Mittwoch »9. April 1908 153, Jahrgang Zweites Blatt. Ge- Staat in Tetuan lufleute seien .Dessarabe^ wurden in 37 Juden getötet. wird rats Politische Tagesschau. Die Aufhebung bei § t bei Iesuitevgesetzel fordert die Anführer der Sabylenstämme in einem gtunb- schreiben zu einem Zuge gegen Fez auf. Nach einem Telegramm aus Ceuta ist dort ein Dampfer mit Einwohnern Tetuans eingetvoffen, welche erklären, die ist hoffnungslos. N e w y o r k, 28. April. Präsident Castro erläßt ein drastisches Dekret betreffs des Aufenthalts der Ausländer in Venezuela. Diese dürfen nur dann die eigenen Regierungen anrufen, wenn jedes venezolanische Rechtsmittel erschöpft unb die Verletzung internationaler Verträge oder eine RechtSverweigerung oorliegt. Ferner müssen sie ein Dokument unterzeichnen, in dem sie diese sowie alle anderen für ihren Aufenthalt erlassenen Bestimmungen anerkennen, und dürfen keine Zweigvereine ausländischer Gesellschaften gründen. Die konsularischen Vertreter dürfen keinen Handel treiben und kein AuS- sei sehr beunruhigend; drei jüdische Ka von den Benider ermordet worden. 3>U Heutige Kummer umfaht 12 Seite». KrKanntmachung. Betreffend: Gesuch deS Rael 9Beil m Bellersheim um nehmtgung zum Betrieb eines Dainpfkeffels. Verluste. — Rach Angaben der Zeitung, Kischinew bei der jüngsten Hetze durchweg durch Schläge mit stumpfen Gegenständen auf den Kopf. Im jüdischen Hospital liegen 62 Schwerverwundete. Viele sind gräßlich verstümmelt. Der Zustand der meisten Ausland. London, 28. April. (Unterhaus.) Redmond (Ire) fragt an, ob der Wunsch der englischen Regierung nach einem allgemeinen Uebereinkommeu unter den Mächten betreffend die Einschränkung der Flotten-Ausgaben den Mächten amtlich mitgeteilt worden sei. Premierminister Balfour erwidert, die Ansichten der Regierung seien un Parlamente öffentlich zum Ausdruck gelangt, daher sei es nicht als notwendig erachtet worden, den europäischen Machten darüber eine formelle Mitteilung zu machen. Soweit die Regierung jetzt unterrichtet sei, glaube sie nicht, daß durch eine solche Mitteilung irgend etwas gewonnen würde. Madrid, 28. April. Gestern abend fand eia Spektakel statt, bei dem zwei Polizeiossiziere verwundet wurden. In Margarida in der Provinz Alieande kam es bei Wahl- kämp fen zu bluttgen Kollisionen. Der Bürgermeister wurde getötet und drei weitere Personen verwundet. — Eine Depesche and Melilla meldet: Der Prätendent Kundgebung. . . D e u l i ch l a n d allein weiß sich in dieser Hinsicht von jedem Verschulden frei; es beschränkt sich aus die Pflege seiner Interessen in S«Häutung und legt keiner anderen Macht Steine in den Weg, weder politisch iioch Wirtschasi- licü. Ties im südwestlichen China den Franzosen gegenüber zu tun, sind aber die Engländer unablä,,rg am Werke — trotz der „gehobenen Stimmung", in der dem Besuch König Eduards in Paris und dem daraus folgenden Lo u b e ts in London entgegengesehen wird. Das Äor- drangen Englands gegen Frankreich in China vollzieht sich allerdings nichr auf wirtschaftlichem aU Gebiete. In den Gegenden, die Frankreich bisher pets als seine Interessensphäre reklamiert hat, gewinnt der eng* tische Handel naey der Schilderung unparteiischer Beobachter zusehends an Boden. Selbstverständlich werden die britischen Kaufleute und Geschaftsagenten Regier- una in jeder Weise unterstützt, und die Diplomatie kann dabei^imHintergrunb halrem Der geschulte Apparat der englischen Konsurate be,orgt diese Unterstützung wasdas trefflichste. Eines weiteren bedarf es nicht- Hat England erst im Handel Südchinas das Uebergewichd, dann i|t es bis zur Geltendmachung polttischer Ansprüche nur ein kurzer Ä$r$in anderes Bild bietet Nordchina. Hier handelt es sich bei den „Häkeleien" der Mächte nicht um wirtschaftliche Angelegenheiten, sondern um die hochpolitische Mandschurei-Frage. Englaiid, Japan und die bereinigten Staaten sind „mißvergnügt" — wie & in ^ner Note des Washingtoner Auswärtigen Amt^ heißt —, daß Ruß land sein „Hausrecht" in der Mandschurei ganz unverhüllt zum Ausdruck gebracht hat. Bon allen Leiten wurde schleunigst versucht, die chinesische Regierung gegen Rutzland scharf zu machen, eine Protestnote folgte der andern, und wie Reuter soeben mitteilt, U°ß bereits C h: n - M-b-er1.-Buch- u.Siem- b ruderet (Pieüch Erden) Redaknon, Ervedmon unb Drude reu Schnlstrntze 7. Adresse tür Depeschen: Anzeiger Gießen. KerniprechanichlußAr 51. — Der aus Marinckreisen stets wohl informierte „Messages kündigt den Besuch einer französischen Flotte in einem italienischen Hafen für Ende Mai an. Lemberg, 28. April. Nach Meldungen aus War» schau kam es dort am Sonntag bei einem DemonstrattonS- umzug der polnischen Sozialisten zu bluttgen Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Vier Personen wurden getötet und zahlreiche andere verwundet. Belgrad, 28. April. Der neue deutsche Gesandte Dr. v. Boigts-Rhetz üderreichte heute dem König Alexander in feierlicher Audienz sein Beglaubigungsschreiben. In einer Ansprache versicherte er, er werde mit allen Kräften dahin streben, damit die freundschaftlichen und herzlichen Beziehungen, welche glücklicherweise zwischen Serbien und Deutschland bestehen, befestigt werden. Ter König antwortete in gleichem Sinne. Petersburg, 28. April. Man meldet ans Kars: Der Sarakumesch überschritt eine Eskadron türkischer Kavallerie die russische Grenze. Ein Regiment Kosaken erschien auf dem Platze und tötete sechs türkische Soldaten und einen Offizier. Tie Russen hatten keine Deutsches Deich. Berlin, 28. April. Der Kaiser begab sich heute morgen von Potsdam aus auf das Bornstedter Feld, um der Besichtigung des 1. Garde-Regiments beizuwohnen. Au der Fahrt nach Potsdam hörte der Kaiser den Vortrag des Staatssettetärs Krätke. Nach der Besichtigung führte der Kaiser das L Garde-Regiment in die Kaserne zurück und nahm das Frühstück beim Offizierskorps des Regiments ein. _ ., , , — Nach einer Kopenhagener Tepefche sandte Kaiser Wilhelm dem König Christian em herzliches Landschreiben, mit einer Photographie, die den Kaiser in der dänischen Admiralsuniform darstellt. — Nach Rom begleiten den K a i s e r der Reickskanzler Graf Bülow, Geh. Legationsrat v. Klehmet, der Che des Marinekabinetts v. Senden-Bibran, der Oberstallmeister Graf Wedel und Generalfeldmarsck)all Graf W a l d e r s e e. — Dem Präsidenten der Berliner Handelskammer, Geh. Kommerzienrat Herz, wurde anläßlich seines 80. Ge- burtstages der Kronenorden 2. Kl. verliehen. — Nacb dec „Nat.