Nr. 102 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener ZamlllenblStter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der Ehesache Landwirt" erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger Montag 2. Mai 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brüh loschen Universttätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.^ Tel. Nr. 5L Tetegr.-Adr. i Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. Die Heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten. per Krieg zwischen Japan und Ziußkand. Mukden, 1. Mai. Eine japanische Abteilung von 1500 Mann mit 12 Geschützen überschritt am 29. April den Jalu bei Ambikko. Eine russische Abteilung unter Oberstleutnant Gousew in Stärke von zwei Kompagnien, drei Sotnien und zwei Gebirgsgeschützen wurden von an- haltendem Feuer der japanischen Artillerie empfangen und iOfl sich in voller Ordnung auf die hinter ihr liegenden verstärkten Stellungen zurück. Auf russi sch er Seite wurden vier schwer verwundet, einer leichtverletzt; nach den am 29. April eingegangenen Meldungen empfing eine russische Abteilung, bestehend aus dem 220. ostsibirischen Schützenregiment, einer Abteilung Jägern vom 10. und 12. Regiment mit zwei Geschützen unter Oberstleutnant Lind, Befehl, die Japaner bei Lisawan und Choussan anzugreifen. Die feindliche Abteilung, bestehend aus zwei Bataillonen des 4. Garderegiments mit einem Gebirgsgeschütz und wenig Kavallerie, wurden gezwungen, die besetztenAnhöhen zu verlassen. Der Feind hatte 6 Tote und 26 Verwundete, er ließ 10 Gewehre und viel Schießbedarf zurück. Auf russischer Seite wurden zwei Schützen getötet und dreizehn verwundet. Eine von den Japanern geschlagene Pontonbrücke nördlich von Widschu wurde durch russisches Artilleriefeuer unbrauchbar gemacht. Deutsches Reich. Berlin, 1. Mai. Ein Aufenthalt des Kaiserdaares ist, tote die „Germania" hört, in Schloß Ur* ville für die nächste Zeit nicht geplant, da dort der Gesundheitszustand nicht gut ist. Dagegen werden sich der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise demnächst nach Homburg vor der Höhe zum längeren Aufenthalt begeben. Für später ist auch Uoch Wilhelmshöhe bei Kassel als Aufenthaltsort in Aussicht genommen. — Der Seniorenkonvent des Reichstages versammelte sich heute zu einer Plenarsitzung und einigte sich dahin, daß die Beratungen bis Mittwoch vor Pfin gftett fortgesetzt und nach Pfingsten wieder ausgenommen werden sollen. Vor Pfingsten sollen mindestens der Etat und die Reichsfinanzreform in zweiter und dritter Lesung erledigt worden. Nach Pfingsten würden die Gesetze an die Reihe kommen, welche von der Regierung als dringend bezeichnet werden und eine Beschlußfähigkeit nicht nnbÄüngt voraussetzen, so das Reblausgesetz, bte Münznovelle und eventuell die Eisenbahnvorlagen für die Kolonien und Kaufmannsgerichte. Karlsruhe, 1. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin verbrachten den gestrigen Abend bei den erbgroß- herzoglichen Herrschaften. Gegen halb 10 Uhr erschien der Gesangverein „Liederhalle" und trug eine Reihe von Volksliedern vor. Der Kaiser zog darauf den Vorstand in ein längeres Gespräch und äußerte u. a., das Volkslied wäre das schönste, was die Männergesangvereine pflegen könnten. Er glaube, durch das Sängerfest in Frankfurt a. M. habe die von ihm seinerzeit gegebene Anregung wette Verbreitung gefunden und sei auf fruchtbaren Boden gefallen. Die vorgetragenen Lieder hätten ihm besser gefallen als die Gesänge, die er auf seiner Reise im Auslande M hören bekommen habe. Die Karlsruher Liederhalle könne sich den besten deutschen Männergesangvereinen zur Seite stellen. Die Abreise des Kaiserpaares nach Mainz erfolgte heute vormittag 91/» Uhr. — Der Kaiser hat dem Herausgeber der Süddeutschen Reichskorrespondenz und Chefredakteur der „Karlsruher Ztg.", Julius Katz, den Kronenorden 3. Klasse Verliehen. __ ____ Ausland. Marseille, 30. April. Im hiesigen Häfen traf das spanische Panzerschiff „Pelayo" ein und aus Rom langte Präsident Loubet auf dem Schiffe „Marseillaise" an. Der spanische Admiral begab sich an Bord der ^Marseillaise", uw den Präsidenten Loubet zu begrüßen. In seiner Ansprache betonte er, er schätze sich glücklich, dazu ausersehen zu sein, dem Präsidenten Loubet bei seiner Rückkehr von Italien die Grüße des Königs von Spanien zu überbringen. Präsident Loubet erwiderte, er sei von der Aufmerksamkeit sehr angenehm berührt und bitte den Admiral, dem König seinen Dank zu übermitteln. Darauf war ein Frühstück, bei dem Loubet auf die Gesundheit des Königs von Spanien und auf das Wohl der spanischen Flotte trank. Am Abend hat der Präsident an den König von Italien eiu Telegramm gerichtet, in dem er nochmals seinen Dank für den ihm in Italien zuteil gewordenen Empfang ausspricht und seinen Gefühlen Ausdruck gibt. Sogleich erwiderte der König mit einer Depesche, in welcher er nochmals seinen Dank für den Besuch Londets ausspricht. Mit ihm werde das ganze italienische Volk die angenehmste Erinnerung an diesen Besuch bewahren. Bern, 1. Mai. Der