153, Jahrgang Montag ÄS.Jnm isyg Erstes Matt Deutsches Keich. dem d, Hoeck-Tithmarschen, it>t, Pachnicke Parchim, sticke Dessau. Fröhlich-Ost- und West- attmann-Kaffel, Lieder-- Peter 1. Wie aus Belgrad telegraphiert wird, gewinnt der König tmmer mehr Sympathien.' Er macht häufig Spazierfahrten durch die Stadt, wobei er der Gegenstand herzlicher Ovationen ist. Freudig wird begrüßt, daß fast alle Staaten auf die Notifizierung der Thronbesteigung geantwortet haben. Nur die Antlvorten Englands, Hollands, Belgiens und Griechenlands fehlen noch. Auf Anweisung aus Belgrad verläßt der serbische Gesandte Konstantinopel nicht, sondern verbleibt bis zum Eingang weiterer Anordnungen dort. Ter Sultan hat die Anzeige der Thronbesteigung Peters freundschaftlich beantwortet. Der Sekretär des Sultans in Neuadowitsch erklärte gegenüber dem Korrespondenten der römischen „Tribuna", Serbien werde sich in der Angelegenheit des Königsmordes jede Einmischung Europas entschieden verbitten. Die Führer aller Parteien hielten eine Konferenz ab. Man will, da Serbien ein national einheitlicher Staat ist, jetzt, wo der hundertjährige dynastische Kampf beendet ist, keine Fortsetzung der Partcikämpfe zwischen Radikalen und Liberalen. Tie Fortschrittliche Partei, die östreichisch geAie Parteien im Reichstag. Zentrum 101 (106). Aichbichler-Jngolftadt, Aigner-Kehlheim, Prinz v. Aren- berg-Schleiden-Malmüdy, Dr. Bachem-Creseld, Graf Ballestrem- Gleiwitz, v. Bauer-Wasserburg, Bauermeister-Hildesheim, Baumann- Kitzingen, Beck-Aicha, Dr. Becker-Siegkreis Waldbroel, Breuer- Bergheim, Bumiller-Hohenzollern, Burlage-Oldenburg, v. Co- walczyk-Pleß, Dr. Dahlem - Unter-Westerwald, Dasbach-Prüm- Witburg, Engelen-Meppen, Erzberger-Blberach, Eulcr-Recklmg- hausen, Fehrenbach-Etten'heim, Frank-Ratibor, Fritzen-Kempen, Fritzen-Rees, Fuchs-Ottweiler, Fußangel-Arnsberg, Gerstenberger- Aschaffenburg , Glettsmann-Landshut, 'Glowaßky-Groß-Stretzlitz, Gröder-Blaubeuern, Hartmann-Glatz, Hebel-Illertissen, Tr. Heim- Neustadt a. d. Warthe, Herold - Tecklenburg, Dr. Freiherr von Hertling-Münster, Hinterwinkler-Teggendorf, Hirschberger- Allenstein, Dr. Hitze-Alünchen-Gladbach, Hofmann-Ellwangen, Holz- apsel-Schweinsurth, Graf Hompesch-Düren, Horn-Neisse, Hubrich- Falkenberg, Hug-Konstanz, Humann-Bieleseld, Jtscherl-Höchst, Dr. Jäaer-Dillingen, Kalkhos-2lugsburg, Kirsch-Düsseldorf, Klose- Leobschütz, Kohl-2icumarkt, Krebs-Braunsberg, Krolik-Beuthen, Lehemeier-Traunstein, Lender-Achern, Leser-Ravensburg, Linder- Kaufbeuern, Marbe-Freiburg-Baden, Dr. Marcour-Cleve, Moritz- . Dekmmtumchung. Betr.: Reichstagswahlen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß in dem I. Wahlkreise des Großherzogtums Herr Kommerzien- rat Louis Heyligenstaedt zu Gießen mit 10 601 von 18446 giltig abgegebenen Stimmen zum Reichstagsabgeordneten gewählt worden ist. Gießen, den 29. Juni 1903. Der Wahlkommiffär: Dr. B r e i d e r t. Hofmeister-Glogau, Ätonuntzn Polthoff Waldeck, Riff-Slras । Antise Böckler-Schlochau, Bri Sternberg, Graefe-Bautzen, , i Berlin, 28. Juni. Der Kaiser übersandte ,^Lok.-Anz." zufolge dem italienischen Flottenverein sein Bild in Lebensgröße mit eigenhändiger Unterschrift. — Kaiser Wilhelm wird während seines Jagdausfluges ins östreichische Gebiet auch in Wien Anfent- balt nehmen. Ob er Pest besuchen wird, steht noch nicht sinnt ist, gilt politisch als tot seit Bekanntgabe des Ge- heimvertrags mit Oesterreich, nack welchem die Dynastie Obrenowitsch mit bewaffneter Hand geschützt werden sollte. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Nr. 149 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche belgelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'lchen Unwers.-Buch- u. Steindrucke re, (Pwtsch Erbens Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Ädresle für Depeschm: «uzetger Gießen. Ferniprrchanichtuß Nr. 6L Jreisiunige Vereinigung 9 (15). Dove-Wittenberg, Go! Volitische Tagesschau. eine neue schwere englische Niederlage im Somalilande wird durch die „Agence Ha Vas" aus Dschibute gemeldet. Die zuerst von französisch-offiziöser Seite übermittelte Nachricht lautete: Der Mullah hat fünf Posten zwischen Burao und Bohotle vernichtet; 39 englische Offiziere sind gefallen, 2000 eingeborene Soldaten wurden gefangen genommen. — Allem Anschein nach sind die englischen Verluste bei weitem bedeutender, als die erste Meldung an gibt. Jedenfalls war es wieder die alte Plan- und Sorglosigkeit, sowie militärische Unfähigkeit der Führer, die, wie im Burenkrieg, die Schlappe verschuldet hat. In London hatte man vor wenigen Tagen beschlossen, ein größeres Expeditionskorps, vorwiegend aus indischen Truppen bestehend, unter Führung des bewährten Egerton, nach dem Somalilande zu senden, um den Mullah völlig zu vernichten, während gleichzeitig das italienische Küstengebiet von britischen Kriegsschiffen nach heimlichen Munitiousniederlagen für den Äiullcch abgesücht werden sollte. Das englische offiziöse Telegrapyenbureau hat zwar den Auftrag, diese Schlappe abzuleugnen, bereits erfüllt, findet damit aber keinen Glauben. Es wird im Gegenteil gemeldet, daß auch in London private Meldungen emge- trosfen seien, wonach die Truppen des Mullah die Engländer zwischen Bohotle. und Burao überraschten. Es entstand ein furchtbarer Kampf. Man fürchtet, daß die englischen Verluste noch bedeutend größer sind, als zugestanden wird, und ist über das Schicksal «der anderen in diesem Gebiete befindlichen Streitkräfte sehr beunruhigt. Ausland. London, 27. Juni. König Eduard wird sich am 8. Juli mit dem Präsidenten L o u b e t nach Schloß Windsor begeben, wo letzterer im Mausoleum von Fragmore auf dem Grabe der Königin Viktoria einen Kranz niederlegen wird. Von Windsor aus begrbt sich der König mit seinem Gaste nach Altershott, wo nachmittags eine Truppenschau statt findet. Paris, 28. Juni. Der Anarchist Parmeggini, in dessen Wohnung für ca. eine Million Franks- Wertsachen entdeckt wurden, wurde gestern verhaftet. Er erklärte, er sei nicht mehr Anarchist und beschäftige sich jetzt mit dem Verkauf von Kunstgegenständen. Drei Frauen, die in seiner Wohnung anwesend waren, wurden ebenfalls verhaftet. Rom, 28. Juni. Heute mittag wurde im Garten der Basilika des heiligen Johann im Lateran der Grundstein zum Denkmal gelegt, das die Arbeiterinnen der verschiedenen Staaken zu Ehren des Papstes errichten. Konstantinopel, 27. Juni. Auf der Jönction- Bahn Saloniki-Konstantinopel explodierte vorgestern abend vor der Station Demirbehli eine D y n a m i t b o m b e. Das Geleise und die Lokomotive wurden beschädigt, Personen nicht verletzt. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Einige Bulgaren wurden verhaftet. — Nach einer Meldung aus Paris sprach sich Reichs- karrzler Graf Bülow einem Mitarbeiter des „Gaulois" gegenüber über den Werdegang des deutschen Individualismus aus. Der eminente Fortschritt bekundet sich nach Ansicht des Kanzlers in unferm Gruppenindividualismus, einer Erscheinung, mit der man aus politischem, ö. anomischen und professionellen Gebiete rechnen müsse. Graf Bülow rühmte die Gabe der Deutschen, sich der Manneszucht zu unterwerfen, was ein Glück sei, da nichts schwieriger sei, als zehn Deutsche zu einer Meinung zu bekehren, wenn sic nicht Mitglieder einer Verbindung seien, die von ihren Anhängern die Annahme eines bestimmten Programmes fordert. Der Kaiser in Kiel. An dem Stapellauf des Kreuzers »Ersatz Kaiser" nahmen die Admiralität, Generalität, die Offiziere der hier ankernden Kriegsschiffe, die Offiziere des im Hafen liegenden amerikanischen Geschwaders, die Diplomaten, die Spitzen der Zivilbehörden und andere teil. Um 10 Uhr trafen der Kaiser und die Kaiserin sowie die Prinzen mit dem Reichskanzler ein. Graf Wald er fee hielt die Taufrede und führte aus: „Da das Schiff einen Ersatz bieten soll für dasjenige, das in Erinnerung au bte Wiederaufrichtung des