Dienstag 1, März LV04 GrtteS Blatt 154t Jahrgang Von Port Arthur. Aus Petersburg wird berichtet: Wie es heißt, sind bei rinem V o r p o st e n g e s e ch t zwischen Russen unb Japanern ben Japanern 150 Pferde abgenommen worden, dieselben seien von den Russen an die Koreaner verkauft jährlich Lik. 2.20; durch Abhole- u. Zrveigslellen monatlich 65 Ps.; durch Lherm stets künstlerischer und beachtenswerter geworden sind; im höheren Dienste der Pietät oder der Erziehung und 23er* oiePosl Mk.2.— viertel* jährt, ausjchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen jür die TageSnununer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS-.tokaUSPf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich tüt den poltL und öligem. Teil: P. Wiltko: jür .Stadt und Land^ und .GerichlSsaal*: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen liliina nidjit die berittenen Banditen in der Mandschurei im Baum hält. Tie Japaner zerstörten große fllt a iid - und F ouragevorrätein Kintschaa,30Meilen Nr. 51 täfln* auher tzonntags» Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vrsfischen Landwirt die (biehcner Zamiliem Hatter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu llnivers..Buch-u.Slein' druckeret. 9L Lange Uiebaftlon, Ernedttion und Druckerei: Schultzratze 7. üdresle für Devescheu: Anzeiger Gießen. Frrniprcchanschliiß Vir. 51, Aus Stadt und Kaut». Eießen, den 1. März 1904. •• M useum im alten Rat Hause. Zwei überaus wertvolle Seidenstickereien, in Gobelininanier kunstvoll auf Papier ausgeführte Landschaften, Arbeiten aus dem badischen Schlvarzwald, hat Frau Konditor Hettler dem Museum deS oberhessischen GeschichtsvereinS geschenkt. Die Geberin dieses Kunstwerkes hat um so anerkennenswerter gehandelt, als eß sich um alte Familien-Erbstücke handelt. Ferner ist dieser Tage die Sammlung von Zinngeschirr im Musemn um zwei eite ne alte Stücke bereichert worden, nämlich durch mit kunstvollen Zeichnungen in hebräischer Schrift versehene Zinn- schusseln, welche früher von einer wohlhabenden israelitischen Faniilie beim Ostermahle benutzt worden sind. Da der Ober- hessische Geschlchtsverein zur Zeit über Mittel zum Ankauf dieser Schüsseln nicht verfügte, wurde von privater Seite durch eine Sammlung unter unseren jüdischen Mitbürgern der nötige Betrag beschafft. •* Französischer Vortrag. Im vierten Vortrag eines französischen Zyklus sprach Lektor Goetschy am letzten Freitag über die „Straße in Paris". Die große Fülle des Darzustellenden teilte er in drei Gruppen: le tra- vaÜ, les amusements, Part de la rne. Wir sind zuerst Zeugen des gewaltigen Treibens, das sich jeden Morgen in und vor den Halles Centrales abspielt, jenen stets belebten Räumlichkeiten, die Zola so treffend als le Ventre de Paris Hildes. Dann folgen 'pir einem marcbatid des quatre saisons auf feiner Fahrt durch die Straßen. Blumenmädchen ordern uns mit einschmeichelnder Stimme auf, uns zu chmücken: Kleurissez vous, mesdames, messieurs! Achetez les helles violettes! Wir schleudern auf unserem Gange über den marchti aux fleurs, der sich in den späteren Stunden des Tages in einen marcbG aux oiseaux verwandeln wird, am quai aux poinmes und den tondeurs de cbiens vorüber, um dann dem Inhalt der Bücherkisten der bouquinistes etwas größere Aufmerksamkeit zu schenken. Am Quai 8L Michel beginnend, freunden wir uns zuerst mit den jungen bouquinistes des Quartier latin an, die sich als Freunde akademischer Jugend und Lebensfreude entpuppen; wir dringen nur langsam vor, denn nur