Nr. 284 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Freitag 2. Dezember 1904 Erscheint tSglich mit Ausnahme bei VonntagS. Die „Siebener FamUtendlStter- werden dem t^lnAetflel !»st zwe, Stückchen erwählte, di- für ste in keiner Weise paffen Frau Gisela Schneider ist viel zu fesch, um eine Dame derSlristokratie, viel zu robust, um das süße kleme Wiener Madel emes Gourmants vom Schlage des Schmtzlerschcn Anatol scm zu können. Dennoch, obwohl sic sichtlich auf alles das pfeift, was die Autoren als Bedingung voraussetzen, zeigt ste, daß sie eine echte Künstlerin ist. Witz imb Klugheit, eine verwe gene Lust am Derben, ja Frechen lassen sie zwar ganz andere Menschen gestalten als die sind, die die Dichter schufen, aber doch Menschen von fettem Fleisch und frischem, warm pulsierenden Blut Sicherlich ist ihr alle Form, alles Konven wnelle ein Greuel, sind ihr sog. korrekte Menschen unausstehUch, ist ibr jede Gene verhaßt. Das strenge Gesetz, gesellschaftlichen Gebräuchen sich unterzuordnen, kommt ihr zweifellos ^^^Darum ist sie in dem erfolgreichsten Einakter einer nun schon vergangenen Zeit viel mehr „Schulreiterin" als Baronin, viel mehr ein toller Strick, der eS faustdick hinter den Ohren hat, als die Weltdame von unnahbarer Vornehmheit selbstsicherer Gewandtheit und feiner Ueberlegenheit. Fhr fehlt auch der kindlich naive Ueberrnnt des in eine seltsame Situation geratenen, sonst wohl behüteten jungen Mädchens. Daß sich aus ihrem Munde das hübsche Gedichtchen „Kann ich dafür?" wie Musik anhörte, sei indes fettgestellt. Mügllcher- meife war die es kleine Poem allein die Ursache, daß sie diesen E'uakter in ihren Spielplan ausgenommen hat. Em „langweiliger Früh.'ingsnachmittag mit etwas Nebel" war ste ganz gewiß nicht, imb gefoppt hat sie gründlich den famosen rineverwnltung ein prächtiges Domizil vor der Nase weg, und für das preußische Herrenhaus mußte in Rücksicht auf das gegenüberliegende imposante Geschäftshaus derselben Firma ein die Bedeutung dieses Parlaments überragender Monumentalbau geschaffen werden. Ein T>il der Reichs- und Staatsverwaltungen fft denn auch bereits nach dem billiaeren ..neuen Wetten" i'beraesiedelt._______________ Warlaulfntarisch s. Berlin, 1. Dez. (Börsenkommission desReichs- tages.) Nach Annahme der 51 und 52 spricht Bur'lage (Ztr.) gegen die Vorlage: er will die Gebühren beim Terminreaister nicht herabgesetzt haben. — Handelsminister Möller vertüdigte den Vorschlag der Regierung. Nachdem sied bie Abgg. Singer, Dove, Kämpf und Graf Schwerin-Löwitz ftir die Herabsetzung der Gebühren bei dem Terminregister geäußert haben, wird diese tn der vorgcschlagenen Weise angenommen. — Zu § 66 liegt ein Abänderungsantrag Reventlow vor, nach welchem, Börsm- termingeschäfte in einem Geschäftsmeige, für welchen nicht beide Parteien zurzeit des Geschäftsabschlusses in das Börsenregister eingetragen waren, untersagt werden sollen. Geh. Rat Wendelstadt und Abg. Semler bekämpfen diesen Antrag. Auch Handelsminister Möller bittet, an der Vorlage festzuhalten. Nach längerer Debatte wird die Absstmmung über § 66 ausgesetzt, bis über § 68 a, b, c entschieden ist. — Kanalkommission. Zweite Lesung des Gesetzentwurfs 6eh*, den Rhein-Hannover-Ka n a l. Hierzu liegt ein Antrag Schmieding (nntL'i vor, nach welchem die Garantieverbände am Schlepvbetrieb beteiligt sein sollen, Privaten aber die mechanische Schlepperei untersagt werde. Fernev wünscht der Antrag, daß nur die Betriebskosten durch die tzlebühren gedeckt werden sollen. Minister v. Budde hält es nicht für zweckmäßig, auf dem Großschiffahrtswege Berlin-Stettin das Schleppnionovol anulwenden. Auch Schädigungen der Kleinjchiffahrt seien durch das Schleppmonopol zu befürchten, die unter allen Umständen vermieden werden müssen. Völlig anders liege die Sache auf neu herzustellenden Kanälen. Tie Einführung des Schlevvmonopols auf dem Großschiffahrtswege Berlin-Stettin sei also nicht zu empfehlen, v. Budde erklärt weiter, er sei bereit, die Garantieverbände au den Einnahmen teilnehmen zu lassen. Tie Gebühren würden nicht unmäßig hoch angesetzt werden, da eine genügende Benutzung zur Entlastung der Eisenbahnen zu erwarten sei. Tie Einzelheiten des Schleppmonopols bedürften der gesetzlichen Regelung. Die Kommission nimmt zu dem § 9 h (Schleppmonopol) einen redaktionellen Antrag der Konservativen an, lehnt jedoch mit 20 gegen 7 Stimmen den Antrag Schmieding ab. Es folgt die Beratung des § 9 i (Abgaben auf Flüssen). Schmieding lnatl.) begründet den Nation al liberal en Antrag, wonach die Abgabeueiuführung lediglich auf diejenigen Verbesserungen zu beschränken sei, welche, künftig vorgenommen werden. Den Zusatzantrag, die Gebühren für jeden Fluß in eine besondere Kasse zu stlhren, deren Bestände nur st'ir Verbesserungen der Flüsse verwendet werden, begründet er mit dem Hinweis, daß die Gebühren keine Einnahmequelle des Staates im allgemeinen sein sollen. Z>ie Lösung der Saalöauf'age. Gießen, 2. Dezember 1904. Der Plan der Errichtung eines Saalbaues ist der Verwirklichung nahe. In das Staatsbudget für 1905 ist, wie wir aus bester Quelle hören, eine Summe von 72 000 Mk. eingestellt für den Erweiterungsbau unseres Uni- versitätsgebäudes. Das Budget für 1906 soll einen weiteren Betrag von 20 000 Mk. bringen zur inneren Ausschmückung des zu errichtenden großen Universitäts- saaleS. Dieser Saal, der solche Dimensionen erhalten soll, daß alle offiziellen Universitätsfeierlichkeiten sich bequem und in würdiger Form, ohne qualvoll fürchterliche Enge in ihm abspielen können, wird sich dann auch in her- vorragender Weise eignen für die Abhaltung der großen Künstlerkonzerte und mancherlei anderer glänzender Festlichkeiten. Der Bau macht sich dringend notwendig für die im Jahre 1907 uns bevorstehenden großartigen Festlichkeiten aus Anlaß des 300. Jubeltages unserer Universität. Er soll seinen Platz erhalten nach dem physikalischen Institut zu. Diese hocherfreulichen Mitteilungen erledigen einen großen Teil aller bisherigen Erörterungen über die Saalbaufrage. Wir dürfen erwarten, daß die Kammern dieser Etatsposttion ihre Zustimmung nicht versagen werden. Liegt doch der Ausbau unserer Universität, die Erweiterung aller ihrer Teile, die zeitgemäßige und durch die Umstände, den erfreulichen dauernden Anstieg ihrer Frequenz, gebotene Vergrößerung ihrer wesentlichen Räumlichkeiten im Interesse des ganzen Landes. Die allermeisten in der Zahl der strebsamsten und intelligentesten Söhne unserer drei Provinzen reifen hier zu Männern heran, schöpfen hier aus dem Borne der Weisheit und des Wissens. Und das Beste ist für die Jugend gerade gut genug. Die so oft beklagte drückende Enge in der Aula, die