deutschen Kaisertums den Namen „Kaiser" getragen hat, ist es der Wille Sr. Majestät, daß es den Namen erhalten soll eines Mannes, der in den schweren Jahren, die der Einigung Deutschlands vorangingen, dem hochseligen Kaiser ein treuer Gehilfe gewesen ist. Es ist der Name Desjenigen gewählt worden, der, gleich bedeutend als Soldat und Staatsmann, von seinem Kriegsherrn auserwählt war, das große Werk der Armeeorganisation, diese Grundlage für die weit ausschauend angelegte Politik, schaffen zu helfen, des Mannes, der als Kriegsminister und später als Marmeminister durch die Zeit, die wir die Konfliktszeit zu bezeichnen gewohnt sind, die heißen Kämpfe furchtlos und treu, niemals erlahmend und niemals zurückweichend geführt und dadurch seinem kaiserlichen Herrn die arößten Dienste geleistet hat. Er vollendete das Werk und durfte erleben, zu sehen, rote es sich in drei großen Kriegen glücklich bewährte und die Bewunderung der ganzen Welt erregte. Keme schönere Anerkennung konnte ihm zuteil werden, als die, daß König Wilhelm ihm am 'Abend der Schlacht von Sedan zuries: „Sie haben mir das Schwert geschärft." Was königliche und kaiserliche Huld an Gnadenbeweisungen und Anerkennungen zu vergeben imstande sind, ist ihm geworden; aber das schönste Blatt in seinem reichen Lorbeerkranz ist wohl das, welches der Wett nicht so bekannt geworden und seine Beziehungen zu seinem kaiserlichen Herrn darstellt. Er diente ihm nicht allein treu und erfolgreich, sondern er stand (einem Herzen sichtlich nahe. Wer das von sich sagen konnte, muß em sehr reiner, edler Mann gewesen sein. Als solcher steht er da im Gedächtnis feiner Familie und im Gedächtnis derer, denen das Glück zuteil geworden ist, ihm im Leben näherzutreten. Solange es rwch Menschen geben wird, die von Kaiser Wilhelm dem Großen und seinen Siegen hörten, da wird immer mitgenännt werden Gencral- feldmarschall Roon, und so taufe ich dich in Allerhöchstem Auftrage „R o o n"!" Vor der Abfahrt nahm der Kaiser die Vorstellung des ArbeiterausschusfeZ entgegen. Anläßlich deS Stapellaufs wurde vom Kaiser eine Anzahl Orden und Ehrenzeichen an Angestellte 'und Arbeiter der kaiserlichen Werst verliehen. Der Kaiser überreichte ferner an Bord der „Hohenzollern" den Pachtbesitzern der an der Regatta Dover-Helgoland beteiligt gewesenen Pachten die Siegerpreise und hörte darauf den Vortrag des Reichskanzlers. Die Kaiserin empfing die zum Stapellauf geladen gewesenen Mitglieder der Familie Roon in Audienz. Der Kaiser begab sich gegen 1 Uhr an Bord des amerikanischen Flaggschiffes „Kearsarge", wo er das Frühstück einnahm. Außer dem Kaiser begaben sich Prinz Heinrich, der Reichskanzler und der amerikanische Botschafter Tower an Bord des „Kearsarge", welcher die Flagge des Kaisers'setzte, nachdem sie auf der „Hohenzollern" niedergeholt war. An Bord des „Kearsarge" waren beim Kaiser geladen: Prinz Heinrich, Reichskanzler Graf Bülow u. a. Admiral Cotton dankte in einem Trinkspruch für die Aufnahme, die das Geschwader hier fand, und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Der Kaiser erwiderte in warmen Worten und drückte die Hoffnung aus, daß das amerikanische Geschwader nach kürzerer Zwischenzeit hier erscheinen möge, wie das anwesende. Der Kaiser trank schließlich auf dasWohl des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der Kaiser schenkte der Offiziersmesse des „Kearsarge" zum Andenken an den Aufenthalt auf dem Schiff eine silberne Bowle. Neustadt a. S„ Müller-Fulda, Nacken-Eupen, Tr. Opsergelt-Gelsen- kirchen, Osel-Kronach, Frbr. o. Pfetten-Regensburg, Dr. Pichler- Passau, Pingen-Köln-Land, Gras Praschma-Falkenstein, Ranner- Rosenheim, Dr. Rintelen-Trier, Roeren-Saarburg, Dr. Rügenberg- Adenau, v. Ravigny-Paderborn, Schädler-Bamberg, Schmidt-Warburg, Schmid-Jmmenstadt, Schuler-Schopfheim, Schüler-Kehl, Schwarze-Lippstadt, Sittart-Aachen-Stadt, Sir-Amberg, Dr. Spahn- Bonn, Speck-Eichsstädt, Stamm-Lohr, Etötzel-Essen, v. Strombeck- Heiligenstadt, Strzoda-Neusladt, Stupp-Neuwied, Szmula-Oppeln, Thaler-Würzburg, Frbr. v. Thünefeld-Weilheim, Trimborn-Köln, WaUenbord-Mayen, Wattendorf-Ludwigshaufen, Dr. Weißenhagen- Donauwörth, Wellstein-Koblenz, de Wüt-Mühlheim a. Rh., Witzl- sperger-Neuenbura a. W., Witllich-Berncastel, Frhr. o. Wolf-Met- termch, Dr. am Zehnhoff-Neuß, Zehnter-Adelshaim. Sozialdemokraten 81 (58?. Auer-Glauchau, Baudert-Weimar, Bebel-Hamburg, Bernstein- Breslau-West, Birk-München I, Blos-Braunschweig, Bock-Gotha, Brömelburg-Tortmund, Dr. Braun-Frankfurt a. O., Buchwald-Altenburg, Dr. David-Mainz, Diez-Hamburg II, Dresbach-Mannheim, Eichhorn-Piorzheim, v. Elm-Pinneberg, Erhart-Speyer, Fischer- Berlin, Flscher-Zittau, Foerster-Greiz, ^raeßdorf-Pirna, Frohme- Altona, Geck-Karlsruhe, Gerisch-Planen, Geyer-Leipzrg-Land, Göhre- Mitlweida, Goldstein-Stolberg i. Sachsen, Tr. Gradnauer-Dresden- Altstadt, Grenz-Annaberg, Grünberg-Döbeln-Nossen. Haase-Königsberg i. Pr., Heine-Berlin • 11, Herbert-Stettin, Dr. Herzfeld-Rostock, Hildebrandt-Stuttgart, Hofmann-Auerbach, Hofmann-Schwarzburg- Rudolstadt, Horn-Tharandt, Hue°Bochum, Kaden-Dresden-Neusladt, Körsten-Randow-Greifenhagen, Kramer-Tarmsladt, Kühn-Reichen- bach-Neurode, KunervHalle, Ledebour-Berlin Vi, Legien-Kiel, Lesche- Lauenburg, Lindemann-Gmünd-Göppingen, Lipinskl-Oschatz, Malke- Flensburg, Meist-Lennep-Mettmann, Meister-Hannover, Mstzger- Hamburg, Molkenbuhr-Elberfeld, Aiotteler-Leipzia-Stadt, Rrtzschke- Meißen, Perls-Brandenburg - West-Havelland, Pjannkuch-Magde- burg, Reißhaus-Sonneberg, Rofenow-Tschoppau, Sachse-Walden- burg, Scheldemann-Sollngen, Schippel-Ehemnltz, Schlegel-Eßlingen, Schinalieldt-Bremen, Schmidt-Berlin V, Schmldt-Ajchersleben, Schmidt-Frankfurt a. At., Schöpflin-Borna, Schulze-Freiberg, Sachsen, Schwartz-Lübeck, Sindermann-Löbau,^Singer-Berlin IV, Sladthagen-Niederbarnim, Sperka-Böblingen, Stolle-Zwickau, Dr. Südekum-Nürnberg, Thiele-Naumburg, Tutzauer-Breslau Ost. v. Vollmar-München II, Wurm-Gera, Zubeil-Teltow. Konservative 53 (52). von Bohlendorff-Ueckermünde—Usedom—Wollin, Böning- Landsberg—Soldin, von Bonin - Neusteltin, vor: Brockhausen- Belgard — Dramburg, Gras Carmer - Guhrau — Wohlau, von T'rewitz-Naugard—Regenwalde, Dietrich-Ruppin—Templin, Fürst zu Dohna-Schlobitten-Königsberg-Land, Graf zu Dohna- Schlodien-Preußisch Holland, Dr. Dröscher-Wismar, o. Elern- Heiligenbeil, v. Gersdoft-Bombst-Meseritz, Henning-Kalau-Luckau, Dr. v. Heyöebrand-Militzsch-Trebnitz, Himburg Osterburg-Stendal, Fürst zu Hohenlohe-Oehringen-Ereutzburg-Rosenberg, Graf Kanitz- Ragnit-Pillkallen, Kern-Bclnzlau-Lueben, Fürst Knyphausen-Emden- Leer, Krause-Memel-Heydekrug, v. Kröcher-Salzwedel, Graf zu Limburg-Stirum-Breslau-Land, Malkewitz-Kösliil, v. Maltzahn- Malchin, v. Massow-Labiau-Wehlau), Aientz-Gumbinnen-Jnsterburg. Meyer^Herford'-Halle, v. Michaelis (Bütow-Schlawe), Nißler- Dunkelsbühy v. Normalm-Grelffenbe^rg-Kammin, v. Oldenburg- Elbing-Marlenburg, Pauli-Potsdam-Spandau (Kreis Osthavelland), Prüschenk von Llndenhofen-Liebenwerda-Torgau, v. Rautter-Rasten- burg, Rettich-Mecklenburg-Schwerin-Hagenow-Giersmühlen, Frhr. v. Rlchthofen ■ Schweidnitz, v. Riepenhauien - Stralsund, Rogalla v. Bieberstein - Sensburg - Ortelsburg, Rother - Strehlen - Ohlau- Nimptsch, v. Saldern-Königsberg Neumark, Schickert-Tllsit, Graf Schiverin-Löwitz (Demmin-Anklamm, Siebermann-Minden und Lübbecke, v. Sperber-Stallupönen), v. Spiegel-Namslau Brieg, v. Staudy-Angerburg, Dr. Graf zu Stolberg-Weriiigerode-Oletzko- Lyck, v. Treuenfels = Güstrow-Riebnitz, Will - Stolp-Lauenburg, Winkler-Merseburg-Querfurt, v. Winterfeld-Prenzlau-Angermünde, Zindler-Ezarnikau-Filehne-Kolmar. Natioualliberale 51 (53). Dr. Baerwinkel-Schwarzburg-Sondershausen, Bahn-Sorcm« Forst, Barlling-Wiesbaden, Beck'Heidelberg, Dr. Becker-Offenbach, Dr. Beumer-Mühlheim