ungern trennen wir uns von den interessanten Schmökern, die wir trotz ihres niedrigen Preises doch nicht alle laufen können, und landen schließlich bei den ernsten älteren bouquinistes des Quai Voltaire, die, in der Rühe des Institut de France hausend, gar vornehme Beziehungen haben und sich allabendlich über ihre geringe Ein- nähme in würdevoller Ergebung mit dem stolzen Gedanken trösten, daß einer der „Unsterblichen", eine Größe der Kunst und Wissenschaft, in ihren Kisten gestöbert, in einem ihrer Bücher gelesen, ja mit ihnen zu sprechen geruht hat. DeS LesenS müde, ziehen wir weiter. Aber das Treiben der Straße, das Rufen der marchands coco, der Gesang der marchands ambulants, daS Schreien der Camelots, die mit markerschütternder Stimme la Pi esse ober Paris Sport anpreisen und sogar daS Raffeln der Omnibusse überschreien, das Hasten der geschäftigen Menge, in der uns besonders die Typen deS trotteur und des gavroche, dieser Pariser Auflage deS Berliner Schusterjungen, ausfallen, — dies alles erschöpft unS derart, daß wir endlich froh sind, fern vom Lärm und Staub der Straße im Jardin du Luxembourg ein lauschiges Plätzchen zu finden, von dem aus wir das friedliche Treiben am großen Bassin mit den vornehmen Kindern, Bonnen, und Segelschiffen beobachten können. Unsere Aufmerksamkeit gilt nun den Freuden und Vergnügungen der Großstadt, und nach kurzer Rast neu gekräftigt, ziehen wir hinaus nach Vincennes, wo ein fröhliches Kermeßtreiben sich um die montagnes russes abspielt. Haben wir das Glück, gerade zur Fajtenzeit m der Weltstadt zu weilen, so fesselt unS besonders das Treiben des Karneval, das an micarßme im Zuge der Wäscherinnen seinen Gipfelpunkt erreicht: wir sehen den Triumphwagen der Reine des reines, die, von den Königinnen der Wäscherinnen als Liebreizendste auserwählt, von Ehrendamen umgeben von hohem Thron unter vergoldetem Baldachin freundlich auf das bewegte und harmlose Wogen der Eonfetti werfenden Stenge heradblickt, sich schon im Voraus des Armbandes freuend, das ihr die Gemahlin des Präsidenten im Palais des Champs-Elyses nach altem Brauche verehren mirb; — ober wir sehen ben stolzen Reiterzug deS Montmartre, der nach alter Sitte die nördlichen Stadtteile durchzieht. Was wir jedoch unbekümmert um die Jahreszeit stets genießen können, das ist die Kunst der Straße. Im Dienste ges Erwerbslebens stehend, betätigt sie sich als Plakatkunst in den bunten auffallenden Affichcs, die seit Grasset und Erlaubnis, als freiwilliger Gemeiner in das nach Ostasieu abgehende 1. Infanterie-Regiment einzutreten. Die russische Ausgabe von Tolstois „E v a n g e l t en" wurde wegen der gegen den Krieg gerichteten Tendenz beschlagnahmt. Vor der russischen Botschaft in Wien veranstalteten ungefähr 2000 in Wien lebende Slawen, welche in geschlossenem Zuge marschierten, eine Kundgebung für Rußland, indem sie tschechische und slawische Lieder sangen. Sie entsandten eine Abordnung zum Grafen Kapnist, der erwiderte, daß diese Sympathiebezeugung im jetzige- schweren Augenblick sür Rußland doppelt wertvoll sei. von den Russen unterminiert, um sie, falls eine japanische Landung erfolgt, in die Luft zu sprengen. AuS Korea. Eine aus Liau-jang vom 27. ds. eingegangene Meldung bestätigt, daß die Kav alle rie d er ru s s ischen Avantgarde etwa 200 Werst ins Innere von Korea vorgedrungen ist und japanische Vortruppen, die von Pjoeujang kamen, in einem Gefecht geworfen hat, ferner, daß General Linewitsch Infanterie zur Verstärkung der Kavallerie und der Positionen der Russen in Nordkorea abgesandt hat. Koreanische Berichte geben die Anzahl der russischen Truppen, die bis zum 21. die koreanische Grenze über» d/iitten haben, auf 3000 an, von denen 1000 bei Wiju, 1000 bei Kasan, der Rest über das Land verstreut stehen. Tie koreanischen Amtspersonen in den von den Russen durchzogenen Orten flüchteten und benachrichtigten die Japaner von der Ankunft der Russen. Tie K o s a k e n, so meldet die amtliche Russ. Telcgr.