ru (SMS ^8lcrb. tr<*leu7^' ••nJaSLS —__J)623 **«• »ichiu ?bx- 101361 L^Lr. ^cheH a*tn gelernt -y-wiu off. : • Wbalt 6”u bse ,... v" ffft, otni 3.* *dndennntn *:ajra ctöflün . r;; iic n aUcn - NaVbt »<«»»* -v< <*L (427S Nr. 180 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen Iie Lage des städtischen Kaus- und Krundkesttzes l Schwelle des zweiten Vierteljahrhunderts überschreiten, mit l schaftliche Depression, welche in Deutschland. Nachdruck verlangen: Auch wir wollen in den Par-Isetzte, herbeigeführt hat, NI werden. gelten wir den Herren, so heißt es da, denen klärung hierfür in folgendem: Das Liefern von Material und gleich an menten. Steuern zu belasten, und selbst die zu belasten, welche dem wirtschaftlichen Untergang durch Ungunst der Zeiten nahe gerückt sind. Die Einflußnahme aus die Gesetzgebung und Verwaltung durch Männer der Regierung und die Männer der gesetzgebenden Körperschaften herbeizuführen, muß daher die Aufgabe der nächsten Zukunft sein. Die finanzielle Lage des Verbandes, so heißt es am Schlüsse, gestatte eine solche Agitation, da man im letzten Jahre wieder ca. 3700 Mark Überschüsse erzielt habe und der Verband 11Ö00 Mk. Nominalwertpapiere besitze, welche dem Verbände nur nützen, wenn sie richtig angewendet würden. Hierzu gehört der Eintritt in eine energische, zielbe- wußte, unablässige Agitationsarbeit, welche dabei einsetzen muß, der Regierung und den Parlamenten die Wichtigkeit des städtischen Hausbesitzes und die Schädigung, die das Nationalvermögen erleidet, wenn man den städtischen Hausbesitz in Niedergang komjmen Laßt, so lebhaft und in so hellem Lichte vor Augen zu führen, daß wir in Zukunft nicht mehr so vergessen werden wie jetzt. Mit dieser Agitation müssen wir die Männer der Gesetzgebung und der Regierung aufklären. Mit der außerordentlich gesteigerten Bautätigkeit geht Hand in Hand, daß fort und fort eine Menge von Sub- hastationen stattfinden. Man ist dringend angeregt, diesen Zuständen gegenüber nach einer Erklärung zu juchen, denn wenn Wohnungen im Ueberfluß da sind, wenn Subhastatwnen über Subhastationen stattfinden, wenn selbst Neubauten, kaum fertig geworden, unter den Hammer kommen, so erscheint es doch Haben diese Faktoren die erforderliche Kenntnis unserer Verhältnisse erlangt, an denen sie jetzt meist mit geschlossenen Augen vorübergehen, dann wird ihr Pflichtgefühl und worden. Der Jubiläums bericht beschäftigt sich erster Stelle mit der Regierung und den Parla- Der Geschäftsbericht geht an erster Stelle auf die Lage des Wohnungsmarktes mit folgenden Ausführungen ein: Rotationsdruck und Verlag der Brüh lecher, Unwerfitatsdrrrckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei. Schulstr.?. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. - im Jahre 1900 bezw. 1901 ein- j-v—, yui, liocf) immer nicht wieder durch neuen ZuMg emgeholt ift, ferner, daß das Geld für bie Zauspeku.lation sehr flüssig ist itri) zur Hundertwelsen, ja tausendweisen Herstell- ung von Wohnungen geführt hat, obgleich io gut tote fein Bedarf dafür da ist, und daß weiter viele ihrer zurückgegangenen Einnahmen halber sich mit einem geringeren Aufwand für die Wohnungen, d h mit kleineren Wohnungen begnügen. Noch gelten wir den Herren, so heißt es da, denen als den regierenden Kreisen die Leitung der Staatsge- schäfte anvertraut ist unb die Schlichtung und Versöhnung der im Lande pulsierenden, gegen einander angehenden wirtschaftlichen Strönrungcn, so viel wie nichts. Schaut man um sich und sieht, mit welch liebender Sorgfalt mau sich in diesen Kreisen der Sorge um das Wohl des industriellen Arbeiters, um das Wohl der Beamten, um das Wohl der Großindustrie, des Handels und des ländlichen Großgrundbesitzes müht, und sieht man, wie auch nicht eine Spur von ähnlichen Sorgen und Behüten des städtischen Hausbesitzes dort zu finden ist, so muß man von Verwunderung ergriffen werden. Immer gewinnt man den Eindruck, als sei der Städtehausbesitz, ohne dessen Mehrung und Bestand doch ein Blühen der Städte, auf das man so gern mit Stolz hinweist, undenkbar ist, eine unbeachtliche Nebensache. Man vergißt,, daß Millionen von Vermögen von den städtischen Hausbesitzern bei niedergehenden Erwerbs Verhältnissen verloren werden, man vergißt, daß diese Summen auch 'dem allgemeinen Volkswohlstände entgehen, man übersieht, daß oft Hunderte schuldlos zu Grunde gehen. Es ist aber eine sittliche Notwendigkeit, eine Forderung der Vernunft und Gerechtigkeit, wenn wir heute, wo wir die Bauhandwerkerarbeiten für Bauspekulanten selbst ganz mittellose, ist keineswegs unter allen Uniständen eine so böse Sache, wie sie von diesen Leuten selbst geschildert wird, nachdem sie an einer oder mehreren Subhastationen zu Verlusten ge- tommen sind. Es gibt im Gegenteil viele Fälle, in welchen Handwerker und Lieferanten, trotzdem, daß sie sich einem ganz niittellosen Bauunternehmer gegenüber befunden haben, schließlich doch zu ihrem Gelde komnren. Dieser Umstand läßt _ , „ ________ bei ihnen, bei denen, welche die Sache- längst