Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sehen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. r Anzeiger Gieße«, Nr. ZOG Zweites Blatte 154. Jahrgang Freitags. Septeruver 1904 ertc^ctttt ^Slich mit Ausnahme de« Sonntags. /V Die „Giehener Zamilienblatter" werden dem El RI tlZ 4^ H ft -Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der UV V K O VV MU' R UW U 1 mhejfische Landwirt-- erscheint monatlich einmal. V V ZK VltVV i G' W W G W W* General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Dolitilche Tagesschau. Pernerstorffer. f Tie „Kveuzztg." fragt, welche Grimde man m Karlsruhe Wbt habe, .Herrn Pernerstorffer daS Reden auf Kvsten des 'lnsehens linserer Reichsgewalt zu gestatten. Das Verbot, Preußen öffentlich anfzutreten, sei kein bloßer Etnrelf wesen: es habe die Einleitung eines gemeinsamen gehens aller deutschen Staaten gegen J; lyrische Jättnfeit auswärtiger . ® »,«' "J,"6”,,®. kraten bedeuten sollen, mährend ja sonst bei ®c^1tlÄ LnP Ilmstiirzdartei von einheitlichem Verfahren keine Rede fn • Man lmbe sich im Karlsruhe nicht entschließen können, von oem allerwärts anerkannten A u ö w e i su n gs r e ch 1 e ^e brmich zu machen, weil man dort sich vor dieser ObstritrN mehr fiireiste, als vor der lebendigen Wirklichkeit, W sie M oer preußischen Staatsräson zum Ausbruch gelangen. <- Nur in Preußen und Sachsen Veltzmdelt man dre Sv- zialdeinokratie >»euigstens von feiten der Verwaltung als eure nie st gleichberechtigte Partei. Ueberall anderswo hat es Mit Anschein, als sollte gut gemaclst Mrden, lvas in Berlin uw Dresden gesündigt wird. In München sind die intimen Beziehungen des Abg. v. V o l l m a r z u e i n f 1it reichen Stellen ein öffentliches Gel-einims; rn Stuttgart aebt man mit der Sozialdemokratie fo liebenswürdig um, oatz Auw Hage von Sedan. Menn auch in seiner Bedeutung als Nationalfesttag nrcht mehr durchgehalten, wird der Tag von Sedan in dem Gedenken der Deutschen bis in fernste Zeiten einen Markstein unserer vaterländischen Entwicklung bilden. Denn er bezeichnete, wie niemand demütiger der göttlichen Vorsehung gegenüber gesagt hat als Kaiser Wilhelm L, eine Wendung durch Gottes Fügung, die bei Beginn des uns von Frankrerch aufgedrungenen Krieges nicht für möglich gehalten worden wäre. Kaiser Napoleon persönlich war nicht verblendet genug, um nicht die Spekulation auf die fortdauernde Uneinigkeit der deutschen Fürsten und Stämme für eine schr gewagte Sache zu halten. Zumal nachdem das Zustandekommen der militärischen Schutz- und Trutzverträge zwischen dem Norddeutschen Bunde und den süddeutschen Staaten bekannt geworden war, und Bismarck vor versammeltem Reichstag erklärt hatte, das Spiel sei mit Königgrätz durchaus noch nicht gewonnen, der Einsatz aber habe eine Verdoppelung erfahren, gehörte ein tollkühner Mut dazu, das Schicksal, oder wenn man will, das Gericht der! Weltgeschichte so herauszufordern, wie es die Regierung in Paris tat, indem sie an dem denkwürdigen Fulitag des Jahres 1870 dem König von Preußen den Krieg erklärte. Es ist längst geschichtlich festgestellt, welchen großen Anteil daran, daß die Kugel des Rachebedürfnisses für Sadowa rasch ins Rollen kam, wieviel Schuld parteipolitische und höfische Gewinnsucht hatten. Der Kaiser der Franzosen selbst war willenlos und zu einem Spielball in den Händen der Parlaments- und Hofstreber herabgesunken. Sehr bald zeigte sich, daß er nicht einmal der Aufgabe gewachsen war, für eine einheitliche Truppenführung bemüht zu sein. Dadurch, daß für letztere im deutschen Heere gesorgt war und daß in ihm jeder den Platz einnahm, an den er gehörte, wurde eine lleberlegenheit von vornherein bedingt. Um zu einer so erfolgreichen emporzuwachsen, als welche sie in den Büchern der Geschichte fast ohne Beispiel dasteht, fehlte nichts als der zwischen den verschiedenen Starmnes-Angehövigen des großen deutschen Volles in Waffen entfachte Wetteifer in der Betätigung alter deutscher Tapferkeit umsoweniger einen Unterschied ersichtlich werden zu lassen, jemebr hierauf von dem Erbfeind deutscher Einheit gehofft worden war. Die Geschichte des Tages von Sedan legt hierfür ein so rühmliches Zeugnis ab, daß es unvaterländisch im äußersten Grade war, wie Bebel sich unlängst auf dem internationalen Sozialistenkongreß in Amsterdam geäußert hat. Der Wortlaut seiner in Frage kommenden Großsprecherei ist bis jetzt nicht festgestellt. Zunächst hieß es, er habe erklärt, daß die deutschen Sozialdemokraten froh sein würden, wenn dem Deutschen Reiche durch, ein „Sedan", wie es Frankreich erlebt habe, die Republik beschert würde, und er habe sein Bedauern ausgedrückt, daß eS in Deutschland — dem politisch und Militärisch schlechtestregierten Lande — noch Monarchien gäbe. Stellt man sich die Republik vor, die unter Bebels und seiner Genossen Aegide dem deutschen Volke blühen würde, so kann man die Empörung verstehen, die ob dieser Auslassung emporloderte, diese Empörung aber zwang das sozialdemokratische Zentralorgan zu einem Rückzug. Nach der von ihm umredigierten Lesart habe Bebel tnt Zusammenhang mit der Erinnerung an den Zusammenbruch des französischen Kaisertums gesagt: Wenn unter ähnlichen Voraussetzungen in ähnlichem Gegensatz zwischen Volks- und Kulturinteressen einerseits und dynastischen Fn- teressen andererseits wir das deutsche Kaisertum verlieren nTÜrden, so wäre es kein Schade für das deutsche Volk und seine Kulturin teressen. Nur scheinbar ist durch diese neue Lesart die schlechte Sache Bebels besser gemacht worden. Karser Napoleon ging seines Thrones verlustig, weil er srch die Vertreter derjenigen Leidenschaften hatte über den Kopf wachsen lassen, die dem bestverstandenen Interesse des französischen Volkes feindlich und in Wirklichkeit kul- tunmdmg waren. Soweit sind wir denn doch heute noch nicht, und wären wir"s, es wäre nicht schön, dem Aus- land den Wunsch nahe in legen, nrit seiner Hilfe davon loszulommen. Die Mehrheit des deutschen Volkes, auch dicienigen Kreise, die mit Besorgnis die Zugcsta^>nisse unserer Reichsregteruna betrachten und auch dre anderen, die die Monarchie nicht als die für alle Zeiten ernW mögliche Staatsform für Deutschland betrachten, sind völlig anderer Meinung als Bebel Sie würden den Pre^ erner Niederlage mit seinen Folgen eines politischen und wirtschaftlichen Niedergangs des Deutschen Reichs für unend- lich viel zu hoch halten, um dagegen nur einen am deren Kurs oder gar eine andere Form der Regierunig nnzutauschen. Bebel sich in Amsterdam für tadellose Aufnahme des Internationalen Arbeiterkongrefses am Nesenbach hat geglaubt verbürgt zu dürfen. In Karlsruhe ist die Pernerstorffer gewährte Redefreiheit nichts neues; das deckt sich mit der dort seit Jahren verfolgten Richtung vollkommen. Allerdings aber ist es neu, daß man sich in Darmstadt dazu aufgerafft hat, in der schärferen Tonart zu reden. Bisher galt gerade diese Residenz als besonders beliebter Tummelplatz sozialdemokratischen „Lebens und Strebens". Der SchchHen dürfte dort im gesellschaftlichen, ja selbst im polnischen Sinne die Vermittelung Hilden. Um so interessanter wäre ed1, zu erfahren, was den Umschwung herbeigeführt hat, vorausgesetzt natürlich, daß die „Maßregelung" Pernerstorffers einen Umschwung bedeutet und nicht vereinzelt bleibt. Die „Kveuzztg." ist in ihrer Polemik wieder einmal recht unglücklich. Preußen und Sachsen als Muster für die Behandlung der Sozialdemokratie