-Agentur, hätten in Nordkorea die Telegraphenlinie in Besitz genommen. Ein von General Linewitsch gesandtes Jnfaiueriekorps sei der Kosakenabteilung nachgerückt. Der in Widju aujgegrisfene japanisch^ Major des Generalstabs Togatajueirea nebst fünf japanischen Gendarmen seien nach Liaojang gebracht worden. Drei Gebirgsbatteriecn und 18 schwere Geschütze trafen zur Befestigung Soeuls in der Stadt ein. Uun-Lunglul würbe zum Kriegsminister ernannt Ter deutsche Dampfer Thetis traf mit der deutschen Legationswache aus Soeul in Tsingtau ein. Ter deutsche Vertreter in Soeul erklärte, wie „Taily Chro- nikle" aus Shanghai meldet, die Japaner handelten In Soeul äußerst korrekt, und er betrachte sich unter ihrem Schutze als vollständig sicher. Der Kaiser von Korea, der Thronfolger und einige Prinzen spendeten gemeinschaftlich 180 000 2)en für japanische Verwundete. Ter koreanifche Hof stiftete 200 000 Den für ein Rotes- kreuzhofpital. — Ter britiscl-e und amerikanische Gesandte in Soeul stehen dem japanisch-koreanischen Vertrage günstig gegenüber. ' ’ Bis zum 20. März sollen in Ostasien in erster Linie 123 uOO Mann Infanterie, 16 000 Kosaken, 5000 Artillerie 800U Mann Genie, 25 000 Mann lür den Eisenbahn- bicnjt' be.simmte Truppen konzentriert sem. [ Tie großen Gebäude in Taüenwan smd angeblich icin bni"’S icin- ■ di «c- fr’Sen’bet’g8-'» kann, bi,;. but90b !cn fe ftjN« tat 'S *8tSa!k kindisch ,i7^chket Senn i* • ’eth,n üu «iit bA a|ta s-h hab, b” 5*1 H ich Üb« W ouSgetafieu . ’° leicht, den W der Strafkammer ' "Indern Falle auch nullen, das ausbnid, ; Jermuhinq der den Ergebnissen der datz ich die sozialdema« mich da durchaus vor« ‘Wen, bas in dem Wen getan hast, hast > beutet hoch auf eine lagen können. ■1) Der Geschäftsführer aenbung der russischen ebe! ruft: Werden ’ Ballestrem: Herr erteit) Es scheint alio zu enitieren. Ja, hier mtoalt Liebknecht an der ibelt I le absolute Verpflichtung lag nicht vor, da die :Qt hatte. Tas ist eben hängt von der persön« nit meiner Auffassung des sozialdemokraüichen teuen Zkir hervor, i fouiel wie möglich zu tn flu'gaben her inten 1 and) begriffen. $ört mürbe aueb eine gute n ganz Europa Huben. mb bebbalb W ich. \ gnnM worben \\t, her Micher Schritten sie Erso g hat, eine t, bann sage ich mit: jnb warte nicht erst den ist geschehen, das wird 1 rechts.) Mmtag 1 Uhr vertagt. veznflSpeetSt monatücb7bPt.,vrettel- jöyrlich Alk. 2.20; durch Tie Nachricht, daß die Japaner in der Poßzetbucht kuppen gelandet hätten, hat leine Bestätigung aefunden. Am 28. Februar sanden zwischen Russen und Japanern nördlich von Oiaja Zusammenstöße statt. Einzelheiten '^^Tero^TailY Telegraph" meldet aus Shanghai vom 26. o M.: Nach Meldungen aus Peking hat der russische Gesandte gedroht, Chinas ^Neutralität zu ignorieren, wenn : .1. l l, a >-i fiSrtrthi fort 4rt hot* ff)? «IM hffflll 1‘Pl Kriegskoutrebaude. Tie Feststellungen Rußlands darüber, was es im Krieg mit Japan als „Kriegskoni., bunde" detracksiet, haben den einen Vorzug, daß sie die für den Welthandel erwünschte Klarheit schassen. Tas