Nr. 104 Erstes Matt. 154. Jahrgang Mittwoch 4. Mai 1904 Urschet«« «Lgltch außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen- Hölter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers^Buch-u.Stein- bruderet. 9t Bange. Redaktion, Erpeditto« und Druckerei: Sch ul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Siebe«. Krrnsprechanschluß Nr. 51. GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger v *a7 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngSPretSr monatltch7bPf^ vierteljährlich Mk. 2L0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost 9ht. 2.—viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür bte TageSnummer bis vormsttagS 10 Uhr. ZeUenpreiS: lokal 12 Pf« auSwärtS 20 Pfg. Verantwortlich für den pollL und augem. teil: P. Wtttko: für »Stadt und ßanb* und .Gerichtssaal*: August Goetz; für den An« zeigentell: HanS Beck. Der Krieg zwischen Japan vvd Außtand. Die Mandschurei geht Deutschland nichts an, hat Graf Bülow seinerzeit im Reichstag unumwunden erklärt. Es erscheint aber bei der sich ankündenden Verschiebung der politischen Machtverhältnisse in Ostasien angezeigt, die Frage unter einem neuen Gesichtspunkt zu betrachten. Bisher überwog der russische Einfluß in der Mandschurei. Daß das in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird, darf im Einblick auf den Gang des Krieges schon jetzt gesagt werben. Japan hat auf dem Festlande Fuß gefaßt und wird keinesfalls mehr weichen, da seine vorzügliche Kriegsflotte ihm die beste Rückendeckung bietet. Das Gelbe Meer und der Golf von Petschili sind zum unbestrittenen Einflußgebiet für die Flagge mit der aufgehenden Sonne geworden. In jenem Bezirk ist aber außer England keine europäische Macht interessiert als Deutschland. Durch die Festsetzung Japans auf dem ost- asiatischen Kontinent wird Englands Stellung dort nicht im mindesten berührt, denn es handelt sich um Verbündete. Anders verhält es sich mit Deutschland. Dieses ist in Ostasien völlig vereinsamt, und seine Lage wird in dem Augenblick bedrohlich, in dem Japan ihm Schwierigkeiten macht. Niemand kann behaupten, daß das zu den Unmöglichkeiten gehört. Freundschaft für Deutschland hat Japan nie empfunden. Es zog aus Deutschlands kulturellen Errungenschaften weitgehenden Nutzen, schloß sich wirtschaftlich aber durchaus an England an. Selbst für Frankreich haben „die Preußen des Ostens" mehr Sympathie als für Deutschland. Wenn also Japan seine durch den Krieg begründeten Festlandsinteressen später aus irgend einem Grunde — und um einen solchen sind die verschlagenen Asiaten nicht verlegen — in disharmonische Beziehungen bringt zu den Interessen Deutschlands, so gerät letzteres in eine bedenkliche Situation, denn seine wenigen Kriegsschiffe sind der japanischen Flotte nicht entfernt gewachsen. Es muß also jetzt gesagt werden: Die Mandschurei geht Deutschland in dem Maße mehr an, in dem Japan dort an Terrain gewinnt. An der Hand der amtlichen japanischen Berichte über die Schlacht am Jalu erklären die meisten englischen Blätter, daß ein vollkommener Erfolg die japanischen Waffen gekrönt habe. Die „Times" sagt, die moralischen Wirk- ungeu der Schlacht würden die weiteren Kriegsoperationen sehr stark beeinflussen. Der japanische Sieg werde von den Eingeborenen des fernen Ostens mit Freudenbezeugungen empfangen werden. Die japanischen Truppen haben sich ihrem furchtbaren europäischen Feinde mehr als gewachsen gezeigt. Der militärische Kritiker der „Times" meint, die wohlverdiente russische Niederlage sei ein Schlag für den Ruf Kuropatkins, den für die Strategie des Land^ feldzuges die volle Verantwortlichkeit treffe. Der „Morning Post" wird aus Shanghai gemeldet, alle russischen Truppen, die in der Gebend von Niutschwang standen, seien an der Meeresküste verteilt worden, da stündlich eine Landung der Japaner erwartet wird. In Haitschieng zwingen die Russen die Chinesen zum Aufwerfen von Erdschanzen und zum Ausheben von liefen Gräben. Auch in Antschan werden die Chinesen zur Errichtung von Forts gezwungen. Nach den neuesten Meldungen aus dem japanischen Hauptquartier sollen die Russen Dalny geräumt und die dortige Eisenbahn zerstört haben. Nach Privatmeldungen aus Warschau soll dort ein hoher Offizier unter der Anschuldigung, die russischen Mobilisierungspläne an Japan verkauft zu haben, verhaftet worden sein. Nach Meldungen aus Petersburg sind die militärischen Transporte zu Schiff über den Baikalsee in vollem Umfang wieder ausgenommen. Die zuletzt abgegangene Kosakendivision ist bestimmt, mit den zusammen 35 000 Mann zählenden Truppen Stössels und Smyrnows die Zugänge zur Kwantung-Halbinsel zu verteidigen. Sie dürfte unweit Liaujang ihr erstes Engagement mit dem Feinde haben. Das Reuter-Bureau meldet aus Tokio : Tausende von Leuten erfüllen die Straßen und feiern den am Jalu errungenen Sieg. Die Hälfte der Teilnehmer sind Frauen. 