vorzuhalten, ist recht römisch. Die Regierung in Darmstadt wird wahrhaftig keine Lust verspüren, nach dem Vorbilde dieser beiden norddeutschen Königreiche sich eine Sozialdemokratie großzuziehen. Die Bureaukratie in diesen beiden Ländern hat das meisterhaft fertig gebracht, das Gegenteil freilich gewollt. Jedenfalls ist die Methode Preußens und Sachsensim Kampfe gegen die Sozialdemokratie nichts weniger als musterhaft. Doch nachdem einmal das Frankftirter Verbot von der preußischen Regierung erlassen war, nachdem der Oesterreicher in seinem Briefe an des Reiches Kanzler das deutsche Gastrecht verhöhnt hatte, da war die einzig logische Konseguenz das Offenbacher Verbot, und gleiches Vorgehen hätte man in Mannheim erwarten di'irfen. Daß diesen Standpunkt auch die katholische „Köln. Volksztg." teilt, verdient Beachtung. Die Abkanzelung, die das Berliner Junkerblatt sich> gegenüber den süddeutschen Regierungen herausnimmt, und dessen Witzeleien von Darmstädter Vermittelungsschoppen sind für ernste Widerlegung zu albern. Man scheint in gewissen preußischen Kreisen nicht zu begreifen, daß fürstliche Ungezwungenheit und Höflichkeit Regierungsprogramme bestimmen. Das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu bessern, ist eine der wichtigsten sozialen Aufgaben der Gegenwart. Auch im landwirtschaftlichen Betriebe ist diese Frage brennend, die Nickst selten dadurch zum Ausdruck gelangt, daß es vielcrorten siir den Arbeitgeber unendlich schwierig, ja biÄoeilen unmöglich ist, in ausreichender Zahl geeignete Arbeitskräfte zu erhalten. Daß in dieser.Angelegenheit die Alkohol- frage eine Rolle spielen könne, ist bisher wenig oder gar nicht beachtet worden, Zu der Erkenntnis haben erst die praktischen Erfahrungen geführt, welche der Rittergutspächter A. Smith auf dem von ihm bewirtschafteten, etwa 1200 Morgen Acker- und Wiesenlandes umfassenden Gute Ni-endorf in Lauenburg gesammelt hat. Smith, der selbst 7eft Jahren enthaltsam lebt, hat es im Laufe verhältnismäßig kurzer Zeit erreickst, daß seine Arbeiter mit wenigen Ausnahmen diesem Beispiele gefolgt sind. Dabei ist nicht der geringste Zwang ausgeübt worden. Schon sehr bald gingen sämtliche .GutsarbÄer auf den Vorschlag Smiths ein, ihnen statt des üblick)en täglichen Deputats von Schnaps und Bier am Ende des Jahres eine entsprechende Summe in barem Gelde zu bieten .Die Folgen dieser Maßnahme sind ftir beide Teile die denkba^ günstigsten gewesen Das Woblbeftnden der Arbeiter sowohl wie ihre LeistuTrgen steigerten sich in hohem Grade, ebenso wuchs das geaenseittge Vertrauen zwischen Arbeitern und Gutsherrn. Smith weift in einer Broschüre int einzelnen nach, welche großen Vorteile sich für den Arbeitgeber aus der Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit seiner Angestellten ergeben und wie noch viel schtoerer die intellektuellen und ethischen Qualitäten ins Gewicht fallen, die der Arbeiter infolge der AbUnenz gewinnt. Ferner wird gezeigt, daß bei der Turckstührung der neuen Lebensweise nicht die geringsten Schwierigkeiten oder Nachteile zutage treten, sondern daß die Vorteile vom Arbeiter rasch erkannt und gewürdigt werden. Im zweiten Teile seiner Schrift weist der Verfasser auf die Möglichkeit hin, alkoholkranke Landarbeiter als Gutsarbeiter anzunehmen und während ihre^> Arbeitsverhältnisses durch und zur Mstinenz zu heilen. .Auch auf diesem Gebiete hat Smith praktische Versuche angestellt und die besten Erfolge erzielt. Das Verdienst der Smithschen Schrift ist kein geringes. Werden doch lediglich praktisch erprobte und.durchftihrbare Ratschläge erteilt, von denen man hoffen darf, daß sie manchen Landwirt veranlassen werden, einen gleichen Versuch zu wagen. Auf jeden Fall ist es dringend zu wünschen, daß man in allen Kreisen der Landwirtschaft diesen wertvollen Anregungen die gebührende Aufmerksamkeit schenken möge. AM Stadt Md Sand. Gießen, den 2. September 1904. 1 ** Vom Manöver. Gestern trafen hier ein und stiegen im Hotel „Großherzog von Hessen" ab: Se. Exzellenz der kommandierende General von Eichhorn aus Frankfurt, Se. Exzellenz Generalleutnant Frhr. von Gall aus Darmstadt, Generalmajor Graf von Kanitz aus Darmstadt, Major von der Osten aus Frankfurt, Major von Waldersee au? Darmstadt und Oberleutnant von Hadeln aus Darmstadt. Heute, am Sedantage, findet Regiments-Besichtigung der Infanterie-Regimenter 116 und 168 bei Gießen, morgen Regiments-Uebungen der Feld-Artillerie-Regimenter 25 unti 61 bei Lich, am 9. September Besichtigung der 41. Infanterie-Brigade bei Alsfeld, am 10. September Besichtigung der 49. Infanterie-Brigade bei Gießen statt. ** Ein Raubanfall ist vor wenigen Tagen in unserem Stadtwalde an der Straße nach Rödgen an einer Frau verübt worden. Die Frau befand sich in Gesellschaft ihrer beiden ihr vorauSeilenden Kinder. Plötzlich stürzte sich ein Mann auf sie und verlangte von ihr Geld, widrigenfalls er sie niederschlagen werde. Die beherzte Frau ries ihren Kindern zu, sie möchten den zufällig gerade in der Ferne entgegenkommenden Mann heranrufen. Auch der Wegelagerer sah nun, daß für ihn Gefahr im Verzüge sei, und nahm schleunigst ReißauS, ohne der Frau etwas angetan zu haben. Er wurde aber bald ermittelt und verhaftet und ist gestern abend dem hiesigen Polizeiamte zugeführt worden. ** Prüfungsordnung für Apotheker. Das Mntsteviunr des Jnnerft weist in einem Aussehreiben darauf hin, daß der Meldung zur pharmazeutischen Vorprüfung des von einem Gymnasium, einem Realgymnasium oder einer Oberrealschule ausgestellte Zeugnis der Reife für Prima oeizufügen ist. Die Inhaber eines Zeugnisses einer Oberrealschule müssen außerdem' den Nachweis erbringen, daß sie bereits bei Zulassung z-ur Apothekerlaufbahn in der lateinischen Sprache diejenigen Kenntnisse besessen haben, welche für die Versetzung nach der Ober-Sekunda (eures Realgymnasiums) notwendig sind. Wer spätestens am 1. Oktober 1904 als Apothekerlehrling ein getreten ist, wird zu der Prüfung auch dann z-ugelassen, wenn er den Nachweis der bisher erforderlichen Vorbildung erbringt. ” Israelitisches Religionsschulwesen. Das hessische Ministerium beabsichtigt schon seit längerer Zeit, eine Beflerstellung der israelitischen Religionslehrer herbeizuführen. In Oberheflen hat man bereits den ersten Anfang dazu gemacht. Einzelne Kreisämter haben eine Verfügung an die israelitischen Gemeinden erlaßen, derzufolge in den Verträgen mit den Lehrern die Bestimmung ausgenommen werden soll, daß ihnen ohne Zustimmung der Behörden nicht gekündigt werden darf. Es haben Konferenzen zwischen dem Provinzialdirektor, den Kreisämtern und den Vorständen größerer israelitischer Gemeinden stattgefunden, und es ist anzunehmen, daß noch weitere Schritte zu Gunsten der israelitischen Lehrer bevorstehen, deren Wünsche dahingehen, definitiv angestellt und mit den Volksschullehrern gleichgestellt zu werden. Es wird übrigens auch dahin gearbeitet, daß in Zukunft möglichst nur seminaristisch gebildete Herren Anstellung als israelitische Religionslehrer finden, selbstverständlich nur in solchen Gemeinden, die die Kosten dafür aufzubringen vermögen. Die definftive Anstellung könnte nv- durch Landtagsbeschtuß erreicht werden. •* Mit einem Meisterstück der Kunststickerei ist dieser Tage die israelitische Gemeinde für ihre Synagoge an der Südanlage beschenkt worden. Der erste Vorsteher der Gemeinde, Kommerzienrat Heichelheim, dedizierte für den Thoraschrank einen reich in Goldstickerei ausgeführten wertvollen Vorhang, welcher ein sinniges Gegenstück desjenigen Vorhanges bildet, mit dem der Schrank an hohen Feiertagen verhängt wird. ** Der Stenographenverein Gießen feiert am Samstag abend im Philosophenwald sein 43. Stiftungsfest. Wir verweisen auf den Annoncenteil. Gäste können eingeführt werden. — Gießener Volksbad. Im August wurden verabreicht 10513 Bäder gegen 16330 im Juli 1904 und 8883 im August 1903, oder im Durchschnitt pro Tag 339 Bäder gegen 527 im Juli 1904 und 311 un August 1903. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 4501 Männer, darunter 736 zu 10 Pfg., , 2043 Frauen, „ 468 , 10 , Wannenbäder 1. Klasse 241 Manner, 111 Frauen, , 2. „ 656 , 532 , Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 102 Männer und 20 Frauen, Brausebäder 1913 Männer und 394 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benutzt, das Bad von 8 Personen besichtigt. — Die städtischen Brückenwaagen brachten im abgelaufenen Jahre für Verwiegungen folgende Einnahmen:. Neustädter Tor 2442,28 Mk., 2. Frankfurterstraße 2432,35 Mk., 3. Margaretenhütte 272,03 Mk., im Ganzen 5146,60 Mk. gegen 4988,70 Mk. in 1902/03. Im Voranschlag war für 1903,04 eine Einnahme von 4600 Mk. vorgesehen, denen an Ausgaben 1773,90 Mk. gegenüber stehen. Die Einnahme hat demnach ein Mehr von 388,70 Mk. über den Voranschlag ergeben und beträgt abzüglich der Unkosten netto 3215,80 Mk., welche für die ordentlichen Ausgaben der Stadt mit verwendet wurden. ** Gemeinnützige Wohnungssür sorge. Ein schönes Beispiel gemeinnütziger Wohnungssiirso-rge ist in letzter Zeit von zwei kleinen hessischen Gemeinden geliefert worden. In Astheim (Kreis Groß-Gerau) bildete sich vor etwa Jahresfrist eine Baugenossenschaft. Derselben trat auch die Gemeinde bei, die außerdem die Aufnahme der erforderlichen Darlehen bei der Landeskreditkasse und War bis zu 90 Prozent der Selbstkosten der Häuser nebst Bau- grlmdstückeu beschloß. Die Genossenschaft hat nunmehr vier Einfarnilienhäuser erbaut. Diese enthalten je 2 Stuben/ eine schöne abgeschlossene Küche und int Dachstock noch ein schönes und geräumiges Zimmer. Außerdem ist in einem kleinen Nebengebäude ein Stall für Schweine und Ziegen vorhanden, und da die Baugrundstücke ca. 250 Quadratmeter groß gewählt wurden, so bleibt den Leuten auch noch ein nettes Gärtchen. Die Hauser kosten im Durchs schnitt einschließlich Grund und Boden 2900 Mark, auf welche Summe die Käufer 10 Prozent einzahlen mußten; der Rest ist mit 3,6 Prozent zu verzinsen und nrit3 X Prozent zu amortisieren. In Steinfurth (Oberhtzssen'» hat die Gemeinde selbst bisher drei Einfamilienhäuser gebaut, die nötigen Darlehen bei der genannten Kasse ausgenommen und die äHuser au minderbemittelte Ortseiuwohner weiter, verkauft. Die Häuser sind ungefähr ebenso groß als die in Astheim, nur ist das Dachzimmer nicht aus'- gebaut, umS aber noch jederzeit nachgeholt werden Rinnt Der Preis der Häuser ist ebenfalls rund 2900 Mk. In beiden Orten mußten sich die Leute mit sehr beschränkten und zum Teil auch ungesunden Wohnungen hebelfen, während sie jetzt schöne Wohnungen haben und auch ihre wirtschaftliche Lage erheblich verlstsstrn können, da sie mirm die.. regelmäßige Abtragung mit der Zeit schuldenfreie Besitzer der Häuser werden. Die Leute halten sich außer einigen Ziegen auch in der Regel zwei Schweine, von denen eins für den eigenen Haushalt geschlachtet und tu^s andere verkauft wird, ferner zielen sie sich in ihrem Gärtchen Kartoffeln und sonstiges Mrnüje, alles Vorteile, die sie in ihren früheren Wohnungen entehren mußten. Dieses einsichtsvolle Vorgehen zweier kleiner ^emeinben verdient nicht nur Anerkennung sondern es sollte auch andere ^Gemeinden zur Nachahmung veranlassen. 8 Heuchelheim, 1. Sept. Äci der gestrigen Gc* meinderat swa hl siegten die svzialdc'm ok^a« Hfcfien Kandidaten: Reuschling mit 330, PH. Sack mit 235 und Benner mit 230 Stimmen, Reuschling lourde auch von der bürgerlichen Partei untersttljtt. ):v Klein-Lin den, 1. Sept. Im Saale yir „Deut^ scheu (Siche veranstaltete heute abenb Herr Friedrich H eurp auS Wiesbaden rezilatorxfche Darstellungen auS ^Dr. Martin Luthers Leben, Wirten iuti> Kämpfen", verbunden mit 30 Lichtbildern. Der Saal war von Kindern und Erwachsenen überfüllt, die den Darstellungen und Borwügen inü größtem Interesse folgten. Ten Besuchern würbe " viel Gutes und Lehrreiches geboten. Bad-Nauheim, 1. Sept. Aus der letzten Stadt- oerordneten-Versammlung teilt der r2Bett. Anz.^ folgendes mit: Nachdem die Vorlage ivegen Errichtung eines städtischen Elektrizitätswerkes in der Sitzung am Dienstag zu keinem Resultat gekommen ist, sand gestern nachmittag nochmals über die vorliegenden Projekte eine Sitzung statt, in rvelcher beschlossen wurde, mit dem Staat einen Vertrag wegen Lieferung der elektrischen Energie ab- zuschtteßen. Noch diesem Vertrag gibt der Staat vom 1. April 1506 auf 15 Jahre der Stadt den Bedarf an Elektrizität ab, ohne die Stadt an die Annahme eines gewissen Quantums zu binden. Wahrend dem Staat es untersagt ist, in dieser Zeit Elektrizität an Tritte zu verabfolgen, kann die Stadt innerhalb den 15 Jahren ein eigenes Werk nicht betreiben. Die Einheitspreise sind seitens des Staates für Annahme von Elektrizität, für Licht» und Kraftzwecke auf 25 Pfg. pro Kilowattstunde festgesetzt. Eine Ausnahme hiervon bilden die Abnahme von Kraft, eventuell Erbauung einer elektrischen Dahn für die 12 Pfg-, imd für Bedarf an Elektrizität für Krastzwecke beS Wagern'erke§, für welche 10 Psg. pro Kilowartstunde vorgesehen sind. Der Vertrag kann ein Jahr vor Ablauf von beiden Teilen gekündigt werden, anderenfalls derselbe mit einer zweijährigen Kündigungsfrist weiterläust. Die Herstellungskosten für Legung der Kabel, Schaltbretter rc., die Eigentum der Stadt sind, werden mit 120 000 Mk. vorgesehen. (l) Friedberg, l.^Sept. Der Vorstand des Zucht» oerejuS für 6imtu e n taler Vieh hielt am 29v 30. und 31. Äugust in Rodheim, Rockenberg, Münze nberg, DölferSbettu, Wohnback», Asjenhcim, Laichen, Staden und Sttwrncheim Viebschauen mit Prämiierung des getanen Drehes ab. 710 Mark Fanten zur Verteilung. Der land- wirrschafttühe Provinzialoerein hatte 440 TLarf dazu be- wüügt. (4-) Nidda, 1. Sept. In Ltchelkdorf widerftihr heute einer Frau das Unglück, ihrem Kinde mit dem Messer tn5 Auge zu stechen. Sie wollte Brot schneiden, wobei ihr das Mester auSgltft und ins Auge deS dabei sitzenden Rinbeß drang. Nach erster Hülfe emeS ArzteL brachten die Ntern das Kind zur Klinik nach Gießen. 