154» Jahrgang Zweites Blatt Mittwoch Ä. März 1904 Nr. 53 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Krtis Eichen Ä. Die yeulige Kummer umfaßt 12 Seiten I* steil le. Landeskulturrat Dr. Klaas bespricht kurz die Kosten cefi Wasservcnrten, die sich je nach der Lage verschieden hoch $ .zelne weitere Beschwerden des Vorredners fitrbien, sobald ihm dieser bad Material wolle er unter» zur Verfügung Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die Gießener Famllienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »heifilchr Landwlrtt' erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universrtätsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. Helinnntmachnng. die sämtlichen Ovtsgerichte des AmtSgerichtS- bezirks Gießen, mit Ausnahme derjenigen, in deren Gemarkung das neue Grundbuch angelegt ist. Wir benachrichtigen Sie, daß wir in der Kürze mit der Revision der Hypothekenbücher beginnen werden, und fordern Cie daher auf, die seit der letzten Revision vorgenommenen Einträge in Spalte A. und B. einer sorgfältigen Durchsicht und Vergleichung mit den amtsgerichtlichen Verfügungen zu unterziehen und die dabei in Bezug auf die ftorm sich er» gebenden Anstände, insoweit dies ohne unsere Mitwirkung g.schehen kann, z. B. Berichtigung von Schreibfehlern, Nachholung von fehlenden Unterschriften und dergleichen zu beseitigen. Sie wollen sich davon überzeugen, daß die Einträge und Löschungen im NamenSoerzeichniS und in dem topografischen Pfandregister nach Vorschrift vollzogen worden sind. Das Protokoll Über die erfolgte Vorreoision ist unfehlbar in dem Revisionstermin vorzulegen. Die Termine u erden Ihnen noch bekannt gegeben werden. Gießen, den 25. Februar 1904. Großherzogliches Amtsgericht. eit. v ltcu -u lebet schiller 19,1 viemnterricht — ^Udwigstr. ö9 in Für Rindviehzucht werden 91 350 Mk. verlangt. Abg. Weidner wünscht, daß im Vogelsberg die Haltung von zwei Fasseln verschiedener Zuchtrichtungen (Simmentaler und Vogelsbergers gestattet werden möge: er halte es auch nicht für richtig, daß den Gemeinden die Zucht des Simmentaler Viehs, das ein reicheres Ertragnis biete, verboten werde. Ministerialrat Braun führt dagegen au§. es sei von maßgebender Stelle ermittelt worden, daß für die Gemeinden die Zucht des Vogelsberger Viehs die beste sei. Man könne jetzt nicht wieder von dieser Bestimmung abgehen. Für die Einführung der Vogelsberger Rasse seien die wichtigsten Gründe maßgebend gewesen. Die Zuchthöfe hätten sehr viel zur Förderung der Viehzucht beigetragen, man solle bestrebt sein, die Zucht der Landschläge in den dazu geeigneten Gemeinden noch mehr zu heben. Abg. Erk tritt den Ausführunaen des Regierunas- vertreters bei und hält es für richtig, daß die Zuchthöfe noch erweitert werden, vielleicht durch Verwendung der Tummelplätze. Abg. Brauer bespricht zunächst die R'ndviehzucht in Hessen im allgemeinen und beklagt, daß man auf der Verwendung der einen Zuchtrasse bestehen bleibe. Die Land- schläge hätten viel gutes und man wolle sie auch keineswegs beseitigen, sondern für deren bessere Verwendung und Anpassung an die heutigen Ansorderungen bedacht sein. Redner bezeichnet das Prinzip der Simmentaler Reinzucht als einen „Unsinn". Die prakt'schen Männer der Landwirtschaft hätten sich zunächst gegen dieselbe erklärt. Abg. Weidner beklagt noch, daß man gerade für die Gemeinden Herchenhain und Brertngesba'n b*e Simmentaler Rasse verboten und legt seine praktischen Erfahrungen darüber näher dar, wobei er die Maßnahmen der Regierung in Bezug auf die Viehzucht im Vogelsberg einer scharfen Kritik unterzieht. Abg. Bähr erklärt in längeren Ausführungen, die fetzigen Bestimmungen hätten der Landwirtschaft nichts genützt. Die Hauptsache sei, daß sich das selbstgezüchtete Vieh den ganzen Bodenverhältnissen anpasle, es würden hei den Züchtungen auch die .Kreuzungen viel M wenig berücksichtigt. Das meiste Geld, das man bisher für die Viehzüchtung ausgegeben habe, sei binausgeworfenes Geld. (Ruf: Hört! Das sagt ein Landwirt!) Abg. Korell tritt dem Vorredner entgegen und bestreitet entschieden, daß das für die fraglichen Zwecke bewilligte Geld zum Fenster hinausgeworfen sei. Es lasse sich in der Viehzucht nur durch lange Dauer und geduldige Arbeit etwas erreichen. Tie landwirtschaftlichen Provinzialvereine hätten in dieser Hinsicht viel Gutes geschaffen. Man solle ruhig erst die Resultate der fetzigen Zuchtbestimmungen abwarten. Redner bespricht dann verschiedene einzelne Mißstände in der Landwirtschaft, erkennt aber ausdrücklich an, daß die Regierung den besten Willen habe, zur Hebung der Landwirtschaft nach Kräften beizutragen. Abg. Wolf bestätigt im wesentlichen die Ausführungen des Abg. Weidner und meint, daß man auch in Rheinhessen ähnliche Erfahrungen mit dem Rassenzwang gemacht habe. Mg. Reinhart bemerkt, er müsse sich doch wundern über die Widersprüche, die von den Vertretern der Landwirtschaft selber erhoben würden. Er wolle zwar diemal noch die Forderung von 91 000 Mk. für die Rindviehzucht bewilligen, werde sich aber angesichts der heute hier zutage getretenen Anschauungen für das nächste Jahr seine Entscheidung vollständig Vorbehalten. Ministerialrat Braun sührt aus: Seit langer Zeit sei in diesem Hause nichts schädlicheres gegen die Landwirtschaft vorgekommen, als die heutige Debatte, und wenn Abg. Reinhart danach Bedenken wegen seiner Zustimmung zu der Position hege, so könne er ihm nicht unrecht geben. Menn die Ausführungen der Abgg. Weidner, Wolf, Brauer und Bahr wirklich den Anschauungen des Hauses entsprächen, so fei es feine Pflicht als Dezernent der landwirtschaftlichen Abteilung, ernstlich die Frage zu prüfen, ob die Regierung die Summe von 91000 Mk. für die Hebung der Rindviehzucht in Zukunft noch in den Etat einstellen könne, oder ob sie auch überhaupt nadji eine Mark dafür beantragen solle. Wenn die Experimente im Einzelfalle statt in ben Zuchthöfen unternommen und dem Bauern einfach freie Hand gelassen werden solle, bann möge bas jeber machen, wie er wolle, aber nicht auf Staatskosten. (Zustimmung.) In K'onseguenz ber Anschauung, welche bie vier Abgeordneten hier äußerten, hätten dieselben doch gleich selbst die Streichung beantragen sollen. Abg. Köhler ruft: Kommt noch!) Tie 'Regierung habe gerade die Pflege der Landschläge gefördert und die Ergänzung unserer Rassen erstrebt, in dem Bewußtsein, das Geld im Lande zu behalten und nicht, wie Abg. Bähr sagt, es zum Lande hmaus- zutragen. Abg. Schönberger