Erstes Blatt. Jahrgang Dienstag Ä. Augnft 1904 Nr. 179 Arsche»«« täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. 93er- sag der Brühl'schen 1. yivech-Buch-u. Stein» druckeret. 9t Lang«. Redaktion, Grpedtttoa und Druckerei: Schulflrotze 7. Adresse für Depesche« Anzeiger Gießer». Fernsprechanschluß Nr. bl. GletzenerAnjeiger AmK- und Anzeigeblatt für ben Kreis Kietzen UW H,i, ..nii i bhim ____________________________ zeigenteil: Hans Beck. Z>ie heutige Kummer umfaßt 8 Seite«. Z>er Krieg zwisiSen Japan uud Wußlaud. An der Südfront. General Kuropatkin meldet an den Kaiser vom31.Juli: Auf der Südsront ging unsere linke Vorhut nach hartnäckigem Kamps bei Santschensy auf Haitschenq zuruck. Gegen die rechte Vorhut unternahm der Feind keinen Angriff, es sand nur ein Artilleriegefecht statt. Bei Simutscheng wurde der Kamps am 31. Juli um 8 Uhr abends eingestellt. Die Russen behaupteten ihre Stellungen Meldungen über die Vorgänge auf dem äußersten rechten Flügel smd noch nicht eingegangcn. Die russische Ostabteilung hat ebenfalls ihre Stellungen behauptet. General Graf Kellers Tod. Im Jans elinpaß wählte General Keller, der Führer dieser Abteilung, die am meisten dem Feuer ausgesetzten Batterien als Beobachtungsposten; er wurde um 3 Uhr nachmittags tötlich verwundet und ist nach 2 0 Minuten gestorben. Mit dem Grafen Keller ist einer der verdientesten Heerführer dahingegangen, der auf eine glanzende Laufbahn zurückblickte. Nachdem er zuerst bei der Garde-Kavallerie gestanden hatte, . kam er in den Generalstab und fand Gelegenheit, .sich im türkischen Kriege besonders auszuzeichnen. Er machte den berühmten Balkanübergang im Stabe Skobelews mit, wurde in der Schlacht am Schipkapaß schwer verwundet und erhielt für persönliche Tapferkeit vor dem Feinde den Sankt Georgsorden. Im Jahre 1887 schied er aus "nicht ganz aufgellarten Gründen aus dem aktiven Dienst, wurde aber 1894 von Nikolaus IL wieder mit einer hohen Stellung im Heere betraut. Im Frieden bekleidete er zuletzt den Poften des Gouverneurs von Jekaterirws- law. Als er zum Kriegsschauplatz abging, folgten ihm die größten Hoffnungen, und mit den größten Hoffnungen wurde er dort empfangen; General Kuropatkin stellte ihn den Offizieren mit dem Bemerken vor, sein Name sei vor allem geeignet, die Erinnerung an Skobelew wieder austcben zu lassen. In Ostasicn war er dann besonders an den Kämpfen beim Motienpaß und dann jetzt an der Verteidigung der Südfront beteiligt. Graf Keller, .ein naher Verwandter der am preußischen Hofe vertretenen Familie gleichen Namens, war Soldat vom Scheitel bis zur Sohle, ausgezeichnet durch Kaltblütigkeit und Bravour. Bei ihm befand sich übrigens der deutsche Mllitärattachee Major von Tettan. Der Hafen Zukou. General Kuropatkin berichtet weiter, .daß die Japaner bei Inkan neue Truppen landeten. Die japanische Regierung beschloß .heute, Jnkau dem .Handel zu eröffnen. Den neutralen Schiffen wird freier Verkehr gestattet mit der einzigen Einschränkung, daß Kriegskontreban.de fnrmeC verboten ist. Russische Tapferkeit. Nach einer etwas wichtig htenben Meldung aus Liaojang nach Petersburg schäumen die russischen Soldaten vor Wut auf die Japaner. Sie wollen absolut nicht mehr zurückmarschieren, woran sie ihrem Eharakter nach nicht gewohnt sind. Sie halten es nicht für möglich, besiegt zu werden. „Wann gehen wir nun endlich auf die Japaner los? Diese Frage hören die Offiziere auf Schritt und Tritt. Keine strategische Kombination, fern Hinweis auf die Uebermacht der Japaner scheint ihnen einleuchtend, ihr Nationalgefühl und ibr militärischer Ehrgeiz sind zu sehr angespannt. Der russische Soldat fühlt sich durch die augenblickliche Lage bis zum Aeußersten beleidigt. Ob es zeitgemäß wäre, diese Nachricht in Petersburg zu verbreiten, mag dahingestellt bleiben. 11 japanische Offiziere schwer verletzt. Der Kommandant H i e r o s e sowie zehn Offiziere wurden, als sie mit der Legung von Minen auf der Rhede von Port Arthur beschäftigt waren, von einem russischen Torpedoboot beschossen und schwer verletzt. Die Eingeschloffenen in Port Arthur. Eine Depesche der „Times" meldet aus Tokio, daß die in Port Arthur eingeschloffene russische Armee eine an sie gerichtete Aufforderung zur Kapitulation in einer Weise beantwortet hat, aus der hervorgeht, daß die Russen annehmen, mit den japanischen Dampfern „Hitachi" und „Sado Maru" sei der ganze japanische Belagerungsapparat samt dem Marschall Eyama untergegangen. Zur Beschlagnahme der „Arabia". Der Kapitän der „Arabia" sagte vor dem Prisengericht zu Wladiwostock aus, daß er, als ihm die Fracht bekannt wurde, P T o t e st dagegen erhoben habe und sofort nach Hamburg darüber berichtete, von wo gleichfalls ein Protest erfolgt sei, doch hätten die Amerikaner versichert, daß dem Schiff cm der Ostküste Japans ^einerlei Gefahr drohe. Reise nach dem Kriegsschauplatz. Zum Studium der kriegerischen Operationen begaben sich die preußischen Prinzen Friedrich Leopold und Karl Anton von Hohenzollern nach Öftersten. Großfürst Kyrill trifft in den nächsten Tagen aus Koburg in Peterhof ein. Er wird sich nach Wladiwostok begeben, um sich Skrhdlow zur Verfügung zu stellen. Auch ein Sohn Leo Tolstois begibt sich als Frei- williger auf den KriegssckMUplatz. ♦ Zu dem F o rigang des Krieg es schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter: Es ist behauptet worden, der Krieg im fernen Osten werde sich in der Form eines Recheirexempels entscheiden. Der Geldbeutel der Japaner sei zu Nein, um die Kriegskoften au ^halten zu können. Wahrscheinlich wtirden, so hat man argumentiert, .beide kriegführenden Völker bankerott aus dem Kampfe hervorgehen. , Was die Japaner anlanat, so unterschätzt mau ii'i r die innere wirtschaftliche Kraft des Landes. Der ungeheuren Belastung mit Schulden, in welche das Land durch seine Eiiiheits- und ModernisierungSkämpft verfallen war, hat es sich in lnapp zwanzig wahren ohne fremde Anleihehilfe entledigt und dabei seine Währung reorganisiert, was kein europäischer Staat ohne den Beistand der fremden 29 mt Fiera vermochte, das Heer und die Flotte au ja'staut, mit denen es im cktznesischen Kriege in die Keife der Großmächte eintrat. Welche Ausgabim für Kultur- nndr und für die Ausdehnung seiner industriellem und Han> l'i' ii'f-iirit ha! Japan außerdem bestritten! Die finanziellen trhnp n iX' clnuejischen Krieges hatte Japan in zwei Jahren ! , ui iiiiufii n i Jahre vor ^"-JttM'nwärtigcu Feldzug war ,c 'lrmeemrmaltuug „fertig", die Militärbudgets begannen ob .teiflcnb- Ziffern auszuweistn. Nicht die Kopfzahl, sondern die industrielle Entwicklung des Landes, .die Intelligenz und wirtschaftliche Tüchtigkeit seiner Einwohner und der Kealismus eines Volkes, wenn er siw ungehindert betätigen kann, machen die wahre Staatskraft aus. Mach der Ermordung Meywes. Juftizmimster Murawiew wurde am 1. August zu einer Sonderaudienz zum Zaren nach Peterhof befohlen, auf rvelcher ihm, wie man allgemein annimmt, der Posten des Ministers des Innern und des Staatssekretärs von Finnland übertragen werden wird. Die Untersuchung.wegen der Ermordung Plehwes wird ennm-sd), betrieben. Der verhaftete Mörder hat bisher noch nichts gestanden. Doch nimmt man fast mit Sicherheit an daß er ein Nationalrusse ist. Soviel inzwischen sestgestellt wurde, ist das Attentat von der Um sturzpartei ausgeführt. Es war dazu ein wohlorganisiertes Komitee gebildet worden; fünf Personen waren kurz .vor dem Unglückstage in Petersburg eingetroffen. Die Polizei fomrtc Nachweisen, daß der verhaftete Täter an jenem Tage nicht allein agierte, daß vielmehr die andern vier Personen an andern Orten, welche die Equipage des Ministers passieren mußte, ausgestellt waren, um, falls die erste Bombe wirkungslos bliebe, ihrerseits den Mordplan weiter zu verfolgen. Wie aus Petersburg rmtgeteilt wird, hat Kaiser Franz Josef an den Zaren anläßlich der Ermordung von Plehwe eine herzliche Beileidsdepesche gerichtet, die der Zar mit wärmsten Worten des Dankes beantwortete. Auch von Kaiser Wilhelm ist ein Beileidstelegramm eingetroffen, das von Kaiser Nikolaus in herzlichster Weise erwidert wurde. Politische Tagesschau. Noch eine Erklärung für Frhrn. v. Mirbach. Die Wendblätter vom 1. d. M. veröffentlichen in der Ange