3t AlS'seld, L Sept. Hier herrscht jetzt regeS militärisches Leben. Gestern ntufrmittag bradjtrn vier Lange Extrazüge die Stemmen ter Nr. 87 und 88 uon Mainz jjia$er. Nach Hunderten hatten sich die Zuschauer am Bcchnhose ein gefunden und bereiteten den So Laben, die von zwei Legiuieutskapellen begleitet — unter Hingen- dem Lprele hier einzogen, einen ftohen Enrpfang. Heute 'früh haben bte Mondo er und die ^chorffchie ßüb ungen am Homberg in unmittelbarer Nahe innerer Stadt ihren Anfang genanunen. Hier find für 10 Tage ca. 2000 Mann B. B. Darmstadt, 1. Sept. Nachdem jüngst bei Be- Kchtrgmrg deS neu hergerichteten JnterimS-TheaterS sich du Mehrzahl der Stadtverordneten davon überzeugt hatte, daß auch das Aeußere deS Theaters dringend einer Erneuerung bedarf, beschloß die heute nachmittag stattgehabte Stadtverordneten-Dersammlung, den früher abgelehnten Re- gierongSvorschlag auf Bewilligung von 4000 Mk. für den äußeren Verputz deS Hauses noch nachträglich zu genehmigen. Damit die Herren Stadtväter in Zukunft immer ganz genau wissen, waS die Glocke geschlagen hat, wurde u. a. auch die Anschaffung einer elektrisch regulierten Uhr für den Sitzungssaal zum Preis von 225 Mk. beschlossen. fe. Bensheim, 1. Sept. Die Ausführungen der pro jeitierten Eisenbahn-Verbindung Bensheim- Liudeufels ist infolge der Schwierigkeiten, welche die göumzieruug bereitet, in absehbarer Zett nicht zu erwarten. Die Herstellung eines bequemen und raschen Personenverkehrs zwischen Bensheim und Lindenfels ist rntttgendes BedurfniL Es ist daher geplant, eine Verbindung zwisc^u genannten Städten durch Automobil- Omnibusse (viermal hin und yirüd täglich) herzustellen, san Aussthuß fflr diese Motor-Omnibus-ssZerbmdung yat sich gebüdLt und mtt hilft von Sachverständigen eine Berechn UUnK ausgestellt, welche bei einer peinlich vorsichtigen Äufsteyung eine Verzinsung des Anlerhekamrals von 71/2 ergibt. Es wird beabsichtigt, eine Gesellschaft m. b. H. z^ gründen und zunächst das Kcchitttzt für einen Vagen aufzubrinden und diesen baldigst laufen zu lassen. Um eine allgemeine Beteiligung an dem Unternehmen zu ermöglichen, sollen AntettscheinL zu 100, .500 und 1000 Mark ausgegeben werden. Tas Kapital für einen 16 sitzigen Wagen und die Nebenausgaben betragt 14 000 ML Später soll eine Verbindung zwischen Lindenfels und Fürth bezw. Reichelsheim i O. mit Motoromnibujsen Wetter hergestellt werden. fc. Mainz 1. Sept. S. L 5. der Großherzog ttmwrt an dem Deutschen Jeuerwehrtage, der vom 3. bis 6. September hier stattfindet, nicht teil — Ter Lotteriekollekteur Döbler hat sich der hiesigen Behörde selbst gestellt und wurde in Untersuchungshaft genommen. Er hat lieft, wie er behauptet, in Paris aufgehalten. 8. Frankfurt a. M., 1. Sept. Der 8. Parteitag her christlich-sozialen Partei wird am 27. und 28. September hier abgehalten; die Verhandlungen finden im Evangelischen VeremShauS Sachsenhausen statt. Die -Führer der Partei: Hofprediger D. Stoecker, Dr. Burckhardt, Pfarrer Wahl, Lic. theol. Mumm, Franz BehrenS, werden VorttSge halten, z. B. über: Drei Notstände, Finanzreform, Wohnungsfrage, Arbeiterbewegung. Tie christlich - soziale ^artr wurde am 26. Februar 1896 hier gegründet. Der 1. westfalische Wahlkreis hat den Vorsitzenden der Partei D. Stoecker, der 5. nassauische Wahlkreis den Sekretär Dr. Hurckhardt zu feinem Vertreter in den Reichstag gewählt. Kleine M i t t e i l u n g e n a u s Hess en und den Nachbarstaaten. Erledigt ist die Stelle eines Steuer- ko mmissärS des CteuerkommissariatS Ober-Ingelheim. — s. K. H. ocr Gcoßherzog haben Allergnädigst geruht, a ^4. August dem Schloßbeschließer Karl Haack zu Roni- bei Kerichtssaal wegen f ä n g n 14. rod das Hofdienstehrenzeichen für 25 Dicnstjahre zu verleihen. —- In Friedberg ist der Großh. Rendant i. P., Ludwig Christian Weigel, im Alter von 84 Jahren gestorben. [fin mit Genugtuung auf. ... -e m R e ch t e ist der vorliegende Fall nach 8 96 deS Strafgesetzbuches glS Entführung prasbar und Ale Arote^attonskirche tu Speyer. HL es bestehen Staat-verträge mit sämtlichen Staaten, wonach die Behörden dem Alaune, der die Rückgabe seiner Frau verlangt, Assistenz -u Icifttn haben. Ta eine öd)c ibu n g zwischen dem Prinzen Philipv von Koburg und der Prinzessin nicht ftattgesunden hat, steht bem Prinzen sclbslverstandlich noch immer das Reckst zu, dies -u verlangen, doch wurde oine Verfolgung des flüchtigen Paares bisher noch nicht angeordnet. Der Prinz wurde sofort von der Flnckst in strnntnis gesetzt. Er begab sich von seinem Schlosse Ebeutl)al nach Wien und hatte mit seinem Advokaten eine Unterredung, ebenso mit dem Kurator der Prinzessin und mit einem Vertreter der beteiligten Hosbchörde, in welcher über die emzuleitenden Schritte beschlossen wurde. Nach weiteren Meldungen Hal Matachich für die Vorbereitungen zur Flucht etwa 50 000 Mk. verausgabt, die ihm von einer der Prinzessin ncü-estehenden Seite Zur Versüguiig geftcllt wurden. Matachich verfügt außerdem über große Barmittel. Nach Meldungen aus Asch haben bei der Flucht zwei Automobile mitgewirtt. Eines bm in der sJiad;t -um Mittwoch Asch passiert, der Weg des ztveiten Äutonwbrls ist unbekannt. Koch und um die SoldatewMißhandlungen handeln. Kassel, 1. Sept. Der Versah er des k o n s i s z i e r t e n Schlüsselronrans „Der Theater-Rüpel", Echter- mai)ec, wurde von der Straskammer wegen Verbiettung unzüchtiger Schrüten zu 400 Mk. Geldstrase verurteilt, während Redakteur Hiuzmauu von der Anklage der Beihilse sreigejprocheu wurde. Der Staatsanwalt hatte gegen Echterrnayer 4 Atonat Gesängui^ und 1 Jahr Ehrverlust beantragt. Aschassenburg. 31. Ang. Ter Prinzregent hat die Strafen der acht Studierenden der hiesigen Forstlichen Hochichule, nxlche seinerzeit wegen Zweikampses zu je drei Monaten Feslungshast verurteilt wurden, aus je 14 Tage Festung herabgesetzt. Tie Strafen der drei Korpsbiener wurden au| je brat Tage ermäßigt. Freilassung t>ennittclte, gerichtet. Tie belgische Presie ohne Richtung nimmt die Nachricht von der Flucht der Priruessi Nach ö^reichisch fc. Wetzlar, 1. Sept. Die hiesige Straskamnier verurteil einen Agenten, der durch Annoncen Darlehen anbot und sich darauf vou denen, die auf den Leim gingen, Spesen einhändigen ließ, ohne daß er je m der Lage war, ein Darlehen zu beschaffen, B e t r u a s im wiederholten Rückfälle zuZJahcenGefa! Frankfurt a SM., 1. Sept. Die Berhc Drvander lirachte ein Hoch auf den Kaiser aus, Generalsuper- intenbent Kaftan aus die Stadt Amuveiler, Oberhofprediger Spiiuier-Weimar auf die Pfalz und hierauf ein Hoch aus den Gvobfstrzog vou SaciLen. .Pastor Pister (Amerika) toastete aus den Präsidenten Roosevelt als evangelischen Ehnsten. Gestern abenb sand Illumination in der Stadt und auf der Protestations- llrchc unter Glockengeläute statt. Ftcöer Die Alucht der Prinzessin ^uise v. Koöurg teilt der „Bogtl. Llnz." mit: ,/Die Prinzessin weilte Dienstag abend im Theater unb begab sich von. diorr in das Hotel „Wettiner Hos" zurück, aß noch um halb zwölf Abendbrot unb zog sich bann zurück. Ihr Verschwuiben wurde erst morgens bemerkt. Gleichzeitig mit ihr ist ein angeblicher Hotelier Namens Josef Weiper aus Graz, der ebenfalls im „Wettiner Hof" lvvhnte, vcvsänvunbcn. Ter Maim wohtuc zuerst im dritten Stockwerk, ließ sick) aber am Tage vor der Fluckst ein Zimmer im Erdgcsckwb geben, das einen dir eklen AuSgmrg naä dem Gatten hatte. Turch dieses Zimmer ist die Fluckst erfolgt. Eine angebliche Frau Sckstlbert auS Dresden hatte am Tlbcnb vorher bei bem Fuhnvcrksbesitzcr Ernst Soergel ein zweispännige.» Geschirr für ein Uhr nachts nach Franzen^vad beflclU. Der zvutscher ist mit bem Gefchirr bis lt ist noc nicht M ev- Mitteln gemeint. Festgestellt wurde, baß die Prinzeifiit noch um zwei Uhr mit ixem Geschirr von Bad Elster nach Hos gefahren ist. In ihrer Begleitung befanben sich zlvei Tamcu unb ein Herr. Vermutlich ist die PritizcN'in nach M ü n ch c n geflüchtet. In Bad Elster ist der Flüster deS Autvowbils, .in dem die Prinzessm geslüchtet ist, wieder cingctroffcn. Nach seinen Aussagen sind di-c Fluchtigen, unb zwar Prinzessin Luife, her cl>e* malige Cberkuhiant Matachich, ferner ein Herr Joses Weitzer auS lÄvaz unb eine Freundin Matacknäv in fed>3 Stunben in rasendem Tempo imckstS nach Hos in Bayern gefahren. In Hos