.. viertel- verständigen, Voranschläge und sonstige zeitraubenden und der Schrrlftratze f® Bldreffe für Depeschenr Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr.51. Die Steigerung des Prozentsatzes von 1898 auf 1903 beträgt also 5,7 v. H. der Wahlberechtigten, 4,6 v. H. der Wähler. Uebertroffen wird das relative Anwachsen der Sozialdemokratie bei der letzten Wahl nur von ihrer Zunahme 1890, wo das Fallen des Sozialistengesetzes, die Anläufe zu einer radikalen und internationalen Sozialpolitik und die Erschütterung der Stellung Bismarcks noch in höherem Maße als diesmal den günstigen Boden für das Wachstum der Sozialdemokratie bereitet hatten. Nr. 175 Arscheirrt tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem VeMschen Landwirt die Gießener Kamilien« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck n. Ber- druckerei (Pietsch Erben- 1884. Ein namhafter Geldbetrag wurde für die Ausbesserung und Erhaltung der Ruine Badenburg bewilligt und so dieser malerische Rest des Mittelalters vor dem Abbruch geschätzt. Der Schristenaustausch mit anderen Vereinen und Gesellschaften wuchs zu einem viel verzweigten Verkehr heran. Auf Antrag des Vereins ließ die Staatsregierung die Kirche auf dem Schiffenberg von der Verpachtung des Hofgutes ausschließen, infolgedessen das ehrwürdige Baudenkmal als Scheuer nicht weiter mißbraucht werden konnte. Ausgrabungen am „Jammersberg" bei Lang»- göns förderten prähistorische Wohnstätten zu tage. Der Verein richtete an die Staatsbehörde das Ersuchen, tunlichst für die Erhaltung der alten Orts-, Flur-, Gewann-, Straßen-, Fluß und W a l d n a m e n einzustehen; diese Anregung hat zu einer weiteren Med« jenes Gebietes geführt. (Fortsetzung folqt.l Tie Einnahmen des Rechnungsjahres 1878/79 betrugen bereits 866,50 Mark, darunter Beiträge von 111 Mitgliedern für das Jahr 1878 und 165 für das Jahr 1879. 1880. Im Jahre 1880 gelang es den Bemühungen des Vereins, das Rathaus zu Alsfessd vor dem Abbruch zu bewahren, und dessen stilgemäße Wiederherstellung in die Bahnen zu leiten. Nicht minder günstig verliefen die Verhandlungen des Vorstandes in Sachen der Erhaltung der Ruine Gleiberg. Turch Kabinettsordre S. M. des Königs von Preußen wurde die Muine Gleiberg an den Landrat v. Dischowitz in Wetzlar zum Eigentum übertragen, der dann seine Rechte an ben Gleiberger Geselligkeitsverein abtrat. Detp Vorsitzende des Oberhessischen GeschichDvereins wurde in den Ausschuß gewählt. Durch Uebertragung eines großen Teils von Aktien wurde der Vorstand in die Lage gesetzt, in den Hauptversammlungen des Gleiberger Geselligkeitsvereins einen wesentlichen Einfluß aus^nüben. Bibliothek und Museum erfreuten such weiter eines großen Interesses von allen Seiten, zahlreicher Zuwendungen und eines regen Besuches. 1881. Vorgenommene Ausgrabungen auf dem „Trieb" ergaben wichtige Funde, ebenso solche in der „Lindener Mark." 1882. In Gemeinschaft mit dem Marburger Geschichtsverein wurde ein kunsthistorischer Ausflug nach dem Gleiberg ausgeführt, an dessen Tor Professor Dr. Gaiers die Gäste begrüßte. Geh. Oberbaurat v. Ritgen behandelte in einem Vortrag die Bau- und Kunstgeschichte der Burg. 1883. Wegen seiner besonderen Verdienste wurde Professor Dr. G a r e i s zum Ehrenpräsidenten des Ver- erns ernannt. Ter Verein trat für dre Erhaltung des sog. Diebes- turmes in Münzend e rg ein. Tas Urteil von Sach- füx die Nationalsozialen und die Freisinnige Vereinigung niM vorhanden. DaS Wachstum der Sozialdemokratie im Verhältnis zur gesamten Wählerschaft berechnet der „Vorwärts" für die ganze Zeit von 1874 an auf Grund der amtlichen Statistik. Das ergibt folgendes Bild: hast, otz die Reform der WaWreiseinteiümg und die etwaige weitere Reform schon bis zmn Februar 1904, in welchem Monat die Neuwahlen zur BürgLschast flctttfmden werden, fertiggestellt fern wird und dann in Kraft treten känn. Die verschiedenen Parteien Haden aber in den gefährdeten Bezirken schon jetzt Verhandlungen angeknüpft, um für den Fall der Beibehaltung der relativen Mehrhät gemeinsame Kandidaten anMltzellen. Aus der Momk des KberyeMchen Keschichtsvereius. 1878—1903. Original-Artikel des „Gießener Anzeigers". 1878. Am 15. Juni erschien im „Gießener Anzeiger" ein Ausruf angesehener Männer aller Berufszweige zur Gründung eines O b er h es fisch en Vereins für Sjo1-» k al ge schichte. In der zahlreich besuchten Versammlung wurde von Professor Dr. Gar eis hervorgehoben, daß die Provinz Oberhessen räumlich vor: den beiden anderen Provinzen zu sehr getrennt sei, als daß der in Darmstadt bestehende hrstorische Verein dieselbe Sorgfalt auf die Durchforschung Oberhesjens legen könne, wie auf Starkenburg und Rhein^ hessen. Unsere Provinz biete sowohl tür prähistorische als auch für mittelalterliche Forschung ein reiches Feld und es stehe zu erwarten, daß die Universität mit ihren Lehrkräften sich an den Arbeiten des Vereins gewiß beteiligen würde. Ter Verein wurde gegründet, Professor Dr. Gareis trat an die Spitze desselben. Schon in dieser ersten Sitzung wurde auch die Aufstellung eines historischen Museums beschlossen, für welches der Vertreter der Stjadt Räume zur Verfügung stellen versprach. Außer dem historischen Museum wurde auch die Ein- rlchtung einer Bibliothek vorgesehen; am 15. Juni 1879 waren schon 250 Nummern mit weit über 400 Bänden lmd Heften zu einer solchen zusammengebracht. Eine angelegte M ü n zs a m m l u n g des Museums ent- wickelte sich sehr befriedigend. 