Nr. L07 Jrlfttltti täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesstschen Landwirt die Gießener ZamUien- hlatter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Un tvers.-Buch-u. Stein» druckerei. R. Sange Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchnlstratze V. Übrefie für Depeschen: «uzctgcr Gieße«. ^rrnsprechanschluß Nr. 61. 3 ES Ksrami Erstes Blatt. 154. Jahrgang Samstag 3. September 180^ d wgr ^Ezng-Pvet», GletzenerAnzeiger« W General-Anzeiger «SR Amts- und Anzeigeblatt ftr den Kreis Gießen “ ------ ** zeigenteil: Hans Beck. Die heutige Kummer umfaßt 14 Seltm. Ier Krieg zwischen Iapau und Yußland. Der Rückzug der Russen von Liaujang. Unter den denkbar schwierigsten Umständen sieht sich jetzt General Kuropatkrn vor der Aufgabe, seine Armee, die ihre so hartnäckig verteidigten Stellungen schließlich aufgeben mußte, der Einkreisung durch den von allen Seiten nachdrängenden siegreichen Gegner zu entziehen. Daß die Umgehung durch Kuroki im Norden immer wirksamer wird, zeigte gestern schon die Depesche aus Mukden, wonach die Eisenbahnverbindung von dort nach Liaujang unterbrochen ist. Noch bedrohlicher für die Russen lauten die jetzt mit allem Anschein der Richtigkeit wiederholten japanischen Meldungen, daß Stadt und Bahnhof Liaujang selbst von den Japanern genommen worden sind und russische Geschütze zur Beschießung der Stadt verwenden. Me Japaner sind nun Herren der Brücken über den Taitseho. Gestern nachmittag erhielten wir folgendes Telegramm: T o k io , 2. Sept. (Reuter.) Die Russen begannen gestern früh, sich von den Stellungen zur Rechten und im Zentrum vor Liaujang zurückzuziehen und wurden bei dem Versuche, das rechte Ufer des Taitse zu überschreiten, in großer Verwirrung geworfen. Die Japaner verfolgten sie und bemächtigten sich der russischen Geschütze. Darauf beschossen sie den Bahnhof von Liaujang mit russischen Granaten. Die heutigen offiziösen japanischen Meldungen lauten: Tokio, 1. Sept. Neber die bis zum Nachmittag des 31. August eingegangcnen .Berichte nürd amtlich folgendes Resumö mitgeteilt: Tie Armeen setzen seit dem 27. August die Bewegung gegen Liaujang fort. Am Morgen des 29. August besetzten der rechte Flügel und die mittleren Kolonnen der ersten Armee Positionen neun Meilen südöstlich von Liaujang auf dem linken Ufer des Taitseho. . Tie Armeen rückten am 29. August auf der Straße von Haitscheng nach Liaujang vor. In Verbindung mit dem linken Flügel der ersten Armee nahmen sie eine Stellung gegenüber der russischen Verteidigungslinie ein, welche von Osten nacb Westen sechs Meilen südlich von Liaujang sich erstreckte. Am 30. August wurde den ganzen Tag heftig gekämpft. Tas Gefecht dauerte am Nachmittag des 31. August noch fort. Ter Feind schien 12 bis 13 Divisionen stark zu sein. Tokio, 1. Sept. Heute abend war hier über die heutigen Kämpfe um Liaujang nur bekannt daß gegen Tagesanbruch die Armee O kus den rechten Flügel und das Zentrum der Russen auf der Südlinie angegriffen und dieselben gezwungen hatten, ihre Stellungen aufzugeben, und daß die Verfolgung im Gange war. Tie Ergebnisse der Verfolgung und der AuSgang der heftigen Schlacht aus der Ostlinie, wo Kuroki angegriffen hat, waren unbekannt. Dadurch, daß der rechte Flügel und das Zentrum der Russen ihre Stellungen auf der Südlinie aufgaben, ist der^linke Flügel der Russen gefährdet. Me linke Streitmacht der Russen ist aber stark und dür ste imstande sein, sich der Angreifer zu erwehren und sich aus der schwierigen Lage zu ziehen, lieber die Besetzung von Liaujang erfolgt ist, bestehen noch Zwettel. Me amtlichen Berichte tun derselben keine Erwähnung. To k io,2. Sept. Nach einem aus dem Hauptquartier gestern nachmittag eingegangenen Telegramme nahmen unsere Armee- torps auf der Linken bei Tagesanbruch am Donnerstag nach ^'tigen kühnen Sturm eine von dem rechten Flügel des Fenches besetzte Höhe. Infolgedessen begannen sämt- V m^teitfjäfte des Feindes im Süden von Liaujang den Rückzug. U n s e re H e e r e v e r f o l g e n s i e gegenwärtig. Tokio, 2.Sept. (Amtlich.) Marschall Oyama meldet, daß der Feind nicht im Stande war, den heftigen Angriffen der Japaner standznhalleu, nnd fich am 1. September ans 2iönjnnö zurückzog. Die japanischen Kolonnen auf dem linken Fluge! und im Zentrum verfolgten heiß den Feind, der in großer Verwirrung auf das rechte Ufer des Taitseho ^rückznziehen versuchte. Die genommenen ^Os/2m^C^tImeter,^anonett wurde« zur Beschießung Bahnhofes von Liaujang verwandt. Der rechte Flügel der Japaner griff den Feind am 1. September bei Hei- ingtai, 15 Meile« nordöstlich von Lianjang au.. Die japa- ?ÄAAAtl Wie hierher gemeldet wird, Toktn - « Feuersbrunst. m , i - Pt. (Reuter.) Ein Telegramm des General- stabschefs der Unken japanischen Armee, die Liaujang ungnff, meldet, daß Oku den russUchen rechten Flügel und das Zent r u m durch einen Rachtanarifi überraschte, von Sfüdinhinn6S)n,r!D®ttrood’ 9larf’milt°n kestc" .tn.bcÄ9tSe non piinuntun. $)ei Generalstabsches meldet ferner, daß bie Ja- Hlinlintun westlich von Shoushanpao am besetzten, nachdem sie einen erfolgreichen ^ch angr ff cmf bte russische Stellung ausgeführt hatten. Me xQUi [[ ‘1 ® e i e, b i e b t e Japaner jetzt g e gen L r a u i a n g verwenden, werden als 10 Cm.-Gesck)utze beschrieben .dre Zahl der genommenen Geschütze ist nicht festgestellt. Tokio 2. Sept. (Reuter.) Die Schlacht bei Liau- heute bei Tagesanbruch wieder ausgenommen, ^as -chicksal der sich zurückziehende« russischen Haupü macht hangt von der Tapferkeit des russischen linken Flügels ab. Bevor fiuropnlfin den Rückzug antrat, verstärkte er den linken Flügel nach Osten und Norden in der Hoffnung, Kurons Borrücken cufzuhalieu, und in der Absicht, seine Ruck- zugslinie und feine Lerlündnn.m zu decken. Die Hauptmacht der zum Schuhe bestimmten trritl'räste scheint in der Nähe von Heiyingtai gesammelt zu fein, das ttnroki am Donnerstag um 11 Uhr vormittags angriff. Der Ausgang der Schlacht ist noch unbekannt. Neber bie Verfolgung des russischen rechten Flügels liegen wenige Einzelheiten vor. Augenscheinlich bewegen fich die Russen langsam, wobei sie den Japanern das Terrain streitig machen. Aus amtlichen Depeschen geht hervor, daß die Russen heute morgen Liaujang noch besetzt hielten. DieJapaner verloren, wie berichtet wird, schon über 2 5 000 Tote nnd Verwundete. Es liegen ferner folgende Privat Meldungen vor: Petersburg, 2. Sept. Nach Meldungen ausMukden werden die russischen Verluste in den Kämpfen vom 30. und 31. August auf 10000 Mann an Toten und Verwundeten geschäht. Me Japaner sollen 26000 Mann verloren haben. London, 2. Sept. Me Morgenblätter berichten übereinstimmend, daß Kurovatkin gestern hoffnungslos geschlagen ist: ferne Süd front wurde bei Tagest anbruch aufgeroM und in Unordnung auf Stadt Liaujang zurückgeworfen; mtitags wurde seine Ostfront ins Wanken gebracht und außerdem seine Rückzugslinie nach Norde n durch zwei Divisionen Kurokis mit Artillerie und Kavallerie versperrt. Mese japanischen Mvisionen