Samstag 2. Jrnnrar 1904 154. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 1 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen J>ie yeutlge Mummer umfaßt 12 Seiten. Bekanntmachung bis 2. Januar 1 Zplinderuhr 1 Siinberboa, tr1d)dn- ISgNth mit Ausnahme deS Sonntag». Di „Gießener $amlltenblätterw werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der tauöroUr erichemt monatlich ctiunaL verantwortlich Kh bei «flaenetaei Uli P. Llllko. tüt den Anzergenreil fr Bit Rotationsdruck und Verlag fr« vrühltche» Unmerfuätsfrruderei (Pieitch üttxnk Gietz«. verdächtig waren. Umsomehr wird gewünscht, daß im neuen Jahre die Kriegsflagge bis nach Buenos Ayrcs hinunter und um Cap Lorn herum vor Chile, Peru und Equador gezeigt werde. Die Möglichkeit der Detachirung eines Schiffcs'der ostamerikanischen Kreuzerdivision für solche Nundsahrt wird aber in Mannekreisen in Zweifel gezogen und als von der Gestaltung der politischen Lage in Mittelamerika abhängig bezeichnet. Man rechnet also wohl mit der Eventualität von Unruhen in Venezuela, Kolumbien, Panama oder in einem anderen dieser interessanten Mischlingsstaaten, und die Vermutung läßt sich allerdings nicht von der Land weisen, daß die Fortführung der Arbeiten am Panamakanal im Verein mit dem immer herrischer werdenden Auftreten der Vereinigten Ltaaten Gährungen hervorruft. Für solchen Fall wäre freilich bedauerlich, wenn eine? der vier Schiffe der ostameri- lanischen Station weitab vom Schauplatz der Ereigniffe sich befände. Alles in allem aber fonunt Deutschland zum Schutz seiner überseeischen Interessen mit den für diesen Zweck in Dienll gestellten Kreuzern auch weiterhin aus. Wunschkarten; verlöre n: 5 Portemonnaies mit Inhalt, 1 goldene Halskette mit Medaillon, 1 Svazierstock mit silbernem Griff, 6 künstliche Mohnrosen und 2 Pferdeteppiche. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 2. Januar 1904. Großherzvglict'ev '1'oliAeiamt Gießen. Hecbler. In der Zeit vom 19. Dezember 1903 1904 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, mit Kette, 1 goldene Brache, 1 Gesangbuch, 1 Sturmlaterne und Glück- Keer und Atolle. Die Kriegßslagge im Ausland. Man schreibt uns von besonderer Seite: Die Ziffern des Marineetats bieten einen gewiffen Anhaltspunkt für die Beurteilung der weltpolitischen Lage durch der Negierung. Es bezieht sich auf das Kapitel von den Kosten der Jndiensthaltung der Kriegsschiffe. Auf den ersten Blick könnte aus diesen Ziffern ein beruhigender Schluß gezogen werden, denn sie zeigen gegenüber der vorjährigen eine beträchtliche Erhöhung. Die nähere Untersuchung lehrt indessen, daß der Mehraufwand zum größten Teil auf die Schlachtflotte entfällt, die in den heimischen Gewässern stationiert ist. Die Formation dieser Flotte wurde auf neue erweiterte Grundlagen gestellt, was, da es sich um L-chiffe größerer Typs handelt, eine entsprechende Erhöhung der In- diensthaltungskosten zur Folge hat. Bei den Auslandskreuzern ist solches nicht zu verzeichnen, und eben daraus läßt sich entnehmen, daß das Auswärtige Amt nirgend, wo deutsche Interessen engagiert sind, die Lage für so bedrohlich erachtet, daß die Entsendung oder die Nachsendung von Kriegsschiffen in Aussicht genommen ist. Man hält die auf den verschiedenen Stationen befindlichen Schiffe zum Schutz der deutschen Jntereffen für ausreichend. Da4 ist von besonderem Belang bei den