fragt, wo es hin führen! solle, wenn solche Anschauungen aus ber Lanbwirtschaft hier zum Ausdruck kämen und betont, er könne benselben keineswegs beistimmen. Rebner bespricht bann bie einzelnen Fragen über bie Rinbviehzucbt naay feinen eigenen praktischen Erfahrungen. Abg. K'orell erklärt, er würde es sehr bedauern, wenn Herr Ministerialrat Braun aus ben heutigen Erörterungen bie Folgerung ziehen würde, für die Rindviehzucht keine Mittel mehr zu bewilligen. Man müsse die Erfahrungen abwarten; er glaube, baß bie Resultate recht be- friebigenb sein werben. Abg. Köhler bemerkt, er würde es nicht bedauern, sondern er Ware sogar dafür, baß bie Forderung der 91000 Mark heute abgelehnt würde. Alle hier jetzt gemachten Versuche nützten nichts, man sei auf dem falschen Wege. Man solle alle die Gelder, die jetzt so unnütz hinausgegeben würben, für eine bessere Erziehung ber Bauernbuben verwenden und dafür sorgen, baß die jungen Lanbwirte eine tüchtigere praktische Ausbildung erhalten. Ta noch verschiedene Rebner zum Wort gemelbet finb, wirb bie Debatte um 1/22 Uhr abgebrochen unb bereu Fortsetzung auf morgen früh 9 Uhr anberaumt KMcher Landtag. R. B. D a r rn st a d t, 1. März. Arn Ministertische: Staatsminister Dr. R 0 t h e, Finanz- Ni mist er Dr. Gnauth, Ministerialrat Braun u. a. Nach Eröffnung ber Sitzung um IOV4 Uhr setzt bas Haus bi*e Etatsberatung bei Kap. 74, Bodenmeliorations- unb Masserversorgungswesen, Tit. 4, Beiträge an bebürftige ®G?meinben zu ben Kosten für Wasserleitungen unb jp irosferwirtsckiaftlichen Meliorationen fort, wofür 50 000 Mk. verlangt werben. Ministerialrat Braun legt auf Wunsch bes Abg. Mol- than eine größere Hydrographische Karte ber Rheinprovinz Der unb erklärt ben umstehenden Interessenten die von der Negierung geplanten Entwässerungs- unb Meliorationsarbeiten im Rieb. Abg. Diehl bringt ben Antrag ein, baß ein Teil ber /unter diesem Titel zu bewilligenben Summe zur Gruppen- Wiasferversorgung verwendet werben bars. Abg. Korell fragt, wie es mit ber schon längst beschlossenen veränberten Wasserversorgung für bie Gemeinbe Rcimiro'b stehe. Weiter bespricht Redner die jetzige Art ber ^(bbcreinigung unb der Wasserbauarbeiten. Die Kosten für die teckmischen Vorarbeiten seien zu hoch. Ministerialrat Braun bemerkt, daß bie Vorarbeiten für bie Wasserversorgung von Schloß unb Gemeinbe Romrod jetzt abgeschslossen seien unb eine nähere Verstänbigung über bie aufzubringenben Kosten zwischen ber Domänenverwaltung unb bem Gemeinbevorstanb im Gange sei. Ein- Kie Braunkohle in der Wetterau. Ter große Kohlenreicktum in ber mittleren Wetterau ist bisher noch nicht in bem Maße nutzbar gemacht worben, wie es bie mancherlei Vorzüge der Braunkohlenfeuerung vor anderen Brennmaterialien rechtfertigen. Nicht zum wenigsten war dies dem Umstande zuzu- schreiben, daß die Eisenbahn weitab von den Gruben lag; insolgedesfen kamen 6te Vorteile im allgemeinen nur der näheren Umaebung zustatten, deren Bewohner imstande waren, die Produktionsstellen noch mit ihren Fuhrwerken zu erreichen; immerhin wurden bie Produkte bis zu Entfernungen von 35 Kilometern per Achse abgeholt, — ein Beweis, baß ihre Wertschätzung keine geringe war. Tie bisherige Art ber .Herstellung der Preßsteine, um die es sich hier handelt, ließ für den Produzenten viel zu wünschen übrig, denn er war auf die von der Mtternng abhängige natürliche Trocknung unter Schutzdächern oder auch ganz int Freien angewiesen. Ter Betrieb mußte also in der Weise geteilt werden, baß bie Förderung ber Kohle int Winter unb bie Herstellung ber Preßsteine im Sommer geschah; wurde mit der letzteren zu zeitig im Frühfahr begonnen, ober würbe sie bis svät in ben Herbst fortgesetzt, so kam es vor, daß Hunberttausenbe von noef nicht ganz trockenen Steinen durchs verspätet ober verfrüht eintretenben Frost zerstört wurden; war der Sommer regnerisch, fo dauerte die zur Trocknung erforderliche Zeit statt drei bis vier Wochen erheblich länaer, und die Gesamtproduktion wurde sehr vermindert, sodaß häufig schon Mitte Januar der ganze Bestand ausverkanft war, und später kommende Käufer unverrichteter Sache heimkehren unb zu teuren Brennmaterialien greifen mußten. Auch sonst wurden buren schnellen Wechsel von Regen und Sonnenschein große Menaen von Preßsteinen bröckelig unb für ben Verkauf unbrauchbar. Jetzt ist das anders geworden. Ter weitaus größte Teil ber Kohlenablagerungen in ber Wetterau ill Großherzogliches Landeseigentum und dem seinerzeit gefaßten Beschlüsse der zweiten Ständekammer folgend, bat bie Großberzogliche Staatsregierung ein mo- bemeS Werk entstehen lassen, welches den oben anaedenteten Erschwernissen und Uebelständen nicht unterworfen ist. Tas gegenwärtig zum Abbau in Angriff genommene Grub en selb liegt in ber Gemarkung Melbach. Tie Preß stein fabrik liegt unmittelbar am Bahnhofe in Wölfersheim an ber Strecke Friedberg—Hungen und ist mit Anschlußgleisen versehen, welche bis in ben Lagerschuppen hinein geführt sind. Ter Förderschacht ist mit ber Fabrik durch eine 1800 Meter lange Lnft-Trahtseilbabn verbunden, auf welcher die Kohle durch die mit einer Oleschwindigkeit von 2.5 Meter pro Sekunde laufenden Förderwagen transportiert wird. Tie grubenfeuchte Kohle, welche ca. 60 Prozent Wasser enthält, wird durch ein Stachelwalzwerk zerkleinert, sodann gesiebt und unter Zusatz von Wasser in einem Mischapparat zu einer plastischen Masse verarbeitet; hierauf geht letztere nochmals durch ein Walzwerk mit glatten Manen behufs weiterer Zerkleinerung und Erzeugung eines möglichst homogenen Gemenges unb gelangt nun in bie Schneckenpresse, welche aus bem Kohlenbrei mit einem Kraftaufwand von 60 bis 70 Pferdestärken einen rechteckigen Körper formt, ber burch einen von Hand betätigten mit Stahldrähten bespannten Apparat in Stücke von Backsteingröße zerschnitten wird. Die nassen Steine, welche ein Gewicht von 2 Klg. haben, werden auf Wagen gesetzt und in die Trockenkammern ein- gefahren, welche am Tage durch den dlbdampf ber Betriebsdampfmaschinen unb während der Nacht mit frischem Kesseldamvf geheizt werden. Die Trockenzeit dauert vier Tage, und die getrockneten Steine haben nur noch ein Gewicht von 1 Klg.; sodaß also bei einer Tr»ckenpr0duktion von 60 000 Stück, für welihe die Anlage eingerichtet ist, die ansehnliche Menge von 60 Kubikmeter Wasser in 24 Stunden zu verdampfen ist. Mit dieser künstlichen Trocknung ist eine fast vollständige Unabhängigkeit von der Witterung erreicht, und die Produktion