Nr. ÄS7 Erstes Matt. 154. Jahrgang Dienstag 1* November 1904 Amts- und Anzeigeblalt für den Kreis Giehen GÄuIstratze T, sibrefie für Depeschen, Anzeiger Giests«. .^ernspro^anschluyKr 61 W ©rlOxittt tügltch außer Sonntags. Dem Gtehener Anzeiger werden im TOed)fe( mit dem Kesfischen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotatioasdruck u. Verlag der Brühl 'scheu Ünivers-Buch-u. Steindruckerei. 9t Lang«. monatfich 76 vL viertel- jährlich M. LL0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pt.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. au6$ct)L Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnununer bi« vormMag» 10 Uhr» Zeilenpreis: lokal 12 LuSrvärt« 20 Ptg. Verantwortlich tür den poilt und augem. Teil: P. Wittko; für ,6tabt und £anb* und .GerichtSsaalE: August Goetz; für den Anzeigenteilt HanS Beck. Die heutige Wummer «mfaßt 8 Keile«. 3 dm stoninn«, umio megr i,r ra nCT(ra An das südlich Dom Dorfe Utfm e ’ wSmnnh Xr ‘t1 cr am allernächsten herangckomwen. enghschm Frrmen. Niemand aberl , . .. ,, s s;c Der Krieg zwisSen Japan und Wußland. Au8 der Mandschurei. Mukden, 31. Ott. (Reuter.) Nach 'einer Ruhepause von mehreren Tagen begann gestern nacht in Südosten eine Kanonade mit schweren Geschützen und dauerte bis zum Morgen. Zwischen den Au fttarunas truppen finden Kämpfe statt. Die Javaner überschritten den Sch ah o südöMch von Mukden. Man erwartet, d-aß noch in dieser Woche eine große Schlacht entbrennen wird. General Kuropatkin führt dauernd den Oberbefehl und ist mit der völligen Umgestaltung des' Heeres beschäftigt. — Statthalter Alexejew ist gestern nach dem europäischen Rußland abgereist. Petersburg. 31. Okt. Kuropatkin meldet dem .Kaiser unterm 30. Oktober: In der Nacht zum 30. ds. sind keine Meldungen über Kämpfe in der Front der Armee eingegangen. Es wurde bemerkt, daß der Feind seine Streitkräfte von Westen nach Osten verschiebt. Wie gemeldet wird, erhalten die Japaner von Süden und von Fbnghwang- tscheng Verstärkungen. Man kann aus Grund dieser Meldungen darauf schließen, daß die Japaner die Aufstellung ihrer Truppen beenden, um zum Angriff überzugehen. Am Tage ist das Wetter ziemlich warm, nachts aber erreicht die Kälte sechs Grad. Der Gesundheitszustand der Truppen ist gut. Petersburg, 31. Okt. Die Ruff. Tel.-Ag. meldet aus Mukden vom 31. Oktober: Am 29. und 30. Oktober Die AwIschenfäEe in der Aordsee. Vom deutschen Dampfer „Sonntag". Ueber den russischen Angriff auf den deutschen Fisch- öcmrpfer „Sonntag" äußert sich auch 'heute die „Nordd. Mlg. Ztg." nicht. Auf die Darlegung der Vorgänge von beteiligter Seite ist zunächst dem Vernehmen nach 'von Berlin aus eine Untersuchung eingeleitet worden. Auf Grund des Resultats erfolgen die diplomatischen Schritte in Petersburg. Voraussichtlich wird der Zwischenfall eine baldige Erledigung dadurch finden, daß die ruffische Regierung die von dem deutschen Rheder erhobenen Schadenersatzansprüche in entgegenkommender Weife zu erfüllen verspricht. Die internationale Untersuchnngskommisfion. Das Bureau Reuter erfährt: Zwischen En gl an d und Rußland ist der Abschluß eines Sonderab kom ens zum Zwecke der Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission, welche die Tatsachen, bei dem Zwischenfall in der Nordsee feststellen soll, im Werke. Tas Verfahren, der Umfang und die Vollmachten insbesondere hinsichtlich des Vorgehens, das auf Grund der Ergebnisse der Kommission einzuschlagen ist, werden sorgfältig erwogen. Man hoffe, daß das Abkommen innerhalb einer sehr kurzen Frist unterzeichnet wird, und hält es sehr wahrscheinlich, daß die Kommission aus hohen juristischen Persönlichkeiten neutraler Nationalität, die von Marinesachverständigen unterstützt werden, bestehen wird. Wenn die Voruntersuchungen, die in Hüll und Vigo von den englischen und russische Behörden angestellt werden, beendigt sein werden, werden die Abgeordnete, welche England und Rußland vertreten, vor der internationalen Kommission erscheinen, um den Fall zu begründen und die Zeugen, wenn nötig, vorzubringen, welche einem Kreuzverhör unterworfen werden. Der Ort des Zusammentritts ist noch unbestimmt. Er wird voraussichtlich in Frankreich sein. Die russischen Offiziere bleiben dabei, daß bei Hüll auf Torpedoboote geschossen worden ist. Sie hätten einen Dampfer mtt drei Schornsteinen gesehen. Die Beschießung des skandinavischen Dampfers. Ueber die Beschießung des schwedischen Dampfers „Aldebaran" hat der Kapitän desselben einen Bericht erstattet, in welchem über den Hergang folgendes gesagt wird: Die schwedische Regierung hat sofort nach dem Bekanntwerden dieses Vorfalles den Bürgermeister zu Gefle, wo der „Aldebaran" inzwischen angekommen ist, zu einem genauen Verhör der Mannschaft angewiesen und schleunige Ueberskndung des Protokolls befohlen. Auch ein norwegisches' Schiff,, der Dampfer „Skaatö", ist am Sonntag im Kanal von einem russischen Kriegsschiff beschpssen worden. Ws der Dampfer die norwegische Flagge hißte, hörte die Be- schießung auf und gleich darauf passierte „Skaatö" noch 18 andere russische Kriegsfahrzeuge. „Aldebaran" befand sich am Freitag voriger Woche auf der Reise nach Gefle etwa 90 Secnkeilvn westsüdwestttH von Hems- tholmen im Skagerack, als man um 10 Uhr abends ein gröberes Kriegsschiff bemerkte, welches schnell näher kam. Infolge des intensiven Lichtscheins von den Scheinwerfern des letzteren lohnte die Nationalität desselben nicht festgestellt werden, Kriegs- schiff schnitt den Kurs des „Aldebaran "so nahe, daß dreier, um eine Kollision zu vermeiden, abweichen mußte, und glerch darauf schoß es einen scharfen Schuß auf den Dampfer: ab, ohne zu treffen. Auf dem „Aldebaran" wurde sofort die fwwe- dische Flagge gehißt und die ganze Besatzung kam auf Teck. Ein Signal wurde von niemand bemerkt, dagegen waren die Scheinwerfer während der ganzen Besä-i-eßung uuansgesetzt auf den Dampfer gerichtet. Bald begann das