genheit Mirbach eine Erklärung des engeren Ausschusses des evangelisch-kirchlichen Hülfsvereins, des Berliner Zweigvereins des evangelisch-kirchlichen Hülfsvereins, des brandenburgischen Provinzialverbandes' des evangelischkirchlichen Hulfsvereins, des stirchenbauvereirrs, der Augusta Viktoria-Pfingsthausstistung in Potsdam und der Rummels- bnrger Gemeindeartstalten Die Erklärung rühmt die Tätigkeit des Freiherrn von Mirbach für kirchliche Liebeswerke, für die ihm dankbare Anerke^cnung der evangelischen Kirche und des ganzen Landes gebühre. In den 16 Jahren enger Arbeitsgemeinschaft sei den Unterzeichnern der Erklärung kein tatsächlicher Anbalt für ' t5 Urteil vor Augen getreten, daß den zahlrerchen, ihren Vereinen durch Mirbachs zuge- wandten Gaben ein Mangel anhaste, irrsdesondere, daß diese teilweise diirch Zusage von Auszeichnrrngen erlangt seien. Die Zuschrift wünscht dringend gerichtlich oder amtlich eine sichergestellte rasche Klärung der Frage nach dem Verbleib des nicht zur Albhebung für den Kirchenbauverein gelangten Teils des Guthabens bei der Pommern bank, wofür Mirbach felbst Ausklmst zu geben nicht imstande ist. Die Erklärung schließt mit dern Wunsche, daß Mirbach seiner bisherigen Tätigkeit noch lange eichalten bleibe. Der Vorsicht halber ist aber doch in der Erklärurtg bemerkt: Die Einzell)eiten seiner Sammeltätigkeit sind nicht vollständig bekannt und sind daher von uns nicht zu vertreten . . ? Ja, auf die Einzelheiten kommt es aber hier an. Frhr. v. Mirbach sollte lieber sich diese gutgemeinten Erklärungen verbitten. Fthr. v. Mirhach hat den Fehler gerrmcht, daß er allzulange schwieg über die Beziehungen zwischen der Pommernbank und den Kirchenbaustiftmigen. Weserrtlich infolge dieses langen Schweigens ist die Aufklärung sehr erheblicher Fragen, wie des Derbleibs vorn Frhrn. v. Mirbach guit- tierter, aber rricht empfangener 325000 Mk., äußerst schwierig, wenn rstcht unmöglich geworden. ♦ Kriegsminister v. Asch. Der Berichterstatter der bayerischen Kammer der Reichsräte für den Mllitäretat General Ritter v. Haag äußert sich über die Angelegenheit des Kriegsministers v. Asch folgendermaßen: Bei dem Kapitel Kriegsministerium wurde eine vertraullche Entschließung des Kriegsministeriums in einer ehrengerichtlichen Angelegenheit eingehend besprochen. Ich 'werde auf oie Streitfrage, die nur zu viel Staub aufgewirbelt hat, rsicht näher eingehen, da der Msgleich der bestehenden Meinungsverschiedenheiten auch durch die eingeheitt^ste Besprechung nicht herbeigeführt werden Fann; es sei mir aber- doch,' die Bemerku,ng gestattet, daß unser O fff zierkorps dem Kriegsminister zum Dank verpflichtet ist für die sorgsame Art rmd Weise, wie derselbe auf die Wahrung der St and es ehre hält und bei jedem Wlaß für ritterliches Verhalten der Offiziere ein-- tritt. Ich kann aber bei diesem Anlaß ein schweres Bedenken nicht unterdrüchen; dasselbe richtet sich gegen die unbefugte Veröffentlichung geheimer Erlasse. Weml das Kriegsjnnnisterium Verfügungen als vertrau llch bezeichnet^ so ist eS sich bewußt, daß die Geheim- halttmg eine Notwendigkeit ist, sei es im Juteresie von PersönlichkeiteTii, sei es im JnterHse der Landesverteidigung. Nach rireinem Empfürden müßte jeder, der ans irgend einem Wege in' den Ä^esitz eines sekreten SchristMekes ge langt uni) es allenfalls zur Wahrnehmung berechtigter 3ntereffciv verwerten will- vorher demjeirigen, der eö ausgestellt hat, davmi Kenlntnis geben, damit er die Tragweite erfahre, toelche die öffentliche Vesprechnng des In Halles eines derartigen Schrsststüches hat, d«m imter Ihn standen kann sonst eine schwere Schädigung persönlicher Interessen, ja, eine Hj-efährdung des Interesses" Der Landesverteidigung herbeige führt werden. Für die Kriege verwalt nng wird Meer Borsasll wohl den Anlaß bieten, neuerdings Vorkehrniigen zu treffen, um der Veröffentlichung sekreter SchMftistücke entgegeuKutretem Deutsches Reich. Berlin, 1. Ang. Heute morgen kurz nach 8 Uhr hat der Kaiser den Hafen von Molde verlassen und sich nach Bergen begeben. Die Flotte feuerte Salut, die Stadt hatte geflaggt. — Reichskanzler Graf Bülow ist wieder nach Norderney ab gereist. — Die Reich sjuflizkommission für die Reform des Strafprozesses hat die erste Lesung der zu ihrer Bearbeitung imb Beratung überwiesenen Fragen erledigt. Die Ergebnisie werden den Einzelregierungen zur Vorlage und Prüfung unterbreitet werden, wenn die Ergebnisse der zweiten Lesung vorliegen und ihre Verwendung in einem vorläufigen Entwurf gesunden haben. Die. Reichsjustizkommission wird zur zweite« Lesung im Oktober zusammentreten. Wilhelmshaven, 1. August. Die zwei Fran^ zosen, die kürzlich unter dem Verdacht der Spionage hier verhaftet wurden, sind nach ihrer Vorfühwmrg vor dem Amtsgericht freigelassen worden. München, 1. Aug. Fu der heutigen Sitzung der Ad- geordn etenkammer erwiderte der EisenbahnmiTrister v. Frauendorfer auf die Behauptungen des Abg. Mem- minger, daß Preußen Bayern wirtschaftlich schädige und ruinieren wolle, folgendes: Ich kann eine Bemerkung Wt nicht unterlassen. Memminger hat gesagt, Mrß Preußen uns wirtschaftlich schädigt Ich möchte bitten, von solchen Aeußerungen Abstand zu nehmen Ich habe die Erfahrung gemacht, daß wir bet den pr eu ßischen Staats eisen- bahnen alles Entgegenkommen finden, boS wir finden können. Wenn das aber nicht in' weiterem Maße möglich war, so liegt das in den Verhältmssen Preußens begründet. Ich möchte bitten, solche Aeußerungen bei Seite zu lassen, welche geeignet seien, das gute Einvernehmen mit Preußen zu trüben. Aeutsch-SüdwcfiafriLa. Aus Okahandia wird vom 1. August das Eintreffen des Generalleutnants v. Trotha bei der Abteilung Müller in Erindi—Ongchaere gemeldet. AvsIüNÄ- Paris, 1. Ang. Infolge der Abreise des Ministers DelcassN mich Ariöge erleiden die Verhandlungen mit Spanien bezüglich Marokkos, die schon schwierig sind, eine Unterbrechung. Man glaubt nicht, daß sie vor September wieder ausgenommen werden. Heber die Generalratswahlen wird noch berichtet, daß General Arrdrs mit großer Majorität wiedergewählt wmde, desgleichen der Juftizmimster Valle, auch Rouvier, der frühere Kriegsminifter Cavaignac gelangte in eine Stichwahl. Bern, L Ang. Heute wurde hier die vom Bundesrat auf Arrregung der Internationalen Gesellschaft für gewerbliches Eigentum einberufene ntternatioirale Konsererrz vom Chef des schweizerischen Juftizdevcrrtements Dr. Brenner eröffnet. Die Konferenz soll über die Bereinheitllchung und BereinsachuTry der in den verschiedenen Ländern bestehenden Derwaltnngsvvrschriften über das gewerbliche '(Sigentinn beraten; 19 Staaten nehmen daran teil, darunter Deutschland, Oesterreich - Ungarn, Schweden und Norwegen und die Niederlande. Deutschland entsandte als Vertreter den Direktor im Patentamt Dr. Damme. Zum Präsidenten wählte die KonfereTiz den Direktor des iwernationalen Bureaus für gewerbliches, fite* rarisches und künstlerisches Eigentum in Bern, Morel. Die Der* lxrndlungen sind nicht öffentlich uud werden voraussichtlich vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen. Rom, 1. Llng. Der „Osservatvre Rvmano" gibt die von dem Pariser ,^Journal Officiel" veröffenllichten Schriftstücke wieder und fügt hinzu: Wir haben die Ueberzeugung, daß der Heilige Stuhl eine wahrheitsgemäße Wiedergabe der Vorgänge, die zum Wbruch der diplomatisckien Beziehungen mit der ftairzösischen RepEik gr'führt haben, geben wird, sobald er es für notwendig erod^tef. Washington, 1. August. Die Staatsschuld ist im vergangenen Monat um Dollars 13 549 639 angewachsen. D« Barbestand des Schatzes beträgt Dollars 1 398 829 075. — Der Gesandte der Republik Panama erhob bei der Regierung der Vereinigten Staaten Einspruch gegen die von der amerikanischenKanalkommifsion ausgearbeiteten Entwürfe für die Anlage eines neuen Hafens und ZollbnreanS mit der Begründrmg, daß durch die 9lu£fübwmg der Entwürfe der Hmidcl von Panama abgelenkt ivurbe. Auch bezüglich der Frage, an welchen Stellen des Kanals Postbureaus eingerichtet werden sollen, bestehen Meinungsverschiedenheiten. Man glaubt, daß sich die politisckie Lage der Republik Panama hierdurch schwierig «gestalten form. Tokio, 1. August. Hier ist man selw besorg! um das Schicksal des deutschen Da mp fers „The a", der schon seit einer Woche überfällig ist. Jas engtische Wnteryaus. Im Unterhaus fragte Mac Arthur an, ob die Regier- ung allein oder in Verbindung mit anderen neutralen Mächten Schritte getan habe, nm die Anfmerssamkeit der Ntssischen und japanischen Rgiernngen auf die Ausdelm uirg der Kategorie von den Artikeln zu lenken, die sie für Kri ey skon tre b o n d e erklären, mrd ob die britische Regie Ning gegen die Annahme dieser Negierungen pro testiert, das; kriegführende Müchte, für Kriegskontrebande erklären können, was sie wollen. llntTrp-aatSfcfrctiir Percy e r wider t, die brttisttn' Regierung habe ihren Botschafter angewiesen, der nif fff dien Regierung einen Protest gegen d i e E i n scki li e ß n n g v o n Lebensmitteln in die Liste her KnegSkvntrrbande zu überreichen — Im weiteren Verlaufe der Verhandlung beantragt Campbell Bann ermann folgendem Tadels v 01 u in ' 11(^.1111'1*1, daß eurige " dieU Stellung niiInnen M einer politischen iDryanCfixtuy^ Roth der gestrigen Nacht Dcrmifct)te£> c n-t o I e- ^*iyr»x QMuocn v«i-ajtet. 