154. Jahrgang • Erstes Blatt Samstag 2. Januar 1904 H monatlich 7b tM., otertel- jährlich ’jJit 2.20, durch Abhote- u. Mroetgfleller monatlich 65 ’ÜL, durch die Pott 'DU. 2 — vienel- jäbvL aueldjL BetteUg. Annahme von Anzeigen fn Ott tageenumniet Jt6 pormtllug« 10 Uhr. ^Ctlmtnvr* total ISPl^ auflrodm tü Plg. Nr. 1 • r|d)fint eAgltch auiiei Sonntags Den, «Lietzenei 'Anzeiger weiden nn Wechiel mit den. kesstschen tanbioirt bir Siebener ZaiiiiUen- blället piermal tu det Woche betgelegL AtotuiionSdiuct u. Ber- lag de, Brühl 'Ichen llnioerl.'Puch- u.Siein» brücke rei iPiellch (Li denl Atedaknon. Espedikton und ürudetei; Schaistrahe 7. Kid,eil, tüt L'evelchent «nzetger Gicbeu. Fern>v"cd>inlr1iiii8'Ar 51 den potti an» aügcm, TeU P toi iito tüt .Eiakn und ttanö* und , en Hohett zur Jahreswende nach trübsten Tagen der Heimsuchung ein sich dar es und besonderes Zeichen Der Teilnahme darzubringen, das zugleich als ein schwacher Ausdruck des Tankes für das jegenäreidj-e Wirken Gw Königlichen Hoheit zum Wohle des Landes heute freundliche Entgegennahme für sich erbtttet. Tie mehr als 84 000 Beiträge, die der angeregten Landesspende aus allen Kreisen der Bevölkerung zuge,lossen sind, beweisen die Allseitigkeit des innigen Wunsches, m der gemeinsamen Kundgebung Ew. Königlichen Hoheit am heutigen Tage eine Freude zu bereiten. Indem wir uiijere Gabe Ew. Königlichen Hoheit zur freien Verfügung überreichen, vertrauen wir, daß Ew. Königticist Hoheit geruhen wollen, mit ihr diejenigen Bestrebungen zu fördern, welche das Wohlwollen unseres Landesherrn als hierfür am geeignetsten erachten wird. Möge es in solchem Sinne gelungen sem, ein neues Band der Liebe um Fürst und Volt zu schlingen zum Segen des von Gw. Königlichen Hoheit und alten treuen Umerianeu gleich geliebten Hesteniandes, das watte Gott. (Folgen die Unterschriften sämtlicher Kreisvertreter.) Mit sichtlicher Rührung erwiderte darauf Se. König!. Hoheit der Gvvßherz^: Meine Herren! Viel Morte kann ich Nicht mochem Es ist nicht das Geschenk, sondern das Herz, mit dem es gegeben wird. Deshalb sage ich nur: Im danke Ihnen, meine Herren, ich danke Ihnen von Herzen! Sie werden alle wissen, was das heißt!" Eine tieje Ergriftenyeit beherrschte bei diesen aus bewegtem Herzen kommenden Worten alle Anwesenden. Tann schüttelte der Fur'st dem Sprecher der Deputation tuieberljott die Hand und dankte auch jeoem Einzelnen mit warmem Händedruck. Auf einem Prunktisch in der Mitte des Saales, in welchem die Deputation im Halbkreis Aufstellung genommen hatte, befand sich die von Prof. Olbrich-Darmstadt ent- worsene Truhe mit den mehr als 84 000 Namen der Spender, hach den drei Provinzen in drei Pergamentbänden geordnet, die Maler Csissarz mit künstlerischem Schmuck versehen hat. Die drei Bände füllen die über einen halben »Meter hohe Truhe fast vollständig aus. Sie bildet ein wahres Meisterstück der hessischen Kunsttischlerei und ist angefertigt und in dankenswerter Weise gestiftet von der Gluckert'sa-en Hosmöbelfabrik hier. Das ganze Kunstwerk ist in ausgewähltem Birnbaumholz in maitoraunem Ton ausgeführt und mit mehr als 200 Edelsteinen geziert; die beiden Turseiten hat Herr Haustein mit kunstvoller Malerei geschmückt, in der das Datum steht: „1. Januar 1904". Nachdem der Großher^va das Werk eingehend mit großem Interesse besichtigt uno feiner freudigen Anerkennung darüber Ausdnuck gegeben hatte, verabschiedete er sich in herzlichster Weise. Gewiß hat jeder der Teilnehmer an der Deputation die sichere Ueberzeugung mit davongetragen, daß mit dieser spontanen und in so kurzer Frist ins Leven gerufenen allgemeinen Landesspende Sr. Kgl. Hoheit am Neujahrstage wirklich eine Freude bereitet worden ist — eine Tatsache, die sowohl die Anreger des schönen Gedankens, wie auch jeden Einzelnen der so überaus zahlreichen Spender mit aufrichtiger Genugtuung erfüllen wird. Ein Zeugnis dafür, wie auch in den von den breiten Verkehrsarmsten abgelegenen Orten im Odenwald freigebige und mit fth e.ide Herzen für den Land S r.-en schlagen, ist 2"4 Ergebnis der Sammlung für die Großherzo^s.pende Weaterßrand in ßl-icugo. Noch sind die Nachrichten über aas große Unglück nicht vollständig und abgeschlosjen. Tie Verlustliste schwillt fortgesetzt an. Tas ürijeater war von ungefähr 2000 Personen besucht, unter denen sich im ganzen etwa 100 Männer befanden. Tie Ursache des Uugiuccs ist aus drei Gründe zurückzuführen: 1. war der As b e ft v o r h a n g nicht ich wer genug, sodaß er durch den Lufczug in den Zufchauerraum gerissen wurde. Tie Musi- kauten uno die Parterregä,te emuincn. 