a. R., Blankenhorn-Lörrach, Boltz-Saarbrücken, Dr. Böttger-Geestemünde, Buchsiep-Lüneburg, Depker-Har- burg, Deppe-Schaumburg-Lippe, FaUer-Donaueschmgen, Fnes- Eisenach, Günther-Osterode, Haas-Bensheim, Hagemann-Erfurt, Hagen-Bayreuth, Held-Berden, Heyl zu Hernisheim-Worms, Hieber- Eamlstadt, Horii-Goslar, Hosang-Neuhaldensleben, Heyligenstaedt- Gießen, Jerns-Einbeck, v. Kaitfmann - Helmstädt-Wolfenbüttel, Krämer-Wetzlar, Lehmann-Jena, Leineweber-Zweibrücken, Lichtenberger-Germersheim, Lukas-Hanaii, Diattien-Eckernförde, Müller- Sinheim, Münch-Ferber-Hof, Neuner-Forchheim, Graf Oriola- Friedberg-Büdingen, Dr. Paasche-Kreilznach, Patzig-Coburg, Putt- farken-Lüchow-Dannenberg, Rimpau-Oschersleben, Sattler-Stade, Schellhorn-Landau, Schlumberger-Alühlhausen, Schmidt-Wanzleben, Prinz Schönaich-Carolal-Gilben, Dr.Seniler-Aurich, Sieg-Graudenz, Wallbrecht - Hanieln, Dr. Wallau - Alsfeld, Wehl-Celle-Gifthorn. Wessel-Bernburg, Westermarin-Ha>nm-Soest. Fretsinniae Volkspartei 21 (28. Ablaß - Hirschberg, Bargmaiin-Oldenburg I, Barbeck-Fürlh, Blell - Grünberg-Freystadt, Eickhoff-Aiühlhanseii Thür., Hermes- Landeshut, Kaenipf-Berlin I, Kopsch-Löwenberg, Leonhardt-Tondern, Lenzmann-Altena-Jjerlohn, Dr. Mugdan-Görlitz, Dr. Müller-Meiningen, Dr. Müller--Sagan, Pohl-Liegnitz, Richter-Hagen, Sartorius- Kaiserslautern, Seyboty-Eschwege, Schmidt-Alzey-Bingen, Träger- Varel, Dr. Wiemer-Nordhaitsen, Meyer-Jobst (Lippe). ReichSpartet 19 (20). Dr. Arendt-Mansfeld, Graf Arnim-Rotheiiburg-Hoyerswerda, Banmeister-Delitzsch, v. Dirksen-Kotlbus, Gamp-Deutsch Krone, Dr. Höffel-Zabern, Holtz-Schwetz, v. Kardorff-Oels, Stauck-Mecklen- burg-Slrelitz, v. Oertzell-Zauch-Belzig, Paiili-Oberbarnim, Scherre- Sangerhausen, Schlüter-Krossen, Schmidt - Fraustadt-Lissa, Dr. Stockmann-Oldenbiirg i. H., Stubbendorf-Westpriegnitz, v. Tiede- mann-Bromberg, Walzer-Rosenberg, Wytt-Stuhm-Marienwerder. Polen 16 (14. Brejski-Thorn, Dr. Chlapowski-Pleschen-Wreschen, v. Ehrza- nowski-Posen, v. Czarlinsti - Konitz-Tuchel, v. Ezarlmski-Wirsttz- Schubin, v. Glebocki-Schrimm-Schroda, v. Grabski-Gnesen, von Jalua-Polezynski-Carthatis-Piltzig, v. Jazdzeivsky-Krotoschin, Ka° fanli-Kaltowitz-Zabrze, Dr. Krzymiiistl-Jnowrazlaw, Graf Mil zynski-Sainter-Birnbatun, Alyelelsky-Raivitz-Gostin, Fürst Radzl- will-Ostrowo, Dr. v. Starzinsky-Grätz-Neutoniischel, v. Wolszlegier- Berent-Pr. Stargard. —Ä Ä Ä Bezngsprets: d » monallich7bPf.,viertel- GletzenerAmelgerW w General-Anzeiger ö .xsis*» v den poltL und augem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ ________________ ’ vJI zeigentetl: HanS Beck. kv Edamer rie i-Ausschnitt sse Camemberts rrühstückskäse kü Komatour ö Limburger bmmeikäse Handkäse Kräuterkäse * 364ti Kallenfels °OOqoq ■li (Ci anaiung neo shulstrasse 6, ■Zugsquelle für seine adeira, Sherry, iscatel, Porto, 'asier, Lacrimae isti etc. i und Gebinden, ir Import, isliste zu verlangen. OOOOOQ ylen^ bcn.en Zechen, Wml, »ilche fiiiWts illigsien Preisen. m-ÄM s gefchnillen M bA gehackt , tum frei ans Haus liefert l163 i. Euler. bcs-B 17. lübiitten und oval ikörbe und oval ibböcke ibseüe Mlsniiier» SL" von .fl blermann }*• maschinen l ^uiede-lmbosse. Komplette zli^mWbkn, Wunsch ne TeilaW1 ^iseloneanlageo. IS Bosenao »ja mann von Sonnenberg-Fritzlar,'Gras Reventlow-Geismar, Werner- Hersfeld. Elsässer 9 (10). Delsov - Mahlstein, LabroisL v. Wuiße-Saarburg, Merot- Diedenhofen, Preiß-Eotmar, Tr. Rickleiu-Alikirch-Tham, Rollinger- Gebweiler, Dr. Vonderscheer-Schlettstadt, Wetterlö-Rappoldsweiler, WUtberger-Hagenau-Weißenburg. Wilde 9 (8). Fürst Bismarck-Jerichow, Dr. Burckhardt-Tillenburg, v.Tall- witz»Ostpriegnitz, v. Damm-Holzminden, v. Gerlach-Marburg, Dr. Jaunez-Metz, Jessen-Hadersleben, Baron de Schmid-Saargemünd, Stoecker-Siegen. Deutsche Bolkspartei 6 (7). Dr. Blumenthal - Straßburg - Land, Haußmann - Rottweil, Payer-Reutlingen, Schweighart - C-alw, Storz-Ulm, Wagner- Freudenstadt. Welfen 5 (3). Colshorn-Melle-Tiepholz, Goetz von Ohlenhuseq-Götlingen, v. Schele-Osnabrück, v. Schele-Neuburg, v. Wangenheim-Bleckede. Bund der Landwirte 2 (6). Vogt-Gerabronn, Wolfs-Heilbronn. Bayerischer Bauernbund 5 (5). Bachmeier-Pfarrkirchen, Hilyert-Rolhenburg o. T., Hufnagel- Ansbach, Äcitterineyer-Siraubing, Staufser-Honiburg, Bayern. Aus Stadl und Land. Gießen, 29. Juni 1903. ** Das amtliche Wahlresultat, das in unserer heutigen Nummer bekannt gegeben wird, stimmt genau überein mit der Mitteilung in unserer Sanistagsnummer, nämlich daß Kommerzienrat Heyligenstaedt mit 10 6 01 Stimmen zum Reichstagsabgeordneten des Wahlkreises Gießen-Grünberg-Nidda gewählt worden ist. ** Die medizinische Gesellschaft hält ihre nächste Sitzung am 30. Juni ab. Die Tagesordnung ist: 1. Herr Brüning: Ueber tragfähige Amputations-Stümpfe. 2. Herr Hohn: Zur chirurgischen Behandlung der ischaemischen Lähmung. 3. Herr Engelhard: 2 operativ behandelte Fälle von Epilepsie. 4. Herr Ehrlich: Ein Fall von Pancreascyste. 5. Herr Krombach: Lokalanaesthesie. 6. Herr Bötticher: Operation der Hypospadie. 7. Hcrr Poppert: Zur Frage der Magenresektion wegen Earcinom. ** Vortrag über Wohnungs- undBoden- r e f o r m. Im oberen Saale des (Safe (Äel fand am Sams- ttag-Abend vor einem kleinen Kreis von Zuhörern ein Vor- trag von Werkmeister Bärrn aus Fr an k f urt statt, veranstaltet von der hiesigen Ortsgruppe des „Bundes deutscher Bodenreformer". Dr. Koch als Vorsitzender stellte Herrn Bärrn vor, worauf dieser über Frankfurter Erfahrungen in Wohnungs- und Bodenreform sprach. Er erfühlte von den Bemühungen und Erfolgen der Erbbaugenosscn- fchaft in Frankfurt, die vom Evangelischen Arbeiterverein begründetworden ist. Diese Genossenschaft bemüht sich um die Schaffung gesunder, guter und bil.iger Wohnungen |ur kleine Leute, für Arbeiter, die in großen Städten außerordentlich zahlreich noch unter ungenügenden und ungesunden Wahnungsverhällnifsen zu leiden haben. Er schilderte, wie das Erbbaurecht, auf Gemeindegelündc angewandt, eine soziale Wohltat und ein vorzügliches Mittel ist. Unbemittelten zu zureichenden Wohnungen in eigenem Hause zu verhelfen. In Frankfurt ist man bekanntlich schon zu erfreulichen Erfolgen gekommen. Ist auch dort das Gelände ziemlich teuer, so ist .die Stadtverwaltung der Genossenschaft doch entgegengekommen, indem sie ihr verhältnismäßig billig ein Gebiet in Erbpacht für ihre Sau* zwecke gab. So ist die Stadt zwar Eigentümer des Bodens, den ihr die Genossenschaft für die Tauer des Erbbaurechts zu verzinsen hat, aber die Genossenschaft kann über die Gebäude, die sie darauf errichtet, vollständig frei verfügen, wie jeder Hauseigentümer. Da das Erbbaurecht selbständig mit Hypotheken belastet werden kann, so haben die unvermögenden Genossenschaftsmitglieder zusammen nur einen entsprechenden Zins aufzubringen, um billig in eignem Hause zu wohnen. Werkmeister Bärrn verlas kurz den Erb- bauvertrag, der mit der Stadt Frankfurt abgeschlossen worden ist, und worin alle Cinzelabmachungen, die das Gesetz nicht vorgesehen hat, festgelegt sind. So hat die Frankfurter Genossenschaft die schönsten und bequemsten Zwei- und Dreizimmerwohnungen für ihre Mitglieder, meist arme Arbeiter, in freier, gesunder Lage errichten können, mit Bequemlichkeiten, über die manche größere Wohnungen nicht verfügen, nämlich Bad, Balkon und Bleichplätzen. llnd wie kommen diese Einrichtungen gerade auch dem Arbeiter zu stallten, der ermüdet, staubbedeckt nach Hause kommt und dort ein gesundes Heim findet, in dem er sich wohl fühlen kann. — Werkmeister Bärrn hatte Pläne milgebracht, womit er den Baukomplex in Frankfurt erläuterte. — An den Vortrag schloß sich eine lange und äußerst anregende Tiskusfron. Oberbürgermeister Mecum ergriff mehrere Male das Wort, um über die Frage des Erbbaurechts in der Gemeinde sich auszulassen. Er betonte, daß er, wie bekannt, Anhänger dieser Wohnungs- reformhi fei, an die in großen Städten mit Erfolg heran- .gegangen worden sei. Er wolle auch in der Gemeinde Gießen, die noch viel Baugelände