Dienstag 1. November 1904 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen. Äxutojys QMM» Ferdmanü. (Fortsetzung folgt.) 16. Jahrhundert ktnntniS utib der immer m< Erzeugnisse deS Oldenburger RotanonSdruck und Verlag der Brühl'fchen UrttversttätLüructeret. St. ßang€r Gceßea. Redaklwn, Expeduion u. Druckerei: Schulstr.R. Tel, Nr. 51. Letegr.-Adr. r Anzeiger Greß«, v Tragödie ans dem Aattorisiertc lieber* Aer Kusstaud in Z>eupch-SüdwestafriLa. Generalleutnant v. Trotha telegraphiert aus Windhuk: Die zweite Ersatzkvmpagnie unter Krüger griff mit 57 Gewehren em schließlich 19 Mmrn Per Feld- telegraphenabteilung aml 27. Oktober den Feind Lei Packrim an. Sie gewann von ihrer ersten Stellung aus 800 Meter Terrain, ging dann auf die Harcdpserde zurück, als der Feind diese mit 30 Reitern bedrohte. Der Feind wurde aus 100 Gewehre geschätzt; er verlor drei Tote. Krüger blieb in der Stellung zwischen Kub und Pockrlln. Nach dem Eintreffen der zloetten Kompagnie des Regi- ments ist ein erneutes Dorgehen aus Packrinr angeordnet. Bein: Gefecht bei Puckrün ist gefallen: Gefreiter Na- wotka, ferner verwundet: Reiter Juergens (Fingerblessur). Jin Lazarett Waterberg sind am Typhus verstor- Len : Aan 22. Oktober Wachtmeister Wei gelt; am 25. Oft Reiter Henrp-el, Reiter Schreiber. Wer miß t werden: Steiter Zoske vom Wagentransport am 9. Oktober zwischen Owikokorero-Otfimbiirde abgekvrMnen; Reiter Ungerer am 25. Oktober in Okosongoho am Typhus gestorben. Nach Mitteilungen der Chamber os Mines in Johannesburg rvurdeu cun 26. Oktober 12006 chinesische Kulis am WiüvaterSraud beschäftigt, während sich aus der Reise nach dort 6438 Kulis befanden, deren Ankunft gegen Ende November erloartet wird. „In der Lat, er machte mir eine dahin zrelcude Aw, deutn^^^ (~|e lVüI)( f __ Sie führen seine Lrümdis*rrg«t noch als Beiveisc an?" „Mer, was soll ich tun?" „Tie Wahrheit erforschen — aber nicht auf dem von Ihnen eingeschiagtmm Wege, hatten Sie sich mir heute morgen schon ossenbart, dann wüßte ich schon alles — und Sie ebenfalls. Tenn dann würde ich Sie nicht für den frühere« Geliebten Mariens — Der:Has loollte ich sagen — gehalten haben und nnirbf mich nicht geschient haben, für Marie — Bertha — eingetreten zu sein. Ich würde für sie gesprochen haben, wie ich jetzt gesprochen habe. Ich würde sie gebeten haben, sage mir die Wahrheit — und sie hätte mir die Wahrheit gesagt, darauf schwöre ich." „Und nun?" „Und nun ist sie entflohen — aus Furcht, aus Scham, aus Golt loeiß was für Beweggründen! Sie ist entflohen, wer weiß wohin! Gott gebe, daß sie sich in ihrer Ratlosigkeit nicht ein Leid angetan hat. Gott gebe es — uns aber bleibt nichts weiter übrig, als sie juchen — und das mich zu dieser Sttnroc!" Mit einer energischen Bewegung setzte er sich seine,: Hui auf und stampste hinaus. Ferdinand blieb nichts anderes übrifl, als ihm zu folgen. Aber draußen war es finstere Nacht geworden. Uebcr dem Walde zogen schwarze Woltenballen empor, ein heftiger Wmd sauste in den Äonen der Bäume und in der Ferne grollte der Tonncr in dumpfen Lauten Einzelne Regentropfen klatschten bereits nieder und es ließ sich voraussehen, daß bald em Platzregen niederrauschen würde. , m , „Eü ist vergeblich, in dieser Nacht »u suchen, frerr Nal , jagte „ _ . Preußen und seinen Sohn, den König von Württemberg, die Großherzoge von Hessen und Sachsen-Weimar und die Prinzen von Baden und Hessen und vor eine viele Tausende zählende Repräsentation des evangelischen TeutMands, ja aller evangelischen Krrchvn der Erde trat. 36 Jahre sind seitdem vergangen: was haben wir nicht alles erlebt in dieser großen Zetz! Mer die heutige Versammlung beweist, daß noch nicket alle berechtigter: Wünsche und Ansprüche des evangelischen Deutschlands erfüllt sind. Zwar die Glaubensfreiheit, die uns Luther hier erkämpft, sie ift uns erhalten geblieben, und der Tag von Speyer hat vor zwei Monaten der Wertschätzung dieses Gutes einen neuen monumentalen Ausdruck gegeben, freute richten wir am liebste« unsere Blicke auf die dritte Fraucngestalt, die bekennende Augsburg mit der Palme EnUoicklurrg ber ßonbttrirtfd)att während deö Berichtsjahres im roßen winb ganzen in ban im Vorjahre gezogenen 6 Uten Gleise verblieb. Fleißige Arbeit, wachsende Sacher sich sestigende VLuf der : Landes habet: dazu beige- Es folgt Professor Mar? auS Franffurt a. M. Ter Redner erinnert unter Betonung seiner persönlichen Beziehungen zu Worms au die Vorgänge in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, an die Zeit von 1851, wo Worms noch eine Keine, stille Landstadt war, an 1860, wo der Bischof v. Kktteler und der Minister v. Talwigk den Bund des Ultramontanismus und PartikularismuS darstellten, an 1866, wo dies System zusammenbrach und in den Vorbereitungen zum Lutherdenkmal ein Symbol deutsch-evangelischer Wiedergeroinnung der nationallm Einheit erstand: endlich, an den 25. Juni 1868, wo das herrliche Kunstwerk enthüllt wurde, wo der eherne Luther und sein Gefolge zwar nicht vor Kaiser und Reich, aber vor König Wilhelm von tarnen Walde vorgefallen ist r Nur em Richter weiß cs und er wird es am den Tag bringen nach fcuiem unersorschllchen ^^Ler^Amtsaerichtsrat tvar von Keiner, etwas korpulenter Gestalt und besaß durcl)aus kein imponierendes Aeußere. Als er Fch aber jetzt emporrichtete und mit feierlich erhobener Hand znm Himmel nnei, da mußte Ferdinand unwllllurllch mit scheuer Ehrfurcht auf den Keinen Mann blicken Tie Gewalt festen, unerMtterlichen Glaubens übte auf ihn einen nicht zuruck- zndrängenden Einfluß aus. „ . . .. . , „Ich gebe zu", sagte er, „meine Verdachtsmomente sind noch keine vollgilligen Beweise " c Nein sie sind es in der Tat nicht", unterbrach ihn lebhaft der &at Wissen Sie, was mir meinen Beruf verleidet hat? Wir hatten einen armen Teufel von frandwerrsburschen ans Indizienbeweis hin zum Tode verurteilt — wegen eines Raubmordes — zum Glück wurde er zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt, wir hätten sonst einen Justiznwrd auf dem Getvissen. Nacktem der Unglückliche fünf Jahre im ZuckMaus gesessen, wurde der wirtliche Mörder entdeckt! Seit jenem Tage war mir mein Beruf verleidet. Ich tonnte den Gedanken nicht ertragen, auf Indizienbeweis hin wieder einmal einen Umänll- digen verurteilen zu müssen - und ich nahm meinen Abschied, fratte man nicht auf Indizien hm auch Sie beinah zum Brudermörder gestempelt?" Ferdinand sprang empor. „Sie haben Recht! Bei Gott, Sie haben Recht!" „Was wollen Sie mit diesen armseligen Indizien der beiden aleicken Rinne? Beweisen Sie Ihnen Nicht nur, oaß Bertha war? 