder Bosquets angelehnt, hat man die zahlreichen Zelte und Buden errichtet, in denen von zarter Hand allerlei schöne Sachen zu höchst mäßigen Preisen dargeboten wurden. Ganz allerliebst mit sckönen Blumen geschmückt und mit ebensolchen Damen besetzt ist der Blumenkiosk, splendid mit orientalischen Herrlichkeiten der türkffche Bazar und ^ktaus, chank, ihm gegenüber das anmutige Postkartenzelt, m welchem sich neben zahlreichen andern Damen auch die beiden Prmzeffinnen Batt'nberg mit dem unablässigen Abstempeln der Ansichtskarten — billig,' pro Stück 5 und 10 Pfg. — und deren Verkauf bemühen. Hier werden allerdings auch wertvollere Schatze bereitwillig abgegeben, denn der Großherzog hatte bei seinem Befuch am Vormittag in liebenswürdigster Weise einige mit seinem eigen» fanden, und eine veritable Ueberbrettlbühne, auf welcher neben andern morgen auch Frl. Klara Ziegler Proben ihrer Kunst zum Besten geben wird. Die große Wagenremise links am 'Eingang ist zu einer hübsch dekorierten Restaurationshalle umgewandelt, deren ganze Längsfront das fast überreich besetzte Buffet einnimmt: hier werden neben den Delikatessen der Saison auch belegte Brötchen und Wein und Bier in Glas zu je 20 Pfg. ausgegeben. Ter weite Raum davor ist wieder mit Tischen und Stühlen besetzt, und von hier aus lauschte namentlich in den Mendstunden ein zahlreiches Publikum den Klängen der nacheinander von Regimentskapellen des 24. Leib-Tragoner-Regts., des 61. Feldartillerie-Regts. und des Leibgarde-Regts. Nr. 115 gespielten Weisen. Auch der Großherzog verweilte bis zur späteren Abendstunde auf dem Festplatz und nahm dort auch das Abendessen ein. , — Dem Krieg zwischen Rußland und Japan wird die „Woche", getreu ihrem Programm, ein Spiegelbild der Zeitgeschichte zu geben, wie bisher mit größter Aufmerksamkeit folgen, dabei aber auch alle anderen wichtigen Ereignisse, die gerade in diesem Jahre die Welt bewegen, in Wort und Bild mit unerreichter Schnelligkeit darstellen. Ausführliches ist aus dem illustrierten Prospekt zu ersehen, der der heutigen Nummer unseres Blattes beiliegt. Zur probeweisen Bestellung der „Woche" kann die dem Prospekt beigefügte Karte benutzt werden. Zer Krieg zwischen Japan nvd Jußland Port Arthur hat nur Bedeutung als Seefestung, für 6en Landkrieg fällt es nach Art seiner Befestigung und mit seiner verhältnismäßig geringen Besatzung von etwa 18000 Mann nicht ins Gewicht. Deshalb ist seine Wegnahme für den Fortgang und die schließliche Entscheidung des Landkrieges ohne Bedeutung. Anders verhält es sich aber, wenn die Bedeutung Port Arthurs als Seefestung in Rechnung gezogen wird. Fällt Port Arthur, bevor das Ostsee- Geschwader eingetroffen ist, so verliert die Flotte damit ihren wertvollen Stützpunkt, und ihr Schicksal scheint besiegelt zu sein. Die russische Flotte niederzuringen, ehe es zu einer Vereinigung beider Geschwader kommt, ist eine unbedingte Notwendigkeit, weil die vereinten Geschwader eine erdrückende Uebermacht über die japanische Flotte haben. Das erste Geschwader vor Port Arthur und Wladiwostok muß vor der Vereinigung mit dem zweiten unschädlich gemacht sein, damit die japanische Flotte den Rücken gegen letzteres frei hat. Seit Beginn des Krieges sind nun alle Unternehmungen der japanischen Flotte darauf gerichtet gewesen, die Flotte vor Port Arthur zu vernichten oder wenigstens völlig lahm zu legen, jedoch bisher ohne ausreichenden Erfolg. Wenn also den Japanern daran gelegen sein muß, die russische Flotte vor Port Arthur und Wladiwostok vor ihrer Vereinigung mit der Ostseeflotte möglichst zu vernichten, und sie auf den bisher eingeschlagenen Wegen dieses Ziel in der ihnen noch zu Gebote stehenden Zeit von 3—4 Monaten nicht zu erreichen hoffen dürfen, so ist es naheliegend, den Versuch zu macyen, die Festung auf ihrer schwächsten, der Landseite, anzugreifen, da mit der Festung doch voraussichtlich auch die Flotte auf die eine oder die andere W^ise verloren geht. * Heute liegen folgende Nachrichten vor: Die russische Stellung bei Kintschou wurde, so berichtet General Stössel vom 28. Mai, am 26. Mai abends nach erbittertem Kampfe,-ckier zwei Tage gedauert hatte, aufgegeben, da den Russen nicht weniger als drei Divisionen und 120 Geschütze gegenüberstanden. Das /.euer des Feindes, namentlich von vier Kanonenbooten und sechs Torpedobooten, vernichtete, so berichtet der General, unsere Batterien auf der Stellung bei Kintschou volständig. Das fünfte Regiment auf der Stellung selbst '^impfte heldenmütig. Durch das Feuer des Regiments, das Feuer unserer Batterien und des Kanonenbootes ,,Bobr", welches bei Hunuesa lag, erlitten die Japaner ungeheure Verluste. Unsere Verluste an Toten und Verwundeten betragen gegen 30 Offiziere und 800 Mann. Alle Geschütze, soweit sie von uns