Freitags. Mait VOS 153. Jahrgang Erstes Blatt 1803-1903 Var hundertjährige Zubelseft der 2. valailionr der Wer 0 wird dem Bataillon zu seinem freudigsten Stolze di« ;öchsle Würdigung zu teil. Weilten Sr. Hgl. Hoheit Gedanken erst vor Kurzem hier bei unS in Gießen, als aus Anlaß des 100. Geburtstages der größten deutschen Chemiker» eine ruhmvolle Epoche des Geisteslebens unS wieder lebendig wurde, so führt heute ein Abschnitt denkwürdiger Geschichte militärischen Lebens unS den ÜandeSherrn in eigner Person zu. Es erscheint ferner heute zum Jubelfeste eine stattliche Anzahl von Veteranen, ehemalige Angehörige de» Bataillons, unter ihnen auch nicht wenige jener Männer, die seit auno 1870/71 den Geist der Vaterlandsliebe in ihrer besonderen erinnerungsreichen Weise hegen und pflegen, die damals so Großes mit vollbringen halfen, wie eS die Welt» geschichtc bis dahin noch nicht gekannt hat. Wenn bei der heiitigen Parade vor unserem Landesherrn die ergrauten Krieger um ihre alten Fahnen sich wieder scharen, dann wird ihnen daS Herz höher schlagen, denn rein und makellos haben sie sie den Nachkommen übergeben. Und eS wird sich heute auch wieder einmal aufS deutlichste erweisen, daß daS 116. Regiment aufs innigste und freundlichste mit den Bewohnern unserer Stadt verknüpft ist. Gießen und feine 116er sind seit 85 Jahren unzertrennliche Begriffe. Nicht nur die Angehörigen deS Waffenstandes, die mit freu- digem Stolz daS heutige schöne Fest vorbereitet haben, begehen diesen denkwürdigen Tag. In allen Kreisen der Bevölkerung wird daS Bewußtsein geweckt, daß eS hohen und würdigen Gütern gilt, wenn die Trommeln wirbel« und schätzen pflegen, auf daS Reich der Träume hin, in dem allein er schalten könne. Denn daS .deutsche Reich' war vor hundert Jahren ein völlig chimärisches Gebilde, eine Mumie, die sofort in Staub zerfiel, als der kalte Lufthauch der großen geschichtlichen Ereigniffe, der von Westen her blies, sie berührte. Und heute — wie wahr haben sich die Seherworte Arndts und aller andern erwiesen, die das Kommende im Geiste geschaut hatten! „$3err Gott im Himmel, welche Wunderblume Wird einst vor allen dieses Deutschland fein" hatte einst Ferdinand Freiligrath ausgerufen, und welche Wunderblume ist in Wirklichkeit heute unser Deutsches Reich! Was die früheren Zustände in ihrer lahmenden Wirkung bedeutet haben, das ist erst recht deutlich geworden, seitdem die bereitliegenden Kräfte sich frei entwickeln konnten. Der materielle Aufschwung, den Deutschland seit 1871 genommen hat, grenzt geradezu anS Wunderbare. Sem Gewerbefleiß, icm Handel stellen heute in gewißer Beziehung sogar das ehe- dem so überaus gefürchtete England in Schatten und künden laut den Segen eines nun schon 32 jährigen Friedens, und tief und breit und unausrottbar kräftig wurzelt in aller Herzen die Liebe zum Frieden, ob es auch gerade dem Heffen- slamme an sturmbewegtem Deutschtum und au ofterprobter Wehrtüchttgkett nicht gebricht. Davon hat daS heute jubilierende Bataillon das beste Zeugnis allezeit abgelegt. Mit vollen Kräften hat es in seiner Gesamtheit stets wacker mitgewirkt zur Erreichung bei großen nationalen Errungenschaften. DaS steht zu lesen in den Blättern der deutschen Kriegsgeschichte, und in erschöpfender Weise in der zum heutigen Jubeltage er- schieuenen Geschichte deS H6.RegimentS, verfaßt von Generalmajor z.D. v. Bigge in Gemeinschaft mit Major Müller. Schauen wir zurück aus die Taten deS 2. Bataillons seit seinem Bestehen, so ersiehen vor unS alle die gewaltigen historischen Ereigniffe deS verfloffenen Jahrhunderts. Die Bedeutung, die der heutigen Gießener BataillonS- feier unter allen Umständen innewohnt und die ihres Ein- drucks nie verfehlen könnte, wird wesentlich erhöht durch die Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit unseres GroßherzogS. In seinem Edelsinn nimmt unser teurer Landesherr die Gelegenheit wahr, bei der Jubelfeier als oberster Repräsentant des Heffenlandes zugegen zu sein, und tzrvst ^«dwigs-Icreiu. R.B. Darmstadt, 28. Mai. veiugopre»«» monoilid) 751)1., vierteljährlich Mk. 8J0; durch Adhole- il Zweigstellen monatlich 6o i>t.; durch k-iePost Mk.3.— otertel* lährt. außfd)L Besiellg, Annahme von lnjclgei üx die TageSnummer -iS vormittags 10 Uhr. , eilen preis: lokal 15'Ot, auswärts 80 Plg. Beramwörtlich Hh den polU. und allgem. Teil: U ©nIto: für .Etadt und Land* und ,(Lknchlssaat':Auaust GSy: füx den Ar»- jeiqentetl: Han« veck. L DaS 2. Bataillon deS 116. Infanterie-Regiments feiert heute die Wiederkehr seines 100. StiftungStageS. So ist denn der heutige Tag für unser Gießen em Tag von höchster lokalgeschichtlicher Bedeutung. In unserer Nummer 121, 1. Bl., haben wir bereits die ereignisreiche Geschichte deS tapferen und ruhmreichen Bataillons kurz geschildert. Hundert Jahre! Welche gewaltigen Um- wälzungen haben sie gebracht! Im StiftungSjahre deS heutigen JubelbataillonS entstanden Ernst Moritz Arndts erste flammende Gedichte. Aber sie verklangen fast ungehört in jener Zeit der schnöden Knechtschaft, in der daS Herz des deutschen Volkes in die bitterste Enge getrieben war, da der von dem korsischen Eroberer beeinflußte ReichSdeputationS- Hauptbeschluß eine völlige Umgestaltung der deutschen Land- karte, auch der deS damaligen LandgrafentumS Heffen-Tarm- stadt, herbeiführte. Erst im Verlaufe von ein paar Lustren wurden sie durch ihren unvergleichlich volkstümlich-patriotischen Ton die ersten deutschen Nationallieder und halfen, anfangs freilich nur ganz schüchtern, aber allmählich immer nachhaltiger wirkend, den gewalttgen BefteiungSsturm von fremdherrischer Feffel mit herauf führen. Noch hatte der Sänger von Rügen und Greifswalder UniversitätSproseffor vergeblich die Frage .Wer ist em Mann?' mit den prächtig packenden Worten beantwortet: ,2Ber beten kann — wer glauben kann — wer lieben tonn', und bann zusammengefaßt in bie herrlichen Strophen: .Tie« ist der Mann, der sterben kann fair Gott und Vaterland, Er läßt nicht ab bis an daL Grad Mit Herz und Mund und Hand. So, deutscher Mann, so, freier Mann, Mit Gott dem Herrn zum Krieg! Denn Gott allein kann Heller 'ein Don Gott kommt Glück und Sieg.' Wenig zuvor noch hatte Schiller in einem Gedichte zum Antritt des 19. Jahrhunderts mit keinem Worte den .Deutschen' erwähnt. Daß der irgendwie etwas unternehmen könnte, um den Lauf der Dinge nach feinem Herzen zu lenken, kam chm gar nicht m den Sinn. Wer den Gang der Wirklichkeit nicht dulden wollte, den wie« der große Dichter, den wir heute als den nationalsten unserer Poeten einzu- bie Waffen blitzen. Mit biesen Gebanken heißen wir Seine Königliche Hoheit auS treuem unb ergebenem Herzen in unserer Stabt aufs herzlichste willkommen! In erster Linie gilt ja natürlich der heuttge festliche Schmuck unserer Stabt der Anwesenheit unseres Großherzogs. Aber bie bunt geschmückten Häuser grüßen auch bie braven alten Solbaten vom 2. Bataillon, bie sich heute hier mit lieben Kameraben unb Kampfgenoffen zusammenfinben. Was Ihr erftritten, bleibe auch erhalten: Ein langer Friede unferm Vaterland. Doch stört ihn je ein Feind mit Freolerhand, Tann, Söhne, nehmt zum Vorbild Euch bie Alten: Führt auch wie sie das Schwert mit wucht'gem Streich, Allzeit mit Gott für Kaiser, Großherzog unb Reich! fördert worben — ganz im < oder Gemeinden durch Anlegung brennereien, durch Beihilfen $ur Unnv in Ziegeldächer, Holzhäuser ui Steinhäuser ic. mel zur Dohnungsverbesserung beitrugen, ^eit 2o Zähren habe sich im Gegensatz zur gewerblichen die gemeinnützige Bautätigkeit entwickelt. Hier erscheine als Gegenleistung für bie von Behörden ober Kassen gewährten Vorteile die Fest- setzung einer mäßigen Miete und bestimmter baulicher unb sanitärer Bebingungen und der Ausschluß von Wirtschafts, betrieben. Wir haben jetzt in Deutschland 384 gemeinnützige Bauvereine, wovon auf Westdeutschland allein 212 entfallen, während der Lsten nur 30 aufzuweisen hat. Die meijten dieser Dauvereine datieren erst nach dem Jahre 189o, |ie hatten Ende vorigen Jahres 24000 Wohnungen für 98 Millionen Mark hergestellt, davon bie Rheinprovinz allein 5000 für 17 Millionen Mark. In Hessen fmb im Vorjahre 11 Proz in Düsseldorf 15, in Elberfeld 7, in Köln 20 Prozent aller Kleinwohnungen burü> gcir.cmnü&ige Vereine gebaut. Tie Befürchtung, daß dura) bie letzteren bie gewerbliche Bautätigkeit geschädigt werde, sei bisher nicht bestätigt: sie habe un Gegenteil durch ihre Musterbauten anregend und bessernd gewirkt, sodaß die ganze .Lautalig- feii nur Ncutzen davon habe. Ter Herr Redner schloß mit * j man hinsichtlich des Wohnungs- " *" ' ‘3 Stabte- mögen sbe st and von 8389 Mk. verbleibt. Nachbem bei der Neuwahl von Borstanbsmitgliedern die ausscheidenden drei Herren Otto Wolf s k e hl-2armstadt, Fnbrikant Langs- b orf-Friebberg und Oberbürgermeister Köhler - Worms wiebergewählt waren, begannen bie Vorträge. Herr Landesrat Dr. Brandts-Tüsseldorf hielt einen ungemein effeint)en Vortrag über Zweck und Wesen der gemeinnützigen Bautätigkeit unb ihre Bedeutung für das öffentliche Wohl. Er erinnerte daran, daß unsere Ansprüche hm- sichtlüchj der Wohnungen gegen früher erheblich höhere geworden sind. Im Jahre 1848 habe man ui der Pauls- kirche zu Frankfurt über alle möglichen Dinge petitioniert, nur über die Wohnungsfrage nicht. Sett 30 ober 40 Jahren sei der Wohnungsmangel in Stadt unb Land chronisch geworden, auch in Belgien, Frankreich, England rc. Wollte man dem wachsenden Bedürfnis Genüge leisten, so mußten jetzt nach der beständigen Bevölkerungsvermehrung alljährlich 165000 kleine Wohnungen gebaut werden, was einen Kostenaufwand von 650 Millionen Mark erfordern würbe. An bie Stelle bes früheren Wohnungsbaues ber einzelnen Eigentümer fei jetzt bie gewerbliche Probuktion von Wohnungen getreten, bie mit möglichst viel jrembem unb möglichst wenig eigenem Gelbe arbeite. Durch bie völlige Abstinenz bes Staates und ber Gemeinden bem Wohnungswesen gegenüber seien bie jetzigen Mißstänbe noch sehr ge- Gegensatz zu früher, wo Staat zung von Ziegeleien ober Soll» andlung von Strohbundes und der späteren hochherzigen Fürsten zurück- kommen möge; es wäre ein großer Fortschritt bes 20- hunberts, wenn einersetts staatliche und städtische Behoben und andererseits daS zu tätiger Miturbell erzogene Boll wieder mit zu ber früheren gesunden Wohnungspflege beitragen würben. — SJ lad) bem wärmsten Donk des Herrn v. Heyl an den Vortragenden besprach als Korreferent Herr Lanbeswohnungsinspektor Gretzschel bie speziellere Lage der Verhältnisse in Hessen unb die guten Wirkungen bes neuen Gesetzes ber Wohnunasfürsorge für Minderbemittelte vom 7. August 1902. Er schloß mit dem Ai» druck der lleberzeugung, baß in Hessen em guter ©oben für eine wirksame Wohnungsfürsorge vorhanden s« und man namentlich durch die Begründung neuer gemeinnütziger Dauvereine bas öffentliche Interesse dafür wachrufen möge. Das helfe mehr als alle behördlichen 'Maßregeln. — Herr Kreisrat Dr. Walger-Erbach i. O. besprach nun noch in einem längeren interessanten Vortrag bie Wohnung^ Verhältnisse in ben lanblichen Bezirken unb lieferte burch zahlreiche Angaben und Stichproben den Nachweis, daß auf dem Laiide noch sehr Diel für bie Wohnungsverbesjer- ung geschehen müfje; es herrschten vielfach sogar höchst aefundheitsgefährbende Zustände. — dlachbem bann noch Herr Tirdtor Bastian eine nähere Erläuterung über die (tinridihingen und Bestrebungen ber Lanbeshypolhekenbank gegeben, schloß nach kurzer Debatte bie Versammlung nach 2 Uhr. Die Ferienkurse in Marburg finden vom 12. bis Sl. Juki und vom 5. bis 26. August statt. Vorlefimgen halten Profi Dr. Collin Ge'chichie der Novelle), Proi. -tt. Gundlach '^ielhodck des neuspracdlichen Unterrichts , Dr. Knabe, Direktor der Lberrealfchule (Geichichie des d. Schulwesens, Profi Kühnemann (Goethes Faust), Profi Narorv Pädagoast, Pros. Dr. Schenck (Phvsiologie des Menschen-, Tr. Seehausien, Direktor der höheren Mädchenschule Kunfiaeichichte,, E. Stockhausen aus Haniburg iVortragstunst), Pros Vieior (Deutsche Phonetik), Prof. Tr. Vogt Geschichte der neubochdeutfchen Schriftsprache, Re-. Fripp M. a. aus AcanSfield, Profi Moore» Smitt) aus Sheffield die beiden letzteren über englische Literaturgeschichte', Lektor Dalrymple, M. A. (Englische Phonetik , Zünd-Burguet «,französische Phoneliktz, Pros. Tr.Legras aus Dijon und Rektor T. Scharfs (faanzösische Literaturgeschichte,. Aus mhrttche Prosvette roeröen aus Verlangen vom Sekretariat der Marburger Ferienkurse, A. Locker, Billa Lranston, Marburg, unentgeltlich versandt. Wie aus Heidelberg berichtet wird, hat Jngenreur^r. phil. I. Ko Ilm ann-Frankfiirt nach vollendetem juristischen Studium nunmehr auch die stlristische Doktorwürde erlangt. Die Dissertation behandelt die wichtigsten Kapitel der Haftpflicht. — Man schreibt aus ..ürzburq: Zu dem nächste Woche dier nattfindendenv. Kongreß der deutschen Gesellschatt mr Gynäkologie Haden sich etwa . .. ... nm oic Vorträge; es liegen 70 Meldungen vor. Am o. Zum ist ein gemeinsam«: Ausflug nach Bad Kisjingen geplant GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 124 «rfftetwt tägltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Ktssischen Landwirt bie Siebener Zamilien» blätter viermal in der Woche beigelegL Rotationsdruck u. Verlag bet vrü h l'schen Unlverj.'Buch- u.Slein- brueferet (Pietsch Erden) Rebaftton, Erveditton und Druckerei: Schulftraße 7. Adresse für Depeschen: «»zetger (Bleien. Betil zu HerrnSheim, gab nach einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen eine kurze^ Erläiiteriuig zu dem gedruckt vorliegenden Jahresbericht für 1902. SemCennn fei dankenswerterweise ein Staatszulchuß von 6M0 Mk. bewilligt worden und durch die Ernennung eines Landes- wohnungsinspckwrs, der zugleich als ^"bralsekretar des Vereins fungiere, sei eine hervorragende Kraft für bie Wohnungsfürsorge in Hessen gewonnen worben, ^n ben .etzten 25 Jahren feien bie letzten fast ausschließlich sur üe Interessen bes Fabrikarbeiters verwendet worden, die Landwirtschaft, die Heinen Gewerbetreibenden, bie staatlichen und städtischen Subalternbeamten habe man autzer Betracht gelassen. Es sei 'takisttsch festgestellt, datz bie Löhne ber Fabrikarbeiter in ben letzten 25 Jahren um 54 'Proz. gestiegen seien, währenb sich die Lebe^Mittelpre se auf fast der gleichen Linie bewegten; der Arbeiter muffe demnach nicht mehr, wie früher, <0 Prvz. fernes Lohnes für die Lebenshaltung ausgeben, sondern behalte m H als die Hälfte zur freien Verfügung. Rur bie Wohnung-- preise seien da, wo keine Fürsorge eintrat, l^h*.welenlllch in bie Hobe gegangen, es werbe burch geradezu eine Ausbeutung des Arbeiters und des Heuten Samten vollzogen. Deshalb sollte auch diese ^rage viel in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion ge- ^ückt werden. (Lebh. Zustimmung.) Das Reich sei weniger rur Wohnungspflege geeignet, hier mußten die Emzelstaaten einareifen, ba bei einer Zentralisierung viel ^ast verloren neben roü be. Der Ernst Lubwig-Verem werde jetzt rmch- bem sellte Lrganisativn vollendet und der Staa: helfend ei^earillen habe, in ber Wohnungssursorge energisch vvr- aehenÖ aber cXfei auch Sacke ber Gemeinden, hier helfend gehen, aver i V* Por allem sollte auch ber größte (( im Hande, bie pr-utzis-y-h-sjische Eisenbahn, n^mriniebart sich mehr als bisher an der L°hnung-sur>orge füTS« beteiligen. Aus dem Kajienbcr.cht, i,errbeU1a™htThewor^d"ß te^nnahmen" 4479 Mk."°u>ldIleit nur Nutzen DauonJ Aus Stadt und Land. Gießen, am 29. Mai 1903. ** Heber den Ausfall der letzten juristischen Staatsprüfung in Darmstadt erfahren wir heute folgendes: 22 Herren haben sich dem Examen unterzogen, 2 sind vom Examen zurückgctreten, 7 durchgefallcn. Bestanden haben die Accefsiften Bräunig, Carnier, Dix, Eger, Eulau, Fink, Fricker, HemmeS, Hoffmann, Kaufmann, Lemser, Seibert und Soldan, und zwar 1 mit sehr gut, 5 mit gut und 7 mit genügend. ** Bei der gestern stattgehabten Wahl der Kirchengemeindevertretung wurden gewählt: 1. für die Matthäusgemeinde: 1. Magnus Becker, Vorarbeiter, 2. Friedrich Decker, Agent, 3. I. Peter Egly, Kreisamls- diener L P., 4. Wilhelm Ferber, Rentner, 5. Heinrich Gebhardt, Oberamtsrichter, 6. Heinrich Knauß, Hauptlehrer, 7. Heinrich Pfaff, Lehrer i. P., 8. Lorenz Spitz, Lehrer, 9. Wilhelm Spörhase, Mechaniker, 10. Wilhelm Spruck, Kaufmann.— 11. für dieMarlusgemeindc: 1. Georg Schwan, Messerschmied, 2. Wilhelm Peter, Stationsassistent i. P., 3. Peter Erle, Gärtner, 4. Ludwig Kümmich, Postsekretär i. P., 5. Karl Schlenke, Oekonomierat, 6. Philipp Völlmar, Schuh- macherineister, 7. G. W. Schneider, Kaufmann, 8. Emil Horst, Bauartikel-Fabrikant, 9. Adam Kauß, Kreiskassenrech- ner. — 111. für die Lukasgemeinde: 1. Justus Rinn, Gelbgießer, 2. Ritsert, Posldirektor a. D., 3. Heyligenslaedl, Kommerzienrat, 4. Holtzmann, Professor, 5. Friedrich Seibel, Kaufmann, 6. Siebcck, Geh. Hofrat, 7. Stade, Geh. Kirchenrat, 8. Drews, Professor, 9. Hermann Spamer, Rentner, 10. Andreas Keßler, Postschaffner, 11. Wilhelm Wagner, Rc- gierungsrat, 12. Heinrich Heß, Schuhmachermeister. ** Reichsgesetzliche Arbeiter-Versicherung. Auf Anweisung der Jnvaliden-Versicherungs-Anstalt Gr. Hessen wurden durch die Postanstalten im Jahre 1902 1 122 981 Mk. 63 Pfg. Invalidenrenten, 52 531 Mk. 54 Psg. Krankenrenten und 346 469 Mk. 46 Pfg. Altersrenten, insgesamt also für Renten 1 521 982 Mk. 63 Pfg. ausbezahlt. An Beitragserstattungen wurden im Jahre 1902 140 411 Mk. 80 Pfg. auSgezahlt. Im deutschen Reiche wurden im Jahre 1902 in Gemäßheit des Gesetzes vonr 13. Juli 1899 103 884 208 DU. 62 Pfg. an Invaliden-, Alters- und Krankenrenten und 7 171 171 Mk. 73 Pfg. an Beitragserstattungen von den Trägern der Jnvaliden-Bersicherung ausbezahlt. § Großen-Linden, 27. Mai. Die Erweitcrungs- arbeiten an dem Eisenbahn - Einschnitt zwischen hier und Gießen gehen ihrer Vollendung entgegen. Die Arbeiten waren durch die fortgesetzten Rutschungen des Lett- und Sandbodens erforderlich geworden, die den Bahnkörper öfters gefährdeten. Die Böschungen werden mit Akazien bepflanzt, und am Bahnkörper entlang Mauern gezogen. Wie von fachkundiger Seite verlautet, erfordern die Arbeiten, die schon über ein Jahr dauern, einen Kostenaufwand von über 100000 Mark. -t.