1100 Münzen waren bis Mitte Juni vorhanden. Ern eigenes wissenschaftliches Vereinsorgan erschien 1879 zum erstenmal. Mer die Zukunft beS Nationalsozialismus sprechen sich zahlreiche Mitglieder dieser Partei in Zu- schriften an die nationalsvMale „Hilfe" aus. R. Boven- siePen-Kassel drückt die Erwartung aus, daß der Reichstagsabgeordnete v. Gerlach im Reichstag auf die den Sozialdemokraten „nahe stehende Freis. Vereinigung seinen Einfluß werde ausüben" können. Ob die Nationalsozialen zu 3—4 im Reichstag vertreten seien, könne nicht von großer ausschlaggebender Bedeutung sein. Jetzt, wo die Hauptarbeit der Nationalsozialen anfange, die Partei aufzulösen, sei Selbstmord. Als sozialistischen Diskutier klub nehme die Nationalsozialen kein Mensch ernst. Rudolf Föhr bezeichnet es als unbedingt die bedauerlichste Erscheinung an der Niederlage der Nationalsozialen, daß durch die ganze Wahlbewegung die gesamte nationalsoziale Werbetätigkeit nach links sich verschoben habe, so zwar, daß selbst Führer wie Naumann und Hildebrand u. a. sich unver hüllt für die Sozialdemokratie aussprechen und einer Verschmelzung nicht abgeneigt zu sein scheinen. Pastor Krüger schreibt, daß, „wenn Naumann seine Anschauung, die er über die Entwicklung der Sozialdemokratie zu einer nationalen Arbeiterpartei selbst seit langem ver- knüdet hatte, scharf überdenkt, er sich über seinen Mißerfolg gar nicht wundern kann und dar ft. Als Naumann in dem Wahlkreis Krügers eine Wahlrede gehalten, sei für Pastor Krüger eins klar geworden: „Der paßt für uns hier gar nicht. Diejenigen, welche seinen Entwicklungen zustimmen, stößt' er durch seine weitgehende Hinneigung zu den Arbeftern wieder ab. Die Arbeiter aber stößt er ab einfach dadurch daß er nicht ihr Vertreter sein will." Ein Herr Liedtke schreibt: „Darüber sind wir uns doch wohl größtenteils klar gewesen, daß Wahlkreise wie Plön und Lübeck nur Zählkandidaturqp waren. Warum haben wir auf deren Bearbeitung überhaupt kostbare Zeit und Kraft verwandt, warum haben wir solche Arbeit nicht Naumann selbst in seinem Wahlkreis zu gute kommen I äff en ?" Dabei ist Herr Liedtke selbst der Ansicht, daß, ein Sieg Naumanns in Oldenburg ausgeschlossen gewesen sei. Denn er schreibt: „Daß übrigens in Oldenburg ein Sieg geradezu ausgeschlossen war, das mußte sich jeder, der nicht von so großem Optimismus erfüllt war, von vornherein sagen. Tenn bei der großen Anzahl nationalliberaler Stimmen — 7000 — war es von vornherein geradezu ausgeschlossen, daß es gelingen würde, diese so zersplittern, daß Naumann in die Sttchwahl kam." Kurt Oettinger wirft dem Pfarrer Naumann vor, daß seine Ankündigung einer Auflösung der Nationalsozialen Partei den Stempel der Uebereilung an der Stirn zu tragen scheint. „Ohne unsere Partei wären wir eben ein Haufen, bestenfalls ein Rudel heimatloser Flüchtlinge, die hier und da unterkriechen, wo sie einen Leithammel zum politischen Futterplatz finden." Eine Fusion zwischen Nationalsozialen und Freisinniger Vereinigung hat nach der ,Fielev Ztg." in Dithmarschen, wo bei den Neichstägswahlen die Nationalsozialen die Kandidatur Hveck von der Freisinnigen Vereinigung durch Aufstellung einer Sonderkandidatur bekämpften, stattgefundem Das freisinnige Blatt bemerkt dazu: Das soziale Moment, das von Naumann und seinen Freunden mit besonderem Nachdruck betont Witt», sei auch iut Programm der Freisinnigen Vereinigung vorhanden. Trennende Gegensätze von grundsätzlicher Bedeutung seien VolMltze Tagesschau. Veränderungen im preußischen StaatsministeriUM? Die Meldungen üfar Veränderungen 'im preußischen StaaLsministemum scheinen nicht so ganz unbegründet Schon lange wurde versichert, daß die Tage des Herrn von Hammerstein gezählt seien. Er hat es mit allen Parteien verdorben; bei den Wahlen soll er, so werfen ihm seine ehemaligen Freunde im konservativen Lager vor, vollkommen die Zügel am Boden haben Meisen lassen. Schaden mußte natürlich dem Herrn von Hammerstein das starke Anwachsen der Sozülldemokratie, speziell in der Reichshauptstadt, auch sehr und seine ohnehin schon so schwache Position noch mehr erschüttern. Daß Herr von Hammerstein schon jetzt geht, daran glauben wir nicht; vielleicht geschieht es aber doch vor den Landtagswahlen. Minister Schönstedts Ausscheiden aus dem Dienst wird bezweifelt-; es liegt kein direkter Anlaß vor. Der Dttnister erfreut sich noch einer guten Gesundheit. Eine solche wlll jetzt auch Herr von Podbielski besitzen; die Karlsbader Kur nach der „Heuernte" soll ihm angeblich vortrefflich bekommen sein und er soll kein Verlangen mehr verspüren, „zu verduften". Es gibt Leute, natürlich böse, die behaupten, Herr von Podbielski sei plötzlich wieder gesund geworden durch die Nachrichten von dem' Verschwinden der ihm so unangenehmen agrarischen Führer Oertel, Hahn, Rosicle. In gewissen Kreisen, die sich sonst als gut unterrichtet gezeigt haben, wird schon lange daran geglaubt, daß auch im Kultusministerium sich ein Wechsel vordereite, Dr. Studt soll sehr amtsmüde sein. Sehr fest im Sattel saß der Kultusminister wohl niemals. Es werden die nächsten Wochen wohl eine ganze Anzahl interessanter Entscheidungen bringen. Eine Reform des Wahlrecht- • ist auch in Hamburg schon seit längerer Zeit in der Schwebe. Zunächst handelt es sich um eine zeitgemäße Veränderung der Einteilung der Wahlbezirke für die Bürgerschaftswahlen. In dieser Beziehung haben sich die Verhältnisse in den letzten Jahren immer mehr verschoben. Die Wahlkreise der ehemaligen Vororte haben sehr viel größere Massen von Wählern als die Kreise der inneren Stadt, in welcher ein Haus nach dem andern in Kontor- cäume umgewandelt und daher "ferner ständigen Bewohner entblößt wird, Nach langen Verhandlungen zwischen Senat und Bürgerschaft ist jetzt im großen und ganzen eine Ueber- einstimmung über die neue Wahlkreiseinteilung herbeigeführt worden, indem der Senat sich den Wünschen der Bürgerschaft gegenüber sehr entgegenkommend verhalten hat. Aber in den bürgerschastlichen Kreisen geht man noch weiter. Schon seit Jahren gibt es hier eine starte Strömung, welche das bisherige Prinzip nach welchem bei den Wahlen die relattve Mehrheit entscheidet, beseitigen und das Erfordernis der absoluten Mehrheit mit Sttchwahlen einführen will. Diese Strömung existierte bereits zu einer Zeit, als der Gedanke, daß einmal Sozialdemokraten in die Bürgerschaft kommen könnten, noch ganz fern lag. Die Ausführung dieses Gedankens würde einen schweren Schlag für die Sozialdemokratie bedeuten, welche mit großer Sicherheit darauf rechnet, bei der im nächsten K:ühjahr statt- findenden halbscyMigen Erneuerung der Mrgerschaft eine größere Anzahl von Mandaten zu erlangen. Denn wenn die absolute Mehrheit erforderlich wäre, so würde die Sozialdemokratie nicht in einem einzigen Bezirk durchdringen. Juunerhin haben sich die Verhältuisse hier infolge der stattgehabten ErleichterungdesErwerbs des Bürgerrechts, welche "bei den nächsten Wahlen zum erstenmale ihre volle Wirkung äußern wird, derartig verschoben, daß em Urteil über die Stärkeverhältnisse der einzelne Parteien gar nicht möglich ist. Jedenfalls ist es sehr zweifel- Ferdinaud von Bulgarien unter reichsdeutschem Schutz. Tie