snteii 8831 ^■Service Werkzeugkasten für *achsene und Kinder. ‘Qbsägekasten Absagen. -loäkraße 4. !il|w und jjg ibchW rahluvgea Met. Sasse höchster Matt, rrev in eigener DMcck trama >. 05882 i ahenäL ig, Pompeji, Florenz, mit der blauen Grotte, )onnenieBt EnnlssigM? -enst em J, CIOSOH w >■ c Nr. 281 Erscheint iSglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit tem kjeffischen Landwirt iie Sreßener Kamilien- blätter oiermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Der- lag der Brü h l'schen Unwers.-Buch- ».Stein« d rackerer (Pietsch (irben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. ssldrehe für Depeschent Anzeiger Gietzeu. ^ernIprcchanschiußNr 51. 05 Erstes Matt. 153. Jahrgang Montag 30. November 1803 ______ Ä Ve-ngdprer», wT O monaltich7bP^viertel« V &<7 W ▼ jährlich Mt. LL0; durch Gietzener Anzeiger General-Anzeiger ä~s& Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WZ Dolttische Wochenschau. Tie polnische (Gräfin mit der Lorgnette, die sich in üolzer Ruhe gegen das Netz von Verdächtigungen meta, düs von dem Geschwätz von Dienstmädchen und alten Weibern um ihr Haupt geworfen war, beschäftigte in der vergangenen Mache nicht nur Neugier und Sensationslust, sondern guch das ernste Nachdenken der Gebildeten. Der Prozeß Kwilecki hat zu einer ganzen Reihe sehr ernster und beherzigenswerter Mahnungen an die Praxis unserer Rechtspflege Anlaß gegeben. Hier hatte sich die Staatsanwaltschaft in den Dienst der Frau Fama -gestellt, und man hat den Versuch des Assessors Müller gerügt, durch Anwendung von Beeinflussungen der Geschworenen die Staatsanwaltschaft vor der Mederlage und die preuß. Staatskasse vor dem Verlust von fast anderthalbhundert- tLusend 9Jtart zu retten. Die Geschworenen sitzen nicht dazu ann Richtertische, um ihr Interesse an der „Erhaltung drs Schwurgerichtsversayrens" oder an der Schaffung Deutscher Kulturwerte im Öftere" Zu betätigen, sondern allein, um das Recht zu finden. Staatsanwalt Müller liefert neues Marerial für die Behauptung eines anderen Staatsanwalts, die Staatsanwaltschaft wäre die „objektivste Behörde von der Welt". Es wird wenige Verteidiger geben, die dieser Ansicht sind. Wenn man nun aber die Staats anwalt s chaft allein verantwortlich machen will da- für, daß sie aus die vorhandenen Indizien hin dieses ergebnislose Rennen nach der Schuld der Gräfin eröffnet hat, so muß man die Staatsanwaltschaft hiergegen irr Schutz nehmen. Sie hat unermüdlich ihre Pflicht getan. Die Verantwortung für die Kirrungen dieses Prozesses ist wo a n d e r s z u s u ch e n. Der Verteidiger Iustizrat Wr-onter hat den Finger in die Wunde gelegt, wenn er sagte: Der Prozeß hat neues Material jur die Unzweckmäßigkeit der Einrichtung geliefert, die Verteidigung Lei der Voruntersuchung nicht Lmzulassen. Ist die Anklage einmal erhoben, so hat die Staatsanwaltschaft alles Interesse daran, dem Richter wesentliches Beweismaterial vmzulegen,das die Angeklagten belastet. Und doch hätte bei Kenntnis der JndivlDualität her Angeklagten das Ausfällige an ihrem Benehmen, das bi-e Staatsanwaltschaft stutzig gemacht hat, verschwinden können. Für Kenntnis dieser Individualität nach bet; Maxime zu sorgen: tout comprendre est tont pardonner, war die Aufgabe der Verteidigung. Beim Krozeß Kwilecki ttXKir das um so nötiger, als es sich um Sdflußsolgerungen ans Dingen handelte, die ohne intime Kenntnis die;es Faauencharakters nicht zutreffend beurteilt werden können. Wenn freilich jetzt Enthusiasten die verfolgte Gräftn wie eime Heldin feiern, so wäre hier mehr kaltes Mut am Matze. Denn es ist manches Dunkle in den Verhandlungen zurückgeblieben, das vielleicht niemals aufgeklärt wird. Kaum minder dunkel als die Familiengeschichte des flamten Grafen Kwilecki scheint heute eine viel diskutierte, FL-age unserer WirtschaftSpolitit. Man weiß nicht, wer eiigentlich das „Karnickel" gewesen ist, das den unglücklichen Gedanken der Aushebung der Abgabenfrei- h«it unserer Flußschifsayrt in die öfserllllche T^skussion -geworfen hat. Er war eines Tages da, aber memand wollte ihn aufgebracht haben. 2aut und viel- timmig erscholl der Protest aus Handels- und Judustrte- kr eisen, in denen mit Recht niemals an der Wahrheit gerüttelt wird, daß wir „im Zeichen des Verkehrs" stehen und in diesem Zeichen allein diejenigen Werte zu schaffen vermögen, die unserem Erwerbsleben die wirksame Kon- lurrenzmöglichkell auf dem Wellmarkte sichern Ter allgemeine Protest gegen die Aushebung der Abgabensrechert hat bewiesen, daß vom Staate einmal gewährte Vorteile und Erleichterungen von ihm nicht so leicht wieder zurückgenommen werden können, wenn sie überdies noch ganz dem Zuge der Zeit entsprechen. Und der geht in der Richtung der Verkehrserleichterungen. Die Zeiten der Schlagbäume und Chausseegelder sind ein für allemal vorbei. Verkehrsfragen reichen heute sogar aus, um' Staatsumwälzungen herbeizuführen. Man hat jetzt genauer fest- gestellt, tote dce Fäden der Panamarevolution in Washington unter Mitwirkung des Staatssekretärs Hay selbst im Interesse des Kanalbaues und seiner immensen Vorteile für Amerika gesponnen worden sind. So schürf auch der Widerspruch ist, den die rücksichtslose Vergewaltigung Kolumbiens unter den Demokraten gefunden hat, es ist kein Zweifel: der erreichte gewaltige Verkehrsfort- schritt wird von der Mehrheit des Kongresses auf das begeistertste gut geheißen werden. Daß Amerika den Kanal in seinen Besitz nehmen und mit amerikanischen Bastionen und Forts spicken darf, hat von neuem bewiesen, was sich die Union dank des europäischen Wettlaufs um seine Gunst alles leisten kann. Selbst die Einverleibung Kubas wird jetzt unverfroren im Senat als Antrag emgebracht und vielseitig unterstützt. Frankreich ist in der eilfertigen Anerkennung Panamas den europäischen Stationen mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Nach Washingtoner Meldungen ist der Vertrag zwischen dem Staatssekretär Hay und Bunan Varilla von der Regierung der neuen Panama-Republik ratifiziert worden. Durch den Sieg der Revolution in Santo Domingo und die Herstellung der Ruhe dort ist allerdings der amerikanischen Union, Die übrigens demnächst wieder das auftegende Ereignis der Präsidentenwahl erleben wird, die erwünjchte Gelegenheit zunächst entwischt, zur Abrundung seines Besitzes die S_>anb auf die wichtige Insel zu legen. In den Beziehungen zwischen der Republik ^an Domingo und den Vereinigten Staaten sind nun natürlich sofort ,-Schwierigkeiten" eingetreten. Es fällt ihnen selbstverständlich nicht schwer, solche vom Zaun zu brechen, und eine alte vergessene Geschichte muß nun her halten, um den Streit anzufacheu. Tie Newyorker Meliorations-Gesellschaft, die sich in San Domingo an^ verschiedenen Unternehmungen bllllllute, steht seit Jahren mit der Republik in Unterhandlungen zur Befriedigung ihrer Ansprüche in Höhe von 5 Millionen Doll. Im Januar führten die Verhandlungen zur Einsetzung eines Schiedsgericküshofes, wofür Präsident Wos y Gil seinerzeit Schiedsrichter zur Vertretung der Interessen San Tomingos ernannte. Die anderen Mitglieder des Schiedst gerichtsyoses vertraten die Vereinigten Staaten. Augen- jcheinlich weigert sich aber die neue Regierung der Republik, die von Wos y Gil unternommenen Schritte anzu- erkennen. Ter Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in San Domingo, Powell, lehnte es ab, die provisorische Regierung anzu erkennen, und erhob Einspruch gegen die von chr vorgenommene Abberufung der von Wos y Gll eingesetzten Schiedsrichter, indem er daran festhält, daß das Schiedsgericht durchaus den Bestimmungen des Protokolls gemäß zusammengesetzt sei. Es müsse sich daher mit dem Fall auch weiter beschäftigen und feine Entscheidung müsse end- giltig sein. Und nach der Pfeife Amerikas tanzt sofort das schöne Frankreich. Auch der Gesandte dieses .Landes erhob Einspruch gegen die Verfügung der provisorischen Regierung, in der zwar die schwebenoe Schuld airerkannt, die anderen Forderungen dagegen nicht geregelt werden. So ist denn die amerikanische Union drauf und dran, mit Hilfe Frankreichs und auch Belgiens auch San Domingo zu verschlucken. Europa wird es einst noefy spüren, daß es höchst unklug handelt, dem Imperialismus Amerikas jeglichen Vorschub zu leisten und den Glauben der Amerikaner zu stärken, daß es Widerstände für sie überhaupt nicht mehr gibt. Sollte wagt niemand mehr daran zu erinnern, daß