z. B. am Philippsfeste dazu zwang, eine nur äußerst bescheidene Zahl von Einladungen ergehen zu lassen, anstatt daß an ihr möglichst weite Kreise erfreut und erhoben würden, wird dann überwunden sein, und die berechtigten Forderungen unserer Universität nach Raum und Weite werden dauernd befriedigt sein. Damit aber erübrigt sich, wie gesagt, fürs nächste auch jede weitere Erörterung der Saalbaufrage, die vielmehr hierdurch für uns erledigt wäre. Es steht ja außer allem Zweifel, daß die Universitättzbehörde ihren Saal zu ernsten künitlerischen । Zwecken stets zur Verfügung halten wird. Ist doch die Kunst eine der hehrsten und schönsten unter allen Lehr- meitterinnen und dient sie doch in gleichem Maße wie die Wissenschaft zur Förderung der geistigen Bildung. Der neue Universitätssaal würde also erst vollkommen seinen Zweck erfüllen, wenn er sich der Kunst dienstbar macht. Er wird das Seine zur Vergrößerung unserer Universität beitragen. Denn es werden sicherlich viele unter den jungen Musensöhnen, die heute den Winter des Gießener Mißvergnügens fliehen, fortan auch im Winter an Gießen gefesselt bleiben, wenn ihnen hier das an hoher Kunst geboten wird, wa8 sie heute in anderen, größeren Universitätsstädten suchen müssen. Dies aber ist ein sehr wejentliches Moment, das unsere parlamentarischen Vertreter bei Beratung dieses Budgetpostens nicht übersehen werden. Wir stehen demnach also heute eigentlich nur noch vor der Lösung der Theaterfrage, der wir nun mit aller Energie entgegengehen können. Kisenöahn-Z(i1ung. Berlin, 30. Nov. Der „Re'chsanz." veröffentlicht in einer Sonderbeilage die Tenksckirift über die Entwickelung der Wütertarife der preußisch-hessischen Staats- c i s e n b a h n e n. ______________________ Bewälrrte Toilett-Ärtikel und Damen stets willkommene Geschenksgegenstände. Es dürfte daher wohlangebracht fein, wenn wir alle Jene, die den Einkauf von Weihnachts-Geschenken zu besorgen haben, auf Doering'S hübsche Weihnachts-Cartons au-merksam machen. Diese Cartons enthalten 6 Stück der berühmten in Damenkreisen so hochgeschätzten Doering's Vnlen-Seife und sind überall ohne Preisausschlag erhältlich. hv®/8 Natur- und ehemaligen Heidelberger Korpsstudenten von kaum glaublicher musterhafter Keuschheit, den Baumpfleger und Gemüsejunker von Meiningshausen, den übrigens Herr Andreas natürlich und frisch darstellte. Herr de Giorgi dagegen hatte sich als der lasterhafte Lebemann und Damenfreund Cäsar arg vergriffen. Statt eines eleganten, geschmeidigen Don Juans von tadellos weltmännischen 91 Huren gab er einen klapperbeinigen öden Gecken, dem jede Kammerzofe auf die Finger klopfen würde, wollte er etwa sich erlauben zärtlich zu werden. Ein so trister Tropf ist dieser Baron Wedding wahrlich nicht, im Gegenteil, ein weltkluger Rous und Frauenherzensieger. Das „Abschiedssouper", das bühnenwirksamste Stück aus dem lieben Anatolcyelus Schnitzlers, kannte man hier von dem Wiehe-Gastspiel her. Die schöne Dänin, deren vollendete choreographische Kunst die darstellerische Wahrscheinlichkeit beeinträchtigte, deren raffinierter Außenkunst der Begriff „Seelenanalyse" völlig fremd ist, hatte auch hierin einen blendenden Toilettenluxus gezeigt, so daß man sich fragen mußte, rote kann man, so gekleidet, solchen plebejischen Hunger haben. Frau Gisela Schneider kam auf die Bühne gerannt mit lose über den Gürtel herabhängender Bluse, mit der Wildheit eines schlecht gezähmten Tieres, mit barbarischen Muskelbewegungen. Man erschrak nicht allein ob dieses Kontrastes. Wo mar die amüsante Grazie und bestrickende Liebenswürdigkeit des Wiener Poeten geblieben? Das war ja gewöhnlichste Galanterieware, statt feiner Salonkunst. Wo waren die echten, zarten, gewinnenden Töne, die einem den Dichter so lieb machen! Diese Annie ist doch, wenn auch eine leichte, so doch immerhin eine Dame aus der Kulissenwelt, ein Mädchen, das ein so eleganter junger Mann wie Anatol intimen Umganges für wert erachtet. Das toll Ausgelasfene, das Freche in" dieser Rolle brachte Frau Gisela Schneider ja mit verblüffender Echtheit heraus, aber was sie da bot, war weniger pikant als elementar gemein, daS hohle Plappern eines Vogelhirns von nichts weniger als ansprechender Naturalistik. Viel besser traf Herr Andreas den Anatol- typ, Herr de Giorgi aber versagte cnich hier. Das Parkett des Salons ist eben nun und nimmer fein Feld. In ihrem Element war Frau Gisela Schneider nur in den „Chansons". Daß |ic nii ungewöhnlich begabter weiblicher Komiker von ebenso viel natürlichem Temperament als reifer Bühnentechnik ist, lehrten ja auch, trotz allem, die beiden Einakter. Als Soubrette aber, ober sagen wir, weil's besser klingen soll, „Diseuse", riß sie! durch ihre drollige Urwüchsigkeit alles zu lauter Heiterkeit hin. .Hier zeigte sie einen prächtigen frischen, bei aller nötigen Derbheit und Chargierung niemals übertriebenen 5MMor. Zu pointieren versteht sie meisterhaft. Das Lustigste und zugleich am komischsten Vorgetragene waren „die freche Ratte" von Meyer-Hellmund und eines der Roseggerschen Bauernlieder: „Die Verseymähte". Frauj Gisela Schneider ist auch eine treffliche Meisterin des Gesangvortrags im komischen Volkston, eine Darstellerin von echtem Soubrettenblut, von übermütig sprudelnder Laune, von! bei Frauen äußerst seltenem, darum um so staunenswerteren, komischen Charakterisierungstalent, von urwüchsiger Ungeniertheit und Naturwüchsigkeit. Ihre Mimik ist ungemein' lebendig und von der packenden Kraft einer starken Individualität. Und sie hat gute Chansonsdichter, neben Heinrich Heine uub Rosegger den Traumulus-Poeten Arno Holz-^ den witzigen Ernst Eckstein, Csteßens berühmten Sohn, icv deren geschriebenen starren Worten sie indes erst durch ihr selbsteigenes kiinstlerisches Verfahren leuchtendes Leben leibt. Ihre Technik ist verblüffend. Die Nüancen in der Mimik und in der Färbung des Tones sind zahllos.. Obwohl sie die Mätzchen sehr liebt, lote es scheint, ist sie doch dem Schablonisieren nicht verfallen. Was sie vorträgt, nimmt vor dcm Augen des Zuhörers plastische Gestalt an, bewegt sich, lebt ein lustiges, ein rastloses, quecksilbriges Leben, daß man selber mit fortgerissen wird, sei's nunj mit den das alte Mütterchen weckeitden Husaren, ober mit den Heinzelmännchen ober mit der frechen Ratte. Frait Gisela Schneider ist keine glänzende Schönheit. Aber ihre Angen sprühen von Lebhaftigkeit, ihr Stmnpf- näschen ist recht kokett und pikant und besonders schon sind die Zähne. Und bann — merkwürdig wie appetitlich der gestrige Abend war. Die Schulreiterin schlemmt ebenso üppig wie die Ballettratte des SchlußeinokierS. Heines Lied beginnt: „Sie saßen und tranken am Teetisch". Dann verdarb sich Herr Meyer an 13 harten Eiern und der Attache an 6 Tellern russischen Salates den Magen. Und die Heinzel- inannchen verzehrten allen !