geht gleichmäßig bas ganze Jahr hinburch, unbeeinflußt burch Frost ober Hitze, Regen ober Sonnenschein. Ter ganze Trockenprozeß vollzieht sich auf einer Grundfläche von ca. 2100 Qm., während bei natürlicher Trocknung für bie Trockenschuvpen nebst ben für ben Luftdurchzug und den Verkehr erforderlichen Zwischenräumen eine Fläche von ca. 42000 Qm. erforderlich fein würde. — Heber die Vorteile ber Braunkohlen-Preßsteinfeuerung und über die Verwendbarkeit derselben mögen folgende Angaben dienen: Tauerbrandöfen nach amerikanischem Svstem mit ihren Klappen, Schiebern und sonstigen Stellvorrichtungen zwischen dem Feuer und dem Schornstein eignen sich für Preß- fteinfeuerung nicht. Dagegen sind alle anderen Arten von Oefen für Preßsteinbrand brauchbar und besonders diejenigen, welche gut luftdicht verschließbare Heiz- und Aschenfalltüren haben; diese sind zur Regulierung des Feuers vollständig ausreichend. Klavpen ober Schieber vor ber Ausmünbung bes Ofens in das Abzugsrohr ober ben Schornstein werben am besten nicht benutzt. Bei ben luftdicht verschließbaren Oefen kommt ber wesentlichste Vorzug ber Braunkohle, bas lange an» haltende Nachglühen besonders zum Vorschein, unb diese Eigenschaft ist es, bie einen sparsamen Verbrauch ermöglicht. Tie Türen sinb jeboch erst bann zu schließen, wenn die Preßsteine tu voller Glut stehen. Aber auch ohne solche Mnrichtung des Ofens kann man eine ähnliche Wirkung erzielen, wenn man burch Ansammlung Der Asche ben Luftzutritt durch ben Rost beschränkt. Tas Schüren im Feuer, wie es bei ber gewöhnlichen Steinkohle nötig ist, ist bei ben Preßsteinen überflüssig, sogar schädlich unb muß bah er unterbleiben. Ein Bogen Zeitungspapler unb ein paar Haube voll kleiner Preßsteinbrocken genügen, um in kürzester Zeit ein lebhaftes Feuer zu erzielen. Arbeiten Srt» Kervicljiltigungen röen prompt und dislm ‘•'fit- 1145 L?!?fl!_^roig|tr. 8,1. mHrtuil von en, Lumpen, Suochn, r, Messing, vlei, Zs»!, rc., Döbeln, Bellen, cug, Sold- und Lilbcr- , Münzen und Autiqui- 31 isRothenberger _ Neuenweg 22. _ ereS Anwesen in günstig, ge innerhalb bes öiabl- jum Äemeb eines jeden - oder (leinen Fabrik- S geeignet, zu verpachten. rch die Ery. d. flL ta N WW ÜM gesucht. Cfi- unk LU20 W—die Exped. d. t. 1 math. erteilt Unterritz Mathematik, ui der ferp, d. Li. jOH icheozwaugtosesUolloguM mitMaineralillem -na). M gratis, den unter k 0104o an m^ition ds. Blattes.—_ tüt • 11 l 9 CÜ. u. 01044 W lltlltjtt! te "w—ilHihen gt'< 1 Mark ®ut« N|le«urÄ stellten. ylbg. Reinhart empfiehlt die Annahme des Antrags Korell. Die weiteren Ausführungen des Redners bleiben auf der Journalistentribüne unverständlich Abg. Häusel wünscht mehr Berücksichtigung ber Gemeinbe Erbach Mg. Horn hat einige Wünsche für Seligenstadt, Mg. Wolf bemerkt, bie Wasserverhältnisse in vielen rheinhessischen Gemeinden seien geradezu erbärmlich Ab- . Hilfe dringend erforderlich Die Versammlung bewilligt die geforderte Summe mit dem Antrag Diehl. Für Regulierung von Bächen und nicht schiffbaren Flüssen re. werden 6350 Mk. verlangt. I Abg. Haas und Genossen stellen hier ben Antrag, die Negierung zu ersuchn, bie Lösung der Frage bezüglich ter Entwässerung des Rieb wieder aufzunehmen und auf Orunb ber vorhanbenen Pläne durchzuführen. Dieser Antrag wirb mit bem Kapitel angenommen. Ohne Debatte würben zur Bekämpfung ber Reb- lausgefahr 25 000 Mk., zur Hebung bes Klein- pinzerstanbes in Hessen 2500 Mk. unb zur Förberung ks O b st - n n d Gemüsebaues 11840 Mk. bewilligt. Bei Titel: Förberung ber Tierzucht sinb in Annahme für bas Lanbesgestüt 32 420 Mk. eingestellt, in Ausgabe 49145 Mk., für sachliche Ausgaben 60075 Mk. utii für Remontierungskosten 50 000 Mk. Abg. Schmalbach wünscht bie Errichtung einer neuen öejslütsstation in Nieder-Moos (Oberhessen). Abg. Brauer regt eine Abänderung ber jetzigen Satze ür Deckgelber an unb verlangt namentlich auch bie Ab- tciffung ber Trinkgelder für die Gestütsbeamten. Man otHe denselben lieber von ber Regierung eine Entschädig- ung bafür bewilligen. Ministerialrat Braun führt aus, baß bie Deckgelber- stage erst im Jahre 1902 neu geregelt würbe. Wenn man berat Verlangen bes Vorrebners folgte, würbe ein erheb- ■ Ich er Ausfall ber Einnahmen eintreten. Daß ein Gestüt durchaus in ber (Stabt liegen solle, sei nicht erforderlich. Es hüne erwünscht, wenn vielleicht eine Gemeinbe sich frei- teiHig zur Uebernahme bes Gestüts bereit erklärte. Abg. Korell meint, man müsse boch barauf beb acht [fim, bas Gestüt möglichst in bie Nähe des Zuchtgebietes tu liegen. Sehr notwendig sei die Bildung von Pferoezucht- Vemossenschaften. Abg. Dr. Heidenreich bemerkt, eine baldige Er- ftbiigung im Sinne des Antrags Brauer sei im Interesse ber Lamd wirt schäft sehr erwünscht. Das Haus genehmigt barauf bie erwähnten Titel, ebenso (ür sonstige Förberung ber Pferbezucht bie geforderten Beträge von 11000, 1300 unb 8000 Mk. -.«u's Gar«», lug den«- yä": e _ 9iur . Abend r Sumfh Evle’* nboier, SfcÄ' ^'Programm! ^Pig. »ss-s Uhr. ,.W. MS- 1 ——- 7519 L»eer uno Mo^le. - Me „Nationalztg." meldet : Nach kaMlichcr Anord- benutzt das Bad von'6 Personen besichtigt. trung soll außer dem bereits Befiel) end en Ädrniralpab der \ v #> y , . f ...Ap ftreisfonferena Marine in Berlin analog dem gropcn G^neralstab der Armee 1 ö mriinhorJ hio kirr nm q>/ n 911 ein aroßer General üabder Marine gebildet werden, sur den Wahlkreis Gießen-Grunberg, die hier am 28. v. M. berichte betragen die Einnahmen im zweiten Halbjahre 1903 6 0 6.07 Mark, die Ausgaben 58 2.65 Mark. Die dem Kreiswahloerein angegliederte Unterstützungskaffe ver- zeichnete 180 Markt Einnahme und 149 Mark Ausgabe, ihr Gesamtbestand beträgt 330.60 Mark. Von den Beschlüssen ist derjenige bemerkenswert, welcher das Landeskomitee ersucht, die Landgemeindeordnung, die im Buchhandel nicht zu haben ist, und ebenso das sozialdemokratische Kommunalwahlprogramm drucken zu lasten und an die „Genossen" abzugeben. 