besitze, dafür Sorge tragen, d xi <ß das Erbbaurecht feinen Einzug balle. Diese Auslassung wurde mit lautem Bravo begrüßt. Die Diskussion nahm einen regen Fortgang, und als Werkmeister Bärrn in einem Schlußwort der Ueberzeuguiig Ausdruck gab, daß hier in Gießen die Sache der Wohnungsreform in guten Händen liege, verwies er auf eine hoffnungsvolle Zukunft, der im Interesse einer guten, sozialen Fürsorge in der Frage des Erbbaurechts aller Ersvlg zu wünschen ist. * • Museum des Oberhessischen Geschichts- oerei^^ im alten Rathause. Die sachgemäßen Ausgrabungen der letzten Jahre, die in der nächsten Umgebung unserer Vaterstadt vorgenommen wurden, haben uns schätzenswerte Aufklärung über die Besiedelung unserer Gegend in vorrümischer und römischer Zeit verschafft; dabei sind wertvolle, eigenartige Fuiide aufgedcckt und dem Museum im alten Rathause überwiesen worden. In neuester Zeit gelang es dem Oberhessischeii Geschichtsverein, festzustellcn, daß auch die Eis- und Höhlenzeit ihre sichtbaren Spuren um Gießen herum hinterlassen hat. Am Ostabhang der Hardt, da wo der Fahrweg nach dem Hardthof seinen Anfang nimmt, sind imposante Skeletteile atis der Fauna dieser Periode entdeckt worden. Knochen und Zähne der Höhlen-Hyäne (Hyaene spelaea), des Wild-Pferdes (equus toasile»), des Ur stieres (Bos priniigenius), des Renntieres (Cervus tarandus), sowie des Rhinozeros (Itbin tichorinus) sind in der KieS- und Lcttenschichl, die durch ein ' fettiges Tonband getrennt ist, dem Boden entnommen worden. Dabei ist zu bemerken, daß das Pferd stch für die ganze Zeil vom Beginn der Dlluvialperiodc vis zur Gcgenwarl fortgesetzt nachweisen läßt. Das in jener altersgrauen Zeit lebende Rhinozeros, ein Genosse des Mammut (Elephas primigeniue) mit verknöcherter Nasenscheidewand, war mit wolligen Haaren bedeckt, wie die in Eis gebettet gewesenen Funde von ganzen Tieren in Sibirien beweisen. Knochenüberresle derselben, sowie der Höhlen-Hyäne sinden sich häufig und sind für die Eiszeit charakteristisch. Die an der Hardt gemachten Funde, durch das naturhistorische Museum in Mainz bestimmt, gehören der frühdiliivialen Zeit an und sind gleichaltrig mit den in unserem Museum zum Teil aufbewahrten wichtigen Ueberrcsten aus Knochenspalte in Steeden an der Lahn, Regierungsbezirk Wiesbaden. Leider konnte bisher das Dasein des Menschen (aus der Paläslithischen Periode) noch nicht festgestellt werden. Die Knochenfunde weisen keine Spaltung auf, welche darauf hindeuten könnte, daß das dadurch gewonnene Mark als Nahrung benutzt worden ist, ebenso sind daran keine Spuren einer Bearbeitiing durch Menschenhand wahrnehmbar. In den ersten Tagen des Juli werden diese Funde im Museum ihre Aufstellung finden. •* Fortbildungskursus für Volksschullehrer. Am vergangenenen Samstag hat der dritte wissenschaftliche Fortbilduugskursus für Volksschullehrer an der Landesuni- versität mit einem kleinen Kommers, den auch Se. Magn. der Rektor Prof. Dr. Krüger und die Professoren Dr. Groß und Dr. Sievers durch ihre Anwesenheit beehrten, sein Ende genommen. Wie in den Vorjahren, so hatte sich auch Heuer wieder eine stattliche Anzahl von Lehrern aus Oberhessen und den benachbarten preußischen Gebieten eingefunden, um in ernstem Streben an der Erweiterung und Vertiefung ihrer Bildung zu arbeiten. Es handelt sich bei den immer zahlreicher ins Leben tretenden Kursen in erster Linie, wie die Herren Rektor Prof. Krüger und Prof. Groß in ihren Ansprachen ausführten, nicht so sehr um den Erwerb ausgedehnten Wissensstoffes, als vielmehr um eine allgemeiue geistige Anregung, um eine gewisse Methoöik des Denkens. Indem die Hochschule diese Bestrebungen des deutschen Volksschullehrerstandes mit Freuden begrüßt und unterstützt, gewährt sie ihm in weitgehendstem Maße Anteil an den Kulturgütern der Wissenschaft — zum Wohl der deutschen Jugend. Ter Kommers, der von dem Vorsitzenden des Gießener Lehrervereins, Lehrer Valentin Müller geleitet und mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog eröffnet wurde, nahm den schönsten Verlauf. Im 9tamcn der Teilnehmer dankte Hauptlehrer Storch-Butzbach mit herzlichen Worten Sr. Magn. und den Herren Dozenten für das auch in diesem Jahre den Bestrebungen der Lehrer entgegengebrachte Wohlwollen. An die Ausführungen des genannten Redners reihten sich — wie Üblich — gemeinschaftliche Gesänge und deklamatorische Vorträge heiteren Inhalts an. — Auch von dem dritten FortbilLüingskursus kann gesagt werden, daß er alle an ihn geknüpften Erwartungen vollauf befriedigt hat und sicher wird auch der nächstjährige Kursus wieder recht zahlreich besucht werden. "Der Abg. Breimer beantragt dringlich bei der II. Kammer, sie wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, der Kammer raschest eine Vorlage zu unterbreiten, in welcher die Besteuerung der in Rhein und Main auf hessischem Gebiete gebaggerten Materialien als Baukics und Bausand vorgesehen ist und zwar vom Kubikmeter 50 bezw. 40 Pfg. ** Das Bahnprojekt Mücke-Ulrich st ein-Rixfeld. Zu Gunsten des Projektes „Mücke-Ulrichstein-Rixfeld" werden in einer vom Aktionsausschuß soeben der II. Kammer vorgelegten Vorstellung mehrere neue Momente angeführt. Man betont, daß der Verkehr der in Betracht kommenden Gegend einzig und allein nach Gießen, mit seinen höheren Schulen, Kliniken, Universität, Landgericht, Märkten :c., und Frankfurt geht, Kirchhain-Kassel aber bedeutungslos ist. Die Linie über Ehringshausen würde neben manchem anderen der Porstellung zufolge auch dem Staatsintereffe selbst nicht entsprechen, da sie für Verwertung der Waldhölzer kaum in Betracht kommen könnte und nur den Konkurrenz-Revieren zu Gute käme. Es wird bei dem Projekt „Mücke" eine ärmere Gegend mit einer zahlreicheren Bevölkerung dem Verkehr erschlossen, während das Projekt „Ehringshausen" einem reicheren Landstrich mit einigen wenigen, gut situierten Landwirten, ohne nennenswerte Industrie, zu Gute käme, also keinen besonderen allgemeinen Wert für den eigentlichen Vogelsberg hätte. Mücke ist Eisenbahn-Knotenpunkt für Gießen-Fulda und Laubach-Hanau-Frankfurt, und Kirchhain- Kassel; Marburg-Dreihausen-Londorf ober Mücke liegt im Projekt, hier ist also gleichsam der Schlüssel zumVogels- berg und darum kann eine Bahn, die dieses zentrale Bergland erschließen soll, nur von Mücke ihren Ausgangspunkt finden. Sicher ist ferner, daß das Projekt Mücke-Ulrichstein weit weniger technische Schwierigkeiten stellt, wie das Projekt über Ehringshausen, während es zugleich den Vorzug der größeren Kürze und einer ziemlich gesicherten Rentabilität hat. Das eine ober bas andere noch bestehende Hindernis im Gelände dürfte schließlich hier noch leichter zu heben sein, wie bei der zur Zeit im Bau befindlichen Bahnstrecke „Grebenhain-Gedern". ** Von her Stichwahl. Von den 5100 Wählern des Herrn Köhler ist höchstens 1/3 dem liberalen Panier gefolgt; ein starkes Drittel blieb verdrossen zurück, und die übrigen fielen Herrn Krumm zu. Diese Rechnung stimmt für die meisten Orte. Die Sozialdemokraten konnten nur wenige Reserven heranziehen; ihr Stimmenzuwachs erklärt sich aus der Verdrossenheit im antisemitischen Lager und aus der zweideutigen Haltung vieler Häupter der Köhlerpartei. In vielen Orten ist bekanntlich von dieser offen für Krumm agitiert worden. Allerdings vermochte es die große Mehrheit unserer Bauern nicht über sich zu gewinnen, der roten Fahne zu folgen. Der Zuwachs der Partei Krumm um mehr als 1800 Stimmen läßt sich auf diese Weise ganz gut erklären; es ytögen allerdings darin wenige Hundert Reserven enthalten, sein. Die 10500 Stimmen für unseren neuen Relchstagsabgeordneten setzen sich aus den 5350 Stimmen für Heyligenstaedt aus der Hauptwahl, 2. aus 1700 Köhlerwählern und 3. aus 3500 Aian- nern, die bei der Hauptwahl nicht abstimmten und jetzt als Reserven herangezögen wurden. Auf mathematische Genauigkeit macht diese Rechnung keinen Anspruch; es