beiden Geschwadern in Ostasien und Ost- amerika. Wenn eS sich bestätigt, daß die Marineverwaltung für das neue Jahr die Abkommandierung je eines kleinen Kreuzers der ostasiatischen Station in die australischen, bezw. ost- afrikanischen Gewäffer beabsichtigt, so ist damit erwiesen, daß die amtlichen Stellen Deutschlands Jntereffen in China mcht für gefährdet halten. Etwas anders liegt die Sache bei der ostamerikanischen Kreuzerdivision. DaS Operationsfeld dieser Schiffe beschränkt sich nicht auf Nordamerika und Westmdien; e« umfaßt auch Südamerika, und zwar ist bestimmt, daß ein Fahrzeug diese» Geschwader- in nicht zu langen Zwischen- räumen auch die Westküste Südamerikas besuchen soll, wo die deutsche Kriegeflagge lange Zeit überhaupt nicht gezeigt wurde. Im alten Jahre, während da« Gros der Kreuzerdivision nach den Gewässern von Britisch-Nordamer.ka dampfte, sollte allerdings der Kreuzer.Falke- die brastlianüchen Lasen anlaufen. ^cr Besuch unterblieb aber, weil die Hafen sieber- Außlaud und Japan. Meldungen aus englischen und russischen Quellen stehen noch immer einander gegenüber. Wie die Zeitung ,,Russji" aus zuverlässiger Quelle meldet, nehmen die riissisch-japanischen Verhandlungen einen völlig friedlichen Fortgang. Alle Meldungen über ein japanisches Ultimatum usw. seien reinste Erfindung. Richtig sei nur, daß Rußland wie Japan ihre Kriegsbereitschaft verstärkten, was b.gre.s- sich sei, da die Möglichkeit politischer Verwicklungen beständig bestehe und in Japan mit ausländischem Golde eine leidenschaftlich Agitation gegen Rußland betrieben! werde. Nicht nur seine Interessen im fernen Osten, fonbern schon seine Würde als Großmacht nötigten Rußland, W nahmen zu treffen, um die Ereignisse ruhig abwarten zu können. — „T-aily Telegraph" meldet sensationell aus ^okio : Tie Lage bleibt s e hr e rn st und erscheint verschlecht ert Japan gab dringende Anweisungen zur Vollendung bezieh- unasweise Erbauung mehrerer Kreuzer und zur Armierung von drei seiner besten Fahrzeuge der Handelsmarine Seit Januar vermehrt Rußland fortwährend die Zahl der Krregs- schisse in Ostaften. Trr Tonnengehalt der russischen Schisse betrug zu dieser Zeit weniger als 90000 Tonnen, jedoch wird er anfangs des neuen Jahres 200 000 Tonnen betragen. Eine Anzahl Schiffe liegt zur Abfahrt nach den ostasia'.i chen Gewässern bereit. Ter Tonnengehalt der spanischen Schiffe beträgt 170 000 Tonnen. Wie dem „Lokalanz." aus Petersburg gemeldet wird, erweckt dort die Lage im fernen Osten die ernstesten Besorgnisse. Vom Statthalter Admiral Alexejew ist ein Telegramm direkt an den Zaren in Zarskoje-Sselo eing"troffen, dessen Inhalt derart wickchig war, daß sofort eineErtrasitzungt des Ministerrats beim Zaren einberufen wurde, zu der der Kriegsminister aus dem Theater fort gerufen wurde. Tie Sitzung dauerte bis in die späte Nackft hinein. Tos Resultat ist: die rus rfche Regierung hält an ihren Hauptabsmliissen: fest - gestern ist die Antwortnote nach Japan abgegangen. Reuter meldet aus Tschifu: Ja van charterte noch eine Anzahl Transportschiffe. Tas secks'e Armeekorps ift kriegsbereit, ebenso die Flotte, die in vier Geschwader nicht recht glauben. Wenn sie jedoch auch noch hartnäckig bleiben sollte, habe sie doch nicht die Kraft, ^den Kamps noch lange fortzusetzen. Er ersuche daher 1>ie Parteifreunde, auf dem Wege, der sich in der letzten Woche so