- Saasen, 28. Mai. Der Pächter der hiesigen Jagd, L. auS Frankfurt a. M., hat auf der Höhe hinter dem Dorfe ein Stück Land käuflich erworben und dort einen hübschen Aussichtstempel errichten lassen. Von dieser Stelle aus hat man einen herrlichen Blick in das hessische Oberland mit seinen gut bebauten Feldern und Wiesen und gepflegten Wäldern. Interessant ist ferner die Stelle dadurch, weil in unmittelbarer Nähe derselben die sehr starke Quelle der Wieseck in einem reizenden Wiesentälchen sich befindet. Der Aussichtstempel, der von Jedermann besucht werden darf, wurde einem hier namentlich von der Kinderwclt beliebten Jagdkollegen des Pächters, Herrn H. Stackemann aus Frankfurt gewidmet und auf den Namen dessen einzigen Töchterchens Martha „Martha-Ruh" getauft. § Butzbach, 28. Mai. Gendarmerie-Distriktskommandeur Major Zahn in Gießen weilte zwecks Inspektion der Gendarmerie gestern in unserer Stadt und in Rockenberg. — Da8 Gasthaus zum Stern (W. Schneider) hier wurde nebst Inventar heute von der GambrinuS-Brauerei Melchior für 74500 Mk. käuflich erworben. Uebergabe des Anwesens soll am 1. August dieses JahreS erfolgen. — Der heutige Krämermarkt, welcher als Konsirmandenmarkl früher eine große Bedeutung in unserer Gegend hatte, war nur mäßig besucht und zeigte weniger Berkaufsstände wie in früheren Jahren. tc. Friedberg, 28. Mai. In Ober-Hörgern fiel der i> Jahre alte Sohn des Polizeidieners Seipp in einen im Dorfe befindlichen Wasserbehälter, der nur mii einer niedrigen Mauer umgeben ist und ertrank. Ett ingShausen bei Grünberg, 28. Mai. Die ,eüHerbst vorigen Jahres im Bau begriffene Quellwasserleitung ist jetzt vollständig vollendet mit einem Kostenaufwand von ungefähr 50 000 Mark. Die Quellen liegen in der Gemarkung Queckborn, die Leitung hat natürliches Gc- säll, Maschinen waren deshalb nicht erforderlich. Da die Gemeinde finanziell sehr gut steht, so erhielt jeb er B e - wohner den HauSanschluß kostenlos hergestelll. Im Sommer ist cm großes Einweihungsfest geplant. § Ehringshausen, 28. Mai. Gestern wurde hier das 50jährige Dienstjubiläum unseres Lehreres hünergarth gefeiert. Die Vertreter der Großh. Kreis- schulkomniission, Kreisrat Dr. Melior, Kreisschulinspektor Mathes und Dekan Wagner, die fast vollzählige Lehrerschaft des Kreises, mehrere Geistliche, Der Gemeinde , Schul- und Kirck-envorftand, sowie viele Freunde und Verehrer des Jubilars versammelten sich vormittags um 11 Uhr im Schulhofe. Blauer Maienhimmel, liebliches Maiengrün und lieblicl)er Fliederdiist gaben dem Feste eine wirksame Folie. Schülergesang eröffnete im ersten Schulsaale die offizielle Feier. Kreisrat Dr. Melior überreichte unter herzlichen Worten dem Jul'ilar das ihm von Sr. König!- Hoheit dem Großherzoge verliehene Philipps kreuz. Dekan Wagner verlas ein sehr huldvolles Schreiben des Oberton sistoriums. Ortspfarrer Heinrichs übergab namens des KirchenvorstandeS den Prachtbund,,Das Leben Jesu". Eine goldene Uhrkette spendete der Bürgermeister im Auftrage der Gemeinde. Lehrer RuckelShausen hier überwies den von der Lehrerschaft gestifteten Plüschsessel, die Schüler spendeten ein Teeserviee und der Präsident des hiesigen Krieg.rvereins einen Weinlühler. Alle diese Geschenke nebst Duftenden BlumLiisiräußen wurden unter herzlichen Worten der An- ertennung der Verdienste des Jubilars überreicht. Tief bo 1DCgt, von Rührung überwältigt, dankte dieser für alle Gaben. Schlußgescmg der Schüler endigte die offizielle Feier. Eine gemeinsame Mittagstafel vereinte sodann Jubilar und Festgäste im Saale der Weisenbachschen Gastwirtschaft. Kreisrat Dr. Melior eröffnete oen Reigen der Tischreden; er forderte die Festversammlung auf zu einem Hoch auf Kaiser und Großherzog, in das begeistert eingestimmt wurde. Dann pries Kreisschulinspektor Mathes in formgewandter Rede die Verdienste des Jubilars. Von Herzen kamen, zu allen Herzen drangen die Worte des Dekans Wagner über das freundschaftliche Verhältnis von Schule und Kirche. Es folgten zahlreiche weitere treffliche Reden; sie alle waren glänzende Zeugnisse von den Verdiensten des Jubilars, wie von seiner Wertschätzung und Beliebtheit. Doch dürfen wir die poetischen Worte des Pfarrers Georgi, die eindrucksvolle Ansprache des Landtagsabg. Bauer, die humorvolle Satire des Lehrers Neeb und das Hoch des Lehrers Müller auf die Großh. Kreisschulkommission nicht unerwähnt lassen. Auf alle diese Ansprachen dankte der Jubilar, der sich noch voller geistiger und körperlicher Frische erfreut, in tiefbewegten Worten. Inzwischen langten immer noch Depeschen und Briefe an, sodaß ihre Zahl auf 200 stieg. Stolz kann der Jubilar auf eine solche Ehren- feier sein, stolz ober auch die Lehrerschaft auf eine würdige Anerkennung der Verdienste eines Standesgenossen und stolz die Gemeinde auf den Jubilar und auf ein solches Fest, das sie selber ehrt. 4- Laubach, 27. Mai. Die seit fast 2 Jahren im Bau befindliche Bahnstrecke Laubach — Mücke geht jetzt ihrer baldigen Vollendung entgegen. Rian hofft, daß die Eröffnung spätestens am 1. August statlfinden