2. Tie Gange auf den Ba 1 konen und au| den (Gallerten waren von zu viel Stehplatz! n Habern ungefüllt, durch welche die Inhaber der Sitzplätze nach dem AuSbruch der Katastrophe die Ausgänge verstopft fanden. Tas Theater hatte im ganzen 3u Ausgänge, davon 20 allein in den oberen Stock- werten. Die dritte Ursache, daß so viele Personen um- tarnen, ist noch darin zu sucl)en, daß die eisernen Leitern außerhalb des Theaters noch nicht fertig waren. Viele Personen, welck-e diese benutzten, siürzten auf die Straße. Das Feuer entstand d u r ch d i e Funken eines platzenden Leitungsdrahtes. Gleiche- zeitig explodurre der Caleium-Apparat aw, . der Buhne und zer,wrte den elektrischen Belcuch^ungsapparat, sodaß das Lickst im Theater ausging. Mit Hilfe von Freiwilligen wurden die Leichen aus dem Theater hinausgeschafft. Die Stadt selbst erscheint schreckgelahnit. Die Läden sind geschlossen. Dem Stadtrat wurde in der Angelegenheit unbeschränkter Kredit gewährt. Als das u-euer die Kulissen ergriff, stob der Chor auf der Bühne in wilder Flucht davon, einige Mitglieder sprangen in die Ligen uno in den Orchester.raum. Als das Publikum sah, daß vie Füllvorrichtung des ASöestvorhang^s versagte, ftürmte es den Türen zu. An den AuSgängen lämpslen die Fliehenden wie» die Wahnsinnigen, fobay dichte Massen eingekeilter Menschen Türen und Treppen verstopften. Die Feuerwehr mußte sich durch dichte Haufen brennender Opfer den Weg ins Innere des Theaters bahnen. Herzzerreißende Szenen ipieltLn sich dann ab. Eben ge- rctucte, halb verbrannte Mütter w. Ilten sich i»;eoec .n oa5 brennende Gebäude stürzen, um ihre Kinder zu retten. Eltern und Vettvandte jammeren ve.zlvcijemo h.liier bem unerbittlidjcn Wall der Polizei und kamps.en geradezu um Zulaß zu der BrandsckiUe. Die saMeidende SCuLe erhöhte die Leiden der Verletzten. Aua) mehrere deutsche Familien befinden sich unter den Leidtragenden. Nach einer Neutermeldung aus Chicago war man auf der Bühne des Jvoquois-Theaters vor Schreccen unfähig, die Loscyapparate zu benutzen. Als ein kiestics F.ammen- banb er Ionen, wurden die Patentfeuerlöscher darauf gerichtet, aber ganz ohne Wirkung. Als man dann den AS- best-Vorhang hinunrertieß, druckte der Luftzug diesen gegen das PrQ.zenium, worauf die Theaterarbeiter den Vorhang auf halber Hohe Gängen ließen und dav-ouliefen. Trotzdem ^0 AuSgänge vorhanden w. ren, briingie sich das Publikum in ber Dunkelheit unb bem Rauch nur zu den vier Türen, die es murre. Wo Feuerleitern von außen on- gebraast waren, war der Zudrang so groß, daß viele auf im Kreise Bensheim, das wir in einem Darmstädter Blatt im einzelnen lesen. Alsbach gab 35.50 Mark, Auerbach 228.30, Balkhausen 15.50, Beedenkirck)en 22.35, Bensheim 579.60, Biblis 54.50, Bickenbach 27.30, Bobstadt 13.80, Bürstadt 53.05, Elmshausen und Wilmshausen 14.65, Fehlheim 15.45, Gadernheim 18.05, Raidelbach 3, Gronau 7.20, Groß- haasen 13.40, Groß-Rohrheim 28.80, Hühnlein 20.40, Hochstädten 6.75, Hofheim 40, Jugenheim 67.20, Klein-Hausen 14.50, Kolmbach 3.10, Laudenau 11.35, Glattbach 4, Seideu- buch 2.70, Lampertheim 207.25, Langwaden 5.30, Fehlen 2.90, Rodau 22.95, Lautern 14.10, Lindenfels 60.85, Lorscb, 43.50, Nordheim 5.40, Ober-Beerbach mit Schmal-Beerbacy und Stettbach 19.85, Reichenbach 27.30, Schannenbach und Knoden mit Breitenwiesen 5.40, Schlierbach 5.30, Winkel 2.90, Leidenbach 1.70, Schönberg 8.80, Schwanheim 8.30, Seeheim 67.50, Wattenheim 3, Winterkasten 11, Zell 12.45, Zwingenberg 135.25, zusammen 1968.35 Mk. Kem neuen Iayre. -o Gießen, den 2, Januar 1904. Dem allen Jahre ist das neue gefolgt, unmerllich für den Gang der Dinge, aber es ist wohl nickst nur ein längst gewohntes Herkommen, sondern ein wirtliches Bedürfnis des mensckstichen Gemüts, das neue Jahr im frohen Kreise mit guten Wünschen und Hoffnungen zu begrüßen, ihm wie einer neuen Gottheit zu opfern, bereit Gunst man >ich burch schöne Worte und Libation von Unmengen blistigen Punsches zu erringen hofft. Ein heidnisch aumutenber Brauch und man dachte wohl auch am späten Abend des letzten Tages des verflossenen Jahrrs unb am frühen Morgen des ersten Tages dcs neuen Jahres in der Feier- stimmung kaum daran, daß die so froy und hosfnungsvoll begrüßte Herrscherin nach kurzer Regierung wieder vom Throne steigen muß, unb daß das Fazit ihrer Taten dann erfahrungsmä|zig bedeutend kärglicher und unerfreulicher ist als das Füllhorn von guten Gaben, mit dem wir sie bei ihrem Einzug ausgepattet glaubten. Aber diese Erfahrung tut der immer erneuerten Erwartung nur selten und langsam Abbruch Ter Mensch ist gerade nach dieser Richtung besonders Ij-artnädig veranlagt. Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf. Und es wäre schlimm, , »s anäers. i*.