12 verschiedene Umzüge wurden veranstaltet, sie vereinigten sich aber in der Folge. Ein anderer Zug war ausschließlich aus Studenten gebildet. Die Straßen sind voll Menschen. Die ganze Stadt ist mit Fahnen und latenten geschmückt. Die Nuss. Telegr.-Agentur meldet aus Port Arthur vom 3. Mai: Bis morgens hielten sich mehr als zehn feindliche Torpedoboote in der Ferne, auf welche das Feuer eröffnet wurde. Um 9 Uhr 30 Min. desselben Morgens wurde gemeldet, daß ein japanisches Geschwader sich in der Nähe befinde. Zwei feindliche Kutter wurden ans Land geworfen. Um 6 Uhr 30 Min. langte Großfürst Boris nnt der Eisenbahn hier an. Durch kaiserlichen Ukas vom 29. April wurde allen Offizieren vom „Korejetz" der St. Georgs- orden verliehen. Vizeadmiral Besobtafoto wird zum Kommandanten des ersten Geschwaders im Stillen Ozean, der stellvertretende des Chefs des Generalstabs der Marine-Admiral Roshdestwensky zum Kommandanten des zweiten Geschwaders des Stillen Ozean ernannt. Politische Tagesschau. Beginn der Kanaldebalte in Preußen. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 3. Mai: Man war heute ins preuß. Abgeordnetenhaus gekommen, vornehmlich, um vom Grafen Bülow eine Künalrede zu hören. Die Enttäuschung, daß das Geburtstagskind ausblieb, bewirkte, daß die im Anfang dicht gefüllten Tribünen von Stunde zu Stunde größere Lücken aufwiesen. Am Schluß harrte nur noch ein kleines Fähnlein Hoffender oder ernsthafter Politiker aus. Morgen — Mittwoch — hieß es in den Wandelgängen, spricht Graf Bülow: er will erst einmal sehen, „wie der Hase läuft". Nun, dieser Hase nimmt, nach dem Eindruck des ersten Tages zu urteilen, einen für den Schützen nicht ungünstigen Weg. Die Vertreter der drei Mehrheitsparteien, des Zentrums, der Konservativen, der Freikonservativen, waren zwar nicht sparsam mit Bedenken und Einwendungen aller Art, namentlich gegen den Rhein-Hannover-Kanal, aber es klang hoch der Wunsch nach Verständigung hindurch — unter der besonders vom Grafen Limburg (kons.) und dem Abg. Am Zehnhofs lZentr.) hervorgehobenen Voraussetzung, daß der Verzicht der preußischen Regierung auf den Teil des Mittellandkanals zur Elbe end giltig ist; die Linke protestierte mit Oho-Rufen gegen diese Bedingung; die denen am Regierungstisch blickten diskret und unergründlich vor sich hin. Abg. Rewoldt, der Wortführer der Freikonservativen, erteilte der Regierung den milden Rat, daß sie sich nicht wieder auf den Standpunkt stellen möchte, die Kanalvorlage, den gewählten Weg usw., für unabänderlich zu halten. „Tie jetzige Vorlage ist besser, a»ls die frühere", erklärte der Zentrumsredner, um kurz darauf das karge Lob durch die mit verständnisvoller Heiterkeit aufgenommene Hinzufügung einzuschrän- ken: „Womit noch lange nicht gesagt ist, daß die Vorlage auf den Beifall meiner Freunde rechnen kann." Des Grafen Limburg hauptsächliche Einwendungen gegen den Rhein- Hannover-Känal bestehen darin, daß er eine Zunahme der landwirtschaftlichen Leutenot befürchtet durch dieneueBegünstigung der Großindustrie, und daß er von einem erheblichen Ausfall der Eifenbahneinnahmen überzeugt ist. Minister v. Budde, der vor Beginn der Sitzung von vielen Mgeordneten zur Verleihung des Adels beglückwünscht wurde, legte in seiner Einführungsrede sehr geschickt den Schwerpunkt auf die Widerlegung der finanziellen Bedenken. Ihm als Eisenbahnminister könne natürlich nichts leichter fallen, als sich als Gegner der Wasserstraßen zu betrachten. Hört! Hört! rechts. Mer Herr v Budde bewies alsbald mit schlagenden Zahlen, daß die Annahme durchaus ungerechtfertigt ist, die Kanäle als schädigenden Konkurrenten der Eisenbahnen au betrachten. Durch die Steigerung des Wasserverkehrs ist Die Steigerung des Eisenbahnverkehrs in keiner W-eise gehemmt worden. Die Wasserstraßen sind im Verkehr die Bundesgenossen der Eisenbahnen! Das hätten die praktischen Amerikaner erkannt, als sie trotz ihres ausgedehnten Eisenbahnnetzes Kanäle anlegten. Ebenso beträchtliche Aufwendungen seien in Frankreich, in Rußland, in Oesterreich-Ungarn für Wasserstraßen gemacht worden. Mit seiner lebhaften Frische und Wärme, klar und anschaulich begründete der Minister das Programm: Eisenbahnen und Kanäle. Die Aufmerksamkeit des Hauses ging nur einmal verloren, bei der Erörterung der Rentabilitätsberechnung der geplanten Anlagen, ein Thema, das mehr ins Fach des Finanzministers schlägt. Herr v. Budde betonte wiederholt, die Regierung wolle sich bemühen, ruhia und sachlich die Meinungsverschiedenheiten zu überwinden. „Vertrauen gegen Vertrauen". Im ganzen kann die Regierung mit dem ersten Tag der