Erstes Blatt 1S4. Jahrgang Donnerstag 2. Juni 1904 Lchulftraße 7. Adresse für Devefchenr Anzeiger Gießen. FernfprechanschlußNr.bl. Nr. 127 •rfft'itit tSgltch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener Zamilien. Glätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck vu Verlag der Brühl 'schen Univers.-Buch-u. Etein- brudecd. 8t Sang«. Redaktion, ttrpebtttoe GletzenerAnzeiger M General-Anzeiger ” MM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen UMZ _ ______________ zetgenteil: HanS Beck. Ier Krieg zwischen Japan und Nußland. Port Arthur fteht nun im Mittelpunkt der Kriegsereignisse. Die Japaner werden eß angreifen oder durch Belagerung zu nehmen suchen. Schon vor dem Kriege berichtete man, daß die Befestigungen von Port Arthur modernen Anforderungen nicht genügten. Was seitdem geschehen ist, kann in der Hauptsache nur provisorischer Natur sein. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der schweren Geschütze scheint überdem bei Kintschou verloren gegangen zu sein. Wie lange wird sich Port Arthur ohne Hilfe von außen halten können? Vor Mitte August kann mit dem Eintreffen des baltischen Geschwaders nicht gerechnet werden, wenn auch Rußland sich tatsächlich zu gänzlicher Entblößung seiner Ostseehäfen entschließen sollte. Bis dahin sind es noch 2 Vj Monat. Die in monatelanger Arbeit verstärkten, teilweise permanenten Linien von Kintschou aber konnten nur einen Tag Stand halten. Will Kuropatkin warten, bis der letzte Hilfeschrei um Entsatz aus höchster Not ertönt? Dann könnte es leicht zu spät sein. Der Weg von Liaujang bis Port Arthur ist weit, unbequem und — angesichts eines mannhaften und geschickten Gegners nicht ungefährlich. So wird Kuropatkin nicht lange mit dem Entschlüsse zur Offensive zaudern dürfen. Das wäre an sich kein Schaden, wenn nicht die Geduld, mit der er bisher von den Befestigungen am Taitzeho aus der kommenden Dinge harrte, darauf schließen ließe, daß er sich bisher zum Angriff nicht stark genug fühlte. Die Hafenstadt Dalny km südwestlichen Winkel der Bucht von Talienwan gewährte in Friedenszeiten große Hoffnungen für die Entwicklung des Kwantunggebiets, das Rußland im März 1898 von China gepachtet hatte. Etwa 30 Kilometer von Port Arthur gelegen, sollte Dalny („Die Ferne") der Mittelpunkt für den russischen Seehandel in Ostasien werden, so wie jene Festung das militärische Zentrum bildete. Die Stadt ist erst nach der Besitzergreifung des Bezirks durch die Russen nach ganz neuen Plänen in europäischem Stil angelegt worden und war in bester Entwicklung, als der Ausbruch des Krieges allen Verkehr lahmlegte. Jetzt haben die Russen selbst einen großen Teil der von ihnen geschaffenen Anlagen zerstört, und der siegreiche Gegner legt seine Hand auf den Ort. Dalny, dessen landschaftliche Lage als sehr schön geschildert wird, war durch eine kurze Zweigbahn mit der mandschurischen Eisenbahnlinie Liaujang—Port Arthur verbunden; der Knotenpunkt beider Strecken, Nankwanling, ist bekanntlich am vergangenen Freitag von den Japanern erobert worden, so daß Dalny trotz der dort aufgeworfenen Feldbefestigungen unhaltbar wurde. Die Bedeutung de§ Ortes als Handelsplatz ist nun jedenfalls, mag der Ausgang des Krieges sein, wie er will, bis auf weiteres vernichtet. In Petersburg rufen die jetzt bekannt gewordenen Details über die Schlacht bei Kintschou sichtlich Gedrücktheit und Sorge um Port Arthur hervor. Auch solche Organe sprechen jetzt offen von der Möglichkeit der Eroberung Port Arthurs, die bisher solches als ganz undenkbar bezeichneten. Immer mehr befestigt sich die Einsicht, daß man die Japaner bisher arg unterschätzt habe. — Laut einer Wladiwostoker Depesche der »Nowoje Wremja" vermutet man in der Bai PeterS des Großen an verschiedenen Stellen Minen, welche die Japaner während der dortigen häufigen Nebel gelegt haben. Vorgestern soll in der Ussuri-Bai ein koreanisches Fahrzeug explodiert und gesunken sein. Der Zar welcher sich augenblicklich in Zarskoja Selo befindet, wird infolge der Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze nach Petersburg zurückkehren und im Winterpalais Wohnung nehmen. — Während der letzten Gefechte bei Inka sind zahlreiche Aerzte und Krankenschwestern getötet und verwundet worden. Infolgedessen wurde um sofortige Nachschübe .gebeten. — Admiral Tschukine ist gestern abend abgereist, um das Kommando der Schwarzen Meer-Flotte zu übernehmen. — Zahlreiche Proviantdampfer sind auf der Wolga mit Proviant für den Kriegsschauplatz unterwegs. Der Verkehrsminister hat Maßregeln getroffen, damit keine Verkehrsstörungen eintreten. Die gleichen Maßnahmen gelten auch für den Eisenbahnverkehr. Hungersnot in Port Arthur? Nach einer englischen Meldung berichten sechs aus Port Arthur entkommene Chinesen über die Lage der Einwohner auch nichts Tröstliches. Die Lage sei sogar verzweifelt. Es herrschten Hungersnotpreise, die fortwährend stiegen. Ganze Straßen, einschließlich mehrerer öffentlicher Gebäude, sind durch Granaten zerstört. Jeden Tag finden Kämpfe statt. Die Krankenhäuser sind voller Kranker und Verwundeter, die Toten werden weit ins Land hinausgetragen und ohne Zeremonien ein gegraben. In den Forts nördlich von Tatuscheng stehen, nach denselben Berichten, höchstens 10 000 Mann. Die Garnisonen der Forts nach dem Meere zu sind so weit wie möglich herabgemindert. Die Arbeit an den beschädigten Schiffen ist eingestellt; die Geschütze der am meisten beschädigten wurden an Land geschafft. Alle Zivilisten müssen militärische Dienste verrichten. Die Läden und Geschäftslokale werden geschlossen, sobald gefeuert wird. Auf Diebstahl ist Todesstrafe gesetzt. Die Chinesen durften die japanischen Linien passieren; diese errfterEen sich von Westen rc-ach Osten quer über die Halbinsel und werden von einer Kette von Schanzen beschützt, auf denen schwere Geschütze aufgestellt sind. Die Eisenbahn bis Kintschau fei ganz zerstört, zwischen Kintschau und