mitgemacht „Noch immer findet sich in fast allen Städten mit ganz haben, bei denen, welche schon einmal große Verluste erlitten wenig Ausnahmen großer lleberfluß au Wohn- haben, und auch bei denen, welche als Neulinae sich dem lin Sfri<=n nuftCR—anno $re§ben unb Geschäfte zumenden, die Hoffnung auffonnnen: am Ende geht Us namentlich bemeÄe^iÄ J mnnem^L^ “* Zahl von Heinen Wohnungen zu finden ist Es fehlt 5u melncm ®eIbe- an Mietern^, und der Mangel an solchen ist hervor- Die Hoffnung ist die Triebfeder dafür, daß fort und fort gegangen aus dem Zusammentreffen mehrerer bedauer- sich Lieferanten und Bauhandwerker finden, die auch dem licher Umstände: daß die starke Abwanderung, die die wirt- ganz mittellosen Bauunternehmer liefern uni) leisten. Die besitzer-Vereine Deutschlands, der am 2. d. M. in Breslau zur Abhaltung seines 26. Verbandstages zusammentrat, hat aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens einen von seinem: Verbandsdirektor, dem Dresdner Stadtrat, Baumeister Hartwig, verfaßten Ueberblick über die gegenwärtige Lage des städtischen Haus- und Grundbesitzes in Deutschland unb einen Geschäftsbericht über seine letztjährige Wirksamkeit erscheinen! lassen, die beide zahlreich^ alte Wünsche und Wagen der Hausbesitzer zum Ausdtuck bringen, einer entschiedenen politischen Betätigung der Hausbesitzer das Wort reden und daneben einen interessanten Einblick in die Verhältnisse des Wohnungsmarktes gestatten. Bei einzelnen Bemerkungen, z. B den Angriffen auf die Mieter, ist in der Hitze des Gefechtes an der Sache selbst etwas vorbeigefochten worden. Der Jubiläums bericht beschäftigt sich T ru5 IV/ Vv7;"""" u-)u u-nu , gcruuLutn, umtrL oen jammer lommeu, so eychemt es doch -■ ......c YY, , . r- ranten und Handwerker Verluste erleidet, so erscheint es fast ganz unbegreiflich, daß sich immer wieder Handwerker und Lieferanten finden, die für einen Neubau liefern. Wir finden die Er- Zweites Blatt. 184. Jahrgang Mittwoch-1. August 1904 Erscheint NßNch mit Ausnahme des Sonntags. V ÄjT ♦ Die „Gießener Samilienblatter" werden dem S MW H iß r »Anzeiger viermal wöchentlich beigclegt Der MW ff M WM B M W W W Z i&W' | ß | hessische Laudwirtt' erscheint monatlich einmal W g ff H W W I G W W W ndem „ flUi unqr V- i -——Z^j)üiW2: Mack l*s ' , ,.nd cn 8 *S- «V s 5" o* B- ro* & 5 3 5 er ÄS Yt> ftg UZ "ro* **• s- ~ p « 00 O .—1 N-i r-r, fp G2 § o X: - D. 'S 's » » » 5 w 2 o- *• 71 77 77 ---H riQ S CO rt 2*2 CS « C2» *0 - 5 m ca> re ro ro CD 55 Z-. — ä C—'> ei 3 ra •-• «> - ■ E"*5.ro"D 3-. n rr r* rs o SO'OT1 0. ~O. _ 7- — zj ©3 o LsZ-AZZ-Z K ' ■ ® ° @ d' d “tr " er 2 ■2» 2: S' ft S 2 QM S’S ? 2 s Eg "Z? o “55? c^mF c/ o ZV 2^2^ — 2 ? 3 o’ö =t ro ö O CD ’ O'O' t73 D D ~ro* ^5)2 CD < rv —*i O ?'C -t =5 D 77 <-v ? 3 £5 ro g'3o ? « ” 5,i,5t 3 e §5 8' er «re y. p *re ftV3?ftTsa 5 cp 3 » CD 5^ 3§^ er CP ?a's «re 3 D: ft1 -erS' ^3 3 CP S H «re ^,2 «re ** «re 3 u V V 5 '■w NF Tand obhieipcn und der AuSgabc für die Wohnung sulcgcn würde, dann hätte man eine Wohnung ohne Ucbcrfülhinß. Dian müßte sich also, ivcnn rnan vernünftig operieren wollte, an die Adresse der Mieter wenden, anstatt dessen hat mein, vielfach angeregt durch den Einfluß der sozialdemokratischen Presse, zunächst den Haß gegen die Hausbesitzer anivachscn lassen, alvdann aber für nötig gehalten, die öffentlichen Kassen zur Erbauung neuer Wohnungen lebendig zu machen. Auch die WohnungLaussicht sei eine Folge der slattgehabten Hetze. Nur habe sie erfreulicherweise, statt die Hoffnungen der Gegner zu erfüllen, gerade daö Gegenteil ergeben, nämlich daß die Mieter c8 seien, denen man Borwürfe zu machen habe. Dasselbe habe sich bei der AstervermietungS- frage gezeigt, deren Studium sich die Wohnungvreformcr meist erspart hätten. Ohne darüber ernsthaft nachgedacht zu haben, waü cS mit diesem Zweige der Wohnungübenutziing auf sich habe, welche Einnahmen er auch den Hauptmietern bringe, blickt man hier auf einige Mißstände — sanitärer und auch vielleicht sittlicher Natur — die mit der Aftervermietung Hand m Hand gingen und schinettcrtc nun, man muß sagen leichtfertig und unbedacht, daS Urteil hinaus in die Welt, die Aftervermietung ist in allen Fällen oerwerflid)*. Zum Schluß bespricht der Bericht noch die Cteuer- bclastung der Hausbesitzer, die besonders m Preußen seit langem eine Steuerüberlastung sei. Nur einen Lichtblick verzeichnet der Bericht: Die Wandlung der Rechtsprechung in Bezug auf die Ha ftp ficht der Hausbesitzer. Der springende Punkt ist: Früher wurde in allen Fällen der Hausbesitzer zii Schadenersatz verurteilt, auch wenn der Verletzte durch die gröbste Unvorsichtigkeit den Schaden selbst veriirsacht hatte. Nach der Veränderung der Besetzung des betr. Reichv- gcrichtSsenatS ist die Haftpflicht für den Hausbesitzer wesentlich herabgemmdert. lieft im Törfcftcn Giften« bom 24. bi« 29. Juli ein von 50 bi« 60 ruffifeben Terroristen besuchter Kong re n fterttgefunben bat. Die Berhairdlungen sollen fünf Tage und Radste gedauert haben. Lie tvurben plüblicb