Nr. 180 •rftctni täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesfischen Landwirt die Gießener ZamUien« blätter viermal in der Woche leigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u.Stem« druckerei. R. Lang«. Redaktion, Grvedttion und Druckerei: Schulstraße 7« Adresse für Depeschar: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 3. August 1904 © jftfr W1 Ä e«iee»»ret«t GlchenerAnzeiger GeneniMtnjdger " ** *=-£; AmK- und Anzeigeblatt fiir ben Kreis Metzen MHZ । in , zetgentei!: Hans Beck. Die heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. Z>er Krieg zwischen Japan und Zlußsand. Da8 Vorrucken der Japaner. General Kuroki meldet folgendes: Unsere Armee begann am 31. Juli bei Tagesanbruch zum Angriff gegen den Feind vorzugehen, der Kushulintzu, 4 Meilen westlich von Hsihoyen, und Pangtzuling, 6 Meilen westlich von Motienpaß, besetzt hielt. Beide Orte sind 25 Meilen von Liaujang entfernt. Die in Kushulintzu stehenden russischen Truppen bestanden aus zwei Divisionen mit entsprechender Artillerie. Die Angriffsoperationen wurden nach einem vorher festgelegten Plan durchgeführt. Bei Sonnenuntergang waren beide Flügel des Feindes geschlagen. Da der Feind aber sehr stark war und in festen Stellungen stand, war es uns nicht möglich, die Stellungen zu nehmen. Beim Anbruch des folgenden Tages wurde der Angriff wieder ausgenommen; es gelang uns, den Feind um die Mittagsstunde aus seiner Stellung zu vertreiben. Wir verfolgten den Feind in der Richtung auf Anpsing; er floh vier Meilen nach Westen. Bei Dangtzuling standen die Russen in der Störte von 2% Divisionen und vier Batterien. Der Angriff wurde auch dort erfolgreich durchgeführt. Bei Sonnenuntergang nahmen wir die Hauptstellungcn des Feindes; ein Teil des Feindes leistete aber hartnäckigsten Widerstand. Wir mußten die Nacht über in Schlachtstellung biwakieren. Bei Tagesanbruch am 1. August gingen wir von neuem zum Angriff vor. Um 8 Uhr morgens fielen alle Höhen in unsere Hände. Der Feind floh auf Tanghoyen zu. Ueber unsere Verluste werden Ermittelungen angestellt. Wir haben eine Anzahl Feldgeschütze erobert. In diesem Gefecht hatten wir bei den Angriffsoperationen mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da wir gegen schroffe Abhänge vorgehen mußten, ohne eine passende Stellung für unsere Artillerie zu haben; dabei betrug die Hitze gegen 40 Grad Celsius. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser besagt: Ich zog die Ostabteilung unserer Truppen, die die vorderste Stellung am Tanselinpaß innehatten, auf dem Wege nach Liandiansianiu zurück. In der Richtung auf Simatsi-Liaujang gaben unsere Truppen die vordersten Stellungen auf und zogen sich nach hartnäckigem Kampfe zurück, wobei sie schwere Verluste erlitten. Die Russen zur See. Ein Telegramm des Admirals Skrydlvw an den Kaiser meldet: Der von mir mit einem Kreuzergeschwader bestehend aus der „Rossija", dem „Gromoboi" und der „Rjurik" an die O st k ü st e I a p a n s ausgcschickte Kontreadmiral berichtet: Das Geschwader traf bei seiner Ausfahrt aus der Meerenge von Sangar in den Ozean am 20. Juli auf den kleinen japanisckien Dampfer „Okasima-Maru". Nachdem die Besatzung das S(isf verlassen hatte, .wurde dieses versenkt und die Besatzung fuhr auf Booten an das Ufer. Gleichzeitig .wurde der englische Dampfer „K a m a r a" angehalten und einem ^Verhör unter- lvorfen. Ter Dampfer führte Kohlen nach Moror an. Obgleich Grund zu der Annahme vorhanden war, .daß das Schiff mit der- Beförderung von Kriegskontrebande beschäftigt sei, wurden wir durch das Fehlen direkter Indizien bestimmt, es fteizugeben. Bald darauf stieß das Geschwader auf den japanischen Küsten- dampfer „Kiodu n iu-M aru" mit 50 Passagieren, größtenteils Frauen. Tiefer Umstand bestimmte uns, den Dampfer freizug-'ben. Auf der Weiterfahrt nach Süden trafen wir nacheinander 2 japanische Dschunken, beide mit Fischen und Salz beladen. Die Dschunken wurden nach llebernahme der Mannschaft versenkt. Am 22. Juli wurde 100 Meilen von Yokohama der deutsche Dampfer „Arabia" angehallen, der eine bedeutende Ladung Kriegskontrebande führte. Tie Kontrebande bestand aus Eisenbahrrmaterjal und Mehl, das für japanische Häsen bestimmt war; die „Arabia" wurde nach Wladiwostok geschickt. „Knight Commander". In dem Bericht des Kommandanten des Wladllvostvk-Geschwa- ders heißt es weiter: Am Morgen des 23. Juli stieß das Ote» schwader auf einen großen Dampfer, der erst nach dem vielten aus ihn abgegebenen Schuß hiell. Die Untersuchung des Schiffes ergab, daß es der englische Handelsdampfer „Knight Commander" war, der aus Newport über Europa nach Dokohama und Kobe fuhr. Aus den unvollständigen Schiffspapieren und Angaben des Kapitäns erhellte, daß der Dampfer Eilenbahnmaterial nach Japan führte, das den größten Teil der Ladung ausmachte. Da uns klar war, daß der „KniAt Commander" Kontrebande der krieg führenden Macht zuführte, wurde er für eine gesetzmäßige Prise erklärt, und da der Dampfer nicht genügend Kohlen führte, daher nicht ohne Gefahr für das ganze Geschwader nach dem nächsten russischen Hafen gebracht werden konnte, wurde er nach llebernahme der Mannschaft und der Schiffspapiere versenkt. Die anderen Beschlagnahmungen. Der Bericht des Kommandanten des Wladiwostok-Geschwaders schließt: Am 23. Juli Mittags wurden mxh zwei japanische Dschunken mit einer vollen Ladung Salz versenkt. Gleichzeitig wurde ein englischer Dampfer gesichtet und angehalten, der mit einer neutralen Ladung und mit Paffagieren von Australien nach Yokohama fuhr. Da die Prüfung der Ladung und der Schiffspapiere ergab, daß leine Kontrebande an Bord war, würbe der Dampfer wieder