nicht vernagelt wurden, sind gesprengt und unbrauchbar gemacht. Die auf der Stellung befindlichen Geschütze während des heftigen Kampfes weqzuschaffen, war natürlich unmöglich. Man hätte dies drei Tage vorher tun müssen. Der Kampf am 26. Mai selbst begann um 5 Uhr morgens und dauerte bis 8 Uhr abends, als ich befahl, die Stellung allmählich zu räumen. Ein Teil der Minen und Flatterminen ist nicht gesprengt, da die Japaner unter dem Schutz des Feuers ihrer Schiffe unsere Stellung direkt von der Seeseite umgingen. Gefecht bei Likiattm Eine Abteilung japanischer Kavallerie hatte am .30 Mai einen Zusammenstoß mit einem russisch en, aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehenden Detachement in der Nähe von Likiatun, n e u n M e i l e n nördlich von Port Adams, und schlug es. Das Gefecht fing um Vsl Uhr an und dauerte zwei Stunden. Die Russen wurden nach Norden zurückgeworfen. Die japanischen Verluste betrugen: tot 26 Mann, darunter 1 Offizier; verwundet wurden 37, wobei 4 Offiziere. Die Bewegung der Russen nach dem Süden läßt vielleicht aus den Versuch schließen, Port Arthur zuentsetzem Die Verluste der Russen sind unbekannt. — Diese Meldung hangt wohl mit der Nachricht zusammen, daß der russische General S talken berg mit 14 000 Mann auf.dem Marsche von Liaujanq gegen Wafangtien an der Eisenbahn nach Port Arthur begriffen sei. Große Chuugusenhanfen sammeln sich nordöstlich von der Liao-Ebene. Sie beabsichtigen, nördlich von Mukden die Bahn zu beunruhigen und die Russen abznschneiden. m , Heber die Lage innerhalb Port Arthnr berichtet der Korrespondent der „Times" von feinem Dampfer „Haimun" folgendes: Alle verfügbaren Rahr- monat?ich 7b M., viertel- GietzenerAnzelger u General-Anzeiger v .ssss*» v den poltt und allgem. Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW V aZ ’ VJr zeigenteil: Hans Beck. unas mittel wurden von der Militärbehörde requiriert. Die Einwohner und Zivilisten müssen von dem leben, was sie verheimlichen oder was ihnen von chinesischen Dschunken zugeht. Bei halber Ration kann die Garnison fünf Monate anshalten. General Stössel hat eine große Anzahl von Dschunken auf der Reede. Die japanischen Kriegstruppen. Seit Kriegsausbruch bis in die letzten Tage haben nur annähernd 100 000 Kombattanten Japan verlassen. In Korea und nördlich vom Jalu stehen lediglich Kurokis drei Divisionen und einige Landwehr für die Etappen. Doch sind weitere Transporte jetzt lebhaft im Gange. Die zweite Armee wird nach ihrer Komplettierung aus der ersten, dritten, vierten, fünften und elften Division, sowie einer neuformierten Feldartillerie-Brigade bestehen. Der allgemeine Vormarsch beider Armeen in die innere Mandschurei wird nach der Regenzeit Ende Juni erwartet. Das große Hauptquartier besteht darauf: „Vorher muß Port Arthur fallen". Belagerungsgeschütz steht in dem Hafen von Moji bereit; die Minengefahr verzögert die Abfahrt. Ein konzentrierter Angriff auf Port Arthur wird um den 10. Juni erwartet. Der japanische Generalstab schlug nach einer wenig zuverlässigen Meldung aus Tokio einen förmlichen Sturm von der Landseite vor; der Mikado versagte aber vorläufig seine Zustimmung, nachdem ihm der Minimalverlust auf 5000 Menschenleben beziffert worden war. Doch bestehen viele Militärs auf Der in der Armee populären Sturmibee. Die dritte Armee besteht aus den mobilen Divisionen neun und zehn und zwei neuformierten Feldartillerie-Brigaden. In Japan werden die Folgen des Krieges schon recht fühlbar. Manche Geschäfte sind geschlossen. Fremdenbesuch fehlt und ist auch ratsam, da viel Spionenriecherei herrscht. Entschlossenheit und Zuversicht sind unvermindert. Man schreibt uns aus Berlin, 3. Juni: Wir haben in diesen Tagen Gelegenheit genommen, uns in militärischen, diplomatischen und Finanzkreisen umzuhören über die Auffassungen, die vom gegenwärtigen Stand des ostasiatischen Krieges gehegt werden. Die Auffassungen in ihrer Gesamtheit kurz zu kennzeichnen, bedarf es nur der zwei Worte: kritisch und skeptisch. Nirgends fanden wir einen festen Glauben an den schließlichen Trumph russischer Waffen. 2lllen- falls, daß die Möglichkeit eines solchen infolge von unberechenbaren Zufälligkeiten zugegeben wird, die ja die besten Dispositionen, die genialsten strategischen Pläne zu Nichte machen kann. „Ter Geschichte dieses Feldzuges, wenn sie einmal von einem ehrlichen russifchen Historiker geschrieben wird", äußerte ein höherer Militär, „muß die Uebersrchift: Zu spät! gegeben werden. 