kann. Gegenwärtig wird der Oberbau mit Packlager hergestellt, die Gleise liegen bereits zur Hälfte und zwar von hier bis über Freienseen hinaus. An den Stationsgebäuden werden die letzten Arbeiten ausgeführt. Die etwa 14 Kilometer lange Strecke wird im Betrieb der seitherigen Strecke Hungen-Lau- bach angeschlossen. ? Bobenhausen b. Ortenberg, 27. Mai. Lehrer R. hier stürzte auf einer Radtour bei Forsthaus »Finken- loch" so unglücklich vom Rade, daß er nach einiger Zeit von Leuten in bewußtlosem Zustande gefunden wurde. r. Eberstadt, 28. Mai. Heute weilt der Untersuchungsrichter von Gießen zum zweiten male in unserem Dorfe, um hiesige Einwohner zu vernehmen. Bekanntlich brannten vor einigen Wochen zwei Scheuern im hiesigen fürstlichen Hofgut nieder. Der damals gleich verhaftete mutmaßliche Brandstifter, ein junger Knecht auS Worms, welcher der Sache sehr verdächtig ist, leugnet bis jetzt noch die Tat. Darmstadt, 28. Mai. Der deutsche Bühnenvercin beschloß heute in der Frage der Kostümlieferung an weibliche Mitglieder diesen in weitestem Maße entgegcnzukommen. Da aber nicht genügendes Material beschafft sei, werde für November eine außerordentliche Generalversammlung zur cndgiltigen Beschlußfassung in dieser Angelegenheit einberufen werden. Als Mindestmaß wurde schon jetzt die Verpflichtung zur Lieferung von historischen Kostümen an weibliche Chor- mitglieder vom Jahre 1906 ab, angenommen. Sodann wurde die Kündigung im ersten Vertragsmonat nach den Wünschen der Bühnengenossenschaft geregelt. fc. Mainz, 28. Mai. Nunmehr kam auch in der Bürgerschaft ein Fall von Genickstarre vor. Eine hiesige junge Dame wurde davon befallen und durch ihre Angehörigen ins Rochusspital gebracht. Vermischtes. * Paris, 28. Mai. Hiesige Blätter wiffen folgendes zu erzählen: Ein französischer Mitkämpfer aus dem Kriege 1870/71 namens Midelin ist nunmehr aus der deutschen Gefangenschaft nach Frankreich zu rück gekehrt. Er diente damals in einem Zuaven- Regiment, wurde gefangen genommen, entfloh und wurde wieder ergriffen. Er unternahm dann einen Fluchtversuch, wobei er einen Wachtposten tödlich verwundete, wofür er zu 30 Jahren Kerker verurteilt wurde. — Die Schläferin von Thsnelles, welche sich ununterbrochen seit 20 Iahren in einem lethargischen Zustande befindet, ist jetzt erwacht. Sie ist schwindsüchtig geworden. In ärztlichen Kreisen beschäftigt man sich eingehend mit diesem Fall. * Krakau, 28. Mai. Auf der Eisenbahnstrecke Wien- Krakau wurden aus dem Gepäck der Gräfin Skarzinska Schmucksachen im Werte von 60,000 Kronen ge- stohlen. Als Dieb ist em Schaffner namens Schastok ermittelt worden. * lieber die schwere Bootskatastrophc, welche sich auf der Warthe in der Nähe von Dembno bei Neustadt in Der Provinz Pofen ereignete und bei welcher elf Schulkinder ertranken, wird noch aus Posen telegraphiert: Etwa 40 Kinder im Alter von 13 bis 14 Jahren aus verschiedenen Orten, die dem katholischen Religionsunterricht in Dembno beiwohnten, mußten, um wieder nach Hause gelangen zu können, über Die Warte übergesetzt werden. Trotz der zahlreichen Passagiere nahm der Fährmann einen Kahn, Der schadhaft war unD dessen Leck er mit Werg verstopfte. Als sich das Fahrzeug schon auf Dem Fluß befanD, löste sich Das Werg, Das Wasser Drang ein und Das Boot begann zu sinken. Die ÄinDcr gerieten in Todesangst unD Drängten sich instinktiv nach Dem Hinteren Ende des Kahnes, um Dem LanDe möglichst nahe zu sein. Das Boot {enterte und 11 ÄmDer fanden Den ToD in Den Fluten, währenD Die anderen sich nut Mühe unD Not ans Ufer retten konnten. Auch derFährmann i ft ertrunken. Am Ufer, wo Die Mütter Der verunglückten Kinder diese erwarteten, spielten sich herzergreifende Szenen ab. Unsere Militärmusrt hat bei Dem heutigen Regi- mentsfeste wieder einmal Gelegenheit, ihre Kunst zu zeigen. Die Militärmusik ist uralt, (»eit Die Menschen zum Kampf gegeneinander auszogen, iifb jederzeit Musik oder Gesirng zui Anfeuerung der Krieger verwendet, und wenn man den Anfängen Des Jnsfimmentenspiels, das die Grundlage unserer jetzigen Militär- und Marschmusik bildet, nachforschen will, so müssen wir das erste Buch Mosis zu Hülse nehmen und unS bis in die aller graueste Vorzeit führen lassen Danach soll um das Jahr 600 nach Erschaffung der Welt ein Nachkomme Kains, Jubal, Der Erfinder des Jnstrumentenspiels und insbesondere Der Vater der bis auf Den heutigen Tao Den Trommelschlag begleitenden Pfeifer gewesen sein. JedenjaLs ifc der Lern Der Militärmusik, der Marsch in seiner taktischen, rhythmischen Gliederung und melodisch-harmonischen Entwicklung, eine Erfindung der Deutschen in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Es entstand dadurch eine in sich abgeschlossene Musikgatt- ung, die den 9lamen von ihrer Bestimmung erhielt. Von dieser Zeit an begannen die Heere nach der Musik in gleichmäßigen Schritten zu marschieren. Man führte nun nach und nach auch neue Instrumente ein, wie die Hvdoe, die lange Zeit ausschließlich in Der Militärmusik verwendet wurde. Weil sie als Melodie blasendes Instrument am meisten Dominierte, legte man den Militärmusikkorps den Namen Hoboistenkorps bei. Friedrich der Große, der bekanntlich selbst Märsche komponierte, rief bie „Armee- Märsche" ins Leben, die die nachfolgenden Könige aufrecht erhielten und fortsetzten. werden demnach Märsche, die sich durch sangbare Melodie, originellen Rhythmus und einfache, geschmackvolle Instrumentation auszeichnen, zu Armeemärschen ernannt, Die Dann in die Mustersammlung der König!. Preuß. Armeemärsche aufgenommen und dann an sämtliche Regimenter verteilt werden. Die Militärmusik, bie bei uns seit Der Erfindung des Marsches im eigentlichen Sinne des Wortes Marschmusik war, hat indessen seit den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts diesen Zweck nicht mehr so ausschließlich