es für die Engländer noch in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts ein Spaziergang war, Washington mit einer Handvoll Soldaten zu erobern und wochenlang besetzt zu halten. MerklMrdig! Stark ist das die Völker trennende Nationalgefühl heute überall im Wachsen begriffen; Oesterreich wo man die Obstruktion niederzuringen sich bemüht, Japan, China und England, die gemeinsam gegen Rußland sehr kriegerische Töne anschlagen, der Balkan, auf dem die Bevölkerung über alle Neformversuche sich aus- regt, liefern dafür fortwährend Beweise. Ebensosehr wächst aber das Verlangen nach Verständigung und Versöhnung. Gerade Frankreich aber war es, das durch, den Mund seiner Teputiertenkammer soeben den Gedanken, mit der Abrüstung anzufangen, schroff abgelehnt hat, und dessen Hauptstadt den Beschuß faßte, den Gedanken des Krieges gegen Deutschland in der ftanzösischen Jugend durch Anschlag des Protestes gegen die Annexion Elsaß- Lothringens in den Schulen lebendig und wachzuhalten. Täglich polemisieren jetzt die Pariser Blätter mit einander über die Zulässigkeit der Abrüstung, und Clemenceau macht Pressense den Vorwurf, daß er auf einen Abweg geraten sei und die Verwirklichung einer Utopie für möglich halte. Ewig wahr bleibt Goethes Wort: Wo sich auch die Völker trennen Gegenseitig im Verachten, Keins von beiden wird bekennen. Daß sie nach demselben trachten. Valttische Tagesschau. Aus dem Neichshaushaltsetat. Tie „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht Auszüge aus' einer Reihe weüerer Etats. Ter Etat des Aus w ärtigen Amts weist Einnahme Mark 1083 830 auf, mehr gegen das Vorjahr Mk.48170; die fortdauernden Ausgaben betragen Mark 15 552 207, mehr Mk. 734458. Tie einmaligen Ausgaben betragen Mk. 17 699 176, weniger Mk. 1027 378, darunter neu Mk. 16000 zur Förderung wissenschaft- licher, insbesondere ethnologischer Arbeiten in China. Ter Etat des Reichsamts des Innern weist Mk. 9 999 889 ordentliche Einnahmen aus, mehr Mark 733 754, aus außerordentlichen Deckungsmitteln wie im .Vorjahre Mk. 70000. Die fortdauernden Ausgaben betragen Mk. 68 995157, mehr Mk. 5 686 680. Die Belastung des Reichs aus den auf Grund des Invalid enverjicherungs- g e j e tz e s zahlbaren Renten wird auf Mk. 45809 000, mehr Mk. 4 951100 veranschlagt. Zur wissenschaftlichen Bearbeitung und Veröftentlichung der Ergebnisse der Südpolar- Expedition werden als erste Rate Mk. 75000 verlangt. Tie einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats betragen Mk. 9 466 000, weniger Mk. 1655 980, darunter unter anderem Mk. 5000 als Zuschuß für den 1904 in Berlin stattfindenden Kongreß der internationalen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz, Mk. 2 000 000 als zweite Rate für Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung in St. 1!ouis, Mk. 50000 als Beitrag zur Einrichtung eines Museums v o n M e i st e r w e r k e n der Naturwissenschaft und Technik in = Zemllcwn. Eine Berlioz-Feier des Konzertvereins findet am Sonntag, den 13. Dezember, statt. Am 11.Dezember werden 100Jahre vergangensem,daß Hektor Berlioz, einer der hervorragendsten Komponisten Frankreichs, das Xiid)t der Welt erblickt hat. Seit Monaten schon befinden sich die Konzertinstitute, nrcht nur die cankreicks, sondern überall, wo edle Mu^rl gepflegt werd, in eitriger Arbeit, um die Centenar-J«ier würdig begehen m können. Auch Gießen darf und will yierbei nicht fehlen, es dock, in den letzten Jahren in künstlerischer Be- ri'chung so große Fortschritte gemacht, daß es |m)i jetzt ohne Bedenken an die höchsten Aufgaben heranwagen batf. taber hat Gießen in realer Beziehung ,rch well von der idealen Seite überflügeln laufen; noch honte entbehren wrr sür größere Tardietungen geeigneter, würdiger Raume. Man macht, ja jetzt wieder einen Anlauf dazu, ob aber der Atem ausreichen wird, ~ um Silber berg zu ersteigen? Nun, die fteundlichst bewilligte Turnhalle -ist lern so übler Notbehelf, sie ist, ganz ohne Absicht,^schon Mstisch geraten und darum einer ungeratenen ^on- hmlle, zumal wenn diese im Bezrrke ber liffqt, vorzuziehen. Berlioz war ein in jeder Beziehung interessanter Künstler und Mensch, unbengjam, trotz viel- ja to Widerwärtigkeiten, hat er ein einmal gesteckres Ziel uu erreichen gesucht. Als Sohn emes Arztes §u E o t e 5 t. Andre geboren, war er ebenfalls zum medcziw,chen Limdium bestimmt. Trotzdem widmete er sich, her Musik, rifit achtend, daß der Vater il>m jebe Unterstützung ver- öe ms Chorist am Pariser Theater „Ghmnase dra- m at'ique" erwarb er sich kärglich seinen Lebensunterhalt, tarierte dabei emsig im Konveriatorium. Das trockene ?inaelwesen der solioen üehre behagte ihm ftdoa^ so tuemg, S n- die'e Bildungsstätte bald verließ, um nun ganz L eigenen 2W zu'wandeln .Die sogenannte Pro- ^ammusik ist Berlioz' Schöpfung, erst nach ihm wandte sich Franz l^iszt dieser neuen Stilgattung zu. Eine große Anzahl von Werken hat B. geschaffen, jedoch gelang es ihm nicht, sich schpn bei seinen Lebzeiten in seinem Vaterlande den Platz, der ihm gebührt hätte, zu erringen. Auch seine Kunstreisen 1843 inDents ch- land, 1845 in Oesterreich und 1847 in Rußland fanden, bei allem Interesse, das ihm entgegengebracht tour de, auf der anderen Seite zahlreichen Widerspruch So eigentlich unverstanden starb B. am 9. März 1869 in Paris, und erst nach seinem Tode begann sein Ruhm, dann aber auch mit Riesenschritten sich auszubreiten. 1886 errichtete ihm Paris, 1890 seine Vaterstadt ein Denkmal. Tas gewaltigste und weitragendste Denkmal hat sich B aber selbst durch seine Werke geschaffen. Jetzt Dürfte- kein Gebildeter mehr die hohen Schönheiten anzweifeln, und wenn die Werke heute noch nicht Gemeingut aller geworden sind, so liegt das an den gewaltigen Ausgaben, die Berlioz den Ausführenden stellt. Unter Trautmanns energischer und musikalischer Führung haben wir am 13. Dezember einen ungetrübten Genuß zu erwarten, und es unterliegt für uns keinem Zweifel, daß von dann ab der Name Berlioz öfter unsere Programme zieren w«d. E. CH. Tilsit, 27. Nov. Unser neues Stadttheater steht nun fertig. Eigentlich ist es nur ein Umbau; indes ist dabei so viel yerumgedoktort worden, daß man mit Fug und Recht von emem Neubau redeic tann. Das Aeußere des Musentempels wird erst im nächsten Sommer fertig- gestellt. Sehr schön gelungen sind die Wandelgänge, dre eine leichte Verbindung mit der Garderobe ermöglichen und außerdem im ersten Rang noch Plätze für* Ruhe- sucyenoe bieten. Im Zuschauerraum herrscht weiches, angenehmes Rot vor, verbunden niü dem „Gold aus Weiß" Der Decke und der Brüstungen. Von den Heizkörpern, die im Znschauerrauin angebracht sind, kann jeder jur sich abgesperrt werden. Der Orchesterraum — das Orchester verdeckt untergebracht — ist fast ganz verschwunden; dafür । sind neue Plätze im Parkett geschaffen. Neuen dem Wandel- gange des 1. Ranges (für die Besucher des Parketts ebenfalls zugänglich) liegt der Erftischungsraum. Eine reiche Stuckdecke mit Gold verziert, elegante Möbel und Beleuchtungskörper geben diesem Raume ein vornehmes Aussehen. Auch die Ventilation ist den Polizeiverordnungen entsprechend reichlich vorgesehen. — D a s S ch a u s p i e 1 „S o i st d a s L e b e n" (Verlag von Alb. Langen in Äiünchen) von Frank Wedekind, dem bekannten geistvollen Begründer des Münchener Ca- barets „Die elf Scharfrichter" und Bruder der beruhnllen Sängerin Erica Wedekind, fand am 27. d. M. im Neuen Theater zu Berlin eine warme, wenn auch nicht ganz unbestrittene Aufnahme. Das Stück, das zum Teil an den Volksliedton der Romantik aniiingt und gerade im volksliedmäßigen Sinne die besten Wirkungen erzielt, schildert die Schicksale ' eines landvertriebenen Königs, der schließlich seine Lebensrolle auf der Bühne fahrender Komödianten spielt und mit dem selbsterlebten Leid die Zuschauer belusttgt. Tie Dichtung entbehrt der gedanklichen Eigenart nicht, doch ist bie Tragik wieder dem Grotesken angenähert. (Jrks. Ztg.) — Ter „Berl. Korr." zufolge vermachte der in Rom verstorbene deutsche Maler Gustav Müller, zugleich im Smne seines verstorbenen Zwillingsbruders Eduard, dem deutschen Reiche etwa 240 000 Mark mit der Bestimmung, daß aus den Zinser: auf den in ternationalen Kunstausstellungen in Rom abwechselnd Oel-gemalde und Mldyauerwerte und zwar einmal Werke deutscher, das andere Mal italienischer Künstler erworben werden. Falls geeignete deutsche und italienische Werke