aus Belgrad verbreiteten ^Nachrichten über biei angeblich bedrohte Stellung des Fürsten Ferdinand von Bulgarien stellten sich, wie in der „KÄn. Ztg." aus Berlin zweifellos offiziös geschrieben wird, von Aüfäug an als phantasievolle Unfreundlichketten dar und sind schpn von den verschiedensten Seiten nachdrücklich widerlegt worden. Diese einmal begonnene Kampagne scheint jetzt von Ser bien aus fortgesetzt zu werden, indem' man neuerdings Gerüchte über Mllttarverschwörungen Verbreitet und die Lage in Bulgarien als durchaus unsicher hinstellt. Obgleich wir, so fährt diese offiziöse Kundgebung fott, keineswegs mit allem einverstanden sind, was in Bulgarien iw letzter Zeit geschehen ist, so halten wir es doch für durchaus notig, dieser Tendenzmache nachdrücklich entgegenzutreten. Es ist nicht unbekannt, daß Serbien schon feit geraumer Zeit auf den Ausbruch von Feindseügkeiten zwischen Bulgarien und der Türkei spekuliert, weil es der Ansicht ist, daß eine Beteiligung Serbiens an einem solchen Kampfe gegen Bulgarien dem serbischen Staate grotze Vorteile bringen könne. Der ermordete König Alexander hat diesen Gedanken zu verschiedenen Malen aus^sprvchenj und dabei betont, daß er einen Krieg zwischen Bulgarien und der Türkei als eine besoickers aünstige Gelegenheit betrachten werde, die Scharte von 1885 auszuwetzen und Vergeltung für Sliwnitza zu nehmen. Man müsse ebenso wie 1885 Bulgarien in den Rücken fallen, nur müsse man das tun mit einer besseren Vorbereitung als diejenige war, die damals zur raschen und vollständigen Niederlage des serbischen Heeres führte. Diese ^Parole, „Vergeltung füv Sliwnitza", scheint die Mllttärrevolutton in Belgrad überlebt zu haben. Daß die Beziehungen zwischen Bulgarien« und Serbien trotz gelegentlicher Ableugnungs- und Annäherungsversuche niemals besonders gut gewesen sind, war stets ausreichend bekannt. Neu find aber die außerordentlich hartnäckigen, persönlich feindseligen Treibereien gegen den Fürsten von Bulgarien, den man schon als vogelfreien Landflüchtting hinsteltt. Man hätte erwarten dürfen, daß die Serben nach der fnrch»tbaren Königstragödie in kostspieligen Vorarbeiten waren angeferttgt und mit der Ausführung der Arbeit sollte begonnen tverden, als der malerische Turm Über stacht einstürzte. Tie Arbeiten zur Erhaltung und zum Ausbau Ruine Gleiberg schritten rüstig vorwärts. Das Dachs des Nassauer- und Albertusbaues wurde repariert und der große Saal und einige Zimmer im Erdgeschoß und Oberstock stilgerecht hergestellt. Zeichenlehrer Möser und sind, med. Großmann zierten das' untere Bauernzimmer mit anheimelnden Gemälden und Sinusprüchen. Die mächttgen Schutthaufen in der Ruine selbst wurden teilweise abgetragen, wobei gewaltige Fundmnente zu tage kamen; in dem Schutt selbst sanden sich nur belanglose Kleinfunde vor. Erstes Blatt. 153. Jahrgang Mittwoch Ät». Juli 1903 Gießener Anzeiger ** «OKt«l.»gdger - 3=S£ Amis- imd Mzeigeblatt für den Kreis Netzen MHZ MMMMBMwn——---- zetgenteU: Hans Beck. Im Jahre auf 100 Wahlberechtigte aus 100 Wähler 1874 4 6,7 1877 5,5 9,1 1878 4,8 7,5 1881 3,4 6,1 1884 5,9 9,7 1887 7,8 104 1890 13,9 19,6 1893 16,8 23,2 1898 18,4 27,1 1903 24,1 31,7 : 5825 an [5825 gesucht. :e allen seilen Meres aus zen. 5785 j. MonaH endsauchln 12 bei Römer. «rbeitchu. en versieg ig. Gefl Lss. , -.Sl erb. »fort 9e. sucht, "er, 1 20. ' (5264 "g 12. gekündigter - größeren 1. Lklober Jen losten ■guscbt,*®1’ lieb verO. “ Berlins.111 Mbl_j2S Schn-HU SOÄ lll 15846 reniadril. fijti [03572 irenlabcn, iftrii cher such, otnv arbeit er» PUgesuchl. ÜÜllg, MW gesucht. aße 23. Wach dem Tode des Japstes. Vermischtes. alle unversorgt sind. § Ober-Seemen, 28. Juli. Der hiesige Lehrer S. hat vor einigen Tagen eine Ferienreise auf einem selbst! konstruierten Boote unternommen, die glücklich von statten gegangen ist. L. ließ das Fahrzeug auf einem Wagen nach Hanau bringen und bestieg es dort mit einem hiesigen Schulknaben. Die Reise ging den Main abwärts in den Rhein bis Ruhrort, von wo aus die Rückreise per Bahn angetreten wurde. -h-. Vom oberen V ogelsberge, 28. Juli. Em Regenbogen bei Nacht wurde vor einigen Tagen hier beobachtet. Die Farben desselben waren aber viel matter I als bei einem Tagregenbogen. — In der Gemarkung Volkartshain wird in Kürze ein großer Fohlentummelplatz hergerichtet, da gerade die Pferdezucht in hiesiger Gegend seit einigen Jahren einen bedeutenden Aufschwung ge- beteiligten Landwirte keineswegs dre beab- {1 rhti n te.n Vorteile aebabt. Die teilweise recht un- die „Westminster Gazette" fesselnd zu plaudern: „Müssen wir alle sterben?" fragte einmal ein Knabe, und als ihm dies bejaht wurde, sagte er weiter: „Und wer wird dann den letzten Menschen beerdigen?" Ein kleines Mädchen ver- grub eines Tages einen Zettel mit der Aufschrift: „Bitte, Herr Teufel, kommen Sie und holen Sie die Tante ab." Ein Lehrer an einer Schule in Manchester stellte eines Tages an die 30 Schülerinnen seiner Klasse die Frage, was ihnen auf der Erde am schönsten erscheine. Fünf Kinder nannten den Mond und die Sterne, zwei die Sonne und eines die untergehende Sonne. Zwei Kinder nannten Blumen, zwei Landschaften und zwei Vögel. Nicht eines wählte das menschliche Antlitz! Andere Kinder bezeichneten als Schönstes, was ! sie gesehen, den Schnee, den Regen, einen Schmetterling, das Fell eines Tigers, Salz, Silber, Gold, eine Brosche, rosafarbige Seide und — den Union Jack (die britische Nationalflagge). * Schwamm drüber! Ein einfaches Mittel gegen Tabaksqualm wird in der Zeitschrift „Fürs Haus" angeben: Man taucht einen großen Schwamm in kaltes Wasser, drückt ihn nicht zu fest aus und hängt ihn an die Decke möglichst in der Mitte des Zimmers auf. Der Schwamm saugt langsam den Rauch in sich ein. Bei starkem Rauchen muß man jeden Tag den Schwamm anfeuchten. In den mit Tabaksrauch ost reichlich angesüllten,, aber meistens nicht genügend gelüfteten Wirtsstuben dürfte sich die Verwendung mehrerer Schwämme empfehlen. — So ein stets bereiter Schwamm konnte auch ab und zu den schlimmsten Krätschern zur Abkühlung auf den Kopf aus- gedrückt werden. Aus Stadt und Saud. Gießen, den 29. Juli 1903. Sorbonne, Henry, gesunden. * Tödliche Radlerunsälle. Ein Radfahrer, welcher in Bochum zwtschen ein Lastfuhrwerk und einen Straßenbahnwagen geraten war, wurde beim Ausweichen von dem Lastfuhrwerk