freigelaffcn. Am Morgen des 24. Juli wurde der deutsche Dampfer »Thea" gesichtet und angehalten. Er befand sich aus der Fahrt von Amerika nach Yokohama. Da er eine volle Ladung Fische führte, wurde der Dampfer als gesetzmäßige Prise erklärt: da es munöglich war, die „Thea" nach einem russischen Hafen zu schaffen, wurde die Mannschaft übernommen und dos Schiff versenkt. Ich bin glücklich, Ihnen melden zu können, daß unsere Kreuzer die lange Fahrt ohne Verlust an Menschenleben und ohne Beschädigung zurückgelegt haben. Auch auf den versenkten Schiffen ist keiner umgekommen. Port Arthur. Es berteiltet, die Japaner nahmen nach dreitägigem, verzweifeltem Kampfe Shantai kau, eine wichtige Verteidigungsposition bei Port Arthur. Nachschub russischer Truppen. Ein aus Charbin in Tschifu eingetroffener europäischer Kaufmann berichtet, daß dort wahrend der letzten fünf Wochen 110 000 Mann russischer Truppen eingetroffen sind». Sie sind mit Vorräten gut versehen und weitere Nachschübe treffen fortwährend ein. Sechs Mühlen verarbeiten das reichlich vorhandene Getreide, das die Chinesen zu den von den Russen gezahlten hohen Preisen gern verkaufen. In Charbin befinden sich viele Verwundete, für die ausgezeichnet gesorgt ist. Die japanischen Gefangenen sind nach Tomsk geschickt worden, wo sie gut behandelt werden. Die Eisenbahn arbeitet gut, wenn auch langsam. Alle 10 Werst sind Weichen eingebaut worden, um den Verkehr zu erleichtern. Der deutsche Dampfer Holsatia. Aus Alexandrien wird dem „Daily Chronicle" depeschiert, der freigelassene Dampfer holsatia" werde scharf überwacht, da er verdächtig sei, Kohlen und Vorräte für die russische Freiwilligenflotte an Bord zu führen. Mlitische Tagesschau. Besseres Reisen! Die Vorschläge, die der Präsident des Deutschen Handelstags für eine Reform der Eisenbahn-Personentarife in einer Denkschrift an die Eisenbahnverwaltungen macht, zeichnen sich durch Einfachheit und Mäßigung aus. Die Verwaltungen leiden unter dem verwickelten und dadurch nach jeder Richtung kostspieligen System der verschiedenen Fahrkarten; das Publikum leidet nicht minder unter den Umständlich-- keiten, welche die Ausklügelung des vorteilhaftesten Reisewegs bei den Rundreiseheften usw. verursacht. Man braucht nur einmal in einem amtlichen Reise- und Auskunftsbureau gewesen zu sein, den gefährlichen Andrang besonders vor den Ferien beobachtet, die ungeheure Menge von hülflosen Fragen gehört zu haben, um die Ueber- zeugung zu erlangen, wie wenig die gegenwärtige Praxis geeignet ist, den Leuten das Reisen zu erleichtern. Die meisten sogenannten Vergünstigungen werden mit soviel Zeitverlust und Acrger bezahlt, daß sich mancher gelobt, in Zukunft auf den kleinen Nutzen zu verzichten und dafür die Ruhe des Gemüts sich zu wahren. Noch verdrießlicher und keineswegs selten ist, wenn der Reisende durch Zufälligkeiten überhaupt nicht dazu kommt, die sauer errungenen Vergünstigungen auszunützen. Der Vorschlag, einheitlich einfache Fahrrarten zum halben Preise der preußischen Rückfahrkarten einzuführen, erscheint ebenso zweckmäßig wie ohne besondere Schwierigkeiten durchführbar. Daß die Zuschläge für Benutzung der Schnellzüge in Fortfall kommen, entspricht der gebotenen Einfachheit der Reform. Die Lösung von Zuschlagskarten, mitunter während der Reise, in größter Hast auf einer Zwischenstation, hat auch schon viel zur Versäuerung der Laune beigetragen. Beispielsweise: man hat auf einer kleinen und nicht genügend ausgestatteten Station eine Fahrkarte zweiter Klasse genommen und entdeckt nun während der Fahrt die kleingedruckte Aufschrift auf der Karte, daß von einer benannten größeren Äatiou aus die Weiterfahrt nur mit dem Personenzug zulässig ist. Also man muß an jener größeren Station herausskürzen — vorausgesetzt, daß noch Zeit genug ist, imt den ?lnschluß-Schnell- zug zu erreichen — und die Zuschtegskarte lösen. Wenn man dann im letzten Augenblick von einem mitleidigen Schaffner ins Koupee hereingeworfen wird, dann segnet man wahrlich nicht wnfere Eisenbahnzustände. Ueber die weiterhin gewünschte Ermäßigung der Gepäckfracht unter Beseitigung des Freigepäcks dürfte sich eher unter den Eisenbahnverwaltungen Einverständnis erzielen lassen, als über die letzte der Forderungen: Beibehaltung der vierten Wagenklasse. Der Entwurf einer prellßischon Personentarif- Reform aus dem Jähre 1891 — so lange also spuken schon die Abänderungspläne, ohne daß sie Gestalt annehmen! — sah die Aufhebung der vierten Wagenklaffe vor. Dafür sollte in der dritten Wagenklasse der Fahr Preis pro Kilometer auf 2 Pfg. im Personenzug, 3 Pfg. im Schnellzug bemessen werden. Die Vorschläge des Deut scheu Handelstagö gehen darauf hinaus^, den gegenwärtigen 2 Pfg.-Satz in Preußen-Hessen und Sachsen aufrecht zu erhalten und in Mecklenburg und Oldenburg, wo er zurzeit etwas höher ifty entsprechend zu ermäßigen. Der alte amtliche Person entarif-Enttvurf ist danackt der günstigere; es ist natürlich vorzuziehen, in der dritten Klasse zuuc 2 Pfg.