2llles ist entweder nicht rechtzeitig oder unzureichend fertig geworden. Die Einnahme von Port vütthur durch die Japaner ist ein bevorstehendes Ereignis von fast mathematischer Gewißheit. Die russische Flotte w^d mit dem Fall Port Arthurs ausgeschaltet, die Japaner haben dann die unbeschränkte Herrschaft zur See. Sind aber die Japaner Herren zur See, dann ist schon dadurch, durch die Möglichkeit fortgesetzten Truppennachschubes der Landkrieg für sie halb gewonnen." Aus Finanzkreisen geben wir folgende Aeußerungen wieder: „Auch, wenn man, wie wohl überwiegend, der Meinung ist, daß der Siegespreis Japan zufällt, so braucht man doch noch nicht von der Angst um das Schicksal der russischen Werte sich niederdrücken zu lassen. Ein Riesenreich wie das russische wird nicht untergehen, und bei seinen Hilfsquellen nicht in die Lage kommen, Bankerott anzusagen. Rußland hat seine Gläubiger stets loyal und gewissenhaft behandelt." Endlich sei eine diplomatische Stimme zitiert. Die deutsche Diplomatie verhehlt das Eine nicht, daß jeder neue Sieg der Japaner auf China und die Bewegung gegen die Fremden einwirkt. Klerikales aus Krankreich. Paris, 3. Juni. Der Gemeinderat von Villevey- rac beschloß mit 14 gegen 7 Stimmen, dem katholischen Klerus eine Prozession durch die Stadt zu gestatten. Die protestantische Geistlichkeit richtete hiergegen einen Protest an den Präfekten. Die Antiklerikalen beabsichtigen gelegentlich der Prozession, welche am nächsten Sonntag stattfinden soll, eine Gegenkundgebung zu veranstalten. Es werden ernste Zwischenfälle befürchtet. v. Frankfurt 99.60 99.60 102,30 99.10 99.10 102.00 L02 . 1 r. 103 102.50 100,10 94.60 95.50 96.15 100.5; 101.90 96.1» 96.10 98.15 101.- 101.30 102.- 102.30 102.80 96.30 97.40 100.50 99.6- 101.60 103.2) 100.- 102.- 100.- 100.9, 10230 9h WO wit. b. 1907 ' ® Ml. b. 1904 ' '5-limt.b. 1904 *• | • - • . . 3 uni. b. 1909 r- 6 unt. b. 1911 r. 1 unk. b. 1913 t. 9 unt. b. 1905 ;t. 4 rat. b. 1907 izial-garant. ir.Iu.Uunk 1909 ttlu.llunl.1909 M..... F.ti.H.K.u.L. 1L N. P. . . . kd.-Anst.unl. 1906 iligationen. bl^ti’umtj’d)b' Bt * * 1 • . 'Aunt.b 2 ^unt.b Z *2< 6.1905 '. ‘^■S.b.1904 ' ij; J unt.b.M' .ÜM £ < b. 1909", io, g unt b. 1912 U A unl. b. 1912* unt b. 1905: Unf. b. 1908 A unt. b. 1912' unt. b. 1902 ' 48.6) Eistn?:,' Sir. 100 Tlr. 50 iche Lose. . . . Ar. 1001146.30 , . . 21t. 1001166.50 , , . ö.fl.1001 I , . Ar. 100 h Ht.ioomiw . . Ar. 100 , Conv.M. ö.|LdOO . Tlr. 40 all. L. M M alt. Obi 100 ö. ft. 150 ' ö.fl.150 zeine..... islicbe Lose. P * ' ' 211.20 ' ' ' ' Ur. 10 ' ' : .Fr. 15 ' ' ' Lire 150 > ' ' ' Li« 45 ' ' ' Lire 10 •: *:. i.m ' ' ' , .Fr. 10 • 1 ’ o.p00 ' ' ' ö.sl.100 ■ ■ * ■ . f.p • • • * 6. ft. 10 • • • * Fr. 400 . ' ' ' Fr. 400 • • 1 * o ft. 100 . ' ' ' Lire 30 . . . Ar.M Lm . . h.fl.N 102.11 ......13635 Fr. 80 130.- 5t. 100 ,o' ' llj v D" 242^ Siotj.W A Beschwerde über das immenschliche Vorgehen erheben und die Annahme einer anderen, freisinnigen Politik nach allen Beziehungen fordern sollte. Zur Deputation wurden unter anderen gewählt: ALegg, Heinrich Simon und ein seiner Haltung nach als äußerst gemäßigt 'bekannter schlichter Kaufmann, dessen Name mir im Laufe der Jahre leider entfallen ist. Als diese Deputation zu Berlin eintraf, wütete daselbst der furchtbare Straßenkampf. Der um das Schloß tosende Kampf hatte eben aufgehört. (Simon erzählte, er habe im Audienzzimmer eine von einer Kugel zerschmetterte Fensterscheibe und auf der entgegengesetzten Wandseite damit korrespondierend ein von der Kugel durchbohrtes (Gemälde wahrgenommen.) Man kann sich denken, daß die Abgesandten, von denen ohnehin mehrere als Männer entschiedensten Freisinns bekannt waren, rückhaltlos und ohne Scheu die Beschwerden ihrer Vollmachtgeber und das Verlangen des ganzen Volkes dem Könige mit möglichster Bestimmtheit vortrugen Dies taten denn sowohl Abegg wie Simon, und sie glaubten, daß dem von ihnen Gesagten wohl kaum noch irgend etwas beizusetzen sein dürfte. Da nahm indes, als sie geendigt, auch noch jener schlichte Kaufmann das Wort. Er rekapitulierte kurz die Wünsche und das Verlangen, dann fügte er bei: „Und wenn nun Euere Majestät alles dieses gewährt haben, dann — dann wird Ihnen das Volk — vielleicht verzeihen." Der Eindruck dieser Worte auf den König war ein sichtlich tief erschütternder. Er schluckte, wie wenn er einen bitteren Tropfen die Kehle hinabdrücken wollte, und trat unwillkürlich einen Schritt zurück. Nachschrift. Von Dr. Stein in Breslau, 1848 Abgeordneter zur preußischen Nationalversammlung, seitdem Redakteur der Breslauer Zeitung, erhielt ich unterm 3. Januar 1881 folgende interessante Notiz von Stein: „Tie Tatsache ist richtig; die Worte sind wörtlich so, wie Sie mir mittcilten, gesprochen worden und zwar von dem hiesigen, jetzt verstorbenen, sehr geachteten, gut königlich gesinnten Manne, Kaufmann G. Kopisch, dessen Sohn hier ebenfalls bocfjgead)» teter Kaufmann, Mitglied der Fortschrittspartei ist." Aus Stadt und Kaad. Gießen, 4. Juni 1904. - Auszeichnung. Dem Fr. Baumann, welcher sein Amt als Aichmeister