ist aber auch das einzig Lobenswerte. Die Liste der Gegenstände, deren Lieferung an den Feind aus neutralen Ländern Rußland „verbietet", umfaßt so ziemlich alles, was des Lebens Notdurft fordert. Nur der Luxusartikel tann passieren; ein Pianosorte oder ein Banjo oder eine Flöte dem feinblid)£n Japan zu verlaufen, gestattet also auch jetzt noch das Zarenreich dem Ausfuhrhandel. Doch Scherz beiseite. Die Ausdehnung, die Rußland dem Begriff Kricgskontrebande gibt, ist ungewöhnlich und steht mehrfach in Widerspruch mit dem Herkommen. An Lieferungen nach Japan hat ja speziell der deutsche Handel kein besonderes Interesse. Aber das Hauptbcdenten liegt darin, daß Japan nun seinerseits im Fernhalten von Kriegslontrebande nicksi hinter Rußland zurückbleiben wird. Was Rußland recht, ist Japan billig. Und solche weite Auffassung der Kriegskonircbande muß, foioeit Ruß- lanb für Lieferungen in Betracht kommt, dem Handel fast aber neutralen Mächte die emp^indlichsd-n Wunden sch.agen. Als der Krieg ausbrach tröstete man sich damit, daß der gesteigerte Bedarf des Mieges den Handel für die zu ge- lvärtigenden Störungen und Belästigungen wen.gstens einigermaßen schadlos halten würde. Diese Hoffnungen sind arg enttäusch. Man muß auf alle Fälle damit rech nen, daß neutrale Schiffe, denen Rußland die Beschlag- nahme androht, wenn sie bvriegstoniredande führen, zahl- reichen Belästigungen ausgesetzt werden. Die neutralen handelführenden Mächte werden schverlich für die Dauer des Krieges, die unter Umständen eine lange sich hin- ziehende sein kann, derartige drückende und schädigende Einschränkungen sich gefallen lassen. Aus Washington wird vom 29. Febr. von Reuter gemeldet: Bezüglich der russischen Erklärung Über Nahrungsmittel als Kriegskontrebande sprach sich das Staatsdepartement dahin aus, daß die Nahrungsmittel je nach ihrer Bestimmung behandelt werden mußten. Wenn sie für Armeelieferungen bestimmt wären, seien sie Kontre- bande, wenn sie für Privatleute bestimmt wären, ausgenommen für belagerte Städte, dürsten sie nicht beschtag- nahmt werden. Ein japanischer Protest an den Schiedsgerichtshof. In ihrem Protest gegen die Anip.ach>e Muraw iews sagt die japanische Regierung, sie sei überzeugt, daß der Schiedsgerichtshof sich nicht damit zu befassen habe, eine Handlung, Motive oder den guten Ruf einer Macht anzugreisen, die die Haager Konvention mitunterzeichnete. Sie protestiere, indem sie ihre Ehre und Würde verteidige, damit der Gerichtshof sich nicht mit einer unangebrachten und nicht zulässigen Sache befasse, ernstlich gegen die verächtlichen Bemerkungen Muraw wws. Sie verlange Aufnahme ihres Protestes in den Protokollen des Schiedsgerichts und Verösientlichung desselben, ebenso wie der Bemerkungen, die den Protest veranlaßt hätten. Ausgebrachte Schiffe. Tie vorn russischen Geschwader ji dem Suezkanal ausgebrachten englischen und norwegiich-N Kohlcnfchsiie wurden auf Befehl des Kaijers von Rußland freigclanen. Dies und das. Der Krieg zwischen Japan und Außland. Bor Port Arthur. Ter Kommandant von Port Arthur, Stössel, erließ einen dom 27. Febr. datierten Tagesbefehl, tn dem er die Verteidiger der Festung und des befestigten Rayons und die Bevölkerung oaran erinnert, daß die Japaner die Besitzergreifung Port Arthurs für eine Frage der nationalen Ehte hielten. Aus den hartnäckigen Angriffen der Japaner und der Beschießung der Festung und der verschiedenen 8ii eßt en folgere er, daß der Feind beabsichtige, auf der Halbinsel zu landen, und den Versuch