8. Darmsta dt,l. März. Der Evangelische Kirchen^ gesangverein für Hessen begeht in diesem Jahre die Feier seines 25jährigen Bestehens. Er darf dafür auf die herzliche Teilnahme aller Evangelischen nicht nur unseres Landes, sondern ganz Deutschlands rechnen. Denn nicht nur hat er sich um die Förderung der Kirchengesangoereinssache und des Kirchengesangs überhaupt in Hesten große Verdienste erworben, er hat auch durch Jahrzehnte hindurch unter dem unvergeßlichen Geh. Staatsrat Ludwig Hallwachs die Führung in dem Evang. Kirchengesang- verein für Deutschland, der seine Entstehung und allge- nieine Ausbreitung ganz wesentlich seiner kraftvollen Initiative verdankt, gehabt. Den ersten Anstoß zu der ganzen Bewegung hatte K ö stlin gegeben, damals noch in Württemberg, dann Professor in Friedberg, später in Gießen, der heute noch an Hallwachs Stelle den Deutschen Verein leitet, und neben ihm Sell, damals Stadtpfarrer in Darmstadt, jetzt Profcstor in Bonn, der 1874 den Darmstädter Verein gründete. Dem Jubiläum zu Ehren soll am 16. Mai die Sitzung des Zentralausschusses für Deutschland und die Genera lversammlung des Evang. Kirchengesangoereins für Hessen in Darmstadt gehalten werden. Am Abend wird der Kirchengesangverein in der Stadtkirche unter Leitung von Arnold Mendelssohn drei Bach'sche Kantaten („(Sott fährt auf n. Jauchzen", „Wie schön leuchtet der Morgenstern", und „O ewiges Feuer") aufführen, während am Vorabend in einem liturgischen Gottesdienst sämtliche Darmstädter Kirchengesangvereine mitwirken werden. ' Für die ( 1904/05 auf werden: KulLaMtNlarltches. Berlin, 1. März. Die Wahlprüfungskom mi ssion des Reichstages hat die Wahl des Abg. Lenz mann (frs. Vp.) für giltig erklärt. „ 2 „ 598 „ 368 Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 139 Männer und 28 Frauen, Brausebäder 1272 Männer und 184 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Per- , ,|Cics W ^ngeiT ei"K "08 H Sie litt im Juni 1900 an heftigen Zahnschmerzen, von denen ' sie die Zahnärzte, welche sie aufsuchte, nicht befreien konnten. ■ Sie konsultierte deshalb Schröter, der darauf zwei Gläser ■ Wasser vor sie hinstellte und über eins derselben längere : Zeit seine rechte Hand hielt, um, wie er sagte, das Wasser zu magnetisieren. Tie Zeuginn mußte dann das magneti- ; fierte Wasser trinken, und während dieser Zeit streichelte Schröter ihr die Wangen. Da war der Schmerz 1 mit einem Schlage weg. (Heiterkeit.) Vors.: Und der Zahn hat nicht wieder weh getan? Zeugin: Nein, niemals wieder. Ich habe es auch meinem Zahnärzte erzählt und der sagte: Na, es ist ja gut, wenn Ihnen der Glaube geholfen hat. (Heiterkeit.) Die Zeugin ist dann immer zum Schröter gegangen. Sie hat u. a. an Venenentzündung und Kopfschmerzen gelitten, wogegen Schröter Vorschriften in Bezug auf Diät und Kleidung gab. Auch wandte er wiederholt den Magnetismus an. Auf Befragen gibt die Zeugin an, daß sie länger als 7 Jahre an diesen Leiden laboriert, und daß ihr kein 21 rzt geholfen habe, während Schröters Verordnungen in wenigen Wochen zu ihrer vollständigen Gesundung geführt haben. Es kommt dabei zur Sprache, daß bei einem Besuche der Zeugin der Naturheilkundige Guter aus Detinold im Oscillatoriurn des Angeklagten anwesend war, der als der Verfasser der mehrfach erwähnten Schrift in Frage kommt, in der die Behauptung enthalten ist, daß sich bei plötzlichem Schreck die roten Blutkörperchen in „Berliner Blau" verwandelten. Guter beteiligte sich an der Untersuchung, der Zeugin diktierte Schröter eine Kurverordnung. Vors.: Sie sollen sich auch von diesem Guter eine sogenannte „Charakterstudie" haben geben lassen. Zeugin: Ja, Guter hatte hier einen Vortrag über GesichtsauSdruckslunde gehalten und dabei die Behauptung aufgestellt, daß er aus der Gesichtsbildung Schlüsse auf den Eharakter eines Menschen ziehen könne. Da er von einigen mir bekannten Personen lediglich auf Grund von Photographien überraschende und zutreffende „Charakterstudien" entworfen hatte, ließ ich mir auch eine geben. Der Vorsitzende bringt die Auskunft zur Verlesung. Es heißt darin: „Es ist Ihnen ein unbedingtes Bt-düifuiS, sich zu bewegen. (Heiterkeit.) Wohlwollen stark entwickelt. Interesse und Liebe für Fortschritt. Gut bcanlagte Denkkräfte und juristisches Talent, auch wissen- jchastliches Talent. . . . Kann unter Umständen heftig werden. Zeuge: Tas stimmt auch! (Heiterkeit.) ... "Muß sich hüten, auch nicht vorübergehend tyrannisch zu werden. Sie finden Vergnügen an etwas Opposition. Sie können keinen Tag leben, ohne Widerstand zu leisten ober zum Kampfe herauSzufordern. Sie würden als Offizier, Welt- reisender, Großkaufmann auf dem rechten Platze jein. (Große Heiterkeit.) Sie haben mehr Talent zum Erwerben als zum Sparen. . ." Im Einschluß an die Verlesung fragt der Vorsitzende die Zeugin: Der Mann hat Sie doch gesehen, bevor er Ihnen oiefe „Charakterstudie" gab, wie tonnte er da solchen Un- I inn schreiben, daß Sie sich zuui Offizier eigneten? (Heiterkeit.) Angell, (einfallend): Tas ist doch nichts Auffälliges. Guter ist eben von der Ansicht ausgegangen, es sei gar nicht ausgeschlossen, da3 auch die Damen mal Offiziere werden. (Große Heiterkeit.) Vors.: sJla, Fmu Zeugin, und mic ist es nut dem juristischen Talent? Reiter feit.) Zeugin: Ich habe mir den Zettel doch nur zu meinem Vergnügen geben lassen. — Auf Befragen durch den Sachverständigen Tr. Puppe bekundet die Zeugin noch, daß ihr Fuß infolge der Venenentzündung völlig gekrümmt gewesen sei, und daß sie oft wochenlang m schwerem Fieber ans Bett gefesselt war, ehe sie zu Schröter gegangen sei. — Tie Zevgm belnndet schließlich noch, daß Schröter auch ihre Tochter, die an einer schweren Halsentzündung gelitten, durch eine einfache Zitronenkur wieder her- gestellt habe. Auch die nächste Zengin, die Gutsbesitzerfrau Ida Goldap, deren gelähmtes Kind der Angeklagte gesund gemacht haben soll, ist von der Heilkunst Schröters fest überzeugt. Er hat dem Kinde Dampfbäder verordnet und in der Folge auch die Zengin selbst, sowie ihre beiden Söhne durch homöopathische Pulver von allerlei Leiden kuriert. — Schließlich bekundet noch die Arbeiterfrau Luise Frauenwald, daß der Angeklagte ihren am Fieber leidenden Sotw durch Pillen und (alte Umschläge geheilt hat. ftüt ben Tei -M Ä-ffi 1902'03 L'S Die Zahl Wahr« 2061 Frisch einyeirolleii; Geflügel, Kaviar und holl. Austern Carl Se waab, Hofdelikaiessenhandlung. Telephon 26». 