153. Jahrgang (Erstes Blatt H Lern bekannt g ew or Generals Keim kein Wort. die bekannte - Kretschman, in ivelcher jener Briefe f" Generals v. Kretschman Ernera!-Anzeiger Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen DteWl Mk 2.— DterteU |dbrt auelchl BeNellg« 2lnnat)mt oen Anzeigen üi Die ianeenumntei >16 gu rmiliagfl IV lU)t» eilenprctl u»tail2'U1<» auflisüiil 2V tilg. tbeia*i®*^.oterteb täbiltd) Slt 2.20, Durch Vlbbole« u. yiDeigfteüey mo nathcb 6o Bi.. Durch Vorstandes sowie über die Ulmcr Bundesversammlung, mich dieMainzerBischofswahl besprochen. Ferner wurde die Gründung eines off'ziellen Organs des Hessischen Hauptvereins 'beschlossen, das vom 1. Januar ab monatlich erscheinen soll. Weiterbin einigte man sich über wichtige Neuerungen bezüglich der Organisation und beschl-ß eine Tankes? undgebung an das Grcßh. O b^e r k o n s i st o- rium für seine zustimmende Haliuna anläßlich des nunmehr erfolgten Zusammenschlusses der deutschen evang. Landeskirchen und für die ta k.äflige Forderung, deren der Hessische Hilfsaussch-usz für die ö)trei» chische Bewegung bei der obersten K'irchenbeh-'.'rde^ sich stets zu erfreuen hat. Endlich fand folgende Entschließung Annahme: , „Aus Anlaß des Falles Heckenroth erkoren wir, um Mißverständnisse zu beseitig-en, daß der evangelische Bund politisch neutral ist, also weder die liberalen noch die konservativen Parteien als solche unterstützt oder bekämpft. Er will vielmehr alle, wirklichen Freunde der evangelischen Kirche einen, damit sie gemeinsam ihre Feinde bekämpsen und die evangelische Kirche fördern." Ter Hauptverein zählt jetzt über 7300 zahlende Mitglieder (mit Jahresbeiträgen bis zu 60 Mark), ferner 3 angeschlossene Vereine mit 577 MitHiedern. 305 Aetnt täglich anüet Sounraqs Den. Lietzener Anzeiger ''n Wechsel mil ven. hessischen tandwirl Jie Ttctzener Emilien* •• * Gältet aiernial in bei Woche beiqelegt fftolationebrud u. Ber- M bei >v 'üblichen UntDt r|.- Buch» u. 6t?ui» brudetetOtheOcb^rbenl Siefcafhon iirpebtrion uno Druckerei: Schnlsieatze 7. AbieiN füt Develchen'. Anzeige, Gtetzen. [^rrnipicdianicbluR ')it 51 dens gefunden hätten. Rom, 29. Dez. Die im Jahre 1889 englischen Schiffen gewährte Vergünstigung, wonach sie, falls sie sich weniger als 48 Stunden in italienischen Häsen aufhalten, nicht genötigt sem sollen, zur Abfahrt einen Erlaubnisschein des betreffenden englischen Konsuls vorzulegen, ist nunmehr auch aus deutsche Schiffe ausgedehnt worden. Wien, 29. Tez. Ter Kaiser hat seine Teilnahme an der Leichenfeier des Feldmarschall'eutnants Labour absagen lassen. Als sich der Kaiser «cm Weihnachten in Wallsee befand, verfing er sich mit den Sporen im Teppich, fiel zu Bo d en und trug eine Beule am rechten Auge davon. Außerdem klagte der Monarch über Schmerzen in der Kreuzgegend, die wahrscheinlich von dem früheren Hexenschuß stammen. Tas sonstige Befinden ist 0^^Bukarest, 29. Tez. Der Ministerpräsident erklärte hinsiclrtl'ch der Untersch leise bei den Ziehungen der rumänischen Rente, die Regierung habe die Schuld wen den Gerichten überliefert. Der konservative Fr- nanzminister Jonsescu habe seinerzeit keine Maßregeln gegen die Fälscher ergriffen und die Unregelmäßigkeiten weiter geduldet. Petersburg, 29. Tez. Die Romreise des Zaren gilt als für den März oder Avril 1904 gesichert. — Nach einer Meldung aus Kischinew wurde dort in der Nacht der Anwalt Nikolai Dimitrew Sokolow verhaftet. Sein Vater ist Hofpriester des Zaren. Newport, 29. Tez. Tie israelitischen Vereine wandten sich infolge der Meldung, daß in Ki s chin e w am russischen Newalwstage ein neues Iuden-Massaere bevorstehe, an 'den Präsidenten Rxwsevelt und an den Kongreß mit Petitionen, um eine Intervention der Nea-ierunq herbeizuführen. Der ehemalige General- Konsul Simon W-vls hrrb dem Staatsdepartement namens der vereinigen jüdisck-en Gesellschaften ein dringendes Hülfsgefuch überreichen und dann vom Präsidenten Roosevelt empfangen werden. . . . - ____ ___ ii iniM ui ii । wm wii iii u n r Einer Lond uer Meldung zufolge wird aus Shanghai telegraphiert, daß der russische andte Lessar dem Prim« ^n'Tscking mitte-lie, er könne küue weiteren Konferenzen über die Mandschuei abhaltren, bis Admiral ?tlexejew rn Petersburg gewesen fei. Es heißt, daß die Entscheidung bis zum 10. Januar zu erwarten sei, da Japan nicht dulden könne, daß das Flotten gleich gewicht weiter gestört werde. Zwei japanische Schisse vom Roten Kreuz, die bisher als Pas'acherdampser verwendet wurden, sind für den Kriegsfall bereit gestellt- die Rote Kreuz-Gesellschaft erhielt Befehl', sich suxj alle Fälle bereit zu halten. rinärarzt Dr. Weidner in Gan-Algesheim wurde der neue Titel Veterinärrat verliehen. Die Fabrikanten Mohr und Sievers in Offenbach wurden Kommerzienräte. Geh. Oberschulrat Nodnagel in Darmstadt erhielt das Ehren- krenz des Philippsordcns, ebenso der Direktor der Brandversicherungskammer