Erstes Blatt 153. Jahrgang ras Gedenket der hungernden Vögel! | Aks £xhidl und Kand. Gießen, 28. Dezember 1903» ** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben Allcrgnädigst geruht, am 23. Dezember dem Pfarrer Wilhelm Hofmeyer zu Nieder-Erlenbach die neu errichtete 5. evangelische Pfarrstellc an der unierten Gemeinde Offenbach, Dek. Offenbach, zu übertragen. Am 22. Dezember wurden die Finanzakzessisten Philipp Best aus Assenheim, Karl Jung aus Darmstadt, Ludwig Schmierer aus Darmstadt, Dr. Wilhelm Ullmann aus Nieder-Erlenbach, August Weimer aus Mainz zu Negierungsassessoren ernannt. Am 23. Dezember wurde der Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Friedberg Johann Konrad Oehler zu Friedberg unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste auf ein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. •* Handelsrichter. In unserer Weihnachtsnummer (Blatt 2) ist durch Versehen des Setzers in den Personal- Nachrichten eine Zeile in Fortfall gekommen, sodaß bie Mitteilung über die Handelsrichter fehler- und lückenhaft geworden ist. Es heißt richtig: Konunerzienrat Ludwig Georgi, Kommerzienrat Sigmund Heichelheim und die Fabrikanten Gustav Mueller und Heinrich Schirmer in Gießen wurden zu Handelsrichtern, die Fabrikanten Hermann Eichenauer und Heinrich Em melius in Gießen zu Ergänzungsrichtern bei der Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Gießen ernannt. ** Ein Preisrätsel wird in den unserer heutigen Nummer beigefügten „Familienblättern" veröffentlicht, auf das wir unsere Leser besonders Hinweisen wollen, zumal wir annehmen dürfen, daß in diesen Tagen „zwischen den Jahren" die Beteiligung an der Lösung besonders rege sein wird. Wir haben deshalb eine größere Zahl von Prämien in Aussicht genommen, und zwar haben wir bestimmt: als 1. Preis: Kapitän Sverdrups epochemachendes Werk „Neues Land", 2 starke Bände mit zahlreichen Illustrationen, eleg. geb; als 2. Preis: Des vortrefflichen Poeten Wilhelm Raabe berühmten Roman „Der Lar", eleg. geb.; als 3. Preis: Die Weihnachtsprämie des Gieß. Anz., das dickleibige, vorzüglich ausgestattete Kochbuch von Mathilde Ehrhardt; als 4. Preis: Des Billardmeisters Woerz schönes „Billardbuch", eleg. geb.; als 5. Preis: Des bekannten Jugendschriftstellers A. Oskar Klaußmanns stattliche Jugendschrift „Mit Büchse, Spaten und Ochsenstrick in Südwestafrika", eleg. geb.; als 6. Preis: Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung von Rudolf Grützner, eleg. geb. Eine Bluttat. Die Weihnachtsfeiertage sind leider nicht allenthalben in schöner Friedlichkeit und Fröhlichkeit vorübergegangen. Im Nachbarorte Alten-Bus eck ist ein schweres Verbrechen verübt worden. Man schreibt uns darüber: Am Abend des ersten Feiertages kurz nach 11 Uhr genet der Zigarrenarbeiter W. Becker, ein verheirateter Mann in den Fünfzigern, in Streit mit dem 20jährigen Arbeiter Karl Alban. Ersterer zog das Messer und versetzte Alban mehrere lebensgefährliche Verletzungen in ivahrhaft bestialischer Weise. Alban lief noch ungefähr 50 Schritte und brach dann zusammen. Junge Leute fanden ihn und trugen den schwer Verletzten in ein Nachbarhaus, wo er nach wenigen Minuten starb. Der Vater des Getöteten liegt schwer krank danieder; die armen alten Eltern verloren in ihm eine starke Stütze. Der Täter Hai sich seinem irdischen Richter bereits entzogen, indem er sich m der Nacht vom 26. auf den 27. im Untersuchungsgefängnis erhängte. *• Ein Radaubruder. Ein fremder angetrunkener Schlossergeselle schlug am Donnerstag abend m einer Wirtschaft des Neuenwegs eine Glasscheibe entzwei, well ihm verweigert wurde, in dem Lokale zu musizieren. Der Wirt wurde, da der Täter noch im Besitze von Geld war, entschädigt. ** Schlägerei. In vergangener Nacht gegen 2 Uhr kam es in der Nähe des Bahnhofs zwischen jungen Leuten aus Gießen und Dorf-Gill zu einer Schlägerei. Ein Bursche aus Dors-Gill erhielt mehrere blutende Wunden am Kopfe, welche er sich in der Klmik verbinden lassen mußte. Anzeige ist erhoben. ** Zimmerbrand. Beim Abbrennen eines Weihnachtsbaumes entstand in einem Hause des Selterwegs ein General-Anzeiger Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ausland. Brüssel, 27. Dez. Entgegen den Meldungen Pariser Blätter, wonach Jacques Lebaudy in Berlin erwartet werde und eine Audienz beim Kaiser nachgesucht habe, meldet Pettt bleu, Lebaudy beende sich in London. Sein Vertrauensmann Benoit war dieser Tage in Brüssel und erklärte einem Reporter des Petit bleu, Lebaudys Pläne würden bereits ausgeführt. Er unterhandle mit einer A n z a h l v o n M ä ch t e n und werde von diesen auch als Kaiser der Sah ar a betrachte tun d geehrt. (?) Er gedenke der Industrie bedeutende Bestellungen zu geben. Benoit versuchte in Brüssel mit dem Buren-General Zrl zu unterhandeln, um durch ihn die Mitwirkung der Kap-Re- bellen bei Errichjtung seines Reiches erwirken, ähnliche Unterhandlungen hat Lebaudy selbst bei dem Buren- General Moritz, im Haag geführt. Dieselben sind jedoch Montag 28. Dezember 1803 vetngdpret-, monatlich 75 Pn viertel» jährlich Mk. 2.20; durch 1h?. 303 Lrjchetnt täglich außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mil dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal »n der Woche beigelegt. Siotationöhrud u. Bering bei Brühl 'scheu Univers.