Kanaldebatte zufrieden sein. Das Kanalkompromiß tut (einstweilen) feine Schuldigkeit. Morgen kommen die Nationalliberalen und Freisinnigen zu Wort, vermutlich auch noch ein unbekehrbarer Kanalgegner der Rechten wie Graf Kanitz. Unter günstigem Stern scheint die Reichstagsersatzwahl in Frankfurt an der Oder verlaufen zu sollen, die durch die Kassierung des Mandats des sozialdemokratischen Mg. Dr. Braun notwendig geworden ist imb mit ungewohnter Beschleunigung bereits am 13. Mai stattfinden soll. Die Konservativen und Landbündler, Nationalliberalen und Freisinnigen des Wahlkreises haben, wie wir schon meldeten, gemeinsam die Kandidatur dem früheren Abg. Rechtsanwalt Bassermann in Mannheim angeboten und dieser hat, wie jetzt ein Telegramm aus Mannheim meldet, sich zur Ueberncchme des Mandats bereit erklärt. Die Erfahrungen von Zschopau und Altenburg sind nicht ungenutzt geblieben. Hab.m dort die liberalen Elemente Entsagung geübt und sich bereitwillig in den Dienst des gemeinsamen Zwecks, der Verdrängung der Sozialdemokratie, gestellt, so hat die Rechte jetzt in Frankfurt a. O. dieselbe Einsicht gezeigt. Höher noch als die Aussicht für die nationalliberale Partei, einen von ihr geschätzten unb schmerzlich vermißten Führer wieder im Parlament zu begrüßen, steht die Hoffnung, auch diesen Wahlkreis der Umsturzpartei entrissen zu sehen — wenn auch der bisherige Mandatsinhaber Dr. Braun von den Genossen nicht als vollwertiger Umstürzler angesprochen wird. Die Hoffnung ist in den Umständen begründet, die zur Kassierung "ber Wahl geführt haben. Bekanntlich ist diese erfolgt, weil nach der Annahme des Reichstags ohne bre amtliche Wahlbeeinflussung zu Gunsten des konservativen Kandidaten am 16. Juni v. I. möglicherweise statt des genannten der Nationalliberale in die Stichwahl mit dem Sozialdemokraten gekommen wäre und bann vielleicht das Mandat errungen hätte. Im ersten Wahlgange hatte Braun 12 817, der Konservative gettfcf) 8268, der Nationalliberale Schwabach 7025 Stimmen erhalten. Dr. Braun siegte in der Stichwahl nur mit 14 685 gegen 14 201 Stimmen. - Wiewohl die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl von 81.2 auf 84 v. H. stieg, erhielt Fetisch 1269 Stimmen weniger als im ersten Wahlgange Fetisch und Schwabach zusammen. Es ist also keineswegs unwahrscheinlich, daß Braun gegen den w tionalliberalen Kandidaten unterlegen wäre. Gegen die Kandidatur Bassermann erhebt allerdings die „Tagesztg." Einspruch. Hätten ihm doch die Vertrauens- männer des Bundes in seinem früheren Wahlkreise ein ausdrückliches Mißtrauensvotum ausgesprochen. Die Haltung der „Tagesztg." ist konsequent: das Blatt hat stets gegen eine Kandidatur Bassermann Front gemacht. Aber es wird zur Not „auch so" gehen, ohne die „Dtsch. Tagesztg." Der Generalsekretär der nationalliberalen Partei reift heute, Mittwoch, zu dauerndem Aufenthalt nach Frankfurt. Mehrere Reichstagsabgeordnete haben sich für die rednerische Agitation zur Verfügung gestellt. J-'..!-!'-......... ___ "■ ________ Deutsches Keich. Berlin, 3. Mai. Ter Kaiser empfing heute mittag im königl. Schlosse den Reichskanzler Grafen v. Bülow, den Chef des Generalstabes Generaloberst v. Schliessen, den Kriegsminister v. Einem und den Kolonialdirektor Dr. Stübel zu gemeinschaftlichem Vortrage. Die Besprechung dauerte längere Zeit. (Es dürste sich bei dieser Besprechung um Maßnahmen für Südwestafrika gehandelt haben.) Der Kaiser erschien heute abend bei dem Reichskanzler Grasen v. Bülow zum Diner. Mit dem Kaiser sprach heute vormittag auch die Kaiserin bei dem Grafen Bülow vor, um ihm ihre Glückwünsche zu überbringen. — Der Tiergarten sah heute vormittag wieder eine Tenkmalsenthüllung sich abspielen. Der Kaiser und die Kaiserin waren mit dem Kronprinzen erschienen, um der Enthüllung des von Professor Adolf Brütt geschaffenen Marmordenkmals des Prinzen Wilhelm, nachmaligen ersten deutschen Kaisers (des sog.Jung- Milhelm-D)enkmals) beizuwohnen. Pünktlich um 10 Uhr kam das Kaiserpaar angefahren. Bor dem Denkmal fanden sich ein: die Minister Frhr. v. Rheinb'aben, Dr. Studt und Gemahlin, Frhr. v. Hammerstein re. Das kräftige Aussehen des Kaisers, dessen Gesichtsfarbe stark gebräunt ist, rief allgemeine Freude hervor. Die Kaiserin trug eine hellgelbe, weißbesetzte Toilette mit fliederfarbenem Hut. I!» heiterer Stimmung begrüßte der Käfter die Anwesenden. Alle gaben der Freude über die glückliche Heimkehr Und die blühende Gesundheit b? s Monarchen Ausdruck. Nun wandte sich der Kaiser an Professor Brütt, und auf einen Wink wurde die Hülle von der Statue des Prinzen abgenommen. Das Monument gefiel dem Kaiser außerordentlich. Das schlichte Denkmal fand allgemeinen Anklang. Angelegentlich unterhielt sich der Kaiser ntit Professor