machen werde, von der Festung Besitz zu ergreifen, und im Falle des Mißerfolges die Eisenbahn zu zerstören. Der Feind irre sich aber. Unj'ere Truppen, heißt es in dem Tagesbefehl iveiier, wissen und der Bevölkerung tue ich kund, daß wir nicht weichen werden. Wir müssen bis aufs äußerste impfen, da ich der Kommandant, niemals den Beseht zum Weichen geben werde. Ich richte daraus die Aufmerksamkeit der weniger Mutigen und fordere alle auf, sich durchdringen zu lassen von der Ueberzeugung, daß es notwenoig ist, bis auf den Tod z u [impfen. Wer ohne zu kämpfen fortgeht, wird ich nicht retten. Es gibt keinen Ausweg. Aus uci Seiten ist das Meer, auf der vierten wird der Feind ein. Es bleibt nur übrig, zu kämpfen. Tie russische Telegraphenagentur meldet aus Liao- |cmg vom 29. Februar: In Niutschwang lebende Ausländer teilen mit, die japanische Flotte erhielt Befehl, am 1. März unbedingt Port Arthur zu stürmen und einzunehmen. Tie Konzentrierung der chinesischen Truppen westlich von Mukden im Rayon Üupongtfe und Hsinmintun erscheine sehr verdächtig. Sie chinesischen Truppen verstärkten ihre Posten und schassten stüinpsvorräte herbei. Tie Haltung der Bevölkerung sei nicht likrall zuverlässig; in manchen Orten verweigere sie den Leikauf von Prooukten. General Mischtschnko mit einer berittenen Kosakenabteilung erreichte heute Kasan und wird in Jschiojan erwartet; Leute und Pferde sind gesund, die Verpflegung istgesichert, die Stimmung mutig. Ungeachtet deS Sturmes wurden Gerüchten zufolge am Horizont die Lichter der japanischen Aufklärungsschiffe bemerkt. Seit den Kämpfen vorn 25. und 26. d. M. haben die {Japaner ihren Angriff auf Port Arthur nicht t r n e u e r L Nach einer Meldung aus Tfchifu haben in Port Arthur bie Magazine dcs Marinekommsisariates, ein Kvhlenrnaga- lin. sowie die Schleusenaulagen im neuen Hasen während tcs Bombardements am letzten Mittwoch schwere Be- Ichädigungen erlitten. Wie jetzt von rus)ischer Seite amtlich festgestellt ist, töirrbe in der Nacht zum 25. Februar ein japanisches Torpedoboot in die Luft gesprengt und ein linderes versenkt. Ten Rumpf des letzteren spülten tie Fluten ans Ufer. — Am G^ech-t des 26. Februar nahmen iapanischerseits sechs Panzerschiffe, sechs gepanzerte Kreuzer, bier Kreuzer, zwei Avisos und außerdem Torpedoboote teil. Sie Schisse hielten sich in gesonderten Abteilungen und griffen die russischen Kreuzer, die Forts und zwei Torpedoboote fast gleichgertig an. Tie Rufsen hatten zwei Verwundete. t m . Ter „Courrier de Tientsin" meldet: Trotz der Maß- kiahmen der Javaner, ihre Verluste zu verheim- lichen, sei doch, zuverlässig bekannt, daß das Panzerschiff „Jashima" und die Kreuzer „Asa- niü Tokiwa" beschädigt und nach Nagasaki bugsiert Herden mußten. Ferner meldet das Blatt, daß 60 000 Japaner in Gensan zusammengezvgen seien, welche beabsichtigten, in die Man dich ure i ein z u d r in g e n. Ter 1 marsch der chinesischen Truppen zur Grenze fei cmgedlich ms den 5. März verschoben worden. Weiteres zur Kriegslage. Tie russische Telegraphenagentur teilt ferner mit. ttafy Mnner Meldungen bedeutete Prinz Tsin dem dortigen icvaiujchen Gesandten, die Haltung der in China lebenoen q al an er, luelclje lügenhafte Gerüchte verbreiteten, könnte itiüjt einen Aufruhr der chinesischen Bevölfer- ilirq gegen die Europäer Hervorrufen. Ter Prmz usuchie daher, entsprechende Maßnahmen zu treffen. ^as russische Kanonenboot „Siwosch' ist vor Mutsch- öang im Eiie eingeschlossen. Es wird für verloren gegeben, toeü bie Japaner bei eintretendem Tauwetter seiner hab- hift werden müssen. „ . ' ' n _ ...... -.w«w frtTfott in rWfiiiPrt in prffpr Linie . - r jenbar lM SÜörber m«, » ' Äon meldete, »«X mW» * nti>- ö^.zaer,qlsra! . 