-Ztg." wird sich die auf den 12. Mai an beraumte Sitzung der Kartell-Enquete-Kom- Mission mit dem Rh-inisch-Westsalischen Lohlensyndikat befenaftigen. Stallupönen, 28. April. In der vorigen Woche wellte in Kibarty (bei Eydtkuhnen auf russischem Gebiet), wie dem hiesigen „Ostd. Grenzb." gemeldet wird, eine Kommission unter Leitung des Chefs der russischen Beterinärverwaltung, Pelschisich. Sie besuchte dort Platze behufs einer Anlage eines Exporl-Schlacht- 3)isl)aimonucn in ftQina. Aus Missiouarkreisen in China ging kürzlich der „Köln, volksztg." die Meldung zu tun gefährlichen Umtrieben einer den Boxern ähnlichen Sette, die besonders in den südwestlichen Provinzen chr Wesen treiben und zahlreiche Anhänger finden soll. CS ist sicherlich zweckmäßig, daß die Misswnare in ichina Warnungen ergehen lassen, wenn sie, die mit dem chinesischen Volk ja am ehesten in Berührung kommen, beunruhigende Erscheinungen bemerken. Indessen braucht woht nicht befurchtet zu werden, daß allemal den Fremden von solchen revolutionären Bewegungen Gefahr droht. Andererseits freilich darf nicht übersehen werden, daß das Gegeneinanderarbeiten der Europäer auch von den Chmefen bemerkt und als einer neuen fremdenfeindlichen Bewegung günstig betrachtet wird. Auch die soeben veranstaltete Massenversammlung in Shanghai ist eine beachtenswerte hause- und eines Geslügelbahnhofs. Als geeignetster Platz wurde eine Stelle bei Bartnicki etwa eine halbe Meile von Kidartp gefunden. Tas Fleisch ist dort tierärztlich untersucht worden. Die Anlage mit elektrischem Betrieb wird mit einem Kostenaufwand von 3 Millionen Rubel ausgeführt. Sangerhausen, 28. April. Die Witwe des am 27. Januar 1903 verstorbenen Fürsten zu Stolberg- Stolberg ist heute nacht auf Schloß Stolberg von einem Sohne entbunden worden. Straßburg L E, 28. April. Der Landesausschuß nahm heute den Antrag Krafft und Genossen an, welcher lautet: Der LandeSausschuß wolle beschließen, die Landesregierung zu ersuchen, der Reichsregierung folgenden Wunsch zu unterbreiten: Der Elsaß-Lothruigsiche Landes- ausschuß spricht den Wunsch aus, 1) daß die Veriassuna des Deutschen Reick-eS bezw. das Reichsgesetz betreffend die Berfasiung und Verwaltung El saß-Lothr ingenS dahin abgeändert werde, daß der Reichstag als gesetzgeberischer Faktor für El s a ß-Lo t h r i n gen au»- geschaltet und das dementsprechend. 2) Dem LandeS- aussciMß die Bcfugnisie und Stellungnahme eines Landtages für Elsaß-Lothringen erteilt werde, 3> daß bei Den Beratungen der elsap-lothrInguschen Angelegenhellen tm Bundesrate die drei vom Landesherrn zu ernennenden Vertreter Elsaß-Lothringens zur Abstimmung berechtigt seien. In der Debatte hatte sich die Regierung nicht geäußert. Nach der Annahme des Antrages erklärte StaatS- setretär v. Koller, er werde dem Wunsche des Hauses gemäß den Beschluß an der kompetenten Stelle der ReichSregier- uug, d. h. dem Reichskanzler vorlegen. Wahl-Bewegung. Don konservativer Selle ist in Westhavelland der soeben pensionierte Divisionskommandeur General v. Liebe r t als Reichstagskalididat aufgestellt worden, der frühere Gouverneur von Ostafrika. worden ist van Deutschland beim Abschluß feine» Chinaabkommens mit Enaland. Deutschland ist demzufolge in der glüctlidjen Lage, Den Auseinandersetzungen der anderen Mächte gelassen zuzuschauen. Sollten diese wider Erwarten zu einem Konflikt führen, dann wlld die aus polllische Querstreiche sich verstehende Union voraussichlich wieder anders wollen als England und Japan, denn Harmonie gibt es nicht im Konzert der Mächte. Durch solche Differenzen wird aber auch der fremdenfeindlichen Bewegung unter den chinesischen Sekten Vorschub geleistet. Die chinesische Regierung kann nicht mit Unrecht geltend machen, daß der Friede im Lande durch die Forderungen und Eifersüchteleien der Fremden gestört toirb. Cb wtonal rirrtrh iMrc V r< tat ▼ _ . Ifihdid) 8J0; bun» Gietzener AnMgerU General-Anzeiger " Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW vorläufig nicht auf die Tagesordnung des Bundes- ___gesetzt werden. Wie die „Pr. Korresp." zu wissen glaubt, verzichtet Gras Bülow darauf, eS sich ausdrücklich betätigen zu lassen, daß die Bundesstaaten Ür das von ihm dem Zentturn gegenüber in Aussickst genommene Entgegenkommen einstwellen nicht zu haben ind. An dieser seiner Haltung würden auch die neueren Kundgebungen der Zentrumspresse und ihre Drohung, den Kampf um den 8 2 zur Wahlparole zu machen, nichts ändern. Man nehme die angebliche Versttrnmung des Zentrums nicht allzu ernst; die Zentrumsführer selbst luürden sich innerlich am allerwenigsten im unklaren darüber fein, daß es den entscheidenden Instanzen unmöglich ei, den furor protestanttcus, wie ihn gewisse Vorgänge in Trier und Bayern wachgerufen haben, unbeachtet zu lassen. Es wird weiter von der genannten Zdorrespondenz behauptet, Graf Bülow habe „nach seiner Rückkehr vom Oper urlaub" sich endailtig dahin schlüssig ge- gemacht. Sollle der Kanzler wirklich erst in der Muhe und Abgeschiedenhell von Sorrent au dieser Entscheidung gelangt sein? Wir glauben, daß die Aufsccksung, e5 