4uf ixm Transport der Verhafteten in Anwesenheit der Behörden und zahl- in Groß-Gerau eingetroffen und wurden vom Groß- im Automobil empfangen und nach Jagdschloß WolsS * Düsseldorf, ^uli. Während eines Gewitters Alsbald nacb Schluß der Sitzung im Witte Prozeß hatte unser Mitarbeiter eine längere Unterredung mit dem Vertaner bet „Kleinen Garnison". Leutnant a. D. 'Bilic, der fein blas; und abgespann: auSsad. erklärte ihm, daß er bo-' Urteil, das für Ditte den gosellsdiaftlichen Tod bedeutet, ermattet habe. Daß die Beweisausnatmie in '3adwm der Borgwirtuoatt des Oberleutnants Ditte ein negatives Ergebnis gozeirigt hat, könne anaciidhv der übrigen Gestellungen der BeiveiSaumahrne nidil in Betragt kommen, lieber den Teil deS verurteilenden Er- kennrnisseS. >r v-.m dem nicht enviesenen unerlaubten jberreln Ditte'S mit der arent Kod> spridu. erklärte Bilse, ftm nicht äußern zu ivollon, da es fick hierbei um eine Lote bandele. Ihm g.nüge, daN er durch Dittes salsdn Aussagen tm Metzer P^zeß nickt geschädigt trvrben sei, denn daraus erhelle. daß Witte fid) die unbcil7t>1kn Folgen seiner walwheitswibi,gen Bekundungen ganz allein zu^kschreib"n habe und daß eS sonnt nicht richtig sei, wenn man ihn, .Bilse, etwa für bas Schicksal Ditte'S verantwortlich mache. Tie weitere Unterhaltung drehte fid) dann um daS Sckick Feste auf der WeltanSitelliing von 18G7 im 9. Bande seiner Wf- 3 „Tm.V vv die soeben in Paris erschienen ist- ... Besuche des „schrecklichen TrioS" selbst erzählt er dabei sollendes: „Bismarck bat den General Stoffel, ihn in die Offenbachsche Operette „Die Großherzogin timt Gerolstein" zu führen, und er lachte auS vollem Halse über diese Satire auf die kleinen deutschen Höfe, die er sehr treffend sand. Er ivanbte s'ch Moltke zu, der nt der zweiten Reiln saß, jvoil er infolge i c - Pariser Wassers indisponiert war, und sagte zu ihm: „D»s wurde rber Tom der Bergstraße*, die kirche, hier vom Bischof von Mainz Geistlichkeit, der Staate- und städtischen reicher Gläubigen ein geweißt. fc. Höchst a. M., 1. Aug. In wurde der Polizeisergeant Huke auf einem Patrouillen- gange von einer Rotte Burschen überfallen und bunt) Messerstiche schwer, aber zum Glück nicht lebensgefährlich nach dem Polizeigesängnis wollte ein mit einem Rade ent- gegenkommender Arbeiter, der mit einer Fahne versehen war, einen seiner Kollegen befreien; eS kam zu einer Schlägerei, bod) konnte auch dieser Tumultuant verhaftet werden, da daS Aufgebot der Polizei hinreichend stark mar. Morgen, Dienstag, werden besondere VorsichtSutaßregeln erwartet. sd. Groß-Gerau, 2. Aug. Prinzessin Ludwig von Battenberg, sotvie Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland sind heute nachmittag 5 Uhr Herzog garten welche, wie schon in den vorhergehenden Tagen, die an dem Neubau des .Darmstädter HofeS* hier beschäftigten auswärtigen nicht organinerten Zimmerleute beim Verlassen der Arbeitsstätte beschimpften, veranlaßten eine nach vielen Hun- betten zählende Menschenansammlung, so daß der Verkehr zeitweise stockte. Die Arbeitswilligen wurden durch eine An- Schutzleute gedeckt nach der Bahn begleitet und die Strecker schlosien sich, teilweise mit Messern, Säbeln, Re- V-r-n • ben met, dem Zuge schimvfend 'n-. An der Gießen, den 2. August 1904. " Personalien. Hochbauaufseher, nicht Feldbau- aufseber, Grünig wurde aus fein Nachsuchen von S. K. H. dem Großherzog seine Emtlaffung erteilt. — Gelände-Ankauf. Der Kaufmann Konrad R o£n II. hat Gelände hinter der schönen Aussicht vor einigen Tagen an den Kalkbrcnnereibesitzer Karl Ha a S jr. für 10 500 In. verkauft. + Lang-GönS, 1. August. Dte Erwctterung unseres Bahnhofs geht jetzt der Vollendung entgegen. Gegenwärtig ist man mit der Verlängerung der Straßenunterführung an der Straße nach Holzheim beschädigt. Der gesamte Bahnkörper wurde für den stets steigenden Guter- verkehr erweitert, eine große Rampe und zwei llcbcr- holungSgeleise für Schnellzuge angelegt. Der gesamte Umbau be3 Bahnhofs erforderte einen Kostenaufwand von rund 200 000 Mk. § Friedberg, 1. August. Em Gewitter zog heute vormittag über untere Stabt Ein Blitzstrahl schlug m daß Wohnhaus Repv ohne zu zünden. Die Beivohner kamen mit dem Schrecken davon. Ter Blitzstrahl ließ an der HauLecke sichtbare Spuren zurück. Auch daß Warenlager eines Kau" mannS traf ein kalter Schlag. — Der Sohn deS Majors Peitsch vom hiesigen Bezirkskommando erlitt auf der Esten- Kahnfahrt emen tätlichen Unfall durch einen unglücklichen Swrz autz dem Zug. Er diente als Leutnant im 9. Rheinischen Infanleric - Regim en t Nr. 160 in Bonn. w. Nidda, 1. Aug Das den Abschluß der 25155ngen elfter des evangelischen Lnrck-cnge sang Vereins Gießen bübcti* Kirchenkonzert, welches gestern in der hiesigen Kirche abgebalien wurde, nahm einen allerseits befriedigenden Verlauf. T-er Verein, der um 2 Uhr hier eintraf und durch einen herrlichen T-amcnflor sich aus- yicbnetc, begab sich zn einer kurzen Pwbc in die Kirche, wo um 3 Uhr das Konzert begann. Leider reichte b;c biefige Orgel mit ihrem einen Manual zu den geplanten Borträgen^ nicht au«, und nur das Präludium und die Fuge über den Urnern Bt ®eLotcnra '°us^rn c.X L lX in Nr TOtfrcr SStri-.nibftMn tin unrrlauMrr Vtrffbr mit Krafts -aalvau «»um .ta r c u bekannten HaupttnannS Erdler (letzt m ^tianboir •vtovt n TT <1 m tmi DI - *- . . . • r * c .. .... k V -_______ in Wassenberg nnirbi'U zwei Schnkmädd)on burd) emen Blitzschlag ii c t ö t c t, zwei andere Mäbd>en wurden sdnver verletzt 'Essen, 1. August. Jin Kruppschen Lasehenwalzwerk zersprang eine Scheibcsögc. Sieben Personen wurden schwer verletzt. , . . , • Hannover, .11. Juli. In der L u m p e n \ a b r 1 f von Gebrüder Salomon entstaub beute früh 9 Uhr G r 0 ß feuer, da« auch auf baS beiinchbnrtc Holzlager von Hilbegast nbeqpranfl. brannten sieben Schuppen mit Baumwolle, Gummi, Jute und an deren Produkten meber. DaS Feuer ist wahrfchemlich durch Eutzündung der Jute unter der Eiuwirkung der Sonnenhitze ent- ftnnbcii. Ein vom Fetter bereits angegrisseueS Holzlager tonnte C^nabrürf, 31. Juli. Bon bern O-Zug Nr. 93 Röln- öamburq entgleistcu gestent mittag auf der Etnfahrt in die Station Hittbergen vier Personenwagen, die noch 40U JJccter iveit mitgcfdileift rvurben. Nennenswert verletzt wurde niemand. Der Nest deo ZugeS fuhr mit einer halbstünbigen Verspätung in den hiesigen Bahnhof ein. * Weimar, 30 Juli. Mit der 33. Wandertiersammlung deS Deutschen P h 0 t 0 g r a v h e u v e r e i n s , die vom 22. bis 26. August l. I in Cassel ftnttfinbct, ist auch eine Ausstellung von Pbotegraphien und photogranhischen Gegenständen ver- bunden. Für diese AusstelUmg, welche im Königl. Orangerieschlosse Unterkunft findet, bat Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auguste Viktoria eine prachtvolle, in der Kgl. Pv^ellan- manuialtiir zu Berlin bcrgeftelltc Porzellanvase gesttstet Die Ausstellung ist für daS größere Publikum vom 25. August bis 1 18. Sevtember geöffnet. ' Saalfeld, 1. Aug. Die Wasch- und Butt er- inaschinenfabrik von Adam Schmidt in Saal- felb n. d. Saale (General-Vertrieb C. Koch, Berleburg) würbe am Sonnabenb, den 23. Juli er. bittet) ein gewaltiges I Feuer fast