in Gießen 36 Jahre lang inne hatte und aus Gesundheitsrücksichten niederlegte, wurde das allgemeine Ehrenzeichen für langjährige, treu geleistete Dienste am Bande des Ordens Philipps des Großmütigen verliehen. • * Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag, in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre „Leichte Kavallerie" von Suppß, 2. „Martin- Walzer" von Zeller, 3. Finale aus A'ida von Verdi, 4. A. M. Nr. 9 „Herzog von Braunschweig". • • Eine Spezialitätenvorstellung, die viel verspricht, da sie von einem originellen Künstlerensemble veranstaltet wird, wird am Dienstag, den 7. Juni, abends 8*/, Uhr im Cafs Ebel stattfinden. Aus dem Programm, das in einem Inserat der heutigen Nummer bekannt gemacht wird, ist zu entnehmen, daß u. a. auch eine Tänzerin sich produzieren wird. * * Der Fechtverband Gießen-Lahr hat morgen, .Sonntag, auf der Schönen Aussicht sein diesjähriges Sommerfest, verbunden mit Kinderspielen, Feuerwerk rc. • * Auf der Durchfahrt postierten heute die Teilnehmer an der Wettfahrt der Motorzweiräder Frankfurt !—Berlin unsere Stadt. Auf der Durchfahrtsstrecke Frankfurterstraße, Süd- und Ostanlage und Marburgerstraße waren zur Vorsicht Polizeiposten aufgestellt. Um 5 Uhr war in Frankfurt die Abfahrt, und kurz vor */, 9 Uhr fuhr der letzte der .Teilnehmer, die alle ziemlich Schritt hielten, hier durch. In der Frankfurterstraße rannte ein Fahrer einen Milchwagen an, kam dadurch zu Fall, raffte sich jedoch auf und fuhr weiter. Ohne Unfälle wird es aber auf der Fahrt, die über Marburg—Kastel—Hannover führt, sicher nicht abgehen. sd. Darmstadt, 4. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Die Bank für Handel und Industrie hat zum Besten des russischen rotenKreuzes dem Wohltätigkeitskomitee des Bazars den Betrag von 1000 Mk. überreicht. — Der Ausschuß zur Prüfung der Wahlrechtsoorlage hat Einladung zu einer Sitzung auf Dienstag, den 7. d. M. erhalten. Doch wird der Zusammentritt vom Ausfall der heutigen Beratung des Präsidiums und der Ausschußvorsitzenden abhängig gemacht werden. r. Mainz, 3. Juni. Bei der gegenwärtig stattfindenden Renovation des Kurfürstli ch en Schlosses hier ist man eben mit dem Abbruch der häßlichen Anbauten beschäftigt, die nach drei Seiten hin das Schloß bisher verdeckt haben. Diese Anbauten sind vor hundert Jahren zur napoleonischen Zeit errichtet worden und zwar als Stallungen und Remisen und Tienerschaftswohnungen. Nach Aufhören der napoleonischen Herrschaft dienten diese Bauten nur noch kurze Zeit diesem Zweck, indem sie alsbald zu Zollniederlagen und Magazinräumen verwendet wurden. Bei dem Ausheben der Fundamente des Teiles der Anbauten, welche zunächst dem Großherzoglichen Schlosse an der Ecke des Schloßplatzes und der „großen Bleiche" gelegen sind, stieß man letzter Tage auf einen nicht uninteressanten Fund, nämlich auf ein mit einer Steinplatte verdecktes, mit einem Bleiumschlag versehenes Kästchen, in welchem sich, auf einer Bleiplatte geschrieben, die Grundsteinlegungsurkunde vom Jahre 1804, unter Kaiser Napoleon, befand, mit den Namen des damaligen Stadtvorstandes und der Stadträte. Unter der Bleiplatte lag noch eine ebenso große Holztafel mit einer Anzahl runder Vertiefungen verschiedener Größe, in welchen sämtliche im Jahre 1804 gültige französische Goldmünzen in vorzüglichen Exemplaren lagen. Die Münzen sind sämtlich nocy sehr gut erhalten. Der Fund wird voraussichtlich dem städtischen Museum einverleibt werden. Wiesbaden, 3. Juni. In der heutigen Stadt- verordnetnetensitzung kam ein Antrag (Freis. Volksp. und Freis. Vereinig.) zur Verhandlung, die Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat zu ersuchen, bei der Königlichen Staatsregierung dahin vorstellig zu werden, daß an der gesetzlichen Grundlage unserer Schule als Simultanschule nichts geändert werde. Der Mrgistrat hat dem Vernehmen nach den Antrag einstimmig gutgeheißen. Kleine Mitteilungen aus .Hessen und den Nachbarstaaten. In Alsfeld sind es am 21. Juni d. I. 50 Jahre, daß der Gustav-Ad olf-Frauenverein gegründet worden ist. Es wird daher beabsichtigt, am 26. Juni das diesjährige Jahresfest des Alsfelder Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung in Alsfeld zu feiern und damit die Jubiläumsfeier des Frauenvereins zu verbinden. — Ein erschütternder llnglücksfall ereignete sich zur Mittagsstunde auf der Strecke Feudenheim—Seckenh eim der Lokalbahn. Ein Personenzuq erfaßte einen Radfahrer und chleiste ihn etwa 40 Meter weit fort. Das Zugpersonal bereite zwar den Bedauernswerten rasch aus seiner gräßlichen Lage; allein auf dem Transporte nach Seckenheim erlag der Mann seinen schweren inneren Verletzungen. Brände. Stettin, 3. Juni. Durch eine gewaltige Feuersbrunst wurde das Dorf Mellen bis auf einzelne