können wohl in vielen Gemeinden die Stimmenverhältnisse in etwas anderen Lichte erscheinen. Wir möchten nur fragen, ob man den Ausspruch Köhlers, daß „seine 'Partei das festeste Bollwerk gegen die Sozialdemokratie" sei, nach für berechtigt hält. * * Erhöhte Fleischpreise. Die Ochsenmetzger in Mainz haben einen Aufschlag von 4 Pfg. für bas Pfund Ochsenfleisch eintreten lassen „wegen der hohen Vieh- prcifc", wie die Mainzer Metzgerinnung mitteilt. Die hiesigen Metzger Haden vor kurzem bas Kalbfleisch teurer werden lassen. Auf dem Lande versteht man, wie uns versichert wird, diese Verteuerung nicht, und in der Stadt freut man sich picht darüber. • • Der evangelische Arbeiterverein hatte gestern eine Besichtigung der Kunstsammlungen unserer Universität veranstaltet. Dieselbe brachte den Teilnehmern eine Fülle von Genuß und Anregungen. — Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Anwesenden den sachkundigen Erläuterungen von Professor Sauer und gewannen, von Abteilung zu Abteilung fortschreitend, auf angenehmste Weise einen Einblick in die Geschichte und die Entwickelung der griechischen Kunst. — Besonderes Interesse erregten neben den Nachbildungen klassischer Kunstwerke aiich die Erzeugnisse des Kunst- Handwerks, welche erkenyen lassen, baß im griechischen Altertum Kunst unb Hanbwerk in nahen Beziehungen griianben haben. Freunden der Natur und der Pflanzenwelt diene einstweilen zur Nachricht, daß Sonntag, den 26. Juli, nachmittags 2'/z Uhr, eine Besichtigung des botanischen Gartens unb besten Gewächshäuser ftatlfinben wirb, unter Führung von Profestor Hansen. Nichtmitglieder können sich als Gäste anschließen.— Sonntag, den 12. Juli, nachmittags 3*/, Uhr, findet auf Textors Terrasse (bei ungünstiger Witterung im großen Saal), Kinderfest statt mit Spielen, Kinderreigen, Musik- und Gesangsvotträgen des Kinderchors (116 Kinder). * • Postalisches. Man teilt uns mit: Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie von Schweinsberg bis zum Basaltwerk Niederofleiden liegt bei dem Postamt in Homberg aus. — Der Briefverkehr Berlins hat einen solchen Umfang angenommen, daß es zur Ermöglichung einer unverzögerten Bestellung der Sendungen dringend erforderlich ist, in der Aufschrift der nach der Reichshauptftadt gerichteten Briefe außer dem Posl- bezirke (C. N. Q., W. u. f. w.) auch die Nummer des Postamts anzugeben, von dem die Sendung bestellt oder abgeholt wird (z. B. Berlin, S. 42; Berlin, O. 17). — Vom l.Juli ab sind Postanweisungen nach den portu- giesischenKolonien Angola, Capoerdische Inseln, Guinea, Mozambique, St. Thomas und Prinzipc bis zu 400 Mk. zulässig. Das vom Absender zu entrichtende Franko ist das gleiche wie für Postanweisungen nach Portugal selbst, doch gilt diese Frankierung nur bis Lissabon. Für die Weiter- beförderiing von da nach den Kolonien ivird portugiesischerseits bei Umwandlung der eingezählten Beträge in die portugiesische Währung eine Gebühr von 75 Reis für je 5000 Reis ober einen Teil hiervon in Abzug gebracht. Zu schriftlichen Mitteilungen dürfen die Abschnitte nicht benutzt werden. Ueber die sonstigen Bedingungen erteilen die Postanstalten auf Erfordern Auskunft. (i) Großen-Linben, 28. Juni. In herrlichstem Festesschmuck prangte heute unser Städtchen. Es fand nämlich hier das Verbands fest des Krieger-Verbands „Hüttenberg" statt, womit gleichzeitig der hiesige Kriegerverein sein F a h n e n w e i h f e st verbunden hatte. Zwischen 1 und 2 Uhr wurden die auswürttgen Vereine empfangen und nach dem schön gelegenen und aufs prächtigste geschmückten Festplat, neben der im Rohbau vollendeten Turnhalle geleitet. Gegen *rei Uhr bewegte sich der nicht endenwollende Festzug buraj das Städtchen. Fast jedes Haus war mit Fahnen, Wimpeln, Kränzen, Guir- landen und Tannengrün geschmückt und zahlreiche Ehrenpforten bewillkommneten die Festgäste. Es nahmen im ganzen 35 Vereine an dem Festzuge teil. Tie Spitze des Zuges bildeten acht Reiter in der Uniform der alten hessischen Kavallerie von etwa 1800 bis 1870/71. Ihnen folgten sechs Infanteristen, ebenfalls in der alten Uniform und Ausrüstung. Daran schlossen sich die Festdamen, welche die neue Fahne trügen, in ihrer schmucken Hüttenberger Volksttacht, die ÄTiegcrb creme, Gesangvereine Harmonie und Germania, der Radfahrerverein, die vollständig neu uniformierte Feuerwehr, der Turnverein, das Fest- koniitee und in einem Wagen die Veteranen. Auf dem Festplay angenommen, begrüßte Landtagsabgeordneter Bürgermeister Leun die Festgäste. Er schloß seine Ansprache mit einem Hoch auf den Landesherrn Ernst Ludwig. Die Festdamen überreichten hierauf die neue Vereinsfahne, welche der Vorsitzende, Bürgermeister Leun, mit Worten des Tankes übernahm; der Fahnenträger gelobte, allezeit die Fahne in Ehren zu halten. Hiernach überreichte ocr Vertreter der Regierung, Kreisamtniann Dr. Kranzbüh- ler-Gießen die von S. M. dem Kaiser verliehene Fahnenschleife für mehr als 25 jähriges Bestehen. In begeisterten Worten weist der Redner hin auf das schönste Recht der Kriegervereine, die glorreiche Erinnerung, und auf ihre schönste Pflicht, auf die Pflege der Vatcrlands- lieoe und der Treue zu Kaiser und Reich. Begeistert stimmte die Festversaminlung in das Hoch auf den obersten Kriegsherrn ein. Ter Vorsitzende des Bezirkes Gießen, Bruchhäuser, übergab die vom Präsidium des Hassia^ Verbands gestifteten Ehrentafeln au den Kriegerverein, der jetzt 28 Jahre besteht, an die Kameraden Bürgermeister Leun und Atenges, die 25 Jahre dem Vorstand angehören. Sein Hoch galt der „Hassia". Bürgermeister Leun verlas hiernach ein Schreiben des leider durch Krankheit an der Teilnahme verhinderten Verbandsvvrsitzenden Bürgermeisters Hardt. Dr. Platz überreichte namens des Kriegervereins dem langjährigen, verdienstvollen Vorsitzenden Leun eine Schärpe mit Widmung. Tic Feier wurde verschönt durch die Gesangsvorträge der beiden Gesangvereine Harmonie" und „Germania". Nach dem Festakt entwickelte sich auf dem Festplatz ein reges Treiben. Infolge des herrlichen Wetters vermochte der geräumige Festplatz die Zahl der Festgäste besonders auch aus Gießen kaum zu fassen, die Hallen waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Nachmittags gegen 6 Uhr führten die Festdamen in ihrer Hüttenberger Volkstracht einen schönen Reigen auf, der zahlreiche Zuschauer herbeilockte. Daran chlossen sich turnerische Auffiihrungen des Turnvereins, Ter gesamte Festplatz ist mit Acetylengas beleuchtet und in diesem Lichte erstrahlen auch an der Turnhalle und der Tnbune bic Namenszüge des Kaisers und Großherzogs. Wohl seilen hat unser Städtchen ein so schönes, vom herrlichsten Wetter begünstigles Fest gefeiert. e. Schlitz, 28. Juni. Ein tieftrauriges Unglück hat gestern die Familie des Papierfabrikanten Leonhard Habicht betroffen. Sein zweijähriges Töchterchen spielte wie immer an der Schlitz mit Puppe und Schirmchen. Nachdem es eine Zeitlang unbeobachtet dicht an dem Wasser geweilt hatte, dem höc 618 gebens^ Greiss Hoheit bi von ber in 1/2 St sehr beqi Tiensiba, Wirt erl siugsort gesetlscha Perm Q Werftidji Großh, R.B lamme loralität« Zchießha Lchießsta scheiben, 1 Wolei ganze Ar und eigi stehenden trefflich iueiajeß s beschrankt Widjet VMei ,u, Aabsah j&s Arbeiten beende j)ai abend st 91r. 6? 0 nachniitia! polier oe machen,' schnitt- eine sehr die Mi Da lich wir den ord unioerpt Ansuch aus den abend e Großh. £ des Feuc 'JU das die „Tanne" ist herik tionen e lichen Ä die von yoheü t sich nich eine kur unb die Macht Haus ber tes Mus sonderen unb eine den reit ein Feste geführt Ter neu Architekt Warenha erwidern, Ivie sie! blicke, ur stand geq AoßbU sei ein gr ihrer zw ^schusls! leinen mc lte einen welche 3 Warenh^ gend ers ^'onnta '-Äbe« halb 10 । °°n 11 hi. 55J1« a X,C hl taobfeji ff0105 QMire schlichen Mzusto nets nacl W(t m Mai Mißtt INebe ^ttgart > Äai ^aale bc das nicht eingezäunt ist, wurde cs gesucht und endlich vor dem Mühlrad in der Schlitz gesunden. Cs hat noch einige Lebenszeichen von sich gegeben; dem rasch herbeigerufcnen Arzte gelang es aber nicht, das Kind ins Leben zurück-- zurufen. (!) Londorf, 25. Juni. Das Sommerfest des Radfahrervereins Rabenau ist in Anbetracht der vielen in nächster Umgebung am 12. Juli stattfindendcn Festlichkeiten auf den 26. Juli verlegt worden. — Tie Arbeiten der Wasserleitung unseres Ortes sind ganz beendigt. Das gelieferte Wasser ist ganz vorzüglich. Bad Nauheim, 28. Juni. Dienstag nachuiitlag und abend Konzert der Kapelle des 4. Mazdeb. Jnf.