vollständig eingeäschert. Der Betrieb muß vor- läufig gänzlich ruhen, wird aber, da glücklicherweise in der ^Nachbarschaft leerstehende Räumlichkeiten zur Verfügung ge- stcllt und die Holzvorrate vom Feuer verschont geblieben sind, in voraussichtlich 3—4 Wochen wieder ausgenommen werden können. * Paris, 31. Juli. Aus dem Wege zwisch?n Paris und Versailles stieß ein Automobil, worin bie Prinzessin M u r a t unb ihr Sohn sich befanden, mit einem andern Auto- i.iobil z u f a m m e n. Die Insassen des letzteren, zwei Eng" länderinnen unb ein Herr, mürben herauSgeschleudert und ii/rocr verletzt. „ . , ' Eine Nachricht von Andree? Wie em Telegramm auS Christiania meldet, hat der Kapitän eines in Dromsoc beheimateten Schiffes eine Flaschenpost von Anbree'S Volarexpedition gefunden. Tie Flasche, die bei einer kleinen Insel nördlich von Spitzbergen aufgefischt wurde, enthielt einen von 1898 datierten Bries. Näheres über besten Inhalt sei erst nach einem Monat zu erwarten. — Meldungen gleichen oder ähnlichen Inhalts, wie die vorstehende, sind auS den nordischen Gewästern schon häufig zu unS gekommen. In den meisten Fällen handelte eS sich aber bei den aus- gefundenen Flaschenposten, wie sich nachträglich herauSfiellte, um Sendungen, bie eine später ausgelaufene Expedition zur Ei-forschung der Strömungen in den Polarmeeren den Fluten anvettraut hatte. • Von der Unterschlagung unb der Flucht geleitet, wo sie einige Tage Aufenthalt nehmen. Aulen-Diebach, 1. Aug. Der Oekonom Wilhelm von hier wurde inmitten seiner Familie während eines niedergehenden Gewitters vom Blitze erschlagen. Während sich das Gewitter entlud, Hatte er sich mit Frau unb feinen drei Kindern um den Tisch versammelt unb im Gebetbuch gelesen. Hier traf ihn der Blitzstrahl. Wunderbarerweise blieben alle anderen Familienangehörigen verschont. fc. Heppenheim a. d. B., 1. Aug. Heute vormittag nctic St. PetcrS- Ne *er SorftugepoTitir wftfarunt unb einen Zoll auf 'Jebentnnttel fefrt Da» Tnbel^l'ohtnt Uam|v dell-Bunnernuun^ nnirtu- schließlich mit 288 gegen 210 Sttnnnon abgefeimt * Köln, 31. Juli. In der vergangenen Naclft gerieten am schickte des „Empire liberal" Blauback zwei Männer tvcqen einer Frauensp rson in Streit., Bon dem Besucke des „schreck Dabei feuerte brr eine mit einem Revolver aus feinen Gegner: dieser blieb unverletzt, aber ein Zuschauer wurde burd) einen Schuß in die Brust sofort gttötet. lvährend ein zweiter verl- . 7ü»er i - ehe voai '7 blifttm ergriffen unb her Poli .c i . geL verletzt. __________________________ Eine Unterredung mit Bilse. ssh.) Frankfurt, 1. August. recht schwierige Aufgabe, das Derbienft des Präsidenten sei, der nun seit Entstehen des Vereins 25 Jahre lang sich dieser mühevollen Arbeit unterzogen habe. Nachdem tm Kurpark noch eitrige liebliche Weisen erklungen waren, machte sich der Verein auf den Weg nach Borsdorf, von wv ans die Heimfahrt an getreten werben sollte.^ Auf dem „Rabenstriw', einer Atthöhe mit herrlicher Fernsicht, wurde. -. . noch zum Abschied ein Abendlied angefrimmt und dann ginge »rnter Wetterleuchten in der Ferne auf den Heim- weg. Der Präsident sprach Pfarrer Werner M Wdda seinen ^o6> wani- Cmnlv: iu midrn. Tank ans für die freundliche Aufriahme in Nidda, toogegen 11^^001^,1 b?zwciselte Bilse, * der letztere vielmehr dankte für den gebotenen herrlichen mehr mbgiltig der Vorhang . Genuß, der, weil unentgeltlich geboten, auch dem Geringsten niebenvganzen sei. Es brstänb n vielmehr zwischen^ den einzelnen neue Aufs in der Gemeinde zu gute kam. Der Ertrag freiwilliger! Persönlick-keiten des Dramas ; ;i “J' f": m":t*** eines Priors wurde kürzlich durch ein Depeschen-Bureau eine Nachricht verbreitet, die sich nun als falsch erwiesen hat. Darnach wäre der Prior deS Karmeliterklosters in Krakau, JarzvnSki, mit 80 000 Kronen unb in Begleitung einer Dame nach Amerika geflohen. P. JarzinSki wurde auf sein eigenes dringendes Verlangen wegen längerer Krankheit von seinem smmnelt- sich der Verein in Krafts Laalbau .zum Kmfee l ™M r blVTli^ I a” m Kr°ka« mtbund-n und m d»« Karmeliter- mch machte gegen Abend emen ^pcucrgxmg nach mürbe, sich in;mifdmi verl^iratot bat unb barnuHflofter zu Lembeig versetzt, von wo er sich Ciue Zull a T Salzhansen, wo nn KurbMrse das Abendessen eingenommen D.v7 r nack Amerika gegangen ist. Rittmeister I Anordnung der Aerzte und feiner Obern zur Kur in einen wurde Tort sprach Pfarrer D. Schlosser als Präsident | a c a e I c. der an vor dem Leutnant ^entmin 1 allein aktiv Badeort begab. Tie Meldung, I. habe 80 000 Kronen ge- des Vereins dem Dirigenten für feine große Mühe imb geblieben ist, nimmt gegenwärtig an dem Feldzuge gegen die noblen unb fei mit einer Dame nach Amerika gegangen, Aufopferung den T-anI des Vereins aus, ebenso seinerkvreroS teil. Der fti-^rc- OberlcuMant Kock bat sich nack dem Ernnduna Ä fciefo oft durch dir gefiäuftm Proben ihren ««arten Tode "imch Swdiüm « Tic TanS'tn «erd-l.nisse in den vreuhi. V rffr?171'riini Hne Red : zu widmen B ils - selbst fühlt s-ch nih'bcbüritiff un? scheu bl es ängni ff 0 n sollen auf Anordnung .des preußlfchcn das Zusammenualren des V?rerns, zu rnanchen ^^nen nnc | ,n r deinen abgelegenen Villa in Sohlen Iustizminist r v w o die „Deutsche rned. Wockeinckr. rntttettt, durch ' barf bei Berlin nifb wtjr bortige städtische Geftm bb?itskommission: Die vieftack un- dem mitgebrachten Dorngnartett des Frankfurter Regi- Düsseldorf, 31. Juli. Eine Verhandlung, welche na- riltign unb übertriebenen Nachrichten m der ^unb ausländ^ ments, ein gut besuchtes Kon^rt gegeben. Außerdem war mentlick. für die Geschäftswelt von Interesse sein dürfte, scheu Presse über eine verhsiltnismamg bedculendc TyphlisePwemie eine Anzahl von Postbeamten hier' versammelt. fand dieser Tage vor der hiesigen Sttaskammer statt. .Die In- in Bem veranlagen uns .ö^ 'Ow^b^RMigWllung. Vom c. Schotten 1 Auaust. Ge' ern nackmittaa fand nacfr Oberin eines Schuhgesckäms batte durch 'Plakate in ihren Juni bis 26. 3uh |mo bei einer J Schotten, 1. ^U9U1L 've'tcrn nachmittag Tanö, nach 4^ufcn[tent ^oczeigt, ban an einem bestimmten Verkaittslage Seelen als krank ober verdächtig insgesamt 240 Ttiphussallc der ,H. L. , nn hrepgen Rathausiaale eine Besprechung be- jeber ifIrnte ein Paar Pantoffeln gratis erhalte. Wegen angemeldet, von deiicn 12 Perionen als Nicht typhuskrank bezüglich Ausbringung der Mittel zu den Vorarbeiten beS unerlaubter Ausspielung unter Anklage gestellt, mar funben iinb mehrere seither als geheilt entlassen wurden. Die BahnprojekteS Schotten-Ulrichstein statt. An biefer die Besckiildigte in erst-r Verhandlung von der Strafkamm-'r frei >trantt)eit befiel besonders die .Irbeiterklasien. In den •'Ovtc! BewreLuna nahmen 17 Vertreter umlieaender Orte teil fl^Vtodx'n worden, weil sie auf bie Verwarnung eines Polizei- und FremdLNponsionen zeigte nck keine einzige Erkrmlkung. ..ctt WTprecgung nagmen 1/ ^errrmr umneqmBer Lrte teil. b-e Wat(, foiort flu.? Scf-^nftern entiemt SHnrfficbt darauf, bnfi Monbct« Veutc erfrantten, bn benen Man war allgemein der ..'luncht, ein generelle? Pro,ekt aus. van einem d rnrligen Verkaufe >>Manb geuammen halte, li-be Psleqe nicht mogluh war, muhte nuSgtcbifl spitalvilege ,n arbeit en zu lasten, das emem späteren eventuellen Bau als Auf die Revision der Staatsanwaltschaft hier hob das Reicks- Anspruch genommen werden. Tank dem Entgegenkommen der Grundlage dienen kann. gerickt dieses Erkenntnis mit der Begründung auf, bas Urteil Spitäler unb ber Erwerbung eines Privatsvitals burd) bte Ge- -» Romrod bei Alssel b, 1. August Der Groß- bie Prüfung ber Frage vermissen, ob die Möglid)stit vor- meiube zu vorübergeheiiber Verwendung als Mbfonbcrungt'ljauo, i , f . ’ *,. 