Dienstag 31. März 1903 153. Jahrgang Zweites Blatt. Z)ie heutige Nummer umsaht 8 Seite». gi'ui|"d)cs ilcid] dem auS hat, monath(t)75'VL, viertel» iSbriid) Mk. t.90, durch u. RroeiafieUen *£: e u 11 d) l a n o ro u r u c nnyi v, 1 “ , 1 7 ,7" ^[otie hierher zu entsenden, die sich mit einer solchen feSflem»&nrunülcn'rufen bei uns Erlich weder' tz°üs" «Sf «w"-st°llung, ferner Oberbürger. ^hrc Lebensjahre Haden wen über baS gewöhnliche Matz hinausgereicht, und ,in einsamer Sumbe- hat sie Seme Peeienkrone licl), $3o das Herz noch votier Siebe Gtauvend, hoffend nuimärtS ichant Und der Zulunst all fein Lehnen, Seme Wüniche fromm vertraut/ die Post Mk.2.— viertel» jährt. au4ld)L Bc stetig. Annahme von Anzeige» ‘ür die TageSnuininer bi* pormtnafle 10 Uhr. Zecken prei» lokal 1291» aueioärtt 20 il'g. 93 m a n i ivo rt 11 cti ’üt den poltL und allgern. Teil: P. Witt ko. für .Stadt und Vanö' und .Genchrowaf: ttuquft ® ö 9 ; für den An» zetaentefl: Hans Beck. 9CtU9Snacf) und nach wird beS SebenS Bürde m« schwer, Euijanlleck bedrückt das alle Herz, Nr. 76 Erscheint fSqkich auffer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesftschen Landwirt die Lietzener Zamtlien- Mätter viermal tn der Woche beiflelegL Aiotatton-druck u. Verlag der Brüh l'scheu Unioers.-Buch- u.eietn- bruderet (Bietsch Ifcrben) Nedaktton, Eroedmoa und Druderet: Schul st rode 7. tlbrefie für Tevet chen: Anzeiger (Biegen, ^trnlprrdjanldiluö Wr.51. Diele Lüden seh ich um mich her, 51U die leuem, die bet Lust und Lcherz 9)lu nur fühlten, sind dahin begangen; Fremd ist nur die Welt mit ihrem treiben. Und nun soll ich auch noch Lieder schreibens So erstarb bann allmählich in ihr die Freude und dte Kraft zum dichterischen Schaffen. In ihren letzten Liedern klingen tiefe und ergreifende Töne heraus, die da zeigen, datz sie längst abgeschloffen hatte mit dem Leben, das ihr nichts mehr zu bieten vermochte. Man wird, hält man ihr Gedichtbüchlem in der Hand, doch immer wieder trotz der füllen und geklärten, erhabenen Ruhe, die au5 ihm spricht, erinnert an die Verse beö Sophokles: „Ter verlängerte LedenStaq Stellt gar vieles naher dem Leid Und das Erfreuliche siehst du nicht mehr.- Aber sie verniochle sich doch auch wieder nut den Bitternissen des Ledens abzusiuden. Ihr Glück hat sie niemals nach außen hin' gesucht, sondern in sich selbst zu gründen vermocht. Durch eine Reihe ibrer Poesien llmgt die Harmonie einer stillen Zufriedenheit. Wohl hat sie mit dem Leben hart kämpfen müssen. Tie Tagesmühen waren oft schwer, und manches Mal war sie nahe daran, m Mutlosigkeit zu Berlin, 30. März. Der Kaiser empfing heute im königlichen Schloff u. a. den Reiä-stommissar für die Welt- Ausstellung in St. Louis, Geheimrat Lewa d, und Pro» fejsor Schmitz zur Vorlage von Entwürfen für das L 11 . . i - . .. r w—. lorn.r flhprh irn*r. Politische Tagesschau. Tat Blllmeumtdill«. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 30. März Für da- verurteilte Blumenmcdiuin Frau N o t h c wird wie wir Horen, in Berliner spiritistischen Streifen ein Gnadengesuch vorbereitet. Der Fall liegt allerdings derart, dag ein solches Gesuch Aussichten hat; denn wenn auch die Verurteilte nicht im Sinne des Gesetzes in unzu- rechnung-fährgem Zustande gehandelt hat, so ist sie bad; zweifellos stark hysterisch. Ist aber irgendwie anzunehmen daff bic lange Gefängnisstrafe biefen Zustand befcitiatr Vermutlich cher bas ok-gcnicU, ihn verschlimmert. Bezüglid der abschrillenden Wnkuna veispricht der Prozeff aar keinen Erfolg. Wir Heiden einen solchen von Anfang au bezweifelt Dr. Albert Moll, ein namh.ifler G.lehr.cr, giebt heute im „Berl. Lokalanz." unumwunden seine Meinung baffin ab daff dem Spiritismus bei der Gelegenheit die weiteste Ne- Haine gemacht worden sei. Die fatalste Rückerinnerung an den Prozeff dürste, nächst der Verurteilten, dem Präsidenten des Züricher iwssatwnsge:ichtS Herrn Sulzer verbleiben, der als Zeuge mit so glüh.uder Beredsamkeit für die Echtheit des Blumenmediums eüurat, und dem jetzt bei Rücktritt vom Nichtcramt nah gelegt wird. ft.in Geist hatte Herrn Sulzer auf diese ftv.isequciiz warnend hingcwiesen. Admiral Teweys Größenwahn. Der „Newyo.k Hcrald" und andere amerikanische Blätter veröffentlichten lürzlich ein von uns bereits kurz erwähntes Interview des Admirals Tewey mit dem Vex- treicr der „Newmarl Eveuing News". Die wichtigsten 1899 in einem schmucken Bändchen in der Rickerschea Verlagsbuchhandlung *) hier erscheinen laffen. Den Gedichten chickte er ein „Geleckworf voraus, das wir hier zum Ab- druck bringen, da es zugleich eine kurze Lebensbeschreibung Der Verstorbenen enthält. Alfred Bock schreibt: „Es ist in der Adoentszeck des Zah.es 1819. Vor dem