Wafangtien hat sie häufige Lücken. An letzterem Orte befinden sich 15 000 Japaner, aber weiter nördlich waren keine Japaner zu sehen. Beim Kampfe um Kintschau wurden 200 Chinesen von japanischen Geschossen getötet. Die Flucht aus Dalny vollzog sich nach Berichten chinesischer Flüchtlinge — die allerdings unsicher sind, recht schimpflich, indem nämlich die Russen die Chinesenst adt und alle Ausländern gehörigen Häuser verbrannt haben, ehe sie Dalny räumten. Eine Bande Chunchusen entführte den ersten chinesischen Kaufmann daselbst und verlangt nun 50 000 Rubel Lösegeld. Das Kauoueuboot Bobr haben die Russen bei Dalny durch Sprengung zerstört. Der Eingang zu dem Dock von Dalny ist durch eine versenkte Dampfbarkasse gesperrt. Dalny ist von den Japanern vollständig besetzt. Eiue neue Schlacht? Nach einem aus Tschifu gemeldeten chinesischen (Se* rücht wurde gestern sechs englische Meilen vor Port Arthur eine Schlacht geschlagen. Die Bestätigung fehlt. Die russische Flotte soll, wie Gerüchte, die in Petersburg zirkulieren, sagen, in den letzten Nächten den Hafen von Port Arthur verlassen haben und sich auf dem Wege nach Wladiwostok befinden. Der Mottenpaß befindet sich nach im russ. Generalstabe eingegangenen Meldungen noch in den Händen der Russen. — Aus PeterK- bürg wird der „Daily Mail" gemeldet, Kuropatkin habe befohlen, daß alle Frauen und Kinder sofort Liaoyang, Mukden und Charbin verlassen sollen. Russische Geschütze. Im „Rußky Invalid" wird darauf aufmerksam gemacht, daß die im Jahre 1900 den Chinesen abgenommenen Geschütze, mit denen die Stellungen der Russen bei Kintschou amtiert gewesen sind, zwar aus der Kruppschen Geschützfabrik stammten, aber von so verschiedenem Typus und Kaliber waren, daß fast je zwei derselben eine besonders ein geübte Bedienungsmannschaft erforderten. Deshalb sei schon vor Jahren die Frage angeregt worden, ob die Geschütze nicht den Museen zu übergeben seien. Es wäre davon nur aus den: Grunde Abstand genommen worden, weil mit den Geschützen zugleich Vorräte an Geschossen den Chinesen abgenommen worden seien. Politische Tagesschau. Wasierverhaltuiffe der Oder. Die Kanalkommission des Abgeordnetenhauses setzte gestern, am 1. Juni, die Beratung deS Gesetzentwurfs betr. Maßnahmen zur Regelung der Wasser-, Deich- und Vorflutverhältnisse der oberen oder mittleren Oder bei § 7, welcher von den Kosten handelt, fort. Wagner (freit) beantragt, die Bestimmung zu streichen, nach der der Staat für die Oderregulierung von Küstrin bis Raduhn vorweg 7 Millionen zahlen soll. Frhr. v. Richthofen (kons.) beantragt dagegen, auch für die Provinz Schlesien 7 Millionen einzusetzen als Vorausleistung deS Staats. Der Landwirtschaftsminister und der Finanzminister erklärten sich lebhaft gegen den Antrag v. Richthofen, der Finanzminister mit der Bemerkung, die Annahme des Antrags würde das Gesetz gefährden. Ein zweiter Antrag v. Richthofen wird abgelehnt, ebenso ein Antrag, zur Kostentragung nach Maßgabe deS Vorteiles nicht nur öffentliche Verbände und Korporattonen, sondern auch Privatpersonen heranzuziehen, nachdem die Regierung erklärt hatte, diese Heranziehung von Privatpersonen habe sich bisher nicht bewährt. Die Kommission nahm jedoch einen Antrag an, der ausspricht, daß nach den §§ 9 und 20 des Kommunalabgabengesetzes die Heranziehung von Privatpersonen auch zur Deckung dieser Kosten statthaft ist. Der Antrag Wagner wird zurückgezogen, sodann die Pauschalsumme für BreSlau gestrichen und nach längerer Debatte über die Einführung eines Jnstanzenzugs bei der Kostenverteilung der Rest des § 7 nach der Vorlage genehmigt. Hierauf vertagte sich die Kommission auf Freitag. Sidney-Singapore via Deulsch-Deu-Kuiuea. Reise-Notizen von E. T. (1904). (Fortsetzung.) Nachdem wir ungewohnt stürmisches Wetter mit anhaltendem Donnern und Getöse und sündflutlichen Regen hatten, was der Kapitän vulkanischen Störungen auf den naheliegenden Inselgruppen zuschrieb, steuerten wir direkt auf Friedrich Wilhelms-Hasen zu, dem besten der bis jetzt bekannten Häfen in Deutsch-Neuguinea, wo wir am Pier anlegen konnten, nachdem unser Schwesterschiff „Prinz SBalbemar", das Tags zuvor von Singapore dort eingetroffen war, uns durch Ausdampfen in die hübsch von Inseln umgrenzte Bucht Platz gemacht hatte. Neu-Guinea ist die größte Insel der Welt und nach Quadratkilometer zirka IVsmal so groß wie Deutschland. Das nordöstliche Viertel, gut halb so groß wie Preußen, wurde durch einen Vertrag mit England im Jahre 1884 deutsch und später (bis 1899) durch die Neu-Guinea-Compagnie, einer Berliner Handels-Gesellschaft, verwaltet. Alsdann übernahm das Reich die Kolonie als „Friedrich Wilhelmsland". Der Südosten der Insel blieb englisch und steht heute unter der Kontrolle von Australien, während die größere noch wenig erforschte Hälfte zu Nieder- ländisch-JndieN gehört. Die Hauptansiedelungen im deutschen Teil sind diejenigen der Neu-Guinea-Compagnie, und zwar von Osten nach Westen gebend: Finschhafen, Stephansort, Friedrich Wilhelmshafen, Hatzselothafen, Potsdamhafen und Berlinhafen. Das Land ist mit dichtem Urwald bedeckt und von hohen Gebirgsketten durchzogen. Der Gesundheitszustand läßt zu ivünschen übrig, denn Malaria herrscht trotz Prof. Kochs gesundheitlichen Vorschriften fast in allen Häfen. In Friedrich Wilhelmshafen fanden wir im Bezirksamtmann। Herrn Assessor Stuckerdt (aus Kur Hessen), sowie in dem Administrator und den Angestellten der Neu-Guinea-Compagnie liebenswürdige und sehr gefällige Landsleute. Dem Herrn Bezirks- limtmann verdanken wir einen hochinteressanten Ausflug zur kleinen Insel Ragetta, deren oft bildschöne männl. Papua Bewohner - ihren Mangel an Kleidung durch reichlichen Schmuck ersetzen, :me z. B. Behang von Eberzähnen, Halsbänder von Hunde- - zahnen, Armringe aus geschliffenen Muscheln, Beinringe aus .ikokossaser mit 'Muschelbesatz, Ohrringe aus Schildpatt, einem Muschelstift durch die Nasenscheidewand, einem