Geheimrat Dr. Wolf. Obcrsinanzrat Dr. Fuchs wurde Geheimer Rat. Zu Justizräten wurden ernannt die Rechtsanwälte Dr. Oppenheim, Dr. Carle- bach, Dr. Lucius und die Notare Gaßner und Morsch in Mainz. Das Ritterkreuz 2. Klaffe erhielt der Geometer Seiler voni Wasserbauamt in Mainz. Bezirkskassierer Rendant Emil Schmidt in Offenbach erhielt den Charakter als Rechnungsrat. ** Für die Neujahrs-Glückwünsche nrachen wir darauf aufmerksam, daß es gestattet ist, auf gedruckten Visitenkarten die üblichen Glückwünsche mit höchstens fünf Worten (z. B „wünscht Glück zum Neuen Jahr!") oder» mit den beliebten Anfangsbuchstaben,,U. G. z. w.", „p. f." usw. hinzuzufügen. Solche Karten werden in offenen Umschlägen, mit der Aufschrift „Drucksache" versehen nach dem Trucks ach entartf befördert. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Am Freitag, dem 1. Januar, geht nachmittags als Fremdenvorstellung ,Fomtesse Guckerl" in ^ene. Das liebenswürdige Lustspiel dürfte auch von auswärts auf starken Besuch zu rechnen haben. Am Abend des 1. Januar gehen die beiden Lustspiele „I m w e i ß e n R ö ß'l" und die Fortsetzung „Ms ich wiederkam" zusammen in Szene. Diese Zusammenstellung hat sich an zahlreichen Bühnen äußerst wirksam erwiesen. Durch einige Striche und möglichste Abkürzung der Pausen ist die Beendigung der Vorstellung kurz nach 11 Uhr aesichert. Es finden nur drei eigentliche Pausen statt. Diese Vorstellung dürste nach allen Anzeichen ganz außerordentlichen Zuspruch erfahren und Interessenten werden gut tun, beizeiten sich Plätze zu sichern. •• Der Kaninchenzüchterverein beging am dritten Feiertag seine erste Weihnachtsfeier bei Gastwirt Rahnefeld. Trotz der vielen Wcihnachtsbescherungen, welche an diesem Tage stattfanden, hatte der Verein sich eines guten Besuches zu erfreuen. Herr August Noll hielt eine kleine Festrede, in welcher er betonte, daß der Verein vor einem Jahr gegründet wurde und durch Fleiß und Zusammenhalten so weit gediehen ist, daß er hinter anderen hiesigen Vereinen nicht mehr zurück steht; daß ferner der Verein beabsichtige, mit einer Ausstellung in die Oeffentlichkeit zu treten, was den Mitgliedern allerdings noch recht viel Mühe und Opfer kosten werde. Er schloß mit einem Hoch aus das Gedeihen des Kaninchenzüchtervereins Gießnr und Umgegend. Ernste und heitere Vorträge wechselten der Reihe nach, und so nahte nur zu bald die Pflicht der Heimkehr für alle Anwesenden. Auch wurde von Vielen der Wunsch geäußert, recht bald ein allgemeines Kanincheneffen zu veranstalten. ** Ausbildungskurse für Haushalt, Kinder-Pflege und soziale Hilfsarbeit. Im Januar begrünen in Frankfurt am Hermesweg Kurie für junge Mädchen, die auf Anregung und unter Mithilfe der Ortsgruppe des Allgem. Deutsch Frauenvereins und des Stadt- oundes der Vereine für Armen pflege unb Wohltätigkeit ins Leben gerufen wurden. Tie Kurse wollen ihre Schüler- innen praktisch und theoretisch im Haushalt und der Kinderpflege ausbiloen und ihnen daneben Anregung und Vorbereitung geben, die erworbenen Kenntnisse nicht nur im Aus Stadl und Saad. Gießen, den 30. Dezember 1903. ^Auszeichnungen. Wie wir erfahren, sind aus Anlaß des Geburtstages S. K. H. des Großherzogs u. a. folgende Ordensauszeichnungcn verliehen worden: Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Gaffky: Goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft; Geh. .Hofrat Prof. Dr. P a s ch : Ehrenkreuz des Philippsordens: Prof. Dr. Behrens, Rektor der! Landesuniversität Prof. Dr. Brauns, Kommerzienrat Heichelheim und Landgcrichtsdirektor Bücking: Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens; Zahnarzt Gg. W. Koch: die Krone zum Verdienstorden Philipps des Großmütigen; Gerichtsvollzieher Geißler in Gießen: das silberne Kreuz d-s Verdienstordens Philjp-s des Großmütigen. — Kurz vor Schluß der Redaktion wird uns noch folgendes drahtlich übermittelt: Realgymnasialdirektor Dr. Rausch in Gießen erhielt den Titel Geh. Schulrat; die Kreisschulinspektoren Kleinschmidt in Gießen und SueS in Friedberg, Reallehrer Albach in Gießen und Taubstummenlehrer Schneider in Friedberg erhielten den Philipvsorden 2. Kl. Der Direktor der Hebammen-Lehranstalt in Mainz Dr. Krug erhielt den Titel Geh. Medizinalrat, Dr. med. W achen- feld in Bad-Nauheini und der Direktor der Provinzialsiechenanstalt Dr. Unger den Titel Sanitätsrat. Profeffor Kölsch in Büdingen und Oberregierungsrat Usinger in Darmstadt erhielten den Philippsorden 1. Kl. Dem Vete- Dcuilches Reich. , Berlin, 29. Dez. Wie der „Reichsanz." meldet, hatte . Kaiser im Neuen Palais nach der Frühstückstafel eine längere Konferenz mit dem Reichskanzler Grafen Bülow. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die B^ät^ermeld- ung, wonach der Kaiser gelegentlich seiner jüngsten Anwesenheit in Hannover geg"niiber eifern Alt-Hannoveraner bemerkt haben soll, er werde dem Minister v. Hämmerst e i n , wenn er wieder einmal nach Hannover komme, einen silbernen Maulkorb mitgeben, für erfunden. — Zum Leiter der großen Expedition, die das Kamerun-Syndikat vorbereitet, ist der „Voss. Ztg." zufolge der Hauptmann a. D. v. Besser, der vor längerer Zeit aus der Kameruner Sch-utztrirppe ansgeschieden ist, nachdem gegen ihn Vorwürfe wegen harter Behandlung der Eingeborenen erhoben worden' waren, in Aussicht genommen. — Tie Stadtverordneten verhandelten heute über die Giltigkeit der Wahl des s o z i a l d'e m o k r a t i s ch e n Stadtv. Kerfin, gegen die mehrfach Einsvruch erhoben worden ist. Nach langer Tebatte wurde die Wahl für u n - grltig erklärt. Im Laufe der Debatte kam es &u sehr erregten Szenen. Der sozialdemokratische Staotv. und Reickstagsabg. Stadthagen verbat sich eine Einmis^nng des Stadtverordnet^nvorstehers in eine persönliche A'S'in- andersetzung mit dem liberalen Stadtv. Justizrat Cassel. Als die Umstehenden, dar-rnter Stadtv. und Reich-swaschg. Mommsen, ihr Mißfallen zu erkennen gaben, verbat sich Stadthagen auch deren Einmischung, da sie nicht die Funktionen des Vorstehers Lanaerhans ansiznüben hätten, wenn sie ihn .ßvuch nicht wiederwählen wollten. (Erneuter Lärm.) Stadthagen ruft, Mommsen habe „Frechheit!" gerufen. Wenn Mommsen das wirklich gerufen habe, sei er ein Liimmel! (Furchtbare Tumulte. Rufe: Raus!) Endlich schafft die Glocke des Vorsiken- den Ruhe, der Stadthagen zur O r d n u n g ruft. Stadthagen bemerkt, die Art, wie Mommsen seine Aeußerung „Frechheit" «genannt habe, kennzeichne ibn so achtungstief, wie er ibn zu kennzeichnen nicht wagen würde. Der Liimmel bleibe sitzen. (Furchtbarer Lärm.) Ter Vorsitzende rief Stadthagen zum zweiten Male zur Orb innig. Die Sozialdemokraten verlangten auch für Mommsen einen Ordnunasrust Dieser stellte fest, der Vorsteher habe seinen Ausdruck uuparlamentarisch genannt, er füge sich dessen Autorität. ,,, . Braunschweig, 29. DeZ. Die Wahlen für den braunschweigischen Landtag wurden heute beendet. Tie Zusammenlegung ist im wesentlichen dieselbe geblieben. Den Welfen ist es trotz erheblicher Anstrengung nicht gelungen, einen Sitz zu eroberg. Stuttgart, 29. Dez. Tie Staatsbahnen ergaben im Etatsjahr 1902 einen Reinertrag von 16 933112 Mark gegenüber 15 280 709 Mk. im Vorjahr die Postverwaltung 3 206 035 Mk. gegenüber 1 707 149 Mi. tnt Borja bre. ________ -----------------------— Antztasd und Aaxav» Tie vom japanischen Kabinett beschlossene und vE ^eheimrn Rat genehmigte Ne:tverfügung wurde am 28. d. M. abends spät veröffentlicht. In derselben wird der Regierung tatsächlich em un b e s ch r ä n kt er Kr e d it für die Zwecke der militärischen Verteidignng eingeräuml. Auf-e'dem wurden noch drei V rfüaungen erlassen, deren eine die Eisenbahn Soeul-Fusan unter eine K-'Nwolle der Reg erung stellt. Tie zweite en hält c'ne R euvrgsnisativn des H a u p t- g u a r t i e r s und d e s S ta b e s f ü r d e n K r i e g s f a l l. Turch die dritte wird ein K r i e g S r a r geschaffen. Dadurch find die Borbereittlngen Japans für alle etwaigen Ereignisse vervollständigt. Keer und _ Die neueste Nummer des „Militär-Wochen- öla t ts" bringt folgendes: „Zu dem Aufsatze: Tie „Kriegs Briefe 1870/71" bc3 Gcn-rals v. Kretschman und die 6effif*cn Tri'PPen^ Unter Dezuanahme auf dasPre^- gesch ersuchen uns die Töchter des verstorbenen Nencrats Lr -Infanterie ti. Krctscknnan um Aufnahme nachstehender Re?;cht?mma -In Nr 144 des „Militär-Wochenblattes" Vvm MS b 3 Ä Herr Generalmajor a6ert; durch bliebencn von lenem cm den Ber- feine Erfüllung hätten fieW **** fW// storbeue^ einen pro /u ' fVvrtftt die Nachricht der - Recht wenig waMnrich nm.g „Forbache'" Ata. , daß ? TraiubataillonS jia«. »'> E,,„. H - s s i s ch e r H a u p t v e r e. Hrcjt der Dorstand 6 es. In Frankfurt a. $l. y,-nde? mit den d-S Hessischen Hauptvereins de« . ab. Sieben Aba-ordneten der Awe'gdereme w Zweigvereine in den letzten Monaten Michelstadt, Nidda "onhenstadt, Laubach Lauterbach. ^^üßen. Es und Ruppertsburg) konnte der x^uptverems- wurde Bericht erstattet über bic Tätigte Austtnö. Paris, 29. Tez. Das hiesige Zentralvmt der Zionisten ist benacbrichtigt worden, daß die englische Regierung ihren Vorfcküag zurück?ttehe, durch weichen sie den ZioniMn das Uganda-Gebiet zur Verfügung stellt, ljchi dort eine jüdische Kolonie zu gründen. — Der russische Botschafter N e l i d >o w überreichte heute nachmittag dem Präsidenten Loubet sein Beglaubigungsschreiben. Er hob in seiner Anspracbe hervor, daß der Zar ihn beauftragt habe, Loubet die Gefühle der aufrichtigen F r e u n d s cq a f t und sein hohes, svm- vathisches Interesse für Frankreich zum Aus- Muck zu bringen. Der Zar habe ibm befohlen, alle Sorgfalt der Erhaltung und Entwicklung der innigen Bande, die beide Länder vereinigten, zu widmen. Ihre Alliance, die ibren Posttischen Interessen als Schutz diene, stelle ein kostbae^s