Selterstor der Stadt Gieffen sind Maurer und Zimmerleute beim Werk, em baufälliges Häuschen niederzureiben. Die Arbeit giht bei starkem Schneegestöber langsam von ftatlen. Auf dem Tachs.rst sicht ein stat.licher junger Zimmennann und treibt mit blitzender Axt das Gebälk auseinander. Sn es, daff sein Fuff auf dem glatten Holz den Halt Vertter^ sei es, daff ihm der Schnee in die Augen weht — plötzlich stützt er einen Schrei aus, die Axt entfällt seinen Händen, er stürzt jählings in die Tiefe. Tie Kameraden eilen zu Hilfe. Der Verunglückte liegt regungslos am Boden, aus klaffender Stirnwunde rinnt das Blut. Rasch richtet man eine Bahre her, den Besinnungslosen darauf zu beiten. Und da man ihn über die Schwelle seiner Hätte in der Salinen Mühlgasse trägt, bricht sein ahnungsloses Weib ohnmächtig zusammen. Cljne das Bewußtsein wieder zu erlangen, geht Der Arme anderen Tages still hinüber. Zn der grötztim ')tot bleibt seine Witwe mit drei unmündigen Hindern zurück, und daff das Maff ihres Elends sich fülle, sieht sie voll Banaen der Ankunft emes vierten ficmen Wesens entgegen. — Ter Brave, der in der Blüte der Zähre bei fernem Handwerk das Leben lieg, war der Z i m m e r m a n n Ikbristtan Lein. Als seine Tochter erblickte Johan» nette Lein am 11. Juni 1820 das Licht der Welt. An ihrer Wiege reichten sich die finsteren Gestalten der Sorge und der Armut b.e Hände. In schwerer Arbeit schalste die Mutter um käralichen Tagcslöh.i für die oater* lofen Waisen das Brod herbei. Tie kl.ine, schwächte >hannette wuck/s he.a.i, Ta s.e das siebente Leb.ncha^c erreicht hatte, schickte sie die Mutter in die Stad.armenschule, roo sie notdürftig lesen und schreiben lernte. Tas Lehramt versah em ehemaliger Sattlermeister, ein Tummkvps, den •) Tie RickerlÄe Buchhandlung hat soeben, rote sie uns mit» -.eilt um weue.en ft reifen als bist) er c5 zu ermöglichen, dag sie ©ebä u4 de . um Gictsin durch den ft auf der *Se» dicy: an ihrem Telle ehren, ueren Pr«S fürS erste von von Mt. Ich« auf 6U Piemng ermäßigt. schalten zu." Soweit Gras fluocntloio. ycoer Kenner du Verhaliniise wird ihm Recht geben. Roch viel schärfere Worte liefen sich über bie amerikaliischen Laudstreiilrufte sagen Es ist nicht viel mehr, aiS eine Soldat-Svielerei, was man im Toltarlande zu schon bekommt, und wenn Prrnz Heinrich bei seinem Besuch einige wohlwollende Anertennungen gespendet hat, so wurde ihm erpeuS das beste Material gezeigt, und dann zog er auch tvohl als mildernden Uni|taub in Betracht, daff eigentlich erst feu dem panischen Kriege die Militärischen Retgunaen blühen fid) entfaltet haben. Tie Amerikaner entdeckten das Latent an sich, sie seien ein kriegerisches und in dieser Eigen, schäft rcspekteinflöffendes Volt — es geht in der Regel o daff fuld)€ tuitdcckung zunächst zu einem übertriebenen Selbstdewufftsem verleitet. Weck die Amerikaner mit dem kleinen Spanien fertig geworden, glauben sie gleich eine ihielt in Waffen in die (Sdjxanten fordern zu können. Auch der anuritanJdje Landsockat sühck sich zuiiächsi und vor allem alS „freier 9)ümn". Daraus folgt, daff man diefem freien Wiaim im Punkt der Disziplm nicht all» luviel zumuten darf, sonst wird er ausiassig oder geht von dannen. Haltung unö Ausführung des Kommandos lassen vielfach zu wunsd)en übrig. Also auch m dieser Hinsicht empfiehlt sich für die Amerikaner Bescheidenheu und stilles, eifriges Lernen von Denjenigen, die wirklich euvas zu leisten vermögen. Johaauette Lei» -tt- Gießen, 31. März. Am Sonntag Jubica ist hier im Alter von 83 Jahren die VockSdichlenn Johannetle Lein durch einen sanften Tod von ihrem Leiden erlöst worden. Die Beerdigung findet heute nachmittag vom Sterbehause auS, ftleine Muhl» In 'ihrem engen Stübchen, das sie in ihren Gedichten so schlicht und poesievoll besungen hat, in dem auch im Winter üübuftaibe Veilchen und zarte Maiblümchen zu blühen pflegten, »st sie friedlich aus dem Leben geschieden. Seck dem letzten Herbst war d,e alte Dame nicht mehr aus» gegangen. Bis zu dieser Zeck hatte sie früher, trotz ihres hohen 'Alters, nut größter Rüstigkeit grotze epa^ergange unternommen. Seit 4 Wochen nun konnte sie ihr ^ub(^n nicht mehr verlassen. Ihre zahlreichen Freunde und Ber» ivanbten ließen eS an Besuchen nicht fehlen und waren um sie bis zuletzt. Besonders die Dickbewohner ihreS^ kleinen Häuschens, denen sie bei Lebzeiten immer eine gute Freundin und Beraterin war, erwiesen ihr, wie die nQd)’Icn.