0 7 hauben mar daß bas Publikum non dem Anerbieten Gebrauch | konnten von 240 (Erkrankten 180 in Spitalpftegr gegeben werden. Herzog trifft anfangs September m seinem hiesigen Jagd- In erneuter Verh.udluug w.'rde die 0^eschästs- Von 60 in häuslicher Pflege befindlichen Personen werden in schloß ein, um zuertt dem Exerzieren der 41. Brigade bei mhaborin nunmehr zu 3 Mark iveldstrafe verurteilt. deu nächsten Tagen eine Anzahl in Spitäler gcsd>asft werden. Diird) Alsfeld, bann dem Brigade- und Tivifions-Manöver ber Hildesheim, 28. Juli Mit der Frage, ob Bahn Hofs- diese Maßnahmen unb durch strenge Kontrolle der Desinfektion 25 hessischen Division beizuwohnen. In dem Schlosse wirtschaften der ottsübljeben Polizeistunbe unterliegen hatte bei ben zu Hause verpflegten Personen wirb einer Weiterver- . ’ XV\zLu» v , Z l ii die Sttaskammer des hiesiger, Landgerickrts zu beichaftigen. brcitung der Epidemie möglichst Einhalt getan worden. werden berefts Vorb.reüungen zum .mpyang beS hohen Bahnhofs-Restaurateur ^cnid sell) in Nordstemmen batte seine * König Wilhelm, Bismarck und Moltke auf Gastes getroffen. I Wrnsd-aftsräum-' über bie für ilyn festgefetzle Polizeistunbe hinaus ber Pariser Weltausstellung 1867. „Die Ersdreinung gd. Darmstadt, 1. Aug. Streikende Zimmerer, offen gehalten und war deshalb zur Anzeige gebracht. Gegen den des schrecklichen preußisck-en Trios — König Wilhelm, Bismarck ' * * ihm zugesandten polizeilichen Strafbefehl erhob L. Widerspruch und Moltke — inmitten der Feste der Weltausstellung erinnert beim SH firmeridrt, da- ilm aber wnirtcilte. Auf die von L. an bie Erscheinung ber drei MaSlen im Finale des „Don Juan", eingelegte B rufimg erfannic bie Strafkammer auf Freisprechung. Alles singt, lacht unb tanzt, unb bock) verdüstern schon bie schmerz- 1 liehen Melobicn. die bie Katasttoplie ahnen lassen, die fröhlidKn Akkorde . . ." So schließt Emilie Ollivier eine Sdnlberung der ein Dorr- vom 2.-15. Jahr Arbeiterbewegung. Wien, 1. Ang. Dem heute ausgebrochenen Streik der Lastfuhrwerkkutscher haben sich auch die Speditionskut- scher angescklosseu. Die Gesamtzahl der Streikenden beläuft sich bannt auf 20 000. Da die Stveikenden die Arbeitswilligen mit Gewalt vielfach an der Arbeit hinderten, mußte die Polizei wiederholt einschreitcn und eine Anzahl Verhaftungen vornehmen. Aeisen. — Thüringen und der Frankenwald. Siebzehnte Auflage 1904. Große Ausgabe. Mit 16 Karten, 11 Plänen und 2 Panoramen. Gebunden Mk. 2.50. (Meyers Reisebücher.) Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. — Dieses Buch umschließt das ganze Gebiet und läßt an Reichhaltigkeit imb Genauigkeit nichts zu wünschen übrig. 29 Karten, Pläne imb Panoramen erleichtern dem Reisenden die Orientierung ungemein; als neue Zugabe sind em Stadtplan von Weimar, ein Planchen der Sommersrische Oberhof, sowie eine Spezialkarte des Franken- ivaldes hervorzuheben, der erst in diesem Jahre durch die neue Bahnstrecke Trrptis—Marxgrün recht erschlossen worden ist. Eine Karte der deutschen und österreichischen Alpenlander, hergestellt von der kartographischen Anstalt Oskar Braun in München, ist soeben zur Ausgabe gelangt. Braun schloß sich der Richtung für die Manier der Höhenschichtendar-- stellimg an und verwendet für die oro°hydographische Darstellung 10 Farben. Jedermann kann sich dieses 66 x 100 cm große Kartenblatt unter die Lupe nehmen und wird dann heraussinden, mit welcher Lust und Sorgfalt dieses Kartenwerk behandelt wurde. Für die übrigen Details wurden 3 Farben verwendet. Schwarz: für die Eisenbahnen, Chausseen, Straßen II. Klasse, Schutzhüllen, Achengasthäuser und sonstigen Signaturen. Rot: Fahrstraßen IH. und IV. Klasse, sowie sonstige Wege und Fußwege über die Alpen und zu den Schutzhäuscrn. Violett: Grenzen. Um diese Details in dem Maßstab 1:600 000 aufnehmen zu können, hat sich die Höhenschichtendarstellmig aufs beste beivährt. Fast sämtliche Sektionen des deutschen und österreichischen Alpenvereins haben die Korrektur über ihr Gebiet übernommen und schätzenswerte Beiträge geliefert. Ebenso ist das beigegebene Hüttenverzeichms von Karl Tobler auf das evidenteste hergestellt. Die Karte ist durch alle Buchhandlimgen zum Preise von 4 Mk. zu beziehen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Borandsichtliche LvitterttNg in Hessen für Mittwoch, den 3. August: Zeitweise »völlig, etwas wärmer hei kühlerer Rächt, stellemveise Gewitter. Näheres durch die Gleßener Wetterkarte. Temperatur der Lahn nnd der Luft am 2. August 1904. Nach Neaumur. gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 19«, Luft 20 °. Albert Rübsame n. Summa: — >—, > , . , . Anm.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Monatliche UeberW der Todesfälle in Hetzen. Monat Mai 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 30,1 nach Abzug von 25 Ortsfremden: 19,2 °/Co. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: Tuberkulose der Lungen Tuberkulose anderer Organe Lungenentzündung Lungenkatarrh Apoplexie Herzleiden Darmkatarrh Atrophie Lebensschwäche Neubildungen Altersschwäche sonst. Krankheiten Verunglückung Selbstmord Totschlag __ gefallen zu sein. * Das alte Opernhaus in Flammen aufgehen zu lassen, bildet allen Ernstes einen lebhaft gehegten Wunsch der Feuerwehrtechniker, auf dessen Verwirklichung seither mit großem Fleiß hingearbeitet wurde. Noch auf dem kürzlich stattgehabten „Vierten Verbandstage der deutschen Berufsfeuerwehren" in München führte Branddirektor Reichel-Hannover, nach dem stenographischen Berichte, über diese Verhandlungen zur „Opernhausfrage" folgendes aus: „Versuche mit Probetheatern, wie man sie in Wien plane, gäben kein richtiges Bild. Nichtiger sei es, ein wirkliches Theater anzustecken. Er denke dabei an das alte Opernhaus in Berlin, das solle man in Brand setzen. Eine Sachverständigenkommission möge alsdann das Nähere feststellen. Er habe sich übrigens bereits mit der Intendantur des Opernhauses in Verbindung gesetzt, Ivie aus den Antworten, .die er erhalten habe, hervorgehe, sei die Möglichkeit vorhanden, daß die Sache sich verwirklichen lasse. Redner bat zum Schluß ferner Ausführungen den Verbandsvorstand, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen und dafür zu sorgen, daß das Bühnenhaus zu Brandproben zur Verfügung gestellt werde." Der zuletzt geäußerte Wunsch wird „leider" nicht in Erfüllung gehen, da der dahin gestellte Antrag eine glatte Ablehnung erfuhr. * fÜlit dem Ballon in einer Gewitterwolke. Der Rev. I. M. Bacon, der durch seine kühnen Fahrten im Luftballon bekannt geworden ist, erzählt in einem längeren Artikel, den er in „Longinans Magazine" veröffentlicht, wie er einmal mit einem Ballon durch einen schweren Gewittersturm gefahren ist. Der Ballon stand in einer Höhe von 3000 Fuß und ward von einem starken Luftstrom getrieben. .„Wir wandten eurer finsteren Wolke, die uns zu Häupten stand, nicht genügend Aufmerksamkeit zu, sodaß sie tiefer und tiefer sank, sich fest zusammenballte und uns alle Aussickst benahm. Bald waren wir von diesem grauen Vorhang fest umschlossen, und jeglicher Fernblick war verhängt. .Von Newbury aber, dem Ort, von dem wir aufgestiegen, beobachtete uns eine große Menschenmenge, als eine Menge drohender Blitze herniederfuhr, und wunderte sich, warum wir nicht herabkamen. Das erste richtige Warnungszeichen, das wir in unserer schwierigen Lage hatten, war ent Blitzstrahl, der ganz neben uns aufzuckte, pnd dem ein anderer Strahl sogleich antwortete. Allinählich nierfteit wir denn, daß wir uns direkt in der Entstehungssphäre eines furchtbaren Sturmes befanden, und ein gewaltiges Toben und Tosen hob alsobald um uns an. Unser bisheriger Wind trieb uns weiter nach Westen; die Sturmwolke wirbelte uns in einer Richtung nach Osten wie rasend fort, und daneben fuhren Schauer eiskalter Luft und peitschenden Hagels uns ins Gesicht. Zweifellos befanden wir uns mitten in einer stjewitterwolke, die Blitze weithin über das Land entsandte; von der nächsten Nähe des Ballons aus schossen die Blitze fortwährend herab, sehr viele sptwigen auch von einer Wolke zur andereit über. Einer, der. den 23 oben erreichte, muß von unserer Position aus wenigstens eine englische Meile lang gewesen sein." * D i e Häupter der Reklame. Wie aus Pans gemeldet wird, hat die gegenwärtige Hitze dort eine neue ooym der geschäftlichen Anpreisung gezeitigt. Millen unter den (Wen auf dm Terrassen der Kaffeehäuser erscheint plötzlich ein vor- mlm gekleideler Mann, setzt fiel; hin, mmiul sein Taschentuch, lüftet den Zyliltder, trocknet sich den Sclrweiß vom Kopfe und zeigt habet seiner Umgebung einen blitzblanken mädMUjen haarlosen Schädel, der in großen Buchstaben die Inschrift trägt: „Trinkt Dupitoit-Bittern \#< Nach hinreichender Erregung der Neugierde nimmt die lebende Litfaßsäule