Knochendolch und slarbig gepuderten Haarwuchs. Anstatt der int Bismarck-Archipel »üblichen Lawa Lawa bedeckt ein Schamgurt aus Kokosfasern oder Waumrinde bei den Männern, — ein geflochtener kurzer FaserLeibrock bei den Weibern das Notdürftigste. Die Häuser ruhen auf Holzpfählen und stehen wirr durcheinander. Die Papuas unterscheiden sich von den Bismarck-Insulanern durch dunflere Hautfarbe. Jedes Dorf hat ein sog. Asa-Haus, welches religiösen Zwecken dient und wo die Masken uno andere beim Asa-Fest zur Verwendung kommenden Dekorationen aufbewahrt sind. Tas Asa- Fest der Papuas dürfte sich mit dem Duk Duk-Tanz auf dem Bismarck-Archipel vergleichen lassen, denn es soll die gleichen Geheimtuereien bedingen wie dieser und ist nur Eingeweihten männlichen Geschlechts zugänglich, den Weibern und Kindern aber ein Schrecken. Das Quantum Schweine, Taro, Yams rc., das dazu abgeliesert wird, spricht dafür, daß es sich mehr um einen fröhlichen Scbmaus als eine feierliche Bedeutung handelt. Die Papuas auf Neu-Guinea bearbeiten nur ihre eigenen Taro- und Poms-Felder; der Weiße muß sich für seine Plantage auswärtige Insulaner anwerben; so muß sich die Neu-Guinea-Com- pagnie ihre Plantagenarbeiter aus dem Bismarck-Archipel und den Salomons-Jnseln retrutieren. Eine interessante Ruderfahrt den von den herrlichsten Palmen und einem dichten Urwald beengten Jomba-Fluß hinauf führte uns zu der Tabakpflanzung der Neu-Guinea-Compagnie, wo uns der östreichische Leiter in liebenswürdiger Weise mit Jnformattonen zur Seite stand. Ferner sahen wir Kautschuk- und Gummi-Bäume, Kokosnuß-, Kapok- imb Tapioca-Pflanzungen, vereinzelt auch Kaffee, Kakao rc. lieber Land kehrten wir per Ochsenwagen zum Hasen zurück und verbrachten noch einige bergirilgte Stunden mit unseren Landsleuten an Bord unseres „Sigismund", bis um 6 Uhr abends, am 17. März, der Anker gelichtet wurde. Von der Vogelwelt aus Neu-Guinea ist zunächst der vielbekannte Paradiesvogel zu nennen, der auf der Rückseite des Neu-Guinea Silbergeldes (Ve, 1, 2 und 5 Mark-Stücke) geprägt ist. Die hübschen 10 und 20 Mark-Goldstücke sind in Neu-Guinea kaum noch auszutreiben; leider sollen auch die schönen Silber-Mark-Stücke bis 1907 eingezogen und durch deutsche Reichs- -Markstücke ersetzt werden. Neu-Guinea ist auch berühmt durch seine prachtvoll farbigen Schmetterlinge, Käfer, Kakadus und Tauben. Von Friedrich Wilhelmshafen aus fuhren wir an der großen Vulkaninsel Dampier vorüber direkt auf Berlinhafen zu, wo wir am 19. März vor der Heinen Insel Tamara ankerten. Dort ist eine Station der deutsch-holländischen kathol. Mission vom heiligen Wort. Die freundlichen Patres zeigten uns das unter herrlichen Palmen und Kokosbäumen versteckte Missionshaus, die Kapelle, Schule rc. und ließen uns von 25—30 jungen braunen Kehlen das „Heil Dir im Siegerkranz" Vorsingen. Viele der kleinen Krausköpfe hörten auf deutsche Namen und verstanden etwas Deutsch. Die Eingeborenen sind ebenso faul wie ihre Nachbarn auf Neu-Guinea, und zur Arbeit müssen vom Bismarck- Archipel Leute herangcschafft werden, die mit Chinesen und Ma- lahen an diesen Gestaden die Kuli-Arbeit verrichten. Die Wohnungen lassen sich mit dem Strohdach eines Bauernhauses vergleichen, das auf 6—8 Fuß hohen Pfählen ruht und anstatt von Stroh mit Palmblättern bedeckt ist; ein Heiner Balkon wird, durch eine Leiter erreicht, und das Innere der niedrigen Stube ist ganz dunkel und „wohlriechend". Nach kurzer Rast fährt unser „Prinz Sigismund" Wetter nach der Jnfel „Seleo", der westlichsten Station der Neu-Guinea- Compagnie, wo eine Kokosnußplantage für etwas Copra-Fracht sorgt. Im Dorfe sowohl wie am Schiff, das von vielen Heinen Booten umschwärmt ist, die meist aus einem hohlen Baumstamm gezimmert sind, entwickelt sich ein' lebhafter Tauschhandel. Hunde- unb Eberzahnketten, Knochendolche, Steinbeile, Paradiesvögel oder nur Federn desselben werden gegen Geld oder gegen Messer, Tabak alte Neisemützen rc. eingetauscht. Nach vierstündigen: Aufenthatt sagten wir auch diesem letzten Anlegehafen in Deutsch-Neu-Guinea Lebewohl, und damit schloß der Aufenthalt in einer der interessantesten Tropengegend des deutschen Südseebesitzes. Dem Norddeutschen Lloyd verdanken wir die Einrichtung, daß Retourbillete von Europa nach Australien entweder auf der Hinreise oder der Rücksahtt zur Benutzung der Sttecke Colombo-Singapore-Neu-Guinea-Sydneh berechtigen, und diese Route ist bei Touristen und Geschäftsreisenden beliebt. Ehe Neu-Guinea für Deutschland das wird, wasNiederländisch-Jndienfür Holland, die Stratts, Ceylon rc. für England sind, können wohl 5 0 Jahre oder mehr dahingehen. Inzwischen hat es Opfer, wie Otto Ehlers, Landeshauptmann von Hagen, und manche andere bewährte Landsleute gekostet, und es werden wohl noch mehr der b e st e n Kräfte — durch Fieber oder durch Eingeborenen-Ueberfälle — fortgerafft werden; doch wer den üppigen Naturreichtum gesehen hat, kann sich nicht des Eindrucks entziehen, daß das Land dereinst ein b lühender Kolonialbesitz werden kann, wenn erst die Eingeborenen zur Arbeit auf eigenem Grund und Boden gebracht sind und sich ihre Lebensbedürfnisse steigern. (Schluß folgt.) * Preßburg, 1. Juni. Der bekannte akademische Maler Edmund Moisch ist, 60, Jahre all, gestorben. Steuern in Bayern. Die bayerische Abgeordnetenkammer hat gestern, am 1. d. M., den Gesetzentwurf über die provisorische Erhebung eines Zuschlages der Gebühren und Erbschaftssteuern an den Ausschuß zurückverwiesen, weil der Finanzminister nach Ablehnugg der Gebührenerhöhung um 20 Prozent bei einem Besitzwechsel bei einer Gegenstandssumme von mindestens 60 000 Mk. (Ausschußantrag) den Antrag stellte, die Progression des Zuschlages bei Gegenständen im Werte von 200 000 Mk. (ebenfalls Ausschußantrag) fallen zu lasten und den lOproz. Zuschlag zu Mutationsgebühren (Besitzveränderungsgebühren) gleichmäßig bei allen Objekten von über 50 000 Mk. Wert zu bewilligen. Die Regierungsvorlage hatte ursprünglich 20 000 Mk. als niedrigsten Wert festgesetzt, während die Klerikalen im Interesse der Bauern die Werte auf 50 000 und 200 000 Mk. erhöht haben. Die Englisch-Französische Konvention im englischen Unterhaus. Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen EarlPercy beantragte gestern, am 1. Juni, zweite Lesung der Vorlage betreffend die englisch-französische Konvention und erklärt, die Vorlage ermächtige zu einer Gebietsabtretung in «Westafrika und einer Geldenrschädigung bezüglich der Neufundlandfischerei; diese Ermächtigung sei notwendig, um die Bedingungen der Konvention zu vollziehen; er setzt die Bedingungen auseinander und verteidigt die Politik der Regierung in Bezug auf Marokko. Was den Suezkanal anbetrifft, so sei der gegenwärtigen Suczkon- vention nur neue Lebenskraft gegeben. Die Konvention sei wegen des 1885 seitens Englands gemachten Vorbehalts niemals in Kraft getreten. Wir haben, sagt der Redner, jetzt unsere Annahme der Konvention wieder bestätigt und die Bedeutung unseres Vorbehalts klar gemacht. Wir haben die Zustimmung Frankreichs zu unserer Behauptung erhalten, daß wir den 1885 übernommenen Verpflichtungen treu bleiben. Wenn wir fortfahren, gemäß den so von uns aufgestellten Grundsätzen zu handeln, so ist kein Grund vorhanden, anzunehmen, daß andere Mächte sich weigern würden, unsere Loyalität bezüglich dieser Verpflichtungen anzuerkennen, wie Frankreich es getan hat. Der Wunsch der beiden Parteien während der ganzen Unterhandlungen war nicht, zu sehen, wie wenig sie einander zugestehen, sondern wie weit sie sich in ihren gegenseitigen Ansichten entgegenkommen könnten. Was Egypten und Marokko anbetrifft, so haben wir nichts aufgegeben. Im Gegegenteil in Marokko, wo wir bedeutende Opfer zu bringen scheinen, erzielen wir tatsächlich einen bedeutenden Gewinn. Unsere einzigen politischen Interessen in Marokko sind strategischer Natur und diese Interessen werden durch die Konvention noch mehr gesichert. In Egypten hat Frankreich viel auf- geaeben und es ist kein Grund zur Annahme, daß andere Machte Schwierigkeiten erheben werden. Die Regierung hat dem Hause die Konvention nicht als Tauschhandel, sondern als internationale Urkunde vorgelegt, welche denjenigen staatspolitischen Zweck erreichen wird, den die Führer der beiden Parteien Englands zu erreichen wünschten. Die Konvention ist ein großer Schritt nach der Richtung, in der nach dem Wunsche aller England gehen soll. Die einzige sichere und vorsichtige Politik, die wir in Zukunft verfolgen können, ist eine solche der Konzentration und Konsolidierung der Verwaltung. Es ist ein Sieg der Diplomatie, daß die Schwierigkeiten so glatt erledigt wurden, und ich hoffe, daß die Zeit vorüber ist, wo der Erfolg einer Nation als notwendiger Weise nachteilig für eine andere Nation erachtet wurde. Ich hoffe auch, daß die Konvention ein Muster Hur Erledigung der Schwierigkeiten zwischen England uno anderen Nationen sein wird. (Beifall.) Earl of Grey h^ißt die Konvention willkommen und sagt, er hoffe, daß die Entwickelung der englischen und französischen Kolonien in Afrika von einer entsprechenden Entwickelung freundschaftlicher Beziehungen begleitet sein werde. Eampbell-Bannermann spricht gleichfalls seine Zustimmung zu der Konvention aus. Premierminister Balfour erklärt: Im Laufe der Debatte wurde bemerkt, daß die Handelsbeziehungen in Marokko nur ein Menschenalter dauern sollen, aber ich bin überzeugt, daß die Diplomatie Europas mehr und mehr den Vorteil einer zeit- lichen Begrenzung von Verträgen erkennen wird, weil sie ihnen offenbar Stabilität gibt. Keine Regierung hat je besseren Abschluß mit einem Staat, der sich in einem Zustand wie Marokko befindet, gemacht. Bezüglich der in der Debatte zur Sprache gekommenen der französischen Flagge in Mascat und anderwärts ist es wahr, daß im vergangenen Jahre eine sehr schwierige Frage zwischen uns und der französischen Regierung entstanden rst. Ich bin erfreut sagen zu können, daß unter Zustimmung beider Regierungen diese Frage dem Haager Tribunal zur Entscheidung überwiesen ist. (Allgemeiner Beifall.) Ich bin völlig außer stände, der Behauptung Sir Charles Dilkes, daß der Vertrag ein vollständiger Umsturz der äußeren Politik Lord Salisbury's sei, beizupflichten. Dilke hat gesagt, der Vertrag sei unvereinbar mit irgend einer militärischen Allianz mit Deutschland. Ich habe aber nie gehört, daß eine solche Politik von irgend einer Partei angeregt worden sei, und sie bildete sicherlich keinen Teil der Politik Lord Salisbury's. Ich bestreite, daß das, was geschehen ist, unvereinbar ist mit einem freundlichen Abkommen mit Deutschland oder mit irgend einer anderen Macht. Oesterreich-Ungarn. Die Oesterreichische Delegation nahm das Budget für Bosnien und die Herzegowina an. Im Laufe der Debatte bemerkte Reichsfinanzminister v. Burian gegenüber Licht, Bosnien besitze bereits zwei Eisenbahnverbindungen mit D a l m a t ie n, die dritte sei gesetzlich sicher gestellt. Ein namhafter Teil der beförderen Frachten komme aus Oesterreich und gehe nach Oesterreich. Die beiderseitigen Regierungen hätten übrigens ein gewichtiges Wort bei jeder neu zu erbauenden Bahn mitzureden. Der Redner tritt der Legende von einer künstlichen Züchtung der Industrie entgegen und weist nach, daß für alle zurzeit dort bestehenden Industrien die natürlichen Voraussetzungen durchaus vorhanden sind. Die östreichische Delegation nahm ferner das Marinebudget sowie den außerordentlichen Kredit von 75 Millionen an. Marinekommandant Frhr. v. Spann führte im Laufe der Debatte aus, er glaube nach den von dem Kriegsminister gegebenen Aufklärungen über die Notwendigkeit der Forderungen für das Heer und die Marine sich auf fachmännische, die Kriegsmarine 'betreffende Erklärungen beschränken zu können. In ungefähr anderthalb Jahren werde die Kriegsmarine wieder auf den Stand, welchen sie in den siebziger Jahren gehabt, kommen. nämlich aus elf Panzerschiffe. Ferner veavFchnge ote wca- rineverwaltung Neubeschaffungen für die Torpedobootsflottille, wovon nur noch sechs Boote brauchbar seien. Bei dem bisherigen Tempo waren elf Jahre zu der Erneuerung der Flotte nötig gewesen. Außerdem müsse für Herstellung von Annäherungshindernissen im Rayon von Pola gesorgt werden, besonders, da der russisch-japanische Krieg wieder gezeigt habe, daß verankerte Schiffe ohne das Vorhandensein von Annäherungshindernissen einem kühnen feindlichen Angriffe zum Opfer fallen können. Deutsches Keich. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser unternahm heute morgen einen Ausritt nach dem Tiergarten und hörte später im königl. Schlosse den Vortrag des Chefs des Zivilrabinetts. — Der Kaiser hat, wie die „Kieler N. N." melden, den Chef der Marinestation der Ostsee, Prinzen Heinrich von Preußen, mit der Anordnung der für den Emvfang des Königs von England und der englischen Kriegsschiffe M treffenden Maßnahmen beauftragt. Das Einlotsen der Schiffe von Holtenau aus erfolgt am Samstag den 25. Juni nachmittags durch den Stationschef und Torpedobootskommandanten der deutschen Flotte. Auf der südlichen Schleuse von Holtenau wird eine Ehrenkompagnie de? ersten Seebatoillons Aufstellung nehmen. Beim Verlassen der Schleuse durch die königliche Jacht feuern die deutschen Kriegsschiffe Salut. — Unter Teilnahme des Kaiserpaares und des Kronprinzen fand heute mittag in der englischen St. Georgs-Kirche im Montbijou-Park die Trauung von Fräulein Florence C. Lascelles, der einzigen Tochter des englischen Botschafters Sir Frank Lascelles, und Herrn Cecil R. Rioe, ersten Sekretär der englischen Botschaft in Petersburg, statt. — Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, ist der diensttuende Flügeladjutant des Kaisers Major Freiherr v. d. Wenge, Graf Lambsdorff, als Nachfolger des Majors Frhrn. v. Luettwitz zum Militärattachee in Petersburg ausersehen. — Der Ph'lologe Professor Stephan W ä tz o l d t, Vortragender Rat im Kultusministerium, ist gestern gestorben. Hamburg, 1. Juni. Den „Hamb. Nachr." wird mitgeteilt, der König von England werde am 26. Juni von Kiel nach Hamburg kommen, um dem deutschen Derby beizuwohnen. — Der Lloyddampfer „Aache n" ging heute nachmittag 5 Uhr mit dem Truppentransport, bestehend aus 12 Offizieren, 3 Portepeeunteroffizieren, 177 Unteroffizieren und Mannschaften und 289 Pferden, nach Deutsch-Südwestafrika ab, nachdem er vom General v. Bock verabschiedet worden war. Braunschweig, 1. Juni. Der braunschweigische Land- t a g nahm bei Beratung des Gesetzentwurfes über die gemeingefährlichen Krankheiten einen Antrag des Abgeordneten Proseffor Blasius an, demzufolge Geschlechtskranke zwangsweise einem Krankenhause zugeführt werden können. Ausland. Haag, 1. Juni. Die Haager Konvention von 1902 über das internationale Familienrecht (Ehe und Ehebruch, Trennung von Tisch und Bett, Vormundschaft) wurde heute von Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien und Schweden ratifiziert. Wien, 1. Juni. Der kaiserlich-königliche For st- Kommissär Hoffmann hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Forstwissenschaft an die Universität Tokio erhalten. Er hat bereits Folge geleistet. Hoffmann wird seine Vorlesungen dort in deutscher Sprache halten. Petersburg, 1. Juni. Fürst Dolgoruki, der s. Zt. als Kandidat für den bulgarischen Fürstenthron genannt wurde, erwartete L a m s d o r f f auf einer Promenade und fügte ihm eine tätliche Beleidigung zu. Man glaubt, daß Dolgoruki von rein politischen Motiven beeinflußt war; im Publikum herrscht nämlich Verstimmung gegen Lambsdorff, weil angeblich durch seine Schuld die Nachricht vom Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Japan zu spät nach Port Arthur gemeldet worden ist, sodaß die Russen dort durch den japanischen Tor- pedoangriff überrascht wurden. In diplomatischen Kreisen verlautet dagegen, daß die Politik in dieser Affäre nur eine untergeordnete Rolle spielt. — Diese französische Nachricht wird im Auswärtigen Amt entschieden bestritten. — Die auf den 2. Juni festgesetzte Nationalfeier der Enthüllung des Denkmals für den Komponisten Glinka ist auf Befehl des Kaisers wegen des Krieges verschoben worden. Santiago de Chile, 30. Mai. Die Kammer wurde mit einer Botschaft des Präsidenten Riesco wieder eröffnet. Die Botschaft hebt hervor, daß die vollkommene Herzlichkeit der internationalen Beziehungen des Landes zur Erleichterung der Heereslasten und zum Verkauf von Panzerschiffen führte. Der erzielte erfteuliche Ueberschuß werde zur Verbesserung der Hafenanlagen, namentlich von Valparaiso verwendet. Das Jahr 1903 ergab einen Ueberschuß von 16 036 000 Pesos. 1904 werden sich die Ausgaben auf 140, die Einnahmen auf 159 Millionen Pesos belaufen. Der Ueberschuß von 1903 werde am Jahresschlüsse von 1904 zur Papiergeldeinlösung' verwendet werden. Das Budget für 1905 weist 120 Millionen Pesos Einnahmen, 98 Millionen Pesos Ausgaben auf. Rio de Janeiro, 1. Juni. Brasilien kündigte den Handelsvertrag von 1891 mit Peru. Es gehen andauernd brasilianische Truppen nach der Grenze ab. 6000 Mann sind bei Altojurua konzentriert. Aus Htadt uni) Hand. Gießen, den 2. Juni 1904. * * Der Fackelzug derStudentenschaft zu Ehren von Prof. Dr. Pfannen stiel findet, wie ein Anschlag am schwarzen Brett bekannt macht, wegen der auf Freitag, den 3. Juni, 5 Uhr nachmittags festgesetzten Beerdigung des sind. Theodor Becker nicht statt; Herr ProfessorDr. Pfannenstiel glaubt, ihn auch später nicht mehr entgegennehmen zu sollen. Dem Ausschuß der Studentenschaft spricht der Rektor im Auftrag von Professor Dr. Pfannenstiel „dessen herzlichsten und aufrichtigsten Dank für die ihm zugedachte große Ehrung und zugleich sein Bedauern darüber aus, daß die Verhältnisse ihn zu diesem Entschluß genötigt habend * * Theologische Konferenz. Im „Reuen Saal- 6au" tagte heute die seit 1884 jährlich einmal versammelte