Kriegsschiff den letzteren mit einem wahren Kugelregen zu über?chütten, obwohl der DsMpfer sofort seine Maschine strpvte. Nach etwa zehn MmÄen Wte die Beschießung auf und die Mannschaft, welche sich unterdessen unter Teck geflüchtet batte, glaubte nun die Rcrse fort- setzen zu können. Kaum hatte sich jedoch der Dampfer m Bewegung gesetzt, als abermals die Beschießung begann nrt-S wieder zehn Minuten lang fortgesetzt wurde, ms das WrregA- schiff Plötzlich sämtliche Lichter löschte und im Dunkeln verschwa^. Das Resultat der Beschießung war gleich Null. Obwohl manche Geschosse unmittelbar neben oder vor dem Dampfer nnschlugen, wurde dieser letztere doch nicht getroffen und die Besatzung kam mit dem Schrecken davon. ihnen verdenken, wenn sie im Hinblick auf die an den Hüller Fischern verübte Brutalität es ablehnen, den Russen Kohlen zu verkaufen. Im Effekt untersagen schon die völkerrechtlichen Vorschriften den neutralen Mächten, Schiffen kriegführender Varttten die Kohlen zu liefern, deren sie bedürfen, um auf den Kriegsschauplatz zu gelangen. Solange der Kriegszustand besteht, sind denn auch weder der einen noch der anderen Machet von einem nenttalen Staat Kohlen geliefert worden. Beide haben ihren Bedarf an Heizmaterial vor Ausbruch des Krieges gedeckt, und Japan ist überdies in der Lage, die Vorräte aus dem eigenen Lande zu ergänzen. Andererseits ist dir wochenlange Untätigkeit des Bart Arthur- wie des Wladiwostok-Geschwaders aller Wahrscheinlichkeit nach auf Kohlenmangel zurückzusühren, da das Unterdampfhalten der Geschwader einen gewaltigen Verbrauch an Feuerungsmaterial erfordert. Die neuttalen Machte sind völkerrechtlich nur verpflichtet, Schiffen kriegführender Parteien soviel Kohlen zu geben, als notwendig ist, den nächsten Heimatsbasen zu erreichen. Das würde vom englischen Standpimkt ans für die Schiffe d^s baltischen Geschwadms ein Hafen am Schwarzen Meer sein. England ist im staatsrechtlich" Sinne Rußland gegenüber ein neutraler Staat. Aber man da 7 jetzt hier wohl von einer übelwollenden Neutralität spreckxm. die eine völkerrechtliche Verpflichtung, den russischen Schiffen Kohlen zu liefern, überhaupt nicht anerkannt. Die Aussichten für das baltische Geschwader, ensches Feuer auf die Japaner. Diese bebielten schließlich nur zwei Gesetze in brauchbarem Zustande. Die beiden Bataillone wurden fast ausgerieben. Port Arthur. Petersburg, 31. Okt. General Stoessel meldet dem Kaiser unterm 14. Oktober: Der Feind wirft in die Befestigungen der Nord- und der Nordoststont int Osten von der Eisenbahn und in die innere Festung elfzöllige 'Bomben. Gleichzeitig schiebt er L a rt f g r ä b e n an unsere Forts Au das südlich vom Dorfe Utsiasau gelegene Fort " '-------” -"L...... Durch daö Ar- zwingen wir d en Fein d sehr v oxsichtig z-useirr. Die Truppen kämpfen nach wie vor heldenmütig trotz aller Mühen und Entbehrungen. Mr bitten imt den Segen. Eurer Majestät und der Kaiserin. Petersburg, 31. Okt. Ein TelegrcmNN General Stoessels vom 17. Oktober an den Kaiser besagt: Gestern.^ eröffneten die Japaner gegen 3 Uhr nachmittags eine v erstarkte Kanonade auf die Forts und Befestigungen. Ein besonders starkes Feuer wurde gegen das Fort und die Befesttgungen an der Nordfront 'gerichtet, die in der Nähe der Eisenbahn liegen. Der Feind begann diese Befestigungen anzugreisen, indem er zunächst beim Dorfe Palitschwa'ng schwere Feldarttllerie nach der Eisenbahnlinie vorfchob. Durch das Feuer unserer ArMerie und Schützen wurde der Angriff der Japaner zurückgeschlagen. Um 7 Uhr abends hörte der Kampf auf. Die ganze Nacht dauerte nur die gewöhnliche Beschießung fort. Die Verluste der Japaner sind bedeutend. Tschifu, 31. Ott. (Reuter.) Der allgemeinb Sturm auf Port Arthur, der mit dem Angriff vom 24. Ottober begann, enttoicMte sich gestern zu einer heftigen Schlacht, welche den ganzen Tag wütete. Nach einer Quelle, die sich bisher als zuverläffig erwies, warfen die Japaner große Stteitkräste gegen die Festung bei dem Versuch, eine beherrschende Stellung zu gewinnen. Das' Ergebnis ist noch unbekannt. Man glaubt, die Japaner, wollten nicht die Stadt durch den Angriff einnehmen, sondern nur einen weiteren Schritt verwärts erzielen^ Es dürsten noch zwei weitere allgemeine An^- grifse erforderlich sein, bis der Abstand zwischen den Krieg führenden klein genug ist, um dnt Versuch, die Hauptorte zu besetzen und damtt die Belageruns zu beenden, ausführbar zu machen. Explosion aus einem japanische« Dampfer. Nagasaki, 31. Okt. Im Hafen von Bobschi explodierte gestern eine Mine, als sie von dem Dampfer „Darni Chiyoda Marn" abgeladen wurde. 10 Personen wurden ge- tötet, viele verwundet. Der Dmnvfer ist arg beschädigt. Valitische Tagesschm. Zum deutfch-ösierreichifchen Haudelsvertrag. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge begab sich ant Mon^ tag der Staatssekretär Gras v. Posadowsky nach Wicm Es handelt sich noch keineswegs um den Abschluß des' Hanbelsverttages, sondern um die Ausgleichung eüngw totd)tiger Tisserenzpuntte. Hierzu hat sich eine mündliche Aussprache als notwendig ergeben. Gras Posadowsky wird! mindestens eine Woche in Wien bleiben, nach Beginn der Verhandlungen vom Kaiser Franz Zvses in Audienz erch- pfangen werden und einen AuSslug nach Budapest machens um mit den Mitgliedern der ungarischen Regierung in rührung zu treten. Er wird cm einem außerorderttlichertz östreichisch-ungarischen Ministerrate unter dem Vorsitz Go- luchowstt)s und in Anweserrheit des Botschafters Grafen; Szögyeny teilnehrnen. Der SLacttssettetär de§ Innern war lwrigens gestern vom deutschen Kaiser zur Tafel geladen^ Der Abschluß des Handelsvertrags wird als gesichert be» ttachtet, obschon noch einige Meinungsverschiedenheiten zrr überwinden sind. Es scheint aber, daß auch Erörterungen politisch anderer Art in Wien und Wrdapvst stattfindertz sollen. Worauf diese 2lussprache sich bezieht, darüber, fehlt es