^crro,Q|>nMe"' aroße Anhänglichkeit und Pflege. Tie Altersschwache die bei bibr doch plötzlich rasch zu nahen schien, bereitete ihr em Staunen noch Entrüstung hervor. Heiterkeit ist der einzige Effekt dieses „Gutachten-". Ter „Hat-fitn." wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß die deuische Reaierung keinen diplomatischen Schritt in dieser Angelegenheit getan hat Aus eigener Initiative hat Präsident Sioosevell den Admiral auf fein eigentümlid-es Verhalten hmge- wiesen. Die Art, wie Mr. Tewey sich herauszurcden ver- sudite, beleidigende Absichten bestreitet unö Deutschland der freundschaftlichsten Qk|uljle versichert, ck-arakterifiert den Mann zur Genüge. Es wäre in der Tal den Bemerkungen eine unverdiente Bedeutung beigelegt worden, hätte die deutsche 'Dicgierung eine diplomanfche Aktion daran geknüpft Im „Bert Tagebl." unterwirft soeben Gras E Re- venllow die Fiotte der Vereinigten Staaten einer ftritik, die den Amerikanern einige Zurückhaltung auferlcgcn könnte im Vergleick-cziehen nut europä.sd-en Lotten. Was Da» Personal an lange, schreibt Gra, gievcntlow, welches Admiral Teivcy hoch über das der deuisd-en Flotte setzt, so zeige sid) dessen an ihm gepriesene Selbständigkeit vor- nehmlick) in Mais^ndejertionen. Wenn cuieui bitjer freien Männer das Essen nidst schmeckt, oder der Tiensl nicht gefällt so empiiehlt er sich auf Nimmerwiedersehen. 52enn heute die Flotte der Ber. Staaten mobil machte, würde weder die Zahl der Lfsiziere, nod) der Unttr- ofiUicrc, noch der Mannschaften audreidjeii, um fie auch nur annähernd voll zu besetzen. . . . Amerikanisch« F-ad-- biältcr geben außerdem unumwunden die gelinge niora- Uidic Qualität bud llnierostiztertorps und der Mann- Sowcit Graf Neventlow. Jeder Renner der Punkte daraus sind folgende: . Die Flotte der Bereinigten Staaten ist die grötzte der Welt, weil jeder Mann der Flotte Intelligenz besitzt Er weiß genau, was br zu tun Hai und die Zeck, zu handeln. Ein ftriegsichifs ist eine Maschine von ungeheurem Umfang und jeder einzelne Teck dieser schweifäckigen Sd)opjung muff mit Versland geführt werden. Tie deutsche Flotte zum Beispiel de itzt eine vollständig verschieden organisierte Mann» sdmst Ich habe die deutsche Marine genau studiert. Merne Ansicht ist die, dag die L e i st u n g S sä hi gleit, wenn es zur Aktion kommt, sich als ü b e r s ch a tz t her- auduellen wird. Die Leute tradjlen nicht, was Ausbckdung und Wissen anbetrifft, mit den Amerikanern «chritt zu halten. Ihre Mannschaften sind derart ausgebildet, Laß sie auf die Lfsiziere angewiesen sind und sich wegen Instruktionen selbst der gerinasten Art an Jic wenden müssen. Tie amerikanischen Manöver in dem ftaiibischen Meer waren nickft allein erfolgreich, sondern waren die größte Lbzektivlebre dieser Art, nne fie je bie Welt getaimt hat, eine Lehre wehr für den ftaifcr, alö für irgend eine andere Person Man bedenke, 54 ftriegsschiisc einschliefflich der Lohlensdstfie; ganz Deul sch land würde nicht imstande sein, eine . u . ' . ............... hi» firli mit einer solchen iiattcm OottDcrtrauen hat sie ihr Leben lang gläubig auswärts geschaut. Ein schöner Tab ist ihr deschteden g°. wesen, allerdings nicht, rote sie ,,ch ibn m ihren Pecsicn er. Sie hatte in frühen Jahren schon davon ge» ~ i sterben, wünscht hatte. '------- _ träumt, nne schön cS sein müsse, in der Jugend zu Wo ein Hauch von 'üoene Üiüerm kurzen Erden wallen versinken. . v _ ,f lanb unb Elfaff-Lothnngen bisprod>en. Schliefflich wurde die ge- fck-aftliche 2age einer Anzahl anderer Gewerbszweige unter bein Einflüsse ber ftohlenlartelle erörtert Tas sienoara- ph.sche Protokoll wird im „Reichsanzeiger" veröffentlicht werden. — Ein orientalisches Protektorat Deutsch- kands in der Beschützung katholischer Interessen soll man, wie der „Hann. Cour." sich aus Berlin schreiben läßt, in vatikanischen Kreisen wünscüeu, und Kardinal kvpp soll die Erfüllung dieses Wunsches anstreben. Als Gegenleistung würde das Zentrum einer neuen dem Reichstage bereits in seiner ersten Tagung vvrzulegenden umfangreichen MarinevoUa^e die Zustimmung gewahren. (Das sind offenbar willkürliche (Erfindungen.) Dresden, 30. März. Der als Führer der Leinziger Jungliberalen bekannte Rechtsanwalt Hermann Martin hat soeben eine Flugschrift verdfsentlrcht. Aus derselben wrrd folgender Satz wiedergegeben: „Wir Sachsen rühmen gern die Anhänglichkeit des Volke- an Vaterland und Fürstenhaus. Aber feien wir offen: in keinem Lande Deutschlands werden beide mehr gehaßt als in Sachsew" — Die Generalversammlung des deutlichen Tabakarbeiterverbandes hat nach sehr langen Erörterungen die Einführung der ArbeitslosenunterstützurrL mit 43 gegen 18 Stimmen beschlossen. Wahlbcwcgung. Die geplante Reichstagskandidatur des Prinzen Max von Baden tm Reichstagswahlkceis Karlsruhe-Bruchsal, die als Sammclkandidatur gegen die Sozialdemokratie gedacht ist, erregt wegen der konservativ- klerikalen Gesinnung des Prinzen in liberalen