>cre > . , Toch man täte allen denen, die auch diesmal feierten beim Jahreswechsel, Unrecht, wollte man nicht anerkennen, daß der Grundton bei all dem Jubilieren, wie sonst, zumeist wohl ernst gewesen sein wird, denn selten fommt das Bewußtsein der Vergänglichkeit menschlicher Tinge so allgemein zum Bewußtsein, als wenn mit einem Glockenschlage die Jahressumme von Arbeit unb Ecfolaen, von Glück und Freude, oft noch mehr von Sorgen und Leid und Enttäusckp ungen eiibgillig der Vergangenheit angehört. Da gilt es, sich nicht in Erinnerungen zu verlieren, sondern mit einem heiteren, einem nassen Auge resolut den Sckstitt in die Zukunft mitmachen, zu neuem Hoffen, neuem Schassen, neuem Leben. Aua.) die Politik des neuen Jahres wird ihren Schwerpunkt für uns Deutsche in den wirtschaftlichen Fragen zu suchen'haben, und Kampf wiro auch hier wieder die Losung sein. So notwendig nun dieser Kampf ist und so wichtig und bedeutsam die Objekte sind, eins mochte man doch wünschen: daß er mit mehr Sachlichkeit und Rit t e rilich ke it geführt werden konnte. Im Auslände i|r viel die Rede von anderen Kämpfen, von bevorstehenden Kümpfen mit den Waffen. Im äußersten Osten Asiens und in M i 11 e l a m e r i k a fleht man bis an die Zühue Mwappnet da. Wieder wird es, aller Voraussicht nad)v hier wie da ein mörderisches Blutvergießen werden, komnit^s wirklich zum Kriege. Man lchrte sogar von der Erfindung einer neuen, besonders greuliche Wirkungen hervorrufenden M i t r a i l l e u s e. Christen sind es, zum größten Teil wenigstens, die diese Kriege vorbereiten. Mer wahrlich nickst ist es ihnen darum zu tun, die christliche Heilslehre und mit ihr die Kultur zu verbreiten. Tenn das eine ist mit dem anderen verbunden; man kann auch unsere Kultur nickst ausbreiten, ohne das Christentum auszubreiten. Unsere gesamte Kultur ist in tausendjähriger Entwicklung mit dem Christentum und durch das Christentum erwachsen. Man kann die Kultur nickst cmsbreiteu, ohne den Austausch der Güter, den Handel zu fördern. Kultur ist die Beherrschung der Natur durch den menschlichen Willen. „Machet die Erde Euch untertan" ist ein göttlicher Befehl, der nach den Urkunden der Religion an die ersten Menschen erging, und der Aiensch tourte seinem Berufe untreu werden, wenn er je aufhören wollte, -die Schütze, welche die Erde hegt, die natürlichen Kräfte, feie an sie gebunden sind, sich zu unterwerfen. Er soll auch den Widerstand de? Raumes überwinden und das, was die Natur an einer Stelle hervorbringt, nutzbar machen für alle. Zwischen den Geboten der Religion unb den Anforderungen des Handels besteht kein Widerspruch; sie stehen mit einander in vollem Einklang. Müssen aber durck)>aus die Handelszwiftigkeiten — denn sie sind doch im letzten Grunde die Haupttriebfeder der KriegSberelli'chaft in Asien und Amerika — mit den Waffen gcschlicytet tverdcn? Freilich, es ist in der Vergangenheit ünmer so gewesen, und wir wissen nickst, ob und wann der Zeitpunkt eintreten wird, wo es anders sein wird. Der Handel ist mit den Vorsckstisten der Religion vereinbar, der Kiäeg nickst. Wo ein Krieg ausbricht, ist dar stets ein Beweis dafür, daß der Mensch den sittlichen Aufgaben, die ihsn gestellt sind, untreu geworden ist, daß die angeborene Rvlstll von der Kultur noch nicht aufgezehrt ist. Wir wünschen, daß das neue Jahr das Seine dazu beitragen nwge, eine Zeit Herbeizufuhren, in der es dem Akenschen möglich wird, die Segnungen der Kultur aus frie Str a ß e stürzten und getötet wurden. Eine solche Leiter endete 50 Fuß über dem Steinpflaster einer «Gasse. Tiefe Leiter wer voll von Frauen. Altes drängte von oben nach und stieß die untersten hinab. Nachdem so 20 Personen ihr Leben verloren hatten, brachte man Planken herbei uuh rettete ein ge wenige Personen. Tre Feuerwehr erreichte bie oberste Galerie mit Leitern vom Tache aus. Das Tl)eater war so voll Rauch, daß anfangs nichts zu erteimcu war. Als man die Tür zum Balkon erreicht hatte, rief em Feuerwehrmann zurück: „Um Gotteswillen, tretet nicht auf die Gesichter!" Traußen waren Leichenplünderer an der Arbeit, die Geldbörsen von den Toten und Ringe von den Sterbenden nahmen. Ein Tutzend solcher Leute wuroe verhaftet. Ten „Central News" aus Chicago zufolge war die schrecklichste Szene beim Brande folgende: Eine Anzahl Personen war an ein F-enster gelangt, von dem die einzige außen angebrachte eiserne Feuerleiter hinaosührte. Tie Personen, zwanzig an der Zahl, waren in wildester Aufregung, und statt nacheinander wollten sie a..e g.eichzeirig hinabiieigen. So lam niemand hii.aö, und aüe lämpjten miteinander. Als der Kampf oben an dec Leiter im tollsten Gange war, brachen