einstweilen cm sicheren Änhattspuntten. Tie „N. Fr. Pr." meldet: Politische Kreise erblicken in der Reise deS Grafen Posa^ bowsky nach Wien eine Bestätigung ber Hoffnung auf baldiges Zustandekommen des neuen Handelsvertrages. Wahrend her Anwesenheit des Grafen Posadowskh werden der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza und die ungarischen Ressortminister sich in Wien einfinden, ba bie Behandlungen unmittelbar zwischen beni Ministern geführt werden. Botschafter v. Szoegyeny-Mari,cht bleibt vorläufig in Wien. Die Hauptöestimnmn gen des HandelSvertragkSl, na> mentlich die Forderungen bezüglich dvr Industrie-, Agrar- und Viehzölle, nnrrben am Sonntag üt gemeinfanter Konftrenz der östreichischen und ungarttscherr Minister unter dem Vorsitz Goluchowskhs beraten. Die endgiltige Taxierung und UnterZeich-nung des Vertra^sK erfolgt in Berlin. Wenn es gethrgt, die «BertragSvsrhand- simgen, wie es die deutsche Reichsregiemmg wünscht, biS Ende November zu erledigen und den Verttag noch vor; Weihnachten vor die Parlamente zu bringen, unterbleibt die Kündigung des alten Vertrages. Hi«e Rektorstsrrbe. Der Würzburger Rektor MaqnificuS Prof, der Kirchen- geschichte Dr. Merkle, der vom Bischof von Würzburg wegen seiner Stellung gegen den Exjesuiten Frhrn. v. Bcrlichingen zur Verantwortung aufgesordert wurde, hielt bei der feierlichen Immatrikulation der neu iuskribierten Studenten eine Rede, in welcher er akademische Freiheit al§ baS kostbarst e Gut der deutschen Hochschulen feierte. Rur durch die Freiheit des Lehrens und des Lentens, des Schaffens und Wirkens, so führte Pros. Dr. Merkle auß, seien die deutschen Universitäten imstande, ihre hohe Aufgabe zu lösen. Diese Freiheit muß auch jeder Akademiker verteidigen, sowohl gegen die Gewalt von oben, als auch gegen banausischen^Un- o er st and von unten und alle Bestrebungen, die die Folge haben konnten, daß dieser Freiheit ein Grab bereitet werden könnte. Wahrhaft frei sei nur der, der für seine Ucbeqeugurig und Ideale unter Allsivendung seiner Kraft den Kampf aufnehme gegen Angriffe, von welcher Seite diese auch kommen mögen/ Was wäre unserer Zeit z. B. gedient mit einem Theologen, der feine Ueberzeugung nicht auf Grund nüfien- schastlicher Forschungen aufbaut, sondern sie aus der politischen Tagespreise schopse.' Welche Achtung konnte daS Volk v« einem Beamten haben, der sich von jedem SBinbftoß der sogenannten „öffentlichen Meinung- fortreißen laffe, und nicht den Mut finde, seine Ueberzeugung bis zum äußersten zu verteidigen. Roch habe Dem deutschen Volk weder Dunkelheit Den Kops verwirrt, noch Lüderlichkeit das Mark aus den Knochen gezogen. Mit Dem Wunsche, Daß die akademische Jugend auch fernerhin Freiheit der Wissenschaft als daS foft* -barste Erbe der Väter verteidigen und den kouuncnden (Sorte* 'ationen sichern wirD, schloß der Redner seine Ansprache. * Ein neues Attentat auf der Polizei in Bjelostok. Der deutschen ,Petersb. Ztg." iuivt> aus Bjelostok in Rußland geschrieben: Am 19. Oktober ist hier ein neues Attentat auf die Polizei oeriibt worden. Gegen 7 Uhr abends erschienen in der Kanzlei des 1. Polizetdistrikts zwei junge Hebräer. Die amvesenden Beamten halten kamn nacb ihrein Begehren gefragt, als der eilte von ihnen eine B o in b e in die Alitte des Zunmers warf, worauf eine ohrbelaubende Explosion erfolgte. Fast alle Möbel wurden zertrümmert, alle Fensterscheiben sprangen, die Lampen erlöschtcn und von den Wänden wid der Decke sprang die Snitkalnr. Als Licht gemacht imtvDe, erwies es sich, daß üoh den in diesem Zinnner befindlichen d r e i K a ri z le i b e a ni l e n zwei leicht v e r iv u n d e t waren, dem dritten jedoch der linke Oberarm gebrochen war. Drei Schutzleute und ein R e v i e ra u i s e h e r halten leichte Verletzungen erhalten. Von drei in eigener Angelegenheit in der Kanzlei befindlichen Hebräern waren eine Frau und ein Al a n n leicht verletzt worden, während em z iv e i t c r M a n n, wie es scheint, recht erheblich verwundet worden ist, da er bis tctzl noch nicht sprechen kann. Den Attentäter selbst fand man mit schwachen Lebenszeichen auf dem Fliw vor dciii Eingang zur Kanzlei liegen. Er verschied ui einigen Minuten, ohne zur Besimiung zu fonnnen. Die Obduktion seiner Leiche ergab, daß ein Stück der Bonibe direkt in sein Herz gedrungen ^var und somit fast momentan den Tod hervorgermen Halle. Sein Helfershelfer wurde in dem Augenblick festgenonimeu, als er dnrcl; die Hauslür auf Die Straße laufen wollte. Von höheren Polizei- beaniten befaiid sich niemand während des Allenlals weder m der Kanzlei noch in den benachbarten Zumnern. Deutsches Reich. Berlin, 31. Okt. Gegenüber ausländischen Blätter- Meldungen erklärt die Post, daß über eine Reise des Kaisers ins Ausland keineDispositionen getroffen worden sind. — Der „Staatsanz." meldet: Kammerherr von Behr- Pinnow wurde unter Verleihung des Charakters als Kabinettsrat zum Kabinettssekretär und Schatullen- verwalter der Kaiserin ernannt. (Bekanntlich hatte bisher der Frhr. v. Mirbach diese Funktlonen inne. D. Red.). — Ter Bundesrat sprach sich dahin aus, daß 1. die Regentschaft des Grafen Leopold zur Lippe- Biesterfeld zu Recht besteht, 2. daß die übrigen Streitigkeiten durch ein unter dem Vorst tze eines Herrschers aus Mitgliedern des Reichsgerichtes zu bildendes Schiedsgericht zu entscheiden ist. Damit würde also derselbe Weg beschritten werden, der im Jahre 1897 gegangen wurde, als es sich um den verstorbenen Grafregenten Ernst handelte. Wie bestimmt verlautet, hat dte schaumburg-lippische Regierung bereits thr Einverständnis zu den Beschlüffen schriftlich niedergelegt, dagegen soll der Fürst von Schaumburg-Lippe seine persönliche Zustimmung noch nicht gegeben haben. Te§ ferneren verlautet, daß Prinzregent Luitpold dem Schiedsgericht präsidieren solle. — Das Jubelfest der „Vossischen Zeitung" hat einen Verlauf genommen, der von der hervorragenden