^eiltachtsmarzipait. Bei derartiger geistiger Kost muß man ja rundlich werden! P. W* Gegr. Meine 1830. 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Dezember abends 8V2 Ahr i in den Neuen Saalbau (früher Neins Kurten) ein und bitten um zahlreiches Erscheinen. Der Landtagsabgeordnete Herr Justizrat Dr. Gutfleisch hat das Referat übernommen. WPeslhernkgserKleillkinser-Beninhmfin^ Weihnachten rückt heran! Am 4. Advent-Louutag, den 18. Dezember d. 3., soll die Christbescheruug für die Kinder unserer Anstalt stallstndcn. Wir haben für 240 Ain der die Bescherung hcrzurichten und den Weihnachtstisch mu Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber auch Gelbgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für Misere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbeuannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 31; Frau Kommerzienrat Hcyligcn- staedt, Liebigstraße 49: Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwig- Itraße 7; Fran Professor Leist, Moltkeslraße 30; Frau Pfarrer Raumanu, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckslraße 11; Frau Lina Schwall, Ostanlage 36; Fräulein Luise Wortmann, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß es die Klein- kinderschulschwestern sind Tiezstraße 15. Gießen, den 11. November 1904. v11/11 Der Vorstand der Klemkinder-Bewahranstalt. Tr. Naumann. PALMIN feinste Pflanzenbutter 50°/o Ersparnis gegen Butter! unübertroffen zum kochen, braten u. backen (tl, Mainzer Alrtienöier Vf 2lascht! IS Pfg., Vf Flasche A Pfg. Wiederverkäufer erhalteii Rabatt. 7922 Gotthilf Röhrle, Gießen. 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Die wichtige Tagesordnung (u. a. wird über die abermalige Erhöhung des Sterbegeldes beraten) erfordert ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, weshalb an dieser Stelle nochmals aut die Versammlung aufmerksam gemacht wird. § Großen-Lrnoen, 1. Tez. Nachdem man schon seit einigen Jahren die Wiederherstellung unserer Kirche plant, ist jetzt endlich ein Kostenanschlag der Renovierung von einem Architelten ausgestellt worden, wonach ca. 26 000 W. erforderlich sind. Gineti großen Teil dieser Kosten wird die Kircheurasse übernehmen, während die Gemeindevertretung ebenfalls eine größere Suntme beitragen will. Der Kirchen- und Ortsvorftand haben sich in Eingaben an die 1. und 2. Standetammer und die Regierung gewandt und um einen Beitrag zu den Baukosten aus Sraarsmitteln nachgesucht. Die Kirche ist die alte st e Kirche in Ober!) ess en, wenn nicht in ganz Hessen und eine der ältesten Deutschlands. Um das Jahr 9 2 0 bis 950 n. Ehr. ist sie von schottischen Atönchen erbaut worden und zwar in Basilika- oder Kreuzstil. Das Gotteshaus steht aus einem Hügel, den vorher ein heidnischer Götzentenipel krönte. Teile der Bild Hauer arbeiten, namentlich am tzauptportal, deuten noch aus die vorchristliche Zeit hin, aus der sie auch jedenfalls stammen. Mit der Kirche entstand gleichzeitig dabei der Ort Großen-Linden, sodaß Ort und Kirche auf ein fast tausendjähriges Bestehen zurückblicken. Grund- und Umfassungsmauern, Türme und Portale stehen noch wie sie gegründet wurden. Ter Hauptturm zeigt auch noch die Fenster im Basilikastil, während diese im übrigen Teil der Kircy-e der Zweckmäßigkeit halber geändert wurden. Besonders schöne und gut erhaltene Bitdhauerarbeiten zeigt das Hauprportal an der Westseite der Arche. Zahlreiche Kunst- und Altertums- jreunde haben diese besichtigt und bewundert. Schon in den ältesten Urkunden des Klosters Lorsch werden Stadt und Kirche Großen-Linden erwähnt. Tie älteste Glocke ist 451 Jahre alt und trägt die Jahreszahl 1453. Philipp der Großmütige, der bekanntlich ost in Gießen residierte, hat 1561 gelegentlich einer Renovierung des DachwerkS das Holz aus seüten Gießener Waldungen zugewiesen. Der Tenkmalpsleger Pros. Walde- Darmstadt hat das Gotteshaus wiederholt besichtigt. An der Kirche haben sich besonders im Hauptturm seit Jahren bedenkliche Risse gezeigt. Im Innern des Gotteshauses ist ein Umbau des Schisses und des Chors erforderlich. 4- Grüningen, 1. Dez. Herr Georg Hrch. Bender wurde als Stiftsrechner der Ad. Jsheim'fchen Stiftung verpflichtet und in dieses Amt eingeführt. Offenbach, 1. Dez. Bon Lieh vom Besuche seiner hohen Braut kommend, ttaf der Großherzog in einem von höheren Bahnbeamten geführten Exnazug gestern nachmittag um 3 Uhr 30 Min. in Begleitung des Oberstallmeisters und Kammerherrn Fahr. v. Riedesel am Bebraer Bahnhof ein, begrüßt von den Herren Kretsrat v. Hvm- bergk zu Bach, Oberbürgermeister Brink, Oberst Ochwabt, Kreisamtmann Gennes und Kreisamunann Emmertmg. Nachdem der Fürst, der ebenso wie sein Begleiter in Zivil war, die Herren in huldvollster Weise begrüßt hatte, begab er sich nut ihnen durch den Fürstensalon zum Bahnhofs- platz, wo er von dem sehr zahlreichen Publikum nut Hocy- und Hurrarufen empfangen wurde. Daun ging die Fahrt in zwei Wagen durch die mit Flaggen reich geschmückten Straßen zur Toiletteseifen- und Parfümene- s a b r i k v o n G u st a v B o e h m in der Sprendlingerstraße. Am Tor der Fabrik stellte Herr Kreisrat v. Hombergk die Inhaber Theodor und Gustav Boehm dem Großherzog vor. Im Privatkontor, wo die nächsten Familienangehörigen versammelt waren, überreichte Frl. Schmaltz mit einigen sinnigen Versen einen Blumenstrauß, über den sich der Fürst ehr freute, wie er sich auch in liebenswürdigster Weise mit den Anwesenden unterhielt. Bei dem Rundgang durch die Fabrik nahm der Fürst zunächst eingehend die Seisensabri- kation in Augenschein, wobei er sich ganz besonders für Die neue Art der Seijentrocknung und für die Maschinen und Pressen zur Herstellung der ^eifenstücle interessierte. Nacht minder beachtet wurde die Parfüm, abriluiion, die Lagerräume für alkoholhaltige Parfümerien, die Rohprodukte, die künstlich hergestellten Riechstosse und die vom Ausland ein geführten Stosse, wie Mojchus und Zibeth, ferner du Gläser-Schwenk- und Füllräume, die Packereien und die M buit’ mir (inner einen Storch! Fay's ächte Sodener Mineral - Pastillen haben meinen merj Katarrh wahrhaNig bis auf die letzte Spur verjagt 1 'Jian | I soll's nicht denken, wie viel die prächtigen Ringer nutzen. ■ Bi Gellern tonnte ich nut jedem Köter um die nnngl Bon jetzt ab kommen mir tfayS eoOcuci iud)t Bl« nicliv NUS bev Laich«. P«r ed)«id,icl zu 8» P's> überall ^u haben. VA all aehte am den viamen »pay .nv , Musterzimmer mit den je nach den Ländern, wofür die Ware bestimmt ist, verschiedenartigen Packungen. Das