Reinhold Begas und mit den Ministern v. Rhein- baben und Dr. Studt. Direktor Geitner erfreute die Kaiserin mit einem Strauß von gelben Marechal Niel-Rosen und Maiglöckchen. Ehe die Kaiserin den Magen bestieg, überreichten ihr die drei kleinen Töchter des Konsuls Staudt Rosensträuße. — Der frühere Oberpräsident von Heflen-Nassau, M agdeburg, gegenwärtig Präsident der Obeiwechnungs- kammer, ist in den erblichen Adel st and erhoben worden. — Ter „Nationallib. Korr." zufolge versprechen die deutsch-belgischen Handelsvertragsv er Handlung en einen baldigen Abschluß. Eutin, 3. Mai. Die Oldenburger Regierung beabsichtigt, dem Landtage eine Vorlage über die Aufhebung der selbständigen Regierung des Fürstentums Lübeck zu unterbreiten, die wegen der mißlichen Finanzen des Fürstentums durch eine Amtshauptmannschast ersetzt werden soll. Leipzig, 3. Mai. Die unterbreiteten Einigungsvorschläge gehen dahin, daß die Ortskrankenkasse 350 Aerzte anstellt, einschließlich der neuangestellten 83 Tistriktsärzten. Das Arzthonorar erfährt eine entsprechende Erhöhung.___________________________________________ Ausland. London, 3. Mai. Aus Petersburg wird berichtet, daß zum ersten Male eine russische Arbeiter- Ko operativ-Gesellschaft sich in der Hauptstadt gebildet habe. Paris, 3. Mai. Aus Maee lTepartement Seine et Loire) wird über einen ernsten Zwischenfall anläßlich, der Veröffentlichung des Wahlergebnisses berichtet. Der liberale Kandidat Mesnier, welcher von der Menge ausgepfiffen wurde, geriet hierüber in solche Wut, daß er mehrere Re v o lv er sch ü s se auf dieselbe abgab; ein zwanzigjähriger junger Mann wurde schwer und zwei Landleute leichter verletzt. Die Menge warf sich hierauf auf Mesnier und schlug ihn nieder; er wurde schwer verletzt nach dem Hospital gebracht. Ans tzladl und Land. Gießen, den 4. Mai 1904. *• Pferdebesiher werden darauf aufmerksam gemacht, daß morgen Donnerstag den 5. Mai, vormittags 98/4 Uhr, die Pferdemu st er ung auf dem Trieb stattfindet, und zwar für diejenigen, deren Namen mit dem Buchstaben A bis einschließlich K beginnen. Pserdcbcsitzcr, welche es unterlassen, ihre Pferde vorzuführen, haben außer der gesetzlichen Strafe bis zu 150 Mk. zu gewärtigen, daß auf ihre Kosten eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. •* Besitzwechsel. Die Herren Abermann u. Kling kauften von dem Fuhrherrn Herzberger einen Teil einer am Schiffenberger Weg gelegenen Sandgrube für 30 000 Mk. ” Probefahrt auf der Lahn Gießen -Dutenhofen. Gestern nachmittag gegen 3 Uhr hielt auf einem Anfangs- u. Schlußkurse. . 196.50 Telephonischer Kursbericht. 26.26 3°/,, Mexikaner . . 101.95 Tendenz : fest. 300 201.50 216.50 138.00 191.75 196.37 129.00 45.80 Prioat-Diskont 3 Prozent. Oest. Kredit. Deutsche Bank Darinstädter Bank Bochumer Guß . . 4,/»'Vn Chinesen Electric. Sobuckert Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochnm .... Harpener . . 40/0 Italien. Rente . . . 41/,% Portugieser . . . 80/,, Portugiesen. . . . . 1-6 C. Türken ... Türkenlose...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl 41/, % änaaero Ar^onfin"- Infanterie vom Ufer machten die Japaner, die durch das Feuer ihrer Gegner stark gelitten hatten, ununterbrochene Angriffe mit immer neuen Trpppen, entschlossen sich aber nicht zum Bajonettkampf. Bei dem Flußübergang bildete sich gleichfalls ein Wall von gefallenen Japanern. Gleichzeitig mit dem Angriff auf Potexvnza wurde auch ein solcher auf den russischen linken Flügel bei Tiurentschen unternommen. Hierbei mußten die russischen unteren Schanzen, die durch das Frontfeuer der japanischen Batterien beschossen wurden, verlassen werden. Die russischen Reserven ermöglichten durch wiederholtes Eingreifen in den vorderen Reihen ein längeres Standhalten. Die Hauptreserve konnte der großen Entfernung wegen nicht rechtzeitig Unterstützung leisten. Die russischen Truppen vertauschten die Hauptstellung mit einem neuen in ihrem Rücken gelegenen, wobei sie starkes Feuer der Japaner auszuhalten hatten. Der^Feind entschloß sich nicht, die Höhen zu verlassen und begann unter dem Feuer der russischen Batterien und Maschinengewehre sich zu verschanzen. Der Feind eröffnete hierauf ein starkes Artillerie- seuer auf die neue Stellung der Russen und begann den linken Flügel an der Richtung auf Tschingou zu umgehen. Auf Läfangon wurden von der Hauptreserve ein Bataillon des 11. Regiments und die dritte Batterie der 3. Artillerie- jbrigade vorgeschoben. Diese nahmen Stellungen ein, die lsie nötigten, nach zwei Fronten hin zu feuern, ermög- lichten es aber dadurch den ersten Reihen, die stark gelitten hatten, sowie den Verwundeten, sich zurückzu- ziehen. Ein Bataillon des 11. Regimentes, das von dem Gegner aus beiden Seiten umgangen war, ging