Stock und Schirm und wandert weiter. Die Sache ist aber durchaus nicht neu, sondern wurde sf' ort vor Jahren in verschiedenen Großstädten ins Werk gesetzt- So erregten eines Abends in der Niederländischen Oper zu Amsterdam fünf Herren die allgemeine Aufmerksamkeit, die, als der Orchesterdirigent. eben seinen Taktstock erhvb, im dicht besetzten Theatersaal erschienen, im Gänsemarsch zu fünf ihnen vorbehaltenen Sitzplätzen der ersten Reihe marschierten, sich niederließen, erst dann ihre Angströhren abnahmen und mm dem Hause auf ihren fünf Kahlköpfen die Inschrift zeigten: „v. B. U. R. E. N." In wenigen Minuten durchschallte ein stürmisches Gelächter den Saal. Van Buren war der Name eines Schweinemetzgers, der eine ausgezeichnete Wurstsorte herstellte, sie an allen Straßenecken ankündigte und auf allen öffentlichen Plätzen durch die Gassenjugend besingen ließ. Und so stimmte denn auch der Olymp der niederländischen Oper beim Anblick der fünf Reklamehäupter Tugs den damals in der Stadt schon volkstümlich gewordenen Kehrreim an: „Van Buren, van Buren, Wat heb je lekkre Worst!" Von der Oper war keine Rede mehr, die Polizei mußte ein- chreiten und die fünf Burenfteunde an die Luft setzen. Aber die ganze Stadt sprach von der van Burenschen Wurst und der Metzger hatte fern Ziel erreicht. * Ein 11 ng (ü cf auf dem Gabelhorn. Aus Zermatt wird gemeldet: Eine österreichische Neisegesell- chast, bestehend aus einer Dame, drei Herren und zwei Führern nächtigte gestern im Hotel Triftalp. Heute sollte das Obergabelhorn, dessen schneefreie Spitze 4095 Meter hoch ist, erklommen werden. In drei Gruppen geteilt verfolgten sie angefeilt den gewöhnlichen Aufstieg. Voraus gingen der Führer Joseph Dembl und Professor Demelius, Rektor der Universität Innsbruck. Dann folgte der Führer Dangl mit einer Dame; den Schluß bildeten die beiden anderen Touristen. Die Bergsteiger waren glücklich bis 50 Meter unterhalb der Spitze gelangt, wo die Felsen lose liegen. Oben angelangt, erstieg Dembl zuerst einen Steinblock und stellte sich fest. Dann versuchte Profesior Demelius hinaufzuklettern, wobei er sich mit den Händen an einen Fels block hielt Dieser gab nach und riß ihn mit in die Tiefe. Demble wurde nachgerissen. Der Führer Dangl wurde durch den Steinschlag am Kopse verletzt. Die übrigen Teilnehmer blieben unversehrt, waren aber vom Schrecken halb gelähmt. Demelius stürzte auf den Gabelhorngletscher hinunter, Dembl blieb mitten im Eouloir hängen. Einer der Touristen brachte die Trauerbotschaft um 5 Uhr nach Zermatt, während die übrigen im Trifthotel blieben. Von Zermatt ging unverzüglich eine Bergungskolonne ab. fit wirklich gut getroffen!" Moltke horte za, ohne eine Miene zu verzie^n. So war er übrigens immer; er grüßte und beobachtete, ohne ein Wort zu sagen oder eine Liebenswürdigkeit an den Tag zu legen. Der Kaiser selbst füllte den König von Preußen nach Klein-Trianon und Versailles. Leboeuf folgte nut Bismarck imb Moltke. Als man in den Galerien des ersten Kaiserreiches angelangt war, wollte Napoleon weitergehen. Der König aber wollte bleiben. Moltke mit seinem steinernen Gesicht schaute gehässig drein, Bismarck sprach viel und in ironischem Tone Sire"^ sagte abends der General Leboeuf zum Kaiser, „ich 'habe einen schrecklichen Tag mit zwei Männern verbracht, die uns wütend hassens!); ich bitte Ew. Mmestat, mich nwft wieder einen solchen verbringen zu lassen." „Sie haben Unrecht , versetzte der Kaiser, „Herr von Bismarck haßt uns nicht, und Herr von Moltke ist ein sehr ausgezeichneter Offizier." In der Tat, er war sehr ausgezeichnet und nur von dem Wunsche beseelt, uns das zu beweisen: an jedem Morgen ftnbierte er auf dem Terrain die beste Art, Paris anzugreifen. Bismarck hatte dagegen gern mit jemand geplaudert. Es gelang ihm nicht besser wie Gortschakow. Er sah Moussier kaum, unterhielt sich wenig mit dem Kaiser, etwas mehr mit Rouher, aber er kam über allgemeine Wendungen nickt hinaus. . . . Der Prinz Napoleon, der sich in dieser Zeit in Italien aufgehalten hatte, fragte nach seiner Rückkehr den Kaiser: Haben Sie nicht über Politik gesprochen und Staatsgefchäfte behandelt?" „Nein", sagte der Kaiser, „nicht eine halbe Stunde. Gortschakow, der ein großer Schwätzer ist, sagte hochtrabend zu mir: „Diese Reise wird ein Ereignis sein!" Darauf habe ich gewartet, aber er hat mir nicht mehr gesagt. Mit Bismarck haben wir gleichfalls wenig gesprochen; der König Wilhelm hat sich über alles, ausgenommen Politik, unterhalten. Uebrigens hat er gefallen, während der Zar sehr hochmütig erschien, eie sind einfach gekommen, um Paris zu besuchen und sich zu amüsieren." * Der falsche Bonaparte. Einen echt niederländisch derben Spaß hat man sich kürzlich in der Nähe von Brüsiel mit entern begeisterten Anhänger der Napoleoniden gemacht. In dem Städtchen Mecheln lebt ein etwas schwärmerischer Mann, dessen Gedanken sich saft nur mit der Wiederherstellung des napoleonischen Kaisertums in Frankreich beschäftigen. Seme Freunde, die diese Schwärmerei an ihm kannten, brachten ihn emes Tages auf den Gedanken, seiner Verehrung für den Prinzen Viktor, das jetzige Haupt der Bonaparte, tnrrdi ein Huldigungstelegramm Ausdruck zu geben. Tie Antwort auf dieses Telegramm ließ nicht lange ans sich warten: der Sekretär Seiner Kaiserlichen Hoheit teilte ihm mit, der Prinz werde am Tage darauf sich die Ehre geben, seinen Verehrer in Person aufzusuchen. Unser Freund wurde Über diese unerwartete Kiinde ganz närrisch vor Freude. Er brachte eine große Menschenmenge zusammen, die den Prinzen bei seiner Ankunft am Bahnhof respektvoll begrüßte; er selbst fuhr mit seinem hohen Gaste im Landauer in das erste Hotel des Ortes, wo ein glänzendes Bankett ihm zu Ehren veranstaltet wurde. Dabei ging es bald recht lustig her, und der Gastgeber war vor Entzücken am .elften bekneipt. Unter diesen Umständen siel es ihm bald nicht mehr besonders auf, daß Prinz Viktor gar nickt aus seiner vornehmen Zurückhaltung heraustrat und sich schließlich mit einem recht ironischen Lächeln verabschiedete. — Am nächsten Tage brachte man dem Verehrer Bonapartes bei, welch kolossalen Ulk sich 'feine Freunde mit ihm geleistet hatten. Mer diese sollten sehr bald merken, daß ihnen der Spaß noch viel teurer zu stehen kam, als dem Genarrten. Der Darsteller des Prinzen Viktor Napoleon nämlich, den sie für den wohlgelungenen Scherz hatten aus Brüssel kommen lassen, hatte sich folgende Kleinigkeiten auf die Namen seiner Meckelner Freunde liefern lassen: einen Arbeitstisch im Stile Louis XV., einen Salon in Renaissance, ein hochmodernes Badezimmer, .drei Anzüge, zwei Paar Stiefel und zwölf Kisten Havannas. Alles das hatte er schleunigst zu Geld gemacht und war rechtzettig aus Brüssel verschwmchen. „ * Die Favoritin des Schah. Aus Odessa wird geschrieben : Großes Aufsehen hat hier die Ankunft einer aus Persien geflüchteten Dame, Fräulein Warwara Schirin, erregt. Im Alter von sechszehn Jahren ist das Mädchen von ihrer eigenen Mutter an einen persischen Mädchenhändler verkauft worden. Auf dem Mädchenmarkte zu Teheran hat ihre Schönheit die Agenten des Schah angezogen und sie kam in den königlichen Harem. Sie wurde bald Favorittn, und Muzaffer-ed-din überschüttete sie mit Gold und allerhand Luxus. Ein Heer von Sklaven stand zu ihrer Verfügung, sie badete sich in einem Becken von vergoldetem Silber, ihre Kleider waren von Juwelen übersät. So führte die Russin vier Jahre hindurch das vielbeneidete Leben der Lieblingsfrau des Schah. Dann fiel es diesem ein, die schöne Russin seinem Adjutanten zu schenken. Riefern entfloh sie bet Nacht, und es gelang ihr, die russische Grenze zu erteilen. Tas Mädchen ist eine richtige Odaliske, von solcher Schönheit ist ihre Figur. Sie will nun zum Variete gehen und lebende Bilder aus ihrem Haremsleben stellen. Sie scheint nicht auf den Kopf 10(3) 10 (3) — — 1 1 — — 3(1) 2(1) — 1 17 (4) 7(3) 7(1) 3 1 1 — — 1 1 — — 1 — 1 — 1 — 1 — 1 — 1 — 11 (6) 11 (6) — — 8 (4) 8(4) — — 11 (5) 6(5) 2 3 1 —— 1"— 1 1 (1) 1(1) — — KD 1 (1) — — 69 (25) 49 (24) 12 (1) 8 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. r lugust 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 'S" 1 Windstärke Wett« 1. 