lebhafte Interesse des Fürsten fand eine große Landkarte, auf der die über die ganze Welt verstreuten Llbsatzgebiete der Firma farbig eingezeichnet waren. Die Besichtigung dauerte über eine Stunde. Ganz besonders erfreut war der Großherzog Über einen Blumenstrauß, der ihm beim Verlassen der Fabrik von 's en beiden kleinen Knaben des Herrn Th. Boehm übergeben wurde; der Fürst, der ja als Kinderfreund bekannt ist, unterhielt sich längere Zett in herzlicher Art mit den Kleinen. Vtach kurzer Fahrt durch die Louisenstraße war die in der Geleitsstraße gelegene Taschenbügel- und Phantasie-Metallwarenfabrik von E. Ph. Hinkel erreicht. Auch hier bewies der Großherzog, der ich durch sämtliche Räume führen ließ, ein erstaunliches Jn- eresse für die verschiedenen Fabrikattonszweige. Er sprach viele Arbeiter an nnd ließ sich von ihnen die Einzelheiten' der Herstellung dieses oder jenes Gegenstandes genau erklären. Erst nach U/2 Stunden war die Besichtigung der Fabrik beendet. Nachdem der Großherzog den Inhabern seine größte Anerkennung für das Gesehene ausgesprochen hatte, begab er sich in die Wohnung des §errit Kreisrats v. Hombergk. Tas Abendessen zu 20 Gedecken dauerte bis gegen 7 Uhr, und 10 Minuten nach 7 Uhr erfolgte die Abfahrt nach dem Konzertlokal, um dem Festkonzert des Turnersängerchors anzuwohnen. Dort wurde der Landesherr mit Jubel begrüßt, worauf ein in einer Hymne ausklingender, schwungvoller und gehaltreicher Prolog, gedichtet von Dr. Eduard Otto, Direktor der höheren Mädchenschule, eindrucksvoll von Frl. Gertrud Gluck gesprochen, der Tochter des Kgl. Musikdirektors August Glück, des Dirigenten der Turnersänger, folgte. Daß die musikalischen Darbietungen gut waren, bewies der lebhafte Beifall, welcher jeder einzelnen Nummer folgte und zu dem jedesmal der Großherzog durch Händeklatschen das Zeichen gab. Nachdem das Konzert beendet war, erhob sich der Großherzog und ließ die Vorsitzenden des Sängerchors, Herrn Karl Steuerwald und Lehrer Diehl, sowie Herrn August Glück zu sich entbieten. Er sprach ihnen die größte Anerkennung über die Leistungen des Ehors aus und äußerte, er wünsche, bald wieder einmal einem Konzert beizuwohnen, wenn möglich mit seiner zukünjtigen Gemahlin. Nachdem er sich^ auch die mitwirlenden Damen, soivie Herrn Redner und Herrn Direktor Dr. Otto halte vorstellen lassen, welch allen er seine hohe Bejriedigung über oeh schönen Abend ausdrückte, verließ er den Saal, begleitet von den begeisterten Hoch^ rusen des Publikums. Die Fahrt ging direkt zum Bahnhof, von wo ttni halb 10 Uhr nach freundlicher Verabschiedung von den Osjen'oacher Herren die Abfahrt nach Darmstadt erfolgte. (Ofsenb. Ztg.) w. Aus dem Kreise Wetzlar, 1. Dez. Vom heu- Muschenheim zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der obenangegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen schriftlich einzureichen. Friedberg, den 28. November 1904. Der Großhtr.rgckche 6c tw reiuiguugskommissar: Spanier, Kreisamtmann. ZUM 2. Arzemvcr 1904. Gießen, 2. Dez. Der heutige Tag ist ein bedeutsamer hundertjähriger Gedenktag für die Geschichte Frankreichs, ein trüber Erinnerungstag in t>er Geschichte Deutschlands. Am ... Dezember 1804 erhielt die Kais erpr o kl am atron des französischen Usurpators Bonaparte die kirchliche Weihe. Diesem Krönungsackle war im Kriegslager zu Boulogne ein militärisches Schauspiel vorausgegangen. Hier empiiug der abenteuerliche Imperator, auf einem eisernen Armstuhle sitzend, dessen sich -einst König Dagobert bedient haben soll, in der Mitte zwischen zwei unermeßlichen Kriegslagern, den Kanal und Englands feindliche Küste vor sich habend, die Huldigung feiner jubelnden Truppen wie vormals die Könige der Frankwi, die von ihren Soldaten auf den Schild erhoben wurden. Napoleons Rundreise durch die neu erworbenen Rheinlande glich einem Triumphzuge. In M arnz wetteiferten die Wrsten Suddeutschlands, mit den überschwenglichsten Phrasen der Unterwürfigkeit dem korjischen Emportömmling ihre Huldigungen darzubringen. Der deutsche Kaiser nahm den Titel eines Kaisers von Oe st er reich ani und löste damit das letzte Bawd, das ihn an das alte deutsche Reich fesselte. Preußen hatte nicht den Mut und die Beharrlichkeit, sich an die Spitze eines norddentschmi Bundes zu stellen, um den weiteren Zielen französischer Begehrlichkeit einen Damm entgegenzusetzen. So iginy das abendländische Kaisertum vom Hause Habsbura an einen emporgekommenen Gewaltherrscher über, der sich ajls der Nachfolger Karls des Großen be- brachtete. _ . Der bereits fast überall, mit Ausnahme von Rußland, England und Schweden erlangten feierlichen öffenttichen Anerkennung feines? neuen Ranges wollte der noch an den alten Formen festhalteude eitle Korse durch einen feier- lickien Akt der Krönung eine glanzvolle Weihe verleihen. Er erinnerte sich> daß Papst Leo einst auf das Haupt Karls des Großen eine goldene Krone gesetzt und ihn als römischen Kaiser ausgeruf'eu. Papst Pius VH. sollte dasselbe tun ?ür einen Kaiser, des,en Macht dee des Karolingers noch ui übertreffen suchte. Während Karl selbst nach Rom reifte, um etwa tausend Jahre vorher seine Krone aus den Händen des Papstes entEeuzunehmeu, sollte ^etzt der Papst nach der französischen Hauptstadt kommen, um den sranzosifchrn Usurpator zu tt. um >i. Und der Papst fand sich aus polt- tilrhen Gründen den it, die gefahrvolle Reise über die steilen Gebirgswege der Alpen am 5. November anzutreten. Am 15. November traf er in Fontainbleau mit Bonaparte zu- ammen, und dieser zeigte eine berechnende Hochachtung gegen den kirchlichen Würdenträger, wie sie ein Karl der Große, „sein Vorgänger", gegen Papst Leo nicht größer bewiesen haben mochte. Am 2. Dezember fand die Krönung in der alten Domkirche „Zu Unseren lieben Frauen" unter großem Gepränge statt. Der neue Kaiser legte den Krönungseid auf das Evangelienbuch und in der Form ab, in der ihn der Papst vorsprach. Doch zeigte nun der Akt der Krönung den Mann seines Jahrhunderts. Während einst der Statthalter Ehristi die Krone dem Kaiser aufs Haupt setzte, wollte Bonaparte öffentlich) beweisen, daß er eine neue Würde nur seinen beispiellosen Erfolgen ver- )anke. Er nahm die Krone selbst vom Altar und setzte sie ich auf, und ebenso krönte er seine Gemahlin. Herolde verkündeten, daß der „dreimal glorreiche und hochgelobte Napoleon, Kaiser der Franzosen, gekrönt und eingesetzt sei". Fünfzig Jahre später bestieg wieder ein Napoleonide nach Beseitigung der republikanifchen Formen den Kaiserthron Frankreichs. Wieder dieselbe Begehrlichkeit wie unter dem 1. Korsen nach Deutschlands Gauen. Diesmal sand ich die deutsche Viation zusammen. Aus der blutigen Saat auf Frankreichs Gefilden erwuchs die deutsche Kaiserkrone. i Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Karl Schön zu Ruttershausen ist ein Fall von Notlaufseuche festgestellt worden. Gehöftssperre ist verhängt. Gießen, den 30. November 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ,_________________I. V.: Hechler__________________ Kekmmlümchung. Die Rothlaufseuche unter den Schweinebeständen des Friedrich Pfaff und der Anna Schupp zu Lollar ist erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Gießen, den 30. November 1904. Großherzogin ,a. i mt Gießen. -_________I. V.: Hechler.