trefflich bewährt habe, auch weiter zu verharren und in ihm die hauptsächlichste Aufgabe in der Verteidigung des 18G7cr Ausaleick)s zu erblicken, dessen Ausgangspunkt der Gedanke bilde, daß keine Veranlassung zu Mißtrauen zwischen Krone und Nation vorhanden sei. Tie Nation müsse die unfruchtbare Desckwerdepolitik fallen lassen, da die Interessen des Unoartums mit denjenigen der Dynastie und den wohlverstandenen Interessen der Gvoßmachtstett- ung der Monarchie sich twlllommen im Eingang befänden, (Stürmischer Beifall.) r r . Rom, 1. Jan. Ter hiesige japanische Gesandte ist gestern nach Genua abgereist zur Ueberwachung von Arbeiten an den beiden K r i e g s s ch i f f e n, welche Japan Argentinien abgekauft hat. Auf beiden Fahrzeugen fehlen noch die Geschütze. , Ausland. Gmunden, 1. Jan. Tie Besserung im Befinden des Königs von Dänemark macht erfreuliche Fortschritte. Das Mlaemeinbesinden ist sehr gut. Melbourne, 1. Jan. Chamberlain svrach dem bundesstaatlichen Ministerium für die Einladung, Australien zu besuchen, seinen Dank aus und erklärte, er erkenne zwar den Vorteil eines solchen Bsiuches an, doch sei ihm zurzeit eine längere dlbwesenbeit von England nicht möglich. Er hoffe jedoch, in nicht allzuferner Zukunft die Einladung annehmen zu können. Paris, 1. Jan. PräsidentLoubet emvsing heute nachmittag aus An'aß des Neujach s ^ges das diplomatische Korps. Nuntius Msgr. Lorenzelli hielt hierbei eine Ansprache, in der er aus'ührte, das Jahr 1903 habe den internationalen Frieden gebracht, zu dem die Haltung Frankreichs sehr wesentlich beigetragen habe. Der Nuntius erinnerte sodann an den Tod Leos XIII., der 25 Jahre seines Pontifikats den höchsten Interessen der Menschheit gewidmet habe. Präsident Loubet erwiderte, Frankreich vergesse nicht, in welchem Maße die Welt den Frieden der klugen Haltung der auswärtigen Regierungen verdanke. Dieser Klugheit und dem guten Willen. Konflikte zu vermeiden, seien die Konventionen entsprossen, die große Mächte in richtiger Würdigung der unveränderlichen Grundsätze, nach welckien die answäriiae Politik Frank eickis geleitet werde, mit Frankreich geschlossen haben. Loubet drückte sodann sein Bedauern über den Tod Leos XIII. ans und schloß mit den besten Wüusckvn für die Staatsoberhäupter Aus Petersburg wird ?u den Ve Handl'ngen über den deutsch-russischen Handelsvertrag von unterrichteter Seite berichtet: ^lebwentlich der gmauen Normierung von Zöllen auf kleine Handwerksmaschinen, wie Näh-, Stepp- und Sckut^ertnasck'inen, kleine Drehbänke, sowie auefy auf kleine Betriebsmaschinen, besonders Petroleumund Naphthamotoren, ist es zu erregten Erörterungen zwischen Witte und Timiriaseff gekommen. Timirjaseff hat mit ungewöhnlicher Schärfe die Forderung des Landwirsichaftsministers, die Zölle auf genannte Artikel nach Möglichkeit herabzusetzen, ja eine ganze Anzahl ähnlicher Maschinen der Ksi-gw'e , lan^w'^'chast- liche Maschinen" einzufügen, vertreten: Wälwend Witte es znm Sckmtze der heimischen Industrie für g'boten hält, die alten Zölle zum mindesten aufrecht zu erhalten, für Klein- Motoren aber noch höher zu setzen. Konstantinopel, 31. Dez. Das Jrade bezüglich der Ernennung eines italienischen Generals zum Kommandeur der Gendarmerie von Mazedonien wurde gestern erla'sen. Der tü-k'sche Botschafter in Rom ist beauftragt, über die Wahl einer geeigneten Persönlichkeit mit der