Stellung Zeugnis ablegt, die die älteste Zeitung BerlmS noch heule in dem öffentlichen Leben der Hauptstadt und des Reiches einnimmt. Unter den Glückwunschtelegrammen sei dasjenige des Reichskanzlers Grafen Bülow vermerkt, der an seine Gratulation den Satz anfügt: „Ich wünsche der „Vossischen Zeitung", daß sie stets wirken möge in Treue gegen Kaiser uud Reich und seslhalten an den Grundlagen deS preußischen Staates, mit dessen Aufsteigen ihre eigene Geschichte verbunden ist." Zu dem Glückwünsche des Reichs- kanzlerS gesellte sich derjenige des Ministers deS Innern Frhr. von Hamm er st ein. Essen, 31. Okt. Der Abg. Brust (Zentr.) legte sein Mandat als Vorsitzender des Gewerk Vereins christlicher Arbeiter nieder. Ausland. Rotterdam, 31. Okt. Heute früh wurde in aller Stille der Sarg mit der Leiche Krügers aus dem Haager- Friedhof in den Tolenwaaen gebracht. Rach langsamer Fahrt kam der einsame Totenwagen in Rotterdam an. Zwölf Matrosen trugen den mit der Transvaalflagge verhüllten Sarg an Bord. Der Großmeister des Hauses der Königin- Mutter de Ramtz schmückte den Sarg mit einem silbernen Palmzweig. Eloff dankte dem Volk und dem Fürstenhaus Hollands. Nur Dr. Leyds und drei weitere Herren begleiten die Leiche auf ihrer vierwöchigen Fahrt. Dr. Leyds, der noch nicht die Erlaubnis hat, in Südafrika zu bleiben, ivird sofort wieder zurückreisen. Haag, 31. Okt. Bezüglich der auf Roosevelts Initiative einzuberufenden zweiten Friedenskonferenz scheint Rußland nicht sehr geneigt zu sein, die Konferenz zu beschicken. An anderer maßgebender Stelle wurde die Ansicht geäußert, daß die Konferenz wohl kaum vor Ende des Krieges zusammentreten dürfte. Japan dürfte nicht abgeneigt sein, an ihr teilzunehmen. Es kommt hierfür lediglich nur auf die Auswahl der zur Beratung zugelassenen Gegenstände an. Madrid, 31. Okt. Ter Skandal nu Kongreß war heute früh um 1 Uhr besonders stark. Die Deputierten hatten sich scharenweise abgelöst, mu die Dauersitzung nicht zu unterbrechen. Dte Opposition machte fortgesetzt Obstruktion, indem sie burschikose Anträge stellte. Ein Abgeordneter erörterte die Wahrscheinlichkeit des Ausfalles der heutigen Staarskotterie, ein anderer protestierte, weil die Absicht bestehen solle, Stachelschweine als Nähmaschinen zu verzollen und dergleichen Unsinn mehr. Gegen Morgen kam es zu einer neuen Rauferei, wobei mehrere Pulte zertrümmert wurden. Die Sitzung wurde schließlich nach ZHsttindiger Dauer bis heute nachmittag 4 Uhr unterbrochen, um den Führern der NlindcrheltS-Parlcicn eine Besprechung zu ermöglichen. Petersburg, 31. Ott. In der letzten Zeit veranstalteten VolkShaufen unter Vorantragung von roten Fahnen Demonstrationen. Die Demonstranten wurden jedoch von der Polizei, zuweilen auch vom Militär stets bald auseinandergetrieben. Unter dem Eindruck des Befehls deS Generalgouverneurs, des Generals Tschertkow, daß die Truppen, wenn sie mit Steinen beworfen würden, nicht in die Luft, sondern auf daS Volk schießen sollen, fand am 28. Oktober bei Wola wiederum eine Kundgebung statt. Die Polizei und die Kosaken traten den Demonstranten unter An- iveudung der blanken Waffe entgegen. Es gab beiderseits viele Verwundete. Aus Siudt und Klv'd. Gießen, den 1. November 1904. * * Lehrerbesoldung in Gießen. Da Gießen, so lesen wir im „Schulboten für Hessen" bezügl. der Besoldungsverhältnisse seiner Volksschullehrer hinter den anderen größeren Städten Hessens noch zurücksteht, so haben die hiesigen Lehrer an die Stadtverwaltung ein Gesuch gerichtet, in dem sie um gehaltliche Gleichstellung mit den Lehrern genannter Städte bitten. * * Die Schlachthausbesichtigungen in Marburg und Offenbach wurden gestern von Herren des hies gen Stadtvorstandes und der Schlachthofsdcputation in der geplanten Weise vorgenommen. * • Stadtverordneter Keller, welcher die Absicht hatte, sein Stadtverordnetenmandat niederzulegcn, hat sich, wie wir soeben vernehmen, bereit finden lassen, davon Abstand zu nehmen. * * Eisenbahnpersonal fache. Der Stationsassistent Schellhorn von Gießen ist zum Stationsassistenten von Lollar ernannt worden. • * Kunst g ewerbe. Ein nach Plänen des Bau- inspeklors Jost von Schlossermeister C. Wicgandt hergestelltes Tor mit kunstvollen Ornamenten in Hammerschmiedearbeit ist einige Tage auf dem Wiegandtschen Hof, Lüberstraße 5, zur Besichtigung ausgestellt. * • Das Ende derVieh markt sperre steht, so wird uns mitgeteilt, schon für den nächsten Markt bevor. Der Viehhändler Taniel-TieSdorf, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Viehhändler-VerbandeS, hat in der vergangenen Woche mit dem Dezernenten im Großh. Ministerium wegen Milderung der Abmelkverordnung verhandelt und hierbei ein die Marktbesucher befriedigendes Entgegenkommen gefunden. Herr Daniel, welcher in Viehhändlerkrcisen sich großen Ansehens zu erfreuen hat, wird veranlassen, daß in nächster Zeit eine Versammlung einbcrusen wird, um darin über das Ergebnis seiner Bemühungen im Jntereffe des Viehhandels auf dem Gießener Markt berichten zu können. Er hofft, daß das bewiesene Entgegenkommen des Ministeriums nun auch die Händlerkreije bewegen wird, den Gießener Markt wieder wie früher zu besuchen. * * Einen Selb st Mordversuch verübte gestern vormittag auf dem Seltersberg ein Arbeiter aus dem Hinterlande, der sich in leidendem Zustande befand. Der Mann wollte sich nut einem Messer die Kehle Durchschneiden, verletzte sich indeß nur unerheblich und wurde alsbald nach der chirurgischen Klinik gebracht, wo er seiner vollen Wiederherstellung entgegensehen darf. • • Der Gesangverein Lie derkranz hielt vorgestern abend im Neuen Saalbau seine erste Unterhaltung für diesen Winter ab, die sich eines guten Besuches erfreute. Der Abend verlief in sehr hübscher Weise. Die Chorgesänge unter Leitung ihres bewährten Dirigenten Fr. Bauer wurden gut vorgetragen nud ernteten großen Beifall, aber auch die Solovorträge der Sopranistin Frl. Z. von