2toc-5fll7M und ■ 2ie solgenA^ er • . a Jt-rlrulU' .ung “tä J nut, C|n ist yb® 1 ä-storbe"' !' L-S-» « >-' Frau Pusepy, Tochter de^ iufsischen Obersten Kaksi- mow Konderow, erhielt vom russ.schien Kriegsminister drei MU Landespferdezuchtvereins oder der landwirtschaftlichen Pro- der Blutdruckbestimmung für die Behandlung der^Arteriosclerose. £ c H Louverts mit Firma vrvhl'sche UnioersitätL vruckerei. GieKen. 3 (ö) k- V & 0 t. c 5 «S - o liefert billigst IP s s S I J g S d »5 Vorträge sind u. a. angemeldet: Walt. Elernm (Darmstadt): Dir Diät der Gallensteinkeankheit. Hans Koeppe-Gieficn: Neber Hämolyse. Baur-Nauheim: Zur Bestimmung der Leistungskäbig'- keit des gesunden und kranken Herzens. Grödel-Nauheim: Weir p 5 « y p e d f <2 H 2 .sZb 3 Sänket uni) Uerliehr. Volkswirtschaft. Manuhcun, 29. Febr. In der heutigen außerordemtichen Generalverfammlimg der N h e i n i f ch e n Kreditbank wurde der F u s io n s v e r t r a g mit der Kredit- und Depositenbank Zweibrücken einstimmig genehmigt und Erhöhung des Aktienkapitals um 4 Millionen auf 50 Millionen beschlossen. Wie der Vorsitzende mitteilte, hat das Mannheimer Institut sich in der Versammlung der Kredit- und Tepositenbank Zweibrücken am 27. Februar bereit erklärt, auf jede Akne der letzlgenannleii Bank noch 10 Mk. extra herauszuzahlen. Bcchtel's Salmiat-Gall-Teife.^) Unser Jüngster besitzt ein feines, weiycs Kaschinirkleidchen, das mit Rosenguirlanden verziert ist. Trotz der Auimertsainkeit und Sorgfalt wurde es natürlich auch beschmützt und das Kindermädchen brachte sogar noch Fettflecken darauf. Chemisch reinigen lassen wollte ichs nicht, da mir die Auslage bei der öfter in Aussicht stehenden Wäsche desselben zu hock) erschien. Da machte ich mich selbjt an die Wäsche imö benutzte Bechtel's Salnuak-Gatl-Selse dazu; das Packet für 40 Pfg. ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben. Tie Reinigung gelang vorzüglich, selbst die Flecken verschwanden und die Seidenstickerei blieb jo frisch und farbenjchön, daß man das Kleidchen für neu ansah. *) Abdruck aus „Sei sparsam", Verlag Ad. Mahn, Leipzig. 8 5 , l’J <0 6 £ \ vinzialvereine des Großherzogtums sind. a. paarweise zu prämiieren: 1. Preis 50 Mk., 2. Preis 30 Mk., 3. Preis 20 Mk., 3. Preis 10 Mk. 6. Abteilung: Fohlen kalten und warmen Schlages: a. dreijährige: ö Preise von 50, 40, 30, 20, 20.20 Mk., b. zweijährige: 6 Preise von 40, 30, 30, 20, 10, 10 Mk. 7. Abteilung: Zuchtstuten kalten und warmen Schlages. Prämien für inländische Züchter, welche Mitglieder des Landespferdezuchtvereins sind. Mutterstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt. 8 Preise von 75, 50, 50, 40, 30, 30, 20, 20 Mk. In den Abteilungen 1.—4. wird für im Privatbesitz befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise konkurrieren, je ein Ehrenpreis gegeben. In den Abteilungen 1., 3. und 4. werden nur Hundlerpferde zugelassen. Der Prämiierungsplan, welcher die näheren Bedingungen enthält, wird von Mcnomierat Schiente- Hardthof bei Gießen und Weinhandler August Schwan- Gießen auf Nachsuchen übersandt. *♦ Evangelischer Kirchengesangverein. In diesem Monat waren es 25 Jahre, duß der Evang. Kirchen-Gesangverein seine Tätigkeit begann. Es war damals eine sehr kleine Schar, die der selige Pfarrer Dr. Haupt und Pfarrer Schlosser gesammelt