'Las wollen die Entdeckungen dieses sauberen Herrn Nengbaur besagen? Beweisen sie Ihnen nicht, daß solche Art Leute stets nur das ^ck>leKe suchen und hüben wollen? frat diesser freie nicht auch örauleinjbollmar verdächtigt? c\Ql ich wette, er hat auch einen Verdacht auf Sie selbst geworfen, da Sie seiner Untersuchung so plötzlich cm Ziel setzten, oebi kenne diese Art." Aer King. Krimincu-Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ein ergreifendes Gemälde — in der Tat!" „itriii Gemälde, Herr Groller, sondern Wahrheit, lautere Wahrheit. Icy selbst fand die Unglückliche dem Tode nah im Geist- e. Ich bradxte sie hierher, das übrige wissen Sie. Aber Sie willen vielleicht nicht, daß ich dem Leben der Unglücklichen nachgeforscht habe und alles, was sic mir sagte, bestätigt gefunden habe. Nur über ihr früheres Leben sc^meg sie und ich sand es begreiflich, daß sie darüber nicht sprechen mochte. Ich afcinnte den guten Kern in diesem verlassenen, unglücklichen faiädckjen, mich dauerte ihre Verztoeiflung, ihre Angst, ihre Sck^m, ihre Reue, ich half ihr. Aber sie wollle außer der ersten frilfe nichts von mir anuehmem Sie wollte von ihrer Arbeit leben und auch meine erste frilfe zurückzahleu. So toie es ihre Kräfte jyr wieoer erlaubten, snckste und faiib sie Arbeit in der großen Spinnerei am jenseitigen Ufer des ^ack-es. Sie gestattete mir nur, dqu ich ihr die Erlaubnis erwirkte sich hier niederlassen zu dürfeti, ohne daß sie freimatschein und Ausweispapiere bei» brachte. Tann hat sie sich selbst aus dem Eiend emporgearbrilet. Ich konnte ihr nur Helsen, indem ich dieses tauschen kaufte, es für meine Aedüiinisse einrichtete und sie als Mieterin und zugleich Wictschafterin darin beließ. Ich habe keine redlichere, ernstere, fleißigere und frömmere Frau kennen gelernt, frerr Groller, um» diese Fran sollte die Mörderin des Baters ihres Kindes sein? Nein uno tausendmal nei»!" „Aber jene Beweise —" „Beweise hin — Beweise her! Ich habe Hunderte von Be- nust cn bis auf bin I-Punkt durchführen sehen, und doch waren sie Uicht richtig! Wer weiß, was in jener Mordnacht in dem chv- Ueber die Erfolge der Schweinezucht lauten die Berichte verschieden. Besonders charakteristisch ist hierfür die Äeußerung der Miesbjadener LanowirtschastS- üamnier, wonach sich 'auf dem Gebiet der Schweinezucht im Berichtsjahre naturgemäß die Ueberproduktion an Schweinen aus dem Jahre 1902 nach jeder Richtung bin bemerkbar gemocht habe. Auch sonst wird sestaestellt, oaß die Bermehrung der SchweinebestSnde namentlich jener zur Fleisch- mmh Speckproduktion sich in dem Sinkern der Preise gegen Schluß des Berichtsjohres äußern mußte. Andererseits erfährt Iman aber auch» dnß, wie z. B. in den Regierungsbezirken Magdeburg Und Merseburgs j^er Bestand an Schweinen beständig und erfren-llch ^ui^aym, während dies bei den Schweinen in dem Regierungsbezirk Erfurt nur bis zum Jahre 1300 der Fall war. Westpreußen berichtet, daß zur Hebung der Schweinezucht seitens der Kammer 84 Eber der besten Vollblntzuchten der Provinz zur Ergänzung und Neueinrichtung von Zuchtstationen angekauft und an landwirtschaftliche iBereine abgegeben seien. Drandenburg berichtet, daß das erhebliche Anwachsen der SchtoeinebesÜnde zum Stillstand toxnv daß aber trotzdem bezüglich der Qualität der ZuchtLiere in der ganzen Provinz ein wesentlicher Fortschritt festzustellen seü Die Geflügelzucht hat sich dagegen noch immer nicht der Pflege zu erfreuen, die im Interesse der Sache wünschenswerr wäre. Für Eierverkaufsvereinigungen zeigt die ländliche BevMerung, so berichtet Brandenburg nwrllich, nicht den rechteri Sinn. In Mel besteht eine Zentrat-Eierverkaufsstelle.' Neuerdings ist eine solche auch in Hamburg eingerichtet worden. Derartige Ein- rid)hingen verdienten an möglichst vielen Stellen nachgeahmt zu werden. Ueber die Arbeiterverhältnisse wird geklagt. So berichten z. B. die Vereine von Greifswald, Lauenburg und Köslin, daß von einer Besserung nichts zu bemerken sei, die Arbeiternot sich im Gegenteil fortgesetzt vermehre. Tie Arbeitsnachweisstelle Kiel hat 1903—04 insgesamt 1157 Stellen besetzt gegen 1183 im Borjahre. Vereinzelt bricht die Erkenntnis durchs daß auch von feiten der Arbeitgeber mehr für die Berbefserung dieser Verhältnisse getan werden konnte, daß insbesondere die Arbeitsnachweise aller Landwirtschastskarnmern gemeinsam handeln müßten. Die Einberufung einer Konferenz der Wertrete.r aller Arbeitsnachweise bei der Zentralstelle der preußischen Landwirt- schastskan-nnern wurde demgemäß angeregt. Faßt man den Gescunteindrnck der ^richte zusammen, Lergibt sich, daß Erfolge zumeist da erztelZ: wur- , wo man in erster Linie auf die eigene Kraft vertraute uni) nicht alles von dem Staat erwartete^ Damit ist zugleich der gewiesen^ den die Landwirtschaft in Zukunft gehen mu& wenn sie vorwärts kommen tragen, daß trotz vrancher ungünstigen Umstände- diese erfreuliche Enlloickelmig innegehaUen werden konnte. Die Preise für die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse waren Im Durchschnitt besriedigerid. Von der au her ordentlichen Notlage, wie Pe so ost. behaupret worden ist, (assen die obigen Mitteilungen vichts erkennen. Noch weniger trostlos stellt sich die Sache bar, trenn man speziell die Ergebnisse der Rind- v ich zücht ins A^vge faßt. Aus Oftvreußen wird berichtet, daß die Fortschritte, die die Rinvviehzucht in allen Teilen des iVereinsbezirks aufzuweisen hat, „re ch t e r fr e u- l i ch" sind, lleberall machen sich eine bessere Haltung, Ernährung und größeres Verständnis für das Auf stellen guter ^iütetriere geltend, wie auch die große Zunahme der Stier- l ittungsgnmssenjchasten zeigt. Die