Theologische Konferenz. Den Vorsitz führte an Stelle des nach Göttingen berufenen Profesiors D. Kattenbusch Professor D. Krüger. Rach der Begrüßung und der Erledigung der geschäftlichen Fragen erstattete Profesior D. Wiegand aus Marburg ein Referat über „Das apostolische Syinbol im Mittelalter". Sodann trug Pfarrer Dr. Dechent aus Frankfurt a. M. über „Herder und die ästhetische Betrachtung der heiligen Schrift" vor. An diesen Vortrag schloß sich eine Diskussion über die vorn Vortragenden gestellten Thesen. Rach Schluß der Verhandlungen fand ein gemeinsames Mittagessen statt. • * Vom Dünsberg. Die Wirtschaft auf dem Düns- berg bleibt, wie man uns mitteilt, diesmal am ersten Sonntag des Monats, 5. Juni, wegen anderweitiger Inanspruchnahme des Wirtes geschlossen. Dagegen wird am 12. Juni der Wirtschaftsbetrieb offen gehalten. R. B. Darmstadt, 1. Juni. Das hiesige Bismarck- dcnk Maikomitee hält heute abend unter Vorsitz des Herrn Overvurgermepier Morneweg ferne für oas taenrmai em> scheidende Sitzung ab. Es waren in der Bürgerschaft anläßlich der Ausstellung des Modells des Denkmals von Prof. Habich, das den eisernen Kanzler auf einen ca. 4 Meter hohen Granitsockel in Ueberlebensgröße mit einer Brunnenanlage auf dem Ludwiasplatz dargcstellt wissen will, zahlreiche Stimmen des Widerspruchs erhoben worden. Das Komitee beschloß heute abend fast einstimmig, das Denkmal doch an dieser Stelle zu errichten. Die Kosten desselben sind auf ca. 50 000 Mk. berechnet und auch bereits bis auf ca. 10 000 Mk. zusammen; die Errichtung des Denkmals soll so beschleunigt werden, daß es schon am Sedantag des Jahres 1905 i- feierlicher Weise enthüllt werden kann. sd. Darmstadt, 2. Juni. (Eigener Draht- bericht.) In Vertretung des Großherzogs ist heute vor- mittag der Obersthofmarschall General v. Westerweller zur Beisetzung des Großherzogs von Mecklen- burg-Strelitz nach Reu-Strelitz abgereist. Offenbach, 1. Juni. Den Spaziergängern und Passanten der Obermainstraße fiel gestern nachmittag gegen 3 Uhr ein hübsches junges Mädchen auf, welches in der Nähe der Oehler'schen Fabrik auf einer Bank am Maindamme saß und bitterlich weinte. Plötzlich lief das Mädchen ans Ufer hinab und sprang in den Main. Da die Tat von vielen Leuten beobachtet worden war, war Hilfe schnell zur Stelle; auch Soldaten aus der in der Nähe gelegenen Militärbadeanstalt suchten die Unglückliche zu retten. Es gelang aber erst nach etwa 20 Minuten, den im Wasser treibenden Körper zu finden und ans Land zu bringen, leider zu spät, da der Tod bereits eingetreten war. Bevor sie in den Strom sprang, hatte sie am Ufer ihr Portemonnaie und zwei Romanbücher (Das Waldröschen" und „Nach dem Zapfenstreich") niedergelegt. In dem Portemonnaie hinterließ sie einen Zettel mit Angabe ihres Namens und ihrer Wohnung. Die Unglückliche ist die 19jährige Marie Weydmann, Bismarckstraße 8 wohnhaft. Das Mädchen hatte in den letzten Tagen mehrfach Spuren geistiger Gestörtheit gezeigt. (O. Z.) Mainz, 1. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte der Oberbürgermeister mit, daß der verstorbene Herr Joh. SB eifert der Stadt Mainz eine Summe von 500000 Mk. mit der Bedingung hinterlassen habe, daß die Zinsen dieses Kapitals an arme Familien zur Verteilung kommen sollen. Vom Rhein, 28. Mai. Der Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs am Rhein wird seine erste konstituierende Versammlung am 6. Juni, 2 Uhr nachmittags, im großen Saale der städtischen Festhalle in Koblenz abhalten. Außer einer großen Anzahl Hotelbesitzer find fast alle Städte am Rhein beigetreten. Frankfurt, 1. Juni. Zum letzten mal versammelten sich heute die Teilnehmer des Tonkünstlerfestes im Saalbau, um dem dritten Orchesterkonzert beizuwohnen, mit dem die 40. Tonkünstler-Versammlung ihren musikalischen Abschluß fand. — Das Frankfurter Goethehaus erwarb für 5000 Mk. aus der Auktion Kürschner den gesamten Nachlaß von Maler Müller. Das weimarische Goethe-Archiv machte ein zu geringes Angebot. Kügelgens Goethebild kaufte für 10 000 Mk. ein Dresdner Kunsthändler. Vermischte». * Köln, 1. Juni. Bei einem über die Gegend zwischen Neuß und Grevenbroich gestern abend niedergegangenen Gewitter richtete eine Windhose in den Ortschaften Grefrath, Nemmerden und Lüttenglehn große Verwüstungen an. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, starke Bäume entwurzelt. Die Feldfrüchte sind vollständig niedergeschlagen. Der Schaden ist sehr groß. Unglücksfälle von Menschen sind bisher nicht gemeldet. * Stettin, 1. Juni. In Greifenhagen sind heute nacht sechs Wohnhäuser durch einen Brand eingeäschert worden. Das Feuer brach um 1^/, Uhr aus und konnte erst heute früh gelöscht werden. Bei den Rettungsversuchen sind zwei Feuerwehrleute verunglückt. * Elbing, 1. Juni. Die 20 Jahre alte BesitzerS- tochter Martha Neuber aus Schönborn, Kreis Pr.- Holland, wurde auf dem Heimwege von einem Kriegerfeste in Hermsdorf ermordet, nachdem an ihr ein Sittlichkeitsverbrechen verübt war. Die Behörden glauben dem Täter auf der Spur zu sein. * Nizza, 1. Juni. Aus dem Nachtzuge, der am 26. Mai um 10.40 von Nizza nach Paris abgeht, wurde bei Antibes ein Depeschensack, in den drei Säcke mit eingeschriebenen Briefen eingeschlossen waren, gestohlen. Der zweifellos dem Postsache angehörige Dieb hat sich in dem Waggon, in welchem bloß zwei Fächer von der Post benützt werden, offenbar versteckt; er hat mittels falschen Schlüssels das eine Fach geöffnet und den für Marseille bestimmten Depeschensack hinausgeworfen. Er stieg dann in Antibes aus, löste postgemäß die Schnüre, nahm fast alle Wertpapiere und ließ die Säcke und Depeschen dort liegen, wo sie am 27. Mai morgens gefunden wurden. * Taiu, die Kaiserin von Abessynien, wird nach der „Frkf. Ztg." mit einem glänzenden, aus zweihundert Personen bestehenden Gefolge im September eine Pilgerfahrt zum heiligen Grabe in Jerusalem unternehmen. Sie wird in dem bis dahin fertiggestellten neuen abessynischcn Kloster in Jerusalem wohnen. Es ist zum erstenmale, daß ein Mitglied des abessynischcn Herrscherhauses sich in das gelobte Land begibt. Die hier weilende aethiopische Mission hängt mit der Reise der Kaiserin zusammen. Die Mission wurde heute vom Großwesir empfangen. Die der Mission angehörigen Geistlichen erschienen hierbei im großen Ornat und mit einem goldenen Kreuz von auffallend großen Dimen- sionen auf der Brust.