italienischen Negierung in Verhandlung zu treten. Belgrad, 1. Jan. Wie aus Holkreisen mitgeteilt wird, sind die Versuche d es Königs Peter, die Verschwörer vom Lose zu entfernen, vollständig gescheitert. Außer der Auslosung einiger subalterner Ordonnanzofs-iriere werden feine Maßregelungen stattf nden. Tie Verschwörer sollen den König dadurch eingeschüchtert haben, daß sie im Falle von Maßreglungen Bri e fe des Königs veröffentlichen würden, in welchen nach- gewiesen würde, daß König Peter vor dem Königs- mord mit den Mördern in Verbindung gestanden habe. , , ,, . Budapest, 31. Dez. Die hiesige Pollz-i brachte in Erfahrung, daß in einem kleinen Safe, wo die serbischen Studenten verkehren, ein Attentat gegen König Peter geplant worden sei. Tie serbische Grenzpolizei wurde benachrichtigt und es gelang ihr auch, zwei Verdächtige, in dem Augenblicke, wo sie die Grenze überschreiten wollten, zu verhaften. Beide wurden der ungarischen Polizei übergeben. , Ä — Bei der Neu'ahrsgratulatwn der I-berenen Partei erwiderte Ministerpräsident Graf Tisza aus eine an ihn im Namen der liberalen Partei gerichtete Ansprache, daß er in diesem Momente, wo ein verschwindender Bruchteil der Opposition das unheilvolle Werk der Obstruktion fortsetze, daran erinnern müsse, daß nach der verbreiteten Anschauung der Parlamentarismu5 überall tm Riedergana begriffen sein solle. Er sei ledoch der Awrcht, daß der Parlamentarismus nur bei solchen Nationen einen Verfall anzeioe, deren öffentliches Leben überhaupt krankhafte Ge- brechen austmsise. Tie ungarische ^Uon werde die Probe, auf welckx sie jetzt durch bie Obstruktion yesteM tverde, siegreich bestehen. Die dürfe den Glauben an den Parlamentarrsnms nicht verlieren, da dieser die einzige Bekundung ihres nationalen 2a)ein8 und chrer n°Ln°lm B°stre?un.'N, bilde. (S.bMtcr B-iM.) Er könne an die zynisch« HartnSckiakeit der noch obstru- ierenden verfchwürdenden Minorität, dce sich mit der öffentlichen Meinung, mit der Mehrheit des Parlaments und mit dem nationalen Interesse in Wcderspruch setze, Dcullöics Jlridj. Berlin, 1. Jan. Tie Neujahrsfeier am kaiserlichen .Lose verlief unter dem hergebrachten Zeremoniell. Um 8 Uhr wor großes Wecken und Choral. Gegen 93/t Uhr traf der Kaiser und die Ka-serin mit dem K^onp'ir'zen, den übrioen Prin'en und der Prin'e^m vom Wildpark, von einer dichten Menschenmenge Unter den Linden lebha't begrüßt, im Schlosse ein. Sie nahmen zunächst die Glückwünsche der Mitglieder des Königshauses, des Generaladjutanten, der Generale ä la suite und der Flügeladjutanten entgegen. Um 10 Uhr sand Gottesdienst in der Schloßkapelle statt, an dem das Kaiserpaar und die Fürstlichkeiten, unter ih"en der Kronprinz von Sachsen, Prinz Arnulf von Bayern, der Reichsten.'ler, Graf Wu der- fee und andere teilnahmen. Trvander hielt die Festpredigt. Unter den Klängen „Wilhelmus von Nassauen" verließen die Majestäten das ^ttesbaus und begaben sich in den We'ßen Saal, wo die Gratulationseour begann. — Nach der Tafel besuchte der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich das Hohensollernmuseum und gab im Laufe des Nacknnittags bei den hier akkreditierten Botschaftern seine Karte ab. Vormittags war noch der russische Generalmaior v. Baumgarten, Komman deur der russischen Leibgarde-Ulanen in Warsckmu, empfangen worden. Abends um 61/2 Uhr findet Faminen- tasel^statt.