-Regts. Nr. 67 aus Metz. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachniittags im Hochwald. Abends „Cypricnne". Niedermörlen, 26. Juni. Ein hiesiger Maurerpolier versuchte gestern seinem Leben ein Ende zu machen, indem er sich mit einem Rasiermesser in den Hals schnitt. Der Bersuck mißlang, und der Betreffende zog sich eine sehr schwere Verletzung zu, die. seine Verbringung in die Klinik nach Gießen nötig machte. (Butzbacher Zlg.) Darmstadt, 29. Juni. (Eigener Drahtbericht.) 'Amtlich wird bekannt gemacht: S. K. H. der Grobherzog hat den ordentl. Professor der jurist. Fakultät der Landesuniversität, Dr. Heim Burger, zuin 1. Oktober auf sein Ansuchen unter Anerkennung seiner ersprießlichen Verdienste aus dem Hess. Staatsdienste entlassen. — Am Samstag abend entstand in Grießheim ein Waldbrand. Die Großh. Oberfärstecei ist mit dec Untersuchung der Entstehung des Feuers noch beschäftigt. R. B. Darmstadt, 28. Juni. Tas neue Schießhaus, das die hiesige privil. Sch ütz en g e se l l sch a f t in der „Sanne" nahe der Grießheimer Straße errichtet hat, ist heute in Gegenwart zahlreicher auswärtiger Deputationen eröffnet worden. Die Feier trug nach der ausdrücklichen Erklärung des Vorstandes einen internen Charakter, die von anderer Seite verbreitete Meldung, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog daran teilnehmen würde, bestätigte sich nicht. Vormittags 11 Uhr fand am alten Schießhaus eine kurze Abschiedsseier statt, worauf sich der Vorstand und die Mitglieder des Vereins mit ihren Gästen in einem Festaufzug durch die Rheinstraße nach dem neuen Schießhaus begaben. Dem Zuge voran ritt ein hübsch kostümiertes Musikchor, den Schluß der Ausfahrt bildeten in besonderen Wagen die Vertreter der Darmstädter Lokalpresse und eine Anzahl Automobile. Um 1 Uhr mittags fand in den reich dekorierten Räumen des neuen Schieghauses ein Festessen und nachmittags großes Gartenlonzert, aus- gefüyrt von der Kapelle des Feld-Art.-Regts. Nr. 25 statt. Der neu errichtete Bäu ist eine Schöpfung des hiesigen Architekten Obrich, der aus der Konkurrenz zwischen 16 ■ .....n als Lieger hcrvvrging. Der Bau besteht neben dem höchst ge'chmackvo 1 aasgesiihrten Wirlsch.isls,aus "ouat uno Revci.täumen, Wirtschafts- mw ^rohn- wkalitäten aus einer sehr zweckmäßigen und geräumigen Schießhallenanlage, solvie Garten und Schutzhalle usw. An Lchießständen sind vorhanden: 6 Feld- und 6 Standkehr- scaeiben, 2 Stände für lausendes Wild, 1 Tontaubenstand, 1 Pistolenstand und 1 .'Stand für laufende Hasenscheibe. Die ganze Anlage ist äußerst praktisch und modern eingerichtet und eignet sich auch schon infolge des zur Verfügung stehenden großen Terrains (über 22 000 Quadratmeter) vortrefflich zur Abhaltung eines Verbandsschießens, um welches sich die Schützengesellschaft wegen des bisherigen beschränkten Raumes im alten Schießhaus in den letzten Jahren nicht mehr bewerben konnte. Das erste große P r e i s s ch i e ß e n soll am 26. Juli in Gegenwart Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs stattfmden. Die neue Anlage, die von der Stadt aus auf einem prächtigen Waldspaziergang in 1/2 Stunde, auch mit der Dampfbahn nach Grießheim, sehr bequem zu erreichen ist, hat in der Person des Herrn Tienstbach, früher in Wiesbaden, einen sehr tüchtigen Wirt erhalten und dürfte bald zu einem beliebten Ausflugsort in der Nähe der Stadt werden. Die Schützen- gesellschast besteht z. Z. aus etwa 220 Mitgliedern mit Herrn Obers chüpenrncistec Fabrikant Hickler an der Spitze. Oberftschützenherr ist bekanntlich Se. Kgl. Hoheit der Gro ß her zo g. R. B. D a r m st a d t, 26. Juiii. Die hiesige Handelskammer faßte in ihrer jüngsten Sitzung u. a. auf eine Anfrage des Großh. Ministeriums hin,ichtt.ch. der Z-rage der Warenhausbesteuerung deri Beschluß, dem Ministerium zu erwidern, daß sie in der Einführung einer Warenyaussteuer, wie sie in Preußen bestehe, liicht oas geeignete Mittel erblicke, um den kaufmäniiischen und gewerblichen Mittelstand gegen die Konkurrenz der Warenhäuser oder ähnlicher Großbetriebe mit vielen Filialen wirksam zu schützen. Es sei ein großer Mißstaiid, daß sich Geschäfte auftäten, die nach ihrer Firmenbezeichnung als die Filialen betaiinter großer Geschäftshäuser angesehen würden, in Wirklichkeit aber gar- leinen weiteren Znsamnlenhang mit diesen hätten, als daß sie einen Teil der Waren von ihneii bezögen: für irgend welche Rechtsverbindlichteilen dieser angeblichen Zweigniederlassungen komme das angegebene Stamm- oder Warenhaus natürlich nicht auf. Hier sei eine Abhilfe dringend erforderlich, lieber die Frage des Erlasses einen-* Sonntag sruyebe st im ni ung, wonach die Geschäfte, die Lebensmittel verkaufen, fortan nur von morgens 8 bis halb 10 Uhr und Geschäfte ohne Lebensmittelverkauf nur von 11 bis halb 1 Uhr geöffnet fein sollen, wurde der 'Erlaß einer sofortigen Umfrage bei den Interessenten beschlossen. — Die Handelskammer hat, nachdem die Bestrebungen aus Herabsetzung der Fahrpreise Darmstadt- M a i n z bisher erfolglos geblieben sind, an die Preußisch-Hessische Eisen- bahn-Tiretlion eine umfassende Eingabe gerichtet, in welcher der Antrag gestellt wird, daß nicht nur der durch die tatsächlichen Entfernungen vollständig gerechtferrigte frühere Tarifzustand wieder hergestellt, sondern auch der Fahrpreis stets nach den sich ergebenden billigsten Tarifsätzen festgestellt werden. Mainz,' 29. Juni. (Originaltelegramm des Gieß. Anz.) Vom V i tz s ch l a g getroffen stürzte heute früh an der Kaiserstraße" der 44 Jahre alte Geschäftsreisende Dietmar aus Stuttgart t o t zusammen. Mainz, 28. Juni. Im Nochushospital war in einem Saale des 3. Stockwerkes cm Mann namens Becker aus Bretzenheim untergebracht. Gestern früh ist der Mann, den plötzlicher Irrsinn gepackt haben soll, ans dem Fenster gefallen und wurde als Leiche im Hofe aufgehoben. Ein Verschulden irgend welcher 9(rt soll niemanden treffen. — Das Fuhrwerk des Herrn Sohns aus Laubenheim fuhr gestern morgen auf der Weveittmer Chaussee nach dem Rhein. Ungefähr 100 Nieter oberhalb der Eisenbahnbrücke scheute das Pferd imb Hüfte in den Rhein und verschwand samt dem Wagen in den Fluten. Von dem Wagen konnte nur der obere Teil aufgestscht werden. (Mzr. Tgbl.) Frankfurt, 28. Juni. Nun hat Clemens Grün sein Denkmal auf dem Frankfurter Friedhof gefunden. Heute vormittag wurde das Denkmal in Gegenwart vieler Freunde und Verehrer des dahingeschtedenen Humoristen und Komikers enthüllt. Schöpfer des eindrucksvollen Denkmals ist Prof. Hausmann. Der Granitsockel trägt die Inschrift: „Clemens Grün, Mitglied der vereinigten Stadttheater in Frankfurt a. M., geb. in Graz, 28. Mai 1846, gcst. in Frankfurt a. M., 18. Mai 1902. Dem treuen Landsmann imb trefflichen Künstler der österreichisch-ungarische Verein Austria und seine Freunde in dankbarer Erinnerung." Die Gedenkrede hielt Syndikus Dr. Hatschek. Hierauf fiel die Hülle voin Denkmal. Unter ehrenden Worten legten Opcrn- regisseur Korschen und Oberregisseuc Quincke Kränze nieder. Dr. Hatscheck dankte ztun Schluß im Namen der Witwe — die der Feier beiwohnte — und der Hinterbliebenen Grüns dem Schöpfer/des Werkes, Professor Hausmann. Vermischtes. * Berlin , 27. Juni. Die Beobachtung der letzten drei Personen, die durch den P e ft f a l l d e S T r. Sachs in einer Baracke