Nr. 187 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Politische Tagesschau. Die heutige Yumrner umfaßt 8 Seiten- 4847 utleute, : Dame erteilt ictbieten beliebe spielen. ma nach noch tn Die yen oev sr i a ] 111 e i gajun. miu („d djamicijL ' . u.,iv ,7 » b a ch's lyrisches Stück, welches sich von jeder Art Ton-> verstorbenen Tubmgen'schen UniverntatSmusikdirektor Fr. Sil^ Bram Vereine schäft Mk, Erscheint tögltd) mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -hessische Landwirt- erscheint monatlich einmal Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttätsdruckerel R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.?. Tel Nr. 5L Telegr.-Mr. 1 Anzeiger Dießen. Yeues in der Areyfus-Kffaire. Die neueste ©lanbalaffäre int französischen Offizierkorps, die Verhaftung des im Nachrichtenbureau des Kriegsministeriums tätigen Verwaltungsoffiziers d'Au- Trcibereien gegen Deutschland. Aus Berlin, 1. Juni, wird uns geschrieben: Es ist gewissen Londoner Blättern unerträglich, daß auf Grund der Kieler M 0 n a rch e n b e g e gnu n g eine Besserung der Beziehungen zwischen Deutschland und England in Aussicht steht. Sie sind beflissen, schon vorher Wasser in den Wein zu schütten dadurch, daß sie mit einer ans Alberne streifenden Hartnäckigkeit das Gerücht aufrechterhalten von russisch-deutschen Vereinbarungen, deren Spitze sich gegen England kehre. Auf der gleichen Höhe der Glaubwürdigkeit steht eine andere Version, der zufolge Kaiser Wilhelm mit dem Zaren eine Begegnung haben werde. Dadurch soll die Bedeutung der Zusammenkunft mit Köni Eduard herabgemindert werden. Es ist selbstverständlich, daß während der Dauer des Krieges Kaiser Wilhelm so wenig wie ein anderer Herrscher mit dem Zaren eine Rücksprache haben wird, weil solche Begegnung im Sinne einer Parteinahme gedeutet werden könnte. DaS ganze Gebühren der bewußten Londoner Blätter verdiente nicht ernst genommen zu werden, wenn nicht die gehässige Tendenz scharf hervorleuchtete. So sicht sich die „Nordd. Allg. Ztg." heute abend wiederum veranlaßt, zwei fette Enten, darunter eine englischer Herkunft, zu erlegen. DaS offiziöse Blatt warnt bei dieser Gelegenheit allgemein vor Meldungen, mit denen man in der ausländischen Presie Deutschlands Neutralität zu verdächtigen sucht. Natioualgefchenk für das Kaiserpaar zur silbernen Hochzeit. Nach der „N. P. SV soll dem Kaiser und der Kaiserin zur silbernen Hochzeit am 27. Februar 1806 eine nationale Spende dargebracht werden. Das Lieblingswerk des Herrscher- paareS ist die Kaiser-Wilhelm - Gedächtniskirche. Es soll deshalb vor allem der endgiltige Ausbau dieser Kirche dem Kaiserpaar als Gabe zur silbernen Hochzeit dargebracht und weitere Spenden für den Ausbau der zum Gedächtnis an die Kaiserin Augusta erbauten Gnadenkirche, sowie für den Bau eines Erholungsheims auf dem Oelberge bei Jerusalem, und schließlich zur Verstärkung der Wohltätigkeitseinrichtungen für Arme und Kranke verwendet werden. Die Fertigstellung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis- kirche mit dem bereits begonnenen Mosaikschmuck erfordert eine Summe von über 1 Million Mark. Da die Kirche für die umfangreiche Gemeinde unentbehrlich ist, so kann immer nur ein kleiner Teil für die Mosaikarbeiten aufgebracht werden, und daher reicht der Zeitraum von drei Jahren knapp zur Herstellung der Kirche aus. Mit dem Beginn der Arbeiten soll schon jetzt energisch vorgegangen werden. Es werden für die Sammlungen in allen Orten Annahmestellen errichtet. Intivott' AN ,60er ltn eP66 jangverew 9 Auch Seyffardt befleißigt sich einer natürlichen Melodik; dabei versteht er es, sich alle Errungenschaften moderner Harmonie und Orchesttierungskunlt zu eigen zu machen. Wenn wir die drei Chorwerke mit einander vergleichen, so bieten sie insofern ein Stück Musikgeschichte, als Schubert m seiner „Allmacht" eine Komposition geschaffen hat, welche der ganzen Stimmung nach noch in die L>eit der St ja f 1 if er gehört und tricbe, bringt den Beweis, daß der Hauptzeuge gegen Dreyfus vor dem Kriegsgericht in Rennes, Ezern Uschi, von dem damaligen Kriegsminister — int Auftrage des Generalstabes natürlich — bestochen war, falsch auszu- sageu. Die Verhaftung d'Autriches enthüllt aber noch mehr: sie erweist, daß gewisse militärische Kreise in Frankreich auch das bevorstehende Urteil des Kassationshofes in der Revisionsangelegenheit Dreyfus fälschen wollten, indem sie die Beweise für die Unrichtigkeit der Aussage Czer- nuschis beiseite schaffen und kühnlich erklären wollten, Czernuschi habe die Wahrheit gesprochen. Das Blatt des Abgeordneten Jaurös, die „Humanitö". deckt diesen neuesten groben Schwindel der französischen Offizierskamarilla auf. Es berichtet über die Verhaftung d'Autriches folgende Einzelheiten: Der Rat int Kassationshof Athalin sei beauftragt, die Angelegenheit der falschen Zeugenaussagen Czernuschis vor dem Kriegsgericht in Rennes an das Licht zu ziehen. Da Athalin davon überzeugt war,, daß man Spuren der Bestechung Czernuschis in den Büchern des Ministeriums finden würde, besuchte er das betreffende Bureau und sah hier zu seinem Erstaunen, daß d'Autriche damit beschäftigt war, in dem Register Radierungen und sonstige Aenderungen vorzunehmen. Auf die Frage Atbalins antwortete d'Autriche sehr verlegen, daß er in der Revision des Drehfusprozesses als Zeuge erscheinen müsse und deshalb seine Bücher mit den Aussagen in Einklang bringen wolle. Im Register ist da, wo d'Autriche die Radierungen begonnen hat, zu lesen: „als Reisekosten 625 Fr.", „übergeben 5000 Fr.", „Austerlitz übergeben 20 000 Fr." Die Daten dieser Eintragungen fallen mit den Daten des Prozesses tn Rennes im August 1899 zusammen. Athalin fragte nun, wo die Schriftstücke seien, für die so bedeutende Summen gezahlt wurden, d'Autriche wollte sich an nichts mehr erinnern. Athalin fragte weiter, ob diese 25 000 Fr. nicht als Preis für die falsche Zeugenaussage Czernuschis in Rennes gezahlt worden seien. d'Autriche antwortete, er könne über die Verwendung der Summen keine Auskunft geben- Es ivurde nun eine Untersuchung vorgenommen und em Brief des Hauptmanns Francois vorgesunden, der ebenfalls bis vor kurzem dem Nachrichtenbureau des Kriegsmtntstermmv angehört hat- Der Brief war die Antwort auf em Schreiben d'Autriches, in welchem Franyots zur Vorsicht gemahnt wird, da der Kassationshof die Sache Czernuschis sehr genau untersuchen wolle. Die Antwort Francois lautete, daß er, um sicher zu gehen, alles ableugnen tverbe. — Wie bie Blätter berichten, hat ber Hauptmann d'Autriche bie ihm zur Last gelegten Handlungen wahrend ber Zeit begangen, als Gallifet Krmgsminister war. Gallifet weigert sich, Aufklärungen zu geben. Er erklärte, es sei ihm sehr lieb, in bie Affäre hmemgezogen zu werden ba er bann vor den Staatsgerichtshof gestellt toerbe und bort Erklärungen über bie Dreyfus-Affare abgeben könnte. Gegen d'Autriche wird Anklage wegen Fälschung öffentlicher Urkunden erhoben werden. W nisterpräfident Combes erklärte die Nachricht für unbe- qründet, daß außer d'Autriche noch irgend em anderer Offizier verhaftet worden sei. — So wird denn bie Drey- fus-Asfäre in absehbarer Zeit bemuach wieber eine Rolle gp* itafl BtCArtt0Mp . SerirB ErtraKonzert des Aonzerivercins zum Westen des Theater- und SaalSaues am 5. Zuni. Wenn wir uns heute etwas näher mit dem Programm des (n Aussicht stehenden Konzertes beschäftigen, so must en wer vor erst anerkennen, daß der musikalische Leiter, Herr Unioersttatsdirektor oT ^rautmnnu als gründlicher Kenner der Mannergesang- literatur mit großem Geschick ein abwechsclungsreiches Programm zu ammengestellt hat, welches nicht nur demjenigen welcher sich für größere Männergefangswerke mteresnert 'sondern auch wa^ w-r besonders erwähnen mochten!) dem Freunde des Volk^ Ued?s und deS a capella Gesanges Befriedigung gewahren wird! Der Männergesang" bietet jedenfalls einen DauMnztehungs- puukt" des vorliegenden Programms, und es verlort sub.wohl, einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung des deutschen Manner- gesanges zu werfen. Bekanntlich ist der Männergesang, erst eme @$11113 beT19. der erste Beginn einer einschlägigen Literatur datiert nicht weiter zuruck, als bis in das erstes Jahrzehnt des verflossenen Säkulums. Damals war es in erster ^inie Zelter und Nägel i*), welche em umfangreiches Material "lieferten: freilich find die bescheidenen Kompositionen dieser beiden verdienstvollen Männer längst m Vergesienheit geraten besonders nachdem die bedeutendsten Komponisten jener Beit sich das neue Kompositionsfeld zu Nutze machten ttmter ihnen vor allem Franz Schubert, der unübertroffene und überhaupt hervorragendste Lieder kompo nist.) Schuberts a capella-Chöre sirr Männerstimmen jinb beute noch mustergiltig! Er war aber auch der Erste, welcher große Männerchöre mit Klavier- oder Orchesterbegleitung ichrieb, also (wie neulich schon hervorgehoben) m emer Form, welche in neuester ^eit mehr und mehr in Anwendung kommt. Cs seien aus der ^großen Zahl