^ ,12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre „Leichte Kavallerie" von Suppe. 2. Spinnlied au? der Oper „Die Here von Enna*. 3. Martin-Walzer, von Zeller. 4. Introduktion und Chor aus „Lohengrin*, von Wagner. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die morgige Aufführung des luftigen Schwankes „HanS Hucke- b e i n* ist mit unseren ersten Kräften besetzt. Es wirten in Hauptrollen mit die Herren Steingoetter, Tamke, Haag, Linzen, sowie die Damen Hetlberg, Kellermann und Fischer. Der Schwank gilt mit Recht als einer unserer besten. — Da ich das Intereffe für Beperleins „Zapfenstreich* dauernd im Wachsen zeigt, ist eS durch liebenswürdiges Entgegenkommen des Theateroereins der Direktion ermöglicht worden, das hochinteresiante Werk auch im Abonnement zu bringen. Die erste Abonnementsoorstellung von „Zapfenstreich* findet Dienstag, den 5. Iantiar statt. Am Mittwoch, den 6. Januar geht als 6. Volksoorstellung Otto Ludwigs gewaltiges Werk „Erbförster* in Szene, worauf schon heute hin- gewiesen sei. r. Leihgestern, 1. Ian, An den Feiertagen fand in der Kirche eine Weihnachtsbescherung der Kleinkinderschule statt. Eine andere Bescherung veranstalte die Frau des Besitzers Müller vom Neuhof. Etwa 50 Kinder wurden mit Kleidungsstücken beschenkt. )( Schotten, 1. Jan. Tie hiesige Genossenschaftsmolkerei „Ho h e ro d s ko p f", welche jetzt nahezu ein Jahr im Betriebe ist, zeigt eine erfreuliche Weiterentwicklung. Gegen 140 Genossen gehören derselben an, und es sind größtenteils auch Milchlieferanten. Durchschnittlich wurde in diesem Sommer von einem Landwirte ein Milchguantum von 40 Liter pro Tag geliefert. Tie Milch wird nach Fettgehalt (1 Prozent gleich 2,6 Pf.) bezahlt. Tos Molkereigebäude besitzt Maschinen neusten Systems. Es wird Süßrahmbutter und Käse fabriziert. R. B. Darmstadt, 2. Jan. (Eigener Drahtbericht.) Der Großherzog empfing gestern mittag zur Glückwunschfeier die drei Minister, andere Hoschargen und hohe Beamte, die Spitzen der Behörden, den Präsidenten der 2. Kammer u. a. Mittags fand im Neuem Palais Hoftafel tatt. Prinz Andreas von Griechenland mit feiner jungen Frau, die an der Tafel teilgenommen hatten, reisten darauf nach Griechenland ab, wo sie sich längere Zeit aufzuhalten gedenken. — Die bis jetzt bei der Landes- frebitfaffe abgelieferten Beträge für die Geburts- tagsspende belaufen sich aus rund 64000 Mark. Die Sammlungen sollen in Darmstadt noch fortgesetzt werden. b. Mainz, 1. Jan. In einer für die Stadt Mainz hockest wichtigen Angelegenheit hat das Ministerium in Tannstadt nach langem Zuwarten jetzt endlich die Entscheidung getroffen, es hat nämlich nach Anhörung des Reichsgesundheitsamtes die Genehmigung zur Einleitung der Fäkalien in den Rhein erteilt. Tie Genehmigung ist nur auf jederzeit i gen Wider- ruf erteilt und zwar unter folgenden Bedingungen: 1. Tas gesamte städtische Abwasser ist vor seiner Einleitung in den Rhein von Sink- und Schwimmstoffen bis von der Große von 2 bis 3 Millimeter Turchmejser durch eine mechanische Kläranlage zu befreien. 2. Tie Einleitung des geklärten Abwassers soll so geschehen, daß möglichst rasch eine Verbindung mit dem Fluß wasser erfolgt, und deshalb unter Niederwasser und womöglich in einigem Abstand vom Ufer erfolgen. 3. An jedem Notauslaß ist in entsprechender Weise eine geeignete Vorrichtung anzub.ingen, durch welche alle größeren Schwimmstosse zurückbehalten werden. 