stehen angeblich bereits bei Bantai, wo sie die Eisenbahnlinie sowie den Telegraphen zerstörten. Als Kuropatkin zum Kriegsschauplätze abging, sagte er zu . den ihn umdrängenden: „Geduld, Geduld, Geduld!" Me Zeitdmler des Krieges berechnete er auf 18 Monate. Seither sind erjt sechs Monate verflossen. Eharbin wurde das russische Hauptquartier, die mandschurische Armee war erst noch zu bilden, denn in der Mandschurei standen mir einige Truppen körper, gänzlich uNAureichend den etwa schnell mit übermächtigen Heeren einbrechenden Japanern nennenswerten Mderstand zu leisten. Aber obwohl die Japaner zu Anfang des Krieges vollkommen Herren der See waren, in höherem Grade als spater, verzögerte sich der Einbruch in die Mandschurei zwei volle Monate, erst am 1. Mai wurde der 9)afu überschritten. Dadurch war es den Russen möglich geworden, von Eharbin über Mukden und von MuDen bis Liaujang vor^urücken und diesen letztgenannten Purrkt Mit starken Befestigungen zu umgeben. Da die mandschurische Armee auch jetzt no chnicht vollzählig beisammen ist denn drei Armeekorps befinden sich noch unterwegs, so muß dem Overfeldherim daran liegen, dieJapanermög- lichfl lange aufzuhalten, bis er seine Armee zusammen hat, und er mußte daher die Stellung bei Liaujang möglichst lange verteidigen. Wenn nach dem fürchterlichen Kamps, der nach den obigen neuesten Meldungen aufs neue ausgenommen worden ist zum Teil die Rusien den RUctzug cm treten, so entspricht diese Bewegung dem vorher gefaßten Plane, nicht bet Liaujang entscheidend zu schlagen, sondern mehr nördlich und die weitere Entfernung, sowie den heran- rückenden Winter als Bundesgenossen gegen die Japaner auszunutzen. Die Ansicht, daß die Japaner den rechten Flügel der russischen Stellung deshalb heftig bedrängten, um die Bewegungen gegen den linken zu verschleiern und dann dort umfassend uTib die Rüitzugslinie ab schneid end der rusiischen Armee „ein Sedan bereiten", klingt ja ganz schön, aber zu solchen Bewegungen sind die Japaner denn doch nach eigenem Geständnis uno nach; den Bedenken, die ste vor dem starken linken Flügel äußern, zu schwach, und der russische Widerstand auf allen angegriffenen Punkten ist zu groß. Me zurückgehenden russischen Truppen sind nicht als unbedingt geschlagen anzusehen, sonderst trotz der japanischen Behauptung von der großen Verwirrung", gesechtsfahig, und die Verluste der Jüpaner derartig groß, daß sie, wenn sie, was noch keineswegs der Fall ist, Liaujang besetzen, vorläufig ü6et> haupt dvrt stehen bleiben und erst Nach einiger Zeit die Vorwärtsbewegung wieder ausnehmen. — Es fragt sich nur, bis wie weit Der russische Rüätzug geht? — Bis' Eharbin schwerlich. Aber diese Bewegung ist lange vorher erwogen, und sicherlich wurden auch schon diept. (Reuter.) Die chinesische Regierung gab dem Verlangen Arpans nach und ordnete an. daß alle Reparaturarbeiten auf den ruffischen Schiffen ^Askold" und „Grosoboi" eingestellt werden. Tsingtau, 2. Sept. Kapitän H o p m a n n - vom Ka- nonenboot „Tiger" kehrte von seiner Suche nach der vermißten Dschunke zurück, die aus Port Arthur mit den deutschen Attaches Hentschel und Gilgenheimb und dem französischen de Guver Ville an Bord abgegangen war. Es wurde keine Spur von der Dschunke entdeckt, sodaß man in Tsingtau alle Hoffnung auf Rett- ung der Offiziere auf gegeben hat. T o k i o, 2. Sept. Amtlich wird hier aus Söul gemeldet, daß Li, der koreanische Gesandte in St. Petersburg, von seiner Regierung aus seiner anttlichen Stellung am 1. September entlassen worden ist. Intervention? Berlin, 2. Sept. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird über eine Intervention neuerdings mit großer Bestimmtheit gesprochen. Wie nazch dem „Berl. Tagebl." verlautet, haben diesbezügliche Desprechjungen stattgefunden, wobei sich eine der Intervention nicht ungünstige Konstellation ergeben habe. Bei diesem Meinungsaustausch ergab sich die Llnsicht, daß man den Japanern Korea, wo sie sich ja bereits ganz häuslich eingerichtet haben, wird lassen müssen, daß dagegen sich Japan nicht in der Mandschurei fest setzen oder etwa die Rolle der dominierenden Macht in Ehina an sich reißen darf (Leeres Gerede!) Per Kusstavd in Aeutsch-Südwestafrika. Berlin, 2. Sept. Der ,23erL Lok.-Anz.« meldet auS Swakopmund: Nach einer Depesche aus ReetmannShoop plünderte der Hererobastard Morengo, der jüngst den weißen Ansiedlern die Waffen abnahm, jetzt die Farm Gröndora der Deutschen Müller und v. Beweck, sowie die Farmen Hannemann und Ulrich. Ein Teil der Abteilung des MajorS Lengerke ist bereits unterwegs, um Morengo aufzuheben. Keer und Klotte. Berlin, 2. Sept. Der ^Reichsanz.^ veröffentlicht eine erneute Bekanntmachung de8 Kriegsministeriums. Danach ist den Unteroffizieren und Mannschaften, den zu Hebungen eingezogenen und den für die Kontrollversammlungen einberufenen Personen dienstlich verboten: Jede Beteiligung an Vereinigungen, Festlichkeiten und Geldsammlungen ohne dienstliche Erlaubnis; jede Betätigung revolutionärer oder sozialdemokratischer Gesinnung, Halten und Verbreitung derartiger Schriften, sowie Einführung derselben in Kasernen oder in sonstige Dienstlokale. Sämllichen aktiven Soldaten ist befohlen, von dem Vorhandensein solcher Schriften in Kasemen und Dienstlokalen sofort Anzeige zu erstatten. Volrlische Tagesschau. „Mars regiert die Stunde." Der Herbstbeginn bringt alljährlich den Höhepunkt des milltärischen Lebens, die Heerschauen und Manöver, von denen diejenigen, die unter den Augen des obersten Kriegsherrn stattsinden, wieder ihre besondere Bedeutung haben. In so hohem Grade aber forderte das militärische Element die Beobachtung seit langem nicht heraus, wie e8 diesmal der Fall ist. Der Krieg beherrscht eben die Tagesgeschichte. Im fernen Osten wird eine der größten Schlachten auSgekämpft, die die Geschichte kennt. Deutschlands Jugend ist gleichfalls hinausgezogen übers Meer und führt im dunklen Erdteil das Schwert gegen einen verschlagenen und grausamen Feind. All das rückt den Wehrstand zurzeit in den Vordergrund des öffentlichen Jnteresies. Die allgemeine Allfmerksamkeit ist auf das im Nordwesten Deutschlands, an der Wasserkante, anhebende großartige Schauspiel gerichtet. Nicht nur des Inlandes, sondern auch des Auslandes, aus dem ja hohe Persönlichkeiten als Gäste des Kaisers dem Manöver beiwohnen werden. Es ist das erste mal, daß Landheer und Flotte in solchem Umfange Zusammenwirken. Ein gemeinsames Operieren fand zwar schon vor einigen Jahren bei dem Kaisermanöver in Ostpreußen statt, und der Bruder des Kaisers führte damals persönlich das Landungskorps der Marine. Aber diesmal wird die Flotte mit nicht weniger als drei Landungsdivisionen am Manöver sich beteiligen unter Verwendung von Geschütz-, Maschinengewehr-Abteilungen und Matrosen-Pionierkompanien. Schon daraus ist die besondere Art des bevorstehenden KaisermauöverS ersichtlich, dem teilweise strategische Situationen an? dem russisch-japanischen Kriege zu Grunde gelegt werden sollen. Das Hauptinteresse beanspnicht der große Landungsversuch in der Bucht von MSmar. Bei dem Feld' Manöver zwischen dem GardekorpS und dem 9. ArnieekorpS wird die ^Kaiser-Attacke^ Voraussichtlich von den vereinigten Garde-Kavallerie-Regimentern geritten werden. Die Kaisermanöver und besonders jene Attacken haben ausländischen Berichterstattern Anlaß gegeben zu hämischen Bemerkungen, und man ' )l "> i remde K et respon« b ent en von den Kaisermanövern ausgeschlossen werden sollten. Doch ist die Krtttl der Ausländer in militärischen in den Zug eingestiegen war, um nach Hause zu fahren, ly vinyv।