Landwirtschaftskarnmer für Westpreußen förderte die Rindviehzucht in erster Linie gleichsallS durch Verteilung guter Zuchttiere. Die Ans- s^lutng der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft,^ welche im Jahre 1903 zu Hannover stattfand, wies vielfach „ganz hervorragende Erfolge" auf. Der Jahresbericht des land- wirlschafllichen D^eisousschusses für Schwaben und Neuburg besagt wörtlich: „Bst der guten F-utterernte des Bor- und Berichtsjahres, den guten Preisen für Zucht-, Arbeits-, und Schlachtvieh, dem milden Auftreten der Maul- und Klauenseuche, der steigenden Ütachfrage nach Kieh jeder .Art und den nioderw Getreidepceisen machlL sich im 9tordf- und Mittelschwaben eine rege Tätigkeit in der Viehzucht und Viehhaltung bemerkbar, sodaß zurzeit wohl alle Stallungen voll besetzt sind." Livischer eVaogett^cher KPAodalmg in ZöocMS. r. Worms, 80. Ott. freute ,Samstag abend um 5 Uhr, wurde der 1. Deutsche evangelische Synodattag mit einem Gottesdienst hi der Dreifältig keitsttrche eröffnet. Das gegen 4000 Personen fassende mächtige Gotteshaus war bis auf den letzten Platz von einer andächtigen Gemeinde und den aus allen Teilen Deutschlands herbei- geeilten Synodalen gefüllt. Gewaltig braustt von der berrllchen Orgel geleitet, her Gesang der großen Bersammlmig, vesonoers das alle Trutz- und Kampsliri) „Gin feste Burg" durch die Kirche. Trefflich stimmte dazu die grist- und kraswolle Predigt, die Pfarrer Beesenmeher über Diatth. 17, 20 hielt, worin er aus führte, was unsere evangelische Kirche in dieser Zeit bedroht und was ihr hilft. Wenn auch Lucher nicht die Riesenaufgabe gelang, den römischen Geist völlig zu bannen und unser ganzes Volk in einer evangelischen zusammenzuschließen, so hat feine alaubensmächtige Perionllchkrit doch die Kirche^ des Evangeliums für Jahrhunderte in den Mittel-unll des deutschen Volkslebens gestellt und protestantische GlaubenSsreihett zum Mutterboden für unsere ganze geistige Kultur gemacht. Es ist nicht der Geist einer tatholischen schlickten Frömmigkeit, gegen den Geist, der die Frömmigkeit zu wellli.chen Machtzwecken benutzt und in dem nur teri all frischen Zeitgeist' einen mächtigen Bundes- aenofsen findet, liegt die frilfe allesi im chriMch-reformatorischep. Glauben. Um 6y2 Uhr tagte der erweiterte Arbeitsausschuß. Um 8 Uhr vereinigten sich die Synodalln mit den Mitgliedern der Wormser evangelischen Gemeinde zu einem Begrüßungsabend im Zivils kasino. Tort begrüßte Oer Vorsitzende des Arbeitsausschusses, Generaldirektor Tietze aus Frankfurt a. M. Ue Bersammllmg mit folgender AnsprachL: Geehrte frerren! Im Namen des „Frankfurter Arbettsaus- schusses begrüße ich Sie, die Sie heute seiner Einladung hier nach Worms, der alten Lutherstadt, so zahlreich gefolgt sind. Gleick>wie Luther vor Jahrhunderten die evangelischen Grundsätze gegen das ganze Reich oerteibißt hat, so gilt es letzt, das eL-anHelische Bewußtem wachzurufen im deutschen Volke, um gemeuqam vorzugehen zum Schutze unseres evangelischen Glaubens. Wir wollen keinen stampf gegen Andersgläubige, aber protestieren wollen wir gegen Die unwürdige Beschimpfung unseres Glaubens und unserer Resor- mawren. Die bisherige Zersplitterung und Gleichgilligreit so vieler Evangelischen ist die Ursache, daß die Interessen der evangellschen Bevölkerung im Reichstag, Landtag und Gemeindevertretungen bisher nicht die gebührende Beachtung finden. Tie Regierungen bedürfen einer kräftigen protestantischen Unterstützung. Der Kirchenausschuß kcum diese allein nicht abgeb eit und deshaw wollen wir ihm in dem synodalen Element eine volkstümliche Stütze geben. Auch die freien Vereinigungen wie Gustav-ÄLolfsverein, Innere Mission, (Äangclischer Bund tc. können sich nicht direkt polillsch betätigen, weil sonst für sie die Gefahr besteht, als ,wolttischer" Verein anaeseben zu werden und dadurch möglicherweise ihre Existenz gefährdet werden könnte. Wir hoffen, daß durch dtese erste Tagung ein dauernder Zusammenschluß zunächst der Synodalen Deutschlands angebahnt wird und dadurch einem engeren Zusammenschmß aller Protestanten die Wege geebnet werden. Jeder evangelische Christ, der diesen Namen mit Recht trage» will, ist verpflichtet, an dieser Sache nritiuarbeUen. Oberbürgermeister Kühler von Worms erwidert darauf bat Gruß im Namen der Protestanten der Stadt Worms. Er wünschte, daß dieser Tagung gelingen möge, was Luther nicht vollende» konnte: die Linigkell der Protestanten zu besiegeln. Dekan Benemann aus Worms entbot den Gruß der tiwm* gelischen Gemeinde Worms an die Gäste, einen „mannen, hoffnungsvollen, dankbaren und segnenden Gruß". der sLandwirlschaft. Die jetzt endlich bekanntgegebenen Berichte der deutschen ^andrvirtschastskmmnern für 1903 huLen den Charakter der Objektivität gewährt. Der Jahresbericht der Landwirt- schaftskanrmer für die Provinz Pommern bezeichnet die Ernte 1903 in feinem Bezirk trotz der Unbilden der Wllter- ung „im ganzen als befriedigend^ und zwar fast in allen Getreide- und Futderarten. Nur wurde die Bergung durch bas feuchte Weiter erschwert und litt die Obsternte unter einem yeftigen Sturm am 10. September, der viele Früchte von den Bäumen warf. Bezeichnenderweise wird die wirtschaftliche Lage der Rentengutsbesitzer mit ganz geringen Ausnahmen als durchweg günstig charakterisiert, — ein weiterer Grund für die energische Fortführung der inneren Kolonffcriwn. Aus der Provinz Posen weiß die dortige LandwLrffchsftSkannner von einer Ernte zu berichten, die in Bezug aus Quantität und Qualität bedeutend btzsser als in dem Worjahre war. Am R bein waren die Ertrüge des Winterroggens rechü befriedigeud, während der Wsizeu durch starkes Auswinterrn» weniger günstige Resrrttüte zeitigte. Mr den Wainbau gehörte das Derichtsjahr 1903 hinsichtlich des Ertrages zu den günstigeren. Für Schleswig-Holstein war bad Jahr 1903 ein nasses. Die WiritersLaten hattmi im Winter mit Ausnahme der Ortsaat ziemlich finrk gelitten und mußten zum. großen Teil untorgepslügt werden. Tas Sommergetreide litt unter der Wttterung und konnte vielfach nicht gut mtb trocken geborgen werden. Was die Menge anbetrifst, so kann inbeffen die Ernte im allgemeinen als Mittelernte' bezeichnet werdeu. Im Königreich Sachse n konnte die Getreideernte befriedigen. In manchen (Mgenden war sie in Bezug aus den Körnererkrag sogar feit einer Reihe von Jahren die beste. Nur verlor sie an Bedeutung für das Gesamtergebnis dadurch, daß die Preise der Brotfrüchte einen verhältnismäßig niedrigen Stand bewLhalten und der Haferbreis bis gegerc Jahresschluß einen sehr erheblichen Rückgang erfuhr. In erfreulichem Gegensatz hierzu wurden indes für die Erzeugnisse brr Viehhaltung, abgesehen von der Milch, im J.ihcesdurchschnitt zufriedenstellende Preise erzielt. In ^Lgeucechnling ist dabei allerdings der hohe Preis für Kraft- fullermittot zu stellen, die die Züchter wegen der nicht allertthakben befriedigenden Futtererrrte in größerem Idn- iauße hinzukaufen mußten. Der Jahresbericht für Oldenburg konstatiert, daß die Nr. £57 Zweites Blatt. 