Pfänd für Re Auft^chterhaltung des Friedens dar. Präsident Loubet erwiderte, daß Frankreich mit Freude die neue Versicherung des Interesses annebme, die ihm der großmütige Herrscher gebe, dem Frankreich selbst leine Zuneigung schenkte. Die französische Regierung, die die Gesinnungen Frankreichs kenne, werde nicht aufhören, an der Entwicklung der innigen Alliance zu arbeiten, in der beide Länder Sicherheit für ihre Interessen und Freiheit für ihre übereinstimmende Politik und die Welt einen wesentlichen Bestandteil für das allgemeine Gleichgewicht und ein Unterpfand des Frie- * U späteren einenert Heim, sondern in der getneinnükiaen Tätige feit zu verwerten. Um d-en Unterricht recht lebendig zu »eftalten, findet er in einem kleinen HauSwesen statt, das pon der Leiterin, drei kleinen Kvslkindcrn und einer Kindergärtnerin gebildet wird. Dorthin kommen die Schülerinnen, drei Bormittage der Woche zu praktischem Arbeiten in Küche, Haus und Kinderstube, einmal wöchentlich vereinigen sie fich mittags zu einer Unterrichtsstunde in GcsuuDheits- lehre und einem Vortrage. Tie Borträge können auch allein be,ucht werden und behandeln einzelne Kapitel der Bolksw-rrtschaftslelne. Mhere Auskunft und Anmeldungen bei der Leiterin der Kurie, Hermesweg 13. k- Groben-Linden, 30. Dez. Unser Turnverein hielt am 2. Weihnachtsabend in seiner kürzlich eingeweihten Turnhalle eine Weihnachtsfeier ab. Die aufgesührten Theaterstücke wurden durch lebhaften Beifall belohnt. o- Friedberg, 30. Dez. (Eigener Draht bericht.) Der Arbeiter Eckel wurde heute früh auf dem Wege zur Düngerfabnk erstarrt aufgefunden. Den noch Lebenden brachte man ins Spital, iud er jedoch alsbald verstarb. — Zwei Schüler zertrümmerten cm Fenster, stiegen ins Zimmer und stahlen Geld, Zigarren u. a. Sie wurden ermittelt und zur Anzeige gebracht. Hungen, 2a. Tcz. Uu.ere Wasserleitungsfrage ist noch immer in der Schwebe. Tie Stadtvertred ung steht auf dem Slandpunkte, daß es für Hungen vorteil Hafter wäre, wenn die Stadt für sich allein eine Leitung erbaute, während das Meisamt eine gemeinschastlich-i. Wasserleitung für die Gemeinden Hungen, Jnheiocn, Trais- Horloff, Bettenhausen und ev. Langsdorf wünscht. Unter dem Vorsitz des Pvovinzialdirekwrs Tr. Breid er t sand nun letzten Dienstag in Gießen eine gemsinschastlichi .Sitzung der Vertreter der in Betracht kommenden Gemein den statt, um die im Wege stehenden Scham er ia leit on zu beheben. Wre wir nun in der ,^.'p." lesen, ist dies jedoch nicht gelungen, da Hungen infolge der ungünstig gestellten Bedingungen immer noch auf jeuiem ablehnendeii Stand Punkte verharrt. dem Plan des Kreisamts würde die gesamte Leitung auf gemeinsame Kosten erbaut und l)ätte jede Gemeinde ihren Teil im Verhältnis seiner Wasserabnahme zu entrichten. Die Leitung von Hungen nach Dettenhausen fiele also alten beteiligten Gemeinden gleich- Lnäßig zur Last. t Naustadt, 28. Tez. Ein hiesiger Holzhauer wurde M seiner Arbeit, aus einem Baume sitzend, von einem iried er stürzenden Ast umgeworsen. Tabei geriet sein Fuß in eine Astgabel, der Kopf hing nach unten, und er schwebte zwischen Himmel und Erde. Mit großer Mühe nur wurde er von seinen Kameraden aus dieser gefährlichen Lage befreit Aber sein Fuß war gebrochen, er hing nur noch an Haut und Muskeln. Ter Mann wurde in die Klinik nach Gießen gebracht § Glashütten, 28. Tez. In der Wirtschaft von N. fand am 2. Weihnachtsfeienag Ball statt. Während desselben fiel eine Hängelampe aus den Boden und explodierte umer donnerähnlichem Knall. Tie Gäste strömten sogleich dem Ausgang zu, während zwei Personen durch ein Fenster aus dem zweiten Stock ins Freie sprangen, ohne Schaden zu nehmen. Mehrere beherzte Männer warfen schnell eine Bettdecke aus das schnell' um sich greifende Element, und so konnte das Feuer auf seinen Herd beschiränki werden. sd. Darmstadt, 29. Dez. Die ca. 20 Jahre alte Auise Kirchner von Eberstadt, welche bei einer hiesigen ^Herrschaft in Stellung war, verstand es in raffinierter Weise, die Folgen verbotenen Umganges zu verheimlichen. Vor den ^Feiertagen trat das Ereignis em und sie warf das Kind in den Abort. Am Tage darauf wurde sie jedoch so schwach, daß ihre Herrschaft sie mit Droschke nach ihrer Heimat Ebersladt zu ihren Ettern besorgen ließ, wo sich alsbald die Ursache ihrer Krankheit herausstellte. Sie liegt jetzt an Kindbettsieber schwer krank darnieder und dürfte im Falle ihrer Genesung einer exemplarischen Strafe nicht entgehen. k- Heldenbergen, 29. Dez. In dem Anwesen des Bürgermeisters Dott brach in der Nacht vom zweiten zum .dritten Feiertag Feuer aus, während die meisten Einwohner bei der Tanzmusik waren. Kaum war unsere Feuerivehr zur Stelle, als auch schon die Feiterwehr von Windecken eintraf. Dort hatte man das Feuer eher bemerkt als hier. Scheune ,und Stallungen brannten nieder, das Wohnhaus wurde gerettet. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt Man vermutet, daß Brandstiftung vorliegt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Auf der Station Grumbach bei Hanau wurde ein Passagier, der vorzeitig ausslieg, getötet Vermischte-. ♦ Berlin, 29. Dez. Die Seioenfirma M. Borchardt in der LeipKigerstraße wurde heute früh von einem Brande heimgesucht, der einen großen Teil der Lagerbestände vernichtete. Ter durch Versicherung gedeckte Schaden beträgt mehr als 200 000 Mk. * Ein künstliches Bein als Geschenk des Ka isers hat der 17jäyrige frühere Fleischerlehrling gerb. Kattke in Tramburg, (Hinterpommern- erhalten. Der junge Mann hatte im vergangenen Jahre das Unglück, sich ohne eigenes Verschulden eine schwere Verletzung zuzuziehen, die nach längerem Krankenlager schließlich eine Ampuianon des rechten Beines erforderlich machte. Auf seine an den Kaiser gerichtete Bitte, die die Gewährung eines Beines zum Gegenstand hatte, ist ihm nunmehr durch den Kaiser ein solches bewilligt und der Negierungspräsident in Eoslin ermächtigt wo wen, bei einer Firma wegen Herstellung des Deines das Nötige sofort zu veranlassen. * lieber öle Weihnachtsbescherung im Kais er hause wissen Berliner Blätter noch zu berichten: Ter Kaiser war in besonders sröhlicherStimm- ung und war zu allerlei Scherzen aufgelegt Als die "Heine Prinzessin Viktoria Luise zuerst nauj- dem aus ihrem Teller liegenden Psefserkuchen griff, um davon zu kosten, Tief der Kaiser: ,-8eroirb S>ir nicht den Magen. Da steht unser Doktor und patzt auf, mache ihm keine Feiertagsarbeit." Dabei deutete der Kaiser auf seinen cmwesenoen Leibarzt Prof. v. Leuthold. ^TieSch reckenstat des plötzlich vom Wahnsinn befallenen Studenten der Neunte Franz Gahde aus Hannover bildet jetzt, so wird aus Dresden zur Ergänzung un,eres gestrigen Berichts gemeldet, das Dages- gesprach Man hatte ursprünglich oie Vermutung, als habe d-r Wahnsinnige das dem Wirt Dienhold abgibissene Fingerglied ver.chluut. Dies bestätigt sich jedoch nicht. Vielmehr hat man den Finger in der Ta,che des unglück- Ilichen jungen Mannes ge,unoen. Gahde i)t nach Aus.pruch per Aerzte erblich belaßet und unheilbar. In Der Familie des Studenten sind bereits mehrere derartige Fälle vor- geionnnen. Tie üb er fallen en Schwestern, die Gräfinnen ^iötzen aus Berlin, liegen krank darnieder. Die ältere, 63 jährige Gräfin, hatte drei Messerstiche in Kopf, Arm und Brust erhalten, die jedoch nicht lebensgefährlich sind. Doch Hegt die Dame infolge des ausgesiaudeneli Schreckens und der Todesangst an einem Nervenfieber schwer krank im Hause des Lb.rstleulnanis von Äenliregni darnieder. Auch ihre Settwester, die um 6 Jahr jüngere Gräfin, schwebt noch in Gefahr. Tr. med. Timpe war in jener Schreckens- nacht sofort zur Stelle und leistete die erste Hufe. Tem Hotelbesitzer Tieiihvld wird für sein mutiges Einschreiten allgemeine Anerkennung gezollt. Nur durch seine Geistesgegenwart konnte das' Leben der beiden Gräfinnen gerettet werden. * Brüssel, 29. Tez. Unter der Beschuldigung, erhebliche Schwindeleien veri.bt zu haben, ist, iuic aus Brüssel gemeldet lui.D, derPrinz Karl vonLooz- EorSwarem verhaslet worden. Ter Prinz, welcher der Erbe des herzoglichen TiteiS von Looz-Eorswarem, eines Der vornehmsten Belgiens ist, lebte von einer mäßigen Geldunlersiutzung, die ihm die belgische Aiisto- tiaiie gelvährte, nachdem er [ein väterliches Erbe verpraßt ljaiie, verlegte sich aber bald auf Schwindeleien, ^eils unter der Boi.pie^eiUng einer bevorstehenden reichen Heirat, teils unter dem Vorwande einer Mi^.Enenerbfchafi, lockte er von Kauftenien, Ho.elbe,.tzern, ^e.luern ufw. erhebliche Summen heraus, die im ganzen 7..u uiU F es. aus- machen. Ter Prinz halle vor einigen Jahren ein ähnliches Abenteuer zu bestehen, war aber aus der 5<)aft entlassen worden, weil seine geistige Zureci/nnngsfäy.g- icit angezwei,elt wurde. * Nancy, 29. Tez. Am Montag ist der östreichifche Bilderhändter Horwitz in seiner Lvohnung ermordet, jcuier Pretiosen und Barmittel beraubt und dann Die Leiche in den Marne-r)cheinkanal geworfen worden. Mie gemeldet wird, |iiiD zwei esterreicher, Bernhard Schnapp ans Bukolvina und Jakob Senzer aas Lemberg, des Nano- inordes verdächtig, Die beide flüchtig sind und vorher mit Honvitz verkehrt halten. tz-erichtsjaul. sd. Darmftadt, 29. Tez. Strafkammer. Wegen RörperDerleijung mit t ö 11 i d) e m Erso 1 q erhielt heule der bisher unbe|iraiie kaum 16 Jahre alle iNaurer Fohs. W e i m a r aus Brandau i. CDemv. feine Sira'e. Er hat am 2ö. Oktober in Brandau, nachdem ev m angeheitertem Zustande mit veijchiedenen Burschen Händel angeiangen hatte, mit seinem Bruder Ph. Weimar und dem Alanrer E. Speckaardt den 23 Fahre alten Landwirt Gg. Bickelhaupt, einen imbeschotienen Alenschen, der als einziger Solni seme Ätuner imterfiügie, ohne besondere Veranlassung atigepacki und ihn hinterlistig nut einem sog. Minder in die Seite gestochen, io daß