seiner Kompositionen (welche m wohsieiler Ansaabe b^i Peters wie bei Breitkopf und Härtel übrigens billig zu kaufen sind 0 "nur erwähnt: „Der Gondelfahrer" „Nachthelle" Nachtgesang im Walde", „Hymne", „Gesang der ©elfter über 'den Wasiern" (welch letztere Komposition wir einmal von bem Kronubm.erWn Quartett hier hat, wie bekannt, eine große Anzahl von.Ladern geschrieben welche orchestral" gedacht, aber von ihm (vielleicht der leichten Au^ührbarkeit halber) nicht mit Orchesterbegleitung vergehen wur- Diejenigen welche sich etwas genauer über diese Frage orientieren wollen, verweisen wir auf ben U^ttenden Aufsatz n1Ia her Hetzer des Herrn U n i v e r s t t a t s - M u s i k d i r e 11 c• r G.'Trautmann in dem kürzlich zur.Ausgabe gelangten Festbuch bes nationalen Gesangswettstreites Gießen 1V0 . Malerei wie überhaupt von ber modernen .Richtung fern hÄsi dem Texte gemäß int Sinne der Romantiker (Mendelssohn, Schumann) geschrieben ist. S e y f f a r b t s „Tmrch Kampf AM Fried dagegen steht vollkommen aus modernem Boden und benutzt alle möglichen Effekte ber Tonmalerei. Zwischen den genannten drei Werken besteht auch noch ein anderer, innerer Zusammenhang; ie besingen alle drei die schöne Zeit des Lenges, wenn auch in verschiedenartigster Weise. In Schuberts ,,,0(010^ toirb bie Größe Gottes' in der herrlichen Natur gepriesen, m Brambachs Idyll steigt noch einmal die alte Märchenwelt der Blumenelfen auf, in Seyfsardt's Komposition endlich wird der erhobenen Frühlingspracht die grause Wirklichkeit des menschlichen Lebens realistisch gegenübergestellt. Wenn Sehffarbfs Tongemalde sinngemäß vielleicht an den Schluß gehörte, so glauben wir, daß b:e Umstellung der beiden letztgenannten Chorwerke lediglich wohl a s musikalischen Gründen erfolgte. Doch wird damit ia nur bewiesen, baß eine Aufstellung sogenannter „stilgerechter Programme" nach allen Richtungen nicht immer durchführbar ist. Die zwischen bie größeren Chorwerke eingestreuten a capella- Chöre sind geschickt in zwei Abteilungen gruppiert: ^ie erste Abteilung wird uns das „Kunstlied" vorführen, al.erdmg^ nicht das, was man heute gewöhnlich darunter versteht, nämlich etwa ein von Schwierigkeiten strotzendes „gekünsteltes Lied , desten Hauptzweck darin besteht, bie Kehlfertigkeit ber ^ängenchar darzutun, sondern ein relativ einfaches Lied, welches vermöge feiner Melodik, Harmonik und Rhythmik nicht unter die Gattung des Volksliedes bezw. des Liedes im Volkston rubriziert werden kann, also im Gegensatz dazu als „Kunstlied" bezeichnet wird, obwohl ,s an sich einfach gestaltet ist. Wir werden m dmer Abteilung hören: 1) Hymne an das 5ey.er bon 3enger, 2) Wiegenlied von I. Brahms, 3) Vilanella (Echolied) von O di Lasso. Eines der interessantesten Lieder auf diesem Gebiet ist das letztgenannte, bisher unseres Wissens hier , noch Nicht gehörte „Echolieb". R. Batke schrieb vor eimger Seit bereits im Kunftwart etwa folgendes hierüber: „Echoefiekte gehören zu den häufigsten Eigentümlichkeiten bes Madrigalstils. Hier ist einmal ein ganzes Singstück auf diesen Gfieft aufgebaut, und sroar mit einer fast dramatisco anmutenden Natürlichkeit und Lebendigkeit Auch ohne szenische Versinnlichung glaubt man die Gesellschaft vor sich zu sehen, die im Walde ein schönes (Mo entdeckt, sich damit vergnügt, es anzurufen und zu erproben, und schließlich unter Scheidegrüßen von dannen gebt." Die zweite Abteilung der a capella-Chöre bringt ein „Lied im Volkston" von dem, auch in Gießen so bekannten Koschat ( d'Hamkehr") und ein „Volkslied" von dem noch bekannteren den: galt doch ein großer Teil der vorhin genannten Chore seinerzeit als unausführbar! Seitdem sind bereits mehrere dieser größeren Lieder für Chor mit Begleitung gesetzt und mit Glück ausgeführt worden, so z. V. das Lied. „Dem Unendlichen . Eine der besten Bearbeitungen, welche wir m den letzten Jahren Heinrich Zöllner in Leipzig (dem Sohne des bekannten Männerchor-Komponisten! verdanken, ist tnejcnige des gewaltigen Qicbe§ Allmacht". Wie wohl den Meisten bekannt, hat Schubert dieses herrliche, allgewaltige Lied 1825 komponiert, gelegentlich einer Reise, welche er in Gemeinschaft nut dem Sanger Vogl durch das Salzkammergut machte, tief ergriffen von ber herrlichen Natur des Wildbades Gastein! Es ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, das; bie Wucht unb die Größe des herrlichen Liedes „Allmacht in der Form dieser vollendeten Bearbeitung Tür Männerchor unb Orchester (unb Orgelbegleitung, welche wir hier in Ermangelung eines Saalbaus mit einer Konzert-Orgel leibet entbehren müssen!) erst voll unb ganz zur Wirkung kommt! — Obwohl auch nach Schubert's Tode bin unb wieber Männerchore mit Orchesterbegleit- ung (u a solche von Schumann, Mendelssohn) geschrieben würben, so erlangte doch die neue Kunstfoimi erst in neuester Zeit größere Bedeutung, namentlich durch die Werke von I o h. Brahms, Mar B t u ch , R i ch a t d W a g n e r (deren wir neulich bereits gedachten). Ganz Hervorragende» leistete nun auf diesem Gebiete C. I. Brambach, der jüngft verstorbene, 1833 zu Bonn geborene, bekannte Mannerkoinpomst, sowie ber in Stuttgart, am Konservatorium tätige E. D- ^eyf- farbt, welcher neuerdings durch lerne Siebercljclen, bewnbers aber seine. Kaiser Wilhelm gewidmete Kantate „M xeut^ lands großer Zeit" Aussehen erregt hat. Wahrend Brambachs bekanntere Werke „Velleda", „Das eleusische Fest Kolumbus , „Prometheus" meist umfangreicher sind, ist eines der gluÄich erfundensten und liebenswürdigsten Stucke das kürzere Werk Waldmeisters B r a u t f a h r t", welches durch ungekünstelte Melodik und Harmonik den Zuhörer sofort gefangen nimmt: es ist ein Stück fröhlichster Frühlingsstimmung voll geiunden Humors, ohne dabei über die seine Linie edler Melodik hinaus- Keer und Ilotte. — Der Bayerische Landesverband des Deutschen Flottenvereins hat am Sonntag den 29. Mai unter dem Vorsitz Sr. Königs. Hoheit des Prinzen Ruppreckst feine diesjährige Hauptversammlung abgehalten und emstimmig fob- schwer es den Fraktionsvorständen wird, ihre Mannen zur Sommerzeit in ber Reichshauptstadt zu sammeln. Einer ftellich wird es sich nicht nehmen lassen, in jeder Sitzung der Sommertagung zur Stelle zu sein. Das. ist Herr Bassermann der von einem märkischen Wahlkreise mit einem Mandat betraute Badenser. Er war von jeher einer ber Fleißigsten im Parlament und dürfte die Führung der nationalliberalen Fraktion des Reichstags wieder übernehmen an Stelle des mehr für Preußische Angelegenheitm kompetenten W Dr. Sattler. . Der sonst vorliegende Aratungs- ftoff wird im übrigen nicht viel Zeit beanspruchen. Möglicherweise schließt fick an den Nachtragsetat für Südwestafrika eine längere Debatte. Aber neues von Belang kann von den Regierungs- Vertretern nicht gesagt werden. Höchstens, daß nn Hinblick auf die Bemühungen der Farmerdeputation die Entschädigungsftage erneut zur Sprache gebracht wird. Vielleicht nehmen die bürgerlichen Parteien Veranlassung, auf die Kundgebung der deutschen Arbeiter in Südwestafrika gegen das heherofreundliche Auftreten des Abg. Bebel hin^uweisen, bamit vor dem Lanbe festgestellt wird, daß gerade dietenigen Arbeiter die Auffaßung Bebels nicht teilen, die die „ehrenwerten" Hereros von Grund aus kennen. Bei der Novelle zum Münzgesetz wird über das Schicksal der Taler endgiltig entschieden werden. Die Bierstener in Baden. In der Sitzung der badischen zweiten Kammer gestern,, am 1 Juni, wurde die Abänderung des bestehenden Biersteuergeietzes beschlossen. Der Abg. Blümmel erstattete Bericht über diesen Gesetzentwurf. Um den durch die vorgeschlagene Neuordnung und die dadurch herbeigeftlhrte Enllastung ber Heineren und rmtt- (eren Brauereien entstehenden Steuerausfall zu decken, werden bie Großbrauer etwas mehr her an gez o gen. Durch die Beseitigung ber Sprünge werbe nicht nur eine Entlastung der kleineren Mittelbrauer erreicht, auch bie größeren Mittelbrauer teilen sich bei dem neuen Staffeltarif besser als bisher, da ite bis zu einem Malzverbrauch von 10 000 Doppelzentnern toentffer bei 10 000 ebensoviel und erst nach Ueberschreitung von 10 000 Doppelzentnern mehr Steuer als bisher zu enttichten haben. 