-Buch- u. Steindrucke ret (Pietsch Erben» Redaktion. Expedition und Druckerei: Echnlstratze ?. Adiesje füt Depeschen: Anzeiger Gieße». Fkrulprkcdanlcdluß Ar 51 Iürlttmentarisches. — In schlechte Gesellschaft scheint der Reichs- kagsabg. v. Ger lach geraten zu sein. In der von ihm geleiteten ,.Bcrl. Ztg." schreibt er nämlich: „Der Reichstag stellt ein trauriges Nachkömmlingstum dar. Es waren andere Zeiten, als noch große, führende Männer des nationalen Lebens, Männer von geistiger Eigenart und geistiger Gestaltungskraft von der Tribüne des ReichA.ages-zur Nation sprachen. Heute sind Epigönlinge, Banausen, Kleinaei st er minderer und mindester Ordnung ein1 starker Bestandteil der Volksvertreter." Zu welcher Kategorie Herr v. .Gerlach gehört, das verschweigt er diskret. Wenn man aber ihn allein fortan den „Epigönlmg" nennen mird, dann hat er sich das durch seine üble Wvrterfurdung selber zuzuschreiben. gescheitert. . . Paris, 27. Dez. (Senat.) Im Senat wurde das Budget des Ministeriums des Aeußern beraten. Minister Del c ass e gab eine D ar le gun g sein er P o litik. Bezüglich Marokkos bestehe Frankreichs Politik darin, die Unabhängigkeit und Entwicklung dieses Landes vor Storungen zu bewahren. Niemand mache Frankreich seine Position in diesem Lande streitig. Hin,ichtüch Ostasien s erklärte der Minister, nichts berechtige dazu, den täglich tn Umlauf gesetzten beunruhigenden Nachrichten Glauben beizumessen. Telcassä bespricht sodann die verschiedenen Gruppierungen der Müch>te, welche sich in Europa gebildet haben und sagt, keine schiene sich ihm mehr dem Ideal in Hinsicht der nationalen Interessen und Sympathien zu nähern, als diejenige Frankreichs und Rußlands. Das habe selbst Fürst Bismarck anerkannt. Frankreich vergesse nicht semen Kolonialbesitz, denke ober n i ch t so sehr an seine Ä u s - dehnun g, als vielmehr daran, ihn wertvoll für das Mutterland zu machen. Dieses Ziel könne es in Ruhe erreichen, wenn es in Europa stark sei, und wenn es ihm gelinge, die Mißverständnisse zu zerstreuen und der Wayrhen Geltung zu verschaffen, daß seine Interessen nicht im Widerstrett mit denjenigen eines fremden Landes sich vefinden. Au, Eualand übergehend, führt der Minister aus, daß gerade die" van Frankreich verschiedeneli Lebensoedmgungen dieses Landes das Mittel sind, uni seine Rivalität zu beseitigen. Ein Einvernehmen zwischen ihnen fei immer möglich, Frankreich suche ebensowohl mit dem Maghatten wie mit der Festigkeit seinen Rechten Geltung zu verschaffen, rüdem es feine Interessen mit denen der anderen Machte freund- Ten St.anislaüsorden 1. Klasse erhielt der Generab major v. W achter, Generaladjutant S. K. H. des Großherzogs von Hessen; die 2. Klasse mit dem Stern desselben Ordens der Oberst z. D. Freiherr Röder von TierSburg, Flügeladjutant ä la suite S. K. H. des Eroßherzogs; den St. Anuenorden 2. Klasse mit Brillanten: der Rittmeister Kraemer, Flügeladjutant S. K. H. des Croßherzogs; den St. Stanislausorden 2. Klasse: Hauptmann Freih. Schaffer v o n B e r n st e i n , Flügeladjutant S. K H. des Gvoßherzogs; die goldene Medaille für Eifer am Bande des St. Annenordens: Fähnrich von Engelbrecht und Unteroffizier (Fahnenjunker) Freih. von Lersner, beide im 2. Großh. Hess. Dragon erreg im ent (Leibdragonerregiment) Nr. 24; die silberne Medaille für Eifer am Baude desselben Ordens: Vizewachtmeiffer F ö r st er, die Sergeanien Lichtensels, Korn maier, Wahl I., Wahl II., Krüger, Luley, Hahl', Hahn, Ruppert, H i er o n y m u s, die Unteroffiziere Bartels, Stricker, Kadel, Günther, Dunstädter, Bech- larß, Schmidt Schwöbel, Brunner, Balzer, Krebs, Matuszewskr und der Gefreite Kuhn, sämtlich im 2. Großh. Hess. Dragonerregiment Nr. 24; sowie die silberne Medaille für Eifer am Bande des St. Stcmislaus- ordens: der Gefrette Fischer, die Dragoner Dusch, Lorenz, Seipel, Pfenning, Arnoul, Dischel, Schr am m, Hann st ein, Feuerbach,Stosst,Veit, Straub, Maurer, Hrrjchberger, Berk, Egry, Orth und Schmidt, sämtlich im 2. Großh. Hess. Tra- gonerregiment Nr. 24. Ter König von Griechenland verlieh folgende Orden: das Großkreuz des Erlöserordens dem Generalleutnant Frei- herrn v. Gall, Kommandeur der Großh. Hess. (2ö.) Division; das Großkommandeurkreuz desselben Ordens: dem Generalmajor v. Schmidt, Kommandeur der 25. Kavalleriebrigade (Großh. Hessischen); das Kommandeur kreuz desselben Ordens: dem Oberstleutnant v. Bernuth, Kommandeur des 1. Großh. Hess. Tragonerregiments (Garde- Tragonerregiments) Nr. 23, und dem Oberstleutnant Dein- hard, Kommandeur des 