dahinter zwei große eiserne Türen auf, ein mächtiges Feuer fegte über Oie kämpfenden Mens wen und warf sie alle aas die Straße ihcoer. Nicht eine Person lam mit dem Leben davon. Tas Jroquois-Thcater sieht von außen unverändert aus. Ueber dem Haupteingang erhebt sich noch uiibe schädigt das mächtige Jnvianerhaupt. Bis jetzt sind 690 Tote gezählt, 3UU Personen werden noch vermißt. Tie Theaterrruppe, 30u Kopf stark, und 2c 00 Zuschauer waren im Theater, von denen 1740 Sitzplätze uine hatten. Während der Panik kamen ganze Familien um. Mehrere No.ausgänge waren durch eiserne Türen geschlossen, für tiefen rechtzeitiges Oejfneu niemand sorgte. Vergeblich wurde von den Zuschauern versucht, diese Türen mit Gewalt zu öffnen. Ta vor dem Theater kein Feuermelder stand, ging viel Zeit verloren, lwvor die Feuerwehr ein- tras. Aus telephoiiisä)en Anruf eilten euoa 1UU Aerztc und 150 Zlrankentoär^er herbei Priester erlebten den Sterbenden den Segen. Köche und Kellner eines benachbarten Restaurants braclnen eine Leiter auf das Dach eines Schuppens. Ter Küchenchef sing auf der Leiter stehend nacheinander 15 aus dem Fenster herab,pringende Frauen aus. Tie Vorstellung im Theater wurde zu er- mäßigten Preisen gegeben. Hieraus erklärt sich d-ie große Zahl der Zuschauer. Am 31. Tez. abends um 7 Ilhr wurden Angestellte des Jroqu ois-Theaters unter der Anjchuldigung der Bc.h.lst zum Totschlag verhaftet. Tacunlec befinden sich d.e Bühnenleiter, dec B^hnenziminernia'm um mehrere Kulijsenschieöer. Lprner wurden der A.fistent des Duhnenleiters Ptunket und vier Chor.änger eben,alis ver hastet. Plunket ist des Tot.chlags angckmgt. Ztvanzig weitere Verhaftungen von Mitgliedern des Chors um des Balletts stehen bevor. Zahlreiche andere Angehörige des Theaterperjanals wurden polizeilich vernommen. Aus Grund einer Pr-okmineckivn des Mapors wur^e das neue Jahr, der bisherigen Gepslogenheit entgegen, nicht mit Glockengeläute einget eitet. Ter Mayor beantragte ferner, daß morgen zum Zeichen der Trauer alle Geschäfte geschloßen bleiben. Zn dir et ter Nachbarschaft des Jvoquois-Thealers liegt, wie in der „Frkf. Zig." zu lesen ist, das Gar r ick-Th e- ater, in dem wachend des Brandes ebenfalls gespielt wurde. Ta nun die Tirektion fürchtete, daß infolge des Feuerlärms ebenfalls eine Panik entstehen konnte, ließ sie in den Zwischenakten niemanden auS dem Theater, sondern brachte den besten Komiker vor den Vorhang, der das Publikum unterhielt, währe ub ein Häuser geviert entfernt Hunderte auf gräßliche Weise um kam en. Tie Zubörerschar blieb in Unwissenheit über die Kalastvophe, ors die Vorstellung beendet war. In Rewyork hat das Chikagoer Unglück eine große Angst vor dem Theaterbesuch bewirkt. Las Manhattan- Theater hat bereits seine Preise herabgesetzt und man glaubt, daß andere Bühnen folgen werden. Ter deutsche Botschafter Baron Speck von Sternburg kondolierte dem Staatsdepartement im Namen der deutschen Regierung. Bürgermeister Lc. Lueger in Wien hat an den Bürgermeister von Chicago folgendes Telegramm gesandt: Die Stadt Wien spricht oer ^tadtvertremng von EhEago anläßlich des unheilvollen Theaterbrandes, durch ben Hunderte von Menschen zu Grunde gegangen sind, ihre wärmste Teilnahme und herzlichstes Beile io aus. Aus Stüdt tinö AuiL. Gießen, den 1. Januar 1903. ** Tag es-Ordnun g für die Sitzung der Stadtverordnetenverj ammlnng Montag, den 4. Januar 1004, nachrnitlags 4 Uhr. 1. Gesuch der Tculsch- Amerikanischen Petuoleurngesellfchaft um Erlaubnis zur Errichtung eines Petroleumlagers; hier: Dispens und Genehmigung zur Anlage einer Rohrleitung unter einem städtischen Wege. 2. Baugesuch des Wilhelm Seipp III. für den alten Feldweg; hier: Dispens. 3. Baugesuch des Karl Wille für den Wieseclerweg; hier: Dispens. 4. Bau- gesuch des H. W. Rinn für die Landgrafenstraße; hier: Dispens. 5. Jauchebehälter der Wilhelm Volz Witwe, Hammstraße; hier: Dispens. 6. Stauanlage des Bierbrauereibe, itzers Gg. Bchler. 7. Genehmigung von Rechnungen. 8. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 9. Tie Holzversteigerungen rom 21. und 28. Dezember 1903. 10. Gewährung von Mitteln durch Großh. Brandversicherungs- kammer zur Beschaffung von Feuerlöschgeräten. 11. Die Entnahme von Kies auS der Lahn. 12. Neubau für die höhere und erweiterte MädchensaMle. 13. Errichtung eines Theater- und Saalbaues. 14. Beitrag zum germanischen Museum in 9Uirnbergi ** Tas Großh. Regierungsblatt Nr. 57 enthält: 1. Gesetz, die Gewährleistung der Verzinsung der Schuldverschreibungen der Hessischen Landes-Hypothekenbank berief,end. 2. Verordnung, die Abänderung der Dor- schriflen vom 14. Januar 1897 über die Einrichtung und den Betrieb der Apotheken des Großherzogtums. 