4. In den gemeinsamen Zulaufkanal zu den Klärbecken ist eine mechanische Vorrichtung einzubauen, welche beim Auftreten von Epidemien, deren Erreger durch das Wasser verschleppt werden, eine innige Vermischung des Kanalwassers mit einem Desinfektionsmittel sicher stellt. 5. Die Einrichtungen müssen derart getroffen werden, daß der planmäßige Betrieb aller Auslässe und Pumpwerke durch die staatlichen Beamten überwacht und jederzeit kontrolliert werden können. 6. Tie Stadt Mainz ist verpflichtet, periodisch chemische und bakteriologische Untersuchungen des Rheinwassers vorzunehmen. 7. Ergeben sich aus diesen fortgesetzten Untersuchungen erhebliche Mißstände aus oer Einleitung des Kanalwassers in den Rhein, so sind Einrichtungen zu noch gründlicherer Reinigung desselben durch die Stadt Mainz zur Ausführung zu bringen. 8. Jn Erweiterung der für den Kreis Mainz bestehenden Poli'.eiv.'vordnung zur B.'fämpf ung und Beschränkung echdemischer Erkrankungen ist in der Stadt Mainz für Unterleibstyphus neben der bereits bestehenden Anzeigepflicht häuslicher Desinfek- tionszwang anzuordnen. 9. Es ist dafür Sorge zu tragen, daß, insoweit dies nicht schon geschehen ist, der Schiffsbevölkerung an den Anlagestellen und Liegeplätzen einwandfreies Trinkwasfer leicht zugänglich ist. — Seit verflossener Nacht geht der Rhein hier in seiner ganzen Breite schwer mit Treibeis, durch welches sich die kleinen Dampfer, welche den Verkehr zwischen hier und Kastel vermitteln, nur mühsam durck)arbeiten können. Der sonstige Schiffsverkehr ist vollständig eingestellt und die Schiffe beeilen sich, die schützenden Häfen aufzusuchen. Kleine Mitteilungen aus tieften und den Nachbarstaaten. Die Gemeinde Bettenhausen hat das in ihrer Gemarkung gelegene fiskalische Gut, welches ungefähr 45 Morgen umfaßt, vom Staate für 35 000 Mk. erworben. Die Gemeinde wird das Gut weiterhin den seitherigen Pächtern überlassen. Wegen deS Ankaufs des ebenfalls dort gelegenen „von Bellersheim'fchen GuteS" sind Verhandlungen emgeleitet. Dieses Gut umfaßt 15 Morgen. — Vom 1. Januar ab bildet der seitherige Bezirk Butzbach deS MatbildenstistS Friedberg-Butzbach eine eigene Kaffe, nachdem beide 50 Jahre vereinigt waren. Zum •Diatbilbenftift Butzbach gehören etwa 20 Orte.______ Vermijcbtc». JnnS druck, 3u. Dez. Eine merkwürdige Eriche inung bot sich gestern Rächt den Bewohnern von Cortina d' Ampezzo dar. Alles lag in tiefem Schlaf, al« um Mitternacht em gewaltiger Lärm mit den verschiedenartigsten Pfiffen anhub, der die meisten Schläfer weckte. Man meinte zuerst, daß große Lawinen niedergegangen seien. Aber was war es? Tausende von Wandervögeln hatten sich, wahrscheinlich von Stürmen verschlagen, in daS Tal verirrt und, durch daS Licht der elektrischen Beleuchtung angezogen, trieben sie sich volle sechs Stunden hindurch um den Ort und darin herum. Viele ermatteten und fielen herab. Von den Leuten wurden über 100 Wildenten, Stiirmmöoen und Kibitze gefangen. Auch zahlreiche tote Vögel gab eS. Als es anfing, Tag zu werden, hörte der selt'ame Spuck auf. * Düsseldorf, 31. Dez. Beim Sch littschuh- taufen auf dem Rhein ertrank der Primaner Schwarz aus dem benachbarten Oberkaffel. Sein Bruder, der mit ihm mar, konnte gerettet werden. 11 ruc|tc itlfliuiiuu’ii. Berlin, 2. Ian. Wie das „Kl. Iourn.