2. Großh. Hess. Feldartillerieregiments Nr. 61; das goldene Ritterkreuz desselben Ordens: den Hauptleuten v. Go ern e und Frhr. S ch e n ck zu Schweinsberg, beide im 1. Großh. Hess. Jnfanterie- (Leibgarde-s/Regt. Nr. 115, den Rittmeistern Selzam, Schörte und v. Wilms, den Oberleutnants Gooeff- roy-Faerber, v. Jagemann und Luugershaustn, sämtlich im 1. Großh. Hess. Tragonerregiment ^Garde-Tra- gonerregiment) Nr. z3, und dem Oberleutnant Grafen von Büdingen im 1. Jnsanterie-(Leibgarde-)Negiment Nr. 115; sowie das silberne Ritterkreuz desselben Ordens: den Leutnants vom Hombergk zu Bach, Freiherr Schenck zu Schweinsberg, Freiherr Gans Edler Herr zu Put Utz, Freiherr v. Gall (Karlh sämtlich im 1. Großh. Hess. Ju- ianterie-(Leibgarde--Regiment) Nr. 115, den Leutnants von Besser, Böcking, Freiherr von Gienanth und von G o r r r s s e n, sämtlich un i. Großh. Hess. Tragonerregiment (Gardedragonerregiment- dir. 23, dem Leutnant Riedejel Freiherrn zu Eifenbach (Hermann) im 2. Großh. Hess. Tragonerregiment Nr. 24 und dem Musikdirektor Hilge im 1. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 115. Deutsches Reich. Berlin,27. Tez. In Kreisen, die mit dem Hofe in engster Beziehung stehen, wird erzählt, daß der Kaiser am 2. Januar eine kürzere Reise nach Italien machen werde. Bor dem Ordensfeste wolle der Kaiser wieder zurück sein; gewählt solle der Landweg werden. Ob die Reise zur Ausführung gelangen wird, steht noch dahin, aber, wie gesagt, in den maßgebendsten Hofkreisen wird von diesem Abstecher auf vierzehn Tage nach Italien gesprochen. Tes Kaisers Befinden ist das denkbar beste; Personen, welche den Kaiser sprechen gehört haben, versichern, daß die Stimme so voll und klar wie früher geklungen und nicht mehr ein leichter Schleier darüber gelegen habe. — Ter Kaiser empfing in den Weihnachtstagen den Landgerichtsrat Tr. So mm e r aus Frankfurt a. M., einen früheren Mitschüler des Monarchen aus Kassel, und die Porträtmalerin Frau Popert, die eine Porträt- Radierung des verewigten Königs Humbert von Italien überreichte. — Welcher horrende Unsinn über deutsche Angelegenheiten in 'Mrris gläubige Gemüter findet, das beweist ein Artikel, den das Pariser Blatt „Le Journal" bringst. Man kann d-ort unter der Ueberschrift „Die Schwester des Kaisers krank" das Folgende lesen: „Wir erhalten aus Berlin eine ernste Nachricht. Die Aerzte, die schon seit einiger Zett eine Verschlimmerung im Gesundheitszustände der Schwester des Kaisers, der Prinzessin von Sachsen-Weimar, beobachteten, haben gestern enögiltig die Diagnose auf Krebs gestellt. In Ho streif en herrscht große Bestürzung. Da Wilhelm II. sich sämtliche Bulletins der Aerzte vorlegen läßt, so haben diese letzteren den Versuch gemacht, ihm die obige Diagnose zu verheimlichen; aber der Kaiser ist dahinter gekommen und ist darüber in schrecklichen Zorn geraten, was seine immer noch prekäre Gesundheit kaum bessern dürfte." Viel mehr Fehler und Unwahrheiten lassen sich in so wenigen Zeilen kaum zusammendrängen. Ob man wirklich die Schwester des Kaisers, die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen meinte? Aber diese erfreut sich, so viel man in Deutschland weiß, der besten Gesundheit. — Ter königliche Hof legte heute für die Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, Prinze,sin von Baden, Trauer auf fünf Tage an. — Bei eventuellem Rücktritt des Staatssekretärs v. Tirpitz wird als einzig in Betracht kommender Nachfolger der zweite Admiral des ostasiatischen Kreuzergeschwaders, Kommodore Kapitän z. S. v. H o l tz e n d o r f f, bis vor kurzem Oberwerftdirektor in Tanzig, bezeichnet. — Ter Direktor des Verwaltungsdepartements des Reichsmarineamts und stellvertretender Bevollmächtigter im Bundesrat, Wirklicher Geh. Rat Professor Perels ist am 24. d. M. abends unerwartet gestorben. — Wie die „diordd. Allg. Ztg." mitteilt, hat der Kaiser anläßlich des Weihnachtsfestes einer Reihe von Beamten des Außendienstes Ordensverleihungen zuteil werden lassen. Es erhielten u. a. der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Dr. v. Mühlberg den Kronen-Orden 1. Klasse und der vortragende Rat in demselben Amte v. Lindenau den Kronenorden 2. Klasse. Straßburg, 27. Tez. Der Trau er sei er für die verstorbene Jürsnn zu Hohenlohe-Langenburg im Statthalterpalais wohnten außer den Familienangehörigen u a der kommandrer ende General des 18. Armeekorps non Lindequist als Vertreter des Kaisers und Herzog Albrecht von Württemberg als Vertreter des Königs von Württemberg, ferner der Großherzog und die Großherzogin von Baden, Prinz Max von Baden, die Prinzen Friedrich und Ernst von Sachsen-Nieiningen, die Mitglieder der verschiedenen Linien der Familie Hohenlohe usw. bei. schaftlich ausgleichie. Diese Situation sei das Ergebnis des Zweibundes. Eine der entscheidenden Beweggründe für diese Allianz sei die militärische Stärke der beiden Verbündeten. Rom, 27. Dez. Der Papst, welcher sich