heutige Demonstrationstag der Berner Arbeiterschaft zählte etwa 2400 Teilnehmer. An der Spitze gingen russische Studenten und Studentinnen mit der Standarte: „Es lebe der Frieden! Nieder mit dem russischen Absolutismus!" Eine andere Aufschrift !d!er Russen lautete: „Meder mit den Mördern von ~ Beratung des städtischen Aoranschlags 1904/05. Sitzung der Stadtverordneten. (Fortsetzung.) Gießen, 29. April. Die Erwiderung von Oberbgm. Mecum auf die Vergleichungen des Stadtv. Haubach über die Entwicklung der padt. Finanzen legte Folgendes dar: Bei den städtischen Gebäuden hat sich das Verhältnis von Einnahme und Ausgabe derart verbessert, daß die Ausgaben, die 1898 42 Proz. der Einnahmen betrugen, im Jahre 1902 auf 33hg Proz. der Einnahmen herabgingen. Bei den Grundstücken sind die entsprechenden Zahlen 36Vs bis herab auf 32 Proz. „Wald" erforderte 1902 20 500 Mk. mehr Ausgaben und brachte 6000 Mk. weniger Einnahmen als 1898. Daran ist schuld, daß früher zu viel Holz geschlagen wurde, weshalb jetzt große Flächen wieder auf- geforstet werden müssen. Der Erlös aus Holz ist um 8000 Mark herunter gegangen, während Mehrausgaben erforderlich waren bei Gehältern 1400 Mk., für Holzhauerlöhne 7000 Mk., für Kulturen 9000 Mk., für verschiedene Ausgaben 1900 Mk.; dazu kam 1902 eine einmalige Ausgabe von 1200 Mk. für Instandsetzung und äußeren Verputz an dem damals neu erworbenen Forsthaus an der Licher- straße. Beim Gaswerk und Wasserwerk ist die Mindereinnahme nur scheinbar, weil die Beträge für Tilgung und Verzinsung der Schulden anders verrechnet wurden. Won 1898—1902 hat sich der wirkliche Ueberschuß des Gaswerks von 59 400 Mk. auf 70000 Mk. und der des Wasserwerks von 15400 auf 22800 Mk. gesteigert. Schlachthaus und Fleischbeschau stehen um 4000 Mk. ungünstiger, lediglich infolge oer Gehaltsregulierung von 1899 und des etats- mäßigen Ansteigens der Gehälter. Die Ausgabe für Märkte ist um 1100 Mk. gestiegen: infolge des stärkeren Auftriebes erfordert die tierärztliche Ueberwachung 650 Mk. mehr, und in der Zwischenzeit ist als neue Ausgabe die Unterstützung der Pferdemärkte mit jährlich 600 Mk. hinzugekommen. Die Ausgabe für die Volksschule und Fortbildungsschule ist um 44 000 Mr. gestiegen, wovon allein auf Gehälter und sonstige persönliche Ausgaben für den Unterricht 37 200 Mk. entfallen. Die höhere Mädchenschule stellt sich 3500 Mk. günstiger. Beim Realgymnasium und Realschule waren mehr erforderlich an städtischem Zuschuß an den Staat 5500 Mk., für bauliche Unterhaltung 7200 Mk. infolge der einmaligen großen Ausgabe für Erneuerung des äußeren Verputzes und Anstrichs und für Erneuerung von Fußböden. De ff ent- liche Feierlichkeiten erforderten 1902 einen erheblich höheren Zuschuß wegen des Jugendfestes und des Festes für die Immatrikulation des 1000. Studenten. Die Ausgaben für Denkmäler haben zugenommen durch das Kriegerdenkmal und dessen Wasserverbrauch. Für gemeinnützige Zwecke wurden 3000 Mk. mehr ausgege'ben, weil die Stadt das Defizit der Omnibusgesellschaft gedeckt hat. Die Länge der von der Stadt zu unterhaltenden Straßen hat von 1898 bis 1902 um rund 50 Proz. zu genommen. Iw gleichen Zeitraum wuchsen die Kosten ftir Straßenunterhaltung um 62 Prozent, für Reinigung um 35 Prozent und für Beleuchtung um 21 Proz. Mit Rüch ichk darauf, daß die hinzugekommenen Straßen nur chauffiert und meist breiter sind als die älteren, ist die Zunahme der Unterhaltungskosten mit '62 Prozent naturgemäß, während die Kosten für Reinigung und Beleuchtung erheblich weniger gewachsen sind als die Straßenlänge. Die Unterhaltung der städtischen Anlagen erforderte ein Mehr von 5000 Mk., wovon 700 Mk. auf Gehälter, 2300 Mk. aus regelmäßige Unterhaltungsarbeiten, der Rest auf einmalige Ausgaben, hauptsächlich Bepflanzung des Eisenbahndammes in der Westanlage, Umgestaltung der Südanlage und des Platzes an der Nordanlage bei der Einmündung der Dammstraße entfallen. Die Arbeiterversicherung verursachte eine Mehrausgabe von 1100 Mk. wegen der Zunahme der städtischen Arbeiter. Die Polizei brachte 2600 Mk. Einnahme weniger, wovon 2070 Mk. durch die an sich erfreuliche Abnahme der Polizeistrafen sich erklären und verlangt eine Mehrausgabe von 12500Mk. Davon wurden erforderlich für die Gehälter der Polizeibeatnten 10100 Mk. mehr und der Felbschützen 1500 Mk. mehr, zum Teil eine Folge der Vermehrung des Personals, hauptsächlich aber infolge der Gehaltsaufbesserung von 1899. Die allgemeine Verwaltung brachte 2400 Mk. mehr Einnahme und 26 500 Mark rnehr Ausgabe; letztere ist zum größten Teil ebenfalls eine Folge der Gehaltsaufbesserung von 1899. Die Gehälter haben um 19190 Mk. zugenommen; im einzelnen nahm das Gehalt für Bürgermeister und Beigeordnete um 310 Mk. ab, das Gehalt des Bureaupersonals stieg um 7270 Mk., wovon etwa 840 Mk. auf Perlonenvermchrnng, der Rest auf Gehaltssteigerungen fällt. Die Ratsdiener erhielten infolge der Aufbesserung von 1899 830 Mk. mehr, die Gehälter oer Stadtkasse nahmen um 5240 Mk. zu, wovon 4600 Mk. auf Gehaltsauf besserring entfallen. Bei den städt. Bauämtern