15 Großbrauer des Landes wenden iich gegen ben Gesetzentwurf unb machen folgenden Vorschlag: Die Brauereien werden in zwei Kategorien eingekeilt: a) m solche mit einem Malzverbrauch bis zu 5000 Doppelzentner, ine am Staffeltarif teilnehmen in folgender Form: 1. für die ersten 250 Doppelzentner 8 Mk., 2. für die folgenden 1250 Doppelzenttier 10 Ml., 3. für die folgenden 1500 Doppelzentner 11 Mk., 4. für die folgenden 2000 Doppelzentner 12 Mk. b) in solche nut einem Malzverbrauch von über 5000 Doppelzentnern, die an ber Staffel nicht teil- nehmen mit dem Steuersatz von 12 Mk. pro Doppelzentner. Jrn Gegensatz zu dieser Petition steht eme Vorstellmm her „größeren Mittelbrauereien" aus bem Handelskammerbezirk Heibelberg-Eberbach, die demRegierungsvorfchlag zusttmmt, insoweit er die Staffelung bis zu 10 000 Doppelzenttier Malzverschrotung angeht. Gleichfalls auf ben Boden der Regierungsvorlage stellt sich eine PettttoN des Verbandes oberbadischer Brauereien und etne wettere Eingabe der größeren Mittelbrauereien bes Handelskauim^bezirks Mannheim Gegen den Gesetzentwurf wendet sich enblicb die Handelskammer Karlsruhe-Baden. Die Mehrheit der Kommiflwn stellte sich von vornherein auf den Boden der Vorlage und kommt schließlich zu dem Antrag, die Kammer wolle den Gesetzentwurf nach der Vorlage der Regierung .annehmen. Finanzminister Becker weist im Verlauf der Verhandlungen -ben Vorwurf zurück, als ob die Regierung gegen die Großbrauereien, bie ja die goldenen Eier legen, irgendwie voreingenommen Jet. Bon einer nachteiligen Einwirkung auf diesen betrieb könne kaum die Rede fein, und bie geringe Mehrbelastung sei wohl zu tragen. Der vorliegende Entwurf trage auch nicht einen fiskalischen Charakter, sondern wolle lediglich ein bisher bestandenes steuerliches Unrecht gegen die mittleren Brauereien gutmachen. Emen direkten Zusammenhang der Höhe der Besteuerung nut ber Konkurrenzfähigkeit anderen Staaten gegenüber könne er Nicht jugeben. Das Gesetz wird sodann gegen bie Stimmen ber Abgg. Franz und Goldschmit-Karlsruhe ang en o m m en. Vom Reichstag. Unser parl. Mftarbeiter schreibt unterm 1. Juni: Wie mißlich es ist, ben Reichstag über Pfingsten hinaus tagen zu lassen, wirb sich bemnächst beim Wieberzusammentrttt des Parlaments erneut Herausstellen. Ein beschlußfähiges Daus un Juni ist unseres Erinnerns im letzten Jahrzehnt nur emmal zu verzeichnen gewesen, unb zwar bei Verabschiebung bes Flottengesetzes von 1900. Um Vorlagen von so hefgretfenber Bedeutung handelt es sich bei der diesmaligen Sommertagung allerdings nicht, dock besteht die Möglichkeit einer Auszählung des Hauses bei der Beschlußfassung über die Kolonialbahnvorlagen, deren Chancen der Verlauf der Kommissionsverhandlungen Nicht gerade gesteigert hat. Die Regierung möchte die Erledigung dieser Gesetzentwürfe bis zum Herbst vertagt sehen. Es kommt also unter Umständen auf jede einzelne Stimme an. Bekannt aber ist, tote Zweites Blatt. 134. Jahrgang Donnerstag 2. Jnni 1904 Gietzener Anzeiger 000 Mart ■e$roeite^po^etgtjud)t. btlitbe man unter 03127 Mtzon b. Bl diS PM S'Pattien in größte wähl bis 500000 Ml Mma.o.Verm.)erh.A. i,Reell,Berlins.0.16. r Verloren. dem Wege Schotlslraße- liage-Alice-Schnle angb Ztülerei lHandW n. Gegen Belohn, abzug. Schoktstraße 7, H he Melle ,nt Wege vom Biehnm «Will. Mätn rt- Bervielfältigungev n prompt unb billia < . 3804 ■, «eng, Ludiviqsw 6, L Lehrerin avatnntemchli.Sprachm «tuj u. NachhiWunden. ■ «31 an die Exp. d. Bl m Herrn bietet sich Ee- chih sich mit Mk. 60000 rentablem, altem (ingroi- zu beteiligen. Selbst, ilen belieben ihre Offertes chen unter Nr. 03080 ar edilion ds. Blattes. poth.-Kapilal Mk. zu 4°/0 aV SteJ Juli oder Später u. M 15% an 2. Stelle zu leik , unt. 03140 and, (ftp, d.i. genven Antrag oes Prosesiors öretperm von Dtengel angenommen: „Die Delegiertenversammlung begrüßt den auf Fortsetzung und Wiederbelebung der Agitation für eine Verstärkung der deutschen Flotte gerichteten Beschluß der Dresdener Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins und fordert alle Abteilungen des Landesverbandes auf, die Agitation und Propaganda namentlich in dem Sinne zu betätigen und auszuführen, daß alle Schichten der Bevölkerung über die Stellung Deutschlands unter den Weltmächten aufgeklärt werden, um das Verständnis für die Unvermeidlichkeit der Beteiligung Deutschlands an der Weltpolitik nnt> die daraus sowie aus der Pflicht des Reiches, die in allen Weltteilen 'lebenden Reichsangehörigen und vorhandenen wirtschaftlichen Interessen Deutscher zu schützen, sich ergebende Notwendigkeit der Schaffung einer achtunggebietenden Flotte zu wecken und zu fördern." Kirche und Schute. — Vorbildung der Lehrer. Auf eine Massen- Hetition von Lehrern, die sich auf den Charakter der Schullehrerseminare bezieht und u. a. die Anerkennung der Seminare als höhere Lehranstalten fordert, hat in der Unterrichtskornmission des preuß. Mgeordnetenhauses der Vertreter des Kultusministers u. a. folgendes bemerkt: Man nehme jetzt die grundsätzliche Stellung ein, daß infolge der neuen Lehrpläne vom Juli 1901 das Seminar eine den höheren Lehranstalten gleichwertige Schuleinrichtung geworden sei, und daß man aus dieser Prämisse die erforderlichen Konsequenzen ziehen müsse. Die Petenten ziehen diese Konsequenzen ttht hinsichtlich der Fragen von Rang uno Gehalt der Lehrerbildner. Es liege aber auf der H lehrerir usw. Hable bereit finden lassen, in agitatorischer Weise durch Massenpetitionen einen Druck auf die Unter- richtsverwaltung behufs Anerkennung eines derartigen, das Wesen der Serninare verkennenden Grundsatzes auszuüben. Es sei tatsächlich nicht richtig, daß man den Bildungsgang und die Lehr^ie^ der Seminare mit denen der höheren Lehranstalten auf eine Stufe stellen könne. Man verkenne eben, daß das Seminar eine Fachschule sei, mit der Aufgabe, tüchtige Volksschullehrer auszubilden. Die Unter- richtsverwaltung werde sich trotz der durch die Petenten geschaffenen Schwierigkeiten nicht abhalten lassen, ihre Bestrebungen für eine Verbesserung der Lage der Lehrerbild- ner fortzusetzen, und sie hege trotzdem die Hoffnung, tunlichst bald über einen günstigen Erfolg Mitteilung machen zu können. — Die Unterrichtskommission des Abgeordnetenhauses hat beschlossen, über die Petition, soweit sie mif Anerkennung der Seminare als höhere Lehranstalten abzielt und die hieraus sich ergebenden Folgerungen zieht, zur Tagesordnung tiberzugehen. Aus Stadt und Kand. Gießen, den 2. Juni 1904. ** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Pfarrer Georg Heinrich Port zu Homberg die evangelische Pfarrstelle zu Dieburg, Dekanat Groß-Umstadt, übertragen, den Oberlehrern Ludwig Schmitt an der Realschule zu Alsfeld, Karl Steinmetz am Gymnasium zu Offenbach und Otto Wollweber an der Realschule zu Gernsheim den Charakter als Profeffor erteilt und den Finanzaspiranten Karl Hertel aus Friedberg zum Ministe- rialreoisor bei der Buchhaltung de§ Ministeriums der Finanzen ernannt. ** Hoftrauer. Der Großh. Ober-Zeremonienmeister o. Westerweller erläßt in der „Darmst. Zig." folgende Bekanntmachung: Wegen des Ablebens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer bis zum 13. Juni d. Js. einschließlich angeordnet worden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerflor um den linken Oberarm. ch e r, dem wir eine große Zahl der schönsten deutschen Volkslieder verdanken. Hoffen wir, daß das in Aussicht stehende Konzert, dessen Programm (soweit es sich auf Chorgesang bezieht) wir soeben kurz besprochen haben, nicht allein den schönen Zweck, zu dem Bau eines für alle Zweige der Kunst so nötigen Heims ein erkleckliches Schärflein beigetragen zu haben, voll und ganz erreichen werde, möge es aber auch zugleich dem „deutschen Männergesang" neue Freunde zuführen! Der Tod Stanleys weckt wieder die Erinnerung an einen interessanten Brief, den er im Jahre 1890 an den Verleger seiner Werke, Brockhaus in Leipzig, geschrieben hat und in dem er sich über die Stellung Deutschlands und Englands in Afrika ausspricht. Die Stelle lautet: Mein lieber Freund! Allwöchentlich schreiben mir eine Anzahl Deutsche und Oesterreicher, leider aber in ihrer eigenen Sprache, von der ich, zu meiner Schande sei's gesagt, kein Wort verstehe. Wenn ich erst mit einer gewissen schönen Dame verheiratet bin (Dorothy Ten- nant, hervorragende Malerin), werde ich, da sie eine fast ebenso große Linguistin ist wie Emin-Pascha, besser im stände sein, die Gesinnungen der Briefschreiber zu würdigen: bis dahin muß ich mich damit begnügen, die deutschen Ergüsse in den Papierkorb zu werfen, ohne zu wissen, ob dieselben Segnungen oder Verwünschungen sind. Denn ich erliege tatsächlich der Last der täglich eintreffenden Briefe und den Scharen von Besuchern. Das Buch („Im dunkelsten Afrika") ist, Gott sei Dank, aus meinen Händen, und ich würde gern eine runde Summe für ein Privilegium auf langen Schlaf bezahlen, den ich zu verdienen glaubte. Ich brauche absolute Ruhe, denn von dem Tage, an welchem ich Emins wegen nach Afrika aufbrach, habe ich mich dieses süßen Balsams für den ermüdeten Körper, den ich so sehnlich zu erlangen wünschte, nicht erfreut. Hoffentlich ist meine geliebte Braut von kräftiger Disposition und trägt mich mit sich hinweg in die Gefilde träumerischen Glückes, wo die Verheirateten Ruhe finden sollen. Carlyle pflegte zu sagen, die Deutschen seien em philosophisches Volk, doch habe ich das nicht gefunden Sie sind ebenso leicht erregbar und leidenschaftlich wie die Franzosen. Was waren ■bie Deutschen bei'pillsweise in der Sache Emins diesem oder er ihnen, ehe er von uns aus dem Negerlande gebracht wurde? lieber die Bestrebungen der Deutschen in Ost- und Zmtral- «chrika möchte ich nicht viel sagen. Ich habe kein materielles, aber ein ziemlich starkes Gefühlsinteresse an der Angelegenheit. Während ich den Wunsch hege, daß die Deutschen das ernstliche Be*• Gießener Volksbad. Im Mai wurden 11054 Bäder verabreicht gegen 9026 im April 1904 und 11759 im Mai 1903 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 417 Bäder gegen 354 im April 1904 und 413 im Mai 1903. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 5312 Männer, darunter 892 zu 10 Pfg., , 1290 Frauen, „ 256 , 10 , Wannenbäder 1. Klasse 339 Männer, 126 Frauen, , 2. „ 786 , 626 , Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 171 Männer und 38 Frauen, Brausebäder 2093 Männer und 273 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benutzt, das Bad von 6 Personen besichtigt. *’ Feriensonderzüge. Im Sommer verkehren folgende Sonderzüge: Basel-Berlin am 4./5. Juli ab Frankfurt-Sachsenhausen 9.06 Abds., an Berlin-Anhalter Bahnhof 9.57 93m.; Basel-Hamburg am 4./5. Juli ab Frankfurt- Hauptbahnhof 9.15 Abds., an Hamburg 9.00 Vm.; Straßburg-Berlin am 1./2. August ab Frankfurt-Sachsenhausen 5.10 Nm., an Berlin-Potsdamer Bahnhof 6.50 Vm.; drei Sonderzüge Dortmund bezw. Düsseldorf (Hagen) und Cöln- München, ab Frankfurt-Hauptbahnhof in der Nacht vom 3. zum 4. August 1.14, 1.48 und 2.35, an München am 4. Aug. 10.00 Vm., 12.00 Mitt, und 12.20 Nm. ** Der Eisenbahnverein Gießen wird am Sonntag, den 5. und Sonntag, den 12. Juni seinen diesjährigen Sommerausflug nach Nidda halten, wozu die Eisenbahn-Verwaltung an beiden Tagen je zwei Sonderzüge zur freien Fahrt stellt. Der erste Zug wird um 12.00 Uhr mittags abgehen, der zweite um 12.18 Uhr mittags folgen. Der Verein wird von der hiesigen Regimentskapelle begleitet. Vom Bahnhof Nidda aus folgt Abmarsch mit Musik voraus nach Krafts Bierbrauerei, wo bei guter preiswürdiger Verpflegung, bei Konzert, Vorträgen und Tanz der Nachmittag verbracht werden soll. Zur Belustigung der Kinder ist ein Karussell bestellt. ** Gaufa hrt nach dem Nationaldenkmal. Die Vereinigung der Rhein-Main-Gau-Kreisvereine im Verbände Deutscher Handlungsgehülfen zu Leipzig, welcher die Kreisvereine Aschaffenburg, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kreuznach, Mainz, Offenbach, Wetzlar, Wiesbaden, Worms angehören, veranstaltet am kommenden Sonntag, den 5. Juni eine Rheinfahrt mittelst Extra-Salondampfers der Köln— Düsseldorfer-Gesellschaft von Mainz nach Rüdeshcim zum Besuche des Nationaldenkmals auf dem Niederwald. »P. Albshausen, 1. Juni. Als die Frau des Maurers H. von hier vor einigen Tagen in später Abendstunde von Wetzlar kam, gesellte sich ihr ein junger Bergmann zu, der angab, er ginge nach Oberbiel. Nachdem er sich eine Weile freundlich unterhalten hatte, versuchte er, die Frau zu vergewaltigen. Es gelang aber Frau H., sich des Wüstlings zu erwehren. Da die Vermutung nahe lag, daß der Attentäter aus Steindorf sei, fand am Montag bei einer Spritzenübung eine Gegenüberstellung der Frau mit Steindorfer Burschen statt, derzufolge der Bergmann Jakob Dietrich von Steindorf gestern verhaftet wurde. R. B. Darmstadt, 1. Juni. Die erste Kammer der Stände ist für den 10. Juni zu einer Sitzung einberufen worden. Vor einigen Tagen war bereits der zweite und der vierte Ausschuß der Ständekammer zur Vorberatung einer Anzahl von seitens der zweiten Kammer fertig gestellten Vorlagen beisammen; die wichtigste derselben blldet das Feld- und Forststrafgesetz. Darmstadt, 1. Juni. Wie bereits bekannt sein dürfte, soll am 21. Juni d. Js. hier der Grundstein zur Bismarcksäule der Darmstädter Studentenschaft gelegt werden. In einer Audienz, die heute zwei Vertreter des Bismarck-Ausschusses hatten, hat Se. Kgl. Hoheit der Großherzog den Vorschlägen der Studentenschaft entsprechend, seine Genehmigung dazu erteilt, daß die Säule auf dem Dommer- berg, 12 Minuten vom Böllenfalltor, errichtet wird. Schon in der vorigen Woche wurde von Zimmermeister Willy Mahr, hier, auf diesem Punkt in der kurzen Zeit von drei Tagen ein aus fünf Etagen bestehender Holzturm von 25 Meter Höhe errichtet, von dem man eine prächtige Aussicht sowohl auf Darmstadt, wie auch nach dem Odenwald und der Rheinebene hat. Um die Wirkung emes auf der zukünftigen Bismarcksäule abzubrennenden SonnenwendfeuerS beurteilen zu können, wird bei günstiger Witterung am Freitag, den 3. d. M., abends 9 % Uhr, ein kleines Probefeuer auf dem provisorischen Turm abgebrannt werden. Darmstadt, 1. Juni. Der Beginn des am 3 und 4. Juni im Garten des Alten Palais zum Besten des Russischen Roten Kreuzes stattfindenden Wohltätigkeilsfestes ist an beiden Tagen auf 4 Uhr nachmittags festgesetzt worden. An den aufs reichste ausgestatteten Büffets wird alles zu festen, nominalen Preisen verkauft, welche durch Speisekarten bekannt gemacht werden: so kostet z. B. ein Glas Bier 20 Pfg., ein Glas Sekt 50 Pfg. rc. Besonders bemerkt sei, daß auf Wunsch auf jeden Betrag herausgegeben wird: eine Wechselbude befindet sich am Platze. Für musikalische und andere Unterhaltung wird, wie bereits mitgeteilt, auf dem Feste ebenfalls in reichstem Maße gesorgt sein. Von Mitgliedern des Großherzoglichen Hoftheaters haben ihre Mitwirkung zugesagt: Fräulein Ziegler und Fräulein Bögel, Herr Kammersänger Riechmann und Herr Marlow. Die italienische Sängerfamilie wird von Herrn Musikdirektor Senff einstudiert, bei dem Tiroler- Quartett wirken Mitglieder des Zitherklubs unter Herrn Kammermusiker Derns Leitung mit. Tie Ueberbrettl-Bor- stellungen werden erst am zweiten Tage stattfinden und sind für Samstag abend 8, 9 und 10 Uhr vorgesehen. Sämtliche hiesige fünf Militärkapellen werden im Garten abwechselnd konzertieren. fc. Frankfurt a. M., l.Juni. Der Privatdetektiv Wilhelm Picker, der hier in der Langestraße die Auskunftei Non plus ultra betrieb, wurde an der belgischen Grenze verhaftet. Er war nach Verübung von Betrügereien flüchtig geworden. Mannheim, 1. Juni. Dem überreichen Programm der Frankfurter Tonkünstlerversammlung gemäß fand gestern nachmittag ein Ausflug nach Mannheim statt, der sich einer sehr zahlreichen Beteiligung zu erfreuen hatte. Ein Extrazug führte die Festgäste um 2'Uhr 15 Min. nach ihrem Bestimmungsorte. Seitens der Stadt Mann- heinr hatte man die Tonkünstler zu einer Besichtigung der Stadthalle eingeladen. Für den Abend hatte die Intendanz des Hof- und Nationalthcaters die Tonkünstler zu einer Festem ffü Harun g der romantischen Oper „Die Rose vom Liebesgarten" von Hans Pfitzner eingeladen. Um 11 Uhr ging der Extrazug der Kunstausflügler wieder nach Frankfurt zurück. Die Koniher Mordaffaire. Endlich kommt Licht in die rätselhafte Mordangelegenheit, die seit Jahren die Gemüter nicht nur der Bevölkerung Westpreußens, sondern auch des ganzen Landes in Erregung versetzt hat- Schon in den letzten Wochen gingen Gerüchte um, daß eine neue Spur gefunden sei: der Verdacht richtete sich gegen den Arbeiter M a ß l o f f und den Schlosser Berg, Maßloffs Schwager. Maßloff ist bekanntlich der Mann, der vor Gericht beschworen hat, er habe in Levys Keller am Abend des Mordtages verdächtige Hantierungen bemerkt. Er wurde, nachdem sich herausgestellt hatte, daß er diese Beobachtungen unmöglich von dem von ihm angegebenen Orte aus gemacht haben konnte, ins Zuchthaus gesteckt- Aus diesem wurde er erst kürzlich entlassen. Er begab sich nach Westdeutschland und fand dort in einer Fabrik Arbeit- Inzwischen arbeitete die Untersuch- ungsbehörde im stillen unermüdlich weiter. Eine ganze Reihe Spuren wurde verfolgt- Das Ergebnis dieser Nachforschungen war schließlich, daß sich der gravierendste Verdacht auf Maßloff und dessen Angehörige lenkte. Eine in der Stille vorgenommene Haussuchung in der Wohnung, die Maßloff am Mordtage inne hatte, führte, wie wir schon kurz berichteten, zu überraschenden Ergebnissen. In einer Krümmung des Schornsteinschachtes fand man halbverkohlte Ueberreste von Kleidungsstücken, die als die des ermordeten Winter angesehen werden. Insbesondere die an den Kleiderresten noch vorhandenen Knöpfe ließen die halbverkohlten Stofffetzen als Reste des Anzugs Winters erscheinen. Zu diesem Maßloff schwer belastenden Funde trat noch ein anderer: An den kurz nach der Mordtat aufgefundenen Kleidungsstücken oes Ermordeten fanden sich eine Anzahl rötlicher K a tz e n h a a r e. Es wurde ermittelt, daß sich im Besitz dec Familie Maßloff ein als Decke für den Kinderwagen benutztes Katzenfell befand, das dieselben Haare aufwies. Die Untersuchungsbehörde schloß aus diesen gravieren« den Indizien, daß Maßloff um den Tod Winters wisse. streben zeigen möchten, in ihrem ungeheuren wertvollen Gebiet zwischen den drei Seen, dem Viktoria, Tcmganika und Njassa, gutes zu schaffen, ist es nicht meines Amtes, eine Beschränkung ihres Ehrgeizes zu versuchen, wenn es ihnen belieben sollte, den ganzen Kontinent zu annektieren. Mir ist es keinen Pfifferling wert, wer Afrika gewinnt, aber da ich zahlreiche Freunde bei der Britisch-Ostafrikanischen Gesellschaft besitze, kann ich nicht untätig zuschauen, wenn sie bei den Versuchen, mit dem Deutschen Reiche zu rivalisieren, ihre Tausende nutzlos ausgeben. Ich habe ihnen