abgevrochen, als von Gens ans die sJ(aa>* iid)t über den .tob Plehwe'S eintraf. Soviel man über die Be» schlösse erfahren konnte, sollen nächstens versclstedene revolutionäre Ausrufe in Rußland verbreitet werden. Aus Stadl uud Land. Gießen, den 3. August 1904. •• Gießener Konzertverein. Wir sind in der Lage, mitzuteilen, daß die feit Langem geplante Vereinigung zwischen deut (.Gießener Konzertverein, dem Akademischen Gesangverein, dem Saalbauverem und der Trautmannschen Kammermusikvereinigung zustande gekommen ist. Auch Herr E. Challter hat sich ihr aiigeschlossen. Die einheitliche Leitung bei Veranstaltung der Konzerte liegt dem Konzerlverein ob. Für daS Jahr 1UO4/O6 sind 10 Konzerte geplant: 2 Chorabende (Mendelssohns .Paulus*, LiSztS .Heilige Elisabeth*), 2 Orchesterabende (beim ersten ivird wahrscheinlich eine vorzügliche Geigenii mitwuken), 3 Kammermusikabende der Trautmannschen Vereinigung und 3 Solistenabende, zu denen m Aussicht genommen sind (teilweise auch schon zugesagt haben) Therese Karcnno (Klavier), Ludwig Wüllner oder Karl Scheidemantel (Gesang), Sarasate mit Frau Marx. An alle Politische Tagesschau. Russische Nihilisten in 6enf. lieber einen in Gens in gröl !e;n Geheimnis Kongreß russischer Terroristen ivub folg en de.' bcridxit: Am 23. ^uli bemerktit dortige Polizisten das gelMinniouode Treiben eines Fremden. Tiefer .'vurde ständig bewacht, pa er nicht im Hotel abgesnegen war. Arn nächsten «tage begab sich derselbe wm Eyef des PolizeidepartementS, Staatsrat Chier, uno beflügle fid), daß er beständig von gcnfnenfdKn Polizisten verfolgt werde. Er selbst, crllarie der Fremde, fei ein russischer i^ehcunpolizist und be!lnde s.ch in Cieni, um einen Kongreß russischer Riyi listen zu übvnoati en. Tiefer Kongreß werd, auer iuqi m der Stadt Gens oder Umgebung staMinden, sondern an ocr Grenze 14 sfüomeicr von Gens, aui dem Gebiet deS javoyardisctxr TorfchenS Chens, .einige Meier entfernt vom genserischcn Torfe Hermance. Ton befinde sidr die Billa eines ruhiidrn Terroristen namens Hermann oder Erman. Man gab dem russischen Polizisten zu verstehen, daß er hier nichts zu tun habe und daß die genierifdK Polizei ihren Pflid ten ohne fremde einmiidning Nachkommen wcroe. Seitdem ist der ruffifd): s:pio;i verschwunoen. Aus ben wetteren dtStret gemad,ten Aachforsd-ungen ergab sich, baß wirk- Regung, dies zu tun, wirb außerdem dadurch in die Höhe getrieben, daß folä>e Bauunternehmer meist gute Preise zahlen und an die Güte der Arbeiten weniger spinöse Forderungen stellen. Tas Gegenstück einer folchcn Geschäftstätigkeit bei einem solchen Bauunternehmer ist Leisten und Liefern für st Statische Bauten. Hier werden zunächst durch die Konkurrenz dre Preise enorm hermckergedrückt, utid alsdann spielt der Handwerker und Lieferant den Leuten gegenüber, die dort den Auftraggeber vertreten, eine viel gedrücktere Rolle. Bei ihnen muß der Lieferant und Handwerker mit einem großen Maße von Bescheidenheit verfahren, er muß sich ducken. Auch daü zunehmende LuxuSbedürfmS der Mieter fei an der Notlage der Hausbesitzer mit schuld; die leerstehenden Wohnungen fänden sich sehr häusig in den älteren Gebäuden, trotzdem dort die 2)hctcn niedriger seien als in den neuen. Ebenso sei die ausgedehnte Bautätigkeit in den Vororten ein Grund des Leer stehens vieler Stadtwohnungen. Ganz be- fonderS aber tarnen hierfür die Spar- und Bauvereine ui Betracht. Daß die Tätigkeit dieser Vereine, wie dies z. B. der voui Landgerichtüdiiettor Tr. Becker m Dresden geleitete bekunde, auch zu einer Zeit fortgesetzt werde, wo Kleinwohnungen masienhaft — in Dresden 3000 bis 3L00 __ zu billigen Preisen leerständen, sei eine NücksichtSlosigkeit gegen den notleidenden Hauöbesitzerstand, für welche nicht nur jede Entschuldigung, sondern auch iede Erklärung durch hinreichende Gründe fehle. Dieses Geschrei nach Baugenossenschaften fei einer förmlichen geistigen Epidemie entsprungen. Hätte man sich klaren Blick bewahrt, (o wurde man gefunden haben: die bauliche Beschaffensten der Wohnungen ist — Dank der feit 30 Fahren sehr regsamen Tätigkeit der Baupolizei — in dem Zustande, in dem sie frischweg auS den Händen der Bauleute hervorgegangen sind, ziemlich gut und genügen berechtigten zeitgemäßen Ansprüchen. Wo Mißstände herrschen, wo die Wohnung feucht, verschmutzt, un- wohulich und verlottert ist, ist eS in erster Linie der Mieter, dezw. die Bewohnerschaft, die daran Schuld hat, und wenn man diese zu besserem Tun erzieht, find schon 90 v. H. aller Beschwerden beseitigt. *) Die Ueberfüllung der Wohnungen ist in den meisten Fällen im Verhältnis zu den ,ctzt bestehenden, hoch gestiegenen Löhnen wiederuni nur auf em Verschulden der Mieter zurück zu führen. Detm wenn eine ganze Familie, darunter viele, m welchen oft die erwachsenen Kinder so viel verdienen, wie daS Haupt der Familie, nur täglich 10 oder gar 26 Pfg. vom Genuß an alkoholischen Getränken und von Puy und Anmerkung der Red.: Hier finb die Mieter doch wohl te ed/Ufi zu nehmen. Selbstverständlich werden die