mehrmals um durchzubrechen, unter Musik zum Bajonettkampf über. Die Japaner hielten dem Bajonettkampf nicht stand und flohen. Dem Regiment voran schritt der Regimentsgeistliche mit dem Kreuz in der Hand, obgleich er durch zwei Kugeln verwundet war. Nur dieser Bajonettkampf ermöglichte es dem 11. Regiment, durchzubrechen, bevor ein Bataillon des 10. Regimentes eingetroffen war, und unter dem Schutze desselben zogen sich alle Truppenteile zurück. Die Verluste des 11. und 12. Regimentes sind sehr groß und bis jetzt noch nicht genau festgestellt. Vom 11. Regiment sind gefallen der Regimentskommandeur Oberst Laiming, zwei Bataillonskommandeure, näm- I lich die Oberstleutnants Domeli und Rajewski. Vom 12. Regiment sind neun Kompagniechefs tot ober verwundet. Tie 2. und die 3. Batterie der 6. Brigade tonnten, da sie einen g r 0 ß e n Te i l der Pferde und Mannschaften eingebüßt hatten, die Geschütze nicht I mitnehmen. Sie ließen dieselben auf dem Kampfplätze zu- I rück, nachdem sie dieselben unbr auch dar gemacht hatten. Aus demselben Grunde konnten 6 Geschütze der 3. Batterie der 3. Brigade und 8 Maschinengewehre, die ebenfalls unbrauchbar gemacht worden waren, nicht vom Kampfplatze mitgenommen werden. Die bergige Gegend gestattete nicht, die Geschütze zu retten. In dem Hospital in Föngwangtschön wurden 800 Verwundete eingebracht, darunter 14 Offiziere. Die Verwundeten wurden unter großen I Schwierigkeiten von gedungenen chinesischen Kulis, auf Karren nach Föngwantschöng gebracht, dia Mehrzahl jedoch ging, von Kameraden gestützt, zu Fuß und gelangte im Verlaufe von 24 Stunden nach Föngwangtschöng. General Sassulitsch bezeugt, daß die Truppen trotz der großen Verluste nicht mutlos geworden sind und bereit sind, weiter zu kämpfen. Die Verluste der Japaner sind sehr schwer. Bei den Uebergängen am Acho und auf der Höhe, wo zwei Bataillone des 11. Regiments standen, lagen nach den Aussagen von Teilnehmern am .Kampfe nicht weniger als 3 — 4000 Leichen. Petersburg, 4. Mai. Auf Befehldes Kaisers erhielt das im Stillen Ozean befindliche Geschwader die Benennung „Erstes Geschwader der Flotte im Stillen Ozean". Aus den zur Entsendung dorthin bestimmten Schiffen wird ein „Zweites Geschwader der Flotte im Stillen Ozean" formiert. Kontreadmiral Roschdestwenski, der mit dieser Formierung betraut ist, wird zeitweilig im Hauptmarinestab durch Kontreadmiral M- renius vertreten._ einen relativ stark angespannten Status. Man besorgt, daß dadurch die erwartete Diskontherabsetzung sich noch für einige Zeit verzögert. Gestern war sowohl in Berlin wie in Frankfurt a. M. Geld peinlich stark gefragt und auch der Privatdiskont speziell in Frankfurt steifer, 3»/,« Prozent; in Berlin gab er eher eine Kleinigkeit nach. — Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat. Wir konnten gestern schon mitteilen, daß sich das Syndikat gegen die fernere Stillegung von Zechen erklären will. Es will in erster Lime eine Revision seiner Statuten vornehmen und diese dahin abändern, daß die Verschmelzung von Bergwerken, um die eigene Beteiligungs- ziffer zu erhöhen, erschwert wird. Weiter beabsichtigen die leitenden Persönlichkeiten des Syndikats eine weitere Steigerung der Beteiligungsziffer der großen Fett- und Gasflammkohlenzechen an der Enischer zu verhindern, um nicht plötzlich wieder einem neuen, dringenden Wettbewerb geqenüberznstehen. heftigen Beschießung des russischen rechten Flügels durch eine Batterie mit Belagerungsgeschützen von Widschu aus und durch Feldbatterien auf den Inseln. Nach einer kurzen Pause wurde das Feuer mit außerordentlicher Stärke gegen den russischen linken Flügel, die Hauptstellung bei Tiu- rentschen und gegen die Stellung bei Potetynza erneuert. Dann begann das Gewehrfeuer. Die Japaner rückten durch den Fluß Aiho zum Angriff vor. Die Lage der Verteidiger der Stellungen, besonders derjenigen bei Potexhnza, die von der Front und dent Flügel aus beschossen wurde, wurde immer schwieriger. Gegen die russische Batterie bei Potexhnza waren 30 Geschütze aufgefahren. Die russische Batterie richtete, nachdem sie eine feindliche Gebirgsbatterie zum Schweigen gebracht hatte, ihr Feuer auf die Infanterie und hatte wenig Verluste, bis sie gezwungen wurde, eine neue Stellung einzunehmen. Infolge des Llbzuges der russischen . 201.10 . 216.10 . 138.00 . 191.10 . 89.85 . 101.90 . 89.90 . 