___________________ Kekanntmachung. Betr. r Viehseuche in Gemarkung Bettenhausen. Die Rotlaufseuche unter dem Schweinebestand des Joh. Hch. Matthes IO zu Bettenhausen ist erloschen. Die Sperre wurde aufgehoben. Gießen, den 29. November 1904. Großhcrzoq.! tzes Sire Warnt Gießen. _______________& V.: Hechler._________________ Gießen, den 1. Dezember 1904. Betr.: Neuausgabe der amtlichen Handausgabe der allgemeinen Bauordnung. Das Grotzherzosiliche Kreisamt Gtetzeu s» die (Krvhh. B-Ürgermeiftereteu des Streife*, Die von ihnen bestellte Neuausgabe der allgemeinen Bauordnung ist hier eingetroffen und kann auf unserer Registratur gegen Zahlung von 80 Pfg. in Empfang genommen werden. __________Dr. Breidert.________________________ Kekanntmachung. Betr.: Feldbereungung in der Gemarkung Bettenhausen. In der Zeit vom 6. Dezember l. Js. bis ciu= schließlich 12. Dezember l. Js. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen folgende 8631 Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen Gold-, Silbersowie versilberten H ar en empfiehlt Nv« 284 Drittes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 2. Dezember 1904 Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. jRP Die „Gießener KamillenbDtter" werden dem B || W Q Kj A vA H ^Anzeiger viermal wöchemlich beigelegt. Der S iV WM W D W M, W W -^rsstsche Landwirt*' erscheint tüonatlich einmal. AW 'v e» V" 'v ** äumunas Ausverkauf In Bezugnahme auf meine Voranzeigen beginnt nunmehr der Räumungs-Ausverkauf Samstag den 3. Dezember 1904. Ich habe alle Waren zu horrent billigen Preisen herabgesetzt, doch würde cs zu weit führen, alle am Lager befindlichen Artikel mit Preisen aufzuzählen, weshalb ich meine verehrte Kundschaft höflichst ersuche ilie in meinen Schaufenstern mit herabgesetzten preisen Versehenen Waren zu besichtigen. Folgende Posten habe ich separat auf Tischen ausgelegt: Einen grossen Posten Herren - Paletots und -Ulsters Einen grossen Posten Herren- und Knaben-Capes Einen grossen Posten Knaben- und Burschen-Paletots Einen grossen Posten Herren- und Burschen-Anzüge Einen grossen Posten Loden-Joppen Einen grossen Posten Herren-Buxkin Hosen Einen grossen Posten Knaben-Buxkin-Anzüge O Einen grossen Posten Bnxkin- und kainnigarn- WW- Reste. Sonntag ist mein Geschäft "bis abends 7 Uhr geöffnet. Dari Frensdorf Giessen. Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. Erstes Blatt Samstag 3. Dezember 1904 Gchalpratz« 1. Ubreffe für Tfveld)Ot! Anzeiger «tetze«. ^emfprfd)an1d)luQ 9h 51. 154. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen Str. «85 •titelet »Lgttch aube, tzannrags. Dem Gletzener Anzeiger «erden im Wechsel mit dem lsesfilchen Landwirt die Siebener KamUien» llfitlei viermal in bet Woche beigelegt. AotattonSbrnck a. Verlag bet Brühl 'schert Nnwerl.-Buch-u. 6tetn* bruderei. 8t 8a«g* Reboftlon, fcrvebttloe veLNg»prei»r monatlich^ ’HU oterteU tSbrltd) DU. 2JO; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Poft Mk. L.— Viertel jährt. auSschl. Bestellst« Annahme von Anzeigen für d»e TageSnummer bis oormütagS 10 Uhr, ßtilenpretft: lokal 12Pf^ auSwärtS 20 Pfg. Verantwortlich füi den polt! und augem, teil: U Wittko: Mr «Stadt und Land^ und , GenchtSj aal E-. August Goetz, für den Anzeigenteil: banS Beck. bonnenten. Di, Heutig, Kummer umfaßt 24 Seiten. Volilifche Tagesschau. Ruhig Blut! -tt- B e r l in , 2. Dezember. fhlt die Agrarier ist das Fehsschlagen der Wiener Unter* handsnngen eine lieblich klingende Botschaft gewesen. Ein frischer fröhlicher Zollkrieg mit Oesterreich-Ungarn, diesem Konkurrenten der deutschen Landwirtschaft, unter Anwendung hoher deutscher Kampfzölle Barriören aufrichtend gegen die Einfuhr von Vieh, von Gerste und Malz: das wäre etwas, was unsere extremen Agrarier brauchen könnten. Tie landbündlerische „Taqesztg." ist denn auch unermüdlich, die Regierung für ein energisches Vorgehen scharf zu machen. Nur keine Nachgiebigkeit, keine überflüssige Höflichkeit, keine falsche Rücksicht auf die politischen Beziehungen! Zweimal täglich bekommt Graf Bülow solche Ratschläge vorgesetzt. Wenn man das im Ausland liest, dann wird man dort kaum den Eindruck erhalten, daß unsere Regierung eine besonders starke Position gegenüber Oesterreich-Ungarn hat. Denn es ist nötig, jemandem Mut und Entschlossenheit zuzusprechen, der sich seiner Haut zu wehren weiß? Von der extrem agrarischen Presse werden gern bricmnen als ,.Agenten des Auslands" bezeichnet, die einer Verständigung das Wort reden. Indessen, der Wunsch nach Verständigung. geht davon aus, daß ein Zollkrieg, obwohl Deutschlands Position von vornherein durch das Uebergewicht der Einfuhr von Oesterreich-Ungarn her weitaus günstiger ist, im Interesse des Handels und der Industrie nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Und ob die Führer des Bundes der Landwirte es bestreiten mögen: unter dem wirtschaftlichen Streit würde sehr bald auch die Festigkeit des Bundesverhältnisses frit leiden haben. Auf beiden Seiten hegen die Negierungen den aufrichtigen Willen, es nicht zum äußersten kommen zu lassen. Allerdings wird von deutscher Seite, da auf eine Einigung im Laufe dieses Monats kaum zu rechnen ist, am <31. Dezember der geltende .Handelsvertrag gekündigt werden. Ties muß geschehen, weil am 1. Januar 1906 der neue deutsche Zolltarif in Kraft tritt. Am selben Tage werden auch die neuen Handelsverträge in Kraft treten, die bereits zum Abschluß gelangt sind und demnächst den Reichstag beschästigen. Uebrigens hat, worauf aufmerksam gemacht wird, auch Griechenland, mit dem ebenfalls noch kein neuer Vertrag zustande gekommen ist, wie Oesterreich-Ungarn die Kündigung des jetzigen Vertrages vor Mlauf dieses Jahres zu erwarten. . . . Nachdem die Kündigung erfolgt ist, braucht keineswegs ein wirtschaftlicher Kriegszustand an zu heben, sondern es ist noch während des ganzen Jahres 1906 Zeit und Gelegenheit, mit Oesterreich-Ungarn sowohl wie mit Griechenland einen neuen Handelsvertrag abzuschließen, dessen Wirkung dann am 1. Jan. 1905 beginnen würde. Also die Situation ist durchaus nicht darnach, um mit