________ Sport. London, 2. Juni. Tas gestrige Derbyrennen tr. Epsom sand bei einem furchtbaren Gewitter statt. Es war vor ungeheuren Volksmassen besucht. Aus der großen Tribüne befanden sich der König, der Prinz von Wales und die übrigen Mitgliede: des Königshauses, die Parlamentsmitglieder, die Spitzen de-: 'Adels und der Finanzwclt. Den Sieg trug Leopold von Rotd schilds „Saint Amant" davon. Der Preis betrug 130 000 M_k Arbeiterbewegung. Stettin, 1. Juni. Sämtliche Seeleute sind heute i den Ausstand getreten, weil ihnen ihre Forderungen ans Erhöhung der Monotsheuer und Regulierung der Arbeitszeit nicht bewillig: wurden. Telephonischer Kursbericht. Danksagung Herrn Christian Nickel 4862 Giessen, den 2. Juni 1904. 03147 Gießen, den 2. Juni 1904. Gießen (Neuenbäue 12), den 2. Juni 1904. 4863 ü( Giessen. Juni 1904. Alzey. c. Gros. 4864 t Der Borstand. 4849 4780 empfiehlt a. b. . 100.70 100.00 . 99.15 . 103.30 . 60.60 . 60.00 30/n Mexikaner . . 4,/$% Chinesen Electric. Schuckort . Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handols^e». Oostorr. Staatabahn , Lombarden . . , Gotthardbahn . . . Lanrahüttc . . . , Bochum..... Hurpenor . Tendenz : fest. Reichsanleihe do. Konsole . do . . Hessen Oberhesson sagen wir allen auf diesem Wege, insbesondere Herrn Pfarrer Schwabe für die trostreiche Grabrede, dem Kriegerverein und Geselligkeitsverein, nebst den Arbeitern für die dem Verstorbenen erwiesene letzte Ehre, sowie für die zahlreichen Blumenspenden unseren herzlichsten Dank, da es uns nicht möglich ist, Jedem einzeln zu danken. erein zur Hebung wird seine erste ton« , 2 Uhr nachmittag;, Halle in Koblenz ab- hotelbesiher sind fai; Die Beerdigung findet Freitag den 3. Juni, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Bienenhonig per Pfund inclus. Glas 1,10 Mk. (Garantie iürreinenBliitenhonig.) Versandt nach auswärts. |4815 J. G. Wig. Fauldrath, Kirtorf, Oberh. Petersburg wird ein dreitägiges Gefecht bei Sumentse gemeldet, nach welchem sich die Russen zurückzogen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem unerwarteten Hinscheiden unseres innigst geliebten, unvergesslichen Sohnes, Bräutigams, Bruders, Schwagers und Onkels W6% 80/n SV,% 30/n S*/8°/n Juni. . 26.40 . 87.30 . 106.20 . 102 00 . 201.80 . 187.00 . 138.00 . 151.20 . 152.90 . 136.70 . 17.20 . 190.75 . 242.00 . 192.25 . 199.50 zten mal versammelter stlerfestes im Saalbeizuwohnen, mit ber. t musikalischen Abschluß chehaus erwarb siir den gesamten Nach? narische Goethe-Arch [gcn§ (Mtybilb taufte iblet. Verantwortlich für die gesamte Redaktion: I. V.: A u a u st G 0 e tz. Heugras - Versteigerung der Stadt Gießen. Ncnette Metdunue». Originaldrahtmeldnnaen des Gießener -lnzeigers. Berlin, 2.Juni. DaS LharlottenburgerSchiller- Theater-Projekt ist von der Stadtoerordneten-Versamm- lung und dem Magistrat endgiltig genehmigt worden. Die tieitrauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Familie Johannes Nickel. . .77^-//- , • TV«-. . ■■ " Wien, 2. Juni. D«n LemDerger Blatt „Stowo Polski" wird aus Charkow berichtet, daß dort jungst bei dem Transport von Reservisten nach dem ost asiatischen Kriegsschauplatz sich schreckliche Szenen absprelten. Die Reservisten mußten gewaltsam in die Waggons gedrängt werden, da sie sich weigerten, diese zu besteigen. Ms der Zug dann abgehen sollte, warfen sich die Frauen der Reservisten auf das Bahngeleise und wollten den Zug nicht abgehen lasten. Nachdem sie mit Gewalt entfernt waren, warfen sich 16 Frauen nochmals vor den bereits fahrenden Zug auf das Geleise. Mehrere wurden von der Lokomotive zerm alm t, andere schwer verletzt. Wien, 2. Juni. Der Dichter Martin Greif ist an Nieren-Entzündung erkrankt und gleichzeitig von seinem alten Augenübel heimgesucht worden. Petersburg, 2. Juni. Nach einer Hcraldmeldung weiß man in Petersburg absolut nichts von einem für die Russen ungünstig verlaufenen Reitergefecht. Dagegen werden Einzelheiten über das Reitergefecht bei Va- fangon bekannt, wo unter der Führung des Obersten Kaschutis die Kosaken sich auszeichneten. Die Japaner hätten 200 Tote auf dem Gefechtsfclde gelassen. Tokio, 2. Juni. Nach einer Meldung der „Central News" schlug General Kuroki in einer großen Schlacht bei Sumentse Kuropatkin. Die Russen verloren mehrere Kanonen und gaben ihre Stellung bei Haitscheng auf. Aus Um möglichst während der Saison in helle» KM-Lmenschimen vollständig zu räumen, habe die Preise derselben ganz bedeutend reduziert. 8 Schirmfabrik N. Levi. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer innigst geliebten Gattin und Mutter, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir tiefgefühltesten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Fischer. Donnerstag den 9. und Freitag den 10. Juni 1904, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Donnerstag den 9. Juni 1904: an Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädter Feld, vormittags 107, Uhr in der Restauration von Melchior Schäier Wwe.» Grünbergerstraße 6, von den Wiesen im Heegstrauch, in der Stephansmark und im Rußland, nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen im Fürstenbrünnen, im Wiesecktal und von 2 Hospitalwiesen, sowie 2 Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, und um 5 Uhr von zirka 20 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. 129.40 47.20 43.20 ' . . 101.85 . . 90.20 . . 101.80 . . 90.05 . . 99.65 4% Oesterr. Goldrente . 4i/t% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . 4O/o Italien. Rente , . 