324 Seltersweg 13. Den am Küchenherde wirkenden Hausfrauen wird die Arbeit noch mehr zum Vergnügen, als vielleicht sonst schon, weil sie nicht mey: f ' 7'1 - zu leioen haben, und weil die Speisen nicht mehr im Handumdrehen anbrennen. Auch bei der im Winter für das Personal notwendigen Heizung der Küche nach beendeter Zubereitung der Speisen, ergeben sich beträchtliche Ersparnisse ganz von selbst, weil die Preßsteine langsamer verbrennen als Steinkohle und trotzdem genügend heizen, und weil das größere Volumen der Preßsteine das fortgesetzte Hineinstopien in die Feuerung verhindert. Alleinstehende Personen, oder Frauen, die keine Unterstützung im Haushalt haben, empfinden die große Annehm- lichteit der Preßsteinfeuerung, weil sie bei der Rückkehr nach Ausgängen nicht wieder von neuem Feuer anzünden müssen, sondern ein warmes Zimmer oder eine warme Küche vorfinden. Steinkohle erzeugt zwar schnell eine große und heftige Hitze, aber der größte Teil der Wärme fliegt zum Schornstein hinaus und ebenso schnell erkaltet der Ofen wieder nach dem Erlöschen der Flammen. Dabei wirkt die Steüuohlenseuerung zerstörend auf die Oefen und man findet selten einen solchen, deren Rost nicht zerschmolzen und ine Feuertüren und Schutzplatte nicht verbogen, zersprungen oder sonstwie defekt geworden sind. Porzellan- und Majolikaöfen findet man meist in den Fugen gelockert und wohl gar zersprengt. Außerdem wird die Luft in den mit Steinkohlen geheizten Räumen unerträglich trocken und ungesund, weil sie an den glühenden Osenplatten überhitzt wird. Dieser .Umstand ist u. a. bei der Heizung von Schulzimmern von besonderer Bedeutung. Temgegenüber erzeugen die Braunkohlen-Preßsteine eine gleichmäßige, angenehme und andauernde Warme, weil der Rückstand je nach der mehr oder weniger guten Beschaffenheit der Oefen zwölf Stunden und länger nach- glüht, besonders, wenn man die Glut mit Asche bedeckt. Tie Belastung des Haushaltungsetats für Heizung kann bei den gegenwärtigen Brennmaterialienpreisen bei Verwendung von Braun 10hlen-Preßsteinen erheblich vermindert werden, denn trotz des größeren absoluten Heizwertes der Steinkohle, wiro wegen des Minderverbrauchs die Ausgabe geringer werden. Am meisten tritt diese Verminderung der Ausgabe gegenüber der Luxusfeuerung mit Anthrazit hervor, wofür folgendes Beispiel einen Beweis liefert: Ein Bureauraum von 9 Meter Länge, 5 Meter Breite und 3,5 Meter Höhe wurde mit Anthrazit zum Preise von 3,90 Mark pro WO Kilogramm franko Haus in einem Tauerbrandofen amerikanischen Systems 2l) Tage lang geheizt. Tie Temperatur im Freien wurde morgens 8 Uhr beobachtet und betrug im Turchschnitt —1,02 Grad Celsius, an 8 Tagen stand das Thermometer unter 0. Ter Eeiamtverbrauch belief fia, auf 359 Kilogramm zum Preise von 14 Mark; mithin kostet die Heizung pro Tag 70 Pfennig. Ter Dauerbrandofen wurde durch einen Füllofen mit Chamotteausmauerung und luftdichten Türen ersetzt, welcher mit Braunkohlenpreßiteinen gereizt wurde, welche pro 100 Kilogramm 2 Mart bezw. pro ^tuck 2 Pfennige jranlo Haus kosteten. Tie Heizung wurde ebenfdlU 2:0 Tage lang fortgesetzt; die durchschnittliche Temperatur im Freien be- twg —1,45 Grad Celsius uno das Thermometer stand an 13 Tagen unter 0. Ter Ge)amtverbrauch belief sich auf 394 Stück oder pro Tag auf 19,7 Stück zum Preise von 39,4 Pfennigen; mithin betrug die Ersparnis 30,G Pfennige p^o -rag trotz niedrigerer Turchschnittstemperatur. Der Brauntoh- lenbrand war also nur halb so teuer wie der Brand der Anthrazitkohle. Allerdings gibt die zum Erüffnunc Montag, d auf dem oben Zu Gießen, Großh. L Ailanz Attrt Warenvorrat Warenvorrat Wo’t'en GeschLit4« Mobiliar 13 10° o Ab- Schreibung ' Emballage • ■- *6 • rlf* M.use bei tag' „,„ „idt tr di« ** Jut*r«' ’ Mfyn $t«m kita «Miner in s^J M# Mlibter SQerein .” 16. Mai b« f‘S'ü[»euiW(«.l ?e§ ®Dang. Kirchen. Darmstadt gehalten werden. J«w m der Ctadtkich "lslohn drei BachH zen', Mir jc^ön leuchtn Mer')außühren,währU ien Gottesdienst sämtlich-. utroirfen werden.' enstyüst. U- Der Neubau der Berlin ist nunmehr be- verk wird falten, ebech dem dadurch ftei weiden i Opernhaus entstehen, in ■ir alle modernen Bahnen^ !as neue Projekt ist von •nei hostheaters Pcojejjo: Lktiengesellschast :bau mit einer Million rankjurt a. M. tourk warb 55 Ar Terrain an 4.; beteiligt ist der Kor- lvnig von Sachsen gench Schauspielhauses ii rnhanses. ei in Siet Am Saniö- n uber ben Neubau einii genehmigte bis Stadt- , des Baurats Seelmy> MM. 3b«*W uvetbem uiu eineifxt- und der Löhne ein. ingtsMen werden. i> ne um 2COOOO Ml u< rdSitlSitz-undSlis- Neumarll erbaut wv; hte Baujumme cin|iW; egen 7 Stimmen, aus- es-chert. __—_— g.aeide“ recke! - MUÜei! to Jedermann! nUbrkt. Hertoeberg. Zürich. JfV £ 527.55 2339.17 97.47 Submission 7tHL rm 1977 1. Backwaren, Ver- 5. 1836 Lannen und Wannen re. 2028 Lehr. FierdascliOAer Büchsensührung Ailanz am 31. Dezemöer 1903 Lanolin wird garantiert durch die Preis 25 Pfg. Rein, mild, neutral. 2068 Kirchberg bei Lollar, den 1. März 1904. Der Kirchenvorstand: Guß mann, Pfarrer. in 905 rm 2076 zur auf zu bringen. Robert Luckenwald. toen Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5.1 nach auswärts. 2406 25 1544 1498 210 172 30 257 33 6 370 73 147 633 7 56 27 131 145 10200 4600 20 136 73 13 1 105 2 37 6 10 253 100 6 Mitglieder Kreditoren Reservefond Betriebsrücklage Reingewinn 65 600 1400 6070 62 37,09 fm hallend, Fichten - Reisslängen, 20,83 fm haltend. B. Brennholz, rm Radettnüppcl, Buchen-Wellcn ] Buchen- und Eichen-Derbstangen, Fichlen-Derbstangen, Eichen- „ Radel- „ rm Nadelstöckc. 6. Butter, 7. Eier, 8. Milch, 9. Bier, 10. Schreibmaterialien, Zwieback Fleischwaren Spezereiwaren und brauchsgegenständen, Kaffee, 11. Maschinenöl, 12. Putzwolle, 13. Bürstenwaren, 14. Scheuertücher, 15. Seife, 16. Eis, 17. Porzellanwaren, Buchen- und Eichen-Wellen, Radel-Wellen, lange Haufen (mitunter Bohnenstangen), i m Buchen-, Eichen« und Radel-Stöcke. Reisslängen. Dienstag den 8. März 1904: Buchen-Scheit, Elchen-Scheit (darunter 18 rm Küferholz), Buchen-Knüppel, Eichen-Knüppel (darunter 9 rm 3 m lang), Äiadel-Knüppel, 275.— 1326.69 322.06 222.90 976.36 Holz - Versteigerung in den Waldungen der Gemeinde Ruppertsburg Donnerstag den 3. März l. I., vormittags 10 llhr beginnend in den Distrikten Hohenberg, Buchwald und Roden: Buchen-Scheiter, Lärchen-Rutzknüppel (3 m lang), Buchen-Stammknüppel, gemischte Reiserknüppel, Eichen-, Eschen- und AZpen-Knüppel, Buchen- und Eichen-Ast- und -Stammreiffg (letztere in Schichthaufen), Buchen-Stöcke, zu sein. Ich empfehle mein günstig gelegenes Etablissement fleißigen Emkehr der verehrlicheu gesamten Studentenschaft und rm Buchen-Schciter, „ Buchen-Knüppel, , Eichen- und Radel-Knüppel, „ Buchen-Ast- und -Stammreisig (letztere in Schichthaufen), , Buchen-Stöcke, , Radel-Stöcke, Eichen-Abschnitt mit 0,34 fm Inhalt, Radel-Stämme und -Derbstangen mit 13,77 fm Inhalt, Lmmtajst.3.Mzl.J., nachmittags 3 Uhr, roerben un Bieker'jcheu Hose — Neusladt 55 — gegen Barzahlung versteigert: 1 fast neuer Landauer» 2 Pferde mit kompl. Ehaisengeschirr. Tie Veriteigeruiig findet bestimmt statU 2010 Geißler, Gerichtsvollzicher. Die Lieferungsbedingungen und der Ministerial-Erlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungsbüreau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags eingesehen werden. Proben der unter a. 2, 4, 5, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und 15 bezeichneten Gegenstände sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Montag, den 14. März 1904, nachmittags 3 Uhr auf dem oben erwähnten Büreau einzurelchen. Zuschlag erfolgt den 19. März 1904. Gießen, den 27. Februar 1904. Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Holz-Versteigerung. Montag den 7. März 1904 sollen in den Waldungen der Stadt Staufenberg in den Distrikten Eichwald, Mai- strauch, Mark und Schabenberg versteigert werden: 16 Eichen-Stämme bis 59 cm Durchm. — 21,16 fm (Schnittholz), 91 Fichten-Stämme — 32,00 fm. Sandsteinbruch. Staufenberg, den 1. März 1904. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. Slop Italien - Ausleihung. An Pfarrbesoldungskapitalien sind vom 1. April d. I. an 8000 Mk., auch in Einzelbeträgcn, zu geringem Zinsfuß gegen sichere erste Hypothek auszuleihen. Gefl. Anfragen ind baldigst an den Unterzeichneten zu richten. Das Gictzencr Surgmugaziu befindet sich Kaplansgasse 27, Ecke Bahnhofstraße und empfiehlt feine Tannen lackierte, Eichen polierte, Metall-, Siütbcr» und BerbreuuuugS-Särge zu den billigsten Preisen. Auch werden dafelbit sämtliche vorkommenden Arbeiten bei Sterbefällen mit übernommen. . 1916 Hochachtungsvoll Georg Schmitt, Glasermftr Aktiva. Kaffenvorrat Warenvorrat Debitoren GeschäftS- mobiltar 138.57 10° o Ab- schreibung 13 85 Emballage Die Zusammenkunft ist in der Herzau, am Wender Heuweg. Das an den beiden Tagen zur Versteigerung kommende Brennholz wird teils vor- teils unvorgezeigt versteigert. — Nähere Auskunft erteilt Forstmart Steinbach dahier. Ruppertsburg, den 27. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Die Zusammenkunft ist am ersten Tag um 10 Uhr vor- tnittags int Distrikt Schabenberg und kommen die Eichen- Slämme zuerst zur Versteigerung, am zweiten Tag um 912 Uhr vormittags im Distrikt Strackeloh, beim Gemeinde- Die Zusammenkunft ist im Distrikt Hohenberg, an der Kreisstraße Ruppertsburg-Wetterfeld. Freitag den 4. März l. I., vormittags 10 Uhr beginnend in den Distrikten Langenberg und Ziegenberg: g e h llb . • Daher Stand der Mitglieder Ende 1903 Oppenro d, den 12. Februar 1904. Hladöacher Warenlager lUd^mflr. 45 E. Seuämejj WkWmstr.45 Billigste Ausnahmeprcise für sämtliche Küchen- nnd Hanshalinngs - Geräte in Emaille, Porzellan, Glas und Steingut. Hro.e Auswahl in emaill. Kochtöpfen, Eimern, Teigfchüsseln, Kaffee- August HeSfenbein Zimmergeschäft, Schottjtratze 19. 2. 3. 4. Hohversteigerung Donnerstag den 3. März 1904, von vormittags 9‘/2 Uhr an, soll in dem Anne- röder Geineindeivald in den Abteilungen 13 Langmos, 19 Hute und 24 Bauernholz folgendes Holz versteigert werden: A. Ban- und Wcrkholz. 72 Fichtenslämme, 13—22 cm Durchmesser, 8— 15m lang, 16,70 im haltend, 760 'Fichten - Derbslangen, Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ein Der Borstand. Artsgcweröeverein Mittwoch den 2. März, abends 8V2 Uhr: Diskussions-Abend in der Restauration Feidel. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1904/05 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden: a. die Lieferung von: „ Eichen- und Radel-Stöcke, Eichen-Stämme mit 6,68 fm Inhalt, Radel-Stämme und -Derbstangen mit 5,78 fm Inhalt, Eschen-Stämme und -Derbstangen mit 6,67 fm Inhalt. Buchen-Derbstangen mit 0,12 fm Inhalt. Eine Quantität Eichen- und Radel-Reisig in Abteilungen. Neues extra schweres Email-Koch- u. Bratgeschirr Feuerbeständigkeit garantiert. Düsseldorf 1902 Goldene Ddedellle. / Brüder Schmidt »u. Seltersweg 83. Buchen-Derbstangen mit 0,06 tm Inhalt. Eine Quantität Radel- und Eichen-Reisig in Abteilungen. Hohverstcigcrung am Samstag den 5. März er., vormittags 9 Uhr bei Wirt Kreiling, Odenhausen, aus dem Gemeinde-Wald Oden- Hausen. Hoherwald 5a 100 rm Buchen-Scheit und Knüppel, 282 rm Reiser, 32 rm Stöcke. Tostkopf 7b 111 rm Buchen- Scheit und Knüppel, 1 rm Weichholz, 870 rm Reiser. Iunkernwald 4b 2 rm Nadelholz, 16 rm Reiser. [2064 Krofdorf, den 1. März 1904. Das Bürgermeister-Amt. den sehr geehrten Bürgern der Stadt. Es wird mein Bestreben sein, die mich beehrenden Gäste das Beste zuvorkommend zu beöierum. 2U74 Tages-Ordnung: Neuregelung der Steueroerhältniffe Hessen. Fragekasten. Verschiedenes. 2049 Eine Fettselfe ersten Ranges. Lanolin fahr ik Martinikenfelde. Aach bei Lanolin - Toilette - Cream - Lanolin "ARl(P Df achte man auf die Marke Pfeilring._____________________ Die Zusammenkunft ist am Eingang des Waldes Oppen- röder-Weg Müllerweg. Annerod, d. 26. Febr. 1904. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1966 2015 Emil Ptslor Mac fl.» Giessen Zum bevorstehenden MM erlaube mir die Anfertigungen von Gartenspalieren, Hütten, Hallen, Waschpfählen, Baum- und Rosenstangen, sowie aller in dieses Fach einjchlagenden Artikel in empfehlende Erinnerung Bekanntmachung. Für den Teil der Wetzsteingasse bei der Eimnüiwimg der Wetz- fteinltraue ist em neuer Fluchtlinienplan festgestellt. Derselbe kann beim städtischen Tiefbauarnt (Gartenstraße 2) eingesehen werden. Gießen, den 26. Februar 1904. 2045 Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Auf dem Bureau des hiesigen vrtsgerichts werden Donnerstag d. 10. März 1904, nachmittags 3'/, Uhr, zwei der Stadt Gießen gehörige, an der Grünbergerslraße gelegene Bauplätze versteigert. Gießen, den 1. März 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Slecu m. 2089 Wein-Verkauf. Nnr furje Zeit. “W Das große Weinlager des Herrn Anton Koch im „Kaisergarten", Seltersweg 79, wird einem freihändigen Verkauf ausgesetzt. Einzelflaschen bis zu 5 Stück werden zu Selbstkostenpreisen, dagegen von sechs Flaschen an mit 25% Rabatt für Weine bis zu Mk. 1.— per Flasche , 30% , , H nun 2.— w « , 35 % , „ , über 2.