Gehöfte vernichtet. Tas Feuer brach gegen 1 Uhr nachts auf dem Gehöft des Fischers Prettin aus und griff infolge des herrschenden Sturmes unter den meist mit Stroh gedeckten Gebäuden mit rasender Schnelligkeit um sich. Die auf der Brandstätte anwesenden 40 Spritzen waren nicht imstande, dem entfesselten Element Einhalt zu tun. Niedergebrannt sind im Ganzen etwa 4 0 Gebäude. Nur die Kirche, das Pfarrhaus, die Schule, dvs Anwesen eines Gutsbesitzers sowie drei Tagelöhncrhäuser sind von dem Brande verschont geblieben. Ein vierjähriges Kind und eine 80jäh- rige Frau sind in den Flammen umgekommen. Vermischtes. * Berlin, 3. Juni. 9üif einen M o r d, anscheinend einen Lnstmord, läßt ein Leichenfund schließen, welchen heute morgen Arbeiter im Verbindungs-Kanal auf Charlottenburger Gebiet machten. Sie fanden den Rumpf einer weiblichen Leiche treibend, welche halb in einem Sack steckte. Die polizeiliche Besichtigung ergab, daß der Leiche, welche nackt war und ein bis zwei Tage im Wasser lag, der Kopf ab- geschnitten, Arme und Beine aus den Gelenken herausgeschält waren. Der Sack stammte, wie die Recherchen ergaben, aus einer Spandauer Fabrik. Es fehlen alle Anzeichen, welche eine Aufklärung erleichtern könnten. Ein Arm wurde später in der Nähe des Fundortes entdeckt. Man nimmt an, daß die Leiche im Sack in den Kanal geworfen worden ist und daß eine Dampferschraube den Ver- chluß desselben gelöst hat, sodaß einzelne Teile herausfallen konnten. Das Polizeipräsidium setzte 1000 Mark Belohnung für die Ermittelung des etwaigen Mörders aus. 'Stargard in Pommern, 4. Juni. Im Dorfe Priemhausen wurden 24 Vauerngehöfte mit 15 0 Gebäuden eingeäschert. * Petersburg, 3. Juni. In der vergangenen Nacht brannte das Sommertheater Olympia nieder. Da die Vorstellung längst beendet war, so ist nur Materialschaden zu verzeichnen. * Ueber das Renkontre zwischen der Polizei uud Offizieren des Beurlaubten st andes aus Berlin in der Nacht zum Dienstag, wobei ein Herr von Bodenhausen schwer verletzt wurde, gibt jetzt die Polizei eine offizielle Darstellung. Danach seien die vier Herren nachts 3i/i Uhr laut schreiend im Paradeschritt durch die Straßen marschiert. Wiederholten Aufforderungen zweier Schutzleute, ruhig zu sein, leisteten sie nicht Folge. Durch das Verhalten der Herren gezwungen, hätten die letzteren von ihrer Waffe Gebrauch gemacht, wobei der Angreifer, v. Bodenhausen, die Verletzung erhalten habe. Demgegenüber gibt einer der Beteiligten, Hauptmann a. D. v. Besser eine Darstellung, wonach die vier Herren in fröhlicher Stimmung aus einem Weinrestaurant kommend in durchaus harmloser Weise einen Parademarsch machten, ohne auffallend laute Kommandos. Als dann die beiden Schutzleute nach einander,„sehr energisch" zur Ruhe mahnten, habe einer der Herren ruhig gesagt: „Wir werden ganz ruhig sein, wir wollen nur einen Parademarsch machen". Es sei dann nicht mehr kommandiert worden, und die Herren seien ruhig weitergegangen unter ganz harmlosen Bemerkungen, daß man in Berlin mit derartigen harmlosen Scherzen keinen Anstoß erregen würde. Trotzdem habe ein Schutzmann Herrn v. Bodenhausen „auf irgend eine Aeußerung hin" gewaltsam am Arm gefaßt nnd geschüttelt. Als dieser sich das verbeten habe, ohne indes anzugreifen, sei er von den beiden Schutzleuten mit Gewalt niedergeworfen und, wehrlos am Boden liegend, mit dem Säbel bearbeitet worden. Die Schutzleute seien von Niemandem angegriffen worden, auch seien keine aufreizenden Redensarten gefallen. Hier steht also Aussage gegen Aussage und man darf gespannt sein, was bei der gerichtlichen Untersuchung der Affäre herauskommt, die hier wegen der Stellung der Beteiligten begreiflicherweise lebhaft besprochen wird.______________________________________ Herichtssaal. R. B. D a r m st a d t, 3. Juni. Mit dem „Fall L e p s i u s" wird sich demnächst der Oberverwaltungsgeri ch t.s h o f noch einmal zu beschäftigen haben. Bekanntlich hatten sowohl Geh. Rat Lepsius, wie seine Gegner unter Führung des Prof. Back Beleidigungsllagen eingereicht. Der erwähnte Gerichtshof wird nunmehr zu entscheiden haben, inwieweit sich diese gegenseitigen Beleidigungen auf den dienstlichen Charakter der 23 e» treffenden beziehen und demgemäß von ihm abzuurteilen sind. Spielplan des Hrohh. Kurtheaters ZLad-Mauheim (Direktion © t e i n g o e 11 e r). Nauheim: Samstag den 4. Juni: „Im weißen Rößl." Montag den 6. Juni: „Alt-Heidelberg." Mittwoch den 8. Juni: „Charleys Tante." Freitag den 10. Juni: „Bettelstudent." Gießen: Dienstag den 7. Juni: „Bettelstudent." Marburg: Donnerstag den 9. Juni: „Zigeunerbaron." hiesige Btudentenscyaft einem oernoroenen Kommilitonen in corpore und offiziell das letzte Geleite gibt. Allein, wäre es nicht vielleicht praktischer und empfehlenswerter, wenn nur