wie früher. Namentlich wirkte Friedrich Wilhelm IV. auf die Militärmusik veredelnd ein, indem er viele klassische Sachen für Militärmusik zu instrumentieren befallt. Aucy war er ein eifriger Förderer Der Preismarschaufführungen; er hörte selbst Die eingelaufenen Preisarbeiten an und ernannte Die gekrönten Preismärsche zu Armeemärschen. Ebenso widmet unser jetziger Kaiser der Entwicklung Der Militärmusik sein besonderes Interesse. Er hat den historischen Armeemärschen einen Ehrenplatz in der Militärmusik gegeben. Hanöel uui> Verkehr. Volkswirtschaft. Berlin, 28. Mau Der Privatdiskont ermäßigte sich heute aut 3h, Proz., Ultimogeld auf 3% Proz. Leipzig, 27. iDlai. Um sich gegen die wirtschaftlichen folgen des amerikanischen Tadaklruits zu wehren, welcher Die Dresdener Zigarettenfabrik Jasmatzi seinen Interessen dienstbar zu machen verband, beschlossen die hiefigen Zigarrenhändler, alle 6m- psehlungsplakcue re. der letztgenannten Firma aus ihren Schau- senflern zu nehmen und nur auf besonderes Verlangen der Käufer Jasmatzi-ZigareUen zu liefern. Mannheim, 28. Mai. In der heutigen ordentlichen Generalversammlung der Gesellschaft Stahlwerk Al an n heim in Rheinau waren 769 Aknen durch neun Personen vertreten. Tie Bilanz sowie die Verwendung des sich aus der Sanierung ergebenden Buchgewinnes zu den von der Verwaltung vorgeschlagenen Abschreibungen wurde genehmigt und Auffichtsrat imo Vorstand Entlastung erteilt. Aus dem Aussichtsrat auSgeschieden sind Direktor I. Neuberth und Franz Winkler. Neu gewählt wurden Rechtsanwalt König, Direktor Otto Riedel, Hugo Stinnes und Dr. Ferdinand v. Znccalmaglio, sämtlich in Mannheim. LebcusversichcrungS- und Ersparnis-Bant in Stuttgart. Der Rechnungsabschluß 1902 weist einen Gesamtüberschuß von Alk. 8 371 880 aus, den höchsten, welchen die Bank bisher erziell bat. Auf die Todesialloersicherten entfällt davon die Summe von Mk. 8 317 153, d. i. 34,7 Pro», der gewumberechtigten Prämien (im Vorjahre 33,8 Proz.). Der Rest nut Alk. 54 727 gehört der Gruppe der Altcrsversicherlen. Zur späteren Dioidendenverleilung an die Todesfallversicherlen fließen nach dem Vorschlag des VerwaltungS- rates von dem oben angeführten Ueberschuß Mk. 7 637 441 in die Gewinnreserve; an die Allgemeine Reserve wird der Betrag von Alk. 600 000 abgezweigt, wodurch sich dieselbe auf Mk. 4 700 000 erhöht; Alk. 49 711 werden der Kursausgleichungsreserve und Mk. 30 000 dem Pensionsfonds der Bankbeamten zligewiesen. Das Gesamtvermögen der Bank stellt sich damit Ende 1902 auf Mark 212 529 195, wovon Mk. 38 505 857 auf Extra- und Dividenden- rejerven entfallen. Arbeiterbewegung. Dresden, 28. Mai. Nachdem bereits vorgestern in den Abend» und Nachtstunden anläßlich des Bauhandweckerausstandes Aus- s ch r e i t u n g c n stattgesunden haben, kam es gestern zu erneuten Ruhestörungen. Ausständige versuchten gegen Abend gewaltsam Arbeitswillige vom Baugrundslück zu vertreiben. Zur Wiederherstellung der Ruhe mußte die Gendarmerie mit blanker Waffe vorgehen, da die Menge heftig widerstand und teilweise angriff. Nach Perbeiziehung beratener Gendarmerie wurden die Ruhestörer aus den angrenzenden Straßen vertrieben, viele wurden verhaftet. — Durch Vermittlung des Oberbürgermeisters Beutler ist der Streü zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern beigelegt worden. Näder. Neuer Luftkurort. Ein für Sommerfrischler eingerichtete Ort ist: Fels°Eck in Treis a.d.Luinda, Kreis Gießen. Dienen erbaute, in diesem Frühjahr erweiterte Villa ist mit allen Bequemlichkeiten für Sommerfrischler hergerichtet. Am südlichen Abhange von dem mit Laub- und Nadelholz bewaldeten Todenberg ist m einer Entfernung von 5—6 Minuten bie genannte Villa sozusagen in einen Felsen hineingebaut. Die Anlage ist terraffenformg, das ganze Besitztum, emschließlich einer mit Spaziergängen und verschiedenen Ruheplätzchen versehenen Gartenanlage bietet auch ben- jemgen, welche nicht gerne Berge steigen unb benen bet Walb zu weit ist, Erholuirg und Bewegung in frischer, reiner tiuft. Balkons und Terrassen bieten Aussicht. Eingesandt. (Für Form und Inhalt alire unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wer hat wohl die rechtliche oder moralische Verpflichtung, die „Anlagen" am ^utherberg zu unterhalten? Bäume, Sträucher und Busche — alles grünt, sogar bie Plätze und Wege um Luthereiche und Schillereiche. An dürrem polz auf den Pfaden unb in ben vecken fehlt es nicht. Dagegen stehen auch einige der steinernen Reiteniräger schief, die Ketten hängen lose herunter, eine ist zerrissen und liegt in Stücken auf der Erde, gerade so schön noch, wie im Herbst des vorigen Jahres. Ein einsamer Spaziergänger. 4amilirii-$ladjridjlrn. Geboren: Mr. William Forst il Frau Tina, geb. Muth, in Newyock-Eity eine Tochter. — Gestorben: MinnaBauer inBad-- Slauheim. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Mai 1903. j.ijiftigj.i oO' j"v i.U.'u, 11ü» Teinperatur der Luft S *5> 1t 5» Z es Relative Feuchtigkeit Windrichtung <• l Wetter 28. 2- 1 7443 24,0 9,2 42 N8E. 2 Sonnenschein 28. 9" 744,7 18,4 12,8 81 s- I vell. Hunmel 29. 7» । 745,2 16,4 10,7 77 NW. 2 Sonnenschein Höchste T Niedrigst« empeiatur a in 27. 27.- -28. D -28. ai 24,4“ C. . 11,3° C. Coursbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositenkafse Gießen. Lonrse vom 5 Eourse vom ll 1 Lourfe vom 20.. 5. | 2875. i 'n Gönne vom 20./5. | 28v5. r: Eonrse vom 20. 5. | 28j5. l\ Eonrse vom 20ji>. | 2&/3. 20./5. | 2875. »J5.| 28. 5. Aaattp apiere. Spanier . . 89.- 89.70 SUnbeshtL 2ütL Aordd. Aoyd . 103.40 10L5G 4 Meming. Ser. 8 103L0 10320 4 Warschau Wien 3M 3 D rutsche. D. «euhZ.»«nl. do. ... . 1O2J2O 91.30 102.45 91.85 4 4 3M Ung. Goldrente | do. Staat-reme de»gl. . . . Ärgent. v. 1887 do. Gold d. 1888 do. änß. v. 1897 102L5 100.30 92.50 101.66 99.90 9L50 4 3V, 87, SolmS-Brauns. , t».....i Menb.