K're.sen Unmut. Auch der verstorbene Later Prinz Wclhelm, der Bruder des Großherzogs, war Mitglied des ersten Reichstags, wurde aber wegen feiner konservativen Politik von »den Liberalen bei der Wiederbewerbung mit Erfolg bekämpft. Prinz Max, der künftige Thronfolger, ist eine der Stützen des lterikal-lonservativen Systems. Seit dem Ein- und Vordringen der Sozialdemokratie im Reichstag — auch in Bayern hat sich Prinz Ludwig, der bayerische Thronfolger, einst um ein Mandat beworben — dürften Mitglieder regierender Hauser in ihrem wohlverstandenen Interesse nur noch geringe Lufr haben, sich einem Wahlkampf und der Probe auf chre Volkstümlichkeit an der Wahlurne zu unterziehen. Ausland. Rom, 30. März. Nach einer Meldung der „Pol. Korr." trifft Kaiser Wilhelm am 2. Mai in Rom ein und verbleibt hier bis zum 6. Mai. Neapel wird der Kaiser nicht besuchen. — Der Reichskanzler Graf Bülow dürfte dem König von Italien seine Aufwartung machen. (Eine Begegnung mit dem Minister des Auswärtigen, Prinetti, hatte Graf Bülow heule in Neapel. Belgrad, 30. März. Rekruten aller Waffengattungen wurden für den 22. April unter die Fahnen berufen. Die Milizpflichtigen werden durch Kundmachung ausgefor- dert, sich für das Einrücken bereit zu hallen. Aus tzluöl iiiiü Land. Gießen, 31. März 1903. * Der März, der heute scheidet, hat sich Heuer als Lenzmonat und Bringer des Frühlings im vollen Blaße ge- zeigt. Die Vegetation ist diesmal beim Scheiden des ersten Frühlingsmcrnals entwickelt, wie in zahlreichen Vorjahren nicht Ende April. Sonnige, warme Frühlingtage waren unö in vergangener Woche beschert, wie oft nicht un Mai, und die Knospen schwellten in milder, wonniger Frühlingsluft. Am Spalier blühen schon Pfirsich und zeitige Pflaumen, eine Seltenheit für den Monat März. Die lästigen Märznebel haben diesmal auch gefehlt, sodaß wir nach alter Bauernregel keinem gewilterreichen Sommer entgegengehen. Und Märzcnslaub, welcher Goldes wert sein soll, wurde für das Publikum eine Strafe. Und doch giebt cs nichts Bangeres als die Zukunft. Kann doch em einziger unvorhergesehener Nachtfrost die ganze früh aufquellende Herrlichkeit zerstören. — Ein Prioatturnkursus zur Ausbildung von Turnlehrerinnen begann am 30. März unter Leitung des Landesturninspektors E. Schmuck in Darmstadt. Der Kursus dauert drei Wochen und schließt am 18. April. die Weisheit der Stadtväter zum Pädagogen cmsersehen hatte. Nach der Konfirmation nahm Johannette als Hausmädchen Dienste und blieb bis zum 23. Jahre der Mutter fern. Während sie sich in den Willen ihrer Herrschaft schicken lernte und bei fleißiger Hantierung Trübes und Heiteres erfuhr, erschien chr wie eine Botin aus Himmelshöhen die Muse der Dichtkillist, um sie fortan nicht mehr zu verlassen. Was sie erlebte und dachte, das formte sich ihr von selbst zum Gedicht, sich poetisch auszusprechen war ihr innerstes Bedürfnis, war ihr Erquickung und Trost. Aus Mainz, wohin sie sich verdungen hatte, kehrte sie 1843 zu der kränkelndenMutter nach Gießen zurück. Für die langsam Hinsterbende und für sich selbst gewann sie nun als „Nähmamsell" den Lebensunterhalt. Bald lernte man in den Familien der Honoratioren und Universitätsprofessoren das liebenswürdige junge Mädchen schätzen, und als nun gar verlautbarte, mit welch reichem poetischem Talent Johannette begnadet sei, da begegnete chr Achtung und Teilnahme, wohin sie mit ihrem Ncrdclbüchschen tarn. Im Jahre 1853 mackste sie die Bekanntfck>ast des jungen Malers Carl Rühling auS Göttingen und schloß mit ihm einen innigen Freiinschaftsbund. Warf so die Freundschaft, ja die Liebe auf Johannet- tens mühevolles Leben einen verklärenden Schimmer, so blieb chr der große Schmerz nicht erspart, ein Jahr später des Freundes Tod zu beweinen. 1854 raffte die Cholera in München den talentvollen jungen Maler hin. — Und Jahrzehnt und Jahrzehnt sah das alternde Mädchen DeniKljen und vergehen. Regsam von früh bis spät erfüllte sie getreulich als Näbmamjell ihren Beruf. Erst an der Schwelle des 78. Jahres legte fie b i e Nadel hin. Die Gedichte der Naturdichterin Johannette Lein reden ihre eigene Sprache. Das Gefühl für den Rhytmus, das ihnen innewohnt, die Fülle von Gedanken, die sie offenbaren, predigen die alte Wahrheit, daß nicht erworbene Kenntnisse, sondern natürliche Anlagen den Dichter machen, lieber die Grenzen ihrer Heimat hinaus verdient Johannette Lein, die Dichterin aus dem Volke, bekannt unu geschätzt zu werden." Mit den Worten Oioethes, mit denen Bock sein Geleitwerk schloß, wollen auch wir schließen: „Wie man sich sonst gegen den Menschen dankbar erzeigt, daß er uns treffliche Poesien liefert, fo muß man e5 hier der Poesie recht lebhaft verdanken, daß sie