offizielle Vertretungen an das Grab des dahingeschiedenen Kommilitonen entsandt würden? Es ist nicht zu leugnen und wird auch gerade im laufenden Semester genugsam bestätigt, daß derartige offizielle Beerdigungen recht viel Zeit kosten. Wenn, wie seither, die einzelnen Korporationen in corpore erscheinen, so werden dadurch immer viel Leute von den Kollegien und Uebungen abgehalten; denn nicht alle Herren Professoren nehmen auf eine Studentenbeerdigung mit ihren Vorlesungen Rücksicht Ueberdies kann man die Wahrnehmung machen, daß die Nicht-Korporationsstudenten bei solchen Gelegenheiten sehr spärlich vertreten sind, während die inkorporierten Studenten in den jüngeren und mittleren Semestern die Fahne hochhalten müssen. Nach alledem ist es wünschenswert, wenn sich die Gießener Studentenschaft darüber einigt, daß von nun ab nur noch Vertretungen zu den Beerdigungen der verstorbenen Kommilitonen entsandt werden, daß speziell die einzelnen Korporationen sich fürderhin bei derartigen traurigen Anlässen durch ihre drei Chargierten vertreten lassen. Vielleicht stellt eine Studentenkorporation einen dahin gehenden Antrag im Studentenausschuß. Sie wäre des Dankes der meisten hiesigen Studenten sicher. Ein Student Kandel und Uerlrehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 3. Juni 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 25/s Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit . . . . 201.50 201.50 Deutsche Bank . . . 219.40 219.20 Darmstädter Bank . 137.90 137.87 Bochumer Guß . . 191.00 190.50 Harpener Bergbau . 201.10 200.40 Tendenz: Schwächer^ Düsseldorf, 3. Juni. Die Lage des Kohlen markte- bleibt befriedigend. Der Eisenmarkt liegt ruhig. Nächste Börse am 16. Juni. Mctcoroloflische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 2.-3. Juni — 4- 19,00 C. Niedrigste „ „ 2.-3. „ = + 115,0 C. Juni 1904. Barometer am 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung; Windstärke 1 Wetter 3. 226 750,0 18,0 10,6 69 NNE. 2 Bew. Himmel 3. 9’5 749,8 15,6 10,8 82 N. 4 4. 72» 750,3 13,2 8,8 78 NNE. 2 Sonnenschein Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 5. Juni 1904: Zeitweise windig, nur zeitweise heiter, im Süden wolkig, bei kühlerer Nacht tagsüber etwas wärmer, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Luft am 4. Juni 1904. Nach Neaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 15'/,°, Luft 18°. Albert Rübsamen. Neueste Meldungen. Originaldrahtmelduugen des Gießener Anzeigers. Berlin, 4. Juni. In der Nachmittags-Sitzung des internationalen Bundes für Frauenstimmrecht wurde unter dem Namen „Weltbund" eine internationale Organisation gegründet, die die politische Befreiung dec Frauen bezweckt. Gmunden, 4. Juni. Prinzessin Marie von Hannover, die sich kürzlich einer Blinddarmoperation unterzog, ist heute früh gestorben. Petersburg, 4. Juni. Bei Föngwangtschäng sind 40 000 Japaner mehr, als bisher angegeben, konzentriert. Die Hauptmasse der in Takusan gelandeten Armeen erreichte Ulaossa. Die erste Armee unter Kuroki befestigt Föngwangtschäng. Petersburg, 4. Juni. Ein Telegramm aus Liaoyang meldet, daß ein großes Gefecht vor Port Arthur stattfand und heftiges Geschützfeuer in südlicher Richtung vernommen wurde. Einzelheiten fehlen noch. — Gerüchtweise verlautet, dieRussen chatten ein siegreiches Gefecht bei Port Artchur gehabt. Das betreffende Telegramm, welches spät abends hier eintraf, sagt nicht, ob es sich um einen Ausfall des Generals Stössel handelt oder um einen Angriff der russischen Entsatzarmee unter General Stackelberg. L. Singapore, 3. Juni. Die Reform beweg- un g unter den hier ansässigen, unter britischer Oberhoheit stehenden Chinesen hat so große Fortschritte gemacht daß sie sich in einer zahlreich besuchten Versammlung alle die Zöpfe abschnitten. Die nicht in der Versamm- luna anwesend gewesenen Chinesen folgen dem gegebenen Beispiele. Tokio, 4. Juni. Der Feldmarschall Marquis Pamagata, der im Feldzuge von 1894 die 1. japanische Armee kommandierte und dann Kriegsminister wurde, ist jetzt zum Oberbefehlshaber aller japanischen Landstreitkräste ausersehen. Er wird sich demnächst nach Liaotung begeben. — Bei dem Gefecht nördlich von Port Äsdan wurden nach neueren Meldungen ein japanischer Leutnant getötet, ein Hauptmann schwer, drei Leutnants leicht verwundet. Dazu kommt der Verlust von 58 Mann. Gingesandt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 4. Juni. Recht stiefmütterlich werden die Bewohner der Straße An den Bahnhöfen behandelt. Nicht genug damit, daß wir auf Licht, Wasserleitung und gute Wege verzichten müssen, wird uns auch noch durch das tägliche Auslaufen von Jauche auf dem Pascoe- schen Acker die Lust verpestet. Dieser Tage ist dort auch noch eine Baracke für die fremden Arbeiter, die an der Kanalisation beschäftigt sind, gebaut worden, in welcher 50 Mann schlafen sollen, und wir glauben sicher, daß bei solchen Umständen eine Krankheit ausbrechen muß. Hier mußte dringend Abhilfe geschaffen werden. Die Bewohner An den Bahnhöfen. Gießen, 3. Juni. Es ist gewiß ein Zeichen anerkennenswerter Pietät und ein Beweis für ein rühmenswertes Solidaritätsgefühl, wenn die Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M.. 4. Juni. 3‘/a°/o Reichsanleihe . . 