der besten Gesundheit erfreut, enipfing gestern das diplomatische Korps, dessen Doyen oer portugiesische Gesandte, den üblichen Glückwunsch aussprach. Darnach wurden die Mitglieder der katholischen Aristokratie, die Angehörigen des verstorbenen Papstes, die hohen Würdenträger, Kardinäle, Mitglieder der päpstlichen Garde re. empfangen. Keer urrv AtoUe. ^as Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht eine Kabinettsordre, nach der die Paletots der Offiziere und der oberen Beamten der Militärverwaltung künftig mit einer oben eingenähten Längsfaire im Rückenstück zu rertiaen sttid, ferner die Offiziere und oberen Beamten die für sie vorgeschriebenen Achselstücke auch zum Paletot ,u tragen haben. Für Generale und Stabsonizrere und lu im gleichen Range stehenden Mllrtarbeamten lind Aünelüücke aus flacherer Schnur maßgebend. Die Pale- wts der Generale unb der im, gleichen Range stehenden SaliitätSossiziere erhalten Borstöße von panceaurotcnr AMtfy. TiC Militärintendanten mit dem Range der^ Rate erster Elaste tragen Borstöße bon karmoyrnrotem L,uch. ' ’ Am 22 d. M. ist in Frankfurt a. M. oer Gem-Lt. - D Gustav Schlüter im Alter von bo Jahreng e st or - neu General Schlüter hat an den biet Feldzugen von 1SM 1866 und 1870/71 mit Auszeichnung terlgenommen. Abhole- u. Zweigstelle!' monatlich 65 Pt: durch die Post Mk. 2.—viertel- läbrl aufilcbl Bestellg. Annahme von Anzeigen üi Die ixnjeDnuminei >tS vormittags 10 Uhr. etlcnpxTtfl total ILPI^ aufiiodrU 80 Pig. Occania>ecilidb tüt Den polti and allgem. Teil V- Witiko tüt , Stahl uni tiantr und GerichtHaal* A taust Götz. tüi Den An- Aeiqenletl van« Beck. Professor der später von ihren Angehörigen obgeholt würbe. ■ ... — - .........—----------------.„J._inrir.lllll «K. fÄ3ZJ2T «MO? Jl. HU.......■———■KEM Kreisen Vertreter herbeigekommen waren. Die Versammlung verständigte sich dahin, das; die Spende, die einen sehr namhaften Betrag ausiveisen dürfte, Sr. Kgl. Hoheit von einer aus je ein bis zwei Vertretern der einzelnen Kreissammlungen zusammengesetzten Deputation am 1. Januar überreicht werden soll. Auch über einige weitere, in Verbindung mit der Sammlung erörterte Fragen wurde tz»erlchtSjucU. — Syndikus Schloßmacher in Offenbach teilt im Namen des T r u st a b w e h r a u s s ch u s s e s des deutschen Tabakvereins mit, das; er von der Kammer für Handelssachen des Landgerichtes L in Berlin in dem Prozeß verurteilt worden ift, den die Zigarettenfabrik Georg A. Ias - m a tz i A.-G. in Dresden auf Grund des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes angestrengt hatte. Der Beklagte hatte in Drucksachen, namens des TrustcHwehr-Ausschusses des deutschen Tabakgewerbes behauptet, daß Jafzrnatzi in Dresden eine Zweiganstatt des amerikanischen Tabaktrustes fei, und daß der Tabakrust darauf ausgehe, das Tabakgetverbe für das amerikanische Großkapital zu monopolisieren und dert Zwischenhandel auszujchalten. Das Gericht sprach dem Beklagten die Wahrung berechtigter Interessen ab, unterließ es aber, gleichzeitig, in das angebotene Beweisverfahren einzutreten. Schloßmacher hat sofort gegen diese Verurteilung Berufung eingelegt, da er auch heute noch der Ueberzeugung sei, daß Jasrnatzi die Geschäfte des amerikanischen Tabakrrtstes in Deutschland besorge, und da er in der Lage fei, dies durch einwandsrete Zeugnisse beweisen zu fönnen. Arvezltrveuuguug. D i e Vermittelungsversuche des. Geheimrats Böhmert im Errm mitschauer Arbeiter streik sind gescheitert. Böhmert hat sich überzeugen müssen, daß die Arbeitgeber nicht nachgeben wollen. Er soll den S t r e i k f ü h r e r n geraten haben, die Unterstützungsgelder zum Ankauf einer leren Fabrik zu verwenden tind eine Produktiv-Ge- Vcrinijehtc». • Graz, 27. Dez. Der Oberst a. D. Theisz Ritter von Eichenborst, ein Greis von 91 Jahrei sprang vom Stockwerk feiner Wohnung in den Hof hinab und brach sich beide Beine. Der Oberst war seit längerer Zeit krank. Sein ständiger Wärter halte sich auf einen Augenblick entfernt, während welcher Zeit der Oberst die Tat vollführte. * Grand Rapide (Michigan), 27. Dez. Gestern Abend stießen in der Nähe von East Paris, sechs Meilen von hier, zwei Person en züge zusanimen. Nach den Aussagen der Bahnbeaniten wurde der Unglückssall dadurch verursacht, daß der heftige Wind die Signallampen auslöschte. Zwei £ofonwtiuen und mehrere Wagen wurden zertrümmert. 