154. Jahrgang vrlchev« t»g»ch mit «u-nahm-d«, vomttag«. x, a ®te „6le8e«t S«m«knblltter- werben dem |N| PKP|| J'S Hl A OP ft »Anzeiqer viermal wöchenlUch beigelegt. Der UM M HR. SM JL ZI ß dj M U U, U ll it, tanbwirt* erfcheint monatlich einmal. V” ßä V ** w M v V' aus zu kraftvoller Tat in seinem Geist. Was wollen wir? Mir brauchen tracht war von je erheben eine uns LeS Frieders in der Hand. 9iid)t um neue Sonderbekcnntnisse wollen wir ringen, sondern daS freimütig und einhellig zum Ausdruck bringen, was uns allen gemeinsam ist. Die LutAr stabt öffnet uns ihre gastlichen Tore, unseren Versammlungen ihre schönsten Halürn zu ernster, verheißungsvoller Arbeit. Wir bunten ihr sür diesen freunblicben Tienst, wir grüßen die von Sage, Poesie und Geschichte verherrlichte blühende Stadt und bitten Sott, daß er sie und unsere Arbeit in ihren Mauern segne. Lassen Sie uns unseren Tank 5uni Ausdruck bringen, indem wir rufen: WormS lebe hoch! Weitere Ansprachen hielten u. a. die Herren Geh. Regier- ungörat Albrecht ans Metz, der der Versammlung zurief: Seid eimg, einig, einig! Pfarrer Toffet aus Kurzel-Urviille bei Metz, der von den Erwartungen sprach, die die zerstreuten Evaugelnchen in Lothringen voii einer solck.^en Einigung hegten, Superintendent Miß mann aus Hof-Gei§mar, der mi Landgraf Philipp ben Großmütigen als den Patron dieser Tagung er- innerte, Superinterwenl W c tz e l auS Pommern, der die Grüße der, am 25. O ktober abgehalteneu Bersammliilig, die ähnliche Ziele versolgte ,nberbrachte, Geh. Rat Tr. SclMidt - M c v 1 e r Epcelleur. Präsident der ^anksurtcr Synode, und Pfarrer Enders aus Bonames, der den Arbeitsausschuß leben ließ. Man spürte es der Versammlung an, daß alle diese Reden tuten leohaften Widerhall fanden. Tie Stimmung für die morgende Fügung ist die denkbar beste. Arbeitsausschuß und den von diesem durch Zuwabl zu bestimmenden Mitgliedern bis zur Mindestzahl von 06. 3. Ter Ausschuß wird beauftragt: a) bei den deutschen Synoden und Kirchenregier- imyen dahin zu wirken, daß zur Stärkung dcS deutschen evangelischen ZnrchenauSschusscs bi cf em eine synodale Vertretung zur Seite gesetzt werde; b) sobald es der Zweck deö Verbandes erfordert (mindestens aber einmal jährlich), eine Wiederholung des Synodal- tageS in die Wege zu leiten und die erforderlichen Vorarbeiten zu erledigen." ' Heute abend 6 Uhr fand vor dem Lutherdenkmal eine imposante Feier statt, bei der Geh. Kirchenrat Prof. Tr. Lemme-Hcidelberg die Festansprache hielt. Tie Rede galt der Erinnerung nn die Bedeutung des 31. Okt. 1517, der ben Frühlingsanbruch eines neuen Geisteslebens bezeichnete. Ter deutsche Professor, der bie 95 Thesen nn bie Schloh- kirche zu Wittenberg schlug, war nur ein einzelner Mann; aber dieser Mann war ein Mairn von Geist, und er hatte die Kraft allein zu stehen, er war eine Persönlichkeit. Persönl ichkeiten bilden die B^ewegungs kraft der Geschichte. Luther steht an der Spitze der Neuzeit. Wenn wir bie vierhundertjährige Jubelfeier ber Reformation feiern werden, werden wir uns als echte Söhne dessen fühlen können, der deutsches Wesen auf die höchste Höhe der Kulturwelt stellte? Tenkmäler bedeuten redende Geschickte. Was hat das Lutherdenkmal uns zu sagen? Größe vereinsamt, aber wirkliche Größe zwingt auch zur Nachfolge. Luther brach mit der Ueberlieferung. Aber er ward nicht bloß der Lehrer Teutschlands, sondern der Lehrer der Christenheit. Nach den höchsten Bergspitzen bemißt man die Linie der Gebirge. Luther schloß die Bewegung der Kiredengeschickste seit der apostolischen Zeit ab, die Tendenzen seiner Vorläufer klärend und erfüllend, und erschloß die religiöse, damit überhaupt die geistige Bewegung der Neuzeit. Sein Gent möge uns voranlenchten auf der Bahn des Handelns! Was für eine Persönlichkeit! Mit voller Energie wirkend in der Zeit, weil ganz wurzelnd in der Ewigkeit! Tic Ehren der Welt verschmähend, und eben darum groß luie in Deutschland fein zlveiter. In Demut auf der Gnade Gottes stehend, und eben darum von durchschlagender Wirkungskraft. So anspruchslos einfach, und dabei eine ideale Gestalt! An ihm müssen wir uns aufrichten in den Kämpfen dar Gegenwart. Ten Sckädeu seiner Zeil trat sein reformatorisches Wirken entgegen. Tie Schäden der Gegenwart rufen te.n9 Lon Max 50? e t) ej sei b. Buchschmuck von Lucian Bernhard. Verlag von Egon Fenchel u. Co., Berlin. — Der unglück- iLyl en.^Alber- vor einigen Jahren einem allzu rigo- Sittengewtze zum Opfer fiel, ist den meisten lediglich als Veganer der faszinierenden „Salome" bekannt aslhetischen Sch-nstm, bie, voll von Paradoxes Ä Wn.en dem Ltteraturir-undc erschließen unü eine hern^, „ richtiger neuer Gedanken neben Absurdem S Ä e"3elf von Kunstgeniebern bekannt. Giesteuer 'N Berlin, eine g e bo teuer vpießener und Schüler des verstorbenen Tirektors Schiller An» T 6Aufi9er Mitarbeiter des „Gies;' neu^u' Wildes verdeuticht, das uns Wilde von einer "ehrt Ste 6e»DQi ,m1ien„,®n^ri3e'1 ec&li.Ict Thakespeares kennen un^tr^t all « ama ,1|t ?tn >>ugendwerk des Dichters «5? a^e Merkmale feiner Entstehungszeit au fl£k . 