2 25 750,6 26,3 16,5 65 w. 1 Sonnenschein 1. H2Ü 750,6 750,8 21,2 15.6 84 — . Still Bew Hinnnel 2. 726 18,0 13,4 87 w. 1 Bed. Höchste Temperatur am 1. August — -4- 26,40 C. Niedrigste „ „ 1. „ = 4- 15,10 C. Neueste Meldungen. Originaldrahtrrreldurrgen des Gießener Anzeigers. Fr ankfurt a. M., 2. Aug. (Privattelegramm.) Heute morgen fand man in der Eronstettenstraße, einer noch unbebauten Straße, in der Nähe des Friedhofs in einem Zinkkasten der Sielanlage die Leiche eines Mannes, welche mit dem Kopfe nach unten in dem Schacht festgeklemmt war. Der Tote, welcher anscheinend ein italienischer Arbeiter ist, wies keinerlei Verletzungen auf, und es ist rätselhaft, wie er in den Kanalschacht gekommen ist. Die Behörde neigt zu der Annahme, daß ein Selbstmord vorliege. Die Personalien sind nicht bekannt. Berlin, 2. Aug. Gestern abend stießev M der Prenz- lauersttaße zwei Züge der Straßenbahn zusammen, wobei 17 Personen leicht verletzt wurden. Berlin, 2. Aug. Wie der „Morgenpost" mitgeteitt roirb, hat eine Anzahl deutscher Firmen von Rußland neue Aufträge zur Lieferung von Kri e g sm at er ial übernommen. Genannt werden die Firmen: Löwe'sche Muni- tions- und Wafsensabrik, die Krnppsiche Germania-Werst in Kiel, die Sck)ickau-Werft in Elbing und Danzig und die Schwartz- kopsstsche Maschinenfabrik. .In Hamburg sind fünf große Dampfer gechartert worden, die deutsches Kriegsmaterial im Werte von über 30 Millionen Mark für Rußland an Bord nehmen und demnächst die Reife nach dem Mittelmeer antreten werden. Königsberg i. Pr., 2. Ang. Der Majoratsbesitzer Gras Hugo von Keyserling zu Rautenburg, Mitglied des preußischen Herrenhaisies ist am Sonntag mittag in Salegg (Südtirol) gestorben. , Paris, 2. August. Der Deputierte Abbä Gairaud teilte dem Mimsterpräsidenten Cornbes mit, er werde nach Wiederzusammentritt der Kammer eine Interpellation über den Bruch mit dem Vatikan einbringen. Paris, 2. Aug. Bis gestern abend 10 Uhr waren von den Generalratswahlen 1403 Resultate bekannt. Darnach gewinnen die Ministeriellen 83 Sitze. Paris, 2. Aug. Der „Gaulois'" behauptet, in den Proviantmagazinen von Verdun sei eine große Menge Büchsen mit verdorbenen Konserven aufgefunden worden. Auch seien in den Proviantmagazinen an der Ostgrenze für den Ehinafeldzug entnommenen Vorräte an Lebensmittel und Mrmition nach nicht ergänzt. Schließlich behauptet das Blatt noch, der Panzerturm im Fort Frouard befinde sich in einem ganz vernachlässigten Zustande. Paris, 2. Aug. Regierungsfreundliche Blätter geben ihrer Frer^de über den Ausfall der 'Generalratswahlen Ausdruck imb sehen in dem Ergebnis der Wahlen einen Beweis dafür, daß das Land die Haltung des Ministeriums gegenüber dem Vatikan billigt Tie oppositionellen Blatter erkennen an, daß die amtlichen Wahlstatistiken walirhettsgetren sind, meinen aber, der Sieg des Ministeriums sei eigentlich dock nur schwach. Petersburg, 2. Aug. Kuropatkin berichtet, daß die russischen Verluste, wo Graf Keller siel, 500 Tote und Verwundete betrugen. General Bilderling, bisher Chef des 17. Armee-Korps, hat das Kommando Kellers übernommen. Die Gräfin Keller, welche in Petersburg weilt, erhielt gestern den Besuch eines kaiserlichen Adjutanten, welcher ihr im Namen des Zaren sein Beileid ausdrückte. Petersburg, 2. Aug. Sämtliche Verhöre des Möders des Ministers Plehwe blieben bisher erfolglos, ja, es wurde sogar gestern befürchtet, der Attentäter würde seiner Verwundung erliegen. Der Fieberzuftand war infolge der starken Eiterung der Wunde sehr hoch. Da die Operation nicht gut gelungen ist, wurde der bekannte Chirurg Profesior Pawlow hinzugezogen. Jetzt ist die Gefahr vorüber. Im Gespräch mit Pawlow äußerte der Attentäter, daß er Rusie sei, Volksschullehrer wäre und 26 Jahre alt sei. Er bereue wohl sein Verbrechen als solches, doch habe. er nicht anders' handeln können. Auf den Professor machte der Mörder einen unintelligenten Eindruck. Die äußere Verwundung ist ziemlich harmlos, doch wurden dem Mörder zwei Zehen amputiert. Die Wunde im Becken flößt Besorgnis ein. Eine Anzahl weiterer Verhaftungen wurde vorgenommen. Der in einem Kahn auf der Newa verhaftete Jude soll bereits einige Geständnisse gemacht haben. Dieser Tage hofft die Unter» suchrmg den Namen des Mörders zu erfahren. Das Tagesgespräch bildet immer noch die Frage nach dem Nachfolger Plehwe's. Man nennt neuerdings auch den Grafen Jgnatiew, den früheren General-Gouverneur von Kiew. Betteffs Witte spricht man von einem Kanzler posten. ’ Warschau, 2. August. Hier, in Petersburg und sämtlichen Jndustrieorten Rußlands verbreitet die revolutionäre Partei Manifeste, in welchen die Ernwrdung Plehwcs als Akt der Notwehr seitens des Proletariates bezeichnet wird und die Mitglieder der revolutionären Partei ausgefordert werden, sich durch die Maßregelungen der zarischen Gervalt nicht einschüchtern zu lassen. Telephonischer Kursbericht. 3Ve°/o Reiohsanleihe 8e/o do. . . 3V,°/o Konsole . . . 8°/fi do..... SVgO/n Hessen . . . 3V,5d Oborhesson . . 496 Oesierr. Goldrento . 41/b9ö Oestorv. Silberreiüo 4%' Unsrnr. Goldrento . 40/q Italien. Rente , . 4*/, Portu^iosor , . 8°/> Portugiesen. . . . 1 % 0. Türken . . . Türkonlose..... 4°/o Gricch. Monopol.-Anl 4’ ,.%' iiusROio Argontinor Frankfurt a. ML. 2. 102.00 90.00 101.95 89.55 100.20 All'55 100.50 100.45 103.70 62.00 61.50 128.— 8°/o Mexikaner 4V2% Chinesen Electric. Sohuckort Northi. Lloyd . . Kreditaktien . . Diekonto-Konimanctit DarmstRdtor Rank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oosterr. Staatsbahn Lombarden . . Gottimrdbahn . . Lanrabüito . . . Bochum .... 47.30 I llarpener ... 43 45 i Tendenz : fest. August. . . 27.30 . . 89.60 . . 106.70 . . 100 85 , . 201.10 . . 188.20 . 137.50 . . 153.80 . . 154 75 . . 135.80 . . 17.80 . . 190.00 . . 254.50 . . 206.80 . 211.50 Für die Gesinnt RedaVio» vcranllvorllich: L JB. August Goetz 6637 Für die vielen Belveise herzlicher Teilnahme bei dem unS betroffenen schweren Verluste sprechen wir innigsten Dank auL Dießen, den 2. August 1904. Lölllllllg in c Änzilst, lidjmittags 4 Uhr: Gemeinschaftl. Partie Giessen, den 2. August 1904. 86f€ Gestern nachmittag ist mein lieber Sohn Alfred Thaer Direktor und Anstaltspfarrer am Lehrerseminar in Waldau in Ostpreussen an einem Gehirnschlage sanft entschlafen. Professor Dr. Thaer im Namen der Familie. der hiesigen Gesangvereine des Lavntal-Sängerßundes nach Terrors Terrasse. Die Vvrstänbe: 6632 vauer'scher Gcfaugverciu, «cmütlichkcu, Harmonie, Heiterkeit Die gemeinichanlichen Proben finden LamStag den 6. d. M., abends präzrs 0 Uhr, im Laote des Lenz',chen Felsenkeller statt. 6 Zimmer /Line sehr schöne Mansarden- VS wohnung von 6 Zimmern, Bodenraum, Bleichplatz, Ecke Bahiihofstraße — Westanlage ver sofon oder später zu nenn. |6ö28 9täh. Bahnhoisttaße 50, L St. 6578] Schöne 6-Zimmerwoh- nung mit Badezimmer Grünberger Straße zu vermieten. Näheres Lubwigsplatz 5. 65811 6 Zimmer, Mansarde, mit Zubehör zu vermieten am L Oktober Grundergerstrasze 17. Näheres Bahnhofstraße 32. 6593] Große 6-Zimmerwohn. mit h^aS, Badezuniner, Garten rc. Neu heryerrchtet. Slephanstraße 42, Ecke Bleichstr. ^raufiurtfriirayc t( ist das oberste, schöne, außgebaute Stockwerk, emesreundl. 6-Zlmmer- Wohnung mit Loggia, Veranda, Bleichplay und Trockenboden per 1. Oft. anderweu zu verm. (6671 Virtcustock A. Schneider. 6606] Sehr geräumige Mansarde (6 5immer re.) zu vermieten Bergürave 17. 5 Zimmer Große, dünnschalige [a’e Cilronen per Ttzd. 70 und 90 Pfg. Reue Grünekerne Neues Sauerkraut 9kne Gurken. Jiebr. Berdux. Land-Eier per Stück 7 Pjg^ sowie prima LaNdbutter empstehlt 04335 W. Mlrich, Schloßqasie 7. Eriltkßllckk lPM-Ksrbeiibälldnj mit Holzverfchluß, naturell und gefärbt, in verschiedenen Langen, empfiehlt billigst 6511 M. Rosenthal Deleph. 218. Liebigstr. 13. Prima la. echter Emmeuthaler per Psd. 1.— Mk. Prima Lchweizerkäse per Pid. 90 Pfg. Edamer per Pfund 90 Pfg. [a’/8 Gebrüder Berdux^ Waagen una C7t Gewichte Iffiriinrei, lieudrninntD. Carl Graf Kirchenplatz 15. gesluael all.Nassen.Vrut. Rs eier,sämtllZuchtgeräte, terttge tragb. Geflügel- Häuser 2C. Preisbuch gratis. Ihr7 t G estügelpart i. «aerbach, Hess. IIaahIr für reisende HOSPIZ Damen eräug. Schwesternhaus, Giessen, iohaoneestr. 1. 3n ucvkiutfcn Pflaumen zu verkaufen Vleichstraße 40, II. Wim» Kl Mslaumcu biU. abzugeb. 