18 Pesonen sind tot, 31 verletzt. völlige Einigkeit erzielt. Marburg, 27. Dez. Der ordentliche Mathematik an unserer Universität Edmund Heß ist ge* starben. — Ein Unfall ereignete sich auf dein hiesigen Bahnhofe. Als der um 8.54 von Frankfurt a. M. fällige Personenztig dir. 781 einlief, sprang aus einem Abteil 3. Kl. eine Dame, obwohl der Zug sich noch in Bewegung befand. Sie stürzte auf den Bahnsteig, wo sie be- sinnungslos liegen blieb. Eisenbahnbedienstete schafften die Verunglückte nach dem Stationsdienstraum, von wo sie AniverstLäts-^lachnchten. S ch ä f s l e 1. In Stuttgart ift am ersten Weihnachtsfeiertage der bekannte Nationalökonom uni) Staatsmann Albert Schasste infolge eines Nierenleidens gestorben. Schasste war 1831 zu Nürtingen in Württemberg geboren. Er studierte in Tübingen und erhielt nach einer zehnjährigen Tätigkeit in der Redaktion des „Schwäb. Merkur" eine ordentliche Professur der politischen Oeko- nomie und Staatswissenschaft an der Universität Tübingen. Von 1862 bis 1865 war er Mitglied des würtembergischen Landtags, 1868 des deutschen Zollparlaments. Im gleichen Jahr folgte er einem Rufe an die Unwcrfität Wien. Bei der Konstituierung des österreichischen Kabinetts Hohenwart übernahm Schäffle 1871 das Ministerium des Handels, zugleich auch zeitweilig die Leitung des Ackerbauministeriums. Nach dem im gleichen Jahre erfolgten Sturz des Ministeriums zog er sich zu dauerndem Aufenthalt nach Stuttgart zurück unb begann dort eine literarische Tätigkeit. In der ethisch-fozialpolrtischen Richtung und speziell auf dem rein theoretischen Gebiete hat der Verstorbene Bedeutendes geleistet. Er hat zahlreiche Schriften herausgegeben u. a. „Das gesellschaftliche System der menschlichen Wirtschaft", „Die Quintessenz des Sozialismus", „Kapitalismus und Sozialismus", „Grundsätze der Steuerpolitik", „Die agrarische Gefahr" usw. Mit P. Lechler veröffentlichte er „Neue Beiträge zur nationalen Wohnungsresorm" unb „Die staatliche Wohnungsfürsorge". Seit 1892 gab er allein, von 1901 ab zusammen mit Bücher die „Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft" heraus. Seine Schrift „Ein Votum gegen den neuen Zolltarif" ist in vielen Kreisen bekamrt geworden. Al ar bürg, 26. Dez. Zu Ehrendoktoren der theologischen Fakultät der hiesigen Universität wurden ernannt der Geueralsupermtendent Herrn. Wilh. Müller zu Aurich und ber Professor für Kirchengefchichte Paul Wernle zu Basel. Zimmerbrand. Ein Fenstervorhang war, jedenfalls durch einen Luftzug, zu nahe an ein brennendes Licht gekommen und fing Feuer. Im Moment waren Vorhänge, Bilder und cm Teil Tapeten verbrannt. Das Feuer wurde von den Bewohnern gelöscht. * * Kaiserpanorama. Nachdem das Kaiserpanorama in der vorigen Woche eine Reife in die malerischen Alpen gebracht hat, bietet er uns in dieser Woche die Ansichten des schönen Harzes. Wir erblicken das Schloß zu Blankenburg, die Städte Harzburg, Andreasberg, Nordhausen, den Kyfshauser, das romantische Bodetal, die steinerne Renne, die hohe von Sagen umwobene Roßtrappe, den Ronkerhaller Wasierfall und vieles mehr in künstlerischer Ausführung. * ♦ Aus dem Bureau des Stadttheaters. Als neunte Dienstags-Abonnements-Vorstellung geht morgen Koppel-Ellfelds beliebtes Lustspiel „Renaissance" in Szene. Die Aufführung des Stückes in der Besetzung mit unseren besten Kräften erfreute sich bekanntlich einer sehr beifälligen Aufnahme. Das Kindermärchen „Plappermäulchen" geht Mittwoch, den 30. Dezember, nachmittag 31/, Uhr, zu kleinen Preisen wiederholt in Szene. Tas Märchen bietet bei hübscher Ausstattung in feinen 6 Bildern so viel des Neuen, Lustigen und Abwechselungsreichen für die Kleinen sowohl wie für die Großen, daß sicher bei der Wiederholung auf ein ausverkauftes Haus gerechnet werden darf. Durch das liebenswürdige Entgegenkommen des Theatervereins i|t für Mittwoch, den 30. Dezember, abends 8 Uhr, eine Wiederholung von Beyerleins sensationellem Schauspiel „Zapfenstreich" ermöglicht worden. Auf diese außer Abonnement stattfindende Aufführung sei schon heute aufmerksam gemacht, da auch von auswärts bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen. * * Irene Triesch wird auf Grund eines am 5. November mit ihrem Impresario abgeschlossenen Vertrags gleich zn Anfang ihrer Gastspielreise hier auftreten, näm* licy am Mittwoch, den 6. Januar 1904, in der fünften Vorstellung des Theatervereins. Als Gastrolle wurde Hedda Gabler in dem gleichnamigen Jbseu'schen Schauspiel gewählt. Um nun das Verständnis dieses Stückes zu fordern, wird Herr Professor Tr. Collin am Samstag, den 2. Januar 8 Uhr in der großen Aula der Universität einen Vortrag über Ibsen und seine Hedda Gabler halten, in welchem auch die Auffassung des Frl. Triesch von der Rolle der Hedda zur Mitteilung gelangt Es dürfte sich empfehlen, das Schauspiel vorher zu lesen. Ter Eintritt zu dem Vortrage ist für die Abonnenten des Theatervereins, wenn sie ihre Karte vvrweiseu, sowie für Alle, die eine Tageskarte zu der Vorstellung gelö'st haben, frei; im andern Falle wird ein Eintrittsgew von 50 Pfg. erhoben. * * Krofdorf, 28. Dez. Bei der Vergebung der Arbeiten für die Gradlegung der Straße Krofdorf-Gießen setzte ein Unternehmer aus Gleioerg durch sein Angebot das 28 Prozent unter die Ausschreibung hinunterging, viele in Staunen. Es schien also, der Mann könne fast um ein Drittel billiger arbeiten als alle anderen. sJtun ober kann natürlich der hinkende Bote bald nach Sobald rhm der Zuschlag erteill worden