sei wohltgetan, die Dinge in der Schwebe zu lassen, früher chou Platz gegriffen hat, zu der Zell bereits, als aus einer ganzen Reihe von Bundesstaaten Schlag aus Schlag die Einsvruchserklärungen gegen die Abbröckelung des Je- uitengesetzeS erfolgten. Zwar geschehen auch jetzt noch mmer Proteste; so bat erst dieser Tage dem „Darmst. Tägl. Anz." zufolge der Vorstand des Protestantenvereins unserer Landeshauptstadt eine Vor- tellung in dieser Angelegenheit an das Großh. Staatsministerium gerichtet, und sie wird dem RetchSkanzler bereits zu Ohren gekommen sein. Aber vor Ostern war die Bewegung vrel lebhafter. Nur ein einziges Mal nahm die „dkordd. Allg. Ztg." zu diesen Kundgebungen ausführlich Stellung. Seitdem wurde der Versuch der Beschwichtigung niä/t wiederholt. Gar so ttagisch scheint man übrigens im Zentrum die Verschiebung der Wunscherfüllung nicht zu nehmen, denn sonst hätte doch eine Interpellation im Reichstag nahegelegen. Davon ist aber nirgends die Rede getvesen. Uebrigens weiß man im Zentrum nur zu gut, daß die Tättglell der Hetzlapläne an der neuerwachenden antv- jesuittschen Stimmung des evangelischen Dolles mllschuldig ist. Gerade jetzt geht dem „Berl. Tagebl." über diese Tätigkeit eine sehr bemerkenswerte Nachricht zu. Während des Kor um st reit es brachte die „Fränks. Ztg." ungewöhnlich scharfe Arttkel gegen 5h)rum, die zugleich eine intime Sachkenntnis verrieten. Die nachstehende Meldung giebt die Lösung des RätselS: Trier, 28. April. Die heftigen Schulstreitartikel der „Frankf. Ztg." gegen den Bischof Korurn entstammen dem Tasbachschen Lager. Als Verfasser wurde DaSbachs Privatsekretär in Berlin, der Stud. jur. Eßler entdeckt. In klerllalen Kreisen herrscht große Bestürzung. Es feint danach, daß Dasbach im Lorum-Strell ein doppeltes Spiel getrieben hat. Start Well au« Bellersheim beabsichtigt auf dem Grund- ftück Flur I Nr. 488 der Gemarkung Bellersheim eine Dampf- Mielanlage zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang oom Erscheinen diese« im Äreidblatt für den Hreiö Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Bellersheim zur Einsicht der Jntereffenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung deS Ausschlußes bei Großh. Bürgermeisterei Bellersheim vorzubringen. Gießen, den 27. April 1903. Großherzogliches KreiSamt Gießen- I. D.: Dr. Kranzbühler. jjdiamitmudjung. Betreffend: Gesuch deS I. Brück zu Leihgestern und deS Hch. Weiß zu Großenlmden um Genehmigung zur Errichtung eines ZiegelofenS. I. Brück und Hch. Weiß beabsichtigen auf dem Grundstück Flur 6 Nr. 461—467 der Gemarkung Leihgestern einen Ziegelosen zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 läge lang vom Erscheinen dieses in der Darm- ftäöter Zeitung bezw. un KreiLdlatt für den Kreis Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Leihgestern zur Einsicht der Jntereffenten offen. Etwaige Em- Wendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung deS AuS- schluffeS bei Großh. Bürgermeisterei Leihgestern vorzubringen. Gießen, den 28. April 1903. Großherzvgit^,c>. Kieisamt Gießen- I. SB.: Dr. Kranzbühler. vdtder darf pvllttfch tätig sein, nichts Politisches für irgend eine Leitung schreiben. Bei Verletzung deS Dekrets erfolgt fofvrtrge AuÄveisung. Aus Stadt und Land. Gießen, am 29. April 1903. •* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 9, Hai außer der schon gemeldeten Verleihung der RettungS- Medaille an Josef Tiderrch zu Mainz noch folgenden Inhalt: Bekanntmachung, die Ergebnisse aus der Rechnung der Staatsschuldenverwaltung für das EtatSjahr 1899/1900 betreffend. — Bekanntmachung, den SteuerauSschlag für den RabbmatS- gehalt zu Offenbach für 1903/04 betr. — Uebersicht der vom Großh. Ministerium deS Innern für das EtatSjahr 1903,04 genehmigten Umlagen der Kommunalbedürfniffe in den Gemeinden deS Steuerkommiffariats Alzey. — Dienstnachnchten. — Konkurrenzeröffnungen. ** Konkurrenzeröffnungen. Erledigt find eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nauheim, mit der Stelle ist die Hälfte deS Organistendienstes verbunden; eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- rneindeschule zu Wemb ach-Hahn, mit der Stelle ist Or- ganistendienst verbunden; eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dortelweil, mit der Stelle ist die Hälfte des Organistendienstes verbunden; eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stammheim, mit der Stelle ist die Hälfte deS Organistendienstes verbunden; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rixfeld, mit der Stelle ist Or- ganisten-, Kantor- und Lektordienst verbunden; an der Volksschule zu WorrnS, 8 Lehrerstellen, von denen 5 mit evangelischen Lehrern zu besetzen sind und eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzen ist; eine Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Gundersheim, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, die Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Planig, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bieber, eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gememdeschule zu Mühlheim; sämtlich mit dem gesetzlichen bezw. satzungsmäßigen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. ** Kanalisation. Die Stadtverordneten werden, einer Einladung des Herrn Oberbürgermeisters folgend, am kommenden Donnerstag die foroeit fertiggestellte Kanalanlage in der Bahnhofstraße besichtigen. - Gießener Omnibus-Gesellschaft. Der Jahresabschluß der Gießener Omnibus-Gesellschaft, E. G. m. b. H., hat im vergangenen Jahre wieder einen Fehlbetrag von 3107 Mk. 70 Pfg. ergeben, der im Interesse der Erhaltung dieses gemeinnützigen VerkehrSinstituts wohl wieder von der Stadt gedeckt werden wird. Eine Einstellung des Betriebes würde wohl von keiner Seite gutgeheißen werden, da