überfahren und sofort getötet. Aehn- lich erging es einem 18jährigen Agenten in einem elsässischen Orte. Er sank während des Radelns plötzlich tot von seinem Rade, wohl durch die große Hitze von einem Herzschlage getroffen. . . . * Ueber die Beleidigung einer ganzen Stadt berichtet die „Nordd. Allg. Ztg.": Im Bericht der Handelskammer in Magdeburg war mit Bezug aus die Diebstähle an Schifssgütern gesagt worden: „In Aken an der Elbe hat keiner dem andern etwas vorzuwerfen, weil sie alle „machen" (das heißt gestohlene Schiffsgüter zu außergewöhnlich billigen l Preisen verkaufen)., der eine im kleinen, der andere im l großen." Der Magistrat von Aken hat von diesem Bericht Kenntnis erhalten und beschlossen, wegen der gegen die Einwohner der Stadt erhobenen Verdächtigungen gegen die Magdeburger Handelskammer vorzugehen. • Drei W ilderer von einer Lawine verschüttet. Aus Interlaken wird gemeldet: Ein Tourist sah am Freitag unter einem steilen Abhange der Pulegg unweit der Jsenfluh im Berner Oberlande einen menschlichen Kopf aus dem schmelzenden Schnee ragen. Nachdem er seinen Fund genieldet hatte, wurde die Leiche mit noch zwei anderen Leichen, die gänzlich vom Schnee verschüttet gewesen und gut erhalten waren, geborgen und nach Wilderswyl gebracht. Man hatte dort schon seit langem auf die Schneeschmelze gewartet und drei Särge bereitgehalten, um die Toten aufzunehmen. Es waren junge Wildsrevler aus Wilderswyl, die im vergangenen Dezember, also zu emex Zeit, wo das Schweizer Jagdschutzgesetz die Gemsjagd verbietet, auf einer Pürsche von der herabdonnernden Lawine überrascht worden sind. Nur einer war verheiratet. * Eindrücke uud Verständnis des KindeS. Ueber die Eindrücke und das Verständnis des Kindes weiß nomnien hat. _ , t. sd. Darmstadt, 26. Juli. In Friedberg fand! gestern im Hotel Trapp aus Einladung des Verbandes der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften eine Versammlung statt, die von den Vertretern zahlreicher landwirtschaftlicher Vereine gut besucht war und in welcher der Anwalt des Allg. deutschen Verbandes landw. Genoffen- schasten den Vorsitz führte. Es wurde die Gründung einer Hauptgenossenschaft mit dem Sitz in Friedberg beschlossen und zu Direktoren gewählt Landtagsabg. O. Hirsche! !und Oekonomierat Sch lenke. Zum Präsidenten des Aussichtsrats wurde Kammerpräsident Geh. Rat Haas, zu dessen Stellvertreter Landtagsabg. Köhler- Langsdors gew ählt. Sämtliche anwesenden Genoffenschaften traten der Haupt• Braunschweig, 28. Juli. Eirü seltener Fall von tätlich verlausener Schlafsucht hat sich in Blankenburg zugetragen. Am Morgen des 16. Juli kam der Schutzmann Ernst Bünger vom Wachtdienst nach Hause und legte sich schlafen, ohne daß bei ihm irgend welche Gesundheitsstörungen bemerkbar gewesen wären. Aus diesem genoffenschaft bei. Kassel, 28. Juli. Die Schwierigkeiten imGe- treidehandel werden in dem soeben erschienenen 2 Teil des Jahresberichts der hiesigen Handelskammer, abgesehen von der Lahmlegung der deutschen Getreidebörsen, vor allem auf das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen und die Ko rn l a g e r y a u s e r zuriickgeführt. Wie der Bericht bemerkt, wird auch von landwirtschaftlicher Seite offen zugegeben, daß der Gewinn beim Getreidehandel auf ein solches Minimum hcrab- gedrückt worden ist, daß der Händler das 5ntcrcj)e an i der Branche verlieren müsse und den Getreidehandel eigentlich nur noch, deshalb betreibe, um sich dadurch Abnehmer für Futter- und Düngemittel zu erhalten. Andererseits haben aber die Kornlagerhäuser für bte beteiligten Landwirte keineswegs dre b- sichtigteu Vorteile gehabt. Die teilweise recht günstigen Ergebnisse der Kornhansverwaltungen srnd ja bekannt; ob diesen Verhältnissen eine Ermunterung zur Errichtung neuer Kornlagerhäuser entnommen werden kann, müsse hoher als fraglich bezeichnet werden. Dennoch wird in unserem Bezirk zurzeit der Bau von Wer neuen derartigen Anlagen betrieben. Daß die Genossenschaften dabei ihren Geschäftsverkehr keineswegs auf den Kreis chrer Mitglieder und Geno;fen beschränken oder, doch bisher beschränkt haben, daraus wird gar kern Geheimnis gemacht.. Von mehreren Brauereien an klerneren Orten des Bezirks wird über die immer mehr überhand nehmende Einführung von kommunalen Biersteuern Beschwerde geführt. Die Brauereien müßten die Mehrbelastung selber übernehmen, um ihre Kundschaft nicht W verlieren; die. Steuer wirke daher keineswegs als eine Berbraucl)sab gäbe, sondern als eine Sonderbesteuerurrg des Gewerbes. Rom, 28. Juki Heute wurde eine geheime Kardinaloersammlung abgehalwn und rn der Sixtinischen Kapelle Trauergottesdienstc für den Papst. Demselben wohnten außer 52 Kardinalen das diplomatische Korps, der Großmeister des Malteserordens, der Adel und wenige Geladene bei. In der Mitte der Kapelle war ein prächtiger, von der Tiara gekrönter, von brennenden Kerzen umgebener Katafalk errichtet Die Nobelgarden hielten an ihm Wache. Die Kardinale in violettem Trauerornat betraten in feier» lichem Zuge die Kapelle, begleitet von Nobel- und Schweizergarden. Serafino Vanutelli zelebrierte die Trauermesse. Alsdann vollzogen die Kardinäle Agliardi, Vincenzo Van- nutelli, Satelli und Richard vor dem Katafalk die Zeremonre der Absolution. Kurz nach 12 Uhr war die Feier beendet — Die Aerzte er Hären den Zustand des erkrankten französischen Kardinals Richard für nicht besorgniserregend. — Die Kandidatur V a nn u 1 ellis für die Tiara wird immer mehr als die aussichtsvollste bezeichnet. I Das Blatt „Pattia" will erfahren haben, daß der Kaiser und die Kaiserin von Rußland Ende Oktober nach Rom kommen und im Quirinal Wohnung nehmen werden. Sie werden den neuen Papst besuchen, dieser Besuch würde aber von der russischen Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhl aus gemacht werden. Berlin, 28. Juli. Heute fand in der katholischen Garnisonskirche in der Hasenhaide ein feierliches Requiem für den verstorbenen Papst statt, an dem sämtliche katholischen dienstfreien Offiziere der Garnison teilnahmen. Die Katholischen Mannschaften aller Truppenteile waren in Paradeuniform erschienen. Vor dem Hochaltar war ein Katafalk erbaut, der mit den päpstlichen Insignien geschmückt war. Das Totenamt wurde vom Generalvikar Vollmar zelebriert. — In der St. Hedwigskirche wurde heute eine zweite