war, stellte er den Antrag, die Vertragsumme um 5 Prozent zu erhöhen! Und siehe da, der Gemeinderat erklärte sich ohne Zögern damtt einverstanden, obwohl der Vertrag doch ganz anders lautete. Hs ist eine alte Geschichte, schlau muß man fein und den Leuten Sand in die Augen streuen, dann gehen sie schließlich 'auf alles ein. w. Dorlar, 27. Dez. Für unser Dorf ist Aussicht vorhanden, eine Zigarrenfabrik zu erhallen. Die Firma inn und Eloos in Heuchelheim hat ein Baugelände erworben. w. Wetzlar, 27. Dez. Der Lehrerverein des Kreises Wetzlar hielt am Mittwoch eine Versammlung ab. Herr Hollstein hiell einen Vortrag über den Militärdienst der Volsschullehrer unb es kam nachstehende Resolution zur Verteilung: „Im Standesinteresse erscheint es durchaus nötig, daß diejenigen Kollegen, an welche seitens der Eltern Anfragen bezüglich der Kosten für die Ausbildung als Lehrer gestellt werden, dieselben darauf aufmerksam machen, daß es im Interesse der zukünftigen Stelllmg ihrer Söhne dringend notwendig ist, beizeiten dafür Sorge zu tragen, daß die Mittel (ca. 1500 bis 1600 Mark) zum einjährig-freiwilligen Militärdienst rechtzeitig flüssig gemacht werden können." (3n ein etwas besseres Deutsch hätten die Herren ihren Beschluß doch wohl einkleiden können. D. Red.) K. B. Darmstadt, 27. Dez. Seitens der verschiedenen Kreiskomitees für die Großherzogs-Geburtstags- 'spende wurde heute Vormittag im städtischen Saalbau eine allgemeine Besprechung abgehalten, zu der ms fast allen feilschaft zu gründen. Dann würden ste einsehen, day ate Crimmitfchauer Arbeitgeber nicht auf Rosen gebettet feien. — W aus Breslau gemeldet wird, hat der Verband schlesischer T e x t i l i n b u st r teilet beschlossen, sich an alle schlesischen Textll- iiibustrietten mit dein Ersuchen zu wenben, sich zu Gunsten der Eritiitnitschaiier Arbeitgeber enter freiwilligen Besteuerung zu unterwerfeti; es wirb vorgeschlagen, baß jeder Betriebsunternehmer eine Mark sür den Kopf seiner eigenen Fabritarbeiterschaft einmal zur Verfügung stellt. ____ Marne. fc. Frankfurt a. M., 28. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Anitliche Notierungen der Heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Alk. 16.25—09.00, Kurhejsischer Alk. 16.50—00.00, La Plata Alk. 17.00—18.00, Kansas Alk. 17.00—18.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 15.25—15.50, Franken- selber Alk. 00,00—00,00, Hafer Alk. 13.00—13.75, Mais Alk. 12.50—12.75, Weizenmehl 0 Alk. 25.75—26.25, 2. Qualität Alk. 23.75 bis Alk. 24.25, 3. Qualität Alk. 21.75—22.25, Roggetnnehl 0 Alk. 22.00—22.50,1. Qualität Alk. 19.25—20.25, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Roggenkleie Alk. 9.75—10.25, Maiskeime Alk. 10.25 bis Alk. 0.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—000.0. Alles per 100 Kg. ab hier. ic. Frankfurt a. M., 28. Dez. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Olotierungeu der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkatise stauben: 425 Ochsen, 207 aus Oestreich, 22 Bullen, 4 aus Oestreich, 475 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1 aus Oestreich, 197 Kälber, 251 Schafe unb Hämmel, 1392 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämtuer. Bezahlt würbe für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1.Qualität 71—74 Alk., 2. Qual. 66—68 Alk., 3. Qual. 61—64Alk.; Bullen 1. Qual. 65 bis 67 Alk., 2. Qual. 62—64 Alk.; Kühe 1. Qual. 64—66Alk., 2.Qual 58—60 Alk., 3. Qual. 48—50 Alk, 4. Qual. 46—47 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Kälber: 1. Qual. 82—84 Pfg., Lebendgetvicht 48—49 Pf., 2. Qual 72—73 Pfg., Lebeiidgewicht 43—47 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schiachtgeivicht 60—63 Pfg., Schafe: 1. Qual 66—68, 2. Qual 52—56 Pfg., 3. Qual 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual 54—00 Pfg., Lebendgew. 42 Pfg., 2. Qual 52—53 Pfg., Lebeirdgewicht 41—00 Pfg., 3. Qual 44—46 Pfg., Lebendgetvicht 00—00 Pfg. — Hornvieh gut. Ueberstand unbedeutend. Uouefte yiUivuiujni. Originaldrahtmeldungcu des Gießener Anzeigers. Frankfurt a. M., 28. Dez. In der Borngafte wurde der Schuster Suelfer erstochen aufgefunden. Er ist jedenfalls bei einer Schlägerei ums Leben gekommen. — Beim Uhrmacher Tienstmaier in der Kronprinzenstraße wurde ein Einbruch verübt und Uhren und Goldjachen im Werte von 12 000 Mark gestohlen. Homburg, 28. Dez. Das Gordon-Bennet' Rennen ist definitiv auf den 17. Juni festgesetzt worden. An das Pokal-Rennen werden sich die weiteren automobi- listijchen Veranstaltungen anschließen. Berlin, 28. Dez. Der „Voss. Ztg." zufolge richtete der Kaiser an deren Mitarbeiter Professor Ludwig Pietsch anläßlich seines 79. Geburtstages einGlückwunsch- telegramm. Dessau, 28. Dez. Während der Premiere von Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen^ brach hinter der Bühne ein Magazin brand aus, der bald gelöscht werden konnte. Tie Vorstellung konnte dank der ruhigen