fehlen, sollen Werke spanischer Künstler erworben werden. Tie deutschen und spanischen Werke fallen der OtatLonalgalerie in Berlin und der llallenischen Akademie San L!uca in Rom zu. Gelegentlich der am 31. Akai 1904 beginnenden Ausstellung werden die Zinsen erftmalig zur Verwendung gelangen und zwar zum Ankauf von Oel- gemälden deutscher Künstler. chen. Im außerordentlichen Etat werden Mk. 5 Mill., mehr Mk. 1 Mill, für Förderung des Arbeiterund Beamtenwohnungsbaus verlangt. In der Erläuterung zu der Forderung für Förderung des Arbeiter- und Beamtenwohnungsbaus be'.f't es: Der für das Rechnungsjahr 1903 für die Wohnungsfürsorge bewilligte Fonds von Mk. 4 Mill, ist durch die bisher erfolgten Darlehn sbewilligungen und durch die bis zum Schlüsse des Rechnungsjahres in Aussicht gestellten Darlehen derart in Anspruch genommen, daß schon jetzt Anträge auf Be- willignng bedeutenderer Darlehnssummen in 1903 bis 1904 zurückgestellt werden muhten, Ueber die Ergebnisse, welche auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge bisher mit den unter diesem Titel zur Berfügiung gestelltenMitteln erzielt wurden, wird dem Reichstage in besonderer Vorlage Mitteilung gemacht werden. Es liegt in der Absicht, dem Reichstag eine derartige Nebersicht alle 4 bis 5 Jahre vorzulegen. Das Rcichsschatzamt seht die Einnahmen auf Mark 3 725085, minus Mark 679495, an, davon Bruttomünz- gewinn Mk. 3 615000, minus Mk. 675 000, dem stehen Prägekosten usw. von Mk. 815 000, minus Mk. 615 000 gegenüber. Tie einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats betragen Mk. 15 000 zur Erschließung und Verkauf des bei Mainz und Kastel frei werdenden Festnngs- geländes, die fortdauernden Ausgaben Mk. 571382605, mehr Mark 22 664 005, davon Ausgaben für das Reichs- schatzamt Mk. 697120, mehr Mk. 11050. Tie allgemeinen Fonds erfordern Mk. 16 228185, mehr Mk. 10811845, darunter zur Entlastung des Reich sinvalidenfonds von der Veteranen-Beihrlfe Mk. 11 500 000. Tie lleberWeisungen an die Bundesstaaten betragen Mark 553931000, mehr Mk. 11839 000, und zwar aus Zöllen u n d T a b a k st e u e r Mk. 372 779 000, mehr Mk. 17 851 000. Branntweinverbrauchsabgabe Mk. 106 400 000, weniger Mark 2 267 000, ans Reichsstempelabgaben Mk. 74 752 000, weniger Mk. 3 745 000. Ter allgemeine Pensionsfonds weist eine Einnahme von Mark 10 776, wie im Vorjahre, und eine Ausgabe von Mark 70 941119, mehr Mk. 1 255 879 auf, davon für das Reichsheer Mk. 63 282 805, mehr Mark 562 280, Reichsmilitärgericht Mk. 14 490, mehr Mk. 10113; auf dieMarine entfallen Mk. 5 295 954, mehr Mk. 476 500, auf die Zivilvcrwaltung Mk. 2197 870, mehr Mk. 146 986, Ausgaben für den Reichsinvalidenfonds Mark 53121399, mehr Mk. 4117 650; davon gehen Mk. 11500 000 durch Uebernahme der Veteranenbeihilfen von bisher Mk. 9 Millionen auf den allgemeinen Fonds des ^eichsschatzamts ab. Ter Etat für die Expedition nachOstasie n weist eine Einnahme des ordentlichen Etats von Mk. 10 965 827, weniger Mk. 21101, als dritte Zinsrate der Entschädigung von Ehina und Mk. 1375 827, weniger Mk. 458 609, an rückständigen Zinsen aus der Zeit vor dem 1. Januar 1902; an außerordentlichen Tcckungsmitteln Mk. 548 610, mehr Mk. 21000, als dritte Tilgungsrate der Entschädigung. Tie Ausgaben des außerordentlichen Etats werden auf Mk. 14109 712, mehrMarkl 776 886, veranschlagt, davon für Verwaltung des Reichsheeres Mk. 12590712, mehr Mk. 3 257 886, und zwar einmalige Kosten Mk. 500 220, weniger Mk. 70000. kaufende Kosten Mk. 12090402, mehr Mk. 327 886. In den Erläuterungen dazu heißt es, daß die politischen Verhältnisse im Jahre 1903 eine wesentliche Verringerung der Besatzungsbrigade nicht er m ö glr.ch ten. Auf die Marineverwaltung entfallen Mark 677 000, mehr Mk. 103 000, die Post- und Telegraphenverwaltung Mark 242 000, weniger Mk. 38 200, Auswärtiges Amt Mark 580 000, weniger Mk. 1520 000. Als letzte Rate zur Entschädigung deutscher Privatpersonen für Verluste wahrend der chinesischen Wirren. Ter militärische Sicherheitsdienst in Lhina kostet also dem Reich jährlich über 14 Millionen. Es scheint, daß diese Kosten zu einer dauernden Einrichtung werden, denn die Herstellung völliger Ruhe und allseitiger fremd en freundlicher Gesinnungen in dem Riesenland ist natürlich ein unerreichbares Ziel. China schuldet Teutschland noch von der Kriegsentschädiguna rund 274 Millionen. Beiläufig betragen die lausenden Kosten pro Kopf der Brigade durchschnittlich Mark 6000. Hoffentlich bleiben unsere Truppen nicht so lange in Ostasien, bis die gewaltige Entschädigungssumme abgezahlt ist. Um den Bundesstaaten für ihre Finanzen verhängnisvolle Opfer nicht aufzuerlegen, wird auch diesmal, bei Abstandnahme von einer neuen Reichssteuer, kein anderes Mittel übrig bleiben, als durch eine Zuschuß-Anleihe das Fehlende aufzu- briugen. Die „Professoren des Umsturzes". Im Dezemberhest der „Preuß. Jcchrb." vertritt Professor Delbrück noch einmal seinen bekannten Standpunkt, daß es richtiger gewesen sei, bei den Landtagswahlen in einzelnen Wahlkreisen mit der Sozialdemokratie zu paktieren. Er schreibt: „Es ist zweifellos, daß die Spannuna, in der die Verhält- ,iisse sich bei uns befinden, ganz wesentlich aemildert worden wäre, wenn die liberalen Parteien sich hätten entschließen können, nach Ort und Umständen in einer Anzahl von Wahlkreisen mit den Sozialdemokraten zu paktieren. Sie hätten, wenn das rechtzeitig schon vor den Urwahlen geschehen wäre, den Konservativen wenigstens 20 bis 30 Sitze, die sie jetzt innehaben, entrißen. Tie Mehrheitsverhältnisse wären dadurch ireilich nicht verändert, aber der prinzipielle Gedanke, daß eine Partei von drei Millionen Wählern nicht dauernd eine bloße Negation, eine tote Last im Staatsleben bleiben darf, wäre dadurch mächtig gefördert worden. Tie revifionist- ische Richtung innerhalb der Partei selber wäre gestärkt, jeder Versuch, vom Landtag aus eine neue Periode der Scharfmacherei in Szene zu setzen, tm Keime erstickt worden. Der Zug nach links, der im Lande unzweiielhaft vorhanden ist, ist nunmehr im Wahlergebnis nicht nur nicht zum Ausdruck gebracht, sondern im Gegenteil der Schein erweckt worden, als ob die besitzenden Stände in ihrer großen Mehrheit eine reaktionäre Politik wollten." Aber an der Stimmung der Wähler sei diese Taktik gescheitert. Das Gebaren der Sozialdemokraten in Dresden und in den Wahlmännerversammlungen wäre da ausschlaggebend gewesen. Weiter teilt Herr Delbrück mit: „Gerade im Wahlkreise Charlottenburg war eine größere Anzahl von Professoren bereit, an die Spitze zu treten, um durch Zusammenfassung der gesamten Linken den Konservativen die Mandate zu nehmen, und man hatte die Majorität der Wahlmänner. Aber Herr Bebel hat gedroht, mit den Liberalen Fraktur reden zu wollen. Tie Antwort war: Nun gerade nicht." Es ist begreiflich, daß nun ein gewaltiges Kesseltreiben iosgeht, nicht nur gegen Delbrück und Schm oller, die beide „geständig" sind, sondern auch gegen Pfleiderer, der der dritte im Bunde sein soll und nicht geleugnet hat. „Kreuzztg.", „Deutsche Tagesztq.", „Volk" und ähnliche legen chre Lanzen gegen die Professoren des Umsturzes ein. Die „Deutsche Tagesztg." nimmt sich besonders Schmoller aufs Korn, „der in nationalökonomischen Fragen von der preußischen Regierung und auch von der Reichsregierung als Autorität angesehen zu werden pflegt". Am plmnpesten verfährt bei diesem Wettstreit das Stöckersche „Volk". „Herr Delbrück", so schreibt das Blatt, „ist als Universitätslehrer preußischer Beamter und hat seinem König den Treueid, geleistet. Herr Arons war mir Privatdo^ent ohne Beamtengnalitat, und doch entzog man ihm die Lehrbefähigung, als er sozialdenw- kratisch agitierte. W^»^ Vrivatdozenten recht war, ist dem Professor mehr als billig." Ergo. Mtlß auch Herr Delbrück „abgesägt" werden. Aber nicht er allein, sämtliche Professoren, so fordert das „Volk" kategorisch, „die in die politische Arena herabsteigen, um dort sozialdemokratische Wühlarbeit zu leisten, haben das Recht auf eine Ausnahmestellung vor anderen Beamten verwirkt". Das „Volk" scheint vergessen zu hohen, daß auch Herrn Stöcker wiederholt von konservativer Seite „sozialdemokratische Wühlarbeit" vorgeworfen worden ist. AnslandZ-Handelskammern. Aus Berlin, 27. November, wird uns geschrieben: Durch die auf Erlangung einer finanziellen Beihilfe abzielende Eingabe der deutschen Handelskammern in Brüssel an