3. Bekanntmachung, die „Josef und Friederike Feistmann-Stiftung" betretend. 4. Beianntmachung, die Ausführung des Ge.etzeS vom 8. August 1902 über die öffentlichen Sparkassen betreffend. ** Kirchliche Nachrichten. Ernannt wurde u. a. Pfarrverwaltcr Wagner zu Groß-Gerau zum P.arcvikac. Pfarrvikar Staub ach zu Arheilgen zum Psarrvsrwalter in Herchenhain, Dekanat Schotten. ** Anszeichnun g. Ein hiesiger Leser unseres Blattes schreibt uns: Von Sr. Majestät dem Kaiser ist dem ersten Offizier der dentscl-en Dampfsch.fiahr.sgescllschaft „Hassia" und Oberleutnant zur See d. R. der Kaiserl. Marine C. Sch nie hl aus Gießen für die beim Brande des mit Tynaniit beladenen Dampfers „Ockenfels" aezeigte Bravour der Role Adlerorden verliehen worden. ** In der Gemälde-Ausstellung am Brand wird kommende Woche mieber em Wechsel der G.mälde vorgenommen. Tie Aussteillung bleibt von Montag an einige Tage geschlossen. Unter den neu auszustellenden Gemälden befinoet sich auch eine Kollektion von Hans Ba 1 u j ch e k - Berlin, dessen Bilder Motive meist von den Grenzen Berlins und aus Vorstädten der Weltstadt entnommen sind und die gewiß ein besonderes Interesse beanspruchen werden. ** TerSektivnOberhessen der Gesellschaft für soziale Re sonn ist es, wie man uns mitteilt, gelungen, den bctunntcii, h.rmcragenoen Soziaip. linker Staatsminister Freiherrn v. Berlepsch, Czz, zu einem öf,e:Elicyen Vortrag im nächten ^e^b|t zu g.- Winnen. R. B. Darmstadt, 1. Jan. Die heutigen Neujahr s e m p s ä n g e am Großh. Hose gestalteten sich durch oie gleiu^citige Gebnrts tags feier d.s Großherzogs noch festlicher als sonst; die öffentlichen G.bauoe Warrn mit Fahnen g. schmückt, das SUdntar t.ug Galaunif rm mit Feder du sch. oiüy um 8 Uhr blies die Kapelle des 113. Ins.-Regis. Reve.lle durch die Siaot, später sand nülita- rischer Gottesdienst, Pavoteausgabe uno Festmujtk'siaLt. Im Hojiheatir war als Fef.vorsteliung die erste Euf,ührung von Saint-Saens Oper „Samson und Dalila" angesetzt, der sedoch der Großl)erzog nicht beiwohnte. Bei dem herrlichen Wintersonnenschein, mit dem das neue Jahr anhub, waren die Straßen um die Mittagsstunden sehr stark belebt. Mainz, 31. Tez. Die Stelle emes dritten besoldeten Beigeordneten, deren Schaffung durch Abänderung des Or.ss.amts beschlossen wurde, soll nun doch zur Ausschreibung kommen. Sofort nach Bekanntwerden der Ab,icht, diese Stelle zu schaffen, haben sich eine Anzahl tüchtiger Verwaltungsbeamier dazu gemeldet. Tic Ausschreibung er,olgt erst nacb Genehmigung der Aender- ung des Orisstalu.s. (M. Tgbl.) O p p e n h e i m, 3o. Tez. ^er V o r a n s ch l a g d e r Gemeinde pro 1904/03, weicher zurzeit aufUegt, balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 111 543,61 Mk. Tie we,ent- lichjten Ausgaben sind nackt der „M. Ztg." folgende: Kom- munalsteuern 2400 Mk., Kapitalzinsen 12 513,11 Mk., für Güter 5000 9Jit, Fleischbeschau 8t>0 Mk., Kirche und Gottes- oieiij"t 3000 Ml., Schulhäu.er und Schulen 3u00 9Ak, Kosten des Friedho,es 260 Mk., Brücken, Straßen und W^ge 450u jjlarE, Straßenbeleuchtung 3200 Mk., Feuerlöschanstalten .>30 Mk., Unterhaliung des Faselviehs lui3 9JtE, für Land- und Forstberufsgeiwssenschaft 1400 tuuf, für Hü.ss^edürf.ige 450 Mk., Beiträge zur Kretska,se 11500 Mk., Schutz der Weinberge uOO Mk., Br,oidungen 23 186 Mark, Tiäten 630 Mk., Bureaukosteil 9/5 Mk., Beitrag zur Realschule 9100 Mk., uneinbringliche Posten 800 Mk., Be- iriebsiapital (bue; 4500 Ml., indisponibwr Ueberschuß 686,12 Mark, r-ie,erve,onds 1491 Rik Tie außergewöhnlichen Ausgaben betragen 16 2ol,39 Mk. Aus Rheinhessen, 1. Jan. Ter hessische D o m a- nialweinbergsbesitz hat eine Vermehrung von 17 Morgen Weinberge erfahren, indem das Finanzinniiiterium einen Teil des Panizzafchen Weingutes in Nier- |t e i n für die Domäne käuflich erworben hat. Die erworbenen Weinberge zahlen mit zu den besten Lagen von Nierstein. Ter staatliche Weinbergsbesitz erfreut sich nunmehr auf die Gemeinden Bodenheim, Nackenheim, Nierstein, Oppenheim, Dienheim, Bingen und Büdesheim in Rheinhessen und Bensheim und Heppenheim an der Bergstraße. fe. Hanau, 1. Jan. Im 65. Lebensjahre starb Frau W i 1 h e 1 m i n e B e ck, die bekannte Wirtin vom H ot e l Adle r. Ihre Kochkunst, die sie bis zum Tode ausübte, verdankt der „Adler" gewissermaßen [einen Weltruf. Oft genug sind bie Gourmands ams Frankfurt a. M. und anderen Städten, wenn sie einmal wirtlich gut essen wollten, nach Hanau zur Adlerwirtin gepilgert. L)ermijcL)te». Paris, 29. Dez. Heute nachmi/.tag ist die erste ösfent- iche Probefahrt des ohne Schienen laufenden sog. Train Renard ersolgt. Ter