trauer feier für den Papst abgehalten. Breslau, 28. Juli. Heute fand eine Trauer feier für den Papst Leo XIII. statt, an der die gesamte Tom- geistlich feit, sowie die Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden teilnahmen. _ Paris, 28. Juli. In der Rotte Dame-Kirche wurde heute vom Nuntius Lorenzelli ein feierlicher Trauergottesdienst für den Papst abgehalten. Präsident Loubet, Ministerpräsident Eombes uno mefjrere Minister sandten Vertreter zur Teilnahme. Unter den Anwesenden befanden sich Minister Deleasse, Kriegsminister Andre, Frau 'Loubet, Wtt^ieder des diplomattschen Korps, Deputierte, Senatoren und Vertreter von Vereinen. Bor der Kirche! hatten sich trotz des Regens einige Neugierige eingefunöcn. Eine Person, die Schmahrufe auf die Geistlichkeit ausstieß, wurde verhaftet. Als der Kriegsminister Andre nach Beendigung des Trauergottesdienstes aus der Kirche trat, ertönte ein Pfiff. Der Manifestant, Redatteur eines sozial- demottatischen Blattes, wurde sofort verhaftet. 'Wegen der nach der Trauerfeier in Notte Dame vor der Kirche veranstalteten Kundgebungen wurden ad)t Personen verhaftet; die Verhaftungen wurden nicht aufrechterhalten. *♦ Einen Apfelblütenstrauß brachte man uns als Seltenheit für diese Jahreszeit heute auf unser Rc- daktionsbureau. Die Blüten wurden getrieben von einem! ^weraapfelbaurn des Kaufmanns G. Karnes, Steinstraße 12. Der Baum zeigt zugleich neun ziemlich aut entwickelte Aepsel. Es handelt sich nicht xtwa um einzelne, ifi wohl darin zu suchen, daß der Baum im Spätwinter l und Kneifen, machte auch, wenn man ihn führte, mechanische Heer uud Flotte. Die neuen Rohrrücklaufgeschütze. Bis zum Manöver d. I. ist in der deutschen Armee nach Mitterl- imgen aus unterrichteten Kreisen die Einführung von Batterien der neuen Mohr rücklau fgeschütze mge^n. 920X1)1 den diesjährigen Herbslübnngen werben von den Regimentern bei denen die neue Bewaffnung versuchswerje efriu geführt worden ist, eingehende Berichte über dw Lmstmigs- fädiakeit der Waffe eingesordert werden. Von diesen Gutachten wird es wesentlich abhängen, ob die Kanonen in der gesamten Armee zur Einführung gelangen. Gleichzeitig verlautet, daß die Erprobung der Geschütze auch mehrfach! im Scharfichießen erfolgen soll, wobei der Kaiser zugegen sein wird. Mit den bei der hiesigen Garde-Arttllerie probeweise eingeführten neuen Waffen ist man bis jetzt in den maßgebenden militärischen Kreisen recht zufrieden. Die DauerhGsttgkeit unt) Haltbarkeit des Materials läßt bis jetzt nichts zu wünschen übrig und der wesenttiche Vorzug vor den jetzt nock) im Gebrauch befindlichen alten Geschützen, erhöhte Feuergeschwindigkeit infolge Aufhebung des Rücklaufes nach dem Schuß, kommt bei allen Hebungen in der Batterie und in größeren Verbänden voll zur Geltung. Man glaubt, daß angesichts dieser Tatsachen die allmähliche Bewaffnung unserer gesamten Artillerie mit dem neuen Geschütz nach dem diesjährigen Manöver er- sttebt wird, wobei'man sich wahrscheinlich auch für Einführung der Schutzschilde entscheiden dürfte. UniverMs-Uachrichten. Karlsruhe, 27. Juli. Emer Abiturientin des hiesigen M ä d ch e u g h m n a s i u m S verweigerte die Universität München die Zulassung zum Studium der Medizin. Der Stadtrat wandte sich au den Oberschulrat mit dem Antrag, daraus hinzmvirken, daß die badische Regierung den Regierungen der übrigen deutschen Bundesstaaten mitteile, daß das Karlsruher Mädchengymnasium eine nach dem Lehrplan der Reiormgymnasien für Knaben eingerichtete Anstalt sei und in jeder । Beziehung, insbesondere auch hinsichtlich der Reifeprüfung, deu- selben Besliminungen unterstehe wie die Gyumasieu für die männliche Jugend. Nach einem Erlaß des Großh. Minisleriunis der Justiz, des Kultus und Unterrichts gedenkt dieses nun,, die Anerkennung der Gleichivertigkeit der von Mädchengynuiasien ausgestellten Reifezeugnisse mit den von Knabetigytunasien ausgestellten zu beantragen, sobald es Gewißheit Hal, ob das Reichsaint Ides Innern aus der Forderung besteht, daß die Abiturienünnen Gehbewcgungcn und öffnete auf lauten Anruf die Augen, um sie aber alsbald wieder zu schließen. Ernährt wurde der Kranke, der von drei Aerzten behandelt wurde, durch fluffige Nahrung; ein Stückchen Weißbrot, das man ihm in den Mund schob, kaute er zwar, vermochte es aber nicht zu schlucken. Heute morgen 6 Uhr starb der Kranke, ohne wieder zum klaren Bewußtsein gekommen zu sein. Ter Der- storbene hinterläßt Frau und fünf Kinder; er stand tm Alter von 33 Jahren. Bad Elster, 26. Juli. In dem hiesigen Bahnhofs- rcstaurant wurde der Wiener V i z e b ü r g er m e i st e r H o s- rat Abt festgcnoMinen. Abt bestellte sich Wern, warf mit den Flaschen um sich und zeigte durch sein Benehmen, daß er wahnsinnig geworden war. Zufällig anwesende ! Gendarnieriebeainte nahmen den Hofrat fest. Er war willig, umarmte und küßte die Beamten, ihnen Orden versprechend. Man brachte den Unglücklichen nach dem Gerichtsgefängnis zii Adorf, wo er in Tobsucht verfiel. Auf Intervention seiner Angehörigen wurde Abt gegen Hinterlegung einer Geldsumme für Ordnung des angerichteten Schadens bald entlassen und wird nach Wien befördert werden. * London, 28. Juli. Nach einer bei Lloyds einge-. gangeiten Meldung aus Pmtta Arenas vom 27. d. M. ist der Camburger Dampfer „Theben", welcher, nachdem er im Graykanal aufgefahren und bei der Cunningham-Insel an Land getrieben ist, um das Sinken zu verhindern, mit Hilfe von Nettungsdampferri wieder flott gemacht, -ver Dampfer erlitt beträchtlichen Schaden und geht zur Reparatur weiter. Seine Ankunft wird am 31. Juli erwartet. * Chur, 28. Juli. Am Sonntag stürzte beim Edelweißpflücken auf dem Piz Julies der in St. Moritz beschäftigte 21jährige Elektriker Max Sch wipp er t aus Koblenz ab und kam ums Leben. * Chambery (Savoyen), 28. Juli. Auf dem Val- noisepaß in einer Höhe von 3527 Metern wurde der st eich na m des Professors der philologischen Fakultät der zwar unter Beteiligung von ca. 40 Personen, über Homburg v. d. H. nach der Saalburg, wo nach angenehmer Fahrt und genußreicher Fußwanderung an vom Geist vergangener Zeiten geweihter Stätte manch treffliche Gesangsleistung unter der bewährten Leitung des Dirigenten Jäger erklang. Bel der Rückkehr nach Honiburg nahmen die gastlichen Hallen des Frankfurter Hofs die Teilnehnier auf. . )( L o