'b€r ^ift des großen Briten aber hat den Gedankenflna des r.uulfen Wilde in ragende Höhen emporgetragen. Wer das Stück ?U,a Ä wird dem Geschicke grollen das den d #8 «ft» menn m Szenen von m.ttemenoer, stammender Leiden chast b^ »eiten erklügelte erzwungene Vergleiche dem gar zu sehr äst ie- tifierenden Poeten auf oie Lippen kommen die in hn? terische Feuer t-lötzlick wie kalte Wasserstrahlen hinejnzisch.n w nn rem Dichter die Nachahmung ^halepv uiiiujcn Volkshumors auch gänzlich mißlungen ick, fo hab.n wir vor dem hohen -ck" , schn-unge, von dem das ganze Wert getragen wird/dcn^ vielen Proben reinster lynick-er Tictstkunft, bie über das Werk mit verschwenderischem Reichtum auSgesrreut sind, hohe Achtung und freuen uns deS reichen Genusses, den uns die Lektüre gewährt Ter Uebersetzer hatte keine leichte Arbeit, seine Eindeutfckrnnö dan als musterhaft gerühmt und i;t eine Parallele gestellt werden mit der prachtvollen Verdeutschung von Shakespeares Othello durch Wilhelm Jordan. W ir brauchen fine Organisation der Kirche, bie alle Kräfte entfaltet. Nicht Pastorcnkirche wostte bie Neformations- ' *■“ das Unglück ber Deutschen; Gott gebe uns bald tracht war von je das Unalü derck Teutfck-en; Gott gebe uns bald starke, geeinte deu tscst-evan gelische Volkskirche. mit Geibels Türmerlied: Worms, 31. Okt. Heute vormittag fand im Saale des stäbtischcn Spiel- und Festhauses die geschlossene Versammlung der deutschen Synodalen statt. Ten Vorsitz führte Prof. Tr. Stamm- Gieße u. Zunächst ermattete Pfarrer Julius Wiener einen Bericht über den ^tanb der Bewegung. Sodann referierten Pfarrer L 0 rdes - Hamburg über „bie gegenwärtige Lage der evangelischen Kircki-e Deutschlands, namentlich im Hinblick auf das öffentliche Leben"; Pros. Tr. v. Kirchen heim-Heidelberg über „die freie Vereinigung ber Synodalen und der verfassungsmäßige Zusammenschluß der Landeskirck-e" und Pfarrer Th. Wahl- Langen (Hessen। über,chie Rückwirkungen einer solchen Organisation auf das evan- gelische Bewußtt'ein, die Hebung des synodalen Lebens urb die Belebung und Vertiefung evangelischer Gern einbearbeit". Tie Versammlung faiibte die folgenden Begrüßung s telegram m^e an ben Kaiser und den Großherzog von Hessen: „S. 9)L dem Kaiser, Wildpark bei Potsdam. Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät senden die in der alten Lutherstadt Worms am Gedächtnistage der Reformation zu freier Beratung evangelischer Lebensinteressen aus allen deutschen Gauen ocr- fammdten Synodalen ehrfurchtsvollen Gruß. Tas deutsch-evangelische Volk, das die Einigung der denlscken Landeskircku'ii heiß ersebnt, dankt Eurer Kaiserlichen Majestät für die hockcherzige Förderungen ihrer Bestrebungen. Wir hoffen zu Gott, daß di: im deutsch-evangelisck-en Kirchenausschuß gegebenen Anfänge des Einigungswerkes durch die Mitwirkung ber synodalen Elemente einen volkstümlichen Ausbau erfuhren mögen! Professor Tr. Stamm, 1. Präsident, Generaldirektor Tietze, 2. Präsident.^ K. H. dem Großherzog von Hessen und bei Rhein, Wolfsganen bei T arm stabt. Dem hohen Landesherru entbieten deutsck-e Synobale aus allen Gauen Teutschlands, am Tage ber Reformation in Eurer Königlichen Hoheit treuer Lutherstadt Worms versammelt in dankbarem Gedenken an den erhabenen Ahnherrn Eurer Königlichen Hoheit, Philipp den Großmütigen, und in seinem Geiste bestrebt zu einem engeren Zufammenfchluß aller Evangelischen mitziuvirken, ehrerbietigsten Grutz. Gez. Pros. Tr. Stamm, 1. Präsident, General- drrettor Kietze, 2. Präsident" Die Versammlung der deutschen Synodalen nahm Irutc folgende Erklärung an: ,,$te in Worms versammelten deutschen Synodalen erklären angefichts der öft'entlichen Zustände das Folgende: Wir b:klagen, daß nn Heimatlande der Reformation die evangelische Kirck^ nicht den Einfluß im öffentlichen Leben der Nation ausübt, die der geschichtlichen Ausgabe und der geistigen Bedeutung des Proteftantismus entspricht. Wir finden es u n e r t r ä g H ch, daß Don der Reichs- und Staatspolitik zur Erlangung äußerer Machtmittel dem Ultramontanismus Zuge- stanbnisse gemacht werden,, die dem deutt"ck--nationalen und dem proteftanttschen Volks empfind en widersprechen. Eine Haupturfache dieser beflagten Zustände erblicken wir auf unserer eeite im Mangel an Verständnis für die Ausgaben ber eoam gelttchen Kirche im öffentlichen Leben. Zur Besserung der beklagten Zustände erstreben wir: 1. daß überall evangelisches Gemeindeleben kraftvoll gepflegt iccrbe und namentlich bi: Männerwelt, die es so vielfach an kirchlichem Interesse fehlen läßt, für die kirchliche Mitarbeit zurückgeioonnen werde; 2. daß — ohne uns für eine bestimmte Parteipolitik zu erklären — alle beutscy-evangelischen Männer bei Reichs-, Landtags- und Gemeindewahlen auch auf kraftvolle Vertretung der LebenSinteressen des Protestantismus, die im Grund auch die unseres deutschen Volkes und, bedacht seien; 3. daß ber deutsck)-cvaiige!ische Kirchenausschuß lne Zeorbnete Vertretung von synodaleti Elementen ergänzt und dadurch zu einer wahrhaft volkstümlichen Gesamtvertretung der deuttch-evangelischen Kirche ausgebaut werde." Wetter wurde folgender Beschluß gefaßt: „Ter erste deutsche Synodaltag ui Worms am 31. Oktober 1904 besckstießt auf örunb der abgegebenen Erklärung bie Bildung eines freien QvLVIp V ? ? u tsche r evangelischer Synodalen. Zweck des Verbandes ist, das gemeindlicyc und synodale Leben iu ü^rken und die kirchlichen Freiheitsbesttebungen auf synodaler Grundlage zu fördern. 1. Mitglied dieses freien Verbandes kann jener ^bangelnche -synodale werden, der einen Jahresbeitrag von mindestens 3 Mk. zahlt. 