wurdet: 5380 Mk. an Gehalt mehr aus gegeben, wovon 3320 Mk. auf Gehaltsaufbesserung entfallen; der Rest ist Ausgabe für Beamte, für die Kanalisation, die 1898 noch nicht vorhanden war. (Wenn nicht die Teilrmg in Hoch- und Tiefbauamt eingetreten wäre, würden die Gehälter sich noch mehr gesteigert haben.) Der Pfandmeister erhielt durch Gehaltsaufbesserung 330 Mk. mehr, für das Vermessungsamt wurden bei der gleichen Personenzahl nur 450 Mk. mehr aus gegeben. Die Gehaltssteigung der an- gestellten Beamten beträgt erheblich mehr, während bei den nicht angestellten Beamten wesentliche Ersparnisse erzielt wurden. Schreib- und Zeichenmaterial erforderten 2170 Mk., Portoausgaben 700 Mk. mehr. Neu hinzugekommen sind 1000 Mk. für Bureaumiete und 1600 Mk. für Haftpflichtversicherung. Die restlichen Mehrausgaben mit 1840 Mk. verteilen sich auf eine Reihe kleinerer Posten. Hinsichtlich der Straßenb aukosten, so führte Oberbgm. Mecum noch weiter aus, sind die hessischen Gemeinden gegen die in anderen Staaten schlechter gestellt. Während anderswo die gesamten Straßenbaukosten bis zu einer Straßenbreite von 26 Meter wieder eingezogen werden können, kann dies in Hessen nur bis 16 Meter Breite geschehen, wobei für die Fahrbahn nur die Kosten für ihre Chaussierung in Rechnung aestellt werden dürfen. Die für eine Breite von mehr als lv Meter erforderlichen Kosten einschließlich des Grnnderwerbs für die hinzugetretene Fläche sind von der Gemeinde allein aufzubringen, efcenfo die Kosten, die für Pflaster oder andere bessere Be- ftstigung mehr erforderlich sind als für Chaussierung. Eine Aenverung dteser Bestimmung ist von den hessischen Städtebürgermeistern schon vor drei Jahren an zuständiger Stelle angeregt toorben. In Gießen haben wir uns durch das Ortsbaustatut noch weiter schlecht gestellt, indem wir nur die Hälfte der Trottoirkosten und auch diese nur bis zu einer größten Breite von 2V2 Meter einziehen können. Diese Bestimmung des Ortsstatuts bedarf einer alsbaldigen Aen- derung. Bei dem Gemeindesteuergesetz ist seitens der Bürgertneister angeregt worden, den Gemeinden neuq SteuerqueUen durch Erhebung indirekter Steuern, nament- lief) einer Umsaksteuer und einer Wertzuwachssteuer zu- zu führen. Eine Umsatzsteuer von 2 Proz. würde in Gießen jährlich 80 000 Mk. bringen, also eine Ermäßigung der direkten Steuern von 114 auf 103 Proz. ermöglichen. Wieviel noch eine Wertzuwachssteuer bringen kamt, wird ganj von dem zu ertuartenben Gesetz abhängen und läßt sich zurzeit nicht beurteilen. Bei den Verhandlungen deS Handelskammertages in Mainz deutete ein Regierungs- Vertreter an, daß der Staat einen Teil der Wertzuwachse steuer für sich beanspruchen müsse. Dem Staat steht aber hierauf kein Recht zu, denn die Wertzunahme der Grundstücke ist nicht eine Folge staatlicher Leistungen und Ausgaben, sondern wird lediglich durch die Veranstaltungen der Gemeinden herbei geführt, und diese allein haben daher das Recht, von den Grundstückseigentümern, deren Ländereien ohne eigenes Zutun durch die Leistungen der Gemeinden im Wert erheblich gesteigert werden, einen Teil dieses Wertzuwachses als teilweisen Ersatz ihrer Ausgaben zurüchufordern. Daß der Wertzuwachs nicht vom Staat veranlaßt wird, geht schon daraus unzweifelhaft hervor, daß er sich auf die Umgebung der Städte beschränkt. Wäre er eine Folge der staatlichen Veranstaltungen, bann müßte er beispielsweise in Annerod ebenso in die Erscheinung treten wie in Gießen. Mr müssen uns also mit aller Macht gegen die Forderung des Staates sträuben und die Wertzuwachssteuer für die Gemeinden allein in Anspruch' nehmen. ' Rj7? |<^ Nach diesen interessanten Ausführungen des Oberbürgermeisters begann bte ebenfalls schon am Samstag erwähnte Oktroi - Debatte, die auch so bemerkenswerte Einzelheiten ergab, daß wir in der nächsten Nummer au& jährlicher darauf zurückkommen müssen. Aus Stadt und Aaud. Gießen, 2. Mai 1904. LU. Prof. Dr. Hoehlbaum -f. In der Nacht vom 1. zum 2. Mai ist der ordentliche Profesior für Geschichte an der Landesuniversität, Dr. Johann Matthias Konstantin Hoehlbaum, nach längerem Leiden gestorben. Hoehlbaum wurde am 8. Oktober 1849 zu Reval in Esthland geboren, studierte von 1868—71 zu Dorpat und Göttingen Geschichte, bezw. Rechts- und Staatswisienfchaft und wurde am 14. Nov. 1871 bei der philosopischen Fakultät -der Universität Göttingen zum Doktor promoviert. Seit November 1871 Beamter beS „Hansischen Geschichtsvereins" und Herausgeber des „Hansischen Urkundenbuches * vervollkommnete er seine Ausbildung auf wissenschaftlichen Reisen im Reiche und im AuSlande, indem er seinen Wohnsitz abwechselnd in Hamburg und in Göttingen nahm. Mit Wintersemester 1875 habilitierte er sich an der Universität Göttingen für mittelalterliche und neuere Geschichte und folgte September 1880 einer Berufung zur Leitung deS Stadtarchis von Köln a. Rh. Am 16. März 1887 wurde er zum Professor ernannt. Zum 1. Oktober 1890 als ordentlicher Professor für Geschichte an unsere Universiät berufen, hat er sich seit dieser Zeit um die Hebung und weitere Ausgestaltung des Unterrichts in der mittelalterlichen Geschichte große Verdienste erworben. Während des Jahres 1897 war er Dekan der philosophischen Fakultät. 