abgeschlossen behandelt wurden, tonnte heute aufgehoben werden. Tie Wärter Marggraf und Bozen sowie der Jnftitutsdiener Mai sind nunmehr als nicht mehr krank heitsverdächtig anzusehen. Tas Befinden Marggrass, der erkrankt Ivar, ist ziemlich gut. Alle drei Personen werden auf Staatskosten einen längeren Ausenthaltsur laub antreten, da sich bnrd) die Serum-Einspritzung rheumatische Beschwerden bei ihnen eingestellt haben. Ter Schutzinannspv st en vor den Baracken ist eingezogen, das Publikum hat letzt wieder freien Zutritt zu den Kranken-Stationen. * Görlitz, 27. Juni. Der nervenkranke Schlosser Zschiesche hat seine beiden kleinen Kinder und sich selbst getötet. * London, 27. Juni. Eine große englische Bierbrauerei-Gesellschaft hat eine Verfahren entdeckt, das Bier i n f e st e r F 0 r m herzustellen; die Masse soll gegen Temperatureinflüsse unempfindlich sein unb. wird zum Gebrauch in Wasser aufgelöst. * M a dr i 0, 27. Juni. Auf der Strecke Bilbao-Sara- gossa stürzte ein Zug in den Fluß Nagerilla. Man glaubt, daß die Zahl der Verletzten über hundert beträgt. Einige Tepeschen geben die Zahl der Umgeiommenen aus 100 an. Bisher wurden 14 Tote unb 50 Verwundete geborgen. * Rom, 28. Juni. Infolge der Verhaftung des Arztes Secchi, des Liebhabers der Linda Murri, gewinnt der Prozeß wegen der Ermordung des Grafen Bonmartini in Bologna neues Jnteres.e. ES geht das Gerücht, neue Aufsehen ereegenbe Verhakungen ständen bevor. Die „Tribuna" berichtet, auch von der Vorladung des Professors Murri, des Vaters der Linda Murri, werde gesprochen. Ter Zustand des Arztes Naldi, des mutmaßlichen Mitschuldigen an dem Morde, welcher Selbstmord versuchte, besserte sich. * Z ü r i ch, 28. Juni. 'Nach der „N. Zur. Ztg." sind durch das Lawinen-Un glück in Valpiora umS Leben gekommen: Dr. Gröbli sowie die Schüler Hoffmann und Odermatt. Drei Schicker sind leicht verletzt. Die Leichen wurden aus Anordnung des Erziehungsrates nach Zürich gebracht. Tie übrigen Schüler befinden sich wohlbehalten in Sedrun und Piera. Die Zahl der Opfer wird aber wahrscheinlich fünf betragen, da auch Professor V 0döz und der Schüler Liebmann so schwereVer - letzungen (Schädelbrüche) erlitten haben, daß keine Hoffnung besteht, sie am Leven zu erhalten. Unter den unversehrt Gebliebenen befindet sich auch ein Sohn des ehemaligen deutschen Konsuls Beuietuhr. Tas Unglück ereignete sich bei schönstem Wetter um die Mittagszeit, wo die Lawinengefahr am größten ist, weil der von der Sonne aufgeweichte Schnee leicht in Bewegung gerät. Kunst und Wissenschaft. Leipzig, 28. Juni. Heute wurde das Denkmal des jungen G 0 e t h c c n l h ü l l l. Die Weiherede hielt der Vorsitzende des Dentmalkomitees, Oberbürgermeister Trondlm. Ter rector magnißeus Wach legte einen Kranz nieder. Tie Feier schloß mit der Absingnng des Gaudeamus igitur. München, 28. Juni. Unter dem Vorsitz des Prinzen Ludwig sand heute die Konstituierung des neuen Vereins zur Begründung eines „Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft u 11 b Technik" in München stall. Tas Museum, für das namhaite Geldbeträge gespendet sind, soll ein S e i t e n st ü ck zum Germanischen Al u s e u m werden und für g a irz Deutschland bestimmt sein. Nachmittags gab der Prinzregent 511 Ehren derjenigen Herren, welche an der Gründung des Museums hervorragend beteiligt sind, sowie zu Ehren der morgen in München beginnenden Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure eine große Festtafel. Landwirtschaft. — Für den Saaten st and in Deutschland Mitte I n n l sind nach der Zusammenslelümg des Kaiferl. Statistischen Amtes, die für die einzelnen Staaten und Landesteile im „Reichs- anzeiger" verofsentlichi wird, die 9loten folgende: Es lautet Nr. 2 gut, 3 mittel durchschnittlich, 4 gering; die Zwischenstufen sind durch Dezimalen bezeichnet. 1903 1902 dagegen Juni Mcn April Juni Winter-Weizen . . 2,8 2,9 3,2 2,2 Soinmer-Weizen . . 2,5 2,4 — 2,4 Wmter-Spelz. . . . 2,3 2,4 2,5 2,0 Winter-Roggen . . . 2,5 2,8 2,9 2,4; Sommer-Roagen . . 2,5 2,3 — 2,4j Sommer-Gerste . . . 2,5 2,3 — 2,4 Haier .... . . 2,5 2,4 —- 2,4 Kartoffeln . . . . . 2,7 — — 2,7 Klee..... . . 2,o 2,5 2,5 2,4 Luzerne .... . . 2,7 2,6 2,6 2,6 Wiesen .... . . 2,5 2,2 2,5 2,5 Reisen. An dieser Stelle fei auf das Verkehrsbuch von Tirol aufmerksam gemacht (Innsbruck, Schwick. 30 Pfg.). Dr. v. Zimmer, der Verkehrsreferent des Tiroler Landesverbandes für Fremdenverkehr, bringt in dem Werkchen außer Berlehrsangaben lauter praktische Auskünfte über Aerzte, Apotheken, Bäder, Privatwochiimgen, Gasthäuser, Zimmer- unb Pensionspreis, Ber> ngen, Post-, Telegraphen- unb Telephonvcryültnisgenausflüge mit Tarifen, Fahrtarten nach allen mögli.^u Aus- und Inlands Plätzen nebst Preisen, alle alp! en Schutzhüllen, sämtliche Wagenkurse unb Omnibusverbmdunaen nebst Preisen usw. Das Büchlein soll jährlich neu erscheinen. Hanöcl unb Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Grünbcrg, 27. Juni. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 1Ü0 Kilo.) Weizen 16.25 bis —.— Mk>, Korn 14.50, bis 00.00 Alk., Gerste 14.50 bis 00.00 vaser 14.00 bis 14.00 Ml., Erbsen 18.00—00 Mk., Linsen 00.00 Alt., Lein 00.00 Alk., Wicken 00.00 Mark, Samen (>0.00- 00 Alk., Kartoffeln 7.50 bis 0.00 Alk. io. Frankfurt a. M., 20. Ium. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Noliernngen der heutigen Frnchtnrarktpreise. Weizen All. 16.75-17.00, Knrhessischer Alk. 16.75—17.00, La Mala Alk. 17.00—18.00, Kansas All. 14.75—15.00, Roggen chich'ger) Mark 00.00—00.0O, berste (Wetterauer) Alk. 00.00— ou.OO, Franken- lelder Mk.00,00—00,00, Hafer Mk. 14.75—15.00, Mais Mk. 12.00—00.00, Weizenmehl 0 All. ' 25.75—26.25, 2. Onalnai Alk. 23.25 bis jJif. 24.25, 3. Qualität Alt. 21.75—22.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.75—23.25, 1. Qualität Ml. 20.25—21.25, Wcizentleie Alk. 9.25 bis Alk. 9.75, Roggcnkleie Alk. 9.75—10.25, Maisteime Alk. 10.25 bis Alk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Alk. oO.OO—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. tc. Frankfurt a. M., 29. Juni, t^elegr. Lrig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche ytoiienniflcn der heutigen Viehmarkt- preife. Zum Verlause iianöcii: 502 Ochsen, 188 ans Oestreich, 50 Bullen, 3 aus Oestreich, 758 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 on5 Oestreich, 197 Kälber, 12 Schaje und Hammel, 1037 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für lOOPsuiid Schlachtgeivicht. Lchseii 1.Qualität69—71 Alk., 2. Qual. 65—67 Alk., 3. Quäl. 61—63 All.; Biillen 1. CnaL 62 bis 64 Alk., 2. Qual. 59—61 Alk.; Kühe 1. Qual. 64—66 Alk., 2. Qual. 61—63 Mk., 3. Qual. 56-58 Ml, 4. Qual. 50—52 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber: 1. Qualität82—85Pig.,Lebendgewicht 50—52 Pf., 2. Qual. 76—79 Pfg., Lebendgewicht 45—48 Pfg., Schlachtgeivicht 63— 65 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 70—72 Pfg., 2. Qual. 66—68 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 56—00 Pfg., Lebendgen). 