der leidenschaftlichen Erregung erörtert zu werden, wie sie namentlich in Wien und Budapest zum Ausdruck kommt. Ebensowenig bedarf es der Flammenschürung auf Seiten der preußischen Agrari -r. Es ist zu erwarten, daß die Beratung der Handelsverträge im Reichstag, in der Graf Pofadvwsky nähere Mitteilungen über seine Wiener und Budapester Mission machen dürfte, auf Oester- reich-Ungarn einen guten Einfluß ausüben wird. Tie Tatsache, daß sechs auswärtige Staaten mit Deutschland zu neuen Verträgen gelangt sind unter Bedingungen, die von diesen Staaten als wertvoll und hinreichend erachtet wurden, spricht doch dafür, daß die deutschen Fordewmgen fr ine unbilligen ober gar unerhörten. Zumutungen an das Ausland enthalten. Graf Posadowskl) ist vi-'lleicht, bei all seiner Beherrschung oer Handelspolitik, gerade für die Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn zu sehr ein die Offenheit liebender Staatsmann und nicht Kaufmann genug gewesen, der das, was er bi-'tet, ins Licht zu setzen weiß. Graf Posadowskp war heute im Reichstag und pflog mit dem Präsidenten Grafen Ballestrem eine längere Unterredung. * Pückler.Jntermezzo. —i— Berlin, 2. Dez. Der schlesische „Dreschgras" hat's erreicht. Er sieht sich auf Grund der volksparteilichen Interpellation vor das Tribunal de/ Reichstags gestellt. Heber den Verlauf der Pückler-Debatte f(rnrt ja kein Zweifel fein. Vielleicht werden auch die antisemitischen ?lbgeordneten in ihrer Mehrzahl diesen exzentrisch ver- anlagttn Herrn von ihren Nockschößen abschütteln. HöckOens daß ihm in seinem Geschäftsfreund, dem Abg. Bruhn, Verleger der „Staatsb. Ztg", ein Fürsprecher ersteht. Staatssekretär Tr. Ni^berding durfte sich in Beantwortung der Jnterpellatton, der Sachlage entsprech-end kurz fassen. Ti? Zeit des Reichstags ist zu kostbar, um über Gebühr einem unmöglich ernst zu nehmen^ den Agitator gewidmet zu werden. Aber es kann ein heiteres Intermezzo werden, falls es dem „Treschgrafen" und seinem tatendurstigen Anhang gelingt, Zutritt zu den Tribünen zu erlangen. Der Reichstag mag sich dann immerhin auf Verbalinjurien aus der Höhe gefaßt machen. Graf Pückler und seine Leute sind arab in solch-n urmück sioen Einsäll"N. Tentsckes Neich. Berlin, 2. Tez. Ter Kaiser unternahm heute einen Spaziergang im Tiergarten, stattete dem Reichskanzler Grafen v. Bülow einen Besuch ab und hörte später litt Königlichen Schlosse den Vortrag des Hausmintsters von Wedel. — Reichskanzler Graf Bülow hatte heute eine Unterredung mit dem Grafen Posadowskp. — Zu der Meldung, daß kein österreichischer Minister und kein bei den Handelsvcrtragsverhandlungen beteiligter Kommissar sich bei der Abreise Posadowskys am Bahn- Hofe eingefunden habe, schreibt die „Nat.-Ztg": In Wirklichkeit stattete Graf Goluchowsky dem Grafen Posa- dowsky vor dessen Abreise einen freundschaftlichen Besuch ab, in dessen Verlauf von den beiden St-aatsmännern vereinbart wurde, daß Graf Posadowskys Mission in Wien erledigt sei und er keine Besuche mehr empfangen wolle. — Dem Kultusminister hatte der Verband fortschrittlicher Frauen vereine die Bitte unterbreitet, das Korsett in den preußischen Schulen verbieten zu wollen. Tabei wurde aus die schweren Schädigungen hingewiesen, welche das Korsett auf die Atmungs-, Ver- dauungs- und Unterleib sorg an e ausübe, und als ganz widersinnig das Tragen des Schnürleibes bei den Turnübungen bezeichnet. Im Königreich Sachsen ist die Maßregel oes Verbots bereits durch Erlaß des Kultusministers vollzogen. Auf diese Eingabe hat der Kultusminister erwidert, daß er schon vor ihrem Eingang zum Gebrauch einer geeigneten Kleidung durch die jungen Mädchen Anregung gegeben habe: durch Hinweis der ihm unterstellten Behörden auf die hygienische Abhandlung des Tr. med. Julius Krebs in Breslau „Wie sollen sich unsere jungen Mädchen kleidend Wegen etwaiger weiterer Maßnahmen seien Erwägungen eingebettet Kiel, 2. Tez^ Ein vom Konsistorium eingeleitetes Disziplinarverfahren gegen den Pastor von B r i n ck e n in Svandet, Vertrauensmann der dänischen Partei, endete mit der Pensionierung des Geistlichen zu Neujahr. Stettin, 2. Dez. Sämtliche beim Eisenbahnbau Stargard-Küstrin beschäftigten russischen Arbeiter wurden durch die preußische Negierung nach Rußland ausgewiesen. Schwerin, 2. Dez. Bei der Reichstags st ich- wahl wurden bis abends 11 Uhr fürBüfing (na t.) 9832 und für Antrick (Soh.) 8738 Stimmen abgegeben. Aus 157 Ortschaften stehen die Ergebnisse noch aus. Braunschweig, 2. Dez. Gegenüber anderweitigen Meldungen stellt die „Braunschw. Landesztg." fest, die seit einiger Zeit schwebenden Verhandlungen zwischen Braunschweig und Preußen weg-n der künftigen Gestaltung der Lotterie seien noch nicht abgeschlossen. München, 2. Dez. Prinz Friedrich von Hohenzollern ist heute nachmittag gestorben. (Ter Verstorbene war der zweite Bruder des Fürsten Leopold. Er^war^ geboren 1843.)________________________________ «Heer und Htotte. Dresden, 2. Dez. König Friedrich August hielt anläßlich der heutigen Rekruten-Vereidigung der Dresdener Garnison folgende Ansprache an die Rekruten: Soldaten! Sie baden jetzt unter Anrufung GotteS des Allmächtigen und Allwissenden den Fahneneid geleistet. Was Sie jetzt in ihrem Eid ihrem König gelobt und versprochen haben, soll Ihnen durch Ihr ganzes Leben eine Richtschnur sein und bleiben. Sie sollen mährend Ihrer Dienstzeit Pflicht und Treue wahren. Ich hege die Erwartung, daß ein Jeder sein Land lieben, das Gelobte halten und dem Kaiser und dem Gesetz gehorsam sein werde. Ich hoffe, daß auch Sie wie die Armee in der großen Zeit vor 34 Jahren mit Blut und Leben für unser Vaterland eintreten werden und sich, wenn Deutschlands Armee eS verlangt, stets als pstichtgetreue, vaterlandsliebende und tapfere Soldaten bewähren werden. Ich knüpfe daran die Erinnerung vom vorigen Jahre, wo meine Armee unter der Regierung meines hochseligen Herrn VaterS die Ehre hatte, neben preußischen Truppen aus S. M. des Kaisers Munde das allerhöchste Lob zu ernten. Seien Sie nach dem Beispiele Ihrer Vorgänger der alten Sachsentreue eingedenk gegen König und Vaterland und Kaiser und Reich!