4*/2 % Portugieser , . 80/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 419o äussere Arronh'n'v- Fraukfnrt a. 3., 2 Fchichenverein. Am Donnerstag den 9. Juni d. I., abends 9 Uhr findet im Schützenhause eine ußrmkitl." ' ' . Tages-Ordnung Ergänzungswahl des Vorstandes statt und bittet um recht zahlreiche Beteiligung Für die uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen 03159 herzlichsten Dank Schnnedemeüster K» Walther und Iran. Todes-Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser einziger, hoffnungsvoller, braver Sohn Theodor Becker stad. phil. im 20. Lebensjahre gestern morgen 91/, Uhr nach langem, schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden sanft verschieden ist. Die tieftraueruden Eltern: Philipp Becker. Margaretha Becker. -S-lt-eSREb» jLSW am Sain, at; ">»' As- ichM J“ teilen, tz 7 *T. ™ Wch, nb bringen, leider ■ T, 8eüor l'e in Portemonnaie und | \ und .lltach dein ! ortemonnaie siinterliex s und ihrer Wohnung, i me Weydmann, Bis. | n hQtte in den letzten i * gezeigt. (O. Z.) 8 n Sitzung der Stadt, oeister mit, daß dee Stabt Mainz eint l Bedingung hinteclasicn. an arme Familien Statt besonderer Anzeige. Elly Engel Phil. Gebhard Verlobte. 4856 itrige „ ml v »SM Schönheit und Jugendfrische und Reinheit der Haut ist das stets sichere Ergebnis des täglichen Gebrauch der auch für die zarteste Kinderhaut an Milde und Feinheit unerreichten, seit Jahren viel tausendfach bewährten in Apotheken, Drogerien, Parfümerien Mvrrhnli und Friseurgeschästcn erhältlich. J 1 * I1V11U Akyrrholin-Glucerin Tube 50 Psg., bester Hautcreme, nicht fettend. Myrrholin-Puder M. 1 verhütet u. beseitigt Wundsein. 4844 Donnerstag den 14. Juli 1904, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des August Hofmann I. und dessen Kindern Emma und Otto Hofmann stehende Grundstücke der Gemarkung Gießen: 1/1254 7/10 — 371 qm Hofraite in der Wetzsteingasse, l/1255l/io — 33 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend (jedoch nur der dem August Hofmann I. zu- stehende Anteil daran) versteigert werden. Gießen, 1. Juni 1904. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Saatumis Simons-Arot ' stets frisch bei 4647 I. M. Schulhof. Eberh. Metzger. tzSien, 1. FuM. Die Laae der Bauarbetter gtltaltet sich täglich günstiger, da die Zahl der Bauten, wo die Arbeit wieder ausgenommen wurde, in stetem Wachsen begriffen rst. Jetzt wird bereits an sieben Bauten weitergearbeitet, mchtsdesto- weniger hält der Weaziig der Bauarbeiter ans __ Israelitische Religionsgesellschaft. Hottesdienst. Sabbathfeier am 4. Juni 1904. Freitag abend: 8.00 Uhr. Samstag vormittags: 8.00 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9.20 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 8.00 Uhr. Freitag den 10. Juni 1904: d. von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzeumorgen, Utersbrunnen und Altentisch, e. nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, f. nachmittags x/23 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Bufeck, g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck. Die Zusammenkunft ist am 9. Juni am Neustädtertor, am 10. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu Ia^e^en^ ben 2, Juni 1904. 4857 Großherzogliche Bürgermeisterer Greßen. Mecum. Giessener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 3. Juni 1904: Zeitweise windig, zeitweise heiter, bei kalter Nacht tags Temperatur wenig verändert, noch stellenweise geringe Regenschauer. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatur der Lahn und der Luft am 2. Juni 1904. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 16°, Lust 21°. Albert Rübsamen. t b« VvWn , den Ochchchm M oße Verwüstungen abgedeckt, stark! rückte sind vollstackz hr groß. Unglückssäll! [bet. jsenhagen sind W nenBrand eingeasch-'. Ihr ouS und konnte er i Rettungsversuchen > :gL «He i ZchönbE *1 m ih- -i" *3 en glauben dem -u-l m Rachtzuge, der ° P°-is ;n drei Sacke nut J tatd 5** unten«!* .MB Mn 1 ist ium. ' sich in ,lenke Jlf bet* ange"v * t0|en Kerbel 9 Lw IZur Saison! Beste Lawn-Tennis- Schlägerund-Bäll,, Reis- vud Federball- Spiele, Gummi-Bälle >9 Turnapparate, Ringschaukeln, 4861 Croqnets, Sportwagen für Kinder und Puppen, starke Leiter-und Kastenwagen, Schubkarren, Kinderstühle, Wmfier-M Brotbüchsen, Gartengeräte in großer Auswahl. J. jl. führ, Sonnenstrahe 25. Dr. Bötticher s knthaarmiMittel entfernt sofort alle lästigen Haare. Fl. Mk. 1.50. Allein ed)t: Ph. 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St. äS-** gi i »>««' * De«cS in 1 Sie neuse^ ta|A täti Sri&i ^evisionsangeleM F* 58 Äe ÄS' .f' sichtet -Iber !- Kntelheiten: Der Rat Ifttagt, die Angelegen k^rimschis vor dem -Er m ziehen. Ta Malm Spuren der Bestechung Ministeriums finden rot Suremt und sah hier zu fcamit beschäfttgt h)( ungen und sonstige Mk die ff-rage Athalins < daß er in bet Revision erscheinen müsse unb i Aussagen in Einrl ist da, wo d'Antriche \ lesen: „als Reisekosten „Austerlitz übergeben 2 iragungen fallen mit i im August 1899 zusan Lchriftsckäe seien, für wurden, b'Autriche toi Athalin fragte weiter, für die falsche Zeuget zahlt worden seien- t die Verwendung der 1 wurde nun eine Unter, des tyniptmann# Fran vor kurzem dem Nachri angehört hat- Ter Bri ben d'Auttiches, in to* mahnt wird, da der $ sehr genau untersuch lautete, daß er, um werde. - Wie die N d'Autriche die ihm zu bei Zeit begangen, l^allifet weigert sich, 1 t'5 sei ihm sehr lieb, ben, da er dann vor uni) dort Erklärunge könnte. Gegen d'A Fälschung Öffentli msterpräsident Coml . Stiinbet, daß außer vsslzier verhaftet wo lus'Afsme in absehb IPielen. ßrtrülionzerL des I^eater- un ®enn wir uns Tn FFä iihlr^tautlnann als 'N Ätl5 « Itt tos a cahi -vh"'it?nuetqe,Qng" biejer !,r;s ”etten: raten, Serbien h3e,t sich bäht ual °r allem K, Schuber de ^te n cn 61,0 'wie „’ ^ore : ^ster Icho der a't.mclr‘ ' s^libe syse», bat, tCi rQller'f(fieh ' welL^ bekamen / MiLi