2. Mit der Führung der Geschäfte loirb em llusfchuß beauftragt, der gebildet wird aus dem bestehendeti Sieh herab vom Himmel brrben, Herr, den alle Engel loben. Sei gnädig diesem deutsche.i Land! Tonnernd aus der Feuerwolke, Sprich zu den Fürsten, sprich zum Vol'S reine~ sie mit starker Hand! Sei du uns Fels uno Burg! Tu führst uns wohl hindurch. Halleluja! Tenn dein ist heut Und alle Zeit Tas Reich, die Kraft, die Herrlichkeit! ~cit -Lchluß des heutigen Tages bildete eine öffentliche Vollsoers^anim)uiig, tucldx heute abend 8 Uhr im ftäbt. ^pfel- und Felthause unter Leitung von Superintendent Hermes- Halberstadt stattsindet. Suvenntendent rümpelmann-Magdeburg, Rechtsanwalt Tr. Lucius-Piainz und Pfarrer I. Werner-Frankfurt a. M. sprachen über die evangelische Kirche in ihren Beziehungen zum geifHgen, politischen und sozialen Leben. Justtzrat Tr. Lueius-Malli- spricht über: „Die Evangelische Kirche und das politische Leben". Er weist zunächst bie Angriffe ber ultramontanen Presse zurück, wonach der Wormser Synobaltag nur eine neue Auflage unduldsamer Hetze gegen die Katholiken fei; er zeigt an Kundgebungen des Regensburger Katholikentags und au ber katholischen Praxis bezüglich der Veerbigung Andersgläubiger, der Mischehen und der Wll'dcrtaufe übergctrelcner Protestanten, daß im Gegenteil der Protestantismus in einem ihm oufgebrungenen Kampfe stehe, den er ausnehmen und durchfechten müsse, um seiner selbst und um Wohles des deutschen Volkes willen. — Trotz des zahlenmäßigen Uebergewicksts der Evangelisck>en in Deutschland sehen wir, nie der Ultramontanismus in allen Fragen des öffentlichen Lebens ausschlaggebend geworben ist; seine Erfolge sind enorm, man vergleiche Jesuitengesetz, marianisckn Kongregationen, Toleranzantrag re, und bei großen politischen Entscheidunge.n, in veeres- und Flottenfragen, in der Kolonialpolitik, in wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten gebe das Zentrum den Ausschlag. Auch sei die Macht der Sozialdemokratie bereits eine so gewaltige geworden, daß ne sich vielfach deutlich erkennbar zeige in dem Verhalten der Regierungen ihren Ansprüchen gegenüber, dagegen sehen wir auf der anderen Seite eine völlige Einfluß- lojigfeit der evangelischen Kirck)e, des Protestantismus auf poli- tllchem Gebiete, so geradezu eine Mißachtung derselben von feiten der politißckxn Faktoren. Diese ttübselige Lage sei zum großen Teile selbit verschuldet; die Regierungen würden gern mit dem Protestantismus zusammengehen, wenn er nur irgend eine Macht darstellte. Diese sei zu erkämpfen, nicht in erster Linie durch Bekämpfung der politischen Maüst des Zentrums, sondern Positiv durch Wirkung und Vertiefung des evangelisck^n Bewußtseins, durch Aufrüttelung der Lauen aus ihrer Gleichgiltigkeit in nationalen Angelegenheiten, durch Aufklärung in kirchlich-politischen Fragen und schließlich durch geeignete Organisationen. Solche besäßen wir ja schon in dem deutschen evang. Kirchenausschusse und im evang. Bunde. Allein sie genügten nicht, so wertvoll und unentbehrlich sie auch seien. Solle der Protestantismus im öffentlichen Leben wirklich eine aussckstaggebenbe Macht werden, so sei dazu ein stärkerer Zusammenschluß der verschiedenen evangelischen Landeskirchen dringend geboten; hier genüge aber nicht der Zusammenschluß der Kirck>en regier- u n g e n im Kirchenaussck-usse, es müsse unbedingt das synodale Element, als Vertretung der evangelischen Gemeinde, des evang.. Volles ergänzend hinzutreten. Ter Redner sieht in dem Wormser Synodaltage einen ersten und zugleich höchst bedeutungsvollen Schritt auf dem Wege zu dieser Einigung und hofft, daß die Zukunft glänzend erfüllen werde, was der heutige Tag im Vertrauen auf den inneren Reichtum und bie unbesiegbaren Mächche des Protestantismus verspreche! Pfarrer Julius Werner-Frankfurt a. M. spricht über: „Tie Evangelische Kirche und das soziale Lebe n". Tie Zeiten sind vorüber, in denen eine ängstliche Bureaukraten- seele behaupten konnte: „Tas Wort sozial gehört vor den Staats-! anwalt." Wie die Lust den Raum, so erfüllt jetzt der soziale Gedanke bie Geisteswelt. Mißlingt bie Lösung der sozialen Frage, dann stürzt bie äußerlich so glänzende Kultur doch in den Abgrund. Tie Lösung erfolgt nicht durch brutale Gewalt, weder von oben noch von unten. Tie Entscheidung fällt nicht im Straßenkarnpf, sondern im Geister kämpf. Und da darf man die Kirche nicht hinter die Front kommandieren; sie muß in dem heißen Ringen um sittliche und soziale Besserung an führender Stellung mitkämpfen. In der geistigen Einwirkung erschöpft sich nicht die Ausgabe der Kirche gegenüber dem öffentlichen Volksleben. Tas persönliche Innenleben hängt auch ab von ber sozialen Außenwelt. Eine geisrig gesunde Volksseele gebraucht einen wirtschaftlich gcjunbcii Vollslörper. Tie Kirche soll auch im öffentlichen Leben mit Prophetenmacht, furckttvs unb unparteiisch ihre Stimme erheben und auf alten Gebieten Gerechtigkeit und Wahrheit fordern. Der Redner zeigt, wie daö die Kirche als Freundin eines gesunden Fortschritts in der Lohnfrage, Wohnungsfrage, Sonntagsfrage und Frauen frage tun kann, ohne ihren eigenen Boden zu verlassen. Aber wer ist die Kirche? Es fino nicht die Geistlichen. Tie evangelisckie Kirche i.; fein hierarchchcs Gebilde, sie ist Gc- memechrche und soll Volkstira-e lu.r^e;i! 4, ar am sind Alle, Geistliche und Lairn zur Niitarbell ocru,cn, rar Mitvcrrintwortung verpflichtet; vor allem gilt es, das „schlafende Veer" Der «synodalen zu wecken. Unsere Kirckie findet dann auch wieder ben Weg zum Herzen des Volkes. Tie evangelische Kirche als organisierte Macht/ befreit vom Bureaukratismils Byzantinismus und Feminismus tritt dann aus dem Winkel der Einflußlosigkeit und verkündet kraftvoll in den sozialen und politischen Kämpfen ihre Botschaft. Es ist ein geistiger Waffenruf, aber in der letzten Wirkung auch eine soziale und konfessionelle Friedensbotschaft! Kenctalvcrsammlung des Turnvereins Kießen. Gießen, 1. Nov. Tie C^eneralversamnilung des Turnvereins gestern abend war. so überaus zahlreich besucht, wie dies seit Jahren in diesen Versammlungen nicht der Fall war. Der seitherige 2. Sprecher Louis Althofs erftatbete den Geschäftsbericht für das abgelauscne Jahr. Er gedachte des schmerzlichen iVer- lustes, welchen der Verein durch dem Tod seines 1. Sprechers Pirr erlitten hat. Mer auch sonst habe der herein durch das Hinscheiden wackerer Mitglieder und treuer Freunde der Turnsache Trauer erfahren. Es sind gestorben die Herren Bankvorstand H. Wagner, Kaufmann Rob. Haas, Earl Schneider, Fabrikant Klingspor, Zahntechniker Kohlermanu, Rentner Schreiber, Schreinermeister Sack, Ehr. Busch, Kaufmann Hahn, Fr. Klotz, Gcrichtsdiener Gümblein und Rentner I. Ronstadt. Im abgelaufenen Jahre war die für den ^Verein