Wohn ungen mit de r Zeit verwohnt, wenn sie auch nicht gerade beschmutzt zu fern brauchen. Tann sind Wohnungen öfter re- paraturbdH.qng, und über die Zuständigkeit besten, der diese Reparaturen aussiihicn Läßt, ob Mieter oder Vermieter, darüber kommt es zwar zuweilen zu Meinungeversdnedenheittn, utnr im großen und ganzen sind darüber &c Verpflichtungen fest- gestellt. Israntzretch und der Vatikan« Der Pariser TcnllS läut sich über den nun vollzogenen Bruch zwisdx'n der dritten Republik und dem Vatikan wie folgt vernehmen: .. t. , _ Man braudjl fid) über den Abbruch der diplomati)d>en Beziehungen ind)t zu treuen, fon aber die Sad-e^ auch nidjt allzu tragifd) auffassen. ILs gibt Präcedenztälle: So fal)cn Oesterreich und Belgien vor Jal-ren sid) ebenfalls genötigt, mit dem heiligen Stuhle zu bredKit. Lüeder diese beiden Ai ächte, nod) die katholisd-e Religion haben unter diesen Konflikten Hart gelitten, und die Beziehungen wurden itach einiger Z.it wieder autgciiaiu* men. Tod; uerurfadM die Lage diesmal größere Beiorgnis, weil der politisch (jUltano Frankreichv mit dem Belgiens uno Oesterreichs Nillsts gemein hat. war ein Fehler Pius X. und seiner hi eigen Ratgeber, biefen 3ujti.no brantreidxs nicht zu begreifen oder ihm ivenigstens nicht Renmung tragen zu wollen. Hält man sich an den Buchstaben des ztonkoroats, ist das Unrecht Har und deutlich auf weiten der Kurie. Sie ouritc weder oirclt mit ix n sranzojischen Bischöfen korrespoiidieren, noo) sie ohne die Genehmigung der sranzosisd/en Regierung nad) Rom vorladen. Ist doch für diese Praiatcn die GrlaubniS der Regierung sogar nölig, .wenn sie nur ihre Diozejen zu verlassen wünschen. Tie ^cl)arfmad>ei üben auj den Gestt Pius' X. einen nadrteihgcn GiNstug ans. Bei geringerer Saavffheit auf feiner Seite hatte der MoujUli vielleicht vermieden werben können. Warum hat der Papst d.c franzvs.fd)c Regierung nid>t von der Absicht ui Kcniitnis gesetzt, jid) mit den in den Tiozesen Laval und 2.ijon h.rrschonden ^chivierigleiten zu besd-äftig-n. Wenn die Besauverdv'ii gegen die beiden Bisdstjfe sich als begründet erwiesen hätten, so wäre cs der Regierung kaum möglich ge- lvesen, unwürdige Pralaien zu schufen. Andererseits war cs natürlich, bau bic Regierung, bie feit zivci Jahren vom Anti- lleri.aliSmus zehrt, ben ersten besten Borwand zu einem Konflikte mit Rom gern benutzen wurde. fllt “ü» |(brt »’T «fit*1"6- \VS* ' iäjl"’ J ürRH1 f3* MX"?" gdtllK 3"1 -Xei d> 5«" wteinSr- ÄIv» 3 IlllMl1 wn da und t* n-ü.i--» « 5tay. fdBBlri buk- L-m tzÄdk CTÜ nadxDttH Mcnya 3. he fr Mürber tigktM mittel m bn Mack bd der toftn den das 3dir awgrcÄP Srt bei ttnn Jcrger Tie Versi Mmch ttiffnrt. ! Ulndntm, gehaltene 3 nnni Hebe I O1 S---HZZ Q S N - o O c ~ c -e-Z S A • VA = = v ? CZ . X - Z — <> » " — C Z - jet o --SZ-L - -- Iglält y — CS* <5 — ä' ~ •z.'~ öS Z ~ z Et; j- » — "il Z w y 'Z ‘ = E.5 *e, S " <~x— Ha c — sG- . o Oft 7? = 1 c = O = W ef L L v •“ s z o z = eJ c = iä = 5'1 = c z: «e* - ° A) = c — *** w H «ie® - eo Arz2.A 2 W GZ S § ~ 'N-* I (D CO <0 S - -S^ c «- c-e C *0 £ CD E Et; 222 i E Ex- O «3 CO ZI 'Ej c. ° _ ca — <3‘(9 tt •v i” ~ — SLoä g 5?« . c a* -- DSU •B £ ä .SIL D C s ZT M C 2 s X3 S c E •ä. § c *** «• ‘C.i: :c x *?-• <»?» T5 ZlSS L •3^2 - ,£t -■ c C L fc: = 8 L ‘EG' c q v g E -X 2 o$> £ o £/ ® 3 « go a ■— ** s = 5 SS C w tvn tnrotbt aus der p msses ma wurde dal itinunig d folge emc ein ähnli früher mr lich faßte matenal fiänjen, l weiter sii nöchsüM, ^ffung yn gern«; ^künden b Mammtn. B. he Mi "•Web Wm n. DS« Wüta * °> s: Itz > bat Ng c. des - ilrnb? fr! Interessenten wird in diesen Tagen ein Rundschreiben verwandt. Wir wünschen der Vereinigung gutes Gelingen. Es würde vieles dazr; beitragen, wenn jeder Musikfrermd das gedachte Rundschreiben, dem ein Anmeldeschein beigefügt sein wird, recht bald beantworten würde. ** Universitäts-Bibliothek. Heute früh 6^ Uhr hat der Umzug der Universitäts-Bibliothek in das neue Gebäude an der Bismarck- und Keplerstraße begonnen. Die Verladung der Bücher erfolgt in Tragkisten, die mit fortlaufenden Nummern versehen in drei Möbelwagen befördert werden. Jede beladene Kiste wiegt durchschnittlich 130 Pfund, jeder Möbelwagen nimmt etwa 30 Kisten aus. Die Kisten werden in der Reihenfolge der Nummern in den Möbelwagen verladen, in der gleichen Weise am Bestimmungsorte aus dem Wagen herausgenommen und zu dem im voraus bestimmten Aufstellungsort durch Aufzug und Träger geschafft. Jeder Fuhre wird ein Begleitschein mitgegeben, in dem der Inhalt des Wagens genau bezeichnet ist. Die Träger- mannschasten stellt das hiesige Regiment. Man hofft mit täglich fünf Fuhren in etwa fünf Wochen die Ueberführung sämtlicher Bücher beendigt zu haben. ** Oberbergrat Dr. Chelius-Darmstadt hielt am Samstag abend in der Versammlung des Bergmännischen Vereins einen Vortrag über Spalten, Quellen und Verwerfungen im Gebirge. Die Ausführungen des auf diesem Gebiet als Autorität anerkannten Redners fanden das ungeteilte Jntereffe der zahlreich versammelten Fachleute. ** Ter