den Reichskanzler ist eine Frage wieder in den Vordergrund gerückt, über die im Reichstag gelegentlich lebhaft debattiert wurde. Die Idee der Errichtung deutscher Handelskammern im Auslandr hat ihren eifrigen Fürsprecher gefunden in dem süddeutschen Exportindustriellen der Textilbranche, dem Abg. Münch-Ferber natl. Ihm war zu Beginn dieses Jahres insofern ein Erfolg beschieden, als seine Resulution, die Regierung zur Einstellung eines Betrages für die entsprechenden Vorarbeiten in den Etat aufzufordern, von einer knappen Mehrheit angenommen wurde. Es war freilich nur ein äußerer Erfolg, denn bei der grundsätzlich ablehnenden Haltung der Regierung, der der Staatssekretär des Auswärtigen damals entschiedenen Ausdruck gab, ist nicht zu erwarten, daß die Regierung der Resolution Folge geben wird. Diese ablehnende Haltung wäre unverständlich, wenn die Regierung sich in Widerspruch befände mit der Gesamtheit der deutschen Exportinteressenten. Dem ist aber nicht so. Ein Teil dieser Interessenten hält die Errichtung von Auslandskammern für unzweckmäßig. Wortführer der gegnerischen Gruppe im Parlament war der frühere Abg. Frese (Fr. Vg.,) als Bremer Repräsentant des deutschen Tabakgroßhandels. Er meinte, die im Ausland tätigen deutschen Kaufleute und Agenten hielten die Augen offen und merkten selbst am besten, was im Interesse des deutschen Exports zu tun und zu lasten sei; sie bedürften keiner Belehrung und Unterstützung durch eine Handelskammer, zu deren Unterhaltung sie am Ende finanziell beitragen müßten. Es steht also in den Handelskreisen selbst Ansicht gegen Ansicht, unb das erleichtert natürlich der Regierung, sich ablehnend zu verhalten. Der Tatsache, daß andere Staaten, vor allen England, Nordamerika und das geschäftsgewandte Holland, Auslandskammern errichtet haben und noch errichten, scheint amtlicherseits kein entscheidendes Gewicht beigelegt zu werden. Es dürfte also für Deutschland auch in Zukunft bei den den diplomatischen Vertretungen zugeteilten wirtschaftlichen Sachverständigen bleiben. Die preußische Regierung beabsichtigt, zum Zweck der Jnformirung über Handels- und Landwirtschafts-Angelegenheiten mehrere Mini- sterialbeamte zur Weltausstellung nach St. Louis zu senden. Tas Revisionsgesuch Dreysuß ist am 26. November an das französische Justizministerium gelangt. Gewisse von ihm ausgezählte Tatsachen sollen den Inhalt des Aktenstückes bestätigen, welches der Kriegsminister sch-on vordem dem Justizminister mitgeteilt hatte. Mährend der Interpellation des Sozialisten Jaurös hatte der Kriegsminister seine Absicht angekündigt, die Akten persönlich zu prüfen. Tie an den Justizminister gelangten Feststellungen des Kriegsministers dürsten ziemlich schwerwiegender Art sein, da sie ersteren bestimmten, sie der Revisionskommission vorzulegen. Ueber den Inhalt des Gesuches Treyfus' ist noch nichts verlautet. Nichtsdestoweniger nimmt man an, daß Kriegsminister Andre in den Aktenstücken des Kriegsministeriums Dokumente von mehr als zweifelhafter Glaubwürdigkeit gesunden hat und daß er außerdem Spuren von Machenschaften entdeckt hat, deren man sich 1897 oder 1898 im Kriegsministerium bedient hat, um Schriftstücke oder wichtige Tatsachen zu verheimlichen und daß er endlich von dem früheren Archivar Gribelin bedeutsame Enthüllungen erhalten hat. In der am nächsten Mittwoch stattfindenden Sitzung wird die Revisionskommission von den ihr vom Justizminister zugegangenen Dokumenten Kenntnis nehmen. Nach den Angaben gewisser Persönlichkeiten nahm Kriegsminister Andr6 von dem Drey- fus-Dossiei? Kenntnis, um in seiner Eigenschaft als Armeechef die gegen einige in oie Angelegenheit verwickelte Offiziere erhobenen Anschuldigungen auf ihre Wahrheit zu untersuchen. Unter gewissen Vorbehalten wird behauptet, daß Andrö in dem geheimen Dossier, welches allein dem Kriegsgericht in Rennes unterbreitet wurde, zwei Schriftstücke entdeckt bat, die er deutlich als gefälscht erkannt hat, und zwar derart, daß sie notwendigerweise bestimmend zur Verurteilung von Treyfus beitragen mußten. Außerdem seien gewisse Dokumente, die die Unschuld von Dreyfus darlegen konnten, dem Kriegsgericht nicht mitgeteilt worden. Schließlich sei noch eine Zeugenaussage, die auf die Entscheidung des Kriegsgerichts in Rennes Einfluß üben konnte, infolge Beeinflussung von anderer Seite von einer interessierten Persönlichreit abgegeben worden. Dies wären unter allem Vorbehalt die neuen Tatsachen, die in dem vom Kriegsminister dem Justizminister zugestellten Bericht erwähnt seien. Tie Pariser Blätter besprechen die Angelegenheit der Revision der Treyfus-Asfäre. „Gaulois" ist der Ansicht, daß Treyfus nunmehr f r ei ge spr-o chen werden wird. Auf diese Weise wird ein Streich gespielt und Frankreich wird die Kosten tragen. „Figaro" kündigt eine Interpellation über die Angelegenheit als sicher an. „Aurore" sagt, wir begrüßen mit Freuden den Anbruch des großen Tages, an dem die Wahrheit über alle Gehässigkeiten triumphieren wird. Jaurös schreibt in seiner „Petite Re- publique": Tie Ruhe der Geister ist wieder hergestellt, und nunmehr wird das Recht bis in die Tiefe alles eindringen. Keer und Aftolte. — Nach einer Kieler Depesche haben die gemeinsamen Funken-Telegraphie-Versuche zwischen einem Tor- pedo-Versuchs-Kommando und einem Detachement vom Berliner Luftschiffer-Bataillon zufriedenstellende Resultate gehabt. — Die „Nat.-Ztg." berichtet aus Forbach, daß von den Offizieren beS lothringischen Train-Bataillons Nr. 16 gegenwärtig nur drei Dienst tun und zwar der Rittmeister Hägele, der Oberleutnant Habenichts und Leutnant v. Flemming. Die anderen Offiziere des Bataillons "ind teils krank, teils beurlaubt. Kirche und Schule. Prag, 29. Nov. Wie die „Narodny Lilli" meldet, hat der Erzbschof von Skrbensky an den Klerus einen Erlaß gerichtet, worin der Geistlichkeit mit Rücksicht auf unanständig gekleidete und tanzende Damen, welche die Geistlichen in unangenehme Situationen bringen können, der Theaterbesuch verboten wird. — Nonnen mit dem Doktortitel. Der Papsi hat eine Neuerung bewilligt, die unter Leo XIII. stets auf lebhaften Widerstand gestoßen ist. Seit langem baten verschiedene Nonnenklöster, deren Insassinnen gelehrten Studien huldigen, man möge diesen Nonnen, wennschon sie nicht die öffentlichen Vorlesungen besuchen können, gestatten, als Frucht ihrer Prioatstudien das Examen an den Universitäten abzulegen. Der Papst hat erklärt, daß er damit völlig einverstanden sei, denn es sei die beste Garantie dafür, daß die Studien auch wirklich mit dem vollen Ernste durchgeführt wurden. Und so wird man demnächst in Innsbruck, Freiburg und Wien die ersten Nonnen vor den ftaatlidjen Kommissionen erscheinen sehen. Die Nonne als Dr. theoL ober Dr. phil. ist allerbings ein vom Mittelalter recht weit entfernter Zustanb. Die Universitäten des Königreichs Italien find davon ausgeschloffen. Hauptversammlung des landwirtschastk. Wereins für die Wrovin; HS-rhessen. -e. Gießen, 28. Nov. Am 26. November, nachmittags 2 Uhr, eröffnete der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen, Oekonomierat Schlenke, die Hauptversammlung, indem er die besonders ans den entfernten Kreisen der Provinz zahlreich erschienenen Mitglieder herzlich begrüßte und ihnen dankte, daß sie trotz des Unwetters den Weg in die Provinzialhauptstadt nicht gescheut hätten. Leider hatte der Schineesturm alle die, welche gewohnt sind, aus der näheren Umgebung zu Fuß und zu Wagen zu der Versammlung zu kommen, an ihren Wohnsitz gefesselt. Ter Vorsitzende begrüßte weiter die Vertreter der Regierung, Oberregierungsrat Hälzinger, Landesökon-omjerat Müller iind den seit Jahren zum ersten Male wieder erschienenen Präsidenten des Hess. Landwirtschaftsrates Geh. Regierungsrat Haas. — Am Erscheinen waren verhindert Provinzialdirektor Dr. Breidert, Graf Oriola, Kreisrat ^Boeck- mann, Geh. Regierungsrat Schvnfeld, Generalsekretär Dr. Müller, Pfteimbtner. Als Referenten waren erschiene:: die Generalsekretäre Dr. Gvabein und Dr. Neumarrn aus Darmstadt. Bevor der Vorsitzende in die Tagesordnung eintrat, gedachte er des schm erzli chen Verlustes,denunser G r o ß h erzog und das Land erlitten haben mit den Worten: . Ehe ich in die Tagesordnung eintrete, lassen Sie mich des TrauerfalleS gedenken, der die Herzen der Bevölkerung des Hessenlandes aufs tiefste erschüttert hat. Unserem Landesherrn ist das Liebste genommen, was