Erfinder ist der Direktor des Militärparks in Meudon, Ober,/. Renard. Cs handelt ich bei der Erfindung von unmittelbar prak.isck)-er Bedeutung darum, das Automobil als Lokomotive auf offener Straße nutzbar zu mad)ien, daß es eine beliebige Anzahl von Lastwagen bis zu einem Gewicht von 30 Tonnen auf allen Steigungen und Windungen nach sich zieht. Zu dem Zweck hat Renard den Motor des Automobils nicht in elektrische, sondern in eine doppelte mechanische Verbindung mit den Rädern aller nachfolgenden Wagen gebracht. Aus diese Weife kann die Adhärenz aller Räder benutzt und mit einer leichten Masck)ine auch ein schwerer Zug fortbewegt werden. Die Verbindung ist zti- gleich so eiligerichtet, daß, wenn das fahrende Automobil einen Bogen beschreibt, alle anderen Wagen der gleichen Kurve automatisch folgen, als ob sie auf Schienen liefen, ohne daß sich der Zugführer darum zu bekümmern braucht. Oberst Renard hat zuerst Versuä)e im kleinen mit Puppenwagen angestellt, bann aber ein Automobil, das an der Wettfahrt Paris-Madrid beteiligt war, für seinen Zweck unrgestaltet und damit Versuche im Freien gemacht. Cs gelang ihm bereits, einen Zug von 3u Ojü Kilogramm die steile Straße von der Seine auf die Höhe von Bellevue hinanfzuschafsen. Tie Schnelligleit freilich ist weder die des Automobils noch die bcS gewöhnlichen Eisenbahnzuges. Bei der heutigen Probefahrt bestand der Zug aus dem Leitwagen und fünf Lastwagen. Er bewegte sich in der tue de la skat ton den Seine)taden entlang, fuhr über die Alexanderbrücte und den Eintrack-tSplatz durch die Champs Elyiees bis zur Wölbung dis Präsidenten der Republik. Im Hofe des ElyseeS begrüßte Herr Soubet Renard und seinen Bruder und begluawunschte sie zu ihrem Erfolge. Ter Zug fuhr wegen der zahlreichen Zuschauer, die daS Schauspiel hcrdeigelockt hatte, nur sehr langsam, aber nut bemerkenswerter Sicherheit. Ter Erfinder h^-fft, «uf offe- nerLandftraßebiszul8K m. inderStunde zurücklegen zu können, und glaubt, daß seine neuartige Koppelung und toeiuegungäÜbertragung nicht nur für Gegenden ohne Eisenbahnen, sondern wegen der Billigkeit für den Frachtverkehr überhaupt von Bedeutung werden kann. * Tie Kaiserin und die kaiserlichen Kinder auf der CiSbahn. Auf dem Liie i/ajj i.g.nviucKijc v.ej. 1}. iv.itci L a..s ir.vu.,v. ^r,ch.eckt Fog aoer die Kmoer,ü>ur m aue ^ino.o..,tungi.n. — -rie beiöLii jung,.en ia.,crliu).n Kinder um.j.en )\uj mit der Hosoame beim Cis.p^rt noch weiter vergnüg.n, dis die LLjr vom Bornstedter Kirchturm Haid erns jchmg. Ta erhob der am User weilende Offizier seine Huno, und Prinz Joachim eine nach der Bank, um seine Schlittschuhe adzulegen. Tie Prinzesj.n verweilte noa) ein Vwr- telslundchen lunger mit ihrer Erzieherin au, dem Ei,e. * Eine Frau mit zwei Ehemännern. Eine „Eheirrung", die sich in Pvpelken tu Ostpreußen ereignet hat, wird Demnächst die Gerichte beschäftigen. Es hanoelt sich um die mit einem Arbeiter verheiratete „Schweine- lutterin" Lehmann, die bereit» einen Ehemann besag, sich aber trotzdem noch dem Knecht August Medinnus an.rauen ließ. Tie Lehmann war vor fünf ^aijten in Popetten a.i- gezogen und hat..e sich bei einem Guisbescher vermietet. Im Sommer 1002 meldete sie auf dem Standesamt zu sa Szcelsior H> Schlotterer. Hoffmann. 37 G ros. 56 16 Neuenweg 16. Optisches Spezial-Geschäft. * "T* V|JIIQVIIUQ U|/VllU> mvvv"** ■ •• ” ------ --- $ ____________________________________ „____________________* >. Jdga>r Borrmasin 142 Telephon 298. Neustadt 11 kiseil-, Ltahl-, Wechevg-, Haus- und külhMriite-KMüllg 1. Haushaltungswagen Leibrenten 2. Petroleumöfen und -Kocher Rafflabast Kokos-Faserstricke Bauinscliiitzer R. WOLF 1. 4. "A FJiale in Frankfurt a. M.: Kai«Hr»ti-A»«* 75. f’ ^x¥ ♦ * ♦ * * Hi ♦ ♦ * * Hi mit Anleitu,^ zum Backe», Preisen und Zeugnissen über Pri-m'S Patenl-Zimine'-Backöieii für den Hansbedart, von welchen in kurzer Zeit in derEuskirchcu-DürenerGageird nberLOO Llück verlauft ivurdeii. BequemeZahlungsbedingungen (auch inTeilzahlungen). 13mnlpetent. Jagd - Verpachtung. Ticustag den 12. Januar 1904, nachmittags 3 Uhr, sollen im Gasthof ,3um Möwen' in Butzbach folgende Donianialjagden unter den vorgeschriebenen Bedingungen auf weitere 12 Jabre verpachtet werden: 1. In der Lbcrförstcrei Butzbach: Waldjagd un Dislrttt Badenhard der Gernurkung Butzbach mit etlva 92 Hektar Schälwald, sonst. Hegen und Stangenholz, von Wald und Wiesen begrenzt, 6 Kilometer von Butzbach (Rehwild); 11. In der Lbcrförstcrei Hoch-Weisel: Jagdbezirk Rr. 1 umfassend die fiskalische Wald- gernartung bei Bode l» rod mit rund 217 Hektar Wald und Wiese, zirka 12 Kilometer von Butzbach entfernt auf den nordöstlichen Ausläufen des Taunus gelegen (Rolwildbesiand). Pachlliebhaber, deren Qualifikation nicht notorisch vorliegt, wollen sich spätestens 14 Tage vor der Verpachtung hierüber bet der zusländlgen Oberförsterei aus- lvciien, von ivelchcr auch weitere Auskunft erteilt wird. B u tz b a ch, den 14. Dezember 1903. 