-Mlometersatz, statt in der vierten Klasse zu dem^ selben Preise zu fahren. Die „Nopdd. Allg. Ztg." bringt, in ihrer heutigen Mimmer die Reformvorschläge zum Ab druck, ohne jedoch dazu Stellung zu mH men. Deutsches Reich. Berlin, 2. Aug. Der „ReictMiizeinee" veröffcntlicist eine kaiserlicl/e Verordnung vorn 24. Juli betreffend dir teilweise I u k r a s 1 s e tz u u g des Gesetzes betreffend die B e k ü m p f u n n der Reblaus. Der A b l ü s u n a s - T r a n s p o r t da in p f e r der ost 111 [\V c ir Besatzung^ Brigade, „Rhein", bat mir 1. August von Tsingtau mit 59 Offizieren, Sanitätsoffizieren und Beauiteu und 886 Unteroffizieren uud Mannschaften, darunter 31 Angehörige der Marine, .die Heimreise angetreten. Transportführer ist Major und Depot-Direktor Thiemig. Hongkong rotd* auf der Heimreise nicht angelausen. — Tie Berliner Anarchisten nahmen gestern in einer öffentlichen Versammlung zu der Ermordung des russischen Ministers Plehwe Stellung. Ter Referent des Abends, Senna Hoy, hielt die Tat im Hinblick auf die Handlungen des Ermordeten für gerechtfertigt und sprach "seine Sympathien für die russischen Revolutionäre aus. .Zu tumultuarischen Szenen kam es, als in der Diskussion zwei Gegner sich gegen die Ausführungen Hoys wandten und die Ermordung Plehwe's scharf .mißbilligten. Tie Versammlung verlief stürmisch. Die AnssühiwngeL dieser beiden Gegner und der Lärm wurde zeitweise so stark, daß die Versammlung vertagt werden mußte, pa sonst Auflösung zu befürchten war. — Tas preußische Landwirtschaftsministerium hat dem neu* traten Deutschen Gärtnerverba nde das Material zu einer statistischen Ermittelung über die Berussgliedttung und Betriebsverhältnisse im Gärtnergewerbe zur Begutachtung übersandt. Nach einem Begleitschreiben des Ministerialdirektors Dr. Thiel soll das Ergebnis dieser Erhebung, wie die „Deutsche Gärtnerzeitun^ schreibt, als Unterlage dienen für die schwebenden Verhandlungen über wichtige Fragen für den Gartneifftand. Es handelt sich besonders um die gesetzliche Regelung der gewerbe- und arbeitsrechtlichen Berhältniffe des Gärtnereigewerbes. Hamburg, 2. Aug. Gegenüber verschiedenen auch auswärts verbreiteten Gerüchten teilt die Polizeibehörde amtlich mit, daß in .Hamburg kein Cholerafall vorgekommen ist, und daß der Gesundheitszustand der Bevölkerung zu Befürchtungen in dieser Hinsicht nicht den geringsten Anlaß bietet. Dresden, 2. Ang. Aus Gastein wird von heute berichtet: Ter König beendet am 4. August seine Gasteiner Kur und wird am 5. August die Rückreise antreten. Der Erfolg von dem Aufenthalte im Hochgebirge uud von dem Gebrauche bet Bäder ist nicht ausgeblieben. Tie Schmerzen in den Beinen sind geschwunden, und das Körpergewicht nahm um mehrere Pfund zu. Es ist zu hoffen, daß. die allgemeine Kräftigung noch weitere Fortschritte macht, und daß die Atembeschwerden sich weiter beffern. — Tie Sa chsisch-B ö hm i s che Dampfschiffabrt- gesell schäft stellt wegen des nitiyrigm Wafferstandes den Betrieb ab 3. August ein. Leipzig, 2. Äug. Tas „Leipz. Tagebk." dementiert auf Grund amtlicher Ermächtigung die hier und auswärts verbreiteten Gerüchte von dem Ausbruche der Chvle-ra in Leipzig.' Essen (Ruhr), 2. August. Nachdem Geh. Justizrat Haarmann in Tortmund die Kandidatur bei der Landtagsersatzwahl in Bochum ausgescblagen hat, wird jetzt der frühe« Reick^stagsabgeordnete Franke-Schalke als Kandidat gemrnnt. Stuttgart, 2. Aug. Nach "bent „Schwab. Merkur" feiert Mittwock in Friedrichshafen der frühere württembergische Ministerpräsident Dr. Freiherr v. Mittnacht das Fest der goldenen Hochzeit und gleichzeitig sein Schwiegersohn, der frühere Kommandant von Stuttgart, Generalleutnant z. T. v. NeÄ- Hardt die silberne Hochzeit. AustanÄ. Paris, 2. Aug. Der Vatikan ernannte Canomcr für die sieben vakanten französischen Bistümer und verlieh ihnen Befugniffe für die rem geschäftlichen Dinge ohne administrative Rechte. — Aus Rom wird berichtet: Das französrfche Wappen und die Fahne auf dem französischen Botschaftsgebäude beim Vatikan wurden gestern enfr fernt. Das Gebäude gilt von heute ab mir noch als Privat» Wohnung, bis die Aufhebung der französischen Vertretung beim Vatikan von der französischen Kwnmer beschloffen worden ist Bern, 2. Aug. Mit einer Begrüßungsrede des Bundes- Präsidenten Comtesse wurde hier der zweite internationale Kongreß zur Förderung des Zeichnenunterrichts eröffnet. Deutschland ist auf demselben terrch 67 Delegierte vertreten. Newyork, 2. Aug. (Reuter.) Nach einem Telegramm aus Port-auftPrince klagte der Präsident von Haiti, General Nord, in einer Ansprache bei einem öffcnttlichen Empfang die Fremden an, daß sie den Wechselkurs und die Waretrpreise in die Höhe trieben in der Msicht seim Regierung stürzen. Er deutete an, er ivütbe strenge Maßregeln zu seiner Verteidigung ergreifen, und nahm in droheitder Weise Bezug auf was sich 1804 in Haiti ereignet habe. Die Fremdenkolonre ist dar- i'iber beunruhigt. _______________________________' Peutsch-Südweltafrika. Zum Vormarsch nach dem Waterberq gibt die ^Noichd. Allg. Ztg." folgende Erläutermrgxn mit auf den Weg: Bon den letzten Nachrichten über die Herero erscheint als die wichtigste die, welche erfcimni läßt, daß es dem von Samuel Maharero gefilhrten Teil der Auffräudischen nicht gellrngen ift, dem sich immer enger um die Umgebung Waterbergs fcgnrben Ring unserer Truppen zu ent- schlispfen und nach Nordvsten zu entkommen. Das von Major v. Estorfs gemeldete Gerücht, daß Siimuel mit Groß leuteu bei Otjahewita am Ostrande des Waterbcrgplateaue eingetrvffen fein solle, hatte mehrfach zu der von schon abgelehnteu Mutmaßung geführt, cs seien tatfich sich größere Mengen der Herero nach dem genannten t gegeben hallen, ♦Dimitri befinde sich bereits hort. Im Osten imb Süden ist die Umschließung WaterbergS bnrtb unsere Truppen bereite eine sehr enge. In Otjahewita (Nordosten) ftebt Major v. Estorff nur noch 35 Km. Lust- hmc entfernt von Walerberg. Ombujo-Wakune, wo Major v. b. Hevde sich befindet, liegt etwa 28 Km. Luftlinie südöstlich von Waterberg ab und bereit-8 einige Kilometer nördlich vom Onnirambofluß. Die Abteilung des Oberstleutnants Müller ist in Crindi-Ongoabere im Süden ebenfalls schon bis zu etwa 36 Km. Luftlinie an Waterberg anmarschiert. Mit dieser Abteilung ist, wie eS scheint, jetzt die bisher von Major