104327 Hr. Schön, Nahrungsberg 12. 04338] Weife Pflaumen billig abzugeben Grünbergerstraße 33. At erhallciier ÄaWjchraiik Wegzugs halber preiswert zu ver- kausen. Lchillerftr. 11, II. [04321 6539] tun noch gut erhaltenes Break Da Beste ffl «D Billige! Dorum lettfe man trat Diederncrrrn's Bernstkt» Fußdodenlack-iiFarhe. Sdiert treten*. — loschttwh. W edtauiftfOimg Pari» 1900 goldene Medaille. .Wied er Inge in Giessen b* Emil Kiichbuch. 3eher> '-X. (H orn Wallenfels, - arkipla, 21, in Lollar bei Anl ucr- mieleii_________Wett-Aulage 9. ^Zwei-unmer-Wohuung in. ihitiic -Q zu vermieten (>4z96 Licher Straße 19. Verschiedene | 6649] 3« meinem Neubau (großer Sieiuweg 6 sind 4-Zimmerwohuuugeu mit Zubehör, deSgl. Ludwigstraße 38 eine 6-Ztmmerwohnung nebst Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. WUH. 3eiW, Ludwigstr. 28. 6531] Alicestraße 28, 2. Stock, per sofort billig bis 1. April 1905 zu vermieten. Näheres Alicestraße 31, pari. (5 v et st raße Neubau tnb geräumige 4—b-Zimmer- wohnungen zu vermieten mit ober ohiie Garten. 6572 Nah, Frankfurterftraße 29. 6609] Schöne 8-4- Zimmer- wohnung zu venu. 9iennabt 41. 6626] 8—4-Zünmerwohn. (9len- bau) zu v. Schissondergerweg 6b. 6576) 3—4-Ziminerwohnung zu vermieten. Asterweg 26. 6529] Goetheftraße 21 schöne Mansardenwohnung p. 1. Oktober an ruhige Leute zu vermieten. Vruchstratze 11 |6611 1. Stock, 8 Zimmer, und 'IHan- arde, 2 Zimmer mit Zubehör, für 1. Oktober zu vermieten. Nähere- Wilhelmstraße 40, auch zu erfragen Briichstraße 9, part. Eine sehr schöne t» bis Z-Wincriochiung zu vermieten. 6605__________SelterSweg 35. 3« Neubau Gbelstraße iiid mehrere 2- und 3-Ziuimer- Wohnuugcu mit Zubehör zu vermieten. 6578 Nah Aranffnrtcrftrdfec 29. 6625] 2—8 große Zunmer, Küche, Bleiche und Zubehör zu vermieten Ederstrage 13, II. 6540] Eine 2-Znnuieiwohuung mit Hiid)c und 1 Zimmer mit Küche sofort zu vermieten _________Schifsenberger Weg 65. 6602] Schöne Mansardenwohnung an ruhige Leute. __________Hammstraße 27. 6694] Zn meinem Haufe Noid- anlage 1—8 eine schöne 8-Zimmer- wohnung und eine 2-Zimmer- ivohnung mu Küche und Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. Liebmanu Vär. 6689] Grüudergerstr. 26 i,t die muiL Wohnung anberw. per 1. Ott, an ruh. Leute zu oerm. 6574) Vraudplatz 14 1. Stock ist eine schöne 2—3-Zimmerwoh- nung mit Kabinett und Kammer osort zu vermieten; Spülklosett, Heiz- und Leuchtgas, Trockenboden u. Bleichplatt ist vorhanden. Näheres Hrankiurterstraße 29. 6620] Kleine Wohnung an ruh. Leute zu verm. Weserstraße 12. 66o4] Kieme Wohnung zu vermieten.__ Carle, Frank'. Hof. 6577 s Zwei kleine Wohnungeii einzeln oder getrennt per sofort zu verm. H Zimmer Ww., ______________Kreuzplay 1. | JMLöbl. Zimmer j 6622] (iin auch zwei möblierte schöne Parterrezimmer im Seitenneubau Hranksuiterstr. 29 sogleich zu vermieten. Nähere- daselbst. 04325] Mübl. Zimmer zu ver- mieten SelterSweg 81, Nebenh. Zwei möblierte Zimmer ind ui temem Hause, Loberstraße, per 1. Septbr. abzugeben. Näh. in der Erped. d. Bl. 6633 043341 Stübchen mit Bett zu vermieten Sonnenstraße 28. 04814] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Bahnhofstr. 23, I, f&infad) möbl. Zimmer zu verin. VS 04123] MaAtplatz 17, JU^ freundlich möbl. Zimmer zu vcrnueleiL I. Philipp, Uhr- macher, Bahnhofstraße 50. |04264 04285] Westanlage 10, II, schönes, ruhiges, möbl. Zimmer zu verm. 04284] 2 schöne, große, Helle, unmöbl. Zimmer an einz. Hern, od. Dame z. v. Ludwigstr. 14, II. I Lüden etc. | friseurladen mit gmig barem Geschäft und kleiner Familienwohiiuiig für gleich ober später unter günstigen iöebingungen zu vermieten. Gefl. Offerten unter 6459 an bie G^pebllivn b. Bl. erbeten. Großer Keller zu vennieten Neustabt 15. ]6569 Mietiiesuche Ziuiges (Lhepaar jucht schüiie 3« ober 4-Ztmmcr-Wohnuug fn ruhiger, angenehmer Läge p. September ober Anfaiig Oktober. Offerten mit Preisangabe unter 04269 an bic Expeb. b. Bl. (}rtuiiOl.3^inini(nDoljiimiB mit Bleichplai; per sofort gejucht. Off. u. 04322 a. b. Erp. b. Bll erb. Suche ein )d)öH möbliecks,'{immer, am liebsten in ben Anlagen. Off. in. PreiSang. u. 04323 an b. Exp. kksucht flcrSifle Werkstatt. Gefl. Oss, u. 04261 a. b. Exp. b. Bl. (Offw Stellen 9iebciivcrbieiift 2011 ti8 1000 lllirl! Agenten, Beamten, Kontoristen, Gejchäfts-Neisenbe, Kaufleute, Lehrer, Rentner unb anbere ver- trauenSwürbige Personen, roeld)€ ihr Einkommen zu erhöheii wün- scheu, senden gefl. ihre Adresse N G. 1547 an Haasenstciu * Vogler, A.-G., Köln. b^°/, fWilllnr 'velcher gut schärfen lilUilvl, kann, gesucht. ]6619 Wo? sagt die Expeb. ds. Blattes. Lchiilleöekcstllt ßd'udjt. I 3. A H. Vcckcr, Walltorsti. 53. 2 tüchtige, junge Schlosser ucht H. Hansel.6636 10—12 tüchtige ßementarbtiter lRohruiacher) finden daueriide Beschäitiguiig bei Hoheit Atkorb- lohneii ober Stunbenlohii von 30—35 Pig. Sommer wie Wiiiter. Jcau lern * Eo., (Semciiiivarcniabrik, Weslanl. 31. (5me größere Fabrik in der Nähe von Mülheün a. Rhein sucht mehrere Handwerker, wie Bleilöther, Klempner, Lchloster,Trehcr,Schreiner Müfcr u. dergleichen, sowie eine größere Auzaht Arbeiter und Arbeiterinnen ürdauerndeu lohnende Beschästignng. Aorkenntnissc iir letztere sind nicht ersorder lich. D1/, AnSkmist erteilt Herr Phil. Schneider, Gastbojznw Adler. üilht. Pseröckacht gksacht. 6612 Frankfurterstraße 59. Junger, kräftiger Fahrbursche sofort gesilcht. 6560 A. Weisel, Sonnenstraße 6. Junger Haudbursche zu einem Pferde gesucht. [6558 Bäcker Engelhardt. Bahnhofstr. 12. fum Haudburschc gesucht ]653ö VS MäuSburg 12. Gewandter Zunge als [04326 Hanöbursche LV Viktoria-Drogerie, Marktstr. 5. Zuverlässiges Mädchen oder alleinstehende Witwe, die gut bürgerlich kochen kann unb alle Hausarbeit übernimmt, in kleinen Haushalt eines älteren Herrn gesucht. 6621 Melbnngen BaImhofstr. 54, ll. Zum Eiutritt per Mitte August evtl, später suche ich eine tüchtige Sorfünjerin. Schriftlichen Offerten bitte ich ZeugniSabschr. u. Geh.-Anfpr. beijufügen. 6634 3. Heilbronner. tziir einen klein. Haushalt wird ein tuihkiges Iicnstmäöihell, welches kochen kann, p. 15. August evtl, (rüber gesucht. 6630 Näh. Frantiurterstraße 53, pt. 04336] Brav.,reinl. Lansmädchcn ob. Frau ges. Landgrafenstr. 3,1. 6in tW.,jMdkttsRakilhkll wird gesucht Neitenweg 31. ]04259 Isin LausMchmpcr ’Xt. 6515__Konditorei Krämer. Ein tüchtiges Dienstmädchen gesucht. Wetzsteinstr. 40, part. Ein jüugereö braves M-eit gesuckft. Aloltkestr. 20,1. [04288 Lehrmädchen gesucht, welches das Kleiderniacheu gründlich erlernen will, evciiLfiud) frei lernen, wenn etro. Hausarbeit mit übernommen wird. Goetheftr. 48, pt. SlrllcibOh'liulic Einfaches Fräulein, welches selbständig kochen faim, sowie im Nähen unb Bügeln be- ivandert ist, sucht Stelle. Gefl. Anerb. unter E. T. postlagernd Wetzlar erbeten.____6623 ILine »iiabhang. junge Kran wünscht Kiltale zu übernehmen per 1. September. Offert unter 04301 an die Exp. b. Bll_______ 04311) Frl. ges. Alt. (m. schön. 5a>idschr.) sticht Stelle als Ver« räufcrin. Off. m. Gehalt bitte an M 96 haliptpostl. Frankfurt a. M. Ein besserem Mädchen, ivelcheS in KÜch« u. Hausarbeit erfahren, eruieren und etwas schneidern kann, sucht passende Stellnug. Off, mit. 04275 a. d. Exp. d. Bl. Uerschledcncs Eiiipiehle miet) im Aufarbetlen oivic Neuanfertigen von Aalragtn u. Palstermöbtiil aller An in bekannt guter Arbeit und billigen Preisen Fr. Zimmermann, Tapezier, Bahiihofslraße 30. Kieme, nachweisl. gut rentierende Wirtschaft ist an tüchtige, kautionSsähige Wirtsleute unter günstigen Bedingungen zu verpachten. Offenen befördert unter A. 6473 d»e Expedition d. Bll___________ Weißnäherin, welche auch perfekt flickt uiid int Schneidern nicht unerfahren ist, empfiehlt sich. Stephcmstr. 42, Ul. Wohne von heute ab s04338 Aahahvsstr.LIj, Kiatkrhaus. K. Raab, Lchiieidcrmfti Avttgchkllbc LiüiWl Hotel, Eafe ober Weinstube von zahlungsfähigem Pächter zu übernehmen gesuckt. Gefl. Offerten Mit näheren Aiigaben erbitte u. E. D. 6890 an Rubolf Mosse, Hannover.________________sa1/, (rin Studeiit sucht ivahrenb ben Fenen Unterricht iili>ttcngi.Lprachc zu erhalten. Gefl. Offerten unl. 6629 an bie Expeb. b. Bll______ V ^achhUskstaaöcv. Off, u. 04343 an bre Exp. b.Bl. erb. iverben gut und snninrr