Haltung des ausverkaufteu Hauses beendet werden. Stuttgart, 28. Dez. Der Dichter und Schriftsteller Souchay ift, in Kannstadi im Aller von 70 Jahren ge- stor b en. Resina (Provinz Neapel), 27. Dez. Heute abend wurde ein Gehöft, in dem mehrere Landleute mit der Herstellung von Feuerwerks körpern beschäftigt waren, durch eine Explosion zerstört. A ch t P e r s o n e n wurden getötet, fünf schwer verletzt unter den Trümmern hervorgezogen. Petersburg, 28. Te^. Die Zarin sieht im Laufe des Sommers einem freudigen Familien-Ereig- nis entgegen. Ihr schmerzhaftes Ohrenleiden ist durch eine Operation, die vor mehreren Wochen in Skierne- wice vorgenommen wurde, fast vollständig behoben. Auch das Allgemeinbefinden und die Stimmung sollen vorzüglich fein. Petersburg, 28. Dez. Trotz dem allgemein bekannten Ernst der Lage in Ostasien wird aus dem Hofe nahestehenden Kreisen versichert, der Zar sei durchaus gegen den Austrag des russisch-japani- schen Konfliktes aus kriegerischem Wege wie überhaupt gegen jedes angriffsweises Vorgehen Rußlands gegen Japan. Rußlands Haltung soll zwar fest bleiben, doch nicht heraus fordern. Militärische Kreise halten die jetzige Jahreszeit für durchaus ungeeignet zur Kriegführung und hoffen, Japan werde mit diesem wichtigen Faktor ebenfalls rechnen müssen. Tie japanische Gesandtschaft hüllt sich allen Fragen gegenüber in undurchdringliches Schweigen. Solange Vorrat, liefert die im Teehandel bef. erstklassige Firma Meßmer den allerfeinsten 1903 er Souchong zu nur Alk. 1,— das 100 gr Paket. Von Kennern wird Al e ß m e r' s Tee von Familie zu Famitte weiter empfohlen. 6632 Iisiolge vielfacher Anfragen und Zuschriften teilen rvir unseren GeschWrsreunden ergebenft mit. datz wir am 20. d. Bits, die Annahme von Zirmen- und Wohnungs-Veränderungen für das Adreßbuch für Stadt und Kreis Gießen geschloffen haben, wir danken für das uns eutgegengebrachte VehlwoLen und hoffen, daß wir in dem neuen Adreßbuch allen berechtigten Anforderungen nachgekommen futd. $as Ureis-Adreßbuch wirb nrrninshv in einigen Tagen erscheinen. 9554 Auswahl Wilhelw ■ DD Diverse Sorten qm £j punsch-Cssenzen qm qm 6. 7. 8. Telephon 262. 17 Marktplatz 17. Gegründet 1826. 12» 13. 14. MW NahmHiNkn 9427 bilden '^i 8 19 <5* 826 Verkaufsstellen: 9246 Wiäser JäSrot Prym Ä- A Rum, Arrak Pansek-Essenzen in x/i u. 7- S'h Louis Lind Wein - Handlung 10 Kirchenplatz 10 mit Anleitung zum Backen. Preisen und Zeugnissen über Prym's Patent-Zimmer-Backöfen für den Hausbedarf, von welchen in kurzer Zen in der Euskirchen-Dürener Gegend über200 Stück verkauft wurden. 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Durchm. und von 4 bis 12 Attr. Länge. Wieseckerweg. Gießen, den 18. Dezember 1903. Der Evangelische Gesamt-Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Herr Langsdorf). Acker rechts deut Aulweg (bei der Schönen Aussicht), Flur V Str. 335 — 2093 qm (seither. Pächter Herr Spieß). 9. Daselbst, Flur VII, Str. 57 ---- 1537 qm (seither. Pächter Mecker-Verpachtung. Tie nachstehend verzeichneten Aecker der evangelischen Kirche and Pfarreien Gießen in der Gentarkung Gießen sollen neu verpachtet werden am 9 Jahre, vorn Herbst 1904 bis 1913: L Acker am Altenfeld, Flur XV, Str. 127 — 5254 qm (seither. Tafelmandelrr, Taselrofinen, Tafelfeigen, MuskatdatteLn in hervorragend schöner Qualität bei 9383 Emil Fischbach. Essen Sie gerne Sausdncken-Krot? Bitte verlangen Sie gratis und franko die Broschüre Lebertran feinst Medizinal, empfiehlt [6356 Eenii Fiscfebach. Holz-Versteigerung am 2. Januar 1904 in dem Wäldchen des Johs. Philipp X. Watzenborn, Steinköppel, Ge- markung Obersteinberg. 06241 Es kommen zur Versteigerung: Festmtr. Kiesernschnittholz, 30 bis 39 Ltm. Durchm., ge- Submission. Die Füllung des Eiskellers in den neuen Kliniken in Gießen oll auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Nerwaltungs- bureau genannter Anstalt nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Offerten sind mit entsprechender Aufschrift versehen, ver- chlossen, bis ztlm Eröffnungstermine Dienstag d. 29. Dez. 1903, mittags 12 Uhr, einzureichen. Zuschlag erfolgt bis zum 31. Dezember 191)3. [9508 Gießen, 23. Dezember 1903. Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Stäbt Schlachtham. Freibank. Heute und morgen: Gesch. WeBkisch 10W. für Knaben und Mädchen in 9421 größter Auswahl zu Whköüiig m MjilD-WwiiMm buch Bcsich wih Karten. Neujahr 1904. Zur Enthebung von Neujahrs-Glückwünschen bei dem bevorstehenden Jahreswechsel bttien wir, wie in den früheren Jahren, der hiesigen Meinkmder-Betvahronstalt eine Gabe spenden und einem der Unterzeichneten übermitteln zu wollen. Durch Veröffentlichung der Namen der Geber im „Gießener Anzeiger" noch vor Jahresschluß wird es allgemein anerkannt, daß alle (Genannten von Abstattung der Neujahrsbesuche, sowie vou Zusendung von Neujahrskarten befreit sind und ihrerseits beides nicht beanspruchen. Zugleich wird hierdurch der genannten Wohltätigkeitsanstatt mit ihren mehr als 250 Kindern eine sehr wünschenswerte Unterstützung zu teil. G ießen, den 24. Dezember 1903. 