das Publikum sich bereits sehr daran gewöhnt hat und unser ganzes Straßenbild darunter leiden würde. Auch wird bei der demnächst zu erwartenden Eröffnung des abseits gelegenen neuen Friedhofs eine Fahrgelegenheit ein unabweisbares Bedürfnis fein. Die Kanalisationsarbeiten und die dadurch bedingte Sperrung der Hauptverkehrsstraßen, sowie die hohen Futterpreise sollen hauptsächlich daS ungünstige Resultat gezeitigt haben. Immerhin muß festgestellt werden, daß der Personenverkehr in der Stadt seit Gründimg der Gesellschaft (1894) stetig zugenommen hat und noch zunimmt, nur die Fahrten Schiffen berg und Wieseck haben weniger gute Einnahmen erzielt. Der Vorstand hat bereits erwogen, beide Linien eventuell ganz eingehen zu laffen. — Die Mitglieder- zahl ist durch Todesfälle von 137 auf 134 gesunken, deren Gesamthaftsumme am 1. Januar d. I. 219 000 Mk. betrug. An Fahrgeldern wurden vereinnahmt 21 401.20 Mk. Die Ausgaben betrugen 28 439.31 Mk., denen eine Gesamteinnahme von 26 831.61 Mk. gegenübersteht. Der Reservefond beläuft sich auf 4476 Mk. An Aktioas sind 22 688.77 Mk., an PassivaS 16 918.96 Mk. vorhanden, mithin am 81. Dezember 1902 ein Vermögen von 6674.82 Mk. ** Besitzwechsel. Das seither Herrn G. E. Seng, z. Zt. in Nauheim ansässig, gehörende Anwesen SelterS- weg 60 ist heute für 70 000 Mk. an den Kaufmann August Waag übergegangen. ** Deutscher Flottenverein. Der Landes-Ver- band für Hessen hält am 24. Mai inMainz seine Hauptversammlung ab. Der Verein hat in Heften im ab- aelaufenen Jahre Fortschritte gemacht. Die Mügliederzahl stieg von rund 5000 mit 8460 Mark Beiträgen auf 6300 mit 10 200 Mk. Verträgen. Diese Entwicklung iftrn erster Linie eine Folge der biologischen und kinematographischen Vor- ührungen. Letztere wurden in 15 Ortsgruppen vercm- taltet und von über 30000 Personen besucht. Während »er Landes-Verband im vorigen Jahre nur zivei Kreis- Verbände, 17 Ortsgruppen, dagegen 39 Vertrauensmänner- Stellen iptb 225 Verteilungsstälen zählte, ist jetzt die Zahl der Kreisßruppen auf 6, die der Ortsgruppen auf 50 gestiegen, wohingegen die Zahl der Vertrauensmänner- ftellen auf 30 und der Verteilungsstellen für die Flotte auf 170 sank. In WormS stieg bte MitgUede^ahl von 11 auf nahezu 400, in Friebberg von 27 auf 120, in Oppenheim von 98 auf fast 200. )( Groh-Eichen, 27. April. Der hiesige Gastwirt Merz hatte sich eine unbedeutende Verletzung am Gesicht Sugezogen, plötzlich trat Blutvergiftung ein unb der aKann geriet in Lebensgefahr. Indessen befinbet er sich jetzt auf dem Wege ber Besserung. Gründerg, 27. April. An einem, und wohl einem der ältesten Gebäube, — einem alten Wahrzeichen unserer ©tabt im Volksmnnb „die alte Sau Pforte" ge- nannt, wirb burch ben Besitzer Louis Stein gegenwärtig em Umbau vorgenommen. Die beiben unteren »Stockwerke toerben entfernt unb an deren Stelle der Neuzeit entsprechende Geschäftsräume eingerichtet. Tas Haus trägt feinen Namen von der ehemals ui nächster Nahe vorhandenen ftaifen Pforte gleichen "Namens. Wenn auch ber Name nicht gerade schön Hingt, so würde man es doch bedauern, wenn nach slattgehabtem Umbau eine new- modische, nicht entsprechende Aufschrift an dem Hause angebracht 1 verben lollte. Ter Name muß forlbestehen, aerobe so tote auf dem gegen über steh enden Naclwarhause der Name Grunderg hat eine reiche Vergangenheit, aber vieles, das einstens unserer Stabt zur Zierde gereichte, ist bem Zahn ber Zeit, aber leider auch der Modernisierungssucht zum Opfer gefallen; wir erinnern nur an bas Rathaus unb ben alten Marktbrunnen. Die Mauern und Türme, die einstens unsere Stadt umgaben, sind gefallen; die Pforten sind verschwunden, durch welche unsere Urväter aus- unb ein gingen, stolz auf ihre wohl- verbrieften Rechte und Freiheiten. Es mag wohl auf einem Versehen beruht haben, baß man seinerzeit beim Andrin gen ber Schilber mit ben Namen der Straßen unb Plätze nicht auch an den betreffenben Ausgängen ber Stadt die Namen ber hier einstens gestandenen Pforten anbrachte. Vielleicht dienen diese Zellen dazu, daß bas Versäumte nachgeholt wird. (Gr. Anz.) WormS, 28. April. Der Ausschuß für Errichtung eines Küchler-DenkmalS trat gestern zu einer Sitzung zusammen, um die Platzfrage zu regeln, sowie die Ausführung deS Denkmals an den Künstler Hirt desinitio zu übertragen. An Oberbürgermeister Köhler soll die Bitte gerichtet werden, der Stadoerordneten-Versammlung eine Vorlage zu machen, worin die Planierung und Umgestaltung des Lindenplatzes zu obigem Zweck auf Kosten der Stadt (resp. als Beitrag zu den Gesamtkosten) übernommen werden soll. (W. Z.) Biebrich, 28. April. Eine gute Praxis hat der .Wunderdoktor' Muller hier. Gestern besuchten diesen wegen Kurpfuscherei mehrfach vorbestraften Taglöhner ca. 150, schreibe hundertundfünfzig von Denen, die nicht alle werden. Vom Rhein, 28. April. Seit gestern laffen endlich die Nachtigallen ihre Weisen wieder ertönen, was sonst bei besserer Witterung schon um den 18. April zu geschehen Pflegte. Bad Hornburg, 28. April. Der Bericht der Kurverwaltung für 1902 weist eine Steigerung der Kurfrequenz von 12 381 auf 12 424 Personen nach; es entfallen hiervon auf Deutschland 7400, auf England 2400, auf Amerika 1100 Personen u. s. w. Die englischen Besucher haben sich gegen das Vorjahr um 400 vermindert, was burch Zunahme der Gäste aus Deutschland und Rußland ausgeglichen wurde. Die Zahl der abgegebenen Bäder hat sich gegen das Vorjahr um rund 2600 vermehrt; der Mineralwasser-Versand ist um 11 000 Flaschen gestiegen. Hersfeld, 28. April. Bei Friedlos fiel ber 35jähr. verheiratete Fabrikarbeiter Re in müller aus Sorga in der Dunkelhell von einem provisorischen Steg in die Fulda und ertrank. fa. Kassel, 28. April. Unser Eisenbahnminister General Budde wurde als Leutnant im Gefecht bei