hier und deS Tenoristen H. Sch. von Darmstadt, ernteten großen Beifall. * * Am vorgestrigen Vortragsabend des ev. Arbeitervereins sprach Stadtv. Petri über Submissionswesen. Er legte dar, wie das Verfahren früher gehandhabt wurde, ivelche Veränderungen in den letzten Jahrzehnten bei staatlichen und städtischen Behörden zur Einführung kamen und ivelche Reformen jetzt noch erstrebt werden. Handels- und Handwerkerkammern, der preußische Landtag, der Reichstag, namentlich der Zentrumsabg. Groeber bezeichnen eine allge- meine Reform des SubmissionSwesenS als dringend erforderlich im sittlichen, sozialen und wirtschaftlichen Interesse, diese Reformen sind in Hessen bei den Staatsbehörden schon zur Einführung gekommen. Die Vertreter des Ministeriums haben mit den Vertretern der Handwerkerkorporationen für dreijährige Tauer Einheitspreise vereinbart, nach Denen Arbeiten bis zum Höchstbetrag von M. 300 freihändig vergeben werden. Alle Meister sollen berücksichtigt, werden. Für die Reihenfolge entscheidet das LoS. Bei Arbeiten von Mk. 300 bis Mk. 5000 ist das Mittelpreisversahren zur Einführung gekommen. 91 ad) diesem werden Angebote, welche den nicht bekannt gegebenen Anschlag der Baubehörde um mehr als 10% übersteigen, oder um mehr als 20% unterbieten, nicht berücksichtigt. Den Zuschlag erhält derjenige Reflektant, dessen Gebot dem Satz von 20 Proz. am nächsten kommt. Bei Arbeiten über Mk. 5000 findet das Mittelpreisverfahren keine Anwendung, sondern der Mindestfordernde erhält den Zuschlag. Es wird angenommen, wer an so umfangreiche Arbeiten herantrete, der müsse im Kalkulieren Bescheid wissen und über genügende Hilfsmittel verfügen, um die Arbeiten nach allen Erfordernissen ausführen zu können. General- Unternehmer bleiben unberücksichtigt; im übrigen sollen in der Regel diejenigen Handwerker den Vorzug erhalten, welche sich den Meistertitel erworben haben; dieser ist gebunden an genügende Schulung in der Kalkulation. Während dec hessische Staat mit Reformen dem Reiche und den andern deutschen Staaten vorangegangen ist, hat von den hessischen Städten Worms zuerst ein ähnliches, verbessertes Verfahren eingeführt. Gießen steht noch zurück, während eine Reihe anderer deutscher Städte mit Reformen noch weiter gegangen ist als der hessische Staat. In der Dem Vortrag nachfolgenden Besprechung bemerkte Dr. Heuser, daß die Finanzkommission Der zweiten hessischen Kammer solche Verbesserungen sozialpolitischer Art vorgeschlagen hat. Finden dieselben die Zustimmung des Hauses, so werden bei den Staat« bauten, welche demnächst in 91 a u b e t m auSgeführt werden sollen, tunlid)st fold)c Unternehmer bevorzugt, welche mit ihren Arbeitern Lohntarife nad) Dem Vorbild der Buchdrucker eingeführt haben. Einige Städte, ivie Dresden, Mannheim, Straßburg re., haben schon Reformen in diesem Sinne eingeführt. — Mehrere Der Anwesenden hielten eS ersprießlich für Arbeiter wie für Arbeit-' geber, wenn im Baugewerbe baldigst Tarifvereinbarungen für längeren Zeitraum zustande kommen würden, so wie sie bei Auchdruckern re. bestehen. Bei solchen beide Teile bindenden Tarife würden die Unternehmer geschützt sein vor dem Risiko, daß eine Gruppe von Arbeitern sich verleiten läßt zu Streik/ um z. B. bei lebhafter Beschäftigung in Der Hochsaison eine Zwangslage des Unternehmers auszunutzen. — Sodann wurden Wünsche geäußert für möglichst baldige Schaffung von organisch miteinander verbundenen Stellen für Arbeite nachweis über das ganze Reick), da alsdann mehr als bisher beschäftigungslose inländische Arbeiter nach Arbeit«, stätten herangezogen werden könnten. In England, Holland, Belgien, Frankreich dürfen bei öffentlichen Arbeiten nur mit gewissen Beschränkungen ausländische Arbeiter beschäftigt iverden. * * Ein Schwindler. In einem Goldwarengeschäft in der Bahnhofstraße erschien gestern abend ein Italiener und ließ sich Uhrketten vorlegcn. Er kaufte zunächst keine und verließ das Geschäft, um nach kurzer Zeit zurückzukehren, um sich Ringe zur Auswahl vorlegen zu lassen. Da er kein Geld hatte, wurden ihm die ausgesuchten Sachen nicht überlasten, er hatte es aber verstanden, zwei Uhrketten und einen Ring in seinen Kleidern verschwinden zu lasten. Der Schwindler wurde verhaftet; die Ketten und der Ring fanden sich bei ihm vor. 4- Klein-Linden, 1. Noo. Lehrer V olk wird nächsten Samstag im Kriegerverein einen Vortrag halten über den Feldzug 1870/71, wozu auch der Kriegerverein Allendorf eingcladen ist. x. Vonhausen, 30. Okt. Bei der gestrigen Treibjagd in unserer Gemarkung wurde ein Treiber von einem Schützen aus Büdingen angeschosten und erheblich verletzt. Hungen, 31. Okt. Die am Samstag stattgehabte Bürgermeisterwahl hatte folgendes Ergebnis: Julius Fendt 120 Stimmen, Christian Jokel 109 Stimmen, Karl Schmalz II. 31 Stimmen. Es hat somit eine Stich wa h l zwischen Herrn Fendt und Herrn Jokel stattzufinden, die auf den 8. November festgesetzt worden ist. H. L. P. fc. Ziegenberg, 31. Okt. Kommerzienrat Pastavant aus Frankfurt a. M., der Besitzer des hiesigen Schlaffes, schenkte zum Andenken an seinen in diesem Jahr verstorbenen Sohn Alexander der hiesigen KleHikinderschule einen herrlichen Platz im Waldparke, ganz in der Nähe des Dorfes. Der Platz wurde von dem Stifter mit Tischen und Bänken versehen. Er soll den Namen Alexanderplatz führen. Mainz, 31. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadt- vrrordneten wurde betr. Festsetzung der Ausnahmen von den gesetzlichen Bestimmungen über die Mindestruhezeit beschlossen, daß Die Tage DeS 25. Juli, DeS 18. unD 24. Nov. aus Der Zahl Der MinDestruhezeiten gestrichen werDen sollen. Ein Antrag auf Schließung aller Geschäfte um 8 Uhr rourDe abgelehnt. Nach einer Mitteilung Des StaDtv. Jean Walz hat Das Ministerium DaS Statut über Die Marktordnung für die Pferdemärkte nicht genehmigt, sodaß das Statut ab- geändert werden muß. Mainz, 30. Okt. Eine Deputation deS Vorstandes DeS Rheinischen Weinhändlerverbandes begab sich heute zur Audienz beim Staatsminister Rothe nach Darmstadt, um die hessische Regierung zu veranlasten, gegen die Repressalien der Vereinigten Staaten bezüglich deS Imports deutscher Weine Die Intervention DeS Auswärtigen Amtes in Berlin anzurusen. Der Staatsminister erklärte Die Bereitwilligkeit Der hessischen Regierung, Durch Den hessischen GesanDten in Berlin Dr. v. NeiDharDt in Diesem Sinne zu wirken. r. Mainz, 31. Okt. In verschieDenen Blättern war jüngst die Mitteilung enthalten, daß der Preis der Rückfahrkarten 3. Klaste in allen kurzen Verbindungen des Staatsbahnbezirkes bis einschließlich 2% Kilometer von 15 auf 20 Pfg. erhöht werden solle. Von zuständiger Seite wird jetzt bekannt gegeben, Daß Diese Mitteilung auf den Direktionsbezirk Mainz nicht zutreffend sei. [] Marburg, 31. Okt. Der Plan der Erbauung eines Marburger Stadttheaters ist wieder in die Ferne gerückt, da die Stadt wegen dringender Ausgaben, z. B. Einrichtung des Elektrizitätswerkes usw. vorläufig nicht Die notwenDige finanzielle Beihülfe gewähren kann. Hanau, 29. Okt. Der gestern zu einer Sitzung zusammengetretene Kreistag des Landkreises Hanau beschloß, eine von Dem KreisDeputierten Fabrikdirektor- Dr. M. Hoffmann (Direktor Der chemischen Fabrik Leop. Cassella u. Co, G. m. b. H. in Mainkur-Frankfurt a. M.) Dem Kreise angebotene Schenkung unter DankeSausDruck anzunehmen. Die aus, einem Kapital von 60 000 Mk. bestehenDe Schenkung soll> unter Dem Namen ^Auguste Hoffmann - Rekonvaleszenten- Stiftung" besonDers verwaltet werben und unbemittelten Rekonvaleszenten, Wöchnerinnen, sowie gesunDheitlich Geschwächten Mittel zur Unterkunft in Krankenhäusern, Kliniken, Rekonvaleszenten-Anstalten, sowie zum Gebrauch von BäDern unD Kurorten gewähren. ~Vcrmifctytes»” * Der Sah ar a k ai s e r. Das „Giorrrale d'Atalia"- llertchtet, Lebaudy sei in einer reich auSgeftatteten tunesischen Uniform ausgetreten und hat sich in? Begleitung von drei Sekretären beftrnden. Unter dem Namen eines Prinzen von Teherahr telegraphierte er an den Fürsten von Montenegro und bat um eine Unterredung. Der Fürst teilte ihmi rn.it, daß es jedem fteistehe, in sein Reich zu kommen. Darauf ging Lebaudy in dem kleinen Hafen Dulcigno an Land. Er wollte den ganzen Hafen auffaufen urch hat tatsächlich einige der best eingerichteten Häuser erworben. Da er glaubt, man wolle ihn vergiften, kaufte er von ankommenden Schissen alle Konserven, Fruchte und Champagner auf. * Kleine Tage schronik. Bei einem Automobilunfall in der Nähe von Schwabücg (Oberbayern) verunglückten der Bildhauer Langenecker und Die Gattin des Bildhauers Wagner. — In Metz hat sich Hauptmann Hellriegel vom 17. Jnf.-Regt. in seiner Wohnung erschossen. Das Motiv ist unbekannt. — In Mailand wurde anscheinend von Anarchisten versucht, den Iu stiz pa l a st in Brand zu stecken mittelst einer mit Brennstoff gefüllten Bleclchüchsc. Ter Brand wurde jedoch entdeckt und gelöM. Von den Tätern fehlt jede Spur. — In Venedig erkrankten bei einem Hochzeitsmahl die Brautleute und zahlreick)e Gaste unter Vergif- t n n o <3 e i' । d) e i n u n g c n. Vier liegen bereits im Sterben. An- Qcbtia) soll Arsenik unter die Getränke gemischt worden 1‘eiiL Eine strenge Unteciuchung wurde eingeleilet. — Hn Wien er* schoß aus Verzweiflung über die lluHeilbarkeit feiner Krankheit ver StaatSbnhnbcamte Brückner seine hochsckwanaere Frau, sein Töck'terchcn, dann sich selbst, — Eine mexikanische Dame hat dem Pavst ihr Vermöa-n in; Betrage von eener Million Dollar testamentarisch vermacht, — Der Münchener Student Weißer ist vom westlichen Taeakovs ab gestürzt und brach sich wie angegeben wird, beide Fuße, Eine RettiingSexpe- bition ist abgegangen, - Zwischen Belgrad und Lavovo ver- suchte ein Haufen Bauern einen Lastzug zu plündern. Ter Zug wurde zum Stehen gebracht und es entwickelte sich em Kamps zwischen den Bauern und dem Zugpersonal Ein Bremser wurde verwundet, Tie Bauern ergrisfen dre Flucht, Dem Zug- personal gelang es, einen der Bauern festzimehmen. Aerichtssaal. Zur Reichsgerichtsentscheidung, betr, die Revisionsverhandlung in Sachen gegen Metzger und Genossen wegen Widerstands gegen einen Forstbeamten (§ 117 des Str -G -B) schreibt uns Rechtsanwalt Klarenaar in Gießen, zu unserem Berichte in der Freitagnummer unseres Blattes sei zu bemerken, daß er, Klarenaar, betont habe, daß nach der Judikatur des Reichsgerichts in subjektiver Beziehung festgestellt sein müsse, um eine Bestrafung der Angeklagten aus § 117 eintreten zu lassen, daß sie wußten, 1. daß sie sich einein Beamten gegenüber befanden, 2. daß dieser sich in der Ausübung seines Amtes befand (Entsch. des Reichsgerichts in Strafsachen Bd. 3 S. 17), nicht dagegen sei erforderlich daß sie wußten, die Amtsausübung sei eine rechtmäßige. Tas zweite Erfordernis sei aber nicht festgestellt und deshalb müsse das Urteil aufgehoben werden. M a i n z, 29. Okt. Die hiesige Strafkammer DerurteUte heute einen Wirt und Metzgermeister in Guntersblum wegen N a h r u n g s m i t t e l f ä l s ch u n g zu einem Monat Gefängnis und 25 Mk. Geldstrafe. Der Angeklagte hatte vollständig verdorbenes Fleisch zur Wurstbereitung verwendet und der von ihm verfertigten Leberwurst Borsäure zugesetzt. Meiningen, 31. Okt. Unter der Anklage des Landfriedensbruchs und Aufruhrs hatten sich 29 jetzige und ehemalige Schüler des Technikums in Hildburghausen vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. Den Angeklagten, die aus allen Teilen des Reiches stammen, standen fünf Verteidiger zur Seite, darunter Rechtsanwalt Tr. Liebknecht-Berlin. Zu der dreitägigen Verhandlung waren 25 Zeugen geladen. Tns Gericht kam auf Grund der Mangreichen Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, daß Landfriedensbruch und Aufruhr nicht vor- liegcn, es verurteilte vier Techniker wegen Auflaufs zu je 100 Mark Geldstrafe und einen Techniker wegen