101.90 3% do. ... 90.15 3'/,o/o Konsole .... 101.85 3% do......90.30 3'/j®/n Hessen .... 99.90 3'/,% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 100.90 4Oesterr. Silberrente 100.00 4% Ungar. Goldrente . . 99.35 40/, Italien. Rente . . . 103.30 4* ilt% Portugieser . . . 6O.ßO 8°/,. Portugiesen. .... 60.00 1% C. Türken .... —.— Türkenloso......127.80 4°/n Grieoh. Monopol.-Anl. 47.30 4V. % äussere Argentiner 43.35 3% Mexikaner .... 26.40 4,/#% Chinesen .... 87.50 Electric. Schuckert . . . 106.00 Nordd. Lloyd . . . . 102.10 Kreditaktien . . . e . 201.20 Diskonto-Kommandit. . . 186 20 Darmstädter Bank . . . 137.90 Dresdener Bank .... 151.20 Berliner Handelsges. . . 152.50 Oesterr. Staats bahn . . . 136.20 Lombarden.....17.10 Gotthardbahn.....190.2» Laurahütte......241.50 Bochum ....... 190.00 Harpener...... 200.50 Tendenz: fest. Verantwortlich für die gesamte Redaktion: I. V.: August Goetz. Bitt Die Verteilt An Stiftung SU -fc Gießen, den • Die Armen 1. Schmied Karl zu Flmkow (S in Gr.-Buieck, 2. Schlosser M vember 1873 i irabm b-schuld'gt- dast |ie als ve der Landwehr behörde ausge Uebertretung c Dieselben werdr Freitag 5 vor das Gr. Schös geladen. Bei unentschul Grund de: nach § Großh. Bezirkskonm verurteilt werden. Gießen, den D Heugr« der Fürs Das Heugras von Mittwoch den von den Wiesen in zusammen 100 Mc An demselbet von den Wiesen : Morgen. Zusaimr Donnerstag den von ben fiiir/ilityn: Oder- und Nieder-B Mr Freitag den 17 von der Fürstlichei markung Burkhardsf V. Lich, den 2. ! taiwiiM Aktiva, üasscnvorrat Vorschüsse Hypotheken Laufende Rech- nungen Kaufschillinge Wertpapiere äwsenreste und ^'"'Hinsen gehende Ge- ^kosten Mobilien $’e Zahl der Während Ner Stand zA Wirf 2. fe > 3- 4899 4925 geführt. 4916 b Industrie Man verlange: Bieter statt. 4909 Aerztlich empfohlen. Niederlagen in Giessen gut erhalten, zu ver- PiMU f laufen. 4869 L. Steinhäuser, Neuenbäne ferner bei: 4623 I Aug. Seibert, Wieseck | A. C. Müller, Langgöns unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Wetter 2 1 Sero, ßimmti 4 ' 2 Zonnenfcheln 4895 bei 03197 zu verkaufen. 03012 Dampfmolkerei Giessen, Sdjan|en^r.4. Eduard Rieger, MO um) Sanötlsgültiierei 4920 Kreiling. 4898 Leritiögeils-Biltliiz am 31. Dezember 1903 cAl d) Siebener Anzeiger, BrühlTche Druckerei 91.11 8667.36 03212] Asterweg 1 1902 Butzbach. Fr. Grauer. ab 1903 Daher Stand der Mitglieder Ende 1903 A. Reinig MH Ä Giessen JÄJngl Seltersweg 30 Gießen Marktstraße 19 an die Erped. d. Bl. 4943 teff- Haaren. V feit- I Unersetzlich für Wäsche u.Hausputz Mäurer g.Wirtz Stolberg. Rhld. kti""' 3it verkaufen Kauf-Gelnche X T Dalli' 15196.45 9207.33 12183.78 12103.05 14445.77 253568.20 von dem Erklärung 192.60 2586.77 den statt. dl £ 7303.96 105421.53 124832.19 W. Brück, Wissmar Konsumhalle, Heuchelheim wchtlliigen ien. W 8^ nb der Lust L lischen 12 und 1 Uhr. 18°. lbert Rübsamen. 1 geladen. Bei 64.90 110.— ^?.°hlenmarkta ’ lub,9- Nächste Wilh. Böhling, Kaplansgasse 14 Aktiva. Kassenvorrat Vorschüsse Hypotheken Laufende Rechnungen Kaufschillinge Wertpapiere Zinsenreste und Stückzinsen Ausstehende Ge richtskosten Mobilien Lebende Schleien, Biirben, Aale in allen Größen, zu haben j Ph.Schwager Wwe., Marktpl. [Carl Seibel, Frankfurterstr. Zessin Marie doh ^inddarmoperation unter« Seröinpnfl non Absuhtteii. Die für die Feldbereiuigung Daubringeu noch erforderlichen Kreisslraßeir-Abfahrten, veranschlagt zu 3000 Mk., sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Gr. Bürgermeisterei Daubringen offen, woselbst auch die Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei bis zum 8. d. Mts. vormittags 11 Uhr einzureichen sind. Die Eröffnung der Offerten findet um die genannte Zeit in Gegenwart der etwa erschieneiten 03201] Empfehle vorzüglichen Aepfelweiu, pr. Flaschenbier der Bratierei Friedel & Asprion sowie Himbeer» u. Aitrooenlimonadeii. Carl Reh, Westanlage 25. Grund der nach § 472 der Strafprozeßordnung Großh. Bezirkskommando zu Gießen ausgestellten verurteilt werden. Gießen, den 29. Mai 1904. Der Großh. Amtsanmalt. Hoffmann. Gießen, den 3. Juni 1904. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Auspolstern von Betten und Polstermöbelu in und außer dem Hause wird bei bekannt guter Arbeit billig aus- Is-u. 0 0 0 0 0 tr Wetterdienst Hessen für Sonntag, be * ntroeise heiter, im Süds r § roärmer, trocken. Wetterkarte. Ml. ebener Anzeigers. ^tLurnsümmrecht ib‘ eint internationale politische Befreiung her wart'schen Stiftung findet stiftungsgemäß Freitag 10. Juni, morgens um 5 Uhr, in der Stadtkirche Gießen, den 3. Juni 1904. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Eursch mann. Hofgut Affeuheim, Telephon Friedberg 5. [45 Niederlage in Gießen: -^81 Hirschapothefce. ’jtf 'M M .186 . 151 Heugras-Versteigerungen der Fürstlich-Solmfischen Rentei Lich. Das Heugras von den Fürstlichen Wiesen re. wird versteigert: Mittwoch den 15. Juni, vormittags präzis 8 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen 100 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen zehn Morgen. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Donnerstag den 16. Juni, vormittags präzis 8 Uhr von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Nieder-Bessingen, im Ganzen 125 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Freitag den 17. Juni, vormittags präzis 9 Uhr von der Fürstlichen Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammen- kunft in der Mönchwiese. Lich, den 2. Juni 1904. Fürstlich Solmsische Rentei. Flechten Kranke erhalten umsonst u. portofrei erklärende Vorschrift der Behandlungsart üb. sichere Befreiung der Flechtenkrankheit, Schuppen, auch Bartflechte u. sonstigen hartnäckig. Ausschlag. W. Sommer, Leipzig-R., Nr. 7, Ostslr. 30. [4547 Passiva. Geschäftsguthaben der Mitglieder Reservefonds Kapitaleinlagen Rückständiges Güterkaufgeld Vorauserhobener Güterkaufgeldnachlaß Reingewinn 201.50 219.20 137.87 190.50 200.40 Backhausmilch beste Säuglingsernahrung! Fosco-Milch (Kokoomilch).. Marburgerstraße 83/84. 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Juni, nachmittags 4 Uhr, zu einer Heneral-Mrsammlung bei Wilhelm Wirth freundlichst eingeladen. Tages-Ordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1903. 2. Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns. 3. Mitteilung des Reoisionsberichts vom 14. Juli 1903. 4. Verschiedenes. 4903 Der Vorstand. Schirme werden schnell und dauerhaft repariert und überzogen in dem Schirmgeschäft von 54 Heinrich Sack 11 a M ö — für reisende HOSOIZ Damen I Im evang. Schwesternhaus, Giessen. Johannesstr. 7. Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todtew y Gebr. Adami, Mäusburg r H. BellofT II, Alicestrasse j & lac. Friesleben, Bahnhofstr. | von Grabstätten auf dem neuen Friedhöfe bei reeller Bedienung. la. Kornbrot von der Kinzenbacher Mühle in Gießen erhältlich: bei Frau Adami Wwe., Frankfurter Straße, bei Herrn Adolf Lenhard, Frankfurter Straße, bet Herrn Karl Seibel, Frankfurter Straße, bei Frau Ferber, Brotladen, Lindenplatz. Auf Wunsch pünktliche Lieserung frei Haus. Um einen Versuch bittet ergebens: Wilhelm Schimmel. > z i s Bin heute mit einem größeren Transport dänischer und norddeutscher Pferde angekommen. 4907 August Frensdorf, Pferdehändler, Gießen. Zöpfe.'!! Dreher Haaruhrketten, Toupe-Scheilel u. Per- rücken werden billigst aitgefertigt. Spezialität in grauen und weißen H. Tichy, 833 ßanf-Couperts j mit Firma (Bark Z.SÄ per Uaufend. Ladung. 1. Schmied Karl Gustav Müller, geb. 4. Oktober 1869 zu Flmkow (Kr. Stolp), evangelisch, verheiratet, zuletzt in Gr.-Buseck, 2. Schlosser Maximilian Maria Schcdel, geb. 4. November 1873 in München, leb., kath., zuletzt in Gießen, werden beschuldigt: daß sie als beurlaubter Reservist bezw. als Wehrmann der Landwehr ohne Erlaubnis der zuständigen Militärbehörde ausgewandert sind. Uebertretung gegen § 360 Nr. 3 des St.G.B. Dieselben werden auf Freitag den 22. Juli 1904, vormittags */29 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Gießen zur Hauptverhandlung 'U'iÄfl KÄS 'ungen rel? I Ult ihren1 »NS Jnehung >en bei leibF Ä 4Llei«-ä Jeier des Iahnemveiße-Aestes. Festplan: Zamstag htn 11. Ziuii, abends 8-/, Uhr: Grosser Kommers unter Niitwirkung verschiedener Gesangvereine, sowie der Kapelle des Jm'anterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Eintritt frei. hott 19 vormittags 6 Uhr: Weckruf. Vormittags von 11 Uhr ab: Früh- ölHiniliy Ulli Konzert im Garten des Hotel Buschmann. Eintritt frei. GchMMdesWilW (Besitzer: Fritz Krüger.) Broker Tool, 3 geräumige kühle gedeckte Kallen Vorzügliche Verpflegung. ©affe Ebel. Dienstag den 7. Juni, Abends 872 Uhr: Grosses Konzert und Spezialitäten-Vorstellung. Les Sremlovs. Taulies de Bergöre-Paris. Moderne französische Tänzer. Emmi Toriielli, Ronacher-Wien. Erste Wiener Soubrette. Marte Bijon, Crystall-Palast-Leipzig. Internationale Excentric-Tänzerin. Herrn Max Lord. Original-Humorist. Mister Roland-Berlin, Apollo-Theater. Ventriloquist. Sisters Darlings, american Cake Walkers. 2 Damen. 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