Vorstand des Verbandes deutscher Gewerbevereine hielt ani 19. Juli in Darmstadt eine Sitzung ab. Der Vorsitzende wies zunächst auf den von dem Gewcrbe- verein Erfurt an den Reichstag und den Reichskanzler errichteten Antrag auf Abänderung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes vom 27. Mai 1896 und die Stellungnahme des Verbandsvorstandes hin, machte Mitteilung von den mit dem Erfurter Verein gepflogenen Verhandlungen und teilte mit, .daß auch der Zentralverband deutscher Kaufleute und Gewerbetreibender sich in der gleichen Angelegenheit mit einer Eingabe an den Reichstag gewandt habe. Der Vorstand beschließt, .die Vorschläge dem Vorstandsrate zu unterbreiten und diesen Gegenstand auf die Tagesordnung der Hauptversammlung in Straßburg zu setzen. — Zu Punkt 2: ,Hn der Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbevereine in S t r a ß- b u rg kommen, wie der Vorsitzende berichtete, nachstehende Gegenstände auf die Tagesordnung: 1. Die Frage des Befähigungsnachweises im Handwerk. 2. Die Abänderung des Gesetzes zur Bekämpfung .des unlauteren Wettbewerbes vom 27. Mai 1896. 3. Die Gründung eines Verbandsorgans. 4. Die Sicherung der Bauforderungen. .5. Vorschläge zur Beseitigung der Grenz-Streitigkeiten zwischen Handels- und Handwerkskammern. 6. Verbandssterbekasse. — Das Vermögen und die Betriebsmittel des Verbandes deutscher Gewerbevereine werden sich in der Rechnung für das Geschäftsjahr 1903/04 auf rund 11 000 Mark belaufen, wovon jedoch etwa 3000 Mark zur Bestreitung der Kosten der diesjährigen Hauptversammlung und der laufenden Verwaltung bis zum Eingang der Milgliederbeiträge für das Jahr 1903/04 in Reserve zu stellen sind, so daß ein Vermögensstock von 8000 Mark angenommen werden kann. Grün berg, 1. Aug. Gestern fand zu Nieder-Gemünden bei Herrn Södler eine Generalversammlung des Vogelsberger Geflügel- und Vogelzuchtvereins statt. Die Versammlung, welche trotz der tropischen Hitze äußerst zahlreich besucht war, wurde durch Herrn Jöckel-Grünberg eröffnet. Diese erteilte darauf dem Vorsitzenden der Sektion Ulrichstein, Herrn Appel, das Wort, der über die daselbst abgehaltene Ausstellung referierte. Herr Decher-Grünberg gab einen Ueberblick über das finanzielle Ergebnis, welches als ein zufriedenstellendes bezeichnet werden konnte. Weiter stand aus der Tagesordnung: die Auflösung des Vertragsverhält- niffes mit Lich bezüglich der Käfige. In sehr scharfen Worten wurde das Benehmen des Licher Vereins verurteilt und einstimmig der Beschluß gefaßt, das Verhältnis zu lösen. Infolge eines Gesuches des Kreisgeflügelzuchtvereins Alsfeld, in ein ähnliches Vertragsverhältnis mit ihm einzutreten wie früher mit Lich, entspann sich eine lebhafte Debatte. Schließlich faßte die Generalversammlung den Beschluß, das Käfigmaterial des Vogelsberger Geflügelzuchtvereins so zu ergänzen, daß es dem des Alsfelder Vereins gleichkommt. Weiter soll dann ein Vertrag ausgearbeitet und der dem- nächstigen Generalversammlung zur Prüfung und Beschluß- faffung unterbreitet werden. Damit schloß der offizielle Teil; der gemütliche Teil hielt die Teilnehmer noch einige frohe Stunden bis zum Abgang der beiden letzten Zuge gemütlich beisammen. (Gr. Anz.) R. Herchenhain, 2. Aug. Den stärksten Lehrerwechsel hat wohl unsere Schulstelle zu verzeichnen, indem seit 1893 neun Verwalter wirkten, außer mehrmaliger Vertretung durch benachbarte Lehrer. Da der seitherige Verwalter zu einer achtwöchentlichen Reserveübung eingezogen ist, versehen mehrere Lehrer der Umgegend die vakante Stelle mit. ss Marburg, 2. Aug. Nachdem vor einigen Jahren gelegentlich der Anlage der Marburger Straßenbahn auch die Frage der Errichtung eines städtischen Elektrizitätswerkes erwogen, von der Stadtverordneten-Versammlung aber abgelehnt worden war, eine solche auf städtische Regie zu errichten, wird man nunmehr das Projekt doch über kurz oder lang wieder aufnehmen muffen. Durch Ministerialerlaß ist die Universität zur Errichtung einer elektrischen Zentrale und zur Legung einer Leitung nach den verschiedenen Universitäts-Instituten ermächtigt worden. In der gestrigen Stadtverordneten-Versammlung beschloß man deshalb nach langer Debatte, mit der Universität in Unterhandlungen zu treten, damit letztere ihre Pläne so lange hinausschiebt, bis die Stadt über die Anlage eines Elektrizitätswerkes schlüssig geworden ist. DaS Projekt roncbe früher deshalb nicht verwirklicht, weil man glaubte, daß die städtische Gasanstalt darunter leiden würde. Frankfurt a. M., 2. Aug. Zu der gestrigen kurzen Meldung über den Fund einer Lerche ist noch folgendes zu melden: Eine Dame, die allmorgendlich mrt ihrem großen Bernhardinerhund einen Spaziergang die Eckenheimer Landstraße entlang durch die Kronstetterftraße zu machen pflegte, wurde heute früh kurz nach 6 Uhr durch den Hund auf einen schwarzen Gegenstand aufmerksam. Es war der umgestiilpte Rost eines Senkkastens. Aus dem offenen Senkloch schauten in Erdhöhe ein paar Schuhe mit den Sohlen nach oben hervor. Die Dame rief