er auf dieser Erde besaß, das einzige Kind, die Prinzessin Elisabeth. Mit unserem erhabenen Landesherrn trauert das ganze Volk. Möchte ihm diese Teilnahme einigen Trost gewähren in seinem tiefen Schmerz. Tie Versammlung drückte ihre Anteilnahme in der üblichen Weise aus. Der Vorsitzende erstattete'nunmehr den G schäftsbericht, wie er im Ausmge bereits im gestrigen Blatt mitgeteilt wurde, und erteilte nach einigen Einleitungsworten dem Generalsekretär Dr. 0-rabein aus Darmstadt das Wort >,u der Frage über die Anlage von Getreidelager>- häusern in der Provinz Oberhessen. Der Vortragende gab zunächst einen Ueberblick übet die Verbreitung derselben im Deutschen Reiche. Tanad), sind die Getreidelagerhäuser am verbreitetsten in Süd'- und Mitteldeutschland. Bayern errichtete mit Staatshilfe ms heute nahezu hundert Getreidelagerhäuser, dann folgt Baden mit einer großen Z^ahl, die mit jedem Jahre zummmt. In Württemberg, in Elsaß-Lothringen, in Hessen-Nasiau ist ein wenn auch noch weitmaschiges Netz von Sagetnaufem über das Land gezogen. Im Großherzogtum Hessen besitzen wir ein Ge'treidelagerhaus in Lorsch- Alle diese Getreidelagerhäuser sind von mäßigem Umfange. Es können nicht große Massen von Getreide aufgespeichert werden; das angesammelte und aufs grünbnajfte gereinigte Getreide wird alsbald auf den Markt gebracht und macht so neuen Zufuhren Platz- Im Könrgrerch Preußen baut man von vornherein große und größte Getreidelagerhauser. Der Finanzminister Miquel stellte mehrere Millionen zu diesem Zweck zur Verfügung und an den Fehlern, die bei dieser ersten Anlage von Getreidelagerhäusern gemacht wurden, haben die Länder, welche die späteren Anlagen schafften, gelernt. Man ist zu der Einsicht gekommen, daß mäßig große Lagerhäuser in nicht zu großer Entfernung von einander ihren Zwecken am besten entsprechen und sich angemessen verzinsen. Die genossenschaftliche Organisation des Getreidelagerhauswesens ist die einM mögliche. Das Kornhaus soll des vorher gründlich gereinigte Getreide aufnehmen, und soll die 5>anptbedarfs- artikel wie Düngemittel und Futtermittel an seine Genossen abgeben. Heute schon werden auf diese Weise 7—8 Millionen Zentner Getreide im Deutschen Reiche genossenschaftlich verwertet. Die kleineren Getreidehäuser kosten 20000 bis 50000 Mark, haben maschinelle Einrichtung, Geleisanschluß und beanspruchen die geringsten Verwaltungsund Arbeitskosten. Diese Kornhäuser der einzelnen Landschaften haben eine gemeinsame Ankaufszentrale, die an Mühlen, Proviantämter und andere Käufer das Getreide ihrer Lagerhäuser absehen. Wirtschaftlich stellt sich die Anlage der Lagerhäuser schon desbalb günstig, weil durch sie eine Konkurrenz mit den Getreidehändlern entsteht, die preiserhöherch wirkt. Die Berichte über das sonstige Geschäfts er g ebn is, von den betreffenden Regierungeri heraus' gegeben, lauten für die kleineren Getreidelagerhäuser fast durchweg günstig. Während bekanntlich einige sehr große Getreidelagerhäuser mit außerordentlich hohen Verwaltungskosten, wie das z. B. in HaNe a. S., bisher mit ab" nehmender. Unterbilanz arbeiteten. Redner verbreitet sich über den inneren Ausbau, die Art, wie das Getreide entweder vom Landwirt zu festen Preisen angekauft, oder nur für dessen Rechnung eingelagert und auf Wunsch beliehm wird 2C. W ^C5555*^' •1QtS Sin;. ,°n btn 6 W !Q1,onen b»».^di irb. Ot,n9tn t8nner ltt°ttite[ cs r -»"«in J, ®> Unn=n qc(Cktf QtIn»» wenn L 3* 9-Ä* k "?« Unit),'rtef'R °d et bQm t "f“1."1 * Garantie ei» ’öen Mc'J,"'?”61 °ch>- Xft«'* «°r beuLi??’ wne o|§ Dr th?!801* $ttt[altir r x heoL ok de§ weit etz »r»!greichs Jt,i, ®ieB = n, '28. Son rat he fr6fa , 'k b,e ^luDech» ‘ Webet herzliche des lltoetter^ ’t WÄt Pk- ™' gewohilt fr ln :'nb M Sagen zu j» n S.Nik Melt Je Vertreter bet Regien» lndesökonomierat Mül: wieder erschien wostsratcs Geh. waren verhindert ' Criola, Kreisrat M ?elb, Eeneralsekr-tär iten waren tf&atntit Dr. Mmulm u: ?o» e TagesmtMuz enM Ser lu jte§,bt^un\a erlitten Haden Ä > ehttreie, Irfen Sic ntV schüttert hat. Mr nmm. was N aut br At HrrnMn Wiä htnn trauert das ne einigen Trost Wsster e Anteilnahme in der & [Tlcb- den GMtsberA ffeftriqnt Dlatt mitgetcill it cru-i'lntnnaZtvorten te. ÄS» * lonSetteibelei«" )berhesl-n. fa Hst «nen WjÜ fische» ,3!cu-;j> unb «rtaW^W ttete ""‘^[gtSai«1 ;t J^&Mauüi er ^.«-treidc °ulü? ; g°b«« b®, ’’ VE Wt.: fLfiiffung und« , s->?ireidelE AxS'H bfte stellt <>Ä; ■ - - /I ein'^ '>el?' VI ^k-U'x^lp f -^er zweite Referent^ Generalsekretär v. Neumann, verbreitet sich über die Art, wie Kornhausgenossenschasten zu bilden seien. Nicht bestehende Bezugs- und Verkaufs-! genossenschaften sollen als solche sich an der Kvrnhaus- genossenschast beteiligen, sondern Mitglieder dieser Genossenschaften mit anderen treten zu einer besonderen Korn- hausgenossenschast zusammen und leiten die Verwaltung ihres Kornhauses. Der Verkauf des Getreides sämtlicher Lagerhäuser der Provinz geschieht von einer Stelle durch eine tüchtige kaufmännisch gebildete und mit dem Getreidehandel vertraute Kraft. Nachdem beide Referenten gesprochen hatten, eröffnet der Vorsitzende die Diskussion über die Frage und teilt seine Beobachtungen über einzelne badische und bayrische Getreidehäufer mit, die er Gelegenheit hatte, im Betriebe zu sehen. In solchen kleinen Getreidelagerhäusern, an denen oft nur lechs Dorfgemeinden beteiligt sind, Dorfgemeinden, in denen nur kleinere Landwirte, jedenfalls reine Großgrundbesitzer wohnen, herrscht zur Zeit der Ernte, bis in den Winter hinein, außerordentlich reges Leben. Tie Zufuhr zu diesen Getreidelagerhäusern ist oft so bedeutend, daß diese die Abnahme von Getreide periodisch einstellen müssen, um durch den Verkauf erst wieder Platz zu schaffen, d. h. diese kleineren Getreidelagerhäuser erweisen sich D[t zu klein. Mit diesen Getreidehäusern ist stets ein mäßig großes Lager von Bedarfsartikeln der Genossen verbunden, so daß diese in der Lage sind, jedes Quantum Dünger- oder Kraftfuttermittel am Lagerhaus in Empfang zu nehmen. Tie Genossenschaft kauft und verkauft also, der einzelne Landwirt kann, wenn er will, den Heuchler mechen und steht sich gut dabei. — Der Vizepräsident des Vereins, Kr e i s r a t Dr. W a l l a u, nimmt hierauf das Wort: Wem das Messer an der Kehle steht, wer im Wasser liegt und Gefahr läuft zu ertrinken, der greift nach jedem Hilfsmittel, um sich zu retten, er greift nach dem vorüb erschwrmmenden Balken, um sich darauf zu sehen, und wenn schon einer daraus sitzt, so stößt er rhn herunter. In dieser Lage ist der Landwirt. Die Getreidelagerhäuser können ihm den Verkauf seiner Frucht zu besseren Preisen erleichtern und den Ankauf seiner Bedarfsartikel verbilligen, das sind Hilfsmittel, nad), denen der Landwirt in seiner schwierigen Lage greifen muß, um sich über Wasser zu halten. — Brauereibesitzer St ein- häuser-Frieoberg warnt vor übertriebenen Hoffnungen, er ist im ganzen ein Freund der Getrechelag er Häuser und möchte mit diejen besonders erreichen, daß die gut behandelte oberhessische Gerste die Getreidelagerhäuser fülle, für die das Brauereigewerbe stets ein guter Abnehmer sein werde. Bürgermeister Gondolf von O b er w ö llst ädt rät zur Bedachtsamkeit. Ihm und vielen anderen liege noch der Krach der Molkereigenossenschaft Niederwöllstädt in den Gliedern und mache sie vorsichtig in der Bildung von ähnlichen Unternehmungen. Die Gründung von Kornhaus- genossenschasten sei gewiß sehr empfehlenswert, und er würde fortgesetzt angegangen von Interessenten seiner Kreise in der in Frage stehenden Angelegenheit. Aber er sage dreimal Vorsicht und noch einmal Vorsicht. —- Ter Abgeordnete Hirschel ist dagegen, daß man den Händlern das Monopol des Getreidehandels lasse, man solle in der Kornhausfrage gewiß vorsichtig vorgehen, aber nicht aus übertriebener Vorsicht Zeit und Gelegenheit vergessen. Nachdem in den süddeutschen Staatep. durch die neuesten Anlagen von Lagerhäusern die beste Art der Einrichtung, der Verwaltung gesunden sei, könne man nun endlich auch bei uns vor gehen. — Zum Schlüsse sprach in markigen Worten der Geh. Regierungsrat Haas, der Verbandsdirektor der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften über die Frage. Man solle nicht Hals über Kopf, aber, wenn man in Oberhessen entschlossen sei, einheitlich vorgehen. Nicht etwa mit einem kleinen Getreidelag erhaus irgendwo anfangen; wenn man mit dem bischen