100.15 101*60 100 60 99.80 102.80 60.00 58.50 Originaldrahtmclduikgen des Gießener Anzeigers. Eisenach, 4. Mai. Der Kaiser traf heute mittag hier ein und fährt abends nach Schlitz. Berlin, 4. Mai. Zur Beilegung des Streiks der Bäckergesellen fand eine Sitzung des Jnnungsvorstandes der Bäcker-Innung mit dem Gesellcn-Ausschuß statt. Das Ergebnis der Verhandlungen war das Zugeständnis, den Gesellen die drei Freinächte zu bewilligen, wenn die Angelegenheit auf dem Geschästswege geregelt wird. Alle übrigen Forderungen der Gesellen lehnten die Obermeister in Anbetracht der Schädigtmgen der kleinen Meister ab. Preß burg, 4. Mai. Der Budapest—Wiener Schnellzug wurde in der Nähe von Neuhäusl seitens unbekannter Thäter mit faustgroßen Steinen beworfen. Zahlreiche Kupeefenster sind zertrümmert, zwei Pasiagiere verletzt. Michiqan-Eity, 4. Mai. Eines in Deutschland begangenen Mordes bekannte sich hier ein gewißer Karl We'inkowski schuldig, der das Geständnis ablegte, er habe im Jahre 1896 den königlichen Forstbeamten Sommerfeld im Walde von Wonzow in Westpreußen ermordet. Als vermeintlicher Täter sei damals der Schullehrer Konrad Fritz zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden. Meteorologische Beobachtungen der Station Gieren. . . 86 3C . . 105.7C . . 103 4(i , . 202.0(i . 184 4d . 137.90 . . 154.20 . . 153.40 . . 138 00 . . 13.80 . • 191.- . . 241.70 . . 193.70 . 198.00 Höchste Temperatur am 2. bis 3. Mai — 4- 14,9u C. Niedriaste . „ 2. „ 3. „ — 4- 8,2° C. V/2n/0 Roichsanleihe 3"/,. do. % Konsols . 3'Vn do . . l'/o0/,) Rossen Harpener Bergbau . . 196.50 Tendenz: Ziemlich fest. — Bom Geldmarkt. Ter neueste Reichsbankausweis zeigt von zwei kräftigen Pferden bespannten Rollwagen das von der Schiffswerft und Bootsbauerei Karl F. A. Leux-Frank- furt a. M. gebaute und der Fahrrad- und Automobilhandlung Wilh. Hamel vermittelte Motorboot, von dessen Ankunft wir schon berichtet haben, oberhalb der Thromschen Fabrik am Ufer der Lahn, um in das naffe Element gelaffen zu werden. Eine große Zuschauermenge hatte sich eingefunden. Herr Leux sowie einige ältere Mitglieder unserer Ruder-Gesellschaften leiteten die Arbeiten, und nach kaum x/2 Stunde schwamm das schmucke Fahrzeug, welches den Namen „Hannchen" trägt, auf dem Wasser. Nachdem noch das Sonnendach schützend über den Bootsraum gebreitet war, die Flaggen gehißt und der Motor (System Lozier) probiert waren, stiegen die eingeladenen Herren, zusammen 14 Personen, in das Boot und die Fahrt begann zuerst Lahnaufwärts zur Gießener Landungsstelle, welche sich unterhalb des früher Paskoe'schen Grundstücks, an der Klinikwäsche befindet. Schon auf dieser kurzen Strecke, gegen den starken Strom, lief das Fahrzeug überaus flott; der Motor ging sehr ruhig und wenig geräuschvoll, das Steuer funktionierte tadellos, so daß das erste Anlegen an der Landungsstelle mit Eleganz und Sicherheit vor sich ging. Nach kurzem Aufenthalt setzte öer Motor wieder ein, und nun ging die Fahrt stromab den vielen Windungen der Lahn folgend nach Dutenhofen. Zn Anfang der Fahrt sind die Ufer unserer Lahn wenig reizvoll, da sie bedeutend höher liegen als der Wasserspiegel, sobald man aber in die Nähe des Heßler und das dahinter liegende Wiesengelände kommt, ändert sich das Uferbild und wird hübsch. In 30 Minuten langte das Motorboot Hannchen an der Brücke in Dutenhafen an. Die Insassen erklärten einstimmig, hoch befriedigt von der Partie zu sein und wünschten dem Herrn Sorger viel Glück zu dem neuen Unternehmen. Heute, tagsüber, wurden mit dem Fahrzeug weitere Probefahrten unternommen, welche das Interesse zahlreicher Personen, die am Lahnufer spazieren gingen, erregten. — Von morgen an steht das Boot der Allgemeinheit zur Verfügung; der Fahrplan wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. — Die Vorarbeiten für den „Nati 0 nalen GesangSwettstreit" zu Pfingsten schreiten rüstig vorwärts und werden in zahlreichen Beratungen der Einzel- auSschüffe, sowie des geschäftsführenden Gesamtausschusses ständig gefördert. Alle Bauarbeiten sind vergeben, auch die Restaurants des Festplatzes verpachtet worden. Die vier hiesigen großen Brauereien, sowie die Firmen Jhring-Lich und Melchior-Butzbach haben je eine Halle übernommen. Von der Errichtung eines Eaf^s hat man Abstand genommen, dagegen wird auch in der Festhalle Bier gegen mäßige Preise verabfolgt werden. Der Verkauf der Festpostkarten ist der Firma Jung in Gießen übertragen worden. Besondere Schwierigkeiten hat der Wohnungsausschuß zu bestehen, da ihm Räume zum Unterbringen unserer Gäste in noch nicht genügender Anzahl zur Verfügung stehen. Hoffentlich wird der auch in unserem Blatte zum Abdruck gebrachte diesbezügliche Aufruf seine Wirkung nicht verfehlen. S1/, % Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente 4*/$ % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . schule und Lehrlingsheim: Hauptstaatskasse durch Gr. Han-I oelskammer Gießen 400 M., Stadt Gießen 800 M., Spar- und Leihkasse Gießen 400 M., Gew erbe bank Gießen 400 M., zusammen 3660 M.; Schulbgelder 3375 M., Rückvergütung für Heizung, Beleuchtung, Bierabgabe und Verschiedenes 