— , des Selbstkostenpreises abgegeben. — Sämtliche Weine in Flaschen und Fässern kommen nur aus guten Lagen von Rhein, Mosel rc. und sind von ausgesucht bester Qualität. Schaumweine kommen in besten Marken vor. 2069 Privaten und Wiederoerkäufern ist hier die seltene Gelegenheit geboten, für wenig Geld wirklich gute Weine einzulegen. Nähere Auskunft erteilt Konkursverwalter I. Bocck, Gießen, Stcinstraße 15, und Anton Koch, „Kaisergarten'. In Jagdwaffen stehen auf der Höhe: Nimrod-Drillinge mit und ohne Hähne, »iS 7 ——-Doppelflinten, Büchsflinten. Doppelbüchsen 20. mit und ohne Hähne, mit dem neuen äußerst praktischen Nimrod-Verschluß, ferner auch mit Einabzug, Paironen-Auswerier, Zielfernrohr 2c. NiH1POd3^ir^6 und Scheibenbüchsen. Auf Wunsch Ansichtssendung, Preislisten und nähere Auskunft. August Dickore 1827 Vertreter der Nimrod-Gewehrfabrik Thieme & Schlcgelmilch, Lnhl. Hierdurch gestatte ich mir, ergebens! anzuzeigen, daß das Kwtamiit „Zum perKeo“ aufgehört hat, S. C.-Lokal 124.72 34.10 3123.01 Hausfrauen prüfet fdiutimatV®- 9 • » • •Schulzmer'#1 Capes aus KameelHaarloden mit Kapuze und Schlitzen zum Duichgienen. jl 9.—, 12.—, 16.50, 21.-, 24.—. Gebr. Siamm Gießen, Teleph. 384. Bersand 1S4J jtrmätrzc« Marte: Dr. Hommcl „ „Reichsadler" empfiehlt 1873 Adolf Bieler Passiva, üft £ Geschäftsguthaben der 18. ca. 32000 Ztr. Maschinenkohlen, 19. ca. 600 Ztr. Nußkohlen, 20. ca.60rrnTannenscheitholz. b. das Reinigen des Herdes und der Oefen, die Entleerung der Kehrichtgrube, die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oel- und Weinfäßern, leeren Flaschen und Lumpen. Landwirtichastlicher Konsumverein Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Lagerhalter: Balser VII.H. Schmidt V. Der Verein Keundinnen junger MnHen ladet Stützen, Laven- und Kindcrfräuletn zu einem Thee-Abeird auf Sonntag den 6. freundlichst ein. Anfang Uhr. Ende 10 Uhr. 2053 Bcreinszimmer: Rcstauratiou Zipp, Cfianlaae 9, Eingang links. Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Gießen für 1902,03 nebst verroaltunq?- 6erid)t, sowie die Rechnung des Stadterweiterungssonds, des städtischen Elektrizitätswerkes, sowie des städtischen Gas- und Wasserwerks für 1902 03 liegen in Gemäßheit des Artikel 87 der Städte- ordmmg während 8 Tagen auf dem Bürgermeisterei-Bureau.— 3immer Nr. 15 — zu Jedermanns Einficht offen. Es wird dies mit dem Ausügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Bemerkungen zu denselben in der gleichen Frist bei uns eingerelcht werden können. Gießen, den 29. Februar 1904. , 2047 Groi'.per-ogtiu.e ui.lermcifterei Gießen. Mecum. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1902 Während 1903 gingen zu . 2061 3123.01 53 5 58 ♦ 3 VULCANUS ' 1 F" V - » Wir beehren uns, den Eingang der Neuheiten für die Frühjahrs-Saison in Kleiderstoffen, Tuchen und Anzugstoffen 1956 Kreuz 15. Mäusburg 1. 'm. Ferd. 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März 1904, nachmittags 5 Uhr: Aufführung in der Stadtkirche zu Griesaen veranstaltet von dem Akademischen Gesangverein unter Mitwirkung des Evangelischen Kirchengesangvereins. Job. Seb. Bachs Passions-Musik nach dem Evangelisten Matthäus für Soli, Doppelchor, Kuabenchor, Orchester und Orgel. Mitwirkende: Dirigent: Herr Akad. Musikdirektor 6. Trautmann. Anthracit - 1533 Eierbriketts empfiehlt J. Happel, Kohlen» n. Holzhandlung« jWlg tn'SÄä«® s «EMF ^■=0 u - e <-> * p cn£ eJo.Ssis IfläLfl u’9ÜEÄS - ~.,ti ZJ P Atein Spezial Komplette Schlafzimmer-Einrichtungen sowie 1641 selbstangefertigte FolstermöbeJ und Betten in bekannter solider Ausführung. Vollständig ausgestattete Musterz immer. '**9® ______Niederlage der Hof •Möbelfabrik Chr. Niederhöfer Söhne in Edenkoben. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute nuv morgen: 2019 ©djkuflrifdj ,52 ßfg. Rmdbkisch 56 Df«. Ziikrßkilih, schien, 40 M Gilt rentables Haus mit Stallung, Remise u. Garten ßu verk. 91äh. Bergstraße 17. 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ZZ^L ÄS^§ uQ ‘P «n :—1 — 3 Q w wod •— TT fr d t-> tu c .tD fr ort or» S 'o 5 3, 1? ti (-5 fr o "‘8 ‘ST 3 I «<ä^UduD" 4-4 <3 5 . fr 8 £ o L ä.-- Esä-'g o S'ö'^ 1/3 £ ■- F fr F-'S ^3 L. ort 2 .4-. »«EL— :d O o 3 dr- dOrE fr N:p -p £ o -- $±«^o*F-gnö5XXd)a^ E 8 fr£ 3 o E F ^n^oV ir ,«F Hcr?. FS L $0^,4 »S j- ,TTu— «JÄ ufÄ 5 «1—0 o —uQ SVD ofi -Ati-e ETwiOu = ^gsfis|A,SSg ni^.EoFoggri’Fo 2)-2rä 3 a e ui «** Qr** !^> Hi *-* >-» r*< ■%-£■«.-> ZsLZL KZZLS A8ZL.L e ßZ •ö Ex _4«ti X C o o 3 3 " So Xä e .3 Z I g S^ZZHdZ llgSs-fc^-8 f tr 5 2 -x.23.-L g H pm • r-* •— C* 03 t-> >-> r: Sy cd3 v *■* jöy -S K <2s- g — Vts S. F o tK-o ß o o öC O "0:3 o «LNZN L ZLkLL .5 & g t= E 8 = 5 5 S.s.pg® ,sA«w %£B? □ «M» aiSt: s „ ™Svj?-sS-t3 <*■ 3r> d en SS » f s •g SS ts Ä 3 3 OQ CD S tu ÄSafieslSS e nr. « E®» ä ß g 2 31 "sS3 ort 40 er. £ »> itr» 3 <35 " W*— 3 ost E £ E =« o$> B t-* S5 ost F ö“3 ®a2 o *5" o -3 :d —. C5©£-Ö £•». CD 3 3 P ■ Q 3 o 05 F? o 1 4> N 3 4 B v c <55 tj? 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Tie Koreaner melden ungern den Russen die Bewegungen der Japaner. Tie Chinesen verstärken ihre Truppen am Liauho. 10 000 Mann des Generals Juanschikai stehen bei Jun- punsu, 15 000 unter General Ma um Midschu. In der P-rovinz Tschili treffen neue Truppen ein. Nach einer Petersourger Meldung Hutten die Russen den Plan gefaßt, an beiden Ufern des Jalu ein Armeekorps aufzustellen und in der Defensive zu verbleiben, bis sämiliche Truppenmassen in Ostasien angelangt sind. ^Nach einer nach Paris gelangten Meldung befinden sich 2 6 0 00 Russen am mandschurischen Ufer des I a l u - slusses. 40u0 Mann berittene russische Infanterie haben die Pässe der koreanischen Gebirge 35 Meilen südlich von Windschu besetzt. ■ „Daily Telegraph" meldet aus Tschifu, das russische Regiment, welches bei Pingyang zurückge- scylagen worden sei, sei das 10. osisibirische Regiment. Tie Russen bestreiten indes die Nieder la ge des Regiments. Londoner Blätier berichten aus Tokio, die Offizi er e der Brander, welche beauftragt waren, den Hafen von Port Arthur zu sperren, und deren Plan vereitelt wurde, haben sich zum Zeichen der Trauer über ihren Mißerfolg die Kopfe t a y l scheren l a s s en. Aus ^»rtutsr luirb vom 1. März gemeldet: Um 11 Uhr vormittags fuhr der erste, aus 25 Maggons bestehende Zug in Gegenwart des Ministers Chilkoio über das Eis des B a i t a r s e e s. Tie Matrosen der beiden vor Tschemulpo gesunkenen russischen Kreuzer „Lparjag" und „Kore^etz", Zusammen 266 Mann, |aiu in Saigon enigetrof^n. Die Gerüchte, wonach btc Z^milien der nach Ostasien abgegangcnen jüdischen Aerzte ihren Wohnsitz außerhalb des erlaubten Rayons hätten verlassen müssen, wird russischer,eirs os,.chvs dementiert. Kus KtUlsch-KsitKa. Oberst Dürr meldet aus Swakopmund, daß er mit seinem Stabe und mit dem VerstärkungSlransport für die Schutztruppe unter Hauptmann v. BagenSkt auf dem Dampfer „lineie Woermann" am 1. März