nach einigen Tagen infolge Blutvergiftung der Tod cmtiat. Ter Angellagte, tvelcher alsbald davoulief und anfangs die Tat leugnete, gab a n g e s l ck) i s Der Reiche zu, aus Notwehr gehandelt zu haben. In der heutigen Verhandlung versuchte er wieder ui Abrede zu stellen, gestochen zu haben, galt aber nach dem Zeugnis des Verstorbenen und nach der eingehenden Betveisauinahine vollständig uberüihrt und ivird zu 2 Jahren Eeiängnis verurteilt. Speckhard erhall loegen Beihilfe 3 Monate Gefängnis, Bhil. Weimar wird mangels hinreichender Beweife freigesprochen. Aiit Recht wies der Voisitzende daraus hin. daß es Eingabe des Bürgermeisters und der alleren ifeuie nm Plage sei, die immer roher und wilder sich betragende Jugend in die richtigen Schranken zurückzuiveisen und damit foldje Exzesse zu vermeiden. Märkte. Gießen, 29. Dez. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkl kosteten: Butter pr. Pfd. 0,95—1.00 ’JJIL, Hühnereier 1 St. 8—10 Big. 2 Stck. 00-00 Psg., Eänseeter OO—00 Pig., Enteneier 8—0 Psg., Ha)e vr.Stck. 6—8 Ps., Käsemaue 2 Stck. 5—6 Psg., Erbsen pr.Xiüer 21 Psg., ninsen pr. Liter 32 Pig., Taitben pr.Paar0,80—1,00'Dif., Hühner pr. St. 1,30—1,40 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 1,70—2,20 Alk., Ganse pr. Psd. 60—70 Psg., Ochsensleisch pr. Pfund 68—78 Psg., Kuh- und Rindsleisck) pr. Pfund 62—66 Psg., Schweineste ifch pr. Pfund 66—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Pfg., Hainnielsleisch pr. Pfund 65—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,50 — 6,00 Mk., Weißkraut per Stück 5—7 Psg., per Zeiiiiier 1.3o—1.60 Alk., Zwiebeln pr.Zeiittier 4,50—5,00 Alk., Äiilch per Liter 18 Psg., Acpsel per Zeniner 16 bis 20 Alk., in Körben 00—00 Pfg. Nüße 100 St. 35—40 Pfg. Kirchliche Kachrichlrn. Sylvester, Donnerstag, den 31. Dezember E o 11 e s d i e n ft. Zn der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johannesttrche. Abetrds 8 Uhr: Pfarrer Tr. a u m a n n. e u j a l) r, den 1. Januar. Kollekte für die Armen. Zn der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer S ch io a b e. Stachmittags 5 Uhr: Stehe Johatiiieskirche. In der Iohauueskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrasfistent Lic. Gaul. Sonntag nach 91 e u j a t) r, den 3. Januar. Zn der Stadtkirche. Vormittags 9 7, Uhr: Pfarrer I). Schlosser. Vormittags 11 Uhr: KinderUrche für die Matthä'usgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Tie Vorbereitung dazu findet Samstag, den 2. Januar, nachmittags 3 Uhr statt. Abeiids 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Donnerstag Den 7. Januar, abends 8 Uhr, im oberen Kon- ftrmanDenfaale, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Pfalm 91. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Piarrer T r. Naumann. Abends 5 Uhr: Stehe Stadtkirche. SJtontag den 4. Januar, Abeiids 8 Uhr, Bibel stunde im Konfirmatidenfaal der Johanneskirche Galaterbrief, 5iap. 3, 1—14. Pfarrer Tr. 91 aumonn. Am Sonntag den 10. Januar, erster nach Epiphaiiias wird das L a ii d e s - 'M t s s t o n s ! e st gefeiert werden. Tabei wird die alljährliche Kollekte für Die Hetdenmifsion erhoben werden. Tieiistag Den 5. Januar, nachmittags 4 Uhr nimmt der Missionsnähveretn im oberen Konsirmandensaak wieder feinen Anfang. Katholisch? Gemeinde. Donnerstag, den 31. Tezernber. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 6 „ ist Sylversterandacht. Freitag, den 1. I a n u a r. Neujahr. F e st der Beschneidung des Herrn. Vomckttags von 6 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste Heck. Atesje, vor und m derselben Aiiäteiliiiig der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Tie ziveue heilige Alesie. Alilitärgottes- dienst mit Predigt. „ um 9 7» Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5 7, Uhr: Andacht mit Segeii. Samstag, den 2. Januar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur 1)1. Beichte. Sonntag, den 3. Januar Sonntag n a ch Neujahr. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. u um 7 Uhr: Tie erste heil. Älesfe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kominuiiioli. j um 8 Uhr: Die zweite heil. Dleffe. „ um 9 '/, Uhr: Hochamt nut Predigt. Nachniitlags um 5% Uhr: A'ioacht. cS tteraluc unO Kunst. — Gin Weiyn ach> tslied Des Zaren. Ein Weih- nachtslieD, dessen Worte und Musik vom Zaren slammLn, veröffentlicht „The Weekiy Tispatch". Die letzten Zeilen lauten in Der Üebersetzung: „Wendet eure Äele dem Heiland zu, der aus dem nächsten User wartet; öer Stern dieses Weil/nachtsmorgens w.ro immer glänzender er st rahlen bis zum (Uide der Jahrhunder te". llnirHr itlch'iuuirii. ^vigittaldrahtmeldtingcu des Gießener (?!•§♦ te. Tarmstadt, 30. Tez. Die Glitzer zog »Spende hat etwas über 5 0 000 Mk. ergeben. Berlin, 3ü. Dez. Der l<_öi l)a Karlsruhe geborene Professor Karl Gebhard, Lehrer der Frauen-tzeiltunde an der h-icjigen Unlverfi.