gesagt, daß sie bis zur Feststellung der Grenzen ihres Gebiets das Geld einfach vergeuden auf Aussendung von Expeditionen, solange sie nicht wissen, wie bald sie tn einem Anfall von Ueberdruß die Deutschen auffordern werden, ihnen das Ganze abzunehmen. Tie bei ihnen anzuwendenden Argumente sind auch bei den Deutschen anwendbar. Wenn die Kolonialfreunde in Deutschland der Meinung sind, mehr Geld verdienen zu können, wenn sie die Engländer erst aus Afrika vertreiben, befinden sie sich in einem großen Irrtum. Die gesunde Rivalität zwischen den beiden Nationen ist es, die Ostafrika Wert verleiht. Wenn die Engländer sich im lleberdruß aus Aftika zurückziehen, wird das deutsche Interesse an dem Kontinent untergehen, und wenn die Deutschen infolge irgend eines Zufalles aus einem ähnlichen Grunde Afrika verlassen mußten, würde das britische Interesse daran absterben. Ich würde mich freuen, beide Nationen zu einer gerechten und ehrenhaften Verständigung gelangen zu sehen, dann würden beide prosperieren und ihre beiderseitigen Gebiete nutzbringend machen. Erwägen Sie selbst diesen Gedanken sorgfältig und Sie werden zu demselben Schlüsse kommen. Ganz Afrika ist für Großbritannien nicht das wert, was ein Streit mit Deutschland ihm kosten würde, noch wiegt der Kontinent für Deutschland die Kosten eines Bruches mit England auf. Ihr ergebener Henry M. Stanley. Iür die Reisezeit. Soeben erschien die 2. Auflage von „W ebers Jllustr. Wegweiser durch die Kurorte der Rheinland c", 1. Bd.: Eifel, Hunsrück, Westerwald, Taunus einschließlich Sieg-, Lahn-, Ruhr-, Ahr-, Mosel- und N a h e t a l. T-ie 2. Auflage des „Wegweiser" ist durch viele Bilder in Kunstdruck. einer Nebersichtskarte der Eifel mit Entfernungs- angaben non Ort zu Ort und mit 2 größeren mehrfartigen Karten ll : 300 000) des Rheingebietes von Köln bis Biugeu. Knschließlich Moseltal bereichert. Der „Wegweiser" eignet fiel) besonders für Touristen, zumal bei jedem Orte Angaben der Hauptsehenswürdig- teiten, Beschreibung der Umgebung usw. eingeflochten sind. Manchen werden auch die Angaben über Kirchen, Gottesdienst und Vereinehäuser willkommen sein. Die „Hoteltafel" wird besonders gute Dienste leisten, sie orientiert genau über die Preise in 100 Ortet bezw. Gasthöfen und Pensionen. Im ganzen sind in ca. 30) Orten wohl 1000 Gasthöfe nachgewiesen. Auch sind bei jeden Orte die Einwohnerzahl, Höhenlagen, Eisenbahnstation, Sehen-'« Würdigkeiten, Ausflüge, Aerzte und Apotheken und in Kurortct die Heilmittel und die Heilerfolge bei gewissen Krankheiten ar* gegeben. — Im ersten Teile des Buches plaudert P. Saget über die Geschichte, über Land und Leute am Rhein. Der Arzt Di. Schmid gibt in seinem Aufsätze „Bäderwirkungen" Fingerzeige über die Wahl der Kurorte bei den einzelnen Krankheiten, ubr Anwendung der Kurmittel usw.: ferner finden wir einen Artikel: lieber die Bedeutung des Wassers in der heutigen Heilkunde vor Dr. med. Meffert in Bonn. Das Buch, welches geschmackvoll urQ solid in Leinwand gebunden ist, kostet 1.50 Mk. Jeder, der E* holung oder Heilung in den rheinischen Kurorten und Sommer» frischen sucht, sollte den „Wegweiser" vor Antritt seiner Rede lesen. Nordseebäder und Städte der Nordseeküst- Zweite Auflage. 1904. Mit 25 Karten, 19 Plänen und 1 Abbildung. (Meyers Reisebücher.) In Leinwand gebunden 4.50 Mk- Verlag des Bibliographffchen Instituts in Leipzig. — Tas Buv faßt das ganze Nordseegebiet von Belgien bis zur dänischen Küsst zusammen und schenkt auch den kleinsten Bädern, die nur den ein« fachsten Ansprüchen genügen, Würdigung. Als Ratgeber für bit Wahl eines Badeortes und als Führer an Ort und Stelle, der nicht nur geographisch gute Dienste leistet, sondern auch die wirt schaftlichen Verhältnisse objektiv beurteilt, ist dieses Buch für die Freunde der Nordsee unentbehrlich geworden. In großen Zügci- sind die Zugangsrouten mit den Hauvteingangsstädten Praktik und übersichtlich behandelt. Daß bei der Reichhaltigkeit des zu behandelnden Stoffes dabei die Städte der deutschen Nordseekü't- vor denen der belgisch-holländischen in der eingehenden Behandlung einen Vorzug erhielten, darf nicht wundernehmen. Eine Ter legung der geographischen und meteorologischen Sonderheiten H Meeres, eine Erklärung der täglich den Reisenden begegnender nautischen Einrichtungen, der Signale, Schiffstypen, Flaggen trieftet das Werk ein und ist dem Binnenländer, der sich an dec See in eine ihm fremde Welt versetzt sieht, willkommen. Tae reichhaltige Kartenmaterial imuß als muftergi!tig bezeichnet werden. — Der Verband deutscher Ostsee-Bäder zu Berlin NW., Nm- städtische Kirchsttaße 15, versendet seinen Führer durch btt Ostseebäder 1904, welcher zum Preise von 20 Pfg. mit Pock> A-K abstE Lohnen SSÄ ft? jrat N. "Ut in °° bet eiWanf2 M-lin- -Ä" üb« di< 0- tob d«n WaÜWft S ®ej iW'Kf Sie «achncht l"tl * W*. * berstadt Diese Tatsache sch richt des,/tÖerL Wahrheit? Man des Zustizmunste Kenntnis erhalte Mordsache sei sch- worden, daß eine amtlicher Seite u die behördlichen Gelegenheit nicht ' Köln, 1.x vor dem Untersuch sei in dem Haus« Mansarde empöre eines anderen M mädchens Margar im Zimmer üben gerungen haben, so daß sie betäul die Schürze in de gefesselt und an Geräusches im Ha sei er wieder zur Mädchen tot vor Nachdem er das Wohnung der 2>iei bieb/taljl verübt i dann nach Frankfur wo ihn fern Schicks reumütig und unter ’ Was der erzählt eine Leser Geschichte: Die kle Ipielin unserer kai ins Palais besohl vertrauten sich bi mal," klagt das Wäsche anziehen, .Nein/ sagt die n'cht." - t ftinöec trennen sic Hause und ihr Vi intime Frage vi H^zchen, nach so x Pfg-, genaue Bi or«ber und ö-ahrplüne vo SnMunel» 'Ä Mutation Ws UM»- s.'rt' undTäL'sLZ list" (Ä betl Ä Win' Mn L besonders cdM ^ukma Alt übet b?n!>lcn Soi Ehrliche M m/1 9 U’$- Ufo ""HÄ Ü Meter feiler „eh,6? ürembenffn? btln feiieß '0Mn NenL $n- fei Unb "lerer Landwirtschaft. ^piiersweg 23. »94 Telephon 265. Frisch eirigetrofi'en: Geflügel, ferner Apfelsinen in allen Preislagen. Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung. — Soeben ist die 2. Auflage des „Tiroler V er kehr s- n n i) Hotelbuches" erschienen. Herausgeber ist Dr. v. Zimmerer. Bei dem Preise von 80 Heller (mit Postversendung 10 Seiler mehr) bringt das Buch Ausschluß über alle bedeutenderen ^remdenstationen Nordtirols und Deutschsüdtirols in allen jenen Beziehungen, welche für Touristen und längeren Aufenthalt suchende Fremde von Wert sind; es gibt Aufschluß über Ortslage, Wald Anlagen, Spaziergänge, Windschutz, Besonnung, Beleucht- unas- und Lrinkwasserverhältnisse, Schwimm- und Badeamtalten, Kurbäder und Kurmittel, Wannenbäder, Trinkkuren, Zahl der Aerzte rc. Kunst und Ltteratur. — Kunstausstellung Hermes in Frankfurt. Die neu arrangierte Juni-Ausstellung des Kumtsalons Hcrmes-Frank- lurt a M enthält eine Londerausitellung von 11 Gemälden de- Dresdener' Künstlers Paul.Bau m. (Sine große Anzahl von Werken unserer ersten Meister 'oervollständigt die reichhaltige 30 Psg., genaue Beschreibung über die dem Verbände angehörenden 65 Ostseebader und 6 Sanatorien und Bade-Vereine und ausführliche Fahrpläne von sechs Rhedereien bringt. Das alljährlich an Umfang zunehmende Buch, mit einer Uebersichtskarte und zahl- L-eidjen Illustrationen versehen, gibt erschöpfende Auskunft über die Preise für ölurtaxe, Bäder, Logis und Verpflegung und erleichtert >ie Auswahl eines Bades ungemein. Die Allgemeine Bäder-Verkehrs-Anstalt zu Berlin NW. Neustädtisdje Kirchstr. 15, versendet einen Führer durch die Thüringischen Bade-Kurorte und Sanatorien zum Preise, Don 20 Pfg. und Porto. Das kleine im 2. Jahrgang erscheinende Werk ist allen denen gewidmet, welche Heilung, Erholung oder Ruhe suchen in Thüringens reizenden Bädern und Sanatorien, und denen, welche dieses Land, seine Wälder, feine Schluchten und Täler, seine Quellen und Brunnen noch nicht kennen. — In den Nummern 8 und 9 der Zeitschrift „Der To u- r i ff" (Berlin, Kronenstr. 