stiegen die vier Personen aus unb nahmen einen Wagen, während das Automobil nach Bad Elster zuruckfirtst. In Hos bestiegen die Flüchtigen den Berliner ^chtschiiellzug und suhren nach Atün- ch e n. Ä Ilern Aiischein nad> find sie bann wetter nach derSchweiz ^flüdrtct, doch liegen hierüber noch keine Nachrichten vor. Der schmuck ber Prinzessin, den sic mitgenommen bat, soll etwa 5100 Kronen ivert sein. Platachich soll in letzter Zeit 40—50 000 Kronen besessen hoben. In PartS verlautet, die Prinzessin sei dort eingetroffen und zwar per Automobil und ohne einen Bahnhof pu. berühren. Man erzählt, daß Oberleutnant Matachich bereits in der Vorwoche Vorbereitungen für die bevorstehende Atckunft ber Prinzessin in Paris getroffen habe. In Wiener voskreqen hat sich der Verdacht sofort auf Matachich und seine Freundin Marie Stöger, die schon feine Zusammenkunft mit der Prinzessin Luise in KoSwig nach feiner erhaudluna gegen bei: Oberleutnant Witte, früher im Forbacher Train-Bataillon, beu vom hiesigen Kriegsgericht wegen Meineids und Soldatenmißhandlung zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus unb Ausstoßung aus dem Heere verurteilt wurde, vor dem hiesiaeu Ober-Kriegsgericht findet am 15. September statt. Da der Gerichtsherr keine Bei'iisung eingelegt hat, scheiden in dec Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht diejenigen Piinkte der ursprünglichen Anklage, in denen das Kriegsgericht auf Freisprechung erkannt hat, auß Der Verhandlung aus. ES sind daher viel weniger Zeugen geladen und das Oberkriegs- gericht hat nur einen Tag für die Verhandlung vorgesehen. Es wird sich also in der neuen Verhandlung nur um den gesellschast- lichen Verkehr dcü Oberleutuauls Witte mit der verstorbenen Frau Speyer 1. Sept. Zur Nachfeier w-uebe eine Fcstfahrt nach ber Burg Trifels ___ Amuvciler, bitß festlich geschmückt war, unternommen. Der 'JLbg. Diehl entbot ben Teilnchmetti einen Gruß. Beim Festmahl Iwackste ber VorstKende Tivisioiispfarrcr Büttel einen Toast auf ben Prinzregcutcn Luitpold .auß und vcrlaö folgendes Telegramm: „Seine Königl. .Hol-cit der Prinzregent haben über bie loyale Huldigung, welche die zur Feier der Einweihung ber GcdächtniSlirche ber Vrotcstation vereinigte Festvcr-sammlung bi dankbarer imb ergebener Gesinnung barbrachte, aufrichtige Freude cnipfimbcn und lassen allen Festteilnehmcrn mit dem besten Danke für die kunbgcgebene Aufmerksamkeit ihren frcund- lid^'n Gruß entbieten. Im allerhöchsten Auftrag Freiherr von Wicdemami, Geucralleumant, Generaladjutant." Oderhofprediger Die Ehe der Prinzessin mit bem Prinzen Philipp von Koburg soll von An sang an nicht glücklich gewesen sein. Tic Prinzessin sei von ihrem Vater, bem König der Belgier, — so yeißt es in den Memoiren des Grafen Matachich — sozusagen verichacherl worden, damit er sich ungenierter bewegen könne. Prinz Philipp hätte jeiner F-rau gesagt — jo heißt cs in den Memoiren! —, daß er sie "haupliachlich gehettatct habe, weil er in ihre Mutter, die König: n der Belgier, verliebt gewesen sei. .Sie klagte darüber, daß er das ihr gesagt. Ferner Jjätte die Herzogin viel von den Nachstellu ngen ihresSchwagers ,dcs jetzigen Fürsteu von Bulgarien, erzählt, ber eine wahre Leidenschaft zu ihr gefaßt hatte. Er hätte ihr sogar einen Dolch gegeben, um den Gatten z u töten. Auch Geld hätte er ihr a n g c bo t c n , unb unbeschreiblicher Ekel hätte sie über alle bieje Tinge erfüllt, die sie allein zu tragen gehabt. Tie Entftemdung der beiden Gatten hatte bereits Platz gegriffen, als auf einer Redoutc im Karneval 1896 in Abbazia Oberleutnant von Matachich her Prinzessin Luise vorgeftellt würbe, deren Liebe er bald gewann. Beide gaben sich der schnell cmporlobembcn Leidenschaft so rückhaltlos hi»? bau sie jebe Vorsicht vergaßen und ihr Verhältnis halb ein öffentliches Geheimnis wurde. Ta die ber Prinzessin Gebote stehenden Mittel bei dem ungewöhnlichen Aufwand, den sie trieb, nicht weit reichten, würben Wechsel gefälscht, und als dies bekannt wurde, ließ sich ber Skandal nickst meist Dcrmeiben. Ob unb in ivelchem Maße Matachich an ber Wcchsel- fälschung beteiligt war, ist in völlig zweifelsreier Meise nicht feftgeftcllt worden, vom ZttiegSgcricht aber würbe er schuldig befunden, mit Ausstoßung aus dem Heere und sechsjähriger Kerkerhaft bestraft. Prinzessin Luise hingegen wurde für geistig minderwertig erklärt und au: Grund der ärztlichen Gutachten in Heilanstalten, zuletzt in der Piersonschen in Koswig bei Meißen interniert. Inzwischen blieb Matachich bei der Verstcl-crung, daß er unschuldig sei, auch nachdem er vor zwei Ialsten ohne sein Zutun begnadigt worden war. Taneben hielt er aber auch an seiner Liebe zur Prinzessin Luise fest und versuchte unausgesetzt sich ilst zu nähern. AIS der Ottat mit Matachich eintrat, wurde dieser auS Wien und Oesterreich aii^widcn, wLHrcNd bie Herzogin zum Kaiser befohlen n/L'iföc. Der Kaiser sagte zu ihr: „Euere Königliche Roheit! Ich bin lch?r ailev genau unterrichtet. Ich bedauere » l;r, daß Caere Königliche Hoheit dieses Jahr ben Hosfcstlick)- teikn nickst bcv.ivl/nen löunen. aber es sind Fehler geschehen, ich bin hbec alles »nau informiert." Die Prmzessvi suchte ßinz verinstchte». * Berlin, 1. Scpt. Der Mörder des Schulmädchens Koschorrek, der Sch,uhmach,ermeister Oskar von Busse, geboren im Juhre 1872 zu Dziewa, Kreis Juowrazlaw, wohnhaft in demselben Hause, wo die Mordtat geschah, wurde heute verhaftet und gestand die Tat ein. Er wollte das Mädchen vergenxütigen. Ms dieses um Hilse rief, erstickte er es mit einem Kopfkissen des Bettes und schleppte die Leiche nach der Erstarrung am hellen Tage in den Keller. Tre Entdeckung des Mörders erfolgte durch Aufsindung des Strohhules des Mädchens in der Wohnung des Mörders. * Berlin, 1. Sept. Bei einem Gerüst-Einsturz auf dem Kessclwerk bei Allgemeinen Elektrizttäts-Geselü schast in Nieber-Schonweide wurde gestern ein Maurer getötet, tvährcnd ein zweiter schwere Verletzungen davontrug. Breslau, 1. Sept. In Orzesche in Oberschlesien er- schlug die trunksüchtige Frau eines italienischen Ar- betters die beiden kleinen Kinder ihres Nacybarn durch Beilhiebe. Tie Mörderin hat bereits früher einmal eine ähnliche Untat begangen. Sie wurde aber wegen Geistesstörung damals frcigesprachen. * Paris, 1. Sept. Die Polizei verhaftete hier oen Sohn eines Kaufmannes aus Buenos-Ayres. Derselbe hatte 30 000 Francs unterschlagen. — In Dou-eiers, wo sich augenblicklich das 146. Infanterie-Regiment in Quartier befindet, stürzte gestern die Decke eineS Gasthaus- z i m m e r s ein, in welchem sich zahlreiche Soldaten befanden. 