äi, ist gestorben. Köln, 3j. Tez. Zu Dlsferer eu zwischen den Aerz- ten uuD Den Kran kenkafjen wiev gemeldet, daß der Vertrauens Ausschuß der Aerzte c*.ne osstzleUe Erklärung erläßt, wonach Utz.cre besch!e,fen, vom Januar ab jede arztlicye Tätigkeit für Mitglieder der Kölner K r a ri k e u k a , j e n e i n z u st e l 1 e n. Ter Krantenkasfen- Vervaud hat von auswärts Aerzie herangezivgen, Dtiieu die Beh-anolting von Mitgliedern der Krantenl.ajse übertragen wv^dett ist. Breslau, v0. Dezember. Ter ordentliche Honorar- Proseisor au der lath-ortsch-thevlogischen Fatultat der hie- jigen Universität, Dr. theol. Erich o*ranz ist gestorben. Kopenhagen, 3j. Tez. ^irei f.nnländ.,che B.amte, ein Assessor und ein Lehrer wuroen Deportiert unD werden wahr.chcichich verschwinden. London, 30* Dez. „Mornlug Leader" meldet aus Washington, mehrere Offiziere der amerikani- schen Armee Haden ihren Abschied emgereicht um in das j ap a ni j che H e e r einzutoeten. — Die Morgeubläuer ve.chäfii^en sich eingeheno mit der sinanzieilenLage Japans n u d Li u ß l a n d s. Tie Dekrete, welche in Tokw veröffentlicht wurden und Die irDgiichieit euu5 Krieges ins Auge fassen, haben große Unruhe hervorgerufen. Man glaubt, Daß ^opan fich augenblicklich tu einer fv günstigen Finanzlage bcfiiioet, um einen Krieg wagen zu können. — In ihrer Stellungnahme gegenüber Japan ,111b Die Blätter geceil.er Aiisiche. Die einen smd Japan sreundlich, währeiiO andere mohr auf Seiten NuglauDs slehen. Paris, 30. Dez. In der Acoeitsbörfe erklärte der General Verband der Arbeiter, Den General-Ausstand bis zum 17. Januar, afio bis nach WiederzufammentrUt Der Kammer auszu.chieben. Die Bäcker unterwarfen sich ebenfalls diesem Beschluß. Wien, 30. Tez. Wie das „F-remdenblatt" meldet, wurde G^us Edmutw Heinrich Po rockt, welcher int Vorjahre zu zwei Monaien Kerker verurteilt worden war, neuerlich verhaftet, da gegen ihn mehrere Betrugsanzeigen erstatiet wurden. & i e n, öü. Dez. Der ehemalige Angestellte der T a r nist ä d t e r Bank, Der diese um 8UX) Wok. beschwindelt hat, Namens Paltzer, ist em Sohn Des verstorbenen Kapelt- meiflers an der Brüsseler Oper. Er war ursprünglich Leutnant in der belgischen Armee, trat im Jahre 1894 aus und erhielt Stellung bei einer Men er Bank. Warschau, 30. Dez. Nach einer Verordnung der Unterrichts-Verwaltung werden, falls die Studenren- Exzesse sich wiederholen, Die hiesige und Kiewer Universität auf em volles Jahr gesperrt. ............... -r.il ..ui». ^«.wrr— . i 30, Dezember 9.3. 37g°/u Reichsanleihe . . 102.10 31'g do. ... 91.50 3l/,% Konsole .... 101.80 3°; fl do......91.70 3*/e% Hessen .... 101.15 37, % Oberbessen . . . 99.50 4% Oesterr. Goidrente . 102.60 4* Oesterr. bilberrente 101.10 4% Ungar. Uoldrentö . . 100.20 4°/ Italien. Rente . . . 103.80 4*2% Portugieser . . . 63.25 Portugiesen.....32.35 1% C. Türken .... 37.65, Türkenloso...... 140 40' 4°/q Uneoh. Monopol.-Aul. 44.25 4*,% äussere Ar^entinor 43 05 3'Vo Mexikaner ... 26.00 47s /o Chinesen .... 90.50 Elbctrie. bei uckert . . . 106.70 Nordd. Lloyd . . . . 105 00 Kredituktien .... 216.00 Djskonto-Koinmandit. . . 197.40 Darmstädter Bank . , . 146.75 Dresdener Bank . . . . 158.40 Berliner Handelsges. . . 164 00 Oesterr. Staat«bann . • » 145.30 Lombarden . ♦ ♦ ♦ • 16.70 Gottiiarubahn.....193.50 Laura.lütte ...... 238.00 Bochum 191.70 Harpenor ..... . 206.50 Tendenz: schwach. Stii-tisiher WchMHgAchwels Weg. Gartenstratze 2, Zimmer Nr. 14. (GefchaiiästunDen von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Ls sind zu vermieten: 50 Wohnungen von 1—9 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln oder BiblioiheksgegenslänDen, 5 möblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: 28 Wohnungen voli 1—7 Zimmern. Tie Vermieier haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Atietwerl bis 300 Alk. elnfchließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Alk. bis 500 Aik. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 All. 1 00 Mk.; außerdem ist für jebe WohnungsanmelDung 1,00 All. zu hinterlegen. Für Die WohnungssuchenDen ; erfolgt die Verinittelung uib entgeltlich. 8637 Baokar-toin FM. Donnerstag den 31. Aezemöcr 1903 abends 8 Uhr: Stzlveßer-Ball im Saale des Gafs Leig. Lrutritt 1 Mark. Kollegen, welche in Gießen arbeiten und dem Verein nicht angehoren, haben keinen Zuirttt. 9604 Der Vorstand. •hwack blatt" meldet, idjer im Lor- luutben umr, .eie Ariuzs- rordming der rtuvenlen- und äiewer sperrt.^ e erklärte bet l-Ausstand oUjamnientnlt tenixii jen M te der Tarm- jujurinbelt hat, :(jenen Mpell- jrunßiicl} lteut- 1894 aus und . 90j0 ,10 JiböO * * ,M0 ',146.75 , 158.40 ',16400 '. 145.30 . 16.70 . 193.50 . 238.00 . 191.70 . 2u6.60 , s richt smbjr 9.3. . . 2Ä0 ,üB - > .Mi Ufa) ur r-q-nmg -a-Zin»»--. «i bis ■ j iuo 'M Z ji, -iit; ott6M hmtevlefl®» !rnuueluilg^z7 ^«reign§. |08,£?enbe a:'c .!)ebotettE - “tunbe ">Aerz. ' bajj d r i,£ r «s u bretääi»er lIQnfcnf(ii|en, denen ultoile über. Honorar- ult5t der hie, Oqiorben. 