n d o r s, 28. Juli. Ein ähnlicher Unfall, wie sich vor iingesähr einem Jahre am Eisenbahnübergang nach, I Kesselbach ereignete, passierte heute nachmittag i/z4 Uchr am Eisenb ahii-Ueb ergang an der Nordecker Sttaße. Das Geführt von .Dr. Wagner von hier wurde, von Nordeck Tomin ent), von der Lvtornoiti v e des von Gießen to nun cito en Zuges ersaßt. Dr- Wagner, der selbst fuhr, wurde zu seinem großen Gluck aus dem Wagen geschleudert und erlitt nicht tue gerumste Verletzung. Der Wagen wurde ganz demoliert, dasj Pserd vom Zuge ein Stück fortgeschleift und vollständig zerrissen. Daß 2>r. Wagner das Läutewerk des Zuges zu spät vernommen hatte, war wohl schuld, baff er sein junges Pferd nicht mehr zum Stehen bringen konnte. Der Zug konnte ohne Verspätung seine Fahrt sortsetzen, da nur dre Lokomotive ein wenig beschädigt wurde. h. Wallenrod, 26. Juli. Gestern nachmittag fuhr der Landwirt Joh. Habermehl 9. mit seinen Kindern in eine Lehnikaute, um einen Wagen Lehm zu holen. Er arbeitete erst den Lehm los und unterhöhlte, um gute Erde zu erhalten, die fast 3 Meter hohe Erdwand. Plötzlich rutschte die überragende Erdmasse ein und begrub ihn voll - ständig. Auf das Geschrei der Kinder eilte der Steinklopfer Henkel von der nahen Chaussee herbei und arbeitete ben Unglücklichen heraus. Er wurde sofort, da man schwere Verletzungen vermutete, in das Krankenhaus nach Lauterbach gefahren, wo der Arzt feftfteUte, daß ein Bein zweimal gebrochen, das andere ans dem Gelenk gerissen ist und zwei Rippen entzwei sind. Innere Verletzungen sollen nicht vorliegen. Der Unglücksfall findet hier die größte Teilnahme, da der bei jedermann geachtete Betroffene in feiner Familie schon viel Unglück erlitten hat und seine vier Kinder noch Belgrad, die sie sicher in der Achdmg Europas-Ächti«. I versetzt tiätte, zunächst euunal versuchen würden, drrrch ruhiges Vor» int . . ,llt Entwickelung brachte, die hatten die Erinnerung an das Geschehene emigeruiaßenIvon Mütenknospen ^icht zur ^nmaetu '^ue ÄÄSÄTÄ tt Ä &* Kj ’s ’S” Ä .uch Ziele der Politik der Mächte - ^ kung des Friedens — entgeaenaibeiten und nur deshalb unschädlich ftrto, weil die Mächte es schon verstehen werden, einer dejr- arttaen serbischen Taktik angemessene Schranken zu setzen. Wie der Privatsekretär des Fürsten Ferdinand der sJte* Aktion eines Koburgec Blattes mitteilt, äußerte der Fürst, dem die Redaktion folgendes Privattelegramm vorlegen ließ: „Die bulgarische Regierung verlangt auf diplomatischem Wege die Eruierung und Besttafung der Persönlichkeiten, die Gerüchte von einer ungeMidjen Flucht des Fürsten weiter verbreitet haben, „ihm (dem Fürsten) ser der Inhalt noch unbekannt, er halte das Telegramm für ruhtig." Ferner äußerte Fürst Ferdinand, die Urheber der über ihn von Serbien aus verbreiteten böswilligen Ger-üchte seien unter Personen in unmittelbarer Um- nebung des Königs Peter zu suchen. — Fmrst H-er- dinand reiste am Dienstag nachmittag mit den übrigen zum Todestage des Prinzen August in Koburg erschienenen Mitgliedern des Hauses Koburg-Kohary nach München. Er begiebt sich von dort sofort auf seine Güter in Ungarn. W M hü ; AS' 50 000 im Gebrauch. U W M b [Qffen und ien Stadt er Handels- rer Abe hat le »machen* nlich billigen andere im iejem Bericht gen die Ein- n dieMagde- sahrer, west und einen Ausweichen VM Aehn- 1 elsässischen von (einem Herzschläge dem Val. wurde der Fakultät der ds eilige, d- M. ist yem er $tr -m gtepi, i ettoattei. beim Ebel, Moritz bc- p°rt aus .. tut0 \ wine Der« Ein Tourisl - Pulegg un« Nachdem x. xä, nofy jwii Mt geroejen ilderswyl ge- \\ die Schnee- lien, um die tdftevler au§ also zu eine; vemsjagd ver- mden Lawine ratet, es Kinde?. ; Kindes weij im: und als ib-' ,er wird dair Loschen oer« hch: M ne Xante ab. ie eines W o» was ihv^ Binder nanM und eines w Blumen, $rot! tte das meG Schönstes, n>° 1 metfcrlmg« d°- ; Brosche, * ! *N*'‘ ! glitt«} i ^ri,t > unfw‘5 g ■ fffi ä u sofl (tf’ °°r roiaiq ;r,p«W, f.9ef«ngni§ lon. feiner "d- i ftsig- ln den W iu S'Milet 8*lH b. >°°ri Nehmen des Mädchengprnnasrums behufs Zulassung zum Studium der Medizin sich auch em Reifezeugnis an einem Knabengymnasium zu erwerben haben. — Die Akademie für praktische Medizin, die für Düsseldorf in Aussicht genommen war, kommt nach Köln, das für diesen Zweck 3000 Fremdenbetten und die nötigen Hörsäle zur Verfügung gestellt hat. Düsseldorf soll eine kleinere Abteilung der medizinischen Akademie erhalten. — Die Wahl des Geh. Regierungsrates Professors Dr. ing. Ende zum Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin für das Jahr vom 1. Oktober 1903 bis dahin 1904 und die Wahl des Professors Dr. Joachim zum Stellvertreter des Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin für das Jahr vom 1. Oktober 1903 bis dahin 1904 ist bestätigt worden. — Der bisherige Privatdozent an der Universitäl zn B e r l i n und Direktorialassistent bei den Königlichen Museen daselbst, Dr. Erich Pernice, ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität zu Greifswald ernannt worden. — Dem Prioatdozenten in der medizinischen Fakultät der Universität Halle, Dr. Ernst Bahlen, ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. — Dem Lehrer am Zahnärztlichen Institut der Universität Breslau, Zahnarzt Dr. Hans Riegner, ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. — Der in den Eisenbahnabteilungen des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten beschäftigte Eisenbahnbau- und Betriebsinspektor, Professor Lauer, ist zum etatsmäßigen Professor an der technischen Hochschule zuBerlin ernannt und wird nebenamtlich als Hilfsarbeiter in den genannten Eisenbahnabteilungen weiter beschäftigt. — Der Kösener Korps st udenten- Kongreß hat nach dem jetzt vorliegenden offiziellen Bericht bezüglich der Pistolenduellfrage eine Resolution gefaßt, daß Realinjurien, besonders solche, die in Trunkenheit oder Erregung gefallen sind, an sich nicht immer Grund zu Pistolenforderungen sind. Die Be- stimmung, daß die Ehrengerichte möglichst mit alten Herren und älteren Semestern zu besetzen sind, wurde erneut eingeschärft. Der Kongreß beschloß ferner, die korpsstudentische Sammlung im Germanischen Museum in Nürnberg zu unterstützen. Pfingsten 1905 feiert der Kösener Verband das 50 jährige Stiftungsfest; zur dauernden Erinnerung wird eine Festschrift hergestellt werden, um deren Herausgabe der Gesamtausschuß des Verbandes alter Korpsstudenten gebeten werden soll. Eine Besprechung über den Trinkzwang führte zu der Resolution, daß übermäßiges Trinken zu vermeiden sei; indes wurde von mehreren Rednern hervorgehoben, daß ein Zwang heutzutage kaum mehr vorkomme. — Die Ausländer auf den d euts chen Urriversi- taten. Unter den 37 813 Studierenden, die gegenwärtig an den 21 deutschen Universitäten immatrikuliert sind, gehören 35 082 dem Deutschen Reiche selbst an, 2731 sind Ausländer, also 7,2 Prozent der Gesamtzahl; im vorigen Winter waren es 2875 gleich 7,9 pEt. und im Sommer v. I. 2783 gleich 7,6 Prozent der Gesamtzahl. 