v. Glasenapp geführte Abteilung verschmolzen, die be- reitL am 11. Juli in Otjurutjondou (einige Kilometer östlich oon G*nnbT*Cngoobcre) angelangt war. (Ariü und Lund. Gießen, den 3. August 1904. — Don der Eisenbahn. Der Eisenbahnminister hat vor einiger Zeit an die Eisenbahndirektionen eine Verfügung erlassen, worin die Eisenbahndirektionen ausgesordert werden, darüber zu berichten, aus welche Weise den Bedürfnissen des Verkehrs insbesondere auf Nebeneisenbahnen bester und mit möglichst geringen Kosten entsvrochen werden könne durch eventuelle Verwendung von Motorwagen oder leichteren lediglich dem Personenverkehr (mit beschränkter Klasten- zahl) bienenden Zug en. Die Eisenbahndirektionen sollen insbesondere prüfen, ob und auf welchen Strecken ihres Be- zrrkeS die Verrvcndung von Motonvagen oder die Einlegung besonderer Züge in Frage kommt, wobei nicht nur dem Schul- und Arbeiterverkehr zn gewisten Tagesstunden, sondern hauptsächlich der Ausfüllung von Lücken im jetzigen Fahrplan Rechnung zu tragen ist. Ferner sollen die Verbesserung der Anschlüffe von und nach den durchgehenden oder benachbarten Hauptbahnen, sowie Verkehrserleichterungen zwischen den Heineren Gemeinden und den zugehörigen politischen oder wirtschaftlichen Hauptorten berücksichtigt werden. Die Eisenbahndirektionen sind angewiesen, m ihren Berichten gleichzeitig über die voraussichtlich praktischste Gestaltung deS neuen Be- triebes hinsichtlich Art und Anzahl der Züge, ihrer Zusammen- seyung (Klaffen, Frauen-, Nichtraucherabteile), der Beförderung von Gepäck, der etwa notwendigen Mitführung von Anhänge- wagen u. s. w. sich zu äußern. Sache der Gemeinden wird es nun sein, bei dem Minister ihre Wünsche zum Ausdruck zu bringen. *• Zum Jugendfest. Es wirb uns mitgeteilt, baß nicht nur im Philosophenwalb eine von der frtiro. SanitätS- Kolcmne gestellte SanitätSwache in einem Zimmer ber Leib- schen Wirtschaft eingerichtet ist, sondern auch eine Sektion ber Kolonne den Zug begleiten wird. Den Eltern schwächlicher Kinder und solche im 1. und 2. Schuljahre wirb wiederholt empfohlen, sich in ber Nähe des ZugeS ober ber Spielpltze auszuhalten, um sich der Kinder bei etwaiger HilfSbebürftigkeit sofort annehmen zu kömren. — Während des Festes wird der Ommbusbetried nach und von dem Bahnhof von nachmittags 1 Vs Uhr ab ganz eingestellt; wie uns wester mitgeteilt wird, sind auch verschiedene Milchverkaufsstellen sowie ein Casö mit Konditorei vorgesehen. ** Konkursaushebung. Dem Antrag des Konkursverwalters der Firma H. C. Werner, .über das Vermögen des Geschäftsführers Peter Kronenberg den Konkurs zu verhängen^, ist seitens deS Landgerichts nicht stattgegeben, er ist vielmehr abgewiesen worden. Die Kosten fallen dem Antragsteller zur Last. ** Bauernregeln für den Monat August. Ter Monat August muß Hitze haben, sonst wird der Fichte Zahl und Güte begraben. — Nordwind im August will san, daß gut Wetter halt nodi an. — Jst"s hell am St. Lau- rcntüi5tag (10.), viel Früchte man sich versprechen mag. — Gewitter an Bartholomä (24. , bringen bald Hagel und Schnee. — Morgens lauter Finkenschlag, kündet Regen für den Tag. — Ter Tau ist für den August so not, als jebennarm das täglich Brot. — Wenn's im August stark taut, so bleibt das Wetter traut. — Um die Zett von Augustin (28.), zieh'n die warmen Tage hin. — Schlechten Dein gibt's Heuer, wenn St. Lorenz ist ohne Feuer. — Was die Hundstage gießen, muß die Traube büßen. — Je dicker ber Regen tm August, desto dünner wird der Must. — Sonne, scheine im August, daß du uns den Wein möchst braten; Mond und Sterne, schaut drauf mit Lust, daß er möge wohl geraten. — Blaset im August ber Nord, dauert gsttes Detter fort. — Stellen sich im Anfang Gewitter ein,, wird es bis zu End' so fein. — Hitze um St.Dv vtinikus C5.\ ein strenger Winter kommen muß. — Um ext Laurentius <10. Sonnenschein, bedeutet gutes Jahr mit Wein. — Wie d-as Detter an Eassian (1ö.), hält es mehrere Tage an. — Hat unsere Frau gut Detter, wenn fie zum Himmel fährt (15.), gewiß sie uns allen bann mei guten Wein beschert. — Mariä Himmelfahrt Sonnen- schem, bringt uns stets guten Wein. — Die Bartholomäus- tag sich halt, so ist ber ganze Herbst bestellt. - Höhen, raud) un ^ommer, ist ber Winter fern frommer. — Freundlicher Barthel und Lorenz, machen ben Herbst zum Lenz. £oren$ muß heiß sein, soll guter Wein fein. — A>m zuiguft viel Regen, ist dem Wein fein Segen. — Mutter yiariä., die schmerzensreiche, im Sonnenschein gen Hirn- El steige, bann können bei trefflichem Dein die Menschen sich trefflich erfreut. — Geht bet Fisch nicht an die Angel, ist an Regen bald fern Mangel. — Was im Herbst soll geraten, das muß im August Erraten. — Sind St. 2oren^ unb Barthel schön, ist guter Herbst vorauszuseh'n. - Schon Wetter zu Matra Himmelfahrt, verkündet Wein von bester An. — Bringt Rosamunde Sturmeswind so ist Svbille uns gelind. - Wenn großblumig wir viele Disteln erblicken, will Gott einen guten Herbst uns schicken ** Posaunenchor in Klein-Linden. Ter Bericht übet bas Bosaunenfest zu Klein-Linden erwähnt u a daß Pfarrer Weber getagt habe, Pfr. Münch von Nauheim' babf- bte Melodien zu ben alten Glaubensliedern, die der Dbenmälher Pfarrer Tr Haupt 1851 herauAab, somponiett. Tas^stech Irrtum des Berichterstatters Münch veröfsenklichte 1849 und 1852 eine Anzahl alter Glaubenslieder mit ihren ursprünglichen 7-hrl-nncken M-lodicn, naä wplchcn man nun in örTnntpn ltr-nen, m Bibel und Missionsstunden die Lieder des Haupt ' L rn$ fang. Beide Männer sind jo die Bahnbr -qunq nennen, die 1880 tm < - r hessischen Landeskirch in jo mr gtlturr Wesse ihren AbscUuß fanb. '() UN a , 2 Äug. Gestern gingen hier verschiedene recht sch - Gewitter nieder Tnbei ftrlug ber Bich in du- " : ' ‘I für ?, r ■ vrn hin nach Nidda führt, zersvlittertk zn> i :~ r. ba- bi.