_______________________________________ Ausland. Rom, 2. Tez. (Kammer.) Auf Anfrage über die Vorgänge in Innsbruck erklärt Minister T i t t o u i: Tie Ereignisse in Innsbruck können nur beklagt werden. Indessen kann eine Ausschreitung einer erregten Volksmenge nicht die Bande lockern, die deutsche Wissenschaft und Zivilisation mit der italienischen verbinden und die Beziehungen zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn nicht beeinflussen, die ihre tiefen Wurzeln im Schutze der großen Interessen, in der Arbeit zur Erreichung großer Ziele und in den festen loyalen Absichten der beiden Regierungen haben. T a n g e r, 2. Tez. Harris, der Ko rre s p o n d e n t d e r Londoner „Times" wurde in der letzten Nacht in seinem Haus durch Benimsawers angegriffen, die sehr entschlossen versuchten, ihn gefangen zu nehmen. Die Bergbewohner hatten das HauS geräuschlos umzingelt, die Wachen, ohne zu schießen, überwältigt und einen, der Alarm )it schlagen versuchte, erstochen. Die Wache sagte den öeuimsawers, daß Harris in der Stadt wäre. Tie Angreifer warteten einige Zeit und Aogcn sich zurück, nachdem sie den Wachmannschaften die Gewehre und Kleider fortgenommen hatten. Harris hat aus Ersuchen der britischen Gesandtschaft sein Haus verlassen. Tie britische (^sandt- chaft hat den Vertreter des Sultanö, Muhammed el Torres tni) den Hof benachrichtigt, daß sie die Regierung für eben Schaden haftbar mache, der durch die Plünderung oder Zerstörung des viele Kostbarkeiten enthaltenden Hauses entstehen sollte. Tie Beuimsawer haben heute die in der Nähe des Hauses ausgestellte Wache a!bermals angegriffen, einen Mann g etö tet und den übrigen eine> Anzahl Gewehre und Patronen abgenommen. Gerüchtweise verlautet, daß in der letzten Nacht, als das Feuern vernommen wurde, bemannte Boote des französischen Kriegs-^ schiffes „Kleber" gegenüber dem Hause Harris in See gegangen, aber, nachdem die Mannschaften mehrere Salven? abgegeben hätten, zu ihrem Schiff zurückgekehrt seien. Newyork, 2. Dez. Dem nächsten Kongreß wird ein* Gesetzentwurf zugehen, wonach das Gehalt des <ßräH^ denten von 50 000 auf 100000 Doll, erhöht werden soll. Akü und LM'd. Gießen, den 3. Dezember 1904. "Von der Landesuniversität. Der Ausschuß der Gießener Studentenschaft hat anläßlich der heute statt- findenden Eröffnungsfeier derLese- und Redehalle der deutschen Studenten in Prag ein Glückwunschtelegramm dorthin abgesandt. — Nach der vorläufigen Feststellung beträgt die Zahl der in diesem Semester an der hiesigen Universität immatrikulierten Studierenden 1068. " Von einem tollwütigen Hund gebissen. In Groß-Rechtenbach wurden gestern, wie und mitgeteilt wird, 2 Kinder, von einem fremden, das Dorf durcheilenden tollwütigen Hund gebissen. Die Kinder wurden sofort in die hiesige Klinik eingeliefert und an das Institut für Infektionskrankheiten in Berlin zur Behandlung w eitergegeben. Die Bürgermeistereien der Umgegend wurden bereits aufgefordert, in der ortsüblichen Weise bekannt zn machen, daß sämtliche Hunde fortan an eine Kette gehalten und mit Maulkorb versehen werden müssen, bis sicher steht, daß keine Gefahr vorhanden ist. " Militärkonzert. Unsere Regimentskapelle wird, wie aus dem Inseratenteil hervorgeht, morgen, Sonntag, nachmittag um 5 Uhr im Neuen Saalbau ein Konzert veranstalten. " Eine Wiener Singspielgesellschaft veran« stattet z. Z., wie schon bemerkt, im Saale ded Hotel Einhorn Unterhaltungsdarbietungen, deren reichhaltiges Programm den Besuchern viel verspricht. Morgen, Sonntag, finden die zwei letzten Vorstellungen statt und zwar, wie aus dem heutigen Inserat ersichtlich ist, nachmittags und abends. c. Selbstmord. Am 29. v. Mts. verschwand aus der Kaserne der Rekrut Wagner der 10. Komp, des hiesigen Regiments. Gestern nachmittag fand man seine Leiche im Rödger Wald an einem Baum hängend. Wagner war gebürtig von Großen-Buseck. Heber die Ursache des Selbst- inords ist nichts bekannt. " Ein Lorberbaum steht zur Zeit im Cafs Am end. in voller Blüte. r. Krofdorf, 2. Dez. Das hiesige Bürgermeisteramt hat die Ausführungen von Bohrungen nach Wasser- guellen ausgeschrieben. Hoffentlich werden die ersten Vorarbeiten den gewünschten Erfolg haben, damit man schon im nächsten Jahre auch hier die Segnungen einer Wasserleitung genießen kann. Büdingen, 1. Dez. In Trauer wurde unser Städtchen durch die Kunde von dem Ableben I. Durchl. der Prinzessin Gustav versetzt. Der Tod hat dem längeren Leiden der Verblichenen gestern abend ein Ende bereitet. Bertha, Gräfin von Holleben, geb. zu Eisleben am 16. November 1818, vermählte sich am 31. Oktober 1840 mit dem am 1. Januar 1883 verstorbenen Prinzen Gustav zu Isenburg und Büdingen. Für die Trübsal anderer hatte die hohe Dahingeschiedene stets ein mitfühlendes Herz. (B. A. A.) - sd. Darmstadt, 3. Dez. (Eigener Drahtbericht.) Der Großherzog, welcher heute abend um 7.25 Uhr mittels Sonderzuges mit Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen hierher zurückkehren wird, hat die hier versammelten Mitglieder des Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein, deren Wanderversammlung bekanntlich morgen im Ernst-LudwigS-Hause eröffnet wird, zu einer Abendgesellschaft ins alte PalaiS eingeladen, an welcher ca. 90 Personen teilnehmen werden. Prinz Heinrich von Preußen wird von hier auS heute abend um 10 Uhr nach Breslau fahren und anfangs nächster Woche zu einem weiteren achttägigen Aufenthalt hierher zurückkehren. Mainz, 2. Dez. Das Stadtverordnetenkolle* gium setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: 10 Sozialdemokraten, 8 Demokraten, 9 Freisinnige, 9 Nationalliberale, 4 Zentrum und zwei Unparteiische. — Am vergangenen Samstag in der Frühe zwischen 4 und 6 Uhr erschoß sich in seiner Wohnung, Hasenstraße 10, der 27jähr. Husaren- ieutnant Friedrich Dietz aus Magdeburg von der zweiten Schwadron der 13. Husaren. Der Erschossene soll ein äußerst solider, bei feiner Schwadron hochbeliebter Offizier gewesen ein. Er lebte in denkbar geordnetsten Verhältnissen. Hanau, 1. Dez. Die hiesige Staatsanwaltschaft erläßt einen Steckbrief gegen den Stationsgehilfen Rudolph Lenz von Groß-Auheim wegen Unterschlagung amtlicher Gelder, deren er sich während seines DieiüteS am hiesigen Ostbahnhof schuldig gemacht hat. Vor der Strafkammer war dieser Tage dieserhalb bereits Termin angesetzt, der Angeklagte Lenz hatte es aber vorgezogen, vorher daS Weite zu suchen. Kleine Mitteilungen aus Neffen und den Nachbarstaaten. In Münster a. St. erlitt eine ft rau Strauß, deren Sohn nach IGjähriqcr Abwesenheit mit Weib und Kind aus Amerika zum Besuch eintraf, vor ftreude einen Schlaganfall, der am anderen Tage den Tod der Frau herbeiführte. Vermifebte»* • Ein erbender Redakteur. ES dürfte gewiß nicht oft vorkommen, daß ein Redakteur auS der Mitte seines LesepublikumS heraus eine Anerkennung erhält, wie sie in diesen Tagen dem Redakteur einer Zeitung in dem thüringischen Landstädtchen Tennstedt zu teil geworden ist. Der Redakteur war vor einer Reihe von Jahren wegen Beleidigung eines Superintendenten zu einer beträchtlichen Geldstrafe verurteilt worden. Als jetzt ein vermögender Landwirt in Tennstedt gestorben war, fand man in seinem Testament die Bestimmung: Dem Redakteur