-Birtzein. 100.70 98.95 98.85 100.60 98.40 Dortmunder Hamd.-Lmertk. Packetfahrt . i-» 2 L 1 7 101.- 106.- 37, 4 4 do. abg. . | Preuß. Boden» Lredu . . . 97.70 102.30 97.<0 i stsi..... 4 : to. XI. 1911er 4 । Wladtkawk 95 1 steuerst. . . 100*55 100*70 100.30 3M 3 Preuß. Lanfoll do. . . . . 101.95 92.- 102.— 91.80 4M 4 86'- 78.30 85 J50 77.55 Vank-Lttieu. Bochum Bergw. Loncordta , 179.25 308.— 175.- 300.25 3'. Bank 1907er do. 102.60 98.50 102.60 98.40 5 Anatolier . . 3 Salon.-Monast. 103.50 64.50 103.60 64.80 * Badische . . . 106.20 105.— 4 M Lhüe Gotd-Anl. RetchSdank . . 152.- 152.20 Eschwetler , 229.— 229.- 4 Preuir. Central- 103.70 103.70 Lose 3M do. ...» 101.25 101.40 6 Lhmejen. . . 106.2o' 104.50 Berlmer HdlSg. 155J5 154.10 Gelsnkrrch.Brgw 179.70 176.- Boden . . . 4 Bayer. 6t.»Cbl. 104.40 104.15 5 do..... 100.901 IO0.8O Darmstädter Bk. 138.70 136.70 Harpener „ 182.55 178.50 Westdeutsche. . 102.90 102.90 in Prozenten. 3M do..... Hess. €UCM. . 101.10 itn VA do..... 98.10 92.75 Deutsche Bk. . 210^0 208.80 Htbernta , 178.75 176.50 37, do..... 98.10 98.10 1 Bad. Thlr. 100 _ —- 145.80 4 106.10 105.90 5 Mexikaner Selb. TiScanto-Ges. . 187^0 185.60 Laura , 219.— 215.75 Pteuß. Hypotb.» 100.5t- 100.50 4 Bayer. Llstr.100 160.30 _ _ 3M do..... 101.20 101.25 Serie 1—4 . 42.60 42.- Dresdner Bk. . 148^0 147.20 Hü r der , 113.75 111.75 LIt.»Bk. dbg.. yt/, Gotyaer Pram.» 8 do..... 90.30 90.40 5 Tiepconer v. 99 102.10 101.56 Aatwnal-BI. . 119.85 119.50 Zlse 189.50 190.- Cisend.-priorit. Psddr. 1. . . 123.50 123.50 3M Württemberg. . 101.45 101.30 3 do. Silber 27.10 26.60 Lchasthsr. Bkv.. 125.9V 123.75 Phontx , 127.- 127.- 97.20 97.60 ji/,’ do. 11. . . 112.— 3M Bremen v. 1899 D. ttffklten- und Wechselbank . Hoesch Stahl . SchalkerGruben 152.— 147.80 37, 4 sndd.Cisenbahii jt/^, iloln-Mindener 3 ' Madrider . . 139.— 187.50 ‘M Hawdg. v. 1899 100.75 —.— Provinz und 105.70 105.55 406 - 404.75 Lux-Bodendach 101.— 101.75 100.80 101.50 Auittmidische. $täMe:3nleU)t. T.Geuost.-Bank Mtueld. SrebN 100.20 115.10 100.- 114.90 Buderus. . . Deutsch-Luxemb 113.— 90.50 111.70 88.50 4 von 1891. . Cltsad. stenerfr. 4 Metngr. Pram.» 'psddr. Lhlr. 6 Bulgar. Labak 90.45 91.40 3 >4 Starkenburger. 100.40 100.40 Pfalz. Bank 107.90 107.90 Pfandbriefe. 1 Franz Zosepb . NajchaU'Oderbg. 100.80 100.20 100... . 135.65 135.95 <7» BoSnter . . . 101.75 101.95 1 Gießener. . . 102.90 103.— Preuß. Hypoth.» 4 lUUeUU ----e---- 4 L t|ierr. v. 1860 154.80 154.70 5 Grtech. L.B. von 3M do..... 100.20 100.25 Uktun-Bank. 112.- 110.40 3' , Hkst.Hhpoth.-Bk. — _ — 0 eitere Nord- 108.90 108.10 do. v. 1854 1890 . . . 40.55 40.90 dM Frankfurter. . 10U.40 100.20 Berl.Hypoth.-B. — —-— 4 Franti.Hypotdk. 101.40 5 wcstbahn B. . 3 Oldenb. Lhlr.4o —.— 4 Grtech. Üionop. 44.60 44.70 3M Darmstädter 100.30 100.50 CefL «Lred.-ttkt. 211.80 208.65 Serie 14 101.40 do. «udbahn 107.10 Türk. FrS. 400 130.20 130.40 4 Italiener Wen le 103.75 108.70 4 f 3 — 37, do. Serie 19 98.40 98.40 (L'omb.) 3 do..... 3M Mainzer. . . 100.10 Industrie >LMea 4 Frkf.Hyp.-Lred.. 101.40 101.40 1 do..... 95.80 UnverjtnSlichk 47. 4 4M 3 Oester.Silberrte 100.80 100.60 3M Offenbacher. . — — Verein 1905. 3 do. . . . . 67.10 pr. Stuck u. Mk. Oester. Goldrte. Portug. Staat abgest. . . do. adgest. 103.45 50B0 32.— 108.— 50.15 31.91 4 3M 3‘, 4 Wormser . . do..... Heidelberger Mannheimer . 99’90 99.80 102.70 —•— 99 k) 102.95 Farbw. Höchst. do. GrieShetm Brauerei Scmpst , Bmding 360.— 222.- 187.20 253.- 359^0 220.- 137.20 253.- 37, 37, 4 4 do. 1906. do. tilgbare Frkf.Lanbwtsch. Hamburger Hy- 97 20 97.20 98.60 97.20 99.20 3 4 Raab-Oedeubg. Eds. . . . Rudolfbahn. . —— 78.85 100.90 75.30 102.10 Ansbacher st. 7 Augsburg, st. 7. BrIchw.Lhlr.20 Finnldr.Lhlr.10 Pkaildnd.FrS.45 Do. FrS.10 59.- 36.60 138.*40 5 Rum. am. Site. 99.— 99.10 37. Bao Nauheimer — — — 1 . Henntnger 171.30 1700 potheken-Bank 2*'io 3 tat. staatl. gar. 70.65 71.66 70.25 71.20 ---•--- 4 4 Wumän. v. 1890 Hold - Aussen v. 86.80 86.60 3M 3M Lahr . . . . Wiesbaden . . 100.— 100.35 10a- 100.45 , Retteumeyer „ Stern. . 122.70 240.- 1122.80 240.— 4 Ser. 141-250 do. unkündbar 100.90 100.30 2V10 E. B. . . . Livorneser . . 20.— 19*L0 3M 4 4 '1880 . do..... Rusten v. 1902 Serben v. 1895 100.75 \ 10L- 76.5C 100.70 100.70 76.80 4*;, 4 4 4 Bukarest. . . Listadoner . . Moskau . . . Wiener 1902 . 94.20 82.10 95.80 102.10 i “*•“ 8L9C 95.50 102.- „ KielerSchloß Llektr.l.'ahmeyer „ Schuckert Siemens 142.— 1 86.— 96.- 140.10 : 86.— I 94^0 37. 37, diS 1910 do. Serie 46 bis 190. do. SerieöOl 103.25 96.55 103.25 96.5C 4 3V, 4 L>ard. Sec. stfr. gar. . . . Gottyardbahn . I KurSk Kiew.stfr. 102.80 101.80 102.90 101.80 Vettert. |L 100 von 1864. . । Pappcnh. st. 7 Meininger st. 7 426.- 38.70 32.15 425.60 3L30 1 Lürken Lit. B. ! 61.- 61.- 6 BuenoS-ÄireS . 43.40 42.il u. HalLke 130.20 | 129L0 diS 310. 98.— 98.- 1 gar. . . . —.— Ungar. Sta ats 344.60 347.— 1 do e C. ] 32.45 33L0 47, do. ... . _ -__ Adler Kleyer . 192.- 191.40 37« Preuß. Pfand» 4 Rust. -Äüdosl 97 100.20 1 st. 100 . . do. , D. 30.26 80.86 Bad. Luüm . 439.- 439.70 | brief-Bank 1100.75 100.75 l stsr..... । Benetianer 2.30 —•— Aufforderung. In Gemäßheit deS tz 24 der Satzung der Spar- und Leihkaffe Gießen haben Antrag auf Kraftloserklärung von abhanden gekommenen Sparkaffebüchern, deren Verlust glaubhaft gemacht worden ist, gestellt: 1. Johann Joseph Winnecker in Gießen bezw. deffen Vor- mund Johann Neeb daselbst bezüglich des Einlagebuchs Nr. 6109 über 64.43 Mk. 2. Marie Heuser von Burkhardsfelden bezüglich des Einlagebuchs 9lr. 24835 über 10.