iicyvii um11 uiii iiuvkj •j/uhiv nw jui/vtii, i der Eisenbahn ihr Täschchen mit 200 Mk. Inhalt aen Wertsachen aestoblen. Sie merkte den Dieb- wurde in Die Handele!. , bie selbstvergessen sind die selbstverständlich nicht; mir haben sie den es sind. r r £nrtctt cntWoffcn und den gemeinsamen Bezug _ .„ ' a n Q,fK_ fihnapirfitiHMA bellc t e r Lorten, nvtc UNS mngciau imvv, wvin umua Prcnz Karl statt. Die ttße zur ^rnzeichnung liegt n(lun[^ hott ^r-tsvereine sich &ur Einführung erstklassigen t I 'T . . .. < . f. - * r . ~ i .. .. i r X X.. k . »• Ht pimia m r ti SH ua — Ein deS Einbruchs Verdächtiger wurde gestern von mehreren Schutzleuten nach der Lahn verfolgt. Der Verfolgte durchschwamm mehrmals die Lahn und cS gelang ihm, nach Mendorf oder Dutenhofen zu entkommen. [] Eisenbahndiebstab l. Einer jungen Dame miß der Kasseler Gegend, welche in Frankfurt gestern nachmittag und sonstigen Wertsachen gestohlen. Sie merkte den Dieb^ stahl erst hinter der Station Bockcnhcim, als bereits Passagiere auSgestiegen waren. Eine Visitation, die sich tic im Wagen befindlichen Pasiagiere gern gefallen ließ, blieb erfolglos. w. Bad» Nau heim, 2. Sept. Vis zum 1. September ttitgm ntcht yoch zu bewerten. Die Herren wollen um jeden Preis ihrer eigenen Nation Angenehme« sagen und kommen so von vornherein in die Notwendigkeit, dies und büfl am deutschen Heerwesen zu bemängeln. Wichtiger ist, was der Reichstag zu den Forderungen für Wehrzwecke sagen wird, die ihm auf Wrunv besonder« der bei dem Kaiser- »anäver gemachten Beobachtungen und Erfahrungen in nicht ferner Zeit unterbreitet werden. sind 22 2 20 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4206 anwesend waren. 299 719 Bäder wurden bis zum 1. September abgegeben. (lr). Alsfeld, 3. Sept. In mehreren Orten des Kreise« ist eine Scharlachepidemie ausgebrochen, der mehrere Kinder zum Opfer fielen. fc. Mainz, 3. Sept. (Drahtbericht.) Der 16. Deutsche Feuerwehrtag wurde heute vormittag 10 Uhr eröffnet. Die Ausstellung von Feuerwchrutensilien aller Art ist sehr reich beschickt. E« sind Delegierte auch au« England, Frank- Haken, daß die Regierung nicht leicht darüber in eine Erörterung eintritt. Oder cs müßte, beispielsweise bei den Handelsverträgen, nicht ohne die Unterstützung des Liberalis- nnrs gehen. Tann wird auch der Liberalismus zeigen, daß er der Situation gewachsen ist, wie Zentrum und Rechte hiesigen RegimentSkapelle statt. Für etwaige Unglücksfälle ist eine Sanitätsroache eingerichtet, die von der Sanitätß- folonne des ZweiqvcreinS vom Roten Kreuz gestellt wird. Wie bei früheren Märkten verkehren auch diesmal wieder reydmwq zwischen den Marktanlagen und bem Bahnhof die rvx Omnibusgesellschaft. Nach Schluß deS Markte«, nachmittag« I V, Uf)r findet unter Teilnahme der Preisrichter .'Mk"niames Mittageffen itrockneS Kouvert 2,50 Mk.) im H. Bier Firmen werden zur Einreichung von Bauplänen auf- gpfvrdert werdew Der Arckütest, d-ffm mem die Zustimmung findet, $ofl auf Antrag ber städtischen Drbdrden gehalten sein, bje Bouausbihrnng yu übernehmen. Da der Staat 880 000 Mark, die Stadt 440 000 Mark für den Dan bereit- stellen, finb abz^alich der Kosten für die vorbereitenden Arbeiten re. rurib 1 300 000 Mark für den Ban verfügbar. gierung, deS LandwirtsckxrftSratS und der landw. Vereine gedeckten AnsgnbedetrLge übersilweiten sollten, entsprechender Teil deS Erlöses, keinesfalls aber mehr als die Halste desselben, zur AuS- gabedeckung verwendet werden darf. Sämtliche an der gemeinsamen Beschickung durch ihre Anmeldung beteiligten Aussteller stellen unter ihrem Namen anv und bewerben sich für sich um bie ausgesetzten Preise. .AnmeldcVogen und Programme sind durch den Hessischen Landwirtschaftsrat, Darmstadt, Brsmarckstraße 78. zu bezieh n, wohin auch die Anmeldungen zur Obstausstellung ms zum 15 Sevternber d I. zu richten sind. Erhöhung des Ernteertrages durch Anbau besserer Sorten. Nie unS mitgeteilt wind, haben bereits gernale Losung, dann kommt wieder einmal daS „Kultur* „ mit Laband die „Teukf'.e Iurkstkm werk ersten Ranges", der Vasserstraßenausbau, vollständig alle« inmitten einer ongestrengten Peru,______... . zum Stillstand. Vergegenwärtigt man sich rroch, wieviel stündlich an ibn die arössten Ansprüche stellte.' Zu Beginn dieses Schwierigkeiten die Militärvorlage machen wird, welche be* Jahres traf ihn das Leiden, das vielfach für eine schwere JSckiaS sonderen Forderungen hierbei austauchen, so läßt sich be- gehalten wurde, dessen Charakter ober noch jetzt nicht feststeht, greifen, daß Graf Bütow der Parlaments zeit mit gemischt Monatelang war Staub den ärgsten ScbmerHen preisgegeben: ten Empfindungen entgegensieht und froh sein wird, wenn TonnerÄag wurde an ihm vmr Bros. Krause eme Operation die Handelet" vorüber ist. vollzogen. Gestern machte eine HerzlLpmung fernem fiebert ein '«3 «nnte sch-m-^ als Kälten wir die Forderungen »s, n. S Sc«. X« ©tabfeeeortmetenümammlmtg ftimtnk bergeffen, die der^L rberal iSniu? zustellen bat dem Bau eine« neuen ©tabttfieatf r« »u. das “tT" ' ' ' etwa 1200 Plätze fassen und rund eine Million Mark kosten Aus Stadt und Land. Landwirtschaft. Gießen, den 3. September 1904. „ £et Hexische LandwirtschaftSrat veranstaltet ** Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog leine aemeinsame Beschickung der Internationalen Obst- haben Allergnädigst geruht, am 31. August den außer- auSstelluna sowie deutschen Ausstellung von Handelsobst etatmäßigen außerordentlichen Professor an der Universität 8- Cftuber 3- t« ’J'.jJJJ/l* - r, ac rti ,1 e r- u -vx. Idorf. DaS Programm dieser 2luSstellung ist avßerordcntltch reich- Halle Dr. Hermann Graß mann ,um außerordentlichen unb b, dürften bei der »u erwartenden sihr großen San, Profeffor bei der phckosophffchen Fakultät der Landes- kurrenz, sowohl bei der Bescl^kung bet deutschen Handelsobst* Universität, insbesondere für das Fach der Mathematik, I onsstellung, sowie insbesondere des internationalen Teiles der mit Wirkung vom 1. Oktober 1904 zu ernennen. — Se. Obstaurstellung mir ganz knvarragcnde Leistungm ArMcht mif >7«-°«--..