Widerstands zu 30 Mark Geldstrafe, die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Ein gerichtlicher Bandwurm. In seinen „Preuß. Jahrb." erzählt Prof. Dr. Delbrück von einem Prozeß, der nicht weniger als 8 gerichtliche Urteile aufwies, um schließlich doch durch Vergleich beendet zu werden. Der deutsche Ostmarkenverein hatte Delbrück wegen Beleidigung verklagt. Zuerst lehnte das Amtsgericht in Berlin die Klage ab, die Strafkammer des Landgerichts entschied dagegen die Annahme der Klage. Darauf verurteilte das Schöffengericht Delbrück zu 300 Mk. Geldstrafe, die Strafkammer bestätigte das Urteil mit veränderter Begründung. Das Kammergericht als Revisionsinstanz hob die Verurteilung mit einer für Delbrück günstigen Begründung auf, worauf Delbrück von der Strafkammer frei- gesprochen wurde. Dies Urteil wurde vom Kammergericht wiederum aufgehoben und die Klage wurde an die Strafkammer zurückverwiesen, diesmal mit einer zum ersten kammergerichtlichen Urteil in starkem Gegensatz stehenden Begründung. In der dritten Strafkammerverhandlung endlich wurde die Angelegenheit durch einen Vergleich aus der Welt geschafft. Also 8 Gerichte befaßten sich mit der Klage und jedes hatte über sie eine andere Anschauung. Auch gerade nicht ein Beweis der Rechtseinhelt im deutschen Reiche. L e o b e n, 31. Oktober. Das Kreisgericht verurteilte Leontine von Lervay geb. Bellachine, die im Sommer 1903 in fünfter Ehe den Bezirkshauptmann Heroay von Kirchberg in Mürz- , uschlag heiratete, ohne von ihrem vierten Mann geschieden zu sein, wegen Bigamie und Falschmeldung zu 4 Monaten einfachen Kerkers. Der Bezirkshauptmann Hervay erschoß sich bekanntlich in diesem Sommer.________ Aniversttäts-Hlachrichten. Marburg, 31. Okt. An Stelle des an die Wiener Universität berufeneu Geh. Med.-Rats Prof. Dr. Hans Meyer ist der Privatdozent an der Universität in Leipzig Dr. Walther Straub an die hiesige Universität berufen worden. Kandel und Verkehr. Iolkswirtschast. — Die Süddeutsche Bank in Mannheim wird ihr Grundkapital von 6 auf 10 Millionen Mark erhöhen. Die neu auszugebenden 4-Millionen-Mack-Aktien der Süddeutschen Bank mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1905 werden von der Deutschen Bank in Berlin und der dieser nahestehenden Oberrhein. Bank in Mannheim gemeinschaftlich unter Ausschluß des Bezugs- rechtes der Aktionäre der Süddeutschen Bank in baneniben Besitz fest übernommen. Gleichzeitig wird eine Jnteressenge m e t n- schäft zwischen der Oberrheinischen Bank und der Sud- deutschen Bank hergestellt. Vertreter der Deutschen Bank und der Oberrheinischen Bank treten in den Aufsichtsrat der Süddeutschen Bank ein, während zwei Mttgltever des auTjitDisrars Der Süddeutschen Bank in den Aufsichtsrat der Oberrheinischen Bank gewählt werden. Durch diese Operation erhält die Süddeutsche Bank Anlehnung an die Gruppe der Deutschen Bank, ohne jedoch ihre Selbständigkeit einzubüßen. Die Kapitalerhöhuug erscheint durch die seitherige Ausdehnung ihres Geschäftes durchaus gerechtfertigt. ES soll durch das Zusammengehen der beiden Banken eine breitere Basis des Geschäfts geschaffen werden, welche den Interessen derselben und ihrer Aktionäre förderlich ist. Die Aufsichtsräte der Banken haben sich mit den getroffenen Vereinbarungen bereits einverstanden erklärt, sodaß nur noch die formelle Zu- stimnumg der demnächst einzuberufenden Generalversammlung der Süddeutschen Bank erforderlich ist. Märkte. Gießen, 1. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfd. 1.15—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pfg., 2 Stck. 15-00 Pfg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf.,' Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar 0,80—0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid. 58—60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70-74 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 50-74 Pfg. Kartoffeln vr. 100 Kgr. 6,00—6,50 Mk., Weißkraut per Stück 8—10 Pfg., per Zentner 4.00—4.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 4 bis 7 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 20-25 Psg. Zwetschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Marktzeit 8-2 Uhr. g. Ortenberg, 31. Okt. Heute nahm der Kalte Markt seinen Anfang. Er hat seine alte Anziehungskraft noch nicht verloren. Schon gestern hatte der Juxplah viele Schaulustige aus der Umgegend herbeigezogen. Heute ist Pferdemarkt, und eine stattliche Anzahl Pferde und Fohlen ist aufgetrieben. Morgen findet Rindvieh- und Krämermarkt statt, übermorgen nochmals Krämermarkt. Der Besuch verspricht, besonders für morgen, sehr stark zu werden. Am Donnerstag findet eine Verlosung statt. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 2. November 1904: Langsam aufheiternd, Temperatur wenig verändert. Von Mittwoch ab Nachtfröste. ____________Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Krieskasten der Redaktion. Dr. M. in B. Beitrittserklärungen nehmen die Schriftführer, Oberlehrer Dietrich von der hessischen Vereinigung für Volkskunde, und Dr. Ernst Vogt vom oberhesfischen Geschichts- verein, entgegen. Neueste Weldnuoeu. Berlin, 1. Nov. Eleonore Düse begann heute ihr Gastspiel als Monna Vanna im National-Theater. Die Künstlerin spielte diese Rolle in Berlin zum ersten Male mit großem Erfolge. Kassel, 1. Nov. Gestern abend haben die zur Feier des 400jährigen Geburtstages Philipps des Großmütigen zu veranstaltenden'Aufführungen des Franz Trellschen Bo lks b ü h nen spiels „Philipp der Großmütige" ihren Anfang genommen. Die Aufführungen erfolgen durch hiesige Bürger, das Protektorat hat Landgraf Alexander von Hessen übernommen. Der Ueberschuß wird einer ins Leben zu rufenden Philippsstiftung für Er-, richtung eines Heims für unheilbare Sieche zufließen. Münster, 31. Okt. Der seit dem 16. hs. vermißte 21 jährige Student Grepfert wurde zwischen dem Petershafen und dem städtischen Hafen