- bew n Porzellan-.lsolatoreu tveithin flogen, sieb n der Trahtleitung weiter und schmolz in dem r ~ b*5 Fttnspreck^poarates einen starken Mejsuut- «ü in klemm Kügelchen. 0 Friedberg, ,2. Äug. Ein Wohltätigkeit-fest null die Studenteusäxrst ber Otewerbe-Akademie nädyftvn Sonntag im pssenhisimer Wäldchen abhalten. Der Uebcrschuß des Festes soll für Wei Im a chtsgesclxm ke der Zöglinge brr Taubstummen- und Blinden -ErziehungSanstalt verwendet tverden. R B. Darmstadt »2. Aug. Der Auß'nthalt der Prin zessin Ludwig von Battenberg mit Familie in Jagdschloß WolfSgatten dürfte zunächst nur ca. 8 Tage dauern, alsdann erfolgt die Ikbcrfifbehinq nach Sckstoß .Heiligenberg, wohin auch Prim und Prinzeffiu Andreas von Grieckxnland folgen werden. Der Großherzog beabsichtigt, sich später noch zum Besuch deS Prinzen und der Prinzessin Heinrich nach Kiel, resp. Hemmelmark zu begeben, möglicherweise wird der LandeSl»err auch nod) einige der letzten diesjährigen Wagneranfführungen in Baureutb besuchen. — Die Eröffnung der nächsten Saison unseres H o f t h e a t e r s in dem provisorisch hergerichteten Hof- lHeater erfolgt voraussichtlich am 8. September. Darmstad t, 2. Aug. Geh. Kirchen rat Dr. Köstlin hier, ber in Kürze nach Eanstatt übersiedelt, wurde gestern laut »D. Z." durch drei Dekane der Provinz Starkenburg eine künstlerisch außgeführte Adreffe überreicht, worin e5 u. a. heißt: ^Die evangelischen Gemeinden der Provinz Starkenburg haben die ehrerbietigst unterzeichneten Dekane beauftragt, Ihnen, hochverehrter Herr Geheimer Kirchenrat, vor Ihrem Scheiden aus dem Heffenlande ihre Liebe und Dankbarkeit durch die Ueberreichung dieser Adresse zum 2luS- dnick zu bringen. Cie haben nahezu 8 Jahre als Professor deS Predigersemina rS in Friedberg mit voller Hingebung an der Vorbereitung der hessischen Pfarramtskandidaten für das geistliche Amt mitgearbeitet. Zeitlich kurzer bemessen, aber nicht minder groß sind die Dienste, welche Sie unserer evangelischen Kirche alß Dberkonsiftorialrat und Superintendent der Superintendenttir Darmstadt leisteten. Wir gedenken ferner Ihrer langjährigen, hingebenden und aufopfernden Wirksamkeit als Professor der praktischen Theologie in Gieben, der großen Liebe, in welcher die ganze akademische theologische Jugend Ihnen anhing, und finden es nur begreiflich, daß Sie sich durch Ihre gesamte vielseitige Tätigkeit die Verehrung der Geistlichkeit unseres ganzen Vaterlandes in einzigartigem Maße erworben haben. Wir schließen mit dem herzlichen Danke für Ihre letzte, kostbare, Ihre Tätigkeit im Heffenlande krönende Gabe, das neue Kirchenbuch, welches Sie noch m Ihrem wohlverdienten Ruhestande mit so vieler Hingebung auszuarbeiten die Güte hatten, und wünschen Ihnen für Ihren ferneren LebenSgang GotteS reichen Segen. In Liebe, Verehrung und Dankbarkeir verharren Tie Geistlichen der Provinz Starkenburg mit ihren Dekanen. Frankfurt, 2. Aug. In der Sitzung ber Stadtverordneten vom 12. Juli war über den Bericht des ge mischten Ausschusses über die Ausgestaltung der medizinischen Anstalten Frankfurts beraten worden. Für Erweiterungsbauten des städtischen Krankenhauses und für Neubauten medizinischer Institute werden 5 352 000 Mk gefordert, von denen die Stadt 3752000 Mk ausbringen soll, wahrerrd der Rest von Stiftungen bc stritten wird. In der heutigen Stadtverordneten- sitzung protestierte Stadtv. Disbach äuf da? Entschie- beulte dagegen, daß man heute, weil man im Dezember 1902 2i/< Millionen bewilligt habe, genötigt fei, daS Doppelte zu genehmigen. Wenn aber U/< Millionen — wie eS tat sächlich der Fall sei — gefordert würden, so seien die Stadtverordneten in der Lage, ihre damaligen Beschlüsse umzustoßen oder zu modifizieren. Er stellt den Anttag, den Bericht an den gemischten Ausschuß zur Vorberatting der Ausgestaltung der medizinischen Anstalten mit ber Auf- sorderung zurüctzuverweisen, ihn einer erneuten Prüfung zu unterziehen, und dafür zu forgen, daß der städtische Zuschuß möglichst im Rahmen der Beschlüsse vom Jahr 1902 gehalten wird Dieser Anttag imb ein Zusatzanttag von Dr. S,uarck wurde angenommen. Ter Anttag Quarck lautet: Ter Ausschuß soll ziffernmäßige Angaben vor- legen: 1. lieber die Belegung ber Betten im städtischen Krankenhause in den letzten 5 Jahren; 2 über die Betten ■ rHospital 8 und deS Hl ili 1 über den Umbau des letzteren; 3 über daS Wachstum : Verhältnis zu ben bisherigen Betten im KrawkenhauS; 4. über die der Stadt aus dem Umbau des Krankenhauses erwachsenden Kosten. 5. über die wahrscheinlichen Verwaltungskosten der Akademie. Frankfurt, 2. Aug. Bei den hiesigen Labenbesitzern werden gegenwärtig Unterschriften für ben Achtuhrladen- chluß gesammelt. Hoffentlich, so schreibt die ^Kl. Pr.