Getreide an den Markt käme, würde man ausgelacht. Es könnten an vier, fünf, sechs geeigneten Punkten in der Provinz gleichzeitig Getreidelagerhauser errichtet werden, der Verkauf des Getreides dieser Lagerhäuser müsse in einer Hand liegen; mit solchen Getreidemengen finde man Beachtung am Frankfurter, AUrunheimer Getreidemarkt, mit dieser geradezu veredelten Ware schlage man manche Kon- Lurrenz aus dem Felde und verwerte das Getreide am höchsten Auch die Abgabe' der landwirtschaftlichen Konsumartikel sei von diesen über die Provinz verteilten Lagerhäusern erleichtert und verbillige den Bezug aufs äußerste. GeLb zum Bau der Getreidelagerhäujer sei vorhanden, man brauche deswegen die Regierung nicht anzugehen, wenn diese nur in anderer Weise die Bestrebungen der Landwirte in dieser Richtung fördere. Tie Lagerhausgenossenschaften müßten auf sicherer Grundlage beruhen, zahlreiche Genossen, Landwirte, müssen Die Unternehmer sein und die Verwaltung aus das einfachste und billigste gestalten. Das Unternehmen gelinge, wenn nur die Landwirte einig feien und sich nicht auseinandertreiben ließen durch Interessenten, di natürlich scheel das Vorhaben betrachteten und mit allen Mitteln zu Hintertreiben suchen würden. Nach diesen Worten wurde die Diskussion geschlossen. Der Vorsitzende dankte den Referenten und nicht zuletzt dem Begründer des deutschen Genossenschaftsswesens Geh. M- gierungsrat Haas, für seine Vorschläge und die in Aussicht gestellte Mitwirkung. Anträge auf Errichtting von Getreidelagerhäusern sind an den Verband der hessischen Genossenschaften in Da.rm- stadt zu richten. Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit guten Wünschen für das kommende Vereinsjahr und aus Wiedersehen in der nächstjährigen Hauptversammlung. Aus Stadl und Kauö. Gießen, 30. November 1903. *' Dem verstorbenen Zigarrenfabrikanten C. Kling spar widmet die „Südd. Tabakztg." folgenden Nachruf: Am 26. d. Mts. verstarb in Gießen nach kurzem, aber schwerem Krankenlager, infolge eines Lungenschlages, der Seniorchef der Zigarrenfabrik C. Klingspor, Herr Earl Klingspor, im Alter von 64 Jahren. Zwei seiner Sohne haben den herben Verlust ihres väterlichen Teilhabers und Mitarbeiters zu beklagen. Der Verstorbene, ein Mann von hervorragenden Charaktereigenschaften und vielseitigen Kenntnissen, bekleidete lange Jahre u. a. das Amt eines Handelsrichters. Er war mit einer der vornehmsten Repräsentanten der Zigarrenfabrikation nicht allein in seinem engeren Vaterlande Hessen, sondern in unserer ganzen heimischen Industrie. Sein Geschäft verstand er durch Jntelligeiiz und Tatkraft auf eine bedeutende, Achtung gebietende Höhe zu bringen. Bei seinen Mitbürgern hoch angesehen' und vor: jedermann, der mit ihm in Berührung zu kommen Gelegenheit hatte, wegen seines lauteren, biederen Wesens geschätzt und verehrt, betrauern seine zahlreichen Angestellteii und Arbeiter in ihm einen fürsorglichen, väterlichen Ehef und Berater. Sein Name wird lange in ehrendem Andenken fortleben! || Lollar, 29. Nov. Die Telegraphen- und Fern sprech-Di en st stund en des hiesigen Postamts werden vom 1. Dezember ab an Werktagen um die Zeit von 12 bis 2 Uhr nachmittags verlängert. Kirtorf, 26. Nov. Gestern fand hier eine Versammlung des weiteren Ei s e n b a hn k o m i t e e s und der Vertreter der beteiligten Gemeinden der Linie Alsfeld-Schweinsberg statt, die bekanntlich eine Fortsetzung bilden soll der Linie Marburg-Wittels'berg- Schweinsberg. Es waren ca. 50 Vertreter erschienen. Ter Schriftführer Seebinger referierte über den Stand der Eisen- bahnangelegenhett und ersuchte um eine offene, ehrliche Erklärung darüber, ob die beteiligten Gemeinden an der Strecke dem Projekte Schweinsberg-Alsfeld oder einem anderen, das inzwischen aufgetaucht sei, das den Anschluß von Alsfeld nach Kirchhain bezweckt, sympathischer gegenüberstehen. Dann sprach Pft. Bolitsch von Kirtorf. Seine Ausführungen, die von einem großen Teil der Versammlung unterstützt wurden, bewiesen, daß an der Herstellung einer Verbindungsbahn zwischen der Oberhessischen und der Main wes ettbahn außerordentlich viel gelegen sei. Doch könnten sich die an dem Bau einer solchen Bahn Interessierten heute noch nicht schlüssig machen, für welches Projekt sie sich entscheiden könnten, und man bäte deshalb darum, den Beschluß einer Versammlung abzuwarten, die man in Bälde einberusen werde. Tie Herren Grün und Bürgermeister Prediger von Kirchhain traten für ihr Projekt ein, das schon seit einem halben Jahrhundert auf dem Papier stehe und dessen Verwirklichung in der nächsten Zeit zu erreichen sei, umsomehr, als ihnen die Fortsetzung der Linie Herh-feld-Alsfeld-Kirtorf-Niederklein-Kirchhain durch das Wohrathal in das Ruhrgebiet von höherer Stelle aus zugesichert sei. Tie Versammlung beschloß, über die Entscheidung für das eine oder andere Projekt eine Versammlung in Kirtorf einzuberufen und den beiden Komitees Kirchhain und Marburg Mitteilung zu machen. (H. Gerichtssaal. — Vor der Strafkammer in Hildesheim hatten kch acht Bergakadeniiker aus E l a us t h a l wegen Zwei- stampfes mit tätlichen Waffen zu verantworten. Tie Angeklagten gestanden, daß sie am 7. März d. I. zu Goslar vier Schlägermensuren unter Anwendung der üblichen Schutzvorrichtungen ausgefochten haben. Es handelt sich um sog. Bestunmungs- und Freimdschaftsmensuren. Unter Berufung auf eine neuere Veröffentlichung des Oberreichsanwalts Dr. Olshausen erkannte das Gericht, abweichend von der bisherigen Rechtsprechung des Reichsgerichts, auf Freisprechung, mit der Begründung, daß die benutzten Waffen nicht bestimmt gewesen feien, tötliche Verletzungen herbeizuführen. Es könne sich also nur noch um die Frage handeln, ob Körperverletzung vorliege. Eine Verurteilimg wegen Körperverletzung sei aber nach dem Strafgesetzbuch beim Duell nicht zulässig. Warschau, 27. Nov. Hier findet gegenwärtig ein sensationeller Falschmünzerprozeß statt. 32 Personen, darunter mehrere Bankiers, sind an geklagt, Banknoten gefälscht und m Verkehr gebracht zu haben. Die erforderlichen Platten wurden von dem Berliner Lithograph Schröder geliefert. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. = Glänzendes Geschäft! Man schreibt uns: Als em Beweis dafür, in welch eiiormer Weise ine deutschen J ua et- ta nj uni ent en durch das nun zur Auflösung gekommene Zuckerkartell geschröpft worden sind, mag die^.aksache^ gelten, daß die Hildesheimer Zuckerraffinerie, deren Fabrikat in hiesiger Gegend bevorzugt wird, nie das abgelaufene Jahr eine Dividende von sage und schreibe 75 Prozent zur Nerleuung bringt gegen 2 5 Prozent im SXaßre vorher. Glückliche Aktionäre! „*./«»• - t \ Reichsbank. Am 1. Dezember wird in Hör d e (Westfalen) eine von der Reichsbankhauptstelle in Dortmund abhängige Reichs- banfnebenftelle mit Kasseneinrichtung und beschrämktem Giroverkebr eröffnet werden. __ Briefkasten der Redaktion. (Anonhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) Zwei Wettende. Ein Lehrling, welcher in einem hessischen Otte lernt und auch gleichzeitig wohnt, hat die Fortbildungsschule nicht in dem preußischen, sondern in dem bett'. hessischen Orte zii besuchen. Wohnt der Lehrling jedoch in einem preußischen Otte trotz seiner Lehre in einem hessischen Orte, so muß er die Fortbildungsschule des betreffenden vreußischen Ortes besuchen. P. N. Wenn hier nicht besondere Umstände vorliegen, ist der Vertrag g i l t i g. W. L. in K. „Der Kompas" erscheint in Berlin. §pielplan der oerenugten Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 1. Dezembr*): „Ter Bajazzo." Canio: Herr Karl Pfann als Gast. Hleratif: „Cavalleria rusticana.“ Mittwoch den 2. Dezember: 3. Abonnements - Konzert. Donnerstag den 3. Dezember: „Oberon." Freitag den 4. Dezember: „Die Puppe." Samstag den 5. Dezember: „Ter Troubadour." Sonntag den 6. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Zar und Zimmermann/ Abends 7 Uhr: „Samson und Dalila." Montag den 7. Dezember: Konzert des Herrn Jan Kubelck unter Mitwirkung des Frl. Eva Leßmaiin. Schauspielhaus. Dienstag den 1. Dezember*): „Das Glück im Winkel." Mitt» woch den 2. Dezember: „Zapfenstreich." Doiinerstag den 3. Dez.: „Tie Jungfrau von Orleans." Freitag den 4. Dezember: „Zapfenstreich." Samstag den 5. Dexember: Zum ersten Male: „Das große Geheimnis." Sonntag den 6. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: „Alt-Frankfurt." Abends 7 Uhr: „Das große Geheimnis." Montag den 7. Dezember: „Zapfenstreich." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. (Tipp-Topp.) Die Firma P. Henning Frankfurt a. M., Taunus str aß e 3 0, hat den Vertrieb eines Vervielfältigungs-Apparates „Tipp-Topp" übernommen, welcher alles was inan bis jetzt in Vervielfältigungs-Apparaten kannte, übertrifft. Vor allem fällt die seitherige umständliche und kostspielige Handhabung der älteren Systeme vollständig weg; jedes Konzeptpapier fann für die Herstellung des Originals verwandt werden. Der „Tipp-Topp" soll keinen Apparat efietzen, mit dem man größere Auflagen also 200—1000 Abzüge und mehr aniertigt, sondern er ist dort unersetzlich, wo jederzeit schnell und ohne Umstände mit wenig Kosten 10, 20, 50—150 Abzüge benötigt werden, bei denen das Original ebenfalls erhalten bleibt. Tie jeweilig zu erreichenden Abzüge sind 10—150 Abzüge mit Tipp-Topv-Tinten —schwarz, blau, violett, grün ober rot — ; 50 Abzüge mit Schreibmaschinenschrift mit hekto- graphischem Farbband, 20 Abzüge von Kopierstift, 20 Abzüge von Kopiertinte, 20 Abzüge von Schreibmaschinen-Schrift mit kopierenden Farbband. Tie Schrift selbst wird nie verlausen nur die Abzüge rollen sich nicht; em Beschmutzen der Finger oder der Kleidung ist ausgeschlossen, dabei ist das Verfahren ein billiges, indem 100 Abzüge höchstens 5 Vfg. kosten. Ein fernerer nicht zu unterschätzender Vorzug ist, daß oie Masse keinem Witterungs-Einfluß unterliegt und selbst bei längerem Nichtgebrauch sich weder zersetzt oder schlecht wird. Die Handhabmig ist so einfach, daß jede ungeübte Person, welche den Apparat znm ersten Male in die Hand bekommt, sofort tadellose Abzüge Herstellen kann, zumal der Apparat stets sofort wieder gebrauchsfertig ist für neue Abzüge. Der Anschaffungspreis ist em billiger zu nennen, indem die Brief- und Aktengröße —Druckfläche 24><36 Zentimeter — 24 Mark, und das Doppelformat — Druckfläche 26x48 Zentimeter — 40 Mark kostet. Durch den billigen Preis unb seine vorzüglichen Eigenschaften wird sich der Apparat überall leicht einführen, da er fast von allen Ständen mid Berufen verwandt werden kann; so z. B. können die Restaurants und Hotels ihre Speisekarten, die seither, was Schärfe und Sauberkeit anbelangt, sehr zu wünschen übrig ließen, darauf leicht unb schnell Herstellen, Architekten unb Bauunternehmer ihre Kostenanschläge, Zeichnungen, Berechnungeli u. s. w. Aus allem geht hervor, daß dem Apparat eine große Zukunft bevorsteht und wollen wir deshalb nicht unterlaffen, unsere L es e r mit demselben bekannt zu machen. XAQ4UNNIAVEIFE 5656 Herr San.-itiai; Dr. msd. B. schreibt: Habe Oberweyer's Herba-Seife gegen Hautleiben unb Hautunreinigkeiten an einen Patienten abgegeben. Ich war mit den Erfolgen sehr zufrieden. Herba-Seife z. h. Apoth. Drog, und Parf. 5956 Der beste und billigste, bereits zu Tausenden an Schlösser, Gehörben, Anstalten, Fabriken, Geschäfte, Hotels, Theater, Private usw. gelieferte Kanii-Fmr-Eöscliapparat... Alles Nähere, auch Referenzenliste, durch den 8828 Vcrlrcler: mto Fickert, Wen. V Tie „Neue Bad. Laubes-Zeitung", Mannheim, schreibt: Bei dem Dachstuhlbrande, der gestern im Kasinogebäube zum Ausbruch gekommen, hat die städtische Berufsseuerwehr einen Feuerlösch-Apparat „Minirnax" benutzt unb damit ein vollkommen zufriedenstellendes Löschresultat erzielt. Der Apparat „Mmimax", welcher schon seit längerer Zeit auf einemFahrzeug der Berufsfeuerwehr ständig mitgeführt wird, konnte sofort beim Eintreffen der Wehr in Betrieb gesetzt werden und junftionierte tadellos. BetarmMmchunr). Der Borauschlag der Gemeinde Röthges für das Jahr 1904/05 liegt vom 4. Dezember 1903 an acf)t Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. ä oonn Röthges, den 29. November 1903. 8899 Großherzogllche Bürgermeisterei Röthges. Al e ck e 1._____________________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Liudcus.ruth für das Jahr 1904,05 hegt vom 4. Dezember ds. Js. an acht Tage lang am dem Bürgermeisterei-Büreau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Lindenstruth, den 30. November 1903. 8890 Großherzogllche Bürgermeisterei Lmdenstruth. _____________________Scheid. _____________________ Recki-«. LM-VMemB-Achlt zu Darwftavr. Die Auszahlung der Renten für 1903 findet im Dezember an jedem Dienstag unb Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 2 bis 5 Uhr statt. Stammler, Ober-Postsekretär, 8886 Wilhelwttraße!♦ ZM- ui LeMe Gieße«. Es wird hierdurch zur öffentlichen KenntniZ gebracht, daß unsere Kaffe vom 3. bis einschließlich 8. Dezember l. Js. geschlossen ist. Im übrigen werden im Laufe des Monats Dezember jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag unb Samstag von vormittags 8 bis 12 und von nachmittags 2 bis 4 Uhr Geschäftstage abgehalten. Gießen, am 21. November 1903. Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. 'Wiener. 8721 HOVBEN'S J.G.HOVBEN SOHN CARL, AACHEN Prospecte gratis-Vertreter an Fast allen Plätzen pvsseldorM902 - 6old.V7edailie<^ v.silbeme Staatsmedaille Aachener I Badeöfen J vben 75,000 im Gebravcb G Mittwoch den 2. Dezbr. d. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'jchen Saale Möbel aller Art versteigert. 8892 Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 2. Dezbr. d. I., nachmittags l1/, Uhr, werden im Bieker'schen Saale, Neustadt 55, eine große Partie Zigaretten zwangsiveise versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt^ statt. 8893 Geißler, Gettchtsvvllzieher. Versteigerung DieuStag, 1. Dez. d. I. Nachm. 2 Uhr versteigere ich 9teustadt 53 dahier gegen Barzahlung 1. Farbwaren als Oelgrün, Kalkgrün u. Mennige. 2. 4 Ladenschränke, 2Lhettn u. Möbel aller Art Versteigerung zu 1. bestimmt. Vorn, Gettchtsvvllzieher. Um mein großes Lager etwas zu räumen, gewähre ich auf sämtliches Schuhzeug von jetzt bis Weihnachten 8384 LG 7. Rabatt. Franz Nennieier Schnhlager, Sonnenstr. 20—22. ZMjWl und Mbrnschmider empfiehlt 7856 J. Happel. Sängerkranz. Wegen ungünstiger Witterung findet die geplante gesellige Zusammenkunft der Bereinsmitglicder mit Familien in Steins Garten (Kleiner Saal) statt. 8900 Der Vorstand. Eichener Eievcrein E. V. Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Umgang des Dieners nicht in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 7. Dezember einschließlich bei Herrn Ernst Balser, Maus bürg, abholen lassen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt als ausgetreten. Die Eröffnung der Eisbahn wird an den Plakattaseln, Säulen und Omnibussen durch Plakate bekannt gegeben. Die Eisbahn wird geöffnet sein von früh 11 Uhr bis abends 71/, Uhr (mit Ausnahme von Konzerttagen) und täglich elektrisch beleuchtet werden; ein Zuschlag für die Beleuchtung wird nicht mehr erhoben. Nichtmilglieder geben für einen einmaligen Eintritt 20 Pfg. Jahresbeitrag 2 Mk. Eintrittsgeld 1 Mk. (Sieben, den 28. November 1903. [8909 Der Vorstand. Deutscher Hof. Dienstag den 1. Dezember: Metzelsuppe. Morgeus Wellfleisch mit Kraut. 05929 Ludwig Flamme. Sämtliche Zchütkll M FkiyMktti frisch eingetroffe«. Etiemräch Tr-eehsEea» Weserstratze 8. Bestellungen auf Wunsch frei ins Haus. 05930 GrlWiciWÄ. Normal-Unterkleider Winter Handschuhe zu enorm billigen Preffen. 8296 J. Kaan Kreuzplatz 10. jr» OGOGGOGGOG] KOW je nach Qualität vorläufig ä, Pfd. 56 bis 70 Pfg. 8904 Friedrich Schreiner Fleisch- u. Wurstwaren-Fabrik Gießen, Seltersweg 65. OOOGGGMGGO Gratis erhält jeder Käufer die Ber- grötzerung seines eigenen Porträts 25x30 Etm. beim Einkauf von 15 Alk. in Schuhwaren. [05922 Schuhwareulager Löwengaffe 20. Mehl! BAleiiiiiehl, allechinftes bei 5 Pfund 17 Pfg., ,, 10 „ 16 „ [8887 Kaiser-Auszug, sehr fein bei 5 Pfund 15 Pfg., „10 „ 14 , Srößte Aackfähigkeit! Ii. Steinhäuser Telephon 346. Neuenbäue 17. HoWepat des Qberh. Aienenzüchtervereins befindet sich einzig und allein bei ß. G. SCBeinhensi Bahnhofstraße 59. 8889 Daselbst ist la. garantiert reiner Bienenhonig stets vorrätig. !|oGhfeinsLSpeziaL|20 J ^chulho^V^ ^S^orktst ras Prima Kognak | Spezialmarke, garantiert, franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meinefranzösischenKognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstraße 45. schuhe sind 8906 wieder eingetrosfeu. L. Smss Mutt ßttst, frisch geschlachtet u. bratfertig hergerichtet, versendet franko gegen Nachnahme per Pfd. 60—70 Pfg. 80471 Frau Babette Meyer. Cattau. Kygien. Beöarsöartikel grotzart. Neuheit. Preist, grat. 7o,9 Ad. Arras, 2Äannl)cim 50. Meßmer» BERÜHMTE MISCHUNGEN. FEINSTE SOUHONGS. Verkaufstellen durch Plakate kenntlich. 