1901 wurde ihm daS Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. Hoehlbaum war korrespondierendes Mitglied der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen und Ehrenmitglied der Niederländischen Historischen Gesell-, schäft, seit 1903 auch Mitglied deS Großh. Hess. Denkmal- ratS. Von März 1897 bis Januar 1903 war er Vorsitzender des Oberhessischen GeschichtSvereinS. ** Zu Ehren von Professor Dr. ©turmfel6* dessen Versetzung an die Oberrealschule zu Darmstadt wir kürzlich meldeten, veranstalteten am Samstag Abend AmtS- genossen und Freunde des Scheidenden ein Abschiedsmahl im Hotel Viktoria. **KaufmännischerVereinGießen. Am Samstag abend fand im Vereinshause die satzungsgemäße ordentliche Generalversammlung statt. Es kamen zunächst zur Verlesung der Geschäftsbericht des Vereins durch Herrn O. Meyer, bann der vom Hauptlehrer Knauß verfaßte Jahresbericht ber Kaufmännischen Fachschule und bie von Herrn Böhm aufgestellte unb bereits geprüfte Jahresrechnung. Die Versammlung erteilte dem Vorstand unter Dank-' fagung für feine Mühewaltung einstimmige Entlastung. — Es ging ein Antrag eines Mitgliedes ein, betr. Unterrichtserteilung an Handlungsgehilfinnen ober sonstige weibliche Personen, ber sich grundsätzlich bagegen ausspricht. Ter Antrag kommt auf der nächsten Generalversammlung zur Absttmmung. Mit Stimme)) mehrhett wurde zur Unterstützung bes Vorstandes, namentlich bei ber Bibliothek, die Bestellung eines jungen Kaufmanns beschlossen, bem dafür bis zu 200 Mk. vergütet werden sollen. — Jit den Vorstand werden fast einftimmig wiedergewählt die Herren Emil Horst als 1., Hermann (Ächenauer als 2. Vorsitzender, Georg Bohm als Rechner unb Mwlf Hepipeler als 1. Bibliothekar. Anstelle des langjährigen, bestimmt ablehnenden 1. Schriftführers Otto Meyer wird gewählt Herr Konrad Bramw, ferner als 2. Schriftführer unb 2. Bibliothekar die Herren föugo Engel funb I. Rosenthal. — In der Besetzung des 9iechnungsprüfungs-, Aufnahme-, Schul- unb Vergnügungs- Ausschusses finbeu Feine wesentlichen Veränderungen statt. Der famfgeffefCte Voranschlag wirb einstimmig genehmigt, bagegen wird der beantragte Anschluß an bie Knmken- unb Begräbniskasse des Frankfurter Kaufmännischen Vereins aus mehreren Gründen, namentlich auch mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit zurückgestellt. Auf die 23eri$t£ deS Vereins kommen wir im Laufe Der Woche zurück. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Anfangs- u. Schlußkurse. von Peterseim und -c t« Wetter 2 2 de: April ööcftftc Temperatnr an Nieorigste _______„ am 80. 30. sei Mai. 101.60 747,3 746,5 746,8 1. 1. 2. 20,5 14,3 12,1 128.80 45.80 63 96 94 Bed. Himmel Bem. Himmel Bew. Himmel 103.20 60.10 58.60 Oest. Kredit. . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . 3*/a% 3% 3V,% 3% 3V2% 11,2 11,6 9,8 Mai 1904. go/o Mexikaner . . 41/2a/c Chinesen . . Electric. 8chackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . . . . 2« 9’5 735 *5 -O c Z . 202.— . 216.75 . 138.25 . 191.50 . 196.20 201.50 216.25 138.25 191.— 196.12 bis 1. Mai . 191. . 240/0 . 190.60 196.60 = + 20,90 C. = + 9,8° C. Batteriechef der 6. Artilleriebrigade Oberstleutnant Maler wurde am Kopfe schwer verwundet. Ferner wurden verwundet von der 6. Artilleriebrigade Oberst Mester, Hauptmann Worobjew, Stabshauptmann Ssa- winikow, Oberleutnant Filadelfow, sowie der Stabshauptmann Atroschenko vom 2. Sappeurbataillon. Bei Chussan wurde der Oberleutnant des 22. Regimentes Antropow am Kopfe schwer verwundet. Die Verluste an Mannschaften sind noch nicht genau sestgestellt. Soweit bis jetzt bekannt, sind drei gefallen und 19 verwundet worden. Washingt 0 n, 1. Mai. Die hiesige japanische Ge- andtschast veröffentlicht eine Depesche aus Tokio vom 1. Mai, welche besagt: Am 26. April griffen Abteilungen der kaiserlichen Garden und der zweiten Division die Russen aus einer Jaluinsel an und zersprengten sie, worauf sie die Insel besetzten. 16 Soldaten von der kaiserlichen Garde wurden schwer und 9 leicht verletzt. Die zweite Division hatte keine Verluste. Die Ruffen zogen sich unter Mitnahme vieler Toter und Verwundeter in der Richtung auf Kiulientscheng zurück. Am 30. April morgens war eine Brücke über den Jalu bei Sukchin fertiggestellt. Die Armee überschritt den Fluß in der Zeit von 10'/, bis 1 Uhr. Es folgte eine starke Kanonade, doch wurden die Ruffen bald zum Schweigen gebracht. Auf japanischer Seite wurden in diesem Kampfe fünf Ofsiziere leicht verwundet, zwei Mann getötet und 22 leicht verwundet. Am 30. April, 8 Uhr abends, war die Brücke über den Hauptarm fertin. Die japanische Armee rückte auf Kasan vor. Bei Tagesanbruch am 1. Mai beschossen die Japaner den Feind auf einem Hügel nordwestlich von Joschoko mit Geschützfeuer und brachten ihn zum Schweigen. Um 7 y, Uhr rückten sämtliche' Divisionen vor. Um 9 Uhr nahmen sie Besitz von dem hochgelegenen Gelände von Kiulientscheng