^, gelingt eS, die Zustimmung von zwei Dritteln aller Ladenin- haber zu erlangen, damit ebenso wie in Berlin imb Hannover ber frühere Geschäftsschluß zur Einfühnmg kommt. — DaS LanbgerichtSurteil, baS ben Labenbesitzern baS Recht zuspricht, ihre Angestellten jeben Sonntag zu beschäftigen, wirb zwar burch Berufung angefochten, immerhin befassen sich bie beteiligten Kreise bereits mit bem Ortsstatut über bie Sonntagsruhe, das geändert werden muß, wenn das Oberlandesgericht daS Urteil bestätigt. Der Magistrat soll in der heutigen Stadtverordneten-Versammlung wegen der Sache interveniert werden. Die vereinigten hiesigen kaufmännischen Vereine haben sofort Schritte eingeleitet, um in der Oeffent- lichkeit die Angelegenheit zu klären und nunmehr die völlige Sonntagsruhe für alle Branchen und ohne Ausnahme herbeizuführen. Dcrmi|d)tc>« * Aachen, 2. Aug. In bet hiesigen städtischen A rmenkasse wurde ein Defizit von 85000 Mark aufgedeckt, daS der Rendant durch falsche Buchungen bisher verschleiert hat. Essen a. d. Ruhr, 2. Aug. In der Gemeinde Harpen ist eine Ruhrepidemie auSgebrochen. Bisher sind behördlich 70 Erkrankungen gemeldet worden. *TaS Korsett iu der Mädchenschule. Der Schularzt Tr. Flachs zu Dresden hat über das Korsett in ber Mädchenschule Erhebungen cmgestellt. Rach seinen Feststellungen trugen in den untersuchten höheren Klassen der TreSdener ^olks- und ber einfachen Bürgerschulen 8, 14 und 23 üotA hundert ber Kinder Korsette, in drei oberen Klassen der höheren Töchterschule jedoch 70, 69 und 60 vom Hundert. Ter genannte Schularzt beansprucht für bie Schule daS Recht, zum mindesten wahrend der Turnstunde das Korsett zu verbieten. Im übrigen erwartet er eine Besserung .von dem guten Beispiel der Lehrerinnen und ausreichender Belelwung ber Kinber und Eltern über 'törperpile ie und Hvgiene. ,Tie beste Hilfe ist im Hause zu suchen; rrtr gegen daS iforsett der Särulmädchcn kämpsl, muß bn den Müttern anfangen. «Herichtssaal. (tb.) Gießen, 2. Aug. Anfangs April erhielt der Schreinermeister Beil l>icr eine mit dem Namen eines Einwohners von Ml ei n Linden unterzeiämele Postkarte, worin dieser ihm für sein angeblich in der neuen Klinik gestorbenes Dienstmädchen einen Sarg binnen einiger Stunden zu liefern bestellte. B. machte sich trotz der knappen Lieferfrist mit seinen Gesellen ans 2Bcrf und zur bestimmten Zeit hielt d?r Wagen mit dem fertigen Sarge in der Klinikstraße In der neuen foivoiyi wie in ber alten Klinik erfuhr man jedoch, baß dort niemand gestorben war, und eS stellte sich heraus, daß B. mit der Bestellung mystifiziert wor^ den war. Am selben Tape begegnete B. einem Kollegen, dem er von dem Vorfall Mitteilung machte, worauf dieser unter Vorzeigung einer Postkarte erzählte, daß er ebenfalls darauf bereingefallen wäre, wenn er nicht, ehe er zur Lieferung schritt, bei dem angeblichen Besteller sich erst erkundigt und erfahren hätte, daß dort niemanb in ber Familie gestorben sei. Der Verdacht, bie Bestellkarte an B. geschrieben zu haben, lenkte sich auf b;n Glasermeister Sch., welcher kurz vorher ein Sargmagazin etabliert batte, und eine Handschriften-Bergleichung bestärkte, diesen Verdacht, ber zur Gewißheit würbe, als bie Staatsanwalt« fchaft Gelegenheit bekam, sich mit der Sack-e zu befassen. Ter Kartenschreiber stand nun in der vergangenen Woche wegen Urkundenfälschung vor der Strafkammer, und obgleich der Sckireibsachoerständige Landgerichts-Sekretär Pähler- Franssurt a. M. mit Sicherheit erklärte, nur der Angeklagte und niemand anders habe bie Vestrllkarte geschrieben, bestritt dieser die Tätersäast mit aller Bestimmtheit und behauptete, daß der am Vormittag in b?r „Auferstehung" tagende Stammtisch die Karte abgesandt habe oder wenigstens darum wisse. Der Gericht,^ Hof beschloß, jbü’ ihm vom Angeklagten genannten Personen, sieben an der Zahl, als Zeugen zu hören und vertagte daher die Verhandlung. Heute vormittag fanb bie weitere Verhanblung statt Die Zeugen crllärtcn einer nach bem andern unter Eid, weder zu wiss7n wer die Karte verfaßt habe, noch sie etwa selbst geschrieben zu haben, woraus b*r Angeklagte wegen Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt wurde. In der Begründung des Urteils wurde ausgeführt, baß der Angellagte in recht frivoler Weise gehandelt habe. Ter Angeklagte fei erst kürzlich wegen Beleidigung eines anderen Glasermeisters verurteilt worden. Es habe sich in jener Sache darum gehandelt, daß er auf die Wand des Aborts einer Wirtschaft jüne üble Nachrede gegen seinen Konkurrenten schrieb. Diese Tatsache in Verbindung mit der Erklärung des Schreib- )adti)erftänbigen. dessen Ansicht über ben Schreiber der Bestellkarte der Gerichtshof teile, habe diesen von ber Schuld des Angeklagten überzeugt. Kunst und Wissenschaft. — Eine komische Oper in Berlin. Wenn nicht alle An;eiäen trügen, soll nun doch ,,nach langem Mangel" Berlin endlich, endlich in den Besitz ber so lange und inständig ersehnten kornisclx'n Oper gelangen. Und zwar soll das Heil aus Elberfeld kommen. Dort wirkt seit einigen Jahren Theaterdirektor HanS Gregor, der sich an dieser Stelle durch planmäßige und intelligente Pflege ber Oper vorteilhaft hervorgetan hat, und dieser rührige Direktor will in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke auf einem ber Firma Lachmann und Zand.r gehörigen Grundstück ein Theater erbauen, das ber komischen Crer gewidmet sein und bereits am 1. .Oktober 1905 eröffnet werden soll. Der neue Direktor ist in Berlin nicht unbekannt. 1866 in Dresden geboren, von Heinrich Oberländer zum Säouspieler auSgebiidet, .hat Gregor in ber ersten Hälfte der 1890 er Jahre dem Berliner und Deutschen Theater angehört, ist aber früh unter die Direktoren gegangen. Er hat von Saint Säens „Phrvne" und „Tas Zauberglöckchen" ht Deutschland eingeführt, hat Pfitzners „Rose vom Liebesgarten" auS der Taufe gehoben hat Mozart-, Lortzing- und Wagner-Zyklen veranstaltet und sich überhaupt als ein Mann von Jnittative erwiesen. Stuttgarts. Aug. Laut „Schwöb. Merknrt" ist Professor Dr. Gustav S^i x t, Vorstand der Kgl. Münz- und Medaillensammlung in Stuttgart und Professor am oberen KarlSgymna- fium dortielbst, heute in Freudenstadt gestorben. — Internationale Ballonfahrt. Am Donners^ tag ben 4 August, findet in den Morgenstimben eine internationale wissenschaftliche Ballonfahrt statt. Es steigen Drachen, bemannte und unbemannte Ballons, auf, jn Crinan, Harbourg, Travpes, Ftteville, PariS, Guadolajara, Bem, .Zürich, Straßburg München, .Barmen. Hamburg, Berlin, Wien, Petersburg, Nasan, Torbino, Blue Hill, 11. A., auf dem Atlantischen C tcan usw. Der Finder eines jeden imbemannten Ballons erhält fine Belohnung, lvenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. Arbeiterbewegung. Wien, 3. Aug. Heute nachmittag ist -wischen ben Fuhrwerks unter nehmern und den Vertretern der ausstandigev Kutscher eine Einigung zu Stande gekommen. Kandel und Verkehr. Ualkswittschast. Berliner Börse vom S. Angust 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und :Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 21/, Prozent. Ansangs- n. Schlußkurse. Ceft. Kredit . . . 