- »■" «t* 12. Augult dem Oberlehrer Wilhelm Wolf zu Höchst t. O. Mnzelcrusstellung zu Gunsten körperlicher Beteiligung zurück- au5 Aulaß seines 50jährigen DienstjubiläumS die Krone zum treten. Der Ärndwirtschaftsrat übernimmt sämckickre Kosten der Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps deS Groß- AusstellungSbeschickung also insbesondere auch die Kosten der in nerfpihen Entaeaennahme und Aufstellung der Ausstellungsgegenstände in m m fk w c • k WM. tne »offen der Vertretung der Aussteller, die Kosten Pferde mar ♦. Xxc Anmeldungen zu der bet bem ber dekorativen Ausstattung und deS TranspvrteS der Aus- Pferdernarkt am nächsten Mittwoch stattfindenden Prämiierung stellungsgegenstände. Die Aussteller haben das AuSstellungsobst sind von den Händlern und Züchtern zahlreich einqelausen. zunächst unentgeltlich zu liefern, jedoch wird ihnen ber Erlös Der Markt verspricht sehr gut zu werden. Auch von Privat en fÄ Sw wr «üan! «en .. . r f cno;i 1IMs. tTQrtApy^r-,.^ (l i . I auSbezat/lt. Der Danowirtni^a tSrnt macpi hfervet zur pnonztenrn sind eine Anzahl Reit- und ILagcnps-rde angcmeldet, die um Sttsierung des Unternehmen- den Darbehatt. daß. falls weder 11 Uhr zur Vorführung kommen; eine stärkere Betei li -1 Erwarten, die nach obigem von ihm zu tragenden Beschickungsauna wäre hier jedoch noch erwünscht. Von 10 Uhr ab kosten die vorgesehene und durch bte Zuschüsse ber Großh. Reibet auf dem Dkarktplatz Konzert durch einen Teil ber --- Nach ber Reich StagS auflösung wegen Ab - kehnung ber Militärvorlage verließ ber fikutfrier v. Eaprrvi baS ParlatmmtSgebäude mit dem arimtnigen Ausruf zu seinem Begleiter- „Gott sei Dan( daß die tierfl . . . Hmtdelei ein iSnbc bat!" Das, was (^-aprioi damals mit den Parteifilbremt verhandeln ließ, ist aber ein Kinderspiel gegen die E^eschafte, bie in btefer Hinsicht bem Grafen Vülow bevorstehen. Die kommende Parla- mentszeit stellt nicht weniger nnc viergroße Fragen zur Entscheidung. $m Reichstag Militärvorlage und Handelsveriräge, im preußischen Landtag Ka- nalvorlage und Schnlun terhaltun g s gesetz. Ohne ^Hanbelei" ist in allen diesen Fällen das Ziel irlcnt aÄ-Är'wißsstosi-«...»=*«.«>-*.T D, aus Goethes Gedichten besser kennen, als mancltes andere, mann roic8 m ferner Eröffnungsansprache darauf hm, daß das er ber Welt übermittelt hat: er besitzt Berstäitdnis heute vor 50 Jahren der 1. deutsche Feuerwehrtag in Ulm dafür, daß man den Parteien etwas zu Gefallen tun muß. eröffnet wurde. — Die Kellnerin Raab trieb in an- follen sie dstr Regierung gefällig fein. Rur darf nicht getrunkenem Zustande auf offener Straße allerhand Unfug, etwa so gefragt werden: ÄaS bat Graf Bülow Iihrer Verhaftung erhängte sie sich im Haftlokal, bieten? Darauf müßte die Antwort lauten: Nichts. fc grnnffurt Q- W., 3. Sept. (Drahtbericht.) Der laßt die cm sich h-rankommcn. ihr Bo- Dr. Böhm ist seit einigen Tagen fpurtoS ver- gehren vortragen, unb sucht sich bann bte irorbenntgen aufl, .. M s, M die erfiUIbar erscheinen. Dabei fährt er besser, al« wenn 'cywunoen. er qfeich mit dem Präsentierteller erscheint. Mit Ge-I (exne TO 11* et Tun q en a u H essen u n d d en schenken auf erratene Wimscho hin trifft ein Staatsmann Nachbarstaaten. Emen dummen Scherz erlaubte sich ein eS selten bei den Parteien: was immer es sei, es ist ntckK junger Mensch in Flensungen gegen Verwandte m Offen- das Richtige. Die Erwartungen sind enttäuscht. Zu dem dach. Er schrieb am verflossenen Sonntag an seine Ver- nur ^halb Befriedigendem" muß schließlich soviel hinzu- wandten, die in Offenbach wohnen, daß die Mutter derselben gefügt werden, daß eine doppelte und dreifache Reckmimg | geworben sei und am Dienstag beerdigt werden solle. An herauskommr. Also, Owaf Bülow harrt der Forderungen, I diesem Tage erschienen denn auch die Kinder und einige Enkel die an ibn heran treten. der angeblich Verstorbenen in Trauerkleidern und ersichren Der ‘Mittler denkt dabei zunächst on M Sen tr«m. ^aß die alte Dame noch am Leben war. - Der Friseur Mexchinas, das muß selbst der Reid dieser Partex lassen, ' 1° f ~ u ' hier ist da« qeschästNtb- Talent am meisten und am fltÄn, “nb .Rccht-kansulent- Jvh. Fuhrmann au, Bingen hat zendstcn verbanden. Ta? Zentrum hat seine Fordenmgen -men Bremser, der ihn um Rat siagte, um 42 Mk. be. bereit? festgeftellt — „vorläufige^ Fordertmgen — und auf schwindelt. Er wurde in Mainz zu einem Jahr Gefängnis diesem Programm befinden fixh u. a. Beseitigung bed verurteilt, ganzen Jesuitenqesetzes, Reichstagsdiaten, _ — ---------------- ------------ ■ - konfessionelle Schule. Aber die Konservativen Knn8 UNd Wilsevschäft. sind mich keine schlechren GeschäfMeute: sie haben dmr _ 6ranf|uTt a. m schreib, man int*: Tie im I Zentrum manches abgesehen und lmr? ihnen etwa an Ge, ^stsalon HerrneS neu arrangierte Septembtt-AuSstellung ent- wandtheit fehlt, ersetzen ]te durch eme zähe dAeHarrnchrett.! Kollektivausstellungen von Hermann Turnler-Fran^urt a. TO., In Bezug auf die konfessionelle Schule ziehen Zen-I ÄmanduS Faure-Stuttgart und Anton Cvlli-TOünchen. Außerdem mun unb Rechte an einem Strang. Folglich wird dies ffnb neu ausgestellt Werke von Ludtvig Dill, W. Trübncr, Adolf Berlangen durchgefetzt werden im neuen preußischen Schul-1 TOenzel, A. Hengeler, Peter Burnitz. Franz v. Lenbach, Hans gesetzeinwurf, und urmornehr, als auch die Rationalliberalen I Thoma, Wilhelm fieibL F. A. v. Kaulbach, Franz Stuf und in Preußen sich seltsamerweise herbeigelassen haben, an anderen. . diesem Strang ein wenig mitziehen zu helfen. Bedrohlicher I Kanalpläne von dem Inhalt °er neuen H an delS v er- v^ait em harter Schlag für die deutsche Anwaltschaft. Dar träge abhängig zu machen insbesondere von dem Ver- Staub auf dem weiten Gebiete be» Handelsrecht- heute trag mit Rußland. Unb nicht nur bad: auch die Ein-! der ersten wiffenschaftlichen Autoritäten. Staubs Kvmmen- fühnmg von Schiffahrtsabgaben auf den 51 ü f f e n tat Mim deutschen Handelsgesetzbuch ist ein Buch, da- beute aus nrid) von ber Rechten zu einer Vorbediirg^mg für die §N- dem Tisch der meisten Richter und Anwälte sich befindet, ein Werk, nale gemacht Das ergibt eine böse Situation. Die Han- das an Scharfsinn, Klarheit unb Gründlichkeit seineSgleicwn sucht delsverträge brauchen noch eine geraume Zeit, bis sie Wo immer heute eine handelSrechtlicln Frage austaucht, da heißt fertig art den Reichstag gelangen, und für SchiffahrtSab- »umlchst: Wo» f-at Staub? Sein Wart iß eine Autorität ga6eS besteht in den '».nbeSregienntgcn, abgesehen Vvn Ä* fX ^renSen, nicht die geringste Neigung Wenn däL ®raf Vulow nicht geradezu eine Zauberformel, sinket, «ne | Wc m,Allf[fxiftnl fcftfminftrt Mtnng erfrfninen, gab heraus, und dadurch die SaatvermiittluNtgS'stelle deS Hessischen fiandwirtschaftS- raiS belverkstelligt. * ’f Deutsche ©er ft en- und Hopse nauS st ellung in Berlin. Wie wir erfahren, hat die Leitung der Deutschen Werften- und HopsenauSstellung aus ein entsprechendes (besuch deS Hessischen Landwirtschaftsrats die Bedingungen für die Zulassung zu dieser 9l,,Sstellung wenigsten» für Braugerste (nicht jedoch für Saatgerste) dahin ermäßigt, daß statt 200 Ztr. lieferbarer Weifte. auS der die AuSstellungSprobe entnommen iverben soll, nur 20 Ztr. wie seither verlangt werden. Hierdurch ist unseren Werftenproduzenten die Beschicklmg der genannten Ausstellung mit Braugerste wesentlich erleichert. Der Hessische LandwirtschastSrat wird sich auch noch um die Herabsetzung der ^ordrnng an lieferbarer Tlenge für Saatgerste angelegentlich bemühen. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 3. September. Sehr geehrte Redaktion! Die gestrige Beflaggu g ber öffentlichen Gebärrde aus^ Anlaß der Sedanfeier ließ erkennen, wie sehr man sich hinsichtlich der Anordnung der Farben der „Deutschen Nationalflagge" im U n k l a r e n ist. Die Reihenfolge der Farben selbst von Fallen an öIentlichen Wcbäubtm ist verkehrt. Die deutsche Nationalfarbe ist Schwarz-Weiß-Rot. Nur innerhalb der ihnen genau angewiesenen Folge bilden die Farben die „Nationalsarbe" eines Landes. P, Gießen, 2. Se'Hember. Sehr geehrte Redaktion! Von vielen SeiteN wird mir der Artikel deS Einsenders B. auS der TOollkeftraße unterschoben und dagegen möchte ich mich verwahren. Ich erfreue mich stets ber Musik unserer 116 er; auch werde ich dadurch nie unangenehm in meinem Schlaf gestört. Wenn es sich um ernstlich Kranke handelt, so dürfte eine einfache Bitte an den Herrn Oberst gerichtet, genügen, in ber Nahe dieses Hauses sein Regiment ohne Musik vorüber marschieren zu lassen. Hexhachtungsvoll Ernst Balser, Moltkestraße 10. Klein-Linden, 3. Sept. linier Ort steht gegenwärtig in lebhaftester Bewegung zur kommenden Bürgermeisterwahl. .Es zeigt freb eine Regsamkeit. die einem Erwachen nach langem Schlafe gleicht. Man bat jahrzehntelang konservativ am Alten gehangen und starr und fest Prinzipien der Kurzsichtigkeit gezeigt, wie beim Bahn- iimbau, zum Sckxchcn der Okntcmbc Klein-Linden. Um solche Fehler für die Zukunft zu vermeiden, bat sich für die kommende Bürgerin ei sterwa hl eine Fortschrittspartei gebildet, welche für die Zukunft zeitgemäße Reformen in Klein-Linden eingeführt Nüssen will. verinischte«. • Berlin, 2. Sept. Die schon gemeldete Entdeckung deS LustmSrderS ber Lina K oschorreck ist mit erfreulicher Schnelligkeit gelungen. Der Mörder, der Schuhmacher- meister Oskar v. Busse ist derselbe Mann, der der Kriminalpolizei anzeigte, die Ermordete am krüischen Tage mit einem verdächtigen Menschen vor der Tür gesehen zu haben, aber erklärte, in dem verhafteten Kutscher Max Kohn diesen Menschen nicht wieder zu erkennen. Auf v. Buffe lenkte sich dann der Verdacht aus verschiebenen Gründen. Ermittelungen ergaben, daß er oft vor seinem Laden herumlungerte und Kinder an sich lockte. Dazu kam, daß er längere Zeit die HauSreinigung hatte und daher mit allen Verhältnissen deS GntndstückS, namentlich auch mit dem Sandkeller, durchaus bekannt war, sowie daß er, weil seine Frau verreist war und fein Geselle zum Mittageffen fortgeht, über Mittag ganz allein seiner in Wohnung war. Die Haussuchung ergab noch Uebcrtefie von dem Strohhut, den das Mädchen an seinem letzten Lebenktage getragen hatte. Sie waren zwar angesengt, aber, besonders die Hutschleife, noch so gut erhalten, baß die Mutter der Ermordeten sie sofort erkannte. Als man deut Schuldigen die Tat auf den Kopf zusagte, legte er ein umfassendes Geständnis ab. Danach lockte er das Kind, das er und das ihn kannte, am 3. August, nachmittags um 2 Uhr, in feinen Laben unb nahm es von bort in die Küche mit, um eS zu vergewaltigen. Als daS Kind, bevor er dazu kant, um Hilfe rufen wollte, wurde er ängstlich, unb aus Furcht vor Strafe beschloß er nun, eS umS Leben zu bringen. Er packte sein unschulbigeS Opfer in fein Bett und erstickte es mit bem Kopskiffen. Die Leiche verbarg er dann unter dem Bettzeug, bis sie vollständig erstarrt war. Dann trug er sie noch am hellichten Tpge unbemerkt nach dem Keller und verscharrte sie im Sande. AIS ob nichts geschehen wäre, ging der Mörder dann wieder seiner Beschästigung nach, imb wenn später die Rede auf baS oerschwunbene Mädchen unb bie ergebnislosen Nachforschungen nach seinem Verbleib kamen, sprach er ganz unbefangen, und als ob er von nichts wüßte, darüber mit. * Stettin, 2. Sept. In Collnow wurde bie 19* jährige Tochter eines Maurers tot aufgefunben. Durch Untersuchung wurde Mord festgestellt. * Trier, 2. Sept. Wegen schwerer Erpressung an dem Abg. 'Kaplan DaSba ch auf Grund deS § 175 des Strafgesetzbuches wurde Bankier Killerhofs in Char- ! Ottenburg verha stet. • Z ü rich, 2. Sept. Der italienische Generalstabsoberst Graf Gliido Salvador ist bei dem Versuch, bie 2900 Meter hohe Fibbia zu ersteigen, 320 Meter hoch tätlich abgestürzt. Er hatte trotz Abratens ben infolge Neuschnee? und Sturm gefährlichen Versuch unternommen. Oberhalb Airolo wurde bie Leiche gefunden. Generalstabskarten und militärische Notizen, welche bei ihm vorgefunden wurden, (affen darauf schließen, daß er bie Befestigungen am Gotthard rekognoszierte. Seit einigen Jahren kam der Graf auf längere Zeit nach Airolo. • Warschau, 2. Sept. Gestern mittag wurde in einem Restaurant der 26 jährigen Kellnerin Victoria Anuschkiewiez von einem unbekannten Gaste durch Messerstiche ber Unterleib auf geschlitzt. Auch an Kops, Brust unb an ben Armen wurde bie Unglückliche verstümmelt. Sic starb bald barattf. Der Mörder ist unerkannt entnommen. • Winnipeg, 2. Sept. Ein Person en zug bei Kanabischen Pacific-Bahn rannte 300 Meilen westlich von hier in einen Güterzug hinein. Dabei würben fünf Personen getötet. Der Generalgouverneur beö Domimch os (Sanaba Earl Minte befand sich mit feiner Gemahlin im Zuge, ihr Wagen blieb unbeschädigt. 5* Telephonischer Kursbericht Frankfurt a. M.. 8. September. 102.46 8% Mexikaner WÄ 101.80 V!6% Oeeterr. Silberrente 100.60 129.00 47.60 44 40 89.70 102.10 89.70 100JO 2 8(1) Schlutzkurse. 204.25 225.30 143.20 206.30 217L5 4Va% Chinesen . . Electric. Sohnokert . Nordd. Lloyd . e Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandtt. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn « Lombarden , , , Gotthardbahn ... Lanrahütte .... Bochum ..... Harpener .... Tendenz: behaup 4% Uncar. Goldrente . 4% Italien. Rente . . 4V$ % Portugiesen . . , 8%. Portugiesen. . . . 1 % C. Türken . . . Türkenlose ...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4V,9^ äussere Argentiner „ 2Infanq§- u. Oeft. Kredit.... 204.60 Deutsche Bank . . . 225.10 Darmstadter Bank . . 143.25 Bochumer Guß . . . 206.25 Harpener Bergbau . . 216.60 Tendenz: Abgeschwächt. Märkte. . 27.45 . 90.30 . 115.00 . 103 50 . 204.50 . 191.60 . 143.60 .155.40 . 160.40 . 137.50 . 18.90 . 189.50 . 262.30 . 306.40 . 