15 derselben sind verletzt worden und mußten ins Spital gebracht werden. — Nach einer aus Saigon in Marseille emgetrofJenen Korrespondenz sind 57 Gefangene aus Poulo Eoudor mittels einer Barke entflohen. Ter Gouverneur hat umfassende Maßregeln getroffen zur Entdeckung der Flüchtigen. * Ne w y o r k, 1. Sept. Ter japanische (?) Farmer Gerson Marx wurde unter dem Verdacht verhaftet, auf seiner Farm eine Mördergrube eingerichtet zu haben Er erschlug angeblich seine Arbeiter, sobald sie Lohn verlangten. Hmtsiereru und Händlern gab er vergifteten Schnaps und verscharrte bann die Leichname. Vier Mordtaten sollen ihm scyon nachgewiesen sein. Die Umgrabung des ganzen Terrains verspricht ein weiteres Material zutage zu fordern. Der jetzt 80jährige Marx hat 27 K i n b c r. * Hoflieferanten- und Kommerzienrats* titel schnellstens, direkt. Distretion. Haupt- posilagern d". Ein Insepat des Inhalts, das kürzlich veröffentlicht wurde, wirb jetzt in der Presse kommentiert. MS Antwott auf eine Anfrage ging folgendes Schreiben ein: „Geehrter Herr! Bezüglich Ihrer geschätzten Offerte bezüglich Komllicrzicnrattitel teile Jlstnri ergeben st mit, daß ich durch direkte Verbindungen in der Lage bin, an erster und oberster Stelle die Angelegenheit zu arrangieren, und könnten Sie bereits innerbafb vier Wochen im Besitz des Patentes sein. Vorauszahlungen haben Sie nicht zu machen. Ich erbitte Ihre baldige gefällige Antwort, eventuell wann und wo ich Sie sprechen kann, da in nächster Woche noch mehr vorlicgen könnte. Sie können auch alle anderen Titel und Orden durch mich direkt und bestimmt erhalten. Ich rechne auf Ihre strengste Diskretion unb zeichne hochachtend Tivektor F. W. Rocktäfck)el, Berlin. Alexanderstt. 36a." T-er Glaube, baß es Leute gibt, die Unternehmern gegen entsprechende Barzahlung Orden und Titel verschaffen können, batiert nicht erst auS bem Pommerubank-Prozeß her. Dcrfchiebene Gerichtsverhandlungen aus den 80 er und ‘JO er Jahren, so die Prozesse gegen Baron Lebersteiger 1885, gegen Hoftat Manchs 1891, gegen Alexander Fischer 1892, gegen Pfahl 1897 brachten wunderliche Dinge ans Licht. Kaiser Josef II. stellte einen Tapif auf, nach dessen festen Preissützen untcrfchiebslos jedermann den begehrten Titel gegen Barzahlung beziehen konnte. Ein Grafendiplom war für 20 000 Gulden zu haben, für ein Fürstenbiplom mußte ein Graf Palm eine halbe Million Gulden bezahlen,' für die Hälfte dieses Geldes warb ein Findelhaus angelegt. * Eine Familientragödie. Jur holländischen Orte Losse erschoß der evangelische Pastor Dgcr seinen A b o p t l v s o h n R o stm a r. Er warf sich dann vor einen Perfonenzug unb schoß sich, als dieser hielt, eine Kugel in den Mund. Dger war von semem Wopttv- sohn vor einiger Zeit angezeigt, gegen seine Haushälterin einen Gistmordversuch gemacht zu haben. Tie Verhandlung endete mit ber Freisprechung des Pastors. Wendungen zu machen, ber Kaiser sagte indessen: „Ich weiß alle-, es sind zweifellos Fehler geschehen. Ich weiß, daß Euere ftönig- licf>c Hol-eit über Schönbrunn nach PaukerSdvrf gefahren sind in einem Mietsfiaker, allerdings Ivar ein Lakai am Bock und Ihre Tochter in Begleitung, doch habe ich auch Keuntms, daß der bewußte Ulanen-Offizier eine halbe Stunde nach Ihnen den- eiben Weg gefahren ist." NocknualS versuchte die Prinzessin von Kalatsch und Verleumdungen zu reden, doch der Kaiser erhob sich, agle abweisend: „Ich weiß alles", reichte der Herzogin die Hand, und die Audienz Ivar zu Ende. Tie Prinzessin war damit vom Hofe verbannt. Tie jetzt 46 Jahve alte Prinzessin hat zwei Töckckcr, deren eine, die Prinzessin Torvthca, mit bem Herzog Ernst Günther von Schlesung-Holstein, dem Bruder der deuvsck-eu Kaiserin, ver- mähll ist. Arveitervewegrrrrg. Seit heute früh haben sämtliche Glashütten des Beckens Von Charleroi ihr Feuer ausaetÄcht. Tie Einstellung her Arbeit ist allgemein; nur eine Glashütte in MaraMNnes, in tvelcher keine Ausisperrung vorgenommen wurde arbeitet. . Ueberall herrscht Ruhe. (Sette, .1 iLept. .(W. A) Auf Anordnung aus Marseille begann der allgemeine Ausstand der Dv'ckarbeiter. Marseille 4L ^Pt. (W. B.) Der Präsident bei Handels- tounet W die auf Beendigung des Ausstandes abzielenden Schritte fort. Sport. CttmtsreM«>mg als Staats preis für hervar- rasendc »ucht-r-Lche LeLtarrgen der Betrag von 50 ML bewilliat Gemeldet lrnd w fcunbe, selbftverstm,blich nur bo» ädfrfflZ teagl, welches überhaupt vmchanden isL Richter ist der in Sport- ficiiat tvell belamrte 3- Bella-Erfurt. Unter den ausgestellten Pm>chM srlld mich pcrschradcne »eriiäuM Tie ersten Hunde ans Ämllrrdam und BromKcrg lind }ni Ausstellung bereits ein- getroffen mrd haben dr? Reise gnt Lberftanden. « Kavst und Wissenschaft. Frankfurt en Oper. Es hat ein bischen lange gedauert bis die elektrische Beleuchtung sich bte Frankfurter Oper Se und wer werß, ob nur uns nicht noch lange mit dem altväterischen Gas beholfen hatten, wenn bie Notwendigkeit emer weitgehendsten Sicherung des PublrLums nicht em gebieterisches Machtwort gesprochen hatte, das aüerdrngL dem Stadtsäckel ein hübfches Sümmchen — über hunderttausend Mark — kostet. Dafür präsentiert sich der formschöne Bau mit ferner edlen Linienführung, feinem gefchrnack- volkreichen ftgurlrchen und ornamentalen Schmuck jetzt aber auch in neuer Pracht. Früher dämmeriges Halblicht, jetzt strahlende Helle. Das Vestibül, das Foyer, vor allem aber der Zufchauer- ramn haben gegen früher bedeutend gewonnen. Da die Installation der elektrischen Lampen sehr zweckmäßig vorgenommen wurde, kann man die Einführuug der elektrischen Beleuchtung in der Oper als einen in jeder Beziehung gelungenen Fortschritt bezeichnen. Natürlich wurde auch hmter den Kulissen alles elektrisch eingerichtet. Bon den mächtigen Schaltbrettern, die von einer Hand bedient werden können, dis zum Brennapparat in den Garderoben ist jetzt alles elektrisch. Auf der Bühne werden nun bie vollkommensten BÄeuchtungsefferte erzielt und die erste Vorstellung, „Tannhäuser" bot genügend Gelegenheit, bte Vorzüge der modernen Errungenschaft ins Treffen zu.führen; allerdings funktioniert der Apparat noch nicht vollkommen, im dritten Akt brach die Nacht mit tropischer Geschwrndi gleit in bie Lande, welche die DLmmemug decken stcklle, und dann gab es ergötzliche Griffirrtürner am Schallbrett aber sonst empfand man die vervollkommnete Belenchtm^seinrichtung aufs angenelpnüe. Die Vorstellung erreichte eine gewisse festliche Höhe, obwohl Forch- ha m m er - ,Lcrnnhmtser" nicht sonderlich disstoniell schien. Das Ensemble ging in seiner Aufgabe völlig auf, .Dr. R o 11 e n b e r g hielt bat Tonkörper gut zuHaumren und erzielte schon mit der fein nuanzierten Ouvertüre einen starken Erfolg. Auch bie Regje funktionierte erMvaudIfrei. Alles in allem ein verheißungsvoller SmstxtlbsgMn. S a lz buw g,.ll S^ü. Die ckhte Versammlung dent-^ sche^r Historiker'wurde heute hier eröffnet Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 1. September 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2% Prozent Anfangs* u. Schlußkurse. Oest Kredit.... 2Ot50 204.37 Deutsche Bank . . . 224L0 225J.0 Darmstädter Bank . ♦ 143.10 143.12 Bochumer Guß . . . 207.10 206.00 Harpener Bergbau . . 