201.00 200.00 Deutsche Bank . . 218.70 218.50 Darmstädter Bank . . 137.10 137.12 Bochumer Guß . . . 207.10 206.87 Harpener Bergbau . . 211.25 211.50 Tendenz : Ziemlich fest. Butzbach, 2. Aug. Die hiesige Bürgermeisterei brinat zur Kenntnis der die hiesigen Schwcinemärttc besuchenden Schweinezüchter und -Händler aus den preußischen Nachbarkreifen, daß nach dem Minifterialausschreiben vom 17. Juni d. Is. und der kreisamtlichen Bekanntmachung vom 13. Juli d I., Personen, die ins Grvßherzogtum eingeführte Schweine zum Zwecke des Verkaufs oder in Erfüllung eures Ueberlieserungsvertrags transportieren oder transportieren lassen, mit einem kreistierärztlichen Zeugnis versehen sein müssen, durch das ber Nachweis erbracht wird, baß die Schweine direkt und ohne Zwischenhandel aus unverseuchten Gehöften und Orten stammen. (B. Ztg.) Wetter 8 s Höch 2. 2. 3. C Bew. Hiurmel Sonnenschein S* 916 August 1904. 5$ 5 CD 35,7»C. 17,0 * C. te Temperatur am 2. August Niedrigste , 2. Meteorologische Beobachtungen der Station testen. 751,2 24,6 13,9 60 Still 752,5 19,2 13.4 81 N. 1 754,5 18,0 12,6 88 1 Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. VorauSstchtliche Witterung in Hessen für Donnerstag ben 4. August: Fortdauernd heiter, trocken und sehr heiß. Näheres durch btc Gießener SBctiedaue. Meratim — „Der Kupferstich" von Prof. Dr. Hirns W. Singer (Illustrierte Monographien. Velhagcn u. Klasina in Bielefeld und Leipzig, 4 Mk.). Das Buch ist, bei ernstester wissenschaftlicher Gründlichkeit, nicht zuletzt für den gebildeten Kunstfreund bestimmt, der sich über die Technik, der sich vor allem aber auch über die Geschichte der vornehmen .Kunst, über den Jünger, und ihre Entwicklung bis auf die Gegenwart- orientieren will. Ueberaus erfreulich ist der reiche bildliche Schmuck, der gerade bei diesem Buche so unentbehrlich "war. Die 107 Blätter, die den Text begleiten, sind mit prächtigem Verständnis ausgewählt, meisterlich reproduziert und geben in ihrer Gesamtheit auch ein Bild der Geschichte des .Kupferstich vom Meister des Amsterdamer Kabinetts' bis auf die Kunst unserer Tage. Temperatur der Lahn und der Luft am 3. August 1904. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 20°, Luft 22°. Albert R u b s a m e n. WöchkoMe Nebkriicht drr TodksM in der Stadt Gikßeu- 25. Woche. Vom 12.-18. Juni 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 18,19 nach Abzug von 5 Ortsfremden: 9,45 °/Cn. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Tuberkulose 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr 2(1) 2(1) — — Krebs - 2 (2) 2 (2) — - Keuchhusten 1 1 _ Bronchitis 1 — 1 _ Atrophie Knochenmark» 1 — 1 -— entzündung 1(1) — —— 1 (1) Altersschwäche 1 1 HK. toll. Körperverletzung 1 (1) 1 (1) -— — Summe 10 (5) 6 (4) 3 1 (1) Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.___________________ Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldrmgen des Gießener Anzeigers. Berlin, 3. Aug. Zu der angeblich geplanten Abänderung des Reichstags-Wahlrechtes schreibt heute der „Vorwärts": Wir sind in der Lage, unsere bisherigen Ausführungen noch weiter zu vervollständigen. Der Plan, der unter den Parteiführern zur Erörterung gelangt ist, geht dahin, daß das Reichstags-Wahlrecht bedeutend verschlechtert und andererseits das preußische Landtags-Wahl- recht ein wenig verbessert werden soll, so daß für beide Parlamente ein und dasselbe Wahlrecht besteht. Man hofft durch Verbesserungen am preußischen Landtags-Wahlrecht die Opposition gegen die sehr erhebliche Verschlechterung, beziehungsweise Beseitigung des bisherigen Reichstags-Wahlrechts abzuschwächen. Die preußische Regierung steht diesen Verhandlungen nicht nur freundlich gegenüber, sie sind sogar unter ihrer Mitwirkung geführt worden. Ka-ise-rslautern, 3. Aug. Die „Pfalz. Presse" meldet aus Speyer: In den Ausrüstungsräumen des 2. Pionierbataillons erfolgte gestern abend bei der Herstellung von Sprengmunition mne heftige Explosion. Ein Teil der Sprengmunition kam zur Entzündung. Der Raum wurde vollständig demoliert. Der Unter- offtzier Suppinger und die Pioniere Müller und Holtermann wurden schwer verwundet. An dem Aufkommen Müllers wird gezweifelt. Ter die Aufficht führende Unteroffizier hatte sich kurz vor der Explosion einen Augenblick entfernt London, 3. Ang. Die „Times" meldet ans Newyork: ■vVTt den Anthrazid-Koohlenbezirken steht ein großer Aus-' stand bevor. Der ^Verwaltungsrat der vereinigten Bergarbeiter des ersten Bezirks beschloß, sofort den Ausstand beginnen zu lassen, falls die Kohlengesellschaften nicht die Forderungen der Arbeiter bewilligen. Wien, 3. Aug. Rach polnischen Blättermeldungen haben anläßlich der Ermordung Plehwes vorgenommene Haussuchungen der russischen Polizei ein ungemein reichhaltiges Material in die Hände geliefert. Aus den Vorgefundenen Papieren geht hervor, daß ganzRußland von geheimen revolutionären Gesellschaften förmlich unterwühlt ist, deren Organisation selbst die höchsten Kreise bis in die unmittelbare Nähe des