217.00 tet. 100.86 104.40 62.00 61.50 Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 M nach den Depeschen aus Tokio als' vollzogen. Nvd^uL Arnree hat die BestimNrung, jenen Teil der Kuropatkinschen Armee anzuhalten, die aufgeboten tourbe? um dem bart bedrohten linken Flügel Beistand zu leisten. Im japanischen Hauptquartier rechnet man auch mit der Möglichkeit, baß General Lrnjewitsch mit seinem Korps der Mukden zu- strebenden rechten Kurokischen Armee den Weg zu verlegen suchen konnte. ö «3. Sn hohen militärischen Kreisen Rußlands hat man den Eindruck, daß Kuro patk in iss UnLer-Genepale beim Rückzug auf das rechte Ufer 0 iene Besonnenheit vermissen l^ßen die in den letzten Augusttagen den russischen Masses so schöne Ernzelersolge sicherten. - Gin Telegramm auS Tokro vom 2. September besagt, die japanische Aömee gönne.den Russen keine Rast. Der Kampf bauert fort. Dre Russen machen die größten Anstrengungen, die Vahngeleise zu behaupten und Züge abzulassen. Kuropate krns Hauptarmee ist nunmehr auf dem Rückzüge längs beä rechten Ufers des Taitseho begriffen. Vor ihrem Abzuae steckten die Russen die Dörfer um Liaujantt. r n V r a n d. Die Blätter äußern sich, säst durchweg überaus'^ pessimistisch über die Lage der Russen. Der milttäriM Mitarbeiter der „Times" sagt, Kuropatkin stehe nur ein Weg vffen, wenn er seine Laufgräben verläßt und' bett Fluß überschreitet. Er müsse, koste, was es wolle, sich einen Weg burch Kurokis Armee b'ahnen und diese nicht allein besiegen, sonbern vernichten. Anbernfalls dürfte der 1. September ein zweites Sedan gesehen haben. —' Die „Sun" berichtet aus Newyork, der amerikanische Offizier, welcher die japanischen Truppen begleitet, telegraphiert, es sei Kuroki gelungen, die Rückzugslinie Ku- ropatkins nördlich von Liaujang abzuschneidem Petersburg, 3. Sept. Neue Einzelheiten über die Kämpfe bei Liauiang sind hier eingetroffen. Die Japaner suchen einen Punkt zu erreichen, von dem aus ihre Geschütze die Eisenbahu- lmve bestteichen können, um die Rückzugslinie der Russen zu beschießen. Die japanischen Trup Pen sind ermüdet, da fie seit dem 23. August 'fortwährend in Gefechte verwickelt waren. Trotzdem sind sie guten MuteS. General Oku versucht, die Russen gegen den Fluß, .den sie im Rücken haben, M drängen, da der Fluß keine Brücke hat. London, 3. Sept. ^,Dailh Ehronicl^ meldet auf Grund von Nachrichten aus Inkan, welche ihm von maßgebender Stelle zugegangen sind, daß dir Japaner vor Port Arthur 10 000 Mann verloren haben. > Butferick’s Hoden-Revue > ist das beliebteste and vornehmste Moden- o. Frauen! ourn al, monatlich ein Heft mit Gratis-Sohnittmnater. Abonnementspreis für Deutschland u. Oesterr ei oh-Ungarn jährl. M. 7.—, Vierteljahr!. M. L75, für das Ausland M. 8.—, resp. M. 2.— zahlbar im voraus. Abonnements durch jede Postanstalt, Buchhandlung u. Butterick*8 Agentur oder direkt durch nnn. Actlen - Gesellschaft für Buttsrlck’s Verlag, Berlin W. 8. Probeheft gratis nur direkt durch uns. — Butterlck’s Schnittmuster sind die besten u. zuverlässigsten. — Vertreten durch I Firma A. Holterhoff Söhne, Giessen. I 3Va% Reichsanleihe 3 n/o do. 81/,% Konsols . . 3% do. ... 31/a0/o Hessen . . 314% Oberheesen . 4-6 Oesterr. Goldrente Karlsruhe, 3. Sept. Der Präsident des Staatsministe- ttums, .Staatsminister v. Brauer, hat einen ihm vom Groß- Herzog bewilligten mehrwüchentlichen Urlaub angetreten, um eine ältliche Kur in Bad Wildungen zu gebrauchen. Ende September wird der Minister wieder znrückkehren und die Staats- geschafte wieder übernehmen. W i e n , 3. Sept. Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, hat mmr am hiesigen Hofe die Absicht, die Prinzessin Luise von Koburg undMattachich strafrechtlich zu verfolgen, vorläufig fallen gelassen, .well es keineswegs als sicher erscheint, ob ein solcher Schritt von Erfolg begleitet sein iDitrbe. Dagegen wird, sobald der Aufenthalt der Prinzessin festgestellt sein wird, die Behörde, in deren Sprengel die Prinzessin weilt, , vom Oberhvfmarschallamt von der Klage des Gemahls der Prinzessin verständigt und um Rechtshilfe ersucht werden. . Sollte dann die Prinzessin, der gerichtlichen Aufforderung, -u ihrem Gemahl. Kurüchukehren, nicht Folge leisten, so würde sie mit Gewaltanwendung zurückgefühtt werden. — In Weitzers Zimmer jm Hotel Wettiner Hof wurden Papierschnitzel von zerrissenen Briefen gefunden, deren Zusammenstellung letzte Benachrichtigungen für die Flucht erkennen lassen. Ferner wurde ein Brief von Frauenhand gefunden, der am 28. August in Wien aufgegeben war. Zu entziffern waren folgende Sätze: . paß es einmal ein Ende nehme. Es ist gar keine Gefahr". Gerüchtweise verlautet, dal? Mattachich bei der Flucht bewaffnet gewesen sei. — Das „Fremdenblatt" bestätigt, daß die Prinzessin Luise sich in Z Ü r i ch befindet, damit der dortige Psychiater Prof. Tr. August Forel sein Gutachten über ihren Gesundheitszustand abgebe. Der Direktor des Pariser „Journal" habe das Arrangement vermittelt, Das Gutachten Forels soll als Basis für alle weiteren Sckritte der Prinzessin dienen, vor allem für das Ersuchen um Aufhebung der Entmündigung. — Prinz Philipp von Koburg hatte alle notwendigen Schritte eingeleitet, damit die ausländischen Gerichte ihm bei Wieder-Internierung ber Prinzessin Unterstützung leisten. Petersburgs. Sept. Die ursprüngliche Absicht, eine Teilung des Ministeriums des Innern in ein Polizei Ministerium und ein Ministerium des Innern vorzunehmen ist fallen gelassen worden. Die lange erwattete Ernennung des neuen Ministers wird in den nächsten Tagen erfolgen, sofott nach Rückkehr des Zaren vom Don. Wie ver- lautet, hat Großfürst Sergius dem Zaren seinen Gehilfen, den moskauischien Vize-General-Gouverneur Buhgin sehr warm em- piohlen. Dieser soll sich als tüchtiger Beamter bewährt haben irnv Jv konservativ sein. Seine Ernennung wird als Vom Kriege. Petersburg, 3. Sept. Obgleich die Nachrichten über die Vorgänge bei Lianjqng nur spärlich vorliegen, so wirb doch in Generalstabskveisen auf bas bestimmteste versichert, daß die Kämpfe sich nur zwischen der Nachhut der auf die Hauptpositionen bei Mukden zurückgezogenen Armee Kuro- latkins Und den Japanern abgespielt haben und daß der Rückzug v ollständig gelungen sei. Von einer End- cheidungsschlacht könne somit keine Rede sein. Die Verluste berRussen betragen 10000Manm!—< Die neuerdings , von ausländischen Blättern verbreiteten Meldungen von einer angeblich beabsichtigten Jntervenierung der Mächte im ruffischf-japanischen Kriege werben in Regierungs-, kreisen als gänzlich haltlos bezeichnet. Rußland beharre nach wie vor auf seiner diesbezüglich schon wiederholt gekennzeichneten Haltung. Paris, 3. Sept. IN Petersburg rechnet man mit Sicherheit auf Linjewitschs Eingreifen, um Kurokis Vorm'arsch cmfznhalten. Kuropatkin, Kondra- towitsch und Zarubajew organisieren eine neue Aufstellung der Armee, deren Hauptaufgabe es ist, die Bahnlinie zu halten. Der neue provisorische Bahnhof, 3 Kilometer von dem dutichi Feuer zerstörten, be- indet ssich inmitten eines Systems von Trancheen, welche Kuropatkin in dtzr vorigen Woche anlegen ließ. Der Brand des Bahnhofes, wo große Pulvermengen eingelagert waren, dauerte 5 Stunden. — Die Verbindung der Zentrums- Armee des Generäls Nodzu mit der linken Armee Okus ' Lemberg, 2. Sept. Wie hiesige Blätter melden, stieß der Wien-Moskauer Schnellzug zwischen Odvolo- ciSca und Zmerink auf russischem Gebiet auf eine große Anzahl quer über die Schienen gelegter Baumstämme, die von verbrecherischer Hand auf die Schienen gelegt waren, um den Zug zum Entgleisen zu bringen. Der Zugführer bemertte die Gefahr und brachte den Zug rechtzettig zum Stehen. * Sine unliebe Geburtstagsüberraschung. Professor Engelbert Humperdinck, der Komponist von „Hänsel und Gretel", vollendete am 1. September sein 50. Lebensjahr. Zweifellos hat er aus diesem Anlaß manche freudige Ueberraschung erfahren, doch auch eine sehr üble ist ihm dabei nicht erspart geblieben. Spitzbuben sind nämlich m einer der letzten Nächte vor dem festlichen Tage in seine Villa zu Boppard eingebrochen und haben Silberzeug im Werte von 6000 Mk. mit sich gehen heißen. Die Diebe wurden indessen just am Geburtstage des Komponisten auch wieder in Koblenz festgenommen. Die gestohlenen Wertsachen hatten sie in einer Kiste im Walde bei Boppard vergraben. Handel und Verkehr. Uolkswittschast. Berliner Börse vom 2. September 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2’/< Prozent. Gießen, 3. Sept. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 7—0 Ma. 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfq., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfq. Erbsen pr. Liter 21 Pfa Linsen pr. Liter 32 Pfq., Taubenpr. Paar0,80-0,90 Mk., Hühner pr St 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60-1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80-2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00-70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfa., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfq., Hammelfleisch pr. Pfund 5^-74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kqr. 6,00—8,00 Mk., Weißkraut per Stück 30—40 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfq., Aepfel per Zentner 00 bis 00 Mk., in Korben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00—00 Pfq. Kirschen per Pfd. 00 —00 Pfq. Marktzeit 7—1 Uhr. WchrutljLc UkbrrW drr Todesfälle in der Stadt Kießen. 34. Woche. Vom 14. bis 20. August 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 26,46 nach Abzug von 2 Ortsfremden: ll,34%n. Kinder im vom Lebensjahr: 2.—15. Jahr - 1(1), Summe 14 (8) 8 (6) 5 (1) 1 (1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 4. September: Trübung und Regenfälle, stellenweise unter Gewittererscheinungen, später wieder etwas aufheiternd, kühler, zeitweise starkwindi'g. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Familien-Nachrichten. Gestorben: Herr Louis Spier in Alsfeld. — Herr Ernst Schäfer m Himbach. — Herr Großh. Kommerzienrat Friedrich Engelhardt in Darmstadt. — Frau Bertha Marxsohn, geb. Sternfels, m Mamz. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gictzener Anzeigers. Es starben cm: Zusammen: Erwachsene i 1. Dyphthette 1 (1) Keuchhusten 2 _ Brechdurchfall Tubettulose der 3(1) — Lungen Tuberkulose des 1(1) 1(1) Gehirns 1 (1) 1 (1) Krebs 3 (3) 8 (3) Schlagfluß 1 1 ' Blasenentzündung 1 1 Totschlag KD 1(1) KekanulmachMg. In der Zeit vom 27. August bis 3. September 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Backsteinforrn, 2 Portemonnaies mit Inhalt und 1 Herrenkapes; verloren: 1 Portemonnaie (Inhalt ein 2 Markstück nebst einem Zettel mit der Aufschrift Pfund Butter), 1 Spitzenkragen, 1 silb. Kettenarmband, 1 Beutel (Inhalt 9 Ansichtspostkarten, ein Blatt des Gießener Familienblattes und 3 Aepfel). Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns gellend zu machen. Gießen, den 3. September 1904. Großherzvglickes Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Stic unterm 29. Juni l. Js. angeordnete Sperre der Westanlage zwischen Bahnhof- und Frankfurterstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 1. September 1904. Großherzoglickies Polizeiamt Gießen. . Herberg. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen «artenstratze 2 iMverlangtt Katalog Kuchenmehl - mmm« MIIVIIUIIBIIUBII* Di«n«tag bcn 18. September u. Kr-l.a« Krettag soa das Äemeinde-Obst, sowie t?"9 dasjenige des sürstlichen Hof- *r' Holll MäUSVUtg. »7, versteigert werden. 7144 1 g?': Cebr. Heidin »;»% Beginn dee flerfi p am 18. Oktober 1904. Gieße» Marttstraße 19 Programm durch E» Ehrich. V / uiiiiiiiiiniiiiiiii Gictzen. StcuenbLue 11 Weine. th®/. lebtschönsfeWasche Fahrräder, i bei Konditor Krämer, O"/. 1. Stock wohne. 05038 NI Gierig Da» Restaurant ▼an */e empfehlen 6960 6871 Die Fortschrittspartei 05037 225.— zu 560.— 32.— 45.— bs74 7080 nunq • • lterfd)i ebenes uh NurechtMIT ROTBAND GM Kaiserau4zug per Pfd. 15, 5 Psd. A 14, 10 Pfd. ä 13 Psg. Blüteumehl per Pfd. 17, 5 Psd. ä 16, 10 Pfd. ä 15 Psg. kämmt, spinnt oder vertauscht gegen rein wollene Strickgarne, unter billigster Berech- KegrÜAdet IW. konsortiumö, bestehend in gutem WirtschaftS- und vorzüglichem Tafelobst öffentlich meistbietend Brauer-Akademie Worms a. Rh. schen fr? geben, 4 Zeige höflichst an, daß ich von heute ab W Chaussier- u. Pflasterarbeiten veranscht.zu 1196.50 Hochfeinstes Diamautmehl per 5 Psd. A 18 Psg. 10 Psd. A 17l/t, 25 Psd.-Sückchen 4,25 Mk. Musik-Iustru- mente u. Gatten aller Art kaufen Sie billigst bei Armin E. Voigt, Markneukirchen t. Sa. Nr. 50. Volle Garantie. Kolalog gratis und franko, [hv17^ Fü rfieit üBtig Iri — fe Otto 1! Erbmtis scken Dp 1829 «fc du ligj sich bet 8 des tkt Fritz Schulz Jun., Akt-Ges., Leipzig. Nm echt mit Schutzmarke ..Globo«44 in Packeten 4 20 Pfg. Empfehle mein reichhaltiges Lager aller Art Luxus- und De- chäftdwagcn, neue und ge- irauchte. Reparaturen werden chnell u. prompt ansgefübrt. 16748 Elektrischer Betrieb! Butzbach. Ar. Grauer. Dergeöuug von Sauarbeiten. Freitag, den 9. d. M., nachmitt. 5 Uhr sollen in dem Gemeindehause zu Wieseck nachbenannte Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: Erdarbeiten veranschlagt Anfang vonniti. 91/, Uhr auf der Dreispitze. Eberstadt, am l.Cept. 1904. Großh. Bürgermeisterei. Görlach. Ziischiieidc-schck. Unterricht im Zuschneiden von Danien- und Kinder-Garderobe nebst Vorarbeiten erteile nach leicht faßlicher Methode. Beginn emeS Kursus täglich. Daselbst 11 Lose für 10 Mk. Für Liste u. Porto 25 Pfg. mehr. Jacob Stern-Simon Artedberg (Hessen). Televbon 365.BB1/, Gleßen, den 3. Sept. 1904. Senßfelder, Kreisstraßenmeister. D% Nadikale gefahrlose Beseitigung von Hühneraugen u. s. w. in 5 Minuten söhne Steinlieserung veran- schlagt zu . . . Steinsetzen veranschl. zu..... Kieslieferung veranschlagt zu . . . Arabstticke Ecke Riegelpfad u. Ebelstraße, 1500 qm, ganz oder geteilt zu verpachten. 05015 Senner, Bergstraße 7II. K5SYT© & lesen und bei Bedarf anfragen. 2, ■ horcht» _____ alkoholfreie Tmb?«-Weinc edelste Marken Carl Jung, Weingutsbesitzer, Lorch i. lUhciiM älteste und größte Kellerei vergorener alkoholfreier Xraiiben- Den Resrbeftand meine« Lagers in Wartburg-AahrrSderu -eben wegen vorgerückter Saison zu sehr billigen Preisen ab. H. Strohbach, Bleichstr. 15. Friseur 62 Bahnhofstraße 62 Bitte auf Firma und Hausnummer zu achten! 7140 I Unersetzlich fÜrMsche uHauepufz Mäurer AWINz Stolberg. Rhld, iltljßl?e itlidirli-hhrrWer Ii'wch Teilzahlung Anzahlung 29. 