M. sind, weil er so treu zu seiner Partei gestanden hat, die wegen Beleidigung usw. entstandenen Gerichtskosten im Betrage von 110 Mk. auS meinem Nachlasse zu ersetzen." — Ein weißer Rabe! Kleine T a g e 6 ch r o n i k. Gegen die Züge der westfälischen Eisenbahnstrecke Uchte -Enk hör st wurden wiederholt A n - schlage verübt, indem die Weichenschlüsse losgelöst, wurden. Zwei Maschinen entgleisten infolgedessen. Menschen sind mcdt verletzt worden. — In der protestantis ch c n K irche von Springborn (Schottland^ wurde eine Dnnamitbombe gefunden. Es handelt sich offenbar um eine Tat religiösen Hasses, der einem tiefgehenden Zwist zwischen Kath^'-iken und Protestanten entsvringt. Dieser Zwist ist in letzter Zeit wiederholt ausgebrochen und hat zu solchen Gewalttaten geführt,_ daß die Polizei gezwungen war, sowohl die Wohnung des protestantischen Geistlichen als auch die des katholisirn Pfarrers Tag und Nacht zu überwachen. — Auf dem Fluß Mersey nahe der Stadt Formby England sind zwei Flußdampfer zusammengestoßen. 7 Mann von der Besatzung des einen Dampfers sind ertrunken. Gegen den Fürsten nicht Großfürsten Kotschoubey aus Petersburg ist wegen Mißhandlung des Portiers des dresdener Hotels, in d»m der Fürst wohnte, eine Untersuchung eingeleiter worden. Ter Fürst wurde durch Stellung einer Kaution von 10 000 Mark auf freiem Fuß belassen. — InLöwen lBelg.) kam es zwischen demonstrierenden Arbeitern und einer Gruppe katholischer Studenten auf offener Straße zu einer Prügelei, wobei mehrere Studenten von den Arbeitern mißhandelt wurden. Die Polizei schritt jedoch nicht ein. — In Newyork erregt die Tatsache Aufsehen, daß eine junge Frau, welche m einem Irren Hause untergebracht ist, bei einem Wettbewerb unter Schriftstellerinnen, welcher von einem Boltoner Blatt ausgeschrieben war, den ersten Preis erhielt, bestehend in einer ko ste nl o s e n R e i' e n a s!' E 'a r o p a. Zlniversttäts-Machrichlen. Berlin, 2. Dez. Der „Reichsanz." veröffentlicht die Ver- leihung des W i l b e l m o rd e n s an Professor Rob. Koch. Kiseubahn-Zkitung. — ZurBehandlung desNeisegepäcks. Da immer wieder über die schonungslose Behandlung des Reisegepäcks aui der Eisenbahn geklagt wird, bringt der Minister der öffentlichen Arbeiten den Erlaß vom 24. Oktober 1885 in Erinnerung, in welchem es heißt: Bei der Behandlung des Reisegepäcks seitens der mit der Beförderung desselben betrauten Beamten u n d Arbeiter der Eisenbahnverwaltung wird nach den gemachten Wahrnehmungen häufig nicht mit der erforderlichen Um si cht und Sorgfalt verfahren, infolgedessen Beschädigungen der Gepäckstücke herbeigeführt und Beschwerden sowie nicht selten auch Schadenersatzansprüche gegen die Verwaltung veranlaßt worden sind. Da die Beschädigungen des Reisegepäcks ebenso häufig auf eine ungeschickte und unzweckmäßige wie auf eine nachlässige und sorglose Handhabung desselben zurückzuführen sind, wird es darauf ankommen, cinerictts die Gepäckträger soweit dies in den bezüglichen Dienstanweisungen nickst bereits geschehen sein sollte, über die Behandlung des Gepäcks zu instruieren und sie namentlich,daraus mnzuweisen, daß die Beförderung einzelner Gepäckstücke stets nur durch Heben, Tragen oder Fahren, niemals aber .durch sch leisen oder Werfen zu erfolgen habe, anderseits die Aufsichtsbeamten zu veranlassen, der strengen Durchführung der gegebenen Instruktionen eine crlwhte Aufmerksamkeit zuzuwenden, .'cachlassige oder instruktioiiSlvidrige Behandlung des Reisegepäcks wird zu bestrafen, geeignetenfalls auch der Schuldige zum S m a - d e n e r f a li b e r a n ; u z i e h e n sein. ___ Kandel und Aerkeljr. ^offminrlfifitifL Frachtsätze für Getreide. Es wird gemeldet, daß der Frachtsatz für (betreibe von New York nach Liverpool hm Va bl)., also um 50 Prozent, erhöht wurde. Der Getreidefrachtsatz zwischen Newyork und Hamburg resp. Bremen ist schon vorige Woche um 5 Pf. erhöht worden. In den amerikanischen Häfen ist das Gc- treideverladungSgcfchäft, besonders nach den deutschen Häfen, sehr lebhaft. Selbstverständlich wird der hieraus entstehende Nutzen für die Schiffahrtsgesellschaften erst im nächsten Jahre zur Verrechnung gelangen, da einer Gepflogenheit entsprechend, alles was nach dem 30. November eingeht, erst im folgenden Jahr abgerechnet wird. Märkte. Gießen, 3. Dez. Marktbericht. Auf heutigem Woebeiunarkt kosteten: Butter vr. Pfd. 1.15—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 8-10 Vfg. 2 Stck. 15—00 Vfg., Gänseeier 00—00 Ma., Enteneier 7—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., .stäseniatte LStck. 5—6 Pfg. Erbten vr.Liter 21 Pfg., Linsenvr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.PaarO,80- 0,90Pik., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Häbne vr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1.80—2,20 Aik., Gänse vr. Md. 55—65 Pfg., Dchfenflcifch vr. Pfund 70—80 Pfg., Knb- und fstindsieisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweine- fleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Cchweinefleifch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,00—6,50 Mk., Zwiebeln vr. Ztr. 8,00—10,00 Tlf., Milch per Liter 18 Pfg., Aevfel per Zentner 5 bis 8 Pik., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Zwischen per Zentner 0.00- 0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.10—0.15. Marktzeit 8-2 Uhr. te. Frankfurt a. M., 2. Dez. Heu- und Stroh- mar k t. Heu kostete heute Alk. 3.20-3.70, Stroh All. 2.00 bis 'Mk. 2.20. Alles per 50 ,Qilo. endenz: feit. v . u ■ - */ » Die Beerdigung findet Montag, den 5. d. M., nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. tage abgehalten werden. Gießen, am 1. Dezember 1904. Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. Gießen, den 3. Dezember 1904. (Crednerstraße 12) Möbeümagazin Bahnhofstrasse 35 itfijt Suhnfrehitnnfklt in Söln«. Sij. Die Ausgabe der neuen Zinsscheinbogen für weitere zehn Jahre zu unseren 3% % Pfandbriefen Serie III erfolgt vom 15. Dezember er. ab an unserer Kasse und bei unseren Pfandbriefvertriebsstellen, woselbst auch Formulare zu Verzeichnissen bezogen werden können. v»/,r Der Vorstand. ff ff Photographieständcrn usw. Carl Witjandt, ff ff Bezirkssparkasse Gießen. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß im Laufe des Monats Dezember jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von vormittags 8 bis 12 und von nachmittags 2 bis 4 Uhr bei unserer Kasse Geschäfts- Löwengasse SO. ™ Großer MurnunlMerkauf. ™ Wegen Platzmangel verkaufe von heute bis Weihnachten sämtliche Schuhwaren zu bedeutend herabgesetzten Preisen: ' ? Casseler Schirmtabrik Th. Budde & Co. 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