einschneidendste Frage die durch einen Polizeibefehl der Bürgermeisterei wegen angeblicher Feuersg'efahr in der Turnhalle herbeigeführte Beschränkung in der Benutzung der Halle. Tie Angelegenheit hängt nun seit März d. I. bei der Mrger- mcisterei. Der neue Korstand wird es als seine Aufgabe zu betrachten haben, die Angelegenheit weiter zu betreiben. In turnerischer Hinsicht ist das abgelaufene Jahr überaus günstig verlaufen. Ter ^Verein hat beim Gau- und Kreisfest sowohl wie bei dem Feldbergturnen gezeigt, was er zu leisten vermag. Ter Mitgliederstand beläuft sich auf 681 gegen 715 im »Vorjahre-, doch, ist hierbei zu bemerken, daß die Zahl der Zöglinge von 77 im Vorjahre auf 50 in diesem Jahre zurüekgegangen ist, lieber den Turnbetrieb im Verein berichtete der erste Turnwart Franz Wigandt folgendes: Geturnt wurde vom 1. Oktober 1903 bis 1. Oktober 1904 an 142 Menden mit einem Gesamtbesuch von 7673 Turnern. Es entfallen hiervon auf Ricgcnturncn 90 Mende mit einem Gesarntbesuch von 5593 Turnern, im Durchschnitt also pro Wend 60 bis 65 Turner. Auf Kürturnen entfallen 52 Wende, welche tiori 2080 Turnern, also durchschnittlich pro Abend von 3'5 bis 10 Turnern besucht wurden. In den Monaten, Mai bis' 1. August waren die Turnabende am stärksten besucht; es turnten während Lieser Zeit durchschnittÜch 60 bis 70 Turner, deren Zahl vom Januar bis 1. April jedoch auf etwa 32 bis 45 Turner Herunterging. Turnwart Wigandt beklagt es, Latz im Winter ein starker Besuch der Turnabende durch die Zöglinge schwer zu erreichen sei, weil die kaufmännische Fachschule den jungen Kaufleuten hierzu keine Zeit läßt. Ter vom Beisitzer Erle erstattete Kassenbericht ergab, daß die Einnahmen im Betrage von 5626.12 Mk. gerade hinreichten, um die 5610,26 Mk. betragenden Ausgaben LU decken. Taö Vermögen des Vereins beträgt 52008.61 ML Ter 1. Turnwart Wigandt teilt mit, Laß es ihnt, tet nun über 20 Jahre im Amt sei, aus privaten Gründen nicht mehr möglich sei, dieses A!mt weiter zu bekleiden. Auf Antrag Althosf beschließt die ^Versammlung einstimmig, den um die Turnsache sehr verdienten Herrn Wigandt zum! Ehren-Turnwart mit Sitz und Stimme im Vorstand zu ernennen, um so des RateL des beivährten ersten Leiters' des Turnbetriebes dem .Verein zu erhalten. Ein Antrag der Vorturnerschaft, den Vorstand, welcher aus 15 Mitgliedern besteht, um 4 ^Personen zu verringern, sand nicht die nötige Unterstützung in der iVersammlung und konnte daher nicht beraten lucrben. Nach überaus lebhafter Debatte, in der sich Herr Louis Althofs ganz entschieden weigerte, an Stelle des verschiedenen 1. Sprechers Pirr die Leitung des Turnvereins zu übernehmen, lvurde der Genannte einstimmig zu diesem Amte gewühlt, behielt sich jedoch seine Entschließung, ob er die Wahl definitiv annehmen wird, noch einige Tage vor. Die weiteren Vorstandsümter wurdejn durch Wahl folgendermaßen besetzt: 2. Sprecher: RicharL Duchacker, Schriftführer: Ludw. Noll I., Weidmann jr. und Karl Eichmann, 1. und 2. Turnwart: Hrch. Pieper und Karl Erb, Zeugwart: Weidmann feit., GegenschrÄer: H. Marx, Turnülteste: Mam, Earl Noll und Schubecker, Beisitzer : Friedrich, Bellof und Erle. MkEROAK WOHER 95 ABTEILUNG: & T- THE AMERICAN OERGAL COMPANY, Kaiser Wilhelmstrasse 82, Hamburg. an jede beliebige Adresse in Deutschland falls uns die unten angegebene Anzahl [r™ Schutzmarken, die aus der Vorderseite jS der Packete zu schneiden sind 83SF* HK und so aussehen, franco in einer Send- ung und vor dem 31. Dezember 1905 * zugehen. EO Schutzmarken von H Pfd. Packeten oder 100 „ ,, ’/9 „ Um deutliche Angabe des Namens und Adresse wird höfl. gebeten. Quaker Oats wird am besten und vorteilhaftesten in einem Quaker Oats Kocher zu bereitet. Wir senden Gratis einen Quaker Oats Kocher G sr sr 10 o Ä Q s: 00 (M E o p E CD CD E CD E x> e e e tu t$D. tp: o s CO g »SP s txa Q s X CU Z >9* .&£. «St P E " c o «st>-* S J* ti S «•e m g e ’iXb C tjQ -rf -Pao _ o a L S o «st . . « p p p O p o 1-1 *p Cl> Q >o 4—» cl» rr S « « .p K § xd ■§ § L Lo c R ■p ° «pi *E* a “2 'T? p tE cd 5 l— p od %• w " 9 «st £ e« 02 P Q CD O to P O E c Q ,E CD N CD e jO & P CD^- H.ß w ylu' p ®2 *2i L o t±r OS I Ä 1 I CD «•n51 ^‘PD-z-s «st P c: ZGN S g o O vO ■P JD ’p N §f ö® . t?» E P s o >8 L M «St c Ä CD yO P F .2 e g p Z §ß B E 60 tu E CD P -P" P CD O -E >b H ($5 E tu 'S" E tSP 's N ti es p os>, tu I Q g* »ZZ CO t* MO c o v-« K L p p x » c rH «o st E g. P Cj- — tu P u© $> c p -L C G CD $u P P X> tSP o - p p Ä) . Lö. E «> g® L S*2 UO SU ZTN Qg CD § A GM A> E XD tSP o p"T M- C2 ®D . §Ä L 0 QM «St « iX_ 3 L-L2 ,S L Jg'® p LP- «st «St _g E N -W *yö Lö. - c o . P rrp p r£ ---cP® s^"x w E Ä p CD p- !5 -£ =c T7 - ° DP CP . r7~ T CD Q p Z N- 9 ■ @14) XD g-2 E (4) «2 L S> yO' P ru E X) w ß W CDÖ Cc_»„tu Ck»XDr-C ‘ c; H Ä Q) E »c Z sei IZUff GrosserRäumungs Ausverkauf Geschäften. in meinen beiden KD Spezial-Geschäfte für Leinen, Wäsche, Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen We^cn I nach meinem Neubau Seltersweg E8o. 28 ■ K I . - ; . - y ■ :■ -.■■:■• . i. -- - •.- ' ■ ■ ■ . - W Waren ohne tonatae sind ganz kdentend im preise ierabgesetzt Günstigste Gelegenheit für Weihnachts-Einkäufe und Braut-Aus Beginn: Montag den 31. Oktober. Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.) B ©kamntmaoliujag* betreffend Ausübung des Bezugsrechts auf nom. M. 13,200,000 neuer Aktien. Die ausserordentliche Generalversammlung vom 26. Oktober 1904 bat beschlossen, das Grundkapital unserer Gesellschaft um nom. Mk. 22,000,000, also auf nom. Mk. 154,000,000 eu erhöhen, durch Ausgabe von 22,000 Stück neuer Inhaber-Aktien von je nom. Mk. 1000 No. 182,001 bis No. 154,000, welche Aktien vom 1. Januar 1905 ab in gleicher Weise wie die alten Aktien dividenden- bereehtigt sind. Diese nom. Mk. 22,000,000 neuer Aktien sind gemäss vorgedachtem Generalversammlungs- beschluss teile von Herrn Geh. Kommerzienrat Hugo Oppenheim in Berlin, teils von einem Garantiekonsortium zum Kurse von 120 % übernommen worden, welch Letzteres die Verpflichtung eingegangen ist. nom. Mk. 13,200,000 dieser Aktien unter den unten angegebenen Bedingungen zum Kurse von 125 •/, unseren Aktionären durch uns anbieten zu lassen. Demgemäss bieten wir hiermit unseren Aktionären für Rechnung des Garantiesyndikats die vorbezeichneten 18.800 Stück neuen In hab er-Aktien von je nom. Mk. 1000 zum Kurse von 126% unter folgenden Bedingungen zain Bezüge an: L Auf je 70 Stück Gulden-Aktien von je 250 Gulden nom. können je drei neue Inhaber- Aktien von je nom. Mk. 1000, und auf je 10 Stück Mark-Aktien von je 1000 Mark nom. kann eine neue Inhaber-Aktie von nom. Mk. 1000 bezogen werden. Beträge von weniger als 70 Stück Gulden-Aktien oder 10 Stüok Mark-Aktien bleiben unberücksichtigt, jedoch sind die Anmeldestellen bereit, die Verwertung oder den Zukauf von Bezugsrechten zu vermitteln. 