15- finden wir ein paar manche unterer Leser besonders interessierende Aufsätze, so über den hessischen Denkmalschutz, mit Illustrationen vom Auerbacher Schloß, über Alt- und Neu-Frankfurt mit Illustrationen uni> der alten Konstablerwache, der Mehlwage mit Garküche Mw., über den Taunus , dasLorsbacherTal, über eine ,,F e l d- b er g tour mit Hindernissen". Ferner finden wir ausführliche Mitteilungen vom DarmUädter Neuwaldklub, vom Taunusklub Wetterau, von der Odenwälder Spinnstube, aus Bad Hom- 9 am J SnÄ.a?311 hr n&y'Hi. ■fat verkamt ?rben- „ ; jeden Betrat xW ZM Mtsinden und rben Arten i die Auskunft! % belgische @ren; in Betrügereien fluch' Zeichen Programm tierfammlung q£; 5PU9 uach Mannhein ^iligung zu erstem lfte um 2 ll^r 15 M "s der Stabt Mam- Abend hatte bie tier§ bie Tonkünste lfchen Oper „Die Res: ?ner eingelaben. lh aiisflügler wieder naö Sammlung, wobei Hans Thoma mit 8 Landschaften, F. v. Sen» bad) mit 8 Bildnissen, darunter ein Selbstporträt aus dem Jahre 1868, F. v. Kaulbach mit 3 Bildnissen, Wilhelm Trübner mit 2 Gemälden und Heinrich Zügel, Ed. Grützner, Gabr. Max re. mit Einzelwerken vertreten sind. Zu bemerken sind noch zwei neue Gemälde von Viktor Gilsoul, ein Pastell von Max Liebermann und ein Aquarell „Des Versöhnungsfestes Ende" neben einer Kollektion Handzeichnungen von Adolf Menzel. — Der Umbau des Berliner Schauspielhauses .mürbe in der letzten Sitzung des Berliner Architekten. Vereins von verschiedenen Seiten kritisch beleuchtet. Professor Walls fand es für bedenklich, daß ohne swingenden Grund 1 300 000 Mark für diesen Umbau gefordert werden. Den baupolizeilichen Vorschriften könnte auch ohne eine vollständige Umänderung des sehr wertvollen Gebäudes genügt werden Der Charakter des Hauses verlange, daß der alte Stil erhalten bleibe. In der Diskussion stimmte man im allgemeinen diesen Darlegungen zu. Die Versammlung beschloß dazu folgende Erklärung: „Der Architektenverein hat aus den Verhandlungen des preußischen Landtages Kenntnis davon erhalten, daß baä kgl. Schauspielhaus im feuerpolizeilichen Interesse unb im Sinne der Verkehrssicherheit durchgreifenden Veränderungen unterzogen werden soll. In der Be- fürchtung hierbei eine der hervorragendsten Schöpfungen Schinkels in ihrem künstlerischen Bestände bedroht zu sehen, spricht der Verein die Erwartung aus, daß die jetzigen Sicherungsarbeiten und Erneuerungen, insbesondere im Zuschauerraum ober dem Konzertsaal und seinen Vestibülen auf das notwendigste Mindestmaß beschränkt werden und daß die Wiederherstellung etwa beschädigter oder zerstörter Teile behufs Wahrung der Einheitlichkeit dieses anerkannten Meisterwerks der Architektur nur in den alten formen erfolge." .. — Falkdenkmal in Hamm, lieber bie Entscheidung der Jury in Sachen des Falkdenkmals in Hamm, für das 62 Entwürfe eingereicht waren, erfährt der „Wests. Anz." folgendes: Der erste Preis von 2000 Mark fiel dem Bildhauer Wilhelm Wandschneider- Berlin zu auf eine Bronze-Statue in !Vs- sacher Lebensgröße auf Unterbau von Granit, in den das Medaillon- bilbDr. Schneiders eingelassen ist. Der zweite Preis (1000 MN wurde mit dem dritten Preise (500 Mk.) zusammengezogen, unb gleichmäßig mit je 750 Mark den Urhebern folgender Entwürfe zuerkannt: 2. Preis a: Falk am Born der Wissenschaft, der Volksschule — einer sich vor ihm neigenden idealen Frauen- geftalt — bie gefüllte Schale reid-enb. Bilbhauer Emil Kauer und Architekt Hugo Bender, beide zu Berlin. 2. Preis b: Falk sitzend, in charakteristischer Haltung; im Hintergründe eine sich halbmondförmig um das Denkmal herumziehende granitne nicht." — „Na, bann sei froh l" , —> ->> - - Kind-- trennen sich. Di- «eine SR. eqWtbal Hause und ihr Vater, der glaubte, sem Töchterchen habe die l ------------- -------- . intime Frage vielleicht angeregt, sagte belehrend: „3)lein gerid)t/ j^s sich am 18. Aprll mit der Sache zu beschäftigen Herzchen nach so etwas fragt man nicht." Bald darauf wird > hatte. Es entschied, daß die Sache an bie Strafkammer zuruck- Bank unb Ballusttabew-Anlage. Bilbhauer Paul Becher zu — Heines früheste Gedichte. In der 1835 »öfafeten kurzen Selbstbiographie gibt Heine an, daß er seit seinem 16 Lebensjahre d h von 1813 an, Verse gemacht habe. Von den noch in die Schülerzeit fallenden dichterisdjen Versuchen exi,tiert bie von H. Hüffer herausgegebene Wünnebergiade, ein Spottgedicht in vierfüßigen Trochäen auf einen Schüler der Prima des Düsseldorfer Gymnasiums, Wünneberg aus Iserlohn. Aelter ift das von E. Elster in der Zeitschrift für Deutsche Dichtung wieder hervorgezogene Gedicht Deutschland, das im Zusammenhänge mit Heines Schülerzeit I. Asbach in der Allgemeinen Zeitung 1899 (Nr 280) behandelt hat. Nach dessen Ausführungen ist das Gedicht im Spätherbst 1813 entstanden. Das ziemlich lange Gedicht, das neben Tiefempfundenem viel Phrasenhaftes enthält, könnte gerade so gut von Th. Körner verfaßt sein und beweist, daß auch Heine von der patriotischen Begeisterung jener Tage hingerissen war. Das Früheste, was wir überhaupt von Heine haben, dürften die von Werner ausgezeichneten Spottverse auf Madame Dupan sein, die auf der Kasernenstraße in Düsseldorf eine Knabenschule unterhielt. Sie sind eine geschickte Ummodelung eines noch heute am Rhein gesungenen Martinsliedes. Aehnlicher Art sind bie auf seines Nachbars Magd gemünzten Verse, nur boshafter, unb aus ber Umbichtung eines Gassenhauers entstauben. Ein drittes Gedichtchen scheini an einen Stubenhocker gerichtet zu sein, der statt mit den andern in den Krieg zu ziehen, bei der Mamrne bleibt und Mazzen ißt. Diese Gedichte Heines zeigen einmal bie ungemeine Frühreife seines Talents, — eines der Liedchen trägt die Jahreszahl 1811 —, dann, datz »eine als Knabe mit volkstümlichen Kreisen in Berührung kam, und datz ihm die Neigung zur Satire tief im Blute steckte. Jetzt versteht man auch besser die mündliche Ueberlieferung, daß der junge Heine an den Karnevalstagen feiner Laune die Zügel schießen ließ und Mitschüler zum Klange einer Drehorgel von ihm verfaßte Liedchen fangen. Meyers Volksbücher (herausgegeben von Dr. Hans Zimmer, Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien) sind durch eine soeben erschienene neue Serie auf 1386 Nummern angewachsen. Unter den jetzt hinzugekommenen Bändchen verdient Mullatulis (E. D. Detters) Roman „Max Havelaar (Nr. 1375—1380) an erster Stelle genannt zu werden. Tiefe glühende unb glänzende Prolestschrift gegen bie Tyrannei der indischen Regenten und bie Habsucht der Europäer in den niederländischen Kolomeen, die bei ihrem Erscheinen in Holland ungeheures Aufsehen herum- rief, erweckt durch ihre packende, oft erschütternde Darstellung auch bei dem deutschen Leser nachhaltigste Teilnahme. affatre. lhaste Mordangelege- jt nur der Bevölkerns anzen Landes in & letzten Wochen gingr gefunden sei: der Vn :r Matzlosf und b ?. Maßloff ist befann? hworen hat, er habe r :ages verdächtige dem sich herausgeP: nmöglich von dem recht haben konnte, te :de er erst kürzlich ent» fifanb unb fanb dort in ■Mett bie Unterfing weiter. Eine ganze (ftgÄnis dieser Wf bet ^raviereMe Ber- hötiaet* Tinein Mg in der BH te, führte, wie wir schen nben Ergebnisser- steinschachtes fand vm ssleid«»grftü. intet mgkfthe» »'• tteiberreften mch rfotilten ®»nieten , neit. 3« d>»M» t mch «in ' ,'gefundenen LeidnV j eine Mz°hl «,d-i M m Besch rt den Stinberwagen »n Saare diu Tob Sinters W eingefl»*™)^ MW e«t inelt M ich, weltz^Ln, bett “ KO Ml- s feölWP :n, 1V flcbunben ’• guiig- nrt und $ A, i» b,S«r<9 W-x Die Behörde nimmt — dieses Bild entwirft d^r „Bor- die Kleine wieder m3 Palais geladen. Auch das P?^ßchen ^^e^ifen. (?Qtic. War dies der Fall, bann ha^ der wärts" — folgenden Sachverhalt an: Ehe Maßloff tn die hatte ihren Eltern lenes wichtige Gespräch wiederholt, und ^mietete ?ftQum für die Dauer des Mietsvertrags die Eigen- fragliche Wohnung einzog, wohnte dort eine gefällige wie sie die kleine M. so beneide, baß sie nicht täglich der- einer öffentlidjen Schankstube im Sinne des § 36o, Abi- 1 Frauensperson, zu der Winter Beziehungen unterhieL artigen Toilettennöten unterworfen sei! Der Kaiser, dem das hes Strafgesetzbuchs verlvren Auch arn^Ä^tL hctt dieser ^r^E^sust! Spaß mQ$te, begrüßte darauf die M ft hatten wollen- Ädischssn war dve FElie M^ßlost Töchterchens lachend mit den Worten: ,Ei, Du Glucks- Versammlung eine geschlossene Gesellschaft gewesen in diese Wohnung erngezogen. Dttnter 'ch^^^-otzdem , j Du brauchst dir also nicht alle Tage ein frisches iei dabei ohne Bedeutung, da nicht die Veriammlung, lonbern di- Wohnung betreten zu haben und W-rr ur P-W" ™ c , je ^eineJaber mQ*(e ihren aller. L- SinLrson Mieter & Rmnnes gewesen sein iolk. .So Maßlosss. Man nimmt an, daß Maßloff, unvermutet w- ^mdchw anzuzi h antwortete- Majestät mein Papa das Kammergericht. Der erforderte Beweis wurde m der heutigen scheinend, den Winter dort in einer heiklen Situation an- ehrerbietigsten Knix und antwortete. Stales tat, mein P toiebeT^0Üen Verhandlung vor der hiesigen L>tratkammer er- aetroffen und ihn im Affekt getötet hat- Nach voll-I hat gesagt, nach so etwas fragt man nicht! Unb 311 jpaule 5rad)t und darauf der Redatteur f r e 1 g espr 0 chen. ^>amllickie brachter Tat hat dann Maßloff im Verein mit Berg und hat sie diesmal erzählt, der Kaiser hätte ihre Antwort sehr Kosten, auch die des Redakteurs, hat die Staatskasse zu ttagen. vielleicht auch mit Hilfe seiner übrigen — weiblichen — hübsch gefunden, denn er hätte ganz furchtbar gelacht. . N i e d e r b ie Em unverbeperklär Arsche Was bem R-dakt-u- einet ®eflü9.^13«t- °?Kind-ru 0°-b-str°st, nach dem rn nächster Nahe der -^^H^ffschen ^bifschrift passieren kann. Viel belacht wird gegen- v^ntteilte ihn die Strafkammer zu Wetzlar in ihrer heutigen Wohnung beleg en en Monchssee geschafft undl London der Reinfall des Redakteurs einer Zeit- Sitzung wegen eines solchen Versuchs an einem Wetzlarer Mädchen einen Teil der Gliedmaßen dort versenkt. hc&rift für Geflügelzucht, der vor einigen Tagen ein fettes, zu einem Jahr Zuchthaus. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns noch unterm 'ur ^epugrizu^, j v Regleitsckrift Hanau, 31. Mai. Dor der hiengen etraffammer HE 1. Juni: Die Aufsehen erregenden Mitteilungen des „Berl. langes Huhn zugesandt erhielt, das ohne I 9 ! ) i gestern der aus Äonsroth im Kreise Gelnhausen gebürtige Taaebl." über die neue Spur in der Konitzer Mordsache ankam. Er nahm daher an, daß irgend ein kluger und oam- 5g aUe Arbeiter Ung ermann wegen B t g a m i e zu werden von der „Nord d. Allg. Z t g." abgedruckt. Ein barer Leser auf diese vernünftige Weste feine Anerkennung verantworten. U. wanderte vor vielen Jahren nach Amerika e 10 Kindern Seine Frau und heute abend dahin, daß der preußische Justiz- Margen war er jedoch unangenehm überrascht, einen Brief I Stiefkinder machten ihm das Leben recht schwer, und er entwich Minister Anweisung erlassen habe, alle im Hinblick aus landen Inhalts zu bekommen: „Geehrter Herr Redakteur. nach Deutschland. Im Vorjahre ließ er sich sodann in diese Spur verdächtigen Personen sofort zu verhaften. > » sandte Ihnen gestern ein totes junges Huhn, um c »e Hanau unter Geheimhallimg seines noch m Amerika bestehenden Uno dann erfährt der „Lokalanz." aus Halberstadt, daß »ntftnnbene Meinungsversckstedenheit zum Aus- Eheverhältnisses mit der Witwe Rosa Stamm aus Hünfeld ftandes- der angeblich dort verhaftete Hauptverdächtige, Arbeiter darüber hier entstandene ^"ung^ -rntlich trauen. Der Mann .wurde deshalb wegen Doppelehe zu Maßloff bereits vor längerer Zeit zur Verbüßung einer trag zu bringen. Wollen Sic freund chf fs! , einer Gefängnisstrafe von freben Monate n verurteilt. Ter Gchängnisstrafe nach dem^Osten transportiert worden istldas Tier gestorben ist?"! | Staatsanwall hatte zwei Jahre zwei Monate Gefängnis beantragt. (Die Nachricht des „Berliner Tageblattes, der Arbeiter I " I —-------------~A Maßloff sei hier verhaftet worden, beruht, wie uns ein Arbeiterbewegung. Handel und Verkehr. Mkswmstyafl. mba»on "eiannt Sie3 tob1) Marburg, 1. Juni. Die Lohnbewegung unter ” @£lbmQ7ft bcin Gcldm°r!l hat sich in ben DÄi^Tatia-be scheine bi- Verawiassuna zu ber irrigen Nach- den Marburger Maurern rst uunmehr wl-wrr b-r,L-ss. Tagen eine w-scntiiche Erl-icht-rung oollzogcn. unb eg 5)ie|c Tatsache scheine dieser an Ust) un I zu ver I Lcndesztg" entnehmen, in em kritisches Stadium ge-1 if,D b-nirf)t rait an den deutschen Platzen zu beobachten, sondern richt des /,Berl. Tagebl. gegeben zu haben. Was ist nun . gestern nachmittag 4 Uhr war im Hildernann- auc[) in London. In Berlin ist der Privatdiskont ^^llte doch meinen, von "uer Versugung Saale eine gemeinschaftliche Arnurerversammlung des 2 drei Viertel und in FranHutt a. M. bis 2 fünfzehn Sech- des Justizministers mußte zunächst das offizielle Organ aentralverbandes^ und des Christlichen Maurerverbandes zehntel Prozent zurückgegangen. Von London hofft man, daß Kenntnis erhalten und weitergeben. Turch die Konitzer morden Die Unternehmer hatten wenige heute eine Herabsetzung des BanDiskonts ongekundigt wird. Daß Mordsache sei schpn soviel Beunruhigung ms Volk getragen anberaumt w . aus den Bau- die Deutsche Reichsbank sich vorläufig nicht zu einem aWiJa worden, daß eine prompte und klare Berichterstattung von ?Ä^en ivor der f^ammiung aus v Schritt entschließen kann, ist erst in ber letz en Sitzung dA Zenttcfl- Ss =- Ä 8 Ä 5 gelegenheit nicht geruht haben. \. nh in die um 4 Uhr stattfindende 9Jiaurerüer-lle5TC1L-- sammlung geht, sofort zu entlassen." Trotzdem hatten sich, der Versammlung ungefähr 150 Maurer emgesunden. . • Köln, I.Juni. Der MörderKauertz legte gestern wurde beschlossen — allerdings gegen eine ansehnlich? Weilburg, 1. Ium. In der Zeit vom 18 Juli bis -or bem Unt-rsuchuugsr>cht-r folgenbeä Gestänbnis ab. Er Winberheit bi- lieber sogl-ich rn ben Sireik -mirei-ir I J“^L^£,3toie,D? V^rja^en -fu Ä^ I "Äusbilbu^ sei in dem Hause, Ecke Trajan- unb Maternusstraße, zur wollte — morgen früh zur Arbeit zuruckzukehreu. Sollten Volksschullehrern in der Erteilung des Unterrichts Mansarde emporgestiegen unb habe dort mit dem Schlüssel aus Baustellen Maßregelungen vorkommen, fo/iußten diese! ländlichen Fortbildungsschulen veranstaltet werden. Dazu eines anderen Mansardenzimmers die Kammer des Dienst- Baustellen gespart werden. Dre ^/maßregelten sollten ^ii geeignete Lehrer aus der Provinz Hessen-Nassau, der Rhern- Maroaretbe Kurtb aeöffnet Als ihn das Mädchen dann früh gleich wieder im Streiklokale ernsinden. Sollten ^^inz und den Hohenzollernschen ^nden unter Zubilligung Mädchens Margarethe Kurth geopnel. iyn oas nur diejenigen Meister zur Maßregelung ihre Zuflucht angemessener Beihllfen aus staatlichen Fonds einberufen werden, im Zimmer überrascht habe, will er es eflaßt und 'un ihm die die Maurer nicht besonders notwendig Der diesjährige Kursus wird den zwecken Teck emes Gesamt- qerungen haben. Rach langem Kampfe habe er sie gerourgt, L ^ut6e' fo nrüßte die Sperrung aller Baustellen erwogen lelnganges darstellen unb als Lehrgegenstänbe organische Chemie, so daß sie betäubt zu Boden gefallen. Dann habe er ihr werden. ' Heute morgen sind nun auf einer großen An- Pflanzenphysiologie, ^ierprodukttonslehre und landwirtichasttiches die Schürze in den Mund gesteckt, sie an Händen und Füßen Baustellen diejenigen Maurer, die gestern zur Ber- oefesselt unb an die Bettpfosten angebunden. Infolge eines sammlung waren, nicht imeber eingestellt, also ausge- ^norf Geräusches im Hause habe er sich im Keller verborgen; später sperrt worden. Daraufhin haben die organisierten der • ^i er wieder zur Mansarde hinaufgestiegen. Da habe er das Maurer die Sperrung aller Baustellen angeordnet. Heute ß. T. Fußballsport. Kommenden Sonntaawird E'Vro ?rr nnrnofimbPH mb dann die Leiche maebeeft vormittag ruhte deshalb fast auf allen Baustatten die stch nachmittags 4 Uhr aus dem Druch an der Grnnberaer- b^odchen tot vor gefunden unb cg z g Mbeit — Unser Marburger Korrespondent berichtet dazu s^aße der Gießener Fußballklub von 1900 mit dem Nachdem er das Zimmer abgeschlossen, habe er m er , Malrrerausstand breitete sich bis zum Nachmittag Bornheimer Fußballklub Amicitia, der der ersten Klasse Wohnung ber Dienstherrschaft der Ermordeten den Einbruchs- rämt(icß|e Bauten aus. Die im christlichen, wie angehört, im friedlichen Wettstreit messen. Das Spiel ver- diebstahl verübt. Von Köln fuhr der Mörder nach Koblenz, au$ allgemeinen Maurerverbande organisierten spacht sehr interessant zu werden, da bieide Gegner gleich dann nach Frankfurt; von hier wandte er sich nach Mainz, Maurer streiken sämtlich. Heute nachmittag arbeiteten nur spuk sein dürften. . wo ihn sein Schicksal erreichte. Kauertz soll das Geständnis etwa 30 fvllmn. Die Forderungen sind: mfhnthiw I reumütig und unter Tränen abgelegt haben. Arbeitszeit und 40 Psg. Stundenlohn. Auch chi Arbeiter mit geringem Wochenlohn ist imstande, * Was der Kaiser nicht tun s ~~f — -----r ■u- ^uv:t r*.:* beÄ* Sma^L K-richtssaal. "E Geschichte: Die kleine v. d. M. ist cim fehr lugenö ui) Wetzlar, 1. Juni. Am Abend des 30. Mai 1903, geringe Quantität des Kindermchls genügt, um die Kuhmilch leichter spielin unserer kaiserlichen Prinzessin, pteullch war sie ivieoer ^Eihrend der Reichstagswahlbewegung, wurde in einer Wirtschaft ^erbaulich zu machen unb den Nährgehall ber Kuhmilch zu erhöhen, ind Palais befohlen. So jung beide Damen sind, — sie in Weidenhausen eine Versammlung abgehalten, zu welcher Kusete's Kindermehl fördert bie Knochen- unb Muskelbildung, regelt vertrauten sich doch schon Toilettengeheimnisse an! „Denk ein Redakteur das betreffende Wirts lokal gemietet hervorragender Weise die Verdauung und zeichnen sich die damit mal/ riagt d°s Prinzchch°n „.ch muß all- $age $oto,ftun6= burch gutes «-d-ch-n aus.--------------------. Wäsche anziehen, verlangt Deine Mama das auch? Auf die Frage nach dem Gesetz, auf das sich die Auflösung > Nein " iaat die kleine M., „jeden Tag verlangt sic ba§ ftüBe erwiderte er: „Das Gesetz kenn ich net, die Versammlung " ' - antwortet Prinzeßchen. Die aber lös ich uft!" Der Redakteur erhielt spater wegen Ueber- - - 1 tv. Sttafzettel über 3 Mk. Seme Berufung sowohl ans Schöffengericht wie nachher an die Strafkammer hatte keinen Erfolg. Anders jedoch urteilte das Kammer- r ■ V' Ein grosser Posten Damen- und Hinder-Wasche Ein grosser Posten Sommer-Handschuhe Ein grosser Posten Strümpfe und Socken Ein grosser Posten Eorsettschoner Extra-Konzert des Giessener Konzerlvereins zum Besten des Theater- und Saalbaues Sonntag, den 5. Juni 1904, abends 6V2 Uhr pünktlich in der Turnhalle ZU Giessen. Ausführende: Touristen-Hemden Posten Ein grosser ganz bedeutend unter Preis. J*. ESaait Kreuzplatz. Fr. Schubert. 'Waldmeisters Brautfahrt“ (Chor 9. und Orchester) von J. Brambach. 4840 Telephon Nr. 365. Frankfurterstrasse II. 1. 5. 6. 7. 800,000 40000 Fluß- und Seefische LAE2K LahMhiistie Mahtaeii ter Gustav Walter 8 auf der Schönen Aussicht. 