* erfährt, bat der Kaiser anläßlich der C h i c a g o e r T h e a te r-K a tast r o p h e an den Präsidenten Roosevelt ein in herzlichen Worten gehaltenes Beileids-Telegramm gesandt. Ulrich die Stadt Berlin wird an den Bürgermeister von Chicago eine Beileids-Kundgebung senden. ' London, 2. Ian. Morning Leader veröffentlicht eine Erklärun g, welche von dem japanischen Gesandten herrührt. Dieses stellt vor adern fest, daß seine Regierung bisher von der russischen noch feine Antwort erhallen habe und bemerkt weiter, er habe noch feine amt siche Information von der Entsendung von 5000 japanischen Soldaten von Nagasaki auf dem Wege nach Corea. Er ist der Ansicht, daß eine so geringe Truppenmacht ohne Wert sei bei einem Zusammenstoß mit den russischen Truppen, daß sie jedoch genüge, den koreanischen Truppen Widerstand zu leisten. Ter Gesandte schloß mit der Versicherung, es sei fein Grund vorhanden, der eine so schwerwiegende Maßnahme für den Augenblick erheische. Wladiw o stock, 2. Jan. Admiral Alexejew hat den Juden den 91 u f c n t h a (t in Port Arthur untersagt. Sie müssen die Stadt sofort verlassen. Port Said, 2. Jan. Ein russischer Transportdampfer mit 2 000 Mann an Bord passierte gestern den Suezkanal auf dem Wege nach Port Arthur. Chicago, 2. Jan. Der Mayor hat die S ch l ie ß ll n g von 19 Theatern angeordnet, welche den Bestimmungen über die Sicherheit der Besucher nicht nachgekommen sind. Telephonischer Kursbericht. 3l/an/o Reiohsanleihe . . 102.40 3-Vo do. ... 91.70 3‘/,% Konsole .... 102.10 3% do.....91.10 l’Wn Rossen . . . . 101 20 3 */t % Oborhess'm . . . 99.50 4% Oestorr. Go’drente . . 102 75 V Gestern Silberrente 100.80 4% Unirar. Ooldronte . . 100.65 40/ Italien Rente , . . 103 90 4' ,5L Portugieser . . . 63.25 3°/ Portugiesen. .... 32.35 1% C. Türken .... 37.60 Türkenlose...... 140 00 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 43 90 4l , % äussere Arpent'ner 42 90 | 8% Mexikaner .... 26.80 4V//- Chinesen ... 88 75 Electric, sei uckort . . . 105.00 Nordd Lloyd . . , . 105 90 Kreditaktien . . « . 215.00 Diskonto-Kommandit. . 195.50 Darmstädter Bank . ,144.10 Dresdener Bank .... 157.20 Ber iner Handels^es. . . 162 90 Oesterr. Staatabahn , . , 144 10 Lombarden . . , , . 16 30 Gotthar ibahn .... 19400 Laura1 Otte ...... 238 00 Bochum.......191.50 Harpener . . . . 206.00 Tendenz: schwach. Hessische Landes-Hypoiheken-Baak. 3 V8 % Pfandbriefe: Cours 100 % 3 V2 % Communal-Obligatlonen: Cours 100.30 % Verzinsung vom hessischen Staate garan» tiert und im ganzen deutschen Reich mündelsicher. Als direkte Verkaufsstelle der hessischen Landes-Hypotheken-Bank in Darmstadt halten wir vorstehende Werte stets in grossen Beträgen auf Lager und berechnen solche franko Provision. Bank für Handel nnd Industrie Depositenkasse Giessen 19 (Darmstädter Bank). Cchcbung M NcWhrSMMistcn durch Vcsuche nnh toten. Ncnjch 1904. Noch nachträglich haben nachbenannte Herren und Damen zu dein bezeichneten Zweck unserer Kleinfi nder-Bewahr- anstalt Gaben aeipendet: 131. Kohlenhändler Klinkel. 132. Dr. Kipper und Frau. 133. Stadtverordneter Haubach. 134. Emil Kalbfleisch und Frau. 135. Kaufmann Geisse und Frait. 136. Professor D. Krüger. 137. Arzt Dr. Cnrschmann. 