den in einem Neubau beschäftigten Parlier Rach, und als man näher zusah, bestätigte sich ihre Vermutung. In dem etwa einen Meter tiefen Lock steckte ein Mann derart, daß der Kopf in dem Senkeimec festgeklemmt und die Beine nach oben gerichtet waren. Man benachrichtigte die Polizei und drei Männer hatten Mühe, den bereits erftarrten Leichnam hervorzuziehen. Das ganze GesickZt war sck-tvarz. An. Verletzungen wies der Kopf nur zwei unbedeutende Abschürs- ungen am reckten Ohr und am .Hrnterkopf auf. In den Taschen der Leiche fand man ein leeres Portemonnaie, eine Jnvalidenkarte mit italienischem Namen und eine Postkarte. Wie kam der Mann in den Senkkasten? War ein Mord geschehen und hatten die Täter versucht, die Leiche ihres Opfers zu verstecken? Lag ein Selbstmord vor oder ein Unglücksfall? Leute vom Tiefbauamt versichern, daß sie stets zu Zwei sein müssen, um den etwa einen Zentner schweren Rost abzüheben. Die Bewohner der Umgegend hörten keinen Laut, keinen Streit, keinen Schlag und nicht den letzten Hilferuf des Erstickenden, den die Tiefe ver> schlang. Ms man die gänzlich, in dem Senkkasten steckende Leiche herauszog und die Leiche besichtigte, kam man zu dem Resultat, daß hier von einem Morde keine Rede sein könne, die Kleider waren wohlgeordnet, also nicht zerrissen, rrgendwelche Kratzwunden fanden sich an der Leiche nicht vor. Nur am Hinterkopfe zeigte sich eine kleine Hautabschürfung, die wahrscheinlich von dem Sturz in den Senkkasten herrührite. An Papieren fanden sich bo> eine Jnvalidenkarte, zwei Postkarten mit verschiedenen Adressen, sowie ein Hinterlegungsschein über Gepäck, das am 25. Juli auf der Bahn eingeliefert war. Außerdem trug der Ertrunkene ein Portemonnaie bei sich, das indessen keinen Pfennig enthielt. Weitere Wertsachen waren nicht vorhanden. Aus diesen Selbstanzeichen schließt die Polizei, daß ein Selbstmord vorliegt. Wenigstens schreibt der Polizeibericht: Ein italienischer Arbeiter wurde heute früh in einem Senkkasten in der Kronstetterftraße mit dem Kopf nach unten steckend, tot aufgefunden. Es liegt zweifellos Selbstmo rd vor. Trotzdem will es dem gewöhnlichen Laienverstand schwer einleuchten, wie ein Mensch, auf eine so gräßliche und häßliche Todesari verfallen sollte. Man kann sich sehr wohl einen Unglücksfall vorstellen. Es kann ja sein, daß aus irgend einem Grund der Senkkasten offen stand, und daß der Italiener in der Dunkelheit in die Grube fiel. Vielleicht hat er auch irgend einen Gegenstand fallen lassen und ertrank bei dem Versuch, ihn aus dem Senkkasten zu holen. (Kl. Pr.) Aestöetrachtunge. Mer schreibt un schstvatzt immer devon, daß mit de Abschluß gewisser Kalennerzeite die Säsong der Festlich- keite ihr End erreicht hätt. Des mag frieher wohl ge- toefe sei, aber ebe glaabt kaa Mensch mehr dran. Eich vertret die Maanung, daß uff die Winterbäll' un Unner- haltunge die Frühjahrschtanzvergniege un Stiftungsfeste mit Theater, Konzert, Gesang ufw. folge, dann die Sonrmer- vergniege, wie Waldpartiee mit Tanz, Fahnenweihe, Sänger- und Kriegerfeste, Radrenne un zum Heb er gang vom Sommer uff de Herbst die Kirmesse. Wie mer da noch von em Ende der Säsong redde kann, will mer nett eileuchte, noch weniger aber, wenn mer schreibt, daß sich die Leit nach den Anstrengunge der Wintervergniegunge erhole müßte. Nenne des vielleicht Erholung, wenn mer bei 30 Grad Hitz in de Wald last oder schttmneweit uff e Dor fläft un nachher tanzt, daß der Schweiß aus alle Knopplöcher kimmt, oder e Fahnenweih, e Sängerfest, e Radrenne oder e Re gatt uffsucht und dort sich die Sonne uff die Buckel oder uff die Nas brenne läßt, daß es scho nett mer schee is. Das Bedürfnis nach Erholung muß doch nett so groß sei, wie als geschriewe wird, sonst bHerne die Leut dehaam und überließe es den annern, sich Wege e Dippche Bier ob der um e Werschtche odder um e Käsbrot schtumbe un schlöße zu lasie. Un wenn mer erscht sieht, was für Dorchennanner dehaam is, eh der Hausvatter de Schlüssel abziehe kann. Eich wett, daß es in jeder Familie, die zu so em Dergniege auszieht, erscht geschtritte un geflennt wird. Da paßt dem Liesche die Blus nett, das Schanettche hott kaa ganze Schuhbennel, der Schorsch hott fei Hose mit Scheleeflecke verdunnert, dem Mann is die Krawatt uff gange, die Fraa bringt ihttn Hut nett fest un so weiter. Un das nenne dann die Lent Vorbererttmge zu em Vergnüge, wenjn sie sich erscht richtig abgeärgert habe. Eich will den Leut' un schpeziell bene Kinner, die morge das Jugendfest rnitmache wolle, de Appetit nett verderbe, aber so viel Waas eich, daß es in manche Familie an Durchcn- anner un Geflenne nach nett fehle wird. Für meine Be- hauptunge schteht mir e langjährig Erfahrung zur Seite. Es is mer, wie eich Haan war, gerade so gegange. Als eich das erste Fugendfest mitmachte, trüge die Mädchen noch Reifröck oder Krsnoline, je weiter desto bester. Die Reife wäre nett immer von prima Qualität un krvoche en Knaks, e die Geschicht los ging. Hat mer sich nachher das Ding bettacht, so setzt's erscht