216.00 216.00 Tendenz: Maller. Nus fische Anleihe. Da östreichischen, französischen und Berliner Zeitungen doch nicht mehr geglaubt wird, wenn sie melden, .daß eine neue russische Anleihe in Sicht ist, kommt nun einmal eine Königsberger und zwar die altangesehene „Aar- tungsche Ztg." mit der Meldung, daß eine russische Anleihe von 500 Millionen (um welche Geldsorte es sich handelt, wird nicht gesagt) in Verbindung mit dem Handelsvertrag abgeschlossen worden ist. Ter russische Finanzminister hat bei seinem letzten Aufenthalt in Berlin direkt mit Mendelssohn unterhandelt, der zu diesem Zwecke seine Sommerreise unterbrechen mußte. Man kann gespannt sein, ^wann auch hier das Tementi erfolgt. Markte. p Marburg, 1. .Sept Der heute hier abgehaltene Sch weine markt war mit zirka 700 Schweinen befahren. Da anfangs wenig Kauflust zutage trat, gingen die Preise sehr zurück. Man verkaufte z. .B. oüchtz'chnittlich 4—6 Wochen alte Ferkel für 12—14 Mk., .8—10 Wochen alle für 25—30 Mk., 3 Monate alle Lauser für 40—44 Mk. und allere je nach Größe und Qualität für 60—90 Mk pro Paar. Viele Verkäufer nahmen ihre Ware wieder mit. Eingesandt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Lebaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Göestan, 1. Sept. Verehrte Redaktion! In letzter Zell werden von feiten zahlreicher hiesiger Einwohner die/schörren musikalischen Weisen verdammt, welche Milllär, Vereine, Theater, .KonzellMellschaften durch ihre Instrumente erklingen .lassen. ,Jch habe in großen Städten gewohnt und in meiner Nachbarschaft ist immer Musik der erwähnten Art gewesen. Aber ich muß zugestehen. daß ich trotz dieses „Gebimmels", nachdem ich daran gewöhnt war, ruhig geschlafen habe, ohne auf- zuwachen. .Betrachtet Euch, liebe Gießener Bürger, die Leute, welche in der 9Lahe der Eisenbahn oder in großen Städten, wo immer Tumull auf den Straßen ist, wohnen. Sie alle hören von diesem Getöse nichts mehr. Und Musll ist doch wirklich etwas Schönes. Man möchte aufjauchzen vor Freude, die Brust hebt und senkt sich rascher, bie Pulse schlagen, wenn man gute Musik hört. Was gibt's Schöneres in dieses Daseins Dunkel? Trum Feuerwehr und Milllär, Vereine und Musikanten, nur feste und mit heitrem Sinn drauf losgeblasen! Und wenn Gießen auch voll von bösen Musikfeinden wäre, so fürchten mir uns nicht so sehr, wir lassen Euch schöne Musik gern machen. Am Morgen, am Abend, Zu welcher Zell es sei. Erquickend ßchr und labend Ist eine wundersame schöne Melodei Gar buele hatten gewtg nupts dagegen, wenn oci vccgmumus-, kommandenr unserer strammen 116er schon um zwei Uhr morgens spielen ließe. Ein Gießener im Namen derer, die Gießen auch etwas- vom gro^* städtischen Geiste durchdrungen wissen wollen. Ausrug MS dr« Kirchkkbmhrr« der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Lnkasgemeinde: Den 20. August: Andreas Oberhauses. Gerber zu Gießen, und Katharine Bardas, geb. Lepper. Ludwig! Herzberger, Rangierer zu Frankfurt a. M., und Marie Phillppme Bella Margarete All, .Tochter des Taglöhners Christian .All M Matt'häus'gemeinde. Den 21. August Deut Will Friedrich Appel eine Tochter, Erna Eüsabethe, gäboren den 26. Juli. — Markus gemeinde : Den 21. Aug.r Dem Kutscher Heinrich Völpel eine Tochter, Antonie Margarete>' Anna, geboren den 14. Mai. — Johannesgemeinde: Den 21. August: Dem Tapezier Heinrich Enders ein Sohn, Gustav,! geboren den 28. Juni Beerdigte. M atthäusgemeinde : Den 23. August: Christian Wallenfels senior, Kaufmann, 74 Jahre all, starb den 21. August — Johannesgemeinde: Den 22. August: Karl Düpfer, Diener am chemischen Laboratorium, 44 Jahre alt, starb den 202 August. Den 23. August: Christiane Leo, geb. Petri, Witwe des Uhrmachers und Goldarbeiters Christian Leo, 80 Jahre alt; starb den 21. August zu Alzey. Den 25. August: Heinrrch Keuchst Bierhändler, 46 Jahre all, starb den 23. August zuFrankfull a. M.' Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. September 1904. Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Nelative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Weller 1. 226 746,9 18,6 11,9 75 WNW 4 Bed. Himmel L 934 748,4 16,0 IM 84 WSW. 4 W V 2. 736 749,5 144 1U 92 w. 2 » ■ r ochste T> rnperat itr am 31. 2 ug. b s 1. S ept. — 4- 18,8ü C. y tiedllgste ■ u 31. 1. ir = 4- 13,8 "6. Foulard - Seide — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Ds/8 Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich. Couverts mit Hirma bMgst vrühl'sche UnwerMatr-vruckerei. Gietzen. 3 S o *» s c rr s CP CP o» o CD o öS» 'S*- ro rr er D S 2 CZ CT rr 3 5 er ro «-J s ö- ä o* ne p ~ ■CS» L» O CP P P P C p er o er o <1 3 « 1 S c S o 'S* 2 s 5 S pp Q <0 P CP QM o . CP cf5» y- ro "Q " 3 ?o S* 3 L 5*0^ PS —o O CT* O cs» er ro P QM l_L O . CP «V 5^'-« TO »So %" rt P 2 tsa %" LZ' to1 ~ 95 fet JT 8 c 2 3 ll» ' —*• TP . °22rJ-:3 e3'TOCD_ to (öS « S S—= 3 3 5-to S) to«»x8< = TO - 3^ O Q ^.^_-,TO TO e rj to._- D M to to to. rs to p »»■sKä|S3 LZ s-es a*r" to __ 4_t_ D- — i—f. »D C .CP 3 3 S 3CP g — TO UL i* TO -J ir. 5'TO (y)-^ g p » _ gTO 3 TO p< S O 5 — -'S* 2* S. S L rt vjl __ QC M. TO n » 1 D TO s3< er to ts 5’to Z^\3<"ssi 5T D D S' p 2 CDT = 5 5 to gr =r. S 3 TO 5 CP 2 to S< @ 5 CP - « c2 0 to 22 I LZ-SK-ss 2 *-* TO O'Q» — ( Z- L « TO- Z TO 5 « 3. D cp Sa 3 ö - § 2 ® S"5 « “ § g5 =• S “Ö» 2- = o- TO S*" E> " 2- TO ° «T TO-’ TO M - A _ 2' — to»3 d 2. P D 2k p"0 « —> er to p TO D UL TO Q, p »Sb To TO TO D qJto.cQ «-TO 5 TO- UV u v Südital. sMerid.l €>r.A-H. 4 ToScanische Central . . 5 Westsicilian v. 1879 3'Gotthardbabn .... 37, Zura-Bern-Luzcrn gar. 8', Inra-Simplon v. 1894 v. 1888 u. 1894 . . . convert. v. 1891 Lit. H . v. 1897 v 1902 am ort. ab 1907 . Diverse Obligationen BuberuS r. 108 Dtsch. Luxemb. r. 100 Schalter Gruben 530. Schles. Berg- 1 380. Wegelin ^.Hübner; 136. Westeregeln Alkali । 267. v. 1886 . v. IS Ser. 30-33 Verzinsliche Badische Prämien . . . . Bayerische Prämien . . . Donau-Regulierung . . . 87, 8l I. 37, i 1914 . b. 1910 b. 1910 1912 . 1905 . 1908 . 1912. . . 2000r unt. b. 1913 . . IGOOr 3 5 5 r/. F »*/. 4 do. 37, 8 3 37, SV, Keriiner Korse. BliesenbachBcrgw. Bochumer Guß . BuderuS Eisen . Concordia Bergb. Dt. Luxemb. Bgw. Elektr.Lichtn.Kraft Eschweiler Bcrgw. Faeon Mannstädt Gelsenkirch. Brgw. Harpener „ Hasper Cisenw. . Hemmoor Zement Hibernia Bcrgw. HvrderBorz.Bgw. Hdsch. Cisenw. Humbold Masch. . Lanrahütte. . . Massen Bergbau. Mülheimer Bcrgw. Rordd. Wollkämm. Nordstern Kohle . Obcrschles.E.-Jnd. Phönix Bcrgw. . Rhein-Nass- Rhein. Stahlwerke Riebeck Montan . G. G Gießen do. bo. bo. bo. v. 1901 v. 1888 v. 1895 v. 1898 . 1000 . 500 . 1000 4 Pfälzische 87, do 3 Allgemeine Deutsche Klernbahuert abg. 60*/. 87, Güdd. Eisenbahn-Ges....... 200/1000 S. . . G. . . « . . 49.80 75.- 98.40 53.— 61.20 62.70 Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 141-250 . . . S. 251-340 unk. b. 1905 v. 1901 unk. v. 1887/89 v. 1896 unk. u. 1903 unk. */, 8 4 XVn Grrech. C.-B. v. 1890 steuersr. le/* do. Monovol-Anl. v. 1887 4 Italienische Rente .... Provinzial- und Communal- Obligationen. 37, do. 4 Fr!., Hyp.-Bk. bo, do. bo. bn. bo. do. do. do. do. bo. 4 »7, 37, 31/, bo. S. 28, 30. 32 n. 33 (tilgb ) do. S. 29 uns. b. 1906 . . bo. S. 45 itilgb.) 4 Oest. C.-B. St. Sch.-Bersch. (eonv Elisad. DM.) L G. steuerst. . y/4 CtfL L-B. St. Sch.-Bersch. lcvllv Franz-Iosef) t Silb. steuerst. 3 Oefderr. Lokalb. ^verstaarl.) . . bo. bo. . am ort. bo. bo. aorort. am ort 102.45 102.50 89.70 102.05 102.10 89.95 104.- 100.20 Oest.-Ung.StaaSb. Oest.Südb.iLomb ) Oest. Nordwcst . do. B . Raab-Odend. . . 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1902 . . . 37, Aschaffenburg v. 1888 . . . . 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . . 4 Badenhausen (Hessen) 3*/, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 . 31,, Bamberg v. 1888 8V, Berlin v. 1886/92 do. privil. . . . bo. garantierte k bo. E^B. Et Sch.-Bersch. (abgest. Elisab.-A.) L steuersr. Pp. . . Porrug. unisiz. v. 1902 Ser. I . . bo. unisiz. v. 1902 Ser. m . . bo. Epezistz. 37, bo. bo. r. 101 47, Eisenwerke Lollar r. 102 . . . 41/, Elektr. Werk Homburg r. 103 . « 4 D. Atlant Telegraf 4 Franken»Allee, garant. v. Frankfurt 4 Franks. Hos r. 105 bo. Hyp.-Akl.-Bk. M. 600/1200 Rhcin. Krebitdk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bobenkrebit-Bank . M. 600 47, Oest. Silber-Rente 4% bo. Papier-Rente 4 bo. Gold-Rente . 4 bo. einbeitl. Reute 4 bo. Ctaacs-Rente b. 1904 b. 1905 b. 1906 85 40 81.50 90.80 103.