43 Pfg., 2. Qual. 54—55 Pfg., Lebendgewicht 42—00 Pfg., 3. Qual. 45—49 Pfg., Lebendgeivicht 00—00 Pfg. — Geschäft: bei Hornvieh gut, bet Kleinvieh gut. Kein Ueberpand. Markt: Ilebcrstand unbedenteiid. Spielplan der oerclnigtea Frankfurter tztadttheater. Lpernhaus. Dienstag den 30. Juni, abends 7 Uhr: ,Don Inan." Schauspielhaus. Dienstag den 23. Juni, adetids 7 llhr: „Tie Misanthrop." Neueste ytdöiuuu'ii. Originaldrahtmcldnngen des Gictzcuer Anzeigers. E nts, 29. Juni. Bet der gestrigen Kaiser-Regatta siel der Ehrenprets Kaiser Wilhelms dem Ludwigshafener Ruder-Verein ztt und der Staats-Prei^ im Junior-Achter dem Mainzer Ruderveretn. G l o g a u, 29. Juni. G r a f P ü ck l e r in Kleiu-Tschime unb bessert Inspektor Kirchner ioaren von ber Strafkammer wegen Zerstörung einer Felbbahn zu 6 bezw. 4 Wochen. Gefängnis verurteilt worben. Auf bie von beiden Verurteilten eingereichten Gnadengesuche ist die gegen Pückler erkannte Strafe in eine Geldstrafe von 6 000 M k. unb bie gegen Kirchner in einu solche von 300 Mk. umge- wanbelt worben. (Ter Graf ist einer der reichsten schlesischen Magnaten. D. Reb. bes Gieß. Anz.) Plauen i. V., 29. Ium. 1200 Maurer beschlossen, heute in den Aus stand zu treten. L. L o n b o n, 29. Juni. Der Grafschaftsrat erhielt burch Vermittlung Lorb Roseberys ein Angebot zur Errichtung einer technischen Hochschule unb Forschungsanftalt in Lonbon. Tas Angebot gehr von ber Werner, Beit Co. unb einer Anzahl Lvnboner Bürger aus, bie sich bereit erklären, für bie Hochschule ein Gelände in Kensington, einer Vorstabr Lonbons, und 3G0 OOu Psd. Stert zu ben Bau- unb Einrichtungstoslen herzugeben. Lorb Rosebery tritt warm für eine yvhere technische Ausbildung ein, wobei er aus bie Hochschule in Eharlottenburg mit Dem Bemerken verweist, es sei eine Schaube, baß bie jungen Englänber genötigt seien, zur Erlangung einer volllömmenenen technischen Ausbilbung nach Deiuschlanb uno den Vereinigten Staaten zu gehen. Er hofft, dieses Angebot werde die Errichtung einer Technischen Hochschule in London nach deutschem Vorbild ermöglichen. London, 29. ^>uni. Harcourt hielt in Malwood eine Rede, in welcher er Chamberlains Plan heftig an* griff, hauptsächlich, weil er den Preis der Volksnahrungsmittel erhöhen wurde, ohne einen enr- sprechenben Vorteil zu bieten. Er beschwor bas Publikum, sich nicht burch ben Ruf nach Vergeltung irre leiten zu lassen. Es heiße ein ziemlich unrühmliches Spiel treiben, wenn man versuche, bas Vorurteil gegen Deutschlanb zu verschärfen unb es für einen volkstümlichen Ruf halle, zu sagen: Laßt uns an Deutschland Vergeltung üben. Die Vergeltung könne nicht auf Deutschland allein beschränkt bleiben, Vergeltung an ben Vereinigten Staaten aber, ben größten Freunb unb wertvollsten Käufer, sei boch etlvas zu gewagt. — In New- Orleans geht, wie hiesigen Blättern aus Newyork ge- melbet wiro, bas Gerücht, oaß ein riesiger Baumwoll- trust in Bildung begriffen sei, ber bie oollstänbige Beherrschung bes Baumwollhanbels ber Welt zum Ziele hat. Viele ber reichsten Laumwollhänbler in Newyork, Lonbon, Liverpool unb Antwerpen seien baran interessiert. Laibach, 29. Ium. Bei einem Ausstieg des amerikanischen Luftschiffcrs Steffens platzte der Fallschirm. Steffens stürzte aus beträchtlicher Höhe zur Erde, wobei er lebensgefährliche Verlegungen erlitt. An seinem Auskommen wird gezweifelt. Telephonischer Kursbericht. »rHitkiuri «*. u., 28. Juni läu3 3Vt°/o Reioheanleihe . . 102.05 3°/j do. ... 91.55 3Vi°/o Konsola .... 101.95 3°/0 do......91.52 3l/g% Hessen .... 101.10 3*/,% Oberhesaen . . . 100.00 4% Oeaterr. Goldrente . . 102.80 4‘ 6% Oeeterr. fcilberrente 100.20 4% Ungar. < oldrente . . 101.65 4°/ Italien. Jlento . . . 103.60 4*/,56 Porcugioitin . . . 50.00 ■1°/ Portngenrn.....31.90 1% C. Türaiu .... 3415 Türkenlose .....133.00 4 1 q Uriech. Monopo'.-Anl. 45.10 4' äussere Argentiner —.— I 3-7o Mexikaner . . . 25.80 I 4’/j /g Uhineben .... 92^0 I Electric, octuckert . . . 93.25 Nordd. Lloyd . . . . 99.00 , Kreditaktien .... 209.00 1 Diskonto-Kommandit. . 186,90 Darmstädter Bank . . . 136.00 i Dreadvner Bank .... 147.20 Beniner Handelages. . . 154.00 Oesterr. Staatobahn . . . 144.70 Lombarden ..... 18.20 Gottbar-lbahn .... 192.50 Laurau ütto...... 223.20 Bochum ...... . 178.20 Harpener......184.50 Tendenz: fest. D A hjooon Herr Lan.'Rat Dr. H. in D. schreibt hier- llUie MttSvci. 'ei: „Ich habe zur Behandlung einer hartnäckigen Akne vulgaris (unreine vaut) und einer voicu Na>e Jyre Obermeycr's Herba-Seife mit gutem Erfolg angewiUtdl. In letzterem Falle wurde die 9iafenröte unvergleichlich geringer imb zwar schon nach ganz kurzer Anwendung." Z. h. i. all. Apotheken, Drogerien u. 'Boxt Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verlust unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters ^Takob Wacker sagen innigsten Dank Geschwister Wacker. Gießen, den 29. Juni 1903. 03081 Bekannrmachung. Ich bringe zur öffentlichen Kenntnis, daß das Geschäftszimmer des städtischen BcgräbniSamto mit dem des Standesamts, Bürgermcistcreigcbäude. Zimmer Nr. 13, vereinigt ist. Gießen, den 26. Juni 1903. 5112 Ter Oberbürgermeister. Mecum. Sielbau Gießen. Die Lieferung der zur Fortsetzung der Sielbauten notwendigen Eiseuteile, wie Schachtabdeckungen, Steigeisen und Spül- brunneurohre, soll öffentlich vergeben werden. Bedingungen und Angebotsformulare ausschließlich der Zeich- lulngen tonnen gegen porto- und bcftellgelbireie Einsendung von 1.50 Mark durch das Städtische Ttesbauamt, Abt. Sielbau, Bürgcrmcistereigebäude, Zimmer Nr. 4, bezogen werden. Ebendaselbst Hegen die Zeichnungen und sonstigen 'Verdingungsunterlagen ivährend der Dienststunden zur Einsicht offen. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmick, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferlmg von Schachlabdeckungen, Steigeisen und Spül- brunnenrohre für den Sielbau Gießen" bis zum 18. Juli d. I., nachmittags 3 Uhr, bei vorgenanntem Amt einzureichen, woselbst die Eröffnung der eingelauienen Angebote im Beisein etwa erschienener Bewerber am genannten Zeitpunkt erfolgt. — Zuschlags- irist 4 Wochen. Gießen, den 27. Juni 1903. 5108 Städtisches Tieibauamt. Braubach. Zs auf Wunsch auf Teilzahlung.'' In das hiesige Handels. ! £ ÄS’t“ ät. - Fettsch" zu Gießen; Inhaber schon r70M.u. Ingenieur Richard Fertsch da-' \ S. Rosenau unsout'preiXte selbst. Angegebener Geschäfts In Hachenburg Sr. > MM Abiahlung 8—15 Mk. ' ' monatlich. Gegen * ' Barzahlung'’ liefere Fahrräder. , register wurde Herste einge- ♦& tragen die Firma „Richard, <ä zweig: InstaUationsgeschnft, Gas-, Wasser-, Elcktro-An- lagen. 5104 Gießen, 24. Juni 1903. Großherzogüches Amtsgericht. Arbeitsvergedung Die zur Aufstellung einer Brücl'enwage für die neuen Kliniken zu (y gen nötigen Maurer- und Pftastcr-Ar- besten nebst Ntaterialliefcrstngcn werden hierdurch unter Hinweis auf den Miuisterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Cubmissions- weg ausgeschrieben. Die 'Ausführungs-Bedingungen ii. Arbeilsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum i. Juli d. IS., vormittags 10 Uhr, versiegelt und nut entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 27. Juni 1903. Großh. Hochbauamt Gießen. Reuling. 5106 Wll-PttsttiMUß. Mittwoch, den l.Julid. IS., nachmittags 2 Uhr, werden int Bieter'schen Saale über 300 Flaschen Wein versteigert, nämlich: Medoc, St. Estöphe, Marco- brunner, Naucnthaler, Rüdesheimer, Niersteiner, Aßmanns- häuser, Sherry u. a. Sorten, sodann 1 Sekretär und 1 Stahlstich. Versteigerung ganz bestimmt. 5118| Geißler» Gerichtsvollzieher. Minsand Memsand Kieselsteine liefert in Waggons ab Station Frankfnrt a. M. abStationGustavsburg-Maln? in festem Quantum Zernhard Nathan Damptbaggerei (1541 FRANKFURT a. M. . Fernsprecher Nr. 1548. 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Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. 5118 03074] Möbliertes Zimmer zu permieten______Neuenbäue 2. 4787] Ein möbliertes Zimmer zu permieten Kreuzplatz 10. 03066] Schön.möbl. Zimmer zn permieten Neustadt 14, I. 5109] Möbliertes Zimmer zu permieten Diezstraße 13, II. 4954] Zwei aut möbl. Zimm, an ruh. Herrn ob. Dame z. vrm. Alice- Str. 19. Fr.Obereinnehiner Lreiner 4786] Gut möbl. Wohn- und Schlafzimmer in schöner Lage auf 1. Juli zu permieten. Näh. im Parterre Liebigstraße 62. 03003] Möbl. Zimmer, cp. mit Kost, zu vermieren Neustadt 14. 3576] Möbl. Zimmer mit Kab. zu permieten Neuenweg 10. 4889] Möblierte Zimmer zu permieten. Landgrafenslr. 6, pt. 02887] Schön möbl. Zimmer zu permieten. Bahnhosstr. 23, I. 03021] Möbliertes Zimmer zu vermieten Dammstraße 46, III. Ein großer, kühler u. trockener ^ Keller per 1. Juli zu vermieten. [4459 Zu erfragen in der Erp, d. Bl. 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