6632 Meine Ausstellung in i Spielwaren für die Puppenküche! I welche mit vielen Neuheiten auf das Reichhaltigste ausgestattet ist, sowie 8 j — Kinderkochhe^de 8905 j mit Nickel-, Kupfer- und Emaillegeschirr mit gefahrloser Heizung in | größter Auswahl ist eröffnet und lade zum Besuche ergebenst ein. I Marktstraße 12. Georg Marx Ww. Msrktstrlltze 12. g Neue Rollmöpse, Sardinen, Bismarkheringe, marinierte Heringe frisch eittgctroffen. 8752 E. Dort, Walltorstraße 45. Besen- und Bürstenwaren 8006 empfiehlt fl. Wetz, Seltersweg 6. Giessiana LMrseise n. Wasihpulver höchste Waschkraft, empfiehlt die Seifenfabrik von 8374 P. Jos, S^öBbs, Frische kier, p. St. 7 Pst. Lancier „ „ 8 „| empfiehlt W.Ullrich, Schloßgasse 7 Kartoffeln. Prima Speise- und Salat- kartoffclu, nnagnum bonum, Brussec, Weltwunder, gelbe und rote Mäuschen u. s. w. etnpfiehlt zu billigstem Tagespreis jedes Uuantum frei Keller [8820 J. Hankel, Schloßgasse 6. Bilh»kizn-Rkh> empnehlt 8616 J. M. Schulhof Marktstraße 4. Telephon 119. Kartoffeln! Prima magnum bonum- und Salatkartoffeln liefert frei in den Keller zu Tagespreisen Heftes* Berg, 81681 Brandplatz 14._______ Seifen, Parfümerien und Toiletteartikel ----- Neuheiten — '°°° fl.Weiz, Seltersweg6.1 Näh- maschmera für Familiengebrauch (von Pik. bo an), Schuhmacher-, Sattler-, Schneider-, Koufektious-, Wasch-, Mangel-, Wringmaschinen. Modell-Dampfmaschinen, Eisenbahnen re. Haustelegrap Heu, komplett zum Selbstanlegen von Mk. 4 an. 8632 2 Telephouapparate, in jede Klingelleitung selbst einzuschalten, von Alk. 12 an. Elektrisicrapparate, Betriebs-Modelle, Ersatzteile. Carl Graf Gießen, Schlotzgasse. Größte Spezial°Reparaturwerk- slälte Oberhessens. reisende Hospiz Barnen D Hu evang. Schwesternhaus, tiiessen, Johannesstr. 7. Bei vorkommenden Sterde- fällen halte ich meine Dienste wie seither auch weiterhin bestens enepfohleu. — Mtt Ausnahme des Ankleidens der Leichen über- nehnre ich alle Besorgungen: An- sagen und Annrelden von Todesfällen, Besorgung der Annoncen, Bestellung der Wagen, Särge u. s. rv., auch die Ueberführungen von Leichen nach auswärts oder Verbringung derselben nach hier. Kari Schwan^ Hilfskirchendiener, Löwengasse 16, I. ZU urtlmufcn T' : ■ ■ 1 SachÄie unii Abstllhch zu verkatlfen. 05848 Wellhöser, Marburgerstr. 84. Bernhardiner treu, schöner Begleithund, in gute Hände billig abzugeben. [8803 Rodheimerstratze 58. Zu uermteten 88881 Große Alattsardenwoh-- nung ganz oder getrennt zu oer- mieten Frankfurterstraße 11. 8895s Elegante 4°Zunmer° wolmuitg mit allem Zrtbehör auf 1. Atärz oder später zu vermieten________'Moltkestraße 3. 6529) In meinem Hause Alice- stratze 17 ist dre 3. Etage nach Wahl der Ausstattung an ruhige Mieter per gleich oder später ab- zugeben.___________2l. Wehn. 4854s Oftaulage 40, neben der Freimaurer-Loge, ist die Parterre-Wohnung per sofort zu vermieten. A. Keller, Ostanlage 39, II. 6977] Mehrere große Wohnungen zu vermieten. Näheres Weserstraße 15. Konrad Dürr. 3884] Mansarden-Logis, drei Zimmer und Küche, Wasserleitung und Zubehör per sofort zu verm. L. Feidel, Sonnenslraße. Bleichftraße 6 elegante große Wohnung mit all. Zubehör u. Garten zu vermieten. Näheres Bleichstraße 4._______ 8772] Zwei Zimmer u. Küche zu vermieten Neuenweg 36. 05865] Zwei gut möblierte Zimmer per 1. Dezember zu ver- mieten Ludwigsplatz 4, III. 8900] Schott mobl. Zimmer zu vermieten Lttdwigstrage 6, I. 05926] Schön möbl. Zimmer zu verm. Bahnhofstraße 23, I. 05925] Unmöbliertes Zimmer zu vermieten Gr. Mühlgasse 19. 05931 [ Emf. möbl. Zim. lull. au verm. Bahnhoistr. 31, III, ltnks. 05937] Freundl. möbl. Zimmer zu vermieten. Stadt Marburg. 05933] Möbliertes Zimmer zu vermieten_______Kreuzplatz 10. Möblierte Mitling ß zu verm. Franklurterstr. 36,1 Tr. 7920] Schön möbl. Zimmer zu vermieten Kirchenplatz 9. 8783] Schön möbl. Zimmer zu vertnieten_____Neustadt 19. 05850] Möbliertes Zimmer zu vermietet!_____Wolkengasse 19. Möbliertes Zimmer zu vermieten. 05895______Ludwigslraße 40 p. 08897] Sch mobl. Zimmer mit Schreibt, zu vertu. Westanlagel9,p. Sch. möbl. Zimmer bill. zu verm. 05903 Bahnhofstraße 26, III. Wu möbliertes Ruinier zu verm. GroberStemweg3, part. 05698] Schöne, möbl.Zitn. mit od. I ohne Pension z. v. Bismarckstr. 17. Möbl. Zimmer zu vermieten. 04333_______Scltersweg 12. 7454] Frankfurterstr. 31 schöner großer Keller und Pferdestall per sofort zu vermieten. Näheres Bahnhofstraße 18. Wilh. Plank. Mietstesuche ßߣTl! aM rum 1. April herr- UÜMiiViÄl schaftl. Wohnung (5 bis 6 Zimmer mit Zubehör). Offerten mit Preisangabe unter Nr. 8891 au die Exped. d. Bl. Mutr Lagerraum in Walltorstraße, Asterweg oder angrettzeuder Straße gesucht. Off, u. 05905 att die Exped. d.Bl. (Offene Stellen Renommierte Grotzbrauerei sucht 8799 für den Absatz ihrer vielfach prämiierten und sehr gut eiu- geführten Biere für Gießen und Umgegend geeigneten Vertreter. Offerten unter I. A. B. 537 an Rudolf Moffe, Frankfurt a.M. Vertreter gesucht. Leistungsfähige Käsefirma im bayer. Allgäu sucht tüchtige, branchckund. Vertreter, welche die Lahngegend bereisen. Nur gut eingerührte Herren belieben Offerte unter M. E. 61 an Rudolf blosse.Kempten, einzureichen.]8806 al) Mk. oder allerhöchste Provision erhält jeder, der die Vertretung meiner weltberühmten Grillaut-lmaille-, Allumnium-Firmeu- not) Türschilder übernimmt. Branchekenntniffe nicht erforderlich. 8898 Schildersabrik Erbach im Westerwald. Redegewandte, fleißige Berkäuser welche bereit fmb, den Vertrieb der in jedem Hartse leicht verkäuflichen Ruberg'fchen Türfchlietzer geg. hohe Provision übernehmen zu rvollen, werden sofort gesucht. Bei reger Tätigkeit kötmen die Reslektantetr leicht bis zu 200 Mk. pro Monat verdienen, und erteilt, jede weitere Auskunft 8872 Seltersweg 60, Laden rechts. 05923] Ein junges Mädchen vom Lande per sofort gesucht _____________Löwengasse 20, I. 05921] Eine Mouatöfrau für einige Stmtden ges. Bleichstr. 13. Tüchtiges, zuverlässiges [8894 Dienstmädchen tvird alsbald auf Weihnachten zu mieten ges. Näh, i. d. Exp. d. Bl. Laussrau Kirchenplatz 11, Hl. 05932] Tüchtiges Mädchen für Januar ev. Fevr. ges. Frau Ober- amtsrichter Schlapp, Goethestr.42,1 M Ein tüchtiger Metzger wüitscht Stellung. Offerten unt. 05936 bes. dte Expedttron d. Bl. 05918] Junges Mädchen von auswärts, welches kochen kann, sucht Stellg. in entern bess. Hause. Zu erfragen Erednerstraße 91, LU. Llerlchicdcnes Kründi. Privatunterriiht in den Elemetttarsächern sowie Nachhilfe bei den Schularbeiten erteilt billig geprüfte, erfahrene Lehrerin. Gest. Offerten unter 8040 an die Expedition d. Bl. Mntiemcht (Klavier, Komposition) erteilt gegen mäßiges Honorar *05851 Musiklehrer, Bleichstr. 16a. Junger Pariser erteil franz. Unterricht u. Konver* sation. Pr. m. Off. urrter 05835 cu d. Exp. d. Bl.________________ Frl. Werner empfiehlt sich als Kleidermacherin in u. außer demHause. Lich, Ziegelgasse. [^ Eine Billa (Schlößchen) mit Stallung unS großem Garten (Park) in Mitteldeutschland in schöner Lage, auf 1—2 Jahre zu mieten gesucht, mit Absicht späteren eoent. Ankaufs. Offerten mit Preisangabe Frankfurt a. M., Rheinstr. 29, 1. Stock. 8862 Weberei der Leineubrauche kleineren Umfangs zu mieten evtl, zu kaufen gesucht. 8897 Auch finden Handweber mit eigenen Stühlen gut bezahlte Beschäftigung. Off. unter F. D. V. 6154- an die Ex° pedition ds. Blattes.____________ 10001) Mark auf 1. Hypothek gesucht. Offen. itnt. 05935 an die Exped. d. Bl. nach Auskunft erthetlm Red Star Linie in Antwerpen, Carl Retter in Gießen, Bleichstraße 8, parterre H. Klippstein in Langdorf. Kfete «B |o|1tlamMer von Antwerpen, Im Stricken u.AnstrickenvonStrnmpftd empfehle ich mich angelegen'ltchst StrickgarnestestrBualMtllI habe ich sterS vorrätig. ggy- Preise billigst. Ernestine HÖpfnei Grüubergrrftratz« 1?. ~ Vergangenen Donnerstag ist mir in Großen-Buseck ein junger Bernhardiner gelb und weiß gezeichnet, abhanden gekommen. Vor Ankauf wird gewarnt. Dem Wiederbringer Belohnung. 8907 M. Abcrmaun, Löberstraße 8. 05924] Arbeitsbcutel mit Häkelarbeit verlorett. Abzugeben gegen Belohnuttg Liebigslraße 31. 51adt-Theater Gießen. Direktion: Stehigoetter. Dienstag den 1. Dez. 1903: 7. Dienstag-Abot,ttem.»Vorstellg. Einmalige Aufführung. »HM »tr »lititü. Schauspiel in 3 Akten von Felix Phtlippi.