38 Großherzogl. Hessische Oberförsterelen Butzbach und Hoch-Wcisel. gegen Barzahlimg: em Fas; mit ea. 30 Liter empfiehlt Emil Schmidt Sehr geeignet für Beleuchtung von Höfen, Restaurants, Bureaux, Werkstätten, Schuppen, Hallen, Bahnhöfen etc. Alleinvertreter: Ingenieur S&ichard Fertsch Gas-, Wasser-, Elektro-Anlagen MAGDEBURG- BUCKAU. den 20. Dezember 1903. Ludwig Pfeiffer 1. Winterschnhe ö" billigsten Preisen emvsiehU Friedrich Magnus, 126 Weidenqasse 10. 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An Sonn- und Feier- tagcm von 11 bis 3 Uhr ununlerbrochem Eintritt für Rtcht- nülglieder des Kilnstverellis an Wochclitagel, 50 Pfg., an So,m- und Feiertagen 20 Pig.36 Hoti-atr^cbt'nsveist^erungSiialUra.ch. Neue Satzung vom 1. Januar 1904: Unverfallbarkeit vom Begum der Benicherung an, Unan° fechtbarteit und Wettpolice nach zwei Jahren. Bcrivendung der Dividende wahtiveise zur Prämien« ermäv.gttug oder — ohne neue ärztliche Uuterjllchung — zur Er Höhung der Versicherungssumme (jährlicher und selbst divi- dendettberechligle r Sunimeiizuivachs). 145 Heinrich Hochreuther, Steinstrahe 92. Vogelkäfige Blumentische etc. etc. Kaiismhkl Kdeiimifiihklus auf Gegenseitigkell vormals Allgemeine Kerjorgungs-Anstalt. Versicherte Summe: 505 Millionen Mark. Gesaml-Vermögen: 170 Millionen Aiark. Ganzer Ucbcrschnß den Versicherten. Steigende Dividende. Darmstadt ä, u6298 Brennmaterial ersparende LOCOMOBILEN mit ausziehbarem Röhren kessel von 4-300 Pferdekraft, - dauerhafteste und zuverlässigste - Betriebsmaschinen für Industrie und ? Landwirtschaft. Ausziehbare ^ohrenkessel, CentrifuqabumDen, Dreschmaschinen bester Systeme. 5. eine Liähmaschine u. v. A. gegen bar versteigert werden. (Versteigerung findet teilweise bestimmt statt.) Giesteu, den 2. Januar 1904. 170 Seipel, Gerichtsvollzieher. Die am 14. Dezember d. I in der Wirtschaft von Philipp Keil III. zu Ettingshausen gegen den gewählten Beigeordneten Johannes Opper V. von Ettingshausen ausgestoßene und Kapitalien Werkzeuge Laubsäge- und Kerbschnitz- Kasten Wärmflaschen Solinger Stahlwaren Britannia-Löffel Eiserne Kassetten schirme, 10 Mitte Zigarren, mehrere P'erde uno Wagen, 1 Break, 11 Kwpwagen, eine Schuhmacher - Slevpmaschme und Aiöbei aller Art. Versteigerung zu 1 findet bestimuit, zu 2 teilweise stau. 1611 Born, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Montag den 4. d. Mts., uachm. 2 tthr, sollen dahier Ata rkt platz 20 (im Adler) den 21. Dezember 1903. Johann Kaspar LI eil Vt. Die am 14. Dezember 1. I. in der Wirtschaft von Karl Diehl Ettingshausen gegen den gewählten Beigeordneten Johannes Opper V. Ettingshausen ausgesloßene Beleidigung nehme ich mit tiefem Bedauern als unwahr zurück. Belanntmachung. In das Handels - Register Abt. A wurde heute eingetragen die Firma „Ferdinand Weil" zu Eiesien; Inhaber Katifmann Ferdinand Weil das. Der Ehefrat» Rosa Weil geb. Rett ist Proktira erteilt. Giessen, am 29. Tezbr. 1903. Grosih. Amtsgericht. [135 Samstag Den 30. Jauuarl904 nachmittags 3 Uhr werden aus bem hiesigen OrtS- gericht die vor öeni Flamen des Joh. Philipp Bechlhold von Wismar stehenden Grundstücke der Geinarkung Giesten Flur 26 121 = 821 qm Wiese am alten Lahnslup. -n=lö64 qm Acker . giur 25,79= 3ä2 tole|e >n d. Lichtenan nut Romersbach öffentlid) meistbietend versteigert. Giesien, Öen 15. Dezember 1903. Grostherzogt. Ortsgericht Gtesten. Tonuerstag den 14. Januar 1904, vormittags 11 tthr, toll cm Garnljotilazaielt Glesteii die iliefening der für das Rechnungs- jahr 1904 eriordertichen Ber- vstegungsbedtirsitisse, einichliesttich Eis, aiisschtientich der p'ieisch- ivaren, verduiigen tverdeti. Zu gteicher Zett ist auch die Av- mUune der gewonnenen Küchen- ab'älle, Brotreste und Knochett zu vergebeti. T»e Bediilgimgen können wäh° retid der 2ieii|t|tunben tm Ge- chäsiszitnnier bes Lazaretts ein- gejehen werben unb müssen vor Begum bes Termins durch Unter' schritt anerkatlnt sent. 137 Grosth. Garuisoulazarett. Berste igeruug. Dienstag Den 5. Januar D. I.» nachmittags 2 Uhr, versteigere ich ^ieusiadt 55 dahier WMku Sie rlims FcinkS rnudjen? Dann nnpfehlkn wtr Jhnrn 39 Tf Ä A Garantiert „Salem ÄkcktM"^ Dirse Cigarette wird nur lost, ohne Kork, ohne GoldmundstÜck rerlauft. Bei diesem Fabrikat find Sie stcher, daß Sie Qualnat, nicht Konfektion bezahle«. Die Nummer auf der Cigarette beutet den Preis an: Nr.3 kästet 3 Psz., Nr. 4: 4 Pfg., Nr. 5: 5 Pfg., Rr. 6.6 Pfg., Nr. 8: 8 Pfg., Nr. 10: 10 Pfg. per Stück. Nnr echt, wenn ans jeder Cigarette die »ölte Firma steht: Orientalische Labat« und Eigarettensadrik ,.Yenidxe,<, Inhaber: Hugo Zictz, Lrerden. Ptbtr flrbenhvndkrt Arbiter! Zu paveu in Den Lrgarren.Geschäfte«. Bevor Sie 00 Schuhwaren Neue diesjährige Grose- s. IrHciite-Honscri/ett Ter zweite Waggoti emgetrofsen. Etnpiehle: la Spargel, Schnittbohnen, Brechwachsbohucn, Wirsing, Blumenkohl, Rojenkohl, Spinat, Erbsen u.Kompottfrüchte zu billigsten Preisen. Neue Konserven von E. Moitrier, Metz, zu Original» Fabrik-Pre»seii nut hohem Radau aus biejelben. Dahnhofstr. 