30, 50 Mk. Abzahl A bis ISMk. monatlich. Enorm billig. Preise. Preis- X liste grat u. franko. >Bch & Co. Räumungs-Ausverkauf. Wegen vorgerückter Saison verkaufe alle rroch vorrätigen farbigen Schnhwaren zu und unter Einkaufspreis, so lauge der Vorrat reicht. Heinrich Aff, Schuhlager 05043 Lüwengaffe 20. Theodor Weigel, Biedenkopf, Wollspinnerei und Strickerei. Ferdinand Schott Weinhandlung Wein- und Frühstüiköstiilieii »04« | Bahnhofstraße. Lebens-Verficherungs-Gesellschaft gewährt alle Arten der Leben»-Versicherung zu dilltgsten Prämier» und günstigsten Bedingungen. hv“/t Vertreter für Gießen: H. Krtcb, General-Agent, Goethestr. 46. Militlr-, Krieger-Vereine, versendet die neueste deutsche hocharmige Slnger- L Hlhmaachlne Krone für alle Arten Schneiderei 40, Pr. ». * >•* Klein-Linden. Lejfciüiche Wähln-IersMmIinig 3Ut bevorstehenden Bürgermeifterwahl im Lokale des Gastwirtes Hermann Em Montag dem 5. September 1904, abend» 81/, Uhr. Schi:::'' ist, di: viedeÄt keillttz । dSV^ tob Zch tuend« h bruar bestzer tot 5* Greife «it «Hit, !~ ton f,; .. 64lti "g im »ui,” tat c «•JE die ' ietht < et & 5 für Kfr- etfät'”1 Grnr.f'' öhnliäa'^ ten Mfc perM? ausdr.t. 2aitbt^’ 81’%] Reell!2Schwest., alleinst., 21 u.24J., Barverm. je 3800009)1., m. s. sof. mit ehrenh., wenn a. ganz vermögenSl. Herrn verh. Ausricht. Bew. il ^Reform- Berlin 8.14 erb. Gustav Walter Telephon 386. MäuSburg 18. 8. Weinhardt, ausgebildete Lehrerin, Gocthestraße 48. Rheumatismus und AsthmaKranke I welche Heilung suchen, sollten nicht versäumen, sich sofort die Broschüre über sichere Heilung dieser Krankheiten kommen m lassen. D*/, Dieselbe wird aus Ver- lairgen an Jedermann um/ontl u.portofrctgesandt W. IXeinrich* & Co. ^ilingeutyat, Sa. Automobil-Benzin billigst und stets zu haben bei 16787 Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Für Schuhmacher. (Sinern tüchtigen Schuhmacher mit etwa- Kapital ist Gelegenheit geboten zur Erwerbung einer sicheren Existenz. 05014 Näheres in der Exped. ds. Vl. Hm Andres frühere Brauerei Weidig, bleibt wegen Renovierung einige Tage geschloffen♦ 7066 Schirme werden schnell und dauerhast repariert und überzogen in dem Schtrmgeschäft von 6750 Heinrich Sack ZugelansenLK- Htrtenhnud. OhübercS bei Hartmann tn Reiskirchen. 06004 Obstgarten mit Wasserleitung auf dem Nahrungsverg, zirka 1800 Meter, zu verpachten. 7105] Senner, Bergstr. 7 H Unsere Patent- Universal* Plättmaschine für Kragen, Man erholten, Sorviteore und Jode Art glatter WilHohefitQcko Ist unentbehrlich für jede --Plättanetalt. — 2000 diener Maschinen im Betriebe. PllttotMatt- ble Hochglanz beliebig. Haarnnterlagen rpezialttät alle Arten, sowie Zöpfe, Dreher i. s. w. fertigt billigst an Dalli- tyx *5, 48 M Mk., 4 wöchentliche Probezeit, 5 Jahre Garantie, dsaie Marken Fahrrlder 80 jlU. Mark, Waich-, Rollmangel, «L neueete Petroleum Heiz- Öfen zu bllligou Preisen. Kataloge, Anerkennung gratis end franko. Maschinen Sberall zu be* »IcbUgen. 50 % Ersparnis». 3PQ M> tn bet t*1 Unschön a1 Korpulenz, r ” Fettleibigkeit! * Trinken Sie mit Erfolg W Me Kauptgew. der Giessener Pferde-Laiierie find 3 Einspänner Wert ccx. 2100 Mk., 1200 Mk., 1000 Mk. 7 Hauptgewinne je 1 Pferd oder Kohle«, ferner 600 Gewinne, bestehend in landw. Maschinen und Geräten, HanShaltungSgegenständen. Ziehung 8. Heptember. Lose a 1 Mk Plakate kenntlichen Geschäften zu haben. [6766 Richard Buchacker Geueral-Bertrteb llndkjchlbar ist ein Gesicht ohne Flechten, i Kocken, Mitesser, Andschläae, Pickel«, darum wasche man sich täglich mit Theodor Ackermann» Aecrschwesetffife. Stück 50 Psg. Allein echt: 6586 Ph. Schwager Wwe., Drogerie Markt 8 Entlaufen am Dienstag, 30. August vorn 9teuhof bei Leihgestern ein kleiner schwarzerDachdhnud (hl braunen Abzeichen), ausgewachsener Rüde. Derselbe Hal am Schwanz viele kahle Hautstellen. Es wird ge« beten, denselben gegen Belohnung aus den 9leuhof tviederzubrmgen, event. Mitteilung dahin zu machen. a, 7124 Stahlpanzer- KeldschränKe, feuer- und sturLsicher, thermit- und diebessicher. J. C. Petzold. Geldschrankfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig, es"^ Illustrierte Kataloge kostenfrei. Vertreter: Joh. Kr. Schaaf, Gießen. Prima Kognak ß Spezialmarke, garantiert, franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literslasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner- gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. L. Dort, Walltorstraße 45. ÄÄJ 5 S£ tilS.Vv •Ja* L Sä 3°»« her . ^'er L» V») r ti s L Wk italieuW Taseltliiiltikii per Pfund 2a Pfg. soeben frisch emgetroffen. 7157 J. Mu Schulhof. K» Magdeburger Cvirnf fucht Waise, 23 I., über erVllUl 350000Verm. Herren, w.Lv.Vrm.,jedoch m.sol.Char.,erh. Näh.u.Kovuiiz,Ktrli»8.0.16. ssl"/. ä MASCHINE f L........ Rumsch L Hammer, Forst I.L ßpezlalfabrlk für Wäscherei« und Plätterei - Maschinen. ms’“/. größeres Auwefeu in günstig. ^21 Lage innerhalb deS Stadtbezirks, zum Betrieb eines jeden EngroS- oder kleinen Fabrik- aeschäfteü geeignet, zu verpachten. Aäh. durch die Lxp. d. Bl.s6747 Ueislhmm, Lchuhmachermeifter. Gine Krau enipftehlt sich zum Aufwarlen.Steinstr.17111. s04944 Polsler- u. Tapkzieriirbeiteii fertigt «arl«eh, Westanlage25 p. Futzbode»- „ , , . , - , anstrich W®nrjreuStciner «crnpetnlackfarbe, lose gew. Entfettungsthee 90 vfo-, über Nacht trocken, Paket MJl 1,75 und Mk. 8,—. Lptritublackfarbe, lose gew. Zu haben in allen Apotheken. I 60 Pfg., sofort trocken, Carl Hunnius, München, s sowie alle Oeliarben, Pinsel re. Pitchplueöl, staubsreicS Juß- bodenöl, in 1-Liter-Kriigen ä Mk. 1.—. 0832 Prachtvolle Plättwäsche erreicht man laicht und sicher mit Amerikanischer Brillant - Qlanzsiärke fressen, fett und fleischig werden die Schweine durch d. altbewährte „Monopol**- Kreß- und Mastpulver. £ Packet 50 Pfa^ allein echt bet Adolr Bieler, Victorta-Drogerie, Marktftr. 5. Reue Wcitcraucr (7076 Kartoffeln Maanum bonum * Ltr. tnfL Sack 8.50 Mk^ andere glUe Lpeise- kartoffetn 4 Ltr. 1.25 DU. inkl. Sack, versendet unter Nachnahme ab Station Echzell Ludwig (frrb, Echzell tn der Wetterau. Neueste 3 Jauchepumpe Nr.5 Bit eobmledeelieraen Röhren. Leistet per Minute r&. 800 Liter und kann In verschiedenen Längen geliefert werden. [5140 Prospekte koitenfrei. Ph.Mayfartn&Co. Franklprl a. M. Fabrik landwIrlachaftL Maschinen. Sltne Sorfoffcln Gelbe sowie rote weißfleischiae priwa Wiuterware, 50 Kilo 1 Dlesser, ohne Aetzung) durch 17003 «b Friköbttß 3 M. 30 Psg. Mtt»- ”al,er’ ia- »erfenbei gegen Nachnahme | ^4 . J _ . . . .. Patronen prima Fabrikat, in Kal. 12 und 16 und samtlichert Schrotnummern Billigste Zagdpattone 100 Stück RnL 16, Mk. 6.- Bei Abnahme von 500 Stück ä 100 Mk. 5.75 ab Fabrik franko inkl. Kiste. Kal. 12 per 100 Stück 1 Mk. mehr. A. Dickorts 6930 Gießen. Telephon 416. DioweltbckannteNRhmaschlnen- Qrotsflrma M. Jucobnohn, viif Berlin N. 24, Linienstrasse 126, l.lekerank v. Post-, Prmsa. Staats-u Rcichscisenbahn- Vereine. Lehrer-, Allein echt en heben bei: Chr. Balth.Häuser,Sirinffidi Bieker, Cölner ConsumanstaltGebt. I emvfieblt Berdnx, Eberh. Dort, Adolf Geisse, I Ä.. . . F. Müller jr, Au<. Noll, A. & G. «aemafchlneu Wallenfels, L. SteinhÄuser; De/e Llckcrwalreu En