2. Das Bezugsrocbt ist bei Vermeidung des Verlustes In der Zeit vom 1. November bis einschliesslich 15. November 1-04 bei den unten verzeichneten Anmeldestellen in den üblichen Geschäftsstunden auszuüben. Die Aktionäre, welche das Bezugsrecht geltend machen wollen, haben ihre Aktien (ohne Dividendenscheine und Talons) mit zwei gleichlautenden, von ihnen vollzogenen Anmeldeformularen, welche bei den Anmeldestellen erhältlich sind, zur Abstenipekntg mit einem die Ausübung des Bezugsrechts konstatierenden Vermerk eenzureichen und gleichzeitig 26% des Nominalbetrages — Mk. 250, nebst dem für den Bezug der Aktien festgesetzten Agio von 26 % — Mk. 250, mithin zusammen Mk. 500.— für jede neue Aktie von nom. Mk. 10(K), zuzüglich des halben Schlussnotenitempels bar zu zahlen. S. Der Best von 75% = Mk. 7öü für jede neue Aktie von nom. Mk. 1000 kann jederzeit, muss aber spätestem mit 37'/, % — Mk. 375 für jede nent Marlsakhie am 15. 1904 und mit 17%% = Mk. W5 itJr jede neue Markaktie am 15. Februar 1906 bei derjenigen Stelle, bei welcher die erbte Einzahlung stattgefunden hat, bar bezahlt werden. Auf die vor den genannten Terminen geleisteten Einzahlungen werden bis zu deren Fälligkeitstagen 4% Zinsen p. a. vergütet. 4. Leber die geleisteten Zahlungen werden Kasse-Quittungen auf dum einen (blauen) Anmeldeschein erteilt. 5. Die Ausgabe der neuen Aktien mit Dividendeu-Kupons pro 1905 und folgenden erfolgt gegen Rückgabe der quittierten blauen Anmeldescheine nach der Vollzahhmg der Aktien auf Gründ einer besonders zu erlassenden Bekanntmachung. Interimsscheine werden nicht ausgegebcu. la Darmstadt B Berlin „ Frankfurt a. „ Hannover „ Strassburg 1. Els. „ Leipzig „ Stettin . Giessen „ Offenbach a. M. ferner: in Bremen „ Breslau „ Cöln „ Dortmund „ Dresden „ Halle a. 8. „ Hamburg „ Heilbronn „ Mainz „ Mannheim M München „ Neustadt a. H. „ Posen „ Stuttgart „ Wien „ Wismar Anmeldesteilens Bank für Handel und Industrie 99 99 99 99 99 Herren Robert Warschauer & Co. Filiale der Bank für Handel und Industrie Bank für Handel und Industrie, Filiale Hannover ,, 99 99 99 99 „ Strassburg I. Els. „ ,, „ ,, ,, Depositenkabse Leipzig „ „ 9t 99 99 99 Stettin 99 99 99 99 99 99 GiCSSCR 99 99 99 99 99 99 Offenbach &. M. Nordwestdeutsche Bank, Komm an di t-Gesellschaft auf Aktien Breslauer Diskonto-Bank Herren Sal. Oppenheim jun. & Co. Nord westdeutsche Bank, Kommandit-Gesellschaft auf Aktien Herren Albert Knutze & Co. Herren Hermann Aruhold & Co., Bank-Kommandit-Gesellschaft Vereinsbank in Hamburg Herren Bümelln & Co. „ Schmitz, Heidelberger & Co» „ Wüigenroth, Soherr & Co. „ Merck, Finck * Co. r Eduard Loeb & Co., Bank-Kommandit-GeBellschaft Ostbank für Handel und Gewerbe Wüi ttembergischo Bankanstalt, vorm. Pflaum & Co. Wechselstnben-Ahtlen-Gesellschaft „Merkur66 Vereinsbank in Wismar. Darmstadt, den 29. Oktober 1904. hv"/I0 Direktion der Bank für Handel und Industrie. v.l/l°] Zu zahlreicher Beteiligung labet ein Der Vorstand. 10500 SBMW8 I-Pid.°Do Bahnhofstr. 27. Liideaplatz 12. Amtliches Hrtsgeweröeverein. Mittwoch den 2. Novbr., abends 8% Uhr, Restaurant Feidel Monats - Versammlung. Ia. WachSbohueu, 2-Pfd.°Dose 42 Pf., I-Pfd.-Do c 30 Pf. Brechspargel mit Hopfen, 2-Pfd.^Tose 75 Pf., I-Pfd.-Dofe 45 Pf. bis zu bcu teinften Qualität. Ia. Ia. ausgesucht starker. GebrNöev Vrrdnx Uölner Aonfum-Anft«lt. kauften wir und kommen daher nicht so leicht in Verlegenheit. 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W t B m a ii n. B a%0 Lollar, den 6. Oktober 1904. 8192 B'/n Schwan 06461 D^TH ““n9! Das Rauchen der Ölen i verhindert 8099 Johns Schornstein-Aufsatz. Emil Pistor Nachf., Marktstra.*ee 10. Tapisserie! Tapisserie! ö 156» Xu 'haßen/ den, meiste*/ 200 000 fach erprobt. Lieferung auch auf Probe. choTBsttie ufcatz^ W § DD chM■ Die Beerdigung findet Mittwoch den 2. November, nachmittags 3% Uhr, in Lollar statt. — Kranze und Blumenspenden verbeten. Darmstadt, 28. Ottober 1904. Kaiserliche Ober-Postdirektion. I. 93.: Rogetzky. W* Lieferung von Waudplatten. *^*55 Wilhelm H8ss, HstNscHer, vleichstratze 81/1. Stock. K S*- Geschäfts ■ Empfehlung. Ich erlaube mir ergebenft anzuzeigen, daß ich mich als Ofensetzer "Mtz hier niedergelassen habe. Zum Setzen vo« eisernen und Porzcllau-Oefou und Herde» sowie zur Ausführung von Re- paraturcu und zum Reinige» halte ich mich besten- empfohlen. Bekanntmachung. 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(Bin Mitsterpfahl kann in unserer Schreibstube angesehen werden. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Eießen, den 1. Nov. 1904. StädtischoS Hochbauamt. ©erbet Bx/n Unheimlich- tnb alle Hautuurciuigloiteu u.Hautausfchläge wie Mite fier, Kiuueu, Klcchtcu, Blütchcu, Hautröte, GcsichtSPilkelre. Daher gebrauche man nur Steöltiipferd' Teerschwefel'Seife von Bergmann & 6o1 Radebeul ml echter Kchtrismirkk: Steckenpferd, i St. 50 Pfa. bei P. I. Äöb», August Noll, Drog. z. r. Kreuz. ^Kohlc«^ von den besten Zechen, Rchkohk!!, z»chk«it, prim rh,mW Srikrtt» Mi Mi zu den billigsten Preisen. Prim LairiM - Brennholz pro Zentner g«schnitten M. 1.20 w w gehackt w 1.30 jedes Quantum frei anS Haus liefert 8191 Euiee*. FM3MK3Ä8111335" Gttome.n. M. Ö btaats-Eisenbahnloose für DeuUehbind gcsetzl ß® ei-laetote Prfaeiee - ()bli^nU»Äen A*NE»ld«y RQjert, ebne Abxar. ö® N&chsie Ziehung bevoretohenil ® ßar Keino Ratenlooeo. 'M Vtii iftnecn Sie b. Pruspf cf X Hi öff, di- 'U ! rid bin- hH bf*