9541 gtenbant Doering. Pfarrer Euler. Pfarrer Dr. Naumann. Fabrikant Emil Lchmall. I Adolf Lenhard, Frankfurterstr. 64. | Auqust Noll II., Bahnhofstrasse 51. S,lk- ni) ÄMiiurwerte, Lmpsjiegelei 4ug. Gabriel jr., Gietzen. «78 Maire:. Sabrikatiou. BaüuaNschlüsie. Werke: Nbendstcrn. 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Dezember 1903. 9558 Großherzogliche Bürgermeisterei Odenhausen. a n g. erfüllt ihren Zwedt, anregend uTbelebend auf Körperu.Geist einzuwirken.^^ ff ist reiner.gehaltvoller gebrannter ä Qualifäfs-Kaffee^g^^^P^ ( Nur ächt in Packeten rm? diese?*"■ per zK? a M.l_1.20_WO 1.60 l.70 l80 u 1 gewähren wir bis zum 1. Januar auf unsere Originalpreise einen Rabatt von 100/o, Wir empfehlen ganz besonders zum Weihnachtsfeste unsere vorzüglichen losei- und Rheinweine sowie alle Sorten Südweine und für Sylvester alle Sorten Punsch, feine Liköre, Kognak etc. sowie deutschen und franz. Rotwein. Laufera^eäSer & Oo. Herr Langsdorf). 10. Acker an der Fraukfurterstratze (neben der neuen Veterinär- anstalt), Flur V1U, Str. 23*/10 und 388/10 = 32 <4 qm (seither. tächter Herr Bernhardt). der unter dem Wieseckerweg, Flur XXI, Nr. 26 = 4606 qm (seither. Pächter Herr Litz, bezw. Herr Preiß). Acker in der Lichtenau, rechts der Atain-Weserlwhn, Flur XXII 9lr. 165 — 3030 qm (seither. Pächter Herr Weller). Acker daselbst, lmks der Bahn, Flur XXVII, Str. 64 — 1121 qm (seither. Pächter Herr Simoil). Acker auf dem Sand (zwischen Lahn und Bahndaimn), Flur XXVIII, Str. 21 == 459 qm (seither. Pächter Herr Stolle). 15. Acker, die lieunentaut (unweit Feldschlößchen), Flur XXXVIII, Str. 236 — 3829 qm (seither. Pächter Herr Schwan). Die Verpachtung soll slattfiliden am Dienstag den 29. Dezember d. Bekanntmachung. In das Handels-Register Abt. A wurde heute bezüglich der Firma „Deutsche Nähmaschinen-Gesellschaft Eymer & Kames" zu Wiesbaden mit Zweigniederlassung zu Gießen eingetragen: Offene Handels gesellschaft ist am 1. Oktobe 1903 erloschen. Die Zweig Niederlassung dahier ist zu Hatiptniederlassung erhoben un wird unter der seitherigen Finna von Gottlieb Kames allein weitergeführt. 9559 Gießen, am 24. Dez. 1903. Großherzogliches Amtsgericht. Im Konkursverfahren über das Vermögen des Heinrich Kühne, Inhaber des Hotels „Ztlm Emhorn" in Gießen, lvtrd Termin zur Anhörung der Gläubiger-Versammlung überden vom Konkursverwalter gestellten Antrag auf Einslellimg des Konkursverfahrens mangels Vorhandenseins einer den Kosten entsprechenden Masse, über die Höhe der dem Gläubigerausschuß zu gewährenden Vergütung sowie zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen bestimmt auf Dienstag d. 19. Jan. 1904, vormittags 10 Uhr. Gießen, 21. Dezember 1903. Großh. Amtsgericht. [9536 Große Invenlar-Iersteigerung. Wegen Wirtschaftsauflösung soll Mittwoch den 6. und Donnerstag den 7. Januar 1904, je vormittags 10 Uhr beginnend, sämtliches lebende und tote Inventar öffentlich mein- bietend versteigert werden und zwar: 6 Arbeitspferde, darunter 1 gute Ziichtstute und 1 flotter Einspänner (auch zugeritten), 20 Stück Rindvieh, dabei 7 Simmentaler Heerdbuchkühe und 2 von Heerdbuch- eltern abftaminenöe junge Bullen, 4 trächtige Mutterschweine, 1 schottischer Schäferhund, Enten und 1 Flug Tauben; ferner an totem Inventar: 1 Wood'scher Garbenbinder (tadellos erhalten), 2 Grasmäher, Drillmaschine, Düngerstreuer, Heuwerider, Heurechen, Walzen, Pflüge, Eggen rc., 4 Erntewagen, darunter 2 sehr gute -Pritschenwagen, 4 kleine Wagen, ein 4-sitziges modernes Break, 1 faü neuer Kartoffeldämpfer, 1 großer für Müller geeigneter Mehl- basten, etwas Hausrat rc. rc. Das lebende Inventar kommt zuerst zum Ausgebot. Zum Schluffe wird noch Stroh in einzelnen Partien versteigert. 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August ßfiüller. Die Beerdigung findet am Dienstag dem 29. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Todes-Anzeige. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß gestern nachmittag 2 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großlnutter Km Katharine Hailer geb. Fohrst nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Der neu hergestellte Gasthof zur Kroue (Gast-- und Logier- wirtschaft mit Veranda u. Kegelbahn) zu Wetzlar in der Sophien- straße in unmittelbarer Nähe der größten Wetzlarer industriellen Werke, bisher von Gastwirt Friedrich Bormann betrieben, soll freihändig mit Haus, Garten und dem guten und vollständigen Inventar verkauft werden. Nähere Auskunft giebl [9557 Rechtsanwalt und Notar Dr. H eertz zu Wetzlar als Konkursverwalter. * Allein-Verkauf bei Ernst Balser 11 Bläusburg 11. Gegr. 1787. Telephon 15. Vollständiges Lager aller Formate und 9455 Liniaturen. Sämllidie Comptoir-Artikel. 3 I ß. 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