Schläg un nachher Fings Flerme los, Untier Schelle un Schimpfe hat dann die Mutter den Schade ausgebessert und mit verflennte Aage is mer uff den Festpiatz htmme. Dort uffen Festplatz krooch de Reif dann de zweite Knaks un mit em verflennte un mit em freudeschtrahlende Ang is mer dann Haarn tun ins Bett gekroche un hat vor lauter Itffregung net schloss kenne. Am annern Tag hat mer sich vorgeloge, daß es doch schee gewese sei. Un so is es hentzetag auch noch. Zum Glick geht es net bei alle Leut schcpp odder sie mache sich nix draus, wenn's net recht klappe will. Die kumme uff ihr Rechnung. Un zu bene Leut gehört mei Maim. Dem wirb so leicht ka Schbiel berborbc; wie ersch macht, will eich Ihne in nachschtehende Bersch verrate: Mei Ahler is e narpig Oos; Eich wett, s is kaaner mehr in Gieße, Der bei sei muß, wenn wo was los: Ob Kirmes odder Scheiweschieße, Ob Gäulsmarkt odder Fußballschdiel, Regatta odder aach Radrenne. Eich glaab, er töt, wenn's aam eifiel. Ihn abzuhaale — nix wie schenne. Kaa Fackelzug zog bord) de Schtadt Un kaa Schtzvrreutechor mttScheese, Das er noch nett gesehe hat Un wo er nett dabei gewese. Kva KrämermaM nett gebt vorüber, Kaa Metzelsupp, kaa Walb!partie, Je größer 's Drunner un bes Driewer, Er hipp-t cnet bis an die Knie. Kaa Regewetter halt em ab, Kaa Hitz nett jun auch kaa. Gewitter, Es bringt em hechstens not in Trab Das Glatteis un sei Schiviegermütter. Weil Wittmmm er vorher gewese Un er mich dann zum Weibe krooch, Hatt' er die eine schon besesse. Die amtete, die bracht eich ihm nod> Besomtersch in sei'm (Element Is er, wenn Mrmesse schtattfinne. Fort muß er, wenn die Sonn aach brennt Ihn ufs (ei n Kvpp von vorn un hinne. Ob Wissig, Rodheim odder Meder. Ob Krofdorf, Heucl-echeim UN Rüdge, Trohe, Annerod — doch lieber Sieht er die Watzebürner Madche. In Lahftern is er aach dehaam. In Klaalinne gerab so wie in Hause, Dort kennt er jede Eppelbaam lln jede Wertschaft drin un drauße. Ju Bosich un in Garweteich> In Staadach, Wißmer, Dutehofe Mskiert er manche Mrmesschtreich^ Wenn er Gesellschaft hat getroffe. Uit tanze tut er aach noch gern, Er darf nor Heern e Gießkann rapple. Da hilft kaa Halte, leucht kaa Schiern, Die schlechtste Fleet bringt ihn zum ZaMe. E Wunner is, daß in den Jahr'n, Die er hott uff sei'm ahle Ricke, E Mensch noch Karresell kann fahr'n Un in der Schaukel "läßt sich dricke. Lack die Schießbude sucht er uff, — Doch schoß er noch kaa Chrebecher — Schteckt uff sei" Hut e Fedder druff, Hängt Affe sich in die Knopplecher, Bor Lache kennt er sich verreiße. Wenn in dem Porzenellekaste Der Kasper tot hägt dutzendweise Die Mißgebierter, die verhaßte. Am Glicksrab is er aach ze sinne. Muß manche Kreuzer ba beboppche. Doch tut er weiter nix gewinne Wie ab un zu e Kaffeekoppche. Un Schoppe petzt er, bis zu vier Uf aam Sitz net sich in de Mage; S'is viel zu viel, er muß dafür En Affen druff nach Gieße trage. Beim Jugendfest da will er aach Sich mit de Junge amesiere; Er zählt bis dahin schon die Tag' Spricht von de Weg, die dahin führe. Sei ahler Kopp, des graue Tippe Malt aus sich schon das Werschtcheschnappe, Das Ballspiel un aach des Sackhippe Un wie die annern Schpielcher klappe. Nu, werd' ihr frage, wer is der. Der hier so sehr wird dorchgehechelt. Der Fährtche macht die kreuz un quer, Noch wenn die Sache schief gehw, lächelt. Wenn ihr ihn kenne lerne wollt. Beim Jugendfeste ganz gewiß. So merlt, daß wer am meiste tollt, Mei "Ahler, un kaa amtrer is. Eich wünsch Ihne viel Vergniege, erwähne Se aber mei’m Ahle sei Fährtche in Ihre Festbericht net mit. Es grießt Sie freundlichst Fraa Hannewackell Danöel uni) Verkehr. Volkswirtschaft. Der Kampf um die Hibernia. Zu einem Kampf zwischen Berliner Großbanken gestaltet sich die von der preußischen Regierung beabsichtigte Verstaatlichung der Bergwerksgesellschaft Hiber nia. Tie in den Plan ein» geweihte Dresdener Bank richtet Zirkulare an ihre Kundschaft, worin sie sich bereit erklätt, in der Generalversammlung, die am 27. ds. über das staatliche Ankaufsgebot entscheidet, die Vertretung von Aktien im Sinne der Verstaatlichung zu übernehmen. Auf der anderen Seite versenden die Berliner Handelsgesellschaft, S. Bleichröder und das Bankhaus Trinkaus- Tüsseldorf an ihre Kunden Rundschreiben zur Uebernahme der Aktienvettretung gegen das Angebot der Regierung. Bei der Gegenpattei stehen auch der Vorstand und ber Aufiicbtsrat der „Hibernia", die bereits durch Erklärungen in den Blättern eine „Flucht in die Oeffentlichkeit" antreten und u. a. den Vorwurf erheben, daß die Absicht der Verstaatllchung mehrere Wochen vor der Veröffentlichung der Dresdener Bank bekannt gegeben wurde, die ihrerseits zu einem erheblich niedttgeren Preffe unter dem staatlichen Angebot einen bedeutenden Aktienbesitz den Hi- bernia-Aktionären erworben habe. Ist einmal der Weg der öffentlichen Erklärungen beschritten, dann pflegt sich eine Offen-' Herzigkeit an die aridere zu reihen. Doch die Hauph'ache ist: tinrb die Verstaatlichungsoffette in der Generalversammlung