4741 öchnerinneii: 1 ä5C00- 2 4 3000 - 2 i 2000 = 5 a 1000- 6000 408© 5000 8OOOO 4839 4. Lieder am Klavier von Ernst Ludwifl, Grossherzog von Hessen. Kirsch en-Versteigerung. Die diesjährige Kirschen - Ernte von nachverzeichneten Straßenpflanzungen im Kreise Friedberg soll wie folgt ver- teigert werden: 4783 Der Schaler’sche Mannerchor Gießen, den 31. Mai 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Spratt’s Hundekuchen, Geflügel* 1 futtemnd KGckcnfutter. 2 Uhr im Ort Ziegenberg. Friedberg, den 1. Juni 1904. Der Großh. Kreisbauinspektor. I. V.: Cellarius, Regierungsbaumeister. in jeder Preislage. Solide Ausführung unter Garantie. — Franko Lieferung. — Eigene Werkstätten. Möbelmagazin Aug. Ossmann 89 Seltersweg 89. Aindevspiele mit Lreisverteilung. Aarrrssel G Schießbude E> Feuerwerk re. Eintritt 20 Pfg., Militär 10 Pig., Mitglieder frei. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebens! ein Der Vorstand. gesehen werden. Gießen, den 30. Mai 1904. Großherzogin.,. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. offeriere, solange Vorrat vorhanden, p. Flasche (s/4 Liter) incl. Glas zu Mk. 1.70. 4740 stets frisch. -dT Georg Adami 9 Frankfurterstr. 9. [s28 „Sui66 mästet Schweine kolossal! Sämtliche Schweinezüchter,welche verwenden, bestätigen die vorzügliche Wn-kung. Packet 50 Mg. Philipp Schwager Wwe.,(5ir^eu Ziehung 6., 7., 8n ü. Juli ssüa Münster Lose 13.30 12184 Geldgewinne Alle kemlise her Snisoii: als Kopfsalat, Zuckerhutkraut, Erbsen, Karotten re. in prima Ware versendet gegen Nachnahme Nik. Viktor, 4843 Obst- und Gemüsegärtnerei, Mombach/Maiuz. Ad. Äer&ßo. Darmstadt, Bbeinatrasse 14. Lose in Glessen bei Philipp Weiler, Markt 1, Richard Buchacker. Neuen Bäue 11, Wilh. Semmler, Cigarren, Seltersweg 25, Carl Volk, Cigarren. Grünbergerstrasse 4. [4833 Bekanntmachung Mr einen Teil des Teufelslustgärtcheus, entlang der 1* Dio Allmacht (Chor u. Orchester) Nowack'schen Besitzung, ist ein neuer Fluchtlruicuplau festgestellt. 2. Lieder am Klavier ' Derselbe kann beim städtischen Tiefbauamte (Äartenstraße 2) ein- 3. Chöre a capella von Zengen, Brahms, 0. di Lasso. Konkursverfahren. I lieber das Vermögen der Firma H. C. Werner in Gießen wird heute am 2. Juni, 1904, vormittags 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da Schuldnerin ihre Ueberschul- dung und Zahlungsunfähigkeit zugestanden hat. Der Kaufmann Zean Boeck in Gießen und der Kaufmann Curt v. Münchow in Gießen werden zum Konkursverwalter ernannt, und zwar letzterer lediglich zur Verwertung des Warenlagers. Konkursforderungen sind bis zum 20. Juni 1904 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung Über die Beibehaltung der ernannten oder die Wahl anderer Verwalter, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, ferner zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 1. Juli 1904, vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine Mr Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. Juni 1904 Anzeige zu machen. 4866 Gießen, den 2. Juni 1904. Großherzogliches Amtsgericht. 5. „Durch Kampf zum Fried“ (Chor und Orchester) von E. Seyffardt. 6. Lieder am Klavier von Schäffer, Obsuer. 7. Volkslieder a capella von Koschat, Silcher. 8. Lieder am Klavier von Hugo Wolf. BCarten bei Herrn Ernst Challier (Musikalienhandlung) und an der Kasse: Sperrsitz 3.50 Mk. (für & J. ——L-Zl—Mitglieder des Konzertvereins 2.50 Mk.), unnummerierter Platz 2 Mk., Studentenkarte 1 Mk. WB. Nur diejenigen Mitglieder des Konzertvereins, welche sich bis zum 5. Juni, 1 Uhr, dtv bei Herrn Ernst Challier auf liegende Liste eingetragen haben, haben Auf Anordnung des unterzeichneten Gerichts findet am Anspruch auf den ermässigten Preis (2.50 Mk)- 4652 Samstag den 11. Juni 1904 ...... ........................ ......iwtihi-i..mnnei-iir-rii—ne mm........ la. Speise- und Salatkartoffeln empfiehl! 2592 I. Hautet, Schloßgasse 6. Verdingung. Die zur laufenden Unterhaltung des Forsthauses Hochwart erforderliche Weißbinderarbeit soll Dienstag den 7. Juni d. I., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeüsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens zu obengenanntem Zeitpunkt an uns xinzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 31. Mai 1904. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. [4820 201 500- 200400-20000 200 150- BO000 1000120-20000 200040-2®®00 8750.6-52 50© Frelburg-Lose versendet: Haupt-Debit 1901er Nackenheimer Unter-Rotenberg von der Grossherzoglich Hessischen Weinbaudomäne ersteigert am 29. April 1904 von A. Austerlitz, Giessen kaufen vorteilhaft: Bett Unterlagen, Desinfektionsmittel, Irrigatoren, Kinderpuder, Milchzucker in größter Nemheil, Soxlclh- Apparate, Schwämme, milde Seifen, Thermometer, Berbaudwatte u. f. w. in der Bittoria-Drogerie Adolf Bieier, Marktstraüe 5. 19U4 Heugras- Versteigerung. Montag den 6. Juni b. I. wird das Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie das Gras von den Schneisen und Mähplatten mit zerstreut liegendem Gehölz, ferner das Gras von 9 Losen im Unterwaldsfeld und der Schäferwiese in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathause zu Watzenborn versteigert. Die Versteigerung beginnt vormittags 9 Uhr. Nähere Auskunft erteilen Güteraufseher Mack zu Hausen und Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 27. Mat 1904. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer.4833 2830 Mobgl zur ortsüblichen Stunde in Beuern die zwangsweise Ver- teigerung der dem Agenten Walter Weimar von Düsseldorf gehörigen, in der Gemarkung Beuern gelegenen Grundstücke Steinbrüche) durch das dortige Ortsgericht statt. Mäusburg 13. Telephon 386. Fkchtverband Gietzen-Lahr Wohltätigkeitsverein. Sonntag den 5. Juni 1904, nachmittags 3 Uhr Grosses Immrkest Schutzmarke Steckenpferd echt 4 50 Pfg. bei Adolf Bieler, Viktoria-T>rogerie, Marktstr. 5. mjiiui 1 ■- hilliqu qul b“ Empfehle priw iMjtnliitr aus der 03157 Brauerei Bichler. Friedrich Weber Tiesenweg6, nächst derBahnhofstr. 322500 Hauptgewinne: Mark 4848 ketten, Ausschläge verschwinden rasch durch täglichen Gebrauch der Radebeuler 2132 Teer-Lchwefel-Seife „Fauerbach—Offenheim". 4. Mittwoch den 15. Juni l. I., vormittags 9 Uhr, [ am Stein 6,6 bei Södel von der Straße „Södel— Melbach". Donnerstag den 16. Juni l. I., vormittags 81/2 Uhr, am Chausseehaus bei Dortelweil von der Straßenpflanzung daselbst und um 11 Uhr am Kilometerstein 54,61 von der Straße „Vilbel-Offenbach". Freitag den 17. Juni l. I., vormittags 8 Uhr, Samstag den 11. Juni l. I., vormittags 8 Uhr, an der Ackerbauschule bei Friedberg von der Straße „Friedberg—Homburg", und um ll1/« Uhr am südlichen Eisenbahn-Viadukt bei Nieder-Wöllstadt von der Straße zwischen „Nieder-Wöllstadt und Okarben". 2. Montag den 13. Juni l. I., vormittags ll3/4 Uhr, r am Chauffeehauö bei Ilbenstadt von der Straße „Jlben- ftttbt Affenheim . q» StT* t 3. Dienstag den 14. Juni l. I., nachmittags 2 Uhr, Mpgif -MlllkklllVllUk am südlichen Ausgang von Fauerbach von der Straße ~ Z, 10,000 5000 Bezirks - Generalagenten für Kberyeffen und den Reg -Nez. Wiesbaden sucht alte deutsche Lebensversicherungs-Gesellschaft gegen hohe feste Bezüge. 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I., vormittags 8 Uhr, «^er^ro^Sell!rswea 39 am Kilometerstein 29,6, in der Nähe von Bad-Nauheim 6 xAo Schaaf. 4851 (Lindenstraße), von der Straße „Friedberg—Bad-Nauheim ---- —Nieder-Mörlen" und „Rödgen—Bad-Nauheim", von IäWIICo ßl? bec Straße „Nieder-Mörlen—Ufingen" nachmittags Blütchen, Gesichtspickel, Hant- röte und alle Hautunretnig- Die Sinfoniekapelle des zoologischen Gartens I unter Leitung des Grossh. Universitäts-Musikdirektors G. Trautmann« Solisten: Frau Minna Obsner-Hentschel aus Essen (Sopran). Herr Hans Bahling vom Stadttheater in Aachen (Bariton). Programm. U • sfir. I588 sonntags- i 1 Lang«« hruckem- Wg! die 6 nähme geM rS'ä» Bedürfnisse des M Ztandpunkt häufig M ^twickeln, als mmlch gelehrte. Merdmgs b U der Junsteretrst eine gelegentliche Entc kenntnis, immer noch der Gleichgiltigkeit M wurf gemacht, daß st' ks mag zugegeben wert berichten zu loben rst, ausgesprochen privater den könnten. Wer da Spannung, die solche wirksam der Belehrung von selbst, mit der Le das Publikum ein M Lttafvrozesses, von de der Verhandlung, von und des Verteidigers, Zeugen, den Ansprüche lichleit der Aussagen u schärfer und klarer ein, fassungsgabe und Vorb man aber sagen, daß iichen Vorgänge jetzt s< . Witterung nur selten -ensationsprozeß 'lbätzenden WufUh W würde die Span vielt, als ein das lei rderndes Mfel mehr z schlich beim Lprachenn mit Schauder der langt gewiß das Ergebnis d Erfienlich und ein Teilnahme am Rechts! b? Volkes sich mehr d'-es der Fall ist, war < uinft zu beobachten, bie Abänderung der $ maßen Rechtsempf * Es handelte sicl ünürsuchungsrichtt Versuchung werden .^ernationalen krimin “ ffuniten des Untersu Deisellos einm^ ^gesühl entgegen! 5 zutreffend es l ^tersuchungsrichter de ^aatsanwalt. Ter An k .,Qn9c d°S i -iaaisanwalt das Ä ” man daia. - dab « s°r«t -■»biunr 6eh,ä'*8.Wll mehrtoirs 6r oberes “«SeSSLy*» ,.. Aus ruffn'A Via Ä'S-N Ä*