1413 Mark, Darlehen 708 Mk. — Ausgaben: Allgemeine Un-i kosten 2397 Mt., Amortisation 2000 Mk., Unterhaltung,! Straßenbeiträge ic. 643 Mk., Zinsen 1080 Mk., Bibliothek 200 Mk., Borträge 416 Mk., Honorare und Schulleitung 3739 Mk., Miete, Beleuchtung, Heizung, Reinigung, Jüserate, Drucksachen für Schule, Lehrlingsheim 3619 Mk. )( Lich, 2. Mai. Unter dem Vorsitz des Kreisschul- inspertors Äeinschmidt-Weßen tagte heute hier die diesjährige erste ordentliche Lehrerkonferenz des Bezirks Lich-Hungen. Nach einem einleitenden, sehr belehrenden Vortrage des Medizinalrats Dr. .Haberkorn-Gießen über Infektionskrankheiten und einer Probelektion des K'reiK- schulinspektors in der ersten Müdchenklasse wurde noch eine ganze Reihe schultechnischer, sowie anderer Fragen erledigt, die das Interesse der Versannnlung in hohem Maße in Anspruch nahmen. Ein gemeinsames Mittagsmahl im Hotel zum Holl. Hof, während dessen der Vorsitzende in "schwungvollen Worten unserer erhabenen Fürsten gedachte und das Hoch auf Kaiser und Großherzog ausbrachte, beschloß den arbeitsreichen Tag. Wetzlar, 3. Mai. Wie der „Wetzlarer Generalanz." meldet, verloren auf der Grube Raab die Schachthauer Braun und Krämer beim Hinabfahren in den Schacht im Förderkorb das Gleichgewicht und stürzten ab. Braun war sofort tot; er hinterläßt eine Frau und 5 Kinder; Krämer wurde schwer verletzt in die Klinik zu Gießen gebracht. ** Kaufmännischer Verein Gieße n. Aus dem Bericht über das abgelaufene Jahr 1903'04, das 31. seit : der Gründung, teilen wir mit, daß der Verein zurzeit 208 ordentliche, 176 unterstützende unid 7 Ebren- bezw. außer- . ordentliche Mitglieder, zusammen 391, zählt. Tie Bibliothek umfaßt ungefähr 1300 Bände, doch konnten leider nur 350 Ausleihungen vorgenommen werden. Die Tätigkeit des Vorstandes war durch Monate währende Erkrankung einzelner Mitglieder erschwert; in 16 Sitzungen des Vorstandes bezw. Vergnügungsausschusses, drei solcher: des Schulausschusses, vier Ballotagen und zwei Generalversammlungen wurden die Geschäfte beraten und gefördert. Ich Gemeinschaft mit dem Gewerbeverein fanden sechs^Vorträge statt; an Vergnügungen sind zu erwähnen im Sommerhalbjahr zwei Konzerte im Vereinsgarten bezw. -Hause,. Sommer- fest auf dem Schiffenberg und im Winterhalbjahr Stiftungsfest, Weihnachtsfeier und März-Abendunterbaltung; der Kegelabend im Solmser Hof erfreute sich eines guten Besuches. Die vor IV? Jabren gegründete Kasse zur Unterstützung durchreisender Kaufleute, deren Verwaltung der 1. Vorsitzende übernommen hat, weist auf an Einnabmen 948,50 Mk. und an Ausgaben 619,17 Mk., sodaß der Bestand von 329,33 Mk. für das laufende Jahr kaum genügen dürfte. — Der Verein beteiligte sich an der Enquete, welche die Gründung einer staatlichen Pensions- und Hinterbliebenenversicherung in die Wege leiten sollte, und nahm Stellung zu dem Gesetzentwurf betr. Kausmanusgerichte Er war in seiner Eigenschaft als MiloOed des Deutschen Dortragsverbandes, des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine und des Verbandes Mittelrheinischer Volksbildungs- Vereine an den betr. Tagen im Juni bezw. Juli in 'Nürnberg und Groß-Gerau durch je einen Delegierten vertreten. — Die Kaufmännische F achschu le konnte am 20. Dez. vorigen Jahres ihr lOjährtges Bestehen durch einen Festabend in der Turnhalle des Turnvereins feiern unter großer Beteiligung der Schüler, bereu Angehörigen, der Lehrer, sowie Mitglieder der Großh. Handelskammer und des Kaufmännischen Vereins. Aus diesem Anlaß kam eine von dem Leiter Iber Anstalt, Hauptlehrer Kvauß, verfaßte Festschrift zur Verteilung bezw. zum Versanb. Im Laufe der Feier würbe aller derjenigen Herren, Korporationen und Behörden in ehrender Weise gedacht, welche sich um Gründung und Erhaltung der Schule verdient gemacht haben. Im Anschluß daran betont der Bericht auch die Verdienste, welche sich die damaligen Vorstands- und Schulausschuß-Mitglieder des Kaufmännischen Vereins um Gründung, Leitung und Mitarbeit erworben haben, und sucht zugleich im Interesse einer etwaigen späteren Chronik die Namen derselben festzustellen. — Der Jahresbericht der Schule teilt mit, daß die Schülerzahl 115 beträgt (davon stammen 69 aus Gießen und 28 aus Obenhessen), von denen 10 Gynmasial-, 12 Realschul- und 94 Volksschulvorbildung hatten. Ta die 2. und 3. Jahresklasse wegen Ueberfüllung geteilt werden mußten, wurden die Schüler in fünf Klassen mit 35, 23, 22, 22 und 28 Teilnehmern unterrichtet, mit je sechs Stunden die Woche, bei einer Schnldauer von 40 Wochen. Tie obligatorischen Fächer, Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Handelsgeographie, M^chsellehre (Schönschreiben, Deutschi wurden am Tage behandelt, während der fakultative Unterricht, Französisch, Englisch, Stenographie, Maschinenschreiben, abends von 8—10 Uhr erteilt wurde. — Aus dem Kassenbericht des Vereins kann mit geteilt werden, daß das Vereinsvermögen sich buchungsgemäß auf etwa 40000 Mk. beläuft, was einen Zuwachs von ungefähr 650 Mk. bedeutet. Von den einzelnen Posten seien folgende erwähnt: Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen 3M8 Mk. aus Mieten 1900 Mk., Zuwendungen für Jach- „Henneberg-Seide“ — für alle Toüetten-Zwecke 1 — zollfrei 1 Muster an Jedermann! Nur direkt v. Seidenfabrkt. Henneberg. Zürich. E^wrrlioBin-Seife r om Bom Kriege. lieh in Apotheken, Drogerien und Parfümerien w.,e schöner Teint. 