hatten, und sehr bescheiden war zunächst der Dienst, den sie in der musikalischen Ausschmückung der neu eingefuhrten liturgischen Paffionsgottesdienste in der alten Hospitalkirche leisteten. Pfarrer Dr. Haupt, der die mustlalifche Leitung hatte, hielt die Proben zunächst in seiner Wohnung, Aber es lebte Begeisterung in der kleinen SckMr, uiro der Erfolg war ihr zunächst hold. Trotz mancherlei Ansechtutigen gegen daS neue Unternehmen war die Heine HvspitaltirckZe zum Brechen voll. Die schimale, steile Treppe heraus kam s in Scharen, und am Ende standen die Leute bis in den Hof. Es blieb schließlich nichts anderes übrig, als in die Stadtkirche über- zufiedeln. Auch für den Clwr war der Raum zu knapp geworben. Da droben auf der engen niederen Orgelbühne stand er in fürchterlichem Gedräng. So ging's rafch aus der Enge in die Weite. Heute ist er ein angesehener Verein, der sich einen festen Platz im kirchlichen und musikalischen Leben unserer Stadt errungen hat, und ihn unter seinem gegenwärtigen ausgezeichneten Dirigenten sicher behauptet. Eine ganz besonders hohe Freude i|t dem Verein zur Vollendung seines Jubeljahres zuteil geworden, indem es ihm vergönnt ist, bei der Aufführung der Bach'schen Mat- thäuspajsion, dieser Krone unserer evangelischen Kirchenmusik, mitzuwirken. Die inaktiven Mitglieder des Vereins müssen dafür in dieser Pasfionszeit auf die übliche Kirchengesaiigsaufführulig unb auf das ihnen dabei zu- stehende Recht reservierter Plätze verzichten. Aber sie, die es dem Verein durch ihre Beiträge nun schon so lange ermöglicht haben, seine Aussührungeen zur freien, vsfent- lidjen und unentgeltlichen Gemeinde fache zu machen, werten es zu würdigen wissen, daß diü MalHäuspassion eines olchen Opfers wert ist und werden trvtzoem kommen und ich dem allen Meister Sebastian Bach zu Füßen setzen, wenn er, wie es kaum ein anderer vermag, die Tiesen des Opfers am Kreuz uns in Tonen ersck-iließt. (Sine bescheidene, besondere Feier, bei der auch die inaktiven Mitglieder zu ihrem Rechte kommen sollen, ist übrigens für den Sommer geplant. •• Eine große allgemeine Gastwirte -Versammlung findet am 2. März im Hotel Luy in Wetzlar statt. In dieser Versammlung wird, wie man uns schreibt, Verbands - Ehrenpräsident Herrmann aus Darmstadt einen Vortrag halten über Organisation, Bestrebungen, Errungen- schäften und WohlfahrtS-Emrichtilngen des „Bundes deutscher Gastwirte", welcher 16 Verbände mit 550 Vereinen und 40 000 Mitglieder umfaßt. Durch diesen Vortrag sollen hauptsächlich die dem Bunde noch nicht angehörigen Wirte unterrichtet werden von den großen Vorteilen, welche der Bund feinen Nlitgliedern bietet durch seine Organisation und seine selbstgeschaffenen Institutionen, wie Sterbekasse, Haft- pfllchtkasse, Spar- und Tarlehnskasse, Kohlensäurewerk usiv Es soll weiter klargemacht werden, wie nötig es ist, sich dieser großen Korporation anzuschließen und in möglichst großer Stärke gegen die Extragesetze, Verordnungen und Abgaben des Gastwirtestandes Stellung zu nehmen. Ein zahlreicher Besuch ist sehr erwünscht. Gleiche Vorlräge werden gehalten am 7. März in Lauterbach, am 8. März in Alsfeld und am 9. März in Bad-Nauheim; in diesen Versammlungen spricht Direktor Reinemer, Ehrenmitglied des „Bundes deutscher Gastwirte." In der kürzlich abgehaltenen ordentlichen Haupt- Versammlung der Gastwirts-Krankenkasse wurde konslantiert, daß der Stand der Kasse ein überaus günstiger ist. Trotz einiger sehr schwerer Krankheits- und Unglücksfälle, welche der Kaffe hohe