Noisse- ville 1870 schwer verwundet. Sein damaliger Bursche, der jetzige Zugführer Schwarz hier, trug ihn mit einem Kameraden aus dem dichten Kugelregen heraus und pflegte ihn bis zu seiner Genesung. DaS hat ihm Budde nicht vergessen. In der vorigen Woche beschied der Minister den Zugführer nach Bebra und nahm ihn in seinem Wagen mit bis Eichenberg, wobei allerlei Erinnerungen aus dem Soldatenleben ausgetauscht wurden. Beim Abschied schenkte der Minister seinem ehemaligen Burschen einen Pokal mit silbernem Beschlag und der Widmung: Seinem treuen Kriegskameraden und Begleiter zur Erinnerung. Leutnant Minister Budde. Noiffeville 1870. Kastel 1903. fc. Kassel, 28. April. Gegen den früheren Prokuristen ber Trebergesellschaft, Bollmann, wurde Anklage wegen Betrugs, begangen in feiner Tätigkeit für die genannte Gesellschaft, erhoben. Kleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. starb im 70. Lebensjahre ber Oberlehrer Isaak Blum, sell 36 Jahren Lehrer ber Naturwissenschaften an ber Realschule ber israelitischen ©emeinbe, bem sogenannten Philanthropin, baneben arbeitenbes Mitglieb unb wieberholt Direktor ber Sencken- bergischen Naturforschenden Gesellschaft. In weiteren Kreisen würbe er bekannt burch bie Verwendung beö Formaldehyds zur Erhaltung tierischer unb pflanzlicher Präparate. — Der Bunb beutscher Gastwirte hält feinen biesjährigen Bundestag vom 20. bis 28. Juli in Mainz ab. — In BenSheim starb nach längerem Leiben Profestor Kaufmann, Gymnasiallehrer i. P., hn 78. Lebensjahr. — Die Metzger in Bechtheim ftnb, wie bie Zeitungen melben, größtenteils mit ben Fleischpreisen herabgegangen, so baß Schweinefleisch unb Rindfleisch bas Pfund gegenwärtig um 64 Pfg. verkauft wirb. — Em Einbruch in bie Liebfrauen- irche in WormS würbe in ber Nacht von Samstag aus Sonntag verübt. Der Täter zertrümmerte ein bemaltes llirchensenster unb ließ sich mittelst eines WingertSbrahteS in bas Innere ber Kirche hinunter. Hier erbrach er drei Opfer- töcke. Da dieselben aber am Donnerstag erst entleert worben waren, so ist bem Einbrecher nichts in bie Hänbe gefallen. Von bem Täter fehlt bis jetzt jebe Spur. Abhängigkeit des deutschen Vieh» und Fleischmarkteö vom AuSlande. Neber diese Frage bemerkt die Denffchrift „Ergebnisse der Ermittelungen, toelche über den Umfang, die Ursachen und die Wirkungen der im Jahre 1902 eingetretenen Steigerung der Fleischpreise angestellt worden finb": „Was die Abhängigkeit vom Auslande bedeutet, zeigt >as Beispiel vom Schmalzmarkt. Da Schweinespeck und Schmalz ungehindert von Amerika eingeführt werden können und Die sehr niedrigen amerikanischen Preise eine : tonturren^ des Inlandes ausschließen, ist man in Deutsch- 1 and immer mehr dazu übergegangen, anstatt der früheren Rassen mit ig.r ob körnigem Fleisch und reichlichem, festem Speck Schweine mit zartem Fleisch und weniger Fett zu züchten, die mehr dazu bestimmt waren. Brat- und Koch- leisch zu liefern, als Speck und Schmalz, letzteres aber Dom Ausland, besonders 9lorbameri£a, zu beziehen. Die ftolge der hierdurch her vor gerufenen Abhängigkeit vom Auslände war die, daß beim Ausbleiben des amerikanischen Speckes und vor allem des Schmalzes eine ganz gewaltige Preissteigerung für letzteres eintrat (im Jahresdurchschnitt 1902 gegenüber 1901: plus 19,9 Prozent, gegen 1900: plus 44,9 Prozent, zeitweise noch größer) und daß die Lage des lllländischen Schweinefteischmarktes verschärft wurde, inbem J>ie Händler und Fabrikanten von Dauerwaren, welche Speck und Schmalz benötigen, den Fleischern, die Fleisch zum Zivchen und Braten verkaufen, auf bem Schweinemarkt als Konkurrenten gegen übertraten. Welchen Einfluß die Lieferung amerikanischen Speckes unb Schmalzes auf den deutschen Markt hat, geht aus dem Umstande ;ervor, daß früher Die inländischen Fleischer zur Eiitschul- bigung der hohen Preise, die sie beim Zuruckgehen ber Schweinepreise in den Jahren 1899 und 1900 nahmen, als Grund vorgaben, sie müßten so hohe Fleischpreise nehmen, weil stn infolge der amenfanifeben Konkurrenz beim Speck und Schmalz zusetzen müßten. Wenn die Grenzen also 1902 gegen das Ausland geöffnet worden wären, so würde dies nichts oder doch nur vorübergehend etwa- geholfen haben (es wird berichtet, daß es schon schwierig gewesen ift, das kleine Kontingent für Oberschlesien zu- sammenzubringen). Wer selbst wenn dadurch eine wesentliche Entlastung des inländischen Marktes hätte herbei- geführt werden können, wäre bem Verlangen doch nicht nachzukommen gewesen, wenn nicht die zur Gesundung der einheimischen Viehbestände durch die Grenzsperren und durch die schärfet: veterinärpolizeilichen Maßnahmen im Jnlande unter schweren Lasten und großer Mühe errungenen Erfolge wieder aufs Spiel gesetzt werden füllten. Die deutschen Viehbestände erfreuen sich einer verhältnismäßig befriedigenden Gesundheit. Insbesondere llt es mit vielen Opfern gelungen, bie Maul- unb Klauenseuche feit zwei Jahren auf einem Stand zu halten, ber die Hoffnung auf vollständige Tilgung dieser verderblichen Krankheit nicht unberechtigt erscheinen läßt. Tie Lungen- seuche des Rindviehes ist zur Zeit ganz erloschen. Tie Schiveinebestände leiden allerdings noch in nicht unerheblichem Matze an der Sckstoeinefeuche, aber ber Ansteckungsstoff hat offenbar seine Kraft schon wesentlich eingebüßt, unb es besteht die Hoffnung, daß auch diese Seuche, wenn auch erst durch jahrelange Arbeit getilgt werden wirb. Alle Mühe würde aber umsonst sein, wenn neuer Ansteckungsstoff eingeführt würde, unb dieser An- steckungsstoff ist gerade in den Ländern, aus denen allein eine bettächtliche Einfuhr stattfinden konnte, well verbreitet. Den Gefahren der Einschleppung von Seuchen durch veterinärpolizeiliche Maßnahmen an ben Grenzen vorzubeugen, wie vielfach vor geschlagen würbe, ist