unS mit einem ivaderen Menschen bekannt macht'. — Der Lehrerturnverein für Hessen ist dem allgemeinen deutschen Lehrerturnverein beigetreten und hat die Unterhaltung des Grabes des um daS Schulturnen sehr verdienten Adolf Spieß in Darmstadt übernommen. Der hessische Lehrerturnoerein wurde Weihnachten 1900 in Frankfurt a. M. gegründet, besteht also erst zwei und einviertel Jahr. Trotz dieser kurzen Zeit hat er sich bereits unter den hessischen Lehrern großen Anhang erworben. Den Vorsitz führt Landes-Turninspektor Emanuel Schmuck in Dannstadt. -n. Allendors a. d. Lahn, 31. März. Am Sonntag nachmittag um 3 Uhr wurde hier das 2 5; übrige Bürgermeister-Jubiläum unseres Bürgermeisters Ludwig Volk XUI. festlich begangen. Prooinztaldirektor Dr. Breidert nahm persönlich daran teil und überreichte mit Worten der Anerkennung die von der Regierung verliehene Auszeichnung. Mehrere Geschenke wurden dem Jubilar überreicht, darunter von den Gemeinderatsmitgliedern eine schöne Hängelampe, vom Kriegerverein, dcsien Ehrenmitglied der Bürgermeister ist, eine Standuhr, vom Gesangverein ein Diplom und von den Bürgermeistern deS Kreises eine Pfeife. Bürgermeister Volk dankte in bewegten Worten für alle diese Ehrungen. Im Jahre 1878 war er einer von den drei Bürgermeister-Kandidaten; aus der Stichwahl ging er am 18. März als Ortsoberhaupt mit großer Majorität siegreich hervor. Am 29. März 1878 wurde er vereidigt und trat das Bürgermeisteramt an. Seinem Gerechtigkeitssinn und feiner Gewissenhaftigkeit gelang es, sich das Vertrauen und die Verehrung der ganzen Gemeinde zu erwerben, sodaß er im Jahre 1887 zum zweiten und 1896 zum dritten Male und zwar einstimmig wiedergewählt wurde. Da unser Bürgermeister gegenwärtig erst im 65. Lebensjahre steht, so ist es ihm hoffentlich vergönnt, noch recht lange zum Besten unseres Dorfes das Bürgermeisteramt zu verwalten. -i- Friedberg, 30. März. Die Gewerbe-Akademie zählte im kürzlich abgelaufenen Winter-Semester 270 Studierende. Seit dem kurzen Bestehen des Instituts hat sich die Zahl der Studierenden stets gesteigert, sodaß bei Beginn des Sommersemesters deren Zahl 3U0 übersteigen durfte. Das Sommersemester beginnt am 15. April, während der Vorunterricht heute seinen Anfang nahm. Schon jetzt sind zahlreiche Anmeldungen erfolgt. In dem jetzigen Gebäude — der früheren Augustinerschule — können rmr etwa 450 Techniker untergebracht werden. In den nächsten Jahren wird deshalb ein neues Akademie-Gebäude errichtet werden, das zirka 900 Besucher aufnehmen kann; die Baupläne sind bereits ausgearbeitet. — Da Stadtrechner Maul mit dem 1. April in den Staatsdienst zurückkehrt, so übernimmt Finanzaspirant Presser-Bad-Nauheim, der unter 46 Bewerbern von den Stadtverordneten zum Stadtrechner erwählt wurde, am 1. April diese Stelle. M a i n z, 30. März. Iw einem £aufe der Kaiserstraße wurde gestern nachmittag eingebrochen. Dabei wurden aus einem Kassenschrcuik 2000 Mk. bar und eine Anzahl Wertpapiere gestohlen. — Jrn Untersuchungsgefängnis hat sich gestern ein Mitglied der verhafteten Eiubrecherbande, die Cb.frau Heil, geborene Lauser von hier, erhängt. Mainz, 30. März. In der heutigen Sitzung der St a d t v e r o r d n e t en-V e r s am m l u n g teilte der Oberbürgermeister mit, daß Architekt I. Krämer der Stadt 19 000 Mk. testamentarisch vermacht habe, daß er aber das Testament der juristischen Kommission unterbreiten werde, damit diese prüfen soll, ob die Stadt die Schenkung annehmen oder abweisen soll. Die Gemeinden Laubenheim, Eudenheim, Mombach, Gonsenheim und Kostheim sind vorstellig geworden, Mainz möge bei der Uebernahme der elektrischen Straßenbahn Die genannten Orte mit der Stadt durch die Straßenbahn verbinden. Die Verkehrsdupntation soll die Eingabe prüfen. — Auf Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner wird hier im Mai eine Versammlung von Vertretern mittel- und süddeutscher, sowie elsaß- lothringischer Städte zusammentreten, um in Beratungen gegenüber der durch § 13 des Zolltarifgesetzes (bete. Aushebung kommunaler Verbrauchsabgaben) geschaffenen Sachlage einzutreten. Das Referat hat Stadtrat Boedicker- Kassel, das Korreferat Oberbürgermeister Köhler-Worms übernommen. Wiesbaden, 29. Marz. Geh. San.-Rat Dr. Brauneck beging am 26. März fein 50jähriges Doktorjubiläum. 1830 zu Wetzlar geboren, sttidierte er nach der 1849 erlangten Maturität in Gießen und Berlin. Das Staatsexamen bestand er 1854. Während des Feldzuges 1870/71 war ihm als Krcisphysikus in St. Wendel die Leitung der Reserve-Lazarette übertragen. 1887 zum G.h.imen Sanitätsrat ernannt, nahm er feinen Abschied als Kreis- phyfikus und ließ sich in Wiesbaden nieder. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Gutem Vernehmen nach hat die in Hanau unter dem Verdacht der Kuidestötung inhaftierte Baronesse von Seckendorfs, die sie im Oktober 1901 inFulda begangen haben soll, ein Geständnis abgelegt Die Angeklagte wird sich eventuell vor dem im April L I. am Landgericht Hanau tagenden Schwurgericht zu verantworten haben. — Man meldet aus Hochheim bei Mainz: Zwischen Kostheim er und Hochheimer Jungen war am Sonntag ein Streit ausgebrochen, in dessen Verlauf ein Bursche von einer Pistole Gebrauch machte. Ein Hochheimer Knabe erhielt eine Schußwunde in den Kopf, der er, wie gerüchtweise verlautet, erlegen fein soll. — Bei Guntersblum war von Samstagmittag 2 Uhr an bis Sonntag ein Wiesen- brand entstanden, der sich über 100 Morgen Land verbreitet hatte. Die Wiesen gehören der Gemeinde, welche einen Schaden von mehr als 1000 Mk. haben wird. Dermischtts. * B erlin, 30. März. Frau Geheimrat Krupp hat der Sternwarte zu Treptow eine naturgetreue Nachbilduna des in Afrika nid)ergefatlenen Meteorsteins zum Geschenk gemacht. Der Cnginalftein befindet sich int Kruppmuseum zu Elfen. * Das Befinden der Prinzessin Luise ist der „Augsb. Abendztg." zufolge fortgesetzt gut. Sie hört jeden Morgen die Messe und fährt am Nachmittag in offenem Wagen spazieren. In den letzten Sagen hielt sich ein Kapuzinerpater aus Salzburg in der Billa Toscana als Gast auf. Zniiöcl und yrrkctjr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 30. Mär; 1903. (Mitgeieilt von der Dank für Handel und Industrie, ließen.) Tie anhalkend guten Berichte auS dem rheimichcn Monlandezirk veraulaßleu bie Spekulation zu weiteren großen Käufen in 'Tioniamverten, welche ausnahmslos bedeutend über letzten Schlußkurf sn eröffnete* und dies erhöhte Niveau während des ganzen Verkehrs behaupten konnten. Erneutes Interesse zeigte sich heute für Henry, Italienische Bahnen, sowie Gouhardbahn-Aktien. Lon sonstigen Bahnen erfuhren noch Transoaalbahn-Certisikate eine wesentliche Kurssteigerung, die auf Meinungskäufe eines Großfpekulanteu zurückzufühven sind. Banken im Anschluß an die Gefamthaltung fest, jedoch bei trägem Verkehr. Spanier und Türkische Werte erholt auf bessere Pariser Notizen. Ter Kasiamarkt, auf welchem heule größere Gewinnrealisierungen vorgenommen wurden, zeigte wenig veränderte Kursnotierungen und kann weiterhin als fest bezeichnet werden; hervorzuheben ist das rege Interesse, welches man heute seit langer Zeit wieder den Aktien der Neuen Boden-Gefellschaft und Westlichen Boden-Gesellschaft widmete. Obgleich sich die amtlichen Notierungen bereits 2, rejp. 1 pCt. über die letzte Notiz stellten, zogen die Kurse nachbörslich bei lebhaften Umsätzen noch um ca. zwe Prozent an. Privat-Diskont 2T/, Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Lest. Kredit . . . . 217,40 217,60 Deutsche Bank . . . 219,80 218,62 Darmstädter Bank . . 143,00 142,87 Bochumer Guß . . . 193,00 195,10 Harpener Bergbau . . 184,80 185,75 Schluß-Tendenz: fest. Märkte. Gieße«, 31. März. Markt de richt. AushelitigeniWochenmarkl kosteten: Butlerpr.Pjd. 0Z5—1,10 Mt., Hühnereier 1 St. 0—6 Pia., 2 Stck. 00—11 Psa., Wänfeeier 12—13 Pfg., (inteneierß—7Pfg., Haje vr.Stck. 5—8 Ps., Kasematte2Stet. 5—6Pig., Erbsen pr.L'iter 21Pso^ Linken pr. Liter 32Pfg., Xaubcn pr.Paar 1,00—1,20'2)tf., Hühner pr. St. 1,00—1,70 Mk., Hahne pr. Stück 0,85—2,00 Mk., Emen pr. Stück 2,CO—2,40 Mk., Ganse pr. Psd. 54—60 Psg., Schsenslcsich rr. Pfund 61—76 P'g., »uh-und Rindfleisch pr.Pßnw CG—66 Pig., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfuiid 80 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—72 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 52—72 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—0,00 '1UL, WeisikraiU per Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 6,00—7,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg. Äepiel per Pfd. 0—00 Pfg^ in Korben 00—00 Pfg. Trauben Ou—00 Pfg. Kirchliche Kachrichtrn. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 1. April, abends S Uhr: 6. Pafsions-Aiidacht in der Johauncokirche. —Pfarrafsistent D o gt. linirltv itU'luuiujcii. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. R. B. Darmstadt, 31. März. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde nach Erledigung mihrcrer An- träge die Ruckäußerung der ersten stammet in Betreff des Antrages Köhler zu § 6 des Fleischbeschau gesetzes, der von der ersten Kammer einstimmig abgetehnt worden war, jetzt auch von der zweiten Stamm et" abgclehnt, nachdem mehrere Redner, darunter Abg. H a a s - Darmstadt, den An- trag für zwecklos erklärt hatten. Darrn tarnen WahlPrüfungen zur Verhandlung. Das Haus erklärte die Wahl der beiden Abgeordneten für Darmstadt einstimmig für ungültig und genehmigte darauf die Wahl der Abgeordneten Ulrich, Dr. David, Haas^Mainz, T am m- Friedberg, Tr. Heidenreich, Hauck uird S e n ß f e l d e r. Bei der Wahl des Abg. Orb enlsvairn sich eine große uiü) erregte Debatte, die gegen 2 Uhr abgebrochen wurde. Ochste Sitzung ist morgen. Berlin, 31. März. In einer sehr stark besuchten Versammlung der Stäbler, Drahtweber, Geflechts- fpinner und Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend wurde gestern einstimmig bejchlosien, daß, wenn der heule m sämtlichen Betrieben unterbreitete Lohutanf biß morgen abend nicht bewilligt ist, sämtliche Arbeiter am Donnerstag einmütig die Arbeit nieberlegen werben. — In einet von über icujcnb Berliner Tischlermeistern unb Holz.Inti u st riell en besuchten Generalversammlung bes Vcrbanbeß ber Holz-Industriellen wurde gestern abend als Gegenmaßnahme zu dem Streik der bei den Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter, die das Ultimatum, die Arbeit bis Sauisiag wieder aufzunehmen, abgelehnt haben, mit großer Majorität bejchlosien, diese Arbeiter sofort zu entlassen, neue Arbeiten nicht zu vergeben, sowie in Tischlereien mit eigenem Maschinenbetrieb 25 Prozent der Arbe.ter fofort zu entlassen. Von diesen Ntaßregeln werben ca. 6UU0 Arbeiter betroffen. — Wie ber ,B.-(5." mitteilt, wirb Jnienbant v. Hülsen im Herbst befinitio in bie Stellung beS General- Inlenbanten eintreten unb bann auch feinen bauernben Wohnsitz nach Berlin verlegen. Es ist wahrscheinlich, baß alßöann Herr v. Mutzenbecher zum Jntcnbanten beS Wiesdabener Hoftheaters unter ber Oberleitung o. Hutsen'S ernannt werben wirb. Neapel, 3L März. Hier wird entgegen anders lautenden Meldungen behauptet, baß bei dem B c s u ch bes beutschen Reichskanzlers Graf Bülow bei Prinetti von Politik keine Rebe gewesen fei. Moskau, 31. Marz. Das Bezirksgericht verurteilte ben Untersuchungsrichter Hatzek wegen eineß Einbruchs-Dieb st ahlS bei seinem HauSwirt zur Emrcihung m eine Arrestanten-Kompagnie auf 2 */, Jahre. Newyork, 31. Dtärz. Der beiitsch-amerikanische Zentral- Bund hat Deweys Taktlosigkeit m einer fcharfen Revision verurteilt. 102.45 1 8'/q Mexikaner . 102.50 Tendene: feit 103.40 50.10 31.80 32 40 133.40 45.20 37i°/o 3% 3V,% 3°/o 3%% 4% /„ Chinesen . . Electric, öci ackert . Nordd Lloyd . . 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Die Bermitielung erfolgt gegen eine durch den Vermieter bei Anmeldung der Wohnung zu bezahlenden Einschreibgebühr von Mk. 0,2U bei Wohnungen bis zu 3uO jJIL Dlretwert emfchl. , 0,50 , , von 300—600 DU. , , 1,00 , , über 600 DU. . , , Der Vermieter ist verpflichtet, dem Wohnungsnachweis die jrfolgie Veniueiung einerlei, ob durch den WohmmgsnachweiS oer- miuell ober nicht, spalesteiiS am nächsten Wochentage aiiziueigen, und ist bei der Anmeldung eine Sicherheit in Höhe von 1 i)lf. zu hinterlegen, die bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung und bei unrichtigen Angaben bezüglich der zu vermietenden Wohnung zu Gunsten der Stadt Gießen verfällt. Gesuche von Vermietern und Wohnungssuchende sind persönlich, telephonisch oder schriftlich auf besonderem, beim WohnungS- Nachweis erhältlichem Formular, im Bürgermeistereigebäude, Zimmer 14, während der GeschästSstunden 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags 8—6 Uhr nachmittags oorzubringen. Gießen, am 20. März 1903. 2464 Der Oberbürgermeister. 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Is. von der einen der beiden hiesigen Schäiere»enaiigcnom,»-2ueSchaier Sebastian König aus puttenihQl im Ldemvalde Hal heule seine Herde ohne jeglichen ivruud verlaßen u>id sich von hier entfernt. Tie Mitglieder dieser Schäferci- gesellschasi haben deshalb de- schlossen, ihre Herde auizulölen und sämtliche Schafe zu verkaufen. kauiliebnübcr werden deshalb ergebe.' en,geladen. [272u Staufenberg, 30. März 1903. Tic Schäfercigejellschaft. H. C. Werner Gicsien, KaplanSgafie 18. am 7. April 1903, vormittag» 8 Uhr: sämtliche Reservisten der Trams (emschl. Krankenträger), SanitatS- und Belermärperfonals. Biichsenmachergehilsen, Lekonomiehand- werter und Marme-Mannschaften, sowie zur Disposition Truppenteile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften Bekanntmachung. Bei den am 4., 6., 7. und 8. April im Hofe der alten Kaserne am vrandplatz stattfindenden Bank fürHaickl nah Musick Tcpositcnkafic Gießen. Verfteigeruiig. DouucrSlag dcu 4. April d.I., nachmittags 2 Uhr werben un Bicler'fcheii Saale — Neustadt 55 — versteigen: 1 große Partie Müycu, als Sleppballon-, Winter». Vrmz Heinrich-, Sport- undDiäüchen- müyen, 112 bessere Mützen, 6 Forstmützen, 50Kuabenhüte, 1 PaNle Tuchstoffe in schwarz, Eskimo, hellblau, gelb, blau, violett, grün u. a., 1 Partie Pelzwarcu als: 175 Schweife, 14 Katzenfelle, 6 blaue Nanin» feUe, 41 BoaS in braun und schwarz, 2U Glühstrümpfe, zwei Fußkorbleder u. a. m. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 2726 Geißler, Gerichtsvollzieher haben auS der Stadt Dießen zu erscheinen: am 4. April 1903, vormittags 8 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Referwe und Landwehr 1. Aufgebotes, Reservisten der Infanterie, welche in den Fahren 1895 uiid 1896 eingeireien sind: am 4. April 1903, vormittag- 10 Uhr: Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1897 und 1898 emgetreien sind; am 4. April 1903, nachmittag- 3 Uhr: Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1899/1900, 1901 und 1902 emgetreien sind, sowie sämtliche zur Disposition der Truppenteile uiid der Ersatzbehörden eiulaflene Mannschaften der Infanterie; am 6. April 1903, vormittag- 8 Uhr: Wehrleute ersten Aufgebots der Infanterie, welche tn den Jahren 1890 und 1891 emgetreien finb: am 6. April 1903, vormittag- 10 Uhr: Wehrleute ersten Aufgebots der Infanterie, welche in den Jahren 1892/1893 und 1894 emgetreien sind; am 6. April 1903, nachmittag» 2 Uhr: sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fuß- oruUerie, Pioniere und Verkehrstruppen, Eisenbahn-, Telegraphen- unb Luftschiffenruppen; Samo» Portwein Sherry Madeira I Malaga Süßer Ungar. . . . Rüster Ausbruch . . Medizinal Ungar . . Meue,cher Ausbruch . Marfaia \ tacrnnae Christi . . in allen Körnungen, gesiebt und gewaschen, durchaus reines Material, empfiehlt tot KWuiko Tampsbaggerei. Lagerplatz am Wißmarer Weg. 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Sämtliche Mannschaften stehen un Laufe bes ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militargesetz. Gießen, am 30. März 1903. 2788 Der Cberbürgermeifter. Mecum. —.90 1.35 2.— 2.25 2.50 1.70 1.70 1.80 2.50 2.— Hostverstcigerung Montag den 6. April werden aus dem Lützel- lindener Markwald, Tistr. .Sandhügel", , Schmalheck* und .Hahnenkops" versteigert: 182 9iadelslämme von 13 bis 29 Ctm. Durchmesser, 9 bi5 18 Mir. Länge ----- 56,30 Fsrm.; 223 Fstm. Fichtenderbstangen mit 24,28 Fstm.; 5 Fichten ■ Reisslängen mit 0,11 Fstm.; Nadel: 18 Rmtr. Knüppel, 1480 Wellen, 62,4 Rmtr. Stöcke; Weichholz: 50 Wellen. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf der Frankfurtcr- straße am Distrikt Hahncnkopf an der Sandkaute. 2719 Groß-Rechtenbach, 30. Dlärz 1903. Tas Bürgermeister-Amt. Stäöt. Sd)lad)tl}aiis. Freibank Heute uuo morgen: 2708 N^ikbSrilq -16 jifg. killdüeilih 50 pfz. i^Vnokßkisch 52 Pfg. Rotweine. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust unseres lieben Sohnes, Bruder«, Schwagers unb Onkels, sowie für bie trostreiche (Ärab- rebe des Herrn Pfarrers Schönhals, ben zahlreichen Blnmenspenbeu unb ber Beteiligung des Gesangvereins Arion und ber anberen Vereine von hier unb seinen Mitarbeitern ber Firma Schaffstädt sagen ihren tief- gesuhUeste» Dank Familie Eckhardt. Familie Hinterlang. Stellen durch den 2467 Stilb!. ZrvtitsaaLwris, s Ichea. Wohne vom 1. Vipm uu « Hiermit nehme id) bie Sonntag ben 15. März 19u3 in der Bengnaael'jchen Wirnchaft in Vroaen-Buseck gegen den Herrn Christoph Sclield 1V. j,, (vrotzeii- Bnfeck atisgeiprocheiien Beleidigungen als unwahr nut Bebauern zurück. jul467 trotzen «ufeck, d.3v.März 19u3. Heinrich 6-autz IX. OOOOOOOOOuO 5-15000 Mark fof. auf giue 2.Hypoih. auszuleihen. Off. unk 9lr. 01455 an d. Expeb. 2 uuger U8auu. o auf Kl einem preuv. Bürgermeisier- amt tätig, sucht anbcriucit ähnliche Stelle, eocntl. auch privat. 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Depot- in ‘ gegen habe seitige Vlnfii räuuic getu auf Schutz Negierung l vecwallunge Berhältnisie ersucht, daß änderungen hinterlcgunc Bei Bes] u. Öen., t unterrich Mrungen i nod) ergänz Abg. R yvchst ivid/ti. schulen nur d>e Gewähr zum praü^h iViäbdjeu für Heinen Haushalt, ivelch. bügeln u. fod)en kann, sofort ober spaier gesucht. |0I463 ]Lobcrflruue 9. Siictie per bald em 12730 Lehrmädchen, aus achtbarer Familie, das and) etwas nähen kann, unt günstigen Bedingungen. S. Sammet. Mädchen, das kochen kann, unb HauS- mädcheu nach auswärts ge- md)t. (Puter Lohn. Cfiert. Heplerftrafee 1.___________1271-4 01475] Suche iür sofort eine tüdit, sparsame Sieftaurationo« köchln. Zeugnitze neb|t Photographie u. IVehaltsanspruchen erb. an Frau Hetzler, eonneniir, 24. iDröcntlidjcg JicniiniöOijtn auf gleich ob. Ostern ges. ]2741 Frau B. Kühn, Seliersu ea 36. 2658] Aeltercs Mädchen zur Führung erneS Haushalts gciucht._______Kaplansgalie 14. 01450] Ern braves Maoaieu für balbgefuclit. FrauL. 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