bis jenseits von Makou und Joschoko. । ____ Harpener...... Tendenz: schwach. sich um eine Beleidigung handelte, rneicve von anu-wegen durch die Staatsanwaltschaft verfolgt wurde. Am Tage der Reichs- taqsstichwahl erhielt der Landwirt Aug. Schlosser in Grob- Felda mit der Post eine irn Orte selbst abgesandte Postkarte, worin der Empfänger aus der Adresse als Sozialdemokrat bezeichnet wurde. Der Inhalt der Karte, welche keine Namensunterschrift trug, wimmelte von Beleidigungen. Als Absender der Karte wurde der Apotheker B. G. vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 40 Mk. verurteilt. G. verfolgte gegen dieses Urteil Berufung und erklärte aus Ehrenwort vor der Strafkammer, er habe die in- krimiuierte Postkarte nicht verfaßt und auch nicht geschrieben, er wolle zwar zugestehen, daß er sich über Schlosser, der ein reicher Mann sei, und bei der Stichwahl gegen das Beamtentum agitiert habe, geärgert hat. Aber darüber hätten sich auch andere Leute in Groß-Felda geärgert. Richtig sei, so gibt der Angeklagte an, daß er am Tage nach der Stichwahl sich aus dem Pferdezucht- Verein, dessen Vorsitzender Schlosser sei, ausgemeldet habe, weil er einem Verein, der von einem derartigen politi- chen Gegner vertreten wird, nicht angehören wolle. Mehrere Zeugen erklären, daß sie den Gerber nicht für fähig hielten, an jemand anonym derartige Beleidigungen zu schreiben. Die Schreibsachverständigen Landgerichts-Sekretär Paehler-Frank- furt a. M. und Dr. Mäuser-Mannheim erklärten jedoch überetn- timmend, daß die Postkarte zwar mit verstellter Hand aber un- zweiselhast vom Angeklagten geschrieben sei. Frau Professor Tillov- Berlin war dagegen der Ansicht, daß die Schrift des Angeklagten zwar recht große Aehnlichkeit mit den Schriftzügen der fraglichen Zostkarte, um die es sich handelt, habe, daß aber auch gewisse Abweichungen davon vorhanden seien. Die Strafkammer verwarf die Berufung des Angeklagten und trat dem Gutachten der Sach- verständigen Dr. Mäuser und Paehler bei. 57 5 6=0 40/0 Italien. Rente . . . 4V, % Portugieser » . < 30/. Portugiesen. . . . 15a C. Türken . . . , Türkenlose...... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/., % äussere Argontiner Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. _____ Universitäts-Nachrichten. Leipzig, 1. Mai. Der Anatom an der hiesigen Universität, P r 0 s e s s 0 r W i l h e l m dis, ist heute g e st 0 r b e n. SE. still 8. geschütze und 12 Zwölfzentimeterges chütze in ausgezeichnet ausgeführten Schanzen ausgeführt waren. Der Feind gab nicht weniger als 2000 Schuß ab. Die Stellung bei Tiurentschen ist aber nach wie vor von den russischen Truppen sicher besetzt. Ebenfalls am Mor- gen des 30. April überschritten die Japaner bei Sshndiagou wiederum den Jalufluß und griffen die russischen Truppen auf der Höhe bei dem Dorfe Chussan an, indem sie den linken Flügel umgingen. Wegen der bedeutenden Ueberlegcnheit der feindlichen Kräfte zog sich die russische Abteilung nach dem Dorfe Potentynza zurück. Auf russischer Seite 'iel bei Tiurentschen der Oberleutnant Pachalow; der . 26.2) . 86.0 . 107.1) . 103 D . 200.0 . 18310 . 137.70 . 164.70 . 153..c0 . 137.70 . 13.70 Keker'j Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 51., 2. Mai. 3*/,% 456 Oesterr. Goldrente Harpener Bergbau Tendenz: Ziemlich fest. Erfurt, 30. Mai. Die Blumengärtnereien erreichten im verflossenen Jahre in der Anzucht und Versayd eine Gesamtziffer von 14 Millionen Pflanzen und Zwiebelgewächsen. Berliner Börse vom 30. April 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 Prozent. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 2. Mai. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz/'). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 504 Ochsen, 240 aus Oestreich, 38 Bullen, 9 aus Oestreich, 643 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 259 Kälber, 229 Schafe und Hämmel, 1566 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 71—73 Mk^ 2. Qual. 64—63 Mk., 3. Quäl. 60—62Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk.; Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 61—63 Mk., 3. Qual. 58—60 Mk, 4. Qual. 45—47 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber: 1. Qual. 87—88Pfg., Lebendgewicht 51—53 Pf., 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 64—66 Pfg., Schafe: 1. Qual. 68—70 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 53—00 Pfg., Lebendgew. 42 Pfg., 2. Qual. 51—52 Pfg., Lebendgewicht 41—00 Pfg., 3. Qual. 44—46 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — fo. Frankfurt a. M., 2. Mai. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Mk. 17.25—00.00, Kurhessischer Mk. 17.25—00.00, La Plata Mk. 17.50—18.75, Kansas Mk. 17.50—18.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.00—13.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.00—15.25, Frankenfelder Mk. 00,00—00,00, Hafer Mk. 18.00—14.00, Mais Mk. 12.00—00.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.00—26.50, 2. Qualität Mk. 24.00 bis Mk. 24.50, 3. Qualität Mk. 22.00—22.50, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—22.50,1. Qualität Mk. 15.50—20.