als Leiche int Kanal aufgefunden und geborgen. Me man denk „Wests. Merkur" mitteilt, weisen die Stirne und die Schultern anscheinend von einiem Schlage herrührende Verletzungen auf. Dü auch von der etwa 200 Mark betragenden Barschaft des UnglüMchen nur noch 95 Pfennig vorhanden sein sollen, so liegt die ^rmutung nahe, daß der junge Mann das Opfer eines Berb r e ch ens geworden ist. Lindau, 1. Nov. Die Gräfin Montignosa verläßt am 3. November nach fünfmonatlichem Aufenthalte Wartegg nnd begiebt sich mit ihrem jüngsten Töchterchen, der Prinzessin Monica, nach Florenz zum Winter-Aufenthalt. Paris, 1. Nov. Bei Le Mans wurde der Erpreßzug Paris—Brest beraubt und große Summen gestohlen. Vigo, 1. Nov. Hier wurde die demnächst erfolgende Ankunft eines französischen und eines deutschen Geschwaders avisiert. Die russische Flotte macht sich zur Abfahrt, bereit. Augenblicklich schweben Unterhandlungen, die Unrersuchungs-nommsssion an em em anderen Orte zusammen- treten zu lassen. Budapest, 1. Nov. Der Taglöhner Joun Rozsa in Alsokajanel in Ungarn, der beim Stuhlrichter mit Brannt* weinbrennen beschäftigt war, wurde irrsinnig, ergriff eine Hacke, stürzte sich auf die Landstraße und erschlug einen Bauern. 7Personen wurden von dem Rasenden schwer verwundet und mehrere leicht verletzt. Der Wahnsinnige konnte nur mit großer Mühe gebändigt werden. Newyork, 1. Nov. Die Handelskammer von St. Louis bot in Anerkennung der hervorragenden deutschen Ausstellungsgegenstände Kaiser Wilhelm einen kunstvollen Spazierstock als Geschenk an. Der Stock trägt die Bildnisse Washingtons, Friedrichs des Großen und des Ausstellungs-Präsidenten. Vom Kriege. Petersburg, 1. Nov. General Ssach arow, bisher Ehef des Feld stabe s der ersten Mandschurei-Mmee, wurde zum Stabschef des OberkoMmaudieren- d e n der Streitkräfte im fernen Osten ernannt. Tokio, 1. Nov. Nach amtlichen Meldungen ist eS den Japanern gelungen, am 28. Oktober eine 'den goldenen Hügel beherrschende Position zueroberjü. Man hofft bestimmt, daß es nur eines Sturmes bedarf, um die Festung zu Fall W bringen. Me Vorbereitungen Mn! Sturm sind getroffen. Petersburg, 1. Nov. Bom Kriegsschauplatz« wirb gemeldet: Das Artilleriefeuer dauerte cm der ganzen Front gestern beinahe den ganzen Tag cm, ohne ernste Resultate zu ergeben. Die Japaner haben einige Schüsse aus' großen Belagerungskanonen «abgefeuert, deren sie augenscheinlich zwei haben. Nachts war das Feuer stärker. Aus dem rechten Flügel und im Zentrum haben die Japaner die russischen Vorwerke in der Nähe des Putilow^Hügels mit Shrappnells beschossen. Die ruffische Mtillerie antwortete. Die Ruhe der Nacht war beinahe unaufhörlich durch Kanonendonner gestört. Das' Feuer bauerte MH' noch fort. ' Telephonischer Kursbericht. 3 /t% Reicheanleihe . . 3ß/o do. . 3I/1% Konsole . . . 3% do...... RVgO/n Hessen . . . . 3*/t % Oberheseen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 41/i% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4.5. 18.80, ' . . 188.50' ' . . 252.00 Bochum . . , . 215.50 Harpener . . . . . . 216.60 Schatzscheine.....— Seiden-Grieder-Zürich Verlangen Sie Muster von neuesten Seidenstoffen (schwarz, weiss und fertig). Seidenstoff-Fabrik-Union Adolf Gräeder & C!?, Zurich. Kaufe „Fay s Sodener!" rai M Das ist in dieser Jahreszeit der wichtigste Imperativs W M Kaufe Fay's Sodener, denn du bist nie vor Erkältungen d sicher, kaufe Fay'Z Sodener, denn du weißt nie, wann- W « du sie nötig haben wirst, kaufe Fay's Sodener, denn die D M schützen dich vor allen den Erkältungen, die sie, wenn erst s » vorhanden, bekämpfen. Also präge dir's ein und vergiß a* es nie: Kaufe Fay's Sodener! Die Schachtel zu 85 Pfg. | I in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhand-j sm lungen zu haben. Bei Magen- u. Darntleiden wird Hansens Kasseler Hafer-Kakao als hervorragend wohltuendes und. leicht verdauliches Kräftigung», mittel von mehr als 10 000 Aerzten ständig verordnet. Nur ech< in blauen Kartons ä 1 Mk., niemals lose. hv6/^ Bekanntmachung. Es ist zu unserer Kenntnis gelangt, daß in einer Auzalfl Ge- dciitbc Entwässerungsanlagen ausgefi'chrt worden find imo z. Zt. ausgeführt werden, wozu die in § 13 der Polizeiverorduung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betreffend, vom 1. August 1904 vorgeschriebene baupolizeiliche Genehmigung iiicht eingeholt worden ist. Wir^ machen darauf aufnierksam, daß die seit 1. August ds. Js. Ausführilng gelangten Entwafferungsanlageii genau den 4)e- stimmimgen der angeführten Polizciverordnu,ig entsprechen milssen und bei Anschluß derselben an den Kanal auf Aenderung bestanden werden wird, insoweit gegen die Polizeiverordnung verstoßen ist. Gießen, den 31. Oktober 1904. B / Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. WotHWinf für Schreiner! Infolge Trennung des Geschäfts verkaufen wir unsere Holzbeftände, bestehend aus: cs. AN qm HMbrettnn 1.1.2.6de (schöne trockene Ware) /owie verschiedene Sorten 6194 Bohlen und Brettev zum EinkausspreiS, evtl, auch billiger gegen Barzahlung. Das Lager besteht aus nur gangbaren Hölzern, ttifeiir & Mieters Marburgerstratze 22. Gemein! »am wiese«. Mittwoch den 2. November, abends $9 Uhr: Vürgerversammlung bei Gastwirt Gustav Schneider (Zur Germania). 8198 Bürger-Verein Wieseck. Zum Zcinpwszz. Mittwoch den 2. November: Morgens Wellfleisch mit Kraut. AbeudS Mehclsuppe. 06555 jÄe. Tafd-Äcpfel, 23 Sorten aus der Hofgärtnerei des Herni General von Hehdwolff zu verx kaufen durch ce G, ECBeinheoin Delikatessen-, Fisch- und Geflügel^Handlung Bahnhofstraße 69. Telephon 66. 2WT Muster in meinem Schaufenster. 06569 neuer Ernte China Tee p. Psd. Mk. 1.50, f. Souchong p. Pfd. Mk. 1.70, dochfem Sotidnuhi mit p. Pfd. Mk. 2.40 und Mk. 8.00, ff. Ceylon p. Pid. Mk. 1.80 und Mk. 8.00, Panpong Souchong p. Psd. Mk. 4.00, ruff. tu en gl. Mischungen bis zu sDlf. 6.50 p. Psd., f. 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