durchgehen? An der Börse bezweifelt man einstweilen, daß die preußische Regierung ober die Dresdener Bank die zur Mehrheit erforderliche Anzahl Aktien der Hibernia hinter sich haben werden. Der preußische Haudelsmirnster Möller ist in Düffeldorf .eingetroffen, vermutlich um dort, wo die entscheidende Generalverscnnmluüg stattfindet, persönlich das Terrain zu rekognos'zieren. Denn nun das Verstaatlichungsangeboi ab* gelehnt wird, pras dann? Tie „Nationalztg." .bemerkt, an- scheineich inspjttert, daß damit die Angelegenheit kaum eudgiltig erledigt sein werde. „Die durch das staatliche Angebot außer- ordewlich gestejgetten Kurse würden dann wohl alÄald wieder weichen, und es bliebe dabei immer noch die Möglichkeit offen, unter der Harrd zu günstigeren Zeiten (also biNiger!) den Aftien- Ankauf für den Fiskus sottzusetzen und die Verstaatlichung dadurch, zu sichern." Dortmund, 2. Aug. Die Handelskammer in Dortmund richtet an den Minister für öffentliche Arbeiten, Budde, ein Sckrreiben, worin sie den Wunsch ausspricht, daß die Linie Dortmund-Schwerte-Letmathe als Teilstrecke einer direkten Eisenbahnlinie Münster resp. Dottmmü>Frankfutt a. M. im Jntereffe sowohl des Handelskammcrbezirkes als im Interesse fast der ganzen westfälischen Industrie wie des Sieg und Lahngebietes bis hinab nach Franksutt a. M. mit möglichster Beschleunigung in Angttff genommen werden möchte. Mniversttäls-Hlachrichten. (hc.s Pros. Dr. Hering, ber ausgezeichnete Physiologe, Kgl. sächs.. Geh. Medizinalrat unb österr. Hofrat, feiert am 5. August in Leipzig seinen 70. Geburtstag. Hering wirkt seit über vier Jahrzehnten als akademischer Lehrer. „Henneberg-Seide“ — für a(1e Toiletten-Zwecke! — zollfrei! Muster an Jedermann! D8/, Nur direkt v. Seidenfabrkt. Henneberg. Zürich. Dlnvifl amJiitawh hat jede Hausfrau geilt ihre Wäsche; üienuenaweiss g^n, mb m new 9M<&- --—_____________ mittel dafür verwendet, während verkehrte, wie Soda, die Wäsche grau maclten und mit der Zeit zerreißen. 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Juni L I. angeordnetc Sperre ber Sr an b gaffe wird hiermit ausgehoben. Gießen, den 2. August 1904. Vrobherzoglubcs iolijciamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. (riuquarticruufl betreffend. Die Stadt Gießen wird bei den diesjährigen Herbstübungen mit Einquartierung belegt: vom 22. August brS 10. September vom Insantene-Regiment voui 2. dis 10. Sevtember vom Stad und L Batt. Jnianterie- Aegunerus Nr. 115, vom 3. dis 10. September vom Stab der 49. Infanterie-Brigade. Aus Beschluß der Stadtverordneten - Bersaiumlung soll von nvangsweiser Unterbringung dieser Truppenteile bei der hiesigen Eimvohnerschasl abgesehen, dieselben vielmehr in geeigneten Quartieren bei Privaten und in Wirtschaften gegen entsprechende Bezahlung luuergebrartst werden. Es wird dabei eine gute und ausreichcude Verpflegung und geeignetes Nachtlager gefordert. Die Gewährung einer Lrrohstreu mn Teppich ist unzulässig. An Vergütung wird für den Tag gewahrt: für einen Cffuicr ohne Verpflegung 2 Mk. (für etwaiges Frühstück 50 Pfg.), für einen Mann mit Verpflegung 2 Mk., ohne Verpflegung 40 Psg. BorcmSstchtlich findet die Einquartierung der Offiziere ohne Verpflegung und der Mannschaften mit Verpflegung statt. Dresestigen, welche bereit finb, Qiiarliere unter den vorstehenden VorausseHungeu zu übernehmen, werden anfgesordert, ftch spätestens bis zum 6. August bei der unterzeichneten Be- Hörde — Zimmer Nr. 15 — zu melden. Greßen, den 29. Juli 1904. L'/. Großhcrc,o(il. c Bürgermeisterei Gießen. ____________I. D.: Lurschmann._________________ ZLilanz am 31. Januar 1904. Aktiva. $ Passiva. JL $ An a) b) e) d) auögelieheneu Kapitalien: gegen Obligationen 90425.10 , Schuldscheine 197449.35 , Güterkauf. gelber 373356.43 , Immobilien 23488.83 Per aufgenommene Hop u allen 78317L75 , Geschäftsguthaben der Mitglieder 6090.13 , Nachlaß für noch nicht fällige Güterkaufgelder 800.— , Reseroesond 11871.48 e) An • ■ • , Wertpapiere nach dem MurS am 31. Januar 1904 Aaffenoorrat Vorlagen Ausständen Mobilien nach Abschreibung von 10e/0 2787630 10234.81 4521X1 30375.67 142.38 , Bctriebsrücklage 1402.58 , Reingewinn 4534.84 Als besten Schatz gegen Erkältungen empfehlen wir leichte poröse Unterzeuge in grosser Auswahl. Aug. Montanus Nacht Inli.: Robert «St Max Imheuser Abteilung' iür Herren-Modewaren. «•/. D. R. O- M. SS31/, 6683 wasser stets vorrätig. Patent-Konservegläser SeHeraweg-PlockstriMe. j in allen gebräuchlichen Grössen. <. 1 Mk 1903 ab Nachnahme. a/e •3\ Ter Rechner: W a g n e r. Daher Stand der Mitglieder Ende 1903 Lang-Gö nS, den SO. Juli 1904. Ter Kontrolleur: a g n e r. Ar» meiner Abteilung fflr Glas und Porzellan empfehle ich für bevorstehende und gegenwärtige Saison Obst-1 Dessertservice, •’S’S&Sr Ter Direktor: Henrich. Spiritns- f Gas-Kocher bequem und überall ohne Heizen wie Äot)lengaß. Aeußerst sparsam im Verbrauch von Spiritus empfehlen in großer Auswahl Fertsch & Eigel Bureau u. 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