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Noggenkleie Mk. 9.50—10.00, Maiskeime Mk. 9.00 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—000.0. 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Wenn eS auch mitunter regnete, so war es doch nachher, .wenn der Donner schwieg und die Blitze aufhörten, doppelt schön in der Natur, die mit wunderbarer Schnelligkeit das .Kleid des Sommers anzulegen beginnt. — Eine Maifeier «wurde auch hier abgehalten. Da der 1. Mai auf„ einen ,Sonntag siel, so war die Feier stärker besucht als in früheren Jahren. Von OSwaldsgarten aus setzte sich ein Zug nach der Licherstraße in Bewegung, wo im Stadtwald eine Feier abgehalten wurde. — In Wieseck fand eine Volksversammlung statt. -k. Lollar, 29. April. Gestern nachmittag ereignete sich ein besonderer Felddiebstahl in hiesiger Gemark- nng. Zwei Frauen ackerten und hatten ihren Wagen vor das neMenanliegende Grundstück am .Hangelstein an die Straße Gießew-Daubringen gestellt. Ihrer Oberkleid ese entledigt, chatten sie damit ihr reichliches Vesperbrot zugedeckt. Als 'die Arbeit ziemlich vorgeschritten war, regte sich der Appetit, aber wie groß war ihr Erstaunen, als das Vesper fehlte. Raben konnten es nicht geholt haben, die nahmen kerne Flasche mit. Jetzt gesellte sich zum Hunger auch noch die Angst vor Spitzbuben im nahen Walde, da sonst keine Leute in dem Felde waren. Ein Bauer erzählte heute früh, er habe zwei Stromer an der Walbecke nach Daubrrngen liegen sehen: jedenfalls haben diese sich das Vesper im Schatze des Waldes schmecken lassen in der Wendsonne. 4 Friedberg, 1. Mai. Der nationalliberale Landtags- abgeordnete Weith (Bad-Nauheim) legte sein Mandat nieder. (f) Alsfeld, 29. April. Während das Rathaus, eins altehrwürdige Zierde unseres Marktplatzes, Nunmehr einer gründlichen Mparatur unterzogen wird, hat der Gtadtvorstand auch bezüglich eines anderen altertümlichen Gebäudes, der Malpurgiskirche, den Beschluß gefaßt, mit deren Renovierung spätestens im Frühjahre 1908 zu beginnen. Nach oberflächlicher fachmännischer Schätzung werden die Kosten dieser Renovierung ca. 120 000 Mk. betragen. Man gibt sich deshalb in Anbetracht dieser Kosten- Höhe der Hoffnung hin, daß der Staat, ähnlich wie bei fe Wiederherstellung der Friedberger und Wimpfener Stadtkirche, einen Zuschuß gewähren wird. Einstweilen ist der vor etwa einem Jahre ins Leben gerufene Kirchenbauverein bemüht, auf privatem Wege Gelder zu sammeln. Demselben sind bereits von Einheimischen sowohl, als auch von in der Fremde lebenden Alsfelder« in dankbarer, Er- ,innerung an ihre Vaterstadt namhafte Beträge überwiesen wurden; weitere Gaben werden jederzeit gerne entgegen- gtznommen. Offenbach, 1. Mai. Die Feier des ersten Mai verlief in der bisherigen Weise. Heute vormittag war eine öffentliche Versammlung im hiesigen Gewerkschaftshause. Abg. Ulrich hielt die Festrede. Mittags erfolgte ein Festzug durch die Stadt. vcrreimgre eine japaruioje -Anregung von 'wer ^aranior:;i des 4. Garderegimentes mit Gebirgsgeschützen und einer kleinen Älbteilung Gardeartillerie. Unterstützt durch das Feuer der russischen Artillerie in Potethnza verdrängte die russische Abteilung die Japaner aus ihren Stellungen. Auf russischer Seite wurden zwei Schützen getötet und 13 verwundet. DieIapaner ließen lO Tote und 26 Verwundete zurück. Außerdem wurde ein Teil der Verwundeten weggettagen. Einige krochen die Abhäm^e hinunter zum Jalu. Tie Gebirgsbatterie wurde von b?n Japanern weggebracht, nachdem die russische Abteilung die Höhen bei Sfyndiagou eingenommen hatte unter dem starken Feuer einer nördlich von Widschu aufgestellten japanischen Batterie. Zwei russische Geschütze feuerten auf eine Pontonbrücke. Die Japaner wurden gezwungen, die Brücke aus- einanderzufahren. Die japanische Abteilung zog 'ich von Lissawen und Chusson teils zum Jalu, teils nach Norden zurück. Auf den von den Japanern eingenom menen Plätzen wurden bis jetzt 10 Gewehre, viele Patron H Schießbedarf und Karten gefunden. Besonders tapfer kämpften die Freiwilligen des 10. und des 12. Regiments unter )em Befehl des Oberleutnants Jantschis. Am 29. April begann um 10 Uhr vormittags eine gegen 1500 Mann tarke japanische Jnfanterieabteilung mit 12 Geschützen bc' Ambiche und Schogopudsa über den Fluß zu setzen. Bei Ambiche befand sich eine kleine russische Abteilung unter dem Befehl des Oberstleutnants Gussew. Diese Wteilung wurde gezwungen, sich unter ununterbrochenem Feuer zweier japa- mnischer Batterien von je sechs Geschützen zurückzuzieh en. Vier Mann wurden verwundet. Gussew wurde am Kopf und an der linken Hand verwundet. Die russischen Gebirgsgeschütze konnten" der weiten Entfernung wegen das kindliche Feuer nicht erwidern. Ter Abteilung wurde Verstärkung gesandt mit dem Befehl, die Japaner über den Jalu zurückzudrängen. Wie General Mischtschenko meldet, eröffneten am Morgen des 29. April japanische Schiffe in der Jalumündung das Feuer auf die russischen Truppen, das 20 