138. Stadtverordneter Jann. 139. Uni- versitäts - Tanz- und Fechtineister Rose. 140. Wilhelm Kaufmann und Fran. ?tnch für die Gaben der Vorgenannten sprechen wir unseren herzlichsten Tank au§. Von den 140 Gebern und Geberinnen, deren Namen in dielem Blatt veröffentlicht mürben, sind in Einzclbeträgen von 1—10 Mk., zusammen 374.50 Alk. gespendet worden. Gießen, den 2. Januar 1904. Ter Vorstand der Klcinkinder-Bcwahranstalt. Dr. Naumann. 55 Schmtiholz-Verstergerrmg in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, den 18. Januar sollen versteigert iverden: a) im Distrikt Fuchsstrauch 16 Buchen—21,27 fm. Die Zusammenkunft ist um 9>/4 Uhr am Bahnübergang zwischen den beiden Bahnwärterhäusern beim Fuchsstraiich. Der Forst ort ist in ungefähr % Stunde von Station Garbentcich her erreichbar. b) int Distrikt Mcilbach 2 Eichen--2,67 fm;25 Buchen =34,63 fm ; 6 Ahorn=5,24 im; 1 Birke=l),42 fm; 18 Kiefern =29,66 fm; 3 Lärchen=4,62 fm; 4 Fichten=l 1,86 fm; 15 Weißtannen=54,82 fm. Die Zusammenkunft ist um 10*/4 Uhr auf der KreiSstraße Lich - Hattenrod nahe lvieilen- stein Nr. 5 beim Buchenstammhotz. c) Im Distrikt Riedwald 33 Eichcn^---58,48 fm; 1 Elz- beer=0,20 fm; 1 Birke—0,52 fm. Tie Zusammenkunft ist nachmittags 2 Uhr auf der Pfaffcnschneise nahe dem EtlmgL- häuser Feld. iöo Schluß der Versteigerung ungefähr um 3 Uhr. fm 24,16 5 fm 1,04 2 fm 0,10 2 fm 0,23 4,68 La. 30,21 2. Brennhölzer Carl Wenzel, Frankiurtcrstr. 40 Dr. .£) e fc. 75 Müllers 151 erbeten. 174 Röhre, Königlicher Äcnchtsvollzieher. Suchard Ein jüngeres, kraule' b.u.911 Srühl'sche UnwerlMr-vruüerei. LieKrn. 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Todes-Anzeige Frau Helena Kraatz Kwe geb. Haustaedt. In tiefer Trauer 163 Giessen, Halle a. d. Saale, den 2. Januar 1904. Kapelle des alten Friedhofes aus statt. der Die Beerdigung findet Montag den 4. Januar, nachmittags 3 Uhr, von Blumenspenden im Sinne der Entschlafenen nicht erwünscht. HHH Ansnisfe Stnlil, geb. Kraatz. Fritz Kraatz. Philipp Stahl, Regierungs-Baurat und 2 EnkeL w Heute vormittag 8 Uhr verschied nach kuizem Leiden unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Gießen, den 2. Januar 1904. 167 1 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und während der Krankheit unseres heben Verstorbenen, des Stttli Johannes Becken für die überaus zahlreichen Bllimenspenden, für die Besuche und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer D. Schlosser und den barmherzigen Schwestern sagen mir auf diesem Wege herzlichen Dank. Elisabeth Becker. Marie Nagel. 08 Gießen, den 2. Januar 1904. Kl Steinbach, Schlitz, Gießen, Reiskirchen, den 2. Hanuar 1904. 162 X Todes-Anzeige. Heute morgen 7*/« Uhr ftarb unser innigst geliebtes Töchterchen, Schwesterchen und Gnkelchen Eiisabetke Schlitz nach kurzem, aber schwerem Leiden im 2. Lebensjahre. Die tief trauernden Eltern: Philipp Schlitz und Fra«. Danksagung. $ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hmscheiden und während des Krankenlagers unseres lieben Gatten, Vaters, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Httlil Jakob Stoib. für die Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Haacke sagen innigen Taiit Die trauernden Hinterbliebenen. Kjriiuterwein „Salas“ mit der Nonne. Dieser Vlagenwein, fein von Geschmack, ist ein vorzügltches StärknngSmutel für Kranke, Schwache und Geneselide, regt die Verdauung, Blutbildung und den Stoffwechsel an. Die große Flasche 'DIL 1.75. Die Meine Flasche fDlf. 1.26. Bestandteile: Taraaona-Portwein 8838,0. 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