59 4J» fiileitlhenil Telephon 66 Delikatessen-, Fisch- und GeflügclhanDlnng Spezialität: Liderung; fiir /z Uhr früh bis abends 7 Uhr geöffnet. Ein Zuschlag für die elektrische Beleuchtung wird nicht erhoben. 156 Militär-Konzert auf brr Gisöoßn bcs Elsve-eins. Gescö ääts-V erleg' nng. Meiner werten _ Kundschaft und den geehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß ich mit dein peinigen mein Geschält nach 62 Bahnhofstraße 62 -(früher Cafs Ameud) verlege. In den neuen größeren Totalitäten eröffne ich einen der Prima NuWlen ÄchraBlazlea § per Centner Mk. 1.75 Aeuzeit entsprechend nntisept sch eingerichteten scpmtcii Herren-Frisier-^alon sowie stpmttll Tanitii-Friscür-Siilsil mit ucucjter Shampoomg-Einrichtang. Dedicuuug in uuS außer dem Hause. Anfertigung sämtlicher Haararbeitcu. Führe stets Lager in Schwämmen, Haarschmuck, Pariümcrien, Toilette-Artikeln etc. Indem ich noch beite und prompte Bedienung zusichere, bitte ich, das mir seither entgegen- Hebrachte Vertrauen auch ferner beivahren zu wollen. 118 Hochachtend Emel BCoch Herren- und Dameu-Archer-Geschäft — Bahnhofstraße 62. BERÜHMTE MISCHUNGEN. FEINSTE SOUHONGS. Verkaufstellen durch Plakate kenntlich. 90 UsileMker Gesangverein. Beginn der Proben zur „Matthäus-Passion^: I. Chor: Montag den 4. Januar 1904, abends 8 Uhr, in der Aula. H. Chor: Dienstag den 5. Januar 1904, abends 8 Uhr, im Realgymnasium. 8 Der Vorstand. Allein-Verkauf bei Ernst Balser 11 Mäusburg 11. Gegr. 1787. Telephon 15. Vollständiges Lager aller Formate und 119 Liniaturen. Mni'toe Comptoir-Artikel. Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Giessen. Special-G$$H für Mm alter Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handhing und -Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. j Frankfurt a.M., Kaiserstr. 67/ 69, eine Minute v. Bahnhof Im Theater-Saal: Die 3 oetpreusNischen Koloseal-Geschwister und Prinzessin Nonina ilawa. 91 Achtung! Ziehung in näeh^er Zeil! Achtung! Das btotd Geschenk ist das groora Los! Karlsruher Lotterie Sjasst Gesamtgewinne i. w. M. ^6000 Hauptgewinn ML 800© Bar Geld sUt SO', garantiert! Kleine LoszaM! 111 erhältlieh bei J. Stürmer, General-Agent. Strassburg i. E. Hier bei: Bich. Buchacker, Wilh. Semmler, Ph. Weiler. [86351 N I NlMgSe !(l Nr» Collin „Ueber Ibsen und sein Schauspiel Hedda Gabler“. Für die Abonnenten des Theatervereins, sowie für alle, die eine Tageskarte zu der Vorstellung gelöst haben, ist der Eintritt frei. Diejenigen, welche kein Billet vorweisen können, zahlen 50 Pfg. Eintrittsgeld. Mittwoch den 6. Januar im Stadttheater V. Vorstellung. Gastspiel von Frl. [Irene Triesch als Hedda Gabler. Es wird gebeten, durchaus pünktlich zu erscheinen. Anfang 8 Uhr. Ende gegen 11 Uhr. Billets im Vorverkauf bei Herrn Challier und abends an der —— Kasse: Prusceniuinslogen und erste Sperrsitzreiben 6 Mk., Sperrsitz-Mittelreiben, Mittelbalkon und Seitenbulkon (Vorderre he) 5 Mk., Sperrsitz-Hinterreihen und Seitenbalkon iHinterreibe) 3.50 Mk. (für Mitglieder des Theater-Vereins bei weiterem Bedarf Mk. 5,50, ______________________4,50, 3,— i, Estrade 2 Mk.__________________171 Htucneiheim. Sonntag den 3. Januar 1904: X-Sonsert und Ball. "dE Ausflug des Vereins Amicitia. Freunde sind willkommen. 020 Der Vorstand. C. Kruse. Nice-Kochschule. LIEBIGS FLEISCHEXTRACT Unentbehrlich in jeder Küche. ■ ■ •i A ß i Ä K- Der Kochkmsus beginnt am 7. Januar Anmeldungen bei Fräulein Renner in der Schule. sofort zollfrei zu beziehen von 152 Ed. Beyers Buchhandlung, Wien I, Schottengasse 16 g Aus einer kleinen Garnison Preis Mk. 3.50. Franko gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung auch iu __Briefmarken Leutnant Nlre M Ball-Seiden reizende Neuheiten in weiß, schwarz und farbig in rogg allen Preislagen. Versandt in jedem Maß porto- und KT1 z»lllrei. Muster bei Angabe bei Gewünschten franko. 'Sci^,wrt0 uach der Schweiz 20 Psg. Se denstoff-Fabrik Union W Adolf Glieder & Ci0-, Zürich G 50 Köuigl. Hoflieferanten (Schweiz)