— v. 1891/92 iabgest . v. 1898 v. 1902 unk. b. 1908 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 do. v. 1902 untilgb. b. 1908 Trier ö. 1901 unk. b. 1906 . . a. Deutsche. Deutsche Reichs-Anleihe abgest. 104.— 100.- 100.80 100.— 104.60 91.90 91.90 91.90 91.60 Ungar -Galizische . stf. i. S. Borarlberg ... i. S. , Ital.stl.gar.E.B.Ser. A-E i.G Ztal. Mittelmeer steuersr. i G. 101 20 104.70 100.10 100 20 87.70 88.70 100 60 100.60 100.90 90.- 98.55 98.55 98.55 98.55 98.55 100 65 101.60 Fraaz-Ioset , . i. S. Kaschau-Ldrb. 0. 1889 L 4 Fürst!. SolmS-Braunfel- v 1880 . 87. do. bo v. 1886 . 4l, Bukarest v. 1884 conv. v. 1888 conv. 6 5 5 5 8 1. Mannheim unk. b. 1902 . bo. unk. b. 1907 . 60.- 207.10 109.40 306.- 97.- 123.10 258.90 182.50 222.50 218.10 212 - 111.25 270 - 148.75 216.10 111.— 252.20 120.- 197.- 156.60 288.50 110- 163.80 292.60 186.- 219.75 do. Südwest stfr. gar. 408/2040 Rväsan-KoSlow steuerst, gar. . . bo. UralSk steuersr. gar. 404 /2020 bo. do. 97 steuerst, gar. . Warsch.-Wien. stst. gar. 2020'4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408 2040 Anatolische i. G 2040 r do. i. G. (S. n Crgnz.) 2040 O^ste de Minas stst bo. do. < Schutz-Ber -Sert.) Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . 99.70 98.— 98.- 99.60 99.50 99.50 99.50 99^0 99.80 99.80 102.- 99.80 99.80 102.- JnlLndische. Braunschweig. LandeS-E.-B. n E 3*/, Hess. Provinz Oberheffen 37, bo. bo. Etarkmburg . 96.90 96.90 91.50 89.50 82.90 Qd.___ 103*20 99.40 90.20 106 — 101.20 97.50 44.60 101.90 27.40 do. do. Hessische do. do. do. bo. Gold-Anl v. 1889 Lons. L. B. Ser I u. H 89 , Gold-Anl. Lm.HI v. 1890 . „ Staats-Reute v. 1894 . alt.Kr. Rbl. do. v. 1902 steuerst. M. Gold-Aul. v. 1894 steuerst. . , do. v. 1896 steuerst. . , 37,o Neavel staatl. gar. Stockbolm v. 1880 . v.fl. 200 v. fl 200 M.1000 ö. fl. 200 . M. 600 s. fl, 350 87 Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 46-190 unk. b. 1905 *■■. do. Ser. »01-310 unk. b.ll»08 87, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 31/, Schwedische v. 1880 abgest. . . . yf. bo. v. 1890 yfi Schweiz. Lidg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 Serd. amort. . 1896 (405) . . . 4 Span. onSl. Reute 0. 1882 abgest. 4 bo. v. 1882 nicht abgest. 37, Türk^Lgyvt. Tribut Lstr. M. Lstr. M. 1901 . 1902 . 1908 . bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. abgest. äuh. L.-B. i. G. 37, Raffel abgest 8'^ Sissingen v. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900 37, Kreuznach v. 1898 .... 3*4 Lahr D. 1889 31/, do. v. 1902 ...... 37, Limburg abgest 4 Ludwig-Hafen v. 1890 u. 92 . 37, Heff.LandeS-Hyp.Bk. Ser.I u II unk 1909 37, do. do. Koinmunal Ser l u.II unk. 1909 4 Nassauische LandeSb. Lit. Q 87, ‘ ------- y/i 4 Lose. . Tlr. 100 ! 146.20 . Tlr. 100 ! - 4 V, 104.80 6 — 87,! 191.— bo. do. do. bo. bo. do. do. do. do. do. bo. do. Consols bo. bo. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. dv. do. do. do. do. do. do. do. do. WormS do. do do. Rhein, do. bo. do. do. Argeut. do. bo. do. bo. bo. Bingen bo. bo. bo. do. v. 1901 do. v. 1883 Bayr. C.-B.-Anl unk. b. 1906 . bo. C.-B. u. Allg. Anl. . . . bo. LandeSkultur-Rente . . . do E.-B.-Anl. Bremer St.-Anl. v. 1888 . . . Ausländische. Elisabeth steuerst, i. G. . . 2000 » Ferd Nrdb. 1887 stf. i. S. . . bo. do. 1887 stf. gar. . . Würzburg v. 1899 unk. v. 1903 unk. do. bo. do. do. bo do. bi' do. d0. bo. bo do. de. do. do. bo. bo. StaatL-Reute . . . . do. v. 1897 steuerst. (Liseru Thor- Goldstst. . L Außereuropäische, um. G.-Aitt. v. 1887 . . BreSl. TiSkontobank Mk. 600/1200 Tarmstädlcr Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. G.I-VII M. 600/1200 Cffekt - u. Wechselb. Tlr. 100 GenoffenschstSbk. 3^.600/1200 Meininger Hyp.-Bk. Ser. Ger. 6 do. bo. Badische bo. bo. bo. Goft. Süd rVowb.) stf. bo. Bo. m *• do. 31 /, Gräfl. SolmS'Laubach abgest. . . 3'/, Fürstl. SolmS-Lich eim . . . 4 Fürstl. W,ttgenstern-Hobenstein . . 4 do. Bsenourg-Büdinaen . . Asenb. u. Büb.-Birstein v. 1887 y/x do. unk. b. 1905 u. b. Berl. umtschb. unk. b. 1907 6t)pOt6e!en.att..8t.|euf8()0/eabg do Hyp. B. Zf. 4e/0 gar. v. d. G. b. 1904 do. do . Berliner Bonk . bo. HandelSg. bo. Hyp.-Bk. bo. bo. /Aktien anslündisclier Transport- Anstalten. bo. Hyp.-Kred.-V. M. 600/1200 Mitleid. Bdkr. i Greiz) «u. B. M. 1000 Mitteldsche. Kreditd. . M. 300/1200 Nattb. f. Dtschl. ®. LV T?. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. BereinSbk. M. 300/1200 Hyp.-Kred.-Ger. abgest. r. ä IOd do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 it. 3K do. S. 27, 37, 39 u. 42 unk. 1905 bo. S. 31 u. 84 UNk. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 . Bank-Aktien. Reichsbank . M. 1000/3000 Frankfurter Bank . . M. 1000 Badische Bank . . . Tlr. 100 Bayr. Bank (Münch.l abg. M. 1000 do. Hyp.- u. Wechselbk. f. fl. 500 87, 4 Fulda v. 1901 Ser. I do. bo. Lit. N-P . . 87, Metz v. 1903 nnk. b. 1912 . . . . 4 München v. 1900 01 unk. b. 1910/11 87, bo. v 190.3 untilgb. b. 1908 . 8'/I Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . . 8*/, Neustadt a. d. H. v. 1889 , . . . Oest.-Ung. StSb. 1873/74 i.G. . . do Brünn-RS. 72 stf. I G. 100 37, U. 37, bo. v. «. w . . . 8% do. abgest. Lit. M v. 1891 87, bo. v. 1894 . 4 Mannheim v. 1900 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . 6 Chinesische Staats-Aul. v. 1895 5 bo. do. v. 1896 47, bo. do. v. 1898 4 Egyptische unifizierte . . . v. 1895 . . . 4059 r V. 1898 87. bo. 8'. bo. Pfandbriefe. 4 Berl. Hyp.-Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80°/( do. Ser.311-330 unk. b. 1913 47, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Eer. I Verl, ä 125 do. Ser. 3 abgest do. Ser. 2 u. 3 bo. I E abgest. bo. HIE uuk. b.1905 37, Zürich v. 1889 6 Stadt BuenoS-AireS v. 1892 i. P 47, bo. bo. v. 1888 i. G. o /, bo. v. 1898 31' Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A u.V 8V, ---- --- w. Saloniqne-Constant. Ionction . . bo. Monastir . . 2020/4010 87, bo. v. 1899 4 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 1905 4 87, 87, 87, 87, 87, 87, 4 0. 1903 unk. b. 1903 v. 1899.1901 .... 4 Hanau 4 Heidelberg v. 1901 . . 37, do. v. 1894. . 4 Homburg v. d. H. . . L. Europäische. 41/, Bosnien il Hercegov. 0.1902 unk. 1913 Bank für handel und Industrie vepositenkaffe Gictzen. 137 30 18.10 105- 107.- 80.40 155.10 102.50 118.40 205.50 151.80 90.20 115.65 123.30 107.- 217.60 92.50 । 116.10 109.80 204.10 103.- 147.50 116.20 . 188.50 194.- 145.75 186.70 187.50 4 do. Pfdbr. Bk. C. 18 4 do. bo. C. 19 4. do. bo. C. 22 3V4 do. do. C. 23 87. do. bo. C. 17 87, bo. bo. C. 18 37. do. bo. C. 24 4 bo. do. do. Ger. 2..... 4 dv. do. do. Ser. 5 unk. b. 1909 4 dv. do. do. Ser. 6 unk. b. 1911 4 bo. do. do. Ser. 7 unk. b. 1913 37, bo. bo. bo. S-r. 3 unk. b. 37, bo. bo. do. Ser. 4 unk. b. 1907 irnnbfitritt S°rsk Aschaff.Masch.Pap 182.— Neue Boden A. G. 157.50 Brauerei Binding 257.- „ Henninger . 175.50 „ do. Pr.Akt. —.— „ Kempff . . 187.- „ Mainzer Akt. 296.- „ Rettenmeyer 132.- „ Gtern(Oberr.) 241.- „ Wergcr . . 111.- Zements. Karlstadt 109.50 Ehem. Bad. Anilin 444.- „ Bleiu.Silb.Br. 122.60 w GricSh. Elektr. 264 - w Albert . . . 230- Elektr. Böse . . 68.56 „ Allgem. Berlin 229.30 H Lahmeyer . . 115.50 „ Schuckert . . 117.40 „ Siem. L HalSke 162.80 ,, Untern. Zürich 147- KunstscideFft.a.M. 516.- Masch. Kleyer . . 288.— „ Gritzner . . 222.- „ Fab.LSchleich. Hamb.-Ant.-Pcktft. ’i'oiöb. Vlot)u . . 108.75 103.-