nach sachverständiger Ansicht und vielfacher Erfahrung nicht möglich. Dieses näher zu begründen unb die von ben einzelnen für bie Einfuhr von Vieh in Frage kommenden Ländern drohenden Gefahren barzulegen, würde den 11m- fang dieser Ausführungen überschreiten." ________ Vermischtes. • Kiel, 28. April. Der Verteidiger HüfsenerS beantragte Ladung der Lehrofsiziere zum Zwecke der Auftlärung über die Instruktion. Zur Verhandlung sind 16 Zeugen geladen. • Monte Carlo, 28. April. Hier ertränkte sich ein junger Mann aus Köln, Joses Bruck, nach einem erlittenen Verlust von 100 000 Mk. Selbstmord versuch eines Einjährig-Freiwilligen. Der 20jährige Sohn des Gutsbesitzers und früheren Hauptmanns im 4. Garderegiment Cutt Richter dient seit dem 1. Oktober v. I. in demselben Regiment als Einjährig-Freiwilliger. Der junge Mann wurde wegen Ausbleibens über Zapfenstreich und Nachlässigkell im Dienste mehrfach bestraft. Als am Montag Niorgen das Regiment zum Ausrücken antrat, fehtte er. Der Hauptmann schickte seinen Burschen nach der Wohnung des Einjährigen, um sich nach dem Grunde des Ausbleibens zu erkundigen. Als Richter den Burschen im Nebenzimmer mll der Wittin sprechen hötte, nahm er feinen Revolver und versuchte sich durch einen Schuß in den Kopf zu töten. Die Kugel drang chm durch die rechte Backe, ohne ihn lebensgefährlich zu verletzen. Der Verwundete wurde von einem Arzte des Regiments verbunden und dann nach dem Garnifonlazaret gebracht. * Feuer an Bord. Nach einer Meldung der ,Frkf. Ztg.^ aus Saloniki brach an Bord des nach Konstanttnopel fahrenden Dampfers „Guadalquivir' Feuer auS. Der Dampfer wurde, nach einem später eingetroffenen Telegramm, zu einem Wrack verbrannt, von einem anderen Dampfer hier eingeschleppt. Mehrere Verletzte und sämtliche Paffagiere sind in Sicherheit. Die Ursache des FeuerS ist eine Explosion d es Kessels. * Ein lustiges Mißverständnis wird der „Schlesischen Zellung' aus einer Breslauer Privatschule beruhtet. Em kleines Mädchen erzählt aus der ftanzösischen Stunde, in der kein Wort deutsch gesprochen werden darf: „Die Lehrerin machte immer Kille Kille mit mir, unb ich mußte Zebra sagen.' Die Lehrerin hatte nämlich der Klaffe beibringen wollen, was der „Arm' auf französisch heißt und, da sie das Wort „Ann' nicht gebrauchen sollte, die Zeichen- prache angewendet, die Kleine also wrederhott auf den Arm getippt und dazu gesagt: „C'eet le brael* • Ein Studentenulk. Ein eigenartiger Aufzug bewegte sich Montag durch Göttingens Hauptstraßen. Unter den Klängen des Chopinschen Trauermarsches wurden zwei Musensöhne von chren Komilitonen 3um — Karzer geführt. Die Delinquenten befanden sich gefeffelt auf einem von Ochsen gezogenen Leiterwagen. Die Schwere deö Verbrechens illustriette ein in ein blutrotes Gewand gehüllter, mit einem Holzbeil versehener Scharfrichter, der neben mehreren Bütteln auf dem Vorderwagen mit Platz genommen hatte. In mehreren Droschken wurden Betten der Verbrecher nachgeführt. ES folgten auf einem Möbelwagen zechende Studienbrüder, die ür die anscheinend nicht mehr leistungsfähigen bedauernswerten Opfer der gestrengen Universitätsjuftllia — die Herr- kerSmahlzeit einnahmen. Kunst und Wissenschaft. — Eine ncueCpcrettc von SidneyJoneS. Eine neue Operette, »Die Medaille und das Mädchen", ging am Samstag zum ersten male im Lyric-Thearer zu London in Szene und wurde vom Publikum recht freundlich ausgenommen. Das Opus entflammt der Feder der Herren Owen Hall und Sidney Jones, derVersaffer der „Geis ha". Sidney Jones hat fernen Rus als einen der besten, wenn nicht der beste, lebenden englischen Opereltenkomponisten bewahrt, und deshalb dürfte „The Aiedal and the Alaid" über kurz oder lang auch auf deulfcben Bühnen erscheinen. — Dr.Hochs Kons ervatorium zu Fr anksurta. M. Im Juni d. I. wird Dr. Hochs Konservatonum die Feier feines 2öjährigen Bestehens begehen. Ter 1874 geftorbenc Tr. jur Joseph Paul Johann Hoch hatte durch ein im Jahre 18ü7 errichtetes Testament sein ganzes Vermögen mit geringen Ausnahmen jur Gründung einer Anstalt „zur Förderung der Musik in jeder Weise" bestimmt. Joachim Raff war der erste Lener der Anstalt, nach feinem allzu frühen Hmscheiden trat Bernhard Scholz an ihre Spitze, der heule noch m voller Schaffenskraft die Leitung inne hat. AlniuerMts Nachrichten. Bonn, 28. April. Hofbaurcn Ihne, der Hofarchitert des Raffers, weckte m der vergangenen Woche eurige Tage hier. Es Telephonischer Kursbericht« . 102.40 3*/t% 3°/o 8*/,% 3°/o 8*/t% Reioheanleihe do. Konsole . do. . . liessen . 8% Mexikaner . . 4,/iVo Chinesen . . Electric, dobuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oestorr, ßtaatebahn , Lombarden . , , Gottbardbahn . . , LaurahOtte . . . . Bochum . , e • • Harpener .... Tendens: fest. 8*/,% Oberhessen . 4Z4 Gesterr. Goldrente . 102.50 . 92.40 . 102.56 . 92.40 . 101.10 . 101.20 . 103.70 4% Italien. Rente , . . 4'', 56 Portugiesen . . < 8®/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4*/,% äussere Argentiner 1908. . 27.86 . 93.40 . 101.10 . 104 20 . 218.50 . 190.90 . 141.00 . 151.50 . 158.20 . 148.80 . 13.50 . 190.30 . 223.70 . 187.80 . 186.00 104.06 61.DD 32.30 32 35 182.00 Frankfurt a. 11., 29. April *‘/eX Oesterr. Bilberrento 101.00 4% Ungar. Goldrente . . Handett R4 um ben R en da» bei KorpH HanfeS her S o r r u f f e n, dessen Anlage und Räume nicht mehr so ganz ben modernen Ansprüchen genügen. Bekanntlich haben der Kaiser und seine beiden älteren Lohne als Studenten diesem Korps angehört, und eä verlautet in akademischen Kreisen, daß es der Kaiser selbst sei, der .seinem^ Korps das neue Heim stillen wolle, und daß er als Vorbereitung hierzu leinen Vofbanmeifler entianbt habe. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurt a. M., 28. April. Tie Generalversammlung der tifenroerfe Hirzenhain und Lollar genehmigte ben Berkaus de« Hirzenhainer Werkes an den Vorbesitzcr Buderus ab L Januar 1903. Ter Kaufpreis von 1 340 000 Mk. wird durch Parihergabe von 1 150 000 Mk. Stammaktien und 190 000 9DIL in bar entrichtet. Die restlichen 600 000 Stammaktien werden auf 360 000 Mk. -usammengelegt unter Gleichstellung mit ben Vorzugsaktien. Die Firma lautet nunmehr „Eisenwerke Lollar A.-G.' Ueber bte GeschäitSlaae würbe mitgeteilt, alle Abteilungen seien gut beschäftigt. Die Roheisenerzeugung von 1903 ist voll verkauft, aber zu Preisen, bie noch zu wünschen lassen. Im ganzen erwarte man cm dem diesjährigen annähernd gleiches Ergebnis. Prag, 28. Apr>i. Em hiesige- Blatt meldet, daß bie Darm ft ab ter Bank neuerlich wegen Erwerbung der 6tfen- werke bei Erzherzog Friedrich unterbände. Ueuelte Metoungeu. Criflinalbralitmelbungcn des Gießener Anzeiger». Fra nkfurt a. Dl., 29. 9lpnL Amtttch wirb gemeldet: Ein Wagen des um 7 Uhr 43 Min. hier einlaufeuben Zuge- derDtam-Neckar-Bahn entgleiste heute früh auf der Elsen- bahn drücke. Hinter der Elfenbahnbrücke konnte der Zug zum Stehen gebracht werden. Die Verkehrsstörung war bald beseitigt. _ Berlin, 29. April. Vor der dritten Strafkammer des Landgerichts II fungierte zum erstenmnle in einer Strafsache wegen §218 neben drei GerichtSärzten ein werblicher Arzt alS Sachverständiger. Tie Angeklagte soll hauptsächlich auf Grund des Gutachten- der Dame freiaesprochen worden sein. Berlin, 29. April. Wie die ,/vigl. Rundschau" hört, wird Expräsident Krüger die Sommermonate wieder in Holland verbringen und zwar in Hilversum, wo er schon 1901 wohnte. Gumbinnen, 29. April. Hier traf zur Teilnahme an der Jubiläumsfeier des Füsilierregiments Graf Roon eine Deputation des schwedischen Bohuslaen-Regiments ein und wurde im Kasino mit einer in schwedischer Sprache gehaltenen Anrede des Kommandeurs begrüßt. Der schwedische Oberst Malm dankte in deutscher Sprache und überreichte einen dem Regiment gewidmeten Ehrenschild. der vergangenen Nacht narb dem Kloster de la grande Ehm> treuse ab. Lyon, 29. April. Wie aus Chambery berichtet Wirch, hat Oberst Coubertin vom 4. Tragonerregiment seinen Abschied eingereicht, nacl)dem er dem-RegicrungSbesebl gemäß zwei Rittmeistern seine- Regiments die Ordre zum Abmarsch nach dem Lorchäuser-lkloster übermittelt hatte. Rom, 29. April. In Monte Casino wird für den Einzug des deutschen Kaisers eine Via triumphal i- errichtet. Tie Mönche werden dem Kaiser eine interessante Sammlung bisher unbekannter Dokumente über die Regierung Friedrichs IL dedizieren. Budapest, 29. April. In Regierungskreisen wird trotz der fortdauernden Obstruktion die mncrpolittsche Situation als wesentlich gebessert betrachtet. Die besonnene Bürgerschaft in der Provinz fängt bereits an, gegen die Obstruktion Stellung zu nehmen. Mehreren oppositionellen Abgeordneten ist von ihren L^ihlern die 3iifjorbcnina zugegangen, dem unwüwigen Zustande endlich einmal ein Ende zu machen. Rom, 29. April. Der Kaufmann Fachteri, der bei den GcmeinderatÄval;len in Cortona unterlegen ist, erschoß im Rathause seinen siegreichen Gegen-Kandidaten und verwundete den Bürgermeister. Turin, 29. April. Polizeikommandant Fer« rari wurde wegen großer Unterschleife durch den Bürgermeister vom Amte suspendiert. Sofia, 29. April. Rach hier eingetroffenen Meldungen findet am rechten Struma-Ufer ein heftiger Kamps zwischen türkisliem Militär und einer größeren macedonischen Bande statt. Straßburg t €., 29. April. Der Kais er wird, soweit bis jetzt feststeht, am 12. Mai eintteffen und bis zum 14. verweilen. An diesem Tage wird er sich mit der Kaiserin und den beiden jüngsten Lindern nach Schloß Urville zu mehrtägigem Aufenchalt begeben. L. Kopenhagen, 29. April. Äe Lage in Fin - land wird in einem au- LelsingforS erngettofsenen Telegramm folgendermaßen geschildert: Seit der letzten Proklamation deS Zaren hat Generalaonverneur Bobrikow Maßregeln ergriffen, die genau so iästimm sind, wie die während der schlimm sten Zeit Polens dort von den Russen zur Anwendung gebrachten. Tie besten Männer FinlandS werden auSgewiesen. Landbesitz wird konfisziert. Die Polizei bringt ohne Weiteres in die Häuser friedlicher Bürger ein, um Haussuchungen vorzunehmen. Es gewinnt noch alle dem den 9lnfd)cin, als ob die russische Regierung einen Aufstand der Finländer absichlich Hervorrufen wolle, um bann das Land durch die Gewalt der Bajonette zu russifixieren. London, 29. April. Aus Peking wird gemeldet: Die Ruhe in der Provinz Tsechuen ist vollständig. Die Regelung der Entschädigung an bie katholischen Missionare hat ohne Zwischenfall stattgefunden. Pari-, 29. April. Den letzten Mitteilungen aus Grenoble zufolge, hat bie Ausweisung ber Karthäuser heute morgen vor Tages grauen begonnen. Alle erforber- lichen Maßregeln waren bereits gestern abend getroffen. Der Generalprokurator hatte im Einverständnis mit dem Präfekten zwei Bataillone des 140. Infanterie-Regiments requiriert ferner zwei Schwadronen der 4. Dragoner, eine Kompagnie Genie-Truppcn sowie mehrere Kompagnien Gendarmerie. Die Maßnahmen wurden äußerst streng durch- geführt Alle Wege im Gebiroe, welche zum Kloster führen, wurden vou den Truppen abgesperrt, um ein Einbringen der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften in das Kloster zu verhindern. Paris, 29. April. Der Polizeipräfekt macht bekannt, daß sich ein Komitee gebildet habe, um während ber An- Wesenheit des Königs von England Volks-Vergnügungen zu veranstalten. Es sollen Bälle auf öffentlichen Straßen veranstaltet und die Häuser illuminiert werden. Paris, 29. April. Der Abg. Masse hat dem Ministerpräsidenten mitgeteilt, daß er ihn über den Konflikt mit dem Vatikan interpellieren werde. Der Abg. Berry hat eine Interpellation ein gebracht, übet die Einleitung einer gericKlichen Verfolgung gegen ben Abg. de Dion ohne Zustimmung ber Kammer. Grenoble, 28. April. Der Staatsanwalt reifte in Bekanntmachung. Zum L 3nni laufende« Jahres ist bie Stelle eines Turm- roartfi ju besehen. Die Annahme erfolgt aus unbestimmte. ZeU mit vierwöchentticher Kündigungsfrist gegen eine jährliche Vergütung von 600 Mark. Die näheren Bedingungen sind auf der Bürgermeisterei Zimmer Rr. 16 zu erfragen. Zuverlässige Bewerber wollen sich unter Beibringung von Zeugnissen über ihre feitbenge Beschönigung bis spätestens zum IL. Mat laufenden Jahres schriftlich bei mir melden. Gießen, den 28. April 1908. 