'S" "• S'Ä” Eine hübsche Damen- oder Herren-Uhr den Umständen statt' An dem Kampfe nahmen das 12. ae^enft bekommt Jeder, welcher 400 Umhtttlungen der beltevtra und das 22. Regiment, sowie die 2. und 3. Batterie der Gioth's gemahlener Kernseife dem ^abrtkan.en I. Gwth, pan^ »6. Artilleriedrigade teil. Der Kampf begann mit eurer | emfenbet. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 5. Mai 1904: Windig, vorwiegend trüb, wenn auch zeitweise heiter, bei kälterer Nacht tagsüber etwas kühler, Regen besonders im Süden. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. itrurltr Meldungen. Oerichtssaal. Aachen, 3. Mai. Das Schwurgericht verurteilte den wegen Ermord ung seiner Geliebten angeklagten Buchbinder Görrissen aus Eschweiler zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Braunschweig, 3. Mai. Das Schwurgericht verurteilte die Arbeiterfrau Schier aus Rübeland, die jahrelang Giftstoffe dem Essen der Hauswirtin beimengte, zu 4'/, Jahren Zuchthaus. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 3. Mat 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Mai 1904. Barouteter am 0° reduziert Temveratur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung! Windstärke 1 Wetter 3. 2» 1 748,2 14,9 6,3 51 WSW. 4 Sonnenschein 3. 9’ 747,3 11,4 6,6 65 Still Bed. Himmel 4. 7? 745,4 5,2 5,9 W. 2 Bew. Himmel mdelBf«- hn :S8 ner .gen ackert d . • evK^Ü w bericht 1 ' 0 : .M * bt1 miiW ien v gtschöng 'der großenA id bereit ftw ; der Japans ien am Dho M Regiments P Teilnehmern » eichen. , des Kais«- he Seschtnn^ der Flotte iibö9 d°A ««9 Kitz °ch« fette, Ver ue Stell, !" russisch,, iu durch Men, M»en, ent. Mi L , u don ae. Bm9A '^linken ?« Atzten bl.; M bas 0*'en fritben «9*. R leisten. Tie inng mit einem sJ«!e8 W ° enWoß Rt !tcr dem Feuv sich zu btt.- rrkes Artillerie, nd begann den >u zu umgehen, m Bataillon btt r 3. Artillerie, lungen ein, die feuern, ermög. die stark ge. ich zurückzu. s, das von dem ging mehrmals ionettfampl neitkampf nicht ran schrüt der s m der Hand, Mundet tat m 11. Regiment, i des 10. Regi- in Schutze beste zurück. Die sind sehr groß Bom 11. Regi« imandeur Oberst andeure.nmi- ajewski $om chefs tot ober der 6. Brigade r Dferde und ie Geschütze nicht AmMatzr y.* t aeniachichattcr ütze der 3. Sc-' lehre, die eben1 n waren, nid)' )ie bergige Gegend i dem Hospital n eingebracht, bar- :ben untergrab i Mhrzahl jeooff Gießen, den 4. Mai 1904. 4088 Die Bestattung findet in Offenbach statt. Statt besonderer Anzeige. Todes-Anzeige. Heute morgen ist unser liebes Kind Charlotte im Alter von 11 Wochen infolge akuter Lungenentzündung sanft entschlafen. Professor W. van Calker und Frau. Ä- K Die Beerdigung findet Freitag den 6. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Portale des alten Friedhofes aus statt. ' I ' ' • ■ / ; 1 • ' ■' ■' Todes - Anzeige. Heute nacht verschied nach langem Leiden im 84. Lebensjahre unsere hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Fkllll Bertha Wallach, geb. Heichelheim. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 4. Mai 1904. 4069 Für die Beweise inniger Teilnahme bei dem so schweren Verluste unserer lieben Tochter und Schwester, sagt herzlichen Dank Im Namen der Hinterbliebenen: 02585 Heinrich Lepper Wwe Bekanntmachung. In das Handels - Register wurde heute bezüglich der Firma „Gießener Volksbad Akt.-Ges." zu Gießen eingetragen: An Stelle des auSge- schiedenen Vorstandsmitglieds Landgerichtsdirektors Dornseiff wurde Architekt Hans Meyer zu Gießen in den Vorstand gewählt. 4055 Gießen, am 3. Mai 1904. Großherzogliches Amtsgericht, war, ist und G (-leibt hefte Schutzmittel geg. Motten. 20Psq. Adler-Drogerie Seltersweg 39, Otto Schaaf. dazu, empfehlen 4072 Fertsch & Eigel Bureau und Werkstätte für technische Anlagen Gießen. Telephon 378. Mochplattkn verbesserter Konstruktion, mit und ohne Bratofen, sowie passende eiserne Aufstelltische u. Schranke Zu Photographie notwendige Chemikalien aller Art,auch fertige erprobte Losun gen, Patronen ?c., Platten u. Papiere. Man verlange Preisliste. 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