Minuten dauerte und keinerlei Schaden anrichtete. Am 30. April beschossen die Japaner von 10 Uhr vor- mittags bis 5 Uhr nachmittags die russische Stellung bei Tiurentschen. Das Feuer ging von den Batterien des linken Jalu-Ufers aus, wo gegen 24 Feld- Verinischtes. * Hamburg, 30. April. Im Unterkunftsh aus für unbemittelte Israeliten fanden heute nacht schreckliche Szenen statt. Ein älterer polnischer Auswanderer geriet über die Störung seiner Gebetsübung durch einen Glaubensgenossen in Wut und versetzte ihm einen tötlichen Stich mit einem Dolch in den Hals. Die Frau des Erstochenen fiel bei dem Anblick in Tobsucht. Der Täter versetzte dann sich selbst mehrere Dolchstiche und wurde tätlich verletzt in das Krankenhaus gebracht, ebenso die irrsinnige Frau. • Straßburg, 30. April. Ein Unfall hat sich auf der renovierten Hohkönigsburg zugettagen. Während der Abgabe der Salutschüsse beider Ankunft des Kaisers auf der Hohkönigsburg entstand eine Pulverexplosion. Drei Mann von der Fußattillerie in Sttaßburg wurden verletzt, davon einer am Unterleib. Bemerkenswett ist, daß zum Salutschießen mittelalterliche Kanonen verwendet wurden. (Die Arrangeure der Salutschießerei hätten dem Architekten der Hohkönigsburg in punkto Liebe zur Antike mehr nacheifern sollen.) • Paris, 2. Mai. Der Schnellzug von Basel über- fu|hr heute nachmittag bei Ozoir la Ferriöre im Depatte- ment Seine et Marne ein Automobil und tötete sechs Insassen. Kunst und Wissenschaft. Düsseldorf, 1. Mai. Der Kronv rinz traf heute früh hier ein und fuhr sofort nach der Ausstellung, wo sich bereits die Minister Frhr. v. Rheinbaben und Dr. Studt, Oberbürgermeister Dr. Marr und viele andere eingefunden hatten. Professor Fritz Roeber hielt die Eröffnungsrede, dann sprach Professor Clemen über die Entwicklung der Kunst. Der Kronprinz eröffnete darauf dieAusstellungmit folgendenWorten: „Zunächstspreche ich meinen herzlichen Dank aus für die freundlichen Wotte der beiden Herren Vorredner. Vor zwei Jahren war es mir vergönnt, an derselben Stelle, an der ich jetzt stehe, die Ausstellung für Industrie und Kunst zu eröffnen. Der glänzende Verlauf und der großattige Erfolg, der diese Ausstellung ausgezeichnet hat, mögen ein gutes Omen für die jetzige Ausstellung fein. Ich bin überzeugt, daß die Ausstellung der Kunst und des Gartenbaues von großem (Erfolg sein und einen guten Schritt vorwärts in der Entwicklung der Stadt Düffeldott bedeuten wird." In der Festhalle fand ein Festmahl statt. Kultusminister Dr. Studt begrüßte die Anwesenden im Namen des Kaisers. Der Minister feierte den Kaiser als Hort des europäischen Friedens und wies insbesondere darauf hin, daß der Kaiser jüngst beim Einzuge in Karlsruhe die Notwendigkeit der Pflege des inneren Friedens betont habe. Auch der innere Frieden der deutschen K ü n st l e r s ch a f t müsse gepflegt werden. Der Minister schloß mit dem Wunsche, daß dem Kaiser, dem Schützer des Friedens und der Kunst, noch lange eine segensreiche Regierung beschieden sei. Prag, 1. Mai. Der Komponist Dvorak ist gestorben Reiohsanleihe . . 101.90 do. ... 90.00 Konsole .... 101.80 do......90.00 Hessen .... 100.10 Oberhessen . . . —.— Bekanntmachung. Mittwoch, 4. Mai 1904, abends 6 Uhr, wird dcSt Gras von den Wiefeckboschungen zur einmaligen Ernte 1 an Ort und Stelle meistbietend versteigert. ■ Die Zusammenkunft ist in der Bahnhofstraße an drr> Wieseckbrücke. Gießen, den 30. Apttl 1904. _ , 39W Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.____ Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Oberhessen für Dienstag, den 3. Mai 1904: Windig, zeitweise wolkig, stellenweffe noch geringer Regen, kühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Originaldrahttneldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 1. Mai. Bei dem heutigen Radrennen um das große goldene Rad in Friedenau über 100 Kilometer mit Motorschrittmachern siegte Ro bl-München mit 1 Stunde 25 Min. 47 Sekunden. Magdeburg, 2. Mai. Ein Familiendrama spielte sich in Guebs bei Gommern ab. Der Ortsvorsteher Sachs ermordete seine drei Kinder, einen 12jährigen Knaben und zwei erwachsene Töchter und seine Frau und verübte schließlich Selbstmord. Ob der älteste 28 Jahre alte Sohn Selbstmord versucht hat oder gleichfalls von seinem Vater ermordet wurde, steht noch nicht fest. Er ist durch drei Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt. Als Grund für das Familiendrama wird V.ermögensverfall angegeben. Bütow (Pommern), 2. Mai. Die Körner sch eHolz- b earbeitungsfabrik, int Ganzen 8 Gebäude, mit sämtlichen Maschinen, wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden wird auf 8/4 Millionen geschätzt. 