2299 stammen aus europäischen, 432 aus außereuropäischen Staaten, und zwar sind unter den ersteren vertreten: Rußland mit 860, Oesterreich-Ungarn mit 536, die Schweiz mit 253, Großbritannien mit 149; 67 kommen aus Bulgarien, 63 Rumänien, 56 aus Griechenland, je 45 aus Italien, den Niederlanden und Serbien, 44 aus Frankreich, 36 aus der Türkei, 82 aus Schweden und Norwegen, 27 aus Luxemburg, 14 aus Belgien, 11 aus Spanien, 10 aus Dänemark, 3 aus Portugal, 2 aus Montenegro und 1 aus Lichtensteins; Amerika ist mit 276 vertreten, Asien (zumeist Japan) mit 133, Afrika mit 19 (darunter ein Deutschost- afrikaner) und Australien mit 5. Die größte Zahl von Ausländern, 628, zählt die philosophische Abteilung, 616 studieren Medizin, 588 Mathematik und Naturwissenschaften, 351 Jurisprudenz, 199 Staatsund Forstwissenschaft, 146 Landwirtschaft, 124 evangelische und 23 katholische Theologie, 29 Pharmazie und 27 Zahnheilkunde. 876 sind in Berlin immatrikuliert, 406 in Leipzig, 257 in München, 197 in Heidelberg, 146 in Halle, 128 in Freiburg, 99 in Göttingen, 79 in Jena, 75 in Königsberg, 67 in Bonn, 66 in Straßburg, 54 Würzburg, 53 in Gießen, 51 in Marburg, 41 in Breslau, 37 in Greifswald, 30 in Tübingen, 25 in Erlangen. 17 in Kiel- 14 in Rostock und 13 in Münster. 7(3) Summa: 10 (3) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit am von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Die Entwöhnung der Kinder im Sommer ist schwieriger als in anderer Jahreszeit, da die Kinder sehr oft durch die Darreichung von Kuhmilch an Magen und Darmstörungen erkranken. Man giebt deshalb, lieber zuerst die Kuhmilch vermischt mit einer dünnen Suppe von Kufeke's Kindermehl, welches die Kuhmilch leichter verdaulich macht und den Nährwert derselben erhöht. Man erzielt auf diese Weise eine geregelte Verdauung, den besten Schutz gegen die sogenannten Sommererkrankungen. 5528 Schiffslmchrichten. Red Star Linie. Ter Postdampfer „Kroonland" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. Juli wohlbehalten in New- york angekommen. Berlin, 28. Juli. Der „Reichsanz." berichtigt seine gestrige Meldung über die Erklärung des Reichsbankpräs. Dr. Koch in der Zentral ausschuß-Sitzung der R e i ch s b a n k. Danach muß es darin heißen: Der Metallbestand sei um fast 100 Mill. Mk. geringer als in 1902, die fremden Gelder um 26 Mill. Mk. geringer und die durch den Barvorat nicht gedeckten Noten um 72 Mill. Mk. höher, um ebenwviel sei die Notenreserve geringer. MöiheuMe ilederficht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 29. Woche. Vom 12. Juli bis 18. Juli 1903. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 19,32, Familien Nachrichten. Verlo ble: Frieda Stern in Burkhardsfelden mit Levi Selig I. in Reichelsheim i. O. Handel und Verkehr. Uslkswirtschast. Berliner Börse vom 28. Juli 1903. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Die Börse begann in recht fester Tendenz, wohl vornehmlich auf die bessere Haltung des New-Horker Marktes. Das Geschäft nxrr jedoch sehr klein und nur auf dem Markte der Hüttenaktien entwickelte sich etwas mehr Lebhaftigkeit, sodaß die leitenden Papiere daselbst allgemein eine Kurssteigerung erfahren konnten. Die Prämienerklärung brachte jedoch allgemein Material auf den Markt und auch die Haltuny der Londoner Börse, an welcher ein Glasgower Fallissement einen neuen scharfen Rückgang in Minenwerten verursacht hatte, hatte ein Nachlassen unserer guten Tendenz zur Folge, sodaß die erzielten Kurserhöhungen durchgängig wieder verloren gingen. Kunst und Wissenschaft. Der Kaiser überließ dem kgl. Museum zu B e r l i n als Geschenk ein äußerst wertvolles Gemälde von Rubens, darstellend die Diana mit Nymphen, von Satyren verfolgt. Wie der „Mönestrel" berichtet, hat der russische Pianist Wassili Sapellnikow soeben eine Oper mit dem Titel „Der Khan und jein Sohn" beendet, dessen Text von Maxim Gorki stammt, dessen Werke soeben in einer guten deutschen Ausgabe im Verlage von Bruno Eassirer in Berlin erscheinen. Weisen. Von W ör l s R e i s e b ü ch e r n sind in diesem Jahre wieder mehrere in wesentlich verbesserten und ergänzten neuen Auflagen erschienen: Bergstraße, Odenwald und Neckartal, Fulda und die Rhön, Mainz und Wiesbaden. Alle diese Führer sind hübsch illustriert und mit Karten und Plänen versehen. Die Preise schwanken zwischen 50 Pfg. und 1 Mk. Sport. v. Londorf, 27. Juli. Das Sommerfest unseres Radfahrervereins Rabenau nahm gestern morgen 6,30 Uhr mit dem Vereinsrennen über 25 Kilometer seinen Anfang, in diesem siegte A. Weber-Geilshausen in 36 Mm. 45 Sek,, als Zweiter Schneider-Allendorf in 37 Min. 16 Sek., als Dritter Ehr. Aieden- bach-Londorf in 37 Min. 16,5 Sek. Beim Rennen über 10 Kilometer (31 Nennungen) siegten 1. Bauer-Gießen in 18 Min. 59 Sek., 2. Aumüller-Marburg in 19 Min. 59 Sek., 3. Schmalz-Gießen in 20 Min. 49 Sek., 4. Schneider-Allendorf in 20 Min. 51 Sek. — Beim Rennen über 25 Kilometer (29 Nennungen) siegten 1. Bauer- Gießen in 8 Min. 40 Sek., 2. Hamel-Gießen in 8 Min. 41 Sek., 3. Aumüller-Marburg in 8 Min. 56 Sek. — Im Trostfahren über 2,5 Kilometer (11 Nennungen) 1. Schwalb-Lollar in 4 Min. 32 Sek., 2. Methfessel-Büdingen in 4 Min. 36 Sek., 3. Rau-Wieseck in 4 Min. 43 Sek. Kriefkasten der Redaktü (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) H D. in St. Sie haben vollkommen recht, dieses „Antlitz* war nichts weniger als der „Inbegriff von allen Himmeln", von dem Faust in der Hexenküche redet. Doch war es schon Tollheit, hatt' es doch Methode. Uebrigens haben Sie wohl die Unterschrift nicht gelesen; es war also wohl ein Selbstportrait. Sie werden aber nicht mehr mit diesem Räuber Jaromir behelligt werden. H. R. Da hat allerdings ein böser Kobold der jungen Ehe Leopold Wölflings ein arges Prognostikon gestellt. Wir wollen dem pingen Paare wünschen, daß die Sache besser abläuft, als die spitze ^opltzmarke befürchten läßt. TffÄ’S eine Waschbrühe da, wenn schlechte Wasch- ■ mittel zu ihr verwandt sind, während bei der Anwendung von Gioths gemahlener Kernseife mit Salmiak und Terpentin sich ein schöner dichter Schaum auf der Brühe zeigt, womit sich noch einmal so -leicht waschen läßt. Jede Hausfrau, welche bequem ihre Wäsche reinigen und ihr Eigentum lange in gutem Zustande erhalten will, nehme Gioths gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin. Alleiniger Fabrikant: I. Gioth, Hanau a. M. — Preis per Packet 15 Pfg. 3735 nach Abzug von 3 Ortsfremden: 13,53 e/co. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom Tuberkuose der 1. Lebensjahr: 2.- -15. Jahr Lungen 1 1 — — Darmkalarrh 3 — 3 _ Brustfellentzündung KD 1(1) — — Lungenentzündung 1 (1) 1(1) — O—B Herzleiden 1 1 —- _ Blinddarmentzündung 1 1 — _ Leberentzündung 1 1 — — Nierenentzündung 1 (1) Kl) — — Privat-Diskont 3 Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit.... 208.40 208.25 Deutsche Bank 210.40 210.60 Darmstädter Bank . . 135.60 135.62 Bochumer Guß . . . 180.00 179.00 Harpener Bergbau 181.20 181.10 Schluß-Tendenz : still. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten nnd Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Ufc und von »bis 6 Uhr geöffnet. Es können eingestellt werden: 6 Pferdeknechte, 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 1 Kunstschlosser, 2 Schreiner, 1 Drechsler, 5 Weißbinder und Anstreicher 2 Handlanger, 1 Glaser, 1 Spengler, 2 Hausburschen, 18 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, 1 Zimmermädchen, 1 besseres Kindermädchen, 1 Laufmädchen, 2 Waschfrauen, 1 Putzfrau, 1 Lauf- frau, 2 Weißzeugnäherinnen, 1 Büglerin (auswärts). Lehrlinge: 1 Kellner, 2 Bäcker. Es suchen Arbeit: 8 Pferdeknechte, 4 Kutscher, 3 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Taglöhner, 2 Schmiede, 1 Maschinist oder Heizer, 4 Installateure, 3 Spengler und Installateure, 1 Metalldreher, 2 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 2 Schreiner, 1 Küfer, 1 Bäcker, 1 Glaser, 2 Weißbinder und Lackierer, 3 Erdarbeiter, 2 Heizer, 4 Hausburschen, 3 Diener, 1 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 1 Kinderwärterin, 1 Weißzeugnäherin, 1 Büglerin und Flickerin, 1 Wäsche- oder Plättemädchen, 2 Laufoder Putzfrauen. Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts, 1 Schreiber. 5860 I. V.: Wallet. 5827 Striiijii; m "" " „...... Die bei Herstellung der Wasserleitung für die Gemeinde Stumpertenrod, Kreis Schotten (Oberhessen), vorkommenden Arbeiten und Lieferungell, und zwar: art2 i / Titel I: Quellfassungsarbeiten, ~05 l „ II: Hochbehälter (120 Kbm.), Qoa 2 J „ HI: Röhrengräben, * l „ IV: Rohrlieferung und Verlegungsarbeiten, (ollen durch schriftliches Angebot vergeben werden. Pläne und Bedingungen sind bet der unterzeichneten Behörde, letztere auch bei der Großh. Bürgermeisterei Stumpertenrod einzusehen; Bedingungen und Angebotsvordrucke gegen postfreie Einsendung von 1 Mark — Bargeld — für jedes Los nur von uns beziehbar. Angebote sind unter Benützung der Vordrucke verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 15. August 1903, vormittags 12 Uhr, auf unserem Büreau, Jrankfurter- Nraße 29, einzureichen. Eröffnung in Gegenwart der Anbieter. i)-reie Auswahl bleibt vorbehalten. — Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 27. Juli 1903. Großh. Kulturiuspektiou Gießen. Statt besonderer Anzeige. Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Joseph Löwenberg und Frau Sophie, geb. Liebmann. Gießen, den 28. Juli 1903. 5854 Gießen, den 24. Juli 1903. 5784 Der Branddirektor: Traber. Ausnahme-Preise billigen Preisen. 5319 45cba«mberger Mardurgerstratze 22. Telephon Nr. 376. für d e Monate Juli und August. FHma Haysbrand-ICohäen von den besten Zechen, 1.15 Mk. per Eentner. Bei Abnahme von 30 Eentner an frei Keller. Anthracit"iCoh!!en »cr U- L45 Bei Abnahme von 30 Eentner frei Keller. Hungener Briketts „Grube Friedrich“ frei Haus S5 Pfg. per Ceutuer. Ferner empfehlen unsere großen Läger in silbergrauen Falzziegeln, Brettern und sämtlichen Bauartikel» zu sehr MWk WUmmch Donnerstag den 30. Juli d. I., abends 8l/3 Uhr im Tnrnrhause am Braud: Uebrmg -er 1. M Z. Rotte fandwirtschaftlklie * Avnkllvns 1903 10.-14. September einfchl. auf dem Trieb zu Giessen. Die Bewirtschaftung der mit elektrischem Licht, Wasserleitung, Tischen und Bänken versehenen Festhalle soll in öffentlicher Ausschreibung verpachtet werden. Geeignete Bewerber wollen ihre Angebote bis zum 3. August (einschließlich) verschlossen mit der Aufschrift „Pachtgebot auf die Festhallenwirtschaft" bei dem Unterzeichneten einreichen. — Die Verpachtungsbedingungen, welche zu unterschreiben und den Angeboten beizufügen sind, können in der Bahnhofsrestauration eingesehen, auch gegen Zahlung von 50 Pfg. bezogen werden. Gießen, 28. Juli 1903. 5849 I. A.: Jcau Kirch. Erst« Nchem Ziegeit-Wimm. s CI. Juli 1903, abends 81/, Uhr: General-Versammlung bei Gastwirt Sauer, Oswalds Garten. Tages-Ordnung: Ziegenschau mit Prämiierung und Verkauf von Zuchtmaterial. Der Vorstand: Noding. 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Sum bevorstehenden Saison-Neuheiten 6780 in 6866 1 1 BBBygssw fliVSWÄLDT S| F* ist doch der beste ^JJJg i 6866 L* N mir dem e L ? nah und fern.’ g 87 953 75 84 47084 224 320 80 88 89 409 518 25 34 38 49 94 99 $4 Suchard M CZ3 (5345) 88 mden 2000 2000 6000 5000 2000 8000 612 805 644 256 31 51 80 63 57 71 676 79 118 erster Qualität, sowohl Tafel- als auch für seine ten Dessert-Chocoladen; werden daher auch mit für seine so belieb- dieselben Recht be- 67 578 68 506 1 1 A 6 * 79 12 86 3 Ä i vorzugt. Suchards Velma (Dessert- Chocolade) und Suchards Milka (Milch-Chocolade) verdienen besonders erwähnt zu werden. 82 800 31 750 80 83 82 83 526 -rr 6 6 t. X i 8 für Haushaltungen bis zum Werte von Mk. 10 OOO , 20 OOO „ 30 OOO <• rr Los 1 M., 11 Lose 10 M. Bienen-Lose nur 50 Pf. Sofortige Baraoazahhiüg aller Gewinne mit 80 °/0. 1413 Gew. i. W. von M. 10 000 Ziehung 30. Juli 1903. Porto q. 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