Summen kostete, ist der Reservefonds/ in der kurzen Zeit des Bestehens nahezu angefammelt; auch der Vermögensbestand ist beträchtlich. Die Geschäftsführung blieb wie seither in den Händen der Herren Ntund und JaskowSty. ** Frühjahrspferde markt zu Gießen. Am 16. März, vormittags 8 Uhr, findet aufs den städtischen Marktanlagen zu Gießen Pferbemarkt mit Prämiierung statt. Der Frühjahrsmarkt war mit etwa 400 Pferden, der Herbstmarkt mit etwa 300 Pf erben befahren unb von Händlern und Landwirten sehr gut besucht. Es wurden recht bedeu- 'tente Käufe abgeschlossen. Auch in diesem Frühjahr erhofft man einen guten Markt. Mit dein Marcte ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1585 Mk. zur Verfügung stehen. £Bie Prämiierungstommission besteht aus Oeko- jnomierat Schlente-Hardthos bei Gießen (Vocsitzenver), Major Zahn-Gießen (Stellvertreter), Gu.späckster Bene-Ober- toeimar, Oekonomierat Hoffmann-Hofgült, Schlacht Hof- birettor Tr. Liebe-Gießen uno GutspaciMr MüUer-Neuhof. Preise sind folgende vorgesehen: 1. Abteilung: Reitpferde. 1. Preis 30 Mk., 2. Preis 20 Mk. 2. Abteilung: Wagenschläge paarweise zu prämiieren: 1. Preis 80 Mk 2. Preis 60 Mk., 3. Preis 40 Mk. 3. Abteilung: Arbeits- jchläge (paarweise hu prämiieren: a. schwere: 1. Preis «0 Mk., 2. Preis 60 Mk., 3. Preis 40 Mk., b. leichte ■ 1., Preis 60 Mk., 2. Preis 40 Mk., 3. Preis 40 Mk. 4. Abteilung: Arbeitsschläge (einzeln zu prämiieren): a. schwere: 1. Preis 30 Mk., 2. Preis 20 9111., 3. Preis 15 Mk., Sprrlplan der verrinigteu Frankfurter Ztadttheater. Operukaus. Mittwoch, 2. März'): 6. Abonu.-Konzert. Dirigent: Arthur Nikisck). Tounerslag den 3. März, abends halb 7 Uhr: „Rlenzl". Freitag den 4. Marz geichloffen. Samstag den 5. Ntärz: „Ton Inan." Sonmag den 6. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Zar und Zinunermann." Abends 7 Uhr: „Aterlm." Alontag den 7. März: „Lrpheus in der Unterwelt." Dienstag den 8. Atärz' „Oberon." Schauspielhaus. Mittwoch den 2. März'): „9lnnbuS." Donnerstag den 3. März: Z»>m Besten der Penfioiisanflall der städlüchcn Tbeaier. 1. Teil: „Esther." 2. Teil: Geieltichaitlicher PortragS-Abeird. Freilaa ben 4. Ntärz: „Hamlet." Samstag den 5. Atärz: „Vro- icffor Berger." Sonntag den 6. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Zapsenfireich." Abends 7 Uhr: ,Profeffor Berger." Atontag den .7. Atärz, abends halb 7 Uhr: Er>tes Gastspiel des Dr. Atax Pohl von Berlin: „Faust." 1. '-teil. *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abeiids um 7 Uhr. n « • V § »SS 2 t i S-o « 'S- 12. . io f J.'0 S c "p * 'o 4 ö ü- C uA L fCio p &C72 o n A 0 C Ö»» !0 a w o o 2 C--Ä C 3 C 3 X I?« c ® « C c - iZ. k r Q - ö 2 9 ü - = 2 . x£-0S >■ o'-a® 6 •C . - - _ Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im Tuberkulose der Lungen 2 1. Lebensjahr 2 — Apoplexie 1 1 — Lungentatarrh 3 1 2 Herzleiden KD 1 (1) Wochenbettfieber KD 1 (1) — 9ieiibilduiigen 3(2) 3(2) — Krämpfe 1 1 Lebensschwäche 1 (1) ■— 1 (1) SA Z ä LS er- “ en E & on e □ 5 Q R □ £ R" a N R eb 9 9 p -< bN Q * 67 55 2 e >8" Q N--o N-sr 8? 55 £ £ BJ-2 >e s E 5 99 ro o £8S £ . <3 s « E co co § an 9 *6" Ts Ä y jsS cd O5 gfl = ‘ff-' 2 S-g? » 9 2 & £ E& □ <Ä y Q 5 S 6P^ OS o ÄS« an E E «n p 2 ►8 ° © c e © 55 = e C-? m E W an ■ey & t£ -2 m c c w g? 9 £ 55 A9-G £ h £ 2 2 3 N s öS© © © c s 9 E e K «3 S - e HS E ä 67 £ >8" (1) CU 0J> S>s £ Q 9 s J CO CM 00 CM ar» — co en E Q ty es E § e Ö) ?§ 5 -°Q ^.»ben CT - «O 5? ®'? E ° ><5 O „ <£D Si. 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