300 Bauhandwerker sind brotlos. Vom Kriege. Petersburg, 1. Mai. Eine Mitteilung des Generalstabs über die Lage am Jalufluß am 29. und 30. April besagt: Ten heute eingetrosfenen Telegrammen des Oberbefehlshabers der mandschurischen Armee Kuropatkin ist zu entnehmen, daß die Japaner, nachdem sie bei dem Dorfe Sstmdiagou auf das rechte Jaluufer übergesetzt sirL, die Dörfer Chussan und Lissaro en besetzten. General Sassülitsch, der Lissawen und die 5)öhen bei Chussatt wiederum zu besetzen beabsichtigte, beauftragte nach erner am 29. April ausgeführten genauen Rekognoszierung der von den Japanern eingenommenen Stellungen hiermit eine Abteilung unter Führung des Oberstleutnants vom Generalstabe Lind. Die Stellungen bei Lissawen und Chussan 3995 Todes-Anzeige Nach langer, schwerer Krankheit entschlief heute nacht mein geliebter Mann, unser treuer Vater, der Universitätsprofessor Dr. Konstantin Höhlbaum im 55. Lebensjahre. Im Namen aller Hinterbliebenen: Emma Höhlbaum, geb. Freiin von Spesshardt und Kinder. Giessen, den 2. Mai 1904. 4001 Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. I aus ;r- in!> 8'> I MI >6 en. S-,eiI8 2 Patron. Runter ? Avri' Ä"£ gjÄ • UErMtiWtQ; öurbe, pm 1 Nifjen Qb, I uug wegen bog 1 ung wurde I jhwilfaln iqdjeufo melbrt » N Aschen Trupps pdeu cmrichklt. 'n 10 Uhr b0> che Stellung lei von den .gegen 24 Fell» lühe in oui. sgefüdrt hxuer.. Schuß ab. Tie wie vor von btn »falls am - Japaner lei llufiuß unb höhe bm dem I :fen Flügel um. I enheit der feind. ] bteilung ncih 1 f russischer -Leite ] Pachalom;kr I Itteuhtant Mr | t Ferner tour» iebrigade Lbm't I -Hauptmann Csa- I wie der Aabi- I urbataillon. Bei I . Regimentes Än- I Die Verluste an I Igefteltt. Soweit ] 19 verwunde I Versteigerung. Dienstag den 3. Mai l. I., nachmittags 2 Uhr, sollen im städt. Psandlokal. Seltersweg 11, dahier gegen Barzahlung versteigert werden: 5 Vertikows, 2 Kassenschränke, 2 Sofas, 1 Klavier, 2 Negu- lateure, 1 Uhr, 1 Theke, zwei Schweine und mehrere vollständige Betten. 3773] Gemmecker, Psandmeister. Äta-iifijnle. Eine Freistelle ist an ein junges Aiädchen zu vergeben. 3993 Anmeldungen bei Irl. Renner. von Dr. med. August Hanau geziemend in Kenntnis zu setzen. 3995 Hill Giessen, den 2. Mai 1904. Versteigerung bestimmt. 4008 *•’ Kcheibrmhch "errbci1 ,m JBicrer'Men Saale 1nn0 mmh. Hypotheken! Feinen Himbeersaft ca. 1000 Rmtr. geben billig ab versteigert: Möbel aller Arten, t Gebr. Steinseiier Geißler, Gerichtsvollzieher. Gießen. t a. ,ner Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben alten Herren und auswärtigen Bundesbrüder dem am 29. April in Giessen erfolgten Hinscheiden ihres lieben alten Herren ü, Flasche Mark 1.25, empfiehlt Adolf Löcher, Herborn. B»*k • mW'1 aatebahn Die G. B. Alemannia I. A.: eseo - -buckert rd - • Bekanntmachung. Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versamm- iung festgestellte Voranschlag der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1904 (vom 1. April 1904 bis Ende März 1905) sowie die Voranschläge des Stadterwetteruugsfondö, des Elektrizitätswerks sowie des Gas- und Wasserwerks für dieselbe Zeit liegen nach Vorschrift des Artikel 83 der Städteordnung vom 2. bis IO. Mai auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht der Beteiligten offen. Gießen, den 30. April 1904. 3984 Großherzogttcye Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Versteigerung. Mittwoch den 4. Mai werden Neustadt 55, Bieker's Saal, meistbietend gegen Barzahlung versteigert: mehrere Kleiderschränke, Nachttische, Vertikows, Tische, Stühle, Betten, 1 Nähmaschine, 4 Mille Cigarren und Cigaretten, 40 Flaschen Wein und Kognak, 1 Musikautomat, 2 goldene Damen-Uhren, Bettzeug, mehrere Zuglampen, Haus- und Küchengeräte u. v. a. ;*5-**l bericht • • ' #6 javanische okio vom ilungen der kaisn- hie Russen -°f ten sie, roora-f jon der kaiseMci Die zweite?' i zogen sich mir er in der Richte oril morgens nc tchin fertigges!^ zeit von 10'/, H doch würben: uf japanischer e leicht verum- et. Am 30. L: >n Sauptam K Bei Tagesantl- ' Feind aus ' Geschütz^ ihr -s'h»»” jenieifä »®-1' D . • ' 10' omrnandit - ,rBank - ' Eiserfeld. 3240 Bekanntmachung. In das Handels - Register wurde heute eingetragen, daß die Firma „Knörr & Comp." zu Lollar erloschen ist. [3996 Gießen, am 28. April 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Prima Kognak i Spezialmarke, garantiert, franz. 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N.: Heinrich Lepper ^we. (Seltersweg 67), den 2, Mai 1904. 02531 T odes-Änzeige. Samstag abend 9T/4 Uhr verschied nach schwerem Leiden unsere Todes-Anzeige. Heute nachmittag 21/. Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden unser lieber Sohn und Bruder Marl Großh. Geometer II. Kl. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Jung. Klein-Linden, Soden, den 30. April 1904. 02530 Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Mai, nachmittags 3 Uhr, in Soden statt. betannlmachung. Von Herren Baß & Herz, sowie brc Deutschen Genossenschaftsbank von Sörgel, Par- risius & Co., Aktiengesellschaft hier ist bei uns der Antrag auf Zulassung von nom. Mk. 2 110 000.— Aktien der Eisenwerke Lollar Aktiengesellschaft zu Lollar Nr. 1 bis 2110 zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse eingereicht worden. 4000 Frankfurt a. M., den 30. April 1904. Die Kommission für Zulassung von Wertpapieren au der Börse zu Frankfurt a. M. 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