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Verlagsbuch- Händler Ctio Roth. 6. tKeutner Will). Ferber. 7. Aledlzmalrat Dr. Haberkorn. 8. Prokurist Köjer und Frau. 9. Dr phil. Küser. 10. Schlachthofdirektor Dr. Liebe. 11. Universüäts^Nenlamtmann Weintar. 12. Baulechiicker Allvater und Frau. 13^ Direktor Bergen. 14. Landgerichts - 9iat Tornseiff. 15. Kaufmann Schmidt fHaäs' Nachfolger). 16. Fabrikant F. E. Bender sen. 17. Beigeordneter Eurschmann. 18. Bauunternehmer Winn und Frau. 19. Geh. Hof rat Professor Dr. Naumann. 20. Oberlehrer Fuchs. 21. Ingenieur Schiele. 22. Pfarrer Euler. 23. Pfarrer D. Schlößer. 24. Pfarrer Dr. Naumann. 25. Weinhändler Helm und Frau. 26. Nenlner Ludwig Bücking. 27. Komnierzienrat Louis Emmelius. 28. Faniilie Postsekretär Schraub. 29. Komnierzienrat Heichelhenii und Frau. 30. Stadtverordneter Jean Kirch. 31. Fabrikant Heinrich Eichenauer lind Frau. 32. Fabrikant Hermann Eichenauer. 33. Albert Heichelheim und Frau. 34. Frau Kommerzienrat Heyligenüedt. 35. Nendant Doering. 36.~ Pfarrer Schivabe. 37. Direktor Paseoe. 38. Kausnrann G. W. Schneider und Frau. 39. Kauiniann Rud. Göbel und Frau. 40. Agent Jean Bocck. 41. Lehrer Wörner und Frau. 42. Reaierungsrat Bähr. 43. -Metzgermeister -Adolf Alöhl uni) Frau. 44. Frau Nechnungsrat Kalbfleisch. 45. -Mechlsanivalt und 9lotar Römheld. 46. Architekt Stein und Frau. 47. Stationsvorsteher 1. Kl. Heydt und Fraii. 48. Juwelier Noll und Frau. 49. Rentner Heinrich Adami. 50. Hoielvesitzer Nlund und Frau. 51. Kaufmann Wich. Haas. 52. Heinrich Bölzel und Frau. 53. Regierungsrat Roßuiann und Frau. 54. Rentner Spanier. 55. Photograph Uhl. Allen Gebern und Geberinnen sprechen wir für diese besoiideren Zuwendungen an die Kleinlinder-Bewahranslalt imsereii herzlichsten Lank aus. Ferner danken wir ailch besoiiders der hiesigen F-rei- ruanrerloge iiir das 9leujahrsgeschenk von 50 -Mk., das voii -Mitgliedern derselben unserer Anitalt iibergebeu wurde. Auch sei Hier herzlicher Dank ausgesprochen für die Gabe von 33 -Mk., die v.L'4 dem Stammtisch im „Prinz Karl" für die Christbejcherung unserer Anstalt gespendet wurde. Die 9lamen iveiterer Spender von Neujahrsgaben werden morgen verösfentlicht werden. Gießen, den 30. Dezember 1903. Der Borstaud der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. Si™®ns-Bro4 (Malz-Äornbrot) Höchst schmackhaft, nahrhaft und leicht verdaulich stets frisch zu haben bei 8057 Geopg Wa§ienfels, Markt 2i. Telephon 46. Ä^arkLsLraße 9 und Wettergaffe. ©ittiebaunen und all« ankeren Sorten Settfeter.i Neuheu u. beste Reinigung «aranneri! PreiSwerre Settfeberii pev Kfd. für 0,80; 1 Mark, 1,40. Prima ^•ISifcxuaett 1,60; l.so. V-larfedern: daldiveih 2, weii 2,50. Eildrnrei^e BkUsrdern L: 3,50; 4; ü. Lchtl-ine^jche ü)euji)xak:u 2^0. ^»lert-aunex 8; 4; 5 Mark. Jede beliebige Pfundzahi jaßjrei gegen ?tachn»hme! »ayme aus unsrre Kesten! n , - in Hedord W POT & Ü3. r°2g _L in Westsaiev. 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Ich beabsichtige, mein elfjähriges Töchterchen von Neujahr an im pause durch Privatunterricht iorlbilden zu lassen und ersuche Lehrerinnen oder Lehrer, welche bereit sind, den ganzen oder einen Teil des Unterrichts zu übernehmen, mir Oi-irdju't'rucs Die trauernde« KinterSkicbene» Steinbach, Schlitz, Gießen, Reiskirchen, den 30. Dezember 1903. 1-6-ZiniM-ÄöhüW per 1. 'llpril 19u4 gesucht. Offert. unter 9621 an die Exped. d. Bl. Danksagung. Für die vielseitigen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidcns unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, sowie für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagen ihren herzlichen Dank Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Gatte, Vater, Großvater und Pflegevater Hm Johannes Becker heute morgen 8 Uhr nach langem, schwerenr Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Um stilles Beileid bitten Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Freitag, d,len 1. Ja. nrrar lV04/r abends 8 Uhr, / 9601 Aaytilien- Zusllmmeukuuft im oberen Saale des Cafe Ebel. die trauernden Familien Müller, Musick nnb ja^röBerce Anwe;en in günstig. v) Lage innerhalb des Stadtbezirks, zum Betrieb eines jeden Engros- oder kleinen Fabrik- geschäites geeignet, zu verpachten. Nah, durch d. Exp. d. Bl. [06249 ■es e 9735 D-^-r4iag d. 31. Dez. 1903 ^vesierkneipe. Q L. j. T. Ftkilgg Gasofen Ä Ä und ein 3-enmtflet GsölLper, komplett, zu verkamen [8634 Lndpsigstt-stzs 6, I. 9&6®| Der Alansaldenftock meines Hanfes, Rordanlage 13,1 ist per 1. Aißirz e»«ül. 1. April onbevreeittg zu vermieten. Lü. Hsn^ein. Verband tfrnW M O'Hidiuflgsfeöillcu Kreiaverein tiiessen. Donnerstag, 7. Januar 1904, abends 9 Uhr, ^euerev ^runteru sucht Stelle als Stütze oder zu Kindern nach auswärts. 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