8665 Der Oberbürgermeister: Mecum. Bekanntmachung. Da« Fahren der Leichenwagen tft von Eröffnung bei Friedhofs am Rodtberg ab b,S auf weiteres zu vergeben. Angebote hierfür sind in verschloßenem Umschlag bis mm 16. Mai l. IS. bei mir einzureichen. — Die Bedingungen werden auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 16, unentgeltlich abgegeben. Gießen, am 28. Aprü 1903. 8566 Der Oberbürgermeister. Mecum. Der im Landkalcnder auf den 5. Mai d. I. festgesetzte WltimlMiilMisimIrt findet an diesem Tage und nicht, wie auf dem Markt- Plakat enthalten, am 12. Mai statt. Schotten, den 28. April 1903. 8649 Großherzogliche Bürgermeisterei Schotten. _________flromm._____________ Kollsllni-Pettin Alten-Vllstck, t. G. m. 11. K. Generalversammlung Mittwoch den 6. Mai d. I., abends 8 Uhr, in der Wirtschaft des KaSpar Rau. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1902. 2. Verteilung der Dividenden. 3. Verschiedenes. Alten-Buseck, am 29. April 1903. 2563 Der Borstand: Rau. Müller. WelsbeM LttWMhtilvereill ließen (t.$.) Unsere diesjährige Hauptversammlung findet Donnerstag den 7. Mai, abends 8l/$ Uhr, tm Dereinslokal (Cafe Sbcl) stau. Tagesordnung: s. Rundschreiben. Um recht rege Beteiligung bittet (3569 Der Vorstand. Spezialität Kaffee. einpfehle meine nach neuester Methode gebrannten ttaffcc’d Die Rohsorte,i für dieselben find sorgfältig ansgewahlt in "bie Mischungen aus den pafieudcu Qualitäten iutammengeie$t. Meine Kaffee's zeichnen sich aus durch abfolute Rctnhett, besonderen Wohlgeschmack und Ergiebigkeit. P Gleiche Preise wie in den sogenamtten - Kaffee- Spezial - schäften. KG7- Stets frische Röstung. Theodor Hinkei, Kreuzplatz 6 (früher Carl Bieler). Bekanntmachung. Von der Mitteldeutschen Kreditbank, sowie der Deutschen Genossenschaftsbank von Sörgel, Parrifiuö & Co., Kommanditgesellschaft auf Aktien hier ist bei uns der Antrag auf Zu- laffung von Mk. 1500000.— 37t •/■ Anleihe der Prooinzutt- hauptstadt Gießen v. I. 1908 zum Handel und zur Notter- ung an der hiesigen Börse em- gereicht worden. 8559 Frankfurt a. M., den 28. April 1903. Die Kommission für Zulassung von Wertpapieren an der Börse zu Frankfurt a. M. Verdingung. Die Maurer» und Zimmer» Arbeiten für die Herstellung einer Schleuse in der Riedbach bei der Utpher Mühle sollen im Wege schriftlichen Angebots öffentlich vergeben werden: L Zimmerarbeiten, 2. Maurerarbeiten. Voranschläge, Zeichnungen und Bedingungen liegen bei der Großh. Bürgermeisterei Utphe, sowie ber unterzeichneten Behörbe zu Einsicht offen. — Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen. Die Offerten sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis zum 11. Mai d. IS., vormittags 10 Uhr, einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist 8 Wochen. Gießen, den 18. Aprü 1903. Großh. Kulturinspektton Gießen. Wißmann. 3352 Verdingung. Die zur Ausführung der Lumda- Regulierung in den Gemarkungen Mainzlar, Taubringen und Lollar erforderlichen Erd» und Pflasterarbeiten sollen im Wege schriftlichen Angebots öffentlich vergeben werden. 1. Erdbewegung — 30100 cbm 2. Pfiasterarbeuen — rd. 1100g m. Die Verduigungs - Unterlagen liegen bei ber unterzeichneten Behörde wahrend der Tienststunden zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebotsvordrucke und Bedingungen gegen Erstattung von 3 Dir., nur m bar, erhältlich sind. Tie Angebote stnd verschlossen, poftfrei und mit entsprechender Ausschriftverfehenbiszuml2.Mai d. I., norm. H*/t Uhr, bei ber muerzeichneien Behörde einzu- reichen, zu welcher Zen auch Deren Lessnung m Gegenwart etwa erschienener Bieter statt findet. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 21. Aprtl 1903. Großh. Stulmrinipeftion Gießen. Wißmann. 3447 Versteigerung. Donnerstag den 30. b. MtS., nachmittags 8 Uhr, sollen dahier Neuenweg 28 (im Löwen) 1) HauS- und Küchengeräte aller Art, 2) Ein Klavier, 8) Eine Partie Schuhwaren, 4) 8 Stämme Werkholz (Eichen), 6) eine Kiste Würfelzucker, eine Partie Schwämme und verseh, andere gegen bar versteigert werden. Gießen, 29. April 1903. 8567 Seipel, Gerichtsvollzieher. LotMlichcS Eanetfrant Lillz- and EMgilkken Ptei8eIbketeiiiiiV7oZii- leumlackfarbe, Parkettwachs, Stahlspäne, Terpentinöl rc. ern- pftehll Adler-Drogerie Selters- weg 89. Otto Schaaf. (3369 02097] Schwarz., glcttth^ wachs. Hofhund, auf den Dtann dressiert, billig abzugeben. Gg. Unverzagt. Eisschrank zu verkaufen. 8360 Walllhorstraße 27. Zu verkaufen: 1 gebrauchter Landauer 1 gebrauchte Retfechatfe 1 gebrauchter Rollwagen 1 „ Stotzkarren 2 Dezimalwaagen 1 Smmertcher «affee- breuner zu 60 Psd. 1 Vriefablegeschräulchcu 8 Schrotleiteru 1 alte» Pult. 8448 Bleichstratze 4. Wirtschaft an einem großen Orte (Bahnstation) in der Nähe Gießens, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Nähere Auskunft erteilt Job. Hch. Jhring, 8601__________Brauerei, Luch. Prächtige Ulmer Dogge, (Renommierhund), 1 Jahr alt, Rüde, preiswert zu verkaujen 01978]_________Kirchstraße 13, L Klein-Linden. 9leueS, schönes Wohnhaus in angenehmer Lage zu verlaufen. Q2OO9] Näheres I. Weigel. 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