Thrones einschließt. Das oberste Ziel der Revolution ist, den Zaren zum Verzicht aus die Alleinherrschaft und zum Erlaß einer freisinnigen Verfassung zu zwingen. Die Regierungskreise sind überzeugt, daß Rußland sich am Vorabend einer Revolution befindet und daß nur außerordentliche Maßregeln den Ausbruch einer solchen verhindern können. Wien, 3. Aug. Der Streik der Laftfuhrwerks- kutscher wurde dadurch beendet, daß den Streikenden von zwölf Bedingungen neun bewilligt wurden, darunter 25 Kronen Minimallohn, Sonntagsruhe und Aufhören der Stallwachen. Die Forderung auf Einführung einer llstündigen Arbeitszeit, sowie einer Kündigungsfrist bleibt einer künftigen Vereinbarung vorbehalten. Petersburg, 3. Aug. Kuropatkin berichtet, daß die Armee Kurokis auf dem Wege nach Liaoyang anfangs zurückgeschtagen worden sei. Tie russische Avantgarde warf die japanischen Vorposten zurück, mußte schließlich aber den Rückzug antreten. Das Korps des Generals Bilderling, des Nachfolgers des Generals Keller, hat sich auf das Hauptkorps zurückgezogen. Kuropatkin erklärte, er sei entschlossen, emen Kampf aufzunehmen selbst gegen überlegene Streitkräfte. Man erwartet vor Liaoyang ein entscheidendes G-e- secht. Die Japaner gingen mit großer Schnelligkeit vor. Petersburg, 3. Aug. Der Statthalter Alexetew wird sein Hauptquartier nach Wladiwostok verlegen. Augenblicklich befindet er sich in Charbin. Seit 8 Tagen werden die Vorräte an Munftion und Lebensmitteln, welche in Lraoyang aufgestapelt waren, nach Norden weggeschafst. Der Rückzug in nördlicher Richtung, welchen Kuropatkin gleich zu Beginn des Krieges befürwortet hatte, wird nunmehr beginnen. Chicago, 3. Aug. Der deutsche Botschafter Speck von Stern bürg übernahm den Vorsitz des nationalen Beirats des germanischen Instituts der Northwestern Unioersity. Das Institut hat die Pflege der deutschen Sprache und der deutschen Kultur sowie die Förderung der 93e» Ziehungen zwischen Deutschland und Amerika zur Ausgabe. Telephcmscher Kursbericht. Fr 3l/8% Reicheanleihe . . 102.05 3% do. ... 89.80 3V,% Konsole .... 101.90 3% do.....89.90 3’/2% Hessen .... 100.20 3*/,% Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . . 101.55 4*/6% Oesterr. Silberrente 100.50 4% Ungar. Goldrente . . 100.40 4% Italien. Rente . . . 103.80 41/2 % Portugieser . . . 61.95 3°/ Portugiesen.....61.55 1% C. Türken .... — — Türkenlose......—.— 4% Griech. Monopol.-AnL 47.10 41/,% äussere Argentiner 43 40 ankiiert a X3., 3. August. 3% Mexikaner .... 27.35 Chinesen .... 89.60 Electric. Scbuckert . . . 106.00 Nordd. Lloyd . . . . 100 80 Kreditaktien ..... 200.40 Diskonto-Kommandit. . . 188.20 Darmstädter Bank . . 137.50 Dresdener Bank .... 153.10 Berliner Handelsges. . . 154.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 134.80 Lombarden . ... 17.80 Gotthardbahn.....190.50 Laurahütte...... 252J)0 Bochum ....... 20525 Harpener......214L0 Tendenz: fest. Für die Gesamt-Redaktion verantwortlich: i V. August Goetz. Geschäfts-Empfehlungen beten billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei. Gietzen. vwwwvwwwww Das Einnahmen von Blldern, Spiegeln, Baussegen, Brautkränzen wird gut und billigst besorgt. A/WWWWVAAAAAAAA Das Reparieren öeorg Schmitt Glasermeister 6681 Kaplansgasse 27, Ecke Bahnhofstr. von zerbrochenen Fensterscheiben wird schnell und Grotzte Auswahl in Bilderleisten, fertigen Bildern. Hausfegen und Spiegeln. Stellrahinen - Türf«choner. AAAAAA/WXAAAAAAAAA billig besorgt. Bekanntmachung. Die am Jugendfest teilnehmenden Schülerinnen der höhere« und erweiterte« Mädcheufchnle versammeln sich Donnerstag den 4. August um ls/4 Uhr nachmittags auf dem Hofe der Bürgermeisterei. Gießen, den 2. August 1904. B3/8 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. 23.: Eurschmann. Bekanntmachung. Die Benutzung des öffentlichen Brunnens im Philosophcn- wald ist bis aus Weiteres nicht gestattet, da dem Genuß des Wassers gesundheitliche Bedenken entgegenstehen. Für das Jugendfest mtrb von dem städtischen Wasserwerk für Bereithaltung genügender Vorräte an Wasser zu Genuß- und Wirtfchaftszweckcn aus der städtischen Wasserleitung gesorgt werden. Gießen, den 2. August 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Eurschmann. Gießener Volksbad. Die Bade-Anstalt ist am Imkckq, 4. Mgiß, mchmW Michi i>78 Der Borstand. Warum ist Moskopfs Tmh-hf mit der Traube als bester rheinischer Tafel-Senf bekannt ? Weil der beste Senfsamen den dreifachen Preis des geringsten kostet, MoHkopPn Tranbcn-Senf mit der Traube aber ausschließlich aus den besten und besseren Sorten Senf- saincn mit den feinsten Zutaten hergestellt wird, die geringere« Qualitäten dagegen ohne diese geschützte Signatur in den Handel kommen. 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Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken. b8/8 Ochfeufleifch 45 Pfg. Kuhfleifch 40 Pfg. Schweinefleisch 40 Pfg. [B3/fl Die Freibank ist heute bis 9 Uhr geöffnet. Die Freibank ist morgen, Don- nerstag, von 8—2 Uhr geöffnet. Gassparkochherde Prometheus, Hallersche, Gaggenaucr, 6686 Markana u. s. w. 8MOnd- Asche. Ch. Zimmer Bahnhofstraße 12. Zwiebelkuchen jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von V,9 Uhr an. Mer Schomber _____Walltorstraße 51. 6546 WR Schlucizerkäsc echt Emmenthaler p.Pid.75Pfg., pv l'imbnrger v. Pid. 40 Pfg., pr. .Harzkäse p. Stuck 3 Pfg., 100 Stück 2,65 All. empfiehlt >03413 W. Ullrich, Schloßgaffc 7. Zur geffh Beachtung! Donnerstag, am Tage des Jugendfestes, schliessen wir unsere sämtlichen Büreans bereits um 4 Uhr nachmittags. Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Giessen. 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