dort augekommen. Bom Verstärkungstransport find, rote o. Bagensti gleichzeitig meldet, die Infanteristen mit der Bahn nach Okahandja m- stradiert roordeu. Die Kavalleristen traten lofort die Fahrt lach Kubas, oer Eisenbahnstation von Kanbib, an. Gouverneur von Pu11kammer telegraphiert aus Kamerun vom 29. Februar: Kolonne des Leutnants Nitsch mann auf Zollslation Nssanakang ohne Gefecht eingetroffen, von wo die Aufständischen nach Zerstörung der Niederlassung geflohen sind. Hauptmann Lang Held sichert mit einer halben Kompagnie die Balistraße und das Gebiet von Koala. Oberst Nlüller tritt an der Spitze einer stärkeren Expedition am 6. Marz den Marsch auf Nssanakang an. Im Süden deS Croßflustes alles ruhig. H»arlamenta'.ijches. Berlin, 1. März. Die Budgetkommission des Reichstages setzte die Beratung des Militäretats fort und lehnte bei Titel „Artillerie- und Wa f f en ro cfe n" die Forderungen von 316000 Marl für maschinelle Einrichtungen in den technischen Instituten der Infanterie ab Ferner wurde bei der Forderung von 11 400 000 Mark für Vervollständigung des deutschen Eisenbahnnetzes im Interesse der Landesverteidigung 800000 Mark gestrichen, die das Reich als 80 prozentigen Pauschalzu- schuß an Preußen für den Ausbau der Bahnlinie Leinefelde- Treysa zahlen sollte. Es lag hierzu eine Petition der Städte Alsfeld und Breidenbaa) vor, die um den Bau der Bahn von Hersfell), Nieder-Aula nach Alsfeld ersucht. Es wurde ausgesührt, daß diese Strecke die naturgemäßeste und kürzeste Verbindung von Ost nach West und nur 44 Kilometer lang ist, von denen 11 Kilometer (Hersfeld-Nieoer- Aula) bereits im Bau sind. Von den noch bleibenden 33 Kilometern sind 11 preußisch und 22 hessisch. G-raf von Oriola will erst eine Verständigung zwischen den preußischen und ^fiifajen Ministerien herbe.ge,ichrr wissen. 2s sei gejagt wvroen seitens oer Militärverwaltung, diese Bahn sei g.ulz unabhängig von der Bahn Hersfeld—Nieder- Aula—Alsjeld zu betuiuigen. Im Jahre 1^80 habe das Kriegsnunisteriiim ertlän, die Strecke über Herssetd nach Alsfeld sei die Linie, die für die Militärverwaltung am enijprecheiidsteii sei. Er müsse eine Zurückstellung des Pv,iens beantragen, bann werde der preußische Eis.iibayn- minister zum 'Siachgebeu gezwungen werden. Major Staabs: Die Dransp.ristri.ße Leine,eld—Treysa sei höchst wichtig. Gewist sei anzuerk^nnen, bay bie Strecke HeiS- seld—Nieder-Auia—AlSieid strategisch von Mchiigieit sei, aber barumer dürfe die Strecke Leineselde—^.reysa nicht leiden; sie sei adsviut notwendig im Interesse der Landesverteidigung. Aus Hluöl imü £miii. " Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Ches der Firma Montaner u. Cie. zu Mainz, Kaufmann Hermann Sauerwein, den Charakter als Kommerzienrat erteilt, den Bauassessor Baumspektor Otto Berth zu Alsfeld zum etatsmäßigen Bauinspektor ohne ''Amtsbezirk ernannt, den Regierungsbaumeister Wilhelm I o st aus Darmstadt zum Bauassessor unter Verleihung des Titels und Ranges eines Baumjpeklors ernannt und den Oberförster der Oberförsterel Bingen, Forstmeister Adam Koehler zu Bingen in gleicher Tienslelgenschaft in die Oberförsterei Gießen versetzt. — S. K. H. der Großherzog haben den evangelischen Pfarrer zu Alsfeld, Lic theol. Fritz Herrmann zum Oberlehrer an der Viktvrlaschuie und dem Lehrerinnen-Seminar zu Darmstadt ernannt und dem Pfarrverwalter August Scriba zu Stumpertenrod, Tekanat Alsfeld, die evangelische Pfarr>telle m cti'iii!'!’’.i’i’r.pb übertragen. Vermischte». • Liegnitz, 1. März. Zwischen einem Hauptmann und einem Sta bsarzt wurde ein Pistolenduell ausgefochten. Der Stabsarzt hatte angeblich, als er von einem Kommando in China zurückkehrte erfahren, daß seine Gattin während feiner Abwesenheit zu einem Hauptrnanne, der seit Jahren Witwer ist, in Beziehungen getreten war. Bei dem mm erfolgten Zweikampf erhielt der Stabsarzt einen Schuß in das Kinn, nach einer anderen Meldung ini.cn Kehlkopf, während sein Gegner unverletzt blieb. * I n der Pirnaer Tuellasfäre, über die wir seinerzeit berichteten, ist nun mehr die Verhandlung auf den nächsten Tonneestag vor dem Kriegsgericht der 32. (3. .sächsischen) Tivis.vn- in Pirna anberaumt worben. Es sind etwa 40 Zeugen geladen. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich Ans ter Vorgeschichte der Angelegenheit feien folgende hauptsächlichste ^.at,achen wiederholt: Ter Oberleutnant K'-ohn vom 64. Ariillerieregiment in Pirna sah sich veranlaßt, seiner Jamilienehre wegen, drei [einer jüngeren Oseziere zum x.uell zu fordern. Während Krohn in allen Zroeitümpfen o.stie Verletzung davoniam, wuroe einer seiner Gegner durch einen Schuß in den Arm nicht unerheblich Deriounbet. Tie schuldigen drei Offiziere sind inzwifchen beurlaubt worden, auch Oberleutnant Krohn hat seinerzeit die Garn.son mit Urlaub verlassen, während seine Gattin seitens ihrer Angehör.gen einer Nervenheilanstalt überwiesen wurde. Gleichzeir.g ist von Oberleutnant Krohn das Chescheidungsveifahren emgeleitet worden. * Bankier Sternberg — ungarischer Staatsbürger. Man meldet aus Budapest: Ter Millionär und ehemalige Banner Sternberg, der bekanntlich wegen mehrerer Siitlichkeitsdeliite eine zweijährige Gefängnis stra,e abgebubt hat, trugt sich mit der Absicht, die unga.is^-e Slua.soi.rger.chaft zu erwarben. Sein Vertreter, ein Advokat, uniemimnit bereits Schritte, um Sternberg die Aufnahme in den Budapester Gemeindeverband zu sichern. ^endjtslaaL Brüssel, 1. März. Im gestern begonnenen P r o z eß de t Gräfin Lonyay und der Gläubiger der PrinzessinLurse gegen König Leopold wegen A n i e ch t u n g des Testaments der Königin iuar bemerkensivert, daß die Gräfin Louyay sich erst zum Eingreifen eukschtov, nachdem der König ihr i eben Pilichi teil verweigert hatte. Die Königin erwähnt in ihrem Tefiainent das spurloie 45er9 sch >vinden ihrer 2u'j UuO Fraiics betragenden M t t- gist. Tes Königs Berle.digung gipielt m der Behauptung, daß jein Ehe°Kontrati einen unangreifbaren internalionalen Akt dar- (teile, während die Kläger nachweiien ivollen, der Ehe°Konlrakt sei nicht vor dem ylolar und nicht im Beisein des damals mnider- lährigen Königs vollzogen worden und deshalb nach belgischem 'Jied)i ungültig. Zlnivi i sitäls-Dckchrichtiu. Jena, 1. März. Eine große Studenten-Bersamm- lung protestierte einstimmig gegen die Farben tragende Verbindung S e g a m b r l a, weil durch Erregung bisher unbekannten komejilonellen Streites die Eintracht miler der Sludenleiisthau gefährdet fei.