— NU. 8. Louise Diehl von Ruppertsburg bezüglich des Einlagebuchs Nr. 2440 über 145.43 DU. 4. Wilhelm Fink IL von Rödgen bezüglich des Ernlage- buchs Nr. 2604 über 471.83 Mk. Ansprüche und Rechte Dritter sind innerhalb sechs Wochen vom Tage des ErschemenS in diesem Blatt bei dem unterzeichneten Direktor der Sparkaffe anzumelden unter dem RechtSnachteil, daß die Einlagebücher für kraftlos erklärt und die Antragsteller als Berechtigte angesehen werden, wenn eine Anmeldung unterbleibt. Gießen, am 28. Mai 1908. 4332 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. Wiener. Wüösamen'sche ZZade- und Schwimmanstatt. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß die Anstalt in allen Abteilungen eröffnet ist, und lade ich zum Abonnement höflichst ein. Die Liste liegt in der Anstalt zum Einzeichnen offen, und bitte ich, nähere Bedingungen daselbst zu erfragen. Für Familien Preisermäßigung; Semestcrkarten für die Herren Studierenden 4 Mk. Abonnements *»on 3 Mk. an. Die Badestunden für die Schuljugend sind vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 b»is 6 Uhr. In diesen Stunden wird gute, gewiffenhafte Aufsicht geübt, sodaß die geehrten Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Schwimmunterricht in den gleichen Stunden. Die Anstalt ist geöffnet von morgens 6 Uhr bis 1 Uhr mittags und von 3 Uhr mittags bis 8 Uhr abends. ,a)n Albert Rübsamen. w Zllodewarenhaus J • A.Fangmann • W Bahnhofstr. 29. Gießen. Bahuhofstr. 29. d 8hhh«*hhc onnen 4081 empfiehlt für Damen, Herren und Kinder in größter Auswahl Gaskoks. In der Staütverordneten-Verfammlung vom 22. d. M. wurde beschlossen, die am 10. April d. I. festgesetzten Preise bis auf wei- tercy bcizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nußkoks, Große Nr. 2 um 5 Pfennig für den Zentner herabgesetzt wird, sodaß die Slußkoks Nr. 1 und 2 jetzt gleichen Preis haben. Die KokSpretse stellen sich hiernach wie folgt: Für den ZenMer ab Verkaufsstelle: Stück-KokS .............. 1,10 AU. Ruß-Koko, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen SUmgröpen für Slubetcheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Grove Rr. 1, etwas größer als durchschnittliche Koriigröße des Anthractt, gang- barste Sorte......... 1,25 Mk. Große Rr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracit......1,25 Mk. Zu Wagenladungen vou mindestens 36 Zentnern: Stückkoks.......1,05 AU. Rußkoks Rr. 1.....1,20 , Rußkoks Sir. 2.....1,20 , Bei Entnahme von mindestens 200 Zentueru: Stückkoks.......1,— Mk. StußkokS Rr. 1.....1J5 , Rußkoks Rr. 2.....1,15 , Für Koksabnehmer, welche zwei uud mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um wettere 5 Pfg. für beit Beutner. Für Anfuhr an baö Haus werden S Pfennig für den Zentner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Koks — bis zu 6 Zentnern — aus die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieh! dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der der Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer & Schaumberger, Marburgerstraße 22, Andreas Euler, Steinstraße 11, Zoh. Fischer, Altcestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Frankfurierstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofflraße 10, Emil Lotz, ^trchcnplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, August Struck, Bismarcksttaße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasie 5. Diese Firmeii berechnen obenstehende Preise tmserer Gaskoks iantt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch ui Mengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Lttroirückvergütung vou 4 Pfg. für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. 63 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Kicßener Dolksbad. Während der Pfingst-Keiertage ist die Anstalt am L Feiertag geschlossen, am 2. uud 3. Feiertag geöffnet von morgens 6 bis 1 Uhr. 4331 Ter Vorstand. Wegen Beschäftigung in mehreren Universitäts-Instituten • I Halle Sprechstunde ab: jj| I Wochentags: */,9 bis 12 und 2 bis 4 Uhr. Sonntags: U bis 2 Uhr. Poliklinik: 1 bis 2 Uhr wochentags. Schwalm, Maßt. Gießen, Bahnhofstraße 63. 3772 । I ■■MHI III I-imi lMI WMMBW-- Achtung! Samdtag nachmittag, den 30. Mai, von */,2 Uhr bid 5 Uhr, bin ich am Bahnhof Gießen mit neuem Blumen- kohl, Möhren, Wirsing, Spargel, Porree, Mccrrcttig, Kopf- alat, Gurken, neuen egyptischen Zwiebeln, neuen, tadel- losen Malta-Kartosfclu, neuen Kohlrabi, Trauben, Aprikosen, Kirschen, Erdbeeren re. anwesend. (Angegebenes ist alles bestimmt in tadellos frischer Ware vorrätig) Berkanfe alle» ausnahmsweise billig. 4336 Chr. Klein ans Altenkirchen. hsnihnE'Tige bis Vfinggeli. Bedeutende Pndrtzieryng! Feinstes Genre. 4150 Größte Auswahl. Gediegene Ausführung. Schirmfabrik 7/ cd ■ « Cd xzi r. y -w—' < - I ? 1..V . * Generalvertretung der Vereinigung zur Ausnutzung py von Wertpapieren. EJ Scala-Harmonium B kann Jedermann ohne MusikkenM- O niste sofort spielen nach unbe- ö grenztem Repertoir für ernste und gj hettere Musik. 4224 Q Die neuesten Musikwerke und . , -Automaten zu billigsten Preisen Grammophon Annorge Weilmünster (Taunus). I fterven- | 15trohhük! in allen modernen Fatous verkaufen wir d z« Rtzergewöhiitich billigt« greifen. J W Modewarenfiaus W 5 A.Fangmann 2 Bahnhofstr. 29. Gießen. Bahnhofstr. 29. 4161 Bekannt billige Preise. Neu aufgenommen: Kintlerhüte 187V 3702 geschäften. Continental Caoutchouc u. Guttap. Co., Hannover. Waschblusen, Kasliimröcke, Unterröcke w Hermann Kal 4281 r 7, Flasche 9 Pfg. 4317 Kl.-Linden Kl-Linden Gotthilf Röhrte AelepSon 344. ZZier-Kroßkandluttg. ZÄarburgerstr. 7. Hk. 4387 darunter Extra- u. Divid -Reserven Georg Löhr. 02614 Hänmnn(|$-H#5Verl|attf. ä**eldori-Rei*holz. --- erkauf durch ta*t «amtliche GroseiNten einachl. Branchen. "IM Climbach